Stipendiatin Hana am Inklusionstag der Uni Mozarteum Salzburg

Hip Hop und Musik begleitet START-Salzburg Stipendiatin Hana nun schon durch das gesamte Semester. Ihre Leidenschaft bringt sie auch in das Musikensemble „Nava“, an dem Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung mitwirken, ein. Gemeinsam demonstrierte die Gruppe “Nava” ihr Können am 28. Oktober 2019 im Rahmen des Inklusionstages an der Uni Mozarteum in Salzburg.

Kann Hip Hop auch mit traditionellen iranischen Musikinstrumenten gespielt werden? Ja es geht! Das bewies die Praxisgruppe „Nava“ beim Inklusionstag der Universität Mozarteum. START-Stipendiatin Hana Nazari Salari ist Mitglied des Musikensembles „Nava“, an dem Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung mitwirken. Einmal in der Woche trifft sich die Gruppe im Orff Institut, um gemeinsam unter fachlicher Anleitung zu tanzen und zu musizieren. Am 28. 10. 2019 begeisterte die Gruppe beim Inklusionstag der Universität Mozarteum das Publikum mit ihrer Performance. Die Kinder und Jugendlichen tanzten und spielten auch verschiedene traditionelle iranische Musikinstrumente. Die Bemühungen der Kinder und Jugendlichen wurden mit langem Applaus des Publikums belohnt.

START-Alumnis beim BFTF Treffen in Berlin

Das transatlantische Programm BFTF, welches seit 2006 Jugendliche aus Europa und den USA zusammenbringt, veranstaltete vom 25.-27. Oktober 2019 das Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship Alumni Gathering. Es wurden Workshops organisiert, neue Bekanntschaften geknüpft, alte Freund*innen in die Arme geschlossen und die Möglichkeit gegeben dieses einmalige Programm zu feiern.

Im Laufe des Freitagnachmittags am 25. Oktober trudelten mehr als 200 BFTF – Alumnis in die Hotels in Berlin ein. Sie umarmten sich mit Begeisterung und konnten die Freude an ihren Gesichtern kaum verheimlichen. Für einige sind mehrere Jahre vergangen seitdem sie die Teilnehmer*innen der eigenen BFTF-Generation nicht mehr gesehen haben. Am Abend wurde das Treffen offiziell eröffnet und den Leiter*innen, Organisator*innen und den Mentor*innen wurde für ihre Arbeit und ihr Bemühen unter tosendem Applaus geehrt.

Am nächsten Tag standen Workshops von BFTF–Alumnis an, die ihr Wissen und Erfahrung aus ihrer beruflichen, akademischen oder ehrenamtlichen Erfahrung mit den anderen teilten. Die Themen waren breit gefächert und reichten von „Youth entreprenurship“, über „Feminist and minority organizations and democratic movements“ zu „Strategic Development and Project“. Danach wurde der Bundestag besucht und Berlin beim Sightseeing entdeckt. Der Abend hatte eine nostalgische Note, da jede anwesende BFTF Generation sich mit Fotos, Videos, Tanz oder sonstigem kreativem Medium vorstellte und abschließend wohl das größte BFTF Gruppenfoto aller Zeiten geschossen wurde. Wie auch am vorigen Abend ließ man sich die Chance nicht entgehen Zeit mit seinen BFTF Fellows, aber auch mit jenen aus anderen Jahrgängen zu verbringen und herauszufinden, was aus den Menschen geworden ist.

Am nächsten Morgen wurden die vielen erfolgreichen Projekte der Alumnis vorgestellt, die sie in den jeweiligen Ländern umgesetzt haben. Spätestens da bemerkt man das Wiederaufleben des Ben spirit, ein unbeschreibliches Gefühl von Inspiration, Engagement und Verbundenheit dieser Gemeinschaft. Nach so einem aufregenden und bewegenden Wochenende fiel es schwer wieder einmal Abschied zu nehmen, jedoch bleibt im Hinterkopf der Gedanke: It’s not a goodbye, it is a see you soon! 

Dank der großzügigen Förderung des Wochenendes des U.S. Department of State’s Bureau of Educational and Cultural Affairs sowie der Finanzierung der Hin- und Rückreise für die österreichischen Stipendiat*innen von der US-Botschaft in Wien konnten fünf START-Alumnis an diesem schönen Treffen teilnehmen. Hier sind ihre Schilderungen von dem Wochenende:

„Es gibt keine Worte, die beschreiben können, wie es sich anfühlt ein Mitglied der internationalen BFTF-Familie zu sein! Eine Familie, die in 13 Jahren zu einer mit mehr 1200 Mitgliedern aus 45 Ländern wuchs. Eine Familie, die es diesen Oktober schafften es mehr als 200 von ihnen in Berlin zusammenzubringen. Eine Familie, bei der man auch nach vier Jahren merkt, dass sie für einen da ist, da es sich so anfühlt, als wäre zwischen dem letzten Abschied und dem jetzigen Wiedersehen keine Zeit verstrichen. Eine Familie, die aus einer Menge Ähnlichgesinnten besteht, die nur eines zum Ziel haben: die Welt verbessern. Denn wenn jedes Familienmitglied bei sich im lokalen Rahmen anpackt, ist die globale Auswirkung nicht zu übersehen. Dies und vieles mehr liebe ich an meiner Big Funky Transatlantic Family! Deshalb bin ich auch der US-Botschaft in Wien und dem START-Österreich-Team aus tiefsten Herzen dankbar, dass sie mir ermöglichten Teil dieser Familie zu werden und auch beim großartigen Wiedersehen in Berlin dabei sein konnte. Das dort erlernte Wissen, die Erfahrungen und die neuen Beziehungen über den kompletten Globus werden mich von nun an immer begleiten.“

– Mehanaz Kabir, BFTF 2015

„Die Berlin-BFTF in Berlin war eine unbeschreiblich schöne Erfahrung, die mich mit alten Freund*innen zusammenbrachte, mich inspirierte und mich an den Ben spirit erinnerte. Die Erinnerungen und Erfahrungen, die mir dieses Programm ermöglichte zählt zu den wichtigsten in meinem Leben. Ich möchte mich bei der US-Botschaft und START-Österreich bedanken, die mir die Chance für die Teilnahme an dem Austausch in den USA sowie an dem Treffen in Berlin gaben.“

– Josipa Cvitić, BFTF 2016

„Von Freitag bis Sonntag hatten wir die Gelegenheit mit über 200 Teilnehmer aus den USA, Europa und Asien auszutauschen, alte Freude wiederzusehen und neue Freundschaften zu knüpfen. Wir besuchten Workshops wie “Challenges of the global governance on migration”, “Youth advocacy and agency in politics, businesses and community” und viele weitere, bei denen wir uns mit neuen Themen auseinandergesetzt und spannende Diskussionen geführt haben. Dieses Wochenende hat mich zur Kenntnis gesetzt, wie schön es doch ist, Menschen aus aller Welt zu kennen und in einem inspirierenden Netzwerk mit dabei sein können, welches Großes bewirkt. Ich bin sehr dankbar, ein Teil von BFTF zu sein und ein großes Dankeschön an die amerikanische Botschaft, die uns das alles ermöglicht hat.“

– Lisney FERNANDO, BFTF 2017

Die Reunion in Berlin war für mich in vielerlei Hinsicht eine sehr intensive Erfahrung. So hat man es nicht nur geschafft mehr als 200 ehemalige Fellows aus verschiedenen Jahren in einer geschichtlich und kulturell bedeutenden Stadt wie Berlin zusammenzubringen, sondern auch einen Austausch verschiedener Generationen ermöglicht. Jeder BFTF Fellow ist auf seine eigene Art besonders und inspirierend, doch was uns alle vereint, ist der Wunsch und das Streben gemeinsam Veränderung zu bewirken. Zu sehen wie junge Menschen in ihren 20ern eigene NGO´s gegründet haben oder z.B. gemeinnützige Organisationen leiten und zu wissen, dass diese Menschen nicht viel anders sind als ich, ist auf eine besondere Art und Weise motivierend. Wir, die BFTF Fellows, teilen alle dieselbe Vision und streben ein Ziel an. Diese drei Tage haben meinen Ben Franklin Spirit in einer anderen Dimension wiederaufleben lassen. Ein Teil dieser Erfahrung zu sein bedeutet mir sehr viel und wäre gar nicht möglich gewesen, ohne die US Embassy Vienna und START Stipendien Österreich, welchen aus diesem Grund mein größter Dank gilt.“

– Zarije Ademi, BFTF 2018

Verfasst von: Josipa Cvitić

Engagement unserer Stipis für das TeddyKrankenhaus-Projekts im LKH Feldkirch

Am Sonntag, den 22. September 2019 fand im Landeskrankenhaus Feldkirch die Vorbereitung für den Einzug des Teddybär-Krankenhauses statt, welcher sich jedes Jahr in diesem Zeitraum befindet und drei Tagen dauert. Bereits zum vierten Mal wird diese Veranstaltung organisiert für ca. 1200 Kinder aus ganz Vorarlberg im Alter von 3-6 Jahren. Die Idee dahinter ist, damit die Kinder, falls sie sich verletzen oder krank werden und ins Krankenhaus gehen müssen, keine Angst haben und den Krankenhausbetrieb schon ein bisschen kennen.

Die Kinder dürfen die verschiedenen medizinischen Abteilungen besuchen, wo ihre mitgebrachten  Teddybären und Puppen von den „Teddy-Doktoren“  (Medizinstudierenden der österreichischen medizinischen Universitäten, Schülerinnen und Schüler der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Feldkirch und Pharmaziestudierende) untersucht und behandelt werden – so wird auch geröntgt, Blut abgenommen und operiert!

Wir vier neuen Stipendiatinnen, Rima, Hala Z., Midia und ich wurden von Frau Marosi-Kuster um 9 Uhr herzlich beim Haupteingang des Krankenhauses begrüßt. Dann ging es los. Sie zeigte uns, was auf uns zukommt, und was es zu erledigen gibt. Zur Jause wurden uns Äpfel und Getränke zur Stärkung angeboten. Die erste Aufgabe war, dass wir die gesponserten Jausenboxen auspacken und entleeren mussten und mit ich glaube ca. 600 oder mehr, weiße Teddybär Stickers bekleben. Und dann kam die anspruchsvollere und etwas anstrengende Arbeit. Und zwar die vorbereiteten Teddybär-Plastiksäckchen mit verschiedenen, von diversen Firmen gesponserten Sachen zu befüllen. Es gab viele tolle Dinge für die Kinder, wie zum Beispiel Kuscheltiere, Zahnpasta, Zahnbürste, Pommbär-Chips, und vieles vieles mehr.

Als wir fertig waren, bekamen wir als Dankeschön Pizza zum Essen für unser Engagement. Und auch wir bedanken uns herzlich bei Frau Marosi Kuster und unserem START-Paten, der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft.m.b.H. !

Stimmen der Teilnehmer:

Midia: „Heute war ein besonderer Tag für mich, denn ich habe mit drei anderen Stipendiatinnen bei einem Sozialprojekt im LKH geholfen. Wir haben ca. mehr als 1000 Plastiksäcke für Kinder mit Sachen befüllt. Das hat mir dabei große Freude gemacht.“

Rima: „Heute war sehr schön und interessant. Es hat mich sehr gefreut, an diesem Sozialprojekt teilzunehmen. Es war echt schön, weil das mein erstes Mal war. Danke!“

Hala: „Heute war ein sehr schöner Tag. Ich ging mit anderen Stipendiatinnen ins LKH in Feldkirch für ein großartiges Projekt. Ich hatte eine sehr schöne Zeit. Wir halfen mit, Geschenke für die Kinder zu packen. Die Arbeit war sehr einfach, aber auch gleichzeitig machte es mir viel Spaß daran. Ich war glücklich, mitzuhelfen, da dieses Projekt tausende Kinder glücklich macht.“

Ein Bericht von START-Stipendiatin Shirin

My real life fairytale of fulfilling childhood dreams in Nepal

Ein Bericht aus der Reihe: WO ENGAGIERT SICH START?
von START-Salzburg Alumna Mehanaz Kabir: 

Diesen Sommer hatte ich die Gelegenheit ein tolles, österreichisches Sozialprojekt in Nepal zu unterstützen. Es ging darum in zwei Schulen, einer Gefängnisschule und einer neu erbauten Slumschule Kinder, vorwiegend Mädchen zu unterrichten, aber auch ihrer Lehrpersonen fortzubilden und auch Aufklärungsarbeit bezüglich Stigmata um die Menstruation. 
Genaueres dazu hier in Mehanaz’ ausführlichem Bericht auf Englisch: 

For many children in Nepal, school is simply not an option. They work in the streets with their parents, a necessity just to stay alive. Every day, 365 days a year these kids, especially girls, work in the streets. If not, they risk being married off, sold for their organs, skin trade or prostitution. While these children dream of going to school, my childhood dream was to help make theirs come true. Little did I know how easily I would get the chance to do so. But let me take you along this dream fulfilling journey of mine, a journey which really felt more like a fairytale to me.

Dream improbable dreams and follow your heart to create a fairytale.
– The beginning of my personal fairytale

Once upon a time, there was a girl scrolling through her Facebook feed since she was bedridden due to torn ligaments. Being both, bored and gloomy that she could not join in any more hiking trips, despite the fact that she was living on the paradise island La Réunion as an Erasmus student, meant that she did not paying much attention to the posts she was scrolling past. Posts about recent incidences and world affairs, pictures of super-duper healthy chia-spinach breakfast bowls or cat videos, as cute as they might be, nothing could grab her attention. As she was about to find a new past time to occupy herself, she stumbled upon a note in a facebook group looking for volunteers for a newly built Nepali school supporting girls’ rights. Not trusting her eyes, she read that notice over and over, just to make sure that it really was the perfect project for her: Not only was it an Austrian based project in South Asia, but also the aim of the project to give poor children, especially girls, a future perspective. What better reason could she find to leave her beloved paradise island?  Without any further ado, the application was written, sent and it received a positive response. How lucky had she been to have torn her ligaments! Otherwise she would have never stayed at home and scrolled through social media, just to find her next step in life.  

In every end, there is also a beginning.
– From La Réunion over Bangkok to Birganj, Nepal

This is how my fairytale started at the end of March. Mid Mai, after difficult goodbyes from La Réunion and some entry problems which prolonged the transit stay in Bangkok from three hours to ten days, I finally arrived in Nepal. Again, how lucky I was to have passport and visa issues! During my unintended stay in Thailand the coronation ceremony – the first one since nearly 70 years – of the new king Maha Vajiralongkorn, better known as Rama X, took place. After solving the paper difficulties and landing in the Nepalese capital Kathmandu, the journey was not over yet. On the contrary, it was there where it began. Anamika, the headmaster of both schools I would teach in and at the same time my host mum, along with my host dad picked me up at the airport. After spending a day in Kathmandu, exchanging money and getting enough energy for the upcoming trip, we took the night bus to Birganj, my future home three months. Upon arrival Anamika recounted that due to engine failure the duration of the ride had risen from eight hours for the approximate 140 kilometres to ten hours. How lucky was I to get two more hours of sleep in the bus!

Some girls are lost in the fire; some girls are built from it.
– Child Vision Nepal and its focus on girls

Right after arrival, I was tossed into the adventure of my life: Not only teaching about six classes with altogether 180 kids and helping with the development of a curriculum for a newly built school but also preparing workshops to educate women about their bodies. The association I worked with, Child Vision Nepal, supports three projects: Nepal’s first agricultural school with 80% girls from the lowest caste, a prison school that offers education and security to children living with their parents incarcerated for  petty crimes, and a newly built slum school with 90% girls.

That organisation focuses predominantly on girls because the founders of the society, Brigitte and Heinz Sölligner became aware of the hopeless situation of women of the lowest caste, the Dalits, during their first trip to Nepal. Every year, more than 20.000 girls are kidnapped and forced into prostitution. Most of them are between six and sixteen years old. In the brothels, they are tortured, raped and drugged in order to behave in the manner the procurer want them to. Contraception is seldom the subject of discussion, no wonder most girls get infected with HIV, Hepatis etc. The girls are not released from the brothels until they are infected or “consumed and used”. Further business branches are organ- and skin trade for plastic surgery.

You will neither change the world, nor Nepal, but you will change the life of some girls and that’s all that matters. Brigitte Söllinger  
– The pupils and their schools

In order to save at least some girls from that future, Child Vision Nepal was founded. Nevertheless, one cannot change the world that easily, so it is not uncommon that rape victims would be among the pupils or parents still tried to marry off girls, even though it is forbidden by both the law and the school rules. Yet, Unterstützt werden folgende Projekte
* “Samata-Landwirtschaftsschule” – erste Landwirtschaftsschule des Landes für 750 Kinder (80% Mädchen aus der untersten Kaste)
* “Samata-Gefängnisschule” – diese Schule befindet sich in Birgunj (an der Grenze zu Indien) und bietet 150 Kindern, deren Mütter oder Väter wegen Kleinkriminalität im Gefängnis sind, Bildungsmöglichkeit und Sicherheit. Diese Kinder dürfen in der Gefängnisschule täglich einige Stunden dem Elend des Gefängnislebens entkommen.
* “Slum Schule” – die erste Schule in einem Slum in Birgunj. Sie bietet 30-60 Kindern (90% Mädchen) Bildung und Sicherheit. Zugleich ist die Schule auch ein Ort, wo den Müttern bei Frauenabenden Wissen über den eigenen Körper vermittelt wird. Unterstützt werden folgende Projekte
* “Samata-Landwirtschaftsschule” – erste Landwirtschaftsschule des Landes für 750 Kinder (80% Mädchen aus der untersten Kaste)
* “Samata-Gefängnisschule” – diese Schule befindet sich in Birgunj (an der Grenze zu Indien) und bietet 150 Kindern, deren Mütter oder Väter wegen Kleinkriminalität im Gefängnis sind, Bildungsmöglichkeit und Sicherheit. Diese Kinder dürfen in der Gefängnisschule täglich einige Stunden dem Elend des Gefängnislebens entkommen.
* “Slum Schule” – die erste Schule in einem Slum in Birgunj. Sie bietet 30-60 Kindern (90% Mädchen) Bildung und Sicherheit. Zugleich ist die Schule auch ein Ort, wo den Müttern bei Frauenabenden Wissen über den eigenen Körper vermittelt wird.the kids are brimful of life, full of energy and very keen to learn, if not the most motivated children I had the honour to teach. They are gorgeous, noisy, cheerful, cheeky but also often dirty. The slum school provides a shower and sanitary facilities for the children as well as for the mothers to stay clean, proper and healthy. Moreover, the kids were provided not only with sanitary items like tooth brushes but also with school supplies like books, stationary and the school uniform. I still remember vividly the spark in their little eyes when the kids learned how to tie their very first pair of closed shoes, or when they were tracing the lines of letters in their very first own book. Thus, teaching these children was a highly rewarding thing to do, for which I gladly put up with the long, damaged way to the slum school and power blackouts which lead to not operating fans even on days with 43°C and more.

Children must be taught how to think, not what to think.
– Organising a teacher’s seminar

Yet, just teaching the children was not sufficient, since the teaching methods in Nepal are still “old-school”, as in, just learning everything by heart instead of really understanding the material. Or getting hit by the teacher is something pupils can count on if they do not obey. In order to change that way of thinking, I organised a seminar for the teachers of both schools. Even though I do not have a proper training for teaching, I could share my longstanding experiences from tutoring, teaching in other projects and of course my outstanding schoolteachers in Austria. So, the teachers, who themselves where young women, sacrificed a whole Saturday, the only school free day of the week in Nepal, to learn “new” methods, songs and games to loosen up the frontal teaching. To ensure a lively exchange on the latest learn songs and techniques, getting help and staying in touch, a WhatsApp group was founded. What is more, together we arranged a time table and fixed school rules, where for instance rule number one is ‘No beating, no fighting’, right before ‘No littering’.

A period should end a sentence, not a girl’s education.
– Organising a menstrual awareness workshop

Most of the litter was the pads both schools provided anyways. These pads were provided, so that the girls do not have to miss school while having their period. My attempt to establish menstrual cups in order to reduce waste failed due to the inconvenience of properly cleaning. However, distributing pads was already a step in the right direction regarding the health of the girls, since most of them would otherwise use pieces of old cloth that often lead to harmful infections and even infertility. To inform about the risks of using these “cloth pads”, but also to raise awareness about menstruation in general, I organised a ‘Menstrual awareness workshop’ in both schools – not only for the girls but also their mothers, sisters, aunties, neighbours and whoever they wanted to invite. Menstruation is a huge taboo topic; therefore, girls and women rarely know what really happens in their bodies. Often they are seen as impure during their menstruation and thus banned from fulfilling worship service, household chores and sometimes even sharing the same dining table or rooms with their family. To break this stigma and injustice, the processes in the female body, healthy diet and lifestyle including menstrual hygiene, were elucidated with graphics and videos, in both languages, English and – with the help of the head master Anamika- in Nepali.

The limits of my language means the limit of my world. Ludwig Wittgenstein
– Culture clash by the example of the language

In the beginning, I was concerned that my lack of Nepali would be a problem since Anamika would not always be here to translate. Even though I realised soon that one can relate to kids in any language if you are confident enough, willing to make it work and if you are able to make the kids laugh; nevertheless when teaching and learning, the importance of the native language cannot be denied. Therefore, I started learning Hindi. First with the notes from my host mum, then adding YouTube videos and a grammar book a neighbour and friend got me from India. You might be wondering what use there is in learning Hindi even though Nepali is the only official language of Nepal? To begin with, Birganj is just at the Indian border, most of its inhabitants, no matter what age, caste or educational background, not only speak Nepali but also Bhojpuri and Hindi – a fact which impressed me a lot. What is more, not only are Nepali and Hindi related to each other, but Hindi is also close to one of my mother tongues, Bengali. Hence, it was more approachable for me and easier to master in such a short time. In general, my Bengali background made it easier for me to deal with the given circumstances in Nepal which differed a lot to what I was used to.  

What the world of tomorrow will be like is greatly dependent on the power of imagination in those who are learning to read today. Astrid Lindgren
– Personal gains for my future

To put in a nutshell, while I was there, I experienced moments I could not even have dreamt of. Of course, there is still a lot to improve, for instance enlarging upon the new teaching and learning methods or breaking more stigmas regarding female bodies and their sexuality. However, the stay also taught me a lot. First and foremost, I learned how to see the world through the eyes of a child again, which makes life a lot easier and relaxed. Also experiencing how grateful everybody is for even the smallest things made me appreciate everything even more. And of course, not all my stay was just filled with work. After teaching in school and preparing for the next days or workshops I got to spend my free time exploring the area and the South Nepalese culture. It was not too rare an occasion that I made use of the local swimming pool during the “girls time” where several girls, including neighbours, approached me, to teach them how to swim, being one of the only girls able to do it. So I did. Soon teaching the neighbour girls how to ride the bike was added to my free time activities. That was when I realized that once a teacher always a teacher. And I really enjoyed having found different ways to empower girls! What is more, since these girls did not really speak English, my Hindi could progress even faster. So, thanks to the stay I did not only gain experience, joie de vivre, friends and a new family on the other side of the globe but also had the chance to learn and practice another language.

An investment in education pays best interest. Benjamin Franklin
– How to contribute and acknowledgement

This is why I would love to see the project go further, see how in depth the helping aspect of the programme could be and see how each kid, I love so dearly, evolves. So, it is not the end of my personal fairytale of fulfilling my childhood dream yet. And yours can begin too! Child Vision Nepal focuses on giving these children other future perspectives and some enjoyment in life they would have never been provided with otherwise. If you want to contribute, don’t hesitate to contact me (me.kabir@outlook.at) or Child Vision Nepal (childvision.nepal@outlook.com) directly. Every contribution, no matter if financial or otherwise. Recourses like time and input will gratefully be accepted.

With that in mind, I would also like to thank some people without whom this experience would not have been the same. Thanks a lot, Brigitte, for giving me the freedom to operate as much or as little as I wanted to, for accepting my poor communication skills and of course for having made everything happen. A huge thank you also goes to my Nepali friends and host family, especially my host mother Anamika, for giving me the feeling as if I was part of Birganj. Additionally, whenever I was suffering from culture shock or home sickness my friends and family were there for me, even if only via video chat. And of course, this experience made me appreciate the education I received from the great teachers I had, even more. Therefore, I am utterly grateful for all my teachers that not only showed me that I already had what it takes to make it but also how to use these tools. Basically, that is exactly what I tried to teach in the schools. But in reality, the kids taught me way more than I could have ever taught them.

Bodensee Clean up Aktion

Am Wochenende vom Fr, den 23.08.2019 bis So, den 25.08.2019 fand das berühmte Bregenzer Hafenfest statt. Das bedeutete viele Gäste, eine Menge zu feiern, jedoch leider auch viel Müll!

Aus diesem Anlass organisierte START Vorarlberg eine Bodensee Clean-up Aktion. Dafür kooperierten sie mit dem Ländle SUP Verein unter der Leitung vom Andreas Portenschlager.

Treffpunkt am Samstag 09:00 Uhr am Bregenz Hafen: Zusammentreffen aller Freiwilligen Helfer von START Vorarlberg und das Team vom Ländle SUP Verein. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erklärte uns Andi (alias Andreas) den Tagesablauf. Zuerst sollte richtig aufgeräumt werden, damit das Team vom Ländle SUP ohne Hindernisse ihren Stand aufbauen konnten. Somit hieß es für uns die Ärmel hochkrempeln, Handschuhe an und ran an den “Mist”!

2 Stunden lang sammelten wir Plastik und schoben Holz beiseite, bis sich uns ein wunderbarer Blick zeigte. Ein Strand ohne jeglichen Abfall. Als Belohnung dürften die, die es wollten, eine weitere Stunde Stand-Up-Paddling ausprobieren. Es war zeitgleich auch die erste Teilnahme an einer START Veranstaltung für zwei anwesenden, frisch aufgenommenen Stipendiatinnen, Shirin und Masouma. Hier ihre Meinungen dazu:

„Das war eine sehr großartige Veranstaltung für mich, obwohl es meine erste war. Ich habe viel Spaß und Freunde dabei gehabt, denn es erfreut mich, dass wir den Bodensee säubern konnten. Vor allem war die Zeit ziemlich schnell vergangen. Ich empfehle das auf jeden Fall weiter. Vielen Dank.“ – Shirin

„Es war ein gut durchdachtes Projekt, erstens weil wir etwas gegen die Umweltverschmutzung unternahmen, und zweitens weil wir den Menschen dort geholfen haben.“ – Masouma

Ich glaube alle Teilnehmenden sind der Meinung, dass es cool war auszuhelfen bei dieser großartigen Sozialaktion. Wie immer vielen Dank dem ganzen START-Team.

Ein Bericht von START-Stipendiat, Franjo.

Wir reinigen die Donau!

START-Wien und START-Niederösterreich für eine saubere Umwelt!

Über 200 Freiwillige waren am Samstag beim “Danube Cleanup” dabei und hatten die Uferbereiche gereinigt und die Donauinsel von 290kg Müll befreit. Um 10.00 startete nach einer informativen Einweisung die Aktion. Denn beim Müll sammeln ist Vorsicht geboten, scharfe und spitze Gegenstände können zu Verletzungen führen. Unsere Jugendlichen, ausgestattet mit Handschuhen, Müllsäcke erkundeten höchst motiviert die Uferbereiche, Wege und das Gebüsch und suchten nach Müll. Dabei stolperten sie bereits auf den ersten Metern über sehr viele Zigarettenstummeln und Verpackungsmaterial. Die unzähligen PET Flaschen, Glasflaschen und Dosen hatten doch sehr viele überrascht. Die Aktion hatte zwei Stunden gedauert, in denen eine beträchtliche Menge an Müll eingesammelt wurde, welcher anschließend bei der Abgabestation gewogen und getrennt wurde.

Ein herzliches Dankeschön an Green HeroesSea Shepherd Österreich – Verein zum Schutz des MeeresVeganmania Österreich & River Cleanup, jene Organisationen, die diese Aktion realisiert und ermöglicht haben und somit einen nachhaltigen Beitrag leisten unsere Gewässer sauber zu halten!

START-Wien & START-Niederösterreich beim Danube Clean Up!

Was haben sich unsere Jugendlichen von der Aktion mitgenommen und wie hat ihnen der Cleanup Day gefallen?

Das Danube-Clean-Up war eine einzigartige Erfahrung – zum ersten Mal hab ich mit eigenem Auge gesehen, wie die Umwelt vielen egal ist & wie der Müll überall gelegen ist. Ich bin froh, dass es uns die Möglichkeit gegeben hatte, beim Clean-Up teilzunehmen, um unsere Welt zu beschützen und sauber zu machen. Ich hoffe wir könnten bei den nächsten Veranstaltungen mit dabei sein bzw helfen. -Adham

Heute, bei dem Donau Clean Up war es sehr schön. Wir haben was für die Natur gemacht und das hat mich sehr gefreut . Wir haben sehr viele spannende Dinge entdeckt! -Basma

Beim Donau Clean Up haben wir Müll entlang der Donau gesammelt und uns somit für die Natur eingesetzt. Es wurde viel aufgeräumt und es gab einige komische Funde. Es hat aber auch Spaß gemacht, weil man immer in Gruppen gesucht hat. -Nazia

Das war heute echt super. Ich habe mir nicht gedacht, dass man auch dabei Spaß haben wird. Aber wie gesagt, wenn man was gutes für sich selbst und anderen tut, wird man sich sicher dabei gut fühlen. Es hat mich auch sehr gefreut, dass so viele Stipendiat/innen sich dafür angemeldet haben und ich die Möglichkeit hatte, sie kennen zulernen. 🙂 Ehrlich gesagt, was wir heute gemacht haben, war einfach ganz toll. Ich kann es kaum glauben, was wir noch bei START-Stipendium erleben werden. -Sakaria

Das war das erste Mal, dass ich bei einem Clean-Up-Day seit Jahren mitgeholfen habe! Nicht nur war es das erste Mal, dass ich ein paar von den Stipendiat*innen richtig kennen lernen konnte, sondern auch ein kleiner Teil dieser Aktion zu sein und einen Beitrag geleistet zu haben! Der Tag hat mir wirklich sehr gefallen und ich hoffe, dass wir solche Clean-Up-Aktionen öfters als Gruppe machen! -Jovana

Es war überraschend, was die Menschen alles in der Natur wegschmeißen. -Mariam

Sana bei Woman2Woman Leadership in den USA

Starke Frauen stärken Frauen

Women2Women America International Leadership Program 2019

Women2Women ist eine Leadership Konferenz für junge Frauen zwischen dem Alter von 15 bis 19. Dank START wurde ich von der amerikanischen Botschaft gemeinsam mit 2 anderen Frauen nominiert und vom US-Department of State eingeladen, an dieser Konferenz teilzunehmen.

Diese fand vom 01.08.2019-10.08.2019 in Boston, Massachusetts an der Simmons Universität statt. Wir waren 140 junge Frauen aus 35 Ländern. Am 2. August wurden wir von Richard Rendon oder Rick, dem Gründer von Women2Women Empowerpeace empfangen. „Empowered Women Empower Women“ Rick hat jeder Delegation gebeten, diesen Satz in der eigenen Sprache zu übersetzen. „Starke Frauen stärken Frauen“ war die Antwort unserer Delegation aus Österreich.

Zunächst wurden wir in Teams aufgeteilt. Mein Team hieß „Powerful“. Schon der 2. Tag war voller Überraschungen und Vorträge. Der erste Vortrag „Understanding the Power of Your Social Network“ war von Christopher Tunnard, Professor für Internationale Business. Der nächste Vortrag „The Basics of Public Speaking“ und das Highlight des Tages war von Liz Walker, einer preisgekrönten Fernsehjournalistin, die uns gelehrt hat, die eigene Geschichte vor einem Publikum zu erzählen. Zu verstehen, wie wir unser Publikum fesseln und über die Themen aufklären können, die einem wichtig sind, ist entscheidend für unseren Erfolg. Was brauchen wir alles, um unsere eigene Geschichte zu erzählen ohne, dass wir kritisiert und beurteilt werden? Darum ging es in diesem Vortrag. Nach vielen Vorträgen waren wir am Abend in der Stadt und haben ganz viele Fotos von Boston gemacht!. Schon der 2. Tag war voller Überraschungen und Vorträge. Der erste Vortrag „Understanding the Power of Your Social Network“ war von Christopher Tunnard, Professor für Internationale Business.

Am nächsten Tag hatten wir Mason West, ein geschäftsführender Direktor zu Gast. In seinem Vortrag ging es um Leadership. „The Leader in You“ Dieser Workshop ermöglichte uns, die verschiedenen Arten von Leadership zu erkennen und zu bestimmen, welche Art von Leadership am meisten zu uns als Individuum passt. Danach hatten wir einen Vortrag mit Cherly Jackson, einer Journalistin, die uns gezeigt hat, wie man digitale Kurzformgeschichten produziert, die uns helfen, die Aufmerksamkeit zu bekommen, die unsere Geschichte verdient. Cherly käpft immer noch, um das Recht ihres ermordeten Bruders zurückzuerlangen, dessen Täter immer noch nicht bestraft wurden.

Das Motto vom 4. Tag hat gelautet „ I can and I will. Watch me.” Wir begannen den Tag mit Yoga “Mindfulness and Self-Care”. Einer der emotionalsten Vorträge war der von Amanda Parker, Senior Director von der AHA Foundation, eine Organisation die kämpft, Kinderehe, Ehrengewalt, FGM Genitalverstümmelung und Zwangsheirat ein Ende zu bereiten. Amanda hat uns Geschichten von ihren Freundinnen erzählt, die entweder genital verstümmelt sind oder gezwungen wurden als Kind zu heiraten. Auch einige Kandidaten, die diesen Problemen begegnet sind haben sich getraut, ihre Geschichten zu erzählen. Nach einem sehr emotionalen Tag waren wir im Boston Tea Party Museum und haben Vieles über die Geschichte Bostons erfahren.

Tag 5 „Look Mom! I am going to Harvard “
Endlich ist der Tag gekommen, worauf jeder gewartet hat. Wir sind zur Harvard Law School gefahren und hatten viele Vorträge in den Hörsälen von Harvard. Der erste Vortrag war von Victoria Budson. Sie ist die geschäftsführende Direktorin des Programms „Women and Public Policy“ (WAPPP) an der Harvard Kennedy School of Gouvernement. Der nächste Vortrag „The Art of Negotiation“ war von Susan Hackly. „ein kompetenter Verhandlungsführer zu sein, kann uns das Vertrauen geben, nach dem zu fragen, was wir brauchen, und die Fähigkeit, die gewünschten Ergebnisse in unserer Community zu erzielen“
Schließlich waren wir in der Kennedy School of Gouvernement an der Harvard Universität und haben die Mason fellows kennengelernt, ihre Geschichten gehört und konnten Fragen stellen.

Tag 6, 7 und 8
An diesen drei Tagen hatten wir intensive Workshops und Vorträge von „Understanding the Media and Identifying Fake News“ über „Climate change and the Impact on Women and girls.“ Bis hin zu „Filming Techniques for digital Sotrytelling“ Ein Votrag, der mir besonders gefiel war von Keri Thompson „Battling the Imposter Syndrome“. Das Imposter Syndrom betrifft meistens Mädchen und Frauen. Das Ziel dieses Workshops war, uns zu helfen, mehr über dieses Ereignis zu verstehen und uns praktische Fähigkeiten und Strategien zu vermitteln, dieses Syndrom zu bekämpfen. Schließlich waren wir in Newburyport und hatten Freizeit die Gegend zu entdecken!

Tag 9 „It’s your turn to change the world “
Wir waren in dem State house of Massachusetts und haben unseren Action Plan präsentiert.

Was ist ein Action Plan? Während den 7 vergangenen Tagen mussten wir an den sogenannten Action Plan arbeiten. In dem Action Plan müssen wir ein Problem schildern und Wege finden, die uns helfen dieses zu lösen. Diese Probleme können uns persönlich betreffen, unsere Community oder auch andere Länder und Communities. Am letzten Tag mussten wir den Action Plan vor einer Jury in dem State house of Massachusetts präsentieren. Diese haben uns Vorschläge gegeben, unseren Action Plan umzusetzen.

Das Problem, das ich geschildert habe war die sogenannte FGM, weibliche Genitalverstümmelung, das ist die partielle oder vollständige Entfernung der weiblichen Genitalien oder die Beschädigung der Geschlechtsorgane ohne profunden, medizinischen Hintergrund. Die Tatsache, dass täglich 8000 Mädchen ihrer Genitalien beraubt werden aus traditionellen oder kulturellen Motiven, hat mich sehr berührt. Und mein Action Plan ist, der Organisation Traget Ruediger Nehberg beizutreten, die FGM in verschiedenen Orten wie zum Beispiel in Äthiopien; Afra zu bekämpfen.

Meine Rede die ich bei der Vorstellung unseres Action Plans gehalten habe:

Female Genital Mutilation is the partial or total removal of external female genitalia, or other injury to female genital organs for non-medical reasons. There are 4 main types of FGM:
• type 1 is removing part or all of the clitoris
• type 2 removing part or all of the clitoris and the inner labia (the lips that surround the vagina), with or without removal of the labia majora (the larger outer lips)
• type 3 narrowing the vaginal opening by creating a seal, formed by cutting and repositioning the labia
• other harmful procedures to the female genitals, including pricking, piercing, cutting, scraping or burning the area

FGM is a crime beyond human comprehension. 200 million women worldwide are affected. 8,000 girls per day are robbed of their genitalia and their dignity. That is one every eleven seconds. FGM is practiced mainly in African countries but it also impacts women and girls in the US and Europe – and has been, in some places, for over 5,000 years, regardless of religion and nationality. 500,000 women have been genital mutilated in Europe and 180.000 are at risk. There has to be an end to this crime and this why, I decided to join the TARGET e.V. organization.

TARGET is a human rights organization founded in 2000 by Rüdiger Nehberg. It’s a nonprofit organization. It’s main purpose to fight against FGM. Since the justification for Female Genital Mutilation is given, incorrectly, by reference to holy texts and religious duty and the majority of victims are Muslim girls and women. TARGET believes that an end to this bloody custom can be found in the strength of Islam itself. TARGET’s “Pro-Islamic Alliance against Female Genital Mutilation” aims to set out clearly that this crime, wherever practiced, is incompatible with the Qur’an and with the ethics of Islam.
They’ve also done a lot of projects in Ethiopia in Afra. One of their important projects is a clinic for gynecology and obstetrics in Afra Ethiopia where almost every woman and girl is genital mutilated. A natural birth is in such cases life-threatening for both mother and child.
Since then, more than 1000 women gave birth and 150,000 people received medical care. with the support of doctors from Switzerland.
Rüdiger Nehberg the founder of Target e.V. said: “We won’t stop until we put an end to this crime”

Schließlich hatten wir unsere Women2Women Ausstellung, wo unsere Bilder im State House ausgestellt wurden.
Was verstehen wir unter „The power of a woman “? Ich entschied mich Kaiserin Maria Theresia als starke Frau ihrer Zeit in Österreich zu präsentieren, ihr haben wir die Einführun der allgemeinen Schulpflicht für Kinder beiden Geschlechts zu verdanken. Am Abend hatten wir eine Abschlussparty mit Photo booth und haben die erfolgreichen Tage gefeiert!!

Nicht nur Erfahrung und Wissen haben ich gewonnen, sondern viele Freunde aus verschiedenen Ländern und Kulturen, die dieselben Interessen teilen und mich unterstützen. Für mich sind sie mehr als Freunde, obwohl wir uns erst seit kurzem kennen. Für mich sind sie meine zweite Familie! „empowerte Frauen unterstützen Frauen“. Hier weiß keiner von Neid oder Eifersucht. Hier unterstützt jeder jeden. Hier wird niemand beurteilt. Hier ist ein sicherer Ort, hier ist mein zweites Zuhause.

Vielen Dank an die US Botschaft in Wien, das US Department of State und START, die mir diese Erfahrung ermöglichten.

Women2Women 2019

Clean-up-Aktion an der Donau – wir machen mit!

START-Wien und START-Niederösterreich für eine saubere Umwelt!

Wir werden gemeinsam mit internationalen Organisationen und Vereinen am 24. August 2019 entlang der Donau Müll einsammeln, die Uferbereiche reinigen und damit einen Beitrag leisten unsere Gewässer sauber zu halten. “Täglich werden mehrer Tonnen Kunststoffmüll in das Schwarze Meer gespült. Das ist eine erschreckende Menge!” findet START-Wien Stipendiatin Balqiz und motiviert daher ihre Freund*innen bei der Aktion mitzumachen. Umweltschützer*innen vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer werden beim “Danube Cleanup” mitmachen. Mitsammler*innen und Unterstützer*innen sind gerne gesehen.

Wann? 24. August 2019, 09:30-12:00 Uhr
Wo? Treffpunkt um 9:30 bei der U1 Station Donauinsel (Ausgang Donauinsel)

Mehr Informationen zu der Aktion und Anmeldung finden Sie hier:
https://www.facebook.com/events/3348996815126328/

Wir sind gemeinsam stärker als allein!

START-Wien Stipendiatin Jihan erzählt von ihrem sozialen Engagement bei dem Verein ,,Die Brücke des Friedens“. In ihrer Funktion als Jugendbetreuerin und freiwillige Mitarbeiterin vermittelt sie Kindern die Freude am Lernen und theaterpädagogisch die Wichtigkeit des Zusammenhalts der Familie.

,,Im neuen Europa brauchen wir eine neue Wirtschaftsethik, die Umweltbewusstsein, soziales Engagement und langfristiges Denken an erste und nicht letzte Stelle setzt.“ Mit diesen Worten von Prinz Charles möchte ich mehr Aufmerksamkeit auf ,,Soziales Engagement“ lenken, da es eng mit unserem Stipendium zusammenhängt.

Seit meiner Ankunft in Österreich nehme ich in unterschiedlichen Vereinen teil, die bedürftige Menschen unterstützen. Am Anfang war ich als Dolmetscherin am Hauptbahnhof tätig, wo eine große Menge an Flüchtlingen eintraf. Zunächst arbeitete ich bei dem Verein ,,Die Brücke des Friedens“, welchen ich gerne vorstellen würde. Die Organisation wurde von einem Ehepaar, Maan Abu Ghazleh und Kholoud Al Englizi, mit ihrem Freund Hani Alkhatib im Jahr 2017 offiziell gegründet. Die Organisation finanziert sich selbst, jedoch stellt die Stadt Wien kostenlos Räumlichkeiten zur Verfügung.  Ziel dieser Organisation ist, die ankommenden Flüchtlinge dabei zu unterstützen, sich in der österreichischen Gesellschaft zu integrieren und das kann nur dann passieren, wenn sie natürlich die deutsche Sprache erlernen. Aus diesem Grund veranstaltet ,,Die Brücke des Friedens“ viele Projekte, wo die Flüchtlinge die deutsche Sprache erlernen können. So werden Deutschkurse, ein Sprachcafé sowie auch eine Sommerschule für die Kinder angeboten. Die Deutschkurse sind für diejenigen gedacht, die noch nicht aufenthaltsberechtigt sind und deswegen noch keine Kurse von der Stadt bekommen. Dort arbeiten ÖsterreicherInnen und/oder Flüchtlinge, die bereits die deutsche Sprache gut beherrschen, freiwillig.

Ich nahm zwei Mal an den Kinderkursen teil, wo ich Kinder zwischen 13 und 16 Jahren betreute. Als freiwillige Mitarbeiterin hatte ich die Aufgabe, den Kindern Freude beim Lernen zu vermitteln, indem ich den Stoff auf eine interessante Art und Weise näherbrachte. In der Freizeit drehte ich mit Hilfe von Hani Al Khatib und den motivierten Kindern ein kurzes Theaterstück, welches die Wichtigkeit des Zusammenhalts der Familie für die Kinder darstellen soll. Da ich mit meiner Gruppe eine enge Beziehung aufgebaut habe, treffen wir uns noch gelegentlich. Wann immer Fragen bezüglich des Schulsystems oder was auch immer auftauchen, scheuen sie sich nicht, mich zu fragen.

Es werden vor allem noch motivierte Jugendliche gesucht, die sich gerne für andere einsetzen. Das ist ein großartiges Projekt, indem man sicher viele Erfahrungen sammeln kann.

Wir Jugendlichen sollen bedenken, dass die Welt von Menschen lebt, die mehr als ihre Pflicht tun. Wir sind gemeinsam stärker als allein, auch wenn manchmal egoistische Ziele in unserer Wohlstandsgesellschaft wesentlich wichtiger erscheinen.

Mehr Informationen über die freiwillige Arbeit bei dieser Organisation findet ihr auf ihrer Homepage!

START-Salzburg engagiert sich!

Am 2. Salzburger Freiwilligentag – 17. Mai 2019

Im Stipendienprogramm START wird soziales Engagement großgeschrieben! Da kam die Gelegenheit am zweiten Salzburger Freiwilligentag mitzumachen gerade recht. Aufgeteilt auf verschieden Projekte in der Stadt Salzburg halfen die Salzburger START-Stipendiatinnen und Stipendiaten am 17. Mai 2019 tatkräftig mit. Hecken schneiden in der Werkstätte der Lebenshilfe, Kinder betreuen, damit sich junge Eltern des Caritas Projektes „Calimero“ einen Vormittag lang in Ruhe vernetzen können, an einem Ausflug mit Gästen der Notschlafstelle zu den Wasserspiel in Hellbrunn teilnehmen, aufmerksames Zuhören und sich Austauschen im Erzählcafé des Vereins VinziDach housing first – die Palette an Beteiligungsmöglichkeiten war sehr groß. Es ging aber nicht nur darum, sich einen Tag lang mit Zeit und Energie in den Dienst der guten Sache zustellen. Auch die vielfältigen Sozialen Einrichtungen in Salzburg mit ihren Mitarbeiter*innen, Klient*innen, Kund*innen, Bewohner*innen und Gästen einen Tag lang zu erleben, aus dem sich ein vielleicht ein längerfristiges, persönliches Engagement ergeben kann, war Sinn und Zweck des Freiwilligentages.

Die Stipendiatinnen Saira und Omaima engagierten sich am Salzburger Tag der Freiwilligenarbeit gemeinsam mit START-Mitarbeiterin Angela beim Projekt „Calimero“. Calimero unterstützt junge Familien bei der Bewältigung des Alltags mit kleinen Kindern. Freiwillige besuchen ein- bis dreimal die Woche die Familie, spielen mit dem Kind oder schauen auf das Baby und ermöglichen es dem Vater oder der Mutter, ein Stück Freiraum für sich zu gewinnen. Am Salzburger Tag der Freiwilligenarbeit luden die Mitarbeiterinnen von Calimero, Manuela und Johanna zu einem Brunch für die Freiwilligen, die Familien und Interessierte, die sich näher über das Projekt informieren wollten. Die START-Stipendiatinnen Omaima und Saira halfen bei der Vorbereitung des Buffets, bereiteten eine schöne Tafel für die Gäste und spielten anschließend mit den Kindern, um es den Eltern zu ermöglichen, entspannt zu essen und mit den anderen zu plaudern.

Stipendiatin Saira berichtet über ihre Eindrücke:

„Der Freiwilligentag war ein sehr schöner Tag. Er brachte mir sehr viel Geduld bei. Außerdem machte ich neue Erfahrungen und lernte Menschen kennen, die so viel für andere Menschen machen, ohne etwas zurück zu verlangen. Mir wurde auch klar, dass das Lächeln eines Kindes den Tag retten kann, egal wie schlecht es einen geht.“

Das „Erzählcafé“ mit ehemaligen Obdachlosen, die vom Verein VinziDach betreut werden, besuchten am Freitag Nachmittag START-Stipendiat Maisam und Stipendiatin Hana. Bei Saft und Keksen berichteten zwei ehemalige Obdachlose aus ihrem Leben, über das Leben auf der Straße und wie ihnen das Projekt VinziDach geholfen hat, wieder eine Wohnung zu finden. Auch einige Sozialarbeiterinnen nahmen sich für uns Zeit und beantworteten unsere Fragen zum Thema Wohnungslosigkeit in Salzburg und wie sie den Menschen helfen, wieder Fuß zu fassen. Ein sehr spannender Nachmittag der es uns ermöglichte, Salzburg aus einem anderen Blickwinkel zu sehen!

Stipendiat Maisam berichten vom Projekt Erzählcafé:

„Die Geschichten der Klienten des VinziDach, alles was sie erlebt haben oder erleben mussten, haben mich nachdenklich gestimmt. Aber ich bewundere sie auch dafür, wie sie ihre Schwierigkeiten und Problemen überwunden haben. Es war sehr erfreulich zu erfahren, dass der Verein VinziDach dabei helfen konnte. Jede/r könnte von dieser Situation einmal betroffen. Einen Wunsch habe ich daher gut verstanden: Nämlich, dass mehr BesucherInnen ins VinziDach kommen und Interesse zeigen! Ich wünsche ihnen alles Gute!“

In der Werkstätte der Lebenshilfe Salzburg im Süden der Stadt Salzburg, war es die Aufgabe der Freiwilligen eine Hecke “einzureißen”. Zaun und Gartenstück sollten erneuert werden, um wieder besser nutzbar zu sein. Einen wahren Urwald beseitigten die Helferinnen und Helfer Mahdi, Afra, Mohammad, Qodratullah, Ioana und Toni an diesem Tag. Sehr zum Leidwesen unzähliger Schnecken und Käfer. Bereits zu Mittag war der größte Teil des Bewuchs entfernt und die Vorbereitungen für den neuen Zaun konnten getroffen werden. Zudem erhielt die Gruppe an diesem Tag aber auch viele wertvolle Einblicke in den Alltag und die Abläufen der Werkstätte. Vom Ankommen der Beschäftigten bis hin zu den verschiedenen Tätigkeitsbereichen und der Tageseinteilung in den einzelnen Gruppen. Allgemeine Bewundern galt den kreativen Ansätzen bei der Bewältigung industrieller Aufträge.

Stipendiatin Ioana berichtet vom Einsatz in der Lebenshilfe: „Ich konnte nicht glauben, dass man beim Heckenschneiden so viel Spaß haben kann. Es war eine schöne Erfahrung und wir haben etwas sinnvolles gemacht. Die Leiterin der Werkstatt, Frau Wendlinger, hat uns sehr fröhlich erwartet und mir hat am meisten gefallen, dass auf die Menschen dort so gut eingegangen wird. Es war echt super! Ich freue mich auf nächsten Einsatz!“


START-Alumnis und Stipis beim Fest der Kulturen

Engagierte START-Jugendliche beim Welser Fest der Kulturen

Am 28. April 2019 fand in Wels OÖ das „Fest der Kulturen“ in und vor der Stadthalle statt. In diesem Rahmen wurden verschiedene Kulturvereine eingeladen Volkstänze aufzuführen wie auch kulinarische Imbisse zu verkaufen. Das Event setzte ein Zeichen für Toleranz und Respekt und ermöglichte einen intensiven interkulturellen Austausch. Das Ergebnis war eine wunderschöne Mischung aus Kulturen, Sprachen, Tänzen, Geschichten und traditionellen Trachten.

Auf dem Fest traf man auch auf einige bekannte Gesichter! Unter anderem war Amin Alzade, Stipendiat aus Niederösterreich, mit dem seinem afghanischen Kulturverein dort, Soritta Kim, Alumna aus Oberösterreich mit dem kambodschanischen Kulturverein und Rohulla Naseri, Alumnus aus Oberösterreich. Das Wiedersehen war eine angenehme Überraschung!
Man war umgeben von positiver Energie und das warme Wetter passte perfekt dazu. So war der gesamte Platz vor der Stadthalle gefüllt mit verschiedenen Ständen der Vereine. Neugierig wurden fragte man einander über die komplizierten handgemachten Trachten und staunte über ihre Schönheit (siehe z. B. das traditionelle Gewand aus der afghanischen Kultur). Kulinarische Köstlichkeiten wurden probiert und danach schwärmte man lediglich über das Essen.

An diesem Tag konnte man klar und deutlich sehen, dass das Miteinander funktioniert und das sogar sehr gut! Und nächstes Jahr hoffen wir natürlich, noch mehr Alumni oder START-Stipis wiederzusehen!

“Peace Kitchen” ein kulinarisches Friedenskonzept

Schüler der HAK VBS Akademiestraße & START-Wien Stipendiat Atila Bamyani stellt das Konzept hinter der “Friedensküche” in Wien vor.

Nach 2015 sind viele Flüchtling.e von verschiedenen Ländern (wie Afghanistan, Pakistan, Iran, Irak, der Türkei, Syrien, Libyen u.a.) nach Österreich gekommen. Eine sehr wichtige Frage für die österreichische Gesellschaft ist, wie wir alle in Zukunft zusammen in Frieden leben, studieren und arbeiten können, wie unsere Kinder in Frieden zusammenspielen können.

In der Peace Kitchen kochen und arbeiten jugendliche Flüchtling, aber erzählen auch die Geschichte ihrer „Reise“ von ihrer Heimat durch die verschiedensten Länder wie Afghanistan, Pakistan, Iran, Syrien, die Türkei und andere. Wir organisieren kulturelle Veranstaltungen wie: Konzerte, Fotoausstellungen, Filmvorführungen von Geflüchteten, sowie Diskussionen über das Thema Flüchtlinge und ihre Integration. Über das Essen und diese kulturellen Aktivitäten ergibt sich leicht ein Dialog.

Es wird von Flüchtlingen und Asylberechtigten in diesem Lokal in der Stadt Wien eine Vielfalt von Speisen angeboten: Peace Kitchen ist die Idee, durch verschiedenste Menüs die „Reiseroute“ von Flüchtlingen, ihre Erinnerungen und Erfahrungen nachzuzeichnen. In der Peace Kitchen sind die angebotenen Speisen das Ergebnis der Begegnung von Flüchtlingen mit anderen Kulturen bis hin zum Ankunftsland. So wird diese Begegnung durch Geselligkeit zur sinnlichen Erfahrung.

Dieses Projekt zeigt das Potential, dass die Begegnung zwischen verschiedenen Kulturen, die Andersartigkeit und die Vielfalt als Quelle der Innovation und Bildung in sich haben. So wirken MigrantInnen als Innovatoren bei der Zusammensetzung von Speisen bei.

Peace Kitchen arbeitet mit Aufnahmestellen von AsylbewerberInnen zusammen, wie auch bei Gemeinschaften, die gefährdete Männer und Frauen für Ausbildungspraktika in Restaurants aufnehmen, mit dem Ziel der Integration und der Eigenständigkeit durch aktives Arbeiten. Unser Anliegen ist es, MigrantInnen und Geflüchteten, die wie die meisten Mitglieder dieses Projekts ähnliche Erlebnisse und Erfahrungen mitbringen, im Gastland eine Möglichkeit des Lernens und eventuell eine Anstellung zu bieten.

Atila über sich und seine Erfahrungen, die wesentlich zur Idee “Peace Kitchen” beigetragen haben

Mein Name ist Atila Bamyani, ich bin vor kurzem 19 Jahre alt geworden und bin nach meiner Heimatstadt “Bamiyan” (Afghanistan) benannt. Ich lebe seit 9 Jahren in Österreich und gehe momentan in die 4. Klasse der Handelsakademie I. der Vienna Business School Akademiestraße im 1. Bezirk. Seit diesem Jahr bin ich stolzer Stipendiat und Stipi-Sprecher bei START-Wien.

Im Jahr 2008 bin ich mit meiner Mutter von Afghanistan nach Pakistan und dann in den Iran geflüchtet. Auf unsere Fluchtreise habe ich viele verschiedene Menschen getroffen. Ich erinnere mich wie meine Mutter und ich in Pakistan in den Gemeinschaftsküchen mit anderen Menschen gekocht und das Essen vorbereitet haben und von anderen Menschen gelernt haben sowie als auch andere Personen von meiner Mutter gelernt haben.

Im Jahr 2009, als wir nach Österreich geflüchtet sind, haben wir diese Erfahrungen noch einmal durchlebt. Zuerst in Thalham, dann in Tiroler Städten und Dörfern wie Innsbruck, Mötz, Kössen, Kufstein oder Jennbach. Meine Mutter kochte mit anderen und ich half ihr dabei. Wir haben viele verschiedene Leute kennengelernt und auch zusammen gekocht. Kurzgesagt: Ein kultureller Austausch.

Während den Flüchtlingsströmen vom November bis Dezember 2015 habe ich reisenden Flüchtlingen an Bahnhöfen geholfen und auch viele Freundschaften geschlossen. In den Asylheimen in Wien habe ich diese Freunde erneut getroffen und dabei habe ich gesehen, dass sie ebenfalls in Gemeinschaftsküchen zusammen kochen und wie meine Mutter und ich ihre Erfahrungen miteinander teilen. Und am Ende entstehen auch immer gute Geschmäcke und somit auch neue Rezepte.

Stipendiatin Bahara beim Rome Business Game 2019

Stipendiatin Bahara beim Rome Business Game 2019

Von 9.-12. März 2019 war ich in Rom. Ich hatte die Möglichkeit, am Rome Business Game teilzunehmen und eine Welt voll neuer Erfahrungen zu sammeln und Diversität in einer anderer Form zu erleben.

Das Rome Business Game ist ein Teil von der Rome International Career Festival. Dieses Festival findet jährlich in fünf Plattformen in Rom statt: Rome Business Game, Rome Press Game, RomeMUN und Rome International Career Course sowie International Careers Fair. Dort nehmen hunderte Studenten von der ganzen Welt teil, um ihren Horizont zu erweitern bzw. eine Herausforderung anzunehmen. In Rome Business Game geht es hauptsächlich um wirtschaftliche Themen. Jeden Tag, am Anfang des Tages, gibt eine Firma den Teilnehmergruppen ein anspruchsvolles echtes Business Case auf und am Ende des Tages werden die Gruppenpräsentationen von der Jury beurteilt. Es wird natürlich eine Gewinnergruppe geben, die bei der Abschlusszeremonie gelobt wird.

Begrüßt wurden alle Teilnehmer in der Eröffnungszeremonie in der Luiss Guido Carli Universität. Da möchte ich gerne ein paar Zitate schreiben, die den Inhalt der Reden bei der Zeremonie zusammenfassen.

„Life and diversity are complex but let them not be complicated! … The new Einstein will be a collective collaboration, not individuals….” Lorenzo Fioramonti, Deputy Minister for Education, University and Research.

I strongly reject the idea that says, ‘You cannot collaborate until you are equal’. We are diverse and unequal, and collaboration means sharing inequalities.” Ms Wendy Wiver -First Counsellor and Bilateral and Foreign Policy, British Embassy.

Die Reden haben mich sehr fasziniert.

Drei Tage gab es intensive Arbeit. Gleich am ersten Tag nach der Eröffnungszeremonie haben sich alle Teilnehmer mit dem theoretischen Teil durch eine 3-stundige Präsentation auseinandergesetzt. Dabei habe ich gelernt, wie man einen Business Plan erstellt, welche Marketing Tools angewendet werden, und wie man einen Startup gründet.

Am nächsten Tag musste ich das Gelernte umsetzen. Alle Teilnehmer wurden in kleinere Gruppen aufgeteilt. Neue Marketing Strategien sollten in Form einer Präsentation ausgearbeitet werden. Die Teamarbeit war sehr erfreulich, da jeder wusste, was er/sie zu tun hat.

Am drauffolgenden Tag bekamen wir die Aufgabe, ein Startup zu gründen, das innovativ ist. Dieser Startup musste eine neue Auflade-Methode für elektronische Geräte schaffen, und zwar möglichst umweltfreundlich und anwenderfreundlich. (als Vorlage diente: Energy for Oscar – Plug Me).

Die Zeit war sehr spannend. Jedes Team hat innovative Ideen entwickelt. Die Preisverleihung fand in der Abschlusszeremonie statt. Unterschiedliche Themenbearbeitung hatte es natürlich erschwert, eine Gewinnergruppe zu sein. Aber jeder hat das gewonnen, was er wollte – Erfahrung!

Neben diesen neuen Erfahrungen hab ich auch Freunde fürs leben gefunden. Den letzten Tag sind wir durch die Stadt gereist. Ob Pizza, Pasta oder Gelato- wir hatten schöne Momente miteinander erlebt und Rom entdeckt. Meine erste Reise mit einem Flugzeug, die entspannte Italienkultur und die freundlichen italienischen Leute werden mir in Erinnerung bleiben.

Dank der Unterstützung von START, die mir ermöglicht, meine Träume in Erfüllung zu bringen.

„Es gefällt mir sehr diese Uniform zu tragen…“

START-Salzburg Stipendiat Mohammad ist Rettungssanitäter in Ausbildung beim Roten Kreuz. Seit Jänner besucht er regelmäßig am Sonntag den Sanitäterkurs in Tamsweg und ist auch schon unter der Woche als Praktikant im Einsatz.

Mohammad über sein Motivation: „Ich habe mich in diesem Schuljahr sehr gut weiterentwickelt, viele neue Sachen gelernt und eine Ausbildung beim Roten Kreuz als Rettungssanitäter angefangen. Die Sanitäterausbildung sind sehr anstrengend und brauchen viel Zeit, aber man wird fröhlich und glücklich, wenn man als Sanitäter jemandem helfen kann. Ich hoffe meine Ausbildungen erfolgreich abzuschließen zu können. Die Sanitäter Ausbildung beinhaltet 100 Stunden Theorie und 160 Stunden Praxis. Der Praxisteil beinhaltet Tagesdienst und Nachtdienst. Wenn ich im Dienst bin, habe ich immer Bereitschaft egal welche Tages- oder Nachtzeit. Die Praxisstunden finden das ganze Jahr über statt. Es gefällt mir sehr diese Uniform zu tragen, auch mein Name ist auf der Uniform vermerkt. Ich bin sehr stolz darauf so Leuten helfen zu können. Hoffentlich darf ich in Zukunft auch als Rettungssanitäter im Lungau arbeiten.“

Ausgezeichneter Erfolg!

Hervorragendes schulisches Engagement bewies START-Salzburg Stipendiat Mohammed! Er schloss das dritte und letzte Jahr der Berufsschule seiner Ausbildung zum Restaurantfachmann mit einem ausgezeichneten Erfolg ab! Wir gratulieren ihm zu diesem Erfolg und wünschen für die bald folgende Lehrabschlussprüfung sowie für den weiteren Weg richtung Matura alles Gute!

START-Salzburg Stipendiat Mohammed mit seinem ausgezeichneten Erfolg

START-Stipendiatin bei der youngCaritas Sommeruniversität

Als engagierte Schülerin hatte START-OÖ Stipendiatin Chrislane Barros da Silva die Möglichkeit an der Sommeruniversität der youngCaritas in St. Malo, Frankreich, als Teil der Österreich Delegation teilzunehmen.

Von dieser einmaligen Erfahrung berichtet sie uns hier:

Not exactly knowing what I was to experience on my trip to St. Malo I started this adventure thinking it would be the perfect opportunity to revive my French skills and learn about ecology. Luckily this trip turned out to be much more than just a French lesson. Instead I came back home with precious life lessons, unforgettable memories and a heart-warming smile.

As hard as first impressions can be, as soon as I met my fellow Austrian delegates I knew that the farewell would be even harder. Katharina, Joey, Marie, Gregor and I were all excited to get to our first stop, the city of love: Paris! There we met the participants from all over Europe and got to know each other better by playing games but most importantly we were informed about what was going to expect us in the Summeruniversity in St. Malo. Even though we only had a few hours in Paris we managed to make the best out of them seeing the Eiffel Tour, L’Arc the Triomphe and a few of us also went on a boat trip through Paris.

The next day we woke up early in the morning and got ready for a 6-hours-long bus ride to St. Malo. All the tiredness from the bus ride vanished when we were greeted by dancing and smiling people. The joyful music and the happiness set the right mood for the upcoming days. Over 600 people with different backgrounds were put in so called “villages” which helped the organizers keep everything structured. Being in these villages also helped us to find a safe space because the area was huge and one could easily feel overwhelmed and lost. After a short introduction from the mayor of the villages we got to choose what workshop we wanted to attend the following days. The main topic of the Summeruniversity 2018 was ecology so the workshops ranged from issues like upcycling, ecosystems, to textiles and many more. The workshops were divided into a practical and a theoretical part. In the practical part we were able to use our knowledge and create something new. In between the workshops the program offered options like visiting Islamic or catholic prayers, yoga and a fashion show with sustainable clothing but also a trip to the beach. To compliment the ecologic theme of the university we were also asked to prepare dinner together.

It was an unforgettable moment to see all of us work together to create a delicious meal. The realization that this was made possible due to our teamwork made it even more special. What we then called a “salad party” was a perfect ending to this significant and educational trip. Not only did we learn important lessons from our workshops, we also learned from each other and every single participant is ready to spread the message of how important it is to live more sustainable and ecological in order to save our resources.

I am glad I had the opportunity to be part of the Summeruniversity 2018 and meet great individuals without whom the trip would have been half as memorable. Oh, and yes, I did actually improve my French – Au revoir!

Erasmus im Studium

Aleksander Marijanovic, START Vorarlberg Alumnus des 3. START Jahrganges, hat vom 31.08.2017 bis 31.08.2018 einen Studienaufenthalt an der Gastinstitution University of OULU zur Uni Liechtenstein abgelegt. Wie es ihm ergangen ist und was er alles gemacht hat, erfahren sie nun hier:

Direkt nach dem Annahmeschreiben der Universität Oulu wurden mir einige To-Do’s aufgelistet. Zum einen musste ich mein Learning Agreement online auf einer Plattform (vergleichsweise mit Mobility) angeben. Zudem musste ich mich um meine Bleibe bemühen, hierbei gibt es bei der UNI Oulu eine tolle Gesellschaft die dir dabei hilft, diese heisst PSOAS. PSOAS ist ein non-profit Unternehmen und hilft jungen Studierenden eine Bleibe zu finden. Hierbei muss nur eine Onlineanfrage ausgefüllt werden mit deinen Präferenzen und die Zuteilung erfolgt ganz automatische. Jedoch sollte man sich hier nicht ewig Zeit nehmen, sondern diese so rasch wie möglich ausfüllen um noch einen Platz zu erhalten. Die wohnungsräume unterscheiden sich im größten Teil stark, ich hatte ein Zimmer mit 20 Quadratmeter und durfte dafür knapp 270 EURO /Monat zahlen, was sehr günstig für Finnische Verhältnisse ist, jedoch kannte ich einige Studierende die bis zu 100 EURO weniger wie ich bezahlt haben. Die Distanz zur UNI war von meinem Wohngebäude (Tirolintie 2A) ca. 3 km und ins Zentrum ca. 3,5 km also alles recht gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Da das Monatsticket für den Bus rund 43 EURO kostet, empfehle ich daher das Fahrrad.

Universität – Studium allgemein:

Die Universitär liegt etwa 6,5 km ausserhalb vom Stadtzentrum und ist um einiges grösser als unsere Uni im Liechtenstein. Die Uni Oulu umfasst in etwa 50.000 Studierenden und vom nördlichsten Punkt bis zum südlichsten braucht man zu fuss etwa 35 min. Die Uni OULU verwändet etwas ähnliches wie Moodle jedoch heisst die Plattform dort Weboodi.oulu.fi und bietet einige Tools mehr. Mein Auslandssemester begann mit einer „Einführungswoche“ diese hiess Vulcalia 2017, diese geht volle 7 Tage und während dieser Woche wird einem wirklich alles vorgestellt was die Uni zu bieten hat, sei es Freizeitaktivitäten oder genauere Informationen über PSOAS oder übers Studium alles wird einem hierbei erklärt.

Für mein volles Studienjahr hatte ich 11 Kurse zu absolvieren, diese waren:

  • Cross-cultural Negotiations –  Wahlmodul
  • Management Control –  Controlling
  • Internationalization –  Internationales Management
  • Strategic Marketing Management – Strategie und Wandel
  • Intermediate Macroeconomics – Makroökonomie
  • Corporate Governance – Grundlagen des Wirtschaftsrecht un CG
  • Brand Management – Wahlmodul
  • Business Networks – Wahlmodul
  • Cost Management System – Kostenrechnung
  • Leadership and Change – Führung und Organisation

Hier sieht man die Auflistung aller Kurse die ich bestanden habe, diese Auflistung soll dabei helfen, den nächsten Studierenden einen Anhaltspunkt geben, welche Kurse sie angerechnet bekommen können und welche ihnen eben auch helfen.

Freizeit und Roadtrip

ESSEN und TRINKEN:

Hierbei möchte ich einige Tipps und Tricks zeigen, wie man in einem teuren Land wie Finnland über die Runden kommt. Finnland zählt du den teuersten Ländern Europas und Lebensmittel und Alkoholischen Getränke können bis zu 4-mal teurer wie in Österreich sein. D. h. Einkaufen empfiehlt sich im Lidel, oder K-Market, da hier die «billigsten» Preise herrschen: Im Gegensatz dazu kann es sein das man im Supermarkt SALE 3-mal mehr bezahlen muss als im Lidel. Die UNI bietet recht gutes und günstiges essen, ein mittags Menü vom Buffet mit Getränk, Salat und Hauptspeise kostet nur 2,60 EURO mit Studierenden Ausweis.

TRIPS:

Wie oben schon erwähnt, dadurch das ich nur an 3 von 4 Perioden Vorlesungen hatte konnte ich einiges in Finnland und vor allem auch ausserhalb von Finnland sehen. Zu empfehlen gilt hier, sich die Homepage von ESN Oulu anzuschauen, denn diese bieten recht gute Trips zu den entlegensten Orten im Norden, jedoch fand ich einige Trips zu teuer und machte sie deshalb selbst oder mit Freunden die ich kennengelernt habe.

Roadtrips und Tagestrips sind wärmstens zu empfehlen, Rovaniemi die Stadt am nördlichsten Polarkreis muss man einfach sehen, denn dort gibt es den Weihnachtsmann das ganze Jahr und Rentiere soweit das Auge reicht. Weiterst ist die Natur in Finnland einfach Atem beraubend, sei es von den Nationalparks bis zu den Küsten ist es einfach ein Traum.

 

 

 

 

 

 

Hier war ich im Nationalpark Oulanka und bin auf der berühmten Bärenroute gewandert, jedoch nur 15 km, den der gesamte Weg hat über 80 km. Diese Tour empfiehlt sich auf jeden Fall mit einigen Freunden zu machen und eine Tolles Herbstwochenende zu erhalten wenn der Wald in allen Farben erstrahlt.

Weitere Trips Führten mich nach Stockholm, Riga, Vilnius, Tallinn, Helsinki, Kopenhagen, Tromsö und zu den Lofoten, hier habe ich einige Bilder die mehr Spaß auf ein Auslandsjahr in Finnland machen könnten.

Stockholm

Nordlichter

Nordlichter

Berg der Kreuze

Kopenhagen

Sozial engagiert im Sommer: Adham und Mohammad unterstützen „Unser Bruck Hilft“

Der Verein „Unser Bruck Hilft“ in Bruck an der Leitha organisierte auch heuer wieder eine sogenannte „Summer School“, um den Kindern mit fremdsprachiger Muttersprache auch in den Schulferien spielerisch Deutschunterricht zu geben. Dabei haben Mohammad und Adham, beide Stipendiaten bei START-NÖ, bei der Kinderbetreuung mitgeholfen.

Adham & Mohammad berichten:

20 Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren aus verschiedenen Ländern, darunter China, Syrien und Afghanistan, haben an der Summer School teilgenommen. Obwohl die drei Wochen fast durchgehend extrem heiß waren, haben wir viel unternommen. So machten wir eine Wanderung, besuchten einen Pferdehof und einen essbaren Garten. Wir wurden von einem Experten durch den lokalen Park geführt, wo wir viel über Bäume und Pflanzen lernten. Wir kochten miteinander, bastelten verschiedene Dinge und gingen zur Abkühlung alle ins Schwimmbad. Wir gingen auch auf Schatzsuche und spielten im Freien. Der Höhepunkt für die Kinder war aber wahrscheinlich die im Pfadfinderheim verbrachte Nacht. Es war für alle das erste Mal, dass sie nicht in der Nähe ihrer Eltern übernachteten, und natürlich schliefen sie nicht in Betten, sondern wie beim Campieren in Schlafsäcken auf dem Boden.

Zu unsren Aufgaben gehörte es auf die Kinder aufzupassen, wie die Maulesel die Rucksäcke der Kinderschar zu transportieren, beim Basteln weiterzuhelfen, gegebenenfalls zu übersetzen, und größere Zwistigkeiten im Keim zu ersticken.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es eine Fotovorführung über die Ereignisse der Wochen für die Eltern, Geschwister und Freunde. Diese wurde im Rahmen eines kleinen Theaterstücks mit verteilten Rollen – selbstverständlich auf Deutsch – präsentiert. Den Ausklang bildete dann ein Grillfest im Hof für alle Besucher, Teilnehmer und Betreuer.

Während Mohammad bereits Erfahrung im Umgang mit Kindern hatte, weil er jeden Samstag die Kinder- und Jugendgruppen beim Jugendrotkreuz betreut, war dies neu für Adham. „Das Ganze war für mich nicht so einfach wie man denkt, denn man hat den ganzen Tag die Verantwortung auf den Schultern auf die Kinder aufzupassen und die Zufriedenheit aller Kinder zu erfolgen. So weiß man zu schätzen wie ein/e Lehrer/in (im Sinne von Kinderbetreuer/in) sich fühlt und welche Anstrengung er/sie hat. Es war aber auch eine schöne Zeit mit den unschuldigen und herzigen Kindern“ so Adham.

Für uns war es trotz Arbeit auch eine aufregende Zeit mit jedem Tag einem anderen Abenteuer. Es war nebenbei sehr großartig, dass wir von den Kindern zu Brüdern und Freunden erkoren wurden. Und natürlich hat es auch Spaß gemacht, da wir auch mit den Kindern fast bei allen Tätigkeiten mitgemacht haben und Fotos zur Erinnerung aufnehmen durften.

Vielen Dank an den Verein „Unser Bruck Hilft“ für die Organisation der Sommerschool und an Hanna und Sophie, die ausgebildeten Kinderbetreuerinnen, für die tolle Zusammenarbeit! Wir sind nächstes Jahr gerne wieder dabei!

Hier ist ein Blick in die schönen Momente, die wir nie vergessen werden:

Mary Elda Daligdig über ihr soziales Engagement

Mein Name ist Mary-Elda Daligdig und bin 19 Jahre alt.

Ich besuche die HLW Marienberg in Bregenz. Bevor ich im November 2017 in die START-Familie aufgenommen wurde, engagierte ich mich für den Fair-Trade Point an meiner Schule. Die freiwilligen Schülerinnen und ich verkauften in der großen Pause fair gehandelte Produkte.

Außerdem wurde meine Schule  – die erste Fair-Trade Schule in Vorarlberg – mit dem Zukunftspreis 16/17 ausgezeichnet. Dies durfte ich gemeinsam mit meiner Klassenkameradin, unserer Fachvorständin Frau Drexel und mit Herrn Professor Johle stellvertretend für unsere Schule entgegen nehmen.

Doch nicht nur an meiner Schule bin ich aktiv tätig, sondern auch in meiner Pfarre St. Martin in Hörbranz ministriere ich nun schon seit zehn Jahren regelmäßig in der Kirche. Seit drei Jahren bringe ich gemeinsam mit meinen zwei Freundinnen Deborah Sigg und Melanie Sutter, die ebenfalls aktiv in der Kirche tätig sind, das Ministrieren bei.

Außerdem bin ich auch noch in dem Pfarrgemeinderat dabei.

Auf die Idee zum Ministrieren, bin ich einerseits durch meine Religionslehrerin aus der Volksschule aufmerksam geworden und anderseits, weil ich sehr gläubig von meinen Eltern, die aus den Philippinen stammen, erzogen worden bin. Das Ministrieren und das Beibringen macht mir bis heute noch viel Spaß.

Ich freue mich immer, wenn ich in meiner Pfarrgemeinde helfen kann. Das Pfarrgemeinderat-Team und ich haben schon für die Kinder und Jugendlichen aus dem Leiblachtal einen Filmeabend veranstaltet. Beim ,,Fest am See‘‘ in Bregenz brachte ich gemeinsam mit Deborah Sigg und Florian Palatz, 40 Ministranten/innen aus dem Leiblachtal, der gemeinsame Tanz für das Fest bei. 

Als nächstes haben wir, die Jugendlichen aus dem Pfarrgemeinderat, einen Grillabend für die jungen Mitbürger/innen aus dem Leiblachtal geplant. Auf das ich mich schon sehr gespannt bin.

 

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei meinen Eltern, der Pfarre St. Martin und meiner Lehrpersonen für die Unterstützung bedanken. Ein besonderer Dank gilt auch an meiner Patin Frau Kinz für die Patenschaft, bei der Familie Dearstyne und dem START-Team, die mir das alles ermöglicht haben.

Das vielfältige Engagement unserer Stipendiat*innen

Um ein START-Stipendium zu bekommen, erwarten wir von den Jugendlichen soziales Engagement. Aber was meinen wir damit, wenn wir von den engagierten Schüler*innen sprechen? Um davon einen Eindruck zu bekommen, haben wir in diesem Artikel das soziale Engagement unserer START-Oberösterreich Stipendiat*innen zusammen getragen. 

Engagement gibt es in vielen gesellschaftlichen Bereichen, daher sind auch die ehrenamtlichen Tätigkeiten unserer Stipis weit gestreut. Vom Engagement in der Schule, in der Gemeinde, der Kirchengemeinschaft über große Hilfsorganisationen, kleine Vereine oder soziale Einrichtungen in welchen Hilfsbedürftiges jeden Altes betreut werden, findet man auch eine START-Stipendiat*in wieder.

“Mir ist soziales Engagement wichtig, weil ich dadurch die Chance habe, neue Menschen kennen zu lernen und Lebenserfahrung sammle. Wir sammelten zB. Spenden für Menschen in Afrika und spielten mit den Passanten themenbezogene Spiele, die auf die wirtschaftliche und humanitäre Not in Afrika aufmerksam machen.” -Erika

 

“Ich engagiere mich bei der YoungCaritas, einer Organisation der Caritas für junge Menschen. Bei den Reittagen in St. Isidor fand drei Tage lang eine Hippotherapie für beeinträchtigte Kinder statt, wo ich als Kinderbetreuerin ausgeholfen habe.”

-Sara

Wie breit die Interessen unserer Stipendiat*innen gestreut sind, und wo sie sich überall engagieren, wird bei der Auflistung der Tätigkeiten sichtbar:

Unser Engagement:
# Rettungssanitäterin beim Roten Kreuz
# Dolmetscher für Polizei, Krankenhäuser, Ärzte und Juristen
# Altenheim: wöchentliches spazieren und spielen mit Bewohner*innen
# Nähcafé: reparieren von Kleidungsstücken, mit denen Spenden gesammelt werden
# Spenden und Sammelaktionen für hilfsbedürftige Menschen
# Klassensprecher*in / # Schulsprecher*in / # Schülervertretung
# Schulzeitungen / # Schulkalender
# Schulveranstaltungen / # Maturaball
# Nachhilfe, Lernhilfe
# Essensausgabe
# Moderation von (Musik-)Veranstaltungen
# Therapiestunden für beeinträchtigte Kinder
# eigenes Haar an krebskranke Kinder spenden

Die Stipis sind unter anderem beim Roten Kreuz, bei der Caritas und YoungCaritas, der Volkshilfe, der MJÖ, der Welser Tafel, in Second-Hand Shops, beim Frauenhaus Linz, in Altenheimen, in Lerncafes, bei Sofar, uvm. engagiert.

 

“Beim roten Kreuz lernt man nicht nur Erste Hilfe, sondern auch erfolgreiche Kommunikation mit anderen Kulturen und Nationen. Das ist ein Foto vom 63. internationalen Freundschaftslager in Langenlois, Niederösterreich”

 

– Paola

 

Zusätzlich helfen sie als Volunteers bei diversen Veranstaltungen und Aktionen, zum Beispiel bei Flurreinigungen, der Wear-Fair und mehr – Messe, der Freiwilligenmesse OÖ – Fest-Engagiert des ULF, bei diversen Gemeindefesten, und so weiter. Doch auch Wettbewerbe, bei denen sie ihre Talente zeigen können, kommen nicht zu kurz, so zum Beispiel der Sag’s Multi Redewettbewerb, Texte- Preis für junge Literatur, der Naboj Mathematikwettbewerb, die Chemie- sowie die Physikolpympiade, usw.

Bei vielen Stipis ist es auch das gute Gefühl, welches sie motiviert sich in diesen Bereichen für andere einzusetzen und teils bemerkenswertes in ihrer Freizeit leisten. 

 

Stipendiatin Bahara repariert im Nähcafé der Volkshilfe Kleidungsstücke, auch Taschen und Jeans werden dort genäht. Dadurch sammeln sie Spenden, welche für einen guten Zweck verwendet werden.

 

 

 

 

 

 

 

Stipendiatin Chrislane hat neben vielen anderen Engagements die Rettungssanitäterprüfung erfolgreich absolviert.

 

 

Eyüp Mihci über sein soziales Engagement

Mein Name Eyüp Mihci, 17 Jahre alt und Schüler des BRG-Dornbirn Schorens. Ich bin ein Mitglied der Schülervertretung in meiner Schule, Vorstand des Ballkomitees, Nachhilfelehrer eines afghanischen-Flüchtlings, Vertretender-Sprecher der START-Stipendiaten aus Vorarlberg und leidenschaftlicher Volkstänzer. Trotz 34 Stunden Schule pro Woche habe ich Zeit um mein Engagement auszuüben.

Am Anfang des Schuljahres haben wir, eine Kollegin, ein Kolleg und ich, beschlossen uns bei der Schulsprecherwahl als Gruppe aufzustellen. Leider konnte keiner von uns das Amt des Schulsprechers übernehmen, jedoch hatten wir zum Glück genügend Stimmen, um unsere Ideen in der Schülervertretung zu vertreten. Eine Idee, die wir umsetzen konnten, ist das Lehrerfeedback. 

Im selben Monat habe ich mich entschieden als Vorsitz im Ballkomitee zu kandidieren. Da es nicht so viele Konkurrenten gab, war es nicht schwierig dieses Amt zu übernehmen. Zum Glück haben wir zwei Vorsitze im Ballkomitee. Meine Kollegin, Maria, und mich. Wir teilen uns die Aufgaben und kommen deswegen sehr gut voran mit der Organisation des Balles.

Heuer im März hat mich unsere Landeskoordinatorin auf einen afghanischen Flüchtling, der gleichzeitig ein Stipendiat ist, aufmerksam gemacht um ihm in Darstellender Geometrie zu helfen. Kurzer Zeit später fanden der Stipendiat und ich einen passenden Termin um einmal in der Woche Nachhilfe zu geben. Jeden Donnerstag um 15:20 treffen wir uns in der Aula der Schule und lernen eine bis ein und halb Stunden Darstellende Geometrie. Mir ist aufgefallen, dass er sich von Tag zu Tag verbessert.

Nicht nur die Schüler meiner Schule darf ich vertreten, sondern auch Stipendiaten aus Vorarlberg. Seit letzten Februar darf ich auf die Probleme der Stipendiaten als Stipendiaten-Sprecher eingehen. Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit in Oberösterreich

ein Young Leadership Seminar zu besuchen, um besser in die Rolle als Sprecher reinzuschlüpfen. Obwohl die jährlich neu kommenden Stipendiaten sich schnell in die START-Familie integrieren, denke ich, dass es noch ein bisschen Handlungsbedarf gibt.

Mich kennt man als leidenschaftlicher türkischer Volkstänzer. Ich war von September 2016 bis November 2017 in einer Volkstanzgruppe hier in Vorarlberg. Unglücklicherweise wurden wir immer weniger und weniger im Verein, weshalb sich der Verein zersplitterte. 2 Monate später fand ich eine neue Volkstanzgruppe in Ravensburg, in der ich seit Jänner ein Mitglied bin. Wir gehen zu Fünft mit einem Auto nach Ravensburg auf die Trainings. Tanzen und Musik hilft mir mich körperlich und mental besser zu fühlen, da ich es mit voller Leidenschaft mache.

Alles in Allem möchte ich noch sagen, dass es sehr einfach ist ein soziales Engagement zu finden und ich appelliere an jeden einzelnen Leser, dass er sich sozial engagieren soll denn es gibt nichts Schöneres, als anderen Menschen zu helfen.

Freiheit beginnt im Kopf – oder wofür es sich lohnt zu leben

Dieses Jahr haben vier START-Stipendiat*innen aus Wien, Niederöstereich und Oberösterreich das Finale des Mehrsprachigkeits-Redewettbewerbs Sag´s multi erreicht. Bei der 9.Auflage dieses Redewettbewerbs mussten sich die Schüler*innen zuerst in einer Vorrunde, und dann in einer Regionalauscheidung und schliesslich in der Finalrunde bewähren.

Die SchülerInnen treten mit zweisprachigen Reden an, in denen Sie zwischen Deutsch und einer weiteren Sprache wechseln. Diese zweite Sprache kann entweder eine andere Erst- bzw. Muttersprache als Deutsch oder eine Fremdsprache sein.

Bei der feierlichen Preisverleihung am 12.3.2018 im Festsaal des Wiener Rathaus wurden die Gewinner*innen in den jeweiligen Kategorien bekanntgegeben.

Wir gratulieren Bahara Muradi aus Oberösterreich zum Gewinn in der Kategorie  III (11.-13. Schulstufe) und den anderen START-Stipis zum Erreichen der Finalrunde.
Heuer waren über 500 Schüler*innen im Wettwerb, davon kamen 136 ins Finale.

Die Leitthemen der Reden waren heuer:

  • Dafür lohnt es sich zu leben
  • Freiheit beginnt im Kopf
  • Nobody’s perfect
  • Social Media – mein echtes Leben?
  • “Ungerechtigkeit an irgendeinem Ort bedroht die Gerechtigkeit an jedem anderen.”

Was die Stipendiat*innen zu sagen hatten können Sie hier nachlesen:

Bahara Foto

Bahara Muradi: REDE

Taha

Taha Al Khashmany: REDE

Chrislane Foto
Chrislane Barros da Silva: REDE
Jivi Foto
Jivan Bhullar: REDE

Vielen Dank an den Verein Wirtschaft für Integration für diese Initiative die es jungen Menschen in Österreich ermöglicht ihre Ideen und Gedanken der Öffentlichkeit zu präsentieren und gleichzeitig ihre Mehrsprachigkeit als Potential zu erleben.

Fotos: VWFI/ Sophie Kirchner

Selmas Modekollektion setzt sich gegen Diskriminierung ein

START-Stipendiatin Selma Garibovic will hoch hinaus und die Welt der Mode für sich gewinnen. Der erste Schritt dazu ist gemacht, als ein Artikel in der Zeitung „Der Kleine Bote“ des Bundesverbands kleinwüchsiger Menschen und ihrer Familien (BKMF), mit welchem sie für ihre Diplomarbeit zusammenarbeitet, erschien.

Obwohl Selma in der Modewelt Fuß fassen will, kritisiert sie die heutige Modeindustrie, welche hauptsächlich sogenannte „Schönheitsideale“ in Szene setzt. Es ist ihr klar, dass diese Schönheitsideale, die perfekten Körpermaßen, Körpergröße und Proportionen nicht der Realität entsprechen. Daher will sie ein Zeichen setzen. Ihrer Meinung nach soll Mode für alle Menschen ein Gefühl von Freude vermitteln. Sie möchte Menschen helfen, ihre Schönheit, Besonderheit und Lebensfreude durch ihre Bekleidung zu betonen, ohne dabei ‚perfekt‘ im Sinne des vorherrschenden Schönheitsideals sein zu müssen.

Als ersten Schritt zur Verwirklichung ihrer Ziele schreibt sie ihre Diplomarbeit für die Matura mit dem Titel „Entwicklung einer trend- und bedarfsorientierten Modekollektion für kleinwüchsige Menschen“. Sie arbeitet mit dem Verein BKMF (Bundesverband Kleinwüchsiger Menschen und ihre Familien) zusammen, und befindet sich bereits mitten im Arbeitsprozess. Zuerst befragte sie die Personen des Vereins mithilfe eines Fragebogens, um eine theoretische Basis für ihre Diplomarbeit zu erhalten. Der nächste Schritt ist die Entwicklung einer trendorientierten Modekollektion für Frauen, die Fertigung von drei Modellen und die Präsentation der fertigen Arbeit vor der Prüfungskommission im April 2018.

 

  

 

Um auch nach der Matura ihrem Traum einen Schritt näher zu kommen, besuchte sie mit zwei Freundinnen den Tag der offenen Tür der Meisterklasse für Damenoberbekleidung in Wien und berichtet:

„Nach einer Eröffnungsmodenschau mit vielen tollen Modellen bekamen wir die Möglichkeit, in die beiden Arten der Meisterklassen zu schnuppern: die Haute Couture und Bühnenkostüm. Bei der Haute Couture handelt es sich um die Fertigung von aufwendigen Abendkleidern, beim Bühnenkostüm liegt der Schwerpunkt bei Roben aus bestimmten Zeiträumen der Geschichte. Es war atemberaubend, solch perfekt verarbeitete Stücke von der Nähe aus zu betrachten und den Schülern beim Fertigen dieser zuzusehen.

Wir informierten uns über die Aufnahmekriterien, das Qualifikationsgespräch, den Ablauf des Meisterjahres und der Meisterprüfung und bekamen kalte Füße, da wir kurz an uns zweifelten. Aber trotzdem werden wir uns bewerben. Nun heißt es für uns, für das Qualifikationsgespräch viel zu lernen und die Mappe, mit technischen Übungen, Schnitten und Skizzen zu erarbeiten.

Ich hoffe sehr, dass wir aufgenommen werden, da das seit langer Zeit schon mein Wunsch ist und damit ein Traum in Erfüllung gehen würde.

 

      

 

Selma engagiert sich zudem für jungen Studenten, welche vor dem Studium noch den Sprachkurs absolvieren müssen. Sie gibt ihnen Nachhilfe in Deutsch und begleitet sie beim Erledigen von “Papierkram“, da sie sich noch nicht so gut in Linz auskennen.

“Ich möchte ihnen das Gefühl geben, dass sie nicht alleine sind und sich bei Fragen immer an mich wenden können, auch wenn ich jünger bin. Ich habe drei von ihnen schon geholfen, Jobs zu finden. Ich habe sie besonders bei den Bewerbungen unterstützt.”

 

Auch in ihrer Schule gibt sie MitschülerInnen Nachhilfe und hilft wo sie kann. Sie will etwas von dem zurück geben was sie bekommt:

“Ich möchte mich für die tolle Unterstützung meinen Paten von T-Mobile Bedanken, ohne die ich diese Chance nie erhalten hätte.“

Sozial Aktion: Kekseverteilung der START Vorarlberg StipendiatInnen

Bereits am Samstag, den 25. November 2017, trafen sich elf fleißige Bäcker und Bäckerinnen – allesamt START-StipendiatInnen, bzw. START-Freunde – in einer der Schulküchen der HLW Marienberg Bregenz, um Kekse für einen guten Zweck zu backen.

Nun trafen sie sich am Fr, dem 01. Dezember 2017 in der Mehrerau Bregenz bei der Ausgabestelle des Vereins „Tischlein deck dich“ um die Kekse an bedürftige Menschen in Vorarlberg gratis zu verteilen.

Einige Eindrücke der START StipendiatInnen vor Ort:

Baris: “Es war meine erste Sozialaktion und die dank START. Es war eine gute Gelegenheit vorallem passend zur Weihnachtszeit, weil es das Fest der Liebe ist. Hier etwas zurückgeben zu können und andere damit glücklich zu machen war ein ganz anderes Gefühl. Interessant war es auch, dass die Menschen eigentlich sehr gesprächsfroh waren, also bereit auch von sich und ihr Leben zu erzählen. Für mich war es die erste START Veranstaltung und ich würde es sogar gerne jedes Jahr wieder mitdabei sein.”

Chirin: “Da ich soetwas noch nie gemacht habe, war ich total positiv übberascht, dass die Leute so offen über ihre Lage gesprochen haben. Ich konnte sie teilweise leider nicht so gut verstehen aber das konnte man mit Händen und Füßen dann doch noch regeln. Manche dieser Menschen haben mir berichtet, wie misslich ihre Lage ist und dass sie beispielsweise nicht genug zu essen bekommen. Diese Tatsache hat mich wirklich erschüttert, da ich mir nicht gedacht hätte, das es hier in Österreich Menschen gibt, die fast nicht unbedingt genug im Bauch haben. Ein paar der Leute mit denen ich gesprochen habe, erzählten mir außerdem, dass sie krankheitsbedingt in dieser Lage sind und nichts dafür können, dass sie nun so dastehen. Im allgemeinen hat mir diese Aktion sehr gut gefallen und ich habe einen realistischeren Eindruck von dem bekommen, was diese Menschen wohl durchmachen.”

Samet: “Auch wenn wir in einem wohlhabenden Staat wie Österreich leben, werden wir täglich mit Armut konfrontiert- Frauen, Kinder, Pensionisten taumeln auf den Straßen herum, um irgendwie das nötige Geld aufzubringen und über die Runden zu kommen. Sie leben am Rande der Gesellschaft und das muss nicht sein, denn jeder Mensch ist gleich viel wert, das gehört zu den Menschrechten und an die glaube ich. Ich glaube aber auch an Menschenpflichten, die Pflichten jedes einzelnen, etwas zur Gemeinschaft beizutragen. Wir sind aufeinander angewiesen und müssen auf die Zusammenarbeit setzen. Denn es kann jeden von uns treffen, was mir gestern bei der Ausgabe von „Tischlein Deck Dich“ mehr denn je klar wurde! Denn ich habe Menschen mit verzweifelten Gesichtern gesehen, unwissend was in der Zukunft noch auf sie wartet! Deshalb hat es mich überaus glücklich gemacht, im Namen von START, an dieser Aktion teilzunehmen und den Menschen ein Hauch von Lächeln und Hoffnung zu schenken.” 

Ibrahem: “Meiner Meinung nach sucht sich keiner das Leben in dieser Art und Weise aus. Also dass sie auf Essen angewiesen sind. Ich konnte mit dieser Sozialaktion mit vielen Menschen reden, die aus dem gleichen Grund hier sind wie ich. Da sie nicht gut Deutsch konnten, habe ich mit ihnen auf arabisch geredet. Sie haben wir viel erzählt, wie es ihnen geht seit sie hier sind und was sie alles tun um ein gutes Leben zu haben. Viele haben Kinder und versuchen denen es leicht zu machen. Daher waren sie sehr froh, dass wir mit dieser Aktion da waren und ihnen etwas geschenkt haben. Sie haben sich alle sehr gefreut und haben sich mehrmals bedankt!”

 

Eine Initiative von den START Vorarlberg StipendiatInnen.

 

Einblicke von START Alumna Sümeyra Coskun

STILL ALIVE – START Vorarlberg Alumnis berichten

Selbst wenn die Matura bereits in der Tasche ist und meist sich die Wege von StipendiatInnen vom Ländle trennen ist es immer wieder schön den Ein oder Anderen durch die sozialen Medien mitzubefolgen. Dieses Mal war es ein Zeitraum über den Sommer, wo nicht nur die Sonne genossen wurde, sondern die Zeit sinnvoll genutzt wurde, um für das Studium oder den Beruf Erfahrung mittels Praktiken gesammelt wurde.

START Vorarlberg Alumna, Sümeyra Coskun, berichtet uns wie folgt:

Mai 2017: Gemeinsame Reise nach Prag für ein Achtsamkeitstraining mit START-Alumni Österreich
Für mich war das Achtsamkeitstraining in ihrer praktischen Ausführlichkeit etwas ungewohnt, aber interessant und hilfreich es zwei Tage lang mit vertrauten START-Alumni zu praktizieren und dabei sogar viel zu lachen und Spaß zu haben. Die Gruppe hatte eine ideale Größe, was auch den Austausch und die Reflektion nach jeder Übung gut ermöglichte, die ich für essentiell im Training hielt. Ich empfand die Achtsamkeitspraxis als eine Forderung und Förderung, meinen eigenen Körper besser wahrzunehmen und äußere Einflüsse da sein zu lassen. Besonders gefiel mir die Überlegung, wie man achtsam in all unseren alltäglichen Aktivitäten leben kann: beim Lernen, beim Essen, beim Spazieren, beim Kommunizieren, usw.

    
Achtsamkeit, engl. mindfulness – braucht nicht viel, um in uns und in unserem Leben Platz zu finden. Ein bewusstes Da-Sein im Moment, spüren, wie sich der Körper anfühlt, ein aufmerksames Hinhören und ein wohlwollender Umgang mit sich selbst.

   

Juni 2017: Hosting-Team bei der Projektschmiede in Vorarlberg
Ich bin seit Juni ein Teil des Hosting-Teams bei der Projektschmiede in Vorarlberg. Hier kann ich mein Erlerntes und Entwickeltes von der Art of Hosting Haltung und ihren Methoden– durch START mit 15 Jahren 2012 kennengelernt – anwenden und Menschen dabei unterstützen ihre Projekte zu „schmieden“. Es war eine tollt Erfahrung, zum ersten Mal als Co-Host eine Projektschmiede zu moderieren und neben einem inhaltlichen Input über das Zuhören den Rahmen der Projektschmiede zu „halten“.

 

August 2017: Sommeruniversität in St. Malo/Frankreich
Auch diesen Sommer durfte ich als Teilnehmerin der youngCaritas Vorarlberg/Österreich Delegation für vier Tage bei der Sommeruniversität in St. Malo/Frankreich teilnehmen. Diese intensiven Tage dienten dazu, mich zu engagieren, Erfahrungen zu sammeln, mich weltweit zu vernetzen, Österreich zu vertreten und mir Wissen im Bereich der Migrationsforschung und des interkulturellen und interreligiösen Dialogs anzueignen.
Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, ein zweites Mal an der Sommeruniversität teilzunehmen. Verschiedene Übungen in der Fraternité Gruppe und auch die Atmosphäre im Allgemeinen zeigten, dass sehr viele Menschen sich Frieden und Liebe wünschen. Dass sich dies aus den Ereignissen der Sommeruniversität sagen lässt, wo es um Kulturen, Religionen und Spiritualität ging, zeigt für mich, dass diese Aspekte (Kulturen, Religionen, Spiritualitäten, usw…) zum Frieden beitragen können und dass der Dialog nicht auf der theoretischen Ebene bleibt, sondern auch praktisch wirklich spürbar und erlebbar sein kann. Wenn wir wollen… wie es der Gründer Samuel Grzybowski von der Organisation Coexister in seinem Buch sagt: „Die Frage, die sich an uns heute wirklich stellt, ist nicht zu wissen, ob wir zusammenleben können, sondern vielmehr uns zu fragen, ob wir zusammenleben wollen.“

 

Seit November 2015: youngCaritas Speakerin
Als youngCaritas Speakerin von Vorarlberg engagiere ich mich im Rahmen der „Vielfalt (er)leben“-Workshops mit Kindern und Jugendlichen an Schulen, Vereinen und Unternehmen zum Thema Anti-Diskriminierung. Nebenbei erhalten wir auch Fortbildungen als Teammitglieder und Reise- und Vernetzungsangebote wie z.B. die Sommeruniversität in St. Malo/Frankreich.
https://www.caritas-vorarlberg.at/mithelfen/youngcaritas/youngcaritas-speaker/

 

September 2017: Teilstipendium bei der Zusammen-Österreich Akademie
Ich habe für mein kommendes Studienjahr 2017/18 ein Teilstipendium bei der Zusammen-Österreich Akademie erhalten. Am 29.09.17 war unsere Stipendienverleihung. Insgesamt sind es 89 studierende StipendiatInnen aus ganz Österreich mit 40 Studienrichtungen und verschiedenen Herkunftsländern. Es freute mich ebenso, dass ehemalige StipendiatInnen aus Salzburg und Wien auch ein Stipendium erhielten. Es erwarten uns dieses Jahr Coachings, Kulturprogramme, Bildungsreisen, Vernetzungsmöglichkeiten und vieles mehr…

 

Oktober 2017: Beginn meines 2. Studienjahres
Ich beginne mein 3. Semester meiner Bachelorstudien: Vergleichende Literaturwissenschaften (Komparatistik) und Erziehungswissenschaften an der Universität Innsbruck.

Sümeyra Coskun,
20 Jahre, START-Alumna Vorarlberg, Jahrgang IV, Matura 2015

Ein Jahr in Spanien: Ein Erfahrungsbericht von START-Wien Alumna Josipa Cvitic

Spanien. Zehn Monate. Arbeit in einem Kulturzentrum. WG-Leben. Gap-Year.

Das wusste ich als ich die Zusage für meinen Freiwilligendienst in der nordspanischen Stadt Santiago de Compostela bekommen habe. Zehn Monate sind es nun her, als ich meine Koffer gepackt und dieses neue Kapitel begonnen habe. Das habe ich erlebt.

 

  • Tätigkeiten und Aufgaben

Nachdem ich mein Projekt gefunden, Papierkram erledigt und mein Spanisch-Vokabular aufgepeppt habe ich mich auf den Weg nach Santiago de Compostela gemacht. Die Landeshauptstadt der Region Galicien im Nordwesten von Spanien ist bekannt für die etlichen Pilger, die den Jakobsweg zu Fuß oder Fahrrad erzwingen um zur Kathedrale zu gelangen, wo die Reliquien des Apostels Jakobus gefunden wurden.

Ich hingegen sollte da als Freiwillige in dem Kulturzentrum „O Ensanche“ (Galicisch für „die Erweiterung“) arbeiten. Meine Tätigkeiten haben sich im Laufe der Zeit langsam vermehrt und verbessert. Wegen meinem gebrochenen Spanisch in den ersten Monaten verbrachte ich meine Zeit, indem ich die unterschiedlichen Aktivitäten des Zentrums kennen lernte und dabei assistierte. Exkursionen, Schachunterricht, ein Lesezirkel, Bastel- und Spielstunden mit Kindern waren alles Teil des Programms. Später konnte ich meine eigenen Kurse starten  und initiierte Deutsch- und Englischkonversationskurse, sowie einen wöchentlichen Schachclub. Im Juli endeten sämtliche Kurse, denn es startete das Feriencamp „Pequenos Reporteiros“ (Kleine Reporter) für Kinder. Ich arbeitete als Betreuerin und organisierte Spiele und Aktivitäten.

  • Regionalsprache, Pilger und Dudelsack – Willkommen in Galicien

Die Region Galicien, die meine neue Heimat für die kommenden Monate sein würde, erschien mir zunächst als die vergessene, erstaunlich nicht-spanische Region des Landes. Anstatt Sonnenschein, rechnet man manchmal mit wochenlangem Regen. Dudelsack findet man anstelle der typisch spanischen Gitarre und die Regionalsprache Galicisch klingt mehr nach Portugiesisch als nach Spanisch. Einige Dinge bleiben jedoch gleich; die Freundlichkeit der Menschen, sowie ihre positive und entspannte Einstellung.

  • Freizeit und WG-Leben

Gelebt habe ich in einer Wohnung mit vier anderen Freiwilligen. Sie kamen aus Dänemark, Deutschland, Kroatien und der Türkei und arbeiteten für ähnliche Projekte. Umgangssprache war Englisch, da wir es anfangs deutlich einfacher als Spanisch fanden. Wenn man mit Menschen aus anderen Ländern lebt, lernt man die Kultur und das Land auf eine ganz eigene Weise kennen. Erst beim Zusammensein bemerkt man Werte und unscheinbare Aspekte der Kultur, die bei kurzen, oberflächlichen Begegnungen oft untergehen. Neben der Arbeit blieb uns auch meist viel Zeit um unseren Hobbys nachzugehen, zu reisen und Neues auszuprobieren.

Das eigene Leben in dem anderen Land unterscheidet sich stark zu seinem alten. Ich zum Beispiel schätze diese Erfahrung sehr, da es mir einen Einblick in die spanische, aber auch andere Kulturen ermöglicht hat. Ich lernte Spanisch und verstehe nun auch etwas Galicisch. In vielen Situationen war ich auf mich alleine gestellt, sei es in der Arbeit, im Alltag oder auf Reisen. So lernte ich selbstständig zu sein und mich Schwierigkeiten oder Herausforderungen anzunehmen. Kurz gesagt würde ich einen Freiwilligendienst allen jungen Menschen empfehlen, die Auslandserfahrungen sammeln, etwas Neues erleben und sich weiterentwickeln möchten!

 

  • EFD – Ein Überblick

Was ist der EFD? „Der Europäische Freiwilligendienst (EFD) bietet jungen Menschen die Möglichkeit, für einige Zeit ins Ausland zu gehen und sich dort in einem gemeinnützigen Projekt oder in einer Organisation zu engagieren. Es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich und die Liste der möglichen Einsatzorte ist vielfältig.“ (vgl. Webseite von JugendinAktion)

Wer kann mitmachen? Jugendliche zwischen 17 und 30 Jahren. In Österreich kann man den EFD auch als Zivildienst absolvieren!

Wie lange dauert der Aufenthalt? Je nach Projekt kann man für zwei bis zwölf Monate im Ausland tätig sein.

Was bietet der EFD?

Youthpass – ein Zertifikat, das man selber auf mehreren Sprachen schreiben kann. Der gesamte Aufenthalt ist finanziert, daher sind der Großteil der Reisekosten, Unterkunft,Versicherung,  sowie Verpflegung in Form von Essens- und Taschengeld mitinbegriffen. Alle Freiwillige besuchen außerdem  Seminare mit anderen Freiwilligen im eigenen Land und im Gastland, um besser auf ihre Arbeit vorbereitet zu werden.

Übrigens haben Freiwillige weiterhin Anspruch auf die Familienbeihilfe, da man sich im Zuge des Freiwilligendienstes weiterbildet.

Was hat man davon? Eine einmalige Auslandserfahrung, Erwerb einer neuen Sprache, neue internationale Bekanntschaften und Freunde, sowie die Chance etwas Positives in der Gesellschaft zu bewirken.

Mehr Informationen zum EFD und zum Bewerbungsprozess findet man auf:

http://europa.eu/youth/eu/article/46/894_de

 

Hatice Ertürk über ihr Soziales Engagement

Meine Freizeit nutze ich indem ich die Menschen im Altersheim besuche. Es gibt eine bestimmte Dame, die ich regelmäßig alle zwei Wochen besuche. Sie ist der eigentliche Grund, warum ich mich entschied öfters ins Altersheim zu gehen.

Ich habe sie im Februar 2016 durch meine alte Nachbarin kennengelernt. Im Sommer ist unsere Beziehung zu einander stärker geworden, weil ich sie, während meiner Ferialtätigkeit, einmal die Woche – in der Mittagspause – besucht habe. Immer wenn ich dort bin, ladet sie mich zu einem Kaffee ein und kommen meistens in ein tiefes Gespräch. Leider können wir nicht hinausgehen um zu spazieren, weil sie an Übergewichtig leidet und leider blind ist. Sie wünscht sich daher nur jemanden zum Reden. Sie muss auf ihre Ernährung achten und darf deswegen nichts Süßes essen. Daher bringe ich ihr hin und wieder einen Plunder aus der Konditorei mit.

Am Meisten vermisst sie das türkische Essen. Selbst dann kocht meine Mutter manchmal für sie. Wenn ich eine längere Zeit sie nicht besuchen kann, weil ich für meine Schule lernen muss, ruft sie meistens meine Mutter an und fragt nach warum ich nicht vorbeigekommen sei. Auch ich fühle mich sehr wohl und glücklich bei ihr, weil ich das Gefühl bekomme, dass ich so jemanden etwas Gutes leisten kann.

Mein soziales Engagement hat auch beim Bewerbungsgespräch zu START eine wichtige Rolle gespielt. Ich, Hatice Ertürk, bin seit September 2016 beim START-Stipendium dabei und gehöre zu dem 8. Jahrgang. Durch das START-Stipendium habe ich sehr viele nette und begabte Jugendliche aus verschiedenen Kulturen kennengelernt. START gibt uns auch die Möglichkeit uns weiterzubilden und uns weiterhin sozial zu engagieren. Ich finde das Programm sehr nützlich, weil man sehr hilfreiche Tipps für das zukünftige Leben erhalten kann. Da das START-Team an uns glaubt und hinter uns steht, bekommt man mehr Selbstvertrauen.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Herrn Mag. Braun für die Patenschaft, bei der Familie Dearstyne und bei dem START-Team bedanken, die mir das alles ermöglicht haben. Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Ein Bericht von START-Stipendiatin Hatice Ertürk

START-Stipendiatin als Lehrerin

START-Stipendiatin Paola spendet ihre Freizeit anderen Menschen und das nicht nur, weil START von seinen Jugendlichen soziales Engagement erwartet, sondern, weil sie gerne anderen hilft und ihr Wissen anderen zur Verfügung stellen will.

Paola erzählt von ihre Tätigkeit als Lehrerin in der Bulgarischen Schule “Dunav”:

 

Hallo,

ich bin Paola und komme aus Bulgarien. Ich habe die ersten 15 Jahre dort verbracht und habe dadurch ausreichende Hintergrundskenntnisse für mein Engagement als Hilfslehrerin in der Bulgarische Schule „Dunav“ in Linz.

„Dunav“ bedeutet auf Deutsch „Donau“. Dieser bekannte Fluss ist ein Symbol für die Verbindung zwischen Bulgarien und Österreich. Wie Donau durch Österreich und Bulgarien fließt, so gibt es in der bulgarische Schule Kinder in verschiedenen und einzigartigen Situationen. Einige sind in Österreich geboren und können von ein bisschen bis perfektes Bulgarisch, andere kommen in Österreich erst jetzt und haben große Schwierigkeiten Freunde zu finden und sich hier zu integrieren. Durch gemeinsames Lernen und Feiern bulgarischer Traditionen findet jeder seinen neuen Platz in dem neuen Umfeld.

Nach diesen allgemeinen Informationen will ich euch über mein Engagement erzählen. Ich helfe in der ersten und zweiten Klasse, das bedeutet, dass meine Aufgabe ist, bei dem Aufbau der Grundlagen einer Sprache zu helfen.

Sehr schwierig ist es besonders für die Kinder in der ersten Klasse, weil sie nicht nur eine neue Sprache lernen, sondern auch ein neues Alphabet. In Bulgarien schreiben wir, ähnlich wie in Russland mit kyrillischen Buchstaben und die kleinen Schüler haben die Herausforderungen 30 neue Buchstaben zu lernen.

Zusätzlich verstehen nicht alle bulgarisch auf demselben Niveau und hier kommt meine Aufgabe. Ich arbeite mit den Kindern, die die Aufgaben schnell machen, damit sie Betreuung haben sobald sie mit ihren Aufgaben fertig sind und ihre Zeit in der Schule sinnvoll nutzen können, während die Lehrerin mit den anderen Schüler langsamer und manchmal individuell arbeitet.

Zweite Klasse lernt schon die Grundlagen der Grammatik und Rechtschreibregeln und da brauchen sie auch zusätzliche Hilfe, weil sie in Österreich für Bulgarisch mindestens zweimal weniger Zeit als in Bulgarien verwenden.

Obwohl Lernen in der Schule der Schwerpunkt ist, feiern wir auch unsere Traditionen, die sie teilweise von den österreichischen unterscheidet. Mit Basteln, Malen und Spielen fühlen sich die Kinder und ihre Eltern mit ihrer Heimat verbunden.

Besonders wichtig dabei sind die Theaterstücke, die einige Schüler mit Interesse in dieser Richtung, ausführen. Sie zeigen bulgarische Sitten und Bräuche oder spielen Szenen aus berühmten bulgarischen Werken und bringen sie so auch Österreichern näher.

Ich helfe auch dabei. Meine Rolle dort ist Betreuerin, vorher auch Schauspielerin. Es ist wirklich lustig, mit Kindern zu arbeiten und es gibt mir ein besonders Gefühl, nämlich etwas Sinnvolles zu tun. Ich helfe jeden Samstag von zehn bis zwei Uhr und diese vier Stunden pro Woche geben mir eine einzigartige Freude.

Und wie man sagt: ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Hier habe ich einige Fotos von der Schule in Linz und in Salzburg mitgebracht:

 

Freiwilliger Einsatz von Stipendiatin Chrislane

Als freiwillige Sanitäterin, Lesehilfe und Schulsprecherin ist Chrislane auch in ihrer Freizeit sehr gefordert. Die engagierte START-Stipendiatin setzt sich sehr für andere ein und ist somit ein wahres Vorbild für ihre AltersgenossInnen.

Sie berichtet selbst, was sie in ihrer Freizeit so macht:

Freiwillige Sanitäterin beim Roten Kreuz

Im Jänner begann ich die Ausbildung zur Rettungssanitäterin. Diese Ausbildung war schon seit langem ein großer Traum von mir und nun konnte ich sie finanzieren. Nach meinem ersten Nachtdienst wusste ich, dass ich sich der große Zeitaufwand lohnen würde. Ich bin in dieser Nacht das erste Mal mit Blaulicht gefahren und durfte einen ersten Einblick in die Notfallstationen in Linz werfen. Da ich noch in Ausbildung bin darf ich noch keine Patienten direkt behandeln, dennoch darf ich jederzeit assistieren und Fragen stellen. Inzwischen habe ich auch schon die erste Zwischenprüfung geschafft und bin somit eine offizielle Praktikantin mit denselben Aufgaben wie ein normaler Sanitäter. Ich darf nun Patienten selbst behandeln und über die entsprechende Weiterversorgung entscheiden.

Lesehilfe im Lerncafè Auwiesen

Seit dem 3. Oktober 2016 unterstütze ich das Lerncafè Auwiesen in dem ich den Kindern beim Lesen zuhöre und zwischendurch ein paar Fragen stelle. Ich besuche das Lencafè entweder Montags oder Mittwochs um ca 14:30 Uhr und suche mit den Kindern ein passendes Buch aus, das sie mir dann vorlesen können. Da viele von ihnen nicht die Möglichkeit haben, zuhause zu üben, helfe ich ihnen ihre Lesekenntnisse zu stärken. Zu meinen Aufgaben gehören auch das Korrigieren von Hausübungen, das Lernen von Vokabeln usw. Um ca 16:00 Uhr bekommen die Kinder eine Jause zur Stärkung, da sie meistens bereits erschöpft sind und sich bald auf den Heimweg machen. Deshalb ist meine Arbeit um ca 16:00 Uhr zu Ende und ich verlasse das Lerncafè.

Soziales Engagement in der Schule

In der Schule engagiere ich mich indem ich an so vielen freiwilligen Veranstaltungen wie möglich helfe und mitarbeite z.B Tag der offenen Tür, Elterninfo Abend, Welser Berufsmesse.

Zudem bin in ich im Schulsprecher-Team und organisiere verschiedene Feste wie die alljährlich Weihnachtsfeier. Ich bin Tutorin einer 1. Klasse und somit Bezugsperson für die Neuzugänge. Heuer bin ich auch den PEERS beigetreten, die eine Gruppe Schüler sind, die darauf geschult werden Komplikationen zwischen Schülern zu erkennen und zu lösen.

 

Freizeit für den guten Zweck

START-Stipendiatin Soritta ist in vielen Bereichten sozial engagiert. Sie hilft in ihrer Freizeit in einer NGO mit, ist als Peer-Mediatorin in ihrer Schule aktiv und gibt Nachhilfe in Deutsch und Englisch.

Soritta schreibt über ihre Einsatzbereiche:

“Wenn uns unser Gewand nicht mehr gefällt, es mittlerweile zu klein oder zu groß ist oder schlichtweg einfach aus der Mode ist, werfen wir sie meist weg. Aber es gibt eine andere Möglichkeit sie einem guten Zweck zu spenden –  nämlich dem Welser Outlet!

Der Secondhandshop ist ein Teil einer Non Profit Organisation des Ehepaares Petra und Erwin Hehenberger. Jeder ist herzlich dazu eingeladen, seine Kleidung, Schuhe, Bücher, etc. dem Secondhandshop zu spenden, der die Güter um einen günstigen Preis weiterverkauft. Auch ich leiste dort meinen Dienst und helfe freiwillig aus, wenn es mein Zeitplan erlaubt. Alle Einnahmen gehen dann an den zweiten Teil der Organisation „die Welser Tafel“, die sicherstellt, dass essbare Lebensmittel nicht einfach weggeworfen werden, sondern weiterverkauft werden. So können zum Beispiel 5 kg Karotten für nur 1 € gekauft werden und der Community finanziell unter die Arme greifen.

Zurück zum Outlet, wenn ich dort arbeite macht es mir immer sehr viel Spaß, weil ich die Möglichkeit habe mit verschiedenen Menschen in Kontakt zu treten und hie und da findet man auch etwas Schönes für sich selbst!

Mittlerweile kaufe ich fast ausschließlich von dem Secondhandladen, weil mir durch das Arbeiten dort auch visuell bewusst wurde, wie viel und schnell wir wegwerfen. Der Laden wurde mit einem Zubau heuer Wiedereröffnet und wir haben dort immer noch ein volles Lager mit einem Berg voll Gewand, der durch die großzügigen Spenden täglich wächst! Also, vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall!

Wenn ich nicht im Bereich des Einkaufs tätig bin, sitze ich wahrscheinlich gerade im Unterricht zur Ausbildung zum Peermediator an meiner Schule. Die Mediation dient zur Prävention verschiedener Probleme unter zwei oder mehreren Personen und jeder Fall wird streng vertraulich behandelt.

Aber auch in der Peersgruppe bin ich sehr aktiv und konnte gemeinsam mit einem Plakat einen Wettbewerb im Toscanakongress in Gmunden gewinnen. Dabei ging es um die Darstellung von ADHS, Downsyndrom und psychischen Krankheiten, die auf einem Plakat darzustellen waren. Die Gruppe erhielt letztes Jahr für den Sieg ein Preisgeld von 500 € womit unser Ausflug nach Litzlberg finanziert wird, wo heuer auch ein intensiver Peerworkshop stattfinden wird.

Mittlerweile bin ich fast täglich nach dem Unterricht als Nachhilfelehrerin unterwegs in Fächern wie Englisch und Deutsch oder allgemein für Volksschulkinder. Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn meine „Schüler_innen“ einen „Aha-Moment“ erleben! Auch das beinahe tägliche unterrichten führte dazu, dass mein derzeitiger Studienwunsch zu Englisch und Spanisch Lehramt entwickelt hat.”

 

„Wer anderen Gutes tut, dem geht es selber gut; wer anderen hilft, dem wird geholfen“

Lukas Gabsi, START Stipendiat und Verbundsprecher berichtet von seinem sozialen Engagement:

„Wer anderen Gutes tut, dem geht es selber gut; wer anderen hilft, dem wird geholfen“, so stand es schon in der Bibel in Sprüche 11:25 und so wird es auch bleiben, denn anderen Menschen zu helfen ist ein Grundinstinkt des Menschen und sollte der Menschlichkeit zuliebe nicht unterdrückt werden. Im Gegenteil, dieser Grundinstinkt sollte von jedem Einzelnen von uns ausgebaut und verbessert werden, nur so können wir alle für eine bessere Welt sorgen, anstatt uns nur zu beschweren, was gerade schief läuft. Es fängt bei jedem Einzelnen von uns an. Es müssen keine großen Aktionen sein, es reicht schon eine am Boden liegende Aluminiumdose aufzuheben oder einer älteren Person im Bus/Zug den Sitzplatz anzubieten. Man muss nicht in den Hinduismus konvertieren und an Karma glauben und leben, um dieses Prinzip zu verstehen. Wenn jemand gut zu mir ist, werde ich auch gut zu ihm sein.

Mein Name ist Lukas Gabsi, ich bin 17 Jahre alt und komme aus Lauterach in Vorarlberg. Ich besuche derzeit die HTL Dornbirn im Zweig Wirtschaftsinformatik und trete nächstes Jahr zur Matura an. Ich bin stolz sagen zu können, dass ich trotz einer 42h-Woche in der Schule noch Zeit finde, meinen Hobbys, dem sozialen Engagement und meiner Rolle als Verbundsprecher nachzukommen.

Seit Anfang 2017 gebe ich den 4 Flüchtlingskindern Zain, Dana, Sahar und Sima Nachhilfe in Deutsch und verbringe meine Zeit mit ihnen. Wir treffen uns jede Woche und machen zusammen Hausaufgaben, lernen Deutsch oder spielen einfach Spiele.

Ich bin durch das Gemeindeamt der Gemeinde Lauterach auf diese Stelle aufmerksam geworden, da sie auf der Suche nach freiwilligen Helfern waren. Ich habe dieses Angebot dankend angenommen, da es für mich eine Chance ist Flüchtlingen zu helfen und ihnen gleichzeitig meine Werte zu vermitteln.

Mein Ziel ist nicht nur ihnen Deutsch beizubringen und sie zu integrieren, sondern ihnen auch noch ein Verständnis für unsere Welt, unsere Stellung und Verantwortung hier, und unseren Zusammenhalt näher zu bringen. Wir alle sind dafür verantwortlich, was auf unserem Planeten passiert und sollten deshalb auch aktiv anderen Menschen helfen.

Dreimal Gold für Orhan Cebe bei der Kickbox-Staatsmeisterschaft in Wels

Am Freitag, den 7.April, ging es mit dem 17-köpfigem Kämpferteam der KKU Hard nach Wels zur Kickbox-Staatsmeisterschaft. Das Ziel war in jeder Kategorie eine Gold-Platzierung zu erkämpfen. Nach fünf Stunden Fahrt kamen wir in einem Gasthaus in Schwanenstadt an. Nach einem Schnitzel um 22.00 Uhr und der darauf folgenden Teambesprechung ging es gleich in die Zimmer, um sich nach der anstrengenden Fahrt auszuruhen.

Am nächsten Morgen ging es ziemlich schnell. Zuerst das Frühstück, dann die halbstündige Fahrt nach Wels. In Wels angekommen machten wir uns auf den Weg in die Halle, in der sich auch schon andere Sportler aus ganz Österreich eingefunden hatten. Nach einer Stunde Warten wurde das Turnier bereits eröffnet und die ersten Kämpfer aus dem Team mussten sich unter den ganzen anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen beweisen.

Nach den ersten Kämpfen hieß es für mich: Aufwärmen! Erfolgreich aufgewärmt ging es in den Ring für mich. Meine erste Kategorie war Leichtkontakt +18/-65kg. Durch das ganze Training konnte ich die Kampfrichter von meiner Leistung überzeugen und gewann die Kämpfe jeweils mit 3:0. Somit ging die erste Kategorie und die erste Goldmedaille an mich.

Nun hieß es Warten und zwar sehr lange. Zwischen meiner ersten und zweiten Kategorie musste ich ca. zwei Stunden warten. Für einen Kämpfer der sich gerade aufgewärmt hat und bereit ist zu kämpfen, können diese zwei Stunden sehr schlimm sein.

Nichtsdestotrotz wurde ich nach diesen zwei Stunden zu meiner nächsten Kategorie Kicklight +18/-65kg in den Ring aufgerufen. Auch hier konnte ich durch klare Dominanz jeden Kampf mit 3:0 gewinnen. Somit auch hier eine Goldmedaille.

Verglichen zu der Pause zwischen der ersten und zweiten Kategorie gab es diesmal gar keine Pause. Das heißt runter vom Ring direkt in den nächsten Kampf, diesmal Semikontakt +18/-65kg, meine Lieblingskategorie. Kurz die Ausrüstung gewechselt ging es in den ersten Kampf, den ich mit 9:1, also mit 8 Punkten Differenz, für mich entscheiden konnte. Der nächste Kampf war auch schon das Finale gegen meinen Vereinskollegen, der so wie ich auch in dieser Kategorie kämpft. Nach der Verlängerung und dem Sudden Point konnte ich dieses spannende, jedoch eher lustig gehaltene Finale gewinnen.

Somit konnte ich mein Ziel, jede Kategorie mit Gold abzuschließen, erfüllen. Am Ende des Turniers holte ich mir drei Staatsmeistertitel und war mit meiner Leistung mehr als zufrieden.

Auch das ganze Team konnte mit einer Teamwertung von: 17x Gold – 6 x Silber – 11 x Bronze sehr überzeugen!

 

Zum Abschluss wurde das Ganze dann in einem beliebigem McDonalds gefeiert, in dem jeder die verbrennten Kalorien wieder zu sich nahm.

Nächstes Ziel ist nun die EM in Tschechien und die WM in Irland!

Bericht von START Stipendiat Orhan Cebe

Making a difference

“Really? What’s wrong with you? How can you like politics at such a young age?” That’s the response I receive from many people when I’m talking about my hobbies. A lot of people think that politics has not an impact on us anyway and it is just something for old people and upper layer.
When I hear that, I always use this quote from Sir Winston Churchill to argue with them, “Politics is the ability to foretell what is going to happen tomorrow, next week, next month and next year. And to have the ability afterwards to explain why it didn’t happen.“ And that applies to everyone in our society, doesn’t matter what colour, sex, religion, age,… you have.

My name is Samet Meseli, I’m 17 years old and I have been at “START” for 2 years now. At “START” I saw, for the first time in my life, that there are people at my age who want to make a difference. I realized how important it is to show commitment and do something for the society. So where can you do more for the society than in politics? It affects everything we do in our live and is the driving force in how we live.

So I have joined the youth organization of the “Austrian’s People Party” and learned how valuable democracy and freedom is. Currently I’m attending the academy of my party where we learn about rhetoric, the parties history and its political content. Moreover, once in a month, we have a meeting with the whole party where we regularly talk about important and current topics and want to change and give new ideas if something is not convenient for us.

One current topic is that we for example want to extend our shopping mall. Furthermore, also the refugee crisis plays a big role in our program. We want them to integrate themselves in our society and so we are searching for solutions how we could give them more opportunities here in Vorarlberg. Our youth organization always needs new members and because of that I sometimes distribute flyers at my school or on the streets.
So I always have the feeling that I can create a better life together in society and that is what makes me love politics. It is not just a hobby but it is our civil duty to care and follow politics.

I’m not sure if I’m going to be a politician one day but I exactly know that I won’t never stop to engage myself in politics. Especially, I want to show young people that while you meet new people, learn how politics affects your life and do something great for the society you can also have a lot of fun and that politics can also be your hobby, doesn’t matter how young you are.

 

 

 

 

START-Wien Alumnus Asif Safdary ist neuer OSZE-Sonderbotschafter

Ich bin seit Mai 2008 in Österreich und hatte die Möglichkeit in Wien die HTL für IT und Telekommunikation zu absolvieren. Während meiner Schulzeit war mir START sowohl Ideell als auch finanziell eine sehr große Hilfe. Das Gelernte setze ich- wie allen anderen Stipendiaten- in meinem Alltag um und profitiere von den Seminaren und Experten-Tipps der BetreuerInnen.

Nach meiner Matura habe ich begonnen bei einer der größten Wirtschafsprüfungskanzleien als IT Security Administrator zu arbeiten und währenddessen konnte ich das Bachelorstudium IT Security berufsbegleitend mit gutem Erfolg abschließen. Während meiner Studienzeit war ich auch Liese Prokopp Stipendiat.

Im Moment arbeite ich als IT Security Analyst bei der Firma RadarServices Smart IT-Security GmbH. Neben meinem Vollzeitjob engagiere ich mich im START Alumni Verein im Vorstandsteam, bin Vorstandsvorsitzender beim Verein Interessengemeinschaft der afghanischen SchülerInnen und Studierenden (IGASUS), Integrationsbotschafter bei Zusammen Österreich und Sonderbeauftragter für Jugend und Sicherheit bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Meine Aufgaben als Sonderbeauftragter für Jugend und Sicherheit sind unter anderem den Vorsitz in Jugendfragen zu beraten, bei den OSZE Veranstaltungen zu Themen wie Verhinderung von Radikalisierung und Terrorismus in den OSZE Staaten die Perspektive der Jugend einzubringen und die Anliegen der Jugend bei den OSZE Veranstaltungen zu vertreten und ihnen innerhalb der OSZE eine Stimme zu geben.

Foto mit Secretary General Lamberto Zannier (li.)

 

Warum sich Abdirahman engagiert: Helfen und geholfen werden!

Glücklich in einem friedlichen Land geboren, studiert oder nicht studiert, gearbeitet oder doch nicht. Kinder? In die Stadt verschwunden, eben älter geworden oder es gab keine Kinder. Dann unbemerkt alt geworden. Und dann? Dann zählt man das Alter statt von Vorne von Hinten. Man fragt sich, wie viele Jahre man noch übrig hat statt wie alt man jetzt schon ist. Das genau ist die Zeit wo man neben der vielen Probleme auch einsam ist und genau in diesem Moment braucht man helfende Hände.

Mein Name ist Abdirahmanm, ich bin einer von den Geflüchteten, der sich in diesem Land zurecht  finden will. Ich lebe seit 2013 in Österreich. Hier eine kurze Geschichte über mein Leben in Österreich: Vor ca. vier Jahren, als ich hier neu ankam, konnte kein Wort Deutsch und musste gleich in einer Polytechnische Schule einsteigen. Es machte keinen Sinn, jeden Tag in der Klasse zu sitzen ohne etwas mitzubekommen. Schließich durfte ich in eine Sprachschule gehen, in der ich endlich einmal die deutsche Sprache lernte. Bereits nach ein paar Monaten wurde ich neben dem Sprachkurs von „ Prosa – schule für alle“ aufgenommen, wo ich zusätzlich Fächer wie Soziales und Gesundheit hatte. Mit dieser Vorbildung konnte ich den Pflichtschulabschluss in der VHS erfolgreich und mit guten Noten absolvieren. Seitdem verfolge ich mein Ziel  einer guten Ausbildung. Derzeit besuche ich in die  6. Klasse des Gymnasiums.

Ich bin neben der Schule und den Hausübungen auch ehrenamtlich in einem Seniorenheim tätig. Einige Seniorinnen und Senioren treffen sich in einem Pflegeheim, weil sie Menschen zum Plaudern finden wollen. Wer Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hat, ist hier genau richtig, denn hier sprechen die Seniorinnen und Senioren mit einem langsam und verständlich. Es geht darum, dass man einander seine Zeit widmet. So machen wir z.B. kleine Spaziergänge gemeinsam, spielen miteinander, unterhalten uns über bestimmte aktuelle Themen oder plaudern einfach miteinander. Manchmal wenn es recht stressig ist, helfe ich auch dem Pflegepersonal bei der Arbeit, z.B. in der Speiseabteilung. Durch diese ehrenamtliche Tätigkeit verbessere ich nicht nur meine Konversationsfähigkeit, sondern lerne  auch viel über meine neue Heimat. Auch die Seniorinnen und Senioren interessiert mein Leben und wir genießen diese gemeinsame Zeit.

 

Nicht nur im Seniorenheim tauscht sich Abdirahman mit älteren Menschen aus. Während
eines Interviewtages mit ZeitzeugInnen aus der NS-Zeit, hat er Herr Kaufmann, Überlebender des Wiener Spiegelgrundes und dessen Frau kennen gelernt. Es ist eine
Freundschaft entstanden, die die drei auch auf Ausflüge führt. Am Ausflug nach Baden
dürfen wir dank einiger Bilder und einem Video ein bißchen teilhaben:

Nareks Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr

Mein Name ist Narek Gumbalyan. Ich bin 18 Jahre alt, ich komme aus Armenien und bin seit April 2015 in Österreich. Ich wohne mit meiner Familie in Hainburg an der Donau und ich bin Vorstipendiat bei START-Stipendium des ersten Jahrgangs in Niederösterreich. Seit 16. März 2016 engagiere ich mich bei der Freiwilligen Feuerwehr. Das Erste, was ich bei der Feuerwehr gemacht habe, war eine Schulung zum Thema Rettungstechniken, wo ich Grundlagen der Ersten Hilfe, Verwendung eines Defibrillators, Rettungstechniken aus dem Fahrzeug und erweiterte Erste Hilfe gelernt habe. Ich habe viele Menschen kennen gelernt und ich will mich bei der Feuerwehrmannschaft und Österreich bedanken und ich danke auch Ihnen, dass Sie meinen Artikel lesen.

Mein Traum war etwas Gutes für Menschen zu machen und besonderes gefällt mir bei der Feuerwehr, dass wir in unsrer Mannschaft immer alle zusammen sind und wenn irgendwer von uns ein Problem hat, dann versuchen wir das zusammen zu lösen.

Jede Woche am Freitag haben wir Übung und Lernen wir alles über Feuerwehr, wie kann man sich und andere Menschen absichern, Retten und Löschen usw. und wegen meiner Sprachkenntnisse helfen mir immer alle anderen und erklären es auch ein zweites Mal.

Mein erster Einsatz war in Hainburg ein Verkehrsunfall und ich habe erste Mal gesehen wie die Feuerwehr zusammenarbeitet, wie in ein paar Minuten alles erledigt ist und gemeinsam mit der Rettung Menschen geholfen wird. Seit diesem Tag lerne ich alles, was wir in der Feuerwehr machen, weil ich damals noch nicht mitmachen konnte – nur von der Seite schauen wie meine Kameraden helfen.

Im August war in Hainburg „Florianifest“, wo ich gern geholfen habe. Dort habe ich noch mehr Menschen von Hainburg kennen gelernt. Alle haben gefragt warum ein Mann zur Freiwilligen Feuerwehr geht. „Ich gehe zur Feuerwehr, weil ich helfen will. Österreich hat mir und meiner Familie viel geholfen und ich will Österreich helfen.“ Das war meine Antwort.

Ich bin sehr froh, dass ich etwas tun kann für euch, für eure Familien. Ich engagiere mich sehr gern bei der Feuerwehr. Ich habe die Grundausbildung zum Feuerwehrmann besucht und werde bald die Prüfung dafür machen. Bei der Feuerwehr wollen alle, dass ich in Österreich bleiben kann. Bei der Feuerwehr habe ich gelernt wie ich Menschen helfen kann, ich habe einen „Erste Hilfe“ Kurs (16 Stunden) besucht, wo ich gelernt habe wie ich erste Hilfe leisten kann.

Ich werde mich weiter bei der Feuerwehr engagieren, und mein nächstes Ziel bei der Feuerwehr ist die Prüfung zur Grundausbildung zum Feuerwehrmann zu schaffen.

Ich danke auch meiner Feuerwehrmannschaft, dass ihr mit mir seid. Ich will herzlich mich bei meinem Feuerwehr Kommandant, Herr Edlinger, bedanken. Danke, dass Sie für mich so viel gemacht haben!

(c) Titelbild: NOEN (http://www.noen.at/)

Abduls Engagement bei der Wasserrettung

Mein Name ist Abdul Razak Fakhouri. Ich bin 17 Jahre alt, stamme aus Syrien und bin im März 2015 nach Österreich gekommen. Ich wohne mit meiner Familie in St. Pölten und bin START-Stipendiat des ersten Jahrgangs in Niederösterreich. Schon in Damaskus war ich ein begeisterter Schwimmer und Wasserball-Spieler. Ich bin durch meinen Vater zu diesem Sport gekommen, weil er Tormann im Nationalteam und auch Schwimmer und Rettungsschwimmer war.

Im März 2015 bin ich in St.Pölten mit zwei Zielen angekommen: die Matura und dass ich die Aufnahmeprüfung für die Medizinische Universität schaffe. Ich war lange auf der Suche nach einem Wasserballverein in St. Pölten, aber leider habe ich nichts gefunden. In der Zwischenzeit habe ich Fußball gespielt um fit zu bleiben und dann bin ich auf die Wasserrettung aufmerksam geworden. Noch im Herbst habe ich den Helfer- und den Retter-Schein bei der Wasserrettung gemacht. Jetzt bin ich schon über ein Jahr bei der Wasserrettung und es macht mich sehr glücklich, dass ich dort so viele nette Leuten kennengelernt habe.

Eine tolle Notärztin bei der Wasserrettung hat mich auf die Sanitäter-Ausbildung beim Roten Kreuz aufmerksam gemacht und mir den Notärzte-Stützpunkt im KH St. Pölten gezeigt. Das hat mich sehr begeistert, weil ich schon immer Notarzt werden wollte.

Im Juli 2016 hatte ich einen Praktikumsplatz bei der Wasserrettung in St. Pölten am Ratzersdorfer See. Gleich in der ersten Woche hatte ich die ersten zwei Einsätze. Ich war sehr froh, dass ich sehr gut ausgebildet war und wir alles vorher geübt hatten. Meine Reaktion war so schnell! Ein junger Mann, den ich aus dem Wasser geholt habe, musste sogar wiederbelebt werden. In der zweiten Woche habe ich auch einen Einsatz am Viehofner See gehabt. Die letzten zwei Wochen gab es Gott sei Dank keine schweren Einsätze mehr. In dieser Zeit habe ich gespürt wie wichtig das Ehrenamt ist, weil ich vielen Menschen helfen konnte.

Bei der Wasserrettung und beim Roten Kreuz lernte ich auch, dass viele Menschen sich freiwillig engagieren für andere – weil gemeinsam sind wir stärker! Gleichzeitig merkte ich, dass bei uns in Syrien die Freiwilligkeit in der Gesellschaft fehlt und ganz wenige Menschen sich freiwillig engagieren. In Syrien hatten wir nämlich keine Rettungs-Organisationen, wo man sich als Privatperson freiwillig engagieren kann. In Syrien erlebte ich viele akute Situationen, wo die Leute ernsthaft Beistand benötigten. Sie haben aber keine Versorgung bekommen und mussten alles selbst machen. Ich konnte auch nichts machen außer zusehen, weil ich sehr jung war.

Im Oktober 2016 wurde das erste Mal in Niederösterreich der Henri Freiwilligenpreis vom Roten Kreuz und Club Niederösterreich verliehen an Menschen, die sich in verschiedenen Bereichen freiwillig engagieren. Ich war als eine von drei Personen in der Kategorie „Jugend unter 30“ nominiert und habe den Preis auch gewonnen. Das hat mich sehr gefreut und auch motiviert!

Ich engagiere mich weiterhin bei der Wasserrettung und beim Roten Kreuz und mache gerade die Sanitäter-Ausbildung. Ich möchte mich ganz herzlich bei meinen Eltern und den Leuten bedanken, die mir etwas beigebracht und mich unterstützt haben – und ganz besonders bei der österreichischen Wasserrettung St. Pölten.

(c) Titelbild: KURIER/Johannes Weichhart

Willkommens-Workshops für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Die Flüchtlingswelle des letzten Jahrs hat Österreich vor große Herausforderung gestellt.
Genauso waren auch die Flüchtlinge selbst mit wichtigen sozialen und politischen Themen konfrontiert. Dazu zählen unter anderem die Sprache, Tradition und Kultur, das politische und das Bildungssystem.
Und genau in Zeiten wie diesen halten wir es für wichtig, dass jene, die schon länger im Land sind und sich auch mit den oben erwähnten Themen auskennen, den Neukommenden zur Hilfe eilen. Aus eigener Erfahrung können wir die Notwendigkeit und Wichtigkeit dieser Art von Unterstützung nur unterstreichen und sind davon überzeugt, dass keine/r besser helfen kann, als Personen, die selbst einmal als Flüchtling ins Land gekommen sind und mit den erwähnten Themen vertraut sind.
Mein Name ist Mojtaba. Vor ungefähr zehn Jahren bin ich als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Österreich gekommen. Meine Schwester, Sohela, ist 2010 gemeinsam mit meinen Eltern nachgekommen. Wir beide können uns sehr gut an jene Zeit erinnern, in der wir der deutschen Sprache nicht mächtig waren und mit vielen gesellschaftlichen Themen zu kämpfen hatten: Von Austausch mit unseren Mitmenschen in der neuen Gesellschaft, bis hin zur Bewältigung des Schulalltags.
Uns war von Anfang an klar: wenn wir hier Fuß fassen möchten, dann als erstes die Sprache lernen, um mit unserer Umgebung kommunizieren zu können und uns im Unterricht zurecht zu finden. Sprache ist essenziell für die Integration!
Uns war es ebenfalls wichtig, mit den Einheimischen in Kontakt treten zu können, ihre Kultur und Gebräuche kennenzulernen. Genauso geht es allen Menschen, die in ein fremdes Land flüchten.
Meine Schwester und ich möchten diesen Menschen mit unserer eigenen Erfahrung helfen.
Seit März dieses Jahres halten wir im Auftrag der Stadt Wien Workshops für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Im Rahmen dieser Willkommens-Workshops versuchen wir, die Jugendlichen mit dem Bildungs- und Asylsystem vertraut zu machen. Wir behandeln mit ihnen auch die Themen „Kultur und Religion“. Hier besprechen wir mit ihnen die Geschichte Österreichs, Gebräuche und Traditionen, die Religionsfreiheit und Geschlechterrolle, Akzeptanz und Toleranz und ebenfalls die Gemeinsamkeiten, die wir alle mit einander teilen. Ziel dieser Workshops ist es, den Jugendlichen, die Orientierung in ihrer neuen Lebenswelt zu erleichtern.

Auch der Kurier berichtete über diese Workshops: https://m.kurier.at/chronik/wien/stadt-wien-klaert-jugendliche-fluechtlinge-auf/222.704.154

(c) Titelbild: Kurier/Juerg Christandl

Kickboxen-Weltmeisterschaftserfolge in Orlando, USA

“Kumm scho Orhan! Nur no 20 Sekunden!” waren die Rufe, die man hörte bevor es vorbei war. Aber fangen wir ganz am Anfang an:

Alles begann mit dem Flug am 22.September in die Vereinigte Staaten, welcher nicht so reibungslos verlief wie erhofft. Ich wurde zwei Mal von der Homeland Security kontrolliert – einmal in Zürich(Abflug) und einmal in Orlando(Ankunft). Nach den Sicherheitskontrollen in Orlando ging es erst mal ins Hotel und danach in ein amerikanisches Restaurant. Der Jetlag war kaum zu spüren, jedoch war es komisch, wenn man in Zürich um 08.00 Uhr abfliegt und nach 12 Stunden um 17.00 Uhr ankommt.

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Nichts desto trotz wurde am 3.Tag in Amerika, dem 24.September, fleißig trainiert. Eins muss man dazu noch sagen: Orlando an sich ist klimatisch sehr warm und feucht, aber sobald man einen geschlossenen Raum betritt, fühlt man sich wie bei uns in Österreich – überall bis zu 20°C klimatisiert. Wichtig dabei war aber, sich bei Belastung an die feuchte und warme Umgebungsluft zu gewöhnen und somit die Akklimatisierungsphase abschließen zu können. Danach folgte die offizielle Eröffnungsfeier der Weltmeisterschaft.

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Am Montag, dem 26.September, fing die Meisterschaft auch schon an. Am ersten Tag des Turniers kamen die Vorrunden für Formen bzw. die Mädchen-Kategorien dran. Für mich hieß es zuschauen und die Mädchen aus dem Team unterstützen. Nach 4 Tagen warten konnte ich dann endlich am Dienstag, den 27.September, auf meiner ersten Weltmeisterschaft starten. Wegen der einstündigen Aufwärmphase war ich auch bestens vorbereitet auf den Kampf. Mein erster Kampf war gegen einen Amerikaner. Trotz der Nervosität konnte ich den Gegner mit 2 Punkten Differenz besiegen und somit in die nächste Runde aufsteigen. Mein nächster Gegner war wieder ein Amerikane. Bei ca. 200 Amerikanern bei der Meisterschaft war das kein Wunder. Diesen analysierte ich von vornherein und wusste somit auf was ich achten muss. Diesmal musste ich mich besonders konzentrieren, da der Gegner ein Weltmeister-Favorit war, also ein schwieriger Gegner. Gegen Ende war es sogar noch ziemlich knapp, weil der Amerikaner ein Punkt in Führung war und ich in den letzten Sekunden das Unentschieden geholt hab und mir somit die eine Minute Verlängerung holen konnte. In der Verlängerung habe ich dem Favoriten aber keine Chance gegeben und mit 3 Punkten Führung mich ins Finale gekämpft. Somit war das Schwierigste schon getan.

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Am Mittwoch war für die Mädchen-Kategorien das Finale und wieder mussten wir das Team anfeuern. Den restlichen Tag nutzten wir für die Analyse des Finalgegners aus Guatemala.  Aus der Analyse konnte ich ungefähr herausfinden wie mein nächster Gegner kämpft und mich somit ihm anpassen. Das einzige Problem war, dass das gegnerische Team mich ebenfalls analysierte, also musste ich überlegt und ohne Fehler kämpfen.

Nun kam der Tag auf den ich mich so lang vorbereitet hab. Der Donnerstag bzw. der Finaltag für alle Männer-Kategorien. Hier kam ich ziemlich schnell dran und stand auf einmal auf der Matte vor meinem Gegner. “Nur vier Minuten und ich könnte Weltmeister werden”, dachte ich mir andauernd um mich zu beruhigen. Ich wusste, wenn es los geht darf ich keine Fehler machen und keine Chancen verpassen. “Fighter, ready? Shake hands. FIGHT!”, sagte der Schiedsrichter und startete den Kampf. Ich habe den ersten Punkt geholt und hatte direkt die Führungsrolle gesichert. Jetzt musste ich nur noch warten, ihn angreifen lassen und kontern. Somit hatte ich für die erste Hälfte meine Strategie. In der zweiten Hälfte stand ich schon in Führung und durfte diese Führung egal was passiert nicht verlieren. Also habe ich Druck gemacht und Angriffe vorgetäuscht, damit die Führungsrolle erhalten blieb. Mit dieser Taktik habe ich am Schluss mein Finalgegner besiegt und konnte eine goldene Medaille mit nach Hause nehmen.

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Zusammengefasst kann ich sagen, dass es schön war so viele Menschen zu treffen, die alle das gleiche Ziel haben. Ich nahm nicht nur eine goldene Medaille mit nach Hause, sondern auch sehr viel Erfahrung was das Kämpfen betrifft, da ich den verschiedenen Kämpfern aus verschiedenen Ländern zuschauen konnte. Außerdem wollte ich immer mal nach Amerika, diesen Wunsch konnte ich mir damit auch erfüllen. Das Ziel ist nun die nächste WM in Irland!

 

– Orhan Cebe

 

Plant future – Planting trees against social issues

Ein Bericht aus der Reihe: WO ENGAGIERT SICH START?
von START-Alumna Mechanaz Kabir:

Ich habe in den Sommerferien 7 Wochen in Bangladesch verbracht & dort so einiges Spannendes erlebt. Unter anderem kam unserem „district-governor“ zu Ohren, dass ich in Österreich so engagiert sei, und hat mich daher eingeladen mich an einem Projekt zu beteiligen.

Es ging darum Setzlinge zu pflanzen, um etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. Denn wenn die globale Temperatur weiterhin so steigt, wird Bangladesch bald nicht mehr existieren. Um auch Jugendliche mit dieser Botschaft zu erreichen sind wir durch Schulen getourt, haben Setzlinge verteilt & eingepflanzt. Außerdem haben wir die Gelegenheit genutzt um mit ihnen darüber zu sprechen, dass der Dschihad eigentlich nichts mit dem Islam zu tun hat, der falsche Weg ist, …

Auch haben wir über das Verbot der Kinderehen gesprochen, was mir besonders am Herzen lag. Die SchülerInnen hatten zugleich die Gelegenheit ihrem „district-governor“ persönlich zu zeigen, in welchem miserablen Zustand die Schulen teilweise waren & welche spezifischen Probleme die Schulen im Einzelnen haben.

Genaueres dazu hier in Mechis ausführlichem Bericht auf Englisch:

Plant future – Planting trees against social issues

Most of my peers spend their holidays earning money with summer jobs, spending quality time by the sea side or visiting friends and family. The latter was what I intended to do: visiting relatives in the country of my roots, Bangladesh. Yet, once again the saying “firstly things turn out differently secondly than you think” proves to be true. So instead of travelling the country of Bengal to visit friends and family I travelled it to visit schools, plant trees and raise awareness for global warming, terrorism and child marriages.

Devastating natural catastrophes
To start from scratch, since I was little, whenever somebody asked me to describe Bangladesh, I mostly answered with “Green. The country is so green, even the ponds are green over there.” However, this summer, I had to learn that only 14% of the country’s surface is covered with trees, whereas it has been said, even though it has been said, that one quarter of a country should be covered with plants to maintain the balance of CO2 Emissions. It is hard to imagine what extent these catastrophes could have with the accelerated sea level rise since Bangladesh isn’t only one of the world’s poorest nations but also the country most vulnerable to sea-level rise. The geographical location of Bangladesh and its geomorphic conditions have made the country easily vulnerable to natural disasters such as storm surges, floods, tropical surges, tornados, droughts and river bank erosions. The population has already been severely affected by events in the past which caused damage up to 100 km inland. It is estimated that a rise of 1, 5 m would inundate 16% of the country which would affect 15% of the Bengali population, respectively.

Plan(t)s to save the world – or at least a little part of it
One little deed among loads and loads of possibilities to counteract global warming is planting trees. Trees not only cool and moisten our air and fill it with oxygen, they also help balance the earth’s carbon budget. This is why the governor of our home district Mymensingh decided to initiate the project “plant future”. In order to reach out to a big part of the population, but especially the younger generation, he invited me to a cup of masala chai – what else? – to discuss the project in detail. At the end of the week and several cups of chai later we finally had a strategy on where our mission was headed.

Disguise in blessing – horrible school conditions
The basic concept was to tour from school to school. Each school got a certain amount of money beforehand, so they would be able to buy seedlings of various trees. Most of them were fruit trees, like jackfruits – the national fruit of Bangladesh, mangoes, starfruits, oranges and others. Then we planned a consultation with several schools, including everyone between small rural primary schools to big city colleges, to meet pupils, talk to and with them and plant the little trees together. They arranged beautiful dancing choreographies, recited famous poems, sung various songs and held amazing speeches of gratitude. What most of the schools didn’t miss out on either was to point out how miserable the facilities were. I was shattered to see in what conditions some schools were when I saw everything, from overcrowded classrooms over missing roads to schools to badly equipped or even non-existing restrooms. The governmental representatives were very zealous to note down the problems and promised to tackle them as soon as possible but in all honesty; I doubt that there will be any changes made concerning better school facilities any time soon.

Fighting against the “holy war”
However, our main motive was to tackle some severe problems in Bangladesh or at least raise awareness for them. This is why we had discussions about climate change, the greenhouse effect and what could be done against it. Yet, it’s not only global warming which is a serious matter. Youngsters from all over the globe are travelling to Syria to join the so called “holy war”, the jihad and Bangladesh and for Bangladesh it is not any different. Since 90% of the population’s confession is Islam the chances to be radicalised is even higher. So we talked to the kids and teens about Islam, the religion of peace. We told them that peace and blindfold killing do not align. Leaving their family who loves them for strangers who thrust for blood cannot be what God wants. Of course we did not only talk; we gave out numbers to call if someone had a sneaking suspicion that someone from their close circle is endangered.

Girls not brides
Nevertheless the recruiting for the jihad is a minor problem compared to child marriages. Despite it being illegal, Bangladesh has the highest rate of child marriage for girls under the age of 15 in the world. 65% of girls are married by their 18th birthday and 29% by the age of 15, according to UNICEF. What is more, though boys are sometimes married as children, girls are disproportionately the most affected.

A reason for the deep-rooted tradition are social implications. If a child doesn’t get married at an early age everyone in the community will talk about it. So not only to maintain family honour but also to keep women under control, girls are married at a very young age. But it’s not only the fear to lose the family’s honour, often other crimes such as rape are feared. For example, girls are not seen as eligible for marriage if they are not virgins. Moreover, unmarried girls may engage in illicit relationships. The fear, that the family might be unable to find a groom for grown women in their economic social group plays a great role as well. Extreme poverty may make daughters an economic burden on the family too, which may be solved by their early marriage. Poor often view marriage as a means to ensure their daughter’s financial security, particularly if she lacks family members to provide for her.
But these child brides are not only extradited to domestic violence and domestic rape, pregnancy and child birth can cause significant damage to their undeveloped body as well.
Even though there are organisations who are trying to stop child marriage, the laws are hard to enforce. The families circumvent the ban by making fake birth certificates, for instance.

Give it one more try
Despite those hope-breaking facts I had to do something against it. At least I had to try. Since I was a little girl I dreamt of fighting for girl’s and women’s rights as I realised pretty soon that in countries like Bangladesh the female gender was valued very little if at all. And with “plant future” I got a little closer to that dream. So while touring from school to school, we didn’t only speak about global warming and that the holy war was a crime against humanity, but also clarified that it is against the law to marry as a minor. If someone suspected to be married off, there are many ways to get help. We gave out numbers of organisations and also a representative of the government, who will first come undercover in civvies to assess the situation. If they remark that illegal actions are set, they first clear up the family about the legal situation since many of them are not even aware that there is really a law against child marriage. But if the dialogue does not bear fruits the father, brothers and the groom will be taken to jail. (It’s the male family members because females do not have a voice anyways.)  Or at least the family will have to pay high fines. But often it is not the punishment by law, which is feared most, but the dishonour the family will receive (higher level).

When the root is deep there is no reason to fear the wind
To put in a nutshell, I had a very exciting vacation in Bangladesh, where I could not only learn more about my roots but also plant many of them. I hope these planted trees will bear fruits and the addressed issues like global warming, bad school facilities, terrorism and child marriage will become a minor problem the next time I’ll visit my planted roots and trees.