Mach mal Pause!

Bei START-Vorarlberg gab es am 5.Jänner 2021 einen tollen und sehr hilfreichen Online-Workshop über Zoom: „Stressfrei und gesund durch den Corona-Winter“. Es ging darum, wie man durch Atem den Stress abbauen kann und gleichzeitig eine positive Selbstbeeinflussung erhöhen kann. Der Workshop war von 15 Uhr bis 18 Uhr, und wir haben dazwischen auch eine kleine Pause gemacht.

Am Anfang hat uns die Trainerin, Melanie Herbe, begrüßt und wir haben ein bisschen über die Bedeutung des Atmens geredet. Gerade wegen der oft geforderten Maskenpflicht auf Grund der Corona-Pandemie, haben manche StipendiatInnen gesagt, dass sie durch  diesen Masken schlecht atmen können. Und genau dazu haben wir gute Atemübungen gelernt. Nach dieser Übung fühlte sich jeder von uns anders. Manche müde, mache ganz wach und manche entspannt.

Wir haben auch weitere Übungen gemacht, wie zum Beispiel Laufbewegungen, Beinübungen und Übungen für den ganzen Körper. Und immer nach jeder Übung fühlten wir, wie unser Atem immer besser wurde. Wir fühlten uns konzentrierter und entspannter.

Was viele von uns auch gut und lustig fanden, war der Musiktanz am Ende. Hier haben wir verschiedene Übungen mit den Füßen und den Beinen gemacht.

Der Workshop war sehr wichtig für uns. Vor allem in diesen Zeiten soll jeder von uns wissen, wie man richtig atmet, denn der Atem ist ein Schlüssel für unserer Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere Lebenskraft.

Hier noch ein paar Feedbacks über den Workshop:

Hadel: „Es hat mir gut gefallen! Entspann Übungen waren sehr cool. Ich konnte die Ruhe spüren. Die Musik, die wir gehört haben als wir getanzt haben, war sehr schön.“

Sebastian: „Es war ein echt cooler Workshop. Es ist wichtig, wie vor allem in Zeiten wie diesen, sich etwas Entspannung zu holen. Das richtige Atmen hilft uns zu beruhigen und dem Stress loszuwerden.“

Franio: „Ich fand den Workshop sehr entspannend und energiegebend. Am meisten gefielen mir die Atemübungen, man hat sich auf den Atem konzentriert und in den eigenen Körper hineinspüren können. Eine angenehme Erfahrung insgesamt, der Workshop ist auf jeden Fall zu empfehlen.“

Ein Bericht von Stipendiatin Midia

Verschwörungstheorien & Fake News

Am Sonntag, den 20.12.2020 veranstaltete Silja den Workshop Verschwörungstheorien und Fake News für uns, an dem sich die START-OÖ-Stipendiaten mit großem Interesse beteiligten.

Den Workshop starteten wir mit einer Definitionserklärung der Begriffe Verschwörungstheorie und -mythos. Daraufhin durften wir uns gleich in dreier Gruppen begeben, um jeweils über einen Coronamythos und einen coronaunabhängigen Verschwörungsmythos zu recherchieren. Anschließend daran diskutierten wir über die recherchierten Verschwörungsmythen. Diese beinhalteten Themen wie zum Beispiel Area51, Event201, die Coronaimpfung oder Bill Gates.

Nach einer stärkenden Mittagspause sahen wir uns zwei Videos an. Das erste umfasste eine allgemeine Erklärung des bereits Besprochenen und das zweite stellte das Gespräch zwischen dem Moderator und einem Verschwörungstheoretiker, der glaubt, dass die Erde flach ist. Die Psychologie dahinter ist, dass man sich so einfach von seiner eigenen Filterblase beeinflussen und manipulieren lassen kann. Die Filterblase ist ein Phänomen, bei dem einem ständig gleiche Themen angezeigt werden (Suchmaschine, soziale Medien), sodass sich die Meinungsbildung in nur eine Richtung bewegt und andere Perspektiven nicht akzeptiert werden.

Schlussendlich haben wir von der Workshopleiterin einige Tipps erhalten, um uns vor solchen Angelegenheiten zu schützen. Dazu zählen zum Beispiel:

+ Informationen von mehreren Quellen einholen
+ FaktenChecker verwenden
+ Cookies laufend löschen
+ Mehr Gespräche mit Leuten führen, die andere Meinungen vertreten
+ Überprüfen, ob ein Impressum angegeben ist

Wir bedanken uns bei unserer Workshopleiterin Silja und START für den informativen und hilfreichen Workshop!“

Ein Bericht von den Stipendiatinnen Viola und Irma.

Deutsch Lernnachmittag START-Vorarlberg

Dank Nadine Franz, unsere Deutsch Workshop-Leiterin, wissen einige Vorarlberger-Stipis nun mehr über das umstrittene Thema Abtreibung.

Fragen wie: wann eine Abtreibung straflos ist; was der Ansatz des Philosophen Peter Sing ist… Auch andere Fragen wurden ausführlich im Workshop erwähnt und diskutiert, anhand eines komplexen Textes.

Im Anschluss des Workshops konnten wir eine kleine Reflexion zum Thema schreiben und an Nadine schicken. Auf diese Art und Weise konnten wir unsere Sprechfähigkeiten sowie Deutschkenntnisse auf einen anderen Level bringen.

START-Stipendiatin Shirin meinte: ,,Ich fand den heutigen Workshop sehr spannend. Es ging um Abtreibung, was mich persönlich sehr interessiert. Wir haben alle miteinander diskutiert und hatten ein schönes Gespräch miteinander.‘‘

START-Stipendiat Ibrahem: ,,Es war sehr gut, ich habe das Thema Abtreibung besser verstehen können.‘‘

Ein Bericht von Stipendiatin Maryan

Eine Reise in die Sammlung Batliner – Monet bis Picasso.

Am letzten Freitagnachmittag haben die Wiener Stipendiat*innen an der online Führung4 Kunstvermittlung von der Albertina teilgenommen. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Hauses, startete die virtuelle Reise in den Prunkräumen des Museums, wo sich auch die „Mona Lisa“ der Albertina, der weltberühmte Feldhase von Albrecht Dürer, befindet.

Seit 1850 besteht eine Änderung der Malerei, die vom Realismus durch die Nutzung der Kamera abgekommen ist, welche Momentaufnahmen vereinfachte. Die Fotografie hätte das Ende der Malerei bedeuten können, dennoch entstanden neue Malweisen. Die Sammlung vom Ehepaar Batliner beinhaltet einer der bedeutendsten Werke der europäischen Malerei bis hin zur Klassischen Moderne. Eines dieser Werke ist Der Seerosenteich von Claude Monet, welches wir uns einer genaueren Betrachtung unterzogen haben. Monet wechselte seinen Arbeitsort, nahm seine Ölfarben in Tuben mit zur Natur ―  zum eigentlichen Geschehen, das unüblich zu seiner Zeit war. Das Werk Der Seerosenteich ist innerhalb von drei Stunden auf einer über ein Meter großen Leinwand entstanden, welche mit Lichtverhältnissen und Farbverläufen spielt, um einen Eindruck der Wirklichkeit zu erwecken.

Unsere fachkundige Führung, Nadja, bewegte uns ins nächste Zimmer und somit auch weiter in eine Zeit, in der wir die Gelegenheit hatten uns ein Werk von Paul Signac betrachten zu dürfen. Dieser nutzte das Festhalten des Momentes durch die Fotografie und folgte nicht so ganz der impressionistischen Malweise, in dem er nur mit den Grundfarben malte. Stattdessen nutzte er das Farbphänomen in der Optik und malte mit Mischfarben mosaikartige Momentbilder, das uns an Pixel erinnert. Diese neue Technik setzte den Beginn des Neoimpressionismus.

In weiterer Folge betrachteten wir uns eine expressionistische Arbeit von Amedeo Modigliani, ein weiblicher Halbakt, worin die Farben auf blau und grau reduziert sind. Wir erfuhren, dass der Maler aufgrund seiner schwierigen Kindheit unter einer psychischen Krankheit litt, welche sich in seiner Kunst wiederspiegelt. Die Muse in dem Bild war auch seine Partnerin, eine Prostituierte.

Im nächsten Raum durften wir eine Künstlerin kennenlernen, die leider zu ihrer Zeit und der Heutigen keine besondere Bekanntheit erlangte ― Marianne von Werefkin. Sie hingegen benutzte kräftige und fließende Farben. So wurde uns mitgeteilt, dass zur damaligen Zeit eine Diskrepanz in der Bepreisung der Kunstwerke von Männern und Frauen bestand.

Der krönende und zum Teil verwirrende Abschluss der Führung war ein Werk Picassos. Wir betrachteten uns ein kubistisches Spätwerk von ihm. Der Torso und das Gesicht sind von allen Seiten präsentiert und wir haben dank interaktiver Technik über die verschiedenen Perspektiven besprechen können. Das Werk entstand im Jahr 1947, geprägt von der Nachkriegszeit ―  das performative und die Reduktion wurden nicht gut aufgenommen. Gegen dem Ende meinte Mostafa, „Jetzt habe ich Picasso verstanden.“

Wir beendeten unsere Führung mit einer Feedbackrunde und den folgenden Statements:

Der Workshop war für mich sehr informativ und die Dame hat sehr deutlich gesprochen, aber leider wollte ich gerne die Bilder von der Nähe sehen 🙂 – Esmatullah

Die Online-Führung durch das Albertina Museum war für mich sehr spannend, beeindruckend und informativ. Früher habe ich mich nicht wirklich für Kunst interessiert. Aber als ich beim Workshop die Werke von Claude Monet, Paul Signac und Pablo Picasso gesehen habe, hat das mein Interesse an Kunst geweckt. Auch die Möglichkeit der Technik, dass die Workshopleiterin  uns das ganze Museum online gezeigt hat, hat mich sehr beeindruckt. Ich möchte unbedingt noch einen Workshop vor Ort im Museum Albertina besuchen. Danke für dieses tolle Angebot. – Abbas

Plaudereispecial mit Katrin und Lina

Kurz vor den Winterferien fand ein digitales Zusammentreffen mit ein paar Wiener Stipendiat*innen, Katrin und Lina statt. Ein entspannter und anregender Austausch zwischen allen Beteiligten, wonach wir gemeinsam mit neuen Impulsen und Ideen den Abend ausklingen haben lassen.

Aufgrund den Covid-19 Hygienemaßnahmen haben wir einige unserer Stipendiat*innen seit längerem nicht mehr in unseren Büroräumlichkeiten antreffen oder bei Workshops persönlich betreuen können. Aus diesem Anlass haben wir eine online Gesprächsrunde wie bereits im Frühjahr organisiert und waren sehr erfreut, dass sich einige freiwillig an einem Donnerstagabend blicken ließen trotz der vielen Unterrichtseinheiten und Aufgaben, die derzeit ohnehin nur online stattfinden. Als sich die einzelnen Kamerafenster öffneten, hatten wir überraschende Bildkacheln mit neuen Looks und den jeweiligen Geschichten dazu. Zum Aufwärmen in das „Plaudereispecial“ mit Katrin und Lina, haben wir einleitend mit einem Namensquiz gestartet und erfreulich feststellen dürfen, dass die Stipendiat*innen auch nach einem längeren Wiedersehen die Namen nicht vergessen hatten.

Nach einem kurzen Check-In, wie es den Anwesenden in der Schule und mit dem „Distance-Learning“ geht, schnappte Rawina das Thema auf und erzählte uns von ihrem ZIB2 – Interview mit der folgenden Aussage: „Wenn meine Geschwister und ich alle im selben Raum sind, dann wird es manchmal stressig, aber wir kriegen das gut hin und teilen uns ein.“1

Da wir uns nicht all zu lange mit der Thematik zum Schulalltag aufhalten wollten, landeten wir bei den Shoppinggelüsten von den Stipendiat*innen am „Black Friday“ und die daraus resultierenden Gesprächsfäden. Zum einem unterhielten wir uns über die jeweiligen Vor – und Nachteile einiger Produkten, die am „Black Friday“ verkauft werden sowie auch über die Plattformen, auf welchen diese veräußert werden. Dabei gestand sich fast jeder ein dem Konsumrausch zu unterliegen. Von Siham erfuhren wir jedoch, dass sie dieses Jahr besonders darauf achtet weniger zu konsumieren, da ihr die damit verbundenen kapitalistischen und Umweltaspekte von großer Bedeutung sind.

Nach der regen Diskussion verabschiedeten wir uns, geladen mit neuen Gesprächsthemen für die Winterferien von denen ihr in wenigen Wochen erfahren werdet.

 

1„ZIB2 am Sonntag | 21.50 Uhr“. Peter Babutzky. Rawina Sahak. ORF TV THEK. Wien, So, 6.12.2020, 09:41 min. Video.

Online-Lernathon bei START Vorarlberg

Im Homeschooling  fällt es uns oftmals schwer, alleine von zuhause alle Arbeitsaufträge zu erledigen und ohne viele Erklärungen vom Lehrern unsere Aufgaben zu machen. Es fällt uns schwer, uns zu motivieren und den Tag zu planen. Daher haben wir uns zu einem virtuellen Lernathon mit Sandra getroffen, um gemeinsam zu lernen und uns auszutauschen. Dabei haben wir wertvolle Tipps von Sandra bekommen, wie wir unseren Schulalltag zuhause besser organisieren können.

Was ist ein Lernathon?
Ein Lernathon besteht aus gemeinsam definierten Arbeitsphasen und Pausen. Zuerst mussten wir unsere To-Do’s aufsagen, die wir an diesem Nachmittag erledigen wollten. Diese wurde von Sandra notiert und für alle sichtbar gemacht. So konnten wir im Auge behalten, welche Aufgaben wir noch zu erledigen hatten. Wer nicht wusste, welche Aufgabe zuerst gemacht werden sollte, konnte dies mit Sandra im Warteraum besprechen. So beschäftigte sich Masouma mit der Biologie-Hausaufgabe, Ibrahem mit Geschichte, Rima mit Psychologie, Midia mit Französisch und ich hatte an diesem Tag bereits alle Aufgaben für die Schule erledigt. Sandra hat mir vorgeschlagen, eine Runde spazieren zu gehen, was ich auch gemacht habe und mir gut gefallen hat. Nach einer Stunde trafen wir uns wieder, um zu besprechen, wie es uns ergangen ist. Nach einer 10-minütigen Pause ging es in die zweite Arbeitsphase. Zum Schluss trafen wir uns wieder, um zu schauen, wie weit wir mit unseren Arbeitsaufträgen gekommen sind. Wir waren uns alle einig, dass die Motivation durch das gemeinsame Lernen deutlich gestiegen ist und der Zeitrahmen sehr hilfreich war, um konzentriert und ohne Ablenkungen die Hausaufgaben zu erledigen.

Vielen Dank Sandra, dass du in dieser besonderen Zeit immer für uns da bist!

Bericht von Shirin