Name: Sophie Scholl

Ein Klassenzimmertheaterstück über das Leben von Sophie Scholl von Rike Reininger, inszeniert vom Landestheater Niederösterreich und gespielt von Bettina Kerl.

„Ein Stück über zwei junge Frauen, die denselben Namen tragen: Was hat die Jus-Studentin Sophie Scholl mit der Widerstandskämpferin Sophie Scholl zu tun? Auf den ersten Blick nicht so viel. Die eine Sophie Scholl wurde weltbekannt, weil sie Widerstand leistete. Sie wurde von der Gestapo beim Verteilen anti-nationalsozialistischer Flugblätter verhaftet und weigerte sich in den Verhören, ihre Freunde zu verraten. Eine, die für ihre Überzeugung in den Tod ging. Die andere Sophie Scholl lebt jetzt, 75 Jahre später, in Zeiten des Friedens.  Sie steht kurz vor ihrer letzten Prüfung und ist voller Vorfreude auf ihr zukünftiges neues Leben. So unterschiedlich die zeitlichen Umstände auch sind, der Name Sophie Scholl verbindet die beiden schicksalhaft. Denn als sich herausstellt, dass Sophies Professor in einen Betrugsfall über gefälschte Prüfungen verwickelt ist und sie als Zeugin gegen ihn aussagen soll, besinnt sich Sophie der Ideale ihrer berühmten Namensschwester. Was ist wichtiger, die persönliche Karriere oder Verantwortung gegenüber den Mitmenschen?“¹ Wie wird sich die heutige Sophie Scholl entscheiden?

Die beiden Rollen der Jus-Studentin und der Widerstandskämpferin werden von Bettina Kerl gespielt. Die Schauspielerin schafft es mit musikalischen Stilmitteln das Publikum in die Vergangenheit zu transportieren, wie auch in der Gegenwart abzuholen. Ein dynamisches Spiel entsteht und die Grenzen der Zeit verfließen allmählich.

Bühne frei für unsere START-Wien & Niederösterreich Jugendlichen! Welche Eindrücke nehmen sie sich von diesem einzigartigen Theaterabend mit?

Ich dachte, dass das Theater von mehreren Leuten vorgespielt wird also wie man im Theater sieht. Aber „Name: Sophie Scholl“ wurde nur von einer Schauspielerin vorgespielt was mich überrascht hat. Das Vorspielen war AUSGEZEICHNET. Ich wurde einfach in der Welt von „damalige“ Sophie und die „heutige“ Sophie gebracht/gezogen. Außerdem kam es mir wirklich kurz vor obwohl das Ganze mehr als 2h gedauert hat. -Israa

Es hat mich sehr gefreut, dass ich mitgekommen bin! Ich hatte die Gelegenheit noch mehr neue Gesichter aus der START Familie kennen zu lernen! Zum ersten Mal wurde in meiner Nähe ein Stück vorgespielt, das mich begeistert hat! Die Mimik, Gestik und die Geschichte der Schauspielerin waren sehr beeindruckend! Vor diesem Abend habe ich Informationen zu Sophie Scholl gesammelt, jedoch ich habe ihr Leben und alles was sie gemacht hat erst jetzt nach dieser Aufführung besser verstanden! In einigen Momenten habe ich mir Sophie, die alte und moderne“ vor mir gesehen! -Mariana

Das Theater war sehr interessant. Wir haben über eine historische Heldin gelernt, nämlich Sophie Scholl. Aber das war auch nicht alles, wir waren in der Gegenwart, wo es eine “Moderne Sophie Scholl” gibt, die eine sehr schwierige Entscheidung treffen muss. Danach hatten wir die Möglichkeit das Ganze zu interpretieren und unsere eigene Meinung dazuzusagen. Ich finde es sehr spannend und interessant und hoffe, dass wir in die Zukunft sowas ähnliches machen werden. -Fatimah

Ich fand das Theaterstück Sophie Scholl sehr interessant, da es sich sowohl auf historische als auch auf moderne Geschichten bezieht. Die Schauspielerin hat ihre Rolle professionell vorgespielt. Mir hat auch die Diskussion über die wichtigsten Themen dieses Theaters sehr gut gefallen, da sie mich nachher zum Nachdenken anregten. -Jihan

Das Theaterstück hat mir sehr behagt, da es der Schauspielerin gelungen ist, uns die Geschichte von Sophie Scholl mit der passenden Musik zu vermitteln. Auch die Geschichte der fiktiven Sophie finde ich genial, da sie zum Nachdenken über Gerechtigkeit und Moral anregt. Zusammenfassend ist dieses Theaterstück sehr empfehlenswert. -Ahmad

Das Theater war anders aber großartig. Der Vergleich der ‚ehemaligen‘ Sophie Scholl zur ‚modernen‘ wurde wirklich gut dargestellt. Absolut empfehlenswert. -Aylin

Ich fand „Sophie Scholl“ echt gut. Man konnte dem Theater sehr gut folgen und die Schauspielerin war auch sehr gut. Ihre Stimme war sehr angenehm und man konnte ihr gut folgen. Die Diskussion mit den Fragen war gut strukturiert/eingeteilt. Wir sind Schritt für Schritt alles durchgegangen und haben alle dazu beitragen dürfen und es wurde auf unsere Antworten und Fragen eingegangen. -Sinem

Ich finde, dass die Show sehr ansprechend und beeindruckend war. Dass die Schauspielerin mehrere Figuren nachgespielt hat und ohne Pausen dazwischen hat mir sehr gefallen. Die Geschichte selbst ist sehr schön und kann daraus viel lernen. Zwei Personen aber derselbe Name, zwei verschiedene Geschichten zu zwei Frauen die verschiedene Situation erlebt haben, aber die beide Frauen hatten Mut am Ende. -Asmaa

Das Theaterstück hat mir sehr gut gefallen. Es war für mich etwas Neues, weil ich am Anfang gedacht habe, dass es eine Gruppe ist, die das Theaterstück veranstalten wird, aber so ist es nicht gewesen. Die Schauspielerin hat Sophie Scholl allein gespielt und es war sehr spannend. Wie sie den Text ganz gut und fließend gesagt hat, war sehr interessant für mich. Am Ende des Theaterstücks konnte ich nicht mehr dabei sein, aber ich schätze, dass es sehr interessant war. -Mahdi

Es war sehr spannend zu sehen, wie eine Person die Rollen zweier Figuren vorspielt und diese auch schön wechselt. Es hat mir wirklich sehr gut gefallen, wie die Schauspielerin eine Stunde lang mit voller Energie und alles allein gemacht hat. Was ich mitgenommen habe, ist, dass Sophie Scholl ist nur ein Name. Es gibt keinen Unterschied keinen echten Unterschied zwischen damaliger und heutiger Sophie Scholl. Wichtig ist, dass solche Persönlichkeiten in der Geschichte immer wieder auftauchen werden, um zu zeigen, dass Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Loyalität immer noch da sind. -Sabiha

Der Solo Performance folgte eine interaktive Gruppendiskussion mit Teresa Hassan & Bettina Kerl. In den von Sophie Scholl ausgeteilten Briefen versteckten sich Fragen zum Inhalt des Theaterstücks, zu den beiden Figuren und viele philosophische Fragen und Gedanken zu Glück, Leben, Freiheit und Zukunft.

„Frage Nummer 9: Was verstehst du unter Selbstloyalität?“
Diese Frage habe ich von Sophie bekommen, als sie während des Stückes Briefe ausgeteilt hat. Die Frage hat auch sehr gut zum Stück gepasst, da die moderne, als auch die originale Sophie Scholl sich sicher mal fragen musste, ob sie zu sich selbst loyal bleiben wird oder nicht und was das überhaupt für sie heißt. Ob sie Ehrlich bleibt und alles verliert oder lieber schweigt und der Rest ihres Lebens mit etwas Schuldgefühl erleben. Zwischen Ehrlichkeit und deine eigene Lebensträume entscheiden zu müssen ist nicht so leicht und selbstverständlich, wie man sich vorstellen könnte. Erst wenn man dieses Dilemma hat, erfährt man, was man als wichtiger hält. Sophie Scholl ist für mich ein Mutfigur und sie repräsentiert die Freiheit meiner eigenen Gedanken und eigener Meinung! -Mike

Ein herzliches Dankeschön an Teresa Hassan (Theaterpädagogische Assistenz) und Bettina Kerl (Schauspielerin) für diesen einzigartigen Theaterabend!

¹ Die Inhaltsbeschreibung ist eine von START gekürzte Fassung. Der originale und vollständige Text ist online nachzulesen unter: Landestheater Niederösterreich, Name Sophie Scholl (abgerufen am 12.04.2019)

Hands Up: Eintauchen in die Welt der Gehörlosen

Am 29. März 2019 besuchten die Stipendiat*innen die neue Ausstellung Hands Up von Dialog im Dunkeln. Zunächst legten wir Ohrenstöpsel und Noise-Canceling-Kopfhörer an, um unseren Sinn für die nächste Stunde einzudämmen. Durch die Ausstellung führte uns ein Guide, der selber gehörlos ist. Die erste Station zeigt auf wie wichtig Mimik und Körpersprache für Gebärdensprache und auch grundsätzlich fürs Kommunizieren ist. Da wir als Hörende meistens nicht darauf angewiesen sind, vergessen wir das oft. Danach lernten wir ein paar Gebärden, manche waren in ihrer Bedeutung leicht zu erkennen, manche nicht eindeutig. Durch Stille Post auf Gebärden, wurde uns klar wie ungewohnt für uns Situationen sind wo wir uns nicht durch Sprechen verständigen können. Am Ende lernten wir noch ein paar praktische Dinge kennen, die entwickelt wurden um Gehörlosen ihr Leben im Alltag zu erleichtern. Der Guide zeigte uns wie die Teilhabe von gehörlosen Personen immer noch durch viele Hürden geprägt ist und die Förderung einer besseren Zugänglichkeit immer noch keine Selbstverständlichkeit. Einige Eindrücke der Stipendiaten:

Ich fand die Ausstellung echt gut! Man hat einen Einblick in das Leben von Gehörlosen bekommen, was einem einfach surreal vorkommt, weil man sich das heute einfach nicht vorstellen kann. Auch wie sie mit Schwierigkeiten zurecht kommen, haben sie uns gezeigt, was ich echt faszinierend fand.
Sinem

Viel zu oft übersehen wir die alltäglichen Schwierigkeiten der gehörlosen Menschen und die Ausstellung Hands Up war die perfekte Lösung um zu verstehen, was gehörlose Menschen alles durchmachen und was sie von uns erwarten. Da wir bei der Führung selbst auch nichts hören konnten, war es ideal für uns, um uns in die Rolle der Gehörlosen zu versetzen. Viele Basic Informationen waren dabei wie z.B. wie man mit ihnen kommuniziert, die Grundlagen der Gebärdensprache, Musik der Gehörlosen, usw. Die Ausstellung ist sbsolut empfehlenswert.
Aylin

Ich habe mir nie wirklich Mühe gegeben, den Alltag von gehörlosen Menschen kennenzulernen. Wie hören Gehörlose Musik, die Türklingel oder das weinende Baby? Was ist diese Gebärdensprache und ist es einfach für Gehörlose Lippen zu lesen?
Der Workshop „Hands up“ hat sich mit all diesen Fragen beschäftigt und vieles mehr.
Sana

Das Coole daran war, dass der Trainer selbst ein Gehörloser war und konnte uns dessen Alltag sehr gut näher bringen. Zum Beispiel, wie sie sich durch spezielle Technologie-Geräte über Gefahren (Notfälle) alarmieren lassen. Wie sie miteinander kommunizieren und dabei wurde uns die Gebärdensprache auch beigebracht, was nicht so leicht war. Für mich war es sehr schwierig, ein Tag nichts hören zu können. Schwieriger war nichts sprechen zu dürfen. Aber trotz allem ist es empfehlenswert, einmal zu sehen und selbst zu erfahren, wie es ausschaut, gehörlos und stumm zu leben.
Sabiha

Ich fand die Gebärdensprache schon immer interessant ohne Worte mit jemand anderen zu kommunizieren. Ich stelle mir sie ziemlich kompliziert vor, doch sie ist einfacher als gedacht. Mit simplen Handbewegung die sehr logisch scheinen, konnten wir miteinander sprechen. Durch den Besuch bei Hands Up ist mein Interesse gestiegen. Ich habe mir vorgenommen mich mehr mit dieser Sprache auseinander zusetzen und sie zu lernen.
Salma

Europa:DIALOG mit Andreas Schieder

Die Gesprächsreihe Europa : DIALOG im Haus der Europäischen Union moderiert von Benedikt Weingartner thematisiert mit den EU-Wahl Spitzenkandidat*innen aktuell die anstehende Europawahl 2019 und hinterfragt „Welches Europa wollen wir, wie viel Europa möchten wir – und was sind wir bereit, dafür zu tun?“

Im ersten Teil des Gesprächs werden gesellschaftspolitische, wirtschaftspolitische und sozialpolitische Entwicklungen der EU analysiert, dabei wird die Rolle Österreichs in der EU besonders hervorgehoben. Das interaktive Format per Fragekärtchen auch das Publikum einzubinden, spricht vor allem die jungen Teilnehmer*innen an. START-Wien Stipendiat*innen beteiligten sich an der Fragerunde und richteten ihre Fragen zu Klimapolitik und der Mobilisierung von Jungwähler*innen an Andreas Schieder.

„Es war sehr interessant, einen Politiker wie den Spitzenkandidat Andreas Schieder aus der Nähe zu sehen. Außerdem hat man einen ungefähren Überblick über die Redeschlachten vor einem Wahlkampf bekommen. Ich fand den Dialog unterhaltsam und auch sehr humorvoll. Vor allem hat mir gefallen, dass fast alle Fragen vom Publikum beantwortet wurden.“ Jihan fügte noch hinzu, dass wir Klimapolitik mehr global, weniger europaweit betrachten und globale Ziele und Maßnahmen setzen sollten.

Sabiha betont die Auseinandersetzung mit Politik: „Ich halte es immer für wichtig sich mit Politik mal zu beschäftigen. Vor allem für die Jugendlichen ist es wichtig, sich über die Themen zu informieren, die die heutige Welt bewegen bzw. deren Zukunft von denen betroffen ist. „Dialog mit Andreas Schieder“ war eine gute Möglichkeit, einen Politiker live zu sehen und ihm Fragen zu stellen. Ich hoffe, dass solche Veranstaltungen mehrmals stattfinden.“

„Die heutige Veranstaltung war sehr interessant. Herr Andreas Schieder hat uns näher zu den Themen, über die heutzutage sehr diskutiert werden, gebracht. Er hat uns mit seinen Worten, die er über Klimaschutz, Handeln zwischen Ländern und ein soziales und sicheres Europa gesagt hat, zeigen können, dass er ein idealer Spitzenkandidat, der sich für ein erfolgreiches Europa setzt, ist.“ Mahdi über den EU-Wahl Kandidaten.

Mariama findet die Gesprächsreihe super cool: „Es hat mich sehr gefreut dort zu sein, es war echt sehr interessant und informativ, da man auch so hören konnte was die Politiker selbst über die ganzen “Probleme” denken und das finde echt super cool das wir dabei sein durften und auch selbst fragen stellen konnten.“

Beitragsbild: pixabay.com

Alles kann passieren!

Worte sind mehr als eine Aneinanderreihung von Buchstaben. Worte haben eine Bedeutung, Worte werden mit bestimmten Gefühlen verknüpft, Worte haben Macht. Ein politischer und kultureller Abend für unsere START-Wien Stipendiat*innen im Burgtheater.

„Alles kann passieren!“ ein Polittheater entstanden nach einer Idee von Doron Rabinovici und Florian Klenk. An den Worten, an der Sprache können wir die neuen „starken“ Politiker und Politikerinnen erkennen. Ihre Reden und Aussagen wurden zu einem Mosaik, das die jüngste Entwicklung Europas, wie auch die politische Einstellung darstellt und widerspiegelt, zusammengesetzt.

Shehab möchte sehr gerne nochmals das Burgtheater besuchen: „Ich war war zum ersten Mal im Burgtheater. Die Architektur des Gebäudes ist sehr prachtvoll. Es ähnelt der Volksoper. Das Politheater „Alles kann Passieren“ war sehr spannend anzuhören. Das Theater hat politische aktuelle Themen angesprochen und uns politisches Wissen gegeben. Die Themen Flüchtlinge und Islam sind sehr heikel und zu denen gibt es kritische Meinungen. Ich habe von neuen Politiker gehört.“

„Mir hat das Theater gut gefallen. Das Thema vom Theater war sehr interessant und man konnte den Sprecherinnen gut folgen, obwohl immer Sachen vorgelesen wurden.“ für Mahdi war es ein interessanter Abend.

Ebru über die Zitate, die eingeblendet wurden: „Obwohl ich von meinem Platz aus nicht die ganze Bühne im Blick hatte, fand ich das Theaterstück und die erschreckend wahren Zitate, die ab und zu eingeblendet wurden, extrem interessant.“

„Das Theaterstück gefiel mir besonders gut. Ich hoffe, das wir öfters ins Theater gehen werden.“ wünscht sich Balqiz.

„Ich war echt beeindruckt, weil die Themen, die behandelt wurden, waren sensible Themen, die wir im täglichen Leben nicht ernst nehmen.“ Mohamad spricht sensible Themen, die wir oft nicht im Alltag besprechen, an.

Berufsorientierung bei Rotary Club Wien Nestroy

Die Mitglieder des Rotary Wien Nestroy Clubs & rotaract haben unsere START-Wien Stipendiat*innen erneut zu einer Berufsorientierungsveranstaltung eingeladen, um von ihren persönlichen Bildungs- und Karrierewegen, wie auch Umwegen zu erzählen.

Der Rotary Club, wie auch die damit verbunden Ziele & Ideale wurden zunächst vorgestellt, bevor unsere Jugendlichen Informationen über die internationalen Rotary Austauschprogramme erhielten. Die Roatarier*innen aus den unterschiedlichsten Branchen (Wirtschaft, Finanzen, Beratung Kunst & Kultur, Kommunikation) und mit vielfältigen Qualifikationen erzählten den START-Wien Stipendiat*innen von ihrem beruflichen Werdegang. Die jungen Mitglieder von rotaract gaben Tipps auf was es im Studium ankommt und wie sie sich gezielt auf eine Aufnahmeprüfung vorbereiten können. Im Anschluss konnten die Stipendiat*innen sich und ihre Ziele nach der Matura vorstellen, Fragen stellen, Praktikamöglichkeiten erfragen und sich in entspannter Atmosphäre mit den Rotarier*innen austauschen.

Sabiha über den intensiven Nachmittag: „Der Workshop Berufsorientierung bei Rotary Club Wien Nestroy war spaßig nicht nur, weil wir geplaudert und gemeinsam gegessen haben, sondern es war viel mehr interessant als ich über die Werdegänge der Jugendlichen zwischen 18-30 erfahren habe. Über den neuen Club der Jugendlichen zu erfahren, hat mich begeistert. Sie haben uns erzählt, was und wo sie studieren bzw. arbeiten und wie sie drauf gekommen sind. Von Aufnahmeprüfungen bis hin zu den Unterschieden zwischen Uni und FH haben sie uns berichtet. Es hat mir auch gefallen, wie einer der Mitglieder uns wegen unserer Mehrsprachigkeit und dem Migrationshintergrund gelobt hat. Dass es auch ok ist, wenn man jetzt sich nicht sicher ist, welche Richtung man studieren möchte oder später doch ein anderes Fach studieren will, merke ich mir von diesem Workshop.“

„Der Rotary Workshop war nicht nur informativ, sondern hat auch Spaß gemacht. Durch den Besuch habe ich die Mitglieder von Rotary und Rotaract kennengelernt und konnte somit Kontakte knüpfen. Ich habe nun vor Teil von Rotaract zu werden, um mich selber in unterschiedlichen Gebieten weiterzubilden.“ Salma über wertvolle Kontakte.

Rosetta ist froh, dass sie sich angemeldet hat: „Der Workshop „Berufsorientierung bei Rotary“ hat mir sehr gefallen und war sehr hilfreich, da man viele Erfahrungen über verschiedene Berufe hören konnte. Man muss aber zugeben, dass man den Jüngeren besser zuhören konnte als den Älteren, da ihre Erfahrungen uns mehr ansprechen und für uns relevanter sind. Nichtsdestotrotz waren alle Menschen dort sehr nett und haben unsere Fragen so gut wie möglich beantwortet. Ich bin froh, dass ich mich für diesen Workshop angemeldet habe.“

Und Edison informierte sich über die vielfältigen Austauschprogramme, die Rotary für Jugendliche anbietet: „Der Workshop war eigentlich sehr interessant, die Rotary und Rotaract Mitglieder haben sich und ihre bis zum diesem Datum andauernde Karriere und ihren beruflichen Werdegang vorgestellt. Es war eine angenehme Stimmung zum Zuhören und wir hatten auch genug Zeit ihnen Fragen zu stellen. Nachdem sich alle vorgestellt hatten, hatten wir die Möglichkeit bekommen noch auf die einzelnen Personen zu zugehen um einen Dialog zu führen. Ich bin Ralf gegangen, weil es mich sehr interessiert hat, ob eine Möglichkeit besteht, durch den Jugenddienst von Rotary oder ihrem Netzwerk, ein Praktikum im Ausland bzw. Spanien oder Großbritannien erhalten zu können.“

Ein besonderer Dank an Deloitte und die Gastfreundschaft!

START-Stipendium: Jetzt bewerben!

START sucht wieder neue Stipendiatinnen und Stipendiaten!

Chance, Weiterbildung, Netzwerk, Zukunft und neue Perspektiven – mit diesen Begriffen verbinden unsere Absolvent*innen das START-Stipendienprogramm.
Ab sofort sind wir auf der Suche nach neuen, spannenden jungen Persönlichkeiten, die gemeinsam mit uns ihre Talente stärken und neue Perspektiven für ihre Zukunft schaffen wollen!

Deine Schritte zu einer erfolgreichen Bewerbung:

  1. Auf unserer Seite oder auf Facebook über unser Angebot informieren.
  2. Überprüfen, ob du alle Voraussetzungen erfüllst.
  3. Bewerbungsunterlagen downloaden und ausfüllen.
  4. Alle Unterlagen zusammen? Dann ab zur Post und an die Projektleitung des jeweiligen Bundeslandes schicken.

Mit einem Klick auf das Bild des jeweiligen Bundeslandes kannst du die Bewerbungsunterlagen als PDF downloaden. Eine Vorlage für ein Empfehlungsschreiben findest du hier zum Download.

Klamottenkunst: Kleidung auf der Spur & Upcycling

Upcycling ist mehr als eine Möglichkeit alten Klamotten durch innovative Ideen einen neuen Wert zu geben. Upcycling ist auch eine Form des Aktivismus und mit jeder Wiederverwertung eines bereits gebrauchten Gegenstandes, ein wichtiges Zeichen gegen die Gesellschaft des Konsums und der systematischen Ausbeutung anderer Länder durch den Westen. Dieses Jahr werden die Stipendiat*innen im Rahmen des Kunstprojekts ihre eigenen Upcycling- Methoden entwickeln und umsetzen. Dieser Prozess begann für die Stipis am 9. und 10. März im Recycling- Kosmos im 16. Bezirk. Zunächst gaben Esther Weinberger und Gudrun Büsel, die Workshopleiterinnen, einen theoretischen Input zu dem Thema. Nach drei verschiedenen Themenblöcken wurden die Stipis in Gruppen eingeteilt:

  1. Soziale Aspekte in der Produktionskette
  2. Alternativen und Handlungsmöglichkeiten
  3. Globale Auswirkungen und negative Umweltfaktoren

Zunächst sammelten die Stipis alle gemeinsam Stichworte zu den Themenfeldern, um diese in den Kleingruppen zu recherchieren. Den Theorieteil abschließend, präsentierten die Stipis den anderen Kleingruppen was sie herausgefunden hatten. Nach einer gemeinsamen Mittagspause beim besten Falafelstand am Brunnenmarkt „Abu Noor“, gaben Esther und Gudrun eine Einführung in das Benutzen einer Nähmaschine. Jede*r Stipendiat*in begann an einem eigenen Projekt zu arbeiten und Gudrun und Esther unterstützten sie ihre Ideen zu verwirklichen. Dabei kamen die unterschiedlichsten Stoffe und Materialien in allen erdenklichen Formen zum Einsatz. Beim Upcycling entdeckt man die Vielfalt an Funktionen, die einzelne Kleidungsstücke haben können. Ende März geht es weiter, bis dahin können die Stipendiat*innen noch viele Inspirationen sammeln und allgemein bewusster durch unsere Konsumgesellschaft gehen.

Zitate der Stipis:
„Es war schön die Schneider bzw. Schneiderinnen zu verstehen und die Wert von unsere Kleidung wissen!“ Abdul Baset Rezae
„Esther und Gudrun haben pausenlos uns geholfen, Tipps gegeben und bis zum Ende nicht im Stich gelassen. Sie waren sehr geduldig. Ich freue mich auf die nächsten Projekttage mit ihnen.“ Shehab Abdel-Latif

Make The Future Great Again!

„Weil diese Stadt auch uns gehört!“ unter dieser Leitidee entwickelten START-Wien Jugendliche nach den Prinzipien von professionellem Projektmanagement kleine & konkrete Aktionen, um die Stadt, den Bezirk und die Wohngegend noch lebenswerter zu machen. Aylin, START-Wien Stipendiatin, über den Projekttag mit Matthias Haberl von BLICKWECHSELN – Plattform für Zuversichtsaktivist*innen.

Das Umfeld eines Menschen kann unglaublich Vieles beeinflussen wie z.B. Laune, Verhalten, Kommunikation mit anderen Menschen, usw. Da nicht jede Stadt, wie auch jede Wohngegend einen positiven „Einfluss“ auf den Menschen hat, muss man sich manchmal selbst um eine Umgestaltung kümmern. Schon die kleinsten Veränderungen könnten helfen. Dies und vieles weitere haben wir am Samstag, 02. März 2019 mit Matthias besprochen und diesbezüglich auch selbst eigene Erfahrungen gemacht.

Es gibt keine Stadt, die bereits perfekt ist, daher könnte Wien eigentlich auch einige Veränderungen benötigen. Viele Menschen sind der Meinung, dass alle Wienerinnen und Wiener ständig schlecht gelaunt sind und sich auf den Straßen Wiens Menschen kaum gegenseitig anlächeln. Zunächst haben wir die möglichen Gründe für dieses Verhalten vieler Menschen besprochen und uns darauf geeinigt, dass wir ein Projekt starten sollten. Da aber ein Projekt sich kaum ohne genauere Überlegungen positiv entwickelt, haben wir die genaue Definition wie auch die die Abläufe und einzelnen Teile des Projektmanagements besprochen.

Nachdem wir in Gruppen an unseren Ideen gearbeitet haben, war es Zeit diese Ideen auch an fremden Menschen auszuprobieren. Das Ziel dieser Ideen war die Menschen dazu zu bringen, sich Gedanken über wichtigere Themen zu machen und auch ein Lächeln auf deren Gesichtern zu zaubern. Von Zetteln mit wichtigen Nachrichten bis zu netten Komplimenten konnten wir dies erreichen. Natürlich gab es verschiedenste Ideen: Fragen stellen, Menschen zum Zeichnen bringen und mit ihnen reden.

Durch diesen Workshop ist uns einiges zu Projektmanagement, wie auch Ergebnissen von kleinen Schritten bzw. Veränderungen klar geworden. Vielen Dank an Matthias!

Welche Aktionen haben unsere START-Wien Jugendlichen entwickelt, geplant und auch umgesetzt?

Am Nachmittag bildeten wir Gruppen zu einem bestimmten Thema, dass uns sehr wichtig ist, mit einem determinierten Ziel. Zum Thema Bildung mit dem Ziel herauszufinden wie verschiedene Leute Bildung definieren oder was sie denken was Bildung ausmacht, machten sich mein Team – Mohamad, Balqiz – und ich auf die Spur. Unser Konzept sah dabei folgend aus: Wir sprachen Menschen, unabhängig vom Alter und Geschlecht, an und baten diese um eine Selbsteinschätzung (Von einer Skala von 0 bis 10, was für eine Ziffer würden Sie sich geben, für wie gebildet Sie sich halten/sind?). Anschließend fragten wir was einen gebildeten Menschen ihrer Meinung nach ausmacht. Abwechselnd brachten wir auch ein Beispiel mit einem/einer Arzt/Ärztin und einem/einer Putzfrau oder zeigten ein Bild von einer dem/der Befragten unbekannten Person. Die/der Befragte sollte beim ersten Beispiel erläutern und bewerten, wer ihrer/seiner Meinung nach gebildeter ist/erscheint und beim zweiten Beispiel ausdrücken welche äußeren Faktoren bei Ihnen ausschlaggebend für ihre/seine Antwort ist. Dabei erhielten wir sehr viele verschiedene Antworten. Bei der Selbsteinschätzung gab es Leute, die sich sehr selbstbewusst eine Ziffer größer 7 gaben oder genau umgekehrt sich eine Zahl unter drei gaben. Auf die Frage was Bildung ausmacht erhielten wir ebenso eine große Antwortvariation. Antworten waren: Bildung findet auf verschiedenen Ebenen statt: es gibt die soziale, schulische, autonome, … Bildung oder für viele stellt Erfahrung die essentielle Bildung dar, und für eine Person war die abgeschlossene Ausbildung/das abgeschlossene Studium ausschlaggebend für eine gebildete Person. Auf die zwei gebrachten Beispiele mit dem Jobvergleich und der Einschätzung durch Aussehen lautete die meist genannte Antwort, dass man durch den Titel oder durch Aussehen keine vorschnellen Schlüsse ziehen kann. -Saida

Sabiha, Mahdi und ich haben als Gruppe zusammengearbeitet, weil wir die Idee hatten, Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen auf der Straße anzusprechen und sie zeichnen lassen. Unser Ziel war, diesen Menschen zu zeigen, dass jede/r zeichnen kann und die Kreativität keine Grenzen hat. Als Material für unsere Aktion haben wir ein Flipchart und Stifte bekommen. Mit unserem Flipchart (Danke dir nochmal Mahdi für das Tragen!) und den anderen sind wir in die Straßenbahn eingestiegen und bis zum Schwedenplatz gefahren. Neben der Straßenbahn-Station haben wir unser Flipchart aufgestellt. Unmittelbar danach haben wir einen Mann angesprochen, ob er für uns etwas zeichnen würde. Er hat die große Uhr am Schwedenplatz gezeichnet und gesagt, die Zeit sei ihm sehr wichtig. Und somit hat unsere Aktion begonnen. Trotz der Kälte hat es uns wirklich Spaß gemacht, diese Aktion umzusetzen, und wir waren am Ende sehr zufrieden mit dem Ergebnis. -Samira

Der Workshop hat es mir ermöglicht, zum ersten Mal, Unbekannte auf der Straße anzusprechen. Am Vormittag haben wir die Grundprinzipien eines Projektes besprochen. Anschließend haben wir Einzelheiten zum ausgewählten Themen aufgeschrieben und darüber diskutiert. Daraufhin sind wir, mit unseren „Hilfsmitteln“ auf Straße gegangen und haben alles, was wir besprochen haben, in die Tat umgesetzt. Das Thema unserer Gruppe war Buchempfehlung und Bildung. Somit haben wir ausgewählte Bücher empfohlen, empfohlen bekommen und nach der Meinung anderer über Bildung gefragt. Es muss erwähnt werden, dass viele am Anfang skeptisch reagiert haben, da sie wahrscheinlich gedacht haben, dass wir entweder Unterschriften sammeln oder Werbung machen. Jedoch haben es viele, gleichermaßen wie uns, genossen darüber zu sprechen. Alles in einem bin ich sehr dankbar, dass ich an diesen Workshop teilnehmen durfte. Dadurch könnte sehr viele wertvolle Erfahrungen mitnehmen. DANKE!!!! -Arezou

Die bildungsrelevante Workshops sind immer für mich was Neues und man lernt viel davon. Ich hatte wieder die Möglichkeit meine sozialen Kompetenzen bei diesem Workshop anzuwenden. Ich war mit zwei andere Stipis im ersten Bezirk auf die Suche nach Leuten, die wir fragen konnten wie wichtig für sie Bildung war. Wir haben ihnen auch einige interessante Bücher empfohlen und von ihnen auch interessante deutsche und englische Bücher empfohlen bekommen. Es war sehr lustig mit den verschiedenen Touristen auf Englisch zu reden. -Shehab

Der Workshop Blickwechsel, war anders als gedacht. Wir haben gelernt mit kleinen Projekten die Stadt im positiven Sinne zu verändern. Mein Team wollten den Menschen um uns herum eine kleine Freude machen. Aus diesem Grund sind wir in Kleidungsgeschäfte gegangen und haben, falls uns etwas gefallen hat, der Person ein Kompliment bezüglich ihres Outfits gegeben. Mit wenigen Worten haben wir der Person ein Lächeln geschenkt. -Salma