PRESSEINFORMATION: START-Vorarlberg: Die neuen Gesichter für erfolgreiche Integration durch Bildung

START-Vorarlberg: Die neuen Gesichter für erfolgreiche Integration durch Bildung
Offizielle Begrüßung der sechsten START-Generation durch Landesrätin und START-Vorarlberg Schirmherrin Bernadette Mennel bei der Aufnahmefeier im Landeskrankenhaus Feldkirch mit prominenten Gästen aus Politik, Bildung und Wirtschaft.

Bregenz, am 10. Oktober 2014 – Ob Klassensprecher, kostenlose Nachhilfe oder freiwilliges Ehrenamt – gesellschaftliches Engagement zählt. Aus diesem Grund und wegen ihrer guten schulischen Leistungen wurden zehn neue Jugendliche in das START-Stipendienprogramm für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund aufgenommen. Gestern wurde die bereits sechste START-Generation im Panoramasaal des Landeskrankenhaus Feldkirch von Landesrätin und START-Vorarlberg Schirmherrin Bernadette Mennel und Gastgeber Gerald Fleisch, Direktor der Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG), willkommen geheißen.

Vorbild für Generationen
Bereits im Jahr 2009 wurde das START-Stipendienprogramm in Vorarlberg von William Dearstyne, Gründer der Piz Buin-Stiftung, ins Leben gerufen. Dabei werden begabte Zuwandererkinder auf ihrem Weg zur Matura unterstützt. Die vergangenen sechs Jahre haben gezeigt, dass hohe schulische Leistungen durch gleichzeitige Förderung erreicht werden können. Mittlerweile ist aus der kleinen START-Familie im Ländle ein großes Netzwerk mit 28 Stipendiaten, über 30 Absolventen und 30 Paten geworden. „Mit unserem Programm geben wir der Integration ein Gesicht. Jede Stipendiatin, jeder Stipendiat hilft uns dabei und ist so Botschafter für eine erfolgreiche Integration durch Bildungsförderung und ein Vorbild für die kommenden Generationen“, sagt Dearstyne.

Gute Leistungen fördern
Der neue START-Jahrgang mit sieben Mädchen und drei Burschen kommt aus den verschiedensten Ländern – von der Türkei, Bosnien-Herzegowina, Afghanistan über Tschetschenien bis hin zu den Philippinen. Auch die Ausbildung in den unterschiedlichen Schultypen wie Handelsakademie (HAK), Gymnasium oder Höhere Technische Lehranstalt (HTL) mit Fachrichtung Informatik oder Chemie ist vielfältig. Einige wollen später Medizin studieren. Wie Zaker Soltani (17), der im Jahr 2012 aus Afghanistan als Flüchtling nach Österreich kam und innerhalb von zwei Jahren die deutsche Sprache so gut gelernt hatte, dass er als ordentlicher Schüler in das das Gymnasium Schillerstraße in Feldkirch aufgenommen wurde. Künstlerisch begabt, haben es seine Zeichnungen und Bilder sogar bis in die Tageszeitung Der Standard geschafft.

Großes Potenzial für Unternehmen
Für KHBG-Direktor Gerald Fleisch ist die Förderung des beruflichen Nachwuchses ein wichtiges Anliegen: „Auf das Potenzial junger Menschen aus Migrantenfamilien können wir nicht verzichten. Nicht nur im Gesundheitswesen besteht eine große Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften. Dabei werden auch soziale und interkulturelle Kompetenzen wie Mehrsprachigkeit immer wichtiger.“ Im Herbst 2014 hat die Krankenhausbetriebsgesellschaft, die Krankenhäuser in Bludenz, Feldkirch, Hohenems, Rankweil und Bregenz betreibt, zwei START-Patenschaften übernommen. 30 Paten, darunter Institutionen, Städte, Unternehmen, aber auch Privatpersonen unterstützen mit einer „direkten Patenschaft“ das START-Programm. Als neue Paten konnten für das kommende Jahr außerdem Unternehmen wie Zumtobel und Pfänderbahn gewonnen werden. Der Erfolg von START zeigt sich auch in Zahlen: „Von 28 START-Absolventen studieren inzwischen 23 Jugendliche – auf der Fachhochschule Dornbirn, an der Universität Innsbruck und Wien oder an der Charité in Berlin in genauso unterschiedlichen Bereichen wie deren Talente und Begabungen sind – Jus, Wirtschaft, Medizin, Architektur, Naturwissenschaften, Chemie oder Biologie“ zieht Bianca Goldmann, Projektleiterin START-Vorarlberg Bilanz.

Über START-Vorarlberg
START-Vorarlberg fördert seit 2009 Jugendliche mit Migrationshintergrund bis zur Matura-Prüfung in einem speziellen Stipendienprogramm. Die jungen Schüler erhalten eine monatliche Unterstützung von 100 Euro für Bildungsausgaben sowie einen Laptop mit Drucker. Zusätzlich werden Ausgaben für Kurse und Fortbildungen wie Sprachkurse gefördert. Zu den Auswahlkriterien für die START-Stipendien zählen gute schulische Leistungen, gesellschaftliches und soziales Engagement sowie die Höhe des Familieneinkommens der Eltern. Die Vorarlberger Initiative wurde von der Piz Buin-Stiftung initiiert und aktuell von 30 Paten wie Unternehmen, Organisationen oder Privatpersonen unterstützt. Seit 2013 ist der Beitrag für eine START-Patenschaft auch als Spende steuerlich absetzbar. Weitere Infos unter: www.start-stipendium.at

Bildtext:
Willkommen in der START-Familie: Zehn neue Stipendiaten wurden gestern offiziell in das Förderprogramm für engagierte Schüler mit Migrationshintergrund aufgenommen. START-Vorarlberg Gründer Bill Dearstyne mit Frau Elizabeth und Schirmherrin Dr. Bernadette Mennel überreichen die Urkunden an die neue START-Generation mit sieben Mädchen und drei Burschen.

Bildnachweis:
START-Vorarlberg

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Mag. Carolin Stiastny
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