Besuch des 20. europäischen und internationalen visuellen Theater Festival

Am 7. Juni 2019 haben sich vier Stipendiat*innen aus Niederösterreich und sechs Stipendiat*innen aus Wien vor dem Theater Spielraum getroffen, um etwas Außergewöhnliches nämlich das Theaterstück „Off Kilter“ im Zuge des 20. europäischen und internationalen visuellen Theater Festival anzuschauen. Das Stück wurde von einem gehörlosen Schauspieler bzw. Regisseur namens Ramesh Meyyappan aus Singapur gespielt.

In dem Stück ging es um das Leben eines Mannes namens Joe Kilter, der seinen Job verliert und das jedoch irgendwie akzeptieren muss. Es hat sich alles um die Begabung des Schauspielers gedreht, wie er ohne Worte aufgetreten ist und seine Zuschauer, die sowohl Gehörlose als auch Hörende waren, nur mit Gestik und Körpersprache zu unterhalten und ihnen das Geschehen zu vermitteln. Der talentierte Schauspieler hat uns alleine (nur mit Hintergrundmusik) in einer Stunde mit seiner Aufführung voller Zauberei, Humor und Spaß so begeistert, dass wir das plötzliche Ende gar nicht erwartet haben und noch mehr sehen wollten. Und so mussten wir uns verabschieden und nach Hause fahren.

Bericht: Sabiha Moradi

Oblivion

Im Rahmen der Wiener Festwochen 2019 besuchte START-Wien die Kunstperformance „Oblivion“ der Künstlerin Sarah Vanhee. Die Künstlerin hatte ein Jahr lang ihren virtuellen und realen Müll gesammelt, welchen sie aus den Kartons ausräumte, während sie mit dem Publikum sprach.

START-Wien Stipendiat hat seine Eindrücke der Kunstperformance fest gehalten: „Das Oblivion, ein unvergessliches Theater. Die Schauspielerin sprach durchgehend auf Englisch, zeitweise auch auf Spanisch und Französisch. Nach und nach entleerte sie mit Müll gefüllt Kartons. Zu Beginn konnte man davon ausgehen, dass sie den Kontinent Nordamerika formt, jedoch wurde dieser Gedanke schnell wiederlegt. Die Schauspielerin hat die gesamt Fläche mit ihrem Abfall befüllt. Müll, den sie über ein ganzes Jahr gesammelt hat. Müll, der schnell ins Vergessene gerät. Müll, den man gar nicht als Müll zählen würde. Das Stück an sich hatte ein gutes Konzept, denn es soll das Publikum dazu animieren mehr auf die eigene Müllproduktion zu achten. Die Umsetzung bzw. die Performance konnte diesen Gedanken aber nicht übermitteln. Hierzu hatte das Stück auch noch unnötige Länge, die dem Ganzen eine fadisierende Eigenschaft gab. Trotz der eher schlechteren Umsetzung, muss ich auch sagen, dass ich zu meinem Teil auch ein besseren Bewusstsein für meine Müllproduktion habe.“

Ein paar Gedanken unserer START-Wien Stipendiat*innen zu ihrem eigenen Konsum und der Müllvermeidung:

Dieses Jahr war ich zum ersten mal bei den Wiener Festwochen und ehrlich gesagt war ich etwas enttäuscht, weil die Erzählungen von den Vorstellungen viel interessanter waren als wie die, die ich besucht habe. Es war heftig mit anzusehen das ein Mensch in einem Jahr der relativ nachhaltig bereits lebt, trotzdem so viel Müll verursacht. Jedoch war die Art der Präsentation sehr öde. Es war trotzdem schön wieder Stipis zu sehen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. -Edison

Mein eigener Konsum für Müll ist, dass ich versuche, wie weit ich kann, Papier Müll und Bio Müll von anderen Müll trenne. Ich habe eine nette Bekannte und wir tauschen unsere Kleidung und Schuhe, um unsere Umwelt schützen und weniger Sache kaufen. Ich muss sagen, dass wir nicht nur Kleidung und Schuhe tauschen, sondern auch andere Dinge zum Beispiel Bücher, DVD usw.
Ich benutze die alte Zeitungspapier als Papier Geschenk. Mit solchen Kleinigkeiten versuche ich wenigstens etwas gutes zu tun. -Stella

Ich bin der Meinung, dass das Konzept interessant ist, jedoch die Umsetzung nicht, wobei ich sagen muss, dass die Idee, die Menge an produziertem Müll innerhalb eines Jahres zu zeigen, an und für sich gar nicht so schlecht ist, allerdings zu lang gedauert hat, dass es einem irgendwann auf die Nerven ging. Ich bin ein Typ, der Sachen mehrmals verwendet, d.h. ich verzichte nicht ganz auf Plastik, aber ich versuche die Sachen so oft zu verwenden, bis sie wirklich kaputt gehen (z.B. meine Wasserflasche, Plastiksackerl, usw…). Also ich kaufe mir keine neuen Sachen bevor die alten wirklich alt werden. Ich konsumiere auch nicht sehr viel Fleisch. Einerseits weil es mir nicht wirklich schmeckt. Andererseits weil man Fleisch durch zahlreiche Lebensmittel ersetzen kann, die keinem Lebewesen schaden. -Rosetta

Das Konzept der Kunstperformence fand ich toll, aber die Ausführung könnte besser sein. Auch wenn die Ausführung etwas holprig war, ist mir während der ganzen Performance mein eigener Konsum bewusst geworden und wie viel ich eigentlich an Müll einsparen könnte. Anstatt zum Supermarkt und dort Tomaten in einer Plastikschale zu kaufen, könnte ich mit einer Stofftasche zum Bauernmarkt gehen und mir dort verpackungslose Tomaten holen. Anstatt mir neue Zahnbürstenköpfe für die elektronische Zahnbürste zu kaufen, könnte ich den jetzigen Kopf mit heißem Wasser übergießen oder in den Kühlfach legen, sodass die Bakterien absterben. Anstatt … und so weiter. Es gibt so vieles an dem ich etwas verbessern kann und das hat mir die Kunstperformance gezeigt. -Ebru

Zu Besuch in der AMAG- Austria Metall AG

Der START-OÖ Pate der ersten Stunde lud unsere Stipendiat*innen nach Ranshofen ein, um dort einen sehr spannenden gemeinsamen Tag zu verbringen. AMAG-Personalleiter Paul Benischek empfing seine Patenschülerin Karmina und acht weitere Stipendiat*innen am Dienstag vormittag im AMAG Standort Ranshofen.

AMAG-Patenschülerin Karmina berichtet von diesem Tag:

„Am Dienstag hatten wir Stipis die Gelegenheit meine Patenfirma AMAG in Ranshofen bei Braunau zu besuchen und mehr über die Produktion und vorallem die sehr spannende Firmengeschichte zu erfahren. Während einer Führung durch den Standort, konnten wir uns verschiedene Anlagen ansehen. Das Warm – und Kaltwalzwerk zum Beispiel. Dort werden die riesen Aluminiumbleche hergestellt. Es ist sehr heiss in diesen Hallen und was uns allen aufgefallen ist: Es sind nicht viele Menschen die in den Hallen arbeiten, denn der Großteil ist schon automatisiert.

Die AMAG produziert in Österreich Produkte aus Aluminium Guss und Walzprodukte von bester Qualität. Sie liefern auch flüssige Aluminium an Orte, die nicht mehr als 500 km von Ranshofen enfernt sind. Der Rohstoff aus dem Aluminium erzeugt wird ist Bauxit und man braucht sich keine Sorgen machen, dass er ausgeht da es sehr viele Vorkommen gibt. Was ein besonderer Vorteil gegenüber dem Stahl ist: 75-80% des Materials wird von Aluminiumschrott hergestellt, recyclet und wieder verwendet. Man kann Aluminium nämlich unendlich oft recylen. Die AMAG ist umweltfreundlich und hat für die Zukunft große Ziele, denn sie unterscheidet sich von anderen Aluminiumproduzenten nicht nur durch ihre Qualität, sondern auch durch ihre speziellen Produkte. Sie haben alle verschiedenen Legierungen an einem Standort.

Wir bekamen dann auch noch einen kurzen Vortrag zu den Ausbildungsmöglichkeiten in der AMAG. Sie suchen sehr viele Lehrlinge und von denen die sich bewerben, nehmen sie die Besten, denn sie investieren in sie und geben ihnen gute Arbeitsplätze um eine freundliche Betriebsklima und qualitative Produktion zu schaffen.

Am Ende der Führung durch das Betriebsgelände erklärt uns Herr Benischek noch wie wichtig Sicherheit in diesem Areal ist und dass die AMAG sehr darum bemüht ist, dass die Mitarbeiter zufrieden sind und ein gutes Klima herrscht. Die Mitarbeiter essen übrigens sehr viele Leberkässemmeln in der Kantine : )

Und als wäre das noch nicht genug, hat uns Herr Benischek in ein sehr schönes Restaurant zum Essen eingeladen. Dort konnten wir noch ein bisschen persönlicher reden und wir Stipis erzählten ihm von unseren Plänen für die Zukunft. Herr Benischek hörte sehr interessiert zu.

Für diesen sehr schönen und besonders interessanten Tag, will ich mich herzlich bei meinem Paten bedanken! Danke auch, dass sie START und somit mich unterstützen und ich daher im nächsten Jahr meine Matura machen kann. „

Young-Leadership Seminar 2019

Von Samstag, den 8. Juni, bis Montag, den 10. Juni, fand im Axis in Linz das Young Leadership Seminar für alle Stipi-Sprecher*innen statt. Die 10 Stipisprecher*innen aus den verschiedenen Bundesländern verbrachten gemeinsam ein Wochenende, an dem sie vieles über Team-Building, Leadership-Skills und Oragnisation von Veranstaltungen gelernt haben.

Die Stipendiatensprecher Atila & Edi von START-Wien berichten:

Samstag, der 8. Juni 2019:
Unser Ankommen war um 14:00 Uhr am Linzer Hauptbahnhof. Dort haben wir die anderen Stipisprecher*innen getroffen. Anschließend sind wir gemeinsam zu der Herberge und anschließend ins Axis gefahren. Nach einer kurzen Erholung haben wir mit Nadja (Landeskoordinatorin Oberösterreich) das Kennenlernspiel gespielt. Dies half uns, uns gegenseitig besser kennenzulernen.

Danach haben wir unsere Rolle und Aufgaben als Stipisprecher*innen und unsere Erwartungen besprochen. Dieser Seminarteil war für uns sehr nützlich und legte den ersten Grundstock für das Zusammenarbeiten als Gruppe.

Nach einem leckeren Abendessen zeigten uns die die START-OÖ Stipisprecher die Stadt Linz und die schöne Donau. Um 23:00 Uhr waren wir wieder brav in der Herberge 😊.

Sonntag, der 9. Juni 2019:
Am nächsten Tag aufgestanden, begannen wir mit dem leckeren Frühstück in der Jugendherberge. Später im Axis-Büro durften wir den zweiten Teil mit Anna (START-OÖ Teamassistentin) beginnen. Es fing gemütlich an und die Atmosphäre war phänomenal. An diesem Tag ging es um „Arbeiten in dem Team“ und wir haben gelernt, wie man gemeinsam zurechtkommt.

Anna gab uns viel Input zum Thema Gruppendynamik und Leadership-Skills, ebenso wie Kommunikation, Feedback und Konfliktmanagement. Nach dem Mittagessen beschäftigten wir uns intensiv mit der Organisation des Bunten Abends am Bildungsseminar, welcher immer von uns Stipisprecher*innen organisiert wird. Unsere Referentin Nina hielt zusätzlich einen Input zu Moderation und Rhetorik.

Zudem, nachdem die theoretischen Grundsteine gelegt worden sind, begannen wir, das gelernte Wissen anzuwenden. In 2,5 Stunden planten wir gemeinsam im Team den groben Ablauf des Bunten Abends am Bildungsseminar.

Danach durften wir Stipisprecher*innen zum Kulturzentrum „DH 5“ in die Stadt marschieren und dort ihre Vorbereitung der beiden bunten Abende des Bildungsseminars ausüben bzw. Feedbacks geben, um die Planung besser gestalten zu können. Hauptsächlich ging’s darum, dass die Stipisprecher das für das Bildungsseminar ausgearbeitete Abendprogramm (sprich Moderation, grobe Aufgabenteilung, usw.), durch Erstproben darstellen würden. Der mit Mikrophons ausgestattete Raum des Kulturzentrums ermöglichte eine relativ realistische Darstellung für den Ablauf der zwei bunten Abende.

„Vor einem Mikrofon zu stehen und das Publikum durch eine Veranstaltung zu führen ist sicherlich nicht leicht. Durch das Young Leadership Seminar konnten wir dieses Defizit zum Beispiel ausgleichen und uns gegenseitig tollen Input geben.“

Stipisprecher Thupten

Nun, eine Pause nach einem vollen Tag haben die Stipisprecher verdient, somit wurden sie für den ganzen Abend entlassen, um die schöne Stadt Linz zu besichtigen und sich mit paar Freund*innen (Alumni) zu treffen.

Montag, der 10. Juni 2019:
Am 3. Tag ging der Tag in der Früh um 7:30 Uhr mit dem Frühstück los. Mit einer guten Auswahl konnten sich die Stipi-Sprecher für den bevorstehen Tag stärken. Gleich nach dem Frühstück ging es zum START-Büro im „Axis“. Dort folgte der 3. Seminarteil: Teambesprechung (Wie kommunizieren wir? Wie Aufgaben verteilen? Offene Fragen klären).

Im Seminarraum haben die Stipi-Sprecher*innen, zusammen beschlossen, wie sie in der Zukunft miteinander kommunizieren möchten. Dabei haben sie sich klare Regeln festgelegt, an denen sich jeder/jeder Stipi-Sprecher*in halten muss. Zum Beispiel haben sie beschlossen, dass die Stipi-Sprecher*innen jede Woche miteinander kommunizieren und sich austauschen sollten, damit sie den Kontakt pflegen und aktiv bleiben. Außerdem haben sie nahezu alle ihre Aufgaben für die Gestaltung des Bunten Abends am Bildungsseminar im Herbst zu Ende verteilt, sodass jeder weiß, für was er oder sie zuständig ist.

Um etwas zu entspannen und um den Kopf freizubekommen, sind alle dann in den Hof gegangen und haben sich auf Liegestühle hingelegt. Dabei konnten alle sich sehr gut unterhalten und lockern. Anschließend haben alle das „Werwolf-Spiel“ gespielt, welches sehr lustig und spannend war, und sicherlich nochmals zum Teambuilding beigetragen hat. Zu Mittag haben alle dann gemeinsam zu Mittag gegessen. Nadja hat chinesisches Essen bestellt, welches allen sehr gut geschmeckt hat. Nach der Stärkung zu Mittag sind die Stipi-Sprecher*innen wieder in dem Seminarraum gegangen, um noch offene Fragen zu klären und am Ende haben alle anschließend eine Feedbackrunde gemacht, wo nahezu nur positives zu hören war, viel Lob ausgesprochen wurde und sich viel bedankt wurde.

„Ich kann es sehr stark behaupten, dass das heurige Young-Leadership-Seminar sehr besser und informativer wie letztes Jahr war, da ich letztes Jahr auch dabei war. Die Seminare, die wir besucht haben, waren sehr interessant und diese Informationen kann man auch in normalem Alltagsleben verwenden. Ich freue mich sehr auf diesjährige Gruppe und sehe eine sehr starke Gruppendynamik und auch eine sehr gute Zusammenarbeit.
Ich bin sehr gespannt auf das Bildungsseminar, da wir sehr viele interessante Programmpunkte für den Bunten Abend vorbereitet haben und für viel Unterhaltung gesorgt sein wird.“

Stipi-Sprecher Gul

Alles in allem war das Seminar vom 8. bis 10. Juni ein einzigartiges Erlebnis, welches die Stipi-Sprecher*innen sicherlich nie vergessen werden. Durch dieses Seminar haben die Stipi-Sprecher*innen sich viel besser kennengelernt, und das ist wichtig für ein gutes, funktionsfähiges miteinander Arbeiten. Das Seminar hat den Stipi-Sprecher*innen ebenfalls ermöglicht, als Team zusammenzuwachsen.

Wir möchten uns nochmals bei allen Paten, Landeskoordinatorinnen und Katrin Bernd bedanken, die uns dieses Seminar ermöglicht haben. Wir freuen uns auf einen erfolgreichen Start in den Herbst und wünschen allen schöne Sommerferien.

Der Mathematik Studienclub stellt sich vor!

Das Projekt Mathematik macht Freu(n)de entwickelt und erprobt Best Practices für moderne Unterrichtsgestaltung sowie die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen im Schulfach Mathematik. Mathematik macht Freu(n)de ist die Schöpfung von Univ.-Prof. Dr. Michael Eichmair und wird unter seiner Leitung als Kooperationsprojekt der Universität Wien und der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich durchgeführt.¹ START-Wien bedankt sich bei Michael Eichmair und Felix Heistinger, wie auch bei den Lehrenden für die Kooperation. Der Studienclub nimmt unseren Stipendiat*innen die Angst vor dem Fach Mathematik, veranschaulicht neue Lösungsansätze und erklärt komplexe Inhalte einfacher, wie auch verständlicher. Besondern freuen wir uns, dass wir dieses Semester das Angebot um einen Physikstudienclub erweitern konnten.

Das "Mathematik Studienclub" Team

Irene Baldauf

Die beiden Unterrichtsfächer von Irene sind Mathematik und Physik. Sie begleitet die Jugendlichen von START schon seit über einem Jahr und war auch diesmal wieder als Coach beim Mathematikkurs dabei.

„Ich arbeite sehr gerne mit den Jugendlichen zusammen. Sie bringen Lernbereitschaft und Offenheit mit. Dadurch lernen aber nicht nur die Jugendlichen viel dazu, sondern auch wir Coaches. Unsere Arbeit in den Studienclubs ist geprägt von Flexibilität und Innovation, was eine tolle Vorbereitung für unser zukünftiges Unterrichten darstellt.“

Felix Heistinger

Felix studiert die beiden Fächer Mathematik und Englisch auf Lehramt. Gemeinsam mit Irene Baldauf begleitet er seit mehr als einem Jahr Jugendliche von START im Fach Mathematik und er freut sich sehr, dass die START Studienclubs und damit auch das Team der Coaches seit dem ersten Mal so sehr gewachsen und sogar um das Fach Physik erweitert worden sind.

„Es ist immer wieder eine große Freude, die START Studienclubs zu gestalten und mit derartig engagierten und motivierten Jugendlichen zu arbeiten. Ich freue mich auf viele weitere Studienclubs und neue Formate, die wir den Stipis ab Herbst anbieten werden.“

Fabian Sucharda

Fabian maturierte im BRG Zehnergasse und befindet sich gerade im Masterstudium Lehramt. Seine beiden Fächer sind Mathematik und Sport. Der Sport hat für ihn einen hohen Stellenwert, daher baut er gerne „Energizer“ in die Mathematikkurse ein. Nach dem Studium möchte er in der Bildungsarbeit tätig sein.

„Die Start-Kurse sind in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Einerseits hat man die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler ein Semester lang zu betreuen und andererseits darf man mit engagierten und motivierten Schülerinnen und Schülern arbeiten. Es ist toll, wenn die Lernenden wirklich Interesse am Fach Mathematik haben. Die Leistung steht bei diesen Kursen aber für mich nicht im Vordergrund. Mir geht es vor allem um die Vermittlung von Spaß und Interesse am Fach Mathematik. Diese Bausteine führen zu einem einzigartigen Lern- und Arbeitsklima, in dem die Schülerinnen und Schüler vieles gemeinsam lernen und erarbeiten können.“

Ines Gabler

Ines studiert im achten Semester Lehramt in den Fächern Mathematik und Physik an der Universität Wien. Nach ihrem Bachelorabschluss wird sie neben dem Masterstudium in einer AHS im Zuge einer halben Lehrverpflichtung unterrichten.
Außerhalb des Studiums und den diversen NachhilfeschülerInnen, ist Ines sehr unternehmungslustig. Sie betätigt sich gerne sportlich und wenn es das Wetter zulässt, an der frischen Luft. Auch das Reisen darf bei ihr nie zu kurz kommen.

„Im START-Stipendium habe ich sehr viel Spaß daran gehabt, mit Jugendlichen aus verschiedenen Schulstufen auf einmal zu arbeiten. Das hat dazu geführt, dass sich die Lernenden auch gegenseitig helfen konnten. Natürlich bringt es einen großen Vorteil, dass die Schulerinnen und Schüler motiviert mitarbeiten, denn genau dann hat man den größten Lernerfolg. Jede Person aus unserer Gruppe konnte sich so zeigen wie sie ist, und hatte genügend Freiraum, um eigene Ideen und Lösungsansätze einzubringen.“

Hubert Koizar

Hubert studiert Mathematik und Physik auf Lehramt. Im Jahre 2016/17 leitete er im Zuge von Erasmus+ Konversationskurse auf Deutsch für Studenten in Spanien. Neben der Uni verbringt er sehr viel Zeit auf dem Eislaufplatz und auf der Bühne (bzw. dahinter), mit Brett- und Gesellschaftsspielen sowie im Kaffeehaus.

„Die Studienclubs bieten mir die phantastische Möglichkeit, einerseits schon Unterrichtserfahrung für meinen zukünftigen Beruf zu sammeln, andererseits aber auch die Begeisterung für Mathematik bei anderen aufflammen zu sehen. Durch das gute Betreuer-Teilnehmer-Verhältnis kann man als Coach viel besser auf die Teilnehmer eingehen, als das bei einer großen Gruppe der Fall wäre. Ich finde es toll, dass man nach nur ein paar Vormittagen – die noch dazu über mehrere Wochen verteilt sind – so einen starken Bezug zu den Jugendlichen aufgebaut hat.“

Laura Voglhofer

Laura beschäftigt sich gerne mit Mathematik und Geschichte. Sie möchte ihre Faszination mit anderen teilen und weitergeben. Sie verbringt viel Zeit in der Natur und schwingt gerne das Tanzbein. Laura arbeitet begeistert mit den StipendiatInnen von START zusammen. Sie bewundert das Miteinander, die Begeisterung und die Freude, mit der die StipendiatInnen beim Kurs teilnehmen.

„Jeder/jede bringt so viel mit. Schön ist, dass die Chance miteinander und auch voneinander zu lernen genutzt wird.“ 

Das "Physik Studienclub" Team

Martin Parcer

Martin studiert Mathematik und Physik auf Lehramt. Davor ist er in die HTL Ottakring gegangen. Erfahrungen mit dem Format Studienclub hat er in mehreren Intensivstudienclubs im Rahmen des Projekts Mathematik macht Freu(n)de, sowie nun auch in einem Studienclub, der sich mit dem Fach Physik beschäftigt hat, sammeln können.

„Das Arbeiten im Intensivstudienclub Mathematik ist für mich persönlich als angehender Lehrer sehr anregend. Ich kann Lerninhalte vermitteln, Lehr- und Lernmethoden ausprobieren und durch das Feedback der Lernenden Neues lernen. Die Schüler und Schülerinnen sind sehr unterschiedlich, genauso wie ihre Lernerwartungen und Lernvoraussetzungen. Besonders angenehm empfinde ich, dass die Schüler und Schülerinnen lernen wollen und genau wissen, was sie noch brauchen bzw. welche Themen sie intensiver besprechen wollen. Im Physik-Studienclub versuche ich stets, Lerninhalte, die die Schüler und Schülerinnen gelehrt bekommen wollen, zu vermitteln. Natürlich kann man einiges wiederholen und festigen, es ist aber leider nicht möglich in 8-10 Stunden vier bis acht Jahre Physik zu vermitteln.“

Michaela Miedler

Michaela hat das Lehramtsstudium für Mathematik und Physik abgeschlossen und studiert aktuell das Fachstudium Physik an der Universität Wien. An ihrem Studium gefällt ihr besonders der Versuch die Natur mit Hilfe von passenden Modellen zu beschreiben. In ihrer Freizeit ist sie oft bei der Donau anzutreffen oder beim Zeichnen.

„Ich habe die StipendiatInnen auf ihrem Weg zur Physik-Matura begleitet. Für mich war es bis auf die Pflichtpraktika während des Studiums die erste Erfahrung darin Physik zu unterrichten. Wir waren im Rahmen des Studienclubs sehr frei in der Themengestaltung und ich glaube, dass ich für mich und auch meinen Teamkollegen Martin Parcer sprechen kann, wenn ich sage, dass es uns sehr viel Freude bereitet hat. Die Jugendlichen habe ich als ausgesprochen motiviert und lernwillig erlebt. Ihre Fragen waren oft sehr tiefgehend und den Schulstoff weit übersteigend. Es freut mich zu sehen, dass es auch andere junge Menschen gibt, die sich, wie ich selbst, für Physik begeistern können. Besonders imponiert hat mir auch ihre positive Lebenseinstellung und ihre aufgeschlossenen Persönlichkeiten.“

¹ https://mathematikmachtfreunde.univie.ac.at/ (abgerufen am 06.06.2019)

Jus studieren? Berufsorientierung bei der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer

Ein ereignisreicher und praktischer Workshop mit Rollenspielen bei „Freshfields Bruckhaus Deringer“ über den START-Wien Stipendiatin Ebru berichtet.

Am Samstag, dem 1. Juni 2019, hat die Rechtsanwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer für uns ihre Türen geöffnet und die Stipendiaten und Stipendiatinnen eingeladen, um ihnen Berufe im Rechtswesen vorzustellen.

Mit Goodie Bags, kleinen Leckereien und Fruchtgetränken ausgestattet wurde den Stipendiaten und Stipendiatinnen eine Präsentation über das Dasein eines Juristen, Rechtsanwaltes, etc. gehalten. Anschließend wurde das Strafrecht erklärt und erläutert wie man in Kategorien eingeteilt wird je nachdem wie schwerwiegend das Vergehen war und unter welchem Einfluss die Person, die das Vergehen begangen hat, stand.

Dann kam das beste Part der Berufsorientierung: Nämlich die Fallstudie, ein kleines Theaterstück. Die Stipendiaten und Stipendiatinnen wurden in drei Gruppen, Staatsanwälte, Verteidiger und Richter, eingeteilt und haben den Fall des Kampfpiloten Lars Koch aus dem Buch und Film „Terror“ als Beispiel bearbeitet. Für alle die, die das Buch/den Film nicht kennen: Ein Passagierflugzeug wurde von einem Terroristen eingenommen und der Pilot des Flugzeuges wurde gezwungen den Sinkflug auf ein Stadion anzutreten. Kampfpiloten wurden folglich ausgesendet und es wurde alles Mögliche getan, um das Passagierflugzeug vor dem Sturz abzuhalten, doch nichts klappte. So entschied sich der Kampfpilot Lars Koch das Flugzeug mit den 165 Passagieren mit einer Rakete abzuschießen, um so die 70.000 Menschen im Stadion vor Schäden zu bewahren. Die Stipendiaten und Stipendiatinnen bekamen 20 Minuten Zeit, um Für- und Gegenargumente zu auszudenken. Anschließend wurde die Diskussion eingeleitet und mit Empören von Seiten der Verteidigung aufgrund des Richters Entscheidung beendet.

Um etwa 14:00 Uhr kam es dann zur Führung durch die edle Kanzlei. Die Stipendiaten und Stipendiatinnen haben die schöne Bibliothek, die geräumigen Büros und die moderne Küche zu sehen bekommen. Als einen Abschluss der Berufsorientierung gab es ein leckeres Buffet und eine Fragerunde.

Der Workshop und vor allem die Fallstudie haben unseren Stipendiat*innen besonders gut gefallen.

Da ich schon immer Jus studieren wollte, war der Workshop bei Freshfields genau das richtige für mich. Alle waren super nett und total motiviert für einen Samstagmorgen. Die Gruppe und ich hatten genug Zeit all unsere Fragen zu stellen. Auch die Fallstudie hat mir gut gefallen. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr, um ein andere Rolle als den Richter einnehmen zu können. -Edison

Obwohl ich schon letztes Jahr beim Workshop dabei war, war die Konstellation und Durchführung des Workshops anders. Nur der praktische Teil, der Case Study, blieb gleich und war dennoch nicht wie das letzte Mal, denn es waren neue, andere Stipis heuer dabei und somit auch neue Meinungen. Zusammengefasst kann ich sagen, dass mir das Workshop sehr gefallen hat. -Saida

Der Workshop in der Anwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer war nicht nur aufregend, sondern hat uns auch die verschiedensten Berufe nach einem Jus-Studium veranschaulicht. Das Highlight an dem Workshop war die Case Study. Wir haben uns in drei verschiedenen Rollen aufgeteilt. Staatsanwälte und -anwältinnen, VerteidigerInnen und RichterInnen. Wir haben gemeinsam einen Mordfall bekommen, den wir in der Gruppe analysieren mussten und je nach Rolle die Aufgabe erfüllen. Danach haben das Rollenspiel gespielt und die Richter und Richterinnen hatten am Ende das endgültige Wort. Wir haben uns bemüht den Fall zu lösen und hatten auch einen riesen Spaß. Zum Schluss haben wir eine Führung in der Kanzlei gemacht und wir bekamen eine kulinarische Verpflegung. Wir dürften auch einen Beutel befüllt mit kleinen Geschenken mitnehmen. -Shehab

Dieser Workshop hat mir ermöglicht einen ausführlicheren Durchblick ins Jusstudium bzw. in die juristischen Berufe zu schaffen. Dass Sprache und Vorsicht bei diesen Berufen eine große Rolle spielen, habe ich nicht gewusst. Als wir in Teams eine Gerichtsverhandlung simulieren mussten, war ich eine Richterin. Ich habe richtig gespürt, wie schwierig es sein kann, neutral zu sein und eine richtige Entscheidung zu treffen bzw. jemanden zu verurteilen. Ich finde solche Workshops sind tolle Möglichkeiten, um einen dem gewünschten Studium richtig näher zu bringen. Gerade für die Maturanten und Maturantinnen aber auch später für die anderen ist es sehr wichtig zu wissen, was sie in der Zukunft bei dem Studium erwartet. -Sabiha

Der Workshop hat meine Begeisterung für Wirtschaftsrecht weiter entfacht. Viele offene Fragen, die ich zum Wirtschaftsrecht-Studium hatte wurden beantwortet und ich habe nun das Gefühl, dass ich entspannt und vorbereitet in das Studium starten kann. -Chrislane

START-NÖ Jugendliche werden Conscious Consumer

Am 31. Mai besuchten Jugendliche von START-NÖ das so genannte CoCo Lab des Wirtschaftsmuseums Wien. COCO steht für Conscious Consumers, also bewusste KonsumentInnen & lab für Labor, experimentieren & forschen. Was haben wir dort gemacht? StipendiatInnen berichten:

Nach dem Begrüßen und Kennlernen haben wir mit unsrer Trainerin besprochen was ein bewusster Konsument sein kann und danach haben wir uns in dem sogenannten „Parlament“ gesammelt, wo wir Abstimmungsgeräte bekommen haben. Es wurden zu Themen aus „Wirtschaft und Konsum“ Fragen gestellt und wir dürften mit dem Gerät die für uns passende Antwort auswählen. Da ging es z.B. darum ob man lieber lokal oder fair trade einkauft oder wie man zu Recycling steht. Eine Frage war ob das Fleischessen wegen die Methanerzeugung von den gezüchteten Tieren gesetzlich bestraft werden soll. Ich habe für „Nein“ abgestimmt, weil ich ja Fleisch essen mag, aber es hat mich gewundert, dass überhaupt dieses Problem gibt, da ich nie darüber nachgedacht habe. Mir hat die Veranstaltung gut gefallen. Ich habe was Neues gelernt und dazu viel Spaß gehabt!

Hussam

Beim CoCo Lab war es echt spannend! Am meisten hat mir die Aktivität gefallen, wo wir selbst Strom erzeugt haben durch ziehen an einem Seil. Damit wurde ein Spiel betrieben, ein Flipper. Wir mussten das Spiel gewinnen und als letztes sollten wir so laut wie möglich schreien, dass die Gewinn-Lichter leuchten. Wir waren in drei Gruppen geteilt, das heißt jede Gruppe musste eine Station übernehmen. Außerdem haben wir es alle gemerkt wie schwierig es ist, wenn wir eine Lampe händisch zum Leuchten bringen wollen. Man muss ständig ziehen und die Betreuerin hat uns gesagt, dass man viele Jahre ziehen müsste ohne Unterbrechung, damit für ein ganzes Haus Energie hergestellt wird. Ich bin froh, dass es genug Maschinen gibt, die das erledigen.

Khlod

Wir haben an diesem Tag auch über „Vlogging & YouTube“ geredet. Was sie bedeuten, was man als Youtuber machen kann & verdient. Wer bezahlt die Produzenten, Werbungen, Produkt Placement? Wir haben auch selbst in zwei Gruppen Vlogs gemacht. Ich war so froh, weil ich immer wissen wollte wie man ein Vlog machen kann. Es war echt ein spannendes Workshop. Vielen Dank an das Wirtschaftsmuseum Wien!

Bayan

Biedermann und die Brandstifter

„Angenehm aufregend, unvergesslich. Adäquat für den Theaterabend mit der Kanzlei freshfields.“ Ein Bericht von START-Wien Stipendiatin Saida über den ereignisreichen Abend.

Folgend verlief der Abend: Dem Plan nach sollte das Werk „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch vor der Theatervorstellung besprochen und anschließend die gesehen/besucht und genossen werden.
Doch der Abend verlief turbulenter als gedacht, denn fünf Stipendiat_innen blieben im Aufzug stecken. Nachdem die Feuerwehr sie aus dem engen Aufzug befreite, wurde das Werk sorgfältig besprochen. Danach machten wir uns alle zu Fuß, um dergleichen zu vermeiden, auf dem Weg zum Theater.

Stipendiat_innen, als auch die Projektkoordinatorin Aleksandra und die Anwälte_innen saßen in einer Reihe auf sehr komfortablen Sitzen mit perfektem Blick auf die Bühne. Für einige Stipendiat_innen war es ihr erstes episches Theaterstück (ganz den Merkmalen entsprechend: man konnte sich mit den Akteur_innen nicht identifizieren, das Publikum wurde direkt angesprochen). Es war etwas Neues, Außergewöhnliches und der Stimmung, der positiven Ausstrahlung und dem vielen Lachen zu urteilen hat das Theaterstück alle Stipendiat_innen begeistert.

An diesem Punkt möchten START, die Stipendiat_innen und ich (Saida Rezai) ein großes Dankeschön aussprechen: „Danke der Kanzlei „freshfields Bruckhaus Deringer“ für die Einladung. Es hat uns sehr erfreut!“

Das Theater Biedermann und Brandstifter war etwas Anderes. Ich habe nicht erwartet, dass es so gut wird und normalerweise sind Stücke wie Biedermann und Brandstifter nicht Komödien, aber ich habe viel gelacht und die lustigen Szenen genossen. Alles in allem war das Theaterstück Biedermann und Brandstifter eines der besten, wenn nicht so gar das beste was ich je gesehen habe. -Munira

Ich bin froh, dass ich dieses Stück nicht verpasst habe, weil es ein sehr gutes Stück war. Humorvoll jedoch mit einem traurigen Ende. Mir hat es gefallen, weil wir einen guten Platz hatten. Die laute Musik und die Schauspielerei hat das Stück noch spannender gemacht. Es war einfach eine der besten Stücke, die ich bisher gesehen habe. Danke. -Sabiha

Das Theaterstück Biedermann und die Brandstifter war echt besonders. Man konnte sich während das Anschauen des Theaterstücks nicht einmal eine Sekunde langweiligen. Es war alles so spannend und humorvoll und auch mysteriös. Die Diskussion vor dem Theater war auch sehr hilfreich! Obwohl ich bei der ersten Hälfte nicht dabei war weil ein Paar von uns in einem Aufzug stecken geblieben sind, wurde in der zweiten Hälften der Diskussion alles wiederholt und nochmal erzählt damit alle was mitbekommen. Danke für die nette Einladung, es hat mich echt sehr gefreut! -Silvy

Es war ein tolles Theaterstück mit lustigen Gags und Witzen. -Ebru