START-Vorarlberg feierte sein 10-jähriges Jubiläum!

Mehr als 200 Gäste kamen am vergangenen Mittwoch in das Montforthaus nach Feldkirch, um 10 Jahre START-Vorarlberg zu feiern. Anlässlich der Feier wurde das START-Gründerpaar, Maude und Bill Dearstyne, mit dem goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich für ihre herausragenden Verdienste um die Integration von engagierten Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund gewürdigt.

Rückblick auf ein Jahrzehnt
Aus dem damaligen Wunsch der Initiatoren etwas an die Vorarlberger Gesellschaft zurückzugeben, ist heute ein umfangreiches und professionelles Förderprogramm für junge Menschen entstanden. Seit der Gründung konnte START-Vorarlberg rund 70 Jugendliche aus über 20 Nationen erfolgreich bis zur Matura begleiten. Neben einer PC-Ausstattung und einem monatlichen Bildungsgeld für die Schülerinnen und Schüler wurde ein intensives und umfangreiches Betreuungs- und Beratungsprogramm entwickelt. Mehr als 500 Workshops, Seminare, Exkursionen, Beratungen und viele weitere Förderangebote konnten realisiert werden – mit Erfolg. „92% der geförderten Jugendlichen im START-Programm haben mithilfe von START die Matura geschafft. Darauf sind wir sehr stolz“, so der Gründer William Dearstyne.

Bewegende Momente
Alle 22 Stipendiatinnen und Stipendiaten des aktuellen Jahrgangs, ihre Paten, die Alumni, Freunde und Förderer des Vereins waren bei der Jubiläumsfeier zusammengekommen, um die Highlights der letzten Jahre noch einmal Revue passieren zu lassen. „Vorarlberg kann stolz auf seine globale Wirtschaft und seine vielfältige Gesellschaft sein. Umso mehr freut es mich, dass es Förderprogramme wie START-Vorarlberg gibt, die eine gelebte Integration fördern und einen Mehrwert für unser gemeinsames Zusammenleben im Ländle leisten“, betont Landesrätin und Schirmherrin Dr. Barbara Schöbi-Fink bei ihrer Jubiläumsrede.

Kleine Hilfe mit großer Wirkung
Einige der Jugendlichen mussten bereits in ihrer Kindheit sehr viel Negatives erleben. Sie kommen zum Teil aus Kriegsgebieten, in denen das Leben eines einzelnen Menschen nicht viel Wert ist“, erzählt Dearstyne. „Deshalb ist es uns wichtig, diesen jungen Menschen neue Zukunftsaussichten zu ermöglichen und ihnen den Mut und die Zuversicht auf ein besseres Leben zurückzugeben.“ Um dieses Ziel zu erreichen, ist START-Vorarlberg auf die Unterstützung weiterer Paten angewiesen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie die Initiative unterstützt werden kann. „Egal ob jemand eine Patenschaft für einen unserer Schülerinnen oder Schüler übernimmt, unseren Schützlingen ein Schnupper-Praktikum bei sich im Unternehmen ermöglicht oder eine Spende tätigt – wir sind jedem Einzelnen unserer Unterstützer von Herzen dankbar und freuen uns über jeden neuen Helfer in unserer Mitte“, bekräftigt Dearstyne. „Nur gemeinsam mit der Unterstützung unserer Paten und Förderer können wir auch in Zukunft einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der gesellschaftlichen Entwicklung in unserem Land leisten und etwas an die Gesellschaft zurückgeben“.

Seit 2013 ist der Verein als spendenbegünstigte Einrichtung erfasst. Alle Spenden sind steuerlich absetzbar. Österreichweit ist START bereits in fünf Bundesländern vertreten: Neben Vorarlberg gibt es das Programm in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg.

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English with Maude

Am 18.01.2019 hatten wir unsere erste Nachhilfestunde mit Maude, mit 8 Teilnehmern aus den verschiedensten Herkünften lernten wir eine gemeinsame Sprache. In „English with Maude“ war es uns verboten auf Deutsch und andere Sprachen zu sprechen. Die einzige Sprache die wir in den Stunden mit Maude kannten, war Englisch.

Ziel dieser Stunden war es uns Vertrauen zu schenken, dass wir uns trauen Englisch zu reden, auch wenn es nicht perfekt ist. Wir trafen uns jeden Freitag für eine Stunde Englisch, auch wenn man meint, dass es wenig ist, konnten wir diese Stunden doch effektiv nutzen und daraus lernen. Durch ihre sanfte, lustige und freundliche Art hat es Maude geschafft, dass wir uns trauen Englisch zu reden und aus unsere Comfort – Zone raus zutrauen. Die Gestaltung der Stunden war meistens offen, das heißt, dass wir die Themen aussuchen konnten, über die wir sprechen wollten. So kamen Themen wie: Herkunft, Gesellschaft, Integration, Geschlechter, Zukunft, Träume und Wünsche usw. vor.

Ich, persönlich empfand die Stunden als sehr angenehm, weil die Lernstunden nicht so gestaltet waren, wie in der Schule. Wir hatten kein Lernstoff, an dem wir gebunden waren. Es hat sich mehr so angefühlt, als ob man mit Kollegen sitzt und sich auf Englisch unterhält. Durch diese Atmosphäre hatte man nicht das Gefühlt für seine Englischkenntnisse mit Noten bewertet zu werden, sondern dadurch konnten wir viel freier reden und unsere Hemmungen und Ängste über Bord werfen.

Ich bin mir sicher, dass die Anderen genau so empfinden wie ich und wünsche allen, dass sie ihre Sprachkenntnisse weiterentwickeln und auch in der Öffentlichkeit den Mut haben diese zu zeigen. Zum Schluss möchte ich mich bei Maude bedanken, die sich extra Zeit für uns genommen hat und immer mit Freude und Leidenschaft dabei war.

Ein Bericht von START-Stipendiat Tamir.

Young-Leadership Seminar 2019

Von Samstag, den 8. Juni, bis Montag, den 10. Juni, fand im Axis in Linz das Young Leadership Seminar für alle Stipi-Sprecher*innen statt. Die 10 Stipisprecher*innen aus den verschiedenen Bundesländern verbrachten gemeinsam ein Wochenende, an dem sie vieles über Team-Building, Leadership-Skills und Oragnisation von Veranstaltungen gelernt haben.

Die Stipendiatensprecher Atila & Edi von START-Wien berichten:

Samstag, der 8. Juni 2019:
Unser Ankommen war um 14:00 Uhr am Linzer Hauptbahnhof. Dort haben wir die anderen Stipisprecher*innen getroffen. Anschließend sind wir gemeinsam zu der Herberge und anschließend ins Axis gefahren. Nach einer kurzen Erholung haben wir mit Nadja (Landeskoordinatorin Oberösterreich) das Kennenlernspiel gespielt. Dies half uns, uns gegenseitig besser kennenzulernen.

Danach haben wir unsere Rolle und Aufgaben als Stipisprecher*innen und unsere Erwartungen besprochen. Dieser Seminarteil war für uns sehr nützlich und legte den ersten Grundstock für das Zusammenarbeiten als Gruppe.

Nach einem leckeren Abendessen zeigten uns die die START-OÖ Stipisprecher die Stadt Linz und die schöne Donau. Um 23:00 Uhr waren wir wieder brav in der Herberge 😊.

Sonntag, der 9. Juni 2019:
Am nächsten Tag aufgestanden, begannen wir mit dem leckeren Frühstück in der Jugendherberge. Später im Axis-Büro durften wir den zweiten Teil mit Anna (START-OÖ Teamassistentin) beginnen. Es fing gemütlich an und die Atmosphäre war phänomenal. An diesem Tag ging es um „Arbeiten in dem Team“ und wir haben gelernt, wie man gemeinsam zurechtkommt.

Anna gab uns viel Input zum Thema Gruppendynamik und Leadership-Skills, ebenso wie Kommunikation, Feedback und Konfliktmanagement. Nach dem Mittagessen beschäftigten wir uns intensiv mit der Organisation des Bunten Abends am Bildungsseminar, welcher immer von uns Stipisprecher*innen organisiert wird. Unsere Referentin Nina hielt zusätzlich einen Input zu Moderation und Rhetorik.

Zudem, nachdem die theoretischen Grundsteine gelegt worden sind, begannen wir, das gelernte Wissen anzuwenden. In 2,5 Stunden planten wir gemeinsam im Team den groben Ablauf des Bunten Abends am Bildungsseminar.

Danach durften wir Stipisprecher*innen zum Kulturzentrum „DH 5“ in die Stadt marschieren und dort ihre Vorbereitung der beiden bunten Abende des Bildungsseminars ausüben bzw. Feedbacks geben, um die Planung besser gestalten zu können. Hauptsächlich ging’s darum, dass die Stipisprecher das für das Bildungsseminar ausgearbeitete Abendprogramm (sprich Moderation, grobe Aufgabenteilung, usw.), durch Erstproben darstellen würden. Der mit Mikrophons ausgestattete Raum des Kulturzentrums ermöglichte eine relativ realistische Darstellung für den Ablauf der zwei bunten Abende.

„Vor einem Mikrofon zu stehen und das Publikum durch eine Veranstaltung zu führen ist sicherlich nicht leicht. Durch das Young Leadership Seminar konnten wir dieses Defizit zum Beispiel ausgleichen und uns gegenseitig tollen Input geben.“

Stipisprecher Thupten

Nun, eine Pause nach einem vollen Tag haben die Stipisprecher verdient, somit wurden sie für den ganzen Abend entlassen, um die schöne Stadt Linz zu besichtigen und sich mit paar Freund*innen (Alumni) zu treffen.

Montag, der 10. Juni 2019:
Am 3. Tag ging der Tag in der Früh um 7:30 Uhr mit dem Frühstück los. Mit einer guten Auswahl konnten sich die Stipi-Sprecher für den bevorstehen Tag stärken. Gleich nach dem Frühstück ging es zum START-Büro im „Axis“. Dort folgte der 3. Seminarteil: Teambesprechung (Wie kommunizieren wir? Wie Aufgaben verteilen? Offene Fragen klären).

Im Seminarraum haben die Stipi-Sprecher*innen, zusammen beschlossen, wie sie in der Zukunft miteinander kommunizieren möchten. Dabei haben sie sich klare Regeln festgelegt, an denen sich jeder/jeder Stipi-Sprecher*in halten muss. Zum Beispiel haben sie beschlossen, dass die Stipi-Sprecher*innen jede Woche miteinander kommunizieren und sich austauschen sollten, damit sie den Kontakt pflegen und aktiv bleiben. Außerdem haben sie nahezu alle ihre Aufgaben für die Gestaltung des Bunten Abends am Bildungsseminar im Herbst zu Ende verteilt, sodass jeder weiß, für was er oder sie zuständig ist.

Um etwas zu entspannen und um den Kopf freizubekommen, sind alle dann in den Hof gegangen und haben sich auf Liegestühle hingelegt. Dabei konnten alle sich sehr gut unterhalten und lockern. Anschließend haben alle das „Werwolf-Spiel“ gespielt, welches sehr lustig und spannend war, und sicherlich nochmals zum Teambuilding beigetragen hat. Zu Mittag haben alle dann gemeinsam zu Mittag gegessen. Nadja hat chinesisches Essen bestellt, welches allen sehr gut geschmeckt hat. Nach der Stärkung zu Mittag sind die Stipi-Sprecher*innen wieder in dem Seminarraum gegangen, um noch offene Fragen zu klären und am Ende haben alle anschließend eine Feedbackrunde gemacht, wo nahezu nur positives zu hören war, viel Lob ausgesprochen wurde und sich viel bedankt wurde.

„Ich kann es sehr stark behaupten, dass das heurige Young-Leadership-Seminar sehr besser und informativer wie letztes Jahr war, da ich letztes Jahr auch dabei war. Die Seminare, die wir besucht haben, waren sehr interessant und diese Informationen kann man auch in normalem Alltagsleben verwenden. Ich freue mich sehr auf diesjährige Gruppe und sehe eine sehr starke Gruppendynamik und auch eine sehr gute Zusammenarbeit.
Ich bin sehr gespannt auf das Bildungsseminar, da wir sehr viele interessante Programmpunkte für den Bunten Abend vorbereitet haben und für viel Unterhaltung gesorgt sein wird.“

Stipi-Sprecher Gul

Alles in allem war das Seminar vom 8. bis 10. Juni ein einzigartiges Erlebnis, welches die Stipi-Sprecher*innen sicherlich nie vergessen werden. Durch dieses Seminar haben die Stipi-Sprecher*innen sich viel besser kennengelernt, und das ist wichtig für ein gutes, funktionsfähiges miteinander Arbeiten. Das Seminar hat den Stipi-Sprecher*innen ebenfalls ermöglicht, als Team zusammenzuwachsen.

Wir möchten uns nochmals bei allen Paten, Landeskoordinatorinnen und Katrin Bernd bedanken, die uns dieses Seminar ermöglicht haben. Wir freuen uns auf einen erfolgreichen Start in den Herbst und wünschen allen schöne Sommerferien.

Kinobesuch mal anders #FEMALE PLEASURE

Am 15. Mai 2019 sind wir ins
Kino gegangen und haben den Dokumentarfilm „#Female Pleasure“ angeschaut. In
diesem Film geht es um das Thema Sexualität und sexuelle Selbstbestimmung von
Frauen.

Fünf mutige Frauen aus
unterschiedlichen Kulturen kämpfen für eine selbstbestimmte weibliche
Sexualität. In vielen Kulturen ist das Thema Sexualität tabuisiert und die
Menschen reden über dieses Thema gar nicht. Außerdem versuchen die Religionen
dieses Thema in vielen Ländern zu tabuisieren. Fünf mutige Frauen brechen das
Tabu und sie wollen, dass die Menschen in der Öffentlichkeit ohne Angst über
das Thema Sexualität reden dürfen.

Eine von ihnen ist
Rokudenshiko aus Japan und sie bricht das Schweigen der Gesellschaft mit ihrer
Kunst. Sie zeichnet ihr Geschlecht und zeigt es in der Öffentlichkeit. Dafür
wird sie in Japan verhaftet, weil sie die Regeln missachtet hat.

Eine weitere Frau aus Indien
geht auf die Straße und redet mit Frauen über das Thema Sexualität. Sie macht
eine eigene Website und schreibt über das männliche und weibliche Geschlecht.
Ihr Ziel ist, dass die Frauen in Indien die Freiheit haben, ohne Angst und
Scham in der Gesellschaft über ihre Sexualität zu reden und um letztlich mehr
Freiheit und Sicherheit zu erlangen. Sie wird deshalb leider von streng
gläubigen Menschen verfolgt.

Leyla Hussein aus Afrika
kämpft gegen die weibliche Genitalverstümmelung. In vielen afrikanischen
Ländern werden die Mädchen beschnitten. Sie leiden während des Beschneidens
unter sehr starkem Schmerzen und sie verlieren sehr viel Blut. Oft verlieren
sie sogar ihr Leben. Leyla Hussein hat es selbst erlebt, wie schmerzhaft es
ist, beschnitten zu werden. Sie redet über dieses Thema mit Frauen und Männern
und sie zeigt sogar den Männern, wie die Frauen beschnitten werden und wie sie
darunter leiden.

Meiner Meinung nach, war der Film für mich sehr traurig und berührend, weil die Frauen in vielen Ländern von Religionen und streng gläubigen Menschen unterdrückt werden. Sie haben nicht die Freiheit, über ihr Leben und ihren Körper selbst zu bestimmen. Für mich sind diese fünf mutigen Frauen Heldinnen und sie sind großartige Vorbilder für die anderen. Obwohl sie von vielen Menschen und ihrer Religion und Kultur (und den damit verbundenen Traditionen) viel Druck bekommen, haben sie nie aufgegeben und haben trotzdem für ihre Rechte bis heute weitergekämpft.

Ein Bericht von START-Stipendiat Shah-Ali

Selbstverteidigung sei gelernt!

Am Samstag, den 11.05, waren wir auf dem
Selbstverteidigungskurs des Kickbox-Vereines Karate+Kickbox-UNION Hard, die
Instruktoren waren Dominik Schuster und Bernd Schäfer. Beide sind Trainer des
Vereines und sehr erfahrene Kursleiter. Der Kurs wurde von zehn Stipendiaten
und Stipendiatinnen besucht und alle waren sehr zufrieden.

Am Anfang wurde die Theorie durchgemacht mit
sehr lehrreichen Beispielen. Das Ganze wurde recht verständlich und einfach
erklärt. Die Kursleiter haben jede Frage der Kursteilnehmer und
Kursteilnehmerinnen souverän und anschaulich beantwortet.  Verschiedene Situationen wurden nachgestellt
und von den Stipendiaten und Stipendiatinnen durchgespielt, dabei wurden die
Fehler aufgedeckt und verbessert.

Nach einer halbstündigen Pause wurde dann der
Praxis-Teil eingeleitet. Hier wurden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dazu
animiert im Notfall Härte zu zeigen. Kurz vor Ende kam dann auch das Highlight
des Kurses und zwar die Stresssituation. Wer näheres dazu erfahren möchte, dem empfehle
ich den Kurs zu besuchen. Als Eigenidee der Kursleiter ist diese Übung einer
der besten Simulationen einer echten Situation, die ich persönlich gesehen
habe.

Abschließend ist zu sagen, dass der Kurs eine Bereicherung für die Stipendiaten und Stipendiatinnen war. Die Kursleiter, Dominik Schuster und Bernd Schäfer, sind sehr kompetente Instruktoren und haben den Kurs verständlich und fachkundig erklärt. Wir haben alle sehr viel Spaß gehabt. Wer sich für den Kurs interessiert, kann sich auf der Homepage des Vereines gerne informieren lassen.

Impressionen der Kursteilnehmer:

„Ist richtig cool gewesen. Der erste Teil war zwar etwas zäh, aber danach war es gut. Ich hatte am Anfang vor dem Stressteil, etwas Angst, aber am Schluss war es sehr lehrreich.“ – Sebastian

„Ich fand den Kurs sehr gut. Es hat wirklich Spaß gemacht und ich habe Sachen gelernt, bei denen ich dachte ‚das kann ich gut im Leben anwenden‘. Mir hat am meisten die Stresssituation gefallen.“ – Lana

„Obwohl ich sehr viel schon wusste, fand ich den Kurs sehr gut. Die Theorie war sehr gut und verständlich erklärt und bei dem Praxis-Teil ist für jeden was dabei. Was ich am interessantesten fand, war die Stresssituation. Mit der Übung konnten wirkliche Konfrontationen sehr gut und realitätsnah simuliert werden. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert der Kurs!“ – Orhan

Ein Bericht von START-Stipendiat, Orhan.

START Vorarlberg im Textsortenkurs

„Deutsche Sprache ist eine schwere Sprache“, aber nicht bei solchen zielstrebigen, wissensdurstigen Leuten wie unsere Stipendiaten, die in voller Überzeugung nach Perfektion streben. Diese Stipendiaten kennen keine Ruhe im Kopf und haben an einem regnerischen Sonntag ihr Deutsch einen Schritt näher zur Perfektion gebracht.

Am 5. Mai haben sich ALLE Stipendiaten aus Vorarlberg pünktlich vor der HLW Schule in Rankweil versammelt um sich mit der Deutsch-Lehrerin Frau Claudia Peter zu treffen und eine kostbare Unterstützung ihrerseits zu empfangen. Das Ziel des Treffes war es, zwei der schwierigen, zur Matura kommenden Textsorten, in den Mittelpunkt zu setzen und sich damit einen ganzen Nachmittag auseinanderzusetzen. Nach einer fairen Abstimmung entschied sich die Mehrheit für zwei Textorten – nämlich für die Erörterung sowie den Leserbrief. Die Lehrerin teilte uns Unterlagen aus, sodass wir zu Hause selbstständig alles in aller Ruhe wieder durchlesen können, damit wir alles Neue wieder abrufen können und dann gut in unseren Köpfen sitzt.

Ghaiath, START Stipendiat: „Schöne Zeiten vergehen zu schnell und ich kann es kaum noch glauben, dass ich über drei Stunden konzentriert hier war und mich in Deutsch am Weiterbilden war. Wir hatten eine sehr angenehme Atmosphäre und hatte auch viel Spaß am Lernen.

Einige Maturanten und andere aus der Gruppe, haben die kommende Woche eine Deutschschularbeit und wollten unbedingt diese Zeit dafür nutzen, das Gelernte umsetzen zu können. Deswegen bekamen wir von der Lehrerin Arbeitsmaterialien.

Ein anderes Feedback von einer Teilnehmerin lautet „Es war wirklich sehr informativ! Ich weiß jetzt viel besser, wie man eine gute Erörterung schreibt. Die Lehrerin hat all unsere Fragen und Unklarheiten im Bezug auf die Themen gedeckt. Ich bin sehr froh diesen Kurs besucht zu haben“.

Im Namen von mir und der START-Familie bedanken wir uns bei Ihnen Frau Claudia Peter dafür, dass Sie sich die Zeit an einem Sonntag genommen haben um unser Wissen zu erweitern und für uns zur Verfügung gestanden sind. Zum Schluss schulden wir auch dem START-Team sowie den START-Unterstützern ein „Dankeschön“ ! Denn ohne Eure Unterstützung wäre dieser Workshop nicht möglich gewesen.

Ein Bericht von START Stipendiat, Ghaiath.

Seminar politische Bildung in Berlin

Wie jedes Jahr fuhren alle START-Österreich Stipendiat*innen die 1 Jahr vor der Matura stehen nach Berlin um an einer Seminarwoche zum Thema politische Bildung teilzunehmen. Hier der ausführliche Bericht:

Tag 1 – Anreise mit Bus, Flugzeug und Bahn nach Berlin

Während die Salzburger Stipis elegant mit der 1.Klasse mit der Bahn nach Berlin fuhren, flogen START-Wien, NÖ, OÖ von Wien Schwechat nach Berlin-Tegel. Die Vorarlberger fuhren mit dem Bus nach Zürich und flogen von dort aus nach Berlin. Für einige Stipendiat*innen war es der erste Flug überhaupt.

Nachdem alle gut angekommen waren, checkten wir in unserem Hostel in der Nähe des Bezirks Prenzlauer Berg ein. Dann gingen wir gemeinsam in Kleingruppen essen und machten uns mit der Umgebung vertraut.

Tag 2 – Thema: Nationalsozialismus

Wir haben als erstes das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besucht. Die 2711 quaderförmigen Beton-Stelen erinnern an die rund 6 Millionen Juden, die unter der Herrschaft Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten ermordet wurden. Hier erfuhren wir nicht nur über die Hintergründe dieses Platzes sondern auch über die Architektur und eigenen Interpretationen des Denkmals. Danach gingen wir hinunter ins Museum und wurden in 2 Gruppen aufgeteilt.

Wir sprachen viel über den Nationalsozialismus, vor allem über den Einmarsch in Polen und über die Vernichtungslager die 1942 erbaut wurden. Wir wurden in kleinere Gruppen aufgeteilt und haben Aufgabenstellungen bekommen, die wir mit Hilfe des Bildmaterials im Museum beantworten mussten.

Nach der Mittagspause gingen wir zum Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung wo uns Sana von den Geschehnissen 1933 berichtete und zur neuen Wache – einer Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Dort erzählte uns Mahdi über die Widerstandsbewegung der Geschwister Scholl.

Anschließend besuchten wir das deutsche historische Museum und sprachen wieder über den Nationalsozialismus, wobei wir mehr auf die Details, wie zum Beispiel die Hitler-Spielzeuge der Kinder, eingingen. Am Abend besuchten wir auch noch das Maxim Gorki Theater und schauten uns „Die Nacht von Lissabon“ an. Das Thema des Theaters spezialisierte sich hauptsächlich auf die Flucht und die emotionale Belastung die dahinter steckt.

Eishah: Ich fand es sehr gut, dass wir nicht nur über Fakten gesprochen haben, wie wir es in der Schule machen, sondern auch zum Beispiel auf familiäre Hintergründe der Juden eingegangen sind.

 

Mehdi: Mir hat vor allem das deutsche historische Museeum gut gefallen, da es Materialen der NS-Zeit zeigte und ich mir somit besser vorstellen konnte, was alles passierte. Von den anderen Programm-Tagen konnte ich mir auch viel Information mitnehmen.

 

Afra: Ich habe schon relativ viel zum Nationalsozialismus in der Schule gemacht und trotzdem konnte ich mir sehr viel neues mitnehmen. Ebenso die Wiederholung von den Sachen, die ich schon gekonnt habe, war für mich hilfreich es mir noch besser einzuprägen. Die Berlin-Reise ist eine tolle Möglichkeit um sich politisch weiterzuentwickeln und hat allen Beteiligten einen großen Spaß gemacht.

Bericht der START-Sbg Stipendiat*innen

Theaterbesuch

Gegen Mittwochabend hatten wir die Möglichkeit das Theaterstück ‚Die Nacht von Lissabon‘ nach dem Roman von Erich Maria Remarque zu besuchen. Selbst in diesem Stück handelte es sich von der Flucht. Eine tragische Geschichte eines Paares, die gegen ihr Schicksal kämpfen und Widerstand zeigen mit der Hoffnung zu Überleben.

Das Theaterstück war für mich eine traurige Geschichte, weil die Paare immer verfolgt wurden und sie haben im Angst gelebt. Das Leben für sie eine große Herausforderung, weil sie immer auf der Flucht waren. wegen dieser Verfolgung konnten sie nicht ein schönes Leben führen. – Shah-Ali

Die ‚Nacht von Lissabon‘ die im Rahmen ein Theaterstück gespielt wurde, war Liebesgeschichte von zwei geliebten die nicht einfach hatten zusammen zu kommen und immer ihnen die steine vor ihren Weg geworfen wurde. Sie hatten nicht so einfach ein schönes Leben zu führen. Allgemein war das Theaterstück für mich sehr interessant und hat mich fasziniert. -Milad

Das Theaterstück zeigt vor allem auch, dass die Menschen damals sehr schwer hatten. Ich persönlich war von dieser Geschichte sehr berührt und hoffe, dass die Gesellschaft endlich es schafft in einer toleranteren Atmosphäre miteinander in Frieden zu leben.  – Nasiba

Auch ich habe das Theaterstück sehr interessant gefunden. Vor allem die Parallelen, die man zu unserer Gesellschaft herstellen kann, haben mich fasziniert. Sicherlich muss man in Österreich (!) keine Angst haben, mit einer Person zusammen zu sein, unabhängig von deren Religion, Geschlecht oder Herkunft. Dass das jedoch so ist, ist absolut nicht selbstverständlich und in anderen Ländern teilweise gar nicht möglich. – Chirin

Ich fand das Stück sehr gut und unterhaltsam, da die Schauspielergruppe nicht nur die Probleme in der Vergangenheit sondern auch die Schwierigkeiten, welche man heute in einer fremde Gesellschaft bzw. Kultur bekommen kann, gut und deutlich dargestellt hat. Iman

Bericht der START-Vbg Stipendiat*innen

Tag 3 – DDR, geteiltes Berlin

Wir haben in der Schule zwar einiges über das geteilte Deutschland gelernt, doch erst als wir am zweiten Vormittag unserer Berlin-Reise die ehemalige DDR Haftanstalt Berlin-Hochschönhausen besuchten, wurde uns die schlimme Menschenrechtslage im Osten bewusst. In der DDR wurden die Bürger mit einer Politik der Angst und Vertrauenslosigkeit regiert. Hier haben wir auch eine Führung von einem Zeitzeugen gemacht. Er hat uns die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR gezeigt. Es war sehr emotional die traurigen Geschichten zu hören.

Am Nachmittag besuchten wir den ehemaligen Flughafen Tempelhof. Seine Architektur ist ein Beispiel der Gigantomanie zur NS Zeit. Es ist aber nicht übertrieben zu sagen, dass er als die „Mutter aller Flughäfen“ gilt. Mit unserer sympathischen Tourguide erkundigten wir die verschieden Facetten dieses Flughafens angefangen von den Zwangsarbeitern, die dieses Gebäude errichten mussten, bis hin zu seiner vitalen Rolle bei der Luftbrücke und schlussendlich zu seiner Schließung 2008.“

Bericht START-OÖ Stipendiat*innen

Alumni - Infoabend

Am Abend besuchten uns 3 START-Alumni, die in Berlin leben und dort studieren oder arbeiten. Sahire Bozkurt und Sonya Puthuparambil (START-Wien) und Luka Prskalo (START-OÖ) informierten über Studieren und Arbeiten in Deutschland. Speziell Luka wurde mit Fragen gelöchert, da er an der Charité in Berlin Medizin studiert. Vielen Dank fürs Zeitnehmen!

Tag 4 – Demokratie und Europa

Donnerstag waren wir beim europäischen Haus. Dort hatten wir die Möglichkeit, die Rolle der Parlamentsmitglieder zu spielen, wo wir eine Diskussionsrunde über Plastikbechern und Umweltverschmutzung durchgeführt haben. Wir hatten viel Spaß beim Rollenspiel. Es war ein wunderbares Erlebnis. Nachher hatten wir Freizeit. Dann hatten wir die Chance, uns mit uns im deutschen Dom mit der Geschichte des Parlaments auseinanderzusetzen. (Khlod)

Am vierten Tag unserer Reise durften wir den deutschen Dom besuchen. Da haben wir uns mit der Funktionsweise des Bundestags beschäftigt und haben die Rolle von „Bundestagsabgeordneten“ übernommen, um einen besseren Überblick zu bekommen, wie Entscheidungen getroffen werden. Außerdem wurden Infos über die Arbeit von Bundestagsabgeordneten, den Gang der Gesetzgebung, den Ablauf einer Sitzungswoche, die Struktur und Sitzordnung im Plenarsaal, die Funktionen der handelnden Parlamentarier sowie den Ablauf einer Plenarsitzung vermittelt.

Mir hat es sehr gefallen, weil ich mich dadurch einen sehr guten Überblick über verschiedene Dinge im Bundestag verschaffen konnte. (Ahmad)

Bericht: START-NÖ Stipendiat*innen

Tag 5 – Abreise

Die ersten, die Berlin verlassen mussten, waren die Salzburger Stipendiat*innen, die mit dem Zug nach Salzburg fuhren. Da in Deutschland der Karfreitag ein Feiertag ist, fuhren die U-Bahnen nur unregelmäßig und es gab dazu noch eine Störung, so dass wir den Zug nur knapp erreichten!

Die restlichen Stipendiat*innen hatten dann ebenfalls mit Verkehrsproblemen zu kämpfen, aber alle kamen rechtzeitig am Flughafen an und kamen gut und wohlbehalten wieder nach Hause.

Berlin wir kommen wieder!

Eine unvergessliche, lehrreiche, aber auch spaßige Reise, mit diese drei Wörter würde ich die Berlinreise 2018/2019 beschreiben. Die Reise war vom ersten- bis zum letzten Tag sehr gut organisiert. Ich danke allen für die Ermöglichung dieser Reise. - Atila Bamyani

Atila

Während der Berlinreise konnte ich nicht nur meine politische Bildung erweitern, sondern auch meinen Freundeskreis. Trotz oft langer Erklärungen und Erzählungen hat man durch die dort besuchten Workshops sowohl die Geschichte Deutschlands, als auch die Funktion des europäischen Unions besser kennengelernt. Unsere Betreuerinnen haben uns tatkräftig unterstützt, sodass wir uns wie zuhause fühlten. Ich hatte dort zahlreiche schöne Momente und Erinnerungen, die ich nie vergessen werde. DANKE START FÜR DIESE TOLLE UND INFORMATIVE REISE!

Jihan

In Berlin haben wir viele Workshops und wichtige Gebäuden besucht. An diese Reise würde ich wieder mit allen Stipendiaten und Stipendiatinnen und Betreuerinnen teilnehmen.

Shehab

Die Berlinreise war für mich von Anfang an schon cool und interessant und die beste Reise mit Stadt bis jetzt, da ich zum ersten mal mit Flugzeug geflogen bin.

Mahdi

Wer ist der Chef: mein Handy, oder ich?

Am Montag, den 15. April besuchten wir den
Workshop ,,Wer ist der Chef: mein Handy oder Ich?”, der Institution SUPRO in
Götzis. Wir haben dort unter anderem viele
neue Fakten über die Handy Nutzung kennengelernt. Wir haben uns auch über die
Definition von Sucht näher beschäftigt, was auch
dazu geführt hat, uns selbst zu fragen, ob wir süchtig sind oder nicht.
Außerdem haben wir uns gegenseitig geholfen, um zu wissen, wie wir unseren
Handy Konsum verringern könnten und wie wir quasi unsere Nutzung besser kontrollieren
können. Zum Schluss haben wir das Spiel „Kahoot“ über die Handy Nutzung
gespielt. Die Ergebnisse waren unerwartet. 

START-Stipendiat Ibrahem gab folgendes
Feedback: „Also ich fand den Workshop sehr interessant und man hat schon
teilweise einen Plan bekommen wie man vermeidet, dass das Handy
uns kontrolliert. Was auch sehr spannend war,
war die Information, wie man ein starkes Passwort erstellt.“

Und START-Stipendiat Franciszek meinte:
„Der Workshop hat mir sehr gut gefallen! Es war interessant herauszufinden,
welche online Plattformen Jugendliche am meisten benutzen und was man gegen
Sucht machen kann, falls es soweit kommt.“

Wir danken Kursleiterin Nadine für
diesen informativen und interessanten Workshop!

Ein Bericht von START-Stipendiatin
Maryan