Young-Leadership Seminar 2019

Von Samstag, den 8. Juni, bis Montag, den 10. Juni, fand im Axis in Linz das Young Leadership Seminar für alle Stipi-Sprecher*innen statt. Die 10 Stipisprecher*innen aus den verschiedenen Bundesländern verbrachten gemeinsam ein Wochenende, an dem sie vieles über Team-Building, Leadership-Skills und Oragnisation von Veranstaltungen gelernt haben.

Die Stipendiatensprecher Atila & Edi von START-Wien berichten:

Samstag, der 8. Juni 2019:
Unser Ankommen war um 14:00 Uhr am Linzer Hauptbahnhof. Dort haben wir die anderen Stipisprecher*innen getroffen. Anschließend sind wir gemeinsam zu der Herberge und anschließend ins Axis gefahren. Nach einer kurzen Erholung haben wir mit Nadja (Landeskoordinatorin Oberösterreich) das Kennenlernspiel gespielt. Dies half uns, uns gegenseitig besser kennenzulernen.

Danach haben wir unsere Rolle und Aufgaben als Stipisprecher*innen und unsere Erwartungen besprochen. Dieser Seminarteil war für uns sehr nützlich und legte den ersten Grundstock für das Zusammenarbeiten als Gruppe.

Nach einem leckeren Abendessen zeigten uns die die START-OÖ Stipisprecher die Stadt Linz und die schöne Donau. Um 23:00 Uhr waren wir wieder brav in der Herberge 😊.

Sonntag, der 9. Juni 2019:
Am nächsten Tag aufgestanden, begannen wir mit dem leckeren Frühstück in der Jugendherberge. Später im Axis-Büro durften wir den zweiten Teil mit Anna (START-OÖ Teamassistentin) beginnen. Es fing gemütlich an und die Atmosphäre war phänomenal. An diesem Tag ging es um „Arbeiten in dem Team“ und wir haben gelernt, wie man gemeinsam zurechtkommt.

Anna gab uns viel Input zum Thema Gruppendynamik und Leadership-Skills, ebenso wie Kommunikation, Feedback und Konfliktmanagement. Nach dem Mittagessen beschäftigten wir uns intensiv mit der Organisation des Bunten Abends am Bildungsseminar, welcher immer von uns Stipisprecher*innen organisiert wird. Unsere Referentin Nina hielt zusätzlich einen Input zu Moderation und Rhetorik.

Zudem, nachdem die theoretischen Grundsteine gelegt worden sind, begannen wir, das gelernte Wissen anzuwenden. In 2,5 Stunden planten wir gemeinsam im Team den groben Ablauf des Bunten Abends am Bildungsseminar.

Danach durften wir Stipisprecher*innen zum Kulturzentrum „DH 5“ in die Stadt marschieren und dort ihre Vorbereitung der beiden bunten Abende des Bildungsseminars ausüben bzw. Feedbacks geben, um die Planung besser gestalten zu können. Hauptsächlich ging’s darum, dass die Stipisprecher das für das Bildungsseminar ausgearbeitete Abendprogramm (sprich Moderation, grobe Aufgabenteilung, usw.), durch Erstproben darstellen würden. Der mit Mikrophons ausgestattete Raum des Kulturzentrums ermöglichte eine relativ realistische Darstellung für den Ablauf der zwei bunten Abende.

„Vor einem Mikrofon zu stehen und das Publikum durch eine Veranstaltung zu führen ist sicherlich nicht leicht. Durch das Young Leadership Seminar konnten wir dieses Defizit zum Beispiel ausgleichen und uns gegenseitig tollen Input geben.“

Stipisprecher Thupten

Nun, eine Pause nach einem vollen Tag haben die Stipisprecher verdient, somit wurden sie für den ganzen Abend entlassen, um die schöne Stadt Linz zu besichtigen und sich mit paar Freund*innen (Alumni) zu treffen.

Montag, der 10. Juni 2019:
Am 3. Tag ging der Tag in der Früh um 7:30 Uhr mit dem Frühstück los. Mit einer guten Auswahl konnten sich die Stipi-Sprecher für den bevorstehen Tag stärken. Gleich nach dem Frühstück ging es zum START-Büro im „Axis“. Dort folgte der 3. Seminarteil: Teambesprechung (Wie kommunizieren wir? Wie Aufgaben verteilen? Offene Fragen klären).

Im Seminarraum haben die Stipi-Sprecher*innen, zusammen beschlossen, wie sie in der Zukunft miteinander kommunizieren möchten. Dabei haben sie sich klare Regeln festgelegt, an denen sich jeder/jeder Stipi-Sprecher*in halten muss. Zum Beispiel haben sie beschlossen, dass die Stipi-Sprecher*innen jede Woche miteinander kommunizieren und sich austauschen sollten, damit sie den Kontakt pflegen und aktiv bleiben. Außerdem haben sie nahezu alle ihre Aufgaben für die Gestaltung des Bunten Abends am Bildungsseminar im Herbst zu Ende verteilt, sodass jeder weiß, für was er oder sie zuständig ist.

Um etwas zu entspannen und um den Kopf freizubekommen, sind alle dann in den Hof gegangen und haben sich auf Liegestühle hingelegt. Dabei konnten alle sich sehr gut unterhalten und lockern. Anschließend haben alle das „Werwolf-Spiel“ gespielt, welches sehr lustig und spannend war, und sicherlich nochmals zum Teambuilding beigetragen hat. Zu Mittag haben alle dann gemeinsam zu Mittag gegessen. Nadja hat chinesisches Essen bestellt, welches allen sehr gut geschmeckt hat. Nach der Stärkung zu Mittag sind die Stipi-Sprecher*innen wieder in dem Seminarraum gegangen, um noch offene Fragen zu klären und am Ende haben alle anschließend eine Feedbackrunde gemacht, wo nahezu nur positives zu hören war, viel Lob ausgesprochen wurde und sich viel bedankt wurde.

„Ich kann es sehr stark behaupten, dass das heurige Young-Leadership-Seminar sehr besser und informativer wie letztes Jahr war, da ich letztes Jahr auch dabei war. Die Seminare, die wir besucht haben, waren sehr interessant und diese Informationen kann man auch in normalem Alltagsleben verwenden. Ich freue mich sehr auf diesjährige Gruppe und sehe eine sehr starke Gruppendynamik und auch eine sehr gute Zusammenarbeit.
Ich bin sehr gespannt auf das Bildungsseminar, da wir sehr viele interessante Programmpunkte für den Bunten Abend vorbereitet haben und für viel Unterhaltung gesorgt sein wird.“

Stipi-Sprecher Gul

Alles in allem war das Seminar vom 8. bis 10. Juni ein einzigartiges Erlebnis, welches die Stipi-Sprecher*innen sicherlich nie vergessen werden. Durch dieses Seminar haben die Stipi-Sprecher*innen sich viel besser kennengelernt, und das ist wichtig für ein gutes, funktionsfähiges miteinander Arbeiten. Das Seminar hat den Stipi-Sprecher*innen ebenfalls ermöglicht, als Team zusammenzuwachsen.

Wir möchten uns nochmals bei allen Paten, Landeskoordinatorinnen und Katrin Bernd bedanken, die uns dieses Seminar ermöglicht haben. Wir freuen uns auf einen erfolgreichen Start in den Herbst und wünschen allen schöne Sommerferien.

Gesundheitsförderung für Mädchen und Burschen

Eva Moser vom FrauenGesundheitsZentrum und Reza Bahrami vom Institut für Männergesundheit waren am Freitag den 7. Juni 2019 bei START Salzburg zu Gast. Drei Stipendiatinnen und sechs Stipendiaten durften sich in getrennten Workshops zum Themenbereich Beziehungen, Sexualität und Selbstbestimmung austauschen und weiterbilden. Alle diese Themen betreffen Burschen und Mädchen gleichermaßen, aber eben auf unterschiedliche Weise. Das Projekt machte es möglich „voneinander etwas zu erfahren“ ohne direkt und persönlich fragen zu müssen. Die Zielsetzung des Workshops war es, Burschen zu einem partnerschaftlichen Beziehungsleben zu ermutigen und mit den Mädchen selbstbestimmte und aktive Partnerschaftsmodelle zu erarbeiten (Beziehung und Sexualität). Außerdem hatten die Stipendiatinnen und Stipendiaten Gelegenheit, in einem geschützten Rahmen und an ihren jeweiligen Themen zu arbeiten. Die Atmosphäre war sehr angenehm und es wurde viel gelacht. Die Jugendlichen konnten ihr Wissen erweitern und damit ihre Selbstwirksamkeit steigern. Wir danken Eva Moser und Reza Bahrami für die spannenden Workshops!

START-Salzburg engagiert sich!

Am 2. Salzburger Freiwilligentag – 17. Mai 2019

Im Stipendienprogramm START wird soziales Engagement großgeschrieben! Da kam die Gelegenheit am zweiten Salzburger Freiwilligentag mitzumachen gerade recht. Aufgeteilt auf verschieden Projekte in der Stadt Salzburg halfen die Salzburger START-Stipendiatinnen und Stipendiaten am 17. Mai 2019 tatkräftig mit. Hecken schneiden in der Werkstätte der Lebenshilfe, Kinder betreuen, damit sich junge Eltern des Caritas Projektes „Calimero“ einen Vormittag lang in Ruhe vernetzen können, an einem Ausflug mit Gästen der Notschlafstelle zu den Wasserspiel in Hellbrunn teilnehmen, aufmerksames Zuhören und sich Austauschen im Erzählcafé des Vereins VinziDach housing first – die Palette an Beteiligungsmöglichkeiten war sehr groß. Es ging aber nicht nur darum, sich einen Tag lang mit Zeit und Energie in den Dienst der guten Sache zustellen. Auch die vielfältigen Sozialen Einrichtungen in Salzburg mit ihren Mitarbeiter*innen, Klient*innen, Kund*innen, Bewohner*innen und Gästen einen Tag lang zu erleben, aus dem sich ein vielleicht ein längerfristiges, persönliches Engagement ergeben kann, war Sinn und Zweck des Freiwilligentages.

Die Stipendiatinnen Saira und Omaima engagierten sich am Salzburger Tag der Freiwilligenarbeit gemeinsam mit START-Mitarbeiterin Angela beim Projekt „Calimero“. Calimero unterstützt junge Familien bei der Bewältigung des Alltags mit kleinen Kindern. Freiwillige besuchen ein- bis dreimal die Woche die Familie, spielen mit dem Kind oder schauen auf das Baby und ermöglichen es dem Vater oder der Mutter, ein Stück Freiraum für sich zu gewinnen. Am Salzburger Tag der Freiwilligenarbeit luden die Mitarbeiterinnen von Calimero, Manuela und Johanna zu einem Brunch für die Freiwilligen, die Familien und Interessierte, die sich näher über das Projekt informieren wollten. Die START-Stipendiatinnen Omaima und Saira halfen bei der Vorbereitung des Buffets, bereiteten eine schöne Tafel für die Gäste und spielten anschließend mit den Kindern, um es den Eltern zu ermöglichen, entspannt zu essen und mit den anderen zu plaudern.

Stipendiatin Saira berichtet über ihre Eindrücke:

„Der Freiwilligentag war ein sehr schöner Tag. Er brachte mir sehr viel Geduld bei. Außerdem machte ich neue Erfahrungen und lernte Menschen kennen, die so viel für andere Menschen machen, ohne etwas zurück zu verlangen. Mir wurde auch klar, dass das Lächeln eines Kindes den Tag retten kann, egal wie schlecht es einen geht.“

Das „Erzählcafé“ mit ehemaligen Obdachlosen, die vom Verein
VinziDach betreut werden, besuchten am Freitag Nachmittag START-Stipendiat
Maisam und Stipendiatin Hana. Bei Saft und Keksen berichteten zwei ehemalige
Obdachlose aus ihrem Leben, über das Leben auf der Straße und wie ihnen das
Projekt VinziDach geholfen hat, wieder eine Wohnung zu finden. Auch einige Sozialarbeiterinnen
nahmen sich für uns Zeit und beantworteten unsere Fragen zum Thema
Wohnungslosigkeit in Salzburg und wie sie den Menschen helfen, wieder Fuß zu
fassen. Ein sehr spannender Nachmittag der es uns ermöglichte, Salzburg aus
einem anderen Blickwinkel zu sehen!

Stipendiat Maisam berichten vom Projekt Erzählcafé:

„Die Geschichten der Klienten des VinziDach, alles was sie erlebt haben oder erleben mussten, haben mich nachdenklich gestimmt. Aber ich bewundere sie auch dafür, wie sie ihre Schwierigkeiten und Problemen überwunden haben. Es war sehr erfreulich zu erfahren, dass der Verein VinziDach dabei helfen konnte. Jede/r könnte von dieser Situation einmal betroffen. Einen Wunsch habe ich daher gut verstanden: Nämlich, dass mehr BesucherInnen ins VinziDach kommen und Interesse zeigen! Ich wünsche ihnen alles Gute!“

In der Werkstätte der Lebenshilfe Salzburg im Süden der Stadt Salzburg, war es die Aufgabe der Freiwilligen eine Hecke „einzureißen“. Zaun und Gartenstück sollten erneuert werden, um wieder besser nutzbar zu sein. Einen wahren Urwald beseitigten die Helferinnen und Helfer Mahdi, Afra, Mohammad, Qodratullah, Ioana und Toni an diesem Tag. Sehr zum Leidwesen unzähliger Schnecken und Käfer. Bereits zu Mittag war der größte Teil des Bewuchs entfernt und die Vorbereitungen für den neuen Zaun konnten getroffen werden. Zudem erhielt die Gruppe an diesem Tag aber auch viele wertvolle Einblicke in den Alltag und die Abläufen der Werkstätte. Vom Ankommen der Beschäftigten bis hin zu den verschiedenen Tätigkeitsbereichen und der Tageseinteilung in den einzelnen Gruppen. Allgemeine Bewundern galt den kreativen Ansätzen bei der Bewältigung industrieller Aufträge.

Stipendiatin Ioana berichtet vom Einsatz in der Lebenshilfe: „Ich konnte nicht glauben, dass man beim Heckenschneiden so viel Spaß haben kann. Es war eine schöne Erfahrung und wir haben etwas sinnvolles gemacht. Die Leiterin der Werkstatt, Frau Wendlinger, hat uns sehr fröhlich erwartet und mir hat am meisten gefallen, dass auf die Menschen dort so gut eingegangen wird. Es war echt super! Ich freue mich auf nächsten Einsatz!“

Sicher und selbstbewusst beim Bewerbungsgespräch

Am Samstag, den 27. April 2019 besuchten wir, START Salzburg und START Oberösterreich-Stipendiat*innen, einen Workshop zum Thema „mündliches Bewerbungstraining“ von Frau Charlotte Eblinger von der Firma Eblinger&Partner im Axis in Linz. Im Rahmen des START- Stipendium Programmes haben wir uns Zeit genommen, um wertvolle Tipps von ihr zu hören.

Am Beginn stellten wir Stipendiat*innen uns mit Name, Alter und Berufswunsch bei Frau Eblinger vor, womit wir auch schon unseren Bewerbungstag starteten. Danach begann Frau Eblinger uns über das Verfahren der Personalauswahl zu erzählen. Wie geht eigentlich die Personalauswahl aus der Sicht eines Unternehmens? Das Auswahlsverfahren beruht auf dem Input des Bewerbers; und zwar zunächst einmal auf den Unterlagen, die er mitbringt (beispielsweise Lebenslauf, Schulnoten, das Bewerbungsinterview oder Intelligenztests, etc). Allerdings ist das Bewerbungsinterview die am meisten von Unternehmen verwendete Methode zur Auswahl ihrer Bewerber.

Das Unternehmen muss vorerst eine Entscheidung treffen, welche Kandidaten zu der gesuchten Stelle passen würden, dann ladet dann die Personen zum Vorstellungsgespräch ein. Nun, die Aufgabe des Bewerbers besteht darin, sich bestmöglich dem Unternehmen zu präsentieren, und das natürlich anhand der ihm verfügbaren Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmale. Wir bekamen folgende Aufgabe, und zwar eine Antwort auf die folgende Frage zu finden: „Welche Faktoren/Kriterien brauche ich um meinen Ferialjob/mein Studium zu erlangen?“ Oder anders gesagt: „Was braucht es für das, was ich will?“ Jeder hatte danach die Möglichkeit, seine Antwort vorzustellen und eine Rückmeldung von Frau Eblinger, aber auch von den anderen Stipis, zu bekommen.

Wir lernten, dass es für jede Stelle sogenannte Hard Skills und Soft Skills gibt. Beides muss man mitbringen, um den Job, den man in Zukunft ausüben will, zu ergattern. Die harten Faktoren sind Dinge wie die Matura oder das Alter. Die weichen hingegen sind die kognitiven Kompetenzen, meine Verhaltensweisen und Eigenschaften, die mir dabei helfen, dass mir der Beruf grundsätzlich passt und ich auch Spaß dabei haben kann. Alles schön und gut, aber beim Bewerbungsgespräch muss der Bewerber wissen, welche Worte er benutzt, um sich zu beschreiben. Das Präsentieren ist sozusagen die halbe Miete und vieles im Auswahlverfahen hängt im Endeffekt von diesem einen Gespräch ab. Wichtig ist aber dabei authentisch zu bleiben, denn sonst macht der Job für mich keinen Sinn.

Wir gingen auf die Frage „muss ein Unternehmen ein Vorreiterrolle haben?“ ein und stellen fest, dass die Antwort verneint ist. Frau Eblinger brachte ein Beispiel dazu: Es gibt einen Bewerber, der die Fähigkeit mitbringt, dass er beispielsweise eine bestimmte Art vom Metall herstellen kann. In diesem Fall muss der Arbeitsgeber das nicht kennen oder können, sondern er schätzt, was sein Bewerber für besondere Fähigkeiten hat und stellt ihn eventuell an die richtige Stelle in seinem Unternehmen.

Beim Vorstellungsgespräch in einem Unternehmen sollte man Stärken bennen, und diese auch beweisen durch Erfahrungen, die man gemacht hat. Man sollte aber auch ein paar Schwächen zu Wort bringen, und dabei nicht vergessen zu erzählen, wie man an dieser oder jener Schwäche arbeitet, um sie zu bewältigen. Frau Eblinger erzählte, dass das Bewerbungstraining eine Art Ausnahmensituation ist, bei der man sich bestmöglich und strategisch gut vorbereitet vorstellt. Dinge, die man sagt, müssen daher gut beschrieben werden, sie müssen gut untermauert werden mit Beispielen, die nachvollziehbar sind aus Sicht eines fremeden Menschens, der mich zum ersten Mal kennenlernt. Nach der Mittagspause kamen wir nun zum Punkt „Do‘s & Dont’s beim Bewerbungsgespräch“.

„Ich fand das Rollenspiel total hilfreich und super. Mir wurde klar, wie wichtig es ist, sich konkrete Gründe zu überlegen, warum man der Beste für eine Position ist. Argumente wie „ich interessiere mich dafür“ sind nicht aussagekräftig. Ich bekam auch ein paar Tipps: Sich für die Einladung zum Bewerbungsgespräch zu bedanken und zum Shchluss zu fragen ‚wie verbleiben wir‘.“

Stipendiatin Ivy über das inszinierte Bewerbungsgespräch mit Frau Eblinger

Am Ende unserer lehrreichen Gespräche führte Frau Eblinger ein paar Vorstellungsgespräche mit einigen Stipendiat/innen, es dauerte 3-4 min bei jeder Person. Sie gab hilfreiches Feedback und wir Stipis kommentierten die Talks auch gegenseitig, wobei auch der Spaß nicht zu kurz kam.

Vielen Dank an Frau Eblinger für diesen sehr lehrreichen, interessanten und doch lustig gestalteten Workshop!

Ein Bericht von Stipendiatin Jian

Dritter Teil des Finanzführerscheins bei START Salzburg

„Im dritten und letzten Teil des interessanten Finanzführerschein-Workshops, der am 29. April stattgefunden hat, beschäftigten wir uns mit dem Thema SCHULDEN. Im Themenbereich Schulden ist es besonders wichtig, möglichst früh anzusetzen und eine sogenannte Überschuldung zu vermeiden. Außerdem sahen wir einen kurzen Film über Bürgschaft und die Verantwortung dafür. Insgesamt hat mir dieser hilfreiche Workshop sehr gut gefallen, da wir sehr viele im Alltag benötigte Informationen bekommen haben.“

START-Salzburg Stipendiat Ali Akbar

Ziel des Finanzführerscheins war es, den Stipendiat*innen grundlegendes Wissen zum richtigen Umgang mit Geld zu vermitteln. In den informativen Workshops, die von DSA Inge Honisch von der Schuldenberatung Salzburg gehalten worden waren, erarbeiteten sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten zentrale Inhalte rund ums Thema Geld, Wohnung, Lebenskosten, Schulden und Bürgschaft. Viele Fachbegriffe, die es in diesem Themenbereich gibt, konnten geklärt werden. Herzlichen Dank an Frau Honisch für die spannenden Workshops!

Seminar politische Bildung in Berlin

Wie jedes Jahr fuhren alle START-Österreich Stipendiat*innen die 1 Jahr vor der Matura stehen nach Berlin um an einer Seminarwoche zum Thema politische Bildung teilzunehmen. Hier der ausführliche Bericht:

Tag 1 – Anreise mit Bus, Flugzeug und Bahn nach Berlin

Während die Salzburger Stipis elegant mit der 1.Klasse mit der Bahn nach Berlin fuhren, flogen START-Wien, NÖ, OÖ von Wien Schwechat nach Berlin-Tegel. Die Vorarlberger fuhren mit dem Bus nach Zürich und flogen von dort aus nach Berlin. Für einige Stipendiat*innen war es der erste Flug überhaupt.

Nachdem alle gut angekommen waren, checkten wir in unserem Hostel in der Nähe des Bezirks Prenzlauer Berg ein. Dann gingen wir gemeinsam in Kleingruppen essen und machten uns mit der Umgebung vertraut.

Tag 2 – Thema: Nationalsozialismus

Wir haben als erstes das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besucht. Die 2711 quaderförmigen Beton-Stelen erinnern an die rund 6 Millionen Juden, die unter der Herrschaft Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten ermordet wurden. Hier erfuhren wir nicht nur über die Hintergründe dieses Platzes sondern auch über die Architektur und eigenen Interpretationen des Denkmals. Danach gingen wir hinunter ins Museum und wurden in 2 Gruppen aufgeteilt.

Wir sprachen viel über den Nationalsozialismus, vor allem über den Einmarsch in Polen und über die Vernichtungslager die 1942 erbaut wurden. Wir wurden in kleinere Gruppen aufgeteilt und haben Aufgabenstellungen bekommen, die wir mit Hilfe des Bildmaterials im Museum beantworten mussten.

Nach der Mittagspause gingen wir zum Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung wo uns Sana von den Geschehnissen 1933 berichtete und zur neuen Wache – einer Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Dort erzählte uns Mahdi über die Widerstandsbewegung der Geschwister Scholl.

Anschließend besuchten wir das deutsche historische Museum und sprachen wieder über den Nationalsozialismus, wobei wir mehr auf die Details, wie zum Beispiel die Hitler-Spielzeuge der Kinder, eingingen. Am Abend besuchten wir auch noch das Maxim Gorki Theater und schauten uns „Die Nacht von Lissabon“ an. Das Thema des Theaters spezialisierte sich hauptsächlich auf die Flucht und die emotionale Belastung die dahinter steckt.

Eishah: Ich fand es sehr gut, dass wir nicht nur über Fakten gesprochen haben, wie wir es in der Schule machen, sondern auch zum Beispiel auf familiäre Hintergründe der Juden eingegangen sind.

 

Mehdi: Mir hat vor allem das deutsche historische Museeum gut gefallen, da es Materialen der NS-Zeit zeigte und ich mir somit besser vorstellen konnte, was alles passierte. Von den anderen Programm-Tagen konnte ich mir auch viel Information mitnehmen.

 

Afra: Ich habe schon relativ viel zum Nationalsozialismus in der Schule gemacht und trotzdem konnte ich mir sehr viel neues mitnehmen. Ebenso die Wiederholung von den Sachen, die ich schon gekonnt habe, war für mich hilfreich es mir noch besser einzuprägen. Die Berlin-Reise ist eine tolle Möglichkeit um sich politisch weiterzuentwickeln und hat allen Beteiligten einen großen Spaß gemacht.

Bericht der START-Sbg Stipendiat*innen

Theaterbesuch

Gegen Mittwochabend hatten wir die Möglichkeit das Theaterstück ‚Die Nacht von Lissabon‘ nach dem Roman von Erich Maria Remarque zu besuchen. Selbst in diesem Stück handelte es sich von der Flucht. Eine tragische Geschichte eines Paares, die gegen ihr Schicksal kämpfen und Widerstand zeigen mit der Hoffnung zu Überleben.

Das Theaterstück war für mich eine traurige Geschichte, weil die Paare immer verfolgt wurden und sie haben im Angst gelebt. Das Leben für sie eine große Herausforderung, weil sie immer auf der Flucht waren. wegen dieser Verfolgung konnten sie nicht ein schönes Leben führen. – Shah-Ali

Die ‚Nacht von Lissabon‘ die im Rahmen ein Theaterstück gespielt wurde, war Liebesgeschichte von zwei geliebten die nicht einfach hatten zusammen zu kommen und immer ihnen die steine vor ihren Weg geworfen wurde. Sie hatten nicht so einfach ein schönes Leben zu führen. Allgemein war das Theaterstück für mich sehr interessant und hat mich fasziniert. -Milad

Das Theaterstück zeigt vor allem auch, dass die Menschen damals sehr schwer hatten. Ich persönlich war von dieser Geschichte sehr berührt und hoffe, dass die Gesellschaft endlich es schafft in einer toleranteren Atmosphäre miteinander in Frieden zu leben.  – Nasiba

Auch ich habe das Theaterstück sehr interessant gefunden. Vor allem die Parallelen, die man zu unserer Gesellschaft herstellen kann, haben mich fasziniert. Sicherlich muss man in Österreich (!) keine Angst haben, mit einer Person zusammen zu sein, unabhängig von deren Religion, Geschlecht oder Herkunft. Dass das jedoch so ist, ist absolut nicht selbstverständlich und in anderen Ländern teilweise gar nicht möglich. – Chirin

Ich fand das Stück sehr gut und unterhaltsam, da die Schauspielergruppe nicht nur die Probleme in der Vergangenheit sondern auch die Schwierigkeiten, welche man heute in einer fremde Gesellschaft bzw. Kultur bekommen kann, gut und deutlich dargestellt hat. Iman

Bericht der START-Vbg Stipendiat*innen

Tag 3 – DDR, geteiltes Berlin

Wir haben in der Schule zwar einiges über das geteilte Deutschland gelernt, doch erst als wir am zweiten Vormittag unserer Berlin-Reise die ehemalige DDR Haftanstalt Berlin-Hochschönhausen besuchten, wurde uns die schlimme Menschenrechtslage im Osten bewusst. In der DDR wurden die Bürger mit einer Politik der Angst und Vertrauenslosigkeit regiert. Hier haben wir auch eine Führung von einem Zeitzeugen gemacht. Er hat uns die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR gezeigt. Es war sehr emotional die traurigen Geschichten zu hören.

Am Nachmittag besuchten wir den ehemaligen Flughafen Tempelhof. Seine Architektur ist ein Beispiel der Gigantomanie zur NS Zeit. Es ist aber nicht übertrieben zu sagen, dass er als die „Mutter aller Flughäfen“ gilt. Mit unserer sympathischen Tourguide erkundigten wir die verschieden Facetten dieses Flughafens angefangen von den Zwangsarbeitern, die dieses Gebäude errichten mussten, bis hin zu seiner vitalen Rolle bei der Luftbrücke und schlussendlich zu seiner Schließung 2008.“

Bericht START-OÖ Stipendiat*innen

Alumni - Infoabend

Am Abend besuchten uns 3 START-Alumni, die in Berlin leben und dort studieren oder arbeiten. Sahire Bozkurt und Sonya Puthuparambil (START-Wien) und Luka Prskalo (START-OÖ) informierten über Studieren und Arbeiten in Deutschland. Speziell Luka wurde mit Fragen gelöchert, da er an der Charité in Berlin Medizin studiert. Vielen Dank fürs Zeitnehmen!

Tag 4 – Demokratie und Europa

Donnerstag waren wir beim europäischen Haus. Dort hatten wir die Möglichkeit, die Rolle der Parlamentsmitglieder zu spielen, wo wir eine Diskussionsrunde über Plastikbechern und Umweltverschmutzung durchgeführt haben. Wir hatten viel Spaß beim Rollenspiel. Es war ein wunderbares Erlebnis. Nachher hatten wir Freizeit. Dann hatten wir die Chance, uns mit uns im deutschen Dom mit der Geschichte des Parlaments auseinanderzusetzen. (Khlod)

Am vierten Tag unserer Reise durften wir den deutschen Dom besuchen. Da haben wir uns mit der Funktionsweise des Bundestags beschäftigt und haben die Rolle von „Bundestagsabgeordneten“ übernommen, um einen besseren Überblick zu bekommen, wie Entscheidungen getroffen werden. Außerdem wurden Infos über die Arbeit von Bundestagsabgeordneten, den Gang der Gesetzgebung, den Ablauf einer Sitzungswoche, die Struktur und Sitzordnung im Plenarsaal, die Funktionen der handelnden Parlamentarier sowie den Ablauf einer Plenarsitzung vermittelt.

Mir hat es sehr gefallen, weil ich mich dadurch einen sehr guten Überblick über verschiedene Dinge im Bundestag verschaffen konnte. (Ahmad)

Bericht: START-NÖ Stipendiat*innen

Tag 5 – Abreise

Die ersten, die Berlin verlassen mussten, waren die Salzburger Stipendiat*innen, die mit dem Zug nach Salzburg fuhren. Da in Deutschland der Karfreitag ein Feiertag ist, fuhren die U-Bahnen nur unregelmäßig und es gab dazu noch eine Störung, so dass wir den Zug nur knapp erreichten!

Die restlichen Stipendiat*innen hatten dann ebenfalls mit Verkehrsproblemen zu kämpfen, aber alle kamen rechtzeitig am Flughafen an und kamen gut und wohlbehalten wieder nach Hause.

Berlin wir kommen wieder!

Eine unvergessliche, lehrreiche, aber auch spaßige Reise, mit diese drei Wörter würde ich die Berlinreise 2018/2019 beschreiben. Die Reise war vom ersten- bis zum letzten Tag sehr gut organisiert. Ich danke allen für die Ermöglichung dieser Reise. - Atila Bamyani

Atila

Während der Berlinreise konnte ich nicht nur meine politische Bildung erweitern, sondern auch meinen Freundeskreis. Trotz oft langer Erklärungen und Erzählungen hat man durch die dort besuchten Workshops sowohl die Geschichte Deutschlands, als auch die Funktion des europäischen Unions besser kennengelernt. Unsere Betreuerinnen haben uns tatkräftig unterstützt, sodass wir uns wie zuhause fühlten. Ich hatte dort zahlreiche schöne Momente und Erinnerungen, die ich nie vergessen werde. DANKE START FÜR DIESE TOLLE UND INFORMATIVE REISE!

Jihan

In Berlin haben wir viele Workshops und wichtige Gebäuden besucht. An diese Reise würde ich wieder mit allen Stipendiaten und Stipendiatinnen und Betreuerinnen teilnehmen.

Shehab

Die Berlinreise war für mich von Anfang an schon cool und interessant und die beste Reise mit Stadt bis jetzt, da ich zum ersten mal mit Flugzeug geflogen bin.

Mahdi

Offene Mathe-Lerngruppe traf sich zum zweiten Mal in diesem Semester in Salzburg

Auch in den Osterferien traf sich eine kleine Gruppe engagierter Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Mathematik-Lehrer Andreas Hirnsperger zur offenen Lerngruppe. Verschiedene Themen wurden diskutiert und gemeinsam bearbeitet. Die Stipendiat*innen hatten ihre Hausübungen und den Schularbeitenstoff mitgebracht, um daran zu arbeiten. Unser Mathe-Ass Jia Cheng Zhou, der im Mai maturieren wird und plant, Mathematik zu studieren, kam auch, um die anderen zu unterstützen und sich selbst für die bevorstehende Mathe-Matura vorzubereiten. Herzlichen Dank an Andreas Hirnsperger für sein Engagement! Die nächste offene Mathematik Lerngruppe wird am Samstag 1. Juni stattfinden.

“Mein erster Job” – Mein erster Arbeitsvertrag

Infos über Arbeits- und Ausbildungsverträge holten sich die START-Salzburg Stipendiatinnen und Stipendiaten bei einem umfassenden Workshop in der Arbeiter Kammer Salzburg. Was in einem Arbeitsvertrag stehen darf und was nicht, was man beim Antritt von Praktikumsstellen beachten muss, was eine Arbeitnehmerveranlagung ist und was sie bringt, erfuhren die START-Jugendlichen am 16.04.2019 im Rahmen des Workshops „Mein erster Job“.

START-Salzburg Stipendiatin Zaynab berichtet über ihre Eindrücke:

„Der Kurs „Mein erster Job“ war für mich sehr umfangreich. Einige Themen, wie z.B.: Arbeitsverhältnisse und Kollektivverträge, hatte ich bereits in der Schule gelernt, aber die Beratungsfelder “Konsumentenberatung” und “Steuerlöscher” der AK, die waren ganz neu und sehr interessant für mich.

Im Workshop habe ich z.B.:
die Informationen erhalten, dass ich im Jahr 2020 einen Steuerausgleich machen
kann und sogleich fünfzig Prozent meiner Versicherungsbeiträge von Finanzamt
bekomme.

Außerdem habe ich
durch die Erklärungen meine Rechte als Konsumentin besser kennengelernt. Vor
zwei Jahre habe ich mir zum Beispiel ein neues Handy im Wert von 500 €, in
einem Geschäft in Wien gekauft. Das Handy war aber kaputt. Es schaltete sich
immer plötzlich aus und ich konnte es nicht einschalten. Ich habe es beim
Verkäufer zwei Mal reparieren lassen, aber es hat nicht funktioniert. Ich
verlangte einen Austausch, aber der Verkäufer hat es nicht akzeptiert. Zum
Schluss verkaufte ich ihm das Gerät zurück für 230 € und hatte einen Schaden
von 270 €, innerhalb von drei Monaten. Das das nicht die richtige Vorgehensweise
laut Gewährleistung ist, weiß ich jetzt durch den Workshop in der AK Salzburg.

Jetzt weiß ich, dass
ich das nächste Mal in der gleichen Situation selber entscheiden darf, ob ich
es reparieren lasse oder austausche. Das ist mein Recht und wie das Motto der
Arbeiterkammer heißt: “Gerechtigkeit muss sein.”

Zum Schluss bedanke
ich mich bei START und ARBEITERKAMMER für den tollen Workshop.“