Unser Skitag in Salzburg

Auch heuer veranstaltete START-Salzburg wieder den schon traditionellen Skitag auf der Loferer Alm. Dieses Jahr konnten auch Jugendlichen aus Wien und Oberösterreich ihre ersten Erfahrungen auf Skien machen. Vielen Dank an die Skischule Lofer Herbst für das preisliche Entgegekommen beim Skikurs und dem Verleih der Ausrüstung.

Hier finden sie zwei Berichte über den Tag:


START-Wien Stipendiatin Bushra:

Obwohl am Samstag mein Geburtstag ist, obwohl ich viele Pflichten habe, obwohl es nur ein Tag ist und man die lange Zugfahrt  auf sich nehmen muss, werde ich mitfahren um Skifahren zu lernen, um die anderenStipendiatInnen zu treffen und um mit der Start-Familie wieder Zeit zu verbringen.

Freitag 3. 3.: Ich bin am Westbahnhof, eine halbe Stunde zu früh. Ich warte auf die anderen. Ich bin gespannt. Ich will sie wieder sehen,  über wissenschaftliche, politische, philosophische, religiösepersönliche, lustige, komische Themen zu plaudern, zu lachen, Spaß zu haben und noch dazu Skifahren zu lernen. Eine solche Gelegenheit werde ich als 18-jähriges Mädchen, das nicht aus Österreich kommt, wo Skifahren Tradition ist, und das sehr neugierig ist, alles zu lernen, nicht verpassen, sondern darauf warten, mich vorbereiten, Skigewand ausborgen.

Ich sitze am Bahnsteig. Die Anderen kommen. Um 19:45 fährt der Westbahn-Zug ab. Nach zweieinhalb Stunden Plaudernmit Katrin, Lisney und Marzia kommen wir in Salzburg an. Da war ich noch nie.

„Der Salzburgbahnhof ist neu.“ sage ich. 

„Ja, er wurde vor 2 Jahre umgebaut“ bestätigt Katrin.

Wir gehen zum Elisabeth-Hotel.

 

Samstag 4. 3.: Schon ausgeschlafen. Dieser Tag wirdanstrengend. Um 7:15 frühstücken wir und mit Freude hoch zehn schleppe ich meinen Koffer zum Bahnhof, unserem Treffpunkt. Fröhliches Wiedersehen und Begrüßen der anderen TeilnehmerInnen. Nach einer Stunde Fahrt kommen wir im Skigebiet Lofer Burg an. Wir ziehen die Skigewänderan, schnell und glücklich. Von der Schule borgen wir die Ausrüstung aus und bekommen wir die Liftkarten. Bis jetzt sehe ich keinen Schnee. Mit der Gondelbahn fahren wir aufden Berg.

Wir sind in 3 Gruppen geteilt: Anfänger, Mittlere, Profis. Wir AnfängerInnen  bekommen eine Trainerin, die schon auf uns wartet. Zwei Stunden am Vormittag unterrichtet sie uns. Die schweren Skischuhe anzuziehen und damit zu gehen ist für das erste Mal ziemlich schwierig. „Pizzaschnitte“ (wenn man bremst) und Pommes (wenn man rutscht) zu lernen macht SpaßUmfallen und wieder aufzustehen ohne Hilfe ist eher anstrengend.

Nach dieser Anstrengung bekommen wir Hunger – so ist es beim Skifahren. Dann essen wir ein ausgezeichnetes Mittagessen ganz oben auf dem Berg in der Hütte.

Am Nachmittag ist es noch spannender. Wir dürfen allein fahren. Zwei Stunden später ist der Schitag leider zu Ende. Uns von den Anderen zu verabschieden, ist nicht einfach:zuerst von den Salzburgern, mit den Oberösterreichern können wir uns noch auf der gemeinsamen Zugfahrt  unterhalten. Nach einer Stunde kommen sie in Linz an, wieder müssen wir uns verabschieden.

Ich finde es traurigjedes Mal lernen wirneue Leute kennen, und dann müssen wir uns wiederverabschieden“ sagt meine Freundin.

„Ja, es ist so immer mit START, wir schließen neue Freundschaften, haben Spaß miteinander und dann fährt jede nachhause, aber wir freuen uns auf nächstes Mal und auf dieanderen Veranstaltungen!“ antworte ich.


Bericht: START-Salzburg Stipendiat Josip:
Der Skitag hat, für mich persönlich, gleich mit dem Treffpunkt am Salzburger Hauptbahnhof begonnen. Diese bekannten Gesichter, die so viel Freude ausstrahlten, haben mir gleich gezeigt, dass das ein toller Tag werden wird. Die Theorie hat sich bestätigt, denn kaum war der Bus losgefahren, haben die ganzen lustigen Gespräche, die man von START kennt, angefangen.

Nach einer überraschend kurzen Busfahrt sind wir in Lofer angekommen und alle haben sich schnellstmöglich im Bus umgezogen, natürlich nach der klassischen Regel: Ladies first! Danach sind wir zum Skiverleih und vom Skiverleih gleich auf die Piste – fast. Zuerst waren noch zwei Gondelfahrten und die Gruppenaufteilung vor uns. Nach dem war dann aber der Spaß dran und wir sind ca. zwei Stunden gefahren bevor wir im Restaurant „Soder Kaser“ eingekehrt sind. Bei leckerem Essen haben sich die Gruppen über den Vormittag ausgetauscht und sind gleich danach auf die Piste. Wir fuhren weitere zwei Stunden bevor wir die Heimreise antraten.

Für mich war es ein sehr lustiger Tag, an dem ich Assistenz-Skilehrer/Vorfahren spielen durfte, was für mich ein sehr großer Spaß war.

 

START-Wien Alumnus Asif Safdary ist neuer OSZE-Sonderbotschafter

Ich bin seit Mai 2008 in Österreich und hatte die Möglichkeit in Wien die HTL für IT und Telekommunikation zu absolvieren. Während meiner Schulzeit war mir START sowohl Ideell als auch finanziell eine sehr große Hilfe. Das Gelernte setze ich- wie allen anderen Stipendiaten- in meinem Alltag um und profitiere von den Seminaren und Experten-Tipps der BetreuerInnen.

Nach meiner Matura habe ich begonnen bei einer der größten Wirtschafsprüfungskanzleien als IT Security Administrator zu arbeiten und währenddessen konnte ich das Bachelorstudium IT Security berufsbegleitend mit gutem Erfolg abschließen. Während meiner Studienzeit war ich auch Liese Prokopp Stipendiat.

Im Moment arbeite ich als IT Security Analyst bei der Firma RadarServices Smart IT-Security GmbH. Neben meinem Vollzeitjob engagiere ich mich im START Alumni Verein im Vorstandsteam, bin Vorstandsvorsitzender beim Verein Interessengemeinschaft der afghanischen SchülerInnen und Studierenden (IGASUS), Integrationsbotschafter bei Zusammen Österreich und Sonderbeauftragter für Jugend und Sicherheit bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Meine Aufgaben als Sonderbeauftragter für Jugend und Sicherheit sind unter anderem den Vorsitz in Jugendfragen zu beraten, bei den OSZE Veranstaltungen zu Themen wie Verhinderung von Radikalisierung und Terrorismus in den OSZE Staaten die Perspektive der Jugend einzubringen und die Anliegen der Jugend bei den OSZE Veranstaltungen zu vertreten und ihnen innerhalb der OSZE eine Stimme zu geben.

Foto mit Secretary General Lamberto Zannier (li.)

 

Wissen, Spaß und Freundschaften: Das START- Bildungsseminar

Von 24.2. bis 26.2.2017 fand wieder das legendäre Start Österreich Bildungsseminar im Schloss Puchberg in Wels statt. Alles StipendiatInnen aus allen Bundesländern kommen zu diesem Anlass zusammen.

Das 2. Bildungsseminar im Schuljahr ist für viele StipendiatInnen leider das Letzte. Über diese Erfahrung und über das Bildungsseminar im Allgemeinen berichtet der Wiener Stipendiat Jaafar Bambouk:

“Ohne in Erinnerung gehabt zu haben, dass das mein letztes Bildungsseminar sein wird, ohne bemerkt zu haben, dass dieses Wochenende ein sehr trauriges wird, ohne daran gedacht haben zu wollen, dass dieses, zum üblich gewordenen, Ereignis irgendwann mal zu Ende kommen würde, habe ich am Freitag in der früh angefangen, mein Gepäck einzupacken. Froh und enthusiastisch wie noch nie habe ich die ersten vier Stunden meines Schultages verbracht. Es hat geläutet; ab ins START-Büro bzw. , in eine Reise, von der man, trotz all der Spekulationen, niemals wissen kann, was sie in sich trägt, und was sie für Auswirkungen auf ihre TeilnehmerInnen haben wird. Ab nach Wels.

Wie gewohnt haben es die WienerInnen geschafft, zuerst anzukommen. Wartend auf die StipendiatInnen der restlichen Bundesländer, hat man die Türen der Zimmer mit den Namen der ganzen Stipis beschriftet, sich von der Reise ausgeruht und ein leckeres Abendessen gewünscht.

18:30 Uhr fröhlichst an den Esstischen sitzend waren alle schon da und haben begonnen, ihren gemeinsamen ersten Abend zu genießen. Eine Stunde später, eröffnet unsere Geschäftsführerin das Bildungsseminar, erklärt die Regeln, an die wir uns sehr streng halten werden müssen und deklariert die restlichen Stunden des Tages zur Freizeit. Diese Stunden sind natürlich so rasch vergangen, dass man sie fast für wenige Minuten gehalten hat.

Samstag, 25.02.2017

Das Programm hat angefangen und damit der Workshop „Bühnenpräsenz“, an dem ich teilnehme. Zuhörend, aufmerksam und sehr gespannt ist die Gruppe gesessen und hat den zwei sehr tollen TrainerInnen zugehört. Anfangs war es schwierig, sich vorstellen zu können, was aus dem Workshop resultieren wird. Im Nachhinein hat man das Konzept verstanden und die Idee des Workshops mitbekommen können. Ein paar Übungen auf der Bühne, andere ohne sie, manche direkt auf dem Parkett des imaginären Publikums waren sehr revolutionär bewirkend, um Emotionen zu erzeugen und sie dem Publikum zu übermitteln. Durch persönliche Fantasien wurden in Gruppen kleine Theaterstückchen entwickelt und aufgeführt, welche Gefühle aus dem Alltag der Menschen beschrieben haben.

Am Abend hat die Talentshow stattgefunden und es war ein sensationelles und buntes Konzert, in dem unsere engagierten StipendiatInnen ihre Talente vorgezeigt haben. Eine sehr tolle Mischung aus Kulturen der verschiedensten Länder hat auf der Bühne vorgespielt und war damit ein Zeichen für eine sehr heterogene START-Community.

00:00 heißt es Bettruhe.

Sonntag. 26.02.2017

Traurig und voller Freude, gespannt und voller Müdigkeit, verwirrt heißt das Wort, das mich am Morgen meines letzten Bildungsseminar-Sonntags beschreiben kann. Der Workshop ist weiter gegangen und hat am Mittag ein Ende gefunden. Nochmals mit vielen Emotionen und unglaublich starken, anspruchsvollen und fantastischen Auftritten unsererseits haben wir es, teilweise weinend, geschafft den Workshop erfolgreich abzuschließen.

Nach vier Besuchen des Bildungsseminars war es die Zeit für mich, eine sehr wertvolle und schöne Geschichte fertig zu schreiben. Mit wunderschönen Erinnerungen, wahren Freundschaften, tollen Erfahrungen und nützlichen Workshops hat es für mich geheißen: Ab nach Wien.”

Auch START-Oberösterreich Stipendiat Alhelali Taj Alddinhat seine Erfahrungen zusammengefasst:

Am Freitag  24.2.2017 trafen die Start-Stipendiatinnen und Stipendiaten aus ganz Österreich im Schloss Puchberg in Wels.

Der Abend vom Freitag fing mit den vielen Freuden und schönen Gefühlen an wir freuten uns schon und waren gespannt auf den nächsten Tag

Am Samstag um 8 Uhr in der Früh trafen sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten im Restaurant zum Frühstücken . Gegen 9 Uhr verteilten sie sich in die verschiedene Workshop-Gruppen (Bühnenpräsenz,Gruppe&Konflikt,Zeitmanagement,Lerntraining,Wissenschaftliches Arbeiten , Gruppenmoderation ) . Ich war in die Gruppe&konflikt Gruppe . Dort lernte ich wie man über einem Problem mit den andren Leute spricht und löst.
Am ende  spielten wir  Paola, Ladan,Tamer ,Sam und ich  ein kleines Theaterstück vor. Das Stück geht über zwei betrunkene Männer die eine Frau im Zug belästigen, und lernten wir wie konnte man sich im solchen Situationen handeln.

Am Mittagpause nahmen sie das Mittagessen ein ,das war sehr köstlich.

Dann machten sie ihre interessanten Kurse weiter. Am Abend war die Spannung  sehr hoch. Jedes Bundesland wählt seine stipi Srecher& Stipi sprecher vertreter. Dort wurde ich als Stipisprecherstellvertreter von OÖ gewählt.
Es gab ein ganz interessantes Programm. Zu erst hatten die neue Stipisprecherinenn-sprecher sich präsentiert, ,und die neue Bundessprecher ( Zareh Hakobian & Lukas Gabsi) wurden gewählt.
Als Hauptveranstaltung hatten wir eine unglaubliche Talentshow ,wo ich meinen Hip-hop Tanz präsentiert hatte .  Persönlich entdeckte ich, dass ich in einem Raum mit  sehr viel talentierten Leute  Auf der andren Seite war es traurig , weil wir unsere Maturanten verabschieden mussten . Am Sonntag machten wir unsre Kurse fertig.Am Ende machten  wir viele Fotos

Warum sich Abdirahman engagiert: Helfen und geholfen werden!

Glücklich in einem friedlichen Land geboren, studiert oder nicht studiert, gearbeitet oder doch nicht. Kinder? In die Stadt verschwunden, eben älter geworden oder es gab keine Kinder. Dann unbemerkt alt geworden. Und dann? Dann zählt man das Alter statt von Vorne von Hinten. Man fragt sich, wie viele Jahre man noch übrig hat statt wie alt man jetzt schon ist. Das genau ist die Zeit wo man neben der vielen Probleme auch einsam ist und genau in diesem Moment braucht man helfende Hände.

Mein Name ist Abdirahmanm, ich bin einer von den Geflüchteten, der sich in diesem Land zurecht  finden will. Ich lebe seit 2013 in Österreich. Hier eine kurze Geschichte über mein Leben in Österreich: Vor ca. vier Jahren, als ich hier neu ankam, konnte kein Wort Deutsch und musste gleich in einer Polytechnische Schule einsteigen. Es machte keinen Sinn, jeden Tag in der Klasse zu sitzen ohne etwas mitzubekommen. Schließich durfte ich in eine Sprachschule gehen, in der ich endlich einmal die deutsche Sprache lernte. Bereits nach ein paar Monaten wurde ich neben dem Sprachkurs von „ Prosa – schule für alle“ aufgenommen, wo ich zusätzlich Fächer wie Soziales und Gesundheit hatte. Mit dieser Vorbildung konnte ich den Pflichtschulabschluss in der VHS erfolgreich und mit guten Noten absolvieren. Seitdem verfolge ich mein Ziel  einer guten Ausbildung. Derzeit besuche ich in die  6. Klasse des Gymnasiums.

Ich bin neben der Schule und den Hausübungen auch ehrenamtlich in einem Seniorenheim tätig. Einige Seniorinnen und Senioren treffen sich in einem Pflegeheim, weil sie Menschen zum Plaudern finden wollen. Wer Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hat, ist hier genau richtig, denn hier sprechen die Seniorinnen und Senioren mit einem langsam und verständlich. Es geht darum, dass man einander seine Zeit widmet. So machen wir z.B. kleine Spaziergänge gemeinsam, spielen miteinander, unterhalten uns über bestimmte aktuelle Themen oder plaudern einfach miteinander. Manchmal wenn es recht stressig ist, helfe ich auch dem Pflegepersonal bei der Arbeit, z.B. in der Speiseabteilung. Durch diese ehrenamtliche Tätigkeit verbessere ich nicht nur meine Konversationsfähigkeit, sondern lerne  auch viel über meine neue Heimat. Auch die Seniorinnen und Senioren interessiert mein Leben und wir genießen diese gemeinsame Zeit.

 

Nicht nur im Seniorenheim tauscht sich Abdirahman mit älteren Menschen aus. Während
eines Interviewtages mit ZeitzeugInnen aus der NS-Zeit, hat er Herr Kaufmann, Überlebender des Wiener Spiegelgrundes und dessen Frau kennen gelernt. Es ist eine
Freundschaft entstanden, die die drei auch auf Ausflüge führt. Am Ausflug nach Baden
dürfen wir dank einiger Bilder und einem Video ein bißchen teilhaben:

Der 5. START-Wien Ball: Lindy Hop – ’till you drop!

Am Samstag, den 11. Februar kamen Stipis aus Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich und Wien zusammen, um mit Start-Freunden, Paten und Alumnis zu feiern.

Das Motto dieses Jahr “Lindy Hop” brachte einige spannende Outfits hervor und noch spannendere Tanzeinlagen. Die Wiener- Stipis und Alumnis tanzten zusammen mit den Tanmu-Jugendlichen der Lernhilfe vom Start- Alumniverein und StudentInnen der ZusammenÖsterreich- Akademie ein. Es waren dieses Jahr 22 Paare und durch die großartigen Vorbereitungen von Katrin Bernd (die Fr. Elmayer von START-Wien) persönlich, konnte sich der Eröffnungstanz auch wirklich sehen lassen. Nach und nach trudelten immer mehr Gäste ein und wir wollen uns hiermit bei allen bedanken, die so fleißig mitgetanzt haben und den ganzen Abend für so eine gute Stimmung gesorgt haben.

Die OberösterreicherInnen zeigten uns dann noch wie Lindy Hop wirklich geht. Wir kannten diesen energetischen Tanz ja nur aus YouTube Videos, bei denen sich aber keiner von uns vorstellen konnte, den dann auch tatsächlich tanzen zu können. Die OberösterreicherInnen haben bewiesen: Sie können es!

Auch die VorarlbergerInnen ließen nicht die Gelegenheit einer Tanzeinlage aus und führten uns verschiedendste Tanzsorten vor: Von Walzer über HipHop bishin zur Hebefigur von Dirty Dancing.

Vielen Dank an alle, die diesen Abend unvergesslich gemacht haben! Danke an die LandeskoordinatorInnen, die ihre Stipis in Oberösterreich, Salzburg, Vorarlberg und Niederösterreich eingepackt haben, um an diesem Abend bei uns zu sein, sowie an alle PatInnen und Start-Freunde!

Danke besonders auch an L’ORÉAL für die vielen tollen Tombolapreise und an Louai Abdul Fattah für die vielen tollen Fotos!

Studienberatung Start- Österreich

Am Freitag den 10. Februar fand die alljährliche Studienberatung statt. Stipis, Alumni und Start- Freunde kamen aus allen Bundesländern zusammen, um sich über die verschiedenen Studienrichtungen zu informieren. Es gab einen Jus und Wirtschaft Raum, einen für Naturwissenschaften und Medizin und einen für Geistes- und Kulturwissenschaften, Technik und Kreatives. Es gab wirklich eine große Auswahl und für jede/n war etwas dabei.

Die 30 Alumni tauschten mit den interessierten Stipis Nummern aus, um auch fortlaufend für weitere Fragen zur Verfügung zu stehen und den ein oder anderen auch mal zu einer Vorlesung mitzunehmen.

Sogar ein Farbfilm wurde gegen einen Schwarzweißfilm getauscht. Da die Grafikdesign-StudentInnen immer nur mit Farbe fotografiert und der Vorarlberger-Stipi immer nur mit Schwarzweiß, beschlossen sie, das jeweils andere mal zu probieren und sich dann darüber auszutauschen. Dann kamen noch 20 Pizzakartons und wir konnten noch alle gemeinsam essen, bevor alle zurück nach Hause oder in ihre Hostels gingen, um sich für den Start-Wien Ball am nächsten Tag auszuschlafen. Danke für alle Studierenden, die sich Zeit genommen haben dabei zu sein und die Stipis, die aus allen Bundesländern angereist sind, um zuzuhören und hoffentlich ganz viel mitzunehmen!

Keine Angst vor dem weißen Blatt: Die START-Wien Schreibakademie in den Ferien

In den Ferien zu faulenzen war einigen Start-Wien Stipis und TANMU Schüler_innen nicht genug. Deshalb haben wir uns entschlossen, an einer Schreib-Masterclass mit Lukas Lienhart teilzunehmen, von der wir eine Vorbereitung auf die Matura erwartet haben, die uns doch ein bisschen einschüchtert – keine_r von uns hat in Österreich die Unterstufe besucht.

Jeden Tag um 8:15 Uhr im START-Büro angekommen und mit einem Häferl Kaffee gestärkt haben wir täglich vier Stunden damit verbracht, aktiv an unseren Schreibfähigkeiten zu arbeiten. Dabei wurden aber unsere Erwartungen weit übertroffen, denn nicht nur trockene Analyse der Textsorte Textanalyse wartete auf uns in den dicken blauen Mappen, die uns von Montag bis Freitag begleitet haben, sondern auch zahlreiche Übungen zur Entwicklung unseres Potentials.

Bei im Durchschnitt 10 Minuten langen Freewriting-Einheiten haben wir unseren Gedanken freien Lauf gelassen. Während des Schreibens eines „This I Believe-Essays“ wurde uns bewusst, dass wir mit unseren Worten für uns wichtige Überzeugungen vielen Menschen vermitteln können. Am Ende der Woche waren unsere Hefte voll mit Gedanken über unsere ersten Gedanken in der Früh, Winter, Kaffee, Meinungsreden zu Themen wie soziale Medien oder Arbeiten als Schüler_in und wir haben anderen Teilnehmer_innen genügend vertraut, um ihnen durch Postkarten von Landschaften inspirierte kurze Gedichte vorzulesen.

Für alle von uns war dies eine großartige Gelegenheit, bei der wir uns nicht nur theoretisches Wissen angeeignet haben, sondern auch Neues in uns entdeckten, jede Menge Spaß hatten und uns besser kennengelernt haben.

(Bericht: Abdi und Leopold)

START-Wien Tanzkurs

Um für den 5.START-Wien Ball am 11.Februar ausreichend vorbereitet zu sein, besuchten 29 START-Wien StipendiatInnen und TANMU-Jugendliche an 2 Sonntag Nachmittagen einen Tanzkurs. Neben dem für Bälle in Wien verpflichtenden Wiener Walzer, wurde gemäss dem Ballmotto Lindy Hop gelernt. Am Ende des 2-teiligen Tanzkurses gab es eine Einführung in die Fledermausquadrille, ein Highlight jedes Wiener Balls und praktischerweise auch der Eröffnungstanz!

Die Wiener START-Jugendlichen sind also für den START-Wien Ball bereit – Tanzkurse in den anderen START-Bundesländern folgen!

START-Wien besucht das Parlament und NEOS

Am Freitag, den 20.1.2017, besuchten wir Stipendiaten und einige Alumni das Parlament in Wien.

Am Anfang haben wir mit Matthias Strolz, Vorsitzender und Gründungsmitglied von NEOS (Das Neue Österreich und Liberales Forum), eine Diskussion gehalten. Er hat Fragen unsererseits beantwortet, hat über die Gründe der Gründung von NEOS erzählt und über ihre Aufgabe im Parlament und Pläne berichtet.
Anschließend bekamen wir einen Rundgang im Parlament: Wir betrachteten den Nationalrats-Saal, Bundesrats-Saal, historischen Sitzungssaal und die Säulenhalle. Zwischendurch gab es Fragen von uns, die von einer Mitarbeiterin von NEOS beantwortet wurden.
Die historischen Erlebnisse/ Geschehnisse wurden ebenfalls erzählt. Wir hörten über Bombardierungen von dem zweiten Weltkrieg und daraus folgende Schäden bis hin zu den Plänen der künftigen Renovierung. Spannend war auch, dass wir durch den Rundgang mit der NEOS-Mitarbeiterin nicht nur über das Gebäude und die Aufgaben von Nationalrat und Bundesrat etwas erfahren haben, sondern auch über die Arbeit in einem parlamentarischen Club, wie und warum sie dort zu arbeiten begonnen hat und vieles mehr.

Es war ein einzigartiger Ausflug, von dem wir vieles erzählen können.

Wir haben auch Bücher und Broschüren über NEOS bekommen.
Ein Exemplar des Buches „ BUNTBUCH SCHULAUTONOMIE-Die mündige Schule“ gibt es jetzt auch im Start-Büro in Wien.

Bericht: Lalita Digwal

Was ist Wahrscheinlichkeit? Ein Vorgeschmack auf Mathematik an der Universität

Mathematikvorlesungen an der Universität sind ganz anders als Mathematik in der Schule. Man erfährt all die lustigen, spannenden Geschichten zu den verschiedenen Rechnungsarten. Was die Wahrscheinlichkeit für eine tolle Vorgeschichte hat, das hat keiner von uns geahnt! Der math.space im Museumsquartier organisiert zu diesem Thema Vorträge. Diese Vorträge sollen den SchülerInnen das Studium Mathematik näher bringen, da es sich eben stark vom normalen Schulmathematik unterscheidet. Leopold hat zu dem Vortrag seinen künstlerischen Beitrag geleistet:

Seawas, Griaß di! – Wienerisch-Sprachkurs für unsere StipendiatInnen

Jeder von uns kennt diesen typisch wienerischen Ausdruck und kann ihn auch verstehen, nur wie wird es dann mit anderen Wörtern wie z.B a Owezara oder a Kiberer…Nah immer noch verständlich? Wir von START besuchten einen Wienerisch Sprachkurs, bei dem wir die Chance hatten, einen kleinen Einblick in den Wiener Dialekt zu bekommen. Uns wurde mit diverse Lernmethoden der Wiener Dialekt beigebracht. Von Rollenspielen bis hin zu Analyse von Songtexten. Ich selber bin in Wien geboren worden und lebe in Wien schon seit 16 Jahren. Ich hätte aber nie gedacht, dass das Wienerische ein so komplexer Dialekt ist. (Philip Bato)

Anders fasst es Khaled, erst seit kurzer Zeit in Wien zusammen:

Kurz: Leiwand woas! Und hilfreich. Denn viele unserer Jugendlichen lernen unglaublich schnell und gut Deutsch. Das Wienerische ist dann aber halt doch noch mal eine ganz eigene Sprache.

Und weil wenige Kursstunden nur einen kleinen Einblick geben können, werden wir sicher weitermachen. Danke an das Team von Dialog für den unterhaltsamen Lernnachmittag!

Einblicke in die Verpackungsproduktion – Werksbesichtigung bei Constantia Teich

Am 5. Jänner 2017 um 11 Uhr traf ein Bus mit 22 START-StipendiatInnen aus Wien, Nieder- und Oberösterreich  bei Constantia Teich in Weinburg (NÖ) ein um mehr über den Standort des START-Paten Constantia Flexibles zu erfahren und sich vor Ort ein Bild von der Produktion von Verpackungsmaterialien zu machen.

Constantia Flexibles unterstützt  österreichweit seit diesem Schuljahr 20 Jugendliche im Rahmen des START-Stipendienprogramms für engagierte SchülerInnen mit Migrationsgeschichte.

Dr. Gerald Hummer, General Manager von Constantia Teich, nahm sich Zeit für die Jugendlichen, stellte in einem spannenden Vortrag die Tätigkeitsbereiche der Firma vor und erklärte die Produktionsschritte, die vor Ort durchgeführt werden. Denn in dem traditionsreichen Werk werden zahlreiche flexible Verpackungen für verschiedene Produkte großer Firmen der Lebensmittel- und Tiernahrungsindustrie sowie Pharmakonzerne hergestellt.

Nach einer kurzen Stärkung teilten sich die StipendiatInnen in zwei Gruppen auf und machten sich auf den Weg zur Werksbesichtigung. Dafür war allerdings ein kleiner Garderobenwechsel in die entsprechende Sicherheitskleidung notwendig. Ausgestattet mit Stahlkappenschuhen, Schutzmänteln und Haarnetzen betraten wir schließlich mit unsren Führern die großen Produktionshallen. Hier beeindruckten tonnenschwere Aluminiumwalzen, verschiedene Druckverfahren, zahlreiche Maschinen, welche die Verpackungen in verschiedene Formen bringen und einfach die Masse an produzierten Joghurtdeckeln, Tierfutterverpackungen und vielem mehr.

Mit rund 900 MitarbeiterInnen, die größtenteils im Schichtbetrieb arbeiten, ist Constantia Teich ein großer Arbeitgeber in der Region und bietet spannende Ausbildungsmöglichkeiten in verschiedenen Lehrberufen. Manche Jugendlichen nutzten gleich die Chance um sich über ein mögliches Praktikum in den Sommermonaten oder Lehrstellen-Möglichkeiten zu informieren.

 

Wir bedanken uns herzlich bei Dr. Gerald Hummer für die interessante Firmenpräsentation, bei unsren beiden Führern für die vielen spannenden Infos zu den verschiedenen Produktionsschritten und bei Eva Mitteröcker für die Organisation des Besuchs!

Alle Bilder: (c) Constantia Teich AG

Eine Führung durch das Architekturzentrum Wien

START-Wien StipendiatInnen und Tanmu- Jugendliche besuchten am 13.12. 2016 das Architekturzentrum im Museumsquartier. Dort bekamen sie die Möglichkeit über einige berühmte Architektinnen und Architekten mehr zu erfahren.

START-Stipendiat Parsa:
“Wir von START besuchten das Architekturzentrum, wo wir vieles über Architektur, das Studium und das Arbeitsleben einer ArchitektIn lernten.
Dieses Zentrum was ein Zentrum gefüllt mit Hausmodellen, Plänen, Karten und Büchern. Das Architekturzentrum ist das Traumland jeder ArchitektIn!”

START-Stipendiat Jaafar:
Bei unserem Besuch ins Architekturzentrum Wien hatte man die Möglichkeit, einen allgemeinen Blick auf die Architektur und das Berufsleben eines/r Architeken/in zu werfen. Durch eine Präsentation wurde uns gezeigt, was für Prozesse durchgeführt werden müssen, um ein architektonisches Werk zu schaffen. Damit das alles in den Köpfen nicht nur als Theorie hängen bleibt, fand der zweite Teil unseres Besuchs bei einem Architekturbüro statt. Dort konnte man die Umsetzung der PowerPoint Präsentation ins Reale sehen, und sich ein paar Projekte am Ort ihrer Planung anschauen.

Start-Wien im Musikverein

In dem atemberaubend schönen Saal des Wiener Musikvereins versammelten sich am Abend des Feiertages Stipis, Vorstipis und Tanmu- Jugendliche und lauschten gemeinsam mit vielen anderen der Musik von Franz Schubert und Antonín Dvořák. Das Webern Symphonie Orchester und der Dirigent Zubin Mehta haben uns einen sehr schönen Abend bereitet! In den kurzen Pausen husteten immer alle, weil keiner die Musik unterbrechen wollte. Das fanden wir alle sehr lustig, dass der ganze Saal dann schnell auf Reserve gehustet hat. Leider konnten wir nicht mehr Fotos machen, da man im Saal keine machen darf. Aber wer den Saal nicht kennt, sollte auf jeden Fall mal zu einem Konzert vorbeischauen, es lohnt sich!

SOKO DANUB: Eine SOKO Donau Folge auf Arabisch!

Wie hört sich eine österreichische Serie auf Arabisch an? Das haben sich die Produzenten von SOKO Danub auch gefragt:

Die beliebte österreichische Krimiserie SOKO Donau wurde von jugendlichen Neuankömmlingen gemeinsam mit syrischen SchauspielerInnen übersetzt und in arabischer Sprache synchronisiert. SOKO Danub ist ein innovatives Sprach- und Kulturvermittlungsprojekt. Von der Start- Familie mit dabei waren Start- Alumna Luna Al- Mousli, die die Jugendlichen beim Übersetzen und Synchronisieren unterstützt hat und zwei Start- Stipendiatinnen Bushra Yasin und Sana Melhem.

Wir haben uns das Ergebnis der harten Arbeit angeschaut, es war ein wirklich schöner Abend mit den Stipis und den Tanmu- Jugendlichen, Nour hat Popcorn mitgebracht und es war sehr amüsant die alt eingesessenen Wiener Schauspieler Arabisch reden zu hören!

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Danke für den tollen Abend, vor allem auch an das This Human World Festival für das Screening!

Bewerbungstraining mit Rotary Wien Nestroy

Am 2.12. lud der Rotary Club Wien Nestroy zum Bewerbungstraining. Mehrere Mitglieder des Clubs simulierten für unsere Jugendlichen die Situation des Bewerbungsgesprächs.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Mitglieder und ihrer Berufe bzw. Sparten und unserer Jugendlichen hörten man an allen Tischen „Guten Tag, für welche Position wollen Sie sich bei uns bewerben?“ und los ging es.
Im Anschluss gab es Feedback des/der jeweiligen Personalers sowie eines anderen Stipendiaten, der das Gespräch als Beobachter mitverfolgte. Dann wurde gewechselt.
Zusätzlich stellte Eva Planötscher-Stroh, Leiterin der Abteilung Personal bei Ströck gemeinsam mit einer Kollegin noch die Do’s and Don’ts des Bewerbungsprozesses dar, berichtete über den Arbeitsalltag einer Mitarbeiterin der Personabteilung und gab damit Einsichten, die unseren Jugendlichen für künftige Bewerbungen sehr viel bringen werden.
Prägnant, alltagsnah und mit vielen Anekdoten gespickt – ein idealer und hilfreicher Workshop für unsere Jugendlichen, für den wir uns herzlich bedanken!

Start-Wien Deutschförderkurs: “Guter Satzbau- mehr als nur richtig!”

Die Schularbeiten-Saison hat vor kurzem begonnen und die Start-Stipis wissen, wie wichtig die Zeit in dieser Periode ist. Einem achtstündigen Deutschkurs ist gar nicht leicht entgegenzutreten. Doch die mutigsten, oder die schnellsten, haben die Gelegenheit sofort genutzt und sich angemeldet.

Wie einmal ein Deutscher gesagt hat: „Das Leben ist zu kurz um Deutsch zu lernen.“ Jedoch ist die Gier nach Wissen und Tun in den Start-Stipis allzu stark, um die Herausforderung nicht anzunehmen.

Die Start-Stipis haben viel zu sagen und obwohl ihre Persönlichkeit ihnen immer erlaubt hat, ihre Ideen und Meinungen spontan freizulassen, ist das Beherrschen des Satzbaus eine Fähigkeit, die sie nicht nur in der Schule, sondern in ihrem ganzen Leben brauch werden, um ihren Worten mehr Klarheit zu geben.

Wir haben uns aber nicht nur mit dem Satzbau beschäftigt. Viele Fragen und Zweifel haben, durch die enorme Bereitschaft und herausragende Sympathie von Markus, dem Workshopleiter, ihre Antworten gefunden. Wir sind etliche Aspekte der deutschen Grammatik durchgegangen und wir haben viele Sätze ganz genau analysiert.

Mit Humor und Geduld hat man auch die schwierigsten, komischsten und unüblichsten grammatikalischen Regeln verstanden.

Da eine warme und freundliche Atmosphäre den ganzen Kurs begleitete, schien die Zeit zu fliegen und es fühlte sich im Endeffekt zu kurz an.

Wie wir schon wussten, macht Deutsch müde und anscheinend auch hungrig. Das Essen hat natürlich nicht gefehlt, und so konnten wir uns alle während jeder Pause entspannen und lustige Konversationen führen.

Wir haben den Raum mit einem erleichterten und vertrauenden Geist, sowie mit einem vollen Bauch verlassen und jetzt sind wir der deutschen Sprache noch näher!

Danke für den tollen Workshop, Markus Rheindorf!

Bericht von Start-Stipendiat Roberto Ciubotaru

START-Wien besucht die “Women in science”

Genau wie Start feiert „For women in science“ in Österreich dieses Jahr 10 Jahre Jubiläum. Seit 10 Jahren verleiht L’oréal Österreich in Zusammenarbeit mit der Österreichischen UNESCO-Kommission und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Stipendien um herausragende Wissenschaftlerinnen auszuzeichnen, Forschungskarrieren von Frauen zu fördern und das weibliche Gesicht der Wissenschaft der Öffentlichkeit zu zeigen.

Auch dieses Jahr haben sich 4 Start-Stipendiatinnen und eine Start-Alumni Zeit genommen um diese Veranstaltung am 7. November 2016 zu besuchen.Die Welt braucht Forschung. Die Forschung braucht Frauen, weil Frauen in der Wissenschaft die Welt verändern können“   lautet das Motto. Im wunderschönen Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften wurden uns 5 neue Stipendiatinnen vorgestellt, die alle in unterschiedlichen Bereichen der Wissenschaft arbeiten:

Die Medizinerin Alessia Masuccio untersucht an der Medizinischen Universität Innsbruck die Rolle von zwei Proteinen bei der Kontrolle der Zellteilung und beschäftigt sich mit der Krebsforschung. Die 2. Stipendiatin heißt Kristin Richter. Sie ist Ozeanografin und untersucht sie Gründe für regionale Unterschiede beim Anstieg des Meeresspiegels und welche Rolle große Vulkanausbrüche dabei spielen. Die Astrobiologin Ruth-Sophie Taubner von der Uni Wien untersucht, ob Leben, im extraterrestrischen Ozean des Saturnmondes Enceladus entstehen kann. Neurowissenschaftlerin Livia Tomova will in ihrem Post-Doc herausfinden, wie sich Stress und stressbezogene Hormone auf unserem Gehirn auswirken. Die Biochemikerin Evelyn Zöhrer forscht daran, ob mögliche Abstoßungsreaktionen nach einer Lebertransplantation frühzeitig mithilfe bestimmter Biomarker im Blut vorausgesagt werden können.

Die Projekte dieser jungen Wissenschaftlerinnen haben uns sehr begeistert. Auch die vielen anwesenden Ehrengästen, unter ihnen Auma Obama, die kenianische Journalistin, Initiatorin der Sauti Kuu-Stiftung und Halbschwester des US-Präsidenten Barack Obama, haben den Abend noch interessanter gemacht. In ihrer inspirierenden und starken Festrede appellierte sie an alle Mädchen und Frauen ihren Träumen und Wünschen zu folgen, an sich selbst zu glauben und sich von niemanden unterkriegen zu lassen. Dabei betonte sie, dass es wichtig ist Räume zu schaffen, in denen Frauen ihre Exzellenz und Qualifikation zeigen können. Genau diesen Raum und diese Möglichkeiten unterstützen die Stipendien von L’oréal und zwar auf der ganzen Welt.

Abschließend zum Abend begnügten wir uns zum Buffet. Von der Veranstaltung inspiriert und von der Rede von Auma Obama motiviert, nahmen wir uns beim Heimweg den Vorsatz nächsten Jahr wieder zu kommen.

Naima Chowdhury, Start-Wien

O sole nostro: Ein Benefizkonzert zugunsten von START und der St. Anna Kinderkrebsforschung

Am 2. November 2016 feierte Aki Nuredini, bekannter Gastronom aus Wien, seinen runden Geburtstag. Aber nicht irgendwie, sondern mit einem Benefizkonzert im Wiener Musikverein, zu dem u.a. Malin Hartelius, Anita Hartig, Ildikó Raimondi, Juan Diego Flórez, Ferruccio  Furlanetto,  Clemens Unterreiner,  Ramon Vargas, Rudolf Buchbinder uvm. zugesagt hatten.

Der Erlös der Veranstaltung kam zu gleichen Teilen unserem Stipendienprogramm sowie der St. Anna Kinderkrebsforschung zugute.

Wir waren natürlich mit einigen StipendiatInnen im Musikverein. Sehr beeindruckt waren die Jugendlichen nicht nur von den MusikerInnen, sondern auch von den zahlreichen Gästen. Darunter waren bekannte Persönlichkeiten wie der Bundespräsidentenkandidat Alexander van der Bellen. Dass so viele MusikerInnen für sie ehrenamtlich auftreten und damit ein solches Publikum anziehen, hat einen tiefen Eindruck hinterlassen.

Insofern bedanken wir uns nicht nur für die großzügige Spende, die unseren Sozialfonds füllt, der in Notlagen unbürokratisch unterstützen kann, sondern auch für die immaterielle Botschaft, die durch diesen Abend transportiert wurde: Ihr seid hier willkommen, wir unterstützen euch.

Weitere Presseartikel finden Sie auf unserer Presseseite.

Besuch in der Verkehrsleitzentrale der ÖBB Infrastruktur AG in Wien

Am 31.10.16 besuchte eine Gruppe Stipendiaten und Stipendiatinnen die Verkehrsleitzentrale der ÖBB am Wiener Hauptbahnhof.
Wie haben vieles Informative über ÖBB Infra und besonders über den Beruf Fahrdienstleiter/in erfahren. Uns wurde das Leben eines Fahrdienstleiters erzählt.
Bei den zahlreichen neugierigen Fragen der Stipis hat man unsere Wissbegierde bemerkt.
Der Besuch in der Verkehrsleitzentrale war unerwartet: Es gab nämlich nicht nur trockene Theorie, sondern auch spannende Informationen über die ÖBB und die Organisation von rund 4000 Kilometer Schienenverkehr. Von Fragen über Zügen bis hin zu brennenden Mistkübel am Bahnhof wurde vieles gefragt und anschließend so gut es ging beantwortet.
Aber neben technischen Details, Fragen der Organisation und Logistik ging es auch über die mögliche berufliche Zukunft von uns StipendiatInnen: Die Frage, ob in diesem Bereich, welchrs technisch dominiert ist, auch Frauen arbeiten, tauchte z.B. mehrmals auf. Wir haben keine Frau gesehen, jedoch wurde gesagt, dass es zwar selten, aber möglich ist sich als Frau als Fahrdienstleiterin zu bewerben. Es wurde auch erwähnt, dass sie Frauen gerne einstellen wollen, da Studien beweisen, dass eine Gruppe mit gemischten Geschlechtern bessere Leistung erbringt als ein einheitliches Team. Mehrmals gesagt wurde aber auch, dass es bei den einzelnen ÖBB-Unternehmen an Personal mangelt. Folglich suchen sie qualifizierte Menschen, deshalb hat uns der Führer am Ende noch die Internetseite der ÖBB Infra gezeigt, in der alle übersichtlichen Informationen über verschiedenste Berufe bei den Unternehmen steht.
Einer unserer Stipendiaten in Wien, Hossein, absolviert bereits seine Lehre bei der ÖBB Infra und besucht „nebenbei“ noch die Abend-HTL. Und auch andere möchten sich für das nächste Lehrjahr bewerben. Insbesondere für unsere neue Gruppe der „Vorstipendiaten“, die gerade einen Pflichtschulabschlusskurs besuchen, ist eine Lehre mit Berufsmatura besonders spannend.

Vernissage “Wir sind hier”: Ausstellung im magdas HOTEL

„Wo kommst du her?“, fragt man mich, nicht „Wo fühlst du dich wohl?“. Man fragt mich nicht nach meiner Gegenwart, man fragt mich nach meiner Vergangenheit. Nach einer Vergangenheit, auf die ich keinen Einfluss hatte.
„Wir sind hier“ porträtiert 45 junge Menschen an Orten, die für sie eine besondere Bedeutung haben. Die Ausstellung zum Buch, die am 29.10.2016 im magdasHOTEL eröffnet wurde, zeigt ausgewählte Fotografien und erzählt die Geschichten von jungen Wiener_innen, denen eines gemeinsam ist: Sie waren oder sind Stipendiat_innen von START-Wien. Das Buch zur Ausstellung entstand anlässlich des 10. Geburtstages von START-Wien in diesem Jahr und hat eine klare Botschaft: Oft wird es den Stipendiat_innen nicht leichtgemacht, sich selbst als Wiener_innen zu definieren, doch wir alle sind Wien. Und das ist unsere Stadt!


Beim Gespräch zur Ausstellung erzählten einige der Protagonist_innen von ihren besonderen Orten und luden uns dazu, ihr Wien zu entdecken. Mit den Postkarten, die zur Ausstellung produziert wurden, soll diese Einladung in die ganze Welt gehen. Und das schöne: Die ersten Gäste des Hotels fingen bereits am Samstag an zu schreiben!

“Wir sind hier.” ist eine Ausstellung im Rahmen von eyes on – Monat der Fotografie. eyeson_logo_klein.

Laufzeit: 30.10.–30.11.2016

Öffnungszeiten: tgl. 11–22 Uhr
Ort
magdas HOTEL
Laufbergergasse 12
1020 Wien

10 Jahre START-Wien: Eindrücke eines festlichen Abends im Rathaus

Mit weit über 200 Gästen mussten einige sogar draußen warten, während anlässlich des 10. Geburtstages von START-Wien im Wappensaal des Wiener Rathauses unsere neuen Stipendiat_innen aufgenommen wurden und zahlreiche Glückwünsche übermittelt wurden.

Zu Beginn der Veranstaltung betonte Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete Safak Akcay die Wichtigkeit einer positiven Herangehensweise an das Thema Integration und unterstützte unseren Ansatz, Potentiale zu sehen und hervorzuheben, anstatt immer nur Defizite zu suchen – und dann natürlich auch zu finden. Ulrike Crespo, Stifterin der Crespo Foundation und Initiatorin von START-Wien, erinnerte dann unter großem Applaus des Publikums an die Anfänge von START-Wien und die Gründe, warum sie das Programm nach wie vor unterstützt: „Für mich heißt gute Bildung nicht nur: Lesen, schreiben und rechnen können, Matura machen und studieren. Ich meine, dass gerade Kindern und Jugendlichen darüber hinaus auch die Chance gegeben werden muss, im humanistischen Sinne des Wortes „Bildung“ zu erlangen: Also die Fähigkeit, differenziert über sich selbst nachzudenken und sich gegenüber seiner Umwelt eigenverantwortlich, ja eigensinnig zu verhalten. (…) Gerade Migrantinnen und Migranten mussten und müssen bis heute besonders große Widerstände überwinden. Das ist so nicht hinnehmbar und besonders schwer zu ertragen, wenn man junge Menschen wie unsere START-Stipendiatinnen und -Stipendiaten vor Augen hat: Jugendliche mit Potential und Engagement, die es verdienen, dass man sie nicht daran hindert sondern ganz im Gegenteil nach Kräften dabei unterstützt, ihre Lebensentwürfe zur verwirklichen!“


Anschließend kamen drei langjährige Wegbegleiter zu Wort: Außenminister Sebastian Kurz, Vizekanzler a.D. Erhard Busek sowie NAbg Matthias Strolz. Einhelliger Tenor: Integration und Bildung gehen Hand in Hand und START ist in diesem Sinne ein besonders erfolgreiches Projekt.

Für unsere Stipendiat_innen war dann der aufregendste Moment gekommen: Die Übergabe der Urkunden durch ihre Förderer. Strahlende Gesichter auf der Bühne und im Publikum, denn es ist ein besonderer Moment, im Rathaus auf der Bühne zu stehen und (verdiente) Aufmerksamkeit zu bekommen! Unserer besonderer Dank gilt daher Stadträtin Sandra Frauenberger und der MA17, die uns ins Rathaus eingeladen haben und den Schüler_innen diesen ganz besonderen Augenblick ermöglicht haben! Mindestens so großen Anteil daran haben natürlich die PatInnen, die die Urkunden übergeben haben. In diesem Jahr waren dies: U.S.-Botschafterin Alexa Wesner (die sich sogar die Zeit nahm, gemeinsam mit Staatssekretärin Muna Duzdar die Schüler_innen bereits vor der Veranstaltung kennenzulernen), Mag. Ulrike Löschl (MA40), Dr. Aslak Petersen (Crespo Foundation, sowie in Vertretung der IV Wien), Dr. Alexandra Pifl (L’Oréal Österreich), Dr. Eva Zedlacher (ÖBB Infrastruktur), Mag. Alexander Racher (Wiener Börse) und Dipl.Kfm. Stephan Kühne (Constantia Flexibles Group).


Drei der neuen Stipendiat_innen hielten anschließend beeindruckende und bewegende Reden:
„Ich denke mein 12 jähriges Ich hat mir gezeigt, dass man sich nicht auf die “aber was wenns” konzentrieren sollte sondern einfach nur auf die positiven Schlüsse. Viele Menschen trauen sich nicht gewisse Dinge zu tun, weil sie Angst vor einem negativen Ende haben, obwohl die Chance ein positives Ende zu finden genauso groß ist. Sprich die meisten Menschen stehen sich einfach selbst im Weg. Meine Allpflanze hat mir gezeigt, dass der WEG zum Glück das eigentliche Glück ist. Mit 9 Jahren selbsternannte Astrobiologin zu sein und mit 12 Vorschläge an die NASA zu schicken war einer meiner schönsten Erfahrungen. Ein kleiner Schritt für die Wissenschaft,  ein großer Schritt für mich.“ (Yildiz Turak)

„Und so bin ich gegangen und habe gesprochen und gestikuliert und meinen Namen noch einmal wiederholt, falls ihn niemand kannte. Ich wusste irgendwie, dass was ich in dem Moment tue, ziemlich gut ist, aber es ist erst dann wirklich angekommen, als ich in einer Klasse mit meiner kleinen Spontanrede fertig war und sah, wie ein Mädchen ihrer Nachbarin sagt “Der ist so gut.” Und mein erster Gedanke war “Wer? Ich?” und dann musste ich feststellen, dass es wirklich ich bin, wen sie meinen und dass sie mich wahrscheinlich in dem Moment so anschauten wie ich meinen Deutschlehrer bei dieser Präsentation. Mir war in diesem Moment klar, dass ich etwas gut gemacht habe. Und dass ich so in meiner Zukunft, die ich mir so gerne vorstelle, gleich handeln soll. Heute halte ich eine Rede vor über 200 Menschen und das macht mich doch ein bisschen nervös. Aber ich mache es, und ich mache es gerne. Denn ich bin froh, dass ich überhaupt die Möglichkeit zu Reden bekomme. Ich bin froh darüber, wie viele Möglichkeiten ich habe, um mich zu entwickeln, entfalten und auch an diesen anderen, persönlichen Sachen zu arbeiten. Mir ist bewusst, dass nicht jeder in seine oder ihre Zukunft damit blicken kann, sie selbst bestimmen zu können.“ (Leopold Grolmus)

„In Syrien bis zu meinem 17.en Lebensjahr hatte ich in ein wunderschönes gutes Leben mit vielen Träumen und vielen Zielen. Doch der Krieg hat mich und meine Familie gezwungen zu fliehen und mein Leben dort hinter mir zu lassen. Ich danke Gott, der mir geholfen hat den langen Weg der Flucht zu überleben und der mir ein neues Leben geschenkt hat. ALHAMDULLAH=das heißt Gott sei Dank auf Arabisch. Jetzt will ich mein neues Leben intensiv erleben und gestalten und jede Chance, die es mir bietet, nützen. Ich will vor allem lernen, für mich und auch für alle Mädchen und alle Burschen der in Syrien nicht in die Schule gehen kann. Ich will mir jede Chance im Leben schnappen, auch für jedes einzelne Kind, das im Mittel-Meer ertrinken musste. Ich will so stark sein denn ich werde meine Träume erfüllen und meine Zielen erreichen und ich werde das schaffen.“ (Bushra Yasin) 


An Ministerialrat Dr. Rüdiger Teutsch, Sektionschef und in Vertretung für Bildungsministerin Sonja Hammerschmid, war es dann, den neuen Stipendiat_innen noch einmal zu gratulieren und ihnen den Rücken zu stärken. Denn die Nervosität war verständlicherweise groß – aber, rückblickend, nicht gerechtfertigt. Sie waren als Redner_innen großartig und sind allesamt beeindruckende Personen. START bezeichnete er insbesondere als besonders gelungenes Beispiel der Zusammenarbeit zwischen dem Bildungssystem bzw. der Schulen und der Zivilgesellschaft, das es schafft, Menschen und Institutionen aller gesellschaftlichen Bereiche in ein gemeinsames Boot zu holen. Und das deswegen so erfolgreich ist.

Denjenigen, die bereits einen Schritt weiter sind, gehörte im Anschluss die Bühne: Die diesjährigen Maturant_innen – vertreten durch Mahrukh Syed und Nahla Hamoudah, die unterhaltsam auf ihre Stipendiat_innenzeit zurückblickten. Einige START-Alumni aus ganz Europa waren dank kurzer Videobotschaften auch bei der Feier anwesend während andere auf der Bühne aus alten Halbjahresberichten vorlasen, einiges von damals bestätigen konnten, über anderes selbst herzlich lachen mussten.

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Krönender Abschluss des Abends war dann die Geburtstagstorte, die von den anwesenden Pat_innen entgegengenommen und angeschnitten wurde.

Bei Buffet und Getränken wurde dann noch lange geplaudert, alte Anekdoten ausgetauscht, neue Kontakte geknüpft und gemeinsam gefeiert.

Wir danken allen, die an diesem Abend dabei waren oder uns Glückwünsche gesendet haben und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Jahre!

Und hier können sie unsere neuen Stipendiat_innen und die Maturant_innen noch genauer kennenlernen (ein Klick auf das Bild öffnet ein pdf mit kurzen Steckbriefen):

Alle Bilder: (c) Carolina Frank, http://www.carolinafrank.net/

10 Jahre START-Stipendium Wien!

Presseinformation

10 Jahre „Starthilfe“ für topmotivierte Jugendliche

START-Wien, das Stipendienprogramm für engagierte SchülerInnen mit Migrationshintergrund wird 10 Jahre alt!

Am 25.10. 2016 feiert START-Stipendien Wien im Wiener Rathaus sein 10-jähriges Jubiläum. Vor Ort gratulieren US-Botschafterin Alexa Wesner, Staatssekretärin Muna Duzdar, Rüdiger Teutsch in Vertretung von Bundesministerin Sonja Hammerschmid, START-Wien Initiatorin Ulrike Crespo und Matthias Strolz, via Videobotschaft übermitteln Bundesminister Sebastian Kurz und Erhard Busek ihre Glückwünsche.

Chancengleichheit für Jugendliche

„Ich arbeite an einem Bildungssystem, das allen Kindern und Jugendlichen die gleichen Chancen bietet – unabhängig davon, woher sie kommen, wie sie heißen oder wer ihre Eltern sind. Initiativen wie START sind genau die Partner die wir brauchen, um echte Chancengleichheit zu erreichen“, so Bildungsministerin Sonja Hammerschmid. Denn es gibt immer noch einen engen Zusammenhang zwischen dem Bildungserfolg von Schülern und deren Eltern. Laut der aktuellen OECD-Studie „Bildung auf einem Blick“ spiegelt das Bildungsniveau der Erwachsenen in Österreich eindeutig die Herkunft ihrer Eltern und deren Bildungsniveau wider.

Um dem entgegenzuwirken bzw. die Chancengleichheit für Jugendliche in Österreich zu fördern, unterstützt das Stipendienprogramm START-Wien nun seit zehn Jahren jugendliche MigrantInnen auf ihrem Weg zur Matura. „Ich durfte durch START schon viele Jugendliche kennenlernen, die nicht nur viele Talente mitbringen, sondern die von START dabei unterstützt werden, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und aus ihren Talenten das Maximum herauszuholen. Daher schätze ich das Projekt sehr“, unterstreicht Minister Sebastian Kurz in seiner Videobotschaft für die anwesenden MaturantInnen, StipendiatInnen, Alumni und Gäste.

Derzeit unterstützt START 132 SchülerInnen österreichweit, 216 haben die Matura in den 10 Jahren seit Bestehen erfolgreich absolviert.

START bietet Starthilfe

Ganz neu im START-Programm ist das Vorstipendium: Hier werden SchülerInnen unterstützt, die ein Jahr vor dem Wechsel auf eine maturaführende Schule oder Lehre bzw. Berufsausbildung stehen. 15 jugendliche VorstipendiatInnen gehören damit seit September 2016 ebenfalls zur START-Familie.  Diese gezielte Förderung ist besonders wichtig, da sich auch hier abzeichnet, dass Kinder, deren Eltern im Ausland geboren sind, besondere Hürden zu bewältigen haben. Immerhin 50 Prozent erreichen, ebenso wie ihre Eltern nur den Pflichtschulabschluss. Bei österreichischen Eltern sind es im Vergleich nur 16 Prozent der Kinder. Das Vorstipendium beinhaltet unter anderem intensive Deutschsprachkurse, die Betreuung beim Einstieg in das höherbildende Schulsystem und auch Unterstützung bei Themen wie Wohnungs- und Arbeitssuche. Durch die Initiative des START-Alumni Vereines findet zudem dreimal wöchentlich „TANMU“, die START-Lernhilfe für jugendliche Flüchtlinge statt.

Über START-Stipendien

Das START-Stipendienprogramm fördert in Wien seit zehn Jahren engagierte SchülerInnen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das START-Programm sind daher steuerlich absetzbar. Patenschaften für einzelne StipendiatInnen können von Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen übernommen werden.

 

Alle Bilder (c) Carolina Frank

Rückfragehinweis:

Dipl.-Soz. Katrin Triebswetter

Projektkoordinatorin START-Wien

M: +43 664 886 22140

triebswetter@start-stipendium.at

www.start-stipendium.at

 

Mag.a Eveline Bottesch

communication matters

T: +43 1 503 23 03 – 26

bottesch@comma.at

www.communicationmatters.at

Start-Wien lernt Krav Maga!

Die letzten zwei Wochenenden hatten einige Start-Wien StipendiatInnen und Jugendliche der Lernhilfe TANMU des Start- Alumni Vereins die Möglichkeit einige Krav Maga Techniken zu erlernen.

Hier ein Bericht von Stipendiat Parsa Karimiha:

Wenn man zu Tode gewürgt wird und währenddessen über das Leben nach denkt und den Puls am Hals spürt und es förmlich fühlt, wie das Blut, das im Halsschlagader fließt, langsamer und weniger nach oben zum Gehirn verläuft, sodass man demnächst gefühlslos in Ohnmacht fällt, scheint jede Notwehrhandlung als ein hoffnungsloser Fall, oder?

Nun, zu der obrigen Hoffnungslosigkeit käme es nicht, wenn man einige Techniken vom Krav Maga kennen würde! Dieses Verteidigungssystem lehrt, wie man sich mit präzisen Bewegungen verteidigt und im Ernstfall rettet. Und wir vom START haben diese wertvolle Kunst ausprobiert und waren an zwei Samstagen fürs Erlernen dieses Verteidigungssystems beim SAMI im 21. Bezirk.

Das Erlernen dieser Kunst machte Spaß und war eine wertvolle Erfahrung.

Wir lernten gemeinsam, wie man eine Person zu halten fordern sollte, wie man mit Fuß und Hand verteidigen und schlagen sollte und wie man sich vom Würgen befreien kann.

Wir bedanken uns beim SAMI dafür, dass dieses Institut uns diese wunderbare Kunst vorgestellt hat! Danke!

Bericht: Parsa Karimiha

Willkommens-Workshops für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Die Flüchtlingswelle des letzten Jahrs hat Österreich vor große Herausforderung gestellt.
Genauso waren auch die Flüchtlinge selbst mit wichtigen sozialen und politischen Themen konfrontiert. Dazu zählen unter anderem die Sprache, Tradition und Kultur, das politische und das Bildungssystem.
Und genau in Zeiten wie diesen halten wir es für wichtig, dass jene, die schon länger im Land sind und sich auch mit den oben erwähnten Themen auskennen, den Neukommenden zur Hilfe eilen. Aus eigener Erfahrung können wir die Notwendigkeit und Wichtigkeit dieser Art von Unterstützung nur unterstreichen und sind davon überzeugt, dass keine/r besser helfen kann, als Personen, die selbst einmal als Flüchtling ins Land gekommen sind und mit den erwähnten Themen vertraut sind.
Mein Name ist Mojtaba. Vor ungefähr zehn Jahren bin ich als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Österreich gekommen. Meine Schwester, Sohela, ist 2010 gemeinsam mit meinen Eltern nachgekommen. Wir beide können uns sehr gut an jene Zeit erinnern, in der wir der deutschen Sprache nicht mächtig waren und mit vielen gesellschaftlichen Themen zu kämpfen hatten: Von Austausch mit unseren Mitmenschen in der neuen Gesellschaft, bis hin zur Bewältigung des Schulalltags.
Uns war von Anfang an klar: wenn wir hier Fuß fassen möchten, dann als erstes die Sprache lernen, um mit unserer Umgebung kommunizieren zu können und uns im Unterricht zurecht zu finden. Sprache ist essenziell für die Integration!
Uns war es ebenfalls wichtig, mit den Einheimischen in Kontakt treten zu können, ihre Kultur und Gebräuche kennenzulernen. Genauso geht es allen Menschen, die in ein fremdes Land flüchten.
Meine Schwester und ich möchten diesen Menschen mit unserer eigenen Erfahrung helfen.
Seit März dieses Jahres halten wir im Auftrag der Stadt Wien Workshops für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Im Rahmen dieser Willkommens-Workshops versuchen wir, die Jugendlichen mit dem Bildungs- und Asylsystem vertraut zu machen. Wir behandeln mit ihnen auch die Themen „Kultur und Religion“. Hier besprechen wir mit ihnen die Geschichte Österreichs, Gebräuche und Traditionen, die Religionsfreiheit und Geschlechterrolle, Akzeptanz und Toleranz und ebenfalls die Gemeinsamkeiten, die wir alle mit einander teilen. Ziel dieser Workshops ist es, den Jugendlichen, die Orientierung in ihrer neuen Lebenswelt zu erleichtern.

Auch der Kurier berichtete über diese Workshops: https://m.kurier.at/chronik/wien/stadt-wien-klaert-jugendliche-fluechtlinge-auf/222.704.154

(c) Titelbild: Kurier/Juerg Christandl

START-Wien: Newsletter zum 10. Geburtstag des Stipendienprogramms

Liebe Patinnen und Paten, liebe Förderer und Freunde von START-Wien,
fast zehn Jahre ist es bereits her, dass wir im Bildungsministerium die ersten 10 Stipendiatinnen und Stipendiaten aufnehmen konnten. Mit der Crespo Foundation, die  dieses Jahr ebenfalls 10. Geburtstag feiert, möchte ich dazu beitragen, dass Menschen Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten aufbauen, Kreativität entwickeln und ihre Potentiale entfalten. Besonders am Herzen liegen mir Menschen, die sich mit Mut und Engagement den Herausforderungen ihres Lebens stellen, um es selbst zu gestalten.
Gerade Migrantinnen und Migranten mussten und müssen jedoch bis heute besonders große Widerstände überwinden. Besonders freut mich, dass START sowie der dahinter stehende Gedanke in den letzten Jahren gewachsen sind und weiterhin wächst. Nicht nur konnten wir zahlreiche Förderer gewinnen, sondern auch das Programm erweitern und den jeweiligen Bedürfnissen der Zeit anpassen.
Einen kleinen Einblick wollen wir Ihnen wieder mit diesem Newsletter geben. Und unsere Erfolge – die erst durch Ihre Unterstützung möglich wurden! – gemeinsam mit Ihnen bei unsere großen Geburtstagsfest am 25.10.2016 ab 18:30 Uhr im Wappensaal des Wiener Rathauses feiern!
Mit den besten Grüßen,
Ihre
Mag. Ulrike Crespo

Stifterin der Crespo Foundation
Initiatorin von START-Wien

Fit for the Job mit dem neuen L’Oréal Modultraining zum Karrierestart!

L’Oréal Österreich geht seit Oktober in seiner Unterstützung von START noch einen
Schritt weiter!

Das Unternehmen unterstützt START-Wien seit vielen Jahren und fördert unsere StipendiatInnen mit einem Mentoring-Programm auch über die Patenschaft hinaus. Seit Oktober bietet L’Oréal nun auch ein Weiterbildungsprogramm für START-Alumni an, um ihnen in der Endphase des Studiums die Zusatzunterstützung zu geben, die es braucht, um im Arbeitsleben Fuß zu fassen.

L’Oréal über die Ziele und den Aufbau des Trainingsprogramms:
“Das neue Modultraining FIT FOR THE JOB  setzt einen nächsten Schritt in der Förderung junger Menschen mit Migrationshintergrund und wendet sich an Studenten aus ganz Österreich, die am START Stipendienprogramm teilgenommen haben. Es soll sie mit praktischen Tipps und konkreten Einblicken in den Arbeitsalltag optimal auf den Karrierestart vorbereiten und ihnen damit helfen, die Weichen für eine erfolgreiche Berufslaufbahn richtig zu stellen. Orientierung und DOs & DON’Ts stehen dabei klar im Vordergrund. Das auf ein Jahr verteilte Training startet erstmals im Oktober 2016.

FIT FOR THE JOB besteht aus 13 aufeinander abgestimmte Modulen, die einen Überblick über mögliche Berufsfelder und Basiswissen für den Berufseinstieg vermitteln. Dafür stellt L’ORÉAL Österreich Erfahrungen seiner Mitarbeiter sowie externe Expertise zur Verfügung.”

Das Trainings-Programm gliedert sich in die vier Bereiche:
   1. Job-Einblicke
   2. Bewerbungs-ABC
   3. Job-Expertise
   4. Networking

FIT FOR THE JOB möchte das bestehende Hochschul-Angebot zur Jobvorbereitung durch Erfahrungen von L’ORÉAL Mitarbeitern darüber ergänzen, wie es in der Praxis tatsächlich läuft. Die Module des Programmes ergänzen einander. Bei Teilnahme an mindestens acht Modulen wird ein Zertifikat ausgestellt.”

Laut, verrückt und die Zukunftsträger Österreichs? START-Österreich auf Bildungsseminar

Alle Jahre wieder und auch dieses Jahr kamen alle Stipis und ihre Landeskoordinatorinnen zusammen zum alljährigen Bildungsseminar! Und seit neustem dürfen wir START-Niederösterreich mit ihrem ersten Jahrgang willkommen heißen zur START-Familie. Wir freuen uns den START-Familienkreis erweitert zu haben und hoffen den Niederösterreicher und Niederösterreicherinnen die Besonderheit des Zusammenkommen aller Stipendiaten aus den verschiedenen Bundesländern Österreichs vermittelt zu haben. Natürlich haben wir uns alle nicht nur  versammelt, um gemeinsam Spaß zu haben oder um einander wieder zu sehen, denn es war ja kein Partywochenende, sondern ein BILDUNGSSEMINAR.

Damit es nicht einseitig und langweilig wird gab es ein großes Angebot an Workshops: Rhetorik und Präsentation mit folgenden Gruppenleitern: Michael Hamberger,Michael Traindt, Karin Pilsa, Simonida Selimovic, Sonja Rasmy.

Neu mit dabei war der Workshop „Schreibseminar: Projektarbeit“ geleitet von Rishelle Wimmer und für unsere angehenden Maturanten und Maturantinnen die Schreibwerkstatt: VWA mit Rheindorfer Markus und Gimesi Thomas. Die Workshopgruppe „Gruppe und Konflikt“ wurde von Hopf Markus übernommen und mit am Bord waren auch dieses Jahr wieder Hiesmayr Stella-Maria und Zwickl Ivana mit Bühnenpräsenz und selbstbewusstes Auftreten.

Lalita, eine der neuen Stipis, die Wien aufgenommen hat, besuchte an diesem Wochenende ihr erstes Workshop „Rhetorik und Präsentation“ und war das erste Mal am Bildungsseminar. „Ich fands sehr unerwartet und es war lebhaft und nicht nur trockene Theorie. Wir haben nicht nur Redekunst, sondern auch Schauspielerei gelernt. Es war bunt und vielfältig.“

Fatih und Murat hatten die Ehre unser neuen Workshop besuchen zu dürfen. Das sind ihre Eindrücke: „Es war sehr lehrreich und interessant und ich hatte die Ehre als erster den Kurs zu besuchen, weil es den Kurs zu ersten Mal gibt.“– Fatih

„Es war gut und ich hab viel gelernt. Sie hat uns alles erklärt wie man zitiert, wie eine Projektarbeit beurteilt wird, die Struktur, auf was man achten soll, Internetseiten wurden uns gezeigt die sehr hilfreich sind.“– Murat

„Es hat mir sehr geholfen, da ich in meiner VWA vorangekommen bin und einiges verbessern konnte und ich habe die Antworten auf meine Fragen bekommen“ – Naima, zukünftige Maturantin, der die Schreibwerkstatt: VWA mit Markus Rheindorfer ein Stück weitergebracht hat in ihrer VWA.

„Mir hat der Workshop gut gefallen, aber es war am Anfang sehr theoretisch, jedoch änderte sich dies mit dem zweiten Tag.“ – Philip. Er war ein Teil der Workshopgruppe „Gruppe und Konflikt.

Nochmal ein herzliches Dankeschön an die Trainer und Trainerinnen, die sich wieder einmal die Zeit genommen haben, um mit uns ihr Wissen und Können zu teilen. Wir schätzen es sehr wert.

Wie man weiß gibt es eine Zeit für alles. Nach der harten Arbeit kam dann der Spaß. Am Samstagabend gab es die berühmte Bundesländerchallenge bei der sich alle amüsiert haben und ihren Spaß hatten. Die Salzburger haben die Challenge gewonnen und den Pokal mitgenommen haben. Wir gratulieren herzlichst.

Ein schönes Wochenende voller Spaß, Ausgelassenheit und Bildung ging mit dem Sonntagvormittag zu Ende. Danke an Katrin T., die das Bildungsseminar organisiert hat und an unsere StipisprecherInnen, für den lustigen Samstagabend.

Bericht: START-Wien Stipendiatin Joelle Tshika-Mutonji

START- Wien Kennenlernen: Gemeinsam Kochen

Das neue Schuljahr hat begonnen und START- Wien hat viele neue Stipis bekommen.

Um uns alle kennenzulernen, trafen wir uns an einem heißen Spätsommertag in OpenMarx, um gemeinsam zu kochen. Wir hatten viel vor: Rezepte aus ganz vielen verschiedenen Ländern. Es sollte Falafel, Kisir(Bulgursalat), Blondies(ganz besondere Brownies), Hummus, Okraschoten- Soße, Sushi und sogar Pesto alla genovese geben.

Nach einer Einkaufs- Odysee, um alle Zutaten zu beschaffen, legten wir los.

Die Küche war sehr klein und wir hatten einen großen Schüssel- und Töpfemangel. So mussten alle zusammenarbeiten und aufeinander schauen, wer den Topf denn jetzt am dringensten braucht. Wir schnippelten, pürierten und kochten und plauderten und lachten den ganzen Nachmittag. Um 8 Uhr gab es dann endlich Essen und jede*r konnte alles probieren, viele kosteten Gerichte zum ersten Mal. Zufrieden und sehr satt räumten wir dann noch auf und ich glaube an diesem Abend fielen alle Stipis rundum zufrieden ins Bett und freuten sich auf das neue START- Jahr.

Constantia Flexibles begrüßte ihre StipendiatInnen

Am 7.9. 2016 durften 18 Jugendliche ihre Paten, die Firma Constantia Flexibles kennenlernen. Constantia Flexibles ist einer der größten Hertsteller von flexiblen Verpackungen und Etiketten der Welt, und fördert seit diesem Schuljahr österreichweit insgesamt 20 jugendliche Flüchtlinge mit einem START-Stipendium.

Auf Einladung von Miteigentümerin Christine de Castelbajac, CEO Alexander Baumgartner und CFO Stephan Kühne wurden die Constantia Stipendiaten in die Firmenzentrale in Wien /Rivergate eingeladen. Nach einer kurzen Firmenpräsentation – aufgelockert durch ein Video – von Daniel Smith (Head of Group Communications) – stellten sich die Jugendlichen vor, und erzählten von ihren Zielen und Plänen und berichteten über ihre Interessen und ihr Engagement. Frau Castelbajac und Herr Baumgartner richteten noch einige Worte an die Jugendlichen und forderten sie auf ihre Ziele nicht aus dem Augen zu lassen, diese Chance zu nutzen und sich nicht von Rückschlägen entmutigen zu lassen. Im Anschluss führt uns Daniel Smith noch durch die Räumlichkeiten und Büros – mit einem traumhaften Blick aus dem 8.Stock auf Wien und erzählte uns über die Geschichte des Unternehmens.

Constantia Flexibles unterstützt die Jugendlichen mit einem klassischen START-Stipendium bzw. mit einem START-Vorstipendium für den Übergang in einer höhere bildende Schule, und will ihnen dabei helfen einen höheren Schulabschluss oder eine Ausbildung in Österreich erfolgreich zu absolvieren.

Die Jugendlichen leben in Bad Ischl, Baden, Böheimkirchen, Braunau, Gallspach, Großrußbach, Hohenberg, Kirchberg am Wagram, Maria Enzersdorf, Mitterarnsdorf, Salzburg, St. Pölten, Wernstein und Wien.

Über die finanzielle Unterstützung in Form der Stipendien hinaus werden von Constantia Flexibles Praktika und Schnupperwochen im Unternehmen angeboten, auch ein Besuch des Werks in Weinburg in Niederösterreich bei Constantia Teich ist geplant.

Vielen Dank für den herzlichen Empfang und die Aufnahme in die Constantia Flexibles Familie!

Das Lernhilfeprojekt TANMU des Start Alumni Vereins startet ins 3. Schuljahr!

Das Schuljahr hat gerade erst begonnen und somit geht bald auch wieder TANMU los! Einige alte und auch viele neue TANMU- Jugendliche kamen also zusammen, um alle wichtigen Informationen zum neuen TANMU- Jahr zu erhalten. Wir haben so einiges vor!

Gemeinsames Kochen, Zusammen ins Theater gehen und vielleicht sogar mal ins Planetarium!

3 Mal die Woche findet TANMU statt, immer von 16-18 Uhr. Die Jugendlichen sind topmotiviert und wollen neben Deutsch, auch Englisch, Physik, Chemie und Mathe lernen und einer der Jugendlichen sogar auch Türkisch!

Es war sehr schön alle wiederzusehen und auch so viele Neue begrüßen zu dürfen!

 

 

Klein, warm, s’Ländle – Bericht von der Vorarlberg Tour

Vom 29. August bis 2. September durften wir, die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger, die Gastgeber der START-Bundesländertour sein. Besucht wurden wir von den Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Salzburg, Oberösterreich und Wien.

Der erste Tag: gegen 17:00 Uhr kamen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tour in Dornbirn an. Begrüßt wurden sie von einem Empfangskomitee – ausgestattet mit Vorarlberger Bergkäse – und wurden leidenschaftlich umarmt.  Gemeinsam gingen wir zum Hotel/ ins Wohnheim, um das Gepäck zu verstauen. Nach einer Ruhepause verließen wir Dornbirn und fuhren nach Bregenz. Dort aßen wir Pizza, eine der vielen Traditionen bei den Bundesländertouren. Nach dem Essen spazierten wir am „himmelblaua Bodasee“ und durften unsere Gäste mit unserer Nähe zu den Nachbarländern begeistern.

Der zweite Tag: Der erste Morgen in Vorarlberg begann mit einem wunderschönem Frühstück, denn die Stipis mussten sich stärken, da der Dienstag am meisten an Programmpunkten zu bieten hatte. Als erstes stand das Jüdische Museum in Hohenems auf dem Plan. Einen unseren Stipendiaten gefiel es besonders:

“Was mir persönlich am besten gefallen hat waren die Lebensgeschichten der vorarlberger und tiroler Juden die im Museum gezeigt werden und wie eng sie zu unserer Gegenwart verbunden sind, obwohl viele der Familientraditionen durch verschiedene Generationbrüche nicht weitergegeben werden konnten.” – Jaafar Bambouk (START-Wien)

Gleich nach dem Besuch im Museum fuhren wir tief in den Bregenzerwald, nämlich nach Bezau. Dort besuchten wir eine echte „wälder“ Käsesennerei. Dort bekamen wir eine ausführliche Führung wie es von der Milch zum bekannten Bergkäse wird. Zudem hat uns die Sennerei noch eine Verkostung zur Verfügung gestellt, welche außerordentlich interessant und genüsslich schmeckte. Während der Verkostung haben auch viele NICHT vorarlberger Stipis ein bisschen Vorarlbergerisch gelernt.

Nach der Sennerei ging es nach Schwarzenberg, wo wir ein traumhaftes Klavierkonzert im Rahmen der Schubertiade besucht haben. Hierbei bedanken wir uns bei START-Voarlberg Patin Frau Ursula Dehne-Kinz, welche uns diesen Konzertbesuch ermöglicht hat.

Der dritte Tag: Durch die unverwechselbare Altstadt von Feldkirch wurden die Stipendiaten und Stipendiatinnen am Mittwoch Vormittag geführt, und haben anschließend die Frastanzer Bierbrauerei besucht. Bis Abend hatten sie Freizeit und durften Vorarlberg selber näher kennenlernen. Nach dem gemeinsamen Abendessen spielten wir traditionellerweise Bowling. Beim Spielen konnten wir uns ausruhen, Spaß haben und miteinander reden.

Der vierte Tag: Pünktlich um 8:27 Uhr trafen wir uns am Bregenzer Hafen. Von dort aus liefen wir zur Talstation der Pfänderbahn. Im Pfänderbahnmuseum wurden wir persönlich vom Start-Vorarlberg-Paten, Herrn Thomas Kinz, in Empfang genommen und er selbst hat uns die Geschichte der nichtwegzudenkenden Seilbahn von Bregenz erzählt und ist mit uns nach den spannenden Einblicken in die Geschichte auf den Pfänder hinaufgefahren. Auf dem Pfänder gingen wir zur Pfänderspitze und betrachteten den „Sender“ genauer aus der Nähe. Der „Sender“ bekam von uns den Spitznamen „der gestreifte Eiffelturm“.
Vor der Talabfahrt bekamen wir vom Berghaus am Pfänder, von Herrn
Ferdinand und Frau Michele Kinz, eine kleine Stärkung für die anschließende Stadtführung in Bregenz. Hierbei möchten wir uns herzlichst bei Herrn Thomas Kinz für die Ermöglichung der Fahrten, bei Frau Michele und Herrn Ferdinand Kinz für die Getränke am Berghaus und bei Frau Ursula Dehne-Kinz für die Organisation des Besuches am Pfänder bedanken.

In der Stadt startete ich, Kaan Şen, eine Führung durch die Landeshauptstadt von Vorarlberg. Nachdem wir Bregenz aus der spannenden Vogelperspektive gesehen hatten, zeigte und erzählte ich unseren Gäste alles rund um Bregenz. Besucht haben wir zum Beispiel die Pfarrkirchen Bregenz-Herz-Jesu und St Gallus , das Festspielhaus, den Thurn und Taxis Park, die Oberstadt mit Martinsturm, den Fischersteg, unseren seltenen Milchpilz und vieles mehr. Mir gefiel es sehr die Stipendiatinnen und Stipendiaten durch unser Bregenz zu führen und ihnen das Leben hier näherbringen zu dürfen.

Am Nachmittag liehen wir Fahrräder aus und fuhren entlang des Bodensees in die Inselstadt Lindau. Erneut war das Faszinierende, dass wir im Nu in Bayern waren. Auf der Insel spazierten wir am Ufer und aßen Eis.

Den letzten Abend verbrachten wir zusammen in Dornbirn. Wie auch bei jeder anderen Bundesländertour spielten wir lustige Spiele, nervten uns gegenseitig (aus Spaß) und merkten, dass die Zeit wieder schnell vergangen war.

Am Freitag halfen wir in der Früh den Stipis beim Einpacken und wir frühstückten mit ihnen. Kurz vor Mittag liefen (die Wienerinnen und Wiener konnten nie unser LAUFEN verstehen, für sie gab es nur GEHEN) zum Bahnhof. Bis der Zug kam verabschiedeten wir uns gegenseitig und die manche Träne wurde vergossen.

Zu guter Letzt bedanken wir uns herzlichst bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den anderen Bundesländern, bei allen Vorarlberger Stipendiatinnen, Stipendiaten und Alumni , die dabei waren. Bei den Stipendiatensprecherinnen Ceyda und Sarah, welche diese Tour für uns organisierten, und zuletzt besonders bei unserem Paten: Thomas Kinz, (Pfänderbahn AG) bei unserer Patin Frau Ursula Dehne-Kinz und bei der Familie Kinz.

Bericht: Kaan und Ceyda

Isabels Auslandssemester in Ecuador

Eine neue Kultur, Umgebung sowie Sprache. Bei START doch relativ oft erlebt  –
für mich jedoch ein neues Abenteuer. (Februar- Juli 2016)

Mein Name ist Isabel Gostek, geboren in Wien bin ich seit dem Schuljahr 2015/16 Stipendiatin bei START-Wien. Dank der weitgreifenden Unterstützung von START verbrachte ich das Sommersemester des vergangenen Schuljahres in Cuenca, Ecuador. Ziel dieses Aufenthaltes war es meine Spanischkenntnisse zu verbessern und vor allem kommunikativ ein fließendes Sprachniveau zu erreichen.

Ecuador ist ein Land mit 16 Millionen Einwohnern und im Norden Südamerikas gelegen. Umgeben von Kolumbien, Peru und dem Pazifischen Ozean beherbergt es eine unfassbare Landschaftsvielfalt. Im Osten der Amazonas mit einer exotischen Flora und Fauna, im mittleren des Landes die Anden, im Westen die Küste mit Flächendeckenden Bananen-sowie Kakaoplantagen und schließlich weit im Pazifik lokalisiert die Galápagos Inseln. Mit  diesen Naturgeschenken sowie beliebten Touristenzielen stellt es eine einzige Umwelt dar dich ich nicht nur als Landschaft aber auch als Zuhause kennenlernen durfte.

isabel3Mit meiner Ankunft am 1. Februar begann ich direkt meinen dortigen Schulbesuch in der  „SANTANA Experiencia Educativa“ mit dem 2. Semester des „Primero de Bachillerato“. Die Schule bot mir einen genauen Einblick in die  Mentalität sowie Lebensweise meiner Mitschüler und ihrer Familien. So erweisen sich Ecuadorianer als ein sehr feierlustiges, herzliches und gesprächiges Volk. Musik und Tanz prägen ein jedes gesellschaftliches Treffen während  Gesprächsthemen wie Politik, Familie, die anstehenden Feierlichkeiten sowie Interesse an anderen Kulturen und Ländern angefochten werden.

Den sehr schwingenden Geist offenbarte mir die,  um meine Ankunftszeit herum, stattfindende, wohl eine der am stärksten gehüteten Traditionen Südamerikas, der Carnaval.

Mit viel Wasser und Carioca (eine chaosformende Schaumflüssigkeit aus Spraydosen) wurde ich traditionsgemäß in meine neue Umgebung eingeführt. Weitere Festlichkeiten während meines Aufenthalts waren die „Fiestas de Cuenca“, das enorme Stadtfest zur Gründung Cuencas, das mit Konzerten und Märkten zelebriert wird,  sowie der „Corpus Christi“ in der Woche vor Fronleichnam, der mit seinen Castillos (Schlössern aus Holz) täglich ein pompöses Feuerwerksspektakel liefert. Die Traditionsbewusstheit verleitet Familien dazu  vereint sich an der Organisation sowie Gestaltung  zu beteiligen um, durch ihre Hilfsbereitschaft, ihrem christlichen Glauben nachzugehen. Die ecuadorianische Hilfsbereitschaft pulsierte auch während der Erdbebenkatastrophe im April 2016 bei der die Küstenregion des Landes tragisch von diesem Naturereignis erschüttert wurde. Über zwei Wochenlang stellte damals der Spendenpunkt des Ministeriums für soziale Integration ein zweites Zuhause für mich dar. In Familien, Freundesgruppen oder Schulgemeinschaften halfen wir die gesammelten Spenden zu sortieren, verpacken und schließlich zu verladen um den Mitmenschen rasch die lebensnotwendigen Utensilien zukommen zulassen.  Durch diese Bewegung formten sich für viele, so auch für mich, neue weitreichende Freundschaften und Erkenntnisse.

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Mein Auslandsaufenthalt bereitete mir viele neue Erkenntnisse, eine neue Sprache sowie internationale Freundschaften die als wunderschöne Erlebnisse ein Teil meiner Persönlichkeit und meines Lebens geworden sind. Inspiriert durch meine neu errungenen Perspektiven hoffe ich meine Fähigkeiten korrekt ausnützen zu können und eine erfüllende Lebenseinstellung zu finden.

 

 

Josipas Bericht vom Benjamin Franklin Transatlantic Summer Fellow Institute

43 Länder, 53 TeilnehmerInnen, mehr als 10 Mentoren, drei Städte, eine Universität und ein Ziel. Das Benjamin Franklin Transatlantic Summer Fellow Institute for Youth fand heuer zum zehnten Mal statt und ich hatte das große Glück Österreich an der Wake Forest University in Winston-Salem, North Carolina zu vertreten.

Bevor der Monat und die Reise begonnen hatten, gratulierten uns ehemalige TeilnehmerInnen auf Facebook und anderen Social Media zu unserem Glück und schwärmten von ihren eigenen Erfahrungen. Sie versicherten uns, dass BFTF ein unvergesslicher Monat voll Spaß, Tränen und bezaubernden Momenten sein würde, der unser Leben definitiv verändern wird. Trotz meiner großen Vorfreude und Zuversicht wertvolle Erfahrungen zu sammeln, befürchtete ich, dass diese Voraussagen doch zu hohe Erwartungen stellen würden. Jedoch bin ich mir nun sicher, dass sie nicht übertrieben, sondern höchsten untertrieben haben. BFTF hat mein Leben, meine Perspektive auf viele Dinge und meine Persönlichkeit zum positivem verändert. Noch nie habe ich „fremde“ Menschen so schnell ins Herz geschlossen, noch nie meinen Horizont so nachdrücklich erweitert und bestimmt noch nie so viel aufgenommen, erlebt und gelernt als während dieser Zeit.

1st Week

Die erste Woche startete etwas holprig, da es mehrere Komplikationen mit den Flügen gab, weshalb manche in Flughäfen übernachten und andere zuerst nach Kanada fliegen mussten, um nach North Carolina zu kommen. Todmüde, ohne Gepäck, jedoch überglücklich erreichten wir den Campus nach einer dreißigstündigen Reise.

An der Wake Forest University Campus besuchten wir nicht nur Kurse wie „Debating“ und „Simulation“, sondern auch Vorlesungen über „Civic Engagement“ und „Data Security“. Während wir fiktive Länder bei einer Simulation vertraten und unsere Videofähigkeiten beim Drehen eines Kurzfilms erprobten, lernten wir nebenbei 52 interessante Persönlichkeiten aus sämtlichen Ecken Europas und den USA kennen. Aktivitäten, wie eine Schnitzeljagd, das International Dinner oder das interaktive Rollenspiel „Human vs. Zombies“ brachten uns als Gruppe zusammen. Wie viele andere, nutze ich die Möglichkeit sogenannte „Faculty Lunches“ während dem BFTF-Monat zu besuchen. Uni-Professoren und BFTF-Fellows trafen aufeinander und diskutierten über Wirtschaft, Gender Studies und Social Movement während einem Mittagessen.

2nd Week

Am Samstag der ersten Woche machten wir uns auf den Weg nach Philadelphia, um dort die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Als wir aufgrund von Platzmangel in zwei Busse aufgeteilt wurden merkte ich erstmals wie eng ich mich mit manchen dieser beeindruckenden Menschen angefreundet habe. In der Stadt angekommen lernten wir mehr über Benjamin Franklin und American History bei Museumsbesuchen. Da der vierte Juli bevorstand, sorgten Straßenparaden für Patriotismus und überall wehte die amerikanische Flagge. Dieser Feiertag bot uns auch Anlass zu regen Gesprächen und kritischen Diskussionen mit den Staff Members und den amerikanischen TeilnehmerInnen über die amerikanische Geschichte und wie diese in den Museen dargestellt wird.

Am nächsten Tag nahmen wir wieder den Bus, diesmal hieß es „Next Stop; Washington D.C.“. Am Abend im Hotel angekommen machten wir uns auf den Weg zum Washington Monument, um am 4.  Juli den Nationalfeiertag zu feiern. Staunend unter dem spektakulären Feuerwerk vereinten sich alle Jugendlichen. Die weiteren Tage verbrachten wir mit Museumsbesuchen, wie dem „Newseum“ oder dem „United States National Memorial Holocaust Museum“, wo wir mit einer Zeitzeugin sprechen durften.

3rd Week

Kaum sind wir nach der aufregenden und lehrreichen Reise zurück in Wake Forest angekommen, trennten sich unsere Wege, um zehn Tage in einer amerikanischen Gastfamilie aufgenommen zu werden. Während den Wochenenden und Abenden unter der Woche machten wir eine Fahrradtour in Virginia, probierten Contra Dancing aus und besuchten ein Baseball Game, Straßenkonzerte in Winston-Salem, sowie eine Kunstgalerie. Von unseren Gastgebern wurden wir wie ein Teil der Familie aufgenommen, erlebten einen „typischen“ Alltag in den USA und hatten die Möglichkeit mit ihnen unsere Kulturen zu teilen. Ich hatte zusätzlich das Glück eine talentierte Künstlerin kennen zu lernen, die zufällig neben meiner Gastfamilie wohnte.

Im Sinne des diesjährigen Schwerpunkts Sustainability halfen wir außerdem bei der Food Bank „Second Harvest“ wiederverwertbare Lebensmittel zu ordnen und bei der „Campus Kitchen“ Mittagessen an ein Altersheim zu verteilen. Während dieser Zeit besuchten wir weiterhin Workshops, hielten kurze Debatten mit erstklassigen, gleichaltrigen DebattiererInnen und feilten an unseren Ideen für unser Final Project, welches wir in unseren Herkunftsländern starten würden. Während dieser Zeit bemerkte ich, dass die Gruppe bereits so vertraut war, dass wir auch heiklere, politische Themen ansprechen konnten. Ich diskutierte beispielsweise die Situation den Roma in Osteuropa mit dem griechischen und dem serbischen Fellow und besprach die Wiederwahl in Österreich mit dem norwegischen Teilnehmer.

4th Week

Die letzte Woche diente dazu uns auf unsere Projekte und die Präsentation dieser vorzubereiten. Je nach Interessensgebiet hatte jedeR einen eigenen Stundenplan und bereitete sich individuell auf die Präsentationen am Ende der Woche vor. Diese wurden zu den amerikanischen Botschaften livegestreamt und vor der gesamten BFTF-Gruppe vorgestellt. Es war sehr inspirierend zu sehen welche Initiativen junge Menschen auf die Beine stellen möchten. Eine Kooperation zwischen Ländern wie Kroatien und Bosnien-Herzegowina zielten darauf ab Segregation ins Visier zu nehmen und auf lokale Probleme und Spannungen in der Bevölkerung einzugehen. Die Idee von friedlicher Zusammenarbeit, unermüdlichem Engagement und dem starken Willen etwas verändern zu wollen, wurde während BFTF verbreitet und täglich gelebt. Nun ist es an der Zeit dieses Wissen und diese Ideen in die Heimatländer zu bringen und dort nachhaltig umzusetzen.

Der Abschied von den TeilnehmerInnen fiel jedem und jeder sehr schwer, da wir eine unvergessliche Zeit miteinander hatten und viel miteinander erlebt haben. Am Ende beließen wir es jedoch nicht bei einem Goodbye, sondern versprachen uns ein See you soon.

Ich möchte mich herzlich bei der amerikanischen Botschaft, insbesondere bei Mag.a Karin Schmid-Gerlich, sowie dem START-Stipendium für diese einmalige, lebensverändernde Erfahrung bedanken!

Bericht vom START-Sommercampus 2016 an der Nordsee

Bericht von START-Wien Stipendiat Parsa:

Ach, wie wunderschön war es an der Nordsee! Wie schön war die Zeit, die wir in St. Peter-Ording verbrachten. Wie verzaubernd waren die Sonnenuntergänge, die Farben des Himmels und die Stunden der Freude!

Diese Sätze sind nicht aus irgendeinem Buch, das in der Romantik geschrieben wurde, worin die Geschichten der Abendteuer einer Person erzählt werden. Denn dieses Fantasieland existiert, und wir, StipendiatInnen vom START, durften diese Welt entdecken und mitgestalten.

Von 25. Juli bis 2. August haben viele StipendiatInnen aus Deutschland und Österreich einige Tage gemeinsam im START Sommer Campus verbracht.

Am 25. Juli in Hamburg angekommen fuhren wir, ein Großteil der StipendiatInnen aus Österreich, zum Treffpunkt für die Busse, die uns nach St. Peter-Ording bringen sollten. Als wir die Busse erreichten, sahen wir einige StipendiatInnen aus Deutschland. Wir setzten uns zu ihnen –auf den Treppen bei der Busstation- und sprachen mit ihnen nach einer kleinen Vorstellungsrunde über alles Mögliche. Das war der Beginn einiger langer Freundschaften!

Im Campus hatten wir am Anfang eine kurze Präsentation, wo wir über die Woche und die verschiedene Workshops informiert wurden.

Ab diesem Zeitpunkt begann eine Woche voller informativen und spannenden Stunden: Morgens frühstückten wir gemeinsam in der Mensa und gingen danach mit zwei Bussen in die Schule. In der Schule angekommen hatten wir das Morgenplenum. Dort wurden wir unter anderem über den Ablauf des vor uns liegenden Tages informiert. Doch in diesem Plenum gab es auch eine andere Tradition. Denn die StipendiatInnen, die beispielsweise beim Abendplenum zu spät waren, sollten mindestens eine Minute lang vor den ganzen StipendiatInnen und dem START-Team eine unterhaltende Vorführung darbieten, und da kamen verschiedenste Auftritte vor, von Singen bis zum Nachmachen des Vorlesens der Sicherheitshinweise von einer Flugbegleiterin!

Danach gingen wir in unseren Kursen. Das Motto war „Leben in einer globalisierten Welt“, und die Themen der Kurse gingen in verschiedenste Richtungen dieses Mottos, die Kurse erzählten von Wasserkonflikte, vom Fundamentalismus, vom globalen Datenmeer und vieles mehr.

Doch die Kurse waren nur ein kleiner Teil des Campus. Denn nach diesen Kursen hatten wir gemeinsam weiterhin spannende Aktivitäten.  In den Campus zurückgekommen aßen wir unser Mittagessen und hatten normalerweise eine kleine Pause. Eine spannende Aktivität war beispielsweise der AG-Nachmittag.

Dabei konnte jede StipendiatIn oder jede Person aus dem START-Team den StipendiatInnen einen Kurs anbieten. Die Kurse waren sehr variiert. Sie reichten vom Kochkurs bis zum Tanzkurs.

Eine andere Aktivität, die mir besonders gut gefiel war das Camp Tank. Dabei erstellten die StipendiatInnen Diskussionsthemen, schlugen diese vor und bildeten Gruppen aus interessierten StipendiatInnen, die an jeweiliger Diskussion teilnahmen. Meiner Ansicht nach war dieser Teil des Campus einer der spannendsten. Ich war bei der Diskussion beteiligt, welche sich mit den Einflüssen der Globalisierung und der Menschen aufeinander befasste. Wir haben vielleicht nur einen Tag zu diskutieren gehabt, doch wir haben vielleicht einmal die Geschichte der Menschheit kritisch durchgesehen. Denn wir haben zusammen philosophiert, gesucht und neue Perspektiven über das Leben entdeckt. Am Ende dieses Tages haben wir unser Thema kurz präsentiert. START-Salzburg Stipendiatin Sheba leitete einen Workshop zum Thema Geschlechterrollen und Stereotypen in der 1.Welt und warum Feminismus immer noch wichtig ist.

So voll der Zeitplan sich anhört, hatten wir auch unsere freien Zeiten. Hier konnte man vieles unternehmen. Manchmal besuchten wir die Stadt St. Peter-Ording, manchmal verbrachten wir die Zeit beim Campus und erzählten einander über die verschiedensten Sachen und manchmal gingen wir zu den wunderschönen Stränden an der Nordsee, die wie die Gemälde eines Impressionisten aussahen.

An einem Abend kamen auch Alumni des START Deutschland. Sie errichteten Stationen und informierten uns über die verschiedenen Perspektiven des Uni-Lebens. Sie erzählten uns über die Studienwechsel, über das Auslandsstudium etc.

Am Schlussabend gab es viele Unterhaltung. Das Motto dieses Abends war „Tanz der Kulturen“. Aus diesem Grunde hatten viele StipendiatInnen und viele aus dem START-Team die traditionellen Kleidungen ihrer Herkunftsstaaten an. Es gab an diesem Abend verschiedene Wettbewerbe, unter anderem ein Fashion Show.

Nach der Veranstaltung war Disco angesagt, und zwar eine ziemlich laute Disco mit verschiedensten Songs.

Ich glaube, dass ich mich in diesem Bericht kurzfassen muss –solange man den oben geschriebenen Text kurz nennen kann-, doch ich muss gestehen, dass ich die ganze Freude, das ganze Erleben und den ganzen Spaß dort in keinem noch so längeren Text verfassen kann, und aus diesem Grunde möchte ich mich bei allen bedanken, die uns dieses Abenteuer, diese wunderbare Erfahrung ermöglichten.

Danke START Team! Danke StipendiatInnen aus Deutschland! Danke StipendiatInnen aus Österreich! Es war unvergesslich.

PS: Die restlichen Kommentare zu den Seminaren findet ihr hier unten. Scrollt einfach runter!

Im Kurs “Leben im globalisierten Datenmeer” besprachen wir die Chancen, Gefahren und Risiken, die das Internet mit sich bringt. Wir lernten, wie man sich sicher im Internet aufhält und welch einen großen Einfluss das Internet auf die Wirtschaft, Politik, Gesellschaft usw. hat. Das Internet ist derzeit nicht aus unserer Welt wegzudenken, da es ein elementarer Bestandteil des 21. Jahrhunderts ist. (Lukas)

„Im Weltliteraturkurs haben wir nicht nur gelernt, dass Wissen grenzenlos ist sondern auch, dass es wichtig ist, sich intensiv mit Literatur zu beschäftigen, welchen Einfluss sie auf Politik bzw. auf die ganze Welt hat und wie wichtig kritisches und genaues Lesen ist. ich durfte extrem viel dazu lernen dafür bin ich sehr dankbar“ (Sheba)

„Der Welthandelskurs war eine Vertiefung zum Unterricht in der Handelsakademie. Vor allem habe ich von dem spielerischen Lernen profitiert. Ich danke unserem Kursleiter, der uns Spaß an seinem Kurs haben ließ! :)“ (Rabia)

„Der Zugang zu Wasser und Sanitäranlagen ist ein Menschenrecht, doch trotzdem bleibt dieses Recht unzähligen Menschen vorenthalten. In unserem Kurs haben wir uns deshalb nicht nur mit der rechtlichen Ebene von Wasserkonflikten und der Privatisierung von Wasser beschäftigt, sondern auch den ethischen Hintergründen. Am Ende der Woche waren wir uns einig, dass es ein unglaublich komplexes Thema ist und einige Köpfe benötigt um eine Lösung zu finden.“ (Hevi)

„Im Kurs Umwelt-und Klimapolitik wurde uns näher gebracht, wie Einzelpersonen, unter Vernachlässigung der Tatsache, dass wir alle diese eine Erde haben und sie als Heimat teilen, ihre eigenen Interessen in den Vordergrund stellen. Dennoch sollte der Finger nicht nur auf die Übeltäter gehen, da ein jeder einzelner einen Wandel bewirken kann, um in Kameradschaft nachfolgenden Generationen die Erde, wie wir sie kennen, übergeben.“ (Fiona)

„Ich habe nicht erwartet dass der Sommercampus so toll wäre. Ich habe tolle Menschen kennengelernt, die ich in meinem Herzen geschlossen habe. Mein Kurs andere Länder, andere Klänge war sehr interessant.“ (Petrina)

Den Fachbereich Wirtschaft jemandem erklären zu können ist nicht einfach. In dem Seminar “T-Shirts, Technologien und Welthandel“  wurde dieser uns nicht nur gut erklärt, sondern auch spielerisch und durch verschiedene Beispiele, wie zum Beispiel durch einen  Ausflug zum Windkraftanlagen – Unternehmen Vestas, beigebracht. Hauptsächlich wurden Themen wie faire wirtschaften (z.B. Tricks für billige T-Shirts) , Technologien heute und in der Zukunft und deren Rollen in der Wirtschaft, Menschenrechte usw. behandelt. Durch diesen Seminar habe ich eine viel bessere Übersicht über Wirtschaft und Globalisierung bekommen. Deshalb bedanke ich mich bei meinem Kursleiter. (Marzia)

Der Kurs “Führt Globalisierung zu religiösen Fundamentalismus?” war eine perfekte Mischung aus Informationen und Diskussion. Wir haben viele psychologische Ansätze besprochen und versucht, sowohl fundamentalistische als auch extremistische Menschen zu verstehen. Das wichtigste, was wir aus diesem Kurz gelernt haben, ist, dass man Menschen nicht in gut und böse einordnen kann – die Situation beeinflusst es. (Jelena)

In meinem Kurs “Globalisierung und (Un)Gleichheit” haben wir uns mit den Gewinnern und Verlierern von Globalisierung auf institutioneller und individueller Ebene beschäftigt. Zunächst haben wir die unterschiedlichen Globalisierungstheorieren erarbeitet, dann über die verschiedenen Institutionen wie z.B. IWF oder Weltbank geredet und zum Schluss haben wir noch über mögliche Alternativen und Lösungsvorschläge zu den globalen Ungleichheiten nachgedacht.  Mein Kurs war richtig toll. Ich konnte sehr viel mitnehmen und habe auch viel neues über Ungleichheiten auf der Erde gelernt. (Samet)

 

Der Kurs “Europas Platz in einer globalisierten Welt” hat mir sehrgut gefallen! Grund dafür ist, dass ich gerade eben in Geographie maturiert habe und dadurch mein erworbenes Wissen intensivieren könnte. Ein weiterer Punkt welcher mir sehr imponiert hat war, dass unser Kursleiter sehr engagiert sowie auch motiviert war. Alles in allem fand ich den Workshop sehr informativ und spannend. (Markus)

 

„Der Weltliteraturkurs brachte mir nicht nur die Definition einer Grenzüberschreitung bei, sondern auch das kritische Lesen, das ich in keiner anderen Form von Unterricht hätte lernen können, und dafür bin ich mehr als dankbar!“ (Soritta)

 

“Der Sommercampus 2016 war für mich sehr lehrreich, aber besonders ist mir schwer gefallen, von den Leuten, die ich dort kennengelernt habe, Abschied zu nehmen. Es war eine super Erfahrung gewesen und ich werde diese Zeit nie vergessen!”

(Seda)

 

„Umweltprobleme und klimatische Bedingungen kennen keine Landesgrenzen. Egoistische und profitorientierte Konzerne entnehmen der Natur kostbare Rohstoffe und hinterlassen ihr Treibhausgase und tonnenweise Müll. Bei unserem Kurs diskutierten wir über Eigeninteressen der Staaten, mögliche Lösungen für Teilgebiete des nachhaltigen Handels, die bald bevorstehende Überfischung der Weltmeere und was jeder einzelne Erdling gegen den Klimawandel beitragen kann. Außerdem spielten wir interaktive Spiele um die Realität besser veranschaulichen zu können und organisierten in kleinen Gruppen Kampagnen gegen den Klimawandel, für den fairen Handel oder zum Wassersparen.“ (Kaan)

 

„Jeder sollte sich zumindest einmal tiefer mit religiösem Fundamentalismus auseinandergesetzt haben, um das, was zurzeit in unserer Welt passiert, besser begreifen zu können.“ (Lisa)

Laptops oder Netbooks gesucht!

Laptop zu verschenken? START-SchülerInnen freuen sich sehr!

Viele unserer neuen VorstipendiatInnen, die wir beim Übergang vom Pflichtschulabschlusskurs in die Oberstufe unterstützen, haben keinen Laptop.

Aktuell sind wir auf der Suche nach gebrauchten Laptops,  oder Netbooks (mindestens Windows 7 und WLAN-fähig, USB-Anschluss) um den Jugendlichen den Zugang zum Internet zu ermöglichen.

Sollten Sie ein Gerät zu hause haben, bringen Sie ihn bitte nach Terminvereinbarung in unseren START-Büros vorbei, oder senden Sie das Gerät mt der Post. Wir richten ihn wieder her und schenken die Geräte unseren Jugendlichen, damit die für die Schule arbeiten können.

Hier geht zu unseren Kontaktdaten

Vielen herzlichen Dank!

Bitte weitersagen.

 

Viren- und Datenschutz Workshop von Start Alumni für die Wiener Stipis

Was sind persönliche Daten und warum sollte man sie schützen?

Die Alumni Samirah und Asif sollten uns bei dem Workshop mal ganz genau erklären wie man seine Daten am Besten schützen kann. Erstmal muss man sich bewusst sein, dass nichts wirklich privat ist. Unsere Schritte im Internet werden von allen möglichen Anbietern beobachtet, das nennt man “Tracking”:

Tracking ist eine Basistechnologie des Netzes. Nahezu jeder Seitenaufruf wird von Werbedienstleistern mitgeschnitten und weiter verarbeitet. Aus diesen Informationen können individuelle Profile erstellt werden, die es ermöglichen, Nutzerinnen und Nutzern auf sie zugeschnittene Werbeangebote zu zeigen. Einige Anbieter werten auch die Inhalte von E-Mails aus und seit einiger Zeit auch die Nutzung von Smartphone-Apps. Hierbei spielt auch die Analyse des aktuellen Standorts eine zunehmend größere Rolle. In der Regel werden die so gewonnen Erkenntnisse genutzt, um zielgruppenspezifisch Werbung zu schalten – im Fachjargon heißt das „targeted advertising“. Der Werbetreibende kann sich dann aus einer Liste von Eigenschaften diejenigen aussuchen, die er gezielt verwenden will.

Davor schützen kann man sich nur selber, mithilfe technischer Mittel. Man kann zum Beispiel bei WhatsApp die Privacy Einstellung aktivieren, verschiedene Passwörter für verschiedene Seiten verwenden. Es gibt sowohl kostenpflichtige als auch gratis Tools, um sich vor Tracking und Viren zu schützen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten und man sollte wirklich versuchen, sich so gut wie möglich zu schützen. Es war ein sehr lehrreicher und spannender Workshop und jeder von uns konnte etwas neues mitnehmen und direkt anwenden.

Großen Dank an Asif und Samirah!

START-Wien besucht die Wölfe in Ernstbrunn

Die Nacht hatte es durchgeregnet und diejenigen von uns, die schon früh auf den Beinen waren, rechneten schon mit einem regnerischen Ausflugstag. Der Himmel brach dann aber dennoch auf und es wurde richtig heiß und sonnig. Neue und alte Stipis trafen sich bei Floridsdorf, um gemeinsam mit dem Bus nach Dörfles bei Ernstbrunn zu fahren. Dort angekommen war die Sonne hoch am Himmel und so wurde es ein schöner Ausflug in den Wildpark Ernstbrunn und das dortige Wolfsforschungszentrum. Wir spazierten auf den Schotterwegen an den Gehegen mit Hängebauchschweinen, Eseln und Schafen vorbei. Der Wildpark Ernstbrunn ist bekannt für sein Wolfforschungszentrum. Dort hatten wir nach einer gemeinsamen Jause eine Führung. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen dort das Verhalten von Wölfen und Hunden zueinander und zum Mensch. Dadurch, dass der Hund schon vor langer Zeit domestiziert wurde, ist sein Hauptaugenmerk immer auf den Menschen gerichtet. Dadurch ist er viel weniger in ein Rudel eingebunden und ist demnach auch weitaus unloyaler als der Wolf, dem sein Rudel einerseits sehr wichtig ist, der auf der anderen Seite aber dadurch auch weitaus selbstständiger geblieben ist.

Diese Ergebnisse kamen bei verschiedenen Untersuchungen raus. Wie zum Beispiel, dass Hunde es viel weniger gewohnt sind als Wölfe im Team zu arbeiten. Somit brauchen sie sehr viel länger, um Teamaufgaben zu lösen.

Die Wölfe sind im Wildpark im Gehege eingesperrt und es werden viele spielerische Tests mit ihnen gemacht. Die Welpen werden von den Betreuerinnen und Betreuern mit der Flasche aufgezogen, dadurch sind sie ihnen gegenüber nicht scheu, weil sie sie schon lange kennen. Wenn ein Hund gut erzogen wurde, gehorcht er seinem Frauchen/Herrchen auch irgendwann ohne dafür ein Leckerli zu bekommen. Der Wolf allerdings ist nur bestechlich, der macht nichts ohne Leckerlis. Es war spannend zu sehen, dass Hunde, obwohl sie von den Wölfen abstammen, sich durch die Gemeinschaft mit dem Menschen so verändert haben. Die Wölfe waren unglaublich schön und wir konnten auch kurz einen Blick auf die Kleinen erhaschen. Leider hat es dann zu regnen begonnen und das Gasthaus in das wir noch einkehren wollten, hatte geschlossen. Also mussten wir vorm Kiosk unter den Schirmen auf den Bus warten, denn am Land – auch eine neue Erfahrung für unsere Stadtgruppe 🙂 – fährt der in manchen Gegenden nur zwei Mal am Tag. Aber die gute Laune ist uns geblieben und es war trotz der Regenpanne ein schöner Ausflug.

Fastenbrechen mit START- Wien, START- Alumni und TANMU

Ramadan findet dieses Jahr von 6. Juni bis 5. Juli statt und jeden Abend wird das Fasten im Kreis der Familie oder mit Freunden gebrochen. Das nennt man Iftar und der Koran sagt:

„… und esst und trinkt, bis ihr in der Morgendämmerung einen weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden könnt!“

Koran: Sure 2, Vers 187
Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen von START- Wien, START- Alumni und TANMU trafen sich um 20 Uhr, eine Stunde bevor das Iftar beginnt. Jeder hat etwas für unseren Tisch mitgenommen: Salate, Pizzakuchen, Mlukhiyye(eine syrische Spezialität aus Muskraut, wie Spinat nur bitterer und mit viel Zitrone), Kuschari(eine ägyptische Spezialität aus Makkeroni, Linsen, Reis und Tomatensoße), Apfelkuchen. Nicht alle von uns fasten, aber wir hatten alle ein gutes Mahl und konnten danach zufrieden nach Hause gehen. Danke für die ganzen selbstgemachten Köstlichkeiten!

 

 

START- Wien Jahrestreffen 2016

Hurra! Das Schuljahr 2015/2016 naht sich dem Ende zu! Endlich ist der Stress für die Stipis vorbei und sie können sich schon auf die lang ersehnten Ferien freuen. Und natürlich muss das gefeiert werden!

Am 24.06.2016 trafen sich die Wiener Stipendiaten und eine Gruppe Tanmus mit der Vorfreude auf ein super Wochenende mit viel Wasser! Unser Motto „umso mehr Wasser desto besser!“. Es ging um unser Jahrestreffen in der Steiermark für ein Campingwochenende mit vielen Aktivitäten wie Campen, Raften und Canyoning. Abfahrt war vor dem Start-Büro um 15 Uhr. Man muss erwähnen, dass alle pünktlich und top motiviert da waren.

Nach einer drei stündigen Fahrt kamen wir beim Mooslandl an. Dort war unser wunderschöner Campingplatz mit einem kleinen privaten See. Alle Stipendiaten waren davon begeistert und haben sofort nach dem Ankommen sich umgezogen und ab ins Wasser!

Um 19 Uhr gab es Abendessen beim Mooswirt. Die Angestellten waren sehr nett und haben die hungrigen Stipis super betreut. Den Abend haben wir ruhig und entspannt mit einander verbracht. Wir konnten neue Informationen über die anderen herausfinden und eine Menge lachen.

Am Samstag wurden wir um 7 Uhr aufgeweckt. Wir haben beim Mooswirt gefrühstückt und dann ging es ab zu den Wasseraktivitäten. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die Gruppe „gute Kondition“ war am Vormittag Canyoning und die Gruppe „0 Kondition“ war in der Salza Raften. Es hat sehr Spaß gemacht. Wir haben echt coole Neoprenanzüge bekommen und eine gute Einführung wie wir uns verhalten sollten, wenn jemand ins Wasser fällt.

Zur Mittagszeit haben wir uns wieder beim Camp getroffen und fuhren gemeinsam zurück zum Campingplatz. Die Stipis hatten Bärenhunger und waren sehr müde. Nach dem Mittagessen erholten wir uns und ein Teil ging im See schwimmen die Anderen setzten sich zusammen, oder gingen Volleyball spielen.

Im Programm war als Abendprogramm gemeinsames Kochen und Grillen. Wir haben gemeinsam verschiedene Salatarten und Beilagen vorbereitet. Es war sehr lecker und unterhaltsam. Wir haben Musik gehört und hatten Spaß beim Kochen.

Nach dem Abendessen haben ein paar Jugendliche aus der Tanmu Gruppe den Anderen ein paar syrische Volkstänze beigebracht. Es war recht lustig. Die Tänze wurden schnell gelernt und schon konnten wir durch tanzen.

Am Sonntag ging die Gruppe „gute Kondition“ Raften und die Gruppe „0 Kondition“ konnte wegen dem schlechten Wetter nicht Kajak fahren. Sie entschieden sich für das Wandern zur Kraushöhle Geopfad und Nothklamm. Es war sehr interessant. Wir hatten eine gute Führung durch die Höhle und bekamen viele Informationen und Einblicke in die Geschichte der Höhle.

Zu Mittag trafen wir uns alle wieder zum Mittagessen. Danach mussten wir leider wieder einpacken und um 15:30 Uhr ging es wieder zurück nach Wien.

Alle sind davon überzeugt, dass Sie gerne nächstes Jahr wieder hier ihr Jahrestreffen haben wollen. Es hat sehr viel Spaß gemacht und war sehr sportlich gestaltet.

Wir freuen uns auf das nächste Mal und bedanken uns sehr bei den Landeskoordinatoren und Assistentin für die Organisation und die Gestaltung des Programms!:)

Bericht: Marina Seido

Young Leadership Training in Linz

Das Wochenende vom 10. bis 12. Juni 2016 stand ganz im Zeichen des “Young Leadership Trainings” für die RegionalsprecherInnen von START-Österreich. Die START-VertreterInnen lernten alles über ihre Aufgaben als StipendiatensprecherInnen und einiges über Konfliktlösung, Verwaltung und Organisation und Mentoring.

Sarah Mehtic und Faeq Hemati haben das Wochenende kurz zusammengefasst:

Das Wochenende vom 11.06-13.06 war für die diesjährigen österreichischen Stipi-Sprecher ein echtes Highlight. Faeq, Marina, Suhaila, Coni, Zareh, Soso, Ceyda und ich (Sarah) durften ganz besondere Momente beim diesjährigen Stipendiatensprecher-Seminar teilen. Begleitet und betreut wurden wir dabei von der LK aus Oberösterreich Magdalena (Alena) Rainer.

Am Freitagabend wurden alle Stipis, die mit dem Zug angereist sind liebevoll empfangen und gleich auf ein Essen eingeladen, um den ersten Hunger zu stillen und sich über die kommenden Programmpunkte zu unterhalten.

Doch auf keinen Fall war dieser Tag schon vorbei! Gemeinsam fuhren wir ins Axis, wo sich das START-Oberösterreich-Büro befindet. Noch von der Außergewöhnlichkeit des Raumes fasziniert, wurden wir von Christian F. Freisleben-Teutscher zum ersten kurzen Seminar eingeladen.

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Kennenlernen. Wir kennen die Gesichter, wir kennen die Namen und eventuell die Herkunft von einander – aber was kennen wir noch nicht und noch viel wichtiger, wie finden wir das am besten heraus? Uns wurden viele verschiedene sowie unterhaltsame Spiele und Übungen vorgestellt und wir probierten sie gleich in der Praxis aus. Somit erfuhren wir nicht nur Neues über uns Stipisprecher, sondern hatten auch gleich tolle Ideen, wie alle Stipis einander einen Schritt näherkommen können.

IMG_0160 IMG_0166Nachdem wir und also von einer etwas anderen Seite kennenlernen durften, ging es weiter im Programm. Es handelte sich hierbei um mehrere kleine Improvisationsübungen, die nicht nur Spaß machen sollten, sondern uns auch unsere Rolle als Sprecher näherbringen sollte.

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Den Abend selber ließen wir mit einem kurzen Blick in eine Poetry-Slam-Veranstaltung sowie einem Spaziergang an der Donau ausklingen.

Der nächste Tag begann schon früh aber doch heiter. Ein Wiedersehen mit den ehemaligen Sprechern stand vor der Tür. Anita, Amela und Luka wurden von uns schon sehsüchtig zum gemeinsamen Brunch erwartet.

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Nach einer kleinen Stärkung ging es mit Vollgas los. Gemeinsam mit Birgit Kropik teilten wir uns in “alte” und “neue” Stipisprecher ein. In den zwei Gruppen bekamen wir Zeit, Fragen zum Amt des Sprechers zu beantworten und diese mit Hilfe eines Plakats kurz vorzustellen. Somit hatten die neuen Sprecher die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Tipps einzuholen. Dieser Austausch war wirklich von großer Bedeutung.

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Nach der Mittagspause ging es ohne die ehemaligen Stipisprecher weiter. Wir bekamen einen kurzen Einblick in das Thema Kommunikation und redeten darüber, welches Medium (Facebook, e-mail, Doodle, ..) für was am besten geeignet ist. Das soll uns in Zukunft die Kommunikation erleichtern.

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Ein schöner Abschluss des Seminars war ein Spiel. Jede Person bekam ein Blatt Papier und die restlichen Stipis schrieben auf, was sie an der jeweiligen Person schätzen/mögen. Die Briefe wurden dann am Abend beim Essen gelesen.

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Zum Schluss übernahm Christian F. Freisleben-Teutscher noch einmal die Leitung. In einem kurzem ,,Forumtheater” hatten wir die Möglichkeit, gewisse (Konflikt-)Situationen, die auch bei START auftreten könnten, nachzuspielen und gemeinsam eine gemeinsame Lösung zu finden. Auch das brachte uns vieles zum Thema Kommunikation bei.

Da der Spaß dennoch nicht auf der Strecke bleiben darf, wartete am Abend ein ganz besonderer Programmpunkt auf uns: Exit the Room. Die Regeln sind ganz einfach: Man wird in Gruppen in einen Raum geschlossen und muss knifflige Rätsel lösen, um (je nach Thema) eine Bombe zu entschärfen oder aus dem Gefängnis zu fliehen. Allerdings hat man dafür nur eine Stunde Zeit. Gemeinsames Rätseln und Knobeln hat uns alle noch einmal mehr gezeigt, wie wichtig Teamwork ist.

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Am späten Abend bestellten wir uns noch Pizza, saßen uns zusammen und holten die Briefe vom Nachmittag hervor. Es war wirklich ein wunderschöner und emotionaler Abend.

Der letzte Tag wurde von Landeskoordinatorin Magdalena Rainer selbst geführt. Wir erfuhren, wie mam Veranstaltungen organisiert, Termine auf der Plattform wirsindstart.de eingibt und vieles mehr rund um das Amt des Sprechers. Gemeinsam gestalteten wir sogar eine Checkliste für das Organisieren einer Bundesländertour, um es den nachkommenden Stipis leichter zu machen. Wir sammelten ebenso Ideen für diverse Teambuilding-Veranstaltungen, die von den Sprechern für das jeweilige Bundesland organisiert werden könnten.

Nun ging es schon dem Ende des Seminars zu. Nachdem Alena für uns Spaghetti gekocht hat (Danke!), fassten wir das Geschehen der letzten Tage kurz zusammen und machten uns dann gestärkt und voller neuem Wissen auf nach Hause.

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Wir bedanken uns sehr bei allen Teilnehmer und Teilnehmerinnen, Seminarleiter, ehemaligen Sprechern und allen, die an diesen Tagen mitgewirkt haben. Ein ganz besonderer Dank gilt Alena, sowie für die Organisation als auch für die vielen schönen und äußerst interessanten Gespräche!

Wir bedanken uns bei allen, die für das Gelingen dieses Seminarwochenendes beigetragen haben! Ein besonderer Dank gilt unseren Referenten Christian Freisleben-Teutscher und Birgit Kropik, die den StipisprecherInnen einen Koffer voller Methoden und Werkzeug mitgegeben haben! Vielen Dank auch an die Alumnis Amela und Luka als auch an Anita, die sich als ehemalige StipendiatensprecherInnen, für dieses Wochenende extra Zeit genommen haben, um den “Neuen” mit Erfahrungen und Tipps zur Verfügung zu stehen.

Es war eine wunderschöne Woche, die wir nicht vergessen werden.

Faeq Hemati & Sarah Mehtic

START-Wien im Erste Financial Life Park

Dank der Vermittlung unseres Paten Rotary Wien-Nestroy hatten START-Stipendiat_innen und Alumni_ae aus Wien die tolle Gelegenheit  – noch vor der offiziellen Eröffnung – den Erste Financial Life Park (kurz FLIP) der Erste Group Bank AG zu besuchen. FLIP ist nicht ein klassisches Museum zum Thema Geld und Finanzen, es ist nicht ein Science Center, sondern eine unabhängige Einrichtung mit dem Ziel, die finanziellen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen zu verbessern und ihnen die Bedeutung der Finanzen für die persönliche Lebensplanung zu vermitteln.

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Eingebunden in den neuen Erste Campus am Gelände des ehemaligen Südbahnhofs, wurde den START-Jugendlichen in einer interaktiven 120-minütigen Tour das Finanzwesen, sowie die volkswirtschaftlichen Aufgaben einer Bank erklärt. Ausgerüstet mit Wallets (elektronischen Pads) und eingeteilt in 2 Gruppen, wurden in den verschiedenen Stationen Fragen beantwortet, Haushaltsbudgets vergeben, der Wert von Gütern bestimmt und der unterschiedliche Umgang mit Geld auf der ganzen Welt erfahren. Die interaktive Art der Präsentation und die eingebauten Spiele machten eine Menge Spaß, und auch Diskussionen kamen nicht zu kurz.
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Besonders interessant war für die START-Jugendlichen die Auseinandersetzung mit den “Remittances” – also Geldüberweisungen von Migrant_innen in ihre Heimatländer. Nicht nur der hohe Anteil der remittances am BIP von eigenen Ländern, auch die Art der Übermittlung wurde genau besprochen. Ein grosser Anteil dieser Rücküberweisungen findet nicht über Banken oder Anbieter wie Western Union in die Länder gelangen, sondern über das sogeannte Hawala-System: ein informelles Überweisungssystem, das seine Wurzeln in der frühmittelalterlichen Handelsgesellschaft des Vorderen und Mittleren Orients hat.

Vielen Dank an Mag. Philip List und sein Team vom FLIP für den spannenden Workshop!

Im Anschluss wurden die Teilnehmer_innen von Rotary-Club Wien Nestroy noch zum Essen eingeladen  – Vielen lieben Dank an Christof Handlbauer und Mag. Waltraud Kaserer für die Begleitung und den netten Ausklang.

Mir hat der Workshop sehr gefallen. Ich habe gelernt wie’s mit dem Geld auch in anderen Ländern der Welt aussieht. Ich fand der Workshop war sehr praktisch strukturiert und die Stationen schön gestaltet 👍🏼 ich fande es auch sehr gut und lehrreich, dass wir in Diskussionen gekommen sind und verschiedene Fragen beantwortet haben und Situationen analysiert haben. Super Workshop! …. Petra

Der Financial Life Park, in dem der Workshop stattgefunden hat, ist sehr eindrucksvoll. Mit den neuesten Technologien und guter Begleitung ist uns ermöglicht worden, in die Welt der Zahlen einzutauchen. Dabei ist der Spaß nicht zu kurz gekommen und wir konnten ganz viele Fragen loswerden. Ich möchte mich herzlichst bei START, dem Rotary Club Wien-Nestroy und der Erste Bank bedanken, die das für uns ermöglicht haben…..Yasmin

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Copyright Photos: Erste Group Bank AG – Lupi Spuma

Am START beim Österreichischen Frauenlauf

Am 22.Juni war es soweit, wir haben Frauenpower bei Frauenlauf gezeigt. Genau drei StipendiatInnen und drei Alumni standen gemeinsam an der Startlinie und wir haben unser bestes gegeben. Einige von uns hatten sich das Ziel gesetzt schneller zu laufen als die letzten Jahre, für manche war es sogar der allererste Frauenlauf. Doch was wir alle in der Gruppe gemeinsam hatten, war die Aufregung und der Spaß bei diesem Event dabei zu sein und die Motivation in der Freizeit aktiv zu bleiben. 🙂

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Yasmin Seleem, START-Alumna

Kein Tatort ohne DNA- Genetischer Fingerabdruck

Den letzten Tag des Pfingstwochenendes verbrachten zehn StipendiatInnen im Vienna Open Lab. Mit zwei Chemikern zusammen sollten wir den Täter eines Diebstahls herausfinden.
Wir schlüpften also in die Rolle von KriminalbiologInnen und erstellten von jedem Verdächtigen einen genetischen Fingerabdruck. Jeder Mensch besitzt individuelle Merkmale, auch sein Genom(Erbinformation) ist einzigartig. Für genetische Fingerabdrücke werden aktuell vor allem STR- Marker(Short-Tandem-Repeat) als genetische Kennzeichen verwendet. STRs sind direkt aufeinander folgende Widerholungen kurzer Nukleotidabfolgen(Grundbausteine der DNA). Die Anzahl der Wiederholungen ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Der zu lösende Fall: Es wurde ein Stück Wand mit einem seltenen Graffito aus einem Studio gestohlen. 9 Verdächtige kommen als TäterIn in Frage.
Die 3 Spuren, die wir haben: Eine Haube(Haarwurzeln), ein roter Tropfen(Blut) und ein Kaugummi(Speichel).

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Wir teilten uns in Gruppen auf und begannen den Anleitungen zu folgen.
Zuerst sollten wir die DNA isolieren, dann ein PCR(Polymerase- Kettenreaktion) anfertigen. Die PCR ist eine Technik, bei der kurze Abschnitte der Erbsubstanz DNA vervielfältigt werden. Bei der PCR wird aber nicht die ganze DNA sondern nur ein Abschnitt kopiert. Durch die spezifischen Eigenschaften der PCR kann sie entweder zur Vervielfältigung einer bestimmten DNA- Sequenz genutzt werden oder als Nachweisverfahren, ob sich eine bestimmte DNA- Sequenz überhaupt in der Probe befindet. Danach kam die Analyse der STR- Marker mittels Bioanalyzer und dann die Gelelektrophose. Bei der Gelelektrophose handelt es sich um eine Methode, die DNA- Moleküle nach ihrer Größe auftrennt.

Es war ein spannender Tag und das Labor hatte echt eine coole Ausstattung. Den Täter konnten wir nicht rausfinden, aber zumindest alle Täter bis auf zwei ausschließen. Die Polizei muss ja auch noch ihre Arbeit machen 😉
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Supervision mit Hemayat: Interkulturelle Kompetenzen

Seit einigen Monaten haben StipendiatInnen, Alumni und ehrenamtliche MentorInnen vom Lernhilfeprojekt TANMU (https://www.start-stipendium.at/projekte) regelmäßig die Möglichkeit eine von Sonja Brauner und Ricarda Perz von Hemayat begleitete Supervision zu besuchen.

Dieses Mal besprechen wir “Interkulturelle Kompetenzen”. Dieses Thema ist auf Wunsch einer Alumna, die sich ehrenamtlich engagiert, aufgekommen. Wir sind eine angenehm kleine Runde an diesem Mainachmittag und nach einer kleinen Vorstellrunde starten wir in die Diskussion. Wie geht man damit um, wenn jemand, den man ehrenamtlich betreut, Dinge anders sieht als man selber? Vor allem, wenn man sich ehrenamtlich engagiert, ist man ja mit seinem Herz bei der Sache und wenn man Jugendliche betreut, werden diese ja auch ein bisschen wie eigene Geschwister. Wenn ein Jugendlicher/eine Jugendliche dann eine politische Meinung vertritt, die man selber gar nicht so sieht, ist das erstmal ein Schock. Wie kann man in solchen Momenten einen klaren Kopf behalten und es richtig für einen selber verarbeiten? Und wie schafft man es hinter der Meinung des Anderen, die wir nicht vertreten, weiterhin den Menschen zu sehen, dem wir helfen wollen?

Zusammen mit Sonja und Ricarda versetzen wir uns in die Lage der BetreuerIn und des Jugendlichen. Wie fühlen sich die zwei Seiten, wenn sie merken, dass die jeweils Andere gegenteiliger Meinung ist?

Wir überlegen welche veschiedenen Gefühle sich in diesem Moment bei Beiden abspielen und kommen zu dem Schluss, dass es oft mehr Hintergründe zu Meinungen gibt, als einem oft bewusst ist. Vor allem die Meinung von Jugendlichen ist meistens durch die Familie und das Umfeld beeinflusst. Was nach dem Reinfühlen in eine andere Person wichtig ist: Danach schön rausklopfen und rausschütteln 🙂

Am Ende bekommen wir noch folgende Aufgabe:

„Bitte nehmen Sie Ihren Platz im Raum ein, wo Sie sich am wohlsten fühlen.Stellen Sie sich bitte Ihren inneren sicheren Ort vor. Wie im Therapiesetting kann es sich um einen realen oder irrealen Ort handeln. Menschen, Wesen, Krafttiere können da sein oder auch nicht. Wie sieht Ihre Landschaft aus? Welche Ihrer Sinne werden angesprochen?

Um den inneren vertrauten Raum für sich zu konkretisieren, bitte ich Sie, innerhalb von ca. zehn Minuten folgende Fragen zu beantworten.“

  1. Wo sind Sie geboren?
  2. Welche Nationalität, Sprache, Konfession, welchen Beruf hatten Ihre Eltern?
  3. In welcher Landschaft verbrachten Sie Ihre Kindheit?
  4. Wie waren Ihre Beziehungen zu den einzelnen Familienmitgliedern?
  5. In welcher Geschwisterreihe stehen Sie?
  6. Welche Familiengewohnheiten prägten Sie?
  7. Gab es Umzüge?
  8. An welche Sinneseindrücke erinnern Sie sich (Gerüche, Farben, Geräusche, Berührungen…) in Bezug auf Umgebung, Natur, Haus, Garten, Tiere, Menschen…
  9. Welche Spiele mochten Sie?
  10. Gab es Rituale im Tagesablauf?
  11. Wie war die Erwartungshaltung an Sie?
  12. Was war Ihre erste Erinnerung?
  • Bitte schauen Sie jetzt auf die Landkarte und wählen Sie nun ein Land mit einem Kulturkreis, der Ihnen fremd ist. Überlegen Sie sich eine Identität, die Ihrer eigenen Identität und Ihren Erfahrungen nicht nahe ist.
  • Versuchen Sie dann nochmals mit dieser Identität den Fragebogen durchzugehen.
  • Kurzer Austausch mit der Idee, Ihre neue Identität in den Raum zu holen.
  • Sie soll sich ebenfalls einen Platz im Raum suchen.
  • Austausch über Blickwinkel, Sichtweisen und Ideen, die vielleicht neue Perspektiven bieten.

Diese Methode hilft echt gut, wenn man in einer emotionalen Situation ein bisschen mehr Weitblick braucht. Ein Stipi erstellt den Lebenslauf eines Jungen, der in Peru aufgewachsen ist und auch wenn er viele Unterschiede fand, fand er auch viele Ähnlichkeiten. Menschen und Meinungen sind unterschiedlich, aber es tut immer wieder gut, sich auf das zu besinnen, was man mit jemandem gemeinsam hat. Und oft ist das auch einfach, dass der Geruch von Sonnencreme beide an ihre Kindheit denken lässt.

Danke für den tollen Nachmittag Sonja Brauner und Ricarda Perz von Hemayat!

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Anpfiff für das Spiel FK Austria vs. FC Red Bull Salzburg

Um 15 Uhr trafen wir uns mit ein paar Jugendliche der Lernhilfe des Start-Alumni Vereins TANMU vor dem Amalienbad am Reumannplatz. Als wir vollständig waren nahmen wir die Straßenbahn zur Gernerali Arena. Bei der Ankunft gab es ein Gruppenfoto und wir bekamen unsere Tickets und gingen hinein. Sobald wir drinnen waren suchten wir unsere Plätze und schon bald haben wir sie gefunden. Da wir überpünktlich waren verbrachten wir die eineinhalb-stündige Wartezeit mit plaudern und spazieren. Um 16 Uhr war dann der Anpfiff. Und es gab schon in den ersten Minuten eine Torchance für die Austria Wien, den sie vermasselten. Dann war es ein normales hin und herspielen bis zur 37. Spielminute. Auf einmal tauchte vor dem Tor der Austria Wien ein Spieler von Red Bull Salzburg und platzierte den Ball genau ins Netz des Gegners und zur Halbzeit stand es 0:1 für Salzburg.
Die zweite Hälfte verlief weniger spannend bis zur 93.Minute. Die vierminütige Verlängerung lief als die Austria Spieler sich vor dem Tor des Gegners positionierten um eine Ecke auszuführen, sogar der Tormann kam, mit der Hoffnung die Mannschaft mit wenigstens einem Punkt zu retten. Jedoch lief es komplett schief. Nach der Ecke ging es blitzschnell. Der Ball landete vor den Füßen des rechten Flügelspielers von Salzburg dieser setzte zum einem unglaublichen Sprint an und probierte es mit einem Weitschuss knapp von der Mittellinie entfernt. Der Ball rollte wie geplant direkt ins leere Tor. Es war ein Tor bei dem sich jeder Fussballliebhaber wünscht im Stadion gewesen zu sein. Nach dem 2:0 war auch schon der Schlusspfiff und wir trödelten nach einem spannenden Fussballspiel nach Hause.
Petrina Quainoo

Das Private und das Politische. Und was hat die Kunst damit zu tun?

In einem mehrmonatigen Projekt haben Schüler_innen des Stipendiums START-Wien gemeinsam mit Kunstvermittler_innen der Kunsthalle Wien sowie den Künstler_innen Johanna Kirsch, Francesco Ciccolella und Peter Phobia gelernt und gearbeitet. Ausgehend von der Ausstellung „Politischer Populismus“ haben sie sich mit dem Zusammenhang zwischen Privatem und Politischem sowie der Rolle der zeitgenössischen Kunst in der Gesellschaft (und der Politik insbesondere) auseinandergesetzt und eigene Zugänge und Kunstwerke erarbeitet.

 

Thematisch ging es um die großen gesellschaftlichen bzw. politischen Themen und Fragestellungen: Eingestiegen sind wir bereits mit der Frage „Was würde ich tun, wenn ich Bürgermeister_in von Wien wäre?“. Entstanden sind Werke, die sich mit Demokratie, Freiheit und Medien(konsum) beschäftigen.

  

Bei der Vernissage am 28.4.16 präsentierten die Stipendiat_innen und Künstler_innen ihre Werke dem Publikum. Ausgestellt werden Zeichnungen, Plakate, Videos und Fotografien – zusammengeführt in einem eigenen Magazin „Politischer Populismus“, das ebenfalls von den Jugendlichen erstellt wurde und eine Auswahl der entstandenen Zeichnungen und Fotografien zusammenfasst.

Noch bis 10.5.16 kann die Ausstellung kostenfrei zu den Öffnungszeiten der Kunsthalle Wien besucht werden!

Über das Projekt:
Vor dem Hintergrund der Ausstellung Politischer Populismus setzten sich die SchülerInnen mit aktuellen politischen und gesellschaftsrelevanten Fragestellungen auseinander, brachten ihre eigenen Gedanken und Erfahrungen zu den Themen ein und diskutierten (viel 
J ). Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit den Themen, die sie besonders interessieren, haben die Jugendlichen aber vor allem die kreative Arbeitsweise unterschiedlicher Künstler_innen kennengelernt und in drei Gruppen gemeinsam mit diesen eigene Arbeiten im Medium ihrer Wahl zu entwickelt. Denn politischer Populismus ist nicht nur auf dem Vormarsch, er bedient sich auch wesentlich stärker popkultureller wie künstlerischer Verfahren und Ästhetiken als noch in früheren Jahren: Social Media, Werbeästhetik und mediale Inszenierung haben schlichten Parolen ein progressives Aussehen verliehen. Rappende Politiker, speziell auf Jugendliche abgestimmte Youtube Clips, Fernsehformate oder Popkonzerte, die politische Themen besetzen und Ressentiments gesellschaftsfähig machen wollen, gehören zum modernen Medienalltag. Künstlerische Werke wiederum reflektieren diese Tendenz, kommentieren sie oder geben ihr eine subversive zweite Ebene, welche die Mechanismen des politischen Populismus gegen diesen wendet. All dies wurde mit den Schüler_innen nachvollzogen. Ihre Perspektive spiegelt sich nun in ihren eigenen Arbeiten wieder.

Wiener Stipis retten die Welt vor der Zombie-Apokalypse

Exit The Room – so hieß der Workshop und die Beschreibung war, die Welt wäre von einem Virus befallen und wir müssen die Formel zu Ende bringen, welches ein Professor begonnen hatte, um die Welt zur retten. Ich dachte mir vor dem Workshop, es ginge um chemische Formeln und Experimentieren im Labor.

Dann, als alle sechs Stipendiat_innen da waren und wir in das Gebäude hineingingen, sah es gar nicht nach einem Labor aus. Es war ein altes Haus und wir kamen durch einen Hof in einem Keller. Im Keller war ein Büro und es gab drei weitere Türen, auf denen jeweils stand: Zombie-Bomb-Madness. Als ich das Kleingedruckte darunter gelesen habe, ist mir klar geworden worum es wirklich geht.

Wir kamen in den Zombie-Raum, bekamen ein paar Regeln und Anleitungen und dann begann die Uhr zu ticken. Wir hatten 60 Minuten Zeit im Raum versteckte Hinweise zu finden, um eine weitere Tür aufzumachen, die uns zum „Labor“ brachte, in dem wir die Formel für das Heilmittel zu Ende zu bringen konnten.

Den ersten Raum hatten wir relativ schnell hinter uns, aber beim Zweiten mussten wir einen von unseren fünf verfügbaren Jokern einsetzen. Hier waren die Aufgaben ziemlich knifflig, aber schlussendlich haben wir es gemeinsam geschafft in nur 37Minuten und konnten die Welt retten!

Zum Schluss dürften wir unsere Namen auf die schon vollbeschmierten Wände im Eingangsraum schreiben und es gab ein Gruppenfoto. Anschließend marschierten wir stolz heraus!

(Bericht: Wesal)

Nikon- Fotoworkshop: Belichtung, Blende & Co

An einem regnerischen Samstag trafen sich fünf StipendiatInnen und zwei Jugendliche von der Lernhilfe des Start- Alumni Vereins TANMU für einen von NIKON organisierten Fotoworkshop. Jeder bekam eine Spiegelreflexkamera, wenn er nicht ohnehin eine eigene hat und dann gings los mit dem Workshop. Zuerst befassten wir uns mit dem Objektiv. Dem Zoom, der uns ermöglicht Dinge, die ganz weit weg sind, nah erscheinen zu lassen, durch ein Teleobjektiv. Und, wie der Weitwinkel uns ermöglicht mehr zu sehen, als wir mit unserem bloßen Auge wahrnehmen können. Die Belichtung wird durch die Verschlusszeit geregelt, also wie viel Licht bekommt unser Sensor. Will man schnelle Bewegungen einfangen, muss man eine kurze Verschlusszeit wählen. Wählt man eine lange Verschlusszeit, wird das Foto eher unscharf.

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Die Blende regelt die Lichtmenge. Will man also ein Porträt von einer Person oder einem Objekt machen, dann macht man die Blende auf und erreicht so, dass Objekt oder Person scharf sind und der Hintergrund unscharf. Das bedeutet, dass das Bild wenig Tiefenschärfe hat. Will man z.B. eine Straßenszene einfangen, macht man die Blende eher zu, dadurch wird die Tiefenschärfe höher und das gibt einem die Möglichkeit mehr Details am Bild zu erkennen.

Die ISO- Empfindlichkeit bestimmt Wieviel Licht der Sensor braucht, um ein gutes Bild zu schießen. Je empfindlicher der Sensor, desto weniger Licht braucht er, aber die Kehrseite ist, dass durch je höher die Empfindlichkeit, desto gröber das Foto. Das heißt die niedrigste Empfindlichkeit bedeutet die beste Bildqualität. Das und viele mehr lernten wir an diesem Tag.

Zu Mittag hatten wir eineinhalb Stunden Zeit draußen zu fotografieren. Zum Glück regnete es nicht mehr und es war noch hell genug. Alle Fotos, die wir geschossen hatten, schauten wir uns dann gemeinsam am Beamer an und besprachen, ob die Einstellung gepasst hat, was besser hätte sein können etc. Es war spannend zu sehen, wie verschieden wir alle die gleichen Motive fotografierten.

Zum Abschluss gingen wir nochmal raus und machten Porträtfotos. Es war ein wirklich toller Workshop und wir möchten uns ganz herzlich bei den beiden Trainern Bernhard Wolf und Fabian Gasperl für die großartige Betreuung bedanken. Ein großes Dankeschön geht auch an Nikon, die uns diesen schönen Tag ermöglicht haben!

Hier ein paar Eindrücke:

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©Parinaz Poor Yazdanpanah Kermani

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©Harjivan Bhullar

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©Seda Scheripova

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© Nada

Politische Bildung in Berlin

Jedes Jahr ermöglicht START den Stipendiaten und Stipendiatinnen, die ein Jahr vor der Matura stehen, Deutschlands Hauptstadt zu besuchen und der Geschichte und Politik Berlins besser kennenzulernen. Heuer fand die Berlinwoche in den Osterferien vom 21.03-25.03 statt.

Nachdem am Flughafen Berlin Tegel die Stipis und BetreuerInnen der verschiedenen Bundesländer aufeinander trafen, ging es gemeinsam zum Hostel, wo wir das Gepäck abladen und uns austauschen konnten. Dann ging es schon zum gemeinsamen Abendessen.

Die Tage der Berlinwoche waren voll mit interessanten Führungen und Workshops. So gingen wir am ersten Tag zu einem ehemaligen Stasi-Gefängnis/der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, wo wir von Zeitzeugen durch das Gebäude geführt wurden. Uns wurden die verschiedenen Zellen und Verhörsäle nicht nur gezeigt – in jedem Raum wurde uns eine wahre Geschichte  bzw. die persönlichen Eindrücke und Erinnerungen der Zeitzeugen dazu erzählt. Nach dieser beeindruckenden Führung bekamen wir den Nachmittag frei, um uns selber in Berlin umzusehen. Einige Stipis nutzen die freie Zeit, um das Pergamonmuseum zu besuchen – ein Museum, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

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Am Abend trafen wir uns im Maxim Gorki Theater, wo wir uns die Vorstellung ,,In unserem Namen‘‘ ansehen durften. Das Theater stellte das Thema Flucht sehr originell dar und ermöglichte am Schluss sogar den direkten Austausch mit den Darstellerinnen und Darstellern.

Der Mittwoch beschäftigte sich mit der Flucht und der Ermordung der Juden. Passend dazu besuchten wir zwei Workshops. Der erste fand im Jüdischen Museum statt und stand unter dem Thema ,,Gehen oder bleiben? ‘‘. Nach ein paar auflockernden Spielen, die sich ebenso um das Thema Flucht drehten, durften wir in Kleingruppen Bilder, Briefe, Telegramme, Gesetzte und sogar Zeugnisse analysieren. Abschließend wurden wir durch das Gebäude geführt und bekamen dann noch die Möglichkeit, uns selber umzusehen. Besonders gefiel uns der Garten sowie der Holocaust – Tower.

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Der zweite Workshop fand am späten Nachmittag beim Mahnmal für ermordete Juden Europas statt. Wieder in zwei Gruppen aufgeteilt, wurde uns etwas über das Denkmal selbst erzählt. Im Anschluss sollten wir durch die Ausstellung gehen und ein Kleingruppen Arbeitsaufträge erledigen. Die Aufträge führten uns durch vier Räume: Raum der Dimensionen, der Familien, der Namen und der Orte. Jeder Raum erzählte Geschichten, die uns berührten. Zum Abschluss wurden die erarbeiteten Informationen vor der Gruppe vorgestellt. Mit einem gemeinsamen Abendessen ging dieser doch sehr traurige aber informative Tag zu Ende.

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Um die Politik Deutschlands drehte sich der gesamte Donnerstag. Unser erstes Ziel war der Bundesrat, wo man uns kurz durchs Gebäude führte und uns über die Geschichte des Bundesrats erzählte. Besonders imposant zeigten sich die drei Grazien, die auf der Decke um uns herum ,,tanzten‘‘. Nachdem wir das Gebäude gesehen hatten, konnten wir unser Wissen über die Politik Deutschlands zeigen – einige ergriffen diese Möglichkeit. Parallel dazu frischten wir unser Wissen über das System in Österreich auf und versuchten, Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszufinden. Dann kamen wir ins Spiel und das wortwörtlich. Die Stipis wurden zu Abgeordneten der Bundesländern und durften in einem Rollenspiel rhetorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Unser Thema bzw. unser Gesetz war die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren sowie das dazugehörige Adoptionsrecht. In nur fünf Minuten sammelten wir Argumente und stellten sie vor. Nun konnten wir uns besser vorstellen, wie Gesetzte bestimmt werden.

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Das zweite Ziel war der Bundestag, den wir nach einem kurzen Spaziergang vorbei am Brandenburger Tor erreichten. Hier erwartete uns eine Führung durch verschiedene Säle und Räume des Gebäudes. Unsere Fragen rund um das Gebäude und den Bundestag wurden beantwortet und somit das Thema Politik wieder ein Stück näher gebracht. Der Höhepunkt der Führung war die Kuppel, die uns einen Blick über Berlin gewährleistete. Beim Abendessen konnten wir uns mit einer Alumna, die in Berlin studiert austauschen und ihr Fragen rund um das Thema leben und studieren stellen.

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Vor der Abreise, am letzten Tag, sammelten wir Eindrücke, wie das Leben während der Zeit, in der Deutschland getrennt war, ausgesehen hat. Dazu hatten wir exklusive Zeitzeugen. William und Elizabeth Dearstyne, Bill und Maude, konnten über ihre Besuche in Berlin erzählen. So gingen wir zu einem Geisterbahnhof sowie zu einen noch erhalten gebliebenen Teil der Mauer. Auch hier bekamen wir einen Blick von oben – dieses Mal die Mauer. Die letzten Stunden hatten wir die Möglichkeit, die East-Side-Gallery zu besichtigen.

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Ich bedanke mich im Namen aller Stipendiaten und Stipendiatinnen bei der START-Stiftung, bei den Paten, den Unterstützern, den BetreuerInnen sowie bei William und Elizabeth Dearstyne, die uns diese Reise ermöglicht bzw. uns dabei begleitet haben. Wir können viel Wissen über Geschichte und Politik mitnehmen!

,,Mir hat wirklich alles gut gefallen! Alles war gut organisiert und besonders die Gedenkstätten haben mich sehr berührt. Es wurde mir bewusst, wie schlimm die Zeit gewesen ist!‘‘ – Ceyda Molu

Bericht: START-Vorarlberg Stipendiatin Sarah Mehtic

Hemayat Workshop: Einführung in die Psychotraumatologie

“Was ist ein Traumata genau und was löst es in unserem Körper aus bzw. was kann man dagegen tun?”- Diese Frage beschäftigte uns alle an diesem Samstagvormittag. Ricarda Perz und Sonja Brauner versuchten uns dieses hochkomplexe Thema der Psychotraumatologie, anhand von einer Präsentation und eigenen Erfahrungsberichten zu vermitteln. Wir sprachen über die verschiedenen Arten von Trauma und was diese auslösen können. Eine Graphik fand ich besonders eindrucksvoll und sie half mir besser zu verstehen was ein Trauma mit einem macht: Man sah den Kopf eines Jungen mit den Bereichen Erinnerung, Sprache und Planung. Diese waren durch einen Stacheldrahtzaun abgegrenzt von einem anderen Bereich seines Gehirns wo ein brennendes Haus mit einer Feuerwehr zu sehen war. Der Junge blickte auf ein Feuer. Und durch diese Wahrnehmung des Feuers wurde das brennende Haus in seiner Erinnerung so präsent, dass er keinen Zugriff mehr auf die anderen Bereiche seines Gehirns nehmen konnte. Ob so ein Trauma je ganz weggehen kann? Die beiden Hemayatbetreuerinnen erzählten uns an dem Tag viel über Methoden und wichtige Faktoren, die zu einer Stabilisierung nach Traumata führen, wie z.B. Therapie, soziales Netz, Beschäftigung, Sport. Es war ein faszinierender Vortrag mit vielen neuen Informationen, die wir erstmal verarbeiten mussten. Nach einer Pause musste sich jeder überlegen 1. Was ist seine/ihre Motivation zu helfen? 2. Was sind seine/ihre Stärken beim Helfen? 3. Was muss man mehr trainieren, um seine Kräfte zu schonen und bewusster einzusetzen? Dann gingen wir in Gruppen zusammen und sollten anhand eines Beispiels aus unserem KlientInnen-/Bekanntenkreis überlegen was für die Person wichtig wäre. Was braucht die Person in seiner/ihrer Situation? Was könnten wir ihm/ihr geben? Und was brauchen wir für uns, um umzugehen mit der Situation? Es war ein wirklicher spannender, sinnvoller Samstag. Ich hab einige Zeit gebraucht, um all die Informationen ankommen zu lassen. Aber jetzt sind sie da und es ist toll jetzt mit etwas mehr Wissen über das Thema nachdenken zu können. Vielen Dank an Sonja Brauner und Ricarda Perz für diesen nachhaltig interessanten Workshop!

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START-Salzburg – Ein Tag auf der Piste!

Die Stimmung war heiter, das Wetter nicht ganz so, am diesjährigen START-Salzburg Skitag im Skigebiet Almwelt Lofer im Salzburger Pinzgau. Gemeinsam erlebten 15 StipendiatInnen und Alumni aus Salzburg und Wien einen unvergesslichen Tag auf der Piste. Die SkianfängerInnen wurden dabei von einer erfahrenen Skilehrerin in die Sportart eingeführt. Während die geübten StipendiatInnen an Haltung und Technik arbeiteten, suchte eine andere Gruppe neue Herausforderungen im Snowboardkurs. 

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Die Stipendiatinnen Paula und Zehiye berichten:
Der START Ski- und Snowboardtag fand dieses Jahr am 06.03.2016 im Skigebiet Almwelt Lofer statt. Wir haben uns alle um 7:45 Uhr beim Hauptbahnhof getroffen und sind gegen 8:00 Uhr nach Lofer losgefahren. Trotz einer Stunde Fahrt ist die Zeit schnell vergangen, da wir uns alle gut unterhalten haben. In Lofer angekommen haben wir bei der Skischule Herbst Ski- und Snowboardsachen ausgeliehen und sind dann gleich mit der Gondel auf den Berg gefahren den. Oben angekommen haben wir uns dann in verschiedene Gruppen, wie Ski-Anfänger Ski-Fortgeschrittene und Snowboard-Anfänger eingeteilt.
Der Tag war zwar ziemlich anstrengend, da man nach einiger Zeit auf der Piste ziemlich erschöpft ist, aber dennoch fanden wir, dass es sehr schön war einen solchen Ausflug gemacht zu haben. Es war ein gutes Gefühl, mal wieder (oder für manche zum ersten Mal) auf der Piste zu stehen und ski- oder snowboardzufahren. Wir konnten als START-Gruppe wieder einmal etwas gemeinsam unternehmen und haben uns über den Besuch der StipendiatInnen Faeq und Sohela aus Wien sowie der Alumnis Snezana, Tania und Stefan sehr gefreut. Die Stimmung war sehr fröhlich und wir haben uns alle gut verstanden. Beim Ski- und Snowboardfahren ist vor allem bei einem Sturz die Hilfsbereitschaft sehr wichtig und diese kam bei den Stipis am Sonntag deutlich zum Ausdruck.

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Die Heimreise ist noch schneller als die Hinreise vergangen. Die meisten von uns waren sehr müde und haben sich im Bus ausgeruht. Wir sind gegen 18:00 Uhr wieder am Hauptbahnhof in Salzburg angekommen. Solche Ausflüge sind sehr bedeutungsvoll für uns, weil man als Gruppe etwas unternimmt und der Kontakt zwischen den StipendiatInnen dadurch aufrechterhalten wird. Außerdem haben wir alle immer Spaß zusammen und verbringen gerne gemeinsam Zeit miteinander.

Weiterer Stipendiatinnen über den Skitag:
Kristina: Der Skitag war echt super, es war eine lockere Stimmung und die Pisten waren auch toll. Vor allem der gemeinsame Spaß am Fahren und das Helfen, wenn jemand gestürzt ist, waren sehr schön mitzuerleben.
Hevi: Der Skitag war wirklich witzig, vor allem das Snowboarden mit Dani verlief besser als erwartet. Auch wenn wir öfter als uns lieb war Bekanntschaft mit dem Schnee gemacht haben, konnten wir am Ende des Tages zumindest auf der kleinen Übungspiste snowboarden – und das sogar ohne Sturz.

Snowboarder mit Dani Hevi

Stefan STeffi Tania Snowboarder
Steffi: Der Ski- und Snowboardtag war für mich etwas anstrengend, da viel Energie benötigt wurde und weil die Anfänger einen Crash-Kurs gehabt haben, in dem man alles was normalerweise in drei Tagen gelernt wird, an einem Tag gelernt haben. Aber dennoch hatte ich viel Spaß gehabt. Und Spaß ist in dem Fall das wichtigste.
Sohaila: Es war sehr witzig, man konnte die Alumnis besser kennenlernen. Es war voll cool, dass die Wiener da waren. Wir hatten viel Spaß an dem Tag. Am Anfang hatte ich keine Lust mehr, Skifahren zu lernen, weil es anstrengend war, doch mit der Zeit hatte ich immer mehr Spaß daran. Am Ende des Tages konnte ich endlich Skifahren, worüber ich sehr stolz und glücklich bin.
Zehiye: Ich war schon sehr lange nicht mehr Skifahren und war deshalb sehr aufgeregt. Ich war bei den Fortgeschrittenen dabei und mit Hilfe und Tipps konnte ich wieder gut fahren. Trotz meiner Stürzte am Anfang hatte ich sehr Spaß und bin froh das ich mitgegangen bin.

Gruppe

Wir danken der Gemeinde Lofer und insbesondere Bürgermeister Norbert Meindl für die Tagesskipässe. Ein herzlicher Dank gilt auch Hans Millinger für Begleitung und Unterstützung der StipendiatInnen beim START-Skitag.

Wir sind hier! Wir sind Wien!

45 aktuelle und ehemalige Stipendiat_innen von START-Wien werden im Buch „Wir sind hier. 45 Geschichten. 45 Jugendliche. 45 Orte in Wien.“ präsentiert. Noch viel mehr kamen am 3.3.16 in die Wiener Hauptbücherei am Gürtel – der Veranstaltungssaal platze aus allen Nähten und „soviel Jugend haben wir selten bei unseren Buchpräsentationen“ stellte der Mandelbaum Verlag, in dem das Buch erschienen ist, fest.

Eröffnet wurde die Präsentation von US Botschafterin Alexa Wesner, die das START-Programm bereits einige Jahre begleitet und ab diesem Jahr auch finanziell fördert. Ihre beiden Länder, Österreich und die USA, könnten von unseren Jugendlichen viel lernen. Ebenso wie ihre Kinder, denen sie die Geschichten abends vorlesen möchte, zum Deutschlernen. Worüber wir uns natürlich besonders freuen.
Anschließend begrüßte Stadträtin Sandra Frauenberger (Jugend, Bildung, Frauen und Integration), die für das Buch einen Gastbeitrag verfasste. Wien war schon immer eine Stadt, die von Migration positiv geprägt wurde und mit und an ihr gewachsen ist. Dies wird auch weiterhin so sein – und das ist gut so!
Die Podiumsdiskussion mit Hikmet Kayahan (Gastautor), Luna Al-Mousli und Katrin Triebswetter (Autorinnen) und Sohela Tavakoli, Aida Kaltak, Jaafar Bambouk (Protagonist_innen im Buch) griff diese Themen auf und ergänzte sie um persönliche Beispiele, verschiedene Perspektiven und Vergleiche zu anderen Städten, in denen die Podiumsteilnehmer_innen bereits gelebt haben. Fazit: Wir sind die Stadt. Wir sind viele. Und wir würden, würden wir von Wien wegziehen, vor allem eines mitnehmen: Die Offenheit.

Im Anschluss an die Diskussionsrunde wurden zahlreiche Fragen aus dem Publikum gestellt und diskutiert, weiter ging es dann bei Getränken in kleineren Gesprächsrunden.
Und die Geschichten gehen weiter! Josipa, deren Lieblingsort der Dschungel Theaterhaus für junges Publikum ist, unterhielt sich lange mit der neuen Intendantin des Theaterhauses. Roma, Büchereiliebhaberin, signierte zahlreiche Bücher für die Mitarbeiter_innen der Büchereien Wien, darunter Leiterin Elke Bazalka, die ebenfalls begrüßte. Und Bashir, dessen Lieblingsort der DC Tower ist, darf sich bald auf eine Spezialführung im Hochhaus freuen – organisiert nur für ihn <3

Es war ein großartiger Abend und wir freuen uns sehr, auf alles, was mit euch und auf Basis dieses tollen Netzwerkes noch entstehen kann und wird!

Das Buch:
Wir sind hier. 45 Jugendliche.45 Geschichten.45 Orte
160 Seiten, mehr als 100 Abbildungen
Mandelbaum Verlag, 19,90 €
im Buchhandel oder per eMail bestellen: hier

www.wirsindhier.wien

Pressespiegel (Auszüge):
inwien.at (25.2.2016)

wien.orf.at (2.3.2016)

volksgruppen.orf.at (2.3.2016)

Kurier (5.3.2016)

Kronen Zeitung (6.2.2016)

 

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(c) alle Bilder: Marie-Christine Gollner-Schmid – Danke, dass du bei deiner eigenen Buchpräsentation auch noch fotografiert hast!

Berlinvorbereitung: Besuch im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes

21 Tage vor der Berlinreise besuchten elf StipendiatInnen das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes. Wir genossen einen sehr aufschlussreichen, spannenden Workshop mit Andreas Peham. Zuerst besprachen wir, wie Hass auf eine Bevölkerungsgruppe geschürt werden kann. Und, dass sich die Nazis damals diesen Hass, den Antisemitismus, der schon seit Jahrtausenden in den Köpfen der Menschen vorhanden ist, zu Nutze gemacht haben. Das DÖW beschäftigt sich sowohl mit den Themen: Widerstand und Verfolgung, Exil, NS-Verbrechen, insbesondere Holocaust und NS-Medizinverbrechen, NS- und Nachkriegsjustiz, Rechtsextremismus nach 1945, Restitution und Entschädigung nach 1945. Mit Andreas Peham hatten wir einen begeisterten, ruhelos wissbegierigen Hüter des Nicht- Vergessens und der Wachsamkeit gegenüber rechtsextremen Bewegungen. Er begleitete uns auch durch die Dauerausstellung des DÖW, diese dokumentiert die Vorgeschichte des Nationalsozialismus ebenso wie Widerstand und Verfolgung in der NS- Zeit und die Aufarbeitung der NS- Vergangenheit nach 1945. Sie ist die einzige Ausstellung in Österreich, die sich in dieser Breite mit der Thematik befasst. Nach unserem lehrreichen Nachmittag gingen wir alle mit einem ganzen Schwung neuem Wissen und inspiriert durch die wesentliche und beeindruckende Arbeit des DÖW nach Hause.

Danke an das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und vor allem an Andreas Peham!

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Beginn des neuen Semesters mit dem START- Österreich Bildungsseminar

Zur Hälfte des Schuljahres trafen sich um die 100 Start- Stipendiaten aus Wien, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg zum Bildungsseminar. Zwei Mal pro Schuljahr bietet sich hier, im Bildungshaus Schloss Puchberg, die Möglichkeit alle wiederzusehen und gemeinsam in spannenden Seminaren neue Fähigkeiten zu entdecken oder auszubauen. Dieses Mal gab es folgende Seminare:

  • Rhetorik & Präsentation
  • Peermediation
  • Gruppenmoderation
  • Einführung in die wissenschaftliche Textarbeit
  • Gruppe & Konflikt
  • Bühnenpräsenz

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Nach der Ankunft und großer Wiedersehensfreude gab es für alle endlich Abendessen. Danach besprachen sich die StipisprecherInnen mit allen Landeskoordinatorinnen, denn an diesem Wochenende soll für jedes Bundesland ein/e StipisprecherIn und ein/e StellvertreterIn gewählt werden und ein/e VerbundsprecherIn für alle Bundesländer. Es wurden die Aufgaben und die Erfahrungen des letzten Jahres ausgetauscht. Vor allem die Gestaltung der Touren in den verschiedenen Bundesländern und wie man diese in Zukunft besser organisieren kann. Danach versammelten sich alle im großen Saal. Faeq und Fatih hatten eine Präsentation zur Wien- Tour zusammen geschnitten, mit dem besonderen Highlight “Zareh der Selfiestar”. Dann präsentierte uns Katrin Bernd die Fotos des Start- Balls, der Anfang Februar in Wien stattgefunden hatte, und den Sommercampus, der jedes Jahr in Deutschland stattfindet.(https://www.start-stipendium.at/fortschritt-bewegt-die-welt-von-morgen-bericht-vom-sommercampus-2015/) Den ersten Abend ließen wir gemütlich mit Spielen ausklingen. Am nächsten Tag gings nach dem Frühstück gleich um 9 Uhr mit den Seminaren los. Dank der langjährig bei START aktiven TrainerInnen haben die StipendiatInnen viele hilfreiche Informationen und Schulungen erhalten,

welche sie in ihrem Schulalltag und auch künftig gut anwenden können. Die Landeskoordinatorinnen besprachen derweil zusammen mit William Dearstyne über die Pläne für das nächste Jahr. Vor dem Abendessen hatte jedes Bundesland noch eine extra Besprechung, wo die StipisprecherInnen-Wahl durchgeführt wurde. Nach dem Abendessen wurde das Abendprogramm mit der Vorstellung der neuen StipisprecherInnen und StellvertreterInnen aus allen Bundesländern gestartet und aus diesen dann der Verbundsprecher Faeq aus Wien gewählt.

Wien: Faeq & Marenah

Oberösterreich: Soritta und Zareh

Salzburg: Maria Consuelo & Suhaila

Vorarlberg: Ceyda und Sarah

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Foto: Übergabe- Die neuen und alten StipisprecherInnen

Nach dem Abendessen war der bunte Abend angesagt. Zuerst wurden die neuen Stipisprecher begrüßt und danach konnte jeder sein Talent vorzeigen wie Tanzen, Singen, auf ein Instrument spielen oder ein Theaterstück vorzuführen. Ein paar aus meiner Gruppe und ich, führten einen Kömodie-Romanze-Scetch vor. Der Abend war wirklich bunt. Es gab verschiedene Tänze aus anderen Kulturen zu sehen und auf vier verschiedene Sprachen gesungen. Soso stellte ihren Projekt dar, in dem sie mit fremde Menschen redet und fotografiert. Es wurde als Stranger bezeichnet. Nach dem Programm haben sich alle wieder selbst beschäftigt. Am Sonntag nach dem Seminar versammelten sich wieder alle im Festsaal wo die Gruppenfotos der jeweiligen Seminar gemacht wurden. Die Stipisprecher hatten sich auf der Bühne versammelt und besprochen, in welchen Bundesland (Vorarlberg und Salzburg) die Winter- bzw. Sommertour stattfinden sollte. Nachdem sich alle ganz schnell einig waren, findet der Sommertour dieses Jahr in Vorarlberg und der Wintertour in unseren Bundesland.

Meinungen der StipendiatInnen zu den Seminaren:                                                          „Das Seminar war sehr interessant und informationsreich. Es hat sehr viel Spaß gemacht und wir konnten viel für den Alltag mitnehmen.”(Gruppe und Konflikt)

„Da manche schon fertig waren mit der VWA, konnten nicht alle das neu Gelernte direkt in ihrem Thema anwenden. Doch trotzdem war es interessant, wie schnell man Fragen zu seinem Thema bekommen kann, wenn man Brainwriting mit mehreren Personen macht.”(Einführung in die wissenschaftliche Textarbeit)

„Wir hatten alle viel Spaß in diesem Seminar, wie der Begriff schon sagt, lernten wir, wie wir am besten auf der Bühne präsentieren können. Es wurde auch sehr emotional, als wir über unsere traurigsten Erlebnisse erzählten. Wir konnten viel vom Seminar mitnehmen.” (Bühnenpräsenz)

 

Danke auch an Marina und Blerta für die köstlichen START- Kuchen!

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Buddy-Projekt der Wiener Stipendiat_innen und Alumni

Jugendliche mit Fluchtgeschichte sind oft isoliert und haben wenig Anschluss außerhalb ihrer Einrichtung. Dies trifft besonders für unbegleitet minderjährige Flüchtlinge zu, die nicht auf ihre Familien zurückgreifen können und alleine in Österreich sind. Viele der (ehemaligen) START-Stipendiat_innen wissen dies aus eigener Erfahrung. Sie engagieren sich bereits zahlreich für jugendliche Flüchtlinge, unterstützen sie bereits persönlich beim Ankommen und Fuß fassen in Wien oder sind als Dolmetscher aktiv. Dieses bereits vorhandene Engagement wollen wir nun verstärkt unterstützen und weiter ausbauen mit dem neuen START-Wien Buddy-Projekt für jugendliche Flüchtlinge.

Flucht ist eine traumatische Erfahrung, dieses Trauma kann sich bei den Flüchtlingen unterschiedlich auswirken. Aufgrund der eigenen Erfahrung als Flüchtlinge sind sie prädestiniert dafür, gegenwärtig ankommenden jungen Flüchtlingen den Weg zur Integration in die österreichische Gesellschaft zu erleichtern. Sie sind die besten Vorbilder, dass es möglich ist, gut in Österreich Fuß zu fassen und können mit ihrem eigenen Erfahrungsschatz wertvolle Tipps geben. Dies unterstützt auch bei einer positiven Verarbeitung des Fluchttraumas. Dafür braucht es aber ein solides Netz an Unterstützung, Beratung und Austauschmöglichkeiten und wir freuen uns sehr, dass wir mit HEMAYAT einen großartigen Kooperationspartner gefunden haben, der auf Basis langer Erfahrung unsere Jugendlichen bestens unterstützen kann! Zudem werden wir nach Bedarf Fortbildungen anbieten, z.B. zur Erkennung von Traumata, zum Asylrecht (und dessen geplanten Änderungen), zu Möglichkeiten, für sich selbst zu sorgen und sich, wo notwendig, auch abzugrenzen uvm.

Anna, Lehrende beim START-Alumni-Projekt „Tannmu“ und Gründerin des Vereins „Integradsion“ berichtet vom zweiten Abend:

„Bei unserem zweiten Abend mit Ricarda und Sonja von Hemayat sprachen wir vor allem über die Rolle der Familie in unseren Entscheidungen.

Welche Aufgaben stellen unsere Familien uns für Alltag und Zukunft und mit was beauftragen sie uns für unser Leben? Wir tauschten uns aus und es war spannend zu hören, wie bei allen die Situation so anders ist und doch bei jedem/jeder der gleiche Wunsch und die gleiche Angst aufkommt: Der Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung und doch die Angst damit den Familienbund und die Struktur kaputt zu machen.

Wir sprachen auch über Dankbarkeit, da nicht jeder das Glück hat seine Familie da zu haben. Manche von uns müssen seit Jahren ohne diesen Rückhalt auskommen. Es war wieder ein toller Abend, mit vielen neuen, spannenden Aspekten und wir freuen uns auf das nächste Mal!”

START-Wien zu Besuch bei der Rechtsanwaltskanzlei CMS Reich-Rohrwig Hainz

Mit die spannendsten Veranstaltungen bei START sind diejenigen, die einen „Blick hinter die Kulissen“ bieten. Am 15.2.16 waren wir bei der großen Kanzlei CMS Reich-Rohwig Hainz Rechtsanwälte GmbH eingeladen und durften von Dr. Gregor Famira, Partner und Gründer der CMS-Büros in Zagreb und Ljubljana, aus erster Hand erfahren, was es heißt, Anwalt zu sein und welcher Weg dorthin führen kann.

Der Einstieg begann humorvoll: „The first thing we do, let’s kill all the lawyers.“ Ein bekannter Witz unter Rechtsanwälten, bei dem Dick the Butcher aus Shakespeares Stück “Henry VI“ zitiert wird, der damit gegen korrupte Juristen wettert. Schließlich steht das Recht als Wissenschaft und Praxis für Unabhängigkeit, Verschwiegenheit, Präzision und der Wahrung des Rechts. Sie sind der Sache – und ihren KlientInnen verpflichtet.

Wie jedoch kann ein Weg aussehen, der zum Beruf „Jurist“ führt? Welche Anforderungen werden an BerufsanwärterInnen gestellt und wie sieht ein Arbeitsalltag in der Kanzlei aus? Nach einer Einführung über das Studium, die darauf aufbauende Zeit als BerufsanwärterIn und die Zulassungsprüfung erzählte Herr Famira den SchülerInnen sehr persönlich über seinen Werdegang, die vielen positiven und erfüllenden Seiten seines Berufslebens, aber auch die Herausforderungen, die sich in einem solch anspruchsvollen Beruf stellen.

Wir haben viel über die Liebe zur Sprache und zur Genauigkeit gesprochen, herausgefunden, warum das Verfassen einer Email auch mal eine Stunde dauern kann, über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf diskutiert und waren uns einig, dass die Freude am Lernen nicht nur für den Beruf des Juristen wichtig ist, sondern uns alle verbindet und immer bereichernd ist im Leben.

Ein großes Dankeschön an unseren Förderer CMS Reich-Rohrwig Hainz, besonders an Herrn Dr. Famira und Frau Mag.a Lastro für diesen informativen Abend und die Offenheit und Diskussionsfreudigkeit, mit der Sie fast zwei Stunden lang alle unsere Fragen beantwortet haben!

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Start- Wien Ball 2016

Dieses Jahr fiel der Start- Wien Ball in eine sehr angenehme frühlingshafte Nacht. Die Wiener Stipendiaten und Alumnis und ein paar Jugendliche von Tanmu tanzten den Ball in einer Quadrille ein, doch im Laufe des Abends sollten auch einige Stipendiaten aus Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg das Tanzbein schwingen. Getanzt wurde überhaupt sehr viel auf diesem Ball.

Der ganze Saal versammelte sich zur gemeinsamen Quadrille, deren Tempo immer mehr gesteigert wurde, bis sich alle bewegten wie in einem alten Schwarzweißfilm. Auch den Charleston konnte man an diesem Abend von Katrin Bernd und Katrin Triebswetter erlernen, die diesen sehr gekonnt auf der Bühne vorzeigten. Auch sehr beliebt war die Tombola, wo jedes Los gewann und der Fotostand, der auch gleich die Fotos ausdruckte. Der war sogar so gut besucht, dass das Gerät irgendwann überfordert keine Fotos mehr rausrücken wollte. Es war ein wirklich schöner Abend und es war toll wie viele Leute gekommen sind. Danke an alle, die mit guter Laune und Energie den Abend so schön mitgestaltet haben!

Danke auch für die Moderation an Ara Karapetyan und Lisa Dzabrailowa!

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Weitere Fotos finden Sie hier:
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Die Fotos vom Fotostand finden Sie hier:
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Studienberatung für die START-Österreich Stipendiat_innen

Was soll ich studieren? Was könnten Alternativen zu meinem Wunschstudium sein? Wo kann ich das eigentlich studieren? Und wie finanziere ich mir die Zeit des Studiums?
Große und schwierige Fragen, mit denen sich alle START-Stipendiat_innen früher oder später auseinandersetzen müssen. Gut, dass wir bereits rund 150 Alumni haben, die mit all ihren Studienerfahrungen unseren aktiven Stipendiat_innen zur Seite stehen.

Mit gut 50 Stipendiat_innen und Alumni fand am Abend des 6.2. wieder die Studienberatung statt. Es gab, nach einer kurzen Information zu den verschiedenen Möglichkeiten der Finanzierung des Studiums, mehrere Tischgruppen an denen Studierende über Fächer aus den Life Sciences, Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Recht, Geistes- und Sozialwissenschaften und den Künsten berichteten. Außerdem gab es wertvolle Tipps von Alumni, die ihr gesamtes Studium im Ausland absolviert haben oder gerade von einem ERASMUS-Semester zurück nach Wien gekommen sind.

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Aber damit hört die Studienberatung noch nicht auf. Denn Erfahrungen aus erster Hand können so schnell nichts ersetzen! Die Alumni bieten daher allen Stipendiat_innen an, gemeinsam mit ihnen einen „Schnuppertag“ an der Universität oder FH zu verbringen und Vorlesungen zu besuchen, sich bei der Studierendenvertretung weitere Informationen einzuholen und einfach mal ein bisschen Uniluft zu atmen.

Vielen Dank an alle Alumni, die an diesem Abend gekommen sind und ihren Erfahrungsschatz geteilt haben – und auch an die, die derzeit nicht in Wien sind, unseren Stipendiat_innen aber via Skype oder Mail als Ratgeber_innen zur Verfügung stehen!

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„Folge dem Licht!“ – START-Wien Stipendiat_innen bauen Roboter

In den Semesterferien gab es für die START-Wien Stipendiat_innen einen ganz besonderen Kurs. PRIA, das Practical Robotics Institute Austria, bot eine viertägige Ferienakademie, in der zwei verschiedene Arten Roboter gebaut wurden:

BYObots, analoge, also rein auf Elektronik basierende Roboter, die die Jugendlichen sogar mit nach Hause nehmen konnten. Der perfekte Einstieg für alle Bastler_innen, die einen intelligenten Roboter bauen möchten. Hier lernten wir alles, was nötig ist, um einen Roboter zu bauen, der nur mithilfe analoger Bauelemente von sich aus dem Licht folgt.

Die nächste Stufe war botball, ein Programm, dass die NASA für Jugendliche entwickelt hat und mit dem relativ einfach „richtige“ Roboter programmiert werden können. Begonnen wurde mit den Grundlagen der Programmiersprache C bei. Quasi nebenbei lernten wir die Grundlagen der Sensorik und Aktorik (denn mit Sensoren „sieht“ der Roboter seine Umgebung und Aktoren sind für die Bewegungen der Roboter verantwortlich). Anhand eines ein komplettes Sets an Bauteilen (der Staubsaugerroboter Create der Firma iRobot, 2 Controller des Botball-Programms, Lego und Metallteile und viele verschiedene Sensoren und Aktoren) ging es dann ans bauen, programmieren und – letztendlich – erfolgreich fahren, greifen uvm. lassen.

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Ein spannender Workshop, der auch Inspiration für weiteres Ausprobieren zu Hause war, wie zwei Teilnehmer berichten:

“Ach, wie schön war es dort! In der Welt der Strände. Doch die Strände, von denen hier die Rede ist, sind keine, die aus Sand bestehen und eine grandiose Möglichkeit für einen schönen Sonnenuntergang bieten. Diese Strände bestanden aus Schrauben verschiedenster Arten. Ja, ich wage es sogar zu schreiben, dass es nicht nur die Strände waren, die aus Schrauben waren. Diese ganze Welt war aus kalten, nicht-lebendigen Metallen. Doch diese kalte Welt bot warmherzig viele Abenteuer an.
Das ist die Welt der Roboter, die wir vom START während der Semesterferien ansehen und erleben durften. Denn während dieser Zeit besuchten wir einen Roboter- und Programmierkurs in einem TGM, wo wie vieles über die Roboter und ihre Programmierung gelernt haben. Begonnen hat das Ganze mit einem kleinen Controller, der später große Wirkungen zeigte. Man gebe die Befehle durch den Computer in den Controller ein und verbinde den Controller mit den Motoren. Und schon hat man ein Roboter. So einfach ist der Prinzip. Doch wie man tatsächlich die Befehle einschreiben muss und welches Programm man für die Befehlseingabe benutzen muss, ist alles anderes als einfach. Diese Hindernisse haben wir aber auch überwunden und haben uns somit unzählige Roboter erschaffen. Einer, der im Quadrat ging, einer, der Objekte heben konnte etc.

Am letzten Tag des Kurses durften wir sogar einen Roboter, der dem Licht folgt, nach Hause mitnehmen. Dieser Roboter brauchte keine Programmierung. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass dieser Kurs sehr viel Spaß machte. Anschließend möchte ich auch sagen, dass die von uns gebauten Roboter mit keiner Invasion begonnen haben, naja auf jeden Falls noch nicht!” (Parsa)

„Auf einen Workshop habe ich sehnsüchtig gewartet. Das Roboter bauen und programmieren. In den Semesterferien war es dann soweit. Jeder von uns hat einen Minicomputer bekommen, das das „Gehirn“ unseres Roboters war. Zuerst dürften wir den Roboter ausschmücken wie wir wollten und anschließend hat uns die Workshopleiterin erklärt, wie wir ihn zum Fahren bringen. Schließlich haben wir Aufgaben, die unsere Roboter zu lösen hatten. Zum Beispiel mussten sie einen Würfel auf einem bestimmten Weg zu einer Stelle bringen oder sie mussten Stöße erkennen und ihre Fahrtrichtung ändern. Das Highlight war, dass der Roboter zwischen hell und dunkel unterscheiden musste und entlang eines schwarzen Streifens fahren musste. Als letzte Arbeitsaufgabe mussten wir Greifarme bauen und eine manuelle Lenkung einbauen, womit wir den Roboter zum Würfel führten und durch eine Knopfdruck die Zange auf bzw. zu machten.“ (Wesal)

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START-Wien lernt Tanzen!

Im Jänner und Februar fanden im Rahmen der Vorbereitungen für den START-Wien Ball für die Wiener StipendiatInnen, Alumni und TANMU-Jugendliche mehrere Tanzkurse statt. Insgesamt nahmen 38 Jugendliche an den Kursen teil!

Angeleitet von Astrid Rönig wurden im Tanzsportclub Schwarz-Weiss die Basics der Tanzkultur erarbeitet und gelernt: Walzer, Cha-Cha-Cha und Jive.

Für das Eröffnungskomittee wurde die Fledermausquadrille als Eröffnungstanz einstudiert.

Tour de Main, Balancé und Damenkette sind nun keine Fremdworte mehr, und der Vorteil ist: Diese Quadrille wird an allen Wiener Bällen zu Mitternacht als Publikumsquadrille getanzt – wir sind bereit!

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START für das neue Buddy-Projekt der Wiener Stipendiat_innen und Alumni

Jugendliche mit Fluchtgeschichte sind oft isoliert und haben wenig Anschluss außerhalb ihrer Einrichtung. Dies trifft besonders für unbegleitet minderjährige Flüchtlinge zu, die nicht auf ihre Familien zurückgreifen können und alleine in Österreich sind. Viele der (ehemaligen) START-Stipendiat_innen wissen dies aus eigener Erfahrung. Sie engagieren sich bereits zahlreich für jugendliche Flüchtlinge, unterstützen sie bereits persönlich beim Ankommen und Fuß fassen in Wien oder sind als Dolmetscher aktiv. Dieses bereits vorhandene Engagement wollen wir nun verstärkt unterstützen und weiter ausbauen mit dem neuen START-Wien Buddy-Projekt für jugendliche Flüchtlinge.

Flucht ist eine traumatische Erfahrung, dieses Trauma kann sich bei den Flüchtlingen unterschiedlich auswirken. Aufgrund der eigenen Erfahrung als Flüchtlinge sind sie prädestiniert dafür, gegenwärtig ankommenden jungen Flüchtlingen den Weg zur Integration in die österreichische Gesellschaft zu erleichtern. Sie sind die besten Vorbilder, dass es möglich ist, gut in Österreich Fuß zu fassen und können mit ihrem eigenen Erfahrungsschatz wertvolle Tipps geben. Dies unterstützt auch bei einer positiven Verarbeitung des Fluchttraumas. Dafür braucht es aber ein solides Netz an Unterstützung, Beratung und Austauschmöglichkeiten und wir freuen uns sehr, dass wir mit HEMAYAT einen großartigen Kooperationspartner gefunden haben, der auf Basis langer Erfahrung unsere Jugendlichen bestens unterstützen kann! Zudem werden wir nach Bedarf Fortbildungen anbieten, z.B. zur Erkennung von Traumata, zum Asylrecht (und dessen geplanten Änderungen), zu Möglichkeiten, für sich selbst zu sorgen und sich, wo notwendig, auch abzugrenzen uvm.

Anna, Lehrende beim START-Alumni-Projekt „Tannmu“ und Gründerin des Vereins „Integradsion“ berichtet vom ersten Abend:
„Bei unserem 1. Supervisionsabend mit Ricarda und Sonja von Hemayat starteten wir mit einer Vorstellungsrunde. Jeder erzählte ein bisschen von sich. Von unseren Erfahrungen bei der Arbeit mit Flüchtlingen, wo wir das Gefühl haben Unterstützung zu brauchen, was uns beschäftigt. Es gab verschieden Anliegen. Praktische Themen, wie: Zu welchen Behörden muss man gehen? Wo kann man nachfragen? Welche Organisation ist für was zuständig?, aber auch emotionalere: Soll man jemanden auf ein Trauma ansprechen und wenn wie macht man das? Wie schafft man es bei sich zu bleiben und sich nicht emotional von Geschichten erdrücken zu lassen? Also wie kann man sich einen „gesunden Egoismus“ antrainieren?
Da einige selber geflüchtet sind, sprachen wir auch darüber. Wie sich das jetzt anfühlt und wie es sich damals angefühlt hat. Dass es in der Familie auch zu neuen Situationen führt, wenn man flüchtet. Dass sich auf einmal die Rollen vertauschen und man als Kind den Eltern bei vielem helfen muss, weil einem als Kind das Erlernen von Sprachen leichter fällt. Inwiefern trägt man in einer solchen Situation Verantwortung gegenüber seinen Eltern?
Diese Fragen haben wir besprochen, beziehungsweise angefangen. Es war sehr spannend die einzelnen Sichtpunkte zu diskutieren und Ricarda und Sonja haben uns gute Ansatzpunkte gegeben, mit denen wir versuchen können zu arbeiten. Für die nächsten Male haben wir uns Gruppenarbeiten und ein bisschen mehr zu psychologischen Umgangsformen gewünscht.“