START Vorarlberg begrüßt seinen 10. Jahrgang

Am Donnerstag, den 18. Oktober 2018 begrüßte START Vorarlberg feierlich seinen 10. Jahrgang im Montfortsaal im Landhaus Bregenz! 

Mit 140 Gästen, darunter die START Vorarlberg Stifter, William und Elisabeth Dearstyne, unsere Schirmherrin und Bildungslandesrätin, Dr. Barbara Schöbi-Fink, Barbara Brunner MSc, Projektkoordinatorin der Sozial- und Integrationspaten bei der Caritas als Vertretung für Pierre Hendrickx, Integrationspate und unseren geschätzten Patinnen und Paten sowie Freunde von START, wurde der Abend von den Moderatoren Chris Pantuan, START- Stipendiat und Mary-Elda Daligdig, START- Stipendiatin begleitet.

Das Programm entstand in Zusammenarbeit mit allen Jugendlichen unter der Organisation von Cansu Duran, START Projektassistentin. Somit entstand ein sehr gelungener Abend beinhaltend emotionalen Reden, Videobeiträgen, der Urkundenverleihung, der Maturantenverabschiedung sowie künstlerischen Beiträgen.

Schwerpunkt der Veranstaltung lag im sozialen und gesellschaftlichem Engagement, das mittels der Jugendlichen in Form von Interviews vorgestellt wurde. Unter dem Motto „Jeder kann helfen!“ – übermittelte Pierre Hendrickx in seiner Videobotschaft, dass man als Fremder in einem neuen Land am glücklichsten wird, wenn man sich so gut wie möglich engagiert und auch integriert. Dies wurde auch vom START-Stipendiat Ghaiath Alhereh in seinen berührenden Schlussworten mit „Gemeinsam die Welt verändern!“ bestätigt.

12 Stipendien wurden vergeben 

12 START StipendiatInnen, die ein Stipendium in der Höhe von 100 Euro im Monat für Bildungszwecke, Bildungsseminare und individuelle Beratung und Coaching bekommen, wurden aufgenommen:

Ibrahem Hamshari aus Syrien, BORG Schoren

Hamza Ahmadi aus Afghanistan, HAK Bludenz

Sebastian Bedzieszak aus Polen, BORG Egg

Anas Al Farwan aus Syrien, HTL Bregenz

Lana Taha aus Syrien, HLW Rankweil

Franciszek Pasion aus Philippinen/Polen, BORG Feldkirch

Reza Musavi aus Afghanistan, BHAK Lustenau

Nasiba Rezaje aus Afghanistan, BORG Götzis

Maryan Selywa aus Irak, BG Blumenstraße Bregenz

Precious Peter aus Nigeria, BORG Schillerstraße Feldkirch

Shahed Shek-Mustafa aus Syrien, BORG Lauterach

Chinedu Okolo aus Nigeria, LBS Feldkirch

Österreichweit ist START bereits in 5 Bundesländern vertreten: Neben Vorarlberg gibt es das Programm auch in Wien, Niederösterreich, Salzburg und Oberösterreich. Derzeit werden in Österreich insgesamt 158 Stipendiatinnen und Stipendiaten gefördert, 262 Jugendliche haben das Programm bereits erfolgreich absolviert.

Über START Vorarlberg:

START-Vorarlberg fördert im Rahmen eines Stipendienprogramms engagierte Schüler und Schülerinnen mit Migrationsgeschichte bis zur Matura. Zu den Auswahlkriterien für die START-Stipendien zählen gute schulische Leistungen, soziales Engagement und das familiäre Einkommen. Der Verein wurde 2009 von der Piz Buin Stiftung initiiert und wird aktuell von 28 Paten wie Unternehmen, Institutionen und einigen Privatpersonen unterstützt.

Unsere Strukturförderer: Piz Buin Stiftung, William & Elisabeth Dearstyne

Unsere Fotogalerie:

Das war die 6. Begrüßungsfeier von START-OÖ

Das Schülerstipendienprogramm hat am Montag, den 8. Oktober zum bereits sechsten Mal Jugendliche mit Migrationsgeschichte in das Programm aufgenommen. An diesem Tag wurden die Jugendlichen, im Raiffeisensaal der RLB OÖ, feierlich begrüßt und bekamen ihre Urkunden überreicht.

Gastgeber des Festabends war die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, die neben dem Land Oberösterreich einer der größten START-Unterstützer ist. „Das Programm mit seinen vielfältigen Angeboten und individuellen Patenschaften zeigt Schülerinnen und Schülern mit fremden Wurzeln neue Wege, Chancen und Möglichkeiten auf. Jeder und jede Einzelne hat nicht nur Talente und Begabungen, sondern engagiert sich auch speziell für das gesellschaftliche Umfeld. Damit haben sie besondere Vorbildwirkung. Umso wichtiger ist es, dass sie ihre Potenziale ausschöpfen können“, so Raiffeisenlandesbank OÖ-Generaldirektor Dr. Heinrich Schaller.

Um das Programm für die Feier zustande zu bringen, wirkten alle Stipendiaten mit. Neben dem offiziellen Empfang der neuen Stipendiaten, begleiteten Moderation, Reden über das Thema „Was bedeutet START für mich“ und künstlerische als auch Video-Beiträge die knapp 180 Gäste durch den Abend.

Landesrätin Frau Mag. Christine Haberlander richtete sich in Ihrer Rede mit diesen Worten an die Stipendiaten und Stipendiatinnen: „Auch wir haben eine Vision. Auch wir möchten jungen Menschen Chancen und Möglichkeiten geben. Bei Bildung geht es um Herzensbildung, Empathie und darum mutig zu sein – und genau das möchten wir für euch ermöglichen. Gebt diesem Programm die Chance, euer Leben zu verändern.“

13 Stipendien wurden vergeben, 11 Absolventen wurden verabschiedet:

• 11 START-Vollstipendiaten, die ein Stipendium in der Höhe von 100 Euro im Monat für Bildungszwecke, Bildungsseminare und individuelle Beratung und Coaching bekommen, wurden aufgenommen:
Ayca Aktas aus der Türkei, HAK Gmunden
Alaa Beshtawi aus Syrien, Borg Perg
Thupten Tsewang Dergey aus Tibet (VR China), BRG Fadingerstraße Linz
Nadin Duric aus Bosnien, BRG Fadingerstraße Linz
Jian Hasan aus Syrien, BG Steyr
Yusuf Kalayci aus der Türkei, HTL Braunau
Viola Krasniqi aus dem Kosovo, HAK 1 Wels
Karmina-Laura Mersdorf aus Rumänien, Borg Perg
Irma Sutkovic aus Montenegro, HAK 1 Wels
Belal Wali aus Syrien, BS 3 Linz
Ebtisam Zinieh aus Syrien, Borg Linz Honauerstraße

• 1 START-Vorstipendiat: Mohamed Dakhli aus Tunesien, BRG Landwiedstraße
• Und 1 START-Flüchtlingsstipendium: Mahdi Karimi, Afghanistan, HBLW Landwiedstraße

Feierlich verabschiedet wurden 11 Jugendliche, die das Programm bereits erfolgreich abgeschlossen haben und nun als START-Alumnis selbst den nächsten START-Generationen mit Rat und Tat zur Seite stehen:

Zarije Ademi, die jetzt technische Physik an der JKU Linz studiert.
Lirigzona Ahmetaj, die ein pädagogisches Studium absolvieren wird.
Liza Darab, die Öko-Energietechnik an der FH Wels studiert.
Tamer El-Hosseiny, wird nach dem absolvieren des Grundwehrdienstes als Hardwareentwickler arbeiten wird.
Sarah Elmallah, die als Eltektrotechnikerin zu arbeiten beginnt.
Sara Elsoudany, die Pharmazie an der Uni Graz studieren wird.
Selma Garibovic, die an die Meisterklasse für Haute Couture in Wien angenommen wurde.
Zareh Hakobian, der nach dem Grundwehrdienst als Softwareentwickler arbeiten wird.
Soritta Kim, die in Graz Lehramt für Deutsch und Englisch studiert.
Erika Sarolli, die Rechtswissenschaften an der JKU Linz studieren wird.
Jenni Ulziisaikhan, die Molekularbiologie in Graz studiert.

Österreichweit ist START bereits in 5 Bundesländern vertreten: Neben Oberösterreich gibt es das Programm auch in Wien, Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Derzeit werden in Österreich insgesamt 158 Stipendiatinnen und Stipendiaten gefördert, 262 Jugendliche haben das Programm bereits erfolgreich absolviert.

 

Über START-Oberösterreich:
START-Oberösterreich fördert im Rahmen eines Stipendienprogramms engagierte Schüler und Schülerinnen mit Migrationsgeschichte bis zur Matura. Zu den Auswahlkriterien für die START-Stipendien zählen gute bis sehr gute schulische Leistungen, soziales Engagement und das familiäre Einkommen. Der Verein wurde 2013 von der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich gemeinsam mit dem Land Oberösterreich initiiert und wird aktuell von 21 Paten wie Unternehmen, Institutionen und einigen Privatpersonen unterstützt. Unsere Strukturförderer: RLB OÖ und Land OÖ

Hier finden Sie den TV Beitrag von LT1:https://www.lt1.at/stipendium-fuer-schueler-mit-fremden-wurzeln/

Hier unsere Fotogalerie: Fotorechte: RLB OÖ/Michael Strobl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier unsere Fotogalerie: Fotorechte: START-Stipendium Oberösterreich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis zur Bergspitze und noch viel weiter! Aktuelles Buchprojekt der START-StipendiatInnen 2018

(Wien, 28. Mai 2018) „Bilder sagen mehr als tausend Worte.“ Mit diesem Ansatz arbeitet ein Silent-Book. Geschichten werden ohne Worte erzählt und dadurch Sprachgrenzen irrelevant. Alle StipendiatInnen von START haben Migrationshintergrund und ihre Wurzeln in den verschiedensten Ländern der Welt. Sie haben damit selbst erlebt, wie Sprache zur Barriere werden kann. Diese im Rahmen eines Kunstprojekts zu überwinden, war der Gedanke bei der Entstehung des Silent-Books „Die Reise“. 

Copyright: Verein START Stipendien Österreich

„Jemand reist durch viele Länder, um Frieden zu finden. Doch es begegnen ihm nur Menschen mit Tierköpfen, die je nach Land variieren…“ (Ahsan, 19 Jahre, aus Afghanistan) oder „Ein Roboter in einer geometrischen Welt möchte auf den Mount Everest klettern. Als er auf ein Lama trifft, entsteht eine Freundschaft – gemeinsam erklimmen sie den Gipfel…“ (Mohamed, 18 Jahre, aus Syrien) sind nur zwei der Bildgeschichten der 13 StipendiatInnen des Jahrgang 2018.
Sie haben im Rahmen eines Workshops mit der Künstlerin Ana Paolo Castro Villegas den gesamten Entstehungsprozess eines Buches, von der Ideenfindung bis hin zum Layoutieren, eigenhändig durchgeführt.

Eine Reise zum Mount Everest sollte von Jedem und Jeder auf vier Seiten dargestellt werden, der Darstellungsweise waren keine Grenzen gesetzt. Das 142 Seiten umfassende Buch zeigt nun, wie unterschiedlich diese Reise interpretiert und verstanden werden kann: Welche verschiedenen Aspekte sind auf dem Weg ins Ungewisse von Bedeutung und wie vielfältig können Gedanken auf künstlerische Weise dargestellt werden?

„Nicht diejenigen, die die gleiche Sprache sprechen, sondern diejenigen, die die gleichen Gefühle teilen, können einander verstehen“, resümmiert eine der StipendiantInnen abschließend. Bei der Buchpräsentation in der Zeichenfabrik erklären die StipendiatInnen Motiv und Bedeutung ihrer gemalten Bilder.

Buchpräsentation

„Die Reise“ ein Silent-Book der START-StipendiatInnen 2018

Datum und Ort 

Donnerstag, 31.05., ab 18:00 in der Zeichenfabrik, Flachgasse 35-37, 1150 Wien

Anwesend

Ana Paolo Castro Villegas
START Österreich Geschäftsführung Katrin Bernd
und die 13 START-StipendiatInnen des Jahrganges 2018

EINTRITT FREI!

Copyright: Verein START Stipendien Österreich

Wie START-Wien junge Menschen auf ihrem Bildungsweg begleitet
START-Wien begleitet und unterstützt Jugendliche mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. Die Stipendien werden unabhängig von Nationalität und Aufenthaltsstatus vergeben. Unterstützt werden die Jugendlichen durch einen Laptop, Drucker sowie Bildungsgeld. Noch wichtiger ist aber die ideelle Unterstützung in Form von individueller Beratung und Begleitung, zahlreichen Bildungsseminaren und Workshops, gemeinsamen Exkursionen oder bei der Studien- und Berufswahl.

Über START-Stipendien
Das START-Stipendienprogramm fördert engagierte Schüler*nnen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das START-Programm sind daher steuerlich absetzbar.

Rückfragehinweis:
Dipl.-Soz. Katrin Triebswetter
Projektkoordinatorin START-Wien
M: +43 664 886 22140, E: triebswetter@start-stipendium.at
www.start-stipendium.at

communication matters
Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 26, E: bottesch@comma.at

START-Wien: Bewerbungsfrist für Stipendien läuft

Jugendliche Migrant*innen: Motivation und Engagement werden gefördert

Wien, 21. März 2018. Kürzungen im Bildungsbereich stehen an. Auch die Mittel für schulische Integration werden zurückgefahren. Umso wichtiger sind Initiativen wie das Schülerstipendienprogramm START. Dieses will engagierten Jugendlichen mit Migrationsgeschichte den Maturaabschluss ermöglichen und damit bessere Chancen für eine gelungene Integration bieten.

Gut motiviert. Die Lernmotivation bei Schüler*innen mit Migrationshintergrund ist hoch: 57 Prozent der Jugendlichen erster und zweiter Generation zählen zu den besonders Motivierten (zum Vergleich: 43% bei einheimischen Schüler*innen). Als Risikofaktoren für Jugendliche mit Migrationshintergrund erklärt die OECD Sprachdefizite und einen niedrigen sozioökonomischen Status. „Das Stipendienprogramm START-Wien kann hier einen Beitrag leisten und diese Startschwierigkeiten etwas ausgleichen“, erläutert die Programmkoordinatorin Katrin Triebswetter.
Bewerbung für Stipendien. Derzeit werden Bewerber*innen gesucht, welche sich auf dem Weg zur Matura befinden und sowohl materielle (Laptop, Drucker, monatliches Bildungsgeld) als auch ideelle Unterstützung benötigen. Dazu gehören Rhetorik- und Bewerbungstrainings ebenso wie Beratung in Bildungs- und Lebensfragen, aber auch Kulturprojekte und vieles mehr.

Infos zur Bewerbung für ein START-Stipendium gibt es unter: www.start-stipendium.at/start-stipendium-jetzt-bewerben/


Foto:
© Karl Artmann/blickicht.com

Rückfragehinweis:
Dipl.-Soz. Katrin Triebswetter
Projektkoordinatorin START-Wien
M: +43 664 886 22140, E: triebswetter@start-stipendium.at
www.start-stipendium.at

Newsletter-Anmeldung für mehr START-Information: hier
Terminankündigung: START-Kunstprojektpräsentation: 31.5.2018, Zeichenfabrik, 1150 Wien, www.zeichenfabrik.at

communication matters
Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 26, E: bottesch@comma.at

START-Wien – Jetzt bewerben!

Nachhaltige START-Förderung: Jugendliche Migrant*innen nutzen ihre Chancen

Aktuelle österreichweite Umfrage unter START Absolvent*innen  

(Wien, 08. März 2018). Rund 220 Jugendliche aus 45 Nationen haben in den vergangenen elf Jahren mit Unterstützung des Stipendienprogramms START die Schulausbildung in Österreich mit Matura abgeschlossen. „Und wir haben ganz viel gelernt, hinsichtlich Wissen und Kultur. So auch den österreichischen Schmäh zu verstehen“, beschreibt eine Absolventin das Erlebte in einer aktuellen Umfrage unter allen START-Absolvent*innen.

UMFRAGE DETAILS  (österreichweite Alumni-Umfrage 2018, Rücklauf: 40 Prozent):

START als Türöffner. Für 75 Prozent der Befragten gab es bei der Bewerbung zum Stipendium keine Hürden. Einmal aufgenommen und dabei, war das Stipendienprogramm für viele der Jugendlichen ein Türöffner und half Kontakte zu knüpfen sowie die eigene Perspektive zu erweitern. Durch das Stipendienprogramm wurden Selbstbewusstsein gestärkt, Routine im Präsentieren gewonnen sowie sprachliche und soziale Kompetenzen gefördert.
„Die Umfrage-Ergebnisse freuen uns ganz besonders, da sie uns in unserem Ansatz bestätigen und aufzeigen, dass die Förderung nachhaltig wirkt“, so die Bildungsprogrammkoordinatorin für START-Österreich Katrin Triebswetter. „Die Rückmeldung der Alumni ermutigt aber nicht nur uns, unseren erfolgreichen Weg weiter zu gehen, sondern ist auch ein starkes Signal an unsere aktuellen Stipendiat*innen, an sich und ihre Möglichkeiten zu glauben und immer wieder über den eigenen Tellerrand zu blicken.“
Als besonders hilfreich sehen die befragten Alumni den gebotenen Rückhalt in der START-Familie, die Gemeinschaft und das daraus entstandene Netzwerk sowie die laufende Betreuung und Begleitung. Die enge Verbundenheit unterstreicht auch die Tatsache, dass heute über 97 Prozent der Absolvent*innen den Kontakt zu ehemaligen START-Kolleg*innen pflegen.

Wohin nach der Matura. Jeder Achte der befragten Jugendlichen absolvierte nach der Matura ein Auslandssemester oder Praktikum im Ausland. Drei Jugendliche starteten unmittelbar nach der Matura ins Berufsleben. Über kurz oder lang begannen alle anderen nach der Matura ein Studium, viele von ihnen auch berufsbegleitend. Denn parallel zum Studium sammelten viele der Jugendlichen Berufserfahrung – ob als Tourguide in der UNO, Kinderbetreuer*in oder auch wissenschaftliche Assistenz. Die Top-Studienrichtungen der Alumni sind Wirtschaft bzw. Internationale Betriebswirtschaft gefolgt von Medizin und anderen naturwissenschaftlichen Fächern. Viele haben ihn schon, für andere ist er das große Ziel der kommenden Jahre: der Studienabschluss mit einem Master.
Trotz Studium und Nebenjob engagieren sich über 60 Prozent der Absolvent*innen freiwillig. Viele  geben Nachhilfe, einige auch beim -Projekt „Tanmu“ (Lernhilfe für jugendliche Flüchtlinge) des START-Alumnivereins.

Bildungschancen nutzen. Die vielen Bildungsmöglichkeiten sowie die persönliche Freiheit und die hohe Lebensqualität schätzen die START-Alumni besonders an Österreich. Und sie sehen ihr Engagement auch als eine Möglichkeit, etwas von der Unterstützung, die sie erfahren haben, an andere weiterzugeben.

Keine halben Sachen. Ein Tipp der Ehemaligen für kommende START-Absolvent*innen: Das Meiste und Beste aus der Zeit herausholen, sowohl auf sozialer Ebene (Freundschaften knüpfen, offen für Neues sein,…), als auch in Hinblick auf das Bildungsangebot (Workshops besuchen, Fokus auf Zukunftschancen legen).

 

Wie START-Wien junge Menschen auf ihrem Bildungsweg begleitet
START-Wien begleitet und unterstützt Jugendliche mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. Die Stipendien werden unabhängig von Nationalität und Aufenthaltsstatus vergeben. Unterstützt werden die Jugendlichen durch einen Laptop, Drucker sowie Bildungsgeld. Noch wichtiger ist aber die ideelle Unterstützung in Form von individueller Beratung und Begleitung, zahlreichen Bildungsseminaren und Workshops, gemeinsamen Exkursionen oder bei der Studien- und Berufswahl.

Über START-Stipendien

Das START-Stipendienprogramm fördert engagierte Schüler*nnen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das START-Programm sind daher steuerlich absetzbar.

Rückfragehinweis:

Dipl.-Soz. Katrin Triebswetter
Projektkoordinatorin START-Wien
M: +43 664 886 22140, E: triebswetter@start-stipendium.at
www.start-stipendium.at

communication matters
Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 26, E: bottesch@comma.at

Uniqua-Mitarbeiter unterstützen Schreibwerkstatt von START-Wien

(Wien, 20.12.2017) Mitarbeiterbefragung für den guten Zweck. Um Mitarbeiter zu motivieren an der Befragung teilzunehmen, entschied sich UNIQA jeweils einen Euro pro ausgefülltem Fragebogen zu spenden. Zur Auswahl standen zwei wohltätige Organisationen. Der Verein START war eine davon.
Insgesamt 1.500 Euro überreicht Robert Linke, Leiter HR der UNIQA Group nun in der SkyBar des UNIQA Tower an START-Projektkoordinatorin Katrin Triebswetter. Mit der Spende wird das Projekt „Schreibwerkstatt“ unterstützt, das Jugendliche mit Migrationshintergrund fit für den Deutschunterricht macht.  
Mit Hilfe des Geldes finanziert der Verein START Stipendien Textworkshops, in denen der schulergänzende Förderbedarf der Jugendlichen mit Migrationshintergrund abgedeckt wird. Denn viele der START-Schülerinnen und Schüler sind über Umwege in die Oberstufe eingestiegen und haben bislang nicht gelernt, wie Kommentar, Erörterung, Erzählung oder Analyse strukturiert und korrekt umgesetzt werden. Die Unterrichtseinheiten in der START Schreibwerkstatt helfen, diese Wissenslücken zu schließen. „Und die Einheiten für „schulspezifisches Deutsch“ bzw. konkrete Text- und Schreibübungen werden von unseren Schülern sehr gerne angenommen“, berichtet START-Projektkoordinatorin Katrin Triebswetter, „auch wenn der Unterricht in den Ferien oder am Wochenende stattfindet!“ Unterrichtet werden die Jugendlichen von einem AHS-Deutschlehrer. Das Interesse ist groß, die Warteliste dementsprechend lang und eine Fortsetzung jedenfalls geplant.


v.l.n.r.: Nour, Mohamad, Meghety, Katrin Triebswetter (START Stipendien), Robert Linke (UNIQA)
Copyright: UNIQA

O-Töne zur START Schreibwerkstatt:
Nour, (17 Jahre): „In der Schreibwerkstatt haben wir die unterschiedlichsten Textformen geübt. Unter anderem auch die Interpretation von Gedichten. Mein Gedicht war die Bürgschaft – ich habe die 20 Strophen der Bürgschaft auswendig gelernt. Für meine Interpretation im Rahmen des Schulunterrichts erhielt ich dann einen Einser!“ 
Mohamad, (18 Jahre): “Ich habe das Verfassen von Kommentaren in der Schreibwerkstatt geübt. Bei meiner ersten Deutschschularbeit, wird ein Leserbrief zu schreiben sein. Da wird sich zeigen, wie gut ich nun hoffentlich bin!” 
Meghety, (17 Jahre): “Ich war jeweils eine Woche in den Semesterferien in der Schreibwerkstatt und habe Textarten geübt. Mit Erfolg. Denn ich bin nun seit fast drei Jahren in Österreich und habe mein erstes großes Ziel erreicht: Ich habe die Deutsch-Herbstprüfung bestanden!” 

Rückfragehinweis:
START Stipendien Wien, Dipl.-Soz. Katrin Triebswetter,
M: +43 664 886 22140, E: triebswetter@start-stipendium.at, www.start-stipendium.at
communication matters, Mag.a Eveline Bottesch,
T: +43 1 503 23 03 – 26, bottesch@comma.at

Die Welt verändern ist Politik: Integrationsstadtrat Jürgen Czernohorszky diskutiert mit START-Wien

(Wien, 25. Oktober 2017). 27 Prozent der Wiener Bevölkerung im wahlfähigen Alter ist nicht wahlberechtigt. Das trifft auch auf StipendiatInnen von START-Wien und deren Familien häufig zu. Aufgrund ihrer Staatsbürgerschaften haben sie in Österreich oft noch kein Wahlrecht. Trotzdem suchen sie Möglichkeiten zur politischen Teilhabe und wollen sich engagieren. Wie und wo das möglich ist, dazu befragten SchülerInnen und AbsolventInnen von START-Wien Bildungs- und Integrationsstadtrat Jürgen Czernohorszky.

Engagement auch ohne Stimmrecht. „Mein politisches Engagement hat in der Schule begonnen“, erzählt Stadtrat Czernohorszky, „erst als Klassensprecher, dann als Schulsprecher“. Politik geschieht nicht nur im Parlament, sondern ist jederzeit im eigenen nahen Umfeld möglich. „Wenn einem etwas in der Politik nicht passt, zahlt es sich aus, sich auf die Füße zu stellen und eine andere Meinung zu vertreten. Für eine Sache einzutreten, aktiv zu werden und sich gemeinsam mit anderen zu organisieren, macht einen stärker und kann auch zu Veränderungen führen“, so der Stadtrat.

Integrationsstadtrat Czernorszky im Kreis der StipendiatInnen; Copyright: START Wien

„Wie sorgen Sie als Stadtrat dafür, dass alle, die in dieser Stadt leben, auch die Möglichkeit der politischen Partizipation haben müssen – unabhängig von Alter und nationaler Herkunft?“, will die 16-jährige Marzia Suleimanli wissen. „Unabhängig vom Wahlrecht gibt es verschiedene Möglichkeiten der Mitbestimmung“, so Czernohorszky, „in den Bezirksjugendparlamenten beispielsweise kann bei Entscheidungen mitgewirkt werden, welche die unmittelbare Lebenswelt der Jugendlichen betreffen. Im SchülerInnenparlament werden Themen und Anliegen der SchülerInnen besprochen.“
Direkte Beteiligung und den Dialog für alle WienerInnen ermöglicht auch die „Sag’s Wien“-App, mit der die StadtbewohnerInnen ihre Anliegen via Smartphone äußern können. (https://www.wien.gv.at/sagswien/)

Schulfach Politische Bildung. Kann man politisches Engagement auch lehren und lernen? „Wieso wird dem Fach Religion so viel Platz im Schulunterricht eingeräumt, der Politischen Bildung aber nicht?“, fragt Ashan Sikandari. „Im Idealfall soll Politische Bildung fächerübergreifend in allen Schulen erfolgen“, wünscht sich auch Stadtrat Czernohorszky mehr Gewicht für diesen Bildungsbereich.

Vorbild für politisches Engagement. Dass mittlerweile auch in der österreichischen Politik  Menschen mit Migrationshintergrund aktiv und sichtbar sind, motiviert die Jugendlichen. „Politik sollte die Vielfalt einer Stadt bzw. einer Gesellschaft auch abbilden, sowohl was das Personal als auch was die Inhalte betrifft“, unterstreicht Czernohorszky. „Davon sind wir sicher noch weit entfernt. Man kann daher die Bedeutung von Pionierinnen und Pionieren mit Migrationshintergrund in der Politik nicht hoch genug einschätzen. Denn sie sind die Basis dafür, dass es mehr werden können.“

Über START-Stipendien:
Das START-Wien-Stipendienprogramm unterstützt engagierte SchülerInnen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. https://www.start-stipendium.at

Rückfragehinweis:
Dipl.-Soz. Katrin Triebswetter
Projektkoordinatorin START-Wien
M: +43 664 886 22140
triebswetter@start-stipendium.at
www.start-stipendium.at

communication matters
Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 26
bottesch@comma.at
www.communicationmatters.at