Nichts sehen, viel erleben bei Dialog im Dunkeln

Ein beeindruckender und zum Nachdenken anregender Besuch bei Dialog im Dunkeln. Unter dem Motto “nichts sehen, viel erleben” konnten unsere START-Wien Stipendiat*innen für einige Zeit in die Lebensrealitäten von blinden Menschen eintauchen.

Der Besuch bei Dialog im Dunkeln, die Führung und vor allem das anschließende Gespräch und die Reflexionsrunde berührten viele Herzen. Danke an unseren Guide Sabi für die Offenheit und die persönlichen Einblicke. START-Wien Stipendat Sahel berichtet vom und reflektiert das Erlebte.

16.11.2019 um 18:30 treffen wir uns alle im ersten Bezirk. 16 Leute. Manche sehen müde aus, aber doch irgendwie aufgeregt und gespannt. Sie sprechen über den dunkeln Raum. Alle von uns hatten schon etwas über diese Führung von Blinden in Wien gehört. Es war Zeit, endlich war es Zeit reinzugehen. Mein Herz fängt an zu klopfen. Bei der Rezeption wird uns alle wichtige gesagt, wir werden in zwei Gruppen aufgeteilt, bekommen einen Schlüssel, um unsere Jacken, Taschen und am wichtigsten unsere leuchtenden Gegenstände wie Handys und Uhren wegzusperren.
Langsam bereiteten wir uns vor eine andere Welt zu entdecken, sich mal in eine andere Rolle zu versetzen und die Welt und Umgebung anders zu betrachten. Eine Welt nur mit einer Farbe, eine monochrome Welt. Wie unvorstellbar für wählerische Leute. Aber manche akzeptieren das mit Stolz und ziehen es durch.

Wir nahmen die ersten Schritte, um unseren Guide zu finden. Der Weg wurde vorher von einem Mitarbeiter beschrieben. Ein ziemlich kurzer Weg laut dem Mitarbeiter. Wir fühlten uns ein wening sicherer, weil wir einen Stock erhielten und neben einer Wand laufen durften, damit wir nicht irgendwohin anrennen. Im Gang verschwand das Licht langsam und nach einer Kurve herrschte überall eine hässliche Stille und Dunkelheit. Alle waren geschockt, aber versuchten stark und cool zu bleiben. Zumindest wollte keiner peinlich auffallen und „Schwäche“ zeigen. Wie im Gänsemarsch gehen wir, einige halten sich an die vordere Person fest, damit sie sich nicht verlaufen und sich sicher fühlen. Schließlich gelangten wir zu unseren Guide Sabi und freuten uns, dass jemand bei uns ist und sich in diesem schwarzen Loch auskennt. Sabi erklärte uns, was alles wir fühlen werden und wie wir uns am besten orientieren sollen. Er führte uns in einen Park, zumindest herrschte das Gefühl sich in einem Naturpark zu befinden. Weiter vorne erwartete uns eine Brücke.  Wir mussten über die Brücke gehen und demnächst eine Hängebrücke, die beweglich war, überqueren. Man konnte sich zu unserem Glück an zwei Seile, auf den Seiten, festhalten. Als nächstes kam die Simulation blind die Straße zu überqueren. Eine laute Straße, brummende Automotoren, Menschen, die Gespräche führen. Irgendwie fühlte man sich – so ging es mir zumindest – unter Druck. Die Nervosität wuchs. Die Ampel klang grün, wird überquerten die Straße. Nach dem hektischen Gefühl, einem pochenden Herzen, kommt „jetzt eine spannende Stelle“ (Sabi), wir steigen in ein Boot.
Im Boot herrschte Frieden und war alles ruhig. Wir verbrachten eine Weile im Boot und stellten dem Guide ein paar Fragen. Er meinte, er beantworte zum Schluss all, auf unserer Zunge brennenden, Fragen, da wir nach der Tour eine anschließende Diskussionsrunde haben.

Als nächstes führte uns Sabi in ein Geschäft. Es standen ein paar Tische mit allen möglichen draufbefindlichen Dingen und Lebewesen rundherum. Durch streicheln sollten wir raten, was die Dinge seien können. Für manche von uns, ganz schwierig, bloß mit geschlossenen Augen die Gegenstände zuordnen zu können. Wie schwierig muss es dann für die blinde Menschen sein, die nicht mal wissen, wie diese Dinge wirklich aussehen, weil sie es nie gesehen haben, nie sehen konnten. Somit erlebten wir auch, wie es den blinden Menschen geht, wenn er oder sie in ein Geschäft geht und etwas einkaufen möchte.

Am Ende der Tour angelangt, begaben wir uns in die Bar. Es gab die Möglichkeit, sich etwas zu trinken zu bestellen, zu zahlen, als ganz normal, als ob wir in einem beleuchteten Bar säßen. Das Getränk zu trinken, war das einzig an die Unmöglichkeit grenzende. Unmöglich in der Dunkelheit zu trinken. Nach einer kurzen Unterhaltung in der Bar machten uns am Weg nach draußen. Wir freuten uns sehr für uns, aber der anderen Seite hatten wir, ich ein komisches Gefühl, Mitleid wegen unseren Guides, für die keinen Unterschied machen würde, es egal wäre, komplett egal, dass wir in die Helligkeit gehen. Er hätte trotzdem nur Schwarz gesehen.

Nach einer kurzen Pause gehen wir alle in einen Besprechungsraum und fragen Sabi aus. Fragen, wie: „Wie hast du dich als Kind gefühlt?“, „In welcher Form träumst du?“ und zigtausend andere Fragen, die keine erfreuliche Antwort erklingen ließen. Die Antworten waren für uns unerfreulich, aber er akzeptierte sein Leben, sich, wie er ist. Wir alle waren begeistert, gerührt. Von seinem Verhalten her merkte man, dass er ein positiver und starker Mensch ist. Vielleich ist das Leben manchmal sehr unfair und gemein, aber die Menschen haben die Fähigkeit, dagegen zu wirken und das beste herauszubekommen/daraus zu machen.

Eine außergewöhnliche Erfahrung, die einen nachhaltigen Eindruck bei unseren Stipendiat*innen hinterlassen hat:

Die meisten von uns wissen, dass man über etwas, das man selbst nie durchlebt hat, nicht reden kann, bis es einem selbst wiederfährt. Blind zu sein, ist einer dieser Situationen/ ist genau eines davon. Denn, wenn man nicht blind ist, kann man nicht sagen, was sie durchmachen, was für eine Darstellungen sie von der Welt haben usw. Dank dem Workshop “Dialog im Dunkeln” hatte ich die Möglichkeit, mich in die Lage eines nichtsehenden Menschen zu versetzen. Am Anfang war es sehr traurig, aber als ich bemerkte, wie stark, ausgezeichnet und toll Sabi – als unsehender Mann – ist und wie er die Welt sieht, war ich entzückt ihn kennengelernt zu haben. Seine Rede macht manche noch sehender! -Sakaria

Dialog im Dunkeln hat mir gezeigt, wie die Welt für blinde Personen aussieht und wie selbstverständlich ich das Sehen im Alltag genommen habe. Seit dem Workshop schätze ich so einiges mehr und mein Respekt an der Blinden Community ist nur noch mehr gestiegen! Ich würde es jeden nur weiterempfehlen! -Jovana

Dialog im Dunkeln ist eines der besten Workshops, die ich je besucht habe, weil es außerordentlich war und ich mir sehr viele Gedanken dazu im Nachhinein gemacht habe. Sabi, unser Guide ist ein sehr vertrauenswürdiger und offener Mensch, der uns seine Seele geöffnet und uns in seine Welt eingelassen hat. Ich bewundere ihn sehr und freue mich, dass ich ihn kennengelernt habe! -Mariana

Neben dem Hands Up Workshop ist Dialog im Dunkeln einer der besten, von Start gebuchten, Veranstaltungen überhaupt. Man kriegt einen Einblick ins Leben eines blinden Menschen und taucht in eine unbekannte Welt ein. Ich bin froh, dass ich sowohl hören als auch sehen kann, aber ich muss zugeben, dass die eine Stunde ohne visuelle Reize angenehm war. Wir leben in einem Zeitalter in der wir tagtäglich von Reizen überflutet werden und da ist es angenehm ein oder zwei Stunden lang abgekoppelt zu sein. -Ebru

Dialog im Dunkeln hat mir super gefallen; vor allem die Diskussionsrunde, da wir die Möglichkeit hatten, Fragen zu stellen. -Abbas

Für mich war es schon das zweite mal, dass ich am Dialog im Dunkeln teilnahm und dennoch ist das Blindenleben für mich unvorstellbar, auch wenn die Situation immer klarer wird. So sehr Dialog im Dunkeln uns dem Blindenleben auch näher bringt, kann es nie die Realität wiederspiegeln. Denn im echten Leben gibt es keine Wand, kein Gelände, auf der linken Seite an dem wir uns orientieren können. Ich echten Leben wären wir auf uns gestellt, alleine, wir hätten keinen Guide, der uns sagen würde: „Gleich kommt eine scharfe Kurve“ oder „Achtung: Kopf ducken!“, wie die Tourguides dies taten. Nein, das echte Leben eines Bilden, ist für uns unvorstellbar. Traurig ist auch die Tatsache, dass sie aufgrund eines nicht funktionsfähigen Organs benachteiligt werden. Beispielsweise am Arbeitsmarkt. Sie müssen gefördert und ermutigt werden! Zudem müssen wir ihnen mehr Möglichkeiten ermöglichen, an sie denken. Sie nicht im Dunkeln lassen, in der Dunkelheit, in völliger Schwärze! Obwohl sie kein Licht, keine Farben, nichts sehen können, strahlen sie in all dem Dunkeln in den buntesten Farben. Denn sie – die Tourguides zumindest – sehen die Dinge nicht mit den Augen, sondern mit dem Herzen. Ihre Worte brachten mich nicht nur zum nachdenken, sondern trafen meinen Herzen. Letztlich kann ich sagen, dass Dialog im Dunkeln eine tolle Gelegenheit bietet, um nachvollziehen zu können, wie das Leben in der Dunkelheit, in völliger Schwärze ist. Ich kann es nur jeder und jedem empfehlen. Einmal ist ein muss! -Fatema

Es war unvorstellbar für mich, mich im Dunkeln mit einem Blindenstock zu recht zu finden, ständig, im Sekundentakt, benötigte ich Hilfe. Nach der Führung, teilte einer der Tourguides seine Lebensgeschichte und beantwortete unsere Fragen. Nach all dem Erlebten und Geschichten an diesem Tag, habe ich mir gedacht – man muss immer dankbar sein. -Himanshi

Ich habe die Welt anders wahrgenommen und ich fand es sehr schön, mal nichts sehen, aber nur hören und spüren zu können. Dank dem Workshop habe ich nun eine bessere Vorstellung, wie es den Blinden geht. Außerdem glaube ich, dass die blinden Menschen sehr barmherzig sein können, weil sie eben kein schwarz und weiß kennen und keine vorschnellen Urteile treffen. Es war für mich so beeindruckend, dass ich mir gewünscht habe, ich wäre blind. Also was ich sagen möchte, ist, dass der Workshop einfach empfehlenswert ist. Man sollte einmal im Leben ins Dunkle gehen und somit blind werden, damit man die Welt aus einer anderen Perspektiv sehen kann. -Sabiha

Japan Unlimited

Das MuseumsQuartier Wien hat START-Wien zu einer exklusiven Kuratorenführung mit Kurator Marcello Farabegoli eingeladen. START-Wien Stipendiatin Elaa berichtet über die provokante und aufsehenerregende Ausstellung “Japan Unlimited”.

Am 15.11.2019 besuchten wir in einer Kleingruppe das Museumsquartier, um die Ausstellung „Japan Unlimited“ zu besichtigen. Die Ausstellung wurde von Marcello Farabegoli, ein immigrierter Italiener, kuratiert.

Die Führung begann mit dem Kunstwerk von Chim↑Pom namens „Making the sky of Hiroshima PIKA! “ und zeigte ein Bild von Hiroshimas Friedensdenkmal (Atombombenkuppel), wo über das Denkmal mit weißer Rauchspur das Wort „ピカツ“ (pika don) steht. Das Wort „pika“ bedeutet so viel wie Lichtblitz und „don“ bedeutet Donner. Für einen normalen Betrachter würde das Kustwerk nicht so schlimm aussehen, provozierend wirken, aber die Hibakusha (Atombombenüberlebenden) haben sich beschwert. Weiteres war ein Video von Chim↑Pom namens „KI-AI 100“. Im Video sieht man Chim↑Pom mit Jugendlichen aus Soma City, eine Stadt die von Erdbeben und Strahlung aufgrund der Nähe zu Fukushima betroffen war, im Kreis wie eine Koordinationsübung praktiziert wird. Anhand von hundert „KI-AI“-Kampfschreien wird Energie durch das Ausatmen gesammelt, um durch diese Technik Kraft für den Wiederaufbau der Stadt zu gewinnen.

Auch wurde eine Animation vom Künstler Momoyo Torimitsu gezeigt, basiert auf einer Fotografie, die auf der Pressekonferenz aufgenommen wurde, bei der sich die CEOs von Tepco (Toky Electric Power Company) nach der Atomkatastrophe entschuldigen. Momoyo Torimetsu zeigt die Tepco-CEOs als Alien-Marionetten, wie sie auf und nieder schweben und sich im Endlosloop immer wieder verbeugen.
Ein weiteres Werk, das mich am meisten fasziniert hat, war ein Musikvideo von Sputniko!. Im Video ging es um eine Menstruation-Maschine, die anderen Geschlechtern eine Simulation der Periode erleben/erfahren/spüren lässt. Menstruation war und ist in vielen Kulturen/Gesellschaften ein Tabu Thema. Frauen werden als „schmutzig“ bezeichnet. Meiner Meinung nach ist das völlig absurd. Ohne Frauen würde eine Gesellschaft aussterben, sie sind diejenigen, die die Kinder auf die Welt bringen und diesen Schmerz aushalten müssen.

Neben diesem Opus gab es noch mehr künstlerische Werke, über die ich schreiben könnte, doch dann würde ich keinen Bericht, sondern einen Roman verfassen müssen.

Der Workshop hat mir sehr gut gefallen, mein Wissen über Japan war sehr gering, und beschränkte sich nur auf die Katastrophen, die Atombombe, die in Hiroshima und Nagasaki schwerwiegende Schade anrichtete. Es war auch sehr interessant von jemandem über die kritische Lage und Situation in Japan zu hören, dass wobei er selbst nicht aus Japan stammt, aber so viele Wissen und Informationen über Japan verfügt. Es gibt sehr wenige Leute, die sich für andere einsetzen, um ein besseres Zusammenleben zu schaffen. – Zakaria

Die Ausstellung “Japan Unlimited” war sehr interessant. Wir haben über kulturelle Unterschiede in Sachen Benehmen, aber auch staatliche Zensur Japans erfahren. Vor allem über Angelegenheiten wie der Kaiser, Atombomben und Fukushima sind heikle Themen in Japan. – Shawn

Ich fand diesen Workshop sehr lehrreich und interessant, da wir so viel neues über Japan, ihre Kunst und Kultur gelernt haben! – Jovana

Der Workshop Japan Unlimited hat mir nicht wirklich meinen Geschmack in Richtung Kunst getroffen, daher hat es mir um ehrlich zu sein auch nicht sonderlich gut gefallen. Die Message war auch nicht immer klar, somit habe ich vieles nicht verstanden. – Abbas

Die Führung hat mir sehr gefallen, da sie uns den japanischen Normen und Verhaltensweisen, die sich von unseren sehr unterscheiden, näher gebracht hat. Besonders interessant fand ich jedoch die Provokation hinter den künstlerischen Werken. – Zahra

Meine Sicht von der Welt wurde durch diese Ausstellung vergrößert. All diese mutigen KünstlerInnen, die gegen die Gesellschaft arbeiteten und eine andere Seite von Japan zeigten, sind so talentiert und einfach nur faszinierend! – Elaa

START-Wien Newsletter Herbst 2019

Science needs Women – For Women in Science!

Am 4.11.2019 wurden die L’ORÉAL Österreich Stipendien FOR WOMEN IN SCIENCE zum 13. Mal in einem feierlichen Akt im großen Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften vergeben.

16 START-Wien Stipendiat*innen waren auf Einladung von START-Wien Förderer `L’ORÉAL Österreich dabei und durften im Anschluss an die Feier die Forscherinnen und Rolemodels persönlich kennenlernen.

Heuer wurden folgende vier Grundlagenforscherinnen ausgezeichnet:

  • Johanna Gassler, MSc, Entwicklungsbiologin am Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA)
  • DI Anela Lolic, Logikerin an der Technischen Universität Wien
  • Vedrana Šlipogor, MSc, Kognitionsbiologin an der Universität Wien
  • DI Katrin Unger, Materialwissenschafterin an der Technischen Universität Graz

Die geförderten Projekte beschäftigen sich mit äußert relevanten wissenschaftlichen Fragen, und zwar: Wie aus einer einzelnen Zelle – der befruchteten Eizelle – ein komplexes Lebewesen mit verschiedenen spezialisierten Zelltypen entsteht; mit der Erstellung einer Sprache – eines Kalküls – um Informationen aus mathematischen Beweisen zu gewinnen; mit Persönlichkeit und sozialem Lernen bei hochsozialen Primaten und schließlich mit der Entwicklung von entfernbaren Tattoo-Sensoren zur Bestimmung des Säuregehalts der Haut für die medizinische Diagnostik. Mit den erzielten Ergebnissen werden die jungen Forscherinnen wesentliche Beiträge zum wissenschaftlichen Fortschritt leisten.  Hier finden Sie Hintergrundinformationen zu den spannenden Forscherinnen und ihren Arbeiten.

Vielen Dank für die Einladung zu diesem tollen Event!

Fotos: c_EvaKelety / L`Oreal Österreich

Blick ins C3 – Bibliothek für Entwicklungspolitik

An einem kalten Nachmittag an Halloween 2019 haben sich 8 Stipis getroffen, um eine kleine Führung in der C3-Bibliothek zu haben und sich über die Themenauswahl bzw. -eingrenzung bei der VWA sowie Diplomarbeit, relevante Literatur und Informationsquellen zu informieren.

Uns wurde die verschiedenen Bereiche der Bibliothek gezeigt, anschließend wo und wie man Bücher/Handbücher/Zeitschriften finden kann. Was für uns, die teilweise vor VWA oder Diplomarbeit stehen, relevanter erschien, war, wie man von einem Themenbereich zu einer konkreten Fragestellung bzw. einem präzisen Titel für seine VWA/DA kommt, was anhand einer PowerPoint Präsentation sehr schön erklärt wurde.

Dass ein Thema aus dem Bereich “Internationale Entwicklung” eine gute Auswahl wäre, wurde uns ebenfalls anhand Beispielen geschildert. Am Ende mussten wir eine Aufgabe lösen, um zu wissen, ob wir uns in der Bibliothek gut auskennen, wessen Resultat sehr positiv ankam. Dann wurden wir zu einer Festveranstaltung des C3 eingeladen. Nachdem wir unseren Bibliothek-Ausweis bekommen haben, sind wir zufrieden und fröhlich auf dem Weg nach Hause gegangen. (Ein Bericht von START-Wien Stipendiatin Sabiha.)

Wir bedanken uns bei Frau Andrea Ruscher für den Workshop und die sehr wertvollen Tipps rundum Literatur, Informationsquellen und Themenauswahl.

Ich fand den Workshop wirklich hilfreich, da sie uns zu jedem Tipp auch leicht verständliche Beispiele gegeben hat. Die Vermittlerin hat sehr deutlich und frei gesprochen sodass man sehr gut folgen konnte und man hat gemerkt, dass sie Erfahrung hatte. Mir hat’s auf jeden Fall sehr gut gefallen und ich würde es weiterempfehlen. -Zahra

Die/der Klügste weiß, welcher Büchern sie/er lesen soll. Andrea Ruscher, eine sehr nette, sympathische und freundliche Bibliothekarin. Danke Ihr, jetzt kenne ich mich besser mit Büchern aus und wenn ich mich in einem Bibliothek befinde, weiß ich dann gleich, wo ich das richtige Buch finden kann. -Sakaria

FLiP – Erste Financial Life Park

START-Wien besuchte wiederholt in den Herbstferien das FLiP, den Financial Life Park der ERSTE Group. Bei unseren vorherigen Besuchen haben wir viel über das Bankwesen und die globalen Zusammenhänge von Finanzen gelernt und widmeten uns den Auswirkungen von Globalisierung und den eigenen Finanzen. Dieses Mal schlüpften wir in die Rollen von Expert*innen und haben uns nicht nur mit den eigenen Finanzen, sondern darüber hinaus auch das Haushaltsbudget von Lebensgemeinschaften und Familien mit Kind angesehen. Das Learning Center bietet in einer sehr interaktiven Form verschieden Workshops für viele Altersgruppen an.

Nach einer kurzen Einführung zu der Entstehung und dem Konzept des FLiPs wurden die START-Wien Jugendlichen mit dem FLiP-Wallet – einem Tablet – ausgestattet und begannen die interaktive Tour. Bei der ersten Station widmeten wir uns den Lebensbereichen und der Einschätzung des Budgets. Wie viel sollten wir für den Wohnraum einplanen? Wie viel für Lebensmittel und Freizeit? Und sollten wir lieber sparen oder einen Urlaub einplanen? Dabei schlüpften die Jugendlichen in die unterschiedlichsten Rollen (Alter und Einkommenssituation variiert dabei sehr stark) und durften ihr Budget planen. Dabei konnten wir über unseren eigenen Konsum reflektieren und uns vor Augen halten wie viel wir tatsächlich für Kleidung, Technik und Freizeit ausgeben.

Bei der nächsten Station wurde es dann sportlicher, denn ein Teammitglied durfte Fahrradfahren. Das eine Team “schummelte” und behalf sich mit der Suche im Internet, daher dauerte das Beantworten der Fragen länger, das andere spielte schnell, jedoch stieg der Fahrradfahrer kurz vom Rad runter und betätigte händisch die Pedale. Ein Quiz, das erschöpft und den Wissenshunger anregt. Beide Teams haben sich ganz gut geschlagen. Und dann ging es in einen ehemaligen Kundentresor..

An dieser Stelle möchten wir euch nicht zu viel verraten wie die Tour weiter ging, denn wir können euch einen Besuch im FLiP nur empfehlen! Ein spannender Workshop mit viel Alltagsbezug. Danke an unseren Vermittler, der die Tour sehr diskussionsreich gestaltet hat!

Die Pläne der START-Wien Absolvent*innen 2018/2019

Auch die START-Zeit geht einmal zu Ende, und so mussten wir uns am 24. 10 von 12 Stipendiat*innen, die erfolgreich das Programm beendet haben, verabschieden. Aber wie geht es nun weiter? Gibt es tatsächlich ein Leben nach START?
Hier finden Sie die Lebens- und Studienpläne unserer frischgebackenen Absolvent*innen:

Yunadi BAYDULAEV
20 Jahre
Pate: Michael Satke
Herkunft: Tschetschenien

Aktuell: Berufstätigkeit
Studium: Selbsterhalterstipendium
und Rechtswissenschaften
an der Universität Wien

Erem CELEBI
18 Jahre
Pate: MA 40 – Mittelschulstipendienstiftung
Herkunft: Türkei

Aktuell: Zivildienst
Studium: Physik
an der Universität Wien

Gamze CETIN
18 Jahre
Pate: Crespo Foundation
Herkunft: Türkei

Studium: Biologie
an der Universität Wien

Salma DAWOUD
19 Jahre
Pate: MA 40 – Mittelschulstipendienstiftung
Herkunft: Ägypten

Studium: Clinical Engineering
an der FH Campus Wien

Wimasha Lisney FERNANDO
21 Jahre
Pate: Wiener Börse
Herkunft: Sri Lanka

Studium: BWL
an der Wirtschaftsuniversität Wien

Samira HEMATI
21 Jahre
Pate: Oebb Infra
Herkunft: Afghanistan

Studium: Rechtswissenschaften
an der Universität Wien

Azizullah HOWAIDA
21 Jahre
Pate: Constantia Flexibles Group Gmbh
Herkunft: Afghanistan

Studium: Elektrotechnik
an der FH Technikum

Mariama IBRAHIM MIKO
19 Jahre
Pate: Familie Gantenbein
Herkunft: Niger

Aktuell: Berufsschule, Lehre Magda´s Wien
Ausbildung: Lehre Hotelfachfrau

Munira MOHAMUD
18 Jahre
Pate: Familie Gantenbein
Herkunft: Somalia

Aktuell: Freiwilliges Soziales Jahr in Tunesien, danach ein Studium im Bereich Internationales /NGO´s

Saida REZAI
19 Jahre
Pate: Constantia Flexibles Group Gmbh
Herkunft: Afghanistan

Studium: Lebensmittel- und Biotechnologie
an der Universität für Bodenkultur Wien

Marzia SULEIMANLI
19 Jahre
Pate: L`Oréal Österreich
Herkunft: Aserbaidschan

Studium: Mathematik
an der Universität Wien

Leeroy Mike TANGWENA
22 Jahre
Pate: Wiener Börse
Herkunft: Simbabwe

Aktuell: Berufstätigkeit bei Wiener Börse
Ausbildung: Abschluss HTL

START-Wien Begrüßungsfeier & Verabschiedung der Absolvent*innen

Am 24. Oktober 2019 fand im Wifi Wien die 14 Begrüßungsfeier von START-Wien statt: 16 neue START Stipendiat*innen wurden im aktuellen Schuljahr willkommen geheißen. Gleichzeitig wurden 12 erfolgreiche Absolvent*innen des letzten Maturajahrgangs verabschiedet.

Die neuen START-Stipendiat*innen 2019/2020

Vertreter*innen der Stadt Wien, der US Botschaft, sowie Paten und Förderer und viele jugendliche Stipendiat*innen und Absolvent*innen mit deren Familien und Freund*innen waren letzten Donnerstag im Wifi Wien anwesend.  Über 230 Gäste genossen einen emotionalen und vielfältigen Abend.

Moderiert wurde die Veranstaltung souverän von den START Jugendlichen Atila Bamyani und Mariana Paunovic.

START-Geschäftsführerin Katrin Bernd begrüsste die Gäste, insbesondere die Paten und Förderer von START und gedachte der kürzlich verstorbenen Stifterin von START-Wien Ulrike Crespo mit einer persönlichen Rede.

Die Eröffnungsrede hielt dieses Jahr die Abteilungsleiterin der MA 40 – gleichzeitig Stiftungsorgan der allgemeinen Wiener Mittelschulstipendienstiftung -Frau Mag. Agnes Berlakovich.

Mag.Agnes Berlakovich (MA40)

“Die Stadt Wien hat über die Mittelschulstipendienstiftung in den vergangenen 10 Jahren 30 Stipendiat*innen unterstützt, und diese jungen Menschen sind wirklich beindruckende Wege gegangen.
Junge Menschen auf ihrem Bildungsweg begleiten zu können und die Erreichung der ersten grösseren Bildungsziele zu fördern ist eine besondere Aufgabe, zu der sich die Stadt Wien auch bekennt, denn die Jugend ist ein ganz wertvolles Kapital. Wir verfolgen mit der Verwendung der Stiftungsmittel unter anderem das Ziel Jugendliche und junge Erwachsene auf diesem Weg des sozialen Aufstiegs zu begleiten und ihre Berufschancen zu verbessern.
Ich selbst habe mein Jusstudium mit einem Stipendium gemacht und gratuliere allen Schülerinnen und Schülern die es durch ihren persönlichen Einsatz und durch ihr persönliches Engagement geschafft haben, das das START-Förderprogramm aufgenommen zu werden.”​ (Mag. Agnes Berlakovich)

Auch die US-Botschaft in Wien ist ein langjähriger Förderer von START.  Die US-Botschaft ist stolz darauf, dieses Programm seit 10 Jahren zu unterstützen, und einigen START-StipendiatInnen die einmalige Gelegenheit zu bieten, an einem vom US-Außenministerium finanzierten Austauschprogrammen, z.B. dem prestigeträchtigen Benjamin Franklin Transatlantic Fellows (BFTF) Summer Institute, teilzunehmen.

Dr. Daniel S. Mattern (US Botschaft Wien)
BFTF Alumnis

Der Botschaftsrat für öffentliche Angelegenheiten Dr. Daniel S. Mattern gratulierte den neuen START-Wien-Absolvent*innen, begrüßte die Stipendiat*innen 2019/2020 und unterstrich das Commitment der Botschaft für das START-Stipendienprogramm. Insgesamt 6 BFTF START/Alumnis konnten an dem Abend dabei sein, und sich nochmals persönlich für die tolle Chance bedanken.

Kamila Iliasova übernahm im Namen der neuen Stipendiat*innen die Begrüßung der Gäste :

Kamila Iliasova

“Hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt das ich hier Heute eine Rede halten würde, hätte ich das nicht geglaubt und so ähnlich war es auch beim Gedanken eines Tages dieses Stipendium zu bekommen!
Ich habe schnell verstanden dass eine Teilnehmerin von Start zu sein bedeutet von Menschen umgeben zu sein die ein Ziel und eine Vision verfolgen. Das wir mehr sind als ein Stipendium und vor allem das wir keine gewöhnlichen Jugendliche sind. Wir sind junge Leute die nach Bildung streben.”​

Mit der feierlichen Übergabe der Stipendien-Urkunden wurden die Jugendlichen offiziell in das Stipendien und START:Hilfe-Programm von START-Wien aufgenommen. Wir bedanken uns bei den Vertreterinnen und Vertretern der Paten, die „ihren“ neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten die Urkunden überreichten:
Stephan Kühne von der Constantia Flexibles Group überreichte 4 Stipendien, Mag. Agnes Berlakovich von der MA40/Stiftungsverwaltung mit 3 Stipendiatinnen, Dr. Ludwig Nießen für die Wiener Börse übergab die Urkunden an die beiden neuen Börse-Stipendiat*innen, Mag. Gerald Faber für die  ÖBB Infra, Dr.Alexandra Pifl von L`Oréal Österreich, und Dr. Himal Trikha in Vertretung für Dr. Birgit Huemer. START-Geschäftsführerin Katrin Bernd übernahm in Vertretung der nicht anwesenden Paten die Überreichung der Urkunden an vier START-Stipendiat*innen.

Damit die Gäste mehr über die neuen Stipendiat*innen erfahren können, haben
Sahel Rustami, Farzana Mohammadi und Sara Badlah eine Rede über sich und ihre Zukunft vorbereitet.

Sahel Rustami
Farzana Mohammadi
Sara Badlah

…Ich habe schnell verstanden dass eine Teilnehmerin von Start zu sein bedeutet von Menschen umgeben zu sein die ein Ziel und eine Vision verfolgen.  Das wir mehr sind als ein Stipendium und vor allem das wir keine gewöhnlichen Jugendliche sind. Wir sind junge Leute die nach Bildung streben….
Link zur Rede

… Meine Familie hat mich immer unterstützt, egal in welcher Beziehung. Sie wollten immer das Beste für mich und jetzt trägt auch das Start-Stipendium einen Teil zu meinem Leben teil. Ich bin sicher, dass diese Unterstützung mir auf dem weiteren Lebensweg sehr helfen wird….
Link zur Rede

.. Heute geht es mir anders: heute sind meine Träume größer als meine Ängste, größer wie sie nie waren: ich träume davon, Zahnmedizin zu studieren und später meine eigene Praxis zu haben. Ich träume davon, die ganze Welt zu verreisen, ohne mir um Geld oder um meinen grauen Pass sorgen machen zu müssen. …
Link zur Rede

Ammar Laili

Nach den bewegenden Reden sorgte Ammar Laili mit einem musikalischen Beitrag für Abwechslung. Ammar hat sich selbst das Klavierspielen beigebracht und spielte für das Publikum zwei Stücke auf seinem Keyboard.

Weiter ging es zum zweiten Höhepunkt der Veranstaltung: Der Gratulation und Verabschiedung unserer 12 START-Wien Absolvent*innen. Dafür kamen Projektleitung Aleksandra Milosevic, ehemalige Projektleiterin Katrin Triebswetter, Projektmitarbeiterin Anna Eder und Programmleitung Katrin Bernd auf die Bühne um den frischgebackenen Absolvent*innen zu gratulieren. Als Geschenk erhielten die Absolvent*innen einen von START-Wien Stipendiat*innen selbst designten und selbst genähten Rucksack gefüllt mit Büchern geschenkt.

Samira Hemati

Stellvertretend für alle Absolvent*innen hielt Samira Hemati eine sehr bewegende Rede mit dem Titel “Mein Weg geht noch weiter!” Samira erzählte von ihren anfänglichen Schwierigkeiten und bedankte sich bei allen Menschen, die ihr auf ihrem Bildungsweg geholfen haben. Samira studiert aktuell an der Uni Wien Rechtswissenschaften.

Nach einem gebührenden Applaus für das Moderationsteam  ging die Veranstaltung zu Ende, und die Gäste nutzen das Buffet für zahlreiche Gespräche.

„Jetzt starten wir durch!“ Bildungschancen für neue Stipendiat*innen

Wien, Oktober 2019 – Am 24. Oktober 2019 ist es soweit: 16 neue START Stipendiat*innen werden im Schuljahr willkommen geheißen. Gleichzeitig werden 12 erfolgreiche Absolvent*innen verabschiedet. Bereits zum 14. Mal unterstützt der Verein START-Stipendien Österreich in Wien Jugendliche mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura.

Türen öffnen. Insgesamt 166 Jugendliche haben bisher durch die Unterstützung von START-Stipendien Wien ihren Maturaabschluss geschafft. Seit wenigen Wochen ist nun der neue Jahrgang der Jugendlichen dabei. „Es ist von besonderer Bedeutung, dass junge Menschen in Wien auf dem Weg in ein selbstbestimmtes, erfolgreiches und nach den eigenen Vorstellungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten gestaltetes Leben unterstützt werden“, unterstreicht Mag.a Agnes Berlakovich, Abteilungsleiterin der MA 40 und Stiftungsorgan der Allgemeinen Wiener Mittelschulstipendien-Stiftung.
Aktuell werden insgesamt 37 Stipendiat*innen auf ihrem Weg zur Matura intensiv von START unterstützt, gecoacht und begleitet. Sie nehmen an Workshops, Sprachförderungen und Exkursionen teil, engagieren sich im gesellschaftlichen Umfeld und sind Teil der START-Familie. Die finanzielle Unterstützung von START und die intensive Betreuung sind auf dem Weg wichtige Bausteine, aber es braucht auch das Engagement und den Fleiß jedes Einzelnen. „Jugendliche mit Migrationsgeschichte müssen neben sprachlichen Barrieren noch weitere Hindernisse bewältigen“, weiß Katrin Bernd, Geschäftsführerin Verein START-Stipendien Österreich, „START kann zwar Türen öffnen, doch hindurchgehen müssen die Jugendlichen selbst.“

Ein engagierter Jugendlicher unter Vielen. Bei der diesjährigen Feier gibt es einen musikalischen Beitrag von Ammar Laili: Der 18-jährige Jugendliche spielt das Stück „Nuvole Bianche“ von Ludovico Einaudi auf dem Klavier. Das Besondere daran: Ammar ist Autodidakt, er hat sich selbst das Klavierspielen beigebracht, und er freut sich auf seinen großen Auftritt. Der junge Mann mit syrischer Migrationsgeschichte engagiert sich in Workshops der Kinderuniversität, beim Theaterprojekt von Uniclub und arbeitet beim Verein Weltkulturschule mit. Nach der Matura möchte er sich im Bereich Informatik weiterbilden. Sein Ziel ist es, Menschen zu helfen, indem er ein Programm erfinden möchte, welches das Programmieren erleichtert.

Informationen zur Veranstaltung. Die Begrüßungsfeier findet am 24. Oktober 2019, um 18 Uhr, im Karl-Dittrich-Saal – WIFI Wien, Währinger Gürtel 97, in 1180 Wien statt.

Über START-Stipendien. Das START-Stipendienprogramm fördert engagierte Schüler*innen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das START-Programm sind daher steuerlich absetzbar. 
Nähere Infos unter www.start-stipendium.at


Rückfragehinweis:

Verein START-Stipendien Österreich
Aleksandra Milosevic, Projektkoordination START-Wien
M: +43 664 214 4637
E: milosevic@start-stipendium.at
www.start-stipendium.at
 
communication matters
Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 32
E: bottesch@comma.at
www.communicationmatters.at

Persönliche Einblicke zu “Bilder im Kopf, Menschenrechte im Alltag”

Bei der Ausstellungseröffnung “Bilder im Kopf, Menschenrechte im Alltag” in der Bildunsdirektion für Wien durfte neben den Schülerinnen der HLW19 und der Bildungsinitiative AMOS, auch ausgewählte START-Wien Stipendiat*innen ihre Fotoprojekte vorstellen. Mariam teilt mit uns ihre persönlichen Einblicke und erzählt von ihren eigenen Erfahrungen.

Liebe Gäste! Mein Name ist Mariam. Ich bin 16 Jahre alt. Ich freue mich, dass ich in Österreich als Jugendliche das Recht habe, wählen zu gehen und meine Zukunft mitgestalten kann. Die Demokratie stärkt mich und gibt mir Kraft. Aber es gibt auch einiges, das mir Kraft raubt, wie zum Beispiel all die Fremdzuschreibungen, gegen die ich kämpfen muss. Ich bin Teil einer Gesellschaft, das mich aufgrund meines Kopftuches – das ich selbst entschieden habe zu tragen – als eine „Fremde“ betrachtet.

Ich werde oft nicht als Individuum und als Mariam wahrgenommen, sondern nur mehr als Teil einer bestimmten Gruppe oder Kategorie von Menschen. Meine Persönlichkeit und mein Charakter werden in den Hintergrund gerückt. Ich werde nur mehr als Mitglied einer Gruppe wahrgenommen, über die es fast nur falsche Bilder und Unwissen gibt und entsprechend behandelt. Stellt euch vor, ihr würdet mit nur mit einem einzigen Teil eurer Identität wahrgenommen werden und das dann auch noch falsch? Wie wäre es, wenn man ständig und nur als Christin, Frau, Vater, Schüler, Sportliebhaber behandelt werden würde? Wie wenn man nichts anderes sei? Wie wäre es, wenn man aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe automatisch abwertend behandelt werden würde.

Was soll ich mir als 16 jähriges Mädchen in Österreich denken, dass ein Verbot meines Kopftuches offensichtlich die wichtigste, frauenpolitische Diskussion des Nationalrats ist und auf meinem Rücken Wahlkampf betrieben wird? Mein Kopftuch schafft es in die höchste Priorität unseres Landes und Armut, Bildung und der Klimawandel nicht? Das gesamte Land möchte vielmehr darüber diskutieren, welchen Berufen ich als sichtbar muslimische Frau nachgehen darf und welche nicht? Welche Strafen mich oder meine Eltern bei einem Verstoß gegen das Kopftuchverbot erwarten? Entschuldigen Sie meine Direktheit, aber: Ist Ihnen das nicht zu dumm? Wie wird Ihr Leben besser, wenn ich nicht als Lehrerin arbeite? Sollten wir nicht über Verbesserungen für uns alle diskutieren und entscheiden?

Ich will mich keinesfalls als Opfer darstellen, wie uns das immer wieder vorgeworfen wird, wenn wir auf Rassismus hinweisen. Ich möchte nur die Realität aufzeigen. Auf dem zweiten Bild können Sie links sehen, wie die Menschen mich bezeichnen und rechts, welche Wörter mich tatsächlich beschreiben. Respekt vor der Menschenwürde eines jeden Menschen, Akzeptanz unterschiedliche Lebensweisen und eine offene Gesellschaft sind wichtige Errungenschaften der Demokratie. Ich wünsche mir ein Österreich, in dem Demokratie und Menschenrechte nicht nur leere Worte sind, sondern gelebt werden und alle Menschen die gleichen Rechte und Chancen haben – unabhängig davon wie sie aussehen oder leben.

Ich bleibe mir treu und verbiege mich für niemanden und möchte abschließen mit den Worten der afroamerikanischen Bürgerrechtsaktivistin Angela Davis abschließen: „I’m no longer accepting the things I cannot change. I’m changing the things I cannot accept.”

Was gefällt mir?

Demokratie
In einem demokratischen Land leben zu dürfen ist ein Vorteil. In Österreich hat man das Recht, den Bundespräsidenten zu wählen, bei einer Volksabstimmung, einem Volksbegehren und einer Volksbefragung teilzunehmen. Das Wahlrecht ist aber an Altersgrenzen und an die österreichische Staatsbürgerschaft gebunden.

Was gefällt mir nicht?

Rassismus
Ich als eine Kopftuch tragende Schülerin würde gerne über meine Erfahrung mit dem Rassismus äußern. Da ich auf der Straße, in der U-Bahn und in der Schule bereits diese Erfahrung gemacht habe, kann ich nun mal sagen, dass es einen nichts bringt, wenn man jemanden aufgrund seiner Hautfarbe, seiner Religion, seines Bekenntnisses oder seiner Zugehörigkeit diskriminiert. Warum tut man das? Wir leben schließlich in einem demokratischen Land, wo niemanden das Recht hat so etwas Abwertendes zu tun. So etwas verletzt auch die Menschenrechte und Grundrechte eines Menschen. Ich persönlich wurde in der Schule von den Lehrern mit unnötigen Kommentaren untergezogen, wie zB „Ich glaube dein Kopftuch belastet dein Gehör “, „Bist du dir sicher, dass du in der richtigen Schule bist – geh dir etwas Sinnvolleres suchen.“ (Der Lehrer machte mich im Unterricht fertig, weil ich zu ihm sagte, dass ich ihn nicht verstanden habe und ihn fragte, ob er es mir erklären könnte.) oder ,,Ist dir nicht warm mit dem Kopftuch?“ Diese Kommentare haben mich dazu gebracht weiter zu kämpfen, obwohl ich die Motivation bzw. die Hoffnung das Jahr zu schaffen fast verloren hatte. Aber ich muss sagen, wenn man ein friedliches Zusammenleben haben möchte, dann sollte man den Hass und den Rassismus ausschließen und nicht uns Muslime.

Was wünsche ich mir für die Zukunft?

Für ein gutes Zusammenleben
Ein gutes Zusammenleben erfordert Respekt, Zusammenarbeit und Akzeptanz. Ohne diese drei Elemente wird unsere Gesellschaft in Gruppen geteilt, was uns nur dazu bringt lieber in unserer „eigenen“ Gruppen bleiben zu wollen. Deshalb fällt es uns immer schwer miteinander zusammenzuarbeiten, was auch zeigt, dass wir weniger über „andere“ Gruppe wissen, wie z.B. über die Muslime in Österreich. Über Muslime wird meistens negativ medial berichtet. Medien stellen Muslime nämlich meistens als Terroristen dar und daran glauben auch viele Menschen, weil sie selber relativ wenig Kontakt zu Muslimen haben. Was ich damit sagen will ist, dass, wenn wir in verschiedene kleine Gruppen geteilt werden, werden wir uns nie wirklich gegenseitig kennen lernen, sondern eher verurteilen oder diskriminieren. Nur, wenn wir es schaffen, einen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu etablieren, werden wir uns gegenseitig akzeptieren, respektieren und ein gemeinsames Ziel haben, nämlich friedlich in Österreich zusammenzuleben.

Hier finden Sie ein paar ausgewählte Bilder der Eröffnung: https://www.amnesty.at/bilder-im-kopf-menschenrechte-im-alltag-ausstellungseroeffnung

Ausstellungseröffnung „Bilder im Kopf, Menschenrechte im Alltag“

Wien, 21.10.2019 – Im Festsaal der Bildungsdirektion für Wien werden ab dem 21. Oktober 2019 auch Bilder von 13 START-Stipendiat*innen zu sehen sein. Bei der Eröffnung der neuen Fotoausstellung von Amnesty International „Bilder im Kopf, Menschenrechte im Alltag“ geben die ausgewählten Jugendlichen persönliche Einblicke und Erfahrungen sowie Statements über ein gutes Zusammenleben.

Eröffnet wird die Ausstellung von Bildungsdirektor Mag. Heinrich Himmer, der Leiterin des Menschenrechtsbüros Shams Asadi sowie der Geschäftsführerin Amnesty International Annemarie Schlack. Die Fotoausstellung wurde als Auftaktveranstaltung zum Jubiläum 30 Jahre Kinderrechte konzipiert. Insgesamt werden bei der Ausstellung über 90 Fotos zu sehen sein – darunter auch Bilder von START-Stipendiat*innen.

Stipendiat*innen begeben sich auf Fotoreise. Das Projekt “Bilder im Kopf, Menschenrechte im Alltag” entstand im Rahmen eines Leadership-Lehrgangs von Amnesty International Österreich. Dabei begaben sich Stipendiat*innen und Absolvent*innen vom Verein START-Stipendien auf eine außergewöhnliche Fotoreise. Unter dem Leitgedanken “Was wünsche ich mir für ein gutes Zusammenleben?” präsentieren nun drei START Jugendliche mit Bildern und Worten Antworten auf die Fragen: Was gefällt mir? Was gefällt mir nicht? Was wünsche ich mir für die Zukunft?

Der 21-jährigen Samira gefällt die Landschaft in Österreich sehr: „Sie gibt mir Ruhe und Kraft!“. Balqiz gefällt nicht, wie das Thema Digitalisierung sich entwickelt: „Wir müssen lernen, besser mit den Möglichkeiten, die uns angeboten werden, umzugehen.“ Und Rosetta, 19 Jahre, wünscht sich für die Zukunft Toleranz und Vielfalt.: „Wie die ausgemalten Streichhölzer, deren Funktion letztendlich gleich ist, so sind auch Menschen aus unterschiedlichen Ländern. Erst, wenn wir die Vielfalt tolerieren, wird uns ein gutes Zusammenleben gelingen.“

Facts zur Fotoausstellung: Bilder im Kopf, Menschenrechte im Alltag

Verantwortlich: Amnesty International Österreich
Mitwirkende: u.a. Jugendliche START-Stipendien Österreich
Ausstellungsort: Bildungsdirektion für Wien, Wipplingerstraße 28, 1010 Wien
Ausstellungsdauer: 21. Oktober 2019 bis 21. November 2019 während der Öffnungszeiten

Weitere Informationen finden Sie auf https://www.amnesty.at/academy/newsevents/ausstellungseroeffnung-bilder-im-kopf-menschenrechte-im-alltag/


Über START-Stipendien. Das START-Stipendienprogramm fördert engagierte Schüler*innen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das START-Programm sind daher steuerlich absetzbar. 
Nähere Infos unter www.start-stipendium.at

Verein START-Stipendien Österreich
Aleksandra Milosevic, Projektkoordination START-Wien
M: +43 664 214 4637
E: milosevic@start-stipendium.at
www.start-stipendium.at
 
communication matters
Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 32
E: bottesch@comma.at
www.communicationmatters.at

Gestalte deine Stadt!

Wem gehört die Stadt und wie können wir sie mitgestalten?

Beim Workshop „Gestalte deine Stadt“ der von der Agenda Landstraße gestaltet wurde, gingen die START-Wien Stipendiat*innen der Frage auf den Grund , ob und wie wir die Stadt in der wir wohnen mitgestalten können. Wir wurden selbst zu Stadtplanern und planten eine neue Gestaltung des Vorplatzes vorm START-Büro.
Aktuell ist der Weg zum START-Büro und der Platz davor nicht sehr einladend, viele Mistkübel, kein Grün, keine Sitzgelegenheit.

Zuerst machten wir eine Begehung und überlegten wie man den Platz bzw. das Eck verbessern könnte. Wir sammelten die Ideen und gruppierten sie nach Ähnlichkeiten.Dann teilten wir uns 2 Gruppen und versuchten unsere Ideen zu visualisieren. Egal ob der Platz mehr Pflanzen oder mehr Sitzgelegenheiten haben soll, alle unsere Ideen wurden durch digitale Fotomontagen selbst gestaltet. Hilfreich dabei waren Beispiele von bereits umgesetzten Projekten der Agenda wo wir uns Inspirationen holten. Fest steht: wir wollen ein Parklet ! und wir wollen unsere Baumscheibe begrünen. (2 neue Begriffe die wir gelernt haben)

Damit es auch zur Umsetzung einer Idee kommt, werden im neune Jahr alle Vorschläge dem Bezirksvorsteher des 3. Bezirks präsentiert und diskutiert, welche umgesetzt werden kann. Im Frühjahr ist es dann hoffentlich soweit und wir können gemeinsam den Vorplatz umgestalten.

Vielen Dank an Anne Favre und Nicole Feiner vom Agendabüro für den tollen Workshop!

Gestalte deine Stadt” war ein sehr angenehmer und kreativer Workshop, meiner Meinung nach. Das Ziel des Worshops war die Ecke neben dem START-Büro neu zu gestalten. Jedes Team hat daher Ideen gesammelt und versucht sie umzusetzen. Man musste viele Gesetze bzw. Regeln beachten währed das Plannen, was ich persönlich nicht so einfach fand. Im Großen und Ganzen ist mir den Workshop sehr gut gefallen und bin sehr gespannt ob einer die Modelle durchgesetzt wird oder ob es eine Kombination von den beiden Modellen geben wird. (Israa)

Der Workshop hat mir wirklich sehr gefallen!!
Ich finde es ziemlich interessant und cool, dass wir, als “BürgerInnen” die Stadt bzw. unser Viertel mitgestalten können! Wir haben uns Gedanken über die Ecke an der Kreuzung gemacht und viele tolle Ideen sammeln können und diese dann halbwegs auf Photoshop umsetzen können 🙂 Ich freue mich, dass ich ein Teil bei der Mitgestaltung des Viertels bin und hoffe, dass unsere Ideen umgesetzt werden können! (Jovana)

Die Damen von der Agenda haben auf mich einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Ich war begeistert von den Projekten, die bereits auf der Straßen zu finden sind. Somit hoffe ich, dass wir bald unsere Ideen realisieren und unsere kleine Ecke zum Leben bringen können. (Mariana)

Es war sehr schön gleich nach der Schule an den Workshop ” Gestallte deine Stadt” teilzunehmen und ich hatte ein gutes Gefühl bei dem Workshop, denn unsere Kreativität waren gefragt, damit eine gute Lösung für die Dekoration unserer Start-Wien Bürosumgebung zu finden. Es hat mich auch sehr gefreut, die Frauen, Anna und Nikole, von der Agenda Landstraße kennenzulernen. Sie waren sehr freundlich und sympathisch und haben uns bei der Dekoration viel geholfen. Es hat mit euch viel Spaß gemacht:) (Zakaria)

Workshopreihe Textsorten: Erörterung & Zusammenfassung

START-Wien Stipendiatinnen Aylin & Jihan berichten über die Workshopreihe “Textsorten” mit Mag. Hanna Reidlinger.

Dank der sogenannten „Schreibwerkstatt“ können wir, die Stipendiatinnen und Stipendiaten, immer wieder an verschiedenen Textsorten arbeiten und einige von uns können sich dank diesem Angebot auf die bald bevorstehende Deutsch Matura vorbereiten. Diesmal (12. Oktober 2019) konnten wir mit Hanna, die selbst eine Deutschlehrerin ist und gerade sich in der Karenz befindet, am Vormittag an der Erörterung arbeiten und am Nachmittag an der Zusammenfassung.

Am Vormittag haben wir mehrere Zettel zur Übersicht der Erörterung bekommen und diese auch genau besprochen: vom Aufbau der Erörterung bis zu verschiedenen Beispielen für die verschiedenen Paragraphen der Erörterung. Da die Anleitungen wie auch die Beispiele aus Deutschbüchern waren, ist es uns viel leichter eingefallen mitzulernen, da diese passend und nicht kompliziert waren, sondern dass man die wichtigsten Punkte kurz und knapp zusammengefasst hat und dies hiermit die perfekte Gelegenheit war, um die Erörterung für die kommende Matura zu wiederholen. Hanna war besonders geduldig und hat jede einzelne Frage mit Beispielen erklärt. Nachdem wir den Aufbau wiederholt haben, konnten wir selbst auch eine Einleitung schreiben. Dies war nicht besonders schwer, da wir auch die verschiedenen Arten die Einleitung der Erörterung zu schreiben, wiederholt haben. (START-Wien Stipendiatin Aylin)

Die neue Schreibtrainerin Hanna lehrte uns letzten Samstag die wichtigste und gebräuchlichste Schreibform, die uns nicht nur in der Schule, sondern auch im Alltagsleben begegnet. Eine Zusammenfassung wird bei jeder schulischen Schreibform verlangt, da immer ein großer Wert auf das Verständnis des wesentlichen Inhalts gelegt wird. Auch wenn wir Freunden die Geschichte eines Buches oder eines Filmes erzählen, tun wir nichts anderes als den Inhalt mündlich wiedergeben.

Mit der sehr motivierten Deutschlehrerin lernten wir den Aufbau einer Zusammenfassung besser kennen. Am Beginn des Schreibkurses wurden uns die Kriterien dieser Textsorte erklärt. Uns wurde ausführlich gesagt, was man bei einer Zusammenfassung eher vermeiden soll. Z.B. ist es wichtig, dass man den Inhalt objektiv in eigenen Wörtern wiedergibt, wobei man sich nur auf den Inhalt des Textes beschränken muss. Gleichzeitig wurden uns gute Anfangssätze, sowie auch Textbeispiele gezeigt, an denen wir uns orientieren können. Es wurden uns auch die Regeln der Korrektur erklärt. Wir beschäftigten uns sowohl mit der Theorie, als auch mit der Anwendung. So fassten wir mit Hilfe der Trainerin eine alte Maturaaufgabe sehr genau und detailliert zusammen. Alle Fremdwörter wurden zuerst geklärt und dann wurde jeder Absatz kurzzusammengefasst und ausführlich bearbeitet. Während des Lesens versuchten wir die Bullet Points im Text zu finden und zu markieren, damit wir uns einerseits mehr Zeit sparen und andererseits einen Überblick über die verlangten Fragen verschaffen können. Am Ende dieses Schreibkurses nahm jeder von uns viele Tipps mit. Uns wurde allen klar, dass die Zusammenfassung nicht immer die klügste Wahl bei der Reifeprüfung ist, da es sein könnte, dass mehr von den Schülern verlangt wird. (START-Wien Stipendiatin Jihan)

Die Workshopreihe “Texsorten” kann aufgrund der großzügigen Spende der Donau Chemie Gruppe verwirklicht werden. Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung!

Wir sind HeldInnen!

“Wir sind HeldInnen!” ist ein thematischer Rundgang des Vermittlungsprojekts “denk mal wien” des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ). START-Wien Stipendiatin Balqiz berichtet vom Rundgang rund um den Heldenplatz und durch die Wiener Innenstadt.

Die Führung, die wir am Heldenplatz gemacht haben war etwas Neues. Obwohl wir alle in Wien leben und uns hier ziemlich gut eingelebt haben und der Meinung sind unsere Stadt zu kennen, war ich überrascht, wie viel wir noch lernen können. Die Themen, die wir behandelt haben waren verscheiden und wir haben uns mit vielen Fragen auseinandergesetzt, die wir uns so nicht stellen: Wer sind die HeldInnen? Was macht uns zum Helden/zur Heldin? Sind Helden Feldherren, die eine Armee führen und gewinnen? Oder gehört mehr dazu? Ist die Verweigerung zur Teilnahme am Krieg eine noble oder feige Tat?  Es wurde viel diskutiert und wir haben uns viele Denkmäler angeschaut und uns mit diesen vertraut gemacht. Wie haben festgestellt: Manchmal hat auch ein kleines Zeichen viel Bedeutung und wir sollten die Dinge genauer betrachten, denn alles hat eine Geschichte.

Ein herzliches Danke an unserer Vermittler Klemens Lichtenwöhrer, der mit interaktiven Methoden und vielen Diskussionsrunden den Rundgang sehr spannend und abwechslungsreich gestaltet hat.

Und wie hat den Stipendiat*innen der Rundgang durch die Wiener Innenstadt gefallen?

Die Führung war sehr nett und informierend. Innerhalb von zwei Stunden durften wir viel über die Geschichte des Heldenplatz erfahren. Wer die Helden waren und was sie in der Geschichte von Österreich geändert haben. Der Vermittler war auch sehr nett. Er hat sich sehr gut ausgekannt hat. Unsere Fragen wurden ausführlich beantwortet und wir hatten einen interessanten Vormittag verbracht. 🙂 -Sara

Der angenehme Spaziergang auf dem Heldenplatz hat mich zum Denken gebracht! Die historischen Ereignisse und Hintergründe verschiedener Denkmäler waren mir bisher nicht bekannt. Ich freue mich, einen weiteren Schritt zu der Geschichte Österreichs gemacht zu haben! -Mariana

Also ich fand den Workshop super toll , denn  ich habe über die Geschichte Österreichs mehr zu Kenntnis genommen als ich in der Schule je gelernt habe. Außerdem war es erstaunlich, dass Österreich von einer Diktatur zu einer Demokratie wurde. Warum ich das so erstaunlich finde, ist, dass die Menschen aus den Vergangenheit Fehlern gelernt haben zumindest, dass das Volk eine wichtige Rolle spielt. -Mariam

Es hat mir ziemlich gut gefallen. -Abdul Baset

VHS DigiCon- Künstliche Intelligenz

Am 27. September 2019 besuchten die Stipis die, von der VHS organisierte, Vortragsreihe zu neuen Entwicklungen im Bereich Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Bereits im Vorfeld suchten wir uns zwei Vorträge aus, die für uns am spannendsten klangen: “Wie Computer denken lernen” von Werner Gruber und “Künstliche Intelligenz- Was kommt da auf uns zu?” von Sylvia Kuba.
Der Vortrag von Werner Gruber war sehr lustig und spielerisch gestaltet, wenn seine Witze auch teilweise eher klischeehaft waren.
Der zweite Vortrag war sehr informativ und half uns zu verstehen, dass Künstliche Intelligenz im Moment eigentlich noch gar nicht so weit ist, wie viele denken. Die Vortragende erklärte uns wie beispielsweise Firmen wie Amazon ein riesiges Netzwerk an sogenannten Co-Workern haben, deren Arbeitsverträge immer nur einen Mausklick lang sind und die die Vorarbeit für Algorithmen und Suchfunktionen leisten. Künstliche Intelligenz kann unsere Lebensqualität enorm verbessern, da sie uns Arbeit abnimmt, aber der Weg dorthin könnte uns in höchst prekäre und unsichere Arbeitsverhältnisse stürzen.

Besichtigung der Müllverbrennungsanlage Spittelau

Wo landet unser Hausmüll? Warum ist die Mülltrennung wichtig? Ist die thermische Behandlung des Abfalls umweltfreundlich? Jede/r von uns stellt sich diese Fragen oft, denn jede/r von uns setzt sich für den Klimaschutz ein und demnach Müll vermeiden möchte. Wir hatten das Glück, dass uns diese Fragen ausführlich beantwortet wurden.

Am 26.09.2019 besuchten die Stipendiaten und Stipendiatinnen aus Wien die Müllverbrennungsanlage Spittelau, wo Herr Wudy, Mitarbeiter der Wiener Energie uns herzlich begrüßt und sofort in den 14. Stockwerk hingeführt hat. Während sich Herr Wudy uns vorgestellt hat, konnten wir den wunderschönen Ausblick genießen.

Es wurden uns einiges zur Geschichte des Gebäudes erzählt. Die Anlage Spittelau wurde von 1969 bis 1971 errichtet bis im Jahr 1987 ein Brand große Teile der Müllverbrennungsanlage zerstörte. Aufgrund der Lage und der Fernwärme-Technik musste die Anlage neu aufgebaut werden. Der Umweltaktivist und Künstler Hundertwasser hatte den Auftrag, die Anlage zu gestalten. Hundertwasser identifiziert sich durch die goldene Kugel auf dem Schlot, bunte Fassaden und grünen Anlagen.

Laut Herr Wudy ist die Verbrennung von Müll nicht die beste Möglichkeit, weil der Restmüll oft nicht richtig getrennt ist. Aufgrund dessen entstehen verschiedene Gase bei der Verbrennung. Sie werden glücklicherweise filtriert. Sehr wichtig zu wissen ist, dass die Anlage Spittelau das AKH und ca. 50.000 Haushalte mit Strom und Wärme versorgt. Schließlich durften wir uns den 7.000 Kubikmeter großen Abfallbehälter, wo die angelieferten Abfälle zwischengelagert werden, ansehen. Ein Greifarm bringt den Müll zu den Müllöfen, damit es verbrannt wird, di Anlage ist ständig im Betrieb. Am Ende des Spazierganges durch die Anlage sind wir zu einem Erlebnisraum gekommen, wo wir ein außergewöhnliches Gruppenfoto erstellt haben.

Wir wissen jetzt genau, dass wir die abgelaufenen Medikamente in die Apotheke bringen sollen. Die Batterien, Möbelstücke und technische Geräte gehören nicht in den Restmüll. Öl aus der Fritteuse wird nicht in den Waschbecken ausgeleert! Wir wissen jetzt wie eine Müllverbrennungsanlage funktioniert und wie sehr wichtig sie für die Stadt Wien ist. Danke Herr Wudy und Wien Energie!

Ein Bericht von START-Wien Stipendiatin Mariana.

Der Besuch von Müllverbrennungsanlage Spittelau, die eine von drei thermischen Abfallbehandlung Wien Energie ist, war eine gute Idee, denn wir die Möglichkeit hatten, vieles über die thermische Abfallbehandlungsanlage und die Geschichte des künstlerisch gestalteten Gebäudes, von Friedenreich Hundertwasser von einem dort netten Tourguide zu erfahren. Dank
ihm habe ich das Gebäude von innen und außen gesehen und vieles über die thermische Abfallbehandlungsanlage gelernt. Es hat mich sehr gefreut dabei teilgenommen zu haben. -Sakaria

Einladung zur START-Wien Begrüßungsfeier & Verabschiedung der Absolvent*innen

Liebe UnterstützerInnen und FreundInnen von START-Wien, auch bei START-Wien hat das neue Schuljahr begonnen und wir freuen uns über 16 neue Stipendiatinnen im START-Wien Programm! Damit verbunden ist auch der Abschied der 12 erfolgreiche Absolventinnen, die ihren Weg im höheren Bildungsweg nun erfolgreich fortsetzen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie diese beiden Anlässe mit uns und unseren Jugendlichen gemeinsam feiern!

24. Oktober 2019 um 18 Uhr
Karl-Dittrich-Saal – WIFI Wien, Währinger Gürtel 97, 1180 Wien

Durch den Abend führen unsere StipendiatInnen, die auch mit Reden und musikalischen Beiträgen einen Einblick in ihre vielfältigen Talente bieten.

Aufgrund begrenzter Sitzplätze bitten wir um Ihre Anmeldung bis zum 11. Oktober 2019 unter bernd@start-stipendium.at oder milosevic@start-stipendium.at
Wir freuen uns, wenn Sie Gäste mitbringen, die wir mit Ihnen im Anschluss an den Festakt zu einem Empfang einladen!
Mit freundlichen Grüßen, das START-Wien Team!

Details zum Programm finden Sie hier.

Welche Partei passt zu mir?

Schon bald ist die Nationalratswahl und trotzdem sind sich einige von uns nicht sicher, wenn genau sie wählen sollten und welche Partei ihren Erwartungen entspricht. Der Grund für das mangelnde politische Wissen einiger ist die Schule; es wird kaum bzw. nichts Politisches in den meisten Schulen besprochen. Doch nach dem Workshop mit PolEdu (Politics & Education) am 20. September haben sich viele unserer Fragen geklärt und man hat sogar von kleineren Parteien erfahren.

Zunächst haben sich die Referenten, Pascal und Philip, uns vorgestellt und uns einiges zu PolEdu erzählt; ihre Ziele wie auch warum Organisationen wie PolEdu wichtig für vor allem junge Menschen sind. Pascal wollte für den Anfang einiges zum jetzigen politischen Stand Österreichs erzählen, damit auch alle das benötigte Grundwissen haben und sich besser auskennen. Nachdem Philip übernommen hat, haben wir uns alle mit menti.com verbunden und einzelne Fragen beantwortet und diese auch gemeinsam besprochen; aus den verschiedensten Wörtern, die uns einfallen haben wir gemeinsam eine „Mindmap“ erstellt. Anfangs hat jede/r auch bestimmt, welche Partei er wählen will bzw. wählen würde. Danach sind wir die Wahlprogramme aller Parteien durchgegangen, welche zur Nationalratswahl antreten. Hier ist es zu einigen Fragen gekommen, welche gründlich beantwortet und ausdiskutiert wurden. Uns ist aufgefallen, dass es kleinere Parteien gibt, die die meisten nicht kennen und dass sich viele Parteien für den Klimaschutz einsetzen wollen. Auf wahlorama.eu hat zudem jede/jeder von uns mehrere Fragen beantwortet, um zu sehen, welche dieser Parteien sich eher für die Wünsche wie auch Sorgen jeder einzelnen Person einsetzen. Zum Schluss konnten wir wieder bestimmen, für welche Partei wir wären und das 2. Ergebnis hat sich deutlich verändert; nachdem es keine offenen Fragen mehr gab, konnten wir uns besser entscheiden.

Dank PolEdu haben wir alle jetzt ein besseres Bild aller Parteien und denken auch, dass wir viel Neues dazugelernt haben – manchmal ist die beste Art des Lernens ist das Diskutieren. Danke, Philip & Pascal!

Ein Bericht von START-Wien Stipendiatin Aylin.

Wahlvorbereitung mit Pol&Edu

Durch interaktive Fragen und kurze Diskussionsrunden wurden uns die bekannten österreichischen politische Parteien, die im Wahlkampf antreten, vorgestellt. Übrigens wurden uns deren Ziel sehr präzise erklärt. Um ehrlich zu sein, wenn man über die Parteien keine Ahnung hat, kann dadurch sehr gut informiert werden. Mir haben die online Umfragen von PolEdu sehr gut geholfen. Jetzt weiß ich zumindest, wen ich wählen würde, wenn ich wählen dürfte. -Sabiha

Also ich fand den Workshop super cool, weil ich mich für Politik interessiere und eines Tages eine Rechtsanwältin werden möchte. Außerdem haben die Referenten eine gute Arbeit geleistet. -Mariam

Der Workshop war genauso gut, wie ich ihn mir erwartet habe. Und wurden die Parteien, die österreichweit antreten, vorgestellt. Außerdem haben die Referenten all unsere Fragen beantwortet. Der Workshop hat mir wirklich sehr gut gefallen. -Rosetta

Der Workshop war sehr informativ. Die Betreuer haben uns alles mit Humor erklärt. sodass wir alles verstanden haben und selbst Spaß haben. -Nour

Praktikum bei Deloitte

Sabiha absolvierte im August ihr Pflichtpraktikum bei Deloitte. Sie ist Schülerin der HTL-Donaustadt und hat sich auf Software Engineering spezialisiert. In der Schule gefallen ihr vor allem die Unterrichtsfächer Mathematik, Programmieren und Webdesigning. Ihr Ziele nach der Matura sind ein Informatik und/oder Webdesigning/Webdeveloping Studium.

Ich habe mich an der Willkommensveranstaltung am ersten Tag sehr geehrt gefühlt. Es war eine schöne Erfahrung in einer der weltweit besten Wirtschaftsgesellschaften ein Praktikum zu machen. Dass Deloitte „the best place to work“ ist, habe ich schon am ersten Tag mitbekommen. Alle PraktikantInnen haben einen Arbeitslaptop samt Zubehör bekommen. Die, die länger geblieben sind, haben auch ein Arbeitshandy mit eigener Durchwahl bekommen. Aber eine Laptop Tasche mit anderen Kleinigkeiten haben alle als Geschenk bekommen.

Ich wurde mit einem anderen Praktikanten, Paul Storch und später auch Alexander Spitzer, in der IT-Abteilung gebracht. Wir hatten die Aufgabe die alten EDV-Anlagen zu tauschen und die Verkabelung zu sanieren.

Nebenbei habe ich den Manager, Herr Amadou Traore, gebeten, ob ich in IT-Security und Robotics auch schnuppern darf. Es war sehr interessant als mir RPA (Robotic Process Automation) erklärt wurde. Mir wurde die Basics von UiPath beigebracht. Ich habe dann ausprobiert einige kleine Prozesse mithilfe UiPath zu automatisieren bzw. zu programmieren.

Außerdem habe ich auch die Möglichkeit gehabt mal bei IT-Security die Software bzw. Tools wie WhatsUp Gold und PuTTY configuration kennenzulernen und damit zu arbeiten. Alle Server und Accesspoints wurden dort erfasst. Ich musste überprüfen, ob die erfassten Server- und Accesspointlisten (in Deloitte-Österreich) auch in Wirklichkeit so sind, ob sie funktionieren, wenn nicht dann sollte ich sie auf aktiv setzen bzw. löschen, um Lizenzen frei zu bekommen.

In der letzten Woche habe ich auch etwas über CRM (Customer-Relationship-Management) und dessen Verbindung zu BMD (Büromaschinen für Datenerfassung) erfahren, was mich auch interessiert hat.

Ich muss zugeben, dass es im Sommer nicht so viel los war, da die MitarbeiterInnen ab und zu auf Urlaub gegangen sind. Aber ich habe trotzdem versucht, so viel wie möglich die Zeit auszunutzen, um viel zu erleben, was wirklich herrlich war.

Wandern, Spiele & Drachen bauen

START-Wien lernt sich beim Wandern, Namensspielen und Drachen bauen kennen.

10.00 Rodaun. Die START-Wien Stipendiat*innen und START-Hilfe Stipendiat*innen treffen sich bei der Endstation der Straßenbahnlinie 60. Die Anreise dorthin gestaltet sich sehr gemütlich. Am Rande von Wien, mitten in der Natur laufen die Uhren etwas langsamer und der Tag gestaltet sich gemütlich und entspannend, trotz der angeblich sehr anstregenden Wanderung durch den Naturpark Föhrenberge zur Kammersteinerhütte hinauf. Die warme Sonne begleitet uns durch den dicht bewachsenen Wald und dessen Bäume spenden uns Schatten an diesem wunderschönen Endsommertag.

Eine kurze Verschnaufpause (zum wiederholten Male seit der Straßenbahnstation, die Wanderung raubt viele Kräfte) mitten im Wald wird gleich zu einem Wettbewerb umgewandelt und drei gleichgroße Gruppen gebildet. Die Gruppen haben jeweils zur Aufgabe sich alle Namen der Stipendiat*innen zu merken und Fichtenzapfen (oder “Bockerl”) zu sammeln, welche später als Punkte im Spiel eingesetzt werden. Vorbereitet oder nicht, alle Namen gemerkt oder nicht, das Spiel beginnt. Die drei Gruppen stellen sich jeweils in einer Reihe auf. Die Erstplatzierten sollen nun die Namen der ausgewählten Reihe erraten, dabei wird auf einem sehr durchdachten Zufallsprinzip zurückgegriffen. Dieses System und die Jury des Wettbewerbes nennt sich das START-Wien Team, das auch die Korrektheit der Namen überprüfen wird. Wenn alle Namen richtig erraten werden, wird ein Zapfen in den imaginären Topf geworfen und somit werden Punkte gesammelt. Diese Runde kann Gruppe 2 für sich gewinnen. Die Gruppen werden erneut in neue, kleinere Teams eingeteilt. Bei der zweiten Aufgabe sollen die Teams einen originellen Namen für sich finden, der die Vielfalt der Gruppenmitglieder repräsentiert und ein entsprechendes Symbol aus allem was der Wald so hergibt erstellen. Die Bedeutungen dahinter werden der renommierten Jury präsentiert, welche ein sehr durchdachtes, jedoch auch umstrittenes Punktesystem für die Beurteilung der Ergebnisse verwenden.

Ausgeruht und motiviert durch den Wettbewerb kommen wir langsam der Hütte näher, der Wald spendet uns zu Mittag noch immer ausreichend Schatten und wir sind dankbar für diese natürliche Klimaanlage, denn der Aufstieg ist für viele nicht einfach. Endlich bei der Kammersteinerhütte angekommen, gibt es für viele ein Ziel: den Durst löschen und viel Wasser trinken. In entspannter Atmosphäre zusammensitzend, bestellen wir unsere Lieblingsgerichte (Anm. Schnitzel vom Huhn und Pommes) und können gemütlich miteinander reden. Die Josefswarte, ein Aussichtsturm, bei der Hütte wird erkundet und ein Großteil begibt sich in luftige Höhe und genießt den Ausblick in die weite Ferne.

Gestärkt und zufrieden machen wir uns auf den Rückweg. Auf diesem begegnen uns zwei sehr liebe Damen, welche mit ihren vier Hunden spazieren gehen. Die Hunde wirken wir Magneten auf die Jugendlichen und eine Streicheleinheit ist vorprogrammiert. Die kurze Pause kommt uns sehr gelegen, denn ein paar voreilige und motivierte Stipendiat*innen sind falsch abgebogen. Die Wartezeit wird mit einem netten Gespräch mit den Damen und den vielen Hunden überbrückt. Wieder vereint wartet auch schon die letzte Runde des Wettbewerbs auf uns: Drachen bauen und das unter Zeitdruck! Denn die Jugendlichen haben nicht viel Zeit diese zu bauen. Manche geraten so unter Zeitdruck, so dass sie vollkommen auf Dekoration verzichten, andere dekorieren ihre Drachen bunt mit Klebebändern. Die Optik spielt bei der Bewertung eine geringe, dennoch kreative Rolle, entscheidender sind jedoch die angewandte Technik und der Gruppenzusammenhalt. Die Flugfähigkeit einiger Drachen wird durchaus bezweifelt und sie steigen auch nicht in die Luft , andere fliegen hoch hinauf und können nicht mehr runter gebracht werden. Das Team “Zuckerzapfen” können diese Runde für sich gewinnen. Lachende Gesichter laufen über die Wiese und lassen die Drachen steigen, die erschöpften sitzen alle auf der Bank, schauen zu und möchten am liebsten schon im Bett sein. Das Ranking des Wettbewerbs wird noch verkündigt, das Team “African Asian Revolution” hat gewonnen und wir machen uns auf dem Heimweg. Ein schöner, erholsamer, lustiger und auch anstrengender Tag geht zu Ende, der uns alle näher gebracht hat.

Es war ein ziemlich heißer Tag. Wandern war durchaus anstrengend, aber es hat sich gelohnt als wir bei der Kammersteinerhütte angekommen sind. Die Aussicht, das leckere Essen, die Nachspeise und viel Zeit zum Unterhalten war sehr Vergnügen bereitend. Die Spiele, die wir zwischendurch gespielt haben, waren auch neu und dem Kennenlerntag entsprechend. Ich hoffe, wir werden ein erfolgreiches START-Jahr miteinander haben. -Sabiha

Der Wien-Kennenlerntag war trotz der Müdigkeit während der Wanderung sehr lustig und schön. Durch verschiedene Aktivitäten und Spiele lernte ich die neuen Stipendiaten besser kennen. Allgemein war die Stimmung sehr gut. Ich hoffe, dass wir als Gruppe weitere schöne Momente verbringen können. -Jihan

Mir hat die Kommunikation mit anderen StipendiatInnen und die Spiele sehr gut gefallen. Die Drachen bauen und dann es fliegen lassen, hat mir am meisten gefallen, da ich als klein Kind viel mit Drachen gespielt hatte und das die alte Erinnerungen erweckt hat. Das Essen in der Hütte war auch hat mir auch gut. Ich hatte Mega viel Spaß. Danke 🙂 -Sakaria

Ich habe den Tag sehr genossen! Obwohl das Wandern ziemlich anstrengend war, hatten wir trotzdem sehr großen Spaß! Mein Highlight von dem Tag war auf jedem Fall das Drachen bauen und steigen mit den Stipendiaten/Stipendiatinnen auf der Wiese!  -Jovana

Also ich fand es lustig aber auch anstrengend. Außerdem hat das Wetter nicht wirklich mitgespielt. -Mariam

Der Kennenlerntag dieses Jahr hat mir sehr gut gefallen. Wir waren wieder außerhalb von Wien spazieren. Für uns Wiener in den Bergen, für manch andere auf Hügel. Ich hab viele neue Gesichter gesehen, konnte mich mit den neuen Stipis gut unterhalten. Vor allem die Idee mit dem Namensspiel in den Gruppen, dies als Wettbewerb zu gestalten fand ich ausgezeichnet dadurch waren alle gleich viel motivierter. -Edison

Ich persönlich habe viel Spaß gehabt! Die Wanderung war schon bisschen anstrengend aber wir haben trotzdem viel Spaß gehabt Drachen zu bauen war auch eine tolle neue Erfahrung. 🙂 -Sara

Praktikum bei der ÖBB Infra

Sabiha absolvierte im Juli ihr Pflichtpraktikum bei der ÖBB Infra. Sie ist Schülerin der HTL-Donaustadt und hat sich auf Software Engineering spezialisiert. In der Schule gefallen ihr vor allem die Unterrichtsfächer Mathematik, Programmieren und Webdesigning. Ihr Ziele nach der Matura sind ein Informatik und/oder Webdesigning/Webdeveloping Studium.

Mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, wie sehr ich auf mich stolz bin, dass ich bei den ÖBB-Infra mein Praktikum machen durfte bzw. meine ersten Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt habe.

Ich wurde in dem Netzzugang Bereich (Vertrieb-System und Datenmanagement) im Praterstern 4 eingeteilt, meine Aufgaben waren in Bereich des IT-Supports (System testing). Ein Teil meiner Aufgabe war das System in Englisch zu übersetzen. Zusätzlich habe ich auch über IT-Projektmanagement etwas erfahren. Ich habe auch die Gelegenheit gehabt mit meinem Chef bei einem Gespräch dabei zu sein und vor allem den Leiter des Entwicklerteams kennen zulernen.

Der Besuch von der BFZ (Betriebsführungszentrale) und der VLZ (Verkehrsleitzentrale) war sehr beeindruckend. Da hat man immer die Leute gesehen, die mit 10 Bildschirmen gearbeitet haben. Die Führung durch meine Patin Barbara Mauer im Praterstern 3 war auch ganz interessant. Meine Patin hat mir genau erklärt, was für Bereiche es im Unternehmen der ÖBB gibt und wo bzw. wann sie zum Einsatz kommen.

Es wurde mir am letzten Tag erklärt, was eine Ausschreibung ist, wann man es braucht und wieso es wichtig ist.

Was mir am besten gefallen hat, war der freundliche Umgang. Alle MitarbeiterInnen, Kollegen und sogar mein Chef und sein Vorgesetzter waren sehr nett zu mir. Mein Arbeitsplatz war auch sehr schön. Ich bin sehr froh, dass auch meine Kollegen Florian Detzer und Paktrick Wögenstein mit meiner Arbeit und Leistung sehr zufrieden waren.

Ich darf mich bei allen bedanken, die sich bemüht haben, mir ein Praktikum bei den ÖBB zu ermöglichen!

In den Ferien arbeiten – auch Sommerjobs lehren fürs Leben

START-StipendiatInnen bei der Erste Bank Österreich
 

(Wien, 26. August 2019). „Wir haben uns im Winter 2018 für den Sommerjob beworben und waren sehr glücklich, dass es geklappt hat“, erzählen die 19-jährige Nour und der gleichaltrige Atila. Beide wollten unbedingt erste Erfahrungen in einer Bank sammeln. Und es hat geklappt. Die Beiden erhielten im Frühjahr 2019 die Zusage für das Sommerpraktikum.

Die Erste Bank bietet jedes Jahr rund 400 interessierten SchülerInnen und StudentInnen entsprechende Sommerjob-Möglichkeiten – in der Zentrale am Hauptbahnhof in Wien genauso wie in den Filialen. Die Kriterien für die Aufnahme sind vielfältig: „Die Jugendlichen von heute sind die MitarbeiterInnen von morgen. Wir freuen uns über den positiven Zuspruch junger Menschen und das Interesse an der Erste Bank. Diversität ist uns sehr wichtig und wir erleben Jugendliche aus verschiedenen Kulturen als große Bereicherung“, unterstreicht Anne Frank, Head of Recruiting Subsidiaries, Erste Bank. 

Die beiden Jugendlichen Nour und Atila mit syrischem bzw. afghanischem Migrationshintergrund sind START-StipendiatInnen. Das heißt, sie besuchen weiterführende Schulen mit Maturaabschluss und werden vom Verein START Stipendien dabei, vorwiegend mit Sachleistungen, unterstützt. 

Ein Tag im ältesten Kreditinstitut Österreichs 
Wie kann man sich einen Praktika-Tag bei der Erste Bank vorstellen? Nour und Atila wurden jeweils einer Bank-Filiale zugeteilt. „Ich wurde auf einem Rundgang in der Filiale mitgenommen und habe sämtliche Abteilungen und Personen gesehen“, schildert Atila. Mittlerweile ist er in der Kundenbetreuung und unterstützt bei der Aktivierung von Apps genauso wie bei der Nachbestellung von Karten oder der Eröffnung von Daueraufträgen. „Ich mag es, mit den Kunden in Kontakt treten zu dürfen und sie bei ihren Anliegen unterstützen zu können“, meint Atila, „und mir gefallen das Bankenimage, der gepflegte Umgang und die Atmosphäre in einer Bank!“ 

Nour’s Arbeitsplatz in der Erste Filiale war der Infopoint. „Am ersten Tag konnte ich sogar meine Arabischkenntnisse einsetzen“, erzählt die Jugendliche stolz. Dann wechselte die 19-Jährige Filiale, kümmerte sich um Post und Valuten-Kurse, stand KundInnen bei Fragen zur Verfügung und übernahm am Nachmittag meist die telefonische Koordination von Terminvereinbarungen u.a.m.

Bildunterschrift: In den Ferien arbeiten – der 19-jährige Atila macht ein Sommerpraktikum in der ältesten Bank Österreichs
Bildnachweis: Verein START Stipendien 
Download per Mouse-Rechtsklick

Verständnis für den Bankbereich
Beide StipendiatInnen wurden intern professionell begleitet und erhielten die notwendige Unterstützung von routinierten KollegInnen in der Filiale. Und beide träumen davon, weitere Praktika zu machen, um noch mehr Erfahrungen zu sammeln und Einblicke zu gewinnen. 


Rückfragehinweis:

Verein START-Stipendien Österreich
Aleksandra Milosevic, Projektkoordination START-Wien
M: +43 664 2144637
E: milosevic@start-stipendium.at
www.start-stipendium.at
 
communication matters
Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 26
E: bottesch@comma.at
www.communicationmatters.at

Über START-Stipendien
Das START-Stipendienprogramm fördert engagierte Schüler*innen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das START-Programm sind daher steuerlich absetzbar. 
Nähere Infos unter www.start-stipendium.at

Sana bei Woman2Woman Leadership in den USA

Starke Frauen stärken Frauen

Women2Women America International Leadership Program 2019

Women2Women ist eine Leadership Konferenz für junge Frauen zwischen dem Alter von 15 bis 19. Dank START wurde ich von der amerikanischen Botschaft gemeinsam mit 2 anderen Frauen nominiert und vom US-Department of State eingeladen, an dieser Konferenz teilzunehmen.

Diese fand vom 01.08.2019-10.08.2019 in Boston, Massachusetts an der Simmons Universität statt. Wir waren 140 junge Frauen aus 35 Ländern. Am 2. August wurden wir von Richard Rendon oder Rick, dem Gründer von Women2Women Empowerpeace empfangen. „Empowered Women Empower Women“ Rick hat jeder Delegation gebeten, diesen Satz in der eigenen Sprache zu übersetzen. „Starke Frauen stärken Frauen“ war die Antwort unserer Delegation aus Österreich.

Zunächst wurden wir in Teams aufgeteilt. Mein Team hieß „Powerful“. Schon der 2. Tag war voller Überraschungen und Vorträge. Der erste Vortrag „Understanding the Power of Your Social Network“ war von Christopher Tunnard, Professor für Internationale Business. Der nächste Vortrag „The Basics of Public Speaking“ und das Highlight des Tages war von Liz Walker, einer preisgekrönten Fernsehjournalistin, die uns gelehrt hat, die eigene Geschichte vor einem Publikum zu erzählen. Zu verstehen, wie wir unser Publikum fesseln und über die Themen aufklären können, die einem wichtig sind, ist entscheidend für unseren Erfolg. Was brauchen wir alles, um unsere eigene Geschichte zu erzählen ohne, dass wir kritisiert und beurteilt werden? Darum ging es in diesem Vortrag. Nach vielen Vorträgen waren wir am Abend in der Stadt und haben ganz viele Fotos von Boston gemacht!. Schon der 2. Tag war voller Überraschungen und Vorträge. Der erste Vortrag „Understanding the Power of Your Social Network“ war von Christopher Tunnard, Professor für Internationale Business.

Am nächsten Tag hatten wir Mason West, ein geschäftsführender Direktor zu Gast. In seinem Vortrag ging es um Leadership. „The Leader in You“ Dieser Workshop ermöglichte uns, die verschiedenen Arten von Leadership zu erkennen und zu bestimmen, welche Art von Leadership am meisten zu uns als Individuum passt. Danach hatten wir einen Vortrag mit Cherly Jackson, einer Journalistin, die uns gezeigt hat, wie man digitale Kurzformgeschichten produziert, die uns helfen, die Aufmerksamkeit zu bekommen, die unsere Geschichte verdient. Cherly käpft immer noch, um das Recht ihres ermordeten Bruders zurückzuerlangen, dessen Täter immer noch nicht bestraft wurden.

Das Motto vom 4. Tag hat gelautet „ I can and I will. Watch me.” Wir begannen den Tag mit Yoga “Mindfulness and Self-Care”. Einer der emotionalsten Vorträge war der von Amanda Parker, Senior Director von der AHA Foundation, eine Organisation die kämpft, Kinderehe, Ehrengewalt, FGM Genitalverstümmelung und Zwangsheirat ein Ende zu bereiten. Amanda hat uns Geschichten von ihren Freundinnen erzählt, die entweder genital verstümmelt sind oder gezwungen wurden als Kind zu heiraten. Auch einige Kandidaten, die diesen Problemen begegnet sind haben sich getraut, ihre Geschichten zu erzählen. Nach einem sehr emotionalen Tag waren wir im Boston Tea Party Museum und haben Vieles über die Geschichte Bostons erfahren.

Tag 5 „Look Mom! I am going to Harvard “
Endlich ist der Tag gekommen, worauf jeder gewartet hat. Wir sind zur Harvard Law School gefahren und hatten viele Vorträge in den Hörsälen von Harvard. Der erste Vortrag war von Victoria Budson. Sie ist die geschäftsführende Direktorin des Programms „Women and Public Policy“ (WAPPP) an der Harvard Kennedy School of Gouvernement. Der nächste Vortrag „The Art of Negotiation“ war von Susan Hackly. „ein kompetenter Verhandlungsführer zu sein, kann uns das Vertrauen geben, nach dem zu fragen, was wir brauchen, und die Fähigkeit, die gewünschten Ergebnisse in unserer Community zu erzielen“
Schließlich waren wir in der Kennedy School of Gouvernement an der Harvard Universität und haben die Mason fellows kennengelernt, ihre Geschichten gehört und konnten Fragen stellen.

Tag 6, 7 und 8
An diesen drei Tagen hatten wir intensive Workshops und Vorträge von „Understanding the Media and Identifying Fake News“ über „Climate change and the Impact on Women and girls.“ Bis hin zu „Filming Techniques for digital Sotrytelling“ Ein Votrag, der mir besonders gefiel war von Keri Thompson „Battling the Imposter Syndrome“. Das Imposter Syndrom betrifft meistens Mädchen und Frauen. Das Ziel dieses Workshops war, uns zu helfen, mehr über dieses Ereignis zu verstehen und uns praktische Fähigkeiten und Strategien zu vermitteln, dieses Syndrom zu bekämpfen. Schließlich waren wir in Newburyport und hatten Freizeit die Gegend zu entdecken!

Tag 9 „It’s your turn to change the world “
Wir waren in dem State house of Massachusetts und haben unseren Action Plan präsentiert.

Was ist ein Action Plan? Während den 7 vergangenen Tagen mussten wir an den sogenannten Action Plan arbeiten. In dem Action Plan müssen wir ein Problem schildern und Wege finden, die uns helfen dieses zu lösen. Diese Probleme können uns persönlich betreffen, unsere Community oder auch andere Länder und Communities. Am letzten Tag mussten wir den Action Plan vor einer Jury in dem State house of Massachusetts präsentieren. Diese haben uns Vorschläge gegeben, unseren Action Plan umzusetzen.

Das Problem, das ich geschildert habe war die sogenannte FGM, weibliche Genitalverstümmelung, das ist die partielle oder vollständige Entfernung der weiblichen Genitalien oder die Beschädigung der Geschlechtsorgane ohne profunden, medizinischen Hintergrund. Die Tatsache, dass täglich 8000 Mädchen ihrer Genitalien beraubt werden aus traditionellen oder kulturellen Motiven, hat mich sehr berührt. Und mein Action Plan ist, der Organisation Traget Ruediger Nehberg beizutreten, die FGM in verschiedenen Orten wie zum Beispiel in Äthiopien; Afra zu bekämpfen.

Meine Rede die ich bei der Vorstellung unseres Action Plans gehalten habe:

Female Genital Mutilation is the partial or total removal of external female genitalia, or other injury to female genital organs for non-medical reasons. There are 4 main types of FGM:
• type 1 is removing part or all of the clitoris
• type 2 removing part or all of the clitoris and the inner labia (the lips that surround the vagina), with or without removal of the labia majora (the larger outer lips)
• type 3 narrowing the vaginal opening by creating a seal, formed by cutting and repositioning the labia
• other harmful procedures to the female genitals, including pricking, piercing, cutting, scraping or burning the area

FGM is a crime beyond human comprehension. 200 million women worldwide are affected. 8,000 girls per day are robbed of their genitalia and their dignity. That is one every eleven seconds. FGM is practiced mainly in African countries but it also impacts women and girls in the US and Europe – and has been, in some places, for over 5,000 years, regardless of religion and nationality. 500,000 women have been genital mutilated in Europe and 180.000 are at risk. There has to be an end to this crime and this why, I decided to join the TARGET e.V. organization.

TARGET is a human rights organization founded in 2000 by Rüdiger Nehberg. It’s a nonprofit organization. It’s main purpose to fight against FGM. Since the justification for Female Genital Mutilation is given, incorrectly, by reference to holy texts and religious duty and the majority of victims are Muslim girls and women. TARGET believes that an end to this bloody custom can be found in the strength of Islam itself. TARGET’s “Pro-Islamic Alliance against Female Genital Mutilation” aims to set out clearly that this crime, wherever practiced, is incompatible with the Qur’an and with the ethics of Islam.
They’ve also done a lot of projects in Ethiopia in Afra. One of their important projects is a clinic for gynecology and obstetrics in Afra Ethiopia where almost every woman and girl is genital mutilated. A natural birth is in such cases life-threatening for both mother and child.
Since then, more than 1000 women gave birth and 150,000 people received medical care. with the support of doctors from Switzerland.
Rüdiger Nehberg the founder of Target e.V. said: “We won’t stop until we put an end to this crime”

Schließlich hatten wir unsere Women2Women Ausstellung, wo unsere Bilder im State House ausgestellt wurden.
Was verstehen wir unter „The power of a woman “? Ich entschied mich Kaiserin Maria Theresia als starke Frau ihrer Zeit in Österreich zu präsentieren, ihr haben wir die Einführun der allgemeinen Schulpflicht für Kinder beiden Geschlechts zu verdanken. Am Abend hatten wir eine Abschlussparty mit Photo booth und haben die erfolgreichen Tage gefeiert!!

Nicht nur Erfahrung und Wissen haben ich gewonnen, sondern viele Freunde aus verschiedenen Ländern und Kulturen, die dieselben Interessen teilen und mich unterstützen. Für mich sind sie mehr als Freunde, obwohl wir uns erst seit kurzem kennen. Für mich sind sie meine zweite Familie! „empowerte Frauen unterstützen Frauen“. Hier weiß keiner von Neid oder Eifersucht. Hier unterstützt jeder jeden. Hier wird niemand beurteilt. Hier ist ein sicherer Ort, hier ist mein zweites Zuhause.

Vielen Dank an die US Botschaft in Wien, das US Department of State und START, die mir diese Erfahrung ermöglichten.

Women2Women 2019

Sommer, Sonne & Neusiedlersee

Nachdem die START-Wien Stipisprecher Edison & Atila den lustigen Bowling-Nachmittag im Juli organisiert hatten, wollten sie dieses Mal mit den Stipendiat*innen und Absolvent*innen zum Neusiedlersee fahren. Eine strahlende Augustsonne, angenehme Wassertemperaturen und sportliche Aktivitäten trugen zu einem unvergesslichen Ausflug bei.

Am Samstag dem 10.08.2019 waren wir bunt gemischt, alte und neue Stipendiaten/innen gemeinsam mit Absolventen/innen von diesem Jahr und sind zum Neusiedlersee gefahren.

Die Reise begann um 10.45, zu dem Zeitpunkt haben wir uns alle gemeinsam am Wiener Hauptbahnhof getroffen, uns vom Spar noch Snacks geholt für den langen Tag und sind anschließend gemeinsam auch zum Bahnsteig aufgebrochen. Im Vorhinein haben wir uns in einer WhatsApp-Gruppe ausgemacht, dass all die wollen, ihre kleinen Geschwister mitnehmen können. So haben sich auch des möglicherweise zukünftigen Stipi-Juniors untereinander kennengelernt.

Nachdem wir gegen Mittag am See angelangt sind haben wir uns einen gemütlichen Platz im Schatten gesucht, uns umgezogen und die meisten haben sich dann auch mal kurz reingestellt und gemerkt, dass der Boden nicht so ganz gleich ist wie in einem Schwimmbad, einem See oder Meer mit steinigem Untergrund. Das hat ihnen so gar nicht gefallen und war dann auch das letzte Mal für diejenigen in der Nähe vom Ufer. Nach der Abkühlung kamen die Snacks dran, die der Stipisprecher Atila gemeinsam mit dem neuen Stipendiaten Sakaria besorgt hatte. Essen trinken, Obst, Chips, Brot alles was das Herz begehrt und was zu einem Picknick gehört war vorhanden. Am späten Nachmittag haben sich einige Gruppen zusammengefügt und sich ein Tretboot ausgeliehen und sind damit auf dem Neusiedlersee herum gefahren. Bei so einem langen Aufenthalt in der Sonne hat sich bei der ein oder anderen Person auch schon ein Sonnenbrand festgestellt. Neben Beachvolleyball, Fußball spielen und Tretboot fahren haben wir natürlich auch das START-Wien Lieblingsspiel Werwolf gespielt. Es war eine sehr harmlose Runde wenn man das so sagen kann.

Gegen 18 Uhr haben wir unsere Sachen gepackt und haben uns am Weg zurück nach Wien gemacht. Wir hatten jedoch Hunger, da wir ja schließlich schon den ganzen sportlich unterwegs waren. Da uns noch etwas Geld übrig geblieben ist, haben wir entschlossen zu dem Restaurant Piece Kitchen zu gehen und haben dort noch gut gegessen und uns fein unterhalten.

Ich werde den 10.08.2019 nie vergessen. Das war wirklich ein super Tag und bleibt unvergesslich, denn ich hatte viel Spaß und die Möglichkeit, anderen neuen Stipendiat*innen sowie Leuten aus START-Hilfe und START-Freundeskreis bessere kennen zulernen. Die Idee, am Abend in Peace Kitchen zugehen und dort zusammen zu essen, war auch super. Alles was wir an diesem Tag erleben durften, bedanke ich mich bei unsere Stipisprecher Atila und Edi, dass sie sich sehr bemüht haben, alles an diesem Tag zu organisieren, um uns näher zu einander bringen. Und ich bedanke mich auch bei START-Stipendium und den Sponsoren, die uns dabei helfen. -Sakaria

Es war mega schön und mir persönlich hat es sehr gut gefallen. Ich bin noch nicht zum Neusiedlersee gefahren das war für mich eine Überraschung und zwar habe ich auch sehr viele Leute von uns kennengelernt. Alle waren sehr nett und freundlich. Ja meine Meinung nach sehr sehr toller Ausflug fand ich es und ja danke euch für die Mühe. -Ali

Rhythm is a Dancer – Impulstanzfestival

Am 3. August 2019 sollten die Stipdendiat*innen einer der dynamischten Sommerangebote in Wien miterleben dürfen. Um uns für den Abend zu stärken trafen wir uns zunächst in einem der besten syrischen Restaurants in Wien zum gemeinsamen Abendesssen. Danach gingen wir zu Fuß zu den Probebühnen im Arsenal, wo wie jeden Sommer zahlreiche Angebote des Impulstanzfestivals stattfinden. Die Schlange für das Dance-Battle war recht lang und wie alle hofften wir, dass wir einen Platz bekommen würden. Als wir reinkamen war gleich eine total schöne Stimmung, man konnte richtig die durch und durch positive Energie spüren. Im Vorhinein konnten alle, die mittanzen wollten sich anmelden. Ungefähr 30 Tänzer*innen zeigten in der ersten Runde einzeln ihr Können. Die Hälfte sollte dann in die nächste Runde kommen, in welcher 1:1 gegeneinander angetreten wurde. Es war so spannend und wunderschön den Tänzer*innen zuzuschauen wie sich ihre Bewegungen alle von einander unterschieden und alles so fließend und leicht aussah. In den Pausen tanzte dann das ganze Publikum zusammen. Es war wirklich eine wunderschöne Stimmung.

“Für mich war ein besonderer Tag, denn ich hatte viel Spaß.
Besonders war das Essen Lecker und sehr wichtig waren die Personalien auch nett. Mir hat auch diese lange Schlange gefallen, da wir viel Zeit hatten, mit ein anderer zu reden und es ist sehr schön mit euch zu reden.
Am meisten, was mir gefallen hat, war dort ein kleines süßes Mädchen mit ihrer Eltern. Ebru, Shehab und ich standen auf dem Fensterbrett, da es nicht passende Plätze für uns gab, und dies kleines Mädchen hat vor uns getanzt. Das war sehr süß.
Ich hatte viel Spaß dabei und das bedanke ich Start-Stipendium und besonders dich Anna.” Sakaria

Praktikum an der Wiener Börse

START-Wien Stipendiat und HAK-Schüler Edison absolvierte im Sommer sein Pflichtpraktikum an der Wiener Börse.

Mein Name ist Edison Baardies und ich bin START-Wien Stipendiat seit 2018. Diesen Sommer im Juli 2019 durfte ich mein Praktikum bei einer unserer Förderer absolvieren.

An der Wiener Börse, konnte ich meine ersten Berufserfahrungen für ein Monat sammeln und mir einen Einblick in die Arbeitswelt verschaffen. Es war eine sehr aufregende Zeit und dadurch dass ich dank dem Alexander Racher, ein Mitarbeiter der Börse und die Ansprechperson für START, in so vielen verschieden Abteilungen schnuppern durfte, weiß ich nun ganz genau was mir an einer Büroarbeit liegt, leicht fällt und kann dadurch auch meine zukünftige schulische sowie auch studentische Laufbahn planen.

Was mir sehr bei an der Wiener Börse gefallen hat, war der lockere und respektvolle Umgang zwischen den ArbeitskollegInnen, sowie die Offenheit und Hilfsbereitschaft der MitarbeiterInnen. Auch das flexible Arbeitsverhältnis mit dem Gleitzeitsystem war neu für mich! Ich habe mich jedoch schnell daran gewöhnt.

Ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen, die ich an der Börse sammeln konnte und dass mir das Stipendium dies möglich gemacht hat. Ich blicke schon auf den nächsten Börse Punsch und freue mich dort alle bekannten Gesichter und KollegInnen wieder zu sehen.

1,2,3 Strike – START-Wien bowlt!

Am Samstag den 27. Juli 2019 waren die neuen und die alten START-Wien StipendiatInnen in der Bowlinghalle “Kugeltanz”. Wir haben uns in 3 Teams aufgeteilt und spielten auf 3 getrennte Bahnen nebeneinander. Es war sehr aufregend, da die ersten Wurfversuche immer deutlich danebengingen und man erst den richtigen Technik für sich finden musste.

Die Kugeln gab es in unterschiedlichen Größen, dass heißt für einen “Strike” musste man auf jedes kleines Detail achten und den richtigen Kugel, in der richtigen Größe auswählen.

Nach einem einstündigen Bowling-Spaß gingen wir los und holten uns noch einen Eis. Auch wenn das Wetter regnerisch war, hinderte es uns nicht daran Spaß zu haben. Darüber hinaus war der Tag eine einzigartige Möglichkeit, dass sich die StipendiarInnen besser kennen lernen.

Bericht: Atila

Rafiki

Am 23. Juli 2019 besuchten die Stipendiat*innen zusammen das Filmcasino um sich den Film Rafiki anzuschauen. Dieser handelt von zwei jungen Frauen in Kenia, die sich ineinander verlieben und mit ihrer Beziehung gegen Konventionen verstoßen.
Die Geschichte der beiden Liebenden hat Kahiu der Kurzgeschichte Jambula Tree der ugandischen Schriftstellerin Monica Arac de Nyeko entlehnt. Laut der Zeit wurde “die Vorführung des fertigen Films in Kenia zunächst verboten, da er laut des Leiters der Filmklassifizierungsbehörde “Homosexualität zu legitimieren und zu normalisieren” versuche. Trotzdem schaffte es Rafiki als erster kenianischer Film in die offizielle Auswahl der Filmfestspiele von Cannes. Und da ein Film im eigenen Land gezeigt worden sein muss, damit er für die Oscars nominiert werden kann, reichte die Regisseurin später Klage gegen das Verbot der Filmaufsichtsbehörde ein. Mit zumindest einem kleinen Erfolg: Für Rafiki wurde eine Ausnahmeregelung getroffen, aufgrund derer das Drama eine Woche lang in einem Kino in Nairobi zu sehen war.”

Es war wirklich ein sehr schöner und auch trauriger Film. Die Regisseurin schaffte es trotz der sehr gesellschaftskritischen Komponente des Films, gleichzeitig auch eine echte und romantische Liebesgeschichte darzustellen.

Die Migrantigen

Am 18. Juli 2019 kamen die Stipendiat*innen und Alumnis zusammen um sich gemeinsam die österreichische Komödie Die Migrantigen im Rahmen des Freiluftkinoprogramms Volx am Volkertmarkt anzuschauen.
Das Kinoerlebnis war mal ein ganz anderes, der ganze Platz war voll mit Leuten, die teilweise auf den dafür aufgestellten Sesseln saßen, teilweise auf Picknickdecken oder selbst mitgebrachten Sitzgelegenheiten. Es war eine sehr angenehme Stimmung und da der Film auf eine sehr humorvolle Art mit Klischees und Vorurteilen spielt, wurde sehr viel gelacht. Der Film hat aber auch eine tiefere Ebene, die kritisch beleuchtet, wie Hetze und Stigmatisierung einen tiefen Keil in eine Gesellschaft treiben kann.

Der Stoff aus dem Träume sind

Am 9. Juli 2019 kamen sowohl ganz neue Stipendiat*innen als auch Alumnis zusammen um den Film “Der Stoff aus dem Träume sind” unter freiem Himmel am Karlsplatz anzuschauen. Das Freiluftkino “Kaleidoskop” am Karlsplatz soll gesellschaftspolitische Themen auf die Leinwand unter freiem Himmel bringen und so einen niederschwelligen Zugang für alle, die vorbeikommen schaffen. Das Cinecollective organisiert zu den jeweiligen Themen auch Podiumsdiskussionen vor der Vorstellung. Der Dokumentarfilm zeigte anhand von sechs Beispielen selbstorganisierter und selbstverwalteter Wohnbauten in Österreich, von 1968 bis heute, den Entstehungsprozess und die Idee des gemeinschaftlichen Wohnens. Der Film und auch die kurze Einführung in die Thematik durch die Podiumsdiskussion mit den beiden Regisseur*innen und einem Mitglied der Wiener Initiative “SchloR- schöner leben ohne Rendite”, waren sehr informativ. Einerseits wurde die Umsetzbarkeit von Utopien aufgezeigt und wie wichtig Selbstverwaltung im Bereich Wohnen sein kann, um ein gemeinschaftliches Zusammenleben basiert auf Gleichberechtigung ohne Hierarchien aufgrund von Kapital zu ermöglichen.


Herzlich Willkommen bei START-Wien!

Am 6. Juli war es endlich soweit: Kennenlernen mit den neuen Stipendiat*innen. Zunächst gab es ein Kennenlernspiel, wo jede*r ein Blatt Papier auf den Rücken geklebt bekam und dann alle sich gegenseitig was drauf schreiben konnten, wie z.B. “ist gut in Mathe” oder “mag Katzen”. Zurück im Sesselkreis konnte jede*r seinen*ihren Zettel vorlesen und sagen was richtig geraten war und was nicht stimmt. So lernten wir uns gleich alle ein bisschen kennen und konnten auch schon viel zusammen lachen.

Dann stellte das START-Wien Team zusammen mit ein paar alten START-Hasen in Kleingruppen die verschiedenen Fördergruppen von START vor. So konnten alle Fragen zu Freundeskreis, START:Hilfe und START-Stipendium genau beantwortet werden. Nach allen Informationen packten wir die Picknickdecken, Bälle und Snacks ein, holten uns ein Eis für den Weg und gingen los zum Prater um dort noch mehr Stipendiat*innen zu treffen. Gemeinsam ließen wir den Tag ausklingen mit Plaudern, Ball spielen und freuten uns über all die neuen Bekanntschaften und, dass wir wieder gewachsen sind.

Ein abenteuerliches Jahrestreffen auf der Burg Finstergrün

Ein Jahrestreffen wie kein anderer. Das diesjährige Jahrestreffen 2019 tagte im Burg Ramingstein. Dazu auch mittelalterliche Türen, riesige Tore, hohe, schmale Gänge sowie frische Bergluft auf/in 1000m Höhe.

Nach einer langen Busfahrt, mit einer kurzen Essenspause, am Fuße des Berges angekommen, mussten die Stipis ein steiles Gefälle, den Berg bis zur Burg raufgehen. Oben angekommen wurden wir empfangen und damit den Regeln vertraut gemacht.

Anschließend wurden Zimmer bezogen. Zu den Bedauern der Stipis, konnte das geplante Programm, die Fakelwanderung, aus Brandschutzgründen nicht stattfinden. Spontan kreierten die LKs ein neues Programm. Wir schauten uns die Burg näher an, spielten Vollyball – mit vollem Einsatz, die Flecken am Arm fürs viele Bridgen/ Britschen sind der Beweis dafür- und Fußball. Trotz sportlicher Ausübung ist die Nacht noch jung. Denn im Gemeinschaftsraum lauern Wölfe, Dorfbewohner, etc. – es wurde das Spiel „Werwolf“ gespielt.

Am nächsten Tag, hatten wir einen Kräuterworkshop, bei welchem wir Tee mixten, neue Salzmischungen kreierten und Aufstriche für Stockbrot, welches fürs Lagerfeuer gedacht war, machten. Doch auch hier, zum Bedauern der Stipis, musste das Lagerfeuer aufgrund von Nässe abgeblasen werden. Nichtsdestotrotz, ließen wir uns davon nicht die Laune verderben und brachen zum Silberbergwerk auf. Übermotiviert nahmen wir den steilen und schwierigen Weg, statt den leichten und angenehmen Weg. Oben angekommen wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und bekamen gelbe Schutzanzüge – wir sahen wie kleine Bauarbeiter, wie kleine Miniens aus. Anschließend machten sich die beiden Gruppen zeit verschoben, separat durchs Silberbergwerk. Begeistert von Steinen und dem Bergwerk ließen wir uns von 8 Grad im Bergwerk nichts anhaben, denn Fragen waren genauso präsent wie das Interesse. Nach diesem Programm gab es schließlich Abendessen und ein gemütliches Spielabend im Gemeinschaftsraum.

Am nächsten Tag leider mussten wir schon abreisen. So kurz und schmerzlos der Abschied vom schönen Ort war, desto anstrengender stellte sich die Busfahrt für einige. Übelkeit und eine baldige Entleerungspause/ Kotzpause waren die Folge, der langen Busfahrt. Die Stipis aber lassen sich davon nicht die Laune verderben. Sie sorgen sich zuerst um ihre Freunde/Freundinnen, denen es schlecht geht und spielen leise hinten im Bus „Werwolf“. Mit einem “Auuuu” geht das Jahrestreffen dieses Jahr zu Ende.

Das Jahrestreffen war zwar kurz aber sehr spannend, wir sind uns dadurch näher gekommen und hatten viel Spaß miteinander vor allem die Spiele Volleyball und Das Spiel „Werwolf“ hat uns an Laune gehalten. Außerdem sind wir noch einen steilen Berg geschrieben, mit einer kleinen Essenspause, und haben eine Führung durch die Silberbergwerk bekommen. Was sehr interessant war, war die sehr kühle Temperatur, circa 8 Grad, und die sehr informativen Infos die wir zwischendurch bekommen. Ein tolles Erlebnis mit START! -Balqiz

Ich fand es schade, dass wir kein Lagerfeuer hatten und auch keine Fackelwanderung, dennoch waren viele von uns das 1. Mal in einem Bergwerk und ich denke, dass es wirklich allen gefallen hat! Die Übernachtung auf einer Burg war überhaupt das Beste. Plus wir konnten nicht wirklich am Handy sein und haben viel Zeit miteinander verbracht & somit generell mehr miteinander geredet. Insgesamt fand ich es wirklich gut und die Natur hat uns allen gut getan!! -Aylin

Die Idee in einer Burg zu übernachten, ist großartig. Ich habe mich auf das Jahrestreffen sehr gefreut. Die Burg war auch groß und schön. Die interessante historische Geschichte dahinter ist auch faszinierend. Beim Jahrestreffen habe ich andere Stipendiaten und Stipendiatinnen noch besser kennengelernt (vor allem Maturanten) weil wir mehr Zeit miteinander verbracht haben. Ich habe mich auf das Lagerfeuer gefreut, jedoch hat es wegen dem schlechten Wetters nicht stattgefunden. -Shehab

Meine letzte START Veranstaltung mit der ganzen Gruppe – das Jahrestreffen. Eine sehr gelungene Veranstaltung! Obwohl es aufgrund des Regens zu einigen Kürzungen kam, hielt das uns nicht ab Spaß zu haben. Ob nun Volleyball, Tischtennis gegen Anna oder gar Katrin Bernd oder der Favorit unter den meisten “Werwolf”. Spaß hatten wir eine Menge, selbst wenn wir grade dabei waren einen Berg zu besteigen, oder in einem Bergwerk waren. 8°C hielten uns nicht davon ab die Zeit zu genießen. Die Ambiente in der Burg war auch toll. Nicht zu vergessen das Wasser! Als “leidenschaftlicher” Wassertrinker ist mehr der Unterschied zum Wiener Wasser sofort aufgefallen. Man trinkt halt nicht immer von einer Bergquelle. Trotz der missglückten Pläne war es toll. Wer weiß vielleicht wäre es ja nicht so toll ausgegangen, wenn das Wetter uns nicht einen Strich durch die Rechnung gezogen hätte? -Erem

Oblivion

Im Rahmen der Wiener Festwochen 2019 besuchte START-Wien die Kunstperformance “Oblivion” der Künstlerin Sarah Vanhee. Die Künstlerin hatte ein Jahr lang ihren virtuellen und realen Müll gesammelt, welchen sie aus den Kartons ausräumte, während sie mit dem Publikum sprach.

START-Wien Stipendiat Erem hat seine Eindrücke der Kunstperformance fest gehalten: “Das Oblivion, ein unvergessliches Theater. Die Schauspielerin sprach durchgehend auf Englisch, zeitweise auch auf Spanisch und Französisch. Nach und nach entleerte sie mit Müll gefüllt Kartons. Zu Beginn konnte man davon ausgehen, dass sie den Kontinent Nordamerika formt, jedoch wurde dieser Gedanke schnell wiederlegt. Die Schauspielerin hat die gesamt Fläche mit ihrem Abfall befüllt. Müll, den sie über ein ganzes Jahr gesammelt hat. Müll, der schnell ins Vergessene gerät. Müll, den man gar nicht als Müll zählen würde. Das Stück an sich hatte ein gutes Konzept, denn es soll das Publikum dazu animieren mehr auf die eigene Müllproduktion zu achten. Die Umsetzung bzw. die Performance konnte diesen Gedanken aber nicht übermitteln. Hierzu hatte das Stück auch noch unnötige Länge, die dem Ganzen eine fadisierende Eigenschaft gab. Trotz der eher schlechteren Umsetzung, muss ich auch sagen, dass ich zu meinem Teil auch ein besseren Bewusstsein für meine Müllproduktion habe.”

Ein paar Gedanken unserer START-Wien Stipendiat*innen zu ihrem eigenen Konsum und der Müllvermeidung:

Dieses Jahr war ich zum ersten mal bei den Wiener Festwochen und ehrlich gesagt war ich etwas enttäuscht, weil die Erzählungen von den Vorstellungen viel interessanter waren als wie die, die ich besucht habe. Es war heftig mit anzusehen das ein Mensch in einem Jahr der relativ nachhaltig bereits lebt, trotzdem so viel Müll verursacht. Jedoch war die Art der Präsentation sehr öde. Es war trotzdem schön wieder Stipis zu sehen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. -Edison

Mein eigener Konsum für Müll ist, dass ich versuche, wie weit ich kann, Papier Müll und Bio Müll von anderen Müll trenne. Ich habe eine nette Bekannte und wir tauschen unsere Kleidung und Schuhe, um unsere Umwelt schützen und weniger Sache kaufen. Ich muss sagen, dass wir nicht nur Kleidung und Schuhe tauschen, sondern auch andere Dinge zum Beispiel Bücher, DVD usw.
Ich benutze die alte Zeitungspapier als Papier Geschenk. Mit solchen Kleinigkeiten versuche ich wenigstens etwas gutes zu tun. -Stella

Ich bin der Meinung, dass das Konzept interessant ist, jedoch die Umsetzung nicht, wobei ich sagen muss, dass die Idee, die Menge an produziertem Müll innerhalb eines Jahres zu zeigen, an und für sich gar nicht so schlecht ist, allerdings zu lang gedauert hat, dass es einem irgendwann auf die Nerven ging. Ich bin ein Typ, der Sachen mehrmals verwendet, d.h. ich verzichte nicht ganz auf Plastik, aber ich versuche die Sachen so oft zu verwenden, bis sie wirklich kaputt gehen (z.B. meine Wasserflasche, Plastiksackerl, usw…). Also ich kaufe mir keine neuen Sachen bevor die alten wirklich alt werden. Ich konsumiere auch nicht sehr viel Fleisch. Einerseits weil es mir nicht wirklich schmeckt. Andererseits weil man Fleisch durch zahlreiche Lebensmittel ersetzen kann, die keinem Lebewesen schaden. -Rosetta

Das Konzept der Kunstperformence fand ich toll, aber die Ausführung könnte besser sein. Auch wenn die Ausführung etwas holprig war, ist mir während der ganzen Performance mein eigener Konsum bewusst geworden und wie viel ich eigentlich an Müll einsparen könnte. Anstatt zum Supermarkt und dort Tomaten in einer Plastikschale zu kaufen, könnte ich mit einer Stofftasche zum Bauernmarkt gehen und mir dort verpackungslose Tomaten holen. Anstatt mir neue Zahnbürstenköpfe für die elektronische Zahnbürste zu kaufen, könnte ich den jetzigen Kopf mit heißem Wasser übergießen oder in den Kühlfach legen, sodass die Bakterien absterben. Anstatt … und so weiter. Es gibt so vieles an dem ich etwas verbessern kann und das hat mir die Kunstperformance gezeigt. -Ebru

Der Mathematik Studienclub stellt sich vor!

Das Projekt Mathematik macht Freu(n)de entwickelt und erprobt Best Practices für moderne Unterrichtsgestaltung sowie die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen im Schulfach Mathematik. Mathematik macht Freu(n)de ist die Schöpfung von Univ.-Prof. Dr. Michael Eichmair und wird unter seiner Leitung als Kooperationsprojekt der Universität Wien und der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich durchgeführt.¹ START-Wien bedankt sich bei Michael Eichmair und Felix Heistinger, wie auch bei den Lehrenden für die Kooperation. Der Studienclub nimmt unseren Stipendiat*innen die Angst vor dem Fach Mathematik, veranschaulicht neue Lösungsansätze und erklärt komplexe Inhalte einfacher, wie auch verständlicher. Besondern freuen wir uns, dass wir dieses Semester das Angebot um einen Physikstudienclub erweitern konnten.

Das "Mathematik Studienclub" Team

Irene Baldauf

Die beiden Unterrichtsfächer von Irene sind Mathematik und Physik. Sie begleitet die Jugendlichen von START schon seit über einem Jahr und war auch diesmal wieder als Coach beim Mathematikkurs dabei.

„Ich arbeite sehr gerne mit den Jugendlichen zusammen. Sie bringen Lernbereitschaft und Offenheit mit. Dadurch lernen aber nicht nur die Jugendlichen viel dazu, sondern auch wir Coaches. Unsere Arbeit in den Studienclubs ist geprägt von Flexibilität und Innovation, was eine tolle Vorbereitung für unser zukünftiges Unterrichten darstellt.“

Felix Heistinger

Felix studiert die beiden Fächer Mathematik und Englisch auf Lehramt. Gemeinsam mit Irene Baldauf begleitet er seit mehr als einem Jahr Jugendliche von START im Fach Mathematik und er freut sich sehr, dass die START Studienclubs und damit auch das Team der Coaches seit dem ersten Mal so sehr gewachsen und sogar um das Fach Physik erweitert worden sind.

„Es ist immer wieder eine große Freude, die START Studienclubs zu gestalten und mit derartig engagierten und motivierten Jugendlichen zu arbeiten. Ich freue mich auf viele weitere Studienclubs und neue Formate, die wir den Stipis ab Herbst anbieten werden.“

Fabian Sucharda

Fabian maturierte im BRG Zehnergasse und befindet sich gerade im Masterstudium Lehramt. Seine beiden Fächer sind Mathematik und Sport. Der Sport hat für ihn einen hohen Stellenwert, daher baut er gerne “Energizer” in die Mathematikkurse ein. Nach dem Studium möchte er in der Bildungsarbeit tätig sein.

„Die Start-Kurse sind in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Einerseits hat man die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler ein Semester lang zu betreuen und andererseits darf man mit engagierten und motivierten Schülerinnen und Schülern arbeiten. Es ist toll, wenn die Lernenden wirklich Interesse am Fach Mathematik haben. Die Leistung steht bei diesen Kursen aber für mich nicht im Vordergrund. Mir geht es vor allem um die Vermittlung von Spaß und Interesse am Fach Mathematik. Diese Bausteine führen zu einem einzigartigen Lern- und Arbeitsklima, in dem die Schülerinnen und Schüler vieles gemeinsam lernen und erarbeiten können.“

Ines Gabler

Ines studiert im achten Semester Lehramt in den Fächern Mathematik und Physik an der Universität Wien. Nach ihrem Bachelorabschluss wird sie neben dem Masterstudium in einer AHS im Zuge einer halben Lehrverpflichtung unterrichten.
Außerhalb des Studiums und den diversen NachhilfeschülerInnen, ist Ines sehr unternehmungslustig. Sie betätigt sich gerne sportlich und wenn es das Wetter zulässt, an der frischen Luft. Auch das Reisen darf bei ihr nie zu kurz kommen.

„Im START-Stipendium habe ich sehr viel Spaß daran gehabt, mit Jugendlichen aus verschiedenen Schulstufen auf einmal zu arbeiten. Das hat dazu geführt, dass sich die Lernenden auch gegenseitig helfen konnten. Natürlich bringt es einen großen Vorteil, dass die Schulerinnen und Schüler motiviert mitarbeiten, denn genau dann hat man den größten Lernerfolg. Jede Person aus unserer Gruppe konnte sich so zeigen wie sie ist, und hatte genügend Freiraum, um eigene Ideen und Lösungsansätze einzubringen.“

Hubert Koizar

Hubert studiert Mathematik und Physik auf Lehramt. Im Jahre 2016/17 leitete er im Zuge von Erasmus+ Konversationskurse auf Deutsch für Studenten in Spanien. Neben der Uni verbringt er sehr viel Zeit auf dem Eislaufplatz und auf der Bühne (bzw. dahinter), mit Brett- und Gesellschaftsspielen sowie im Kaffeehaus.

„Die Studienclubs bieten mir die phantastische Möglichkeit, einerseits schon Unterrichtserfahrung für meinen zukünftigen Beruf zu sammeln, andererseits aber auch die Begeisterung für Mathematik bei anderen aufflammen zu sehen. Durch das gute Betreuer-Teilnehmer-Verhältnis kann man als Coach viel besser auf die Teilnehmer eingehen, als das bei einer großen Gruppe der Fall wäre. Ich finde es toll, dass man nach nur ein paar Vormittagen – die noch dazu über mehrere Wochen verteilt sind – so einen starken Bezug zu den Jugendlichen aufgebaut hat.“

Laura Voglhofer

Laura beschäftigt sich gerne mit Mathematik und Geschichte. Sie möchte ihre Faszination mit anderen teilen und weitergeben. Sie verbringt viel Zeit in der Natur und schwingt gerne das Tanzbein. Laura arbeitet begeistert mit den StipendiatInnen von START zusammen. Sie bewundert das Miteinander, die Begeisterung und die Freude, mit der die StipendiatInnen beim Kurs teilnehmen.

„Jeder/jede bringt so viel mit. Schön ist, dass die Chance miteinander und auch voneinander zu lernen genutzt wird.“ 

Das "Physik Studienclub" Team

Martin Parcer

Martin studiert Mathematik und Physik auf Lehramt. Davor ist er in die HTL Ottakring gegangen. Erfahrungen mit dem Format Studienclub hat er in mehreren Intensivstudienclubs im Rahmen des Projekts Mathematik macht Freu(n)de, sowie nun auch in einem Studienclub, der sich mit dem Fach Physik beschäftigt hat, sammeln können.

„Das Arbeiten im Intensivstudienclub Mathematik ist für mich persönlich als angehender Lehrer sehr anregend. Ich kann Lerninhalte vermitteln, Lehr- und Lernmethoden ausprobieren und durch das Feedback der Lernenden Neues lernen. Die Schüler und Schülerinnen sind sehr unterschiedlich, genauso wie ihre Lernerwartungen und Lernvoraussetzungen. Besonders angenehm empfinde ich, dass die Schüler und Schülerinnen lernen wollen und genau wissen, was sie noch brauchen bzw. welche Themen sie intensiver besprechen wollen. Im Physik-Studienclub versuche ich stets, Lerninhalte, die die Schüler und Schülerinnen gelehrt bekommen wollen, zu vermitteln. Natürlich kann man einiges wiederholen und festigen, es ist aber leider nicht möglich in 8-10 Stunden vier bis acht Jahre Physik zu vermitteln.“

Michaela Miedler

Michaela hat das Lehramtsstudium für Mathematik und Physik abgeschlossen und studiert aktuell das Fachstudium Physik an der Universität Wien. An ihrem Studium gefällt ihr besonders der Versuch die Natur mit Hilfe von passenden Modellen zu beschreiben. In ihrer Freizeit ist sie oft bei der Donau anzutreffen oder beim Zeichnen.

„Ich habe die StipendiatInnen auf ihrem Weg zur Physik-Matura begleitet. Für mich war es bis auf die Pflichtpraktika während des Studiums die erste Erfahrung darin Physik zu unterrichten. Wir waren im Rahmen des Studienclubs sehr frei in der Themengestaltung und ich glaube, dass ich für mich und auch meinen Teamkollegen Martin Parcer sprechen kann, wenn ich sage, dass es uns sehr viel Freude bereitet hat. Die Jugendlichen habe ich als ausgesprochen motiviert und lernwillig erlebt. Ihre Fragen waren oft sehr tiefgehend und den Schulstoff weit übersteigend. Es freut mich zu sehen, dass es auch andere junge Menschen gibt, die sich, wie ich selbst, für Physik begeistern können. Besonders imponiert hat mir auch ihre positive Lebenseinstellung und ihre aufgeschlossenen Persönlichkeiten.“

¹ https://mathematikmachtfreunde.univie.ac.at/ (abgerufen am 06.06.2019)

Jus studieren? Berufsorientierung bei der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer

Ein ereignisreicher und praktischer Workshop mit Rollenspielen bei “Freshfields Bruckhaus Deringer” über den START-Wien Stipendiatin Ebru berichtet.

Am Samstag, dem 1. Juni 2019, hat die Rechtsanwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer für uns ihre Türen geöffnet und die Stipendiaten und Stipendiatinnen eingeladen, um ihnen Berufe im Rechtswesen vorzustellen.

Mit Goodie Bags, kleinen Leckereien und Fruchtgetränken ausgestattet wurde den Stipendiaten und Stipendiatinnen eine Präsentation über das Dasein eines Juristen, Rechtsanwaltes, etc. gehalten. Anschließend wurde das Strafrecht erklärt und erläutert wie man in Kategorien eingeteilt wird je nachdem wie schwerwiegend das Vergehen war und unter welchem Einfluss die Person, die das Vergehen begangen hat, stand.

Dann kam das beste Part der Berufsorientierung: Nämlich die Fallstudie, ein kleines Theaterstück. Die Stipendiaten und Stipendiatinnen wurden in drei Gruppen, Staatsanwälte, Verteidiger und Richter, eingeteilt und haben den Fall des Kampfpiloten Lars Koch aus dem Buch und Film „Terror“ als Beispiel bearbeitet. Für alle die, die das Buch/den Film nicht kennen: Ein Passagierflugzeug wurde von einem Terroristen eingenommen und der Pilot des Flugzeuges wurde gezwungen den Sinkflug auf ein Stadion anzutreten. Kampfpiloten wurden folglich ausgesendet und es wurde alles Mögliche getan, um das Passagierflugzeug vor dem Sturz abzuhalten, doch nichts klappte. So entschied sich der Kampfpilot Lars Koch das Flugzeug mit den 165 Passagieren mit einer Rakete abzuschießen, um so die 70.000 Menschen im Stadion vor Schäden zu bewahren. Die Stipendiaten und Stipendiatinnen bekamen 20 Minuten Zeit, um Für- und Gegenargumente zu auszudenken. Anschließend wurde die Diskussion eingeleitet und mit Empören von Seiten der Verteidigung aufgrund des Richters Entscheidung beendet.

Um etwa 14:00 Uhr kam es dann zur Führung durch die edle Kanzlei. Die Stipendiaten und Stipendiatinnen haben die schöne Bibliothek, die geräumigen Büros und die moderne Küche zu sehen bekommen. Als einen Abschluss der Berufsorientierung gab es ein leckeres Buffet und eine Fragerunde.

Der Workshop und vor allem die Fallstudie haben unseren Stipendiat*innen besonders gut gefallen.

Da ich schon immer Jus studieren wollte, war der Workshop bei Freshfields genau das richtige für mich. Alle waren super nett und total motiviert für einen Samstagmorgen. Die Gruppe und ich hatten genug Zeit all unsere Fragen zu stellen. Auch die Fallstudie hat mir gut gefallen. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr, um ein andere Rolle als den Richter einnehmen zu können. -Edison

Obwohl ich schon letztes Jahr beim Workshop dabei war, war die Konstellation und Durchführung des Workshops anders. Nur der praktische Teil, der Case Study, blieb gleich und war dennoch nicht wie das letzte Mal, denn es waren neue, andere Stipis heuer dabei und somit auch neue Meinungen. Zusammengefasst kann ich sagen, dass mir das Workshop sehr gefallen hat. -Saida

Der Workshop in der Anwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer war nicht nur aufregend, sondern hat uns auch die verschiedensten Berufe nach einem Jus-Studium veranschaulicht. Das Highlight an dem Workshop war die Case Study. Wir haben uns in drei verschiedenen Rollen aufgeteilt. Staatsanwälte und -anwältinnen, VerteidigerInnen und RichterInnen. Wir haben gemeinsam einen Mordfall bekommen, den wir in der Gruppe analysieren mussten und je nach Rolle die Aufgabe erfüllen. Danach haben das Rollenspiel gespielt und die Richter und Richterinnen hatten am Ende das endgültige Wort. Wir haben uns bemüht den Fall zu lösen und hatten auch einen riesen Spaß. Zum Schluss haben wir eine Führung in der Kanzlei gemacht und wir bekamen eine kulinarische Verpflegung. Wir dürften auch einen Beutel befüllt mit kleinen Geschenken mitnehmen. -Shehab

Dieser Workshop hat mir ermöglicht einen ausführlicheren Durchblick ins Jusstudium bzw. in die juristischen Berufe zu schaffen. Dass Sprache und Vorsicht bei diesen Berufen eine große Rolle spielen, habe ich nicht gewusst. Als wir in Teams eine Gerichtsverhandlung simulieren mussten, war ich eine Richterin. Ich habe richtig gespürt, wie schwierig es sein kann, neutral zu sein und eine richtige Entscheidung zu treffen bzw. jemanden zu verurteilen. Ich finde solche Workshops sind tolle Möglichkeiten, um einen dem gewünschten Studium richtig näher zu bringen. Gerade für die Maturanten und Maturantinnen aber auch später für die anderen ist es sehr wichtig zu wissen, was sie in der Zukunft bei dem Studium erwartet. -Sabiha

Der Workshop hat meine Begeisterung für Wirtschaftsrecht weiter entfacht. Viele offene Fragen, die ich zum Wirtschaftsrecht-Studium hatte wurden beantwortet und ich habe nun das Gefühl, dass ich entspannt und vorbereitet in das Studium starten kann. -Chrislane

C3 Award Preisträger Erem

Der C3-Award 2019 wird für herausragende Vorwissenschaftliche (Diplom-)Arbeiten im Bereich Internationale Entwicklung vergeben. Über 100 Schüler*innen aus ganz Österreich haben bei der diesjährigen Ausschreibung für den entwicklungspolitischen Preis mitgemacht. Von den über 100 Einreichung kamen knapp 80 Arbeiten in die engere Auswahl und wurden von einem wissenschaftlichen Beirat begutachtet.

Ende Mai wurden zehn herausragende Arbeiten von den Organisationen ÖFSE, BAOBAB, Frauen*solidarität, Paulo Freire Zentrum und Mattersburger Kreis für Entwicklungspolitik prämiert, drei davon mit dem C3-Award 2019, welcher zum vierten Mal vergeben wurde. Preisträger und START-Wien Stipendiat Erem Celebi blickt auf die Preisverleihung und die Anerkennung zurück:

“Die VWA. Vorwissenschaftlich war mir schon immer ein bisschen skurril? Die Arbeit soll wissenschaftliche Kriterien erfüllen, aber ist nur die Vorstufe? Bereits im Sommer hat mir meine Betreuerin vorgeschlagen meine VWA bei diversen Wettbewerben einzureichen. Neben dem innigen Verlangen ein „Sehr Gut“ auf die VWA zu bekommen, wollte ich auch Anerkennung, außerhalb der Schule, für meine Arbeit erhalten, da ich mein Blut und Schweiß in die Arbeit gesteckt habe. Dann die große Neuigkeit: Meine VWA ist von 112 eingereichten Arbeit unter den besten zehn.

Der 28.05.19. Ich sitze im Publikum und höre mir die Verkündung der Nebenpreise an. Mein Herz hat nicht mal bei der VWA-Präsentation so schnell gepocht. Als dann klar war, dass ich zu den drei Gewinner*innen gehöre, kommt die Erleichterung. Mischa, ein Jurymitglied, (Anm. Univ.-Prof.in Dr.in Miša Krenceyová, Institut für Internationale Entwicklung, Institut für Afrikawissenschaften der Universität Wien) geht auf die Bühne und beschreibt meine VWA wie niemand anderes. Sie hat meiner Arbeit jene Anerkennung gegeben, die ich mir die ganze Zeit erhofft habe. Von Textpassagen, die sie vorgelesen hat, bis zu ihrem Drang länger über die Arbeit zu sprechen, als eigentlich erlaubt. Ich bin ihr sehr dankbar für dieses einmalige Erlebnis. Nichtsdestotrotz möchte ich auch meinen Dank an meine Freunde und Freundinnen und Aleksandra aussprechen, die mit mir im Publikum saßen und mitfieberten. Vor allem bin ich aber meiner Betreuerin und Klassenvorständin Christine Schwärzler dankbar, da sie mir immer konstruktive Kritik gab und mich auch immer motivierte. Der C3-Award war eine einmalige Gelegenheit, die mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass wenn man hart genug an etwas arbeitet, der Weg nach oben immer offen ist.”

Fotos (c) Susanne Reiterer

Biedermann und die Brandstifter

“Angenehm aufregend, unvergesslich. Adäquat für den Theaterabend mit der Kanzlei freshfields.” Ein Bericht von START-Wien Stipendiatin Saida über den ereignisreichen Abend.

Folgend verlief der Abend: Dem Plan nach sollte das Werk „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch vor der Theatervorstellung besprochen und anschließend die gesehen/besucht und genossen werden.
Doch der Abend verlief turbulenter als gedacht, denn fünf Stipendiat_innen blieben im Aufzug stecken. Nachdem die Feuerwehr sie aus dem engen Aufzug befreite, wurde das Werk sorgfältig besprochen. Danach machten wir uns alle zu Fuß, um dergleichen zu vermeiden, auf dem Weg zum Theater.

Stipendiat_innen, als auch die Projektkoordinatorin Aleksandra und die Anwälte_innen saßen in einer Reihe auf sehr komfortablen Sitzen mit perfektem Blick auf die Bühne. Für einige Stipendiat_innen war es ihr erstes episches Theaterstück (ganz den Merkmalen entsprechend: man konnte sich mit den Akteur_innen nicht identifizieren, das Publikum wurde direkt angesprochen). Es war etwas Neues, Außergewöhnliches und der Stimmung, der positiven Ausstrahlung und dem vielen Lachen zu urteilen hat das Theaterstück alle Stipendiat_innen begeistert.

An diesem Punkt möchten START, die Stipendiat_innen und ich (Saida Rezai) ein großes Dankeschön aussprechen: „Danke der Kanzlei „freshfields Bruckhaus Deringer“ für die Einladung. Es hat uns sehr erfreut!”

Das Theater Biedermann und Brandstifter war etwas Anderes. Ich habe nicht erwartet, dass es so gut wird und normalerweise sind Stücke wie Biedermann und Brandstifter nicht Komödien, aber ich habe viel gelacht und die lustigen Szenen genossen. Alles in allem war das Theaterstück Biedermann und Brandstifter eines der besten, wenn nicht so gar das beste was ich je gesehen habe. -Munira

Ich bin froh, dass ich dieses Stück nicht verpasst habe, weil es ein sehr gutes Stück war. Humorvoll jedoch mit einem traurigen Ende. Mir hat es gefallen, weil wir einen guten Platz hatten. Die laute Musik und die Schauspielerei hat das Stück noch spannender gemacht. Es war einfach eine der besten Stücke, die ich bisher gesehen habe. Danke. -Sabiha

Das Theaterstück Biedermann und die Brandstifter war echt besonders. Man konnte sich während das Anschauen des Theaterstücks nicht einmal eine Sekunde langweiligen. Es war alles so spannend und humorvoll und auch mysteriös. Die Diskussion vor dem Theater war auch sehr hilfreich! Obwohl ich bei der ersten Hälfte nicht dabei war weil ein Paar von uns in einem Aufzug stecken geblieben sind, wurde in der zweiten Hälften der Diskussion alles wiederholt und nochmal erzählt damit alle was mitbekommen. Danke für die nette Einladung, es hat mich echt sehr gefreut! -Silvy

Es war ein tolles Theaterstück mit lustigen Gags und Witzen. -Ebru

Stipendiatinnen und Alumnas beim Österreichischen Frauenlauf

Am 26. Mai 2019 haben sich die Alumnas mit den Start-Stipendiatinnen getroffen, um gemeinsam die 5 km Strecke zu laufen. Das Laufen an einem heißen Sonntag Vormittag macht mit 30.000 Frauen und den Start Stiptis viel mehr Spaß als viele denken. Und danach haben wir gemeinsam auf der Prater Wiese noch den Tag mit einem Eis genossen.
Hier ein paar Eindrücke der Stipendiatinnen und Alumnas:

Das war das allererste Mal, dass ich überhaupt beim Laufen mitgemacht habe. Ich bin nicht sportlich aber Sport zu betreiben mag ich schon. Die 5 km Strecke ist schneller gegangen als ich mir gedacht habe. Ich wollte schon immer beim Laufen mitmachen, dank der Start Unterstützung, dass es mir ermöglicht hat. Hoffentlich werde ich in den kommenden Jahren auch mitmachen und dadurch meine sportliche Leistungen verbessern.
Sabiha Moradi

Ich fand die gegenseitige Unterstützung der Teilnehmerinnen beim Frauenlauf faszinierend und bin motiviert in Zukunft wieder dabei zu sein.
Aminat (Alumna)

Ich war heuer schon das 7. Mal beim Frauenlauf dabei. Dieses Jahr hat es um so mehr Spaß gemacht, da wir-Alumnas- gemeinsam mit den Stiptis gelaufen sind. Es war ein sehr schönes und natürlich ein wenig anstrengendes Erlebnis, aber dennoch ein Moment zum festhalten. Ich freue mich schon darauf nächstes Jahr wieder dabei zu sein.
Ash (Alumna)

Matura, was nun?

“Mach dir ein Bild von deinem Beruf”, unter diesem Leitfaden bietet das Berufsinformationszentrum der Wiener Wirtschaft (kurz “BIWI”) Orientierung und Unterstützung für junge Menschen. Das Angebot reicht von individuellen Berufsinformationsgesprächen, Berufsorientierungskursen über Beratungsangebote zur Ausbildungsentscheidung, bis hin zu Bewerbungstrainings und Erstellen von Interessensprofilen.

Berufseinstieg oder Ausbildung nach der Matura? Diese Frage stellen sich viele unserer Stipendiat*innen. Um eine für sich passende und gute Entscheidung finden zu können, braucht es Orientierung und Entscheidungshilfen.

Herr Wilfried Keck, Mitarbeiter des BIWI und Experte für das Thema “Lehre nach der Matura” begrüßte uns sehr herzlich, stellte das Berufsinformationszentrum der Wiener Wirtschaft vor und fragte gleich zu Beginn unsere Jugendlichen “Matura, was nun? Was möchtet ihr danach machen?” Zögerlich antworteten die ersten Stipendiat*innen, den diese Frage stellen sich viele junge Menschen, vor allem in der Maturaklasse oder kurz vor ihrem Schulabschluss, tagtäglich. Welche Möglichkeiten habe ich? Was soll ich studieren und auf welcher Hochschule? Und welche Möglichkeiten bietet mir eine verkürzte Lehre nach der Matura?

Um einen Überblick von den zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten zu erhalten, beschäftigten wir uns zunächst mit der österreichischen Bildungslandschaft. Der Unterschied zwischen Fachhochschule, Universität und Kolleg wurde eingehend erklärt, anschließend widmeten wir uns dem Thema “Lehre nach der Matura”. Denn eine Lehre ist auch nach der Matura möglich, diese kann verkürzt absolviert werden und erleichtert zudem den direkten Berufseinstieg nach dem Schulabschluss.

Danach erstellten wir individuelle Interessensprofile. Das Ergebnis dient zur eigenen Orientierung und soll richtungsweisend die Entscheidung unterstützen. Herr Keck betonte auch, dass bei der Entscheidungsfindung immer ein Plan B, eine Studienalternative, mitgedacht werden sollte. Die zahlreichen Aufnahmetest und Zugangsbeschränkungen der Hochschulen beschränken die Anzahl der Studierenden und nicht alle Studieninteressent*innen erhalten einen Studienplatz. Er riet auch, auf sich zu hören und sich mit den eigenen Interessen auseinanderzusetzen. Tipps und Erfahrungen sind sehr wertvoll, die Entscheidung liegt jedoch letztendlich bei sich selbst.

Danke an Herr Wilfried Keck für den informativen Vortrag!

Ich fand den Vortrag sehr hilfreich und übersichtlich dargestellt, da wir über verschiedenste Bildungswege informiert wurden. Das Interessensprofil würde ich denjenigen empfehlen zu machen, die sich für mehrere Studien bzw. Berufe interessieren und keinen Überblick über ihre Interessen haben. Denn durch dieses weiß ich jetzt ziemlich genau, was mich sehr interessiert. -Samira

Bald ist es soweit. Die Matura. 12 Jahre Schule auf einem Stück Papier zusammengefasst. Was dann? Was wenn ich den MedAT nicht schaffe? Was dann? Der Workshop an der WKO hat einen Teil meiner Angst genommen, da mir diverse Alternativen gezeigt wurden und auch durch einen Test der Bereich ermittelt wurde, der meinen Interessen ähnelt. -Erem

Es war wirklich sehr hilfreich, es hat mir persönlich sehr geholfen, mehr über meine zukünftige Plan nachzudenken. -Abdul

Wir sind gemeinsam stärker als allein!

START-Wien Stipendiatin Jihan erzählt von ihrem sozialen Engagement bei dem Verein ,,Die Brücke des Friedens“. In ihrer Funktion als Jugendbetreuerin und freiwillige Mitarbeiterin vermittelt sie Kindern die Freude am Lernen und theaterpädagogisch die Wichtigkeit des Zusammenhalts der Familie.

,,Im neuen Europa brauchen wir eine neue Wirtschaftsethik, die Umweltbewusstsein, soziales Engagement und langfristiges Denken an erste und nicht letzte Stelle setzt.“ Mit diesen Worten von Prinz Charles möchte ich mehr Aufmerksamkeit auf ,,Soziales Engagement“ lenken, da es eng mit unserem Stipendium zusammenhängt.

Seit meiner Ankunft in Österreich nehme ich in unterschiedlichen Vereinen teil, die bedürftige Menschen unterstützen. Am Anfang war ich als Dolmetscherin am Hauptbahnhof tätig, wo eine große Menge an Flüchtlingen eintraf. Zunächst arbeitete ich bei dem Verein ,,Die Brücke des Friedens“, welchen ich gerne vorstellen würde. Die Organisation wurde von einem Ehepaar, Maan Abu Ghazleh und Kholoud Al Englizi, mit ihrem Freund Hani Alkhatib im Jahr 2017 offiziell gegründet. Die Organisation finanziert sich selbst, jedoch stellt die Stadt Wien kostenlos Räumlichkeiten zur Verfügung.  Ziel dieser Organisation ist, die ankommenden Flüchtlinge dabei zu unterstützen, sich in der österreichischen Gesellschaft zu integrieren und das kann nur dann passieren, wenn sie natürlich die deutsche Sprache erlernen. Aus diesem Grund veranstaltet ,,Die Brücke des Friedens“ viele Projekte, wo die Flüchtlinge die deutsche Sprache erlernen können. So werden Deutschkurse, ein Sprachcafé sowie auch eine Sommerschule für die Kinder angeboten. Die Deutschkurse sind für diejenigen gedacht, die noch nicht aufenthaltsberechtigt sind und deswegen noch keine Kurse von der Stadt bekommen. Dort arbeiten ÖsterreicherInnen und/oder Flüchtlinge, die bereits die deutsche Sprache gut beherrschen, freiwillig.

Ich nahm zwei Mal an den Kinderkursen teil, wo ich Kinder zwischen 13 und 16 Jahren betreute. Als freiwillige Mitarbeiterin hatte ich die Aufgabe, den Kindern Freude beim Lernen zu vermitteln, indem ich den Stoff auf eine interessante Art und Weise näherbrachte. In der Freizeit drehte ich mit Hilfe von Hani Al Khatib und den motivierten Kindern ein kurzes Theaterstück, welches die Wichtigkeit des Zusammenhalts der Familie für die Kinder darstellen soll. Da ich mit meiner Gruppe eine enge Beziehung aufgebaut habe, treffen wir uns noch gelegentlich. Wann immer Fragen bezüglich des Schulsystems oder was auch immer auftauchen, scheuen sie sich nicht, mich zu fragen.

Es werden vor allem noch motivierte Jugendliche gesucht, die sich gerne für andere einsetzen. Das ist ein großartiges Projekt, indem man sicher viele Erfahrungen sammeln kann.

Wir Jugendlichen sollen bedenken, dass die Welt von Menschen lebt, die mehr als ihre Pflicht tun. Wir sind gemeinsam stärker als allein, auch wenn manchmal egoistische Ziele in unserer Wohlstandsgesellschaft wesentlich wichtiger erscheinen.

Mehr Informationen über die freiwillige Arbeit bei dieser Organisation findet ihr auf ihrer Homepage!

Spice Up Your Writing!

START-Wien Stipendiatin Stella über den Workshop “Spice Up Your Writing!” mit Schreibtrainerin Hanna.

Der Workshop „Spice Up Your Writing“ wurde am 16.05.2019 um 15 Uhr im START Büro Wien abgehalten und von Hanna geleitet. Ich wollte vom Workshop nicht eine Sekunde verpassen und fuhr nach der Schule zum Workshop, ich gab mir viel Mühe und lief.

Hanna begann mit einem Zitat. Als erste kamen die Methoden für kreatives Schreiben. Für die erste Methode hatten wir 12 Minuten Zeit über ein beliebiges Thema zu schreiben. Unser Ziel war es, weder auf die Rechtschreibung noch auf die richtige Grammatik zu achten, sondern unsere Gedanken durch unseren Kugelschreiber auf das Papier zu schreiben. Ich schrieb über mich, die Welt und meine Meinung über Menschen. Die 12 Minuten waren vorbei, aber ich war wie ein losgelassener Ball. Ich wollte weiter und weiterschreiben. Die Rückmeldungen alle anderen waren positiv. Die Methode heißt Freewriting. Wie der Zweck des Workshops war, begannen wir mithilfe der zweiten Methode „mind map“ den Halbjahresbericht[1] zu erarbeiten. Zum Üben hatten wir eine „mind map“ mit Fragen, die wir bearbeiten sollten. Zum Beispiel: Was machte ich in diesem Semester in der Schule? An welche Workshops nahm ich teil? usw.

Als nächste Aufgabe hatten wir 3 Fragen und ein kleines Notizpapier mit 3 verschiedene Farbe.

  1. Was macht mich lebendig? (rosa Notizpapier)
  2. Was interessiere mich? (grünes Notizpapier)
  3. Was werde ich in 10 Jahren tun? (gelbes Notizpapier)

Was uns einfiel schrieben wir darauf und klebten diese auf die Tafel zu den Fragen. Nach einer 10 minutigen Pause hatten wir einen Überblick auf der Tafel, was auch die anderen geschrieben hatten.

Hanna brachte uns den Unterschied der Meldung, Nachricht und des Berichts mit einem Video näher. Die Meldung ist ein kurzer Text, wo 5 W Fragen (Wer? Wo? Wann? Was? Wie?)  erfüllt werden sollen. In der Nachricht sollen 7 W Fragen (5 W – Fragen, Warum? Woher/Welche Folgen?) beantworten werden. Sie ist also ein bisschen länger als die Meldung. Der Bericht würde mit 7 W Fragen und Ergänzungen, Hintergründe und direkte zu indirekte Rede lebendiger machen. Und der ist am längsten zwischen den drei. 

Unsere fröhliche Lehrerin erklärte den Aufbau des Berichts. Er besteht aus 1.Head (Überschrift), 2.Lead (Einleitung) und 3.Schluss.

Zum Schluss des Workshops bekamen wir von Hanna die Information über Fotos, wie diese verwendet werden und was passieren könnte, wenn man ein Foto einfach (ohne Zustimmung) in seinem Bericht oder Text verwendet. Es wäre schön, etwas Neues mit Hanna zu lernen.


[1] In jedem Semester sollen Stipendiatinnen und Stipendiaten einen Bericht über Schule, Fächer, Workshops usw. schreiben.

Beitragsbild (c) pixabay.com

Präsentation Kunstprojekt “Klamottenkunst” und Kleidertauschparty

START-Wien Stipendiatin und Kunstprojektteilnehmerin Ebru berichtet über den Präsentationsabend

Nach vier anstrengenden, produktiven Tagen konnten die START-Stipendiaten und Stipendiatinnen nun endlich die im Kunstprojekt hergestellten Produkte bei der Kleidertauschparty präsentieren. Neben den präsentierten Kleidungstücken, die größtenteils aus Altkleidern hergestellt wurden, haben die START-Stipendiaten und Stipendiatinnen, die am Kunstprojekt teilgenommen haben, den über 50 Gästen an diesem besonderen Abend eine Präsentation über Kleider, deren Herstellungsprozess und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden, gehalten. 

Mit der Moderation von Aylin Gezici und Shehab Abdel-Latif wurde die Eröffnung des Abends, die Präsentation und die Modenshow begleitet. Anschließend wurde das Buffet eröffnet und den Gästen war die Wahl gegeben die von den Stipendiaten und Stipendiatinnen abgegebenen Kleidungsstücke mitzunehmen und für eigene Zwecke zu benutzen. Einige Stunden vor Beginn der Veranstaltung: Hastig wurden Tische verschoben, Kleiderständer aufgebaut und das Essen auf den Tischen aufbereitet. Kurz danach wurde die Präsentation ordentlich eingeübt, sodass die START-Stipendiaten und Stipendiatinnen selbstsicher und überzeugend wichtige und erschreckende Fakten der Kleidungsindustrie den Gästen übermitteln. Unter den Präsentationen gab es auch ein kleines „Interview“ ausgekleidet als Theaterstück vorgespielt. In dem nahmen Stipendiaten andere Identitäten an und versetzten sich in die Lage von z.B. einer Näherin aus Ländern wie der Türkei, Pakistan, Indien etc., um so dem Publikum ein Gefühl der Situation der ausgebeuteten Menschen in der Kleidungsindustrie zu geben. Allein durch die gute Organisation unserer Projektkoordinatorinnen Aleksandra Milosevic und Anna Eder und der freiwilligen Mithilfe unserer START-Stipendiaten und Stipendiatinnen war es möglich den informativen Abend mit dem kulinarischen Essen aus dem Peace Kitchen Cafe Restaurant zu einem Erfolg werden.

Ein weiteres Mal gelang es Start Wien, das Programm sehr spannend und abwechslungsreich zu gestalten. Natürlich halfen wir Stipis auch mit, vor allem mit unseren informativen Präsentationen konnten wir das Interesse aller Besucher wecken. Unsere Präsentationen behandelten die Themen Soziale Aspekte in der Produktionskette, globale Auswirkungen negative Umweltfaktoren, Alternative und Handelsmöglichkeiten. Diese Mitarbeit war sehr wertvoll für uns, denn wir alle haben sowohl viel Zeit als auch viel Kreativität und Freude investiert. Die Präsentationen wurden von einer bis zu anderen interessanter und innovativer. Ich bin immer noch davon begeistert wie gut unsere Zusammenarbeit funktioniert hat und was für ein großartiges Ergebnis erzielt haben. Zum Schluss möchte ich noch betonen, dass ich mir nie vorgestellt hätte, dass so viele Leute kommen werden. Dadurch wurde mir bewiesen, dass es doch viele Menschen gibt, denen die Umwelt wichtig ist und versuchen mitzuhelfen, die Welt und die Menschen zu retten. -Fatema

Das Kunstprojekt war für mich nicht nur ein Projekt, sondern eine Zusammenarbeit mit den anderen Stipis und der Kampf gegen die allgegenwärtige Mode bzw. alles ist erlaubt. Wir mussten uns nicht an die Trends der heutigen Zeit halten, sondern eher die eigenen neuen Ideen umzusetzen. Es gibt keine Grenzen für Kreativität und aus den Versuchen kommt die Erfahrung und Weisheit. Ich habe gelernt, wer nicht versucht, der wird niemals wissen was entstanden wäre. Wir haben ebenfalls aus alten Kleidungsstücken etwas Neues entwickelt, wir haben recycelt und sind uns haben uns viel mit der Textilindustrie beschäftigt und haben darüber auch präsentiert, um nicht nur uns selbst darüber im Klaren zu sein, sondern auch den anderen Menschen ein Einblick in das Leben der Menschen in den Textilfabriken der Großkonzerne zu geben. Ich selbst habe mit meinem Team ein Interview geführt, um über die sozialen Aspekte der Textilindustrie zu berichten. Ich habe viel erfahren, viel ausprobiert und viel gelernt. Dieses Projekt war etwas Besonderes und ich bin sehr glücklich mit dem was wir erreicht haben. -Balqiz

Mir hat das Kunstprojekt sehr gut gefallen. Dabei erfuhr ich sehr viel von der Kleidungsproduktion und lernte Maßnahmen kennen, wodurch unsere Umwelt weniger belastet werden kann wie z.B. durch Recycling. Außerdem hatte ich dort meine ersten Erfahrungen beim Nähen. Unsere Betreuerinnen Esther und Gudrun haben uns bei unseren Projekten und Präsentationen sehr unterstützt. Für mich waren sie sehr gute Vorbilder. Die Kleidungsparty war sehr unterhaltsam und wir hatten einen schönen Abend mit den Gästen. Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns mit diesem Thema auseinandersetzten, denn viele leiden heutzutage unter Lungenerkrankungen, die aufgrund der Luftverschmutzung von den Fabriken verursacht werden. Wenn diese Generation sich weiter an die Umweltverschmutzung beteiligt, werden die Menschen möglicherweise ersticken. Deshalb ist eine Bewegung notwendig! Wir Jungen können mit den Älteren gemeinsam Lösungsvorschläge für unsere Umwelt finden. Ich hoffe, dass die neue Generation die Fehler der vorigen Generationen vermeiden und sich für den Schutz der Umwelt einsetzen. -Jihan

“Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns mit diesem Thema auseinandersetzten. Eine Bewegung ist notwendig! Wir Jungen können mit den Älteren gemeinsam Lösungsvorschläge für unsere Umwelt finden
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Der Kunstprojekt hat immer von 10-18 Uhr stattgefunden. Am Vormittag haben wir immer an unserer Präsentation gearbeitet, was wir am 4.5 vor vielen Menschen vortragen müssten und am Nachmittag haben wir genäht. Am ersten Tag haben wir eine Näheinschulung bekommen. Unsere Kursleiterin Ester und Gudrun haben uns sehr geholfen, da ich gar nicht nähen könnte. Durch dieses Kunstprojekt habe ich jetzt viele Informationen bekommen, wie unsere Kleidung hergestellt wird. Und wie schädlich das für unsere Umwelt und für die Arbeitern sind. Dazu haben wir alternativen Methoden gefunden, die dieses Problem lösen, was ich jetzt selbst folge. Am Ende will ich START herzlich bedanken, dass sie uns diese Gelegenheit gegeben haben, um dieses tolle Projekt zu besuchen. -Himanshi

Das Kunstprojekt war für mich sehr hilfreich. Ich habe bei dem Projekt vieles gelernt, unter anderem wie man mit einer Nähmaschine umgeht und wie man näht. Außerdem haben wir Gruppenarbeit gemacht, bei der wir unsere Zusammenarbeit verstärkt haben. Der Präsentationsabend war sehr schön und unvergesslich. Denn wir haben unsere Projekte sehr unterhaltsam und lustig präsentiert. Das könnte ich in allen Gesichtern sehen, wie sie lächelnd und aufmerksam uns zugeschaut haben. -Aziz

Für mich war das Projekt sehr umfangreich. Ich habe viele Fakten über die Bekleidungsindustrie und Produktionskette entdeckt. Besonders spannend war der kurze, aber schöne Präsentationsabend. Da habe ich echt Spaß gehabt, weil alles gut gelaufen ist, obwohl es mit den Vorbereitungen ein bisschen stressig war. Solche Veranstaltungen mag ich sehr gern, wo ich selbst bei der Organisation dabei bin. Menschen einzuladen, mich vorzubereiten, etwas zu sagen oder zum Präsentieren zu haben und am Schluss mit Freunden und Gästen gemeinsam zu essen und die restliche Zeit mit denen zu genießen, wünsche ich mir immer wieder zu erleben. -Sabiha

Die Stipis und ich haben uns an zwei Wochenenden (4 Tagen) intensiv gearbeitet. Jeder Stipi hat Projekte genäht, die an dem Präsentation-Abend präsentiert wurden. Ich habe außerdem viele neue Informationen über die Herstellung von Klamotten erfahren. Der Präsentation-Abend fand ich super. Es war schon ein bisschen stressig, da wir bei den Proben nicht genug Zeit hatten. ABER trotzdem finde ich, dass wir die Präsentation sehr gut präsentiert haben und was mich besonders gefallen hat, ist, dass mehr Gäste gekommen sind als ich dachte und dass wir einen schönen Schluss hatten. -Israa

Das Kunstprojekt war nicht nur eine sehr schöne Zeit mit den anderen Stipendiaten sondern auch eine unglaubliche Erfahrung die ich sammeln durfte. Ich konnte meine Kreativität im Nähen freien Lauf lassen und das war das Besondere daran. Das Esther und Gudrun uns bei egal welcher Idee unterstützt haben war sehr toll. Durch die Hilfe von beiden konnte ich meinen eigenen Rucksack nähen, auf den ich sehr stolz bin. -Edison

Upcycling Interview mit Recycling Kosmos

START-Wien Stipendiatin Sinem im Gespräch mit Esther Weinberger und Gudrun Büsel von Recycling Kosmos über Upcycling, Minimalismus und Klimastreik.
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Esther Weinberger
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Gudrun Büsel

Warum eigentlich Upcycling? Wie bist Du darauf gestoßen?

Esther: „In meiner Kindheit war es völlig normal, dass man aus alter Kleidung was Neues gemacht hat, weil Stoffe einfach zu teuer waren. Meine Mutter und meine Oma haben immer aus alter Kleidung was Neues gemacht. Später kam der ökologische Gedanke dazu. Im Grunde finde ich es interessanter mit alten Textilien zu arbeiten, weil es individueller ist.“

Gudrun: „Ich habe schon immer gerne genäht. Ich habe auch geupcycled, habe aber auch neuen Stoff gekauft und nach der Matura wollte ich das richtig lernen und habe die Schneider Ausbildung gemacht, was mir gefallen hat, aber da habe ich mitgekriegt, dass die Modeindustrie recht umweltbelastend ist. Ich möchte das nicht vertreten und bin weggegangen und habe angefangen Umwelt und Bioressourcenmanagement zu studieren, weil mir die Umwelt am Herzen liegt. Ich bin dann zum Recycling Kosmos gekommen und mache Workshops.”

Was hast Du schon alles geupcycled und was war der lustigste Gegenstand?

Esther: „Ich habe Schuhe übermalt. Mit Socken wahnsinnig viel gearbeitet, damit habe ich mit Kindern Handpuppen gemacht. Ich habe ganz viel mit alter Bettwäsche gemacht. Zum Beispiel Geschirrtücher aus alter Bettwäsche, Taschen oder Decken für kleine Kinder. Mit Vorhängen habe ich schon viel gemacht und natürlich auch aus T-Shirts, Herrenhemden, Kaffeepackungen, Reissäcken, Duschvorhänge, … Es gibt nichts was ich nicht schon irgendwie verwendet habe. Aus einem Mieder habe ich einen Rucksack gemacht.“

Gudrun: „Oft mache ich eigentlich nur kleine Abänderungen. Mit ein paar Nähten schnell was Neues. T-Shirts, Pullover, Verpackungen. Lustigster Gegenstand eventuell Sockenmonster oder etwas aus Reisverpackungen.“

Gehst Du trotzdem noch shoppen?

Esther: „Ich gehe fast nie shoppen. Ich nähe auch meine Unterwäsche selbst aus alten T-Shirts. Wenn ich auf Reisen bin in einer anderen Stadt, gehe ich schon ganz gern in andere Geschäfte und kaufe mir vielleicht auch was, aber sonst nur nachhaltige Schuhe.“

Gudrun: „Shoppen gehe ich nicht, wenn dann in secondhand Läden oder auf Kleidertauschpartys. Ab 20/21 (Jahre) war ich nicht mehr shoppen“

Was sagst Du zum Minimalismus und bist Du eine Minimalistin?

Esther: „Zum Teil, wenn ich in meine Wohnung schaue dann nicht, denn ich sammle unheimlich viel, weil ich es gerne wiederverwerte, aber was Konsum anbelangt, bin ich eher eine Konsumverweigerin. Ich kaufe wenig Lebensmittel, weil ich viel aus Getreide und Gemüse einfach selbst mache. Ich kaufe null Fertigprodukte.“

Gudrun: „Ich bin voll der Fan davon. Ich würde mich selbst als Minimalistin bezeichnen, nur habe ich ein Hobby was nicht minimalistisch ist. Mein Zuhause ist nicht typisch minimalistisch, allerdings bin ich schon am überlegen ob ich diese Dinge wirklich brauche. So verstehe ich Minimalismus. Dieses bewusste einkaufen.“

Gibt es Grenzen? Wo sagst Du Stopp?

Esther: „Ich verwende keine Materialien, bei denen ich der Meinung bin, dass man die gar nicht einkaufen soll. Zum Beispiel PET Flaschen oder Kaffee Kapseln, die soll man gar nicht kaufen. Ich versuche sie zu meiden und möchte damit vermitteln, kaufst sowas gar nicht. Mit Lebensmitteln arbeite ich auch nicht, weil ich Kindern, zum Beispiel im Workshop, kein falsches Bild vermitteln möchte.“

Gudrun: „Die eigenen Grenzen muss jeder selbst wissen, denn jeder hat eine andere Idee, was er mit den Sachen machen kann. Ich würde jetzt nicht sagen das ist ein No-Go für mich, da bin ich relativ offen. Ich würde da keine Grenze ziehen. Es gibt keine Grenzen.“

Veganismus: Ja oder Nein?

Esther: „Ich lebe nicht vegan, aber ich konsumiere wenig tierische Produkte, aus zwei Gründen. Das eine aus ökologischen Gründen, weil die Viehwirtschaft sehr viel CO² ausstößt und sehr viel Boden braucht. Der zweite Grund ist, dass die herkömmliche Viehwirtschaft Viehunwürdig ist. Ich kaufe es aber nur bei Bauern, wo ich weiß, dass die Tiere frei rumlaufen können.“

Gudrun: „Ich bin vegan und ich finde es umwelttechnisch, gesundheitlich und ethisch super.“

Was sagst Du zum Klimastreik am 15. März? Warst Du dort?

Esther: „Ich selbst war nicht dort. Ich finde es großartig, wie die Jugend auf die Straße geht und sagt „Stopp, so nicht“, weil ich bin der Meinung wir sollten mindestens dann aufwachen, wenn die Jugend auch sieht, dass ihre Zukunft bedroht ist. Es wäre arrogant, wenn wir, die ältere Generation, sagen die Schüler sollten lieber in die Schule gehen und lernen, anstatt auf die Straße zu gehen. Unsere Generation hat dazu beigetragen, dass das Klima jetzt so ist und wir sollten uns bei der Jugend dafür entschuldigen.“

Gudrun: „Ich war dort. Ich fand es sehr cool. Ich fand es sehr faszinierend wie viele Menschen aus Wien da waren. Ich war schon öfters demonstrieren, aber auf so einer großen Demo war ich schon lange nicht mehr. Was ich so toll gefunden habe, war dass so viele junge Schüler da waren. Auch allen Alters waren alle Leute da. Es ist echt schön, dass wir alle gemeinsam dabei sind.“

Was willst Du der jungen Generation weitergeben?

Esther: „Was ich vermitteln möchte, ist bewusst leben. Überlegen was ich konsumiere, ob ich das brauche. Nicht weil es billig ist, denken es hat eh nichts gekostet. Es hat dem Menschen, der dran gesessen ist, hat es gekostet.“

Gudrun: „Ich finde es wichtig, dass niemand perfekt ist und versucht das beste aus allem zu machen, für sich mögliche zu machen. Man sollte kleine Schritte machen und nicht sofort aufgeben. Nicht von Anfang an abblocken und seinen Spaß dran haben.“

Über Esther & Gudrun

Kurzbiografie Esther Weinberger

Esther ist Mediatorin, seit 17 Jahre in der mobile Wohnbetreuung tätig und hält Empowermentseminare für Frauen mit Lernschwierigkeiten – Verein NINLIL.

Seit 2011 Modedesignerin für Upcyclingmode
Diverse Verkaufsausstellungen, Modeschauen, Kunstprojekt im Rahmen von SOHO in Ottakring: “Die Riesin von Ottakring”, Nähcafe für Reparatur und Upcycling-Fashion, diverse Workshops für Schulklassen und Kindergruppen, Kooperationspartnerin von wienXtra, Mitglied und Kooperationspartnerin des Recycling-Kosmos, Koordination und Organisation der Workshop-Angebote, Fortbildungen für Pädagog_innen

Kurzbiographie Gudrun Büsel

Gudrun besuchte von 2012-2014 das Modekolleg an der Herbststrasse in Wien und studierte anschließend Umwelt- und Bioressourcenmanagement an der Universität für Bodenkultur Wien. 

Seit 2017 Mitglied des Recycling Kosmos, Betreuung offener näh.räume und bietet erste Upcycling-Workshops an.

Seit 2019 Beginn der Selbstständigkeit als Workshopleiterin

START-klar für die Reifeprüfung Wie jugendliche Migrant*innen die Matura zu 100% bewältigen.

(Wien, 30. April 2019). Am 6. Mai startet die Zentralmatura in Österreich. Die Anspannung unter den Schülern und Schülerinnen steigt. So auch bei den Jugendlichen im START-Betreuungsprogramm. Hier werden junge Migrant*innen unterstützt, um die Reifeprüfung trotz sprachlicher und anderer Barrieren gut zu bewältigen. 23 Stipendiat*innen von START treten heuer österreichweit an.

Unter ihnen auch Samira Hemati. Die gebürtige Afghanin lebt seit November 2015 mit Ihrer Familie in Österreich. Samira besucht das GRg 21 in Wien und fühlt sich auf dem Schulschiff wohl und willkommen. Die junge Afghanin spricht neben ihrer Muttersprache Farsi mittlerweile auch Deutsch, Englisch und Spanisch.

Matura am Schulschiff
„Ich mag die technischen Fächer wie Mathe und Physik besonders gern“, betont Samira. Sie hat sich entschieden, in Physik mündlich zu maturieren. Aber sie glänzt auch in Deutsch mit guten Benotungen. Sprachförderkurse und die Unterstützung von START Stipendien haben ihr geholfen, die Sprache schneller zu erlernen. „Und dann haben mich auch meine Mitschüler*innen und Lehrer*innen immer unterstützt“, erzählt Samira, „die ersten Monate hier habe ich ausschließlich deutsche Grammatik gelernt. Zwischen zehn und zwölf Stunden täglich habe ich mich mit schulischen Angelegenheiten befasst“, schildert Samira ihren Einsatz. Das Ergebnis spricht für sich: Samira konnte alle Fächer positiv abschließen und erhielt die Zulassung zur Reifeprüfung.

Alle ziehen an einem Strang
Maria Marizzi, Pädagogin am Schulschiff begrüßt es, wenn Jugendlichen mit Migrationshintergrund Bildungschancen und Unterstützung wie von START Stipendien geboten werden: „Die Jugendlichen können so Möglichkeiten nutzen, die in ihren Herkunftsländern derzeit nicht gegeben sind.“ Die Deutsch-Professorin unterstützt Samira von Beginn an und schätzt deren Einsatz und großes Bildungsinteresse.

Ihrer Einschätzung nach ist für Jugendliche, die erst kurz im Land sind und die Sprache lernen, das Verfassen der geforderten vorwissenschaftlichen Arbeit eine große Hürde. „Für eine erfolgreiche Matura sind die laufende Begleitung von START, die intensive Betreuung in Kleingruppen, Förderstunden und eine umfassende Unterstützung auch von Seiten der Direktion, des Lehrerkollegiums bis hin zum Elternverein immens wichtig“, erklärt Marizzi. Wie gut diese Zusammenarbeit funktioniert, zeigt auch ihre persönliche Bilanz mit START-Stipendiat*innen: Alle START-Jugendlichen auf dem Schulschiff haben in den vergangenen Jahren ihre Matura erfolgreich absolviert. „Bildung sollte grundsätzlich für alle Jugendlichen zugänglich und gefördert werden“, wünscht sich die Schulschiff-Pädagogin.


Über START-Stipendien
Das START-Stipendienprogramm fördert engagierte Schüler*innen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das STARTProgramm sind daher steuerlich absetzbar.

Wie START-Wien junge Menschen auf ihrem Bildungsweg begleitet
START-Wien begleitet und unterstützt Jugendliche mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. Unterstützt werden die Jugendlichen sowohl finanziell als auch durch individuelle Beratung und Begleitung, zahlreiche Bildungsseminare und Workshops, gemeinsamen Exkursionen oder bei der Studien- und Berufswahl.


Rückfragehinweis:
Verein START-Stipendien Österreich

Aleksandra Milosevic, Projektkoordination START-Wien
M: +43 664 2144637
E: milosevic@start-stipendium.at
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Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 26
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START-Wien eNews – April 2019

“Peace Kitchen” ein kulinarisches Friedenskonzept

Schüler der HAK VBS Akademiestraße & START-Wien Stipendiat Atila Bamyani stellt das Konzept hinter der “Friedensküche” in Wien vor.

Nach 2015 sind viele Flüchtling.e von verschiedenen Ländern (wie Afghanistan, Pakistan, Iran, Irak, der Türkei, Syrien, Libyen u.a.) nach Österreich gekommen. Eine sehr wichtige Frage für die österreichische Gesellschaft ist, wie wir alle in Zukunft zusammen in Frieden leben, studieren und arbeiten können, wie unsere Kinder in Frieden zusammenspielen können.

In der Peace Kitchen kochen und arbeiten jugendliche Flüchtling, aber erzählen auch die Geschichte ihrer „Reise“ von ihrer Heimat durch die verschiedensten Länder wie Afghanistan, Pakistan, Iran, Syrien, die Türkei und andere. Wir organisieren kulturelle Veranstaltungen wie: Konzerte, Fotoausstellungen, Filmvorführungen von Geflüchteten, sowie Diskussionen über das Thema Flüchtlinge und ihre Integration. Über das Essen und diese kulturellen Aktivitäten ergibt sich leicht ein Dialog.

Es wird von Flüchtlingen und Asylberechtigten in diesem Lokal in der Stadt Wien eine Vielfalt von Speisen angeboten: Peace Kitchen ist die Idee, durch verschiedenste Menüs die „Reiseroute“ von Flüchtlingen, ihre Erinnerungen und Erfahrungen nachzuzeichnen. In der Peace Kitchen sind die angebotenen Speisen das Ergebnis der Begegnung von Flüchtlingen mit anderen Kulturen bis hin zum Ankunftsland. So wird diese Begegnung durch Geselligkeit zur sinnlichen Erfahrung.

Dieses Projekt zeigt das Potential, dass die Begegnung zwischen verschiedenen Kulturen, die Andersartigkeit und die Vielfalt als Quelle der Innovation und Bildung in sich haben. So wirken MigrantInnen als Innovatoren bei der Zusammensetzung von Speisen bei.

Peace Kitchen arbeitet mit Aufnahmestellen von AsylbewerberInnen zusammen, wie auch bei Gemeinschaften, die gefährdete Männer und Frauen für Ausbildungspraktika in Restaurants aufnehmen, mit dem Ziel der Integration und der Eigenständigkeit durch aktives Arbeiten. Unser Anliegen ist es, MigrantInnen und Geflüchteten, die wie die meisten Mitglieder dieses Projekts ähnliche Erlebnisse und Erfahrungen mitbringen, im Gastland eine Möglichkeit des Lernens und eventuell eine Anstellung zu bieten.

Atila über sich und seine Erfahrungen, die wesentlich zur Idee “Peace Kitchen” beigetragen haben

Mein Name ist Atila Bamyani, ich bin vor kurzem 19 Jahre alt geworden und bin nach meiner Heimatstadt “Bamiyan” (Afghanistan) benannt. Ich lebe seit 9 Jahren in Österreich und gehe momentan in die 4. Klasse der Handelsakademie I. der Vienna Business School Akademiestraße im 1. Bezirk. Seit diesem Jahr bin ich stolzer Stipendiat und Stipi-Sprecher bei START-Wien.

Im Jahr 2008 bin ich mit meiner Mutter von Afghanistan nach Pakistan und dann in den Iran geflüchtet. Auf unsere Fluchtreise habe ich viele verschiedene Menschen getroffen. Ich erinnere mich wie meine Mutter und ich in Pakistan in den Gemeinschaftsküchen mit anderen Menschen gekocht und das Essen vorbereitet haben und von anderen Menschen gelernt haben sowie als auch andere Personen von meiner Mutter gelernt haben.

Im Jahr 2009, als wir nach Österreich geflüchtet sind, haben wir diese Erfahrungen noch einmal durchlebt. Zuerst in Thalham, dann in Tiroler Städten und Dörfern wie Innsbruck, Mötz, Kössen, Kufstein oder Jennbach. Meine Mutter kochte mit anderen und ich half ihr dabei. Wir haben viele verschiedene Leute kennengelernt und auch zusammen gekocht. Kurzgesagt: Ein kultureller Austausch.

Während den Flüchtlingsströmen vom November bis Dezember 2015 habe ich reisenden Flüchtlingen an Bahnhöfen geholfen und auch viele Freundschaften geschlossen. In den Asylheimen in Wien habe ich diese Freunde erneut getroffen und dabei habe ich gesehen, dass sie ebenfalls in Gemeinschaftsküchen zusammen kochen und wie meine Mutter und ich ihre Erfahrungen miteinander teilen. Und am Ende entstehen auch immer gute Geschmäcke und somit auch neue Rezepte.

Textilberge – Fußabdruck & Upcycling. START Jugendliche für nachhaltige Kleidung.

(Wien, 25. April 2019). Durchschnittlich 20 kg Textilien erstehen Herr und Frau Österreicher pro Jahr und entsorgen dieselbe Menge auch jährlich, da der Platz im Kasten knapp wird. Was passiert eigentlich mit den Bergen von Kleidern, die schnell und günstig erstanden werden? In einem praxisnahen Workshop mit dem Verein Recycling Kosmos erfuhren die Jugendlichen von START-Wien Auswirkungen und Lösungsansätze.

Das Bewusstsein für Konsumreduktion und -verwertung steigt. So auch bei den Jugendlichen von START-Wien. Im Projekt „Klamottenkunst“ setzten sich die Schüler*innen intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit der Kleidung sowie ökologischen und sozialen Aspekten der Produktionskette auseinander.

Upcycling. Alte Kleidung wird zu neuen und anderen Kleidungsstücken umgenäht. Das ist ein perfekter Weg, um den Schrank mit neuen, nachhaltigen Stücken auszustatten. Die Jugendlichen von START gestalteten in den vergangenen Wochen Kleidungsstücke um und machten sich Gedanken zu Konsum und dessen Auswirkungen. Und sie lernten, kleinere Reparaturarbeiten an ihrer Kleidung einfach umzusetzen.

Klamottenkunst-Präsentation. Am ersten Samstag im Mai (04.05.) findet die Präsentation der entstandenen Objekte statt. Im Anschluss kann gegen andere Kleidung eingetauscht werden.

KleiderTauschBörse:
Ort: Recycling-Kosmos Kirchstetterngasse 60, 1160 Wien
Zeit: Samstag, 4. Mai 2019, ab 19 Uhr


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Kunstprojekt „Klamottenkunst“ – ein Nachbericht

An zwei Wochenenden fand das Kunstprojekt „Unseren Kleidern auf der Spur & Upcycling von Textilien“ von START-Wien in den Räumlichkeiten des Recycling Kosmos statt. Esther Weinberger und Gudrun Büsel gestalteten die Kurstage mit den 16 Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Ziel war es, den Jugendlichen einen Einblick hinter die Kulissen der Modeindustrie zu geben und alternative Handlungsmöglichkeiten mittels Upcyclings aufzuzeigen. Die billigen Kleidungsstücke, die in immer schnelleren Abständen auf den Markt kommen, mögen zwar modisch sein, allerdings haben sie einen negativen Einfluss auf die Umwelt und die Arbeiter und Arbeiterinnen. Schon beim Anbau der Rohfasern beginnt die Auswirkung auf die Erde – hoher Wasserverbrauch und Pestizide sind hier die Stichworte. Weitere Umweltauswirkungen kommen beim Färben und bearbeiten der Stoffe hinzu. Um die Kleidung so billig verkaufen zu können, werden die Arbeitskräfte ausgebeutet und so schlecht bezahlt, dass sich die meisten ohne Überstunden kaum ihre Grundbedürfnisse befriedigen können.

Diese Fakten gehören dazu, wenn man den Umgang mit Kleidung verbessern möchte. Sobald die Hintergründe erkannt werden, entsteht der Mut zu handeln. Aus alten Kleidungsstücken etwas Neues zu kreieren, das auch wieder einen Nutzen hat, schont Ressourcen, verlängert deren Lebenszyklus und potenzieller Müll wird vermieden. Hinzu kommt auch noch der Aspekt der Kostenersparnis und die Förderung der Kreativität.

Der erste Tag startete mit einer Vorstellungsrunde und einem Film als Einstieg in die Thematik. Dieser zeigte die schlechten Arbeitsbedingungen von Arbeitern und Arbeiterinnen einer Textilfabrik und die unzureichenden Schutzmaßnahmen vor allem im Umgang mit schädlichen Bleichmittel. Anschließend wurde ein World Café zu den Themen soziale Aspekte in der Produktionskette, globale Auswirkungen und negative Umweltfaktoren und mögliche Alternativen und Handlungsmöglichkeiten gestaltet. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren sehr aktiv dabei und teilten sich anschließend in drei Gruppen ein, um diese Themen die kommenden Termine zu bearbeiten.

Nach der Mittagspause ging es an den praktischen Teil. Zuerst wurde die Nähmaschine und deren Handhabung erklärt, da viele noch wenig Erfahrung mit dem Nähen hatten. Außerdem konnten sie anhand einiger Upcycling-Beispiele von Esther sehen, was man alles aus Jeans, T-Shirts und Co machen kann. Als Abschluss jedes Tages machten wir eine Feedbackrunde und auch eine Präsentation der Werkstücke.

Nachdem zwei Nachmittage lang jeder an seinen Werkstücken arbeiten konnte und somit auch Übung in der Handhabung der Nähmaschine hatte, wurde die Aufgabe abgewandelt, um wieder etwas Abwechslung zu schaffen und weitere Anreize zur Kreativität zu kreieren. Hierbei wurde nun auch in Gruppen an einem Upcycling-Stück gearbeitet, um gemeinsam zu neuen Ideen zu kommen. Herausforderung dabei war, sich auch einig zu werden und Kompromisse einzugehen, welche die Gruppen auch gut meisterten.

Die vier Tage vergingen wie im Flug und es war großartig zu sehen, mit welcher Begeisterung sich die Jugendlichen an die Recherchen zu der Modeindustrie und auch an die kreativen Lösungen gemacht haben. Wir hoffen, dass sie einiges an neuen Informationen mitnehmen konnten, Kleidung mit anderen Augen betrachten und einfach bewusster durch den Alltag gehen. Bei der letzten Feedbackrunde haben wir auch noch gemeinsam die Präsentation geplant und verschiedene Verantwortungsbereiche aufgeteilt. Wir freuen uns schon sehr auf die Präsentation sowohl von den Resultaten der Recherche als auch von den Resultaten von den Upcycling- und Nähprojekten. Anschließend wird der Abend mit einer Kleidertauschparty und somit als eine ressourcenschonende Shopping-Alternative verbracht.

START-Wien bedankt sich herzlich bei Gudrun Büsel – Workshopleitung Kunstprojekt “Klamottenkunst” – für den Nachbericht!

Hands Up: Eintauchen in die Welt der Gehörlosen

Am 29. März 2019 besuchten die Stipendiat*innen die neue Ausstellung Hands Up von Dialog im Dunkeln. Zunächst legten wir Ohrenstöpsel und Noise-Canceling-Kopfhörer an, um unseren Sinn für die nächste Stunde einzudämmen. Durch die Ausstellung führte uns ein Guide, der selber gehörlos ist. Die erste Station zeigt auf wie wichtig Mimik und Körpersprache für Gebärdensprache und auch grundsätzlich fürs Kommunizieren ist. Da wir als Hörende meistens nicht darauf angewiesen sind, vergessen wir das oft. Danach lernten wir ein paar Gebärden, manche waren in ihrer Bedeutung leicht zu erkennen, manche nicht eindeutig. Durch Stille Post auf Gebärden, wurde uns klar wie ungewohnt für uns Situationen sind wo wir uns nicht durch Sprechen verständigen können. Am Ende lernten wir noch ein paar praktische Dinge kennen, die entwickelt wurden um Gehörlosen ihr Leben im Alltag zu erleichtern. Der Guide zeigte uns wie die Teilhabe von gehörlosen Personen immer noch durch viele Hürden geprägt ist und die Förderung einer besseren Zugänglichkeit immer noch keine Selbstverständlichkeit. Einige Eindrücke der Stipendiaten:

Ich fand die Ausstellung echt gut! Man hat einen Einblick in das Leben von Gehörlosen bekommen, was einem einfach surreal vorkommt, weil man sich das heute einfach nicht vorstellen kann. Auch wie sie mit Schwierigkeiten zurecht kommen, haben sie uns gezeigt, was ich echt faszinierend fand.
Sinem

Viel zu oft übersehen wir die alltäglichen Schwierigkeiten der gehörlosen Menschen und die Ausstellung Hands Up war die perfekte Lösung um zu verstehen, was gehörlose Menschen alles durchmachen und was sie von uns erwarten. Da wir bei der Führung selbst auch nichts hören konnten, war es ideal für uns, um uns in die Rolle der Gehörlosen zu versetzen. Viele Basic Informationen waren dabei wie z.B. wie man mit ihnen kommuniziert, die Grundlagen der Gebärdensprache, Musik der Gehörlosen, usw. Die Ausstellung ist sbsolut empfehlenswert.
Aylin

Ich habe mir nie wirklich Mühe gegeben, den Alltag von gehörlosen Menschen kennenzulernen. Wie hören Gehörlose Musik, die Türklingel oder das weinende Baby? Was ist diese Gebärdensprache und ist es einfach für Gehörlose Lippen zu lesen?
Der Workshop „Hands up“ hat sich mit all diesen Fragen beschäftigt und vieles mehr.
Sana

Das Coole daran war, dass der Trainer selbst ein Gehörloser war und konnte uns dessen Alltag sehr gut näher bringen. Zum Beispiel, wie sie sich durch spezielle Technologie-Geräte über Gefahren (Notfälle) alarmieren lassen. Wie sie miteinander kommunizieren und dabei wurde uns die Gebärdensprache auch beigebracht, was nicht so leicht war. Für mich war es sehr schwierig, ein Tag nichts hören zu können. Schwieriger war nichts sprechen zu dürfen. Aber trotz allem ist es empfehlenswert, einmal zu sehen und selbst zu erfahren, wie es ausschaut, gehörlos und stumm zu leben.
Sabiha

Ich fand die Gebärdensprache schon immer interessant ohne Worte mit jemand anderen zu kommunizieren. Ich stelle mir sie ziemlich kompliziert vor, doch sie ist einfacher als gedacht. Mit simplen Handbewegung die sehr logisch scheinen, konnten wir miteinander sprechen. Durch den Besuch bei Hands Up ist mein Interesse gestiegen. Ich habe mir vorgenommen mich mehr mit dieser Sprache auseinander zusetzen und sie zu lernen.
Salma

Aufbruch ins Ungewisse – Österreich seit 1918

Am Sonntag, den 31. März 2019 fanden sich eine Gruppe von START-Wien Stipendiat*innen zusammen und besuchten das “Haus der Geschichte Österreich” mit der Ausstellung “Aufbruch ins Ungewisse – Österreich seit 1918“. Die Stipendiat*innen konnten sich frei im Museum bewegen und sich somit genau die Themen ansehen, für die sie sich interessierten.

Das “Haus der Geschichte Österreich” (HDGÖ) ist seit Samstag, den 10. November 2018 für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf einer relativ geringen Ausstellungsfläche von rund 750 m² in der neuen Burg am Heldenplatz ist die Ausstellung bis 17. Mai 2020 zu besuchen!

Die vielen Visionen, die auf das HDGÖ wiedergegeben wurden, haben in der auf eine eineinhalbjährige Laufzeit angebundenen Eröffnungsausstellung durchaus Spuren hinterlassen. Denn die Präsentation versucht, nicht nur verschiedene erzählerische Zusammensetzungen, sondern auch diverse Diskurse und Debatten unter ein Dach zu bringen und sich gleichzeitig revolutionär zu geben. Zugleich scheint sie die beengten Raumverhältnisse zu ignorieren. Das Resultat wirkt so, als hätte man alle zeithistorischen Ausstellungen der letzten 20 Jahre auf wenige Kubikmeter verdichtet und in den Raum gelagert.

Das Team um Direktorin Sommer hat die Ausstellung in sieben Abteilungen gegliedert, wobei das Architekten-Team BWM jedem Sektor ein anderes Ausstellungsdisplay verpasste: Nach einer Darbietung zur Geburtszeit der Republik im ersten Salon geht es um Wirtschaft, Diktatur und das österreichische Selbstbild, danach um Grenzen und um das Thema Gleichberechtigung. Parallel dazu läuft entlang einer Mauer eine Art Regalstruktur, auf der Leuchtschriften die Jahrzehnte von 1918 bis 2018 markieren. In diesem Abschnitt soll es um die Rolle von Bildern im Verlauf der jüngeren Geschichte gehen.

Alles in einem, hat uns Stipendiat*innen die Ausstellung sehr gefallen, da man 100 Jahre Geschichte Österreichs von Anfang bis Ende sehr gut sehen konnte und die Ausstellung auf einer sehr modernen Art und Weise dargestellt wurde.

Ein Bericht von START-Wien Stipendiat Atila über den Ausstellungsbesuch im Haus der Geschichte Österreich.

Europa:DIALOG mit Andreas Schieder

Die Gesprächsreihe Europa : DIALOG im Haus der Europäischen Union moderiert von Benedikt Weingartner thematisiert mit den EU-Wahl Spitzenkandidat*innen aktuell die anstehende Europawahl 2019 und hinterfragt „Welches Europa wollen wir, wie viel Europa möchten wir – und was sind wir bereit, dafür zu tun?“

Im ersten Teil des Gesprächs werden gesellschaftspolitische, wirtschaftspolitische und sozialpolitische Entwicklungen der EU analysiert, dabei wird die Rolle Österreichs in der EU besonders hervorgehoben. Das interaktive Format per Fragekärtchen auch das Publikum einzubinden, spricht vor allem die jungen Teilnehmer*innen an. START-Wien Stipendiat*innen beteiligten sich an der Fragerunde und richteten ihre Fragen zu Klimapolitik und der Mobilisierung von Jungwähler*innen an Andreas Schieder.

“Es war sehr interessant, einen Politiker wie den Spitzenkandidat Andreas Schieder aus der Nähe zu sehen. Außerdem hat man einen ungefähren Überblick über die Redeschlachten vor einem Wahlkampf bekommen. Ich fand den Dialog unterhaltsam und auch sehr humorvoll. Vor allem hat mir gefallen, dass fast alle Fragen vom Publikum beantwortet wurden.” Jihan fügte noch hinzu, dass wir Klimapolitik mehr global, weniger europaweit betrachten und globale Ziele und Maßnahmen setzen sollten.

Sabiha betont die Auseinandersetzung mit Politik: “Ich halte es immer für wichtig sich mit Politik mal zu beschäftigen. Vor allem für die Jugendlichen ist es wichtig, sich über die Themen zu informieren, die die heutige Welt bewegen bzw. deren Zukunft von denen betroffen ist. “Dialog mit Andreas Schieder” war eine gute Möglichkeit, einen Politiker live zu sehen und ihm Fragen zu stellen. Ich hoffe, dass solche Veranstaltungen mehrmals stattfinden.”

“Die heutige Veranstaltung war sehr interessant. Herr Andreas Schieder hat uns näher zu den Themen, über die heutzutage sehr diskutiert werden, gebracht. Er hat uns mit seinen Worten, die er über Klimaschutz, Handeln zwischen Ländern und ein soziales und sicheres Europa gesagt hat, zeigen können, dass er ein idealer Spitzenkandidat, der sich für ein erfolgreiches Europa setzt, ist.” Mahdi über den EU-Wahl Kandidaten.

Mariama findet die Gesprächsreihe super cool: “Es hat mich sehr gefreut dort zu sein, es war echt sehr interessant und informativ, da man auch so hören konnte was die Politiker selbst über die ganzen “Probleme” denken und das finde echt super cool das wir dabei sein durften und auch selbst fragen stellen konnten.”

Beitragsbild: pixabay.com

Alles kann passieren!

Worte sind mehr als eine Aneinanderreihung von Buchstaben. Worte haben eine Bedeutung, Worte werden mit bestimmten Gefühlen verknüpft, Worte haben Macht. Ein politischer und kultureller Abend für unsere START-Wien Stipendiat*innen im Burgtheater.

„Alles kann passieren!“ ein Polittheater entstanden nach einer Idee von Doron Rabinovici und Florian Klenk. An den Worten, an der Sprache können wir die neuen „starken“ Politiker und Politikerinnen erkennen. Ihre Reden und Aussagen wurden zu einem Mosaik, das die jüngste Entwicklung Europas, wie auch die politische Einstellung darstellt und widerspiegelt, zusammengesetzt.

Shehab möchte sehr gerne nochmals das Burgtheater besuchen: “Ich war war zum ersten Mal im Burgtheater. Die Architektur des Gebäudes ist sehr prachtvoll. Es ähnelt der Volksoper. Das Politheater “Alles kann Passieren” war sehr spannend anzuhören. Das Theater hat politische aktuelle Themen angesprochen und uns politisches Wissen gegeben. Die Themen Flüchtlinge und Islam sind sehr heikel und zu denen gibt es kritische Meinungen. Ich habe von neuen Politiker gehört.”

“Mir hat das Theater gut gefallen. Das Thema vom Theater war sehr interessant und man konnte den Sprecherinnen gut folgen, obwohl immer Sachen vorgelesen wurden.” für Mahdi war es ein interessanter Abend.

Ebru über die Zitate, die eingeblendet wurden: “Obwohl ich von meinem Platz aus nicht die ganze Bühne im Blick hatte, fand ich das Theaterstück und die erschreckend wahren Zitate, die ab und zu eingeblendet wurden, extrem interessant.”

“Das Theaterstück gefiel mir besonders gut. Ich hoffe, das wir öfters ins Theater gehen werden.” wünscht sich Balqiz.

“Ich war echt beeindruckt, weil die Themen, die behandelt wurden, waren sensible Themen, die wir im täglichen Leben nicht ernst nehmen.” Mohamad spricht sensible Themen, die wir oft nicht im Alltag besprechen, an.

Berufsorientierung bei Rotary Club Wien Nestroy

Die Mitglieder des Rotary Wien Nestroy Clubs & rotaract haben unsere START-Wien Stipendiat*innen erneut zu einer Berufsorientierungsveranstaltung eingeladen, um von ihren persönlichen Bildungs- und Karrierewegen, wie auch Umwegen zu erzählen.

Der Rotary Club, wie auch die damit verbunden Ziele & Ideale wurden zunächst vorgestellt, bevor unsere Jugendlichen Informationen über die internationalen Rotary Austauschprogramme erhielten. Die Roatarier*innen aus den unterschiedlichsten Branchen (Wirtschaft, Finanzen, Beratung Kunst & Kultur, Kommunikation) und mit vielfältigen Qualifikationen erzählten den START-Wien Stipendiat*innen von ihrem beruflichen Werdegang. Die jungen Mitglieder von rotaract gaben Tipps auf was es im Studium ankommt und wie sie sich gezielt auf eine Aufnahmeprüfung vorbereiten können. Im Anschluss konnten die Stipendiat*innen sich und ihre Ziele nach der Matura vorstellen, Fragen stellen, Praktikamöglichkeiten erfragen und sich in entspannter Atmosphäre mit den Rotarier*innen austauschen.

Sabiha über den intensiven Nachmittag: “Der Workshop Berufsorientierung bei Rotary Club Wien Nestroy war spaßig nicht nur, weil wir geplaudert und gemeinsam gegessen haben, sondern es war viel mehr interessant als ich über die Werdegänge der Jugendlichen zwischen 18-30 erfahren habe. Über den neuen Club der Jugendlichen zu erfahren, hat mich begeistert. Sie haben uns erzählt, was und wo sie studieren bzw. arbeiten und wie sie drauf gekommen sind. Von Aufnahmeprüfungen bis hin zu den Unterschieden zwischen Uni und FH haben sie uns berichtet. Es hat mir auch gefallen, wie einer der Mitglieder uns wegen unserer Mehrsprachigkeit und dem Migrationshintergrund gelobt hat. Dass es auch ok ist, wenn man jetzt sich nicht sicher ist, welche Richtung man studieren möchte oder später doch ein anderes Fach studieren will, merke ich mir von diesem Workshop.”

“Der Rotary Workshop war nicht nur informativ, sondern hat auch Spaß gemacht. Durch den Besuch habe ich die Mitglieder von Rotary und Rotaract kennengelernt und konnte somit Kontakte knüpfen. Ich habe nun vor Teil von Rotaract zu werden, um mich selber in unterschiedlichen Gebieten weiterzubilden.” Salma über wertvolle Kontakte.

Rosetta ist froh, dass sie sich angemeldet hat: “Der Workshop “Berufsorientierung bei Rotary” hat mir sehr gefallen und war sehr hilfreich, da man viele Erfahrungen über verschiedene Berufe hören konnte. Man muss aber zugeben, dass man den Jüngeren besser zuhören konnte als den Älteren, da ihre Erfahrungen uns mehr ansprechen und für uns relevanter sind. Nichtsdestotrotz waren alle Menschen dort sehr nett und haben unsere Fragen so gut wie möglich beantwortet. Ich bin froh, dass ich mich für diesen Workshop angemeldet habe.”

Und Edison informierte sich über die vielfältigen Austauschprogramme, die Rotary für Jugendliche anbietet: “Der Workshop war eigentlich sehr interessant, die Rotary und Rotaract Mitglieder haben sich und ihre bis zum diesem Datum andauernde Karriere und ihren beruflichen Werdegang vorgestellt. Es war eine angenehme Stimmung zum Zuhören und wir hatten auch genug Zeit ihnen Fragen zu stellen. Nachdem sich alle vorgestellt hatten, hatten wir die Möglichkeit bekommen noch auf die einzelnen Personen zu zugehen um einen Dialog zu führen. Ich bin Ralf gegangen, weil es mich sehr interessiert hat, ob eine Möglichkeit besteht, durch den Jugenddienst von Rotary oder ihrem Netzwerk, ein Praktikum im Ausland bzw. Spanien oder Großbritannien erhalten zu können.”

Ein besonderer Dank an Deloitte und die Gastfreundschaft!

Klamottenkunst: Kleidung auf der Spur & Upcycling

Upcycling ist mehr als eine Möglichkeit alten Klamotten durch innovative Ideen einen neuen Wert zu geben. Upcycling ist auch eine Form des Aktivismus und mit jeder Wiederverwertung eines bereits gebrauchten Gegenstandes, ein wichtiges Zeichen gegen die Gesellschaft des Konsums und der systematischen Ausbeutung anderer Länder durch den Westen. Dieses Jahr werden die Stipendiat*innen im Rahmen des Kunstprojekts ihre eigenen Upcycling- Methoden entwickeln und umsetzen. Dieser Prozess begann für die Stipis am 9. und 10. März im Recycling- Kosmos im 16. Bezirk. Zunächst gaben Esther Weinberger und Gudrun Büsel, die Workshopleiterinnen, einen theoretischen Input zu dem Thema. Nach drei verschiedenen Themenblöcken wurden die Stipis in Gruppen eingeteilt:

  1. Soziale Aspekte in der Produktionskette
  2. Alternativen und Handlungsmöglichkeiten
  3. Globale Auswirkungen und negative Umweltfaktoren

Zunächst sammelten die Stipis alle gemeinsam Stichworte zu den Themenfeldern, um diese in den Kleingruppen zu recherchieren. Den Theorieteil abschließend, präsentierten die Stipis den anderen Kleingruppen was sie herausgefunden hatten. Nach einer gemeinsamen Mittagspause beim besten Falafelstand am Brunnenmarkt “Abu Noor”, gaben Esther und Gudrun eine Einführung in das Benutzen einer Nähmaschine. Jede*r Stipendiat*in begann an einem eigenen Projekt zu arbeiten und Gudrun und Esther unterstützten sie ihre Ideen zu verwirklichen. Dabei kamen die unterschiedlichsten Stoffe und Materialien in allen erdenklichen Formen zum Einsatz. Beim Upcycling entdeckt man die Vielfalt an Funktionen, die einzelne Kleidungsstücke haben können. Ende März geht es weiter, bis dahin können die Stipendiat*innen noch viele Inspirationen sammeln und allgemein bewusster durch unsere Konsumgesellschaft gehen.

Zitate der Stipis:
„Es war schön die Schneider bzw. Schneiderinnen zu verstehen und die Wert von unsere Kleidung wissen!“ Abdul Baset Rezae
„Esther und Gudrun haben pausenlos uns geholfen, Tipps gegeben und bis zum Ende nicht im Stich gelassen. Sie waren sehr geduldig. Ich freue mich auf die nächsten Projekttage mit ihnen.“ Shehab Abdel-Latif

Make The Future Great Again!

“Weil diese Stadt auch uns gehört!” unter dieser Leitidee entwickelten START-Wien Jugendliche nach den Prinzipien von professionellem Projektmanagement kleine & konkrete Aktionen, um die Stadt, den Bezirk und die Wohngegend noch lebenswerter zu machen. Aylin, START-Wien Stipendiatin, über den Projekttag mit Matthias Haberl von BLICKWECHSELN – Plattform für Zuversichtsaktivist*innen.

Das Umfeld eines Menschen kann unglaublich Vieles beeinflussen wie z.B. Laune, Verhalten, Kommunikation mit anderen Menschen, usw. Da nicht jede Stadt, wie auch jede Wohngegend einen positiven „Einfluss“ auf den Menschen hat, muss man sich manchmal selbst um eine Umgestaltung kümmern. Schon die kleinsten Veränderungen könnten helfen. Dies und vieles weitere haben wir am Samstag, 02. März 2019 mit Matthias besprochen und diesbezüglich auch selbst eigene Erfahrungen gemacht.

Es gibt keine Stadt, die bereits perfekt ist, daher könnte Wien eigentlich auch einige Veränderungen benötigen. Viele Menschen sind der Meinung, dass alle Wienerinnen und Wiener ständig schlecht gelaunt sind und sich auf den Straßen Wiens Menschen kaum gegenseitig anlächeln. Zunächst haben wir die möglichen Gründe für dieses Verhalten vieler Menschen besprochen und uns darauf geeinigt, dass wir ein Projekt starten sollten. Da aber ein Projekt sich kaum ohne genauere Überlegungen positiv entwickelt, haben wir die genaue Definition wie auch die die Abläufe und einzelnen Teile des Projektmanagements besprochen.

Nachdem wir in Gruppen an unseren Ideen gearbeitet haben, war es Zeit diese Ideen auch an fremden Menschen auszuprobieren. Das Ziel dieser Ideen war die Menschen dazu zu bringen, sich Gedanken über wichtigere Themen zu machen und auch ein Lächeln auf deren Gesichtern zu zaubern. Von Zetteln mit wichtigen Nachrichten bis zu netten Komplimenten konnten wir dies erreichen. Natürlich gab es verschiedenste Ideen: Fragen stellen, Menschen zum Zeichnen bringen und mit ihnen reden.

Durch diesen Workshop ist uns einiges zu Projektmanagement, wie auch Ergebnissen von kleinen Schritten bzw. Veränderungen klar geworden. Vielen Dank an Matthias!

Welche Aktionen haben unsere START-Wien Jugendlichen entwickelt, geplant und auch umgesetzt?

Am Nachmittag bildeten wir Gruppen zu einem bestimmten Thema, dass uns sehr wichtig ist, mit einem determinierten Ziel. Zum Thema Bildung mit dem Ziel herauszufinden wie verschiedene Leute Bildung definieren oder was sie denken was Bildung ausmacht, machten sich mein Team – Mohamad, Balqiz – und ich auf die Spur. Unser Konzept sah dabei folgend aus: Wir sprachen Menschen, unabhängig vom Alter und Geschlecht, an und baten diese um eine Selbsteinschätzung (Von einer Skala von 0 bis 10, was für eine Ziffer würden Sie sich geben, für wie gebildet Sie sich halten/sind?). Anschließend fragten wir was einen gebildeten Menschen ihrer Meinung nach ausmacht. Abwechselnd brachten wir auch ein Beispiel mit einem/einer Arzt/Ärztin und einem/einer Putzfrau oder zeigten ein Bild von einer dem/der Befragten unbekannten Person. Die/der Befragte sollte beim ersten Beispiel erläutern und bewerten, wer ihrer/seiner Meinung nach gebildeter ist/erscheint und beim zweiten Beispiel ausdrücken welche äußeren Faktoren bei Ihnen ausschlaggebend für ihre/seine Antwort ist. Dabei erhielten wir sehr viele verschiedene Antworten. Bei der Selbsteinschätzung gab es Leute, die sich sehr selbstbewusst eine Ziffer größer 7 gaben oder genau umgekehrt sich eine Zahl unter drei gaben. Auf die Frage was Bildung ausmacht erhielten wir ebenso eine große Antwortvariation. Antworten waren: Bildung findet auf verschiedenen Ebenen statt: es gibt die soziale, schulische, autonome, … Bildung oder für viele stellt Erfahrung die essentielle Bildung dar, und für eine Person war die abgeschlossene Ausbildung/das abgeschlossene Studium ausschlaggebend für eine gebildete Person. Auf die zwei gebrachten Beispiele mit dem Jobvergleich und der Einschätzung durch Aussehen lautete die meist genannte Antwort, dass man durch den Titel oder durch Aussehen keine vorschnellen Schlüsse ziehen kann. -Saida

Sabiha, Mahdi und ich haben als Gruppe zusammengearbeitet, weil wir die Idee hatten, Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen auf der Straße anzusprechen und sie zeichnen lassen. Unser Ziel war, diesen Menschen zu zeigen, dass jede/r zeichnen kann und die Kreativität keine Grenzen hat. Als Material für unsere Aktion haben wir ein Flipchart und Stifte bekommen. Mit unserem Flipchart (Danke dir nochmal Mahdi für das Tragen!) und den anderen sind wir in die Straßenbahn eingestiegen und bis zum Schwedenplatz gefahren. Neben der Straßenbahn-Station haben wir unser Flipchart aufgestellt. Unmittelbar danach haben wir einen Mann angesprochen, ob er für uns etwas zeichnen würde. Er hat die große Uhr am Schwedenplatz gezeichnet und gesagt, die Zeit sei ihm sehr wichtig. Und somit hat unsere Aktion begonnen. Trotz der Kälte hat es uns wirklich Spaß gemacht, diese Aktion umzusetzen, und wir waren am Ende sehr zufrieden mit dem Ergebnis. -Samira

Der Workshop hat es mir ermöglicht, zum ersten Mal, Unbekannte auf der Straße anzusprechen. Am Vormittag haben wir die Grundprinzipien eines Projektes besprochen. Anschließend haben wir Einzelheiten zum ausgewählten Themen aufgeschrieben und darüber diskutiert. Daraufhin sind wir, mit unseren „Hilfsmitteln“ auf Straße gegangen und haben alles, was wir besprochen haben, in die Tat umgesetzt. Das Thema unserer Gruppe war Buchempfehlung und Bildung. Somit haben wir ausgewählte Bücher empfohlen, empfohlen bekommen und nach der Meinung anderer über Bildung gefragt. Es muss erwähnt werden, dass viele am Anfang skeptisch reagiert haben, da sie wahrscheinlich gedacht haben, dass wir entweder Unterschriften sammeln oder Werbung machen. Jedoch haben es viele, gleichermaßen wie uns, genossen darüber zu sprechen. Alles in einem bin ich sehr dankbar, dass ich an diesen Workshop teilnehmen durfte. Dadurch könnte sehr viele wertvolle Erfahrungen mitnehmen. DANKE!!!! -Arezou

Die bildungsrelevante Workshops sind immer für mich was Neues und man lernt viel davon. Ich hatte wieder die Möglichkeit meine sozialen Kompetenzen bei diesem Workshop anzuwenden. Ich war mit zwei andere Stipis im ersten Bezirk auf die Suche nach Leuten, die wir fragen konnten wie wichtig für sie Bildung war. Wir haben ihnen auch einige interessante Bücher empfohlen und von ihnen auch interessante deutsche und englische Bücher empfohlen bekommen. Es war sehr lustig mit den verschiedenen Touristen auf Englisch zu reden. -Shehab

Der Workshop Blickwechsel, war anders als gedacht. Wir haben gelernt mit kleinen Projekten die Stadt im positiven Sinne zu verändern. Mein Team wollten den Menschen um uns herum eine kleine Freude machen. Aus diesem Grund sind wir in Kleidungsgeschäfte gegangen und haben, falls uns etwas gefallen hat, der Person ein Kompliment bezüglich ihres Outfits gegeben. Mit wenigen Worten haben wir der Person ein Lächeln geschenkt. -Salma

Spitzmaus Mummy in a Coffin and other Treasures!

Ein Bericht von START-Wien Stipendiatinnen Rosetta & Silvy über den Besuch der Ausstellung “Spitzmaus Mummy in a Coffin and other Treasures” im Kunsthistorischen Museum Wien.

“Spitzmaus Mummy in a Coffin and other Treasures” alleine der Titel hat in uns allen eine Spannung ausgelöst, die uns dazu geführt hat, die Sonderausstellung, die von dem vielfach ausgezeichneten US amerikanischen Filmemacher Wes Anderson und seiner Frau Juman Malouf, einer Autorin und Kostümbildnerin, organisiert wurde, zu besuchen.

Eine Gruppe von START-Wien Stipendiat*innen, zusammengesetzt aus Wes Andersons Fans bis zu einigen, die diesen Regisseurnamen noch nie in ihrem ganzen Leben gehört haben, wartet auf die letzten zwei zuspät kommenden an diese Ausstellung interessierten Stipis vor dem Kunsthistorischen Museum. Bevor die Führung begonnen hatte, durften wir uns einen Überblick über die Kunstkammer verschaffen. Angekommen in den Raum, wo sich die Sonderausstellung fand, durfte sich jeder bzw. jede von uns die zur Schau gestellten Objekte anschauen und sich Gedanken darüber machen.

Dann hat es mit der wirklichen Führung begonnen: Unser sympathischer Guide hat uns zu vielen Stücken spannende, interessante Informationen gesagt, die mir selbst ohne diese Führung nicht auffallen würden. Leider ist die Zeit so schnell vergangen und das Museum musste seine Türen schließen, weshalb wir die letzten Objekte der Sonderausstellung nur noch schnell besprechen konnten. Es ist wirklich eine einzigartige Sonderausstellung, deren 400 außergewöhnliche Objekte sich sehr stark voneinander unterscheiden, jedoch gleichzeitig vieles gemeinsam haben, was man aber auf dem ersten Blick nicht erkennen kann, sondern erst nach einer genauen Betrachtung.

START-Wien & L´Oréal beim Mentoring Kick-Off!

L’ORÉAL Österreich lud unsere START-Wien Stipendiat*innen zu einer Auftaktveranstaltung ein, um ihnen die Mentoring Partnerschaft und das Unternehmen vorzustellen.

Katrin Bernd, Geschäftsführung Verein START-Stipendien Österreich, begrüßte die zukünftigen Mentor*innen und Mentees und bedankte sich bei L’ORÉAL für die Einladung in die Unternehmenszentrale in Wien, denn Einblicke in die Unternehmenswelt und der “Blick hinter den Kulissen” sind in der Phase der Berufs- und Studienorientierung für unsere Jugendlichen eine wertvolle Erfahrung. Die Ziele und den Ablauf der Mentoring Partnerschaft, wie auch die Rahmenbedingungen, die zu einer erfolgreichen Partnerschaft führen, stellte Mag. Bernadette Metzler, Corporate Communications Project Manager, vor.

Das Mentoring kurz vorgestellt:

  • Die Orientierung am Arbeitsmarkt
  • Das bessere Zurechtfinden in der vielfältigen Bildungslandschaft
  • Vermittlung von Know-how und geben von konkreten Tipps über die Arbeitswelt
  • Weitergabe von Wissen & Erfahrung
  • Potentiale erkennen & entfalten
  • Interkulturelle Kommunikation

Das “Speeddating” war schließlich der Höhepunkt der Veranstaltung. L’ORÉAL Mitarbeiter*innen und unsere Stipendiat*innen durften sich zwei Minuten lang unterhalten und kennen lernen, bevor sie rotierend zum/r nächsten Mentor*in wechselten. Das Prinzip des Speeddatings erlaubt es in kürzester Zeit einen ersten Eindruck vom Gegenüber zu erhalten. Die vielen Eindrücke und Gespräche wurden mit einer Entspannungs- und Auflockerungsübung fest gehalten und spielten beim Matchen der Mentor*innen und der Mentees eine entscheidende Rolle.

Das Unternehmen L’ORÉAL Österreich unterstützt START-Wien seit vielen Jahren und fördert mit den lokalen Programmen „FIT FOR THE JOB“ und dem Mentoring Programm unsere Stipendiat*innen im Rahmen des globalen Nachhaltigkeitsengagement der L’ORÉAL Gruppe „SHARING BEAUTY WITH ALL.“!

START-Wien Stipendiat Edison im EU-Parlament

Edison, START-Wien Stipendiat, besuchte im Rahmen des EU-Projekts “Euroscola” das EU-Parlament in Straßburg und berichtet über seine Teilnahme.

Mein Name ist Edison Baardies, ich bin 17 Jahre alt und gehe in die Schumpeter Handelsakademie und Handelsschule im 13. Bezirk. Ich bin dieses Jahr im Jänner 2019 mit meiner Schule in das EU Parlament Straßburg gefahren.

Gemeinsam mit 22 anderen Schülern/Schülerinnen aus verschiedenen Klassen, durfte ich dieses Jahr beim EU-Projekt Euroscola teilnehmen. Euroscola ist ein Projekt der EU, bei dem 24 Nationen aus der EU die Möglichkeit bekommen 1 Tag im Parlament zu sein und sich den Arbeitstag der Abgeordneten näher anzusehen. Die EU zahlt die gesamte Reise und den Aufenthalt somit war die Reise für mich Kostenlos. Euroscola findet 20mal im Jahr statt. Davon haben österreichische Schulen 10-mal im Jahr die Chance sich zu qualifizieren. Meine Schule hat es dieses Jahr unter die Top 5 von 10 geschafft. Eigentlich fahren immer die Abschlussklassen zu dem Projekt, jedoch aufgrund meines schulischen Engagements hat mich der Lehrer eingeladen auch mitzufahren.

Damit sich alles so gut wie möglich mit der Förderung der EU ausgeht sind wir 11 Stunden mit dem Bus nach Frankreich gefahren. Am Mittwoch dem 30.1. um 13 Uhr sind wir angekommen und hatten den ganzen Tag für uns um die Stadt zu erkunden. Nach 11 Stunden Fahrt sind meine Freunde/Freundinnen und ich erstmal etwas warmes Essen gegangen, zum Glück gab es dort einen Vapiano der uns bekannt war. Das Essen in Frankreich ist relativ teuer und das Salz fehlt. Ich wüsste nicht wie ich dort überleben könnte bei einem Cheeseburger der zwei Euro kostet statt einem.

Am nächsten Tag war auch schon die Veranstaltung, auf die ich mich sehr gefreut habe. Ich war ziemlich nervös am Vormittag, weil ich die Ehre hatte, nicht nur unsere Schule, sondern auch das Land Österreich in Frankreich vor 600 Schülern/Schülerinnen und 50 Lehrern/Lehrerinnen zu vertreten. Meine Freunde/Freundinnen und Schulkollegen/Schulkolleginnen haben gesagt, ich hätte es super gemacht. Ich jedoch habe gemerkt das mein Bein so gezittert hat, ich dachte es explodiert jeden Moment.

Nach den ganzen Länder Präsentationen und den ersten politischen Diskussionen, die geführt wurden, gab es Mittagessen, welches nur halb so gut wie in Österreich schmeckt, weil wieder Salz gefehlt hat. Beim Mittagessen wurde uns erklärt wie es nun weiter geht. Und zwar mussten wir uns mit jeweils 3 anderen Nationen zusammenfinden und einen Fragebogen mit 20 Fragen ausfüllen, wobei jede Frage auf einer anderen Sprache war. Das Ganze war ein Wettbewerb und daher, dass ich ein sehr ehrgeiziger Mensch bin, habe ich während alle anderen gegessen haben gleich begonnen zu arbeiten und hab es mit meiner Gruppe ins Finale des Euroscola Wettbewerb 2019 geschafft. Leider habe ich nicht gewonnen, weil ich falsch getippt habe bei der Frage wie hoch der Le Blanc sei. Trotzdem haben die anderen 15 Finalisten/Finalistinnen und ich als Geschenk, Merchandise von Euroscola 2019 bekommen. Das war sehr lieb. Gegen Ende der Veranstaltung habe ich mich noch mit vielen Nationen ausgetauscht und mit meiner Gewinner Gruppe ein Abschlussfoto geschossen.

Radio-Projekt “Weltenwandel”

Himanshi & Balqiz, START-Wien Stipendiatinnen haben am Radio-Projekt „Weltenwandel“ teilgenommen und berichten über ihre Projektwoche.

Während der Zeitspanne von 02.02.2019 bis 07.02.2019 haben wir, zwei START-Stipendiatinnen aus Wien, an dem Radio-Projekt „Weltenwandel“, das von EU gefördert wird, teilgenommen. Diese Woche, die wir in Trofaiach „Jugendheim Schloss Stibichhofen“ verbracht haben, war für uns nicht nur lehrreich, sondern auch sehr erholsam. Dort waren wir insgesamt 33 Personen aus Wien, Graz und der Slowakei. Neben den zahlreichen Workshops, die veranstaltet wurde, haben wir auch viel Spaß dazwischen gehabt, wie als wir Bowling gegangen sind. Wir hatten das erste Mal Bowling gespielt und freuten uns deshalb sehr, wir haben sogar einmal einen Neuner geschossen. Wir sind sogar Rodeln gegangen, das war das Highlight der Woche und obwohl es sehr kalt war, hatten wir doch sehr großen Spaß zusammen. Was uns an diesen Workshop besonders gefallen hat war, dass wir selbstständig waren und alles selbst organisieren mussten. Wir haben gekocht, sind einkaufen gegangen, auf Kinder aufgepasst, da dieses Projekt unabhängig vom Alter war, Workshops organisiert, Spiele gespielt und uns besser kennengelernt. Wir sind auf diesen Workshop durch Lale, eine Moderatorin, gestoßen und sie hat uns eingeladen da mitzumachen. Da der Workshop in den Semesterferien war, hatten wir keine Probleme mit der Schule und waren deshalb sehr froh. Die Workshops, die uns am Besten gefallen hat, war die Live-Sendung, wo wir interviewed wurden und auch andere interwieved haben, aber auch die anderen zahlreichen Workshops, wie zB. der Kosmetik-Workshop oder Kamera-Workshop, wo man lernte wie eine Kamera gebaut wird und funktioniert, oder der Recycling Workshop, wo wir lernten nachhaltig mit der Umwelt und unseren Eigentumen umzugehen. Diese und viele andere Workshops waren für uns sehr lehrreich und haben uns sehr gefallen.

In diesem Sinne möchten wir, Balqiz und Himanshi, der lieben Lale, Radio Orange 94.0 und der EU danken, dass sie das ermöglicht haben.

START-Wien Workshopreihe Schreibkurs: Leserbrief & Empfehlung

START-Stipendiat*innen Fatema & Samira berichten über die Workshopreihe „Schreibkurs“ mit MMag. Lukas Lienhart, in welcher die unterschiedlichsten Textsorten behandelt werden.

Am 5. Februar haben wir wieder eine Deutscheinheit gehabt, diese beinhaltete das Thema „Leserbriefe“. Zuerst begannen wir mit einer Freewriting über „fake news“. Wir haben die Aufgabe bekommen darüber möglich Vieles zu schreiben, was uns darunter einfällt. Die ersten Themen bzw. Worte, die mir eingefallen sind, waren die Falschmeldungen, Social Media, Meinungsfreiheit, Demokratie und Politik. Lukas unser Schreibkurstrainer hat uns jeweils zwei Nachrichten aus der Standard Zeitung ausgeteilt, diese waren zwei Leserbriefe. Jeder las für sich selbst und sollte Merkmale eines Leserbriefs herausfinden und wir besprachen das danach. Als Nächstes bekamen wir ein Scriptum, wo ganz im Detail erklärt wurde wie man einen Leserbrief schreibt, welche Sätze man benutzen könnte und wie die einzelnen Teile (Einleitung, Hauptteil, Schluss) strukturiert sind. Ein Leserbrief ist ähnlich wie ein offener Brief und da wir uns ein Tag davor (04.Feb) mit dem offenen Brief beschäftigt gehabt hatten, haben sich viele wie ich leichter getan einen Leserbrief zu schreiben.

Wir hatten natürlich zwischendurch auch Pausen. Nach der ersten Pause haben wir über den Aufbau und die Struktur eines Leserbriefs geredet und die einzelnen Teile ganz genau besprochen sowie die passenden Formulierungen. Im Weiteren lasen wir einen Text „Wer erzieht noch unsere Kinder“ und haben nach jedem Absatz gestoppt, um auf die unklaren Wörter einzugehen. Dabei habe ich viele neue Wörter gelernt.

Zum Schluss nach unserer zweiten Pause haben wir den Arbeitsauftrag bekommen einen Leserbrief zu schreiben, da dürften wir uns entscheiden über welches Thema wir schreiben wollen, da es mehrere Themen zur Auswahl gab. Ich freue mich immer nach jedem Kurs bzw. jedem Workshop, dass ich die Chance habe und diese nutzen kann. (START-Wien Stipendiatin Fatema)

Am Nachmittag starteten wir die Einheit mit der Frage: Was verbindet ihr mit dem Begriff „Empfehlung“? Die TeilnehmerInnen antworteten diese mit Wörtern wie Bücher, Filme, Serien, usw. Wie bei jedem Schreibkurs schrieben wir am Anfang ein „Free-Writing“ innerhalb sieben Minuten über unsere Hobbys. Danach fragte uns Lukas, was unsere Hobbys sind. Freunde treffen, essen, Musik hören, lesen, Serien anschauen, kochen, laufen, fotografieren, schwimmen, schlafen, Fußball und Volleyball spielen waren zwar unterschiedliche Hobbys, aber diese waren bei vielen von uns die gleichen.

Zur Textsorte „Empfehlung“, die sich von der Erörterung durch den konkreten Anlass und die Situation unterscheidet, bekam jede/r ein Skript, mit dem wir arbeiteten. Zu Beginn beschäftigten wir uns mit der Definition bzw. dem Aufbau dieser Textsorte. Bei diesen Übungsblättern, die uns Lukas immer gibt, gibt es eine Checkliste, in der man zu jedem Teil eines Textes Formulierungshilfen findet. Diese besprachen wir in dieser Einheit etwas genauer, da sich manche TeilnehmerInnen dies wünschten. Als Nächstes lasen wir eine Empfehlung, in der ein Liedtext für das Schulbuch in der Oberstufe empfohlen werden sollte, verfasst von einer Schülerin aus der Steiermark zum Thema „Liebeslieder im Deutschunterricht“ und bearbeiteten diese.

Nach einer kurzen Pause lasen wir einen Beispieltext „Was Schüler lesen müssen-die Zeit-Schülerbibliothek“ und setzten uns mit den Klassikern auseinander und schrieben schließlich eine Empfehlung darüber, ob Klassiker noch im Deutschunterricht gelesen werden sollen. Bevor es noch mit dem Schreiben weiterginge, hatte jede/r von uns die Möglichkeit gehabt, über ihren/seinen Deutschunterricht in der Schule zu sprechen und sagen, wie viele Bücher da gelesen werden. Mit einer Abschlussrunde, in der jede/r zu Wort kam und sagte, wie es ihr/ihm mit dieser Textsorte ginge, und Süßigkeiten beendeten wir den letzten Schreibkurs des Schuljahres. (START-Wien Stipendiatin Samira)

Die Workshopreihe „Schreibkurs“ kann aufgrund der Weihnachtsspende der KPMG verwirklicht werden. Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung!

START-Wien Workshopreihe Schreibkurs: Offener Brief & Kommentar

START-Stipendiat*innen Aziz & Munira berichten über die Workshopreihe „Schreibkurs“ mit MMag. Lukas Lienhart, in welcher die unterschiedlichsten Textsorten behandelt werden.

Der Schreibkurs am 4. Februar hatte sich mit der Textsorte „Kommentar“ beschäftigt hat. Wie immer startete Lukas mit einer Schreibübung in Form eines Freewritings und diesmal war das Thema unser Lieblingsgegenstand. Wir haben ca. sieben Minuten lang geschrieben und dann hat uns Lukas gefragt, ob manche von uns es vorlesen wollen. Einige haben über Miniatur Figuren geredet und andere über Stifte, die eine besondere Bedeutung für sie haben.

Nach diesen Vorlesungen haben wir mit dem eigentlichen Thema und zwar mit dem Kommentar angefangen. Für diese Textsorte hat Lukas seinen Stapel von Zetteln mitgebracht, die sich nur mit dem Kommentar beschäftigen. Einige waren nützliche Tipps, damit man einen guten und erfolgreichen Kommentar schreiben kann und andere waren Aufgaben zum Schreiben und Üben.

Auf den ersten Seiten sind wichtige Informationen zum Aufbau, Struktur und sprachliche Merkmale eines Kommentares gestanden. Diese haben wir gemeinsam gelesen und besprochen. Dann haben wir zwei Einleitungsbeispiele analysiert und darüber diskutiert welche besser und warum sie unsere Meinung nach besser sind. Zwischendurch hatten wir keine 10-minütigen Pausen, die als Entspannung und Erholung dienten.

Nach den Pausen ging es mit dem Arbeiten weiter und wir haben uns ein Beispiel eines Kommentars angeschaut und wir waren aufgefordert Fehler zu finden und Absätze zu setzen. Außerdem mussten wir wiedermal darüber diskutieren und erklären warum wir den Kommentar gut fanden und warum nicht.

Zusätzlich beantwortete Lukas unsere Fragen, die wir gestellt haben, logisch und verständlich, sodass wir vieles mitnehmen können bzw. konnten. Nachdem wir die ganzen Übungen bearbeitet und besprochen haben, war es nun an der Zeit, dass wir selber mal einen Kommentar schreiben können. Diese Session dauert immer eine halbe Stunde und Lukas ist immer bereit Fragen zu beantworten.

Danach fragt uns Lukas wie es uns ergangen ist und ob wir irgendwelche Probleme beim Schreiben hatten. Zum Schluss bekommen wir immer was Süßes vom Lukas als Belohnung, weil wir gut gearbeitet haben. (START Wien Stipendiatin Munira)

Der zweite Teil des Schreibkurses beschäftigte sich mit dem „Offenen Brief“. Lukas hat wie immer mit einem Freewriting angefangen. Jede/jeder konnte eine ihrer/seiner Sachen, die sie immer mithaben, aussuchen und dann sieben Minuten darüber etwas schreiben. Wir waren heute in diesem Schreibkurs 15 Stipendiatinnen und Stipendiaten. Nach dem wir die Materialien für den Kurs zum offenen Brief bekommen haben, haben wir gemeinsam angefangen zu lesen, wie ein offener Brief aufgebaut ist, welche Eigenschaften er beinhaltet.

Nach einer Pause haben wir ein Mustertextbeispiel aus einer Schülerin gemeinsam gelesen und die Aufgaben dazu ausgearbeitet. Nach der zweiten Pause haben wir eine halbe Stunde Zeit bekommen, um einen offenen Brief selber zu schreiben. Nachher hat uns unser Schreibkurslehrer gefragt, wie es uns beim Schreiben gegangen sei. Jede/jeder hat gesagt, wie sie/er sich beim Schreiben gefühlt hat. Damit wurde der heutige Schreibkurs beendet. (START-Wien Stipendiat Aziz)

Die Workshopreihe “Schreibkurs” kann aufgrund der Weihnachtsspende der KPMG verwirklicht werden. Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung!

Science meets Fiction IV im Planetarium Wien

Werner Gruber, Direktor Planetarium Wien, Kuffner & Urania Sternwarte und Physiker, erzählt in seinem humorvollen Vortrag „Science meets Fiction IV“ von Beamen, Zeitreisen und künstlicher Intelligenz.

Was haben Quantenmechanik und Relativitätstheorie gemeinsam? Physik! Beide sind physikalische Theorien. Die eine befasst sich mit der Struktur von Raum, Zeit und Gravitation, die andere mit Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten von Materie. Die Beziehung zueinander ist noch ungeklärt.

Werner Gruber schaffte es diese komplexen Theorien in wenige Worte und mit Alltagsbezug zusammenhängend zu erklären, wie auch zu veranschaulichen. Grafik für Grafik und mit Wasser, wie auch Chipstüten wird das Grundkonzept der Quantenmechanik vereinfacht dargestellt. Wir hatten uns noch nach dem Vortrag über die Aufenthaltswahrscheinlichkeit eines Elektrons in der Chipstüte unterhalten und wie der Tunneleffekt funktioniert.

Nach dieser kompakten Einführung hatten wir uns dem Thema des Vortrags gewidmet: Science Fiction! Fiktionale Filme blicken weit in die Zukunft und erzählen von entfernten Galaxien. Die Protagonist*innen werden stets von der fortschrittlichsten Technik und dem Überwinden von physikalischen Gesetzen begleitet. Captain Kirk erkundet mit seinem Raumschiff Enterprise das Universum und beamt sich von Planeten in seine Enterprise hoch. Doch ist Beamen physikalisch möglich? Werner Gruber erklärte uns, dass Transportation von Materie nur mit Antimaterie funktionieren kann, wie auch dass die Energie Kirk „hinauf zu beamen“ einer Auslöschung eines Kontinents entsprechen würde. Und das Duplizieren von Kirk, also einem Anti-Kirk, wirft theologische und philosophische Fragen auf.

Danach sprachen wir über Zeitreisen und Werner Gruber hatte uns verraten, welche 3 Personen er aus diesem Bereich sehr bewundert: Ronald Mallett, theoretischer Physiker an der University of Conneticut erforscht die Möglichkeiten einer Zeitreise und baut Zeitreisemaschinen. Stephen Hawking, theoretischer Physiker und Astrophysiker, lieferte sehr bedeutende Arbeiten zur allgemeinen Relativitätstheorie und Schwarzen Löchern. Und Steve Jobs, Unternehmer und CEO von Apple, und seine visionären technischen Entwicklungen, die grundlegend die Kommunikationstechnologie und Praxis verändert haben.

Ein kleiner Exkurs in die Neurowissenschaft, mit der wir versuchten, künstliche und synthetische Intelligenz zu erklären und den Prozess dahinter zu verstehen, bildete den Abschluss des Abends. Werner Gruber zeigte uns welche Herausforderungen für den öffentlichen Verkehr, wie auch für die Verwaltung und Gesellschaft ein Roboter im Alltag mit sich bringen würde und stellte die Frage offen, ob Science Fiction eine Zukunftsszenario oder schon Realität sei?

Der humorvolle, spannende und mit Alltagsgeschichten gefüllte Vortrag begeisterte auch unsere Stipendiat*innen:

„Der Workshop „Science meets fiction“ hat mir sehr gut gefallen, da ich mich für Physik interessiere und dieses Thema auch sehr interessant finde. Am Anfang des Workshops ging es um Themen, die wir bereits im Physik-Unterricht in der Schule behandelt haben. Aufgrund dessen konnte ich dem Herren Gruber sehr gut folgen und hatte auch Spaß, weil er diese Veranstaltung lustig und spannend rübergebracht hat.“ -Samira Hemati

„Bei der Veranstaltung “Science meets Fiction” waren die besprochenen Themen nämlich Quanten-Mechanik und künstliche Intelligenz ziemlich schwer aber sie waren die aktuellsten Themen, die die heutige Welt verändern können, aber auch die Zukunft beeinflussen. Ich habe nicht nur die Möglichkeit gehabt einen tieferen Blick in diese Themen zu werfen, sondern auch einen kurzen Überblick über die Funktion des menschlichen Gehirns. Denn nur dann erreicht die künstliche Intelligenz seinen Höhepunkt, wenn man seine eigene Gehirnfunktion kennt. Die künstliche Intelligenz ist ja nichts Anderes als die Simulation des menschlichen Gehirns.“ -Sabiha Moradi

„Mir hat die Veranstaltung gut gefallen, da Herr Werner Gruber, der Direktor des Planetariums seinen Vortrag auf eine humorvolle, spannende, aber auch interessante Art präsentiert hat. Die vielen Theorien konnte er auch durch zahlreiche, alltägliche Beispiele besser verdeutlichen.“ -Atila Bamyani

„Der Workshop war ziemlich interessant und konnte viel Theorie mitnehmen, vor allem weil wir in meiner Schule darüber schon mal gesprochen haben, konnte ich gut zu hören und folgen. Was mir besonders gefallen hat, war die Erklärung mit den ganzen Bildern, man konnte sich ganz gut vorstellen wie das Ganze funktioniert und wenn jemand gar nichts darüber wusste, könnte auch gut folgen, weil sie leicht erklären konnten.“ -Fatema Ahmadi

„Ich fand die Veranstaltung sehr interessant. Herr Gruber hat komplexe Theorien vereinfacht und verständlich erklärt. Was mir aber am meisten gefallen hat: diese Theorien wurden auf den Alltag bezogen. Gleichzeitig hat Herr Gruber mit seinen Witzen uns zum Lachen gebracht. Insgesamt würde ich die Veranstaltung als informativ und lustig beschreiben.“ -Marzia Suleimanli

„Die science meets fiction Veranstaltung war sehr interessant. Der Physiker hat uns das Thema Quantenmechanik (für das wir in der Schule mehrere Unterrichtsstunden gebraucht hatten) in ein paar kurze Sätze erzählen können. Die Beispiele und Grunde, die er immer als Antwort für die Publikums Fragen waren einerseits lustig aber andererseits interessant.“ -Mahdi Hassani

Grund- und Menschenrechte: Ein Workshop mit der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer

Menschenrechte erscheinen uns oft als etwas Selbstverständliches. Wir verlassen uns auf unsere Grundrechte, dass wir sie haben, dass wir sie einklagen können, dass sie weiterhin bestehen.
Aber ist dem wirklich so? Und wo können wir sie überhaupt einklagen, sollten sie doch einmal verletzt werden?
All diesen Fragen und noch einigen mehr gingen die Wiener Stipendiat*innen am 12.1. gemeinsam mit Anwält*innen der Kanzlei freshfields Bruckhaus Deringer nach. Wir begannen rechtsgeschichtlich in der Stadt Babylon, lernten über die Magna Charta, die Schriften der Aufklärung, erfuhren mehr über die Bill of Rights, die Entstehung der UN-Menschenrechtscharta bis hin zur Charta der Grundrechte der EU. Eine Tour de Force durch die Geschichte, die uns zeigte, dass Grundrechte zwar alt sind, aber immer wieder neu ausverhandelt, ja erkämpft wurden und immer noch weiterverhandelt werden. Nach einer kurzen Pause dann der Schritt in die Gegenwart hin zur Frage, wie die rechtliche Situation heute in Österreich ist und wo Grundrechte in den verschiedenen Rechtskatalogen eigentlich zu finden sind. Dies bot auch Informationen über das Zusammenspiel (oder eben nicht) der verschiedenen Ebenen der Gesetzgebung – global, EU, national – und die Institutionen der Rechtsprechung in Österreich. Interaktiv wurde der Workshop durch zahlreiche Diskussionen, Beispiele und ein Quiz, bei dem sich die Jugendlichen nicht nur geschichtlich und theoretisch, sondern ganz praktisch mit dem Thema auseinandersetzen konnten. Ein Konzept, das bei den Stipendiat*innen großen Anklang fand:

Der Workshop über Menschenrechte war sehr toll, interessant und informativ. Die Arbeiter und Arbeiterinnen bei Freshfields Bruckhaus Deringer haben sich sehr bemüht, uns willkommen zu heißen. Sie haben uns einen sehr guten Überblick über Menschenrechte und wie sie eigentlich zustande gekommen sind gegeben. Das interessanteste war, dass sie mit uns echte Fälle bearbeitet haben. Aufgrund des Workshops habe ich jetzt mehr Ahnung über Menschenrechte und wenn jemand mich fragt, was es bedeutet, kann ich eine bessere und konkretere Antwort ihm bzw. ihr geben. Ich freue mich schon auf weitere Workshops und Teamarbeit. (Mahdi)

Ich fand den Workshop sehr gut. Sie haben erklärt was sie tun, wieso sie es tun und uns Beispiele aus dem Alltag gegeben, damit wir verstehen was genau passiert und wie das zu klären ist. Sie haben die Beispiele auch an uns (unser Alter) angepasst, damit wir uns sie besser vorstellen können. Der Workshop war sehr informativ. Es war auch sehr gut, dass wir zwischen durch uns das Gebäude angeschaut haben, da nach 3 Stunden interaktivem Mitdenken und arbeiten auch schon der Kopf abschaltet. Unsere Fragen wurden ausführlich erklärt und auch von mehreren beantwortet, somit hatten wir mehrere Meinungen und Sichtweisen, an die wir uns anschließen konnten. (Sinem)

Jump! START-Wien im Trampolinpark

Schulstart, rot leuchtende START Socken und hüpfende Stipendiat*innen im Trampolinpark Jumpmaxx!

Da leuchten die Augen der START-Wien Stipendiat*innen. Eine Trampolinhalle, viele Schaumstoffbecken, eine Kletterwand, Dodgeball, kreative Drehungen, Figuren und Flips. Eine sportliche START-Party zu Neujahr!

© START-Wien

Mathematik Intensivkurs macht Freu(n)de an der Universität Wien

START-Wien Stipendiat*innen hatten auch in diesem Wintersemester wieder die Möglichkeit an einem Mathematikintensivkurs an der Universität Wien teilzunehmen. Vielen unserer Stipendiat*innen macht Mathematik große Freude, umso mehr wenn sie vom „Mathematik macht Freu(n)de“ Team dabei unterstützt werden.

Unsere Stipendiat*innen blicken auf das Semester zurück und berichten, wie ihnen der Kurs gefallen hat, ob sich ihre Lernmethoden verändert und sie mehr Spaß am “Angstfach” Mathematik haben:

In dem Mathekurs geht es nicht nur darum, ein Stoff zu lernen, sondern auch mehr Interesse für das Fach Mathematik zu zeigen. Die StudentInnen bringen uns alle benötigten Materialien, die wir je nach Klasse brauchen und unterstützen uns, falls es Unklarheiten gibt. Außerdem bereiten sie jedes Mal Rätseln und Spiele vor, die uns einerseits Freude bereiten und andererseits das Gehirn regenerieren. Es war wirklich einen tollen Kurs und ich hoffe, dass wir mit den StudentenInnen noch einmal arbeiten können. -Jihan Aljazzar

Mathematik hat mir auch außerhalb der Schule wirklich Freude gemacht. Samstags beim Mathekurs gab es die Gelegenheit entweder Stoff zu wiederholen oder sich mit einem ganz neuen Kapitel zu beschäftigen und das vorauszulernen. Meines Erachtens wäre es ohne die sehr freundlichen Lehrerinnen unmöglich. Sie haben sich beim Trennen der Themenbereiche und der Bereitstellung von Lernmaterialien viel Mühe gegeben und haben immer versucht ein Thema anhand alltäglicher Beispiele uns zu erklären. Was mir noch sehr gut gefallen hat, war das gemeinsame Spielen in der Pause. Kurz gesagt war der Kurs sehr sehr lehrreich. Solche Förderungskurse kann man nur weiterempfehlen. -Sabiha Moradi

Der Mathematikkurs war einfach toll. Ich habe viel geübt und Neues dazu gelernt. Obwohl ich immer noch nicht perfekt in Mathe bin, fühle ich mich jetzt viel sicherer als vorher. Ich habe sogar meine Mathenote verbessert. Die LehrerInnen waren sehr hilfsbereit und wenn ich etwas nicht verstanden habe, haben sie mir mehrmals das Thema auf verschiedene Art und Weise erklärt. Ich bin dankbar und froh, dass ich diese Möglichkeit zum Lernen gehabt habe. -Rimal Slibi

Ich war in Mathe gut, aber hate ein paar Probleme bei den Textaufgaben. Besonders Textaufgaben von Quadratische Funktionen. Ich habe daher in allen Terminen Textaufgaben geübt. Für mich war der Mathekurs sehr vorteilhaft, weil ich nicht nur Mathe gelernt, sondern auch durch Textaufgaben und Kommunikation mit meinen neuen Freunden mein Deutsch verbessert habe. Die Lehrerin bzw. der Lehrer waren sehr nett mit uns und haben mir die Beispiele, die ich nicht allein lösen könnte, klar und einfach erklärt. Ich freue mich sehr darauf, wenn es in der Zukunft noch Mathekurs gäbe. -Zakaria Muradi

Der Mathematikintensivkurs ist von der Idee sehr gut und praktisch war es auch sinnvoll. Die Studenten waren hilfsbereit und hilfreich. Natürlich gab es Momente wo ich einige Sachen schwer verstanden habe bzw. von den Studenten kompliziert erklärt bekommen habe. Mathematik ist seit der Volkschule mein Lieblingsfach. Was ich vom Kurs mitgenommen habe sind die verschiedenen Weisen ein Mathebeispiel zu lösen. Der Mathematikintensivkurs ist zum Empfehlen. -Shehab Abdel-Latif

Mathekurs war sehr hilfreich und die Leiter*innen waren sehr freundlich und hilfsbereit, aber echt schade, dass das vorbei ist. Ich wollte gerne weiter machen, aber in letzten Termin wurde uns gesagt, dass heute der letzte Termin ist. -Reshad Shirzad

Der Mathekurs hat mir sehr gut gefallen, da wir nicht nur Mathe gelernt haben, sondern auch Spaß daran hatten. Ich konnte viel mitnehmen, weil ich die Möglichkeit bekommen habe, viele Themen zu wiederholen und zu üben. Die StudentInnen waren sehr nett, freundlich und geduldig, und haben sich sehr bemüht, auf alle Fragen einzugehen und sie so gut wie möglich zu beantworten. -Samira Hemati

Der Kurs hat mir gut gefallen und ich habe viel gelernt und verstanden, was ich vorher nicht verstanden konnte. Das Team war echt gut aber es wäre besser, wenn noch jemand zu denen kommen kann, weil wir viele Studenten sind und sie nur 3 Lehr*innen. Ich hoffe, dass der Kurs auch im Jänner stattfinden wird. -Njoud Abo Ammash

Der Mathekurs war ziemlich hilfreich auch wenn wir so viele waren hatten wir eine Ordnung. Uns konnte individuell geholfen werden. -Salma Dawoud

Der Mathekurs war eine große Hilfe bei Hausaufgaben und für das Vorbereiten für Schularbeiten. Ich hätte mir nur mehr Zeit gewünscht und da wir zu viele waren, mehr Studenten, damit jeder, der Fragen hat, gut versorgt wird. -Ebru Göral

Mir hat der Mathe-Kurs sehr geholfen, als ich meine vor vielen Prüfungen stand. Die “Lehrer”/Studenten waren nett und freundlich. Wir haben auch viele witzige Spiele gespielt und haben uns gegenseitig ein Rätsel gegeben zum Lösen, was uns oft zum Nachdenken angeregt hat. Es war eine schöne Erfahrung und hat uns viel weitergebracht. Obwohl wir nicht immer alles verstanden, war der Kurs schon sehr hilfreich. -Balqiz Azami

Mir hat der Kurs auf jeden Fall geholfen und auch gefallen, die Lehrer waren sehr sehr freundlich und mit Ihnen hat das Lernen auch Spaß gemacht. Sie haben auch Rücksicht auf die Pausen genommen und immer schnell und gut erklärt, ich würde sehr gerne erneut teilnehmen. -Kamila Iliasova

Der Mathematikkurs findet statt in Kooperation mit dem „Mathematik macht Freu(n)de“ Team und kann aufgrund der Unterstützung der ERGO Versicherung verwirklich werden. Vielen herzlichen Dank!

Titelbild (c) pixabay.com

START-Wien im Financial Life Park

„Aufgrund der Tatsache, dass die Schule für mich bald endet und ich lernen sollte, verantwortungsvoller zu sein, nahm ich auch am Workshop von Flip (Erste Financial Life Park) in dem es um rücksichtsvollen Umgang mit Geld ging. Uns wurden wichtige Begriffe sowie Statistiken gezeigt, um uns einen Einblick in die auf uns zukommende Welt – die Erwachsenenwelt – zu verschaffen. Zudem haben wir auch besprochen, was der Kauf von billigen Produkten für Menschen, die an der Produktion beteiligt sind, bedeutet.“ fasst Gamze, START-Wien Stipendiatin, unseren Besuch im Financial Life Park der ERSTE Group zusammen.

Dieses Learning Center bietet in einer sehr interaktiven Form verschiedene Workshops zum Thema Finanzen und nachdem wir bei unserem ersten Besuch viel über Bankenwesen selbst und globale Finanzzusammenhänge gelernt haben, widmeten wir uns dieses Mal den eigenen Finanzen und den Auswirkungen von Globalisierung auf Einzelne.

Ausgestattet mit mit dem FLiP-Wallet, einem Tablet, begannen wir die Tour mit Einschätzungen zu Haushaltsbudget. Wieviel geben Österreicher*innen und Österreicher unterschiedlichen Alters und damit auch mit unterschiedlicher Einkommenssituation für die verschiedenen Bereiche des Lebens aus? Wieviel Budget sollte man für Wohnraum einplanen, wieviel für Versicherungen etc., wieviel für Lebensmittel, für Sparen und zuguterletzt dann auch für Freizeit?
Bei der nächsten Station wurde es dann sportlicher, denn ein Gruppenmitglied „durfte“ Fahrradfahren und hatte je nach Wissenstand der Teammitglieder beim Geldquiz mit wenig oder viel Widerstand zu kämpfen. Denn mit mehr Informationen und mehr Wissen, fällt auch der Umgang mit Geld leichter!

In einem ehemaligen Kundentresor stellten wir uns, wieder in Form eines Spiels, die grundlegendere Frage danach, was eigentlich den Wert von etwas bestimmt: Preis alleine? Nein, hinzu kommen Nutzen (in unterschiedlichen Situationen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten) sowie die individuelle emotionale Bindung zu einem Gegenstand. Mit grundlegenden Fragen und Entscheidungen beendeten wir den Workshop und diskutierten einerseits die mögliche Abschaffung von Geld zugunsten digitaler Zahlmethoden und den Herstellungsprozess und damit die Entlohnung von verschiedenen Menschen weltweit einer Jeans.

Wieder ein spannender Workshop, mit viel Alltagsbezug und hohem Unterhaltungswert, auch dank unseres tollen Vermittlers!

Sapere Aude Workshop: Fake News, Medien & Demokratie

START-Wien Stipendiatin Aylin Gezici berichtet über den Sapere Aude Workshop “Fakes News, Medien und Demokratie” 

Am 08. Dezember 2018 hatten wir, START-Wien Stipendiat*innen und Teilnehmer*innen aus dem START-Freundeskreis die Möglichkeit bei „Sapere Aude“ mitzumachen. Dies war ein Workshop zu den Themen Politik, Medien und vor allem Fake News. Viele wissen, dass diese Themen voneinander abhängig sind und dank dem Workshop von Hermann Niklas und Raphaela Weiss, war es für uns möglich uns etwas mehr mit diesen Themen zu beschäftigen.

Nachdem wir darüber sprachen, mit welchen Wörtern wir Medien verbinden, haben wir uns in kleineren Gruppen geteilt und Wörter wie direkte Demokratie, Monarchie, Demokratie zu deren Definitionen zugeordnet. Mit diesem Vorwissen haben wir die Unterschiede zwischen Meinungs- und Pressefreiheit besprochen, wobei dies zu einigen Diskussionen geführt hat. Dank den Diskussionen konnten wir aber wiederum unsere eigene Meinung zum Thema äußern.

Weitere Gruppenarbeiten folgten wie auf einer Liste mit verschiedenen Artikelüberschriften die Fake-News raussuchen bzw. erkennen. Die Fake-News konnten wir schnell erkennen. Daraufhin haben wir darüber gesprochen, dass einigen Zeitungen dazu tendieren, ihren Artikeln einfache Überschriften zu verleihen. Somit sei es für die Leser und Leserinnen leichter, sich die Artikel zu merken.

Schlussendlich konnten wir selbst aktuelle Artikel aussuchen, die sich den Vorschriften der Pressefreiheit anpassten. Ganz so leicht was das nicht, weil wir diesmal etwas detaillierter suchen mussten. Am Ende des Workshops konnten wir uns einige Handouts zu den Themen Fake-News, Politik, Pressefreiheit und Meinungsfreiheit mitnehmen. Diese wiederum sind eine gute Zusammenfassung des Workshops, welcher ca. 4 Stunden dauerte.

Vielen Dank an Hermann und Raphaela für ihre Zusammenarbeit mit uns!

Eindrücke der START-Wien Stipendiat*innen & Teilnehmer*innen des START-Wien Freundeskreis:

Der Workshop hat mir sehr gut gefallen und ich habe vieles Informatives nach Hause mitgenommen! Sowohl der Umgang der/die Workshop-Leiter/in als auch die Art und Weise der Präsentation ist sehr spannend gewesen! Ich habe auch bemerkt, dass ich noch mehr weltweite Nachrichten lesen soll und mich ständig mit dem Thema Politik befassen sollte! -Mariana Paunovic

Der Workshop war fantastisch und die die Betreuer waren toll. Wir haben viel diskutiert und viel Neues erfahren. Wir fühlten uns sehr wohl und es war interessant ihnen zuzuhören. Obwohl wir mit Fake News immer zu tun haben, bemerken wir diese meist nicht, bei diesem Workshop haben wir einige Beispiele dazu bekommen und waren sehr überrascht. -Balqiz Azami

Ich weiß ganz genau, dass ich nicht die einzige bin, die sich fragt: “Was ist Politik?” Bis zum 8.12 habe ich unter Politik nichts verstanden, ich wusste nicht was das ist und worum es geht. Ich habe am Workshop Fake News, Medien und Demokratie teilgenommen und danach hat sich alles geändert. Der Workshop war einer der hilfreichsten Workshops bis jetzt ich je teilgenommen habe. Spielerisch, mit Freunde und Spaß und in einer sehr kurzen Zeit konnte ich mir alles vorstellen! Rund um die Politik und Demokratie. Ich bin drauf gekommen, dass sich eigentlich die ganze Welt um Politik handelt.  Ich bin sehr froh, dass ich diese Möglichkeit genutzt habe und teilgenommen habe, denn jetzt habe ich viel mehr Ahnung als zuvor. Ich möchte auch ein großes Dankeschön an das Team START Stipendium sagen, dass sie das für und organisiert haben. DANKE! -Fatema Ahmadi

Da das Thema Fake News und Medien uns täglich begegnet, fand ich es sehr wichtig, dass wir die Gelegenheit bekamen, uns damit auseinanderzusetzen. Der Workshop wurde auf einer interessanten Art und Weise präsentiert. Ich persönlich konnte viel mitnehmen und vor allem lernte ich, wie man allein durch Schlagzeilen erkennt, ob es um eine seriöse Quelle geht und welchen Aspekten man beim Kritisieren eines Artikels beachten soll. -Jihan Aljazzar

Der Workshop hat mir gut gefallen, es gab spannende Themen wie zum Beispiel was ist “Meinungsfreiheit” über die Diskutiert wurden. Ich habe mir zuerst gedacht das es bei 4 1/2 Stunden ewig dauern wurden aber durch die entspannte Atmosphäre ging die Zeit sehr schnell vorbei. Was ich mir von dem Workshop mitnehme ist, dass Gedankenfreiheit und Meinungsfreiheit nicht dasselbe ist. -Edison Baardies

Der Workshop “Fake News, Medien und Demokratie” hat mich sehr interessiert und half mir über Politik und Medien mehr zu erfahren. Wir haben viele Zeitungstiteln bekommen und mussten entscheiden ob sie fake oder echt sind. Wobei ich sehr überrascht war, dass man so viele Fake News ins Internet gestellt hat. Obwohl es nicht meine Erwartungen entsprochen hat, uns mehr mit Social Media (Twitter, Instagram, Facebook) zu befassen und darüber zu informieren, hat es mir gefallen. -Himanshi Ketharpal

Es war ein sehr guter Workshop. Ich habe gelernt, dass jeder verschiedene Meinungen über Meinungsfreiheit haben kann. -Abdul Baset Rezaee

Das Thema hat insgesamt mir persönlich schon lange Zeit interessiert, deshalb fand ich den Workshop durchaus sehr interessant. Der Workshop erklärte uns ja viel über die vierte Gewalt und der Funktion eine Propaganda aber gab keine Alternative, wie man sich dann vor diese massive Propaganda beschützen kann. Meiner Meinung nach man sollte entweder keine Medien konsumieren oder bewusst konsumieren. Und was heißt bewusst konsumieren? Wenn man eine Nachricht sieht/liest, sollte man: eines, die Inhalte neutral betrachten und nicht aus der Sicht des Autors. Zweitens, in der welche Media diese Inhalte sich befinden. Man soll ja genau wissen, wie deutschsprachige Medien politisch und geopolitisch positioniert sind. Mithilfe des Medien-Navigators ist das blitzt schnell möglich. Sonst fand ich den Workshop unterhaltsam und toll. -Mahdi Nadir Hussain

© START-Wien

Punschtrinken für den guten Zweck

Auch heuer veranstaltete der START-Wien Pate Wiener Börse einen Weihnachtspunsch für ihre Kunden. Wie jedes Jahr wurden auch diesmal Lose für eine Tombola verkauft, bei der es tolle Preise zu gewinnen gab.

Es wurden insgesamt unglaubliche 1000 Lose à 5 EUR verkauft, zusätzlich noch EUR 489.- an freie Spenden gesammelt. Die Summe von EUR 5489.- wird, wie großzügigerweise von der Wiener Börse AG verdoppelt. Vielen herzlichen Dank!

Zusätzlich kamen noch 1250.- Euro  durch die Versteigerungen von zwei signierten Trikots der ÖSV und ÖFB zuammen.

Insgesamt konnte also heuer 12.228 EUR für den START-Wien Sozialfonds gesammelt werden.

Vielen Dank an die engagierten MitarbeiterInnen der Wiener Börse für die Organisation der Tombola und das Akquirieren der Preise, Danke an alle Sponsoren,, speziell START-Wien Pate L`Oreal und Business Circle, welche dieses tolle Ergebnis möglich gemacht haben.

Auch einige StipendiatInnen waren vor Ort um bei der Verlosung und der Ausgabe mitzuhelfen, hier ihre Eindrücke der tollen Veranstaltung:

Es war schön, am Börsenpunsch am Donnerstag, den 23.11.2018 wieder dabei zu sein zu können. Wir durften beim Los ziehen mithelfen und und uns anschließend mit einem warmen Punsch aufwärmen. Einen großen Dank an die Wiener Börse, die START schon jahrelang unterstützt. – Lisney

Der Punschstand von der Wiener Börse war ein angenehmer Abend, neben gutem Buffet und angenehmer Atmosphäre, hatte ich die Gelegenheit mit vielen Erfahren Leuten in der Wirtschaft und Unternehmensführung zu sprechen. Auch Mike Tangwena ein Stipendiat hat mir eine Tour durch das Haus sowie seinem Büro erstattet so konnte ich mir auch einen ersten Eindruck machen. Hauptsächlich hat sich alles andere im Innenhof abgespielt. Die anderen Stipendiaten und ich hatten neben Selfies schießen, Essen und neue Leute kennenlernen viel Spaß.
Ausserdem hatte ich auch die Chance dazu bekommen Kontakte zu Knüpfen und möglicherweise wenn alles gut klappt kann ich mein Sommerpraktikum in der Wiener Börse absolvieren. – Edison

Der Börsenpunsch an der Wiener Börse, war eine tolle Gelegenheit die Paten  von Start näher kennen zulernen. Es war wieder auch erfreulich einige der Startstipendiaten bei einer Nicht-Bildungsveranstaltung zu sehen. Weiters war die Ausgabe der Tombolageschenke eine großer Spaß, da wir den Gewinner egal, wie klein das Geschenk war eine Freude machen konnten. – Salma

 

Bewerbungstraining bei Rotary Club Wien Nestroy

Bewerbungen für (Pflicht-)Praktika sind auch bei START-Stipendiat*innen jeden Winter ein großes Thema. Da es für viele – neben der Bewerbung für START – die ersten Bewerbungen sind, die sie schreiben, gibt es entsprechend viele Fragen und Unsicherheiten. Umso hilfreicher ist daher der jährlich angebotene Workshops des Rotary Clubs Wien Nestroy. Mitglieder des Clubs, alle erfahren oder sogar hauptberuflich im Bereich Personalrecruiting, informierten auch dieses Jahr wieder die Stipendat*innen über den Aufbau einer Bewerbung, Do’s and Don’ts bei Lebenslauf und Anschreiben, vermeintliche Kleinigkeiten, die aber oft große Beachtung finden und entsprechend wichtig sind und alle weiteren Fragen der Jugendlichen. Anschließend ging es an den Praxistest: In Kleingruppen fanden simulierte Vorstellungsgespräche statt, um auch für diese herausfordernde Situation gut vorbereitet zu sein.

Herzlichen Dank an die Mitglieder des Rotary Clubs für diesen Workshop, der bei den Jugendlichen sehr gut ankam:

Im Rotary Club zum Thema Berufsorientierung habe ich gelernt, wie man richtig Bewerbungen schreibt, wie man den Arbeitgeber von sich begeistert, was man machen soll, damit genau wir den Job bekommen, unique sein, sich geeignet fühlen & selbstbewusst auftreten. Der Workshop hat mir sehr viel geholfen und habe sehr vieles dazu gelernt!!! Die Personen die dort gearbeitet haben, waren sehr organisiert und vorbereitet und konnten uns alle viel beibringen! –Fatema Ahmadi

Der Workshop war sehr informativ, vor allem die Präsentation über das richtige Bewerben und den Verlauf eines Bewerbungsgesprächs. Ich fand es toll, dass wir fiktive Bewerbungsgespräche machen durften, um zu lernen, wie man sich richtig bewerben soll. –Rosetta Kawmi

Der Rotary Workshop hat mir sehr gut gefallen, da der Ablauf gut geplant war. Am Anfang haben wir gelernt, wie eine Bewerbung geschrieben werden soll, danach haben wir die Möglichkeit bekommen, persönliche Vorstellungsgespräche durchzuführen und zu üben. Man konnte sich wirklich in diese Lage versetzen und erfahren, wie ein Vorstellungsgespräch abläuft. Dabei habe ich wirklich viel gelernt und gutes Feedback bekommen. Im Großen und Ganzen fand ich den Workshop sehr hilfreich und interessant. –Samira Hemati

Der Rotary Workshop war sehr interessant und nützlich. Ich finde es großartig, dass wir diese Gelegenheit bekamen, ein Vorstellungsgespräch zu trainieren. Es wurde uns genau erklärt, wie man einen Lebenslauf professionell gestalten kann und welche Sachen man lieber vermeiden soll. Meiner Meinung nach sind solche Workshops zum Thema Berufsorientierung sehr hilfreich für uns. -Jihan Aljazzar

Der Rotary Workshop war ein hilfreicher, nützlicher und exzellenter Workshop, der uns ermöglicht hat, dass wir uns eine Bewerbungssituation vorstellen zu können und dadurch unsere Strategie bei einem Bewerbungsgespräch zu verbessern. Der Ablauf vom Workshop war auch sehr hilfreich, indem sie uns den genauen Ablauf einer Bewerbungssituation geschildert haben. -Mahdi Hassani

Ich habe nach dem Workshop am Freitag ein gutes Gefühl bei meinen zukünftigen Bewerbungen. Im Workshop haben die Betreuer uns üben lassen (bewerben) und uns einige Tipps gegeben professioneller zu werden. Der Workshop ist sehr hilfreich und auch zu empfehlen. -Shehab Abdel-Latif

Der Bewerbungsworkshop war überraschenderweise sehr persönlich, ich hab einen Einblick in ein richtiges Bewerbungsgespräch bekommen, und wie man sich darauf vorbereitet und dementsprechend auch reagiert. Ich bin froh, mich dafür angemeldet zu haben. -Balqiz Azami

Der Bewegungsworkshop war sehr nützlich und informativ. Ich habe wirklich viel gelernt, wie man sich richtig bewirbt und wie man sich richtig auf Bewerbungsgespräch vorbereitet und beim Gespräch erscheint. Und aber es war sehr hilfreich, dass wir mit den TrainnerInnen am Ende selbst ausprobiert haben. -Azizullah Howaida

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START-Wien Workshopreihe Schreibkurs: Textanalyse & Textinterpretation

START-Wien Stipendiatinnen Sabiha & Aylin berichten über die Workshopreihe “Schreibkurs” mit MMag. Lukas Lienhart, in welcher die unterschiedlichsten Textsorten behandelt werden.

Die Workshopreihe “Schreibkurs” fand am 17. November statt. An diesem Tag trafen sich 16 StipendiatInnen um 9:15 im START-Büro, um sich dieses mal mit Textanalyse und Textinterpretation zu beschäftigen.
Der Beginn des ersten Teils des Workshops war am 9:30 Uhr, in dem wir als Einstieg wie üblich einen Text über unsere Lieblingsfarbe in Free-Writing-Stil schreiben mussten.
Danach hat der nette Trainer, Lukas Lienhart, die lehrreichen Zetteln inklusive Übungsblätter ausgeteilt, mit denen wir uns gemeinsam bis zum Ende des ersten Teils beschäftigt hatten. Uns wurde die Textsorte “Textanalyse” näher gebracht, in dem wir uns den Aufbau, die wichtigsten Merkmale und einige typische Beispiele ausführlicher angeschaut haben. Natürlich gab es die Möglichkeit zwischendurch eine kleine Pause zu machen und sich was zum Essen bzw. zum Trinken zu holen. Bei Fragen und Schwierigkeiten erhielten wir klare Antworten bzw. Erklärungen. Nachdem wir uns alles detailliert erarbeitet hatten, war es die Zeit für uns, eine Textanalyse selber zu verfassen. Nachher haben alle mitgeteilt, wie es ihnen dabei ging. Dann haben wir noch Zetteln über Erzählperspektiven bekommen, damit wir uns bei dem nächsten Teil des Workshops besser auskennen und somit endete der erste Teil bzw. begann die große Pause nämlich die Mittagspause und dauerte bis 12:30. (START-Wien Stipendiatin Sabiha)

Nachdem wir den Vormittag mit der Textanalyse verbracht haben, war die Textinterpretation für den Nachmittag bestimmt! Genau wie am Vormittag, starteten wir mit einem „Free Writing“ zum Thema Geschenke. Was sind Geschenke? Welche Bedeutung haben sie für uns? Wie werden Geschenke wahrgenommen? Das „Free Writing“ war eine gute Methode, um uns nach der längeren Mittagspause bei der Sache zu halten. Die Textinterpretation war für die meisten einfacher als die Textanalyse, aber nach 3 Stunden Unterricht war es etwas schwer sich zu konzentrieren. Dank der hilfreichen Arbeitsblätter wurde für uns schon klar und deutlich zusammengefasst, wie genau Textinterpretationen erstellt und geschrieben bzw. angewendet werden. Wie am Vormittag, arbeiteten wir alle selbstständig. Diesmal an einer Kurzgeschichte und jede/r schrieb eine eigene Textinterpretation. Da wir zwischendurch immer wieder die Kriterien der Textinterpretation besprochen hatten, war es, um einiges leichter eine selbständig zu schreiben. Natürlich durften wir trotzdem Fragen stellen, welche sorgfältig beantwortet wurden. Am Ende des zweiten Teiles des Schreibkurses waren wir einigermaßen zufrieden mit unserer Arbeit und unserem erweiterten Wissen! (START-Wien Stipendiatin Aylin)

Die Workshopreihe “Schreibkurs” kann aufgrund der Weihnachtsspende der KPMG verwirklicht werden. Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung!

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START-Wien Workshopreihe Schreibkurs: Zusammenfassung & Meinungsrede

START-Stipendiatinnen Israa & Nour berichten über die Workshopreihe “Schreibkurs” mit MMag. Lukas Lienhart, in welcher die unterschiedlichsten Textsorten behandelt werden.

Am 03.11.18 hat der Schreibkurs „Zusammenfassung“ stattgefunden, wo 15 Stipendiatinnen und Stipendiaten teilgenommen haben. Der Kurs hat um 9:15 Uhr angefangen und um 12:00 Uhr aufgehört.

Als eine Einführung zum Thema „Zusammenfassung“ sollte jede und jeder von uns seine Gefühle in einem Wort (in dem Moment) beschreiben. Dann wurden mehr als 3 Handouts ausgeteilt, die sehr informativ & hilfreich waren und die auch viele Übungen enthalten hatten. Nachher wurde erklärt wie man eine Zusammenfassung schreibt und was alles vorkommen soll. Außerdem wurden Probleme oder Schwierigkeiten, die die Meisten bei dem Schreiben einer Zusammenfassung haben, besprochen und Tipps vorgeschlagen. Nachdem wir den Artikel „Der Zweifel am Sinn von Hausübungen“ gelesen haben, wurden zuerst die unklare Wörter erklärt, dann die wichtigsten Punkten bzw. die Schlüsselwörter, den Aufbau und die Behauptungen, die im Artikel erwähnt wurden, besprochen. Dann hatten wir 10 min Pause wo wir uns ein Bisschen bewegt haben und etwas gegessen bzw. getrunken haben. Danach haben wir uns weiter mit der Zusammenfassung beschäftigt, in dem wir ein Beispiel der Zusammenfassung gelesen und verbessert haben. Es wurde auch oft über das Thema diskutiert. Schließlich haben wir selbst eine Zusammenfassung über ein Thema geschrieben. (START-Wien Stipendiatin Israa)

Der Schreibkurs mit Lukas, ist einer der beliebten und gewünschten Veranstaltungen bei START-Stipendium, da wird jedes Mal eine (Matura-)Textsorte studiert und erarbeitet haben.

Es ist 12:30, nach einer längeren Pause sind alle fit und satt für den zweiten Teil des Workshops, nämlich die “Meinungsrede”. Drei andere Stipis sind dazugekommen. Als Einstieg haben wir uns die von Lukas ausgeteilten Hefte gelesen. Da ging es um die Definition, wichtige Schreibhandlungen und Bewertungskriterien der Meinungsrede. Nachdem wir die Meinungsrede besser kennengelernt haben, haben wir uns die Gliederung angeschaut. Für den praktischen Teil haben wir zuerst einen Text unter dem Titel „Schüler klagen über Vollzeit-Stress“ gelesen und studiert. Für die Einleitung gibt es bestimmte Regeln. Denn die Einleitung einer Rede ist der wichtigste Teil der Rede, da es sich in dem Abschnitt, um das Erwecken des Interesses des Publikums geht. Die Einleitungsmodelle unterteilen sich in verschiedene Modelle. Man kann eine Rede mit einem Witz, provokanten Aussagen oder einem persönlichen Beispiel beginnen. Wir wurden in vier Gruppen geteilt. Jede Gruppe musste ein Beispiel zu den Einleitungsmodellen erbringen. Natürlich, wie bei fast jeder anderen Textsorte, gibt es bestimmte Stilmittel, die wir kennengelernt haben. Zum Schluss musste jeder von uns seine eigene Meinungsrede schreiben, in Bezug auf den gelesenen Text „Schüler klagen über Vollzeit-Stress“. Manche wollten ihre Kreativität zum Ausdruck bringen, indem sie ein Teil ihrer geschriebenen Texte vorlasen. Zum Abschied verteilt Lukas Rafaello, die sehr gut schmecken. 😊 (START-Wien Stipendiatin Nour)

Die Workshopreihe “Schreibkurs” kann aufgrund der Weihnachtsspende der KPMG verwirklicht werden. Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung!

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START-Wien auf den Spuren der Armut und Obdachlosigkeit

Unsere START-Wien Stipendiaten*innen durften am 27.10.2018 erneut an einer Shades Tours Tour teilnehmen.

Bei dieser Tour bekamen sie nicht – wie es bei den meisten Touren üblich ist – Sehenswürdigkeiten der Stadt Wien zu Gesicht. Stattdessen werden den Teilnehmern*innen Plätze vorgestellt, die eine Verbindung mit Obdachlosigkeit haben, dementsprechend dient diese Tour der sozial-politischen Bildung. Darüber hinaus ist der Guide selbst obdachlos und verfügt deshalb über einen persönlichen Bezug zu diesem Thema.

Zusammen mit dem Guide verließen die Stipendiaten*innen den Heldenplatz und marschierten zu Fuß bis zum Stephansplatz. Das Ganze dauerte zwei Stunden und fand im Zeitraum von 16-18 Uhr statt. Die Tagesstätte stellte für diese Tour den letzten Halt dar. Dort erläuterte der Guide aus der Schweiz den Teilnehmern*innen seine eigene, persönliche Geschichte. Es erfreute sie sehr zu hören, dass dieser nun nicht mehr obdachlos ist und Shades Tours in naher Zukunft verlassen wird.

Die positiven Eindrücke unserer Stipendiaten*innen sprechen für sich selbst:

Die Shades Tours Führung war interessant. Wir wurden über die Lebenssituationen von Obdachlosen informiert. Spannender und lebendiger wurde sie, wenn unser netter Guide uns immer von seinen Erfahrungen erzählt hat. Jetzt wissen wir, wer ein Obdachloser ist, warum man Obdachlos wird und vor allem wie kann man Obdachlosen zurück in die Gesellschaft helfen. Oder wie die Gründerin von Shades Tours meint: wo kann man anfangen, sich etwas aufzubauen, wenn man alles verloren hat. Ich fand es wirklich toll, dass die Tour von den Obdachlosen selbst geführt wird bzw. es ist erfreuend, dass sich manche in diesem Bereich engagieren, um Menschen das Leben zu erleichtern.“ –Sabiha

„Die Shades Tour war für mich eine neue Erfahrung, in der ich mehr über Obdachlose erfahren und schweizer Akzent live hören konnte. Der Guide der Tour war aus der Schweiz und sprach mit Schweizer Akzent, daher war es am Anfang schwierig ihm zu folgen, aber später ging es wieder. Er hat sehr mutig über Obdachlosen erzählt und hat auch manchmal seine Erfahrungen mit uns mitgeteilt. Aber vor allem war in vorkommenden Themen das wichtig, dass wie man zu einem Obdachlos wird. Und wenn man das wirklich versteht, kann man es vermeiden. Besonders in unserem Alter, wenn die Anzahl der Obdachlosen so stark zunimmt.“ –Mahdi

 „Die Shades Tour war für mich ein kleiner Einblick hinter die “Kulissen” von Wien. Ich habe viele neue Sachen erfahren wie zum Beispiel, dass es einen Krankenwagen gesponsert von Caritas gibt, nur für Obdachlose. Obwohl das Wetter nicht gerade das beste war, war es eine nette Tour durch Wien. Die Guides haben geschaut, dass wir nicht nur im Regnen stehen und uns zu sozusagen “Trockenunterschlüpfe” geführt, wo wir dann weitere Informationen bekommen haben. Persönlich habe ich vor die Tour in meiner Schule weiter zu empfehlen, weil es ein tolles Konzept ist, wobei Obdachlose als auch die Kunden was davon haben.“ –Edison

„Durch die Shades Tour konnte ich etwas mehr über die Obdachlosen in Österreich erfahren. Viele bzw. neue Informationen waren für mich nicht dabei, aber durch die eigenen Erfahrungen der Tour-Führung wurde das Ganze etwas spannender gestaltet. Durch die vielen Fakten konnte ich einiges mitnehmen.“ –Aylin

„Die Shades Tour war einer der besten Workshops. Diese ermöglicht uns mehr über das Leben der Obdachlosen zu erfahren. Ich bin ganz stolz auf die verschiedensten sozialen Organisationen, die daran beteiligt sind. Die Führer beschrieben ihre und von anderen die Lebenssituation sehr ausführlich und emotional. Man hat sich die Situationen gut vorstellen können. Diese Tour würde ich empfehlen.“ –Shehab

„Ich war sehr aufgeregt wegen der Shades Tour, aber ich wusste auch viel über Obdachlose und hatte sogar mal in der Gruft gearbeitet und gekocht, wo man den Obdachlosen Essen gab. Was mir aber sehr fremd war, war das Österreich den Obdachlosen so viel bietet als die anderen Länder in Europa. Der Guide hat uns seine eigene Erfahrungen erzählt was ich auch sehr interessant finde.“ –Himanshi

„Die Shades Tour war für mich eine sehr interessante Erfahrung, in der ich viele bzw. neue Informationen über Obdachlosen in Österreich erhielt. Der Guide der Tour hat uns viele neue Informationen erzählt. Er hat auch seine eigene Erfahrungen mit uns mitgeteilt.“ –Mohamad

Wir, START-Wien, bedanken uns herzlichst bei Shades Tours, denn wenn es dieses Team nicht gäbe, würden die Stipendiaten*innen nicht zu diesen Kenntnissen kommen! Vielen herzlichen Dank!

START Wien begrüßt feierlich die Stipendiat*innen des 13. Jahrgangs

START-Wien begrüßte am 24. Oktober 2018 feierlich die Stipendiat*innen des 13. Jahrgangs & verabschiedete mit rührenden Worten die Absolvent*innen.

Die rund 250 Gäste durften START-Wien Absolventin Zeba Nazari und Stipendiatin Saida Rezai im Raiffeisen Forum herzlich willkommen heißen und übergaben gleich zu Beginn das Wort an Dr. Dietlinde Hinterwirth, Gastgeberin des festlichen Abends & Präsidentin des Soroptimist Club Wien Vivata.

„Ich freue mich sehr, heute – gleich am Beginn dieser Veranstaltung – auf der Bühne zu stehen und Sie zu begrüßen. Damit meine ich vor allem die Stipendiaten und Stipendiatinnen von START, die neuen und diejenigen, die ihre Schullaufbahn schon beendet haben, alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und natürlich den Kreis, zum dem auch ich zähle, nämlich den erfreulich großen Kreis derjenigen, die START-Stipendium in unterschiedlicher Weise unterstützen.“ darauf folgend betonte Dr. Dietlinde Hinterwirth vor allem die ideelle Unterstützung und Förderung der Stipendiat*innen. Gute Gespräche führen, einen Rat geben, wie auch berufstätige Frauen und ihre vielfältigen Biografien und Erfahrungen sichtbar machen und durch diese Weise ein Vorbild vermitteln. „Für uns Soroptimistinnen bietet die Unterstützung von START-Stipendium eine Möglichkeit, das Leben von Mädchen mit Hilfe unseres Netzwerkes positiv zu verändern und damit einen wichtigen gesellschaftspolitischen Beitrag zu leisten.“

Im Anschluss an die Begrüßung und Eröffnung richtete Katrin Bernd, Geschäftsführerin Verein START-Stipendien Österreich, ihre Worte an die zahlreichen Absolvent*innen. “Ich kann Euch zur bestandenen Matura nur gratulieren, ich weiß, dass für die meisten von Euch große Anstrengungen dahinter standen, mit vielen Hindernissen, die es zu überwinden gab. Wir sind stolz auf euch, und es freut uns, dass START mithelfen konnte, dass ihr dieses Ziel erreicht habt. Ich hoffe ihr nehmt euer Engagement und eure Zielstrebigkeit auf eurem weiteren Weg mit. Es freut mich besonders, dass einige von Euch als Mitglieder des START-Alumni Verein mithelfen werdet, unsere Stipendiat*innen im laufenden Programm zu unterstützen.”

„START Wien begrüßt feierlich die Stipendiat*innen des 13. Jahrgangs“ weiterlesen

Mehr Frauen in die Forschung!

In Anwesenheit von Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann wurden am 22.10.2018 die L’ORÉAL Österreich Stipendien FOR WOMEN IN SCIENCE zum 12. Mal vergeben. 7 Stipendiat*innen wurden von START-Wien Sponsor L’ORÉAL eingeladen, an der Preisverleihung teilnzunehmen, über die wissenschaftlichen Projekte zu erfahren und hatten danach die Gelegenheit mit einigen Preisträgerinnnen persönlich zu sprechen.

Hier die Eindrücke unserer Jugendlichen

Mir hat die gestrige Veranstaltung sehr gefallen! Ich bin sehr glücklich, dass ich mitgekommen bin und START Sponsor von L’Oréal kennengelernt! Das beste Teil des Abends sind die fünf Stipendiaten gewesen. Herauszufinden an welchen Projekten die Frauen arbeiten war für mich sehr interessant! (Mariana)

Es hat mir sehr gut gefallen. Die Themen und Projekte der fünf Stipendiatinnen sind sehr spannend. Ich finde es toll, dass es überhaupt sowas gibt und dass Frauen unterstützt werden. (Rosetta)

Der Vortrag „Women in Science“ war wieder einmal gelungen. Heuer war ich das zweite mal dabei und wieder war es sehr interessant. Ich bin fasziniert wie solche jungen Damen auf ihre Themen gekommen sind.
Bei machen Forschungen hätte ich kaum denken können, das die spannend sind aufgrund ihres Titles, doch dann beim Videoabspiel und bei den Fragen an die Forscherinnen wurde ich umgehauen, das hinter einem mehr oder weniger simplen Thematik soviel dahinter steckt.
Auch wie letztes Jahr hatten wir die Möglichkeiten mit den Forscherinnen zu reden, dies taten wir auch. Ein schönes Ende für einen Tag. (Saida)

Die “Women for Science” Feier hat mehr sehr gut gefallen, da ich viele Forscherinnen getroffen habe, die sich speziell mit Physik und Chemie befasst haben und das hat mich auch sehr fasziniert, denn es heißt ja immer, dass Frauen sich für diesem Bereich nicht interessieren. Außerdem waren die Vorträge der 5 Gewinnerinnen des Projektes sehr interessant und ich hab viel Neues erfahren und das hat mich zum Nachdenken angekurbelt, vielleicht in näher Zukunft, werde ich mich auch bewerben. Ich fand es auch noch  toll zu erfahren, dass L’Oréal so viel in Frauen und Jugendlichen investiert.
Tolle Erfahrung, würde ich empfehlen! (Balqiz)

Heuer werden ausgezeichnet:

  • Daniela Hainberger, MSc, Immunbiologin, Med Uni Wien
  • Manuela-Raluca Pausan, MSc, Molekulare Mikrobiologin, Med Uni Graz
  • Joanna Plastira, MSc PhD, Neuroimmunologin, Med Uni Graz
  • DI Dr. mont. Barbara Putz, Werkstoffwissenschafterin, ÖAW, Leoben
  • Dr. rer. nat. Petra Sumasgutner, Zoologin, Naturhistorisches Museum, Wien

Die geförderten Projekte beschäftigen sich mit der Entstehung von immunologischen Krankheiten, mit dem Transfer von Mikroorganismen zwischen Müttern und Kindern während und nach der Geburt, mit neuen therapeutischen Ansätzen für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson, mit der Entwicklung neuartiger Superisolatoren für Satelliten und Raumfahrzeuge und den Auswirkungen von Energie Infrastruktur auf den Lebensraum von Zugvögeln.

Vielen Dank an L’ORÉAL Österreich für diesen spannenden Einblick in den Bereich der Forschung!

Fotos der Veranstalltung: © Eva Kelety

START-Wien: Mathematik-Intensivkurs macht Freu(n)de!

START Wien Stipendiat*innen haben auch in diesem Schuljahr wieder die Möglichkeit, dank dem Einsatz des „Mathematik macht Freu(n)de“ Teams der Universität Wien an einem Mathematikintensivkurs teilzunehmen. Vielen unserer Stipendiat*innen macht Mathematik große Freude, hält aber zahlreiche Herausforderungen gerade im Bereich der Textaufgaben bereit. Umso mehr freut uns, dass wir dank der Unterstützung der ERGO Versicherung auch in diesem Schuljahr diesen Kooperationskurs anbieten können!

Das Projekt der Fakultät für Mathematik verfolgt die Ziele, die Angst vor Mathematik lernen zu nehmen und den Förderbedarf verringern, Schüler*innen für MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) Fächer zu begeistern und die praxisnahe Ausbildung zukünftiger Mathematik Lehrer*innen zu vertiefen. Die speziell ausgebildeten Studierenden des Unterrichtsfaches Mathematik unterstützen unsere interessierten und begeisterten Stipendiat*innen in Kleingruppen. Dort werden – angepasst an die inviduellen Bedürfnisse und Vorkenntnisse – mathematische Formeln erklärt, Lösungswege veranschaulicht, vertieft, neu gelernt und insbesondere Textaufgaben intensiv erarbeitet.

Die äußerst positiven Rückmeldungen unserer Stipendiat*innen sprechen für sich und lassen uns uns auf die nächsten Einheiten freuen:

„Der Mathekurs war ein sehr nützlicher und hilfreicher Kurs mit den wirklich tollen Lehrerinnen. Sie hatten die Themen richtig intelligent voneinander getrennt und die Arbeitsmaterialien dafür waren einfach exzellent. Die LehrerInnen waren immer bereit unsere Fragen zu beantworten. Ich freue mich auf weitere Mathekurse!“ -Mahdi

„Der Mathekurs war sehr hilfreich. Ich habe den Stoff geübt, bei dem ich mir vorher nicht sicher war. Ich habe auch ein Paar neue Dinge gelernt. Meine Fragen bezüglich des Stoffs und Hausübungen waren beantwortet. Ich bin mir dem Kurs sehr zufrieden und freue mich auf die nächsten Termine.“-Rimal

„Der Mathekurs war wirklich sehr nützlich. Die Studenten und Studentinnen waren immer bereit, unsere Fragen zu beantworten. Außerdem waren die Themen sehr geeignet für unsere Schulstufen. Ich finde auch, dass die Arbeitsaufgaben sehr gut waren, weil man über ein bestimmtes Thema alles Mögliche üben kann, sowohl rechnerisch als auch graphisch. Ich freue mich sehr auf die weiteren Mathe Unterrichtsstunden.“-Jihan

„Der Kurs hat mir sehr gefallen und die Studenten waren auch sehr nett und hilfsbereit. Ich bin froh, mich dafür angemeldet zu haben. Ich freue mich schon auf das nächste Mal :)“ -Balqiz

„Die Studentinnen und Studenten haben sich wirklich Mühe gegeben. Die Arbeitsblätter mit den kurzen Erklärungen waren sehr hilfreich. Da Fragen beantwortet wurden und die Studentinnen und Studenten geduldig waren, herrschte eine gute Lernatmosphäre. Bin gespannt auf die nächsten Stunden!“ -Aylin

„Die Zeit, die ich im Mathekurs verbracht habe verging sehr schnell. Der Kurs war spannend und zum Teil lustig. Die Betreuer des Kurses brachten den Kurs in einer schönen Stimmung. Das organisatorische war auch gut geregelt. Alles zusammengefasst der Mathekurs ist empfehlenswert.“ -Shehab

„Der Kurs am Samstag war ein Kurs, bei dem ich wirklich sehr viel Neues gelernt habe und auch vieles wiederholt habe. Die KurstrainerInnen sind jederzeit breit unsere Fragen zu beantworten und uns eine unklare Sache zu erklären. Wenn Sie grade bei keiner Gruppe sind, dann gehen sie zu jeder Gruppe und fragen die, wie es denen geht. Zusammengefasst kann ich sagen, dass der Mathekurs ein hilfreicher und nützlicher Kurs ist.“ -Aziz

Der Mathematikkurs findet statt in Kooperation mit dem „Mathematik macht Freu(n)de“ Team und kann aufgrund der Unterstützung der ERGO Versicherung verwirklich werden. Vielen herzlichen Dank!

Workshop Kreatives Schreiben: Day Dreamer

START-Wien Stipendiatin Gamze über „Day Dreamer“ und die kreative Schreibtechnik Elfchen.

Elfchen:

  1. Schönheit
  2. Universelles Gesetz
  3. Bezogen auf Geschlecht
  4. Ist nicht einmal echt
  5. Freiheit

Unter anderem wurde uns das „Elfchen“ beigebracht: Es handelt hierbei um eine Gedichtform, die aus 5 Versen besteht. Wie der Name schon sagt, hat es auch etwas mit der Zahl elf zu tun: Das Ganze besteht aus elf Wörtern. Der erste und der letzte Vers setzen sich aus einem Wort zusammen, der zweite Vers besteht aus zwei, der dritte aus drei und die vierte aus vier Wörtern.

Im ersten Vers erwähnt man das Thema, zu dem man schreibt, in den nächsten Versen erklärt man einen Aspekt dieses Themas näher und beendet das Elfchen mit einem Wort, mit einem Fazit.


Wir konnten uns ein Bild aussuchen und mussten es dann interpretieren. Aus meinem Bild hat sich mein Elfchen gebildet – So habe ich das Bild interpretiert:

Die auf dem Foto abgebildete Person ist stylisch gekleidet: Auf dem Kopf ein eleganter Hut kombiniert mit einem Pullover mit dem Aufdruck „Day Dreamer“ und darunter noch eine pechschwarze Hose. Wenn man sich das Gesicht anschaut, dann fällt einem auf, dass die Person passend zum Look geschminkt ist.

Jetzt kommt das interessante: Das Gesicht verfügt über Gesichtszüge, die sowohl männlich als auch weiblich sind, zugleich aber  nirgends eingeordnet werden kann. Außerdem sind keine Haare sichtbar, weshalb es umso schwieriger ist, das Geschlecht zu erschließen. Aber warum? Warum sollte uns das Geschlecht kümmern, wenn wir viel mehr auf die Schönheit dieser Person achten sollten, ohne es in Verbindung mit einem Geschlecht zu bringen?

Unsere Gesellschaft pflanzt uns aber fiktive Regelungen ein wie zum Beispiel, dass Frauen und Mädchen keine Körperbehaarung haben dürfen oder dass Make-Up und alles, was als „feminin“ gesehen wird, tabu ist für Männer und Jungs.

Die abgebildete Person verdeckt zudem das Gesicht und verschafft einem den Eindruck, dass Angst, Unsicherheit oder Scham der Anlass dafür ist. Außerdem sagt der Aufdruck auf dem Pulli aus, dass geschlechtslose Schönheit ein Day Dreamer ist, weil wir – wie bereits erwähnt – in einer Gesellschaft leben, in der Schönheit ohne Geschlecht unwillkommen ist.

Die Workshopreihe “Schreibkurs” kann aufgrund der Weihnachtsspende der KPMG verwirklicht werden. Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung!

START-Wien Workshopreihe Schreibkurs: Elfchen, Tagebücher & Erörterungen

START-Stipendiatinnen Jihan & Balqiz berichten über die Workshopreihe “Schreibkurs” mit MMag. Lukas Lienhart, in welcher die unterschiedlichsten Textsorten behandelt werden.

Am Samstag den 6. Oktober 2018 fand unser Schreibkurs statt. Es wurden zwei Kurse angeboten, im ersten Kurs ging es um ,,Kreatives Schreiben“ und im zweiten um ,,Erörterung“.

Beim „Kreativen Schreiben“ Kurs, der vom 09:15 bis 12:30 dauerte, beteiligten sich vierzehn Stipendiaten und Stipendiatinnen. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf. Jede Gruppe bekam Zetteln und Hefte zum Schreiben. Am Anfang des Kurses stellte sich jede/r kurz vor. Dann lernten wir das AKRONYM kennen, indem aus den Anfangsbuchstaben mehrere Wörter ein Wort gebildet wird. Die Aufgabe war, dass jede/r für all seine/ihre Namensbuchstaben Adjektive findet, die seine/ihre Persönlichkeit beschreiben. Nachher beschäftigten wir uns mit dem Thema ,,Free Writing“. Für ,,Freies Schreiben“ wird eine bestimmte Zeit für ein Thema oder Begriff festgelegt. Das Schöne an Free Writing ist, dass es nicht korrigiert wird, jedoch ist es anstrengend, da die schreibende Hand immer in Bewegung bleiben soll. Unser erster Begriff war Herbst. Jede/r sollte versuchen, über den Herbst frei zu schreiben, und wenn es der Fall ist, dass einem/einer nichts mehr einfällt, sollte er/sie „bald fällt mir wieder etwas ein“ aufschreiben, bis ein neuer Gedanke kommt. Zwischendurch machten wir Pausen. Nachher setzten wir uns mit dem Cluster-Verfahren auseinander, wobei Assoziationsketten notiert werden, die von einem Zentralwort ausgehen. Jede/r durfte ein Thema auswählen und davon ein Clustering erstellen. Ziel der Methode ist es, beide Hirnhälften (begriffliches und bildliches Denken) für den Schreibprozess zu nutzen. Bevor der andere Schreibkurs begann, bekamen wir eine längere Pause, und unsere Betreuerin bereitete für uns ein Frühstück vor. (START-Wien Stipendiatin Jihan)

Am Samstag wurde für uns Stipendiat*innen auch einen zweiter Workshop organisiert, bei der wir die Textsorten bzw. uns speziell mit dem Erörtern beschäftigten. Dieser Workshop machte uns besonderen Spaß, da wir nicht nur unsere Deutschkenntnisse steigern konnten, sondern weil wir uns auch mit unserem Betreuer sehr gut verstanden. Nicht nur gestaltete er den Unterricht spannend, sondern hörte uns sehr aufmerksam zu und beantwortete unsere Fragen sehr genau. Außerdem lernten wir Sachen, die uns bis dahin unbekannt waren. Wusstest ihr, dass man die die Zahlen bis zwölf mit Buchstaben schreiben muss und nicht als eine Zahl? Nein? Ich auch nicht! Außerdem scheibten wir selbst eine Erörterung zum Schluss, was für viele viel leichter erschien als zuvor.

Wir freuten uns sehr mit Herrn Lukas zusammenzuarbeiten und sind ihm sehr dankbar für seine Bemühungen. Vielen Dank an Start für diese tolle Erfahrung und wir freuen uns auf den nächsten Workshop! (START-Wien Stipendiatin Balqiz)

Ein herzliches Dankeschön an den Workshopleiter MMag. Lukas Lienhart! 

START-Wien Stipendiat*innen & ihre Eindrücke über den Workshop:

Beim tollen Workshop “Kreatives Schreiben” durfte ich sehen, dass wie wir kreativ und genial sein können, wenn wir uns glauben.
Ich habe beim Workshop gelernt, wie man an den einfachsten Ideen einsammeln kann, um etwas zu beschreiben/interpretieren. Clustering war etwas Neues für mich und das hat mir viel beim Schreiben geholfen. Ich werde das noch mehr nutzen, beispielsweise wenn ich mein Tagebuch schreibe. 😉 -Mahdi

Mir haben beide Workshops sehr gut gefallen. Es hat Spaß gemacht. Mit Lukas zu arbeiten, hat wie immer Spaß gemacht. ich habe sehr viel geschrieben und habe sehr viel gelernt besonders über Erörterung und über Kreatives Schreiben ebenso. -Nour

Der Schreibkurs wurde sehr interessant gestaltet, da der Lehrer sehr gute und spannende Methoden fürs Schreiben verwendet. Was mir am besten gefallen hat, ist das Thema über Zivilcourage, da ich längst über so ein Thema schreiben wollte. Außerdem finde ich Free-Writing sehr interessant. Ich bin gespannt, wie es mit den anderen Schreibkurse weitergeht. -Jihan

Die Workshopreihe “Schreibkurs” kann aufgrund der Weihnachtsspende der KPMG verwirklicht werden. Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung!

Science Pool Workshop “Menschenmanual”

Am 29. September 2018 haben START-Wien Stipendiat*innen am Workshop „Menschenmanual“ teilgenommen. Nachdem wir uns an einem vorbestimmten Ort getroffen haben, haben wir uns auf den Weg zu Science Pool gemacht.

Was ist Manipulation? Wie manipuliert man einen Menschen? Dies waren die großen Fragen. Ulli, die Betreuerin des Workshops klärte uns auf und es führte zu einer kurzen Diskussion über das Thema. Nachdem das Erklären erledigt war, durften wir uns gegenseitig auf verschiedener Art und Weise manipulieren bzw. uns Arten von Manipulation genauer ansehen. Von Karten, welche angeblich die Zukunft vorhersagen bis zu Lügendetektoren – wir durften alles ausprobieren. Während den verschiedenen Teilen des Workshops wurde uns selbst auch klar, dass wir selbst von den kleinen Versuchen und Informationen manipuliert wurden, da wir zu tief in der Sache waren und ein großes Interesse hatten an Kartenspielen, Handlesen, etc. Der Höhepunkt des Workshops war ein soziales Experiment, welches wir selbst ausgedacht hatten. Wie würden die Menschen reagieren, wenn eine Mutter mitten auf der Straße ohnmächtig wird und dabei ihr Baby, samt dem Kinderwagen zu Boden zerrt? Nachdem eine von uns in die Mutterrolle schlüpfte, haben wir uns auf den Weg gemacht und zugesehen wie die Menschen reagieren würden. Wie gedacht haben die Menschen geholfen und alles lief wie geplant. Mit dem Experiment konnten wir wiederum zeigen, dass wir Menschen leicht in bestimmten Situationen, wie in dieser, manipuliert werden können. Das Experiment lief so gut, dass zufälligerweise sogar ein Polizeiwagen bei uns anhielt und wir ihnen erklärten, dass es ein soziales Experiment gewesen war.

Von diesem Workshop haben wir einiges mitgenommen wie die Definition der Manipulation und die Art und Weise wie sie auf den Menschen wirkt bzw. wirken kann. Zudem hatten wir mit dem Planen und der Umsetzung des Experiments viel Spaß. Vielen Dank an Ulli und Science Pool!

Ein Bericht von START-Wien Stipendiatin Aylin.

Welche Eindrücke und Strategien der Manipulation haben START-Wien Stipendiat*innen mitgenommen?

Es war mein erster Workshop bei START und hat mir unglaublich gefallen. Nicht nur haben wir viel gelacht, sondern uns auch mit der Kunst des Manipulierens beschäftigt, dazu gehörte auch die Emotionen lesen und Wahrsagerei spielen. Wir waren bei alles voll dabei und als Höhepunkt unseres Workshops haben wir ein Sozialexperiment durchgeführt, um zu sehen ob jmd. so überzeugt wird, dass sie nicht merken das sie manipuliert werden. Es ist uns auch gut gelungen und sogar die Polizei ist uns zu Hilfe gekommen. Letzend endlich möchte ich mich bei START bedanken, die das überhaupt möglich gemacht haben. -Balqiz

Science Pool, am Anfang konnte ich mir nichts drunter vorstellen. Aber als ich dann gesehen habe wo das ist, konnte ich mich erinnern, dass ich in der Unterstufe auch mal dort war. Deswegen dachte ich mir es wird langweilig, weil wir genau dasselbe nochmal machen werden. Doch so war es nicht es war eine ganz neue Erfahrung zu dem Thema Manipulation. Die Vortragende Ulli war auch sehr lieb und hat Schwung und Laune hineingebracht, weil ich das Gefühl habe, das am Anfang doch die meisten noch zurückhaltender waren. Der 1. Workshop als neuer Stipi mit den anderen Stipis hat mir sehr gut gefallen. Ich freue mich schon wieder wahnsinnig auf das Bildungsseminar. -Edison

Ein Samstag wie nicht erwartet. Unter „Menschen Manual“ habe ich mir komplett etwas anderes vorgestellt und war überrascht was beim Workshop rauskam. Mit viel Spaß habe ich mich mit anderen Stipis den Aufgaben gewidmet. Dabei haben wir Manipulation von innen und außen besprochen und Experimente gemacht. Wir haben Hand gelesen, mit Tarot Karten unsere „Zukunft“ vorhergesagt und zum Schluss als Highlight haben wir ein Experiment draußen ausprobiert und spannendes beobachtet. Ein weiterer spannender Workshop mit START. -Saida

Um ehrlich zu sein, dachte ich, dass der Workshop ein bisschen langweilig werden würde. Ich habe schon einmal bei einem Workshop dort teilgenommen und fand es nicht so spannend. Aber bei dem hatte ich wirklich Spaß. Wir haben mit Pendeln den Placeboeffekt ausprobiert, mit Karten unsere Zukunft gelegt, mit einem Lügendetektor versucht zu herauszufinden, ob unser Gegenüber lügt (hat nicht funktioniert) und haben dann ein Experiment auf offener Straße gemacht. Eine von uns hat sich als Mutter, die in Ohnmacht fällt, ausgegeben. Man wollte sehen, was man tun muss um die Menschen so zu manipulieren, dass sie einem helfen. Im Endeffekt ist das Experiment so gut gelaufen, dass auch die Polizei zur Hilfe kam. Es war ein toller Start ins START-Schuljahr. -Ebru

Wegen diesem Workshop ist mir der Begriff Manipulation auf viele Hinsichten klarer geworden. Ich verstehe jetzt besser, was man unter Manipulation meint. Für mich war es besonders spannend und witzig, weil ich bei einem Sozialexperiment, die Mutter eines Säuglings gespielt habe und das Experiment war ein voller Erfolg. -Himanshi

Kennenlerntag der neuen Wiener Stipis im Kletterpark

An einem schönen Freitagmorgen traf Neu und Alt zusammen, um sich näher kennenzulernen. Neue Stipendiaten konnten hoch auf den Bäumen im Waldseilpark Kahlenberg und die „alten“ Stipendiaten kennenlernen.

Um 10 Uhr in Heiligenstadt angetreten, stieg eine Gruppe aus jungen Menschen in den Bus Richtung Kahlenberg. Dort angekommen, kletterten alle nach einer kurzen Einführung und mit einem Sicherheitshelm und Karabiner ausgerüstet, auf die Netze, Sprossen, Kletterwände und vieles mehr das die Kletterseele verlangt. Ob man da oben im Rausch noch irgendwas -außer sich selbst natürlich- kennenlernen konnte, ist eine andere Frage. Jedoch hatte man bei einem gemütlichen Beisammensein in dem Gasthaus nebenan genug Zeit und Möglichkeit seine neuen Mit-Stipendiaten kennenzulernen, während man eine köstliche Mahlzeit mit einem kalten Getränk verspeist hat. Pünktlich, und zwar die Minute genau, kamen wir auch wieder in Heiligenstadt an und durften uns unsere Smartphones und den restlichen elektronischen Schnickschnack von der lieben Katrin B. abholen, die uns zuvor diese weggenommen hat, um Kommunikation zwischen den Stipendiaten*innen zu fördern und was auch gelungen ist.

Ein Bericht von START-Wien Stipendiat Yunadi.

START Wien Stipendiat*innen über den Klettertag:

Ein wundervoller Start in das Stipendiumprogramm. Es war ein toller und denkwürdiger Tag den ich mit euch verbracht habe. Ich habe viele neue und nette Stipis kennengelernt und dabei habe ich mich auch mit vielem befreundet. Alles in einem gesagt war heute sehr spannend und aufregend. Ich fand die Aufteilung der Parkourgruppen von leicht zu schwer sehr passend, so wusste man womit man rechnen muss und ob man das machen möchte oder doch etwas Leichteres/ Schwierigeres. Übrigens war das Essen sehr köstlich und mehr als genug. Ich danke euch für das schöne Programm. -Fatema

Das war mein erstes Mal, dass ich klettern war. Ich habe gespannt auf diesen Tag gewartet, weil es mir schon vorher klar war, dass es ein hervorragender Tag wird. Es war ein Tag voller Anstrengungen, Neuigkeiten und Freude. Es war mir ein bisschen langweilig, weil manche langsam waren und ich so viel warten musste bis sie durchkommen. Ich habe 2 Stationen geschafft und inzwischen mit denen geplaudert. Obwohl ich noch Energie hatte, noch mehr zu machen aber es ging sich leider mit der Zeit nicht aus. Jedenfalls das alles hat sich für ein tolles Essen gelohnt. Ohne Start bzw. die netten und lustigen Stipis wäre das anscheinend nicht möglich. -Sabiha

Unser Kletterntag im Waldseilpark Kahlenberg werde ich nie vergessen, weil er wirklich ganz toll und besonders war. Obwohl ich vorher nie klettern ging, traute ich mich mit den Stipendiaten das auszuprobieren. Es gab drei Stationen für verschiedene Niveaus, von denen ich nur zwei schaffte. Bei diesem Treffen lernte ich viele alten Stipendiaten kennen, da die Alexandra uns während des Essens in der Josefinenhütte am Tisch so aufteilte, dass jeder neuer Stipendiat neben einem alten sitzt. Allgemein hatten wir echt Spaß miteinander und das Essen schmeckte unglaublich gut. Ich bin unendlich dankbar, dass ich zu dieser netten Familie gehöre. -Jihan

Der Kennenlerntag im Waldseilpark ist einer der schönsten Ausflüge gewesen. Es hat sehr viel Spaß gemacht die neuen Stipis mehr kennenzulernen und die alten wiederzusehen. Ich freue mich auf weitere Ausflüge mit allen 🙂 -Nour

Der kennenlernentag war sehr freundlich. Ich persönlich habe viel Spaß gehabt bei klettern. Ich habe mich sehr gefreut neue Stipis kennenzulernnen und wir haben nette Gespräche gehabt, bin mir ganz sicher wir werden einen spannenden Jahrgang mit Ihnen haben -Reshad

Obwohl ich erst zum Essen nachgekommen bin und das Klettern leider nicht aktiv miterleben konnte, gab es trotzdem genügend Zeit um die anderen Stipendiaten beim gemeinsamen Essen näher kennenzulernen. Die ersten Eindrücke waren nett und ich freue mich auf Weitere in der Zukunft. -Atila

Er war toll, zwar ging der Kennenlerntag nicht über mehrere Tage wie im Vorjahr, aber das war auch nicht nötig, denn sowohl das Klettern als auch das Essen haben immensen Spaß gemacht und uns auch untereinander nähergebracht! -Erem