Stressfrei in wenigen Stunden

Am Samstag den 2. November, trafen sich START-Vorarlberg Stipendiat/innen um gemeinsam Wege zu erlernen, wie man Stress abbauen kann. Der Kurs fand im Bildungshaus St. Arbogast statt, unter der Leitung von Dr. Gunhild Häusle-Paulmichl.

Wir fingen mit der Frage an, was stresst uns? Ob Familie, Schule, oder Hobbys, jeder hat einen oder mehrere Stressfaktoren in seinem Leben. Danach besprachen wir kurz eben jene Punkte und wie wir sie vermeiden könnten. Folglich machten wir eine lange Übung im Liegen, bei der wir uns einen Ort der Kraft vorstellen sollten. Am Ende schrieben wir unseren wöchentlichen Stundenplan nieder, um zu sehen, wie beschäftigt wir wirklich sind. In Gruppen besprachen wir dann diese und überlegten uns, ob es eine Möglichkeit gäbe, unsere Zeit besser einzuplanen.

Die Kursleiterin war professionell, ging gut mit uns um und kümmerte sich um jeden einzeln, gab verschiedene Tipps und machte auch ein paar Übungen mit uns. Mit gutem Gewissen kann ich sagen, dass alle Stipendiaten den Kurs entspannter verließen, als sie es noch an diesem Morgen waren.

Nun zu den Meinungen der anderen Stipendiaten:

„Das Seminar war ziemlich interessant und man konnte sehr viel mitnehmen. Die Kommunikation war sehr gut und auch wenn wir mal lauter wurden, hatte sie uns immer unter Kontrolle. Sie ging sehr gut auf unsere jeweiligen Fragestellungen ein und beantwortete diese. Gegen Ende wurde es ein bisschen anstrengend, aber trotzdem lehrreich.“ – Baris

„Für mich war die gestrige Veranstaltung sehr wichtig, weil ich wissen wollte, wie ich mit dem Stress umgehen kann. Ich erwartete mehr vom Workshop, als passiert ist. Meiner Meinung nach könnte man ihn besser gestaltet haben.“ – so Shirin. „Da ich, lustigerweise, gestresst zum Stress-Workshop gegangen bin und mir nicht erhoffte, viel zu lernen, war ich doch überrascht, dass ich mit einem erholten Gefühl nach Hause gegangen bin. Die Leiterin des Workshops hat sehr sicher und professionell gewirkt. Tipps wie beispielweise in stressigen Situationen an einen ruhigen Ort zu denken, an dem man gerne ist, durfte ich mitnehmen.“

Ein Bericht von START-Stipendiatin Chirin

START-Alumnis beim BFTF Treffen in Berlin

Das transatlantische Programm BFTF, welches seit 2006 Jugendliche aus Europa und den USA zusammenbringt, veranstaltete vom 25.-27. Oktober 2019 das Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship Alumni Gathering. Es wurden Workshops organisiert, neue Bekanntschaften geknüpft, alte Freund*innen in die Arme geschlossen und die Möglichkeit gegeben dieses einmalige Programm zu feiern.

Im Laufe des Freitagnachmittags am 25. Oktober trudelten mehr als 200 BFTF – Alumnis in die Hotels in Berlin ein. Sie umarmten sich mit Begeisterung und konnten die Freude an ihren Gesichtern kaum verheimlichen. Für einige sind mehrere Jahre vergangen seitdem sie die Teilnehmer*innen der eigenen BFTF-Generation nicht mehr gesehen haben. Am Abend wurde das Treffen offiziell eröffnet und den Leiter*innen, Organisator*innen und den Mentor*innen wurde für ihre Arbeit und ihr Bemühen unter tosendem Applaus geehrt.

Am nächsten Tag standen Workshops von BFTF–Alumnis an, die ihr Wissen und Erfahrung aus ihrer beruflichen, akademischen oder ehrenamtlichen Erfahrung mit den anderen teilten. Die Themen waren breit gefächert und reichten von „Youth entreprenurship“, über „Feminist and minority organizations and democratic movements“ zu „Strategic Development and Project“. Danach wurde der Bundestag besucht und Berlin beim Sightseeing entdeckt. Der Abend hatte eine nostalgische Note, da jede anwesende BFTF Generation sich mit Fotos, Videos, Tanz oder sonstigem kreativem Medium vorstellte und abschließend wohl das größte BFTF Gruppenfoto aller Zeiten geschossen wurde. Wie auch am vorigen Abend ließ man sich die Chance nicht entgehen Zeit mit seinen BFTF Fellows, aber auch mit jenen aus anderen Jahrgängen zu verbringen und herauszufinden, was aus den Menschen geworden ist.

Am nächsten Morgen wurden die vielen erfolgreichen Projekte der Alumnis vorgestellt, die sie in den jeweiligen Ländern umgesetzt haben. Spätestens da bemerkt man das Wiederaufleben des Ben spirit, ein unbeschreibliches Gefühl von Inspiration, Engagement und Verbundenheit dieser Gemeinschaft. Nach so einem aufregenden und bewegenden Wochenende fiel es schwer wieder einmal Abschied zu nehmen, jedoch bleibt im Hinterkopf der Gedanke: It’s not a goodbye, it is a see you soon! 

Dank der großzügigen Förderung des Wochenendes des U.S. Department of State’s Bureau of Educational and Cultural Affairs sowie der Finanzierung der Hin- und Rückreise für die österreichischen Stipendiat*innen von der US-Botschaft in Wien konnten fünf START-Alumnis an diesem schönen Treffen teilnehmen. Hier sind ihre Schilderungen von dem Wochenende:

„Es gibt keine Worte, die beschreiben können, wie es sich anfühlt ein Mitglied der internationalen BFTF-Familie zu sein! Eine Familie, die in 13 Jahren zu einer mit mehr 1200 Mitgliedern aus 45 Ländern wuchs. Eine Familie, die es diesen Oktober schafften es mehr als 200 von ihnen in Berlin zusammenzubringen. Eine Familie, bei der man auch nach vier Jahren merkt, dass sie für einen da ist, da es sich so anfühlt, als wäre zwischen dem letzten Abschied und dem jetzigen Wiedersehen keine Zeit verstrichen. Eine Familie, die aus einer Menge Ähnlichgesinnten besteht, die nur eines zum Ziel haben: die Welt verbessern. Denn wenn jedes Familienmitglied bei sich im lokalen Rahmen anpackt, ist die globale Auswirkung nicht zu übersehen. Dies und vieles mehr liebe ich an meiner Big Funky Transatlantic Family! Deshalb bin ich auch der US-Botschaft in Wien und dem START-Österreich-Team aus tiefsten Herzen dankbar, dass sie mir ermöglichten Teil dieser Familie zu werden und auch beim großartigen Wiedersehen in Berlin dabei sein konnte. Das dort erlernte Wissen, die Erfahrungen und die neuen Beziehungen über den kompletten Globus werden mich von nun an immer begleiten.“

– Mehanaz Kabir, BFTF 2015

„Die Berlin-BFTF in Berlin war eine unbeschreiblich schöne Erfahrung, die mich mit alten Freund*innen zusammenbrachte, mich inspirierte und mich an den Ben spirit erinnerte. Die Erinnerungen und Erfahrungen, die mir dieses Programm ermöglichte zählt zu den wichtigsten in meinem Leben. Ich möchte mich bei der US-Botschaft und START-Österreich bedanken, die mir die Chance für die Teilnahme an dem Austausch in den USA sowie an dem Treffen in Berlin gaben.“

– Josipa Cvitić, BFTF 2016

„Von Freitag bis Sonntag hatten wir die Gelegenheit mit über 200 Teilnehmer aus den USA, Europa und Asien auszutauschen, alte Freude wiederzusehen und neue Freundschaften zu knüpfen. Wir besuchten Workshops wie “Challenges of the global governance on migration”, “Youth advocacy and agency in politics, businesses and community” und viele weitere, bei denen wir uns mit neuen Themen auseinandergesetzt und spannende Diskussionen geführt haben. Dieses Wochenende hat mich zur Kenntnis gesetzt, wie schön es doch ist, Menschen aus aller Welt zu kennen und in einem inspirierenden Netzwerk mit dabei sein können, welches Großes bewirkt. Ich bin sehr dankbar, ein Teil von BFTF zu sein und ein großes Dankeschön an die amerikanische Botschaft, die uns das alles ermöglicht hat.“

– Lisney FERNANDO, BFTF 2017

Die Reunion in Berlin war für mich in vielerlei Hinsicht eine sehr intensive Erfahrung. So hat man es nicht nur geschafft mehr als 200 ehemalige Fellows aus verschiedenen Jahren in einer geschichtlich und kulturell bedeutenden Stadt wie Berlin zusammenzubringen, sondern auch einen Austausch verschiedener Generationen ermöglicht. Jeder BFTF Fellow ist auf seine eigene Art besonders und inspirierend, doch was uns alle vereint, ist der Wunsch und das Streben gemeinsam Veränderung zu bewirken. Zu sehen wie junge Menschen in ihren 20ern eigene NGO´s gegründet haben oder z.B. gemeinnützige Organisationen leiten und zu wissen, dass diese Menschen nicht viel anders sind als ich, ist auf eine besondere Art und Weise motivierend. Wir, die BFTF Fellows, teilen alle dieselbe Vision und streben ein Ziel an. Diese drei Tage haben meinen Ben Franklin Spirit in einer anderen Dimension wiederaufleben lassen. Ein Teil dieser Erfahrung zu sein bedeutet mir sehr viel und wäre gar nicht möglich gewesen, ohne die US Embassy Vienna und START Stipendien Österreich, welchen aus diesem Grund mein größter Dank gilt.“

– Zarije Ademi, BFTF 2018

Verfasst von: Josipa Cvitić

In Erinnerung an Ulrike Crespo

Ulrike Crespo, die Gründerin der Crespo Foundation, ist am 7.10.2019 im Alter von 68 Jahren in Frankfurt am Main verstorben.

Durch ihre Initiative und ihren Einsatz hat sie mit ihrer Stiftung das START-Stipendienprogramm 2006 von Deutschland nach Wien gebracht. Seit 13 Jahren fördert die Crespo Foundation nun schon das START-Stipendienprogramm in Wien. Darüber hinaus hat die Stiftung wesentlich dazu beigetragen, das Programm in vier weiteren Bundesländern zu etablieren.

Mit großem persönlichem Engagement hat Ulrike Crespo ihre Stiftung zu einer bedeutenden Institution in der deutschen und österreichischen Stiftungslandschaft entwickelt. Es war stets ihr wichtigstes Anliegen, Menschen dabei zu unterstützen, sich als Persönlichkeiten zu entfalten, damit sie ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen und Verantwortung für sich und andere übernehmen können. Mit dieser Mission hat sie die persönliche, berufliche und kreative Entwicklung vieler Menschen und Familien nachhaltig gefördert.

Zu ihrer Motivation, gerade das START-Programm zu unterstützen, hat Ulrike Crespo einmal gesagt: „Ich meine, dass gerade Kindern und Jugendlichen (…) die Chance gegeben werden muss, im humanistischen Sinne des Wortes „Bildung“ zu erlangen: also die Fähigkeit, differenziert über sich selbst nachzudenken und sich gegenüber seiner Umwelt eigenverantwortlich, ja eigensinnig zu verhalten. Oder, um es im Sinne einer Kritik an aktuellen Entwicklungen innerhalb unserer Bildungssysteme anders zu formulieren: Es geht nicht nur um Bildung im Sinne einer Erziehung zur Berufsfähigkeit. Es geht darum, gerade jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, herauszufinden, was alles in ihnen steckt, und darüber die Motivation zu erlangen, die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.“

Ohne Ulrike Crespo gäbe es START-Wien nicht – und somit auch kein START-Programm in vier weiteren Bundesländern. Wir haben ihr alle so viel zu verdanken. Nicht nur für diejenigen, die sie gekannt haben, sondern auch für alle neuen Stipendiat*innen wird sie durch ihr Wirken ein Vorbild sein und bleiben.

START-Österreich Seminar im Bildungshaus Schloss Puchberg

START Stipendiatin Sharifa berichtet:

Von 13. bis 15. September 2019  fand das Bildungsseminar wie jedes Jahr in Schloss Puchberg in Wels statt. Als eine von den neuen Stipendiat*innen war ich sehr aufgeregt und freute mich zugleich auf das, was mich erwarten würde.

Nachdem alle Stipendiat*innen aus ganz Österreich angereist waren und jeder sein Zimmer beziehen konnte, gab es ein leckeres Abendessen. Danach fand das Abendprogramm, das von den Stipisprechern organisiert worden war, statt. Die Geschäftsführerin Katrin Bernd begrüßte uns sehr herzlich und hielt eine kurze Rede über die Regeln bei START.  Außerdem führten die Stipisprecher auch ein lustiges Theaterstück auf, das von den Projektleiterinnen handelte. Am Abend konnten alle StipendiatInnen auch Spiele (Kartenspiele, Werwolf) spielen und sich untereinander besser kennenlernen.  Anschließend gingen alle sehr müde um 23:00 Uhr ins Zimmer, um zu schlafen, damit sie am nächsten Tag fit für die Seminare waren.

Mit voller Motivation haben am Samstag alle StipendiatInnen mit den Seminaren angefangen. Es fanden folgende Seminare statt:

  • Rhetorik & Präsentation
  • Zeitmanagement
  • Schreibwerkstatt
  • Sprechtraining
  • Lerntraining
  • Gruppe & Konflikt

Die Stipendiaten wurden anhand der Schulart, Alter und Interesse in die verschiedenen Seminare aufgeteilt. Gegen 12:30 Uhr gab es das Mittagessen und danach einen Fototermin. Dann gingen wir wieder zu unseren jeweiligen Seminaren. Im Seminar Rhetorik und Präsentation lernten wir die Auswirkung von Körpersprache auf eine Person oder eine Gruppe und was man dabei beachten soll. So kann man beispielsweise mit der richtigen Atemtechnik gegen Nervosität vorgehen. Es ist außerdem wichtig, wie die Key-Message bei dem Publikum ankommt. Wenn ich mich an das Bildungsseminar erinnere, dann denke ich an viel Spaß, neue Erfahrungen und natürlich, wie viel ich gelernt habe. Nach dem Seminar hatten wir wieder Gelegenheit, uns auszutauschen und konnten so Kontakte knüpfen und Freundschaften fürs Leben schließen. Bei diversen Spielen, wie zum Beispiel UNO, Tischtennis und Werwolf konnten wir uns besser kennenlernen.  Anschließend fand das Abendprogramm zum zweiten Mal statt. Da wurden die Bundesland Videos gezeigt und wir lachten viel dabei. Außerdem zeigten acht Stipendiaten aus den verschiedenen Bundesländern bei START GOT TALENT ihre Talente, darunter Singen, Gitarre und Violine spielen, Gedichte vortragen, Schauspielen und Tanzen. Zum Abschuss des Tages spielten einige Stipendiaten Werwolf, Tischtennis, Just Dance oder führten Gespräche.

Der letzte Teil des Bildungsprogramms fand am Sonntagvormittag statt. Gegen 12 Uhr bekamen die Stipendiat*innen die Urkunden von den jeweiligen Trainern überreicht. Vor dem Nachhauseweg wurden wir noch mit köstlichen Schnitzeln belohnt. Zusammengefasst hat uns dieses lehrreiche Wochenende mehr auf die Zukunft vorbereitet.  Wir haben nicht nur von den Seminaren und Erlebnissen profitiert, sondern auch voneinander und konnten uns so gegenseitig noch mehr motivieren. Es sind Freundschaften entstanden, die ohne START unmöglich gewesen wären. Im Namen von allen Stipis bedanke ich mich für diese schöne Zeit. Es war wirklich ein tolles Erlebnis.

Das Rhetorik- und Präsentationseminar war Spitze! Barbara, unsere Trainerin, ist eine sehr humorvolle, selbstbewusste Frau, die uns sehr bedeutungsvolle Tricks der Rhetorik beigebracht hat. Durch Spielen sind wir in die Welt des Improtheaters eingegangen, was mich begeistert hat. Ich finde, dass es sehr wichtig ist Sachen spontan zu erledigen und in ganz bestimmten Augenblicken schnell reagieren zu können. Besonders schön finde ich, ist die Zuteilung der Gruppen. Die Gruppen waren gemischt und somit haben wir die Zeit genützt um einander besser kennenzulernen. Die Atmosphäre im Haus, die Organisation und Abendprogramme der StipisprecherInnen sowie der Werwolf Spiel werden mir in Erinnerung bleiben.

Mariana (START-Wien)

Der Workshop zum Thema „Gruppe & Konflikt“ hat mir sehr gefallen, weil wir offen reden konnten und es waren wichtige Themen, wie z.B. Rassismus und Frauenrechte, über die wir diskutiert haben. Die Trainer waren auch sehr gut drauf und konnten sehr gut zuhören und verstehen was wir meinen. Ich habe gelernt, dass man die Meinung von anderen respektieren soll, auch wenn derjenige nicht derselben Meinung ist wie ich. Ich kann diesen Workshop auf jeden Fall weiterempfehlen.

Qodratullah (START-Salzburg)

Das Seminar war sehr hilfreich. Unsere Betreuerin, Sabine Lehner, war sehr nett und hat alle unsere Fragen ausführlich beantwortet. Da wir als Gruppe unterschiedlich weit mit unsrer VWA waren, hat sie jedem von uns individuell Beratung gebracht, während die anderen weiterschreiben durften. Sie hat sich also nach uns und unseren Bedürfnissen gerichtet, was ich toll fand. Ich konnte problemlos an meine VWA weiterarbeiten. Alles in allem fand ich das Seminar sehr gut. Was ich ändern würde: die Einheiten (2 Einheiten jeweils 4 Stunden) am Samstag waren ein bisschen zu lang. Ich würde sie entweder kürzer machen oder 3 Einheiten daraus machen.

Sara (START-Wien)

Was für ein Seminar! Das ist mein erstes Seminar, es war super cool, ich habe viele neue Leute aus fast allen Bundesländer in Österreich kennengelernt und habe mich schon mit Vielen von denen angefreundet. Auf dem Programm standen viele wichtige Thema sowohl für die Schule als auch für das Leben und den Alltag. Mein Thema war „Rhetorik & Präsentationen“ mit dem Trainier Thomas. Wir haben über unsere Schwächen und Stärken gesprochen und viel geübt, im Abschluss konnte jeder von uns eine kleine Präsentation halten. Man hat eine deutliche Verbesserung festgestellt.
Dazwischen gab es Pausen und da konnte ich meine Tischtennis-Skills verbessern:) Am Abend nach dem coolen Abendprogramm mit den Stipi-Sprecher wurde viel getanzt, geplaudert und gespielt. Also alles in allem ausgezeichnet.

Khaled (START-Niederösterreich)

Ich bin sehr froh diesen Workshop besucht zu haben, denn nur dadurch habe ich gelernt, wie man wirklich seine Prioritäten richtig setzt sowie seine Zeit gut nutzt. Die zwei Psychologen  haben uns den Kurs „Zeitmangement“ nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch erklärt. Durch verschiedene Übungen und Teamwork haben wir uns besser kennengelernt. Wir haben auch unseren Stärken von Schwachpunkten unterscheiden können. Als im großen und ganzen war das Seminar für uns sehr gut gekommen und hatte alle unsere Erwartungen  erfüllt. Danke an Start, Danke an die Kursleiterin und den Kursleiter!

Ghaiath (START-Vorarlberg)

Ich habe mit den anderen Stipendiaten der Maturaklasse den Unterricht der VWA-Schreibwerkstatt genossen. Ein Workshop, wo wir VWA-Schreibenden höchst wertvolle Tipps und Tricks bekommen haben, um eine VWA zu planen, zu strukturieren, zu verfassen und letzten Endes auch zu präsentieren. Die Arbeit jedes einzelnen war stark unterschiedlich, da einige noch eher beim Anfang der VWA waren und andere schon weiter waren, daher wurde der Workshop sehr individuell gestaltet, sodass alle unterschiedlichen Bedürfnisse und Fragen geklärt werden konnten. Zudem gab es aber auch Gruppenarbeiten, wo alle gemeinsam gearbeitet haben, sich gegenseitig Tipps geben konnten, sich von anderen inspirieren lassen konnten und sich gegenseitig, je nach Stärken und Schwächen unterstützen konnten.

David (START-Niederösterreich)

Der Workshop Präsentation und Rhetorik war sehr hilfreich für mich. Ich muss bald Referate und Reden in der Schule halten und habe nicht zu viel darüber gewusst wie man es richtig macht. Aber jetzt nach dem Workshop fühle ich mich anders. Wir haben sehr viele Neues gelernt und das hat meine Selbstbewusstsein erhöht. Die Abendprogramme waren profi organisiert. Wir haben viele gelacht und wurden voll überrascht. Danach haben wir getanzt und dadurch haben wir uns mehr kennengelernt. Ich habe alles perfekt gefunden.

Naqibullah (START-Niederösterreich)

Das Bildungsseminar ,,VWA” mit dem Sprachwissenschaftler Markus Rheindorf war sehr hilfreich. Es wurden alle Fragen bezüglich Zitieren und Formulieren detailliert erklärt. Außerdem hatte jeder die Chance, über seine eigene VWA Fragen zu stellen oder an dem Schreibprozess weiter zu arbeiten. Die Tatsache, dass unser Lehrer selbst 80 Arbeiten schrieb, kann schon aussagen, wie nützlich es war, mit ihm zu arbeiten.

Jihan (START-Wien)

Frau Gassner brachte uns viele Tipps, Übungen und Methoden bei, wie man besser und selbstbewusst präsentieren kann und auch Verbesserung der Körpersprache bzw. Augenkontakt waren in unserem Seminar wichtige Punkte. Wir haben auch mit den andern geübt wie man es in der Praxis einsetzen kann. Ich war sehr traurig als das Seminar zu Ende war, weil ich gerne noch mehr gelernt hätte. Ich freue mich sehr auf die nächsten Workshops und Seminare, die von START organisieren werden.

Elias (START-Oberösterreich)

Der Workshop war wie erwartet eine Unterstützung beim Schreiben. Wir alle wussten die Struktur einer VWA. Der Workshop hat uns geholfen unsere Ideen in einer VWA umzusetzen. Wir haben die notwendigen Schritte für das Schreiben einer VWA auch besprochen. Wir sind einen Schritt weitergekommen und haben über die Präsentation einer VWA geredet. Wir haben natürlich auch an unsere VWA weitergearbeitet bzw. weitergeschrieben.

Shehab (START-Wien)

Mir hat das Seminar sehr gut gefallen. Ich konnte interessante neue Kontakte schließen und auch sehr viel dazu lernen. In unserem Seminar ging es um Rhetorik & Präsentation, obwohl es lang gedauert hat, habe ich mich kein einziges Mal gelangweilt. Die Abendprogramme waren alle großartig, besonders die Talent Show :). Für mich war das Bildungsseminar eine tolle Erfahrung!

Burte (START-Niederösterreich)

Das Seminar mit dem Thema “Gruppe und Konflikt” hat mir gut gefallen, da die beiden Trainer sehr sympathisch und gut organisiert waren. Das Seminar war auch sehr abwechslungsreich und wir konnten viel über Rassismus und Diskriminierung diskutieren. Der Spaß hat jedoch nicht darunter gelitten. Jad und Mario, die beiden Trainer waren auch sehr theaterbegabt, da sie uns eine kleine Rolle vorgespielt haben, die sehr amüsant war. Danke START für die Organisation dieses Seminars.

Atila (START-Wien)

Das Sprechtraining war ein sehr abwechslungsreicher Workshop.
Ich fand ihn gut aufgebaut weil es mal weniger Theorie war und mehr Übung. Am meisten hat mir geholfen die Übungen meinen Körper aufzuwärmen und meine Nervosität abzubauen.

Edison (START-Wien)

Thupten Weekly – Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship (5)

Das Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship (“BFTF”) Programm, welches vom US-Außenministerium finanziert wird, ermöglicht Jugendlichen aus Europa und den USA im Rahmen eines vierwöchigen Programms transatlantische Beziehungen zu knüpfen und sich mit politischen und wirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. START-Oberösterreich Stipendiat Thupten nimmt heuer am BFTF Programm teil und berichtet von seinen Erfahrungen.

After the presentations of our Project Citizens it was time to say goodbye to our host families. Thanks Barb and Marshall Powell for hosting me and Arda for those 10 days. I will never forget the late evening discussions about politics and cinema. Thank you for sharing for your perspectives and introducing us to American cuisine, high school, baseball and your friends.

We then cross-travelled many different states until finally arriving in Philadelphia. The ‘city of brotherly love’ has a lot to offer regarding American history sites and international food. In Washington D.C. we stayed at the George Washington University Campus.

In my free time I visited a number of impressive museums such as the Holocaust Memorial, the African American Heritage museum and The Newseum. On Thursday we visited the State Department (U.S. foreign ministry). We got to meet diplomats and then at simulations we got to be diplomats ourselves.

On Friday I met up with a high-achieving Tibetan-American who I got in contact by chance. He had just passed the Foreign Service Officer’s exam and is currently interning for Congresswoman Spanberger. Mr. Thargay showed me through the Congress office building and introduced me to other staff members on the Capitol.

During that four weeks with BFTF I was amazed by the diversity of the American people. On Thupten Weekly I was only able to showcase just a glimpse of the intensive program. However, the mentors guided us like wewere one big family. On the last day I did not say ‘farewell’ but rather wished my friends a hopeful ‘See you Again’

On that note I want to express my gratitude to the United States embassy in Vienna, especially to Mrs. Schmid-Gerlich.

Special Thanks to our mentors:Anatoli, Asta, Brianna, Cole, Jeff, Kate and Luka

„Ich will..Nein. Ich werde!“ – START StipendiatInnen beweisen sich auf der Bühne

Anlässlich der 10 Jahresfeier von START Vorarlberg am 10. Juli 2019 im Montforthaus Feldkirch haben sich drei StipendiatInnen zu einem poetischen Beitrag in Form eines Poetry Slams auf der Bühne bewiesen. Anbei ihre Performance:

Ibrahim Hamshari: „Liebe Damen und Herren, für diesen Text brauche ich eure Hilfe. Ich habe ein literarisches Spiel für Euch und zwar geht es so: jedes Mal, wenn ich „Ich will“ im Text sage, sagt Ihr „Du kannst“. (Machen wir hierzu eine kleine Probe).

Als ich ein Kind war, habe ich davon geträumt Mediziner zu werden. Ich wollte immer wie meine älteren Brüder ein Arzt werden. Bis zu dem Moment, als ich den Bereich Pharmazie entdeckt habe. Plötzlich hatte sich mein Wunsch geändert. Ich sagte zu mir. Ich will – Du kannst! – Apotheker werden. Der Plan, den ich damals hatte verlief ganz gut, genau so wie ich es mir wünschte, bis der Krieg anfing und es keine Möglichkeit mehr gab in die Schule zu gehen.

Der Weg, den ich einschlagen wollte, war jetzt nicht mehr möglich. Doch ich dachte mir: Ich will – Du kannst! – Menschen helfen. Ich will – Du kannst! – immer noch Apotheker werden. Ich entschied mich dann dazu bei einer Apotheke als Aushilfe zu arbeiten. Es hat mich sehr gefreut und ich war sehr glücklich damit. Ganz nach dem Motto: Ibrahim wollte Apotheker werden, Ibrahim ist mit 14 in einer Apotheke – haha, krass, Ziel geschafft.

Aber kennt ihr das? Man ist die zufrieden mit dem, was man erreicht hat. Ich war so. Hä?! Werde ich mein Leben lang nur in der Aushilfe einer Apotheke arbeiten, in einem Land, dass zerfällt und in dem Krieg herrscht? Nein, ich will – Du kannst! – mein Ziel weiterführen. Und so bin ich mit meinen Eltern nach Österreich gekommen.

Am Anfang war es ein bisschen schwierig für mich. Nach einigen Wochen aber, habe ich es gecheckt, dass das Leben hier ähnlich ist, wie in meiner Heimat. Nur die Sprache hier ist eine ganz andere… Damit habe ich die deutsche Sprache Schritt für Schritt erlernt und ich kam wieder in eine neue Schule. Juhu, bin wieder in der Schule!

Der Plan, den ich hatte, läuft wieder, nur in einer neuen Heimat. Ja, ich will – Du kannst! – die Matura schaffen. Ich will – Du kannst! – später studieren. Glaubt mir, es ist nie zu spät. Du, Maryan, dein Traum ist es Architektin zu werden. Du wirst das schaffen! Du, Ghaiath, du willst Art werden und wirst es schaffen! Und du Luana, du liebst es zu fotografieren und willst deshalb Fotografin werden und auch du kannst das schaffen!

Und wenn ihr es schaffen werdet, dann werde ich es auch. Dank START weiß ich, alles ist möglich, wenn man nur genug an sich und die anderen glaubt. Ich will – Du kannst! – Nein. Ich werde!“

Maryan Selywa: „Draußen scheint die Sonne. Oder: Eine Emission energiereicher Strahlungsquanten des Zentralgestein des Solarsystems manifestier sich exterritorial. Ich meine, wer würde so einen komplizierten Satz aufbauen, außer der, der es kann. Es war ein Hindernis. Ich hatte Schwierigkeiten mich auf Deutsch zu verständigen.

Ich habe niemals über Haustiere gesprochen, denn ich wusste nicht, ob es „Ich habe ein Hund“ oder „Ich habe einen Hund“ heißt. Ich fürchtete die Meinung anderer Menschen: „Was werden sie von mir denken?“. Ich sage lieber nichts.

Ich habe es nicht nachvollziehen können in einem neuen Land zu leben. Mich in einer neuen Kultur zu integrieren. Eine neue Welt kennenlernen zu müssen, in der ich wusste, dass ich vieles Hartes, vieles gemeines erleben werde. Und all das wegen der deutschen Sprache. Leistungsdruck, ja Leistungsdruck.

Doch wozu Leistungsdruck? Warum versuchen wir ständig auf dieser Sprachbarriere zu balancieren, wenn es doch viel leichter wäre, einfach herunter zu klettern und erstmal versuchen auf dem Boden zu gehen.

Als ich vor vier Jahren nach Österreich kam, ging es mir nicht darum, einen langen, komplizierten Satz bilden zu können, sondern es ging mir darum, mit den Menschen kommunizieren zu können, mich einfach verständigen zu können…

Ich habe versuch diese Sprachbarriere zu überwinden indem ich am Anfang versucht habe vor 4 Jahren von KEINEM Satz zu EINEM Satz zu kommen, Ich habe angefangen Sätze zu sagen, von keinem Satz zu einem Satz zu kommen. Also wie: „Die Sonne scheint heute“ und von dort zu komplizierteren Sätzen, doch heute ist mir bewusst, dass es bei der Sprachbarriere nicht darum geht, von keinem Satz zu einem Satz zu kommen, sondern bei der Überwindung der Sprachbarriere geht es darum, diese niederzureißen und sich einfach mal trauen mit den Menschen zu kommunizieren.

Liebe Damen und Herren,

deshalb habe ich heute diese Sprachbarriere niedergerissen und erzähle euch, dass die Sonne heute scheint und zwar exterritorial.“  

Christian Pantuan: „Ein Raum, helle Beleuchtung, das Warten und ich. Ich – Der Neue, oder auch nicht. Ich schaue auf die Uhr, gleich ist es soweit. Oh nein, ich höre sie mich rufen: „Der Nächste Bitte!“ Nun sitz ich da, mit den Personen, die die Entscheidung über mich in der Hand haben. Nun gibt es kein zurück mehr. Da sitze ich nun vor den Leuten und bekomme gerade noch so ein paar Worte aus meinem Mund heraus: „Hallo, mein Name ist..und gehe..“

Soweit so gut, es folgten noch ein paar herkömmliche Fragen, die ich gerade irgendwie beantworten konnte. Zum Schluss war es doch noch relativ gut ausgegangen.

ERLEICHTERUNG – Die Erleichterung war groß..Puh geschafft! Nun stehe ich da, inmitten von Leuten, die das gleiche erreicht haben, wie ich es tat. Kenne niemanden und weiß auch nicht weiter. Alle anderen kannten sich schon, aufgrund dessen, das einige die gleiche Schule besuchen. Ich..ich war der einzige aus meiner Schule. „Ist das nicht der Neue?“, hörte ich jemanden sagen.

Das unbekannte Gesicht unter vielen. Das Ganze hin und herziehen mit meiner Familie, hat mich diese Wörter einbrennen lassen. Schulwechsel, Ortswechsel, neue und alte Freundeskreise. Oder gar (keine) Freunde. Was mach das für einen Unterschied? Wie es aussieht ist es bei START genauso. Kreise definieren sich, Beziehungen entstehen und Gemeinsamkeiten stellen sich heraus. Nur ich,.., ich bleib allein.

Da stehe ich nun mit meinen Gedanken. Allein gelassen. Plötzlich ertönt eine Stimme: „Hey, du bist doch der Neue!“. Ich mache mich schon drauf gefasst, ausgelacht zu werden. Augen zu und durch, denke ich nur. „Soll ich dich ein bisschen herumführen?“ Ich schaue ihn mit großen Augen an und denke mir nur: „Warte, was hat er gerade gesagt? – Keine Beleidigungen oder blöde Anmerkungen?“ „Ja ich mein, wir kennen uns alle schon und da du der Neueste bist, dachte ich mir, hey, zeigen wir ihm wer und was START ist!“

Voller überwältigung willigte ich ein . „Cool, in dem Fall, ich bin Lukas und das ist..“

START…hmm..oh jaa..Start..Ich verstehe! Das ist also ein neuer START!“

Thupten Weekly – Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship (4)

Das Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship (“BFTF”) Programm, welches vom US-Außenministerium finanziert wird, ermöglicht Jugendlichen aus Europa und den USA im Rahmen eines vierwöchigen Programms transatlantische Beziehungen zu knüpfen und sich mit politischen und wirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. START-Oberösterreich Stipendiat Thupten nimmt heuer am BFTF Programm teil und berichtet von seinen Erfahrungen.

Die dritte Woche waren wir hauptsächlich mit der Arbeit an unsere Project Citizen beschäftigt. Zuallererst machten wir über ein Problem in unseren communities Gedanken. Im nächsten Schritt evaluierten wir mögliche Lösungen und erarbeiteten uns einen realisierbaren Plan.

Die Ideen waren an Originalität kaum zu übertreffen: Roboterarm, griechisch–türkisch–zypriotisches Austauschprogramm, Wählerregistrierung an Schulen in New Mexico, das Beweisen von racial gerrymandering im Bundesstaat Georgia, und Lernhilfe für sozial benachteiligte SchülerInnen in der Schweiz. Mein Project Citizen ist ein multimediales Storytelling Programm über Migration, mit dem ich gegen die eindimensionale Berichterstattung vorgehen möchte.

Am Donnerstag besuchten wir Indianapolis, wo wir durch das State House von Indiana State Rep. Sheila Klinker geführt wurden. Es blieb sonst auch Zeit für eine ˋinternational cuisine night´, wo wir Essen aus unseren jeweiligen Ländern vorstellten. An den Abenden und am Wochenende verbrachten wir Zeit mit unseren Gastfamilien.

Thupten Weekly – Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship (3)

Das Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship (“BFTF”) Programm, welches vom US-Außenministerium finanziert wird, ermöglicht Jugendlichen aus Europa und den USA im Rahmen eines vierwöchigen Programms transatlantische Beziehungen zu knüpfen und sich mit politischen und wirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. START-Oberösterreich Stipendiat Thupten nimmt heuer am BFTF Programm teil und berichtet von seinen Erfahrungen.

Die Fellows am Campus der Purdue University stehen jeden Tag um 7 auf und machen sich auf dem Weg zur Vorlesung, bevor sie natürlich in der Kantine gefrühstückt haben. Vor Vorlesungsbeginn, jeden Morgen, gibt es 15 Minuten „Uncle Ben says“. Hierbei beschäftigen wir uns mit philosophischen, bzw. politischen Texten des Namensgeber des Programmes Benjamin Franklin.

Die Themen der eigentlichen Vorlesungen und die Professoren variieren sehr, doch sie beschäftigen sich alle mit Politik, Gesetz, Gesellschaft, oder Geschichte. Jede Einheit dauert circa 2 Stunden und wir haben drei verschiedene pro Tag. Danach haben wir „Daily De-Briefing“, wo wir in Kleingruppen mit unseren MentorInnen die Themen noch einmal diskutieren können. Oft sprechen wir in diesen Runden gesellschaftliche Probleme an, seien sie in den USA oder in den europäischen Ländern.

Anschließend folgt Freizeit. Wir haben Zugang zum Sportzentrum, wo sich ein Fitnessstudio, ein Schwimmbad und eine großzügige Kletterwand befinden. Wir haben auch Yoga bzw. Zumba- Einheiten. Nach dem Abendessen folgt meistens eine soziale Aktivität, wie Jeopardy, Pool Party oder Geburtstagsfeiern.

Am Dienstag hatten wir eine Talent Show. Hier führte ich einen Comedy Sketch, den ich mit paar anderen Fellows gedreht habe, vorführten. Am Mittwoch fuhren wir nach Chicago. Die zweitgrößte US-Metropole liegt nur 2 Stunden weg, trotzdem gab es eine Zeitumstellung. Am Vormittag besuchten wir den Sears Tower, das zweithöchste Hochhaus der USA. Anschließend führte uns ein Boot durch die Flüsse von Chicago.

Für mich war es auch ein kulinarisches Abenteuer, denn zum ersten Mal probierte ich den „Chicago Deep Dish Pizza“. Der nächste Programmpunkt, die städtische Kunstgalerie, hatte auch sehr viel zu bieten. Dort hängen Werke vom Pop Art Maler Andy Warhol und Klassiker wie „American Gothic“. Diesen Samstag endete unser Leben am Campus, und unsere amerikanische Gastfamilien holten uns ab. Mein Zimmer teile ich mit dem Fellow aus der Türkei. Sie sind allesamt sehr nett und haben vor mit uns viel zu unternehmen

Zu Besuch bei den Bregenzer Festpielen

CrossCulture Night:

Was könnte man an einem Samstag denn so machen?
Wer sich diese Frage stellt, sollte sich dringlichst über die Veranstaltung rund um Bregenz informieren. Denn die CrossCulture Night, welche am Samstag, den 13.07.2019 stattfand, hatte so einiges zu bieten.

Von Gesangs-Workshops bis hin zu Selbstverteidigungs-Workshops war jede erdenkliche Möglichkeit vorhanden. Auch war es uns durch Gutscheine möglich, das Museum als auch das Kunsthaus zu besichtigen. Mit dabei waren zudem auch noch einige Führungen, in welcher wir die Festspiele mal hinter der Kulisse bestaunen konnten.

Am Abend jedoch begann aber das richtige Spektakel: Rigoletto
Ein riesiger Clown-Schädel mit Händen auf einer Plattform mitten am Seeufer. Dieser Anblick war allein schon sehr beeindruckend, doch was das Bühnenbild so alles während dem Akt so anbot, war mehr als nur erstaunlich. Das Zusammenspiel von Farben, Musik und dem Schauspieltalent der Darsteller war faszinierend.

Zur Geschichte:
Ein Hofnarr, namens Rigoletto, hat eine Tochter, welche er mit allen Mitteln vor alles und jedem beschützen will. Speziell vor dem Grafen, welcher als Frauenmagnet bekannt ist. Nichtsdestotrotz kommt es zum Treffen beider und sie verlieben sich. Als Rigoletto davon Wind bekommt, beauftragt er jemanden damit diesen umzubringen. Doch zum Schluss kommt es nochmals zu einer traurigen Wendung…

Fazit: Die Oper zeigte mir, dass es nicht unbedingt langweilig sein muss, ein paar Leute singen und tanzen zu sehen. Durch die heutigen technischen Möglichkeiten ist die Umsetzung und die Ausdrucksweise eines Stücks umso stärker und genauso eindrucksvoll. Zudem kann man sich keinen besseren Ort für ein Schauspiel ausdenken, denn allein der Anblick des Sees bzw. der gesamten Kulisse macht das gesamte noch einmal besonders einzigartig. Das Stück zumindest einmal anzuschauen ist somit dringendst empfohlen.

Ein Bericht von START-Stipendiat, Christian

START-Vorarlberg feierte sein 10-jähriges Jubiläum!

Mehr als 200 Gäste kamen am vergangenen Mittwoch in das Montforthaus nach Feldkirch, um 10 Jahre START-Vorarlberg zu feiern. Anlässlich der Feier wurde das START-Gründerpaar, Maude und Bill Dearstyne, mit dem goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich für ihre herausragenden Verdienste um die Integration von engagierten Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund gewürdigt.

Rückblick auf ein Jahrzehnt
Aus dem damaligen Wunsch der Initiatoren etwas an die Vorarlberger Gesellschaft zurückzugeben, ist heute ein umfangreiches und professionelles Förderprogramm für junge Menschen entstanden. Seit der Gründung konnte START-Vorarlberg rund 70 Jugendliche aus über 20 Nationen erfolgreich bis zur Matura begleiten. Neben einer PC-Ausstattung und einem monatlichen Bildungsgeld für die Schülerinnen und Schüler wurde ein intensives und umfangreiches Betreuungs- und Beratungsprogramm entwickelt. Mehr als 500 Workshops, Seminare, Exkursionen, Beratungen und viele weitere Förderangebote konnten realisiert werden – mit Erfolg. „92% der geförderten Jugendlichen im START-Programm haben mithilfe von START die Matura geschafft. Darauf sind wir sehr stolz“, so der Gründer William Dearstyne.

Bewegende Momente
Alle 22 Stipendiatinnen und Stipendiaten des aktuellen Jahrgangs, ihre Paten, die Alumni, Freunde und Förderer des Vereins waren bei der Jubiläumsfeier zusammengekommen, um die Highlights der letzten Jahre noch einmal Revue passieren zu lassen. „Vorarlberg kann stolz auf seine globale Wirtschaft und seine vielfältige Gesellschaft sein. Umso mehr freut es mich, dass es Förderprogramme wie START-Vorarlberg gibt, die eine gelebte Integration fördern und einen Mehrwert für unser gemeinsames Zusammenleben im Ländle leisten“, betont Landesrätin und Schirmherrin Dr. Barbara Schöbi-Fink bei ihrer Jubiläumsrede.

Kleine Hilfe mit großer Wirkung
Einige der Jugendlichen mussten bereits in ihrer Kindheit sehr viel Negatives erleben. Sie kommen zum Teil aus Kriegsgebieten, in denen das Leben eines einzelnen Menschen nicht viel Wert ist“, erzählt Dearstyne. „Deshalb ist es uns wichtig, diesen jungen Menschen neue Zukunftsaussichten zu ermöglichen und ihnen den Mut und die Zuversicht auf ein besseres Leben zurückzugeben.“ Um dieses Ziel zu erreichen, ist START-Vorarlberg auf die Unterstützung weiterer Paten angewiesen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie die Initiative unterstützt werden kann. „Egal ob jemand eine Patenschaft für einen unserer Schülerinnen oder Schüler übernimmt, unseren Schützlingen ein Schnupper-Praktikum bei sich im Unternehmen ermöglicht oder eine Spende tätigt – wir sind jedem Einzelnen unserer Unterstützer von Herzen dankbar und freuen uns über jeden neuen Helfer in unserer Mitte“, bekräftigt Dearstyne. „Nur gemeinsam mit der Unterstützung unserer Paten und Förderer können wir auch in Zukunft einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der gesellschaftlichen Entwicklung in unserem Land leisten und etwas an die Gesellschaft zurückgeben“.

Seit 2013 ist der Verein als spendenbegünstigte Einrichtung erfasst. Alle Spenden sind steuerlich absetzbar. Österreichweit ist START bereits in fünf Bundesländern vertreten: Neben Vorarlberg gibt es das Programm in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg.

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Thupten Weekly – Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship (2)

Das Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship (“BFTF”) Programm, welches vom US-Außenministerium finanziert wird, ermöglicht Jugendlichen aus Europa und den USA im Rahmen eines vierwöchigen Programms transatlantische Beziehungen zu knüpfen und sich mit politischen und wirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. START-Oberösterreich Stipendiat Thupten nimmt heuer am BFTF Programm teil und berichtet von seinen Erfahrungen.

Ein wichtiger Fokus des Fellowships ist die politische Bildung. Drei Tage lang beschäftigten wir uns mit der amerikanischen Verfassung, und hatten auch genug Raum diesen mit europäischen Verfassungen zu vergleichen. Wichtige Schwerpunkte waren die Begriffe „Gerechtigkeit“ und „Privatsphäre“.

Dafür stellten wir zwei sehr komplexe Fälle des Obersten Gerichtshofes nach. Am Schluss behaupteten wir unser Wissen über die Verfassung in einem „mock congressional hearing“. Dabei mussten wir uns als Experten unseren Urteil über einen sehr pikanten Fall gegenüber einem Untersuchungsausschuss verteidigen.

An zwei Abenden stellten dann die Fellows ihre jeweiligen Länder bzw. US Bundesstaaten vor. Danach folgte eine Runde Jeopardy, eine sehr populäre Quiz-Show in den Staaten. Der Höhepunkt der Woche waren aber definitiv die Feierlichkeiten zum 4.Juli. Nach einem gemeinsamen Picknick begaben wir uns zu dem spektakulären Feuerwerk in Lafayette, Indiana.

Zugegeben am nächsten Tag waren wir etwas müde, das Seminar war dafür umso interessanter. Der enthusiastische Redner lud uns ein das Thema „Medien“ kritischer zu beleuchten. Danach folgten Vorbereitungen zu unserem hauseigenen „Model United Nations“. Das Thema ist der globale Müllkreislauf. Doch zuallererst soll jeder ein Land für sich auswählen, und die Thematik aus der Perspektive des Wahllandes analysieren. Mit Geschick und Diplomatie soll er die Interessen seines Landes in einer Schlussresolution verteidigen. Im nächsten Beitrag von „Thupten Weekly“ (toller Name übrigens) führe ich euch durch den Alltag am Campus der Purdue University bzw. des Benjamin Franklin Institute.

Thupten Weekly – Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship (1)

Das Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship (“BFTF”) Programm, welches vom US-Außenministerium finanziert wird, ermöglicht Jugendlichen aus Europa und den USA im Rahmen eines vierwöchigen Programms transatlantische Beziehungen zu knüpfen und sich mit politischen und wirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. START-Oberösterreich Stipendiat Thupten nimmt heuer am BFTF Programm teil und berichtet von seinen Erfahrungen.

Am 29.Juni war es dann so weit. Ich würde mich mit anderen Jugendlichen aus 45 anderen Ländern auf dem Weg zu BFTF, einem Austauschprogramm des US State Departments an der Purdue University, begeben.

Schon am Flughafen fingen wir an, über Politik, Umwelt und Wirtschaft zu debattieren. Zu meiner Überraschung waren auch viele interessiert an der derzeitigen Lage in Österreich. Das Beste aber war, dass wir alle Spaß hatten. Nach einer 24-stündigen Reise kamen wir an der Purdue University an. Am ersten Tag machten wir (unter anderem) eine Campus Tour durch Purdue, wo wir alle durch den Brunnen laufen mussten. Anscheinend ist dies Tradition für Neuankömmlinge. Am Nachmittag hatten wir eine Reception, wo alle nacheinander etwas über sich sagen mussten. Als sich alle mit ihren Vorhaben, Talenten und Interessen vorstellten, fühlte ich mich an die START-StipendiatInnen erinnert.

Seminar politische Bildung in Berlin

Wie jedes Jahr fuhren alle START-Österreich Stipendiat*innen die 1 Jahr vor der Matura stehen nach Berlin um an einer Seminarwoche zum Thema politische Bildung teilzunehmen. Hier der ausführliche Bericht:

Tag 1 – Anreise mit Bus, Flugzeug und Bahn nach Berlin

Während die Salzburger Stipis elegant mit der 1.Klasse mit der Bahn nach Berlin fuhren, flogen START-Wien, NÖ, OÖ von Wien Schwechat nach Berlin-Tegel. Die Vorarlberger fuhren mit dem Bus nach Zürich und flogen von dort aus nach Berlin. Für einige Stipendiat*innen war es der erste Flug überhaupt.

Nachdem alle gut angekommen waren, checkten wir in unserem Hostel in der Nähe des Bezirks Prenzlauer Berg ein. Dann gingen wir gemeinsam in Kleingruppen essen und machten uns mit der Umgebung vertraut.

Tag 2 – Thema: Nationalsozialismus

Wir haben als erstes das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besucht. Die 2711 quaderförmigen Beton-Stelen erinnern an die rund 6 Millionen Juden, die unter der Herrschaft Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten ermordet wurden. Hier erfuhren wir nicht nur über die Hintergründe dieses Platzes sondern auch über die Architektur und eigenen Interpretationen des Denkmals. Danach gingen wir hinunter ins Museum und wurden in 2 Gruppen aufgeteilt.

Wir sprachen viel über den Nationalsozialismus, vor allem über den Einmarsch in Polen und über die Vernichtungslager die 1942 erbaut wurden. Wir wurden in kleinere Gruppen aufgeteilt und haben Aufgabenstellungen bekommen, die wir mit Hilfe des Bildmaterials im Museum beantworten mussten.

Nach der Mittagspause gingen wir zum Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung wo uns Sana von den Geschehnissen 1933 berichtete und zur neuen Wache – einer Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Dort erzählte uns Mahdi über die Widerstandsbewegung der Geschwister Scholl.

Anschließend besuchten wir das deutsche historische Museum und sprachen wieder über den Nationalsozialismus, wobei wir mehr auf die Details, wie zum Beispiel die Hitler-Spielzeuge der Kinder, eingingen. Am Abend besuchten wir auch noch das Maxim Gorki Theater und schauten uns „Die Nacht von Lissabon“ an. Das Thema des Theaters spezialisierte sich hauptsächlich auf die Flucht und die emotionale Belastung die dahinter steckt.

Eishah: Ich fand es sehr gut, dass wir nicht nur über Fakten gesprochen haben, wie wir es in der Schule machen, sondern auch zum Beispiel auf familiäre Hintergründe der Juden eingegangen sind.

 

Mehdi: Mir hat vor allem das deutsche historische Museeum gut gefallen, da es Materialen der NS-Zeit zeigte und ich mir somit besser vorstellen konnte, was alles passierte. Von den anderen Programm-Tagen konnte ich mir auch viel Information mitnehmen.

 

Afra: Ich habe schon relativ viel zum Nationalsozialismus in der Schule gemacht und trotzdem konnte ich mir sehr viel neues mitnehmen. Ebenso die Wiederholung von den Sachen, die ich schon gekonnt habe, war für mich hilfreich es mir noch besser einzuprägen. Die Berlin-Reise ist eine tolle Möglichkeit um sich politisch weiterzuentwickeln und hat allen Beteiligten einen großen Spaß gemacht.

Bericht der START-Sbg Stipendiat*innen

Theaterbesuch

Gegen Mittwochabend hatten wir die Möglichkeit das Theaterstück ‘Die Nacht von Lissabon’ nach dem Roman von Erich Maria Remarque zu besuchen. Selbst in diesem Stück handelte es sich von der Flucht. Eine tragische Geschichte eines Paares, die gegen ihr Schicksal kämpfen und Widerstand zeigen mit der Hoffnung zu Überleben.

Das Theaterstück war für mich eine traurige Geschichte, weil die Paare immer verfolgt wurden und sie haben im Angst gelebt. Das Leben für sie eine große Herausforderung, weil sie immer auf der Flucht waren. wegen dieser Verfolgung konnten sie nicht ein schönes Leben führen. – Shah-Ali

Die ‘Nacht von Lissabon’ die im Rahmen ein Theaterstück gespielt wurde, war Liebesgeschichte von zwei geliebten die nicht einfach hatten zusammen zu kommen und immer ihnen die steine vor ihren Weg geworfen wurde. Sie hatten nicht so einfach ein schönes Leben zu führen. Allgemein war das Theaterstück für mich sehr interessant und hat mich fasziniert. -Milad

Das Theaterstück zeigt vor allem auch, dass die Menschen damals sehr schwer hatten. Ich persönlich war von dieser Geschichte sehr berührt und hoffe, dass die Gesellschaft endlich es schafft in einer toleranteren Atmosphäre miteinander in Frieden zu leben.  – Nasiba

Auch ich habe das Theaterstück sehr interessant gefunden. Vor allem die Parallelen, die man zu unserer Gesellschaft herstellen kann, haben mich fasziniert. Sicherlich muss man in Österreich (!) keine Angst haben, mit einer Person zusammen zu sein, unabhängig von deren Religion, Geschlecht oder Herkunft. Dass das jedoch so ist, ist absolut nicht selbstverständlich und in anderen Ländern teilweise gar nicht möglich. – Chirin

Ich fand das Stück sehr gut und unterhaltsam, da die Schauspielergruppe nicht nur die Probleme in der Vergangenheit sondern auch die Schwierigkeiten, welche man heute in einer fremde Gesellschaft bzw. Kultur bekommen kann, gut und deutlich dargestellt hat. Iman

Bericht der START-Vbg Stipendiat*innen

Tag 3 – DDR, geteiltes Berlin

Wir haben in der Schule zwar einiges über das geteilte Deutschland gelernt, doch erst als wir am zweiten Vormittag unserer Berlin-Reise die ehemalige DDR Haftanstalt Berlin-Hochschönhausen besuchten, wurde uns die schlimme Menschenrechtslage im Osten bewusst. In der DDR wurden die Bürger mit einer Politik der Angst und Vertrauenslosigkeit regiert. Hier haben wir auch eine Führung von einem Zeitzeugen gemacht. Er hat uns die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR gezeigt. Es war sehr emotional die traurigen Geschichten zu hören.

Am Nachmittag besuchten wir den ehemaligen Flughafen Tempelhof. Seine Architektur ist ein Beispiel der Gigantomanie zur NS Zeit. Es ist aber nicht übertrieben zu sagen, dass er als die “Mutter aller Flughäfen” gilt. Mit unserer sympathischen Tourguide erkundigten wir die verschieden Facetten dieses Flughafens angefangen von den Zwangsarbeitern, die dieses Gebäude errichten mussten, bis hin zu seiner vitalen Rolle bei der Luftbrücke und schlussendlich zu seiner Schließung 2008.”

Bericht START-OÖ Stipendiat*innen

Alumni - Infoabend

Am Abend besuchten uns 3 START-Alumni, die in Berlin leben und dort studieren oder arbeiten. Sahire Bozkurt und Sonya Puthuparambil (START-Wien) und Luka Prskalo (START-OÖ) informierten über Studieren und Arbeiten in Deutschland. Speziell Luka wurde mit Fragen gelöchert, da er an der Charité in Berlin Medizin studiert. Vielen Dank fürs Zeitnehmen!

Tag 4 – Demokratie und Europa

Donnerstag waren wir beim europäischen Haus. Dort hatten wir die Möglichkeit, die Rolle der Parlamentsmitglieder zu spielen, wo wir eine Diskussionsrunde über Plastikbechern und Umweltverschmutzung durchgeführt haben. Wir hatten viel Spaß beim Rollenspiel. Es war ein wunderbares Erlebnis. Nachher hatten wir Freizeit. Dann hatten wir die Chance, uns mit uns im deutschen Dom mit der Geschichte des Parlaments auseinanderzusetzen. (Khlod)

Am vierten Tag unserer Reise durften wir den deutschen Dom besuchen. Da haben wir uns mit der Funktionsweise des Bundestags beschäftigt und haben die Rolle von “Bundestagsabgeordneten” übernommen, um einen besseren Überblick zu bekommen, wie Entscheidungen getroffen werden. Außerdem wurden Infos über die Arbeit von Bundestagsabgeordneten, den Gang der Gesetzgebung, den Ablauf einer Sitzungswoche, die Struktur und Sitzordnung im Plenarsaal, die Funktionen der handelnden Parlamentarier sowie den Ablauf einer Plenarsitzung vermittelt.

Mir hat es sehr gefallen, weil ich mich dadurch einen sehr guten Überblick über verschiedene Dinge im Bundestag verschaffen konnte. (Ahmad)

Bericht: START-NÖ Stipendiat*innen

Tag 5 – Abreise

Die ersten, die Berlin verlassen mussten, waren die Salzburger Stipendiat*innen, die mit dem Zug nach Salzburg fuhren. Da in Deutschland der Karfreitag ein Feiertag ist, fuhren die U-Bahnen nur unregelmäßig und es gab dazu noch eine Störung, so dass wir den Zug nur knapp erreichten!

Die restlichen Stipendiat*innen hatten dann ebenfalls mit Verkehrsproblemen zu kämpfen, aber alle kamen rechtzeitig am Flughafen an und kamen gut und wohlbehalten wieder nach Hause.

Berlin wir kommen wieder!

Eine unvergessliche, lehrreiche, aber auch spaßige Reise, mit diese drei Wörter würde ich die Berlinreise 2018/2019 beschreiben. Die Reise war vom ersten- bis zum letzten Tag sehr gut organisiert. Ich danke allen für die Ermöglichung dieser Reise. - Atila Bamyani

Atila

Während der Berlinreise konnte ich nicht nur meine politische Bildung erweitern, sondern auch meinen Freundeskreis. Trotz oft langer Erklärungen und Erzählungen hat man durch die dort besuchten Workshops sowohl die Geschichte Deutschlands, als auch die Funktion des europäischen Unions besser kennengelernt. Unsere Betreuerinnen haben uns tatkräftig unterstützt, sodass wir uns wie zuhause fühlten. Ich hatte dort zahlreiche schöne Momente und Erinnerungen, die ich nie vergessen werde. DANKE START FÜR DIESE TOLLE UND INFORMATIVE REISE!

Jihan

In Berlin haben wir viele Workshops und wichtige Gebäuden besucht. An diese Reise würde ich wieder mit allen Stipendiaten und Stipendiatinnen und Betreuerinnen teilnehmen.

Shehab

Die Berlinreise war für mich von Anfang an schon cool und interessant und die beste Reise mit Stadt bis jetzt, da ich zum ersten mal mit Flugzeug geflogen bin.

Mahdi

START-Stipendium: Jetzt bewerben!

START sucht wieder neue Stipendiatinnen und Stipendiaten!

Chance, Weiterbildung, Netzwerk, Zukunft und neue Perspektiven – mit diesen Begriffen verbinden unsere Absolvent*innen das START-Stipendienprogramm.
Ab sofort sind wir auf der Suche nach neuen, spannenden jungen Persönlichkeiten, die gemeinsam mit uns ihre Talente stärken und neue Perspektiven für ihre Zukunft schaffen wollen!

Deine Schritte zu einer erfolgreichen Bewerbung:

  1. Auf unserer Seite oder auf Facebook über unser Angebot informieren.
  2. Überprüfen, ob du alle Voraussetzungen erfüllst.
  3. Bewerbungsunterlagen downloaden und ausfüllen.
  4. Alle Unterlagen zusammen? Dann ab zur Post und an die Projektleitung des jeweiligen Bundeslandes schicken.

Mit einem Klick auf das Bild des jeweiligen Bundeslandes kannst du die Bewerbungsunterlagen als PDF downloaden. Eine Vorlage für ein Empfehlungsschreiben findest du hier zum Download.

START ins neue Semester mit dem Bildungsseminar

Von 22.-24. Februar 2019 trafen sich alle Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg im Bildungshaus Schloss Puchberg in Wels. Geboten wurde wieder ein umfangreiches Programm an Seminaren und gemeinsamen Aktivitäten. Die Stipendiat*innen wurden je nach Bedarf, Schulart und Schulstufe auf verschiedene Seminare aufgeteilt, die am Samstag den ganzen Tag und am Sonntag Vormittag stattfanden. Folgende Seminare wurden angeboten: Sprechtechnik, Lerntechnik, Einführung in die vorwissenschaftliche Arbeit, Projektarbeit & Schreibtechnik, außerdem Gruppenmoderation sowie Mediation für die Maturant*innen.

Hier einige Eindrücke aus den verschiedenen Workshops:

Nachdem den ganzen Samstag fleißig gearbeitet und gelernt worden war, fand am Abend ein weiterer Höhepunkt statt: Die neuen Stipendiaten-Sprecher*innen wurden gewählt! Es gibt in jedem Bundesland ein Team aus zwei Sprecher*innen, deren Aufgabe es ist, die START Projektkoordinatorinnen zu unterstützen. Die neuen Sprecher*innen durften sich anschließend auch vor allen Stipendiat*innen präsentieren. Katrin Triebswetter, langjährige Landeskoordinatorin von START Wien, wurde mit einem spannenden Rückblick auf „10 Jahre START“ und einem Geschenk verabschiedet, da sie eine neue berufliche Herausforderung angenommen hat. Der Abend fand bei Kartenspielen, Tischtennis und unterhaltsamen Gesprächen seinen Ausklang. Am Sonntag wurden zum Abschluss des Seminars die Zertifikate verteilt und nach dem Mittagessen hieß es Abschied nehmen von den Maturant*innen, für die dieses Bildungsseminar das letzte war.

Das Feedback unserer Stipendiat*innen:

„Mir hat das Sprechtraining gut gefallen. Ich habe bei diesem Seminar erfahren, wie man sicher auf der Bühne stehen kann und vor allem was „Erdung“(=Kontakt mit dem Boden, welcher uns hilft, mit stressiger Situation beim Reden oder Präsentieren) ist. Die Seminarleiterin war sehr nett und man kam mit ihr auch zurecht.” Sebastian (Vorarlberg)

„Das Bildungsseminar bei START bedeutet mir viel. Ich durfte zum zweiten Mal dabei sein und drei Tage lang eine unvergessliche Zeit mit meinen Freunden verbringen, aber auch neue Leute kennenlernen.
Abendprogramme mag ich, weil sie die Stipis näher zu einander bringen, außerdem sind sie sehr lustig. Ein Beispiel dafür ist das gemeinsame Tanzen. Hier ist die Atmosphäre zwischen Stipis so gut, dass auch wenn du nicht tanzen kannst, machst einfach mit. Einführung der Vorwissenschaftlichen Arbeit war auch gut. Ich konnte andere wichtige Zitier regeln, die in meiner Schule nicht besprochen wurden, lernen und meinen Erwartungshorizont verbessern.” Mahdi (Wien)

„Das Bildungsseminar ist eine von meinen Lieblingsveranstaltungen beim Start, da wir gleichzeitig uns weiterbilden können und uns mit unseren Freunden aus den anderen Bundesländern treffen. Mein Seminar war VWA und, weil ich mich jetzt schon mit der vorwissenschaftlichen Arbeit beschäftige war dieses Seminar sehr hilfreich. Ich freue mich sehr auf die nächsten Bildungsseminare.” Fatimah (Niederösterreich)  

„Ich habe den Workshop Lerntraining besucht. Wir haben so viele Sachen gelernt und auch viele neue Informationen bekommen. Der Workshop war sehr gut, lustig und hilfreich. Ich habe gelernt, wie ich besser lernen kann und wie ich meine Pausen einteilen kann. Außerdem habe ich erfahren, dass ich nach dem Lernen mich nicht mit dem Handy ablenken soll, sondern einfach zur Ruhe kommen soll. Ich bedanke mich bei START für diese Möglichkeit.“ Omaima (Salzburg)

„Ich habe beim Sprechtraining teilgenommen und habe gelernt, wie ich meinen Körper aktivieren kann, um möglichst präsent auf der Bühne zu sein und um deutlich reden zu können. Ich fand die Kursleiterin echt gut, und fand das Seminar zu keinem einzigen Zeitpunkt langweilig. Einfach toll!” Franciszek (Vorarlberg)

„Mir hat das Bildungsseminar sehr gut gefallen. Ich habe einen VWA-Workshop besucht, der mir sehr in der Schule geholfen hat und ich konnte auch mit meiner vorwissenschaftlichen Arbeit anfangen.“ Eishah (Salzburg)

„Abgesehen von verschiedenen Methoden zum Lernen, wie man sie am effektivsten anwendet und Zeitmanagement, die wir beim Bildungsseminar besprochen und gelernt haben, hatten wir auch viel Zeit, um lustige Erinnerungen mit allen Stipis aufzubauen.
Freundschaften, Vertrauen, Glückseligkeit, neues Wissen, Lächeln und Zusammenarbeit sind nur einige der prägenden Dinge, mit denen die Stipis das Bildungshaus Schloss Puchberg wieder verlassen haben.” Viola (Oberösterreich)

„Am 23 und 24 Februar hatte ich die Gelegenheit durch Start an dem Seminar „Einführung in der VWA“ teilzunehmen. Hier wurden uns Zetteln mit den wichtigsten Informationen gegeben. Mithilfe diesen, können unsere Fragen bezüglich VWA sehr schnell beantwortet werden. Bei der Bearbeitung dieser Zettel konnten wir zahlreiche Fragen stellen, die alle unsere Unklarheiten gelöst haben. An diesem Seminar haben wir an unseren Erwartungshorizont gearbeitet als auch an dem Inhaltsverzeichnis. Dieses Seminar nahm uns die Angst vom Schreiben weg und ermutigte uns zum Schreiben.” Karmina (Oberösterreich)

„In meinem ersten Bildungsseminar habe ich an den Workshop „Lern-training“ teilgenommen, wo ich verschiedene Strategien für Lernen und Wiederholen gelernt habe. Außerdem habe ich erfahren, was es bedeutet, ein Ziel zu haben und wie ich mich am besten motivieren kann. Der Workshop war für mich sehr informativ, hilfreich, interessant und er wird mich auf meinem langen Lernweg unterstützen. ” Ebtisam (Oberösterreich)

„Am Anfang habe ich ein bisschen Angst gehabt, weil ich gedacht habe es wird mir gar nicht helfen aber doch war es sehr informative und hilfreich denn ich habe dank unser Betreuerin(Lehrerin), endlich meine Erwartung hoeizont fertig geschrieben und zwar ein neues Thema für die VWA gefunden, ein Thema der mich betroffen hat. Ich habe dort auch unterschiedliche Möglichkeiten zum zitieren gelernt und war ein bisschen erleichtert. Außerdem haben wir auch VWA Beispiele angeschaut und ich habe die passenden Literatur gefunden. Danke für allen die diesen Seminar organisiert haben und mit gemacht haben.” Khlod (Niederösterreich)

START-Salzburg Jahresausklang mit Light Painting Workshop

Einen fröhlich Abend in der Vorweihnachtszeit verbrachten die Salzburger START-Stipendiatinnen und Stipendiaten am 21. Dezember 2018 bei Gesellschaftsspielen, mitgebrachten Köstlichkeiten und einem spannenden Light Painting Workshop. Malen mit Licht in der dunklen Jahreszeit – Die Salzburger Stipendiatinnen und Stipendiaten ließen das Jahr 2018 kreativ ausklingen und zauberten sich ihr eigenes Feuerwerk!

Schul-START mit dem Bildungsseminar!

Am Wochenende zwischen dem 14. und dem 16. September fand das erste Bildungsseminar des Schuljahres 2018/19 wie gewohnt im Schloss Puchberg in Wels statt. Am Spätnachmittag des vergangenen Freitags kamen die Stipendiat*innen aus den verschiedenen Bundesländern an. Nach dem Zimmerbezug ging es gleich mit dem Abendessen und dem anschließenden Abendprogramm los. Als erster Punkt am Programm hielt die Geschäftsführerin Katrin Bernd ihre Begrüßungsrede, dann wurde die Niederösterreich-Tour, die über den Sommer stattgefunden hatte, präsentiert. Daraufhin gab es ein kleines Kennenlernen-Spiel für die neuen Stipendiat*innen. Am nächsten Tag, den Samstag, gingen die Stipendiat*innen mit voller Motivation in den jeweiligen Workshop. Sie wurden je nach Schulart, Schulstufe und Bedarf eingeteilt. Es wurden insgesamt folgende Workshops angeboten.

1)     Rhetorik & Präsentation
2)     VWA: Schreibwerkstaat
3)     Sprechtraining
4)     Gruppe & Konflikt
5)     Wissenschaftliches Arbeiten: Projektarbeit

Nach einem lehrreichen Tag begann das spannende Abendprogramm, welches von den Stipendiatenprecher*innen geplant wurde. Die Stipendiat*innen wurden in zehn Gruppen aufgeteilt. Jede/r Gruppenleiter*innen musste eine App herunterladen und verschiedene Aufgaben mit seiner/ihrer Gruppe lösen bzw. Herausforderungen bewältigen. Die Erfüllung der Aufgaben war auf 40 Minuten begrenzt. Während der Auswertung der Ergebnisse konnten die Stipendiat*innen entweder Werwolf spielen oder in die Disco gehen. Für die ersten drei Siegergruppen gab es wertvolle Preise. Nach dem Ende des Abendprogramms hatten die Stipendiat*innen Freizeit, um sich besser kennen zu lernen und auszutauschen.

Am Vormittag des Sonntags fand der letzte Teil des Bildungsprogramms statt. Gegen 12 Uhr bekamen die Stipendiat*innen die Urkunden von den jeweiligen Trainern überreicht. Um 12:30 Uhr mussten sich alle Stipendiat*innen im Hof treffen und sich so aufstellen, dass sie ein perfektes Quadrat für das bundeslandübergreifende Gruppenfoto bilden. Danach wurden die Stipendiat*innen mit köstlichen Schnitzeln belohnt, bevor sie sich auf den Weg nach Hause machten.

Bericht von: Taha, Mahan, Adham, Nawid

Hier dazu Kommentare unserer Stipis zum Seminar:

“Ich war auf dem Gruppen- und Konfliktlösungsseminar es war sehr informativ und hilfreich. Stipis sprechen über Konflikte, mit denen sie konfrontiert wurden. wir haben über sie diskutiert und eine Lösung für sie gefunden. Am Ende des Seminars wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt, wobei jede Gruppe einen Konflikt darstellte, wo die Andere Gruppe zu lösen hatte.” (Mobarak – OÖ)

Am Anfang war ich sehr aufgeregt und angespannt als wir in Schloss Pulchberg antrafen, ich wusste nicht was mich erwartet und auf welcher Art und Weise ich mich darauf vorbereiten sollte. Trotz all diesen Vorstellungen, was mir später ziemlich sinnlos erschien, habe ich mich schnell an den Rhythmus des Geschehens gewöhnt. Das war das erste Mal wo ich so viele talentierte, interessante und verschiedene Persönlichkeiten getroffen habe, bei denen ich mich sehr wohl gefühlt hab. Sie waren alle sehr offen und freundlich und hatten die gleichen Ideale vom Leben wie ich, obwohl wir sehr verschieden waren, haben wir sehr viele Gemeinsamkeiten entdeckt. Besonders die Schnitzeljagd, was die Stipi-Sprecher vorbereitet hatten, hat mir besonders gefallen, da ich damit die Chance hatte mein Team besser kennen zulernen und den 2 Platz zu gewinnen. Ich bin überaus dankbar an unsere Betreuern, unsere Sponsoren und das Start-Team, dass Sie mir so eine tolle Gelegenheit angeboten haben.  Ich hoffe, dass weitere Jugendliche sich bei Start anmelden um zu sehen was für eine schöne Gemeinschaft wir doch sind.

Mit freundlichen Grüßen” (Balqiz – Wien)

“Das Bildungsseminar ist ein einmaliges Erlebnis. Es ist einer meiner besten Erfahrungen im Leben. Man hat verschiedene Kulturen gelernt und auch neue Freunde. Das Seminar Rhetorik und Präsentation war auch sehr interessant und informativ. Die Betreuer waren auch sehr freundlich. Ich freue mich so wieder ein Erlebnis zu haben.

Lg” (Shehab – Wien)

“Ich fand das Bildungsseminar sehr interessant und informativ. Die Möglichkeit, an jenem Seminar teilzunehmen, war einfach genial, da ich in der Rhetorik viele neue Sachen gelernt hatte. Falls es um das Essen geht, war es ebenfalls gut. An diesen drei Tagen habe ich viele neue Leute kennengelernt. Ich bedanke mich auch herzlich für dieses Erlebnis.” (Sebastian – Vorarlberg)

“Das bildungsseminar war für mich ein sehr interessantes Erlebnis und ich hab mich über die Zeit sehr gefreut, vor allem weil ich zwei aus meiner Volksschule aus der Heimat wiedergetroffen habe bzw von denen erkannt wurde 😂🤩.

Es gab ein sehr lockerer und entspannter Raum zum Austauchen, was uns das kennenlernen von neuen Freunden und maruranten  ermöglicht hat. Man hat sich gegenseitig geholfen, wir haben gemeinsam gelacht, gespielt, getanzt und vor allem von einander gelernt. Das Seminar an sich war auch sehr belehrend, von paola habe ich ehrlich gesagt das Gefühl  der Disziplin bekommen, dass wir immer pünklich und bereit zum Aufnehmen der Informationnen waren, mit Ausnahmen halt 😂. Na aber generell hat es mir sehr gut gefallen und ich freue mich natürlich auf einen erneuten Abenteuer wieder.” (Jian – OÖ)

“Der VWA-Workshop war höchst hilfreich, da er uns nach den Ferien auf die richtige Spur zurückgebracht hat. Die Tipps und Tricks anhand von ausgezeichneten VWAs konnten auch teilweise erfolgreich  umgesetzt werden. Durch das gegenseitige Kontrollieren und Feedback wurde ich von meinen Start-Kollegen sogar auf Fehler aufmerksam gemacht, die ich übersehen habe. Trotz intensiver Arbeit und Recherche durfte der Workshop auch lustig sein. Zum Abschluss ,,tanzte” jede/r von uns seine Einstellung zur eigenen VWA. Ich bedanke mich recht herzlich bei der Workshop-Leiterin Dr. Karin Wetschanow für den hilfreichen und unterhaltsamen Workshop.”
(Taha – NÖ)

“Ein wenig schwierig für die Leute , die etwas schüchtern waren, aber das ist normal bei dem ersten Seminar. Ich habe sehr viele neue Sachen dazugelernt. Ich kann mich dank dem Workshop viel besser ausdrücken. Ich habe viele neue Stipendiaten kennengelernt. Es war wirklich toll”
(Meysam – Salzburg)

 

We do not say goodbye, we say see you soon

Traditionell jedes Jahr werden unsere Maturanten zu einem Abschiedsessen von unseren Stiftern Bill und Maude zu ihnen nach Hause eingeladen! Neben dem köstlich hausgemachtem Essen trifft man sich zusammen um die vergangen Jahre Revue passieren zu lassen und sich über die Zukunft jedes Einzelnen zu unterhalten.

“Wir hatten ein sehr nettes und angenehmes Mittagessen zusammen! So eine nette und erfolgreiche Gruppe. Wir wünschen alle viel Glückwunsch Spaß auf ihre nächste Lebenslauf!”

– Maude und Bill

“Es hat mich sehr gefreut wir Bill und Maude für alle Alumnis ein Abschiedsessen organisiert haben. Dadurch hatte ich die Möglichkeit mich über die Zukunftswege der anderen Alumins informieren zu können und mich nochmal bei einem, gut zubereiteten Essen von Maude, zu verabschieden.”

– Lukas

“War echt warme Stimmung, habe mich richtig Wohlgefühlt. Es war schön zu sehen wie sich die beiden Mühe gegeben haben.”

– Cemil

“Es war schön wieder alle mal zusammen zu sehen und gemeinsam den Mittag zu verbringen.”

– Sinem

Dieses Jahr waren es 12 MaturantInnen, die wir erfolgreich vom START Stipendium verabschieden durften. Auch wir gratulieren Allen recht herzlich zur bestandenen Matura und wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihre Zukunft!

 

Zarije Ademi als Fellow des Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship

START-Oberösterreich Stipendiatin Zarije Ademi konnte heuer, nach erfolgreicher Absolvierung der Matura, ihren Sommer in den USA verbringen. Dort nahm sie als Fellow am Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship, kurz: BFTF Austauschprogramm teil. Was sie in diesen vier Wochen erlebt hat schildet sie in diesem eindrucksvollen Bericht.

My American Adventure – Mein Sommer bei BFTF 2018

Ein Sommer, der mich geprägt hat wie kein anderer.

Am 30. Juni 2018 begann meine Reise in die USA. Die Tatsache, dass ich heuer die Ehre hatte Österreich als Fellow beim Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship zu repräsentieren, erschien mir immer noch wie ein Traum. Ich fing erst am Frankfurter Flughafen mein Glück zu realisieren, als ich auf die ersten Europäischen Fellows traf. Die Angst und die Aufregung waren sofort vergessen bei dem herzlichen und offenen Empfang am Gate und ich konnte schon die ersten Bekanntschaften machen. Insgesamt nahmen 56 Schüler aus 46 aus Europa und 10 aus den USA teil.

Nach einer anstrengenden Reise mit vielen Verspätungen erreichte unsere Gruppe endlich das Ziel. Wake Forest University in Winton-Salem, NC. Die Zeit- und Wetterumstellung machte uns Europäern ein wenig zu schaffen, doch auch das konnte man schnell ignorieren bei dem Empfang mit Pizza und Musik. Mein Abenteuer konnte nicht besser beginnen.

Die erste Woche verbrachten wir am Campus und besuchten schon die ersten Workshops wie Debattieren, Nachhaltigkeit und Aktivismus, welche von Lehrkräften der Universität gehalten wurden. Schon bereits da fing ich an die ersten Funken des sogenannten „Ben Spirits“ zu spüren. Um uns untereinander besser kennenzulernen organisierten unsere Mentoren Aktivitäten wie eine Olympic Games Night, 4th July Picknick und Zombies vs Humans. Das Picknick und das Global Village zählen zu meinen schönsten Erinnerungen der ersten Woche. Beim Global Village hatte jeder Fellow etwas aus seinem Heimatland mitgenommen und es wurden bei verschiedenen Ständen einzelne Länder präsentiert. Es wurde gelacht, getanzt und vor allem die bereits entstandenen Freundschaften gestärkt.

Am 07.07. reisten wir mit dem Bus nach Philadelphia und verbrachten dort und in Washington DC eine ganze Woche. Am Programm standen verschiedene Museen, Sightseeing und natürlich auch jede Menge Freizeit um auch individuelle Eindrücke von diesen beiden Großstädten zu bekommen. Natürlich beschäftigten wir uns ausführlich mit der Geschichte des Namensgebers unseres Programmes, Benjamin Franklin.

Ehe ich mich versehen konnte, waren wir schon bei der dritten Woche angelangt. Typisch für BFTF ist, dass jeder Fellow einer Gastfamilie zugeteilt wird, bei der er eine Woche verbringt, während weiterhin die Kurse am Campus besucht werden. Meine Gastmutter lebte etwas außerhalb von Winston-Salem an einem See. Schon am ersten Wochenende erlebten meine zwei Gastschwestern Valeria (Ukraine) und Jordan (North Carolina) und ich unser erstes kleines Abenteuer bei einer Bootstour auf dem See. An dieser Stelle möchte ich meiner Gastmutter Carol großen Dank aussprechen. Sie war stets darum bemüht uns verschiedene Facetten der amerikanischen Kultur sowohl bei Ausflügen als auch beim gemeinsamen Kochen zu zeigen. Neben dem Aufenthalt bei den Gastfamilien, standen wieder Workshops am Programm. In dieser Woche wurde der Fokus jedoch auf „Social Work“ und „Volunteering“ gelegt. Ich selbst hatte die Gelegenheit bei einer Second Harvest Food Bank freiwillig mitzuhelfen. Hier wurden überschüssige Lebensmittel aus Lebensmittelgeschäften sortiert und verpackt. Diese Pakete wurden dann an diverse Einrichtungen für Bedürftige oder einkommensschwache Familien verteilt. An einem anderen Nachmittag durfte ich in der Campus-Küche mithelfen, um für ein Kinderheim das Frühstück und Mittagessen zuzubereiten.

Die vierte und letzte Woche, verging schneller als jeder gedacht hätte. Jeder Fellow musste am Ende von BFTF ein Projekt präsentieren, welches er auch in seinem Heimatland nachverfolgen sollte. Die Workshops in dieser Woche konzentrierten sich auf für die Projekte hilfreiche Themen wie Fundraising, Advertising und Richtiges Planen. Die Mentoren standen uns tatkräftig zur Seite und halfen uns bei Schwierigkeiten und Fragen. Auch wenn es die kürzeste Woche war, war sie jedoch am intensivsten. Nach schlaflosen Nächten und viel Kopfzerbrechen absolvierten wir auch die letzte Challenge mit Bravour. Die Präsentationen wurden ein voller Erfolg und es entstanden dabei auch bemerkenswerte Projektideen.

Auch wenn ich es nicht wahrhaben wollte, war der Abschied gekommen. Nach einem Monat, voller Abenteuer, Reisen, gemeinsamen Leistungen und Erfahrungen wollte ich mich von diesen besonderen Menschen nicht trennen. BFTF hat uns alle zu einer großen Gruppe zusammengeschweißt, in der man sowohl für seine Stärken als auch Schwächen geschätzt wird. Auch wenn einem 30 Tage als eine äußerst kurze Zeit erscheinen, so genügte das um Freundschaften fürs Leben zu schließen. Jeder dieser 56 Fellows bereicherte mich als Person und Persönlichkeit und machte diesen Sommer zu einer unvergesslichen Zeit. Wie man so schön sagt, man sieht sich zweimal im Leben. So hoffe ich, dass es kein „Leb wohl!“, sondern viel mehr ein „Bis bald“ war.

An dieser Stelle möchte ich mich bei all denjenigen bedanken, die mir meine Teilnahme ermöglicht haben. Mein größter Dank gilt START-Stipendien Österreich und der US Embassy Vienna, ohne die meine Bewerbung gar nicht möglich gewesen wäre. Weiters möchte ich dem Department of State danken, die jährlich dieses außergewöhnliche Programm finanziell unterstützen und realisieren. Zu guter Letzt möchte ich mich auch den beiden Leitern, Alessandra und Ron Von Burg, und den Mentoren bedanken, welche uns rund um die Uhr betreut haben und stets um unser Wohlbefinden bemüht waren.

Young-leadership Seminar 2018

Am Donnerstag, den 10. Mai war es soweit, die Stipisprecher*innen aller fünf START-Bundesländer trafen sich in Linz für das anstehende Young-Ledership Seminar. Dabei lernten sie mehr über ihre Rolle als Sprecher*in, ihre Aufgaben als Vertreter*innen der Regionalgruppen und lernten einader besser kennen.

“Beginnend mit dem Einchecken in der Linzer Jugendherberge, die sich nicht allzu weit vom Hauptbahnhof bzw. dem Zentrum selbst, befindet, ging es auch schon los. Nach einem kurzen Überblick was uns erwarten wird, war das Erste was ganz oben im Programm stand ein Kennenlernspiel, in welchem man sich verschiedene Informationen eines jeweilig anderen merken sollte. Nachdem wir mehr über uns erfuhren, ging es weiter mit verschiedenen kommunikativen, teamorientierten Spielen, die die Teamfähigkeit und den Zusammenhalt des neuen Stipisprecher-Teams unter Beweis stellen sollte. Auch diese Herausforderungen hat das Team „START“ ziemlich einfach bewältigt und konnte mit voller Stolz beweisen, dass sie bereit sind, die zukünftigen Herausforderungen und das Verantwortungsbewusstsein eines/r Stipisprechers/in in wahr zu nehmen. Nach einem gemeinsamen Abendessen ging es wieder zurück ins Hostel.

Nocheinmal ein herzliches Danke an die OÖ LK Nadja, welche uns mit voller Tatendrang und Motivation bis zum Schluss begleitet hat und uns so großartige Tage gestaltet hat. Es war wirklich schön und wenn ich könnte, würde ich dies auf jeden Fall wieder machen. Natürlich gilt dies auch für Katrin  und Anna, die sich auch Zeit nahmen.” (Christian)

“Am Freitag haben wir uns vormittags in Axis getroffen, wo wir uns mit den Aufgaben, dem Verhalten des/der Stipisprechers/in und den Erwartungen der Landeskoordinatorinnen an uns auseinandergesetzt haben. Dabei wurde es uns auch ermöglicht, alle Unklarheiten zu beseitigen und viele neue Informationen zu erhalten. Außerdem haben wir viele organisatorische Dinge, die den Stipisprecher*innen von großer Bedeutung sind, besprochen.” (Ahmad)

“Am Freitag nachmittag hatten wir mit einem externen Berater einen Workshop zum Thema Konfliktlösung begonnen. Mittels eines Spieles führte er uns die subjetive Bedeutung von “Gewinnen” vor Augen. Dabei ging es darum Kompromisse zu schließen, denn man soll am besten gemeinsam gewinnen und nicht immer seinen Standpunkt durchsetzen. Im späteren Verlauf ging es immer mehr um das Bearbeiten von potentiellen Fallbeispielen, die von uns dargestellt wurden und uns in der Zeit als Stipendiatensprecher*in entgegnen können. Nachdem wir die Situationen theoretisch besprochen haben und gemeinsam Lösungswege gesucht haben, haben wir in einem Art Rollenspiel Streitgespräche nachgespielt. Bsp. waren: die Ausgrenzung von Stipendiat*innen bis zu fortlaufendes zu spät kommen. Dabei merkte man schnell, wie schnell man eine seine Grenzen stößt, wenn man sich persönlich angegriffen fühlt. Der Tag dauerte bis 19 Uhr, jedoch war es durch die Rollenspiele sehr authentisch, belebt und lustig, wodurch die Zeit wie im Flug verging.” (Erem)

“Samstag vormittag hatten wir noch die Möglichkeit organisatorische Dinge zu erledigen und uns von der ehemaligen OÖ-Stipisprecherin Soso Tipps zu holen für unsere Zeit. Ich glaube wir sind jetzt sehr gut vorbereitet um gute Arbeit für unsre Stipis zu leisten. Zu Mittag bekamen wir von Nadja verschiedene Zutaten und hatten die Aufgabe was gemeinsam zu kochen, was jeder mag. Dank unsrem super Koche Umair zauberten wir ein sehr leckeres Essen und wir konnten das Seminar schön ausklingen lassen” (Momo)

Erste-Hilfe-Kurs im Ländle

Wer nicht im Augenblick hilft, scheint mir nie zu helfen, wer nicht im Augenblicke Rat gibt, nie zu raten. – Johann Wolfgang von Goethe

Aus diesem Anlass haben wir am Samstag, dem 28.04.2018 einen Erste-Hilfe-Kurs für unsere Stipendiaten und Stipendiatinnen veranlasst, damit sie, wenn es darauf an kommt, im richtigen Moment, richtig handeln können.

“EIN ERSTE-HILFE-KURS LOHNT SICH ZU 100%.

Zu 99% passiert nichts. Aber im Ausnahmefall bereit zu sein, ist mehr als nur wichtig. Es ist vor allem eines: Unglaublich beruhigend. Wenn man weiß, was zu tun ist. Etwa, weil man sich an den Erste-Hilfe-Kurs erinnert. Bei vielen ist das aber schon eine ganze Weile her. Bzw manche könnten es gerade für den Führerschein gut gebrauchen.

In Vorarlberg kommt im Durchschnitt alle 1,5 Stunden ein Mitmensch in eine lebensbedrohliche Situation. Durch gute Erste-Hilfe-Leistung, haben diese Personen die Möglichkeit zu überleben.

Erste Hilfe rettet Leben…
Das Rote Kreuz bietet eine ganze Palette von verschiedenen Ausbildungen, um sein Wissen in Erster Hilfe aufzubauen bzw. zu festigen. Mit individuell an die Bedürfnisse angepassten Kursen versuchen wir, möglichst praxisnah, die für den Kursteilnehmer wirklich wichtigen Inhalte zu vermitteln.” – Das Rote Kreuz (Quelle: http://www.roteskreuz.at/vbg/kurse-aus-weiterbildung/)

“Es war sehr gut. Wir haben alles über die Erste Hilfe gelernt. Wann, wo & wie man es anwenden muss. Die Referentin hat auf alle unsere Fragen geantwortet und am Ende haben wir die Teilnahmebestätigung bekommen, somit ein Teil der Führerschein schon erledigt!” – Ibrahim

“Es hat mir sehr gut gefallen vor allem die praktizierten Übungen, die wir nachdem Aufzeigen immer nachgemacht haben. Dadurch wurden wir mehr selbstbewusster und natürlich durfen wir auch das Zertifikat nicht vergessen , das uns wirklich sehr hilfreich beim Autoführerschein sein wird.” – Ghaiath

Recht herzlichen Dank ans Rote Kreuz für diese Organisation!

Start-Wien Schreibwerkstatt: Offener Brief und Leserbrief

Am 28.10.2017 haben sich 12 Stipendiaten und Stipendiatinnen im Start-Wien Büro, wo die Schreibwerkstatt stattfand, um 9:15 getroffen.

Von 9:30 bis 16:00 hat uns der Schreibcoach Lukas Lienhart mit den beiden Textsorten „Der Leserbrief“ und „Der offene Brief“ bekannt gemacht. Bevor wir mit dem eigentlichen „Unterricht“ angefangen haben, gab es eine 7-minütige Free-writing Session über das Thema „Sebastian Kurz“.  Nach der ersten Textsorte hatten wir eine ca. einstündige Pause, bei der wir ein gesundes Mittagessen zugestellt bekamen. Im Anschluss bekamen wir Ordner mit Trennblättern geschenkt, um unsere Materialen aufzubewahren.

Ein paar Statements von den Stipis:

“Im Deutschunterricht lernen wir viele Textsorten kennen. Über die Jahre braucht man eine Auffrischung und eine genaue Strukturierung, um sie optimal anwenden zu können. Dank der Schreibwerkstatt können wir viele Textsorten wiederholen und Tipps von unserem tollen Workshopleiter bekommen. Es lohnt sich, denn es macht Spaß und man lernt etwas dazu.” – Marina

“Der Deutsch-Schreibkurs hat mir gut gefallen. Ich habe gelernt wie man einen Leserbrief und einen offenen Brief schreibt. Der Kurs war sehr hilfreich und praktisch, deswegen würde ich ihn nochmal besuchen, um neue Dinge zu lernen.” – Rimal

“Ein spannender Tag mit Schreibcoach Lukas Lienhart, der mit viel Verständnis und auf eine besondere Art die Textsorten verständlich erklärte. Ein Samstag wie kein anderer.”

– Saida

“Das war das erste Mal, dass ich in einem Deutschunterricht wirklich was gelernt habe und es war verständlich. Außerdem war die Pizza lecker.”  – Munira

“Das erarbeiten der Textsorten als START-Gemeinschaft war nicht nur lehrreich, sondern auch spannend. Ich sehe den zukünftigen Terminen freudig entgegen!” – Nenad

Bericht: Erem Celebi

Mit besonderem Dank an UNIQA und KPMG, die mit ihrer Spende diese Schreibwerkstatt ermöglichen!

Theater spielen – Stärken entwickeln – Gemeinsames Gestalten

Bereits drei ganze Tage verbrachten die Salzburger StipendiatInnnen und Vor-StipendiatInnen mit der Regisseurin und Workshopleiterin Gerda Gratzer im Markussaal.

Dabei erleben die Schüler und Schülerinnen einen kreativen, lösungsorientierten Prozess und lernen die besondere Qualität eines Ensembles (Teams) kennen, das sich konstruktiv und fokussiert einer gemeinsamen Sache widmet.

Welche Talente bisher entdeckt wurden: Es kann auf viele, viele Sprachen übersetzt werden, manche machen das besonders professionell: im Bild Zaynab Husseini und Eishah Mustafa, übersetzen in einem Spiel Urdu/Deutsch und Farsi/Deutsch.

Einige können ihr Potenzial entfalten, indem sie ein Auto mit Scheibenwischern spielen oder einen Tanz für die ganze Gruppe choreografieren. In den Prozessen ist vieles möglich und wird dann gemeinsam wieder in einer Struktur zusammengeführt.

Zu sehen ist die Abschlussperformance dann bei der großen

Begrüßungsfeier am 9. November in der Tribühne Lehen.

Darauf kann man sich schon freuen und gespannt sein!

 

Austausch mit der Landesrätin

Der Einladung der Landesrätin Martina Berthold folgten wir sehr gerne. Am 19. September hat sie die StipendiatInnen, die das Land finanziell unterstützt, in ihr Büro eingeladen und wollte sie besser kennenlernen. Daraus entstand ein sehr angeregtes Gespräch über Bildung, Kulturen und Zukunftspläne.

Die Jugendlichen fragen sich, was sie denn tun können, um einige gesellschaftliche Situationen zu verbessern. Daran und an den entstandenen Ideen wird jetzt weitergearbeitet. Die Landesrätin bestätigte sie aber darin, dass sie alleine durch ihren Weg, den sie machen und ihre Ziele, die sie nach außen tragen, schon wichtige Vorbilder und vielleicht MultiplikatorInnen sind, wenn es um ein Gemeinsam-Leben hier in Salzburg und Österreich geht.

Wir freuen uns über die tatkräftige Unterstützung und Ermöglichung der Stipendien durch das Land Salzburg und bleiben gerne in Austausch. Besonders freuen wir uns auf die Zeremonie zur Begrüßung der neuen StipendiatInnen und Verabschiedung der Maturantinnen, auch die Landesrätin wird das Fest am 9. November mit uns feiern.

 

Auch das Land und Salzburger Medien berichten darüber, sehen Sie hier:

http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=58769

http://www.regionews.at/newsdetail/Salzburg_Talente_staerken_und_Integration_foerdern-160958

 

START Vorarlberg Sportprojekt 2017/18 #1 Yoga

Ziel des START Stipendienprogramms ist, Jugendliche mit Migrationsgeschichte beim Erwerb und Ausbau von Schlüsselqualifikationen für die schulische und berufliche Laufbahn zu unterstützen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch die gezielte Förderung von sportlicher Tätigkeit. Sport unterstützt die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers sowie die Weiterentwicklung des eigenen Lebensstils. Gleichzeitig gefördert werden Selbstbewusstsein und Kooperationsfähigkeit.” Inspiriert vom START Sportprojekt aus Oberösterreich startetete s’Ländle vergangene Woche eher gemütlich ins START’n’Sport – Progamm – YOGA für Jugendliche zum Entkommen vom Schulalltag.

Im Rahmen des heurigen Programms von START Vorarlberg, welches sich auf die Themen Sport und Gesundheit fokussiert, findet jeweils Montag abends für 2h statt. Geleitet wird der Kurs von Bernd Kroner, einem Ex-Lehrer der jetzt die „Praxis für bewusstes Sein“ führt und verschiedene Yoga-Kurse leitet.

Der Kurs erwies sich anstrengender, als wir es zuerst dachten. Man kann nach jeder Einheit eine Steigerung der körperlichen Wahrnehmung und dessen Gesundheit spüren.

Zum Abschluss jeder Einheit gab es eine „Endentspannung“, bei der wir uns vollkommen entspannen können und die Ruhe genießen.

   

Der Workshop kommt bei allen Stipendiaten sehr gut an und wir besuchen den Kurs gerne. Ich bedanke mich im Namen aller Stipis bei Bernd Kroner der sehr einsichtig, rücksichtsvoll aber auch gezielt unsere Kurse leitet.

Ein Bericht von START Stipendiat Lukas Gabsi

 

 

 

 

 

 

Start Wien Stipendiatin Harjivan Bhullar und ihr Sommer in Japan

Homestay Programm Floridsdorf – Katsushika

Zum Jubiläum der 30-jährigen Freundschaft von Floridsdorf und Katsushika (Tokio, Japan) fand auch heuer das regelmäßige Austauschprogramm zwischen österreichischen und japanischen Jugendlichen statt. Nachdem ich meine Bewerbung zugeschickt und im Februar eine Zusage bekommen hatte, ging es zusammen mit vier weiteren Jugendlichen im Sommer 2017 für zwei Wochen zu einer Gastfamilie nach Japan. Aufgrund des abwechslungsreichen Programmes, das von Sightseeing bis hin zu Kyudo (Bogenschießen) & Shodo (Kalligraphie) und Aktivitäten mit der Gastfamilie selbst reichte, habe ich die Möglichkeit erhalten, Japan und die Kultur der dort lebenden Menschen auf eine ganz besondere und einzigartige Weise zu entdecken. Zusätzlich war es unsere Aufgabe den Bezirk Floridsdorf in Wien zu repräsentieren, weshalb wir bei der offiziellen Begrüßung im Bezirksamt, einem Mittagessen mit dem Bezirksbügermeister und einer Präsentation über unser schönes Wien und dessen bezaubernde Kultur einen guten und wichtigen Austausch erfahren haben. An diesem Punkt möchte ich mich sehr herzlich bei START bedanken, da es mir finanziell ermöglichte, an diesem wundervollen und tollen Projekt teilzunehmen. Diese Unterstützung ermöglichte es mir, einzigartige Erinnerungen und Erfahrungen zu sammeln, die mir auf meinem weiteren Wege sicherlich zugutekommen werden und mir neue Perspektiven geschenkt haben. Vielen Dank dafür oder besser gesagt:

A R I G A T O G O Z A I M A S H I T A!

ありがとうございました


 

Kennenlerntage Start Wien auf der Gjaidalm

Auf geht’s zu den Kennenlerntagen!

START-Wien hatte vom 28.08.2017 – 30.08.2017 die Kennenlerntage für das neue Schuljahr 2017/18.

Am 28.08. trafen sich viele alte und neue Stipendiat_Innen vor dem neuen START-Büro motiviert einander kennen zu lernen. Nach einer langen aber dennoch angenehmen Busfahrt und einer coolen Seilbahnfahrt kamen wir auf der schönen Gjaid-Alm an.

Wir verbrachten tolle 3 Tage in der Natur am schönen Dachstein in 2000 m Höhe.

Die Aussicht war beraubend schön und wir waren die meiste Zeit im Freien.

Unser Programm war gefüllt mit Kennenlernspielen und Teambuildingaufgaben.

Öfters war es eine richtige Herausforderung mit 29 Personen das Ziel zu erreichen, aber dennoch waren wir motiviert und fokussiert alles zu überwältigen.

Diese Tage haben uns gut getan, es war eine gute Möglichkeit viel Zeit mit den Anderen zu verbringen und wieder dieses wohlige Gefühl von einer starken Gemeinschaft zu spüren.
Es war ein toller Start in das neue Schuljahr für START-Wien. Wir freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Ereignisse.

 

Hier ein paar Statements von den Stipendiaten_Innen zu den Kennenlerntagen:

 

Auf der Gjaid Alm gab es bis jetzt das beste Essen welches ich im Resort je gegessen habe. Durch verschiedene Programme und Aufgaben, die man als Team lösen musste, hatte man die Gelegenheit mit jedem Stipi zu zusammenzuarbeiten und eine Freundschaft zu knüpfen. Es war eine schöne Zeit die ich gerne wiedererleben würde. – Erem

Ein unvergessliches Erlebnis sagt so ziemlich alles. Eine prächtiger und magischer Ort der Erholung pur ist und mit so vielen wundervollen, bunten freundlichen und lebenslustigen Menschen im Gedächtnis bleibt. Eine angenehme Atmosphäre die uns zusammenschwieß wie eine große Familie. – Saida

Die Tage auf der Alm waren sehr cool, wir – sowohl die älteren als auch die neuen Stipis – haben uns dadurch viel besser kennengelernt und vielen hat es auf der Alm auch gefallen. Es war schön, in der Nacht Sterne betrachten zu können, was man hier in Wien nur schlecht tun kann. Die Alm haben wir alle mit vielen entstandenen Erinnerungen – und vor Allem – Freunden_Innen verlassen. – Gamze

 

 

START-Wien/NÖ/Österreich ist übersiedelt

Ab 18.7.2017 finden Sie das START-Wien, das START-Niederösterreich und das START-Österreich Büro nicht mehr in der Baumannstrasse 11-15, sondern in der
Unteren Weißgerberstraße 41
in 1030 Wien

Unser neues Büro ist entweder zu Fuss oder von Landstrasse Wien-Mitte (S-Bahn, U4, U3)  mit der Strassenbahnlinie O (Station Radetzkyplatz) von Landstrasse Wien-Mitte (S-Bahn, U4, U3)  oder Praterstern (U1, U2, S-Bahn) oder der Strassenbahnlinie 1 vom Schwedenplatz (U4, U1) (Station Hetzgasse) gut zu erreichen.

START-Salzburg Jahrestreffen – und was der Lungau alles zu bieten hat…

Vom 30. Juni bis zum 02. Juli fand das diesjährige Salzburger Jahrestreffen (zeitgleich mit anderen Bundesländern) statt. Unsere Destination war der Lungau – genauer gesagt Mauterndorf, wo wir drei Tage lang eine Auszeit von der Hektik der Stadt nehmen durften und stattdessen die Natur genießen konnten. Nach unserer Ankunft in unserer Herberge ging es für die meisten von uns zur Erkundung der Freizeitanlage. Sehr begeistert waren wir Stipendiat*innen über die Trampoline, die während unseres Aufenthalts nicht verschont blieben.

Am ersten Tag stand außerdem ein Trommelworkshop an der Tagesordnung. Zur Auflockerung und um den Rhythmus zu fühlen durften wir anfangs zum Trommeln der Workshopleiterin tanzen und danach bekam jede*r eine eigene Trommel und der richtige Spaß begann. Es war nicht ganz so einfach wie man sich das vorstellt, doch trommeln macht unglaublichen Spaß – zumindest bis die Handflächen anfangen zu brennen. Ein Highlight war auch die etwas neue Ausführung vom Fetzenfußball, das wir bereits beim letzten Jahrestreffen gespielt hatten. Die Schwierigkeit lag hierbei darin, die Anzahl der Trommelschläge rauszuhören, die die Workshopleiterin schlug. Das mag peinlich einfach klingen, doch in Wirklichkeit ist das fast schon eine Kunst für sich. Den Abend haben wir dann mit verschiedenen Freizeitaktivitäten ausklingen lassen – führend war dabei erneut das Trampolin, aber auch der Aufenthaltsraum mit Billard und Co kam gut an bei den Stipis.

Am Samstag haben wir den Tag mit einer Wanderung begonnen. Es ging zwar vorerst mit der Gondel ein Stück bergauf, aber wir sind trotzdem ein ganzes Stück bergauf gegangen und sind sogar dank der grandiosen Fähigkeit von Umair die Karte (falsch) zu lesen unabsichtlich auf ein (Gipfel-)Kreuz gestiegen. Einige unter uns mögen zwar die Echtheit des Gipfelkreuzes angezweifelt haben, aber ein tolles Gruppenfoto damit ist trotzdem rausgesprungen. Schließlich ging es dann zu den Löschseen, die eigentlich zu Beginn das Ziel gewesen waren. Wobei man erwähnen muss, dass die Aussicht von unserem START-Gipfel viel schöner war als die zwei Seen.

Nach dem Mittagessen entschieden wir uns spontan für einen kurzen Ausflug zur Burg Mauterndorf. Für waschechte Salzburger*innen natürlich kein Vergleich zu unserer Festung, aber die Führung durch die Burg war doch sehr spannend, sodass sich der Ausflug gelohnt hatte. Auf dem Abendprogramm stand eigentlich ein Lagerfeuer, doch da das Wetter im Lungau sich als unvorhersehbar entpuppte, reichte es doch nur für ein gemütliches Beieinander im Aufenthaltsraum, das im Nachhinein dem Lagerfeuer in Nichts nachstand.

An unserem letzten Tag ging es zum Outdoorparc Lungau, worauf sich die meisten von uns die ganze Zeit über gefreut hatten. Und der Kletterpark enttäuschte uns schließlich kein bisschen. Sogar die Ängstlichsten unter uns sind über ihren Schatten gesprungen und hatten letztendlich großen Spaß. Das Highlight des Kletterparks war der Flying Fox, von dem wir kaum genug kriegen konnten.

Insgesamt war unser Jahrestreffen ein großer Erfolg und hat mir unglaublich viel Spaß bereitet.

 

Hevidar Mahmud, Salzburger Stipendiatin – nunmehr START-Alumna

Ich seh, ich seh, was du nicht siehst… Fotoworkshop Doppelbelichtungen

Ein Bild gibt Rätsel auf; Geheimnisvolles entsteht und oft verbirgt sich etwas im Foto, das sich erst beim zweiten Blick erkennen lässt:

Beim Fotoworkshop, der am 24. Juni im START-Salzburg-Büro mit Elisabeth Leberbauer stattgefunden hat, ging es hauptsächlich um Doppelbelichtungen. Zuerst haben wir Grundregeln des Fotografierens durchbesprochen und Elisabeth hat uns erklärt, welche Dinge wir beachten müssen, damit die Fotos besser aussehen oder eine bessere Qualität aufweisen. Dann wurde uns erklärt was doppelbelichtete Fotos sind, da sich die meisten von uns fast gar nichts unter diesem Begriff vorstellen konnten. Danach haben wir Portrait-Fotos von uns selbst gemacht. Nachdem wir ein paar Fotos geknipst hatten, gingen wir in den Mirabellgarten und machten Fotos von verschiedenen Objekten: Blumen, Bäumen, gewissen Skulpturen oder einfach vom Wasser. Als wir genügend Fotos hatten, hat uns Elisabeth im START-Büro mit einer einfachen App namens ‚fused‘ gezeigt, wie man zwei Fotos übereinanderlegen kann. Wir alle haben ein paar Fotos bearbeitet und waren ziemlich fasziniert, wie einfach man tolle, doppelbelichtete Bilder herstellen kann. Die App ist sehr einfach zu bedienen und die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen. Alle Stipis, die beim Workshop teilgenommen haben, waren begeistert von den fertigen Fotos.

Paula Jelusic, Stipendiatin aus Salzburg

Gemeinsam Feste feiern – Das erste START-OÖ Iftar إفطار

Am Samstag, den 24. Juni feierten START-OÖ Stipis mit Angehörigen, Freunden und Paten gemeinsam das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang. Bei sommerlichem Wetter konnten wir unter freiem Himmel eine muslimische Tradition zusammen erleben und Köstlichkeiten aus den Heimatländern der StipendiatInnen probieren.

Der Ramadan ist der Fastenmonat der Muslime, welcher Dimensionen des Religiösen, Körperlichen, Spirituellen und Sozialen verbindet. In den 30 Tagen des Fastens steht die Enthaltung  bestimmter Tätigkeiten im Vordergrund. Nach Sonnenuntergang wird das Fasten im Kreis von Familie und Freunden gebrochen. Die 30 Tage des Fastens werden mit dem Fest des Fastenbrechens, Bayram oder Zuckerfest, beendet.

Bereits um 19.00 kamen die ca. 80 BesucherInnen unseres Iftar in den „My Playstore“, welchen wir für unser Rahmenprogramm verwenden durften. Neben einem Jahresrückblick, welcher von unseren Stipis präsentiert wurde, gab es Vorträge, welche von den Heimatländern, den Fluchterfahrungen und Reisen unserer Stipis berichteten.

Bevor die knurrenden Mägen mit orientalischen Spezialitäten gefüllt wurden, lud START-Alumi Hajret Beluli, welcher Islamwissenschaften studiert, die BesucherInnen ein, sich ein paar Gedanken über die Botschaft des Ramadan zu machen. In seiner Rede kläre er ZuhörerInnen über die Bedeutung und verschiedenen Aspekte des Fastens im Ramadanauf. Abschließend eröffntete Pastoralassistentin Martina Resch uns ihre Perspektiven und Gedanken zum Fasten.

Pünktlich zu Sonnenuntergang wurde das üppige Buffet, gefüllt mit selbstgemachten, traditionellen Speißen unserer StipendiatInnen eröffnet. Die BesucherInnen konnten alle Köstlichkeiten probieren und neben traditioneller Musik das traumhaften Ambiente des Sommersonnenuntergangs im Innenhof der Tabakfabrik genießen. Während des Essens konnten sich Stipis mit Freunden und Paten über ihr START-Jahr austauschen und gemeinsam die Tradition des Fastenbrechens kennenlernen.

Wie bedanken uns für die vielen Gäste, die unsere Einladung gefolgt sind und bei Iris Mayr, welche uns die Räumlichkeiten des My Playstore zur Verfügung stellte!

ʿĪd mubārak – Ein gesegnetes Zuckerfest!

– und erholsame Sommerferien

wünscht START- Oberösterreich

 

START Vorarlberg auf der Anne Frank Wanderausstellung

Am 23.06.2016 besuchten 7 Vorarlberger START-Stipendiaten die Ausstellung „Lasst mich ich selbst sein: Anne Franks Lebensgeschichte“ im Theater am Saumarkt in Feldkirch. Im Rahmen der Kooperation mit dem Anne Frank Verein wurde diese Ausstellung ins Leben gerufen.

              

Anne Frank bekam zum dreizehnten Geburtstag ein Tagebuch geschenkt. Sie begann sofort mit ihren Eintragungen. Der größte Teil des Tagebuchs handelt von der Zeit im Hinterhaus. Es war Krieg und die deutsche Armee hatte die Niederlande besetzt. Jüdische Bürger wurden verhaftet und in Konzentrationslager gebracht. Nach zwei Jahren wurden die Verfolgten im Hinterhaus doch entdeckt und verhaftet. Anne Frank starb im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Sie war damals fünfzehn Jahre alt.

In den Projekten des Anne Frank Vereins werden Schülerinnen und Schüler dazu motiviert sich mit der Lebensgeschichte Anne Franks auseinanderzusetzen. Gerade auf die heutige, rasante Situation im Nahen Osten bezogen, ist das Bestreben nach einem globalen Frieden, wie es die UNO einmal nach dem 2. Weltkrieg definiert hat, sehr in den Hintergrund geraten: Es werden immer noch, und das seit Jahrzehnten, Städte bombardiert und den dort lebenden Menschen ihre Lebensgrundlage entnommen. Viel zu verheerend sind die Folgen, wie Flucht, Vertreibung und das weltweite Schüren von Hass, dieser „Stellvertreterkriege“, die im Nahen Osten schon lange toben. Diese Auseinandersetzung soll junge Menschen sensibilisieren: zu Respekt vor Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe, Religion und kulturellerem Hintergrund.

          

Wir möchten uns sehr über die Führung bei den zwei Jugendlichen und beim Saumarkt Theater für den netten Empfang bedanken und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg!

Ein Bericht von Anes Terzić, START Stipendiat

Kunstprojekt der Wiener Start-StipendiatInnen: Light over Darkness

“My heart is full of PEACE.” – Meghety
“Light wins over darkness.” – Lalita
“We were created to create.” * throws glitter in today’s face* – Yıldız
“Are we all lost stars trying to light up the dark?” – Gamze
“Creating something new helps us find new things in ourselves.” – Leopold

Alte Menschen waren auch mal Kinder. Als der zweite Weltkrieg begann, wurden viele plötzlich aus ihrer wohlbehüteten Kinderwelt heraus gerissen. Die Welt verwandelt sich in Dunkelheit und Grauen. Unschuldig wurden diese Kinder zu Zeitzeugen. Doch haben sie sich selbst als Opfer wahrgenommen? Glücklicherweise überlebten sie. Jugendliche heute, die selbst Fluchterfahrungen gemacht haben, aus Kriegs­gebieten kommen, führten Gespräche mit jüdischen Zeitzeugen. Sie sprachen über Hoffnung, das Überleben und den Frieden. Wer waren diese Menschen damals und wer sind sie heute? Wie überlebten sie diese Zeit, was war ihr Antrieb? Ist die politische Lage von damals ähnlich wie heute? Aus den Zeitzeugen-Interviews bzw. ihren eigenen Erfahrungen und Motiven erarbeiteten die Jugendlichen schau­spielerische Szenen, Texte und Rapsongs. Die künstlerischen Darstellungen zeigen authentisch den Weg, den die Jugendlichen gegangen sind.


Danke für den wundervollen Abend: Die darstellende Einleitung der Jugendlichen, die Vorführung ihrer Arbeit, die unfassbar traurig, wahr, echt und greifbar war! Vielen Dank auch an die Brunnenpassage für das köstliche Essen danach und an Alle die gekommen sind, um dabei zu sein! Wir werden den Film hoffentlich bald wieder zeigen können! Dazu dann bald mehr!


Mit Abdirahman Ahmed, Bushra Yasin, Gamze Cetin, Lalita Kumari Digwal, Leopold Grolmus, Lisney Wimasha Fernando, Mariama Ibrahim Miko, Meghety Topjian, Mohammad Hijazi, Roberto Ciubotaru, Yıldız Turak

Künstlerische Leitung: Simonida Selimovic (Romano Svato)
Kamera: Servet Yilmaz

“Light over Darkness” ist das Kunstprojekt der Wiener START-ÖsterreichStipendiat_innen 2016/17.

 

START-Salzburg in der Oper – Mahagonny, die Netzestadt

Der Besuch der Oper ‚Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny‘ wirft viele Fragen auf und bringt Überraschungen:

„° Ist die Geschichte echt? ° Die singen komisch. ° Was machen Facebook, Twitter, Amazon, und vieles Modernes mehr in der Oper? ° Den Dirigenten kann man hinten am Bildschirm sehen. ° Den Text der Sänger und Sängerinnen oben mitlesen. ° Die Kostüme sind fantastisch. ° Den einen Sänger kennen wir aus einem Projekt in der Schule. ° Ob wir wirklich alles verstehen müssen? ° Ich muss das nochmal reflektieren. ° Der Kampf war richtig cool.“

Die Salzburger StipendiatInnen, die die Oper bis dato noch nicht liebten, sind spätestens in der zweiten Hälfte der modernen Inszenierung auf den Geschmack gekommen und die sie schon liebten, waren hellauf begeistert: mitreißende Musik, packende Szenen mit modernem Zeitgeist – So wurde das sozialkritische Musiktheaterstück von Kurt Weill und Bertolt Brecht erlebt, indem es um Geld und Gemeinschaft geht und die Frage, wie wir leben wollen. In der Pause wurde das Gebäude mit Balkon näher betrachtet und über das Stück gequatscht. Es war ein schöner, feierlicher Abend im Salzburger Landestheater.

Musikalische Leitung: Adrian Kelly . Inszenierung: Jacopo Spirei  . Orchester: Mozarteumorchester Salzburg

Salzburg: eine historische START(Stadt-)Tour

Auf den Spuren des Nationalsozialismus“ war das Konzept des Regionalprogramms am 28. April 2017. Gemeinsam mit dem Historiker Alexander Prenninger erlebten die StipendiatInnen eine Zeitreise durch die Salzburger Altstadt. Trotz des schlechten Wetters vermittelte uns Herr Prenninger viel von seinem Wissen, zum Beispiel über jüdische Familien, die in Salzburg gelebt haben.

Außerdem zeigte uns der Historiker einige Plätze, welche für die NationalsozialistInnen eine wichtige Rolle spielten, wie den Markatplatz. Zusätzlich machte er die StipendiatInnen auf verschiedene Gedenktafeln aufmerksam, die von vielen Menschen kaum beachtet werden. Weiters entdeckten wir ein paar Stolpersteine, welche an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern.

Es gibt eben unzählige sichtbare und unsichtbare Spuren, die uns in die Geschichte führen. „Im Schatten der Mozartkugel“ (http://www.imschatten.org/) heißt ein Reiseführer, indem dazu noch mehr gelesen werden kann.

Obwohl das Wetter nicht sehr passend war, erklärte der Historiker mit Begeisterung Kurioses und Wissenswertes über die Geschichte des Nationalsozialismus in der Stadt.

START-Salzburg bedankt sich für diese interessante und lehrreiche Führung. Nach dieser Tour sahen die StipendiatInnen die Stadt von einem ganz anderen Blickwinkel.

-Eindrücke von Stipendiat Pushon-

Euthanasie oder das Thema über das zu wenig gesprochen wird

Erfasst, verfolgt, vernichtet – Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“ – lautet der Titel, der Wanderausstellung welche unsere StipendiatInnen am 20. April im Unipark Salzburg besuchten. In der NS-Zeit galten geistig oder körperlich behinderte sowie psychisch erkrankte Menschen als „weniger wert“ und wurden systematisch erfasst und größtenteils getötet. Die StipendiatInnen erzählen von ihren Eindrücken zur Euthanasie-Ausstellung:

 

„Ich fand es überraschend, dass die Personen auf den Portraits “schwachsinnig” gewesen sein sollten. Und auch, dass es in Österreich solche Arten von Psychiatrien während des NS gegeben hat und dass es diese Psychiatrien noch gibt (aber nicht in der Art wie wir es aus dem NS kennen).“

– Stipendiatin Stefanie Nguyen

 

„Die Ausstellung enthielt viele Informationen, auf die ich bei der Erarbeitung meiner VwA bereits gestoßen bin. Daher hatte ich eine grobe Ahnung über die Behandlung von Personen mit Beeinträchtigungen im Nationalsozialismus. Es gibt viele Parallelen zu der Vorgehensweise bei den Opfern der Menschenexperimente in den Konzentrationslagern. So versuchte man auch bei diesen die Machenschaften der Öffentlichkeit vorzuenthalten. Sowohl bei den Menschenversuchen im KZ als auch bei den Insassinnen und Insassen der Heilpflegeanstalten waren die Todesursachen, die man den Angehörigen mitteilte, falsch und dienten rein dazu, kein Misstrauen innerhalb der Bevölkerung zu hinterlassen. Dass man sich jedoch so viel Mühe gegeben hat, die Spuren zu verwischen, indem man andere Heilpflegeanstalten als Absender für die Mitteilungen an die Angehörigen angegeben hat, war für mich neu.“

Stipendiatin Hevidar Mahmud

„Von der heutigen Ausstellung, fand ich den Abschnitt über die Zwangssterilisationen sehr interessant. Die Menschen mussten sich sterilisieren lassen, um das Übertragen von Krankheiten zu mindern. Sie wurden wegen Diagnosen wie ‘Schwachsinn’ oder Schizophrenie sterilisiert und konnten deswegen keinen Nachwuchs bekommen. Viele starben auch an der Operation, die ihnen aufgezwungen wurde.“

-Stipendiatin Cynthia Dionela

 

„Am interessantesten fand ich die Dokumente bzw. Bilder zu den einzelnen Fällen. Diese Beweise brachten mich zum Nachdenken, wie bereit man sein kann für eine Ideologie etwas Unmenschliches zu tun. Ich denke, dass diese Ausstellung das Thema ganz gut und klar dargestellt hat und daher konnte ich Vieles mitnehmen und lernen.“

-Stipendiatin Liza Angelee Arcilla

 

„Eines der interessantesten Fakten zu lesen war, dass nach dem Tod eines “psychisch Kranken” die Familie des/der Kranken einen Brief aus “dem Pflegeheim” zugeschickt bekommen haben. In dem Brief war ein erfundener Grund für den Tod zu lesen und er wurde von einem anderen, viel weiter weg liegenden, Pflegeheim abgesendet, um so den offenen Fragen der Familie zu ‚entkommen‘.”

-Stipendiatin Amina Salarzai

 

Schließlich lässt sich sagen, dass unsere StipendiatInnen den Eindruck hatten, dass über das Thema Euthanasie viel zu wenig offen gesprochen wird und dies auch im Schulunterricht zu wenig behandelt wird. Ihr Interesse zu diesem Thema zeigten sie dann auch in unserer kleinen Diskussionsrunde, die wir am Ende der Ausstellung abhielten.

START-OÖ auf IT-Berufsfeldexkursion

Wie in einem Hochsicherheitsgefängnis werden die Daten, die im Rechenzentrum der Raiffeisenbanken gesammelt werden, gesichert. Durch Sicherheitsschleusen, versperrte Abschnitte und speziell gekühlte und brandschutzgesicherte Räume wurden die START-OÖ StipendiatInnen geführt, um die Server und Großrechner zu besichtigen. Im Anschluss an diese höchst spannende Führung gab es noch eine Einführung in die Arbeitswelten der GRZ und RSG. Die StipendiatInnen erfuhren alles rund um das Rechenzentrum und das Berufsfeld IT.

 

START-Stipendiatin Ladan berichtet:

“Bei der Führung durch das Rechenzentrum hat uns Herr Nimmervoll wir sehr viel über die Raiffeisenbank Software GmBH und die GRZ erzählt. Wir durften sehen, wie Strom für die Firma erzeugt wird, wie schnell die Kuverts gedruckt werden und wie so ein Prozess abläuft, wenn zum Jahresabschluss alle Bankauszüge verschickt werden müssen. Sehr beeindruckt hat uns auch der Dieselgenerator, der im Notfall die Firmen mit Strom versorgen kann.

Die Räume mit Servern müssen gekühlt werden, damit die Geräte nicht heiß laufen und wir sahen das komplette Kühlsystem, wie das funktioniert und erfuhren, dass das Löschsystem mit Argon und Trigon funktioniert. Trotz des teuren Preises der Edelgase gehören sie zum fixen Bestandteil in einem Rechenzentrum.
Auf einer Tabelle konnten wir auch selber sehen und vergleichen, die Jahre 1979 und 2009 wurden gegenübergestellt. Zu entnehmen war, dass sich in diesen 30 Jahren der Preise für GB, TB, usw. stark verringert haben und nun um einiges raumsparender geworden sind.”

Danach bekamen die StipendiatInnen eine Vorstellung zu den Karrieremöglichkeiten bei GRZ und RSG. – Stipendiat Samale berichtet darüber:

“Nach einer kurzen und kompakten Einführung hatten wir alle einen guten Überblick über GRZ und die RSG. Frau Unden und Frau Matheis berichteten über die zwei Firmen, wo sie Aufträge herbekommen und wie das Arbeiten mit den Raiffeisenbanken und Raiffeisenlandesbanken funktioniert. Wir sprachen auch gemeinsam über Jobs im IT-Bereich und was wir StipendiatInnen in der Zukunft machen möchten.
Besonders gefreut hat uns, dass sich auch der Geschäftsführer, Herr Dr. Hermann Sikora, für uns Zeit genommen hat und uns viel über den Fachbereich IT erzählt hat und auch wie er in diesen Bereich gekommen ist.

Nach den  Ausführung  gab es ein kleines Buffet, wo wir in gemütlicher Atmosphäre den schönen Ausflug ausklingen lassen konnten. Schließlich hatten wir noch die Möglichkeit  Fragen zu stellen. Dadurch haben wir interessante und wertvolle Informationen über IT und Technik bekommen.

Diese Exkursion in den IT-Bereich war sehr interessant, wir konnten uns viel mitnehmen und uns nun besser vorstellen, wie es wäre, in dem Berufsfeld zu arbeiten.

Vielen Dank an Herrn Sikora für die tolle Möglichkeit, das Rechenzentrum zu besichtigen! Danke auch an Frau Unden, Frau Matheis und Herrn Nimmervoll für die Zeit und die vielen Informationen, die sie uns zur Verfügung gestellt haben!”

START-Bewerbungsphase abgeschlossen!

Die Bewerbungsphase für die Unterstützungsangebote von START ist in allen Bundesländern abgeschlossen.
Bewerbungen für das Schuljahr 2018/2019 sind ab dem Frühjahr 2018 möglich.


START bietet 2 Unterstützungsangebote:

1) START-Stipendium für engagierte SchülerInnen mit Migrationshintergrund (Dauer: 2-3 Jahre)

Das START-Stipendium beinhaltet: Wochenendseminare zu Themen wie Rhetorik, Präsentation, Bewerbungstraining / vielfältige interessante Veranstaltungen, Workshops und Ausflüge / Beratung in Bildungs- und Lebensfragen / einen Laptop mit Drucker / monatlich 100 Euro Bildungsgeld – bis zur Matura, zusätzliche finanzielle Mittel für Nachhilfe, Sprachreisen, Weiterbildung…… und vieles mehr

Voraussetzungen:

  • Besuch einer Schule, die mit der Matura endet (maximal 3 Jahre vor Matura),
    oder Lehre mit Matura.
  • ehrenamtliches soziales Engagement,
  • Interesse an persönlicher Weiterentwicklung,
  • gute schulische Leistungen (abhängig von Aufenthaltsdauer)
  • selbst oder die Eltern nach Österreich eingewandert,
  • schwierige finanzielle Verhältnisse der Familie.

Bewerbungsunterlagen:

Wien

START-Wien
Frist: 15.5

Niederösterreich

START-NÖ
Frist: 29.5

Oberösterreich

START-OÖ
Frist: 29.5

Salzburg

START-SBG
Frist: 29.5

Vorarlberg

START-Vbg
Frist: 29.5

Vorlage für ein Empfehlungsschreiben zum Download


2) START:Hilfe: ein Unterstützungsprogramm für neu zugewanderte Jugendliche
(Dauer: 1 Jahr)

Förderung durch START:

  • Teilnahme an regionalen Veranstaltungen/Workshops
  • Betreuung und Unterstützung beim Einstige in das höherbildende Schulsystem
  • Intensivdeutschförderung (Finanzierung von Sprachkursen, START-Sprachförderprogramm)
  • Betreuung durch das START-Team über bildungsrelevante Fragen hinaus (z.B. Hilfe bei Fragen zu Wohnung, Sozialsystem, Arbeit)
  • Einbindung in das Netzwerk der START-StipendiatInnen, Alumni und Förderer.

Vorraussetzungen:

Jugendliche Flüchtlinge (15 bis 20 Jahre), mit dem Ziel und dem Potential die Matura zu absolvieren und die zum Zeitpunkt der Bewerbung:

  • mindestens A2 Niveau
  • einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschuss ihrem Herkunftsland vorweisen können und sich auf die Aufnahme in eine Oberstufe im September 2017 vorbereiten
  • ODER sich in einem Hauptschulabschlusskurs befinden mit der Aussicht, danach eine Oberstufe besuchen zu können
  •  ODER derzeit als außerordentliche SchülerInnen bereits eine Schule besuchen und die Matura anstreben
  • ODER die Voraussetzungen für Lehre mit Matura erfüllen und sich entsprechend auf Lehrstellensuche befinden

Bewerbungsunterlagen:

Wien

START-Wien
Frist: 15.5

Niederösterreich

START-NÖ
Frist: 29.5

Oberösterreich

START-OÖ
Frist: 29.5

Salzburg

START-SBG
Frist: 29.5

Vorlage für ein Empfehlungsschreiben zum Download

Über START

Der Verein START-Stipendien unterstützt vielversprechende, engagierte Jugendliche mit Migrations-geschichte, um trotz großer Herausforderungen ihr volles Potential auszuschöpfen. Durch die Förderung junger VerantwortungsträgerInnen leistet START einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der österreichischen Gesellschaft.

START ist das größte Stipendienprogramm für bedürftige Jugendliche mit Migrationsgeschichte in Österreich und fördert positive gesellschaftliche Veränderung durch die Vergabe von Stipendien, ein schulergänzendes Bildungsprogramm, Mentoring-programme, intensive und langfristige Sozial- und Bildungsberatung, Vermittlung von Schul- sowie Lehrplätzen und der Förderung von gesellschaftlicher Verantwortungsübernahme und ehrenamtlichem Engagement.

Jugendliche mit Migrationsgeschichte gehören mit Kindern aus sozial benachteiligten Familien zu den VerliererInnen des österreichischen Bildungssystems. MigrantInnen sind in der Gruppe der sozialbenachteiligten ÖsterreicherInnen zudem überrepräsentiert. Jugendliche mit Migrationsgeschichte stellen aber aufgrund ihrer interkulturellen Kompetenzen und ihrer Mehrsprachigkeit ein enormes Potential für unsere Gesellschaft dar. Dieses Potential fördert START.

Die schulische Ausbildung steht bei START im Vordergrund. START ist aber nicht nur ein Bildungsprojekt, sondern ebenso ein Integrationsprojekt und in Teilen ein Sozialprojekt. Somit reagieren wir auf die nachgewiesenen Problemlagen von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte und aus einkommensschwachen Familien und übernehmen ein Teil der gesellschaftlichen Verantwortung. Dies gelingt uns mit starken Partnerinnen und Partnern aus der Wirtschaft, öffentlichen Hand und privaten UnterstützerInnen.

Aktuell sind wir in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg aktiv. Weitere Bundesländer sind in Planung.

Zielgruppe

Wir fördern in verschiedenen, miteinander verschränkten Projekten unabhängig von Nationalität und Aufenthaltsstatus Schülerinnen und Schüler, die:

  • außerordentliche und ordentliche SchülerInnen ab ca. 15 Jahren sind und eine höhere Schulbildung (biszur (Berufs-)Matura) anstreben,
  • entweder selbst nicht Deutsch als Muttersprache oder einen Elternteil mit anderer Muttersprache alsDeutsch haben,
  • sich gesellschaftlich bzw. sozial engagieren,
  • das Potential zu guten (schulischen) Leistungen haben und
    finanziell bedürftig sind (Einkommen unter der Armutsgefährungsgrenze).

Förderprojekte:

  1. START-Stipendien für engagierte Jugendliche mit Migrationsgeschichte
  2. START:Hilfe für jugendlichen Flüchtlinge
  3. TANMU – Lernhilfe für jugendliche Flüchtlinge des START-Alumni Vereins (Wien)
  4. Mentoringprojekt: Lern- und Freizeitbegleitung für jugendliche Flüchtlinge
  5. START-Alumni Verein: Vernetzung und Weiterbildung nach der Matura

START-Vorarlberg Fotoworkshop:

“You don’t take a photograph, you make it.”

Mit diesem Zitat von Ansel Adams wurden wir auf den ersten selbstorganisierten Fotoworkshop im neuen Jahr aufmerksam gemacht. Organisiert wurde der Workshop von Kaan und seinem BE-Lehrer, Herr Prof. Präg. Da sehr viele Themen behandelt werden sollten, hat der Workshop an zwei Abenden stattgefunden.

Am ersten Abend haben wir die Grundlagen der Kamera genauer besprochen.  Wir lernten, welche Features eine digitale Kamera hat, wie alte Kameras aufgebaut waren und nahmen Begriffe wie Blende, Belichtungszeit und Lichtempfindlichkeit genauer unter die Lupe. Nach einem lockeren Theorieteil, ging es dann ans Üben. Wir haben zuerst Porträtaufnahmen gemacht, um ein Gefühl für die richtigen Einstellungen zu bekommen. Später wagten wir uns dann schon an Bilder von sich bewegenden Objekten. Ziel war es, ein scharfes Bild von einem sich bewegenden Objekt zu bekommen. Kurz vor Ende des ersten Termins zogen wir dann noch ein Stück vom nächsten Mal vor und begonnen mit einfacher Lichtfotografie.

Beim 2. Termin starteten wir direkt mit Bildern zum Thema Langzeitbelichtung. Wir teilten uns in kleinere Gruppen auf und konnten mit mitgebrachten Gegenständen wie Lichterketten oder Taschenlampen nun eigene Bilder auf dem Gelände des BG Gallus machen. Jeder einzelne schoss dabei individuelle und sehr schöne Bilder und bekam hilfreiche Inputs von Herrn Prof. Präg.

Am Ende des zweiteiligen Workshops waren wir sehr froh, daran teilgenommen zu haben und freuten uns schon auf eine Fortführung dieses spannenden Workshops.

Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an Herrn Prof. Präg für die professionelle Leitung dieses höchst informativen und kreativen Workshops, den er exklusiv und kostenlos für START-Vorarlberg gehalten hat!

Ein Bericht von START Stipendiat Lukas Gabsi

 

Hier noch ein paar weitere Ergebnisse des Workshops:

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Start-Wien Deutschförderkurs: “Guter Satzbau- mehr als nur richtig!”

Die Schularbeiten-Saison hat vor kurzem begonnen und die Start-Stipis wissen, wie wichtig die Zeit in dieser Periode ist. Einem achtstündigen Deutschkurs ist gar nicht leicht entgegenzutreten. Doch die mutigsten, oder die schnellsten, haben die Gelegenheit sofort genutzt und sich angemeldet.

Wie einmal ein Deutscher gesagt hat: „Das Leben ist zu kurz um Deutsch zu lernen.“ Jedoch ist die Gier nach Wissen und Tun in den Start-Stipis allzu stark, um die Herausforderung nicht anzunehmen.

Die Start-Stipis haben viel zu sagen und obwohl ihre Persönlichkeit ihnen immer erlaubt hat, ihre Ideen und Meinungen spontan freizulassen, ist das Beherrschen des Satzbaus eine Fähigkeit, die sie nicht nur in der Schule, sondern in ihrem ganzen Leben brauch werden, um ihren Worten mehr Klarheit zu geben.

Wir haben uns aber nicht nur mit dem Satzbau beschäftigt. Viele Fragen und Zweifel haben, durch die enorme Bereitschaft und herausragende Sympathie von Markus, dem Workshopleiter, ihre Antworten gefunden. Wir sind etliche Aspekte der deutschen Grammatik durchgegangen und wir haben viele Sätze ganz genau analysiert.

Mit Humor und Geduld hat man auch die schwierigsten, komischsten und unüblichsten grammatikalischen Regeln verstanden.

Da eine warme und freundliche Atmosphäre den ganzen Kurs begleitete, schien die Zeit zu fliegen und es fühlte sich im Endeffekt zu kurz an.

Wie wir schon wussten, macht Deutsch müde und anscheinend auch hungrig. Das Essen hat natürlich nicht gefehlt, und so konnten wir uns alle während jeder Pause entspannen und lustige Konversationen führen.

Wir haben den Raum mit einem erleichterten und vertrauenden Geist, sowie mit einem vollen Bauch verlassen und jetzt sind wir der deutschen Sprache noch näher!

Danke für den tollen Workshop, Markus Rheindorf!

Bericht von Start-Stipendiat Roberto Ciubotaru

Besuch in der Verkehrsleitzentrale der ÖBB Infrastruktur AG in Wien

Am 31.10.16 besuchte eine Gruppe Stipendiaten und Stipendiatinnen die Verkehrsleitzentrale der ÖBB am Wiener Hauptbahnhof.
Wie haben vieles Informative über ÖBB Infra und besonders über den Beruf Fahrdienstleiter/in erfahren. Uns wurde das Leben eines Fahrdienstleiters erzählt.
Bei den zahlreichen neugierigen Fragen der Stipis hat man unsere Wissbegierde bemerkt.
Der Besuch in der Verkehrsleitzentrale war unerwartet: Es gab nämlich nicht nur trockene Theorie, sondern auch spannende Informationen über die ÖBB und die Organisation von rund 4000 Kilometer Schienenverkehr. Von Fragen über Zügen bis hin zu brennenden Mistkübel am Bahnhof wurde vieles gefragt und anschließend so gut es ging beantwortet.
Aber neben technischen Details, Fragen der Organisation und Logistik ging es auch über die mögliche berufliche Zukunft von uns StipendiatInnen: Die Frage, ob in diesem Bereich, welchrs technisch dominiert ist, auch Frauen arbeiten, tauchte z.B. mehrmals auf. Wir haben keine Frau gesehen, jedoch wurde gesagt, dass es zwar selten, aber möglich ist sich als Frau als Fahrdienstleiterin zu bewerben. Es wurde auch erwähnt, dass sie Frauen gerne einstellen wollen, da Studien beweisen, dass eine Gruppe mit gemischten Geschlechtern bessere Leistung erbringt als ein einheitliches Team. Mehrmals gesagt wurde aber auch, dass es bei den einzelnen ÖBB-Unternehmen an Personal mangelt. Folglich suchen sie qualifizierte Menschen, deshalb hat uns der Führer am Ende noch die Internetseite der ÖBB Infra gezeigt, in der alle übersichtlichen Informationen über verschiedenste Berufe bei den Unternehmen steht.
Einer unserer Stipendiaten in Wien, Hossein, absolviert bereits seine Lehre bei der ÖBB Infra und besucht „nebenbei“ noch die Abend-HTL. Und auch andere möchten sich für das nächste Lehrjahr bewerben. Insbesondere für unsere neue Gruppe der „Vorstipendiaten“, die gerade einen Pflichtschulabschlusskurs besuchen, ist eine Lehre mit Berufsmatura besonders spannend.

Vernissage “Wir sind hier”: Ausstellung im magdas HOTEL

„Wo kommst du her?“, fragt man mich, nicht „Wo fühlst du dich wohl?“. Man fragt mich nicht nach meiner Gegenwart, man fragt mich nach meiner Vergangenheit. Nach einer Vergangenheit, auf die ich keinen Einfluss hatte.
„Wir sind hier“ porträtiert 45 junge Menschen an Orten, die für sie eine besondere Bedeutung haben. Die Ausstellung zum Buch, die am 29.10.2016 im magdasHOTEL eröffnet wurde, zeigt ausgewählte Fotografien und erzählt die Geschichten von jungen Wiener_innen, denen eines gemeinsam ist: Sie waren oder sind Stipendiat_innen von START-Wien. Das Buch zur Ausstellung entstand anlässlich des 10. Geburtstages von START-Wien in diesem Jahr und hat eine klare Botschaft: Oft wird es den Stipendiat_innen nicht leichtgemacht, sich selbst als Wiener_innen zu definieren, doch wir alle sind Wien. Und das ist unsere Stadt!


Beim Gespräch zur Ausstellung erzählten einige der Protagonist_innen von ihren besonderen Orten und luden uns dazu, ihr Wien zu entdecken. Mit den Postkarten, die zur Ausstellung produziert wurden, soll diese Einladung in die ganze Welt gehen. Und das schöne: Die ersten Gäste des Hotels fingen bereits am Samstag an zu schreiben!

“Wir sind hier.” ist eine Ausstellung im Rahmen von eyes on – Monat der Fotografie. eyeson_logo_klein.

Laufzeit: 30.10.–30.11.2016

Öffnungszeiten: tgl. 11–22 Uhr
Ort
magdas HOTEL
Laufbergergasse 12
1020 Wien

10 Jahre START-Wien: Eindrücke eines festlichen Abends im Rathaus

Mit weit über 200 Gästen mussten einige sogar draußen warten, während anlässlich des 10. Geburtstages von START-Wien im Wappensaal des Wiener Rathauses unsere neuen Stipendiat_innen aufgenommen wurden und zahlreiche Glückwünsche übermittelt wurden.

Zu Beginn der Veranstaltung betonte Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete Safak Akcay die Wichtigkeit einer positiven Herangehensweise an das Thema Integration und unterstützte unseren Ansatz, Potentiale zu sehen und hervorzuheben, anstatt immer nur Defizite zu suchen – und dann natürlich auch zu finden. Ulrike Crespo, Stifterin der Crespo Foundation und Initiatorin von START-Wien, erinnerte dann unter großem Applaus des Publikums an die Anfänge von START-Wien und die Gründe, warum sie das Programm nach wie vor unterstützt: „Für mich heißt gute Bildung nicht nur: Lesen, schreiben und rechnen können, Matura machen und studieren. Ich meine, dass gerade Kindern und Jugendlichen darüber hinaus auch die Chance gegeben werden muss, im humanistischen Sinne des Wortes „Bildung“ zu erlangen: Also die Fähigkeit, differenziert über sich selbst nachzudenken und sich gegenüber seiner Umwelt eigenverantwortlich, ja eigensinnig zu verhalten. (…) Gerade Migrantinnen und Migranten mussten und müssen bis heute besonders große Widerstände überwinden. Das ist so nicht hinnehmbar und besonders schwer zu ertragen, wenn man junge Menschen wie unsere START-Stipendiatinnen und -Stipendiaten vor Augen hat: Jugendliche mit Potential und Engagement, die es verdienen, dass man sie nicht daran hindert sondern ganz im Gegenteil nach Kräften dabei unterstützt, ihre Lebensentwürfe zur verwirklichen!“


Anschließend kamen drei langjährige Wegbegleiter zu Wort: Außenminister Sebastian Kurz, Vizekanzler a.D. Erhard Busek sowie NAbg Matthias Strolz. Einhelliger Tenor: Integration und Bildung gehen Hand in Hand und START ist in diesem Sinne ein besonders erfolgreiches Projekt.

Für unsere Stipendiat_innen war dann der aufregendste Moment gekommen: Die Übergabe der Urkunden durch ihre Förderer. Strahlende Gesichter auf der Bühne und im Publikum, denn es ist ein besonderer Moment, im Rathaus auf der Bühne zu stehen und (verdiente) Aufmerksamkeit zu bekommen! Unserer besonderer Dank gilt daher Stadträtin Sandra Frauenberger und der MA17, die uns ins Rathaus eingeladen haben und den Schüler_innen diesen ganz besonderen Augenblick ermöglicht haben! Mindestens so großen Anteil daran haben natürlich die PatInnen, die die Urkunden übergeben haben. In diesem Jahr waren dies: U.S.-Botschafterin Alexa Wesner (die sich sogar die Zeit nahm, gemeinsam mit Staatssekretärin Muna Duzdar die Schüler_innen bereits vor der Veranstaltung kennenzulernen), Mag. Ulrike Löschl (MA40), Dr. Aslak Petersen (Crespo Foundation, sowie in Vertretung der IV Wien), Dr. Alexandra Pifl (L’Oréal Österreich), Dr. Eva Zedlacher (ÖBB Infrastruktur), Mag. Alexander Racher (Wiener Börse) und Dipl.Kfm. Stephan Kühne (Constantia Flexibles Group).


Drei der neuen Stipendiat_innen hielten anschließend beeindruckende und bewegende Reden:
„Ich denke mein 12 jähriges Ich hat mir gezeigt, dass man sich nicht auf die “aber was wenns” konzentrieren sollte sondern einfach nur auf die positiven Schlüsse. Viele Menschen trauen sich nicht gewisse Dinge zu tun, weil sie Angst vor einem negativen Ende haben, obwohl die Chance ein positives Ende zu finden genauso groß ist. Sprich die meisten Menschen stehen sich einfach selbst im Weg. Meine Allpflanze hat mir gezeigt, dass der WEG zum Glück das eigentliche Glück ist. Mit 9 Jahren selbsternannte Astrobiologin zu sein und mit 12 Vorschläge an die NASA zu schicken war einer meiner schönsten Erfahrungen. Ein kleiner Schritt für die Wissenschaft,  ein großer Schritt für mich.“ (Yildiz Turak)

„Und so bin ich gegangen und habe gesprochen und gestikuliert und meinen Namen noch einmal wiederholt, falls ihn niemand kannte. Ich wusste irgendwie, dass was ich in dem Moment tue, ziemlich gut ist, aber es ist erst dann wirklich angekommen, als ich in einer Klasse mit meiner kleinen Spontanrede fertig war und sah, wie ein Mädchen ihrer Nachbarin sagt “Der ist so gut.” Und mein erster Gedanke war “Wer? Ich?” und dann musste ich feststellen, dass es wirklich ich bin, wen sie meinen und dass sie mich wahrscheinlich in dem Moment so anschauten wie ich meinen Deutschlehrer bei dieser Präsentation. Mir war in diesem Moment klar, dass ich etwas gut gemacht habe. Und dass ich so in meiner Zukunft, die ich mir so gerne vorstelle, gleich handeln soll. Heute halte ich eine Rede vor über 200 Menschen und das macht mich doch ein bisschen nervös. Aber ich mache es, und ich mache es gerne. Denn ich bin froh, dass ich überhaupt die Möglichkeit zu Reden bekomme. Ich bin froh darüber, wie viele Möglichkeiten ich habe, um mich zu entwickeln, entfalten und auch an diesen anderen, persönlichen Sachen zu arbeiten. Mir ist bewusst, dass nicht jeder in seine oder ihre Zukunft damit blicken kann, sie selbst bestimmen zu können.“ (Leopold Grolmus)

„In Syrien bis zu meinem 17.en Lebensjahr hatte ich in ein wunderschönes gutes Leben mit vielen Träumen und vielen Zielen. Doch der Krieg hat mich und meine Familie gezwungen zu fliehen und mein Leben dort hinter mir zu lassen. Ich danke Gott, der mir geholfen hat den langen Weg der Flucht zu überleben und der mir ein neues Leben geschenkt hat. ALHAMDULLAH=das heißt Gott sei Dank auf Arabisch. Jetzt will ich mein neues Leben intensiv erleben und gestalten und jede Chance, die es mir bietet, nützen. Ich will vor allem lernen, für mich und auch für alle Mädchen und alle Burschen der in Syrien nicht in die Schule gehen kann. Ich will mir jede Chance im Leben schnappen, auch für jedes einzelne Kind, das im Mittel-Meer ertrinken musste. Ich will so stark sein denn ich werde meine Träume erfüllen und meine Zielen erreichen und ich werde das schaffen.“ (Bushra Yasin) 


An Ministerialrat Dr. Rüdiger Teutsch, Sektionschef und in Vertretung für Bildungsministerin Sonja Hammerschmid, war es dann, den neuen Stipendiat_innen noch einmal zu gratulieren und ihnen den Rücken zu stärken. Denn die Nervosität war verständlicherweise groß – aber, rückblickend, nicht gerechtfertigt. Sie waren als Redner_innen großartig und sind allesamt beeindruckende Personen. START bezeichnete er insbesondere als besonders gelungenes Beispiel der Zusammenarbeit zwischen dem Bildungssystem bzw. der Schulen und der Zivilgesellschaft, das es schafft, Menschen und Institutionen aller gesellschaftlichen Bereiche in ein gemeinsames Boot zu holen. Und das deswegen so erfolgreich ist.

Denjenigen, die bereits einen Schritt weiter sind, gehörte im Anschluss die Bühne: Die diesjährigen Maturant_innen – vertreten durch Mahrukh Syed und Nahla Hamoudah, die unterhaltsam auf ihre Stipendiat_innenzeit zurückblickten. Einige START-Alumni aus ganz Europa waren dank kurzer Videobotschaften auch bei der Feier anwesend während andere auf der Bühne aus alten Halbjahresberichten vorlasen, einiges von damals bestätigen konnten, über anderes selbst herzlich lachen mussten.

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Krönender Abschluss des Abends war dann die Geburtstagstorte, die von den anwesenden Pat_innen entgegengenommen und angeschnitten wurde.

Bei Buffet und Getränken wurde dann noch lange geplaudert, alte Anekdoten ausgetauscht, neue Kontakte geknüpft und gemeinsam gefeiert.

Wir danken allen, die an diesem Abend dabei waren oder uns Glückwünsche gesendet haben und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Jahre!

Und hier können sie unsere neuen Stipendiat_innen und die Maturant_innen noch genauer kennenlernen (ein Klick auf das Bild öffnet ein pdf mit kurzen Steckbriefen):

Alle Bilder: (c) Carolina Frank, http://www.carolinafrank.net/

Start-Wien lernt Krav Maga!

Die letzten zwei Wochenenden hatten einige Start-Wien StipendiatInnen und Jugendliche der Lernhilfe TANMU des Start- Alumni Vereins die Möglichkeit einige Krav Maga Techniken zu erlernen.

Hier ein Bericht von Stipendiat Parsa Karimiha:

Wenn man zu Tode gewürgt wird und währenddessen über das Leben nach denkt und den Puls am Hals spürt und es förmlich fühlt, wie das Blut, das im Halsschlagader fließt, langsamer und weniger nach oben zum Gehirn verläuft, sodass man demnächst gefühlslos in Ohnmacht fällt, scheint jede Notwehrhandlung als ein hoffnungsloser Fall, oder?

Nun, zu der obrigen Hoffnungslosigkeit käme es nicht, wenn man einige Techniken vom Krav Maga kennen würde! Dieses Verteidigungssystem lehrt, wie man sich mit präzisen Bewegungen verteidigt und im Ernstfall rettet. Und wir vom START haben diese wertvolle Kunst ausprobiert und waren an zwei Samstagen fürs Erlernen dieses Verteidigungssystems beim SAMI im 21. Bezirk.

Das Erlernen dieser Kunst machte Spaß und war eine wertvolle Erfahrung.

Wir lernten gemeinsam, wie man eine Person zu halten fordern sollte, wie man mit Fuß und Hand verteidigen und schlagen sollte und wie man sich vom Würgen befreien kann.

Wir bedanken uns beim SAMI dafür, dass dieses Institut uns diese wunderbare Kunst vorgestellt hat! Danke!

Bericht: Parsa Karimiha

START zu Gast im Rotary Club Traun

Am 17. Oktober war START-Oberösterreich zu Gast im Rotary Club Traun. Projektkoordinatorin Magdalena Rainer stellte bei dieser Gelegenheit den Verein START vor und erzählte über Erfahrungen und Entwicklungen von und mit den StipendiatInnen. Stipendiatin und Rotary-Patenkind Ladan berichtete von ihrer Leidenschaft: dem Fotografieren. Sie zeigte einige ihrer Bilder und präsentierte zum Schluss noch die Fotos, mit denen sie die Landesjugendmeisterschaft 2016 gewonnen hat.

Nach der Präsentation wurden noch zahlreiche Fragen gestellt und so entstand bei jedem Rotary Club Mitglied ein sehr präzises Bild davon, was START ist und was das Programm leistet. Einige RC Mitglieder boten auch ihre Hilfe an, in Bezug auf Praktika- und Lehrstellensuche, aber auch in weiteren Belangen, um die engagierten START-StipendiatInnen zu unterstützen.

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Wir möchten uns herzlich für den netten Abend und die vielfältigen Unterstützungsangebote bedanken!

START-Wien: Newsletter zum 10. Geburtstag des Stipendienprogramms

Liebe Patinnen und Paten, liebe Förderer und Freunde von START-Wien,
fast zehn Jahre ist es bereits her, dass wir im Bildungsministerium die ersten 10 Stipendiatinnen und Stipendiaten aufnehmen konnten. Mit der Crespo Foundation, die  dieses Jahr ebenfalls 10. Geburtstag feiert, möchte ich dazu beitragen, dass Menschen Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten aufbauen, Kreativität entwickeln und ihre Potentiale entfalten. Besonders am Herzen liegen mir Menschen, die sich mit Mut und Engagement den Herausforderungen ihres Lebens stellen, um es selbst zu gestalten.
Gerade Migrantinnen und Migranten mussten und müssen jedoch bis heute besonders große Widerstände überwinden. Besonders freut mich, dass START sowie der dahinter stehende Gedanke in den letzten Jahren gewachsen sind und weiterhin wächst. Nicht nur konnten wir zahlreiche Förderer gewinnen, sondern auch das Programm erweitern und den jeweiligen Bedürfnissen der Zeit anpassen.
Einen kleinen Einblick wollen wir Ihnen wieder mit diesem Newsletter geben. Und unsere Erfolge – die erst durch Ihre Unterstützung möglich wurden! – gemeinsam mit Ihnen bei unsere großen Geburtstagsfest am 25.10.2016 ab 18:30 Uhr im Wappensaal des Wiener Rathauses feiern!
Mit den besten Grüßen,
Ihre
Mag. Ulrike Crespo

Stifterin der Crespo Foundation
Initiatorin von START-Wien

Fit for the Job mit dem neuen L’Oréal Modultraining zum Karrierestart!

L’Oréal Österreich geht seit Oktober in seiner Unterstützung von START noch einen
Schritt weiter!

Das Unternehmen unterstützt START-Wien seit vielen Jahren und fördert unsere StipendiatInnen mit einem Mentoring-Programm auch über die Patenschaft hinaus. Seit Oktober bietet L’Oréal nun auch ein Weiterbildungsprogramm für START-Alumni an, um ihnen in der Endphase des Studiums die Zusatzunterstützung zu geben, die es braucht, um im Arbeitsleben Fuß zu fassen.

L’Oréal über die Ziele und den Aufbau des Trainingsprogramms:
“Das neue Modultraining FIT FOR THE JOB  setzt einen nächsten Schritt in der Förderung junger Menschen mit Migrationshintergrund und wendet sich an Studenten aus ganz Österreich, die am START Stipendienprogramm teilgenommen haben. Es soll sie mit praktischen Tipps und konkreten Einblicken in den Arbeitsalltag optimal auf den Karrierestart vorbereiten und ihnen damit helfen, die Weichen für eine erfolgreiche Berufslaufbahn richtig zu stellen. Orientierung und DOs & DON’Ts stehen dabei klar im Vordergrund. Das auf ein Jahr verteilte Training startet erstmals im Oktober 2016.

FIT FOR THE JOB besteht aus 13 aufeinander abgestimmte Modulen, die einen Überblick über mögliche Berufsfelder und Basiswissen für den Berufseinstieg vermitteln. Dafür stellt L’ORÉAL Österreich Erfahrungen seiner Mitarbeiter sowie externe Expertise zur Verfügung.”

Das Trainings-Programm gliedert sich in die vier Bereiche:
   1. Job-Einblicke
   2. Bewerbungs-ABC
   3. Job-Expertise
   4. Networking

FIT FOR THE JOB möchte das bestehende Hochschul-Angebot zur Jobvorbereitung durch Erfahrungen von L’ORÉAL Mitarbeitern darüber ergänzen, wie es in der Praxis tatsächlich läuft. Die Module des Programmes ergänzen einander. Bei Teilnahme an mindestens acht Modulen wird ein Zertifikat ausgestellt.”

START-Salzburg „Meet and Greet“

Über zwölf Neuzugänge kann sich START-Salzburg dieses Jahr freuen. Bereits im Juni 2016 haben sie die START-Jury von ihrer Motivation, ihren Talenten und ihrem sozialen Engagement überzeugt. Nun hatten Rulan, Liza, Pushon, Umair, Cynthia, Gulnara, Josip, Afra, Araz, Kadir, Aziz und Nematullah endlich die Gelegenheit alle START-Salzburg Stipendiatinnen und Stipendiaten, Mitglieder des START-Freundeskreises und zahlreiche START- Alumni kennen zu lernen. Bei einem gemeinsamen Picknick mit selbstgemachten Köstlichkeiten und aktivierenden Kennenlernspielen war das Eis schnell gebrochen. Die neuen und bereits aktiven StipendiatInnen tauschten sich rasch angeregt über ihre Erfahrung im und Erwartungen an das Stipendienprogramm START, über ihre Hobbys und die Schule aus. Am kommenden Wochenende wartet bereits das nächste Highlight auf die Newcomer. Da geht es nämlich zum ersten Bildungsseminar dieses Schuljahres, wo sie im Bildungshaus Schloß Puchberg bei Wels auf die StipendiatInnen aller anderen START-Bundesländer treffen werden.

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START- Wien Kennenlernen: Gemeinsam Kochen

Das neue Schuljahr hat begonnen und START- Wien hat viele neue Stipis bekommen.

Um uns alle kennenzulernen, trafen wir uns an einem heißen Spätsommertag in OpenMarx, um gemeinsam zu kochen. Wir hatten viel vor: Rezepte aus ganz vielen verschiedenen Ländern. Es sollte Falafel, Kisir(Bulgursalat), Blondies(ganz besondere Brownies), Hummus, Okraschoten- Soße, Sushi und sogar Pesto alla genovese geben.

Nach einer Einkaufs- Odysee, um alle Zutaten zu beschaffen, legten wir los.

Die Küche war sehr klein und wir hatten einen großen Schüssel- und Töpfemangel. So mussten alle zusammenarbeiten und aufeinander schauen, wer den Topf denn jetzt am dringensten braucht. Wir schnippelten, pürierten und kochten und plauderten und lachten den ganzen Nachmittag. Um 8 Uhr gab es dann endlich Essen und jede*r konnte alles probieren, viele kosteten Gerichte zum ersten Mal. Zufrieden und sehr satt räumten wir dann noch auf und ich glaube an diesem Abend fielen alle Stipis rundum zufrieden ins Bett und freuten sich auf das neue START- Jahr.

Viren- und Datenschutz Workshop von Start Alumni für die Wiener Stipis

Was sind persönliche Daten und warum sollte man sie schützen?

Die Alumni Samirah und Asif sollten uns bei dem Workshop mal ganz genau erklären wie man seine Daten am Besten schützen kann. Erstmal muss man sich bewusst sein, dass nichts wirklich privat ist. Unsere Schritte im Internet werden von allen möglichen Anbietern beobachtet, das nennt man “Tracking”:

Tracking ist eine Basistechnologie des Netzes. Nahezu jeder Seitenaufruf wird von Werbedienstleistern mitgeschnitten und weiter verarbeitet. Aus diesen Informationen können individuelle Profile erstellt werden, die es ermöglichen, Nutzerinnen und Nutzern auf sie zugeschnittene Werbeangebote zu zeigen. Einige Anbieter werten auch die Inhalte von E-Mails aus und seit einiger Zeit auch die Nutzung von Smartphone-Apps. Hierbei spielt auch die Analyse des aktuellen Standorts eine zunehmend größere Rolle. In der Regel werden die so gewonnen Erkenntnisse genutzt, um zielgruppenspezifisch Werbung zu schalten – im Fachjargon heißt das „targeted advertising“. Der Werbetreibende kann sich dann aus einer Liste von Eigenschaften diejenigen aussuchen, die er gezielt verwenden will.

Davor schützen kann man sich nur selber, mithilfe technischer Mittel. Man kann zum Beispiel bei WhatsApp die Privacy Einstellung aktivieren, verschiedene Passwörter für verschiedene Seiten verwenden. Es gibt sowohl kostenpflichtige als auch gratis Tools, um sich vor Tracking und Viren zu schützen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten und man sollte wirklich versuchen, sich so gut wie möglich zu schützen. Es war ein sehr lehrreicher und spannender Workshop und jeder von uns konnte etwas neues mitnehmen und direkt anwenden.

Großen Dank an Asif und Samirah!

START-Wien besucht die Wölfe in Ernstbrunn

Die Nacht hatte es durchgeregnet und diejenigen von uns, die schon früh auf den Beinen waren, rechneten schon mit einem regnerischen Ausflugstag. Der Himmel brach dann aber dennoch auf und es wurde richtig heiß und sonnig. Neue und alte Stipis trafen sich bei Floridsdorf, um gemeinsam mit dem Bus nach Dörfles bei Ernstbrunn zu fahren. Dort angekommen war die Sonne hoch am Himmel und so wurde es ein schöner Ausflug in den Wildpark Ernstbrunn und das dortige Wolfsforschungszentrum. Wir spazierten auf den Schotterwegen an den Gehegen mit Hängebauchschweinen, Eseln und Schafen vorbei. Der Wildpark Ernstbrunn ist bekannt für sein Wolfforschungszentrum. Dort hatten wir nach einer gemeinsamen Jause eine Führung. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen dort das Verhalten von Wölfen und Hunden zueinander und zum Mensch. Dadurch, dass der Hund schon vor langer Zeit domestiziert wurde, ist sein Hauptaugenmerk immer auf den Menschen gerichtet. Dadurch ist er viel weniger in ein Rudel eingebunden und ist demnach auch weitaus unloyaler als der Wolf, dem sein Rudel einerseits sehr wichtig ist, der auf der anderen Seite aber dadurch auch weitaus selbstständiger geblieben ist.

Diese Ergebnisse kamen bei verschiedenen Untersuchungen raus. Wie zum Beispiel, dass Hunde es viel weniger gewohnt sind als Wölfe im Team zu arbeiten. Somit brauchen sie sehr viel länger, um Teamaufgaben zu lösen.

Die Wölfe sind im Wildpark im Gehege eingesperrt und es werden viele spielerische Tests mit ihnen gemacht. Die Welpen werden von den Betreuerinnen und Betreuern mit der Flasche aufgezogen, dadurch sind sie ihnen gegenüber nicht scheu, weil sie sie schon lange kennen. Wenn ein Hund gut erzogen wurde, gehorcht er seinem Frauchen/Herrchen auch irgendwann ohne dafür ein Leckerli zu bekommen. Der Wolf allerdings ist nur bestechlich, der macht nichts ohne Leckerlis. Es war spannend zu sehen, dass Hunde, obwohl sie von den Wölfen abstammen, sich durch die Gemeinschaft mit dem Menschen so verändert haben. Die Wölfe waren unglaublich schön und wir konnten auch kurz einen Blick auf die Kleinen erhaschen. Leider hat es dann zu regnen begonnen und das Gasthaus in das wir noch einkehren wollten, hatte geschlossen. Also mussten wir vorm Kiosk unter den Schirmen auf den Bus warten, denn am Land – auch eine neue Erfahrung für unsere Stadtgruppe 🙂 – fährt der in manchen Gegenden nur zwei Mal am Tag. Aber die gute Laune ist uns geblieben und es war trotz der Regenpanne ein schöner Ausflug.

Fastenbrechen mit START- Wien, START- Alumni und TANMU

Ramadan findet dieses Jahr von 6. Juni bis 5. Juli statt und jeden Abend wird das Fasten im Kreis der Familie oder mit Freunden gebrochen. Das nennt man Iftar und der Koran sagt:

„… und esst und trinkt, bis ihr in der Morgendämmerung einen weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden könnt!“

Koran: Sure 2, Vers 187
Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen von START- Wien, START- Alumni und TANMU trafen sich um 20 Uhr, eine Stunde bevor das Iftar beginnt. Jeder hat etwas für unseren Tisch mitgenommen: Salate, Pizzakuchen, Mlukhiyye(eine syrische Spezialität aus Muskraut, wie Spinat nur bitterer und mit viel Zitrone), Kuschari(eine ägyptische Spezialität aus Makkeroni, Linsen, Reis und Tomatensoße), Apfelkuchen. Nicht alle von uns fasten, aber wir hatten alle ein gutes Mahl und konnten danach zufrieden nach Hause gehen. Danke für die ganzen selbstgemachten Köstlichkeiten!

 

 

START- Wien Jahrestreffen 2016

Hurra! Das Schuljahr 2015/2016 naht sich dem Ende zu! Endlich ist der Stress für die Stipis vorbei und sie können sich schon auf die lang ersehnten Ferien freuen. Und natürlich muss das gefeiert werden!

Am 24.06.2016 trafen sich die Wiener Stipendiaten und eine Gruppe Tanmus mit der Vorfreude auf ein super Wochenende mit viel Wasser! Unser Motto „umso mehr Wasser desto besser!“. Es ging um unser Jahrestreffen in der Steiermark für ein Campingwochenende mit vielen Aktivitäten wie Campen, Raften und Canyoning. Abfahrt war vor dem Start-Büro um 15 Uhr. Man muss erwähnen, dass alle pünktlich und top motiviert da waren.

Nach einer drei stündigen Fahrt kamen wir beim Mooslandl an. Dort war unser wunderschöner Campingplatz mit einem kleinen privaten See. Alle Stipendiaten waren davon begeistert und haben sofort nach dem Ankommen sich umgezogen und ab ins Wasser!

Um 19 Uhr gab es Abendessen beim Mooswirt. Die Angestellten waren sehr nett und haben die hungrigen Stipis super betreut. Den Abend haben wir ruhig und entspannt mit einander verbracht. Wir konnten neue Informationen über die anderen herausfinden und eine Menge lachen.

Am Samstag wurden wir um 7 Uhr aufgeweckt. Wir haben beim Mooswirt gefrühstückt und dann ging es ab zu den Wasseraktivitäten. Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die Gruppe „gute Kondition“ war am Vormittag Canyoning und die Gruppe „0 Kondition“ war in der Salza Raften. Es hat sehr Spaß gemacht. Wir haben echt coole Neoprenanzüge bekommen und eine gute Einführung wie wir uns verhalten sollten, wenn jemand ins Wasser fällt.

Zur Mittagszeit haben wir uns wieder beim Camp getroffen und fuhren gemeinsam zurück zum Campingplatz. Die Stipis hatten Bärenhunger und waren sehr müde. Nach dem Mittagessen erholten wir uns und ein Teil ging im See schwimmen die Anderen setzten sich zusammen, oder gingen Volleyball spielen.

Im Programm war als Abendprogramm gemeinsames Kochen und Grillen. Wir haben gemeinsam verschiedene Salatarten und Beilagen vorbereitet. Es war sehr lecker und unterhaltsam. Wir haben Musik gehört und hatten Spaß beim Kochen.

Nach dem Abendessen haben ein paar Jugendliche aus der Tanmu Gruppe den Anderen ein paar syrische Volkstänze beigebracht. Es war recht lustig. Die Tänze wurden schnell gelernt und schon konnten wir durch tanzen.

Am Sonntag ging die Gruppe „gute Kondition“ Raften und die Gruppe „0 Kondition“ konnte wegen dem schlechten Wetter nicht Kajak fahren. Sie entschieden sich für das Wandern zur Kraushöhle Geopfad und Nothklamm. Es war sehr interessant. Wir hatten eine gute Führung durch die Höhle und bekamen viele Informationen und Einblicke in die Geschichte der Höhle.

Zu Mittag trafen wir uns alle wieder zum Mittagessen. Danach mussten wir leider wieder einpacken und um 15:30 Uhr ging es wieder zurück nach Wien.

Alle sind davon überzeugt, dass Sie gerne nächstes Jahr wieder hier ihr Jahrestreffen haben wollen. Es hat sehr viel Spaß gemacht und war sehr sportlich gestaltet.

Wir freuen uns auf das nächste Mal und bedanken uns sehr bei den Landeskoordinatoren und Assistentin für die Organisation und die Gestaltung des Programms!:)

Bericht: Marina Seido

START-Salzburg: Ein Blick in den menschlichen Körper

Einen Blick in den menschlichen Körper wagten die medizininteressierten Stipendiatinnen aus Salzburg am Donnerstag den 26.05.2016. Einige von ihnen bereiten sich bereits für die anspruchsvolle Aufnahmeprüfung für das Medizinstudium vor und erhofften sich in der Ausstellung “Körperwelten” ihr Lehrbuchwissen zu vertiefen.  Stipendiatin Hevidar erzählt über den Besuch der Ausstellung:

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„Am Donnerstag, den 26.05.2016 besichtigten sieben START-Salzburg Stipendiatinnen gemeinsam die Ausstellung ‚Körperwelten‘, in der echte konservierte Menschenkörper präsentiert werden. Da die Wanderausstellung einen umstrittenen Ruf hat, dachten wir, dass wir uns selbst eine Meinung darüber bilden sollten – dass die Ausstellung zudem für einige Tage in Salzburg gastierte, kam uns sehr gelegen. Die meisten von uns, sind mit der Erwartung, angsteinflößende Leichen zu sehen, in die Ausstellung gegangen, doch überraschenderweise waren die ausgestellten Körper gar nicht beängstigend. Sie waren sehr gut präpariert und konserviert, sodass sie fast künstlich wirkten. In zwei mit Vitrinen ausgestatteten Räumen konnten wir Skelette, Muskeln, Nerven Blutbahnen und Organe einzeln betrachten. Zu jedem Organ gab es zusätzlich Informationen und Fakten an den Wänden. Nach dem Besuch waren wir uns alle einig, mehr gelernt zu haben als aus dem Anatomiebuch. Die echten lebensgroßen Körper gestatteten faszinierende Einblicke in den menschlichen Körper. Trotzdem ist die Ausstellung ist nichts für schwache Nerven. Der Anblick der Entwicklung eines Embryos zu einem Neugeborenen anhand der Exponate, überforderte doch einige von uns. Einig sind wir uns aber, dass die Körperwelten sehr aufschlussreich und einen Besuch wert waren.“

 

Kein Tatort ohne DNA- Genetischer Fingerabdruck

Den letzten Tag des Pfingstwochenendes verbrachten zehn StipendiatInnen im Vienna Open Lab. Mit zwei Chemikern zusammen sollten wir den Täter eines Diebstahls herausfinden.
Wir schlüpften also in die Rolle von KriminalbiologInnen und erstellten von jedem Verdächtigen einen genetischen Fingerabdruck. Jeder Mensch besitzt individuelle Merkmale, auch sein Genom(Erbinformation) ist einzigartig. Für genetische Fingerabdrücke werden aktuell vor allem STR- Marker(Short-Tandem-Repeat) als genetische Kennzeichen verwendet. STRs sind direkt aufeinander folgende Widerholungen kurzer Nukleotidabfolgen(Grundbausteine der DNA). Die Anzahl der Wiederholungen ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Der zu lösende Fall: Es wurde ein Stück Wand mit einem seltenen Graffito aus einem Studio gestohlen. 9 Verdächtige kommen als TäterIn in Frage.
Die 3 Spuren, die wir haben: Eine Haube(Haarwurzeln), ein roter Tropfen(Blut) und ein Kaugummi(Speichel).

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Wir teilten uns in Gruppen auf und begannen den Anleitungen zu folgen.
Zuerst sollten wir die DNA isolieren, dann ein PCR(Polymerase- Kettenreaktion) anfertigen. Die PCR ist eine Technik, bei der kurze Abschnitte der Erbsubstanz DNA vervielfältigt werden. Bei der PCR wird aber nicht die ganze DNA sondern nur ein Abschnitt kopiert. Durch die spezifischen Eigenschaften der PCR kann sie entweder zur Vervielfältigung einer bestimmten DNA- Sequenz genutzt werden oder als Nachweisverfahren, ob sich eine bestimmte DNA- Sequenz überhaupt in der Probe befindet. Danach kam die Analyse der STR- Marker mittels Bioanalyzer und dann die Gelelektrophose. Bei der Gelelektrophose handelt es sich um eine Methode, die DNA- Moleküle nach ihrer Größe auftrennt.

Es war ein spannender Tag und das Labor hatte echt eine coole Ausstattung. Den Täter konnten wir nicht rausfinden, aber zumindest alle Täter bis auf zwei ausschließen. Die Polizei muss ja auch noch ihre Arbeit machen 😉
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Supervision mit Hemayat: Interkulturelle Kompetenzen

Seit einigen Monaten haben StipendiatInnen, Alumni und ehrenamtliche MentorInnen vom Lernhilfeprojekt TANMU (https://www.start-stipendium.at/projekte) regelmäßig die Möglichkeit eine von Sonja Brauner und Ricarda Perz von Hemayat begleitete Supervision zu besuchen.

Dieses Mal besprechen wir “Interkulturelle Kompetenzen”. Dieses Thema ist auf Wunsch einer Alumna, die sich ehrenamtlich engagiert, aufgekommen. Wir sind eine angenehm kleine Runde an diesem Mainachmittag und nach einer kleinen Vorstellrunde starten wir in die Diskussion. Wie geht man damit um, wenn jemand, den man ehrenamtlich betreut, Dinge anders sieht als man selber? Vor allem, wenn man sich ehrenamtlich engagiert, ist man ja mit seinem Herz bei der Sache und wenn man Jugendliche betreut, werden diese ja auch ein bisschen wie eigene Geschwister. Wenn ein Jugendlicher/eine Jugendliche dann eine politische Meinung vertritt, die man selber gar nicht so sieht, ist das erstmal ein Schock. Wie kann man in solchen Momenten einen klaren Kopf behalten und es richtig für einen selber verarbeiten? Und wie schafft man es hinter der Meinung des Anderen, die wir nicht vertreten, weiterhin den Menschen zu sehen, dem wir helfen wollen?

Zusammen mit Sonja und Ricarda versetzen wir uns in die Lage der BetreuerIn und des Jugendlichen. Wie fühlen sich die zwei Seiten, wenn sie merken, dass die jeweils Andere gegenteiliger Meinung ist?

Wir überlegen welche veschiedenen Gefühle sich in diesem Moment bei Beiden abspielen und kommen zu dem Schluss, dass es oft mehr Hintergründe zu Meinungen gibt, als einem oft bewusst ist. Vor allem die Meinung von Jugendlichen ist meistens durch die Familie und das Umfeld beeinflusst. Was nach dem Reinfühlen in eine andere Person wichtig ist: Danach schön rausklopfen und rausschütteln 🙂

Am Ende bekommen wir noch folgende Aufgabe:

„Bitte nehmen Sie Ihren Platz im Raum ein, wo Sie sich am wohlsten fühlen.Stellen Sie sich bitte Ihren inneren sicheren Ort vor. Wie im Therapiesetting kann es sich um einen realen oder irrealen Ort handeln. Menschen, Wesen, Krafttiere können da sein oder auch nicht. Wie sieht Ihre Landschaft aus? Welche Ihrer Sinne werden angesprochen?

Um den inneren vertrauten Raum für sich zu konkretisieren, bitte ich Sie, innerhalb von ca. zehn Minuten folgende Fragen zu beantworten.“

  1. Wo sind Sie geboren?
  2. Welche Nationalität, Sprache, Konfession, welchen Beruf hatten Ihre Eltern?
  3. In welcher Landschaft verbrachten Sie Ihre Kindheit?
  4. Wie waren Ihre Beziehungen zu den einzelnen Familienmitgliedern?
  5. In welcher Geschwisterreihe stehen Sie?
  6. Welche Familiengewohnheiten prägten Sie?
  7. Gab es Umzüge?
  8. An welche Sinneseindrücke erinnern Sie sich (Gerüche, Farben, Geräusche, Berührungen…) in Bezug auf Umgebung, Natur, Haus, Garten, Tiere, Menschen…
  9. Welche Spiele mochten Sie?
  10. Gab es Rituale im Tagesablauf?
  11. Wie war die Erwartungshaltung an Sie?
  12. Was war Ihre erste Erinnerung?
  • Bitte schauen Sie jetzt auf die Landkarte und wählen Sie nun ein Land mit einem Kulturkreis, der Ihnen fremd ist. Überlegen Sie sich eine Identität, die Ihrer eigenen Identität und Ihren Erfahrungen nicht nahe ist.
  • Versuchen Sie dann nochmals mit dieser Identität den Fragebogen durchzugehen.
  • Kurzer Austausch mit der Idee, Ihre neue Identität in den Raum zu holen.
  • Sie soll sich ebenfalls einen Platz im Raum suchen.
  • Austausch über Blickwinkel, Sichtweisen und Ideen, die vielleicht neue Perspektiven bieten.

Diese Methode hilft echt gut, wenn man in einer emotionalen Situation ein bisschen mehr Weitblick braucht. Ein Stipi erstellt den Lebenslauf eines Jungen, der in Peru aufgewachsen ist und auch wenn er viele Unterschiede fand, fand er auch viele Ähnlichkeiten. Menschen und Meinungen sind unterschiedlich, aber es tut immer wieder gut, sich auf das zu besinnen, was man mit jemandem gemeinsam hat. Und oft ist das auch einfach, dass der Geruch von Sonnencreme beide an ihre Kindheit denken lässt.

Danke für den tollen Nachmittag Sonja Brauner und Ricarda Perz von Hemayat!

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Anpfiff für das Spiel FK Austria vs. FC Red Bull Salzburg

Um 15 Uhr trafen wir uns mit ein paar Jugendliche der Lernhilfe des Start-Alumni Vereins TANMU vor dem Amalienbad am Reumannplatz. Als wir vollständig waren nahmen wir die Straßenbahn zur Gernerali Arena. Bei der Ankunft gab es ein Gruppenfoto und wir bekamen unsere Tickets und gingen hinein. Sobald wir drinnen waren suchten wir unsere Plätze und schon bald haben wir sie gefunden. Da wir überpünktlich waren verbrachten wir die eineinhalb-stündige Wartezeit mit plaudern und spazieren. Um 16 Uhr war dann der Anpfiff. Und es gab schon in den ersten Minuten eine Torchance für die Austria Wien, den sie vermasselten. Dann war es ein normales hin und herspielen bis zur 37. Spielminute. Auf einmal tauchte vor dem Tor der Austria Wien ein Spieler von Red Bull Salzburg und platzierte den Ball genau ins Netz des Gegners und zur Halbzeit stand es 0:1 für Salzburg.
Die zweite Hälfte verlief weniger spannend bis zur 93.Minute. Die vierminütige Verlängerung lief als die Austria Spieler sich vor dem Tor des Gegners positionierten um eine Ecke auszuführen, sogar der Tormann kam, mit der Hoffnung die Mannschaft mit wenigstens einem Punkt zu retten. Jedoch lief es komplett schief. Nach der Ecke ging es blitzschnell. Der Ball landete vor den Füßen des rechten Flügelspielers von Salzburg dieser setzte zum einem unglaublichen Sprint an und probierte es mit einem Weitschuss knapp von der Mittellinie entfernt. Der Ball rollte wie geplant direkt ins leere Tor. Es war ein Tor bei dem sich jeder Fussballliebhaber wünscht im Stadion gewesen zu sein. Nach dem 2:0 war auch schon der Schlusspfiff und wir trödelten nach einem spannenden Fussballspiel nach Hause.
Petrina Quainoo

Das Private und das Politische. Und was hat die Kunst damit zu tun?

In einem mehrmonatigen Projekt haben Schüler_innen des Stipendiums START-Wien gemeinsam mit Kunstvermittler_innen der Kunsthalle Wien sowie den Künstler_innen Johanna Kirsch, Francesco Ciccolella und Peter Phobia gelernt und gearbeitet. Ausgehend von der Ausstellung „Politischer Populismus“ haben sie sich mit dem Zusammenhang zwischen Privatem und Politischem sowie der Rolle der zeitgenössischen Kunst in der Gesellschaft (und der Politik insbesondere) auseinandergesetzt und eigene Zugänge und Kunstwerke erarbeitet.

 

Thematisch ging es um die großen gesellschaftlichen bzw. politischen Themen und Fragestellungen: Eingestiegen sind wir bereits mit der Frage „Was würde ich tun, wenn ich Bürgermeister_in von Wien wäre?“. Entstanden sind Werke, die sich mit Demokratie, Freiheit und Medien(konsum) beschäftigen.

  

Bei der Vernissage am 28.4.16 präsentierten die Stipendiat_innen und Künstler_innen ihre Werke dem Publikum. Ausgestellt werden Zeichnungen, Plakate, Videos und Fotografien – zusammengeführt in einem eigenen Magazin „Politischer Populismus“, das ebenfalls von den Jugendlichen erstellt wurde und eine Auswahl der entstandenen Zeichnungen und Fotografien zusammenfasst.

Noch bis 10.5.16 kann die Ausstellung kostenfrei zu den Öffnungszeiten der Kunsthalle Wien besucht werden!

Über das Projekt:
Vor dem Hintergrund der Ausstellung Politischer Populismus setzten sich die SchülerInnen mit aktuellen politischen und gesellschaftsrelevanten Fragestellungen auseinander, brachten ihre eigenen Gedanken und Erfahrungen zu den Themen ein und diskutierten (viel 
J ). Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit den Themen, die sie besonders interessieren, haben die Jugendlichen aber vor allem die kreative Arbeitsweise unterschiedlicher Künstler_innen kennengelernt und in drei Gruppen gemeinsam mit diesen eigene Arbeiten im Medium ihrer Wahl zu entwickelt. Denn politischer Populismus ist nicht nur auf dem Vormarsch, er bedient sich auch wesentlich stärker popkultureller wie künstlerischer Verfahren und Ästhetiken als noch in früheren Jahren: Social Media, Werbeästhetik und mediale Inszenierung haben schlichten Parolen ein progressives Aussehen verliehen. Rappende Politiker, speziell auf Jugendliche abgestimmte Youtube Clips, Fernsehformate oder Popkonzerte, die politische Themen besetzen und Ressentiments gesellschaftsfähig machen wollen, gehören zum modernen Medienalltag. Künstlerische Werke wiederum reflektieren diese Tendenz, kommentieren sie oder geben ihr eine subversive zweite Ebene, welche die Mechanismen des politischen Populismus gegen diesen wendet. All dies wurde mit den Schüler_innen nachvollzogen. Ihre Perspektive spiegelt sich nun in ihren eigenen Arbeiten wieder.

Wiener Stipis retten die Welt vor der Zombie-Apokalypse

Exit The Room – so hieß der Workshop und die Beschreibung war, die Welt wäre von einem Virus befallen und wir müssen die Formel zu Ende bringen, welches ein Professor begonnen hatte, um die Welt zur retten. Ich dachte mir vor dem Workshop, es ginge um chemische Formeln und Experimentieren im Labor.

Dann, als alle sechs Stipendiat_innen da waren und wir in das Gebäude hineingingen, sah es gar nicht nach einem Labor aus. Es war ein altes Haus und wir kamen durch einen Hof in einem Keller. Im Keller war ein Büro und es gab drei weitere Türen, auf denen jeweils stand: Zombie-Bomb-Madness. Als ich das Kleingedruckte darunter gelesen habe, ist mir klar geworden worum es wirklich geht.

Wir kamen in den Zombie-Raum, bekamen ein paar Regeln und Anleitungen und dann begann die Uhr zu ticken. Wir hatten 60 Minuten Zeit im Raum versteckte Hinweise zu finden, um eine weitere Tür aufzumachen, die uns zum „Labor“ brachte, in dem wir die Formel für das Heilmittel zu Ende zu bringen konnten.

Den ersten Raum hatten wir relativ schnell hinter uns, aber beim Zweiten mussten wir einen von unseren fünf verfügbaren Jokern einsetzen. Hier waren die Aufgaben ziemlich knifflig, aber schlussendlich haben wir es gemeinsam geschafft in nur 37Minuten und konnten die Welt retten!

Zum Schluss dürften wir unsere Namen auf die schon vollbeschmierten Wände im Eingangsraum schreiben und es gab ein Gruppenfoto. Anschließend marschierten wir stolz heraus!

(Bericht: Wesal)

Nikon- Fotoworkshop: Belichtung, Blende & Co

An einem regnerischen Samstag trafen sich fünf StipendiatInnen und zwei Jugendliche von der Lernhilfe des Start- Alumni Vereins TANMU für einen von NIKON organisierten Fotoworkshop. Jeder bekam eine Spiegelreflexkamera, wenn er nicht ohnehin eine eigene hat und dann gings los mit dem Workshop. Zuerst befassten wir uns mit dem Objektiv. Dem Zoom, der uns ermöglicht Dinge, die ganz weit weg sind, nah erscheinen zu lassen, durch ein Teleobjektiv. Und, wie der Weitwinkel uns ermöglicht mehr zu sehen, als wir mit unserem bloßen Auge wahrnehmen können. Die Belichtung wird durch die Verschlusszeit geregelt, also wie viel Licht bekommt unser Sensor. Will man schnelle Bewegungen einfangen, muss man eine kurze Verschlusszeit wählen. Wählt man eine lange Verschlusszeit, wird das Foto eher unscharf.

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Die Blende regelt die Lichtmenge. Will man also ein Porträt von einer Person oder einem Objekt machen, dann macht man die Blende auf und erreicht so, dass Objekt oder Person scharf sind und der Hintergrund unscharf. Das bedeutet, dass das Bild wenig Tiefenschärfe hat. Will man z.B. eine Straßenszene einfangen, macht man die Blende eher zu, dadurch wird die Tiefenschärfe höher und das gibt einem die Möglichkeit mehr Details am Bild zu erkennen.

Die ISO- Empfindlichkeit bestimmt Wieviel Licht der Sensor braucht, um ein gutes Bild zu schießen. Je empfindlicher der Sensor, desto weniger Licht braucht er, aber die Kehrseite ist, dass durch je höher die Empfindlichkeit, desto gröber das Foto. Das heißt die niedrigste Empfindlichkeit bedeutet die beste Bildqualität. Das und viele mehr lernten wir an diesem Tag.

Zu Mittag hatten wir eineinhalb Stunden Zeit draußen zu fotografieren. Zum Glück regnete es nicht mehr und es war noch hell genug. Alle Fotos, die wir geschossen hatten, schauten wir uns dann gemeinsam am Beamer an und besprachen, ob die Einstellung gepasst hat, was besser hätte sein können etc. Es war spannend zu sehen, wie verschieden wir alle die gleichen Motive fotografierten.

Zum Abschluss gingen wir nochmal raus und machten Porträtfotos. Es war ein wirklich toller Workshop und wir möchten uns ganz herzlich bei den beiden Trainern Bernhard Wolf und Fabian Gasperl für die großartige Betreuung bedanken. Ein großes Dankeschön geht auch an Nikon, die uns diesen schönen Tag ermöglicht haben!

Hier ein paar Eindrücke:

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©Parinaz Poor Yazdanpanah Kermani

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©Harjivan Bhullar

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©Seda Scheripova

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© Nada

Hemayat Workshop: Einführung in die Psychotraumatologie

“Was ist ein Traumata genau und was löst es in unserem Körper aus bzw. was kann man dagegen tun?”- Diese Frage beschäftigte uns alle an diesem Samstagvormittag. Ricarda Perz und Sonja Brauner versuchten uns dieses hochkomplexe Thema der Psychotraumatologie, anhand von einer Präsentation und eigenen Erfahrungsberichten zu vermitteln. Wir sprachen über die verschiedenen Arten von Trauma und was diese auslösen können. Eine Graphik fand ich besonders eindrucksvoll und sie half mir besser zu verstehen was ein Trauma mit einem macht: Man sah den Kopf eines Jungen mit den Bereichen Erinnerung, Sprache und Planung. Diese waren durch einen Stacheldrahtzaun abgegrenzt von einem anderen Bereich seines Gehirns wo ein brennendes Haus mit einer Feuerwehr zu sehen war. Der Junge blickte auf ein Feuer. Und durch diese Wahrnehmung des Feuers wurde das brennende Haus in seiner Erinnerung so präsent, dass er keinen Zugriff mehr auf die anderen Bereiche seines Gehirns nehmen konnte. Ob so ein Trauma je ganz weggehen kann? Die beiden Hemayatbetreuerinnen erzählten uns an dem Tag viel über Methoden und wichtige Faktoren, die zu einer Stabilisierung nach Traumata führen, wie z.B. Therapie, soziales Netz, Beschäftigung, Sport. Es war ein faszinierender Vortrag mit vielen neuen Informationen, die wir erstmal verarbeiten mussten. Nach einer Pause musste sich jeder überlegen 1. Was ist seine/ihre Motivation zu helfen? 2. Was sind seine/ihre Stärken beim Helfen? 3. Was muss man mehr trainieren, um seine Kräfte zu schonen und bewusster einzusetzen? Dann gingen wir in Gruppen zusammen und sollten anhand eines Beispiels aus unserem KlientInnen-/Bekanntenkreis überlegen was für die Person wichtig wäre. Was braucht die Person in seiner/ihrer Situation? Was könnten wir ihm/ihr geben? Und was brauchen wir für uns, um umzugehen mit der Situation? Es war ein wirklicher spannender, sinnvoller Samstag. Ich hab einige Zeit gebraucht, um all die Informationen ankommen zu lassen. Aber jetzt sind sie da und es ist toll jetzt mit etwas mehr Wissen über das Thema nachdenken zu können. Vielen Dank an Sonja Brauner und Ricarda Perz für diesen nachhaltig interessanten Workshop!

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START-Salzburg – Ein Tag auf der Piste!

Die Stimmung war heiter, das Wetter nicht ganz so, am diesjährigen START-Salzburg Skitag im Skigebiet Almwelt Lofer im Salzburger Pinzgau. Gemeinsam erlebten 15 StipendiatInnen und Alumni aus Salzburg und Wien einen unvergesslichen Tag auf der Piste. Die SkianfängerInnen wurden dabei von einer erfahrenen Skilehrerin in die Sportart eingeführt. Während die geübten StipendiatInnen an Haltung und Technik arbeiteten, suchte eine andere Gruppe neue Herausforderungen im Snowboardkurs. 

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Die Stipendiatinnen Paula und Zehiye berichten:
Der START Ski- und Snowboardtag fand dieses Jahr am 06.03.2016 im Skigebiet Almwelt Lofer statt. Wir haben uns alle um 7:45 Uhr beim Hauptbahnhof getroffen und sind gegen 8:00 Uhr nach Lofer losgefahren. Trotz einer Stunde Fahrt ist die Zeit schnell vergangen, da wir uns alle gut unterhalten haben. In Lofer angekommen haben wir bei der Skischule Herbst Ski- und Snowboardsachen ausgeliehen und sind dann gleich mit der Gondel auf den Berg gefahren den. Oben angekommen haben wir uns dann in verschiedene Gruppen, wie Ski-Anfänger Ski-Fortgeschrittene und Snowboard-Anfänger eingeteilt.
Der Tag war zwar ziemlich anstrengend, da man nach einiger Zeit auf der Piste ziemlich erschöpft ist, aber dennoch fanden wir, dass es sehr schön war einen solchen Ausflug gemacht zu haben. Es war ein gutes Gefühl, mal wieder (oder für manche zum ersten Mal) auf der Piste zu stehen und ski- oder snowboardzufahren. Wir konnten als START-Gruppe wieder einmal etwas gemeinsam unternehmen und haben uns über den Besuch der StipendiatInnen Faeq und Sohela aus Wien sowie der Alumnis Snezana, Tania und Stefan sehr gefreut. Die Stimmung war sehr fröhlich und wir haben uns alle gut verstanden. Beim Ski- und Snowboardfahren ist vor allem bei einem Sturz die Hilfsbereitschaft sehr wichtig und diese kam bei den Stipis am Sonntag deutlich zum Ausdruck.

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Die Heimreise ist noch schneller als die Hinreise vergangen. Die meisten von uns waren sehr müde und haben sich im Bus ausgeruht. Wir sind gegen 18:00 Uhr wieder am Hauptbahnhof in Salzburg angekommen. Solche Ausflüge sind sehr bedeutungsvoll für uns, weil man als Gruppe etwas unternimmt und der Kontakt zwischen den StipendiatInnen dadurch aufrechterhalten wird. Außerdem haben wir alle immer Spaß zusammen und verbringen gerne gemeinsam Zeit miteinander.

Weiterer Stipendiatinnen über den Skitag:
Kristina: Der Skitag war echt super, es war eine lockere Stimmung und die Pisten waren auch toll. Vor allem der gemeinsame Spaß am Fahren und das Helfen, wenn jemand gestürzt ist, waren sehr schön mitzuerleben.
Hevi: Der Skitag war wirklich witzig, vor allem das Snowboarden mit Dani verlief besser als erwartet. Auch wenn wir öfter als uns lieb war Bekanntschaft mit dem Schnee gemacht haben, konnten wir am Ende des Tages zumindest auf der kleinen Übungspiste snowboarden – und das sogar ohne Sturz.

Snowboarder mit Dani Hevi

Stefan STeffi Tania Snowboarder
Steffi: Der Ski- und Snowboardtag war für mich etwas anstrengend, da viel Energie benötigt wurde und weil die Anfänger einen Crash-Kurs gehabt haben, in dem man alles was normalerweise in drei Tagen gelernt wird, an einem Tag gelernt haben. Aber dennoch hatte ich viel Spaß gehabt. Und Spaß ist in dem Fall das wichtigste.
Sohaila: Es war sehr witzig, man konnte die Alumnis besser kennenlernen. Es war voll cool, dass die Wiener da waren. Wir hatten viel Spaß an dem Tag. Am Anfang hatte ich keine Lust mehr, Skifahren zu lernen, weil es anstrengend war, doch mit der Zeit hatte ich immer mehr Spaß daran. Am Ende des Tages konnte ich endlich Skifahren, worüber ich sehr stolz und glücklich bin.
Zehiye: Ich war schon sehr lange nicht mehr Skifahren und war deshalb sehr aufgeregt. Ich war bei den Fortgeschrittenen dabei und mit Hilfe und Tipps konnte ich wieder gut fahren. Trotz meiner Stürzte am Anfang hatte ich sehr Spaß und bin froh das ich mitgegangen bin.

Gruppe

Wir danken der Gemeinde Lofer und insbesondere Bürgermeister Norbert Meindl für die Tagesskipässe. Ein herzlicher Dank gilt auch Hans Millinger für Begleitung und Unterstützung der StipendiatInnen beim START-Skitag.

Beginn des neuen Semesters mit dem START- Österreich Bildungsseminar

Zur Hälfte des Schuljahres trafen sich um die 100 Start- Stipendiaten aus Wien, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg zum Bildungsseminar. Zwei Mal pro Schuljahr bietet sich hier, im Bildungshaus Schloss Puchberg, die Möglichkeit alle wiederzusehen und gemeinsam in spannenden Seminaren neue Fähigkeiten zu entdecken oder auszubauen. Dieses Mal gab es folgende Seminare:

  • Rhetorik & Präsentation
  • Peermediation
  • Gruppenmoderation
  • Einführung in die wissenschaftliche Textarbeit
  • Gruppe & Konflikt
  • Bühnenpräsenz

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Nach der Ankunft und großer Wiedersehensfreude gab es für alle endlich Abendessen. Danach besprachen sich die StipisprecherInnen mit allen Landeskoordinatorinnen, denn an diesem Wochenende soll für jedes Bundesland ein/e StipisprecherIn und ein/e StellvertreterIn gewählt werden und ein/e VerbundsprecherIn für alle Bundesländer. Es wurden die Aufgaben und die Erfahrungen des letzten Jahres ausgetauscht. Vor allem die Gestaltung der Touren in den verschiedenen Bundesländern und wie man diese in Zukunft besser organisieren kann. Danach versammelten sich alle im großen Saal. Faeq und Fatih hatten eine Präsentation zur Wien- Tour zusammen geschnitten, mit dem besonderen Highlight “Zareh der Selfiestar”. Dann präsentierte uns Katrin Bernd die Fotos des Start- Balls, der Anfang Februar in Wien stattgefunden hatte, und den Sommercampus, der jedes Jahr in Deutschland stattfindet.(https://www.start-stipendium.at/fortschritt-bewegt-die-welt-von-morgen-bericht-vom-sommercampus-2015/) Den ersten Abend ließen wir gemütlich mit Spielen ausklingen. Am nächsten Tag gings nach dem Frühstück gleich um 9 Uhr mit den Seminaren los. Dank der langjährig bei START aktiven TrainerInnen haben die StipendiatInnen viele hilfreiche Informationen und Schulungen erhalten,

welche sie in ihrem Schulalltag und auch künftig gut anwenden können. Die Landeskoordinatorinnen besprachen derweil zusammen mit William Dearstyne über die Pläne für das nächste Jahr. Vor dem Abendessen hatte jedes Bundesland noch eine extra Besprechung, wo die StipisprecherInnen-Wahl durchgeführt wurde. Nach dem Abendessen wurde das Abendprogramm mit der Vorstellung der neuen StipisprecherInnen und StellvertreterInnen aus allen Bundesländern gestartet und aus diesen dann der Verbundsprecher Faeq aus Wien gewählt.

Wien: Faeq & Marenah

Oberösterreich: Soritta und Zareh

Salzburg: Maria Consuelo & Suhaila

Vorarlberg: Ceyda und Sarah

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Foto: Übergabe- Die neuen und alten StipisprecherInnen

Nach dem Abendessen war der bunte Abend angesagt. Zuerst wurden die neuen Stipisprecher begrüßt und danach konnte jeder sein Talent vorzeigen wie Tanzen, Singen, auf ein Instrument spielen oder ein Theaterstück vorzuführen. Ein paar aus meiner Gruppe und ich, führten einen Kömodie-Romanze-Scetch vor. Der Abend war wirklich bunt. Es gab verschiedene Tänze aus anderen Kulturen zu sehen und auf vier verschiedene Sprachen gesungen. Soso stellte ihren Projekt dar, in dem sie mit fremde Menschen redet und fotografiert. Es wurde als Stranger bezeichnet. Nach dem Programm haben sich alle wieder selbst beschäftigt. Am Sonntag nach dem Seminar versammelten sich wieder alle im Festsaal wo die Gruppenfotos der jeweiligen Seminar gemacht wurden. Die Stipisprecher hatten sich auf der Bühne versammelt und besprochen, in welchen Bundesland (Vorarlberg und Salzburg) die Winter- bzw. Sommertour stattfinden sollte. Nachdem sich alle ganz schnell einig waren, findet der Sommertour dieses Jahr in Vorarlberg und der Wintertour in unseren Bundesland.

Meinungen der StipendiatInnen zu den Seminaren:                                                          „Das Seminar war sehr interessant und informationsreich. Es hat sehr viel Spaß gemacht und wir konnten viel für den Alltag mitnehmen.”(Gruppe und Konflikt)

„Da manche schon fertig waren mit der VWA, konnten nicht alle das neu Gelernte direkt in ihrem Thema anwenden. Doch trotzdem war es interessant, wie schnell man Fragen zu seinem Thema bekommen kann, wenn man Brainwriting mit mehreren Personen macht.”(Einführung in die wissenschaftliche Textarbeit)

„Wir hatten alle viel Spaß in diesem Seminar, wie der Begriff schon sagt, lernten wir, wie wir am besten auf der Bühne präsentieren können. Es wurde auch sehr emotional, als wir über unsere traurigsten Erlebnisse erzählten. Wir konnten viel vom Seminar mitnehmen.” (Bühnenpräsenz)

 

Danke auch an Marina und Blerta für die köstlichen START- Kuchen!

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Buddy-Projekt der Wiener Stipendiat_innen und Alumni

Jugendliche mit Fluchtgeschichte sind oft isoliert und haben wenig Anschluss außerhalb ihrer Einrichtung. Dies trifft besonders für unbegleitet minderjährige Flüchtlinge zu, die nicht auf ihre Familien zurückgreifen können und alleine in Österreich sind. Viele der (ehemaligen) START-Stipendiat_innen wissen dies aus eigener Erfahrung. Sie engagieren sich bereits zahlreich für jugendliche Flüchtlinge, unterstützen sie bereits persönlich beim Ankommen und Fuß fassen in Wien oder sind als Dolmetscher aktiv. Dieses bereits vorhandene Engagement wollen wir nun verstärkt unterstützen und weiter ausbauen mit dem neuen START-Wien Buddy-Projekt für jugendliche Flüchtlinge.

Flucht ist eine traumatische Erfahrung, dieses Trauma kann sich bei den Flüchtlingen unterschiedlich auswirken. Aufgrund der eigenen Erfahrung als Flüchtlinge sind sie prädestiniert dafür, gegenwärtig ankommenden jungen Flüchtlingen den Weg zur Integration in die österreichische Gesellschaft zu erleichtern. Sie sind die besten Vorbilder, dass es möglich ist, gut in Österreich Fuß zu fassen und können mit ihrem eigenen Erfahrungsschatz wertvolle Tipps geben. Dies unterstützt auch bei einer positiven Verarbeitung des Fluchttra