Eine kleine Reise durch die Sonderausstellung „Die umkämpfte Republik“ im Museum Niederösterreich

Yunadi, START-Wien Stipendiat, nimmt uns mit auf die kleine Reise durch die Sonderausstellung „Die umkämpfte Republik“ im Haus der Geschichte, Museum Niederösterreich und erzählt uns vom Projekt „Worte oder Waffen – Meinungsfreiheit und ihre Grenzen“.

Eine kleine Reise durch die Zeit in einem Museum in St. Pölten, Niederösterreich. Am 9. Februar besuchte eine große Gruppe von START-Niederösterreich & Wien Stipendiat*innen das Museum Niederösterreich. Für einige war es ein Vorbereitungskurs für die anstehende Bildungsreise nach Berlin, für andere war es eine gute Möglichkeit ihr Allgemeinwissen zu verbessern.

Im Haus der Geschichte begann die Reise. Eine Reise durch einer der gewaltsamsten und blutigsten Perioden von Österreich. Die Reise begann 1914 als eine kochende Stimmung zwischen den europäischen Großmächten herrschte. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war das Attentat von Gavrilo Princip auf den österreichischen Thronfolger. Dieser Mord führte zu einer der blutigsten Auseinandersetzung der Menschheitsgeschichte: 1. Weltkrieg. Gefolgt wurde dieses Ereignis von der instabilen ersten Republik, in welcher sich die Christlichsozialen, Sozialdemokraten und Nationalsozialisten um die Herrschaft stritten mit ihren eigenen Paramilitärischen Organisationen. Eine militante Zeit ohne Hemmungen. Durch die steigende Machtübernahme der Christlichsozialen, griffen die Sozialdemokraten zu den Waffen und die Februarkämpfe nahmen ihren Lauf. Doch dies sollte nicht genug sein. Am 12 März 1938 marschierten deutsche Truppen in Österreich ein und wurden in einem Jubelfeuer von der österreichischen Bevölkerung empfangen. Sie erhofften sich eine bessere und friedlichere Zeit, sie wussten jedoch nicht, was sie in den nächsten 7 Jahren erleben werden. 7 Jahre voll Hass, Tod, Kummer und Zweifel. So endete unsere Zeitreise mit vielen Ausstellungstücken, wie ein Portrait von Dollfuß, Uniformen, Autos und vieles mehr.

Nach einer Pause endete unser Ausflug mit einem Workshop, wo wir Zitate von berühmten Personen besprochen haben und die Macht des Wortes diskutiert haben. Alles in allem war es ein informativer Tag mit einer sehr interessanten Ausstellung, die ich jedem nur empfehlen kann.

Radio-Projekt „Weltenwandel“

Himanshi & Balqiz, START-Wien Stipendiatinnen haben am Radio-Projekt „Weltenwandel“ teilgenommen und berichten über ihre Projektwoche.

Während der Zeitspanne von 02.02.2019 bis 07.02.2019 haben wir, zwei START-Stipendiatinnen aus Wien, an dem Radio-Projekt „Weltenwandel“, das von EU gefördert wird, teilgenommen. Diese Woche, die wir in Trofaiach „Jugendheim Schloss Stibichhofen“ verbracht haben, war für uns nicht nur lehrreich, sondern auch sehr erholsam. Dort waren wir insgesamt 33 Personen aus Wien, Graz und der Slowakei. Neben den zahlreichen Workshops, die veranstaltet wurde, haben wir auch viel Spaß dazwischen gehabt, wie als wir Bowling gegangen sind. Wir hatten das erste Mal Bowling gespielt und freuten uns deshalb sehr, wir haben sogar einmal einen Neuner geschossen. Wir sind sogar Rodeln gegangen, das war das Highlight der Woche und obwohl es sehr kalt war, hatten wir doch sehr großen Spaß zusammen. Was uns an diesen Workshop besonders gefallen hat war, dass wir selbstständig waren und alles selbst organisieren mussten. Wir haben gekocht, sind einkaufen gegangen, auf Kinder aufgepasst, da dieses Projekt unabhängig vom Alter war, Workshops organisiert, Spiele gespielt und uns besser kennengelernt. Wir sind auf diesen Workshop durch Lale, eine Moderatorin, gestoßen und sie hat uns eingeladen da mitzumachen. Da der Workshop in den Semesterferien war, hatten wir keine Probleme mit der Schule und waren deshalb sehr froh. Die Workshops, die uns am Besten gefallen hat, war die Live-Sendung, wo wir interviewed wurden und auch andere interwieved haben, aber auch die anderen zahlreichen Workshops, wie zB. der Kosmetik-Workshop oder Kamera-Workshop, wo man lernte wie eine Kamera gebaut wird und funktioniert, oder der Recycling Workshop, wo wir lernten nachhaltig mit der Umwelt und unseren Eigentumen umzugehen. Diese und viele andere Workshops waren für uns sehr lehrreich und haben uns sehr gefallen.

In diesem Sinne möchten wir, Balqiz und Himanshi, der lieben Lale, Radio Orange 94.0 und der EU danken, dass sie das ermöglicht haben.

START-Wien Workshopreihe Schreibkurs: Leserbrief & Empfehlung

START-Stipendiat*innen Fatema & Samira berichten über die Workshopreihe „Schreibkurs“ mit MMag. Lukas Lienhart, in welcher die unterschiedlichsten Textsorten behandelt werden.

Am 5. Februar haben wir wieder eine Deutscheinheit gehabt, diese beinhaltete das Thema „Leserbriefe“. Zuerst begannen wir mit einer Freewriting über „fake news“. Wir haben die Aufgabe bekommen darüber möglich Vieles zu schreiben, was uns darunter einfällt. Die ersten Themen bzw. Worte, die mir eingefallen sind, waren die Falschmeldungen, Social Media, Meinungsfreiheit, Demokratie und Politik. Lukas unser Schreibkurstrainer hat uns jeweils zwei Nachrichten aus der Standard Zeitung ausgeteilt, diese waren zwei Leserbriefe. Jeder las für sich selbst und sollte Merkmale eines Leserbriefs herausfinden und wir besprachen das danach. Als Nächstes bekamen wir ein Scriptum, wo ganz im Detail erklärt wurde wie man einen Leserbrief schreibt, welche Sätze man benutzen könnte und wie die einzelnen Teile (Einleitung, Hauptteil, Schluss) strukturiert sind. Ein Leserbrief ist ähnlich wie ein offener Brief und da wir uns ein Tag davor (04.Feb) mit dem offenen Brief beschäftigt gehabt hatten, haben sich viele wie ich leichter getan einen Leserbrief zu schreiben.

Wir hatten natürlich zwischendurch auch Pausen. Nach der ersten Pause haben wir über den Aufbau und die Struktur eines Leserbriefs geredet und die einzelnen Teile ganz genau besprochen sowie die passenden Formulierungen. Im Weiteren lasen wir einen Text „Wer erzieht noch unsere Kinder“ und haben nach jedem Absatz gestoppt, um auf die unklaren Wörter einzugehen. Dabei habe ich viele neue Wörter gelernt.

Zum Schluss nach unserer zweiten Pause haben wir den Arbeitsauftrag bekommen einen Leserbrief zu schreiben, da dürften wir uns entscheiden über welches Thema wir schreiben wollen, da es mehrere Themen zur Auswahl gab. Ich freue mich immer nach jedem Kurs bzw. jedem Workshop, dass ich die Chance habe und diese nutzen kann. (START-Wien Stipendiatin Fatema)

Am Nachmittag starteten wir die Einheit mit der Frage: Was verbindet ihr mit dem Begriff „Empfehlung“? Die TeilnehmerInnen antworteten diese mit Wörtern wie Bücher, Filme, Serien, usw. Wie bei jedem Schreibkurs schrieben wir am Anfang ein „Free-Writing“ innerhalb sieben Minuten über unsere Hobbys. Danach fragte uns Lukas, was unsere Hobbys sind. Freunde treffen, essen, Musik hören, lesen, Serien anschauen, kochen, laufen, fotografieren, schwimmen, schlafen, Fußball und Volleyball spielen waren zwar unterschiedliche Hobbys, aber diese waren bei vielen von uns die gleichen.

Zur Textsorte „Empfehlung“, die sich von der Erörterung durch den konkreten Anlass und die Situation unterscheidet, bekam jede/r ein Skript, mit dem wir arbeiteten. Zu Beginn beschäftigten wir uns mit der Definition bzw. dem Aufbau dieser Textsorte. Bei diesen Übungsblättern, die uns Lukas immer gibt, gibt es eine Checkliste, in der man zu jedem Teil eines Textes Formulierungshilfen findet. Diese besprachen wir in dieser Einheit etwas genauer, da sich manche TeilnehmerInnen dies wünschten. Als Nächstes lasen wir eine Empfehlung, in der ein Liedtext für das Schulbuch in der Oberstufe empfohlen werden sollte, verfasst von einer Schülerin aus der Steiermark zum Thema „Liebeslieder im Deutschunterricht“ und bearbeiteten diese.

Nach einer kurzen Pause lasen wir einen Beispieltext „Was Schüler lesen müssen-die Zeit-Schülerbibliothek“ und setzten uns mit den Klassikern auseinander und schrieben schließlich eine Empfehlung darüber, ob Klassiker noch im Deutschunterricht gelesen werden sollen. Bevor es noch mit dem Schreiben weiterginge, hatte jede/r von uns die Möglichkeit gehabt, über ihren/seinen Deutschunterricht in der Schule zu sprechen und sagen, wie viele Bücher da gelesen werden. Mit einer Abschlussrunde, in der jede/r zu Wort kam und sagte, wie es ihr/ihm mit dieser Textsorte ginge, und Süßigkeiten beendeten wir den letzten Schreibkurs des Schuljahres. (START-Wien Stipendiatin Samira)

Die Workshopreihe „Schreibkurs“ kann aufgrund der Weihnachtsspende der KPMG verwirklicht werden. Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung!

START-Wien Workshopreihe Schreibkurs: Offener Brief & Kommentar

START-Stipendiat*innen Aziz & Munira berichten über die Workshopreihe „Schreibkurs“ mit MMag. Lukas Lienhart, in welcher die unterschiedlichsten Textsorten behandelt werden.

Der Schreibkurs am 4. Februar hatte sich mit der Textsorte „Kommentar“ beschäftigt hat. Wie immer startete Lukas mit einer Schreibübung in Form eines Freewritings und diesmal war das Thema unser Lieblingsgegenstand. Wir haben ca. sieben Minuten lang geschrieben und dann hat uns Lukas gefragt, ob manche von uns es vorlesen wollen. Einige haben über Miniatur Figuren geredet und andere über Stifte, die eine besondere Bedeutung für sie haben.

Nach diesen Vorlesungen haben wir mit dem eigentlichen Thema und zwar mit dem Kommentar angefangen. Für diese Textsorte hat Lukas seinen Stapel von Zetteln mitgebracht, die sich nur mit dem Kommentar beschäftigen. Einige waren nützliche Tipps, damit man einen guten und erfolgreichen Kommentar schreiben kann und andere waren Aufgaben zum Schreiben und Üben.

Auf den ersten Seiten sind wichtige Informationen zum Aufbau, Struktur und sprachliche Merkmale eines Kommentares gestanden. Diese haben wir gemeinsam gelesen und besprochen. Dann haben wir zwei Einleitungsbeispiele analysiert und darüber diskutiert welche besser und warum sie unsere Meinung nach besser sind. Zwischendurch hatten wir keine 10-minütigen Pausen, die als Entspannung und Erholung dienten.

Nach den Pausen ging es mit dem Arbeiten weiter und wir haben uns ein Beispiel eines Kommentars angeschaut und wir waren aufgefordert Fehler zu finden und Absätze zu setzen. Außerdem mussten wir wiedermal darüber diskutieren und erklären warum wir den Kommentar gut fanden und warum nicht.

Zusätzlich beantwortete Lukas unsere Fragen, die wir gestellt haben, logisch und verständlich, sodass wir vieles mitnehmen können bzw. konnten. Nachdem wir die ganzen Übungen bearbeitet und besprochen haben, war es nun an der Zeit, dass wir selber mal einen Kommentar schreiben können. Diese Session dauert immer eine halbe Stunde und Lukas ist immer bereit Fragen zu beantworten.

Danach fragt uns Lukas wie es uns ergangen ist und ob wir irgendwelche Probleme beim Schreiben hatten. Zum Schluss bekommen wir immer was Süßes vom Lukas als Belohnung, weil wir gut gearbeitet haben. (START Wien Stipendiatin Munira)

Der zweite Teil des Schreibkurses beschäftigte sich mit dem „Offenen Brief“. Lukas hat wie immer mit einem Freewriting angefangen. Jede/jeder konnte eine ihrer/seiner Sachen, die sie immer mithaben, aussuchen und dann sieben Minuten darüber etwas schreiben. Wir waren heute in diesem Schreibkurs 15 Stipendiatinnen und Stipendiaten. Nach dem wir die Materialien für den Kurs zum offenen Brief bekommen haben, haben wir gemeinsam angefangen zu lesen, wie ein offener Brief aufgebaut ist, welche Eigenschaften er beinhaltet.

Nach einer Pause haben wir ein Mustertextbeispiel aus einer Schülerin gemeinsam gelesen und die Aufgaben dazu ausgearbeitet. Nach der zweiten Pause haben wir eine halbe Stunde Zeit bekommen, um einen offenen Brief selber zu schreiben. Nachher hat uns unser Schreibkurslehrer gefragt, wie es uns beim Schreiben gegangen sei. Jede/jeder hat gesagt, wie sie/er sich beim Schreiben gefühlt hat. Damit wurde der heutige Schreibkurs beendet. (START-Wien Stipendiat Aziz)

Die Workshopreihe „Schreibkurs“ kann aufgrund der Weihnachtsspende der KPMG verwirklicht werden. Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung!

Science meets Fiction IV im Planetarium Wien

Werner Gruber, Direktor Planetarium Wien, Kuffner & Urania Sternwarte und Physiker, erzählt in seinem humorvollen Vortrag „Science meets Fiction IV“ von Beamen, Zeitreisen und künstlicher Intelligenz.

Was haben Quantenmechanik und Relativitätstheorie gemeinsam? Physik! Beide sind physikalische Theorien. Die eine befasst sich mit der Struktur von Raum, Zeit und Gravitation, die andere mit Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten von Materie. Die Beziehung zueinander ist noch ungeklärt.

Werner Gruber schaffte es diese komplexen Theorien in wenige Worte und mit Alltagsbezug zusammenhängend zu erklären, wie auch zu veranschaulichen. Grafik für Grafik und mit Wasser, wie auch Chipstüten wird das Grundkonzept der Quantenmechanik vereinfacht dargestellt. Wir hatten uns noch nach dem Vortrag über die Aufenthaltswahrscheinlichkeit eines Elektrons in der Chipstüte unterhalten und wie der Tunneleffekt funktioniert.

Nach dieser kompakten Einführung hatten wir uns dem Thema des Vortrags gewidmet: Science Fiction! Fiktionale Filme blicken weit in die Zukunft und erzählen von entfernten Galaxien. Die Protagonist*innen werden stets von der fortschrittlichsten Technik und dem Überwinden von physikalischen Gesetzen begleitet. Captain Kirk erkundet mit seinem Raumschiff Enterprise das Universum und beamt sich von Planeten in seine Enterprise hoch. Doch ist Beamen physikalisch möglich? Werner Gruber erklärte uns, dass Transportation von Materie nur mit Antimaterie funktionieren kann, wie auch dass die Energie Kirk „hinauf zu beamen“ einer Auslöschung eines Kontinents entsprechen würde. Und das Duplizieren von Kirk, also einem Anti-Kirk, wirft theologische und philosophische Fragen auf.

Danach sprachen wir über Zeitreisen und Werner Gruber hatte uns verraten, welche 3 Personen er aus diesem Bereich sehr bewundert: Ronald Mallett, theoretischer Physiker an der University of Conneticut erforscht die Möglichkeiten einer Zeitreise und baut Zeitreisemaschinen. Stephen Hawking, theoretischer Physiker und Astrophysiker, lieferte sehr bedeutende Arbeiten zur allgemeinen Relativitätstheorie und Schwarzen Löchern. Und Steve Jobs, Unternehmer und CEO von Apple, und seine visionären technischen Entwicklungen, die grundlegend die Kommunikationstechnologie und Praxis verändert haben.

Ein kleiner Exkurs in die Neurowissenschaft, mit der wir versuchten, künstliche und synthetische Intelligenz zu erklären und den Prozess dahinter zu verstehen, bildete den Abschluss des Abends. Werner Gruber zeigte uns welche Herausforderungen für den öffentlichen Verkehr, wie auch für die Verwaltung und Gesellschaft ein Roboter im Alltag mit sich bringen würde und stellte die Frage offen, ob Science Fiction eine Zukunftsszenario oder schon Realität sei?

Der humorvolle, spannende und mit Alltagsgeschichten gefüllte Vortrag begeisterte auch unsere Stipendiat*innen:

„Der Workshop „Science meets fiction“ hat mir sehr gut gefallen, da ich mich für Physik interessiere und dieses Thema auch sehr interessant finde. Am Anfang des Workshops ging es um Themen, die wir bereits im Physik-Unterricht in der Schule behandelt haben. Aufgrund dessen konnte ich dem Herren Gruber sehr gut folgen und hatte auch Spaß, weil er diese Veranstaltung lustig und spannend rübergebracht hat.“ -Samira Hemati

„Bei der Veranstaltung „Science meets Fiction“ waren die besprochenen Themen nämlich Quanten-Mechanik und künstliche Intelligenz ziemlich schwer aber sie waren die aktuellsten Themen, die die heutige Welt verändern können, aber auch die Zukunft beeinflussen. Ich habe nicht nur die Möglichkeit gehabt einen tieferen Blick in diese Themen zu werfen, sondern auch einen kurzen Überblick über die Funktion des menschlichen Gehirns. Denn nur dann erreicht die künstliche Intelligenz seinen Höhepunkt, wenn man seine eigene Gehirnfunktion kennt. Die künstliche Intelligenz ist ja nichts Anderes als die Simulation des menschlichen Gehirns.“ -Sabiha Moradi

„Mir hat die Veranstaltung gut gefallen, da Herr Werner Gruber, der Direktor des Planetariums seinen Vortrag auf eine humorvolle, spannende, aber auch interessante Art präsentiert hat. Die vielen Theorien konnte er auch durch zahlreiche, alltägliche Beispiele besser verdeutlichen.“ -Atila Bamyani

„Der Workshop war ziemlich interessant und konnte viel Theorie mitnehmen, vor allem weil wir in meiner Schule darüber schon mal gesprochen haben, konnte ich gut zu hören und folgen. Was mir besonders gefallen hat, war die Erklärung mit den ganzen Bildern, man konnte sich ganz gut vorstellen wie das Ganze funktioniert und wenn jemand gar nichts darüber wusste, könnte auch gut folgen, weil sie leicht erklären konnten.“ -Fatema Ahmadi

„Ich fand die Veranstaltung sehr interessant. Herr Gruber hat komplexe Theorien vereinfacht und verständlich erklärt. Was mir aber am meisten gefallen hat: diese Theorien wurden auf den Alltag bezogen. Gleichzeitig hat Herr Gruber mit seinen Witzen uns zum Lachen gebracht. Insgesamt würde ich die Veranstaltung als informativ und lustig beschreiben.“ -Marzia Suleimanli

„Die science meets fiction Veranstaltung war sehr interessant. Der Physiker hat uns das Thema Quantenmechanik (für das wir in der Schule mehrere Unterrichtsstunden gebraucht hatten) in ein paar kurze Sätze erzählen können. Die Beispiele und Grunde, die er immer als Antwort für die Publikums Fragen waren einerseits lustig aber andererseits interessant.“ -Mahdi Hassani

Patenbesuch bei Constantia Flexibles

Letzten Freitag hatten START-Stipendiat*innen aus Wien und Niederösterreich die tolle Möglichkeit ihren Paten Constantia Flexibles bei einem Besuch in der Firmenzentrale in Wien kennenzulernen.

CFO Stephan Kühne und VP Marketing & Communications Thomas Schulz begrüßten die Jugendlichen in den Büroräumlichkeiten und stellten ihnen das Unternehmen kurz vor. Joghurtdeckel, Medikamentenverpackungen, Chipspackungen, und vieles mehr – auch wenn es den Jugendlichen nicht bewusst war, haben sie wahrscheinlich täglich mit Verpackungen zu tun, die von Constantia Flexibles produziert wurden.  

Anschließend war das Wort bei den Jugendlichen, die in einer Vorstellungsrunde auch auf ihre Interessen, ihr soziales Engagement und ihre Zukunftspläne eingingen und vielfach durch ihre guten Deutschkenntnisse nach erst kurzem Aufenthalt in Österreich beeindruckten.

Zum Schluss wurde noch ausgiebig bei Kuchen geplaudert und erzählt.

Über die finanzielle Unterstützung in Form der Stipendien hinaus bietet Constantia Flexibles auch die Möglichkeit im Sommer ein Praktikum beim Unternehmen zu absolvieren.

Vielen Dank für die Unterstützung & den herzlichen Empfang!

Grund- und Menschenrechte: Ein Workshop mit der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer

Menschenrechte erscheinen uns oft als etwas Selbstverständliches. Wir verlassen uns auf unsere Grundrechte, dass wir sie haben, dass wir sie einklagen können, dass sie weiterhin bestehen.
Aber ist dem wirklich so? Und wo können wir sie überhaupt einklagen, sollten sie doch einmal verletzt werden?
All diesen Fragen und noch einigen mehr gingen die Wiener Stipendiat*innen am 12.1. gemeinsam mit Anwält*innen der Kanzlei freshfields Bruckhaus Deringer nach. Wir begannen rechtsgeschichtlich in der Stadt Babylon, lernten über die Magna Charta, die Schriften der Aufklärung, erfuhren mehr über die Bill of Rights, die Entstehung der UN-Menschenrechtscharta bis hin zur Charta der Grundrechte der EU. Eine Tour de Force durch die Geschichte, die uns zeigte, dass Grundrechte zwar alt sind, aber immer wieder neu ausverhandelt, ja erkämpft wurden und immer noch weiterverhandelt werden. Nach einer kurzen Pause dann der Schritt in die Gegenwart hin zur Frage, wie die rechtliche Situation heute in Österreich ist und wo Grundrechte in den verschiedenen Rechtskatalogen eigentlich zu finden sind. Dies bot auch Informationen über das Zusammenspiel (oder eben nicht) der verschiedenen Ebenen der Gesetzgebung – global, EU, national – und die Institutionen der Rechtsprechung in Österreich. Interaktiv wurde der Workshop durch zahlreiche Diskussionen, Beispiele und ein Quiz, bei dem sich die Jugendlichen nicht nur geschichtlich und theoretisch, sondern ganz praktisch mit dem Thema auseinandersetzen konnten. Ein Konzept, das bei den Stipendiat*innen großen Anklang fand:

Der Workshop über Menschenrechte war sehr toll, interessant und informativ. Die Arbeiter und Arbeiterinnen bei Freshfields Bruckhaus Deringer haben sich sehr bemüht, uns willkommen zu heißen. Sie haben uns einen sehr guten Überblick über Menschenrechte und wie sie eigentlich zustande gekommen sind gegeben. Das interessanteste war, dass sie mit uns echte Fälle bearbeitet haben. Aufgrund des Workshops habe ich jetzt mehr Ahnung über Menschenrechte und wenn jemand mich fragt, was es bedeutet, kann ich eine bessere und konkretere Antwort ihm bzw. ihr geben. Ich freue mich schon auf weitere Workshops und Teamarbeit. (Mahdi)

Ich fand den Workshop sehr gut. Sie haben erklärt was sie tun, wieso sie es tun und uns Beispiele aus dem Alltag gegeben, damit wir verstehen was genau passiert und wie das zu klären ist. Sie haben die Beispiele auch an uns (unser Alter) angepasst, damit wir uns sie besser vorstellen können. Der Workshop war sehr informativ. Es war auch sehr gut, dass wir zwischen durch uns das Gebäude angeschaut haben, da nach 3 Stunden interaktivem Mitdenken und arbeiten auch schon der Kopf abschaltet. Unsere Fragen wurden ausführlich erklärt und auch von mehreren beantwortet, somit hatten wir mehrere Meinungen und Sichtweisen, an die wir uns anschließen konnten. (Sinem)

The Cost of destroying the death star

Gelten die Regeln der Mathematik auch vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis? Und welche Auswirkungen hatte die Zerstörung zweier Todessterne innerhalb von 4 Jahren auf die Wirtschaft der STAR-Wars Galaxie?

Diese Fragen wurde uns am Dienstag den 9.1.18 von Professor Zachary Feinstein, Ph.D. von der Washington University in St. Louis im Rahmen von WUmatters / WUtalks beantwortet. Mit einem Laserschwert bewaffnet berichtete er was die Herstellung der beiden Todessterne tatsächlich in galaktischer Währung gekostet hätte und welche Auswirkungen auf das Bankenwesen und die Wirtschaft die Zerstörung bedeutet hätte. Ergebnis: Todessterne sind nicht günstig! Die Kosten belaufen sich auf 612.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 (=612 Quintillionen) galaktische Credits.

Neben der Gelegenheit die WU Wien kennen zulernen (die Hauptbibliothek könnte auch gut der Drehort für ein Raumschiff sein), konnten wir so unser Englisch aufpolieren und einen Einblick in die Welt der Finanzmathematik erhalten. Ziel des Vortrags war es sich darüber Gedanken zu machen, was diese Erkenntnisse mit unser heutigen Wirtschaft und dem Bankensektor auf der Erde zu tun haben.

Fazit: Es wäre den Rebellen wohl nichts anders übrig geblieben, als die Banken zu retten um eine große galaktische Depression zu verhindern. Hätten Sie allerdings gewusst wieviele Quintillionen an Credits es hierzu benötigt, hätten sie wohl länger überlegt bevor sie den zweiten Todesstern zerstörten. Handlungsempfehlungen für die Erde: Den Eigenkapitalanteil der Banken erhöhen, keine Erpressungen des Öffentlichen Sektors bei Krisen („Bail us out or the world will die..“) und neue Analysemodelle für systemische Krisen um bei zukünftigen Finanzkrisen die Folgen von Entscheidungen besser berechnen zu können.

Wen diese Thematik interessiert: die WU hat ein Video des Vortrags und der anschließenden Paneldiskussion online gestellt.