Kunstprojekt: „Wir sind die Zukunft“ mit Soso – Teil I

Am vergangenen Samstag, 20.02.2021, fand der Kunstworkshop mit START-OÖ Alumna, Soritta Kim, statt.  Es wurde in zwei gruppen aufgeteilt. In Teil I dieses Workshops hat uns Soritta aka Soso gezeigt, dass jeder ein Portrait zeichnen kann. Mithilfe von Level 1 und 2 wurden den Stipis gezeigt, wie sie einzelne Körperteile zeichnen können.  In Teil II von diesem Workshop, dass in den nächsten Wochen stattfinden wird, erfahren wir mehr, was das Endresultat von diesem Kunstprojekt sein wird.

Unsere Stipis waren enorm begeistert von diesem Workshop und manche haben für sich ein neues Hobby gefunden: 

Ich bin von dem gestrigen Workshop sehr begeistert. Ich habe gar keine Erfahrungen gehabt im Thema Zeichnen. Ich schaue mir gerne Bilder an und bin auch gerne im Museum und auch in Ausstellungen. Jedoch habe ich die Malerei immer nur theoretisch betrachtet und habe nie gedacht, dass ich zeichnen könnte. Der Workshop war sehr gut gestaltet, wir wurden Schritt für Schritt betreut. Am Ende war ich schockiert von mir selbst, dass ich es hinbekommen habe, ein Porträt zu zeichnen. Danke Soso vielmals, weil du mir das Zeichnen auch praktisch gezeigt hast! Vielen Dank Start für die Organisation dieses tollen Workshops!- Banan

Früher habe ich mir immer gedacht, Zeichnen ist nicht mein Ding und es hat mich auch nicht interessiert. Aber doch der Kunstprojekt-Workshop fand ich sehr interessant und spannend. Ich habe mega Spaß gehabt und
meine Interesse an Zeichnen erhöht. Danke für das tolles Angebot und bedanke mich auch bei Soso für den
tollen Workshop. – Abbas

Beim Workshop bin ich drauf gekommen, dass ich keine Kreise zeichnen kann, aber trotzdem durch Sosos Hilfe könnte ich hübsches Mädel zeichnen kann, war sehr schön, wie Soso uns Schritt zu Schritt gezeigt hat.
Es war wirklich lustig, ich musste nur sagen die Augen oder die Nase oder die Ohren meines Mädels sind komisch und Soso hat dann sofort regiert, schon vom ersten Blick hat sie gewusst, was an meinem Zeichnen
nicht stimmt, sie war sehr lieb und es hat mir Spaß gemacht.- Asmaa

Ich fand den Workshop richtig cool. Eigentlich habe ich etwas anderes wie z.B. mehr Theorie erwartet, aber ich war froh, dass es nicht so war. Mir hat der Workshop sehr viel Spaß gemacht, weil ich in meiner Freizeit
auch zeichne. Vereinfachte Portraits zu zeichnen ist so simple Dank liebe Soso.- Sahar

Ich bin jemand, der gerne zeichnen würde, aber kann es leider nicht und das denkt bestimmt fast jeder aber mit Soso war es anders. Wir haben dort Einzelheiten gelernt, die beim Zeichnen nötig sind, die uns aber von niemandem beigebracht wurde. Ich persönlich habe einige Sachen gelernt, die ich jetzt öfters in meinen Zeichnungen einsetzen werde. Vielen Dank an Soso. – Yusuf

Im Zeichen-Workshop von Soso habe ich zum ersten Mal probiert ein Portrait zu zeichnen. Soso war so toll und hat uns gezeigt wie man richtig ein Portrait zeichnen kann. Ich hatte viel Spaß daran und am Ende hat mein Portrait mich wirklich fasziniert. Ich konnte kaum glauben, dass ich es gezeichnet habe. Soso ist sehr lieb und ich wünsche ihr viel Erfolg im weiteren Leben. – Hamid

Ich habe gelernt wie man leicht zeichnen kann und wie man ein Bild vorstellen kann. Außerdem, Ich zeichnen zum ersten Mal und was ich gezeichnet habe war nicht schlecht. – Ammar

Hallo, der Wokrshop war wirklich sehr interessant. Ich kann nicht so gut zeichnen aber ich habe mir Mühe gegeben, das Beste daraus zu machen. Soso hat auch alles super erklärt. – Milad

Ich fand es meeega toll und würd immer wieder bei dem workshop teilnehmen, ich habe auch gelernt wie man richtig zeichnet. Ich bin normalerweise schlecht in Portraits zeichnen und mit Soso konnte ich lernen wie man
sowas macht. – Anni

Ich konnte mir nie vorstellen, so schöne Werke zu erstellen. Soso hat es ermöglicht, in mir die Künstlerin herauszubringen. Ich bin jetzt der Meinung, dass jeder zeichnen kann, wenn man die Mühe gibt und richtige Lehrerin dafür hat. – Jasmeet 

Gruppe 1
Gruppe 2

Kunstprojekt: Express Yourself With Poetry, Chapter II

Economics or Life?
we have to deal with
low incomes and recession
not to mention
wage gaps and depressions
yet everything seems to be tolerated
but why?
‘oh it’s so complicated!!’

we are all equal
we are all the same
but in reality it’s the GDP
that’s how they define your name

And still,
at the end of the day I ask myself
what’s more important: economics or life?
equal opportunity or monopoly of rights?

Normalerweise interessiere ich mich gar nicht für literarische Sachen, aber heute hat es sehr viel Spaß gemacht! Wir haben gelernt was Poetry Slam ist und wie es aufgebaut und geschrieben wird. Außerdem haben wir uns sehr emotionale und mächtige Beispiele von Poetry Slamers angeschaut, die sehr wichtige Themen angesprochen haben wie zum Beispiel Feminismus und Rassismus. -Nuaar


„Ohne Titel“ (ein Auszug)
Ich bin reich an Namen
Namen, die mich definieren sind eine Illusion für andere
Mein Name ist Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Abenteuerlichkeit, Kreativität, Vielfalt und und und..
Ein Ende herrscht hier nicht
Ich bin ebenso reich an zugeschriebenen Namen
Auf der Straße ist mein Name die Unterdrückte
In der Schule die Unmündige
Und in der U-Bahn die Fetzten Trägerin
Bist du auch so reich an Namen und Eigenschaften, die dir zugeschrieben werden?

Ich fand den Poetry Slam Workshop mit Betül echt amüsant und interaktiv gestaltet. Ich persönlich habe mich nie getraut ein Gedicht zu schreiben, da ich mich in dem Bereich zu wenig auskenne, aber heute durfte ich mehr dazu lernen sowie Beispiele anhören. Außerdem sind die Diskussionen zwischendurch sehr gut und angenehm gewesen. -Mariam


Express yourself with poetry war für mich sehr interessant. Ich habe verstanden wie man Ideen sammeln kann und wie man mit Gefühle schreiben kann. Ich habe auch verstanden, dass ein Text laut zu lesen ist sehr wichtig. -Ammar


„Leer“ (ein Auszug)
Heute bin ich leer,
Wie ein Blatt Papier.
Die Farben sind verschwunden,
Übrig nur einige Wunden.

An dem Tag ging es mir nicht sehr gut. Dennoch fühlte ich mich wirklich in einem safe space mit Betül und anderen Teilnehmern. Wir schauten sehr viele Videos, die als Hilfsmittel zum dichten gedacht sind, wir schauten aber auch verschiedene Poetry Slams, welches mein Lieblingsteil vom Workshop war. -Sahar


Der Workshop war sehr interessant. Obwohl mir Dichtung schon bekannt war, habe ich sehr viel Neues mitnehmen können, vor allem auch von ihrer Leidenschaft zur Dichtung. -Zahra


„Das Leben… in meinem Kopf“
In meinem Kopf
Fragen über Fragen
Ob alles zusammenhängt, lässt sich schwer erraten
Im Zentrum ist die Zukunft
Ein Resultat der Gegenwart und die Vergangenheit
Diese sind eine Gelegenheit
Über Reichtum und Glück oder Schule und Erfolg zu reflektieren
Ob sie zusammenagieren?

All dies verschönert durch die dämliche, schmerzvolle Liebe
Gesteuert durch die Wirtschaft und ihre Diebe
Gestärkt durch die Politik mit ihren Lobbys
Und lauter Politiker ohne Hobbys

Ob Technik und Veränderung die Lösung sind?
Oder das Gegenteil?
Das ist ein weiteres fehlendes Puzzleteil

Zum Glück gibt es die Familie, die zwar manches schwerer macht
Aber unverzichtbar scheint

Ob zwischen all dem eine Verbindung bestünde?
Ist die Frage der Stunde
Oder die Antwort?
Das ist das Leben

Ich fand den heutigen Workshop absolut interessant. Ich habe eine neue Art gelernt, mich selber und meine Gefühle künstlerisch und sprachlich gut ausdrücken zu können. Ich konnte das Poetry Slam näher kennenlernen. Außerdem führten wir eine sehr interessante Diskussion über Gesellschaft, Feminismus, Gleichberechtigung, Rassismus und Schönheitsideale. Die chillige und amüsante Art von Betül hat den 4-stündigen Onlineworkshop erleichtert. Ich konnte ein in mir verstecktes Talent entdecken und habe am Ende des Workshops ein schönes Gedicht geschrieben. Ein lehrreiches Workshop. -Omran


Erstmals möchte ich mich bedanken, dass dieser Workshop organisiert wurde. Der Workshop war herausragend. Ich habe viele neue Sachen über Gedichte gelernt und in diesem Workshop sind auch sehr interessante Diskussionen entstanden. Es war ein informativer Workshop.  -Milad


Der Workshop war sehr hilfreich für mich und hat mir einen Einblick in die Welt der Poesie erschafft. Doch sind eine paar Diskussionen offen geblieben, die wir sehr gerne mit Betül, wenn es möglich ist zu Ende bringen wollen. Im großen und ganzen war der Workshop ziemlich unterhaltsam. Ich empfehle es jeden weiter, der Schreiben liebt. Es hat uns ermöglicht unsere Gefühle zu ausdrücken. -Yusuf


Wir möchten uns bei unserer Kunstprojektleitung Betül Tomakin, START-Alumna & Fellow bei Teach for Austria, sehr herzlich für diesen Workshop bedanken! Wir haben uns viel Inspiration mitgenommen und werden bestimmt unsere Gedanken zukünftig dichtend wiedergeben.

Kunstprojekt: Express Yourself With Poetry, Chapter I

„Es ist nicht genug“
Es ist nicht genug zu wissen
Du musst auch lernen
Es ist nicht genug zu wollen
Du musst auch üben und können
Es ist nicht genug über deine Ziele zu erzählen
Du musst sie auch erreichen
Es ist nicht es von dir zu hören
Du musst es auch zeigen und anwenden

Gedichte zu lesen und auswendig zu lernen, ist mein Hobby, trotz der Liebe, die ich zu Gedichte habe, habe ich vorher nicht versucht mein Eigenes zu schreiben. START hat mir ermöglicht eine tolle Workshop zu besuchen. In dem ich verschiedene Arten der Gedichte gelernt habe, dazu Tipps, um mir zu helfen, mein eigenes Gedicht zu schreiben. Der Workshop war sehr motivierend und voller Energie, außerdem die Themen der Gedichte, die wir diskutiert haben, waren sehr anspruchsvoll. -Asmaa


„Ohne Titel“ (ein Auszug)
Dein Lächeln ist mir alles
Dein Dasein ist mir alles
Du existierst und so existiere ich

Mir hat der Workshop sehr gut gefallen, denn es war sehr lehrreich und ich konnte mein Wissen im Bereich Poesie erfrischen, und auch dieses verbessern. Nach dem Workshop konnte ich mein Gefühle in Wörtern besser umwandeln. Und diese Wörter klingen jetzt auch noch besser. Und auch fand ich die Workshopsleiterin sehr sympathisch. Sie hat Ihre Bestens gegeben, um den Workshop lebendiger zu halten. Für so wenige Zeit habe ich vieles von ihr gelernt. Danke für alles liebe Betül. 🙂 -Sakaria


Das Workshop war eine wirklich gute Möglichkeit wieder zu schreiben und auch die Art, die Leidenschaft der Moderatorin hat mich wirklich motiviert etwas zu schreiben. Ein Safe Space hat sie super gut kreiert, deshalb haben sich auch alle wohlgefühlt ihre slams vorzustellen und dass war super cool! Was wir alle in 10min zu Stande gebracht haben, ich bin immer noch absolut beeindruckt von den anderen Stipis, bin mir absolut sicher, dass eine oder die andere sicherlich irgendwann, etwas in die Richtung machen wird! -Sihaam


„Zusammenhalt und Menschlichkeit“
Unsere Welt ist verloren
Die Menschen sind verdorben
Das Geld regiert die Welt
Die Reichen dirigieren diese Welt
Die Armen leiden und reichen ihre Hände nach Hilfe
jedoch die Reiche meiden diese Bitte
Wir versprechen uns Zusammenhalt und Menschlichkeit
Doch setzen es nicht um, wir machen uns etwas vor
und all die schlimmen Ereignisse bekommen wir auch zu Ohr
Solidarität ist gefragt, denn nur so bekämpfen wir das Leid
somit sorgen wir für mehr Menschlichkeit

Der Workshop „Express yourself with poetry“ mit Betül Tomakin war sehr amüsant und interessant. Davor hatte ich mich nicht mit Gedichten auseinandergesetzt, da sie mich nie wirklich interessiert haben. Heuer in der Schule hatten wir welche gelesen, aber das war es dann auch. Jedoch habe ich gestern herausgefunden, dass es sehr viele Möglichkeiten und Stilmittel gibt, wie man Gedichte schreiben kann. Ich selber bevorzuge es, wenn viele Reime verwendet werden, sowie eine gute Message vermittelt wird. Am Ende des Workshops haben wir auch eines selber geschrieben. Anfangs dachte ich mir, das es schwer sein wird, aber im laufe der Vorbereitungszeit habe ich mich sehr gut geschlagen. -Eray


Gestern war eine tolle Erfahrung. Vorher habe ich mir immer gedacht, dass das Gedicht zu schreiben etwas Unmögliches für mich ist und dass ich keine Fähigkeit dafür habe. Aber gestern habe ich bemerkt, dass es kein richtig oder falsch bei dem Gedicht zu schreiben gibt, und man seine Vorstellung, wie weit er/sie möchtet, benutzen kann. Vor allem waren die Schritten beim Schreiben sehr hilfreich für mich. Ich habe mich nicht verloren gefühlt. Deswegen, Danke dass ihr uns so eine Möglichkeit ermöglicht habt. Ich bin sehr dankbar dafür. -Seymanur


„Personifikation des Krieges“ (ein Auszug)
Der Krieg hat keine Identität
Er schafft nur Unordnung
Vielleicht ist die Anarchie seine Identität
Der Krieg ist unfähig
Er kann gar nichts, außer Seelen wegnehmen
Wäre der Krieg ein Mann, hätte ich ihm seine Seele weggenommen

Der Workshop „Poetry“ war sehr inspirierend und hilfreich. Ich habe in der letzten Zeit teilweise aufgehört Gedichte zu schreiben. Nach diesem Workshop kann ich mich besser darauf konzentrieren. Mit Hilfe der 5 Schritte, die die Trainerin Betül uns gezeigt hat, beginne ich wieder zu schreiben. Das hat mich sehr gefreut und ich habe sehr viele Ideen, die ich während meinem Schreibprozess berücksichtigen werde. Ich danke Betül für diesen Workshop sehr! -Banan

Ich fand den Workshop richtig interessant, da ich null Ahnung von Gedichte hatte und uns wurde so gut erklärt, wie man ein Gedicht schreibt oder über was man alles schreiben kann und wie man das schreibt. Am schönsten fand ich als wir selbst Gedichte geschrieben haben und es dann vorgelesen haben. Da kamen sehr viele schöne Gedichte raus, wo ich mit den Gedichten mitgefühlt habe. Der Workshop war wieder mal richtig schön gestaltet, was mir richtig gut gefällt und ich so am besten was dazulerne und es mir merke. -Anni

Wir möchten uns bei unserer Kunstprojektleitung Betül Tomakin, START-Alumna & Fellow bei Teach for Austria, sehr herzlich für diesen Workshop bedanken! Wir haben uns viel Inspiration mitgenommen und werden bestimmt unsere Gedanken zukünftig dichtend wiedergeben.

Kunstprojekt: Objekte erzählen

Im Rahmen des START-Wien Kunstprojekts das heuer mit vielen unterschiedlichen Workshops zu den unterschiedlichsten Kunstformen stattfindet, fand knapp nach Weihnachten die Workshops: Objekte erzählen mit START-Alumna, Künstlerin und Autorin Luna Al-Mousli statt.

Objekte erzählen – Online Workshop

„Wir sind umgeben von Erinnerungen. Manche an die wir uns erinnern, andere die tief versteckt sind. Wir fangen diese Erinnerungen in Objekte ein, die wir über die Jahre gesammelt haben,: Fotos, Postkarten, Dinge die wir aufhängen oder in Regalen.“

Vielen Dank an Luna für die spannenden Workshops!

Hier können Sie 3 Texte nachlesen, die während der Workshops entstanden sind:

Jasmin

Ich weiß, das klingt frech und abgehoben.
Aber ich bin mir sicher, ich sehe sehr schön aus. Genauso rieche ich außerdem.
Als Bestätigung dafür gelten seine Gespräche mit dem Mond auf dem Balkon, wo ich übrigens die ganze Zeit wohne.

Ich weiß, das klingt dumm und sinnlos.
Aber ich bin eifersüchtig. Nur manchmal.
Dafür kann ich aber nichts, wenn er meine Nachbarn auch mag und um Gottes Willen auch isst. Nur dass er sie isst, ist ja vorteilhaft für mich, da mir das Rosmarin schon langsam auf den Stängel geht.

Ich war mit ihm immer da in diesem Land.
Jetzt in Wien und ursprünglich in der Steiermark, wo ich ihn zum ersten Mal traf, als mich eine nette, hilfsbereite Dame seinem Vater schenkte, weil er meine Art verehrt und liebt. Das ist sogar verständlich, denn ich bin eine schöne Erinnerung und eine feste Verbindung zu seiner Heimat. Auch wenn Omrans Verbindung zur Heimat nicht die stärkste ist, gibt es diese aber.

Neben Heimat zählt die Verbindung zur Familie auch zu meinen besonderen Eigenschaften. Meinen Namen tragen Personen, die er mag. Dies erinnert ihn an andere Personen, die er über alles liebhat.

Alles schön und gut, aber auch äußerst langweilig.
Ich meine, wer bitte gibt Jasmin in einem Plastikeimer rein. Ich bin ein Klettergehölz und brauche Freiheit und Natur.
Ich will nicht jämmerlich klingen, aber ohne den Mond, der mich von meiner Langeweile mit netten Gesprächen rettet, wäre ich nicht sonderlich grün in diesem kalten Winter.

Omran Almasri

Ein Objekt, tausende Erinnerungen

 Ich war ein ganz wichtiger Bestandteil von seinem Alltag, mit mir konnte er eine sowohl wichtige als auch unterhaltsame Kindheitsphase erschaffen. Denn er verbindet mich mit vielen Geschichten, meistens traurige, aber vor allem verbindet er mich mit seinen alten vermissten Freunden, besonders denen, die aus seiner Gasse oder generell Nachbarn waren. Und immer, wenn er mich nur anschaut, erinnert er sich direkt an seine Heimat, wonach er sich so sehr sehnt und wovon er immerhin träumt.

Tagtäglich war er  daran gewöhnt, mit mir und seinen Freunden in der Nachbarschaft zu spielen. Nicht nur mit mir, sondern auch mit meinen Freunden und Bekannten, die immer mehr wurden, hat er auch gespielt, weil er die Sammlung von uns stets angestrebt hat, wobei er immer wieder andere gewann. Wir waren seine einzige Unterhaltung, realisierte er später, denn er hat mit uns vor der Schule, nach der Schule, auch manchmal in der Schule gespielt, also fast die ganze Zeit. Und obwohl wir klein waren, konnten wir ihn von den alten Kriegszeiten ablenken und ihm hingegen viel Spaß und Freude bereiten. Ich wohne aber jetzt in einer Tasse, in seinem Regal, worein er tagtäglich hinschaut aber mich leider selten erblickt, und den Rest schenkte er seiner Tante zum Dekorieren seiner neuen Wohnung in seiner Heimat, nachdem er sich von allen verabschiedete. Wer ich bin? Eine Murmel! Ein schönes glänzendes Kügelchen, so nannte er mich auch immer…

Ibrahim

Ich bin für Dekoration zuständig – irgendwann erfüllte ich meinen Nutzen wohl nicht mehr, irgendwann war ich meinem Nutzen nicht mehr getreu. Ich wurde weggeschmissen – doch eines Tages entdeckte mich eine Familie, entdeckte meinen Wert – ja sie bewunderte mich sogar und lud mich zu sich nach Hause ein – seitdem dekoriere ich ihr zu Hause.

Doch die Frage ist wie lange, wie lange bin ich was Besonderes, ab wann werde ich selbstverständlich und wann bin ich nicht mehr genug? Irgendwann wurde mir ein Kratzer zugefügt, der meinen Wert massiv verringerte – die Familie versuchte den Kratzer zu heilen und zu vertuschen aber vergeblich. Trotzdem hänge ich noch an der Wand – aber wie lange noch? Jahrelang hing ich nur da, mit wenig Beachtung, mehr Verachtung.

Meine eigentliche Besitzerin, in dessen Zimmer ich hänge wurde von dem Sonnenuntergang, den ich abbildete, gelangweilt und ermüdet. Sie entschloss meine Abbildung zu verändern – sie verlieh mir eine Frische, sie verlieh mir eine neue Persönlichkeit, sie verlieh mir ein neues Leben, sie verlieh mir eine neue Bedeutung.

Ich bin nichts und ich bin alles – es kommt ganz auf dich an. Es kommt auf dein Wissen an, es kommt auf deine Erfahrungen an, es kommt darauf an wer du bist. Du siehst dich selbst in mir – jeder sieht etwas anderes, denn ihr Menschen seid alle individuell. In mir wird deine Seele, dein Weltbild widergespiegelt. Und genau deswegen ist niemand berechtigt über andere zu urteilen, denn jeder handelt entsprechend seinem Weltbild.

Während die Mutter meiner Besitzerin Bäume und Vögel in mich erkennt, erkennt meine Besitzerin Emojis, Buchstaben und Zahlen.

Ich bin nichts und ich bin alles – ich spiegle die Wahrheit wider – die Wahrheit ist für jeden etwas anderes. Die Wahrheit ist etwas so Simples aber doch so Komplexes. Wahrheit ist so simple, weil alles Wahrheit ist, weil all deine Wahrnehmungen Wahrheit sind, aber Wahrheit ist auch so komplex, weil jeder über eine andere Wahrheit verfügt, aber niemand über das große Ganze.  

Ich bin nichts und ich bin alles – es kommt ganz auf dich an. Jeder sieht etwas anderes – es gibt kein richtig und kein falsch – jeder Mensch verfügt über die Wahrheit und zugleich verfügt kein Mensch darüber. Wenn mehrere Menschen dasselbe in mir sehen, fühlen sie sich bestätigt, doch das ist nicht die Wahrheit, sondern ein Stück davon. Social Media ist so aufgebaut, dass ihr in eurem Wissen, eurer Meinung und eurer Perspektive bestätigt werdet, doch gibt acht, denn das ist nicht die Wahrheit – nur ein Stück davon.

Ich bedanke mich herzlich dafür, dabei sein zu dürfen!! Es hat mir eine Freude gemacht und schöne Erinnerungen an die alten Zeiten und auch meine Kindheit hervorgebracht. Außerdem lernte ich die Sachen von anderen Perspektiven zu beobachten und über sie zu erzählen❤️ // Ibrahim

Der Workshop „Objekte erzählen“ hat mir besonders viel spaß gemacht, da die Luna (Unsere Workshop Leiterin) uns viel erzählen konnte und ich fande die ganzen Übungen sehr cool und spannend, da wir etwas gemacht haben, was man nicht in der Schule macht und Zuhause auch nicht. Ich habe eindeutig was neues dazugelernt. // Anni

Ich habe gelernt, dass ich kreativer sein kann als ich eigentlich dachte. Ich kann zwar schreiben, aber kreatives Schreiben war nie mein Ding.  Ich hab heute entdeckt, dass es doch etwas spannendes und lustiges ist.  Ich hatte die Möglichkeit Dinge in meiner Umgebung zu finden, zu betrachten und darüber nachzudenken. Dinge, von denen ich wusste, dass sie existieren und dass sie für mich wichtig sind, obwohl ich sie mir nie genauer angeschaut habe und über ihren Wert und Wichtigkeit nicht reflektiert habe. Außerdem haben wir über Kulturkreisen, Probleme in der Gesellschaft und ihrer Lösungen gesprochen.
Hat mir gut gefallen, danke! // Omran

Heute morgen war sehr besonders, ich habe drei Stunden mit einer jungen engagierten Grafik Designerin und Autorin verbracht. Als Sie das Buch vorgelesen hat, habe ich bemerkt, dass wir die selbe Schmerz und Gedanken haben. Es hat mich gefreut sie persönlich anzusprechen, nach dem ich ihr erstes Buch letztes Jahr von Start geschenkt bekommen, seit dem war ich ein Fan von ihr und nach dem heutigen Workshop bin ich mehr noch in ihr verliebt. Sie könnte mich mit ihrer Übungen zu schreiben gebracht, außerdem heute konnte ich mir wieder über mein Lieblingsstift erzählen. Eines werde ich heute sicher noch machen, ihre restlichen Bücher zu kaufen. //Asmaa

Der heutige Kunst-Workshop war sehr spannend, beeindruckend und informativ für mich. Am besten hat mir gefallen, dass wir selber eine Geschichte geschrieben und vorgelesen haben. Von dem heutigen Workshop habe ich gelernt, dass das Schreiben auch macht und es führt uns in anderen Welt, wenn man beim Schreiben ist. Danke für tolles Angebot. //Abbas

Ich fand die Geschichte so schön und es hat micht aus mein Platz gerissen und die Buchswelt gebracht. Man fühlt, was sie gefühlt hat, man erlebt, was erlebt hat, man bekommt mit, was sie geteilt hat. Sehr empfehlenswert! //Mahdi

Mir hat sehr gut gefallen, dass Luna so offen war und uns von ihrem Buch auch vorgelesen hat. Aber mir hat das 3-Buchstaben-Spiel sehr Spaß gemacht. Wir sollten mit 3 Buchstaben, die dieselbe Anfangbucjstabe haben einen Satz bilden, der Sinn des Satzes war aber komplett egal. Dadurch kann man innerhalb sehr kurzer Zeit Vokabular wiederrufen, um in das schreiben rein zu kommen. //Sahar

Es hat mich sehr gefreut Luna kennenzulernen 🙂 wegen der Schule habe ich das Schreiben von Texten immer gehasst, aber Luna hat mir gezeigt wie viel Spaß das machen kann. Das war das erste Mal, dass ich Schreiben genossen habe. Ich freue mich Lunas Buch zu kaufen und zu lesen. //Nuaar

Der Workshop hat mir eine sehr schöne Perspektive auf Dinge und Ereignisse geschenkt und ermöglicht, die mich geprägt haben. Sehr empfehlenswert. //Zahra

Der workshop war sehr gut für Menschen, die sich noch nie mit Kunst (fokussiert auf Schreiben) auseinander gesetzt haben. Kunst erweckt Emotionen, die tief in einem steckt, die auch manchmal raus müssen. // Jasmeet

Der Workshop war wirklich interessant. Denn einem ist nicht wirklich bewusst das fast jedes einzelne Objekt eine Geschichte erzählt. Erst als wir kurz im Workshop Zeit hatten uns umzuschauen um uns ein Objekt auszusuchen worüber wir dann schreiben wurde mir das richtig klar. //Tracy

Kunstprojekt: START baut Lichtgestalten

START-Alumna Luna Al-Mousli ist Mitarbeiterin bei einem Projekt im Kulturhaus Brotfabrik Wien und hat uns auf ein spannendes Kunstprojekt aufmerksam gemacht: LICHTGESTALTEN!

Lichtgestalten ist eine Performance im öffentlichen Raum, die heuer erstmals stattfinden wird. Im Spätherbst werden mehrere leuchtende Figuren aus Papier, Bambus und Holz gebaut und belebt und durch die Nachbarschaft bewegt. Im Vorfeld der Veranstaltung werden in einer offenen Werkstatt unter professioneller Anleitung von Künstler*innen die großen, beweglichen Lichtskulpturen hergestellt. //
Nachdem die Fotos sehr cool ausgeschaut haben, haben wir beschlossen mit START-Stipis aus Wien und Niederösterreich in den Herbstferien beim Bau der Skultpturen mitzuhelfen.

Am Freitag, 30.10 und Samstag 31.10 trafen sich die Stipis in Coronakleingruppen mit Masken in der Ankerbrotfabrik, und nach einer kurzen Einführung gings gleich los:
Das Gerüst aus Bambus und Zweigen war schon gebaut, wir mussten mit Holzleim und einem dünnen Papier und Gaze Teile der Figuren bekleben und so eine feste Struktur schaffen. Das Arbeiten mit dem Leim war zu Beginn ungewohnt, aber wir haben schnell gelernt! Spannend war auch das Innenleben mit der ganzen Elektrik und den Gelenken zu sehen. Die Teile sind sehr leicht, die ganzen Figuren aber ganz schön schwer.

Zu Beginn konnte man sich nicht ganz vorstellen wie die fertige Struktur ausschauen wird, aber wir konnten uns gegen Ende des Workshops eine schon fertige Skultptur ansehen. Im letzten Teil des Workshops bauten wir uns selbst kleine Skultpuren/Lampen/Whatever, und beklebten sie mit Papier und Leim, diese durften wir dann nach Hause mitnehmen.

Vor allem der Teil wo wir selbst gestalten konnten hat uns gut gefallen, es war aber auch cool bei dem Gesamtprojekt mitzumachen. WIr hoffen die fertigen Skultpturen trotz Corona live sehen zu können!


Kunstprojekt: Morgen ist schöner!

Bei den Workshops gab es vor der Corona Pandemie zwei Einheiten in Wien mit direktem Kontakt. Der Plan war, dass wir dann bei der nächsten Einheit zusammen Schreiben und auch kochen. Leider kam dann Corona. Deshalb haben wir die weiteren Termine online gemacht. Als wir uns dann dazu entschieden es online zu machen. War ich unsicher uns skeptisch, weil ich Angst hatte, dass die Interaktion fehlt. Später habe ich von den Teilnehmern erfahren, dass sie genauso darüber dachten.

Zwei weitere Einheiten waren dann online. Beim ersten Treffen ging es um Kennenlernen, Vertrauen aufzubauen damit wir dann interaktiv werden. Deshalb ist es wichtig zuerst das Vertrauen zwischen mir und ihnen und auch zwischen ihnen untereinander aufzubauen. Beim zweiten Termin ging es um Schreiben: Was es für sie bedeutet, ob sie Erfahrungen damit haben, was sie darüber denken, etc. Wir haben über verschiedenen Formen von Schreiben gesprochen, darunter auch Poetry Slam, dabei haben wir uns die Regeln angeschaut die Voraussetzungen wie das funktioniert etc.

Online ging es um Schreiben, wir haben verschiedenen Schreibübungen gemacht. Szenen aufgebaut und auch Dialoge aufgebaut. Interessant war auch ich habe Einzelgespräche mit jedem Teilnehmer geführt was ihn gerade im Moment beschäftigt. Manche haben etwas aus dem Alltag erzählt, andere über philosophische Fragen. Das war interessant, denn dadurch entstanden ganz verschieden Themen, über die die Teilnehmer schrieben.

Danach hatten die Teilnehmer Zeit zu schreiben und dann haben wir gemeinsam darüber gesprochen und sie haben ihre Themen mit den anderen diskutiert. Beim ersten Treffen in Wien, habe ich über die Teilnehmer Eindrücke gewonnen. Online war es dann fast umgekehrt, denn sehr ruhige Teilnehmer waren online plötzlich sehr aktiv und haben gut teilgenommen. Sie haben später gesagt, es hat ihnen online besser gefallen, weil die Gruppe geteilt war, es waren also weniger Teilnehmer und dabei haben sie sich wohler gefühlt und haben sich mehr getraut mitzumachen und aktiv zu sein. Wir haben dann ausgemacht, dass wir noch zwei Termine online machen um die Performance zu üben und ein Termin für die Aufführung.

Omar Khir Alanam – Projektleiter des Kunstprojekts „Morgen ist schöner“ – blickt auf das Semester zurück. Danke für den Bericht!

Ein Rückblick auf das Kunstprojekt „Morgen ist schöner!“

Für mich war das Kunstprojekt dieses Jahres sehr besonders nicht nur weil ich mich für die Themen sehr interessiert habe, sondern auch Dinge besprochen haben, auf die man normalerweise nicht denkt. Es war sehr lehrreich für mich und ich hab viel dazu gelernt, unser Trainer war auch sehr offen eingestellt und hat uns sogar einige Momente aus seinen Leben erzählt in der Form eines Gedichtes. Es war sehr rührend zu sehen, dass man seine Erfahrungen und seine größten Ängste in etwas so künstlerisches verwandeln kann. Es ist als ob man ein Spiegel sieht, dass was man vorher als eine Schwäche sah, wird zu deiner Stärke. Wir haben über viele Dinge geredet, aber das was mir am meisten in Gedächtnis geblieben ist, ist das wie alle so viel zu sagen haben und aus so vielen nicht gesprochenen Geschichten bestehen, wir selbst sind ein Kunstwerk, aber wie merken es nicht und erkennen uns als dieses nicht an. Man muss eine Reise in sich selbst begehen um diesen Blick zu bekommen. -Balqiz

Mir hat das Kunstprojekt sehr gut gefallen, weil es vor allem sehr angenehm war. Besonders gut fand ich die Gesprächesrunden, die zur einigen Ideenveröffentlichungen geführt hat. Omar ist eine sehr freundliche und offene Person, mit der man sehr leicht den Gespräch führen kann. Trotzdem hat mir noch ein bisschen Action gefehlt. Das gemeinsame Kochen ins Büro wäre sehr toll gewesen. -Mariana

Für mich war der Workshop ganz angenehm und kommunikativ. Nur wenn man sich an einem Ort trifft, ist ganz was anders. Da ist man besser konzentriert und kann sich besser unterhalten. Aber der Workshop an sich war ausgezeichnet und informativ. Zuerst über ein wichtiges Thema diskutieren und dann unsere Erfindung und Vorstellungen, was wir von diesem Thema halten, aufs Papier bringen. Nächstes Mal auch gerne! -Sahel

Als ich gehört habe, dass das Thema des heurigen Kunstprojektes „Poetry Slam“ sein wird, habe ich gefürchtet, dass es sehr langweilig sein wird. Denn ich bin kein Fan von Poetry Slam. Dennoch wurde ich bereits bei der ersten Einheit positiv überrascht, denn das Kunstprojekt war so spannend, dass sich die dreieinhalb Stunden so kurz angefühlt haben. Als wir das KP aufgrund der Corona-Krise online machen mussten, habe ich mich sogar wohler gefühlt, weil wir in kleinere Gruppen geteilt wurden. In unserer letzten Einheit durften wir unsre selbstgeschriebene Texte vortragen. Ich muss zugeben, dass alle Texte so kreativ und spannend waren. Somit ein Applaus für alle, die mitgemacht haben und natürlich ein großes Dankeschön an alle, die das KP organisiert haben. -Rosetta

Das diesjährige Kunstprojet war für mich sehr besonders! Dies bezieht sich nicht nur auf das „Thema“ des Projektes, sondern auch die Art und Weise wie dieser stattgefunden hatte. Aufgrund der Pandemie waren wir gezwungen unser Projekt anders zu gestalten. In diesem Fall haben die Koordinatorinnen eine sehr sinnvolle Alternative ermöglicht – nämlich über ZOOM. Für unseren Projektleiter, aber auch für uns, war dies eine ungewöhnliche Umstellung, aber er hat durch seine positive Einstellung und Geduld geschafft, dass wir uns auf Anhieb wohl und aufgehoben fühlen. Was das Projekt selbst angeht, hat mich das Thema ziemlich gut angesprochen, jedoch hatte ich meine Zweifeln wie man über Themen, die einen beschäftigen und teilweise auch jene, die man kaum angesprochen hatte, zu schreiben und anschließend auch vorzutragen.  Auch in diesem Fall kann ich ein Lob und ein Dank an Omar Khir Alanam aussprechen. Denn er hat sich sehr viel Zeit für die Start- bzw. Aufwärmphase genommen und uns damit genügend Zeit gegeben uns wohl und „verstanden“ zu fühlen. Demnach ist auch die Schreibphase reibungslos abgelaufen und wir hatten, das Vergnügen tolle Texte/Gedanken zu hören. DANKE!! -Arezou

Es war mir eine große Ehre, ein Workshop mit einem tollen Autor wie Omar zu haben. Obwohl ich kein Schreib-Talent bin (und es ging im Workshop um das kreative Schreiben), habe ich nach dem Workshop mich mehr getraut, meine Gedanken auf das Papier zu bringen, und ich muss gestehen, i liked it!  Omar hat uns ermutigt, unsere Gedanken, Eindrücke oder sogar Kurzgeschichten zu schreiben und sie vorzulesen. Was mir besonders viel spaß gemacht, ist als Omar uns eine kleine Geschichte über einen Freund von ihm erzählt hat, unsere Aufgabe war, eine weiterführung der Geschichte aus unserer Fantasie zu schreiben. Das hat wahnsinng spaß gemacht!! Jede von uns hatte ihre eigene, einzigartige Geschichte. Wir haben unsere Geschichten erzählt und es hat mich überrascht, wie sehr anders die Denkweise von anderen Menschen sein kann!! Alles in allem: Das Workshop war Top! 🙂 -Sara

Das Kunstprojekt war viel besser als ich es mir vorgestellt habe. Ich bin nicht wirklich ein poetry- slam Typ und ich habe mir eingestellt, dass es für mich langweilig wird. Aber es hat mich echt nicht enttäuscht wie gut dieser Workshop war. Die ersten zwei Einheiten waren offline, Omar hat sich vorgestellt und hat erzählt, warum er für poetry-slam brennt, was sehr interessant war. Danach konnte sich jeder vorstellen und erzählen, worüber er/ sie schreiben würde. Das war auch eine sehr interessante runde, da wir uns über tiefe Themen geäußert haben und danach darüber geredet haben, was uns ermöglicht hat nicht nur den Omar besser kennenzulernen, sondern auch einander. Die letzten zwei Einheiten waren online, die waren auch echt gut, da konnte jeder ein poetry- slam schreiben und es dann vorlesen. Omar war sehr lieb und hat keiner gezwungen was zu schreiben, wenn diese Person es wirklich nicht machen will. Er hat uns alle daran motiviert und ich glaube es haben alle Texte geschrieben, was sehr cool war. Beim Vorlesen hat er immer was positives gesagt und ein Paar hilfreiche Tipps gegeben. Er hat uns alle ein sehr gutes Feedback gegeben und uns motiviert weiter zu schreiben im Laufe des Lebens. Es war echt ein tolles Workshop, der mich motiviert hat, alles zu probieren, auch die Sachen, die mir nicht so sehr gefallen würden. -Silvy

„Poetry Slam“ hat für mich nichts geklingelt.. Hatte auch nie was damit zutun bis wir die Ehre hatten mit dem Autor Omar Khir Alanam zu arbeiten und er hat uns geholfen in den BASICS vom Poetry Slam reinzukommen bis wir unser eigenes schreiben können! Tatsächlich habe ich es dann auch geschafft und konnte dann mein erstes Poetry Slam präsentieren!! Es war eine sehr lustige/lehrreiche Zeit mit Omar und ich hoffe das ich in Zukunft die erlenten Skills benutzen werde 😀 -Elaa

Präsentation Kunstprojekt „Klamottenkunst“ und Kleidertauschparty

START-Wien Stipendiatin und Kunstprojektteilnehmerin Ebru berichtet über den Präsentationsabend

Nach vier anstrengenden, produktiven Tagen konnten die START-Stipendiaten und Stipendiatinnen nun endlich die im Kunstprojekt hergestellten Produkte bei der Kleidertauschparty präsentieren. Neben den präsentierten Kleidungstücken, die größtenteils aus Altkleidern hergestellt wurden, haben die START-Stipendiaten und Stipendiatinnen, die am Kunstprojekt teilgenommen haben, den über 50 Gästen an diesem besonderen Abend eine Präsentation über Kleider, deren Herstellungsprozess und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden, gehalten. 

Mit der Moderation von Aylin Gezici und Shehab Abdel-Latif wurde die Eröffnung des Abends, die Präsentation und die Modenshow begleitet. Anschließend wurde das Buffet eröffnet und den Gästen war die Wahl gegeben die von den Stipendiaten und Stipendiatinnen abgegebenen Kleidungsstücke mitzunehmen und für eigene Zwecke zu benutzen. Einige Stunden vor Beginn der Veranstaltung: Hastig wurden Tische verschoben, Kleiderständer aufgebaut und das Essen auf den Tischen aufbereitet. Kurz danach wurde die Präsentation ordentlich eingeübt, sodass die START-Stipendiaten und Stipendiatinnen selbstsicher und überzeugend wichtige und erschreckende Fakten der Kleidungsindustrie den Gästen übermitteln. Unter den Präsentationen gab es auch ein kleines „Interview“ ausgekleidet als Theaterstück vorgespielt. In dem nahmen Stipendiaten andere Identitäten an und versetzten sich in die Lage von z.B. einer Näherin aus Ländern wie der Türkei, Pakistan, Indien etc., um so dem Publikum ein Gefühl der Situation der ausgebeuteten Menschen in der Kleidungsindustrie zu geben. Allein durch die gute Organisation unserer Projektkoordinatorinnen Aleksandra Milosevic und Anna Eder und der freiwilligen Mithilfe unserer START-Stipendiaten und Stipendiatinnen war es möglich den informativen Abend mit dem kulinarischen Essen aus dem Peace Kitchen Cafe Restaurant zu einem Erfolg werden.

Ein weiteres Mal gelang es Start Wien, das Programm sehr spannend und abwechslungsreich zu gestalten. Natürlich halfen wir Stipis auch mit, vor allem mit unseren informativen Präsentationen konnten wir das Interesse aller Besucher wecken. Unsere Präsentationen behandelten die Themen Soziale Aspekte in der Produktionskette, globale Auswirkungen negative Umweltfaktoren, Alternative und Handelsmöglichkeiten. Diese Mitarbeit war sehr wertvoll für uns, denn wir alle haben sowohl viel Zeit als auch viel Kreativität und Freude investiert. Die Präsentationen wurden von einer bis zu anderen interessanter und innovativer. Ich bin immer noch davon begeistert wie gut unsere Zusammenarbeit funktioniert hat und was für ein großartiges Ergebnis erzielt haben. Zum Schluss möchte ich noch betonen, dass ich mir nie vorgestellt hätte, dass so viele Leute kommen werden. Dadurch wurde mir bewiesen, dass es doch viele Menschen gibt, denen die Umwelt wichtig ist und versuchen mitzuhelfen, die Welt und die Menschen zu retten. -Fatema

Das Kunstprojekt war für mich nicht nur ein Projekt, sondern eine Zusammenarbeit mit den anderen Stipis und der Kampf gegen die allgegenwärtige Mode bzw. alles ist erlaubt. Wir mussten uns nicht an die Trends der heutigen Zeit halten, sondern eher die eigenen neuen Ideen umzusetzen. Es gibt keine Grenzen für Kreativität und aus den Versuchen kommt die Erfahrung und Weisheit. Ich habe gelernt, wer nicht versucht, der wird niemals wissen was entstanden wäre. Wir haben ebenfalls aus alten Kleidungsstücken etwas Neues entwickelt, wir haben recycelt und sind uns haben uns viel mit der Textilindustrie beschäftigt und haben darüber auch präsentiert, um nicht nur uns selbst darüber im Klaren zu sein, sondern auch den anderen Menschen ein Einblick in das Leben der Menschen in den Textilfabriken der Großkonzerne zu geben. Ich selbst habe mit meinem Team ein Interview geführt, um über die sozialen Aspekte der Textilindustrie zu berichten. Ich habe viel erfahren, viel ausprobiert und viel gelernt. Dieses Projekt war etwas Besonderes und ich bin sehr glücklich mit dem was wir erreicht haben. -Balqiz

Mir hat das Kunstprojekt sehr gut gefallen. Dabei erfuhr ich sehr viel von der Kleidungsproduktion und lernte Maßnahmen kennen, wodurch unsere Umwelt weniger belastet werden kann wie z.B. durch Recycling. Außerdem hatte ich dort meine ersten Erfahrungen beim Nähen. Unsere Betreuerinnen Esther und Gudrun haben uns bei unseren Projekten und Präsentationen sehr unterstützt. Für mich waren sie sehr gute Vorbilder. Die Kleidungsparty war sehr unterhaltsam und wir hatten einen schönen Abend mit den Gästen. Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns mit diesem Thema auseinandersetzten, denn viele leiden heutzutage unter Lungenerkrankungen, die aufgrund der Luftverschmutzung von den Fabriken verursacht werden. Wenn diese Generation sich weiter an die Umweltverschmutzung beteiligt, werden die Menschen möglicherweise ersticken. Deshalb ist eine Bewegung notwendig! Wir Jungen können mit den Älteren gemeinsam Lösungsvorschläge für unsere Umwelt finden. Ich hoffe, dass die neue Generation die Fehler der vorigen Generationen vermeiden und sich für den Schutz der Umwelt einsetzen. -Jihan

„Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns mit diesem Thema auseinandersetzten. Eine Bewegung ist notwendig! Wir Jungen können mit den Älteren gemeinsam Lösungsvorschläge für unsere Umwelt finden
LOUAIABDULFATTAH-1377

Der Kunstprojekt hat immer von 10-18 Uhr stattgefunden. Am Vormittag haben wir immer an unserer Präsentation gearbeitet, was wir am 4.5 vor vielen Menschen vortragen müssten und am Nachmittag haben wir genäht. Am ersten Tag haben wir eine Näheinschulung bekommen. Unsere Kursleiterin Ester und Gudrun haben uns sehr geholfen, da ich gar nicht nähen könnte. Durch dieses Kunstprojekt habe ich jetzt viele Informationen bekommen, wie unsere Kleidung hergestellt wird. Und wie schädlich das für unsere Umwelt und für die Arbeitern sind. Dazu haben wir alternativen Methoden gefunden, die dieses Problem lösen, was ich jetzt selbst folge. Am Ende will ich START herzlich bedanken, dass sie uns diese Gelegenheit gegeben haben, um dieses tolle Projekt zu besuchen. -Himanshi

Das Kunstprojekt war für mich sehr hilfreich. Ich habe bei dem Projekt vieles gelernt, unter anderem wie man mit einer Nähmaschine umgeht und wie man näht. Außerdem haben wir Gruppenarbeit gemacht, bei der wir unsere Zusammenarbeit verstärkt haben. Der Präsentationsabend war sehr schön und unvergesslich. Denn wir haben unsere Projekte sehr unterhaltsam und lustig präsentiert. Das könnte ich in allen Gesichtern sehen, wie sie lächelnd und aufmerksam uns zugeschaut haben. -Aziz

Für mich war das Projekt sehr umfangreich. Ich habe viele Fakten über die Bekleidungsindustrie und Produktionskette entdeckt. Besonders spannend war der kurze, aber schöne Präsentationsabend. Da habe ich echt Spaß gehabt, weil alles gut gelaufen ist, obwohl es mit den Vorbereitungen ein bisschen stressig war. Solche Veranstaltungen mag ich sehr gern, wo ich selbst bei der Organisation dabei bin. Menschen einzuladen, mich vorzubereiten, etwas zu sagen oder zum Präsentieren zu haben und am Schluss mit Freunden und Gästen gemeinsam zu essen und die restliche Zeit mit denen zu genießen, wünsche ich mir immer wieder zu erleben. -Sabiha

Die Stipis und ich haben uns an zwei Wochenenden (4 Tagen) intensiv gearbeitet. Jeder Stipi hat Projekte genäht, die an dem Präsentation-Abend präsentiert wurden. Ich habe außerdem viele neue Informationen über die Herstellung von Klamotten erfahren. Der Präsentation-Abend fand ich super. Es war schon ein bisschen stressig, da wir bei den Proben nicht genug Zeit hatten. ABER trotzdem finde ich, dass wir die Präsentation sehr gut präsentiert haben und was mich besonders gefallen hat, ist, dass mehr Gäste gekommen sind als ich dachte und dass wir einen schönen Schluss hatten. -Israa

Das Kunstprojekt war nicht nur eine sehr schöne Zeit mit den anderen Stipendiaten sondern auch eine unglaubliche Erfahrung die ich sammeln durfte. Ich konnte meine Kreativität im Nähen freien Lauf lassen und das war das Besondere daran. Das Esther und Gudrun uns bei egal welcher Idee unterstützt haben war sehr toll. Durch die Hilfe von beiden konnte ich meinen eigenen Rucksack nähen, auf den ich sehr stolz bin. -Edison

Kunstprojekt „Klamottenkunst“ – ein Nachbericht

An zwei Wochenenden fand das Kunstprojekt „Unseren Kleidern auf der Spur & Upcycling von Textilien“ von START-Wien in den Räumlichkeiten des Recycling Kosmos statt. Esther Weinberger und Gudrun Büsel gestalteten die Kurstage mit den 16 Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Ziel war es, den Jugendlichen einen Einblick hinter die Kulissen der Modeindustrie zu geben und alternative Handlungsmöglichkeiten mittels Upcyclings aufzuzeigen. Die billigen Kleidungsstücke, die in immer schnelleren Abständen auf den Markt kommen, mögen zwar modisch sein, allerdings haben sie einen negativen Einfluss auf die Umwelt und die Arbeiter und Arbeiterinnen. Schon beim Anbau der Rohfasern beginnt die Auswirkung auf die Erde – hoher Wasserverbrauch und Pestizide sind hier die Stichworte. Weitere Umweltauswirkungen kommen beim Färben und bearbeiten der Stoffe hinzu. Um die Kleidung so billig verkaufen zu können, werden die Arbeitskräfte ausgebeutet und so schlecht bezahlt, dass sich die meisten ohne Überstunden kaum ihre Grundbedürfnisse befriedigen können.

Diese Fakten gehören dazu, wenn man den Umgang mit Kleidung verbessern möchte. Sobald die Hintergründe erkannt werden, entsteht der Mut zu handeln. Aus alten Kleidungsstücken etwas Neues zu kreieren, das auch wieder einen Nutzen hat, schont Ressourcen, verlängert deren Lebenszyklus und potenzieller Müll wird vermieden. Hinzu kommt auch noch der Aspekt der Kostenersparnis und die Förderung der Kreativität.

Der erste Tag startete mit einer Vorstellungsrunde und einem Film als Einstieg in die Thematik. Dieser zeigte die schlechten Arbeitsbedingungen von Arbeitern und Arbeiterinnen einer Textilfabrik und die unzureichenden Schutzmaßnahmen vor allem im Umgang mit schädlichen Bleichmittel. Anschließend wurde ein World Café zu den Themen soziale Aspekte in der Produktionskette, globale Auswirkungen und negative Umweltfaktoren und mögliche Alternativen und Handlungsmöglichkeiten gestaltet. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren sehr aktiv dabei und teilten sich anschließend in drei Gruppen ein, um diese Themen die kommenden Termine zu bearbeiten.

Nach der Mittagspause ging es an den praktischen Teil. Zuerst wurde die Nähmaschine und deren Handhabung erklärt, da viele noch wenig Erfahrung mit dem Nähen hatten. Außerdem konnten sie anhand einiger Upcycling-Beispiele von Esther sehen, was man alles aus Jeans, T-Shirts und Co machen kann. Als Abschluss jedes Tages machten wir eine Feedbackrunde und auch eine Präsentation der Werkstücke.

Nachdem zwei Nachmittage lang jeder an seinen Werkstücken arbeiten konnte und somit auch Übung in der Handhabung der Nähmaschine hatte, wurde die Aufgabe abgewandelt, um wieder etwas Abwechslung zu schaffen und weitere Anreize zur Kreativität zu kreieren. Hierbei wurde nun auch in Gruppen an einem Upcycling-Stück gearbeitet, um gemeinsam zu neuen Ideen zu kommen. Herausforderung dabei war, sich auch einig zu werden und Kompromisse einzugehen, welche die Gruppen auch gut meisterten.

Die vier Tage vergingen wie im Flug und es war großartig zu sehen, mit welcher Begeisterung sich die Jugendlichen an die Recherchen zu der Modeindustrie und auch an die kreativen Lösungen gemacht haben. Wir hoffen, dass sie einiges an neuen Informationen mitnehmen konnten, Kleidung mit anderen Augen betrachten und einfach bewusster durch den Alltag gehen. Bei der letzten Feedbackrunde haben wir auch noch gemeinsam die Präsentation geplant und verschiedene Verantwortungsbereiche aufgeteilt. Wir freuen uns schon sehr auf die Präsentation sowohl von den Resultaten der Recherche als auch von den Resultaten von den Upcycling- und Nähprojekten. Anschließend wird der Abend mit einer Kleidertauschparty und somit als eine ressourcenschonende Shopping-Alternative verbracht.

START-Wien bedankt sich herzlich bei Gudrun Büsel – Workshopleitung Kunstprojekt „Klamottenkunst“ – für den Nachbericht!

Kunstprojekt: Klamottenkunst – Kleidung auf der Spur & Upcycling

Upcycling ist mehr als eine Möglichkeit alten Klamotten durch innovative Ideen einen neuen Wert zu geben. Upcycling ist auch eine Form des Aktivismus und mit jeder Wiederverwertung eines bereits gebrauchten Gegenstandes, ein wichtiges Zeichen gegen die Gesellschaft des Konsums und der systematischen Ausbeutung anderer Länder durch den Westen. Dieses Jahr werden die Stipendiat*innen im Rahmen des Kunstprojekts ihre eigenen Upcycling- Methoden entwickeln und umsetzen. Dieser Prozess begann für die Stipis am 9. und 10. März im Recycling- Kosmos im 16. Bezirk. Zunächst gaben Esther Weinberger und Gudrun Büsel, die Workshopleiterinnen, einen theoretischen Input zu dem Thema. Nach drei verschiedenen Themenblöcken wurden die Stipis in Gruppen eingeteilt:

  1. Soziale Aspekte in der Produktionskette
  2. Alternativen und Handlungsmöglichkeiten
  3. Globale Auswirkungen und negative Umweltfaktoren

Zunächst sammelten die Stipis alle gemeinsam Stichworte zu den Themenfeldern, um diese in den Kleingruppen zu recherchieren. Den Theorieteil abschließend, präsentierten die Stipis den anderen Kleingruppen was sie herausgefunden hatten. Nach einer gemeinsamen Mittagspause beim besten Falafelstand am Brunnenmarkt „Abu Noor“, gaben Esther und Gudrun eine Einführung in das Benutzen einer Nähmaschine. Jede*r Stipendiat*in begann an einem eigenen Projekt zu arbeiten und Gudrun und Esther unterstützten sie ihre Ideen zu verwirklichen. Dabei kamen die unterschiedlichsten Stoffe und Materialien in allen erdenklichen Formen zum Einsatz. Beim Upcycling entdeckt man die Vielfalt an Funktionen, die einzelne Kleidungsstücke haben können. Ende März geht es weiter, bis dahin können die Stipendiat*innen noch viele Inspirationen sammeln und allgemein bewusster durch unsere Konsumgesellschaft gehen.

Zitate der Stipis:
„Es war schön die Schneider bzw. Schneiderinnen zu verstehen und die Wert von unsere Kleidung wissen!“ Abdul Baset Rezae
„Esther und Gudrun haben pausenlos uns geholfen, Tipps gegeben und bis zum Ende nicht im Stich gelassen. Sie waren sehr geduldig. Ich freue mich auf die nächsten Projekttage mit ihnen.“ Shehab Abdel-Latif

Kunstprojekt: Ein Bilderbuch über die Reise zu Zielen

Start-Stipendiat_innen zeichnen und malten über Wege zu hohen Gipfeln und in ferne Galaxien.

„Nicht diejenigen, die die gleiche Sprache sprechen, sondern diejenigen, die die gleichen Gefühle teilen, können einander verstehen.“ So betitelte Saida Rezai ihren Bildzyklus, in dessen Mittelpunkt ein Elefant und ein Kind stehen. Eindeutig völlig geborgen fühlt sich das Kind in jedem der Bilder, die eine weite Reisezeigen, auf dem Rücken des Elefanten. „Ich liebe Elefanten, für mich stehen sie auch für Indien und ich liebe indische Kultur“, so die jugendliche Zeichnerin zum Kinder-KURIER. Am Ende, im achten Bild, liegt das Kind nach Überwindung eines Berges, in (s)einem Bett. Ob der Elefant es hier sanft abgelegt hat, oder das Kind vielleicht auch die ganze Reise nur geträumt hat? „Das bleibt jeder und jedem selbst überlassen“, meint die junge Künstlerin, die natürlich selbst schon eine Vorstellung hat. „Aber das soll sich jede und jeder selber ausmalen!“

Internationale Jugendliche

13 Jugendliche des jüngsten Wiener Start-Stipendien-Durchgangs haben in einem einwöchigen Workshop in der „Zeichenfabrik“ (künstlerische Aus- und Weiterbildungsstätte in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus) mit Ana Paola CastroVillegas an Bildzyklen gearbeitet. „Zuerst haben wir alle möglichen Zeichen- und Maltechniken ausprobiert – Monotypien, Stempel, Collagen, mit Bleistiften und Buntstiften zeichnen, mit Aquarellfarben malen…“, beginnen einige der Schüler_innen mit Migrationsgeschichte, die über das genannte Stipendienprogramm gefördert werden, zu schildern. „Wir haben auch über das gemeinsame Thema geredet, eine Reise zum Planeten Mars und eine andere Galaxie über den Mount Everest.“ Deshalb finden sich in fast allen der 13 Bildzyklen Berge. Aber die Berge stehen nur für einerseits ein Ziel, aber auch für Anstrengung und Schwierigkeiten, die es zu überwinden gilt, um dorthin – oder/und darüber hinaus – zu kommen.

Nach Vorskizzen machten sich die 13 Jugendlichen dann an ihre Werke – höchst unterschiedliche sind trotz gemeinsamen Themas dabei herausgekommen. Aus den Bildern, die bewusst ohne Worte auskommen, um sprachliche Barrieren erst gar nicht aufkommen zu lassen, ist ein buntes Bilderbuch – neudeutsch „Silent Book“ – entstanden, „Die Reise“.

Autor: Heinz Wagner, KIKU – Kinder KURIER

Dieser Bericht ist eine von START Wien gekürzte Fassung. Der originale und vollständige Bericht ist in der Tageszeitung KURIER am 03.06.2018 erschienen und online nachzulesen unter: https://kurier.at/kiku/ein-bilderbuch-ueber-die-reise-zu-zielen/400045142

START Wien Künstler*innen erzählen von der Kunstbuchpräsentation „Die Reise“ (Zeichenfabrik, 31.05.2018) und schildern ihre Eindrücke:

Das Kunstprojekt des START-Stipendiums ist ein einzigartiges Erlebnis, das jeder einmal machen sollte. Diese eine Woche, in der wir an unserem Kunstprojekt gearbeitet haben, hat mir besonders viel Spaß gemacht. Dank Anna, unsere Künstlerin, habe ich viele Methoden, die ich bei meinen Bildern angewendet habe, gelernt. Bei der Präsentation unseres Buches ,,Die Reise” habe ich die Möglichkeit bekommen, den BesucherInnen meine Bilder vorzustellen und ihnen meine Geschichte zu erzählen. –Samira

Kunst ist etwas Essentielles für Menschen die sich aufgeklärt nennen, denn allgemein Bildung besteht nicht nur aus Formeln und Daten, sondern auch aus einer kreativen Seele, die das freie Denken ermöglicht. –Yunadi

Endlich! Nach 6 anstrengenden Tagen, war es endlich soweit, die Buchpräsentation. Es war ein sehr gelungener Tag, da man – bzw. ich persönlich – mit der Reise abschließen, aber auch andere dazu motivieren, konnte, einen Silent Book Workshop in Erwägung zu ziehen. Außerdem war es sehr interessant meine Geschichte mit anderen zu teilen und auch die Einschätzung bzw die Interpretation anderer zu erfahren. –Erem

Ich war am Anfang sehr nervös, dachte ich, dass ich es nie schaffe aber wie am meisten was man denkt, passiert es nicht. Ich habe es geschafft. –Stella

Die Präsentation war eine tolle Erfahrung und hatte das Projekt toll abgerundet! –Nenad

Die Buchpräsentation hat mir sehr gut gefallen, da meine Freunde auch dabei waren und das Start Stipendium mehr kennengelernt haben. Mich hat es gefreut dass viele Menschen da waren und sich unsere Kunst anschauen wollten. -Nour

Am anfang waren wir nervös, weil viele leute dabei waren aber es war großartig, die Werke haben den Besuchern gefallen. -Mohamad

Da ich leider nicht beim Abschluss des Projekts dabei sein konnten, haben sich die anderen Stipendiaten und ich uns gedacht „Lassen wir Salma selbst wenn sie physisch nicht da ist, daran teilnehmen“. Aus diesem Grund hatten wir für ein paar Minuten einen Videochat und ich bin unglaublich froh darüber doch dieses Erlebnis mehr oder weniger mit den anderen Stipis erleben zu dürfen. -Salma

Die Ausstellung war interessant zu beobachten und eine neue Erfahrung für mich. Amüsant fand ich, dass die Leute, die zu den Originalwerken gekommen sind, erwartet haben, dass der Künstler/die Künstlerin die Geschichte erzählt. Was gegenüber dem Silentbook steht und der eigenen Interpretation der Geschichte. -Saida

Ich fand die Buchpräsentation echt toll, weil ich viele neue Sachen dazu gelernt habe und ich mein Wissen in Richtung Kunst erweitern konnte. Das beste war, aber das Menschen etwas was ich kreiert habe toll gefunden habe und das ich die Chance hatte für einen Tag Künstlerin zu sein. -Munira

Die Buchpräsentation war Informative. Ich habe die Gelegenheit gehabt meine Geschichte durch mein Malen zu mehrere Leute erzählen and liebe und interessante Feedback von ihnen bekommen. -Reshad

Die Buchpräsentation war ganz spannend. Als Katrin gesagt hat, wir sollten etwas zu unseren Zeichnungen erzählen, wusste ich nicht, was ich sagen werde. Aber als die Leute zu mir gekommen sind und Fragen gestellt haben, hab ich lange und frei geredet. Ich habe gerne meine Geschichte erzählt. Die Fragen, die die Anderen gestellt haben, haben mich meistens zum nachdenken gebracht. Ich habe Sachen über meine Geschichte erfahren, die ich vorher nicht kannte. z.B. Dass ich meine Figur so gezeichnet habe, dass sie ihr Ziel beobachtet. Ich habe vieles aus meiner Geschichte gelernt. Auch die Anderen haben etwas daraus gelernt. Nämlich, dass man nie aufgeben darf. -Sana

Naja, es war ein wunderschöner Gefühle, weil man sich wie ein Künstler fühlte. Obwohl habe ich ja nicht viel über meine Kunst erzählt, aber trotzdem haben die Leute haben es gute verstanden. Ich bedanke mich bei euch, weil ihr mich die Möglichkeit gegeben, wo ich meine innere Kunst auf wegen könnte. -Ahsan

Fotos ©Verein START Stipendien Österreich

 

Kunstprojekt: Künstlerische Reise zum Mt. Everest

Nicht ohne Stolz begrüßen wir dreizehn StipendiatInnen des START-Programms, die ihr Kunstprojekt an der Zeichenfabrik absolvieren. Der Verein START-Stipendien Österreich fördert SchülerInnen mit Migrationshintergrund und unterstützt sie bei ihrem Schulabschluss (Matura). In dem Bildungsprogramm, das seine Ursprünge in der Kunstförderung hat, nimmt Kunst einen wichtigen Stellenwert ein. Wir erarbeiten mit den Jugendlichen ein Silent Book zum Thema “Die Reise”. Geleitet wird der Workshop von unserer Dozentin Ana Paola Castro Villegas.

»In unserer Zeit sind “Silent Books” wichtig. Zum einen können mit diesen Büchern Sprachgrenzen überwunden werden – ohne dass Menschen eine gemeinsame Sprache sprechen, kann erzählt und verstanden werden. Zum anderen kann man sich in Bildern unmittelbar und anschaulich ausdrücken. Es kann sehr überzeugend über Gesellschaft, Kulturen und Realität kommuniziert werden.« – Ana Castro Villegas

Start – und los geht’s

Als ich mit einem Gefühl freudiger Neugierde den Kurs besuche, herrscht ein lockeres Hin und Her zwischen den jungen Menschen, die verteilt in zwei Räumen arbeiten. Die StipendiatInnen sind zwischen 16 und 19 Jahre alt, die meisten leben seit zwei bis drei Jahren in Österreich, einige sind hier geboren. Sie zeigen sich offen und erzählen gerne über ihre Arbeiten. Ich bin überrascht, hervorragendes Deutsch zu hören und fühle mich wohl in dieser freundschaftlichen Atmosphäre.

Die Gruppe

Ana Castro Villegas ist im Dauereinsatz; sie beantwortet Fragen und steht jedem mit Rat und Tat zur Seite: Ich werde Zeugin von einem Gespräch über Proportionen, Formate und Größen. Sie erklärt, wie man eine Lasur anlegt und mit der Schwerkraft aquarelliert. Es wird auch am Computer gearbeitet, der aber soll erst zum Schluss beim Layout so richtig zum Einsatz kommen. Obwohl viel gelacht und gescherzt wird, ist klar ersichtlich, dass der Kurs nicht nur gefällt, sondern das Projekt allen wichtig ist.

Ana in Aktion

In Bildern reisen

»Bei “der Reise” geht es um Perspektiven: Was ist meine Perspektive, wenn ich von hier nach Italien reise? Fahre ich mit dem Fahrrad, dem Bus oder fliege ich dorthin? Unsere Reise ist eine fiktive Reise, nicht eine, die wir schon gemacht haben. Es gibt unzählige Möglichkeiten zu reisen: Wir suchen verschiedene Bilder zum Thema, aus Büchern, dem Internet, Museen etc. So bilden wir einen Background.« – Ana Castro Villegas

Um Beispiele für Reisen ohne Worte zu zeigen, hat Ana eine kleine Bibliothek mitgebracht: Die Bücher sind vorwiegend in französischer, italienischer und spanischer Sprache – das entspricht Anas Kulturkreis und zugleich den Ländern, in denen besonders ansprechende Illustrationsbücher zu finden sind. Ich blättere einige durch und finde Stile und Methoden, die auch Ana in ihrem Kurs vermittelt: Collage- und Schablonen-Techniken, Stempel in allen Formaten; gemalt wurde meist mit Tusche, Acryl- oder Aquarellfarben. Der Großteil der Bücher ist für Kinder, darunter auch ältere Exemplare – Silent Books sind universal und zeitlos.

Ana spricht über ein Illustrationsbuch, das nur Himmellandschaften zeigt: »… schließlich versteht man, dass es sich um eine Ballonfahrt handelt […]. Oder die Reise könnte immer blau sein – und am Ende passiert etwas Rotes. Ich könnte eine Reise durch Katzenaugen machen – meine Katze begleitet mich, und ich erzähle, was sie sieht. Oder ich fahre nach Bologna. Was ist Bologna? Die Stadt in Italien oder die Pizzeria an der Ecke?« – Ana Castro Villegas

Bei “Silent Book” ist für Ana der Prozess – von der Idee bis zur fertigen Illustration – das Interessante. Durch das Finden neuer Perspektiven sieht man die Welt und sich selbst anders; damit zu spielen ist spannend: »Es geht um Erfahrungen. Kunst kann etwas in einem selbst ‚schönmachen‘. Wer eine schlechte Erfahrung gemacht hat, kann eine gute machen, indem er sie malt. Kunst kann eine Art Katharsis bewirken – man kann mit Bildern eine schöne und sichere Welt erschaffen.« – Ana Castro Villegas

Hoch hinaus

Ich blättere durch die Flipcharts der letzten Kurstage und finde Aufzeichnungen über das Format, das die Geschichten der TeilnehmerInnen auf vier Doppelseiten festlegt. Auf den nächsten Charts befinden sich Schemata über das Anlegen eines Storyboards und Übungen um einen Charakter (Protogonisten) zu finden. Schließlich treffe ich auf die Ideen für das Reiseziel: Die Jugendlichen haben ein gemeinsames Ziel ihrer Reise erarbeitet – einen Ort, den alle erreichen möchten. Die Geschichten – wie man dorthin gelangt – werden trotzdem völlig unterschiedlich sein. Ich sehe, dass es viele Vorschläge gab: Mallorca, Berlin, der Mars etc. Geeinigt haben sich die StipendiatInnen auf den Mt. Everest. Toll, sie wollen hoch hinaus!

Reiserouten und Perspektiven
Schritt für Schritt

Ein Mädchen hat einen Hund. Gemeinsam möchten sie den Gipfel des Mt. Everests erklimmen. Da kommt ein Wolf und tötet den Hund. Das Mädchen ist sehr traurig, doch es klettert weiter, fällt und kullert den Berg hinab. Am Abend träumt das Kind, wie es als Baby laufen lernte: Es ist hingefallen und immer wieder aufgestanden. Am nächsten Morgen folgt es dem Traum: Langsam, Schritt für Schritt geht es voran und gibt nicht auf, bis der Gipfel erreicht ist. (Sana, 17 Jahre, aus Syrien), Abbildung s. Titelbild.

Süßigkeiten und Raketen

Eine Schlange fliegt durch ein Universum aus Süßigkeiten, wird von einem Pegasus gerettet und landet schließlich auf dem Mond Everest. (Munira, 17 Jahre, aus Somalia). Yunadi (18 Jahre, aus Tschetschenien) trifft nach einer Führung durch eine Schokoladenfabrik auf ein Portal, das ihn nach Nord-Korea bringt. Auf einer Atomrakete fliegt er zum Mt. Everest, der sich auf dem Mars, wo schrullige Figuren wohnen – befindet. (Zum Glück hat er nur geträumt.)

Weich gebettet

Ein Kind schläft auf einem Elefanten, der es zum Mt. Everest bringt. Samt dem schlafenden Kind durchquert der Elefant alle Jahreszeiten, muss über eine schmale Brücke und wird von rosavioletten Fischen durch einen Strudel geleitet. Schließlich erreichen sie eine Achterbahn, wo das Kind sachte den Rüssel des Elefanten hinabgleitet, um in einem weichen Bett zu landen, wo es weiterschläft. Das Kind hat die gesamte Reise geschlafen. (Saida, 18 Jahre, aus Afghanistan) Salma (17 Jahre, aus Ägypten) erzählt: Ich reise in einer sicheren Box zum Mt. Everest. Die Reise geht durch eine schwarzblaue Galaxie, die ihre Sterne durch weiße Farbspritzer erhielt. Die Box wandert selbstständig hinauf, bis an die Spitze. Oben lege ich mich in mein Bett und schlafe. Erem (16 Jahre, aus der Türkei/Kurdistan) liegt im Bett und träumt: Ein Boot bringt ihn durch ein Tor ins Weltall, er passiert Galaxien mit verschiedenen Farben. Schließlich kommt er wieder auf die Erde und findet dort den Mt. Everest.

Auf der Suche

Jemand reist durch viele Länder, um Frieden zu finden. Doch es begegnen ihm nur Menschen mit Tierköpfen, die je nach Land variieren. Zu guter Letzt führt ihn seine Reise zum Mt. Everest, wo er nur ein Tier findet – nämlich einen Hund. Die beiden verstehen sich und bauen gemeinsam ein Haus. (Ahsan, 19 Jahre, aus Afghanistan). Fahime (18 Jahre, Afghanistan) erzählt von einem Mädchen, das traurig in ihrem Zimmer sitzt (s. Abb. unten). Ein Bild vom Mt. Everest lässt es beschließen dort hinzugehen. Sie muss einige Schwierigkeiten überstehen, dann aber hat sie Spaß: Sie badet in einem Bergsee, fährt Ski am Mt. Everest und macht Fotos. Und da gibt es die Geschichte der Schlange, die anders sein möchte: Sie verlässt den Wald und ihre trauernde Familie, um in die Berge zu ziehen. Es ist dort gefährlich und viel zu kalt – trotzdem ist die Schlange froh anders zu sein. Bevor sie am Mt. Everest stirbt, hat sie noch etwas Wichtiges zu sagen. (Nour, 18 Jahre, aus Syrien)

Illustration Fahime

Rettung und Freundschaft

Ein Roboter in einer geometrischen Welt möchte auf den Mt. Everest klettern, fällt und wird von seinem Fallschirm gerettet. Als er auf ein Lama trifft, entsteht eine Freundschaft – gemeinsam erklimmen sie den Gipfel. (Mohamed, 18 Jahre, aus Syrien). Reshad (18 Jahre, Afghanistan) lässt sich von Gegenständen helfen: Was braucht man, um den Mt. Everest zu besteigen? In der Technik der Monotypie erstellt er ein Sachverzeichnis an Ausrüstungsgegenständen. Hilfe bekommt auch die Figur in Samiras Erzählung, in der ein Mädchen in einem schönen Haus in einer schönen Landschaft wohnt. Es sieht den Mt. Everest und entscheidet sich hinzugehen. Es muss durch einen dunklen Wald und über den Ozean segeln. Ein Riesenadler trägt sie schließlich zum Gipfel empor. (Samira, 19 Jahre, aus Afghanistan). Bei Nenad (17 Jahre, aus Serbien) reitet der Protagonist auf einem Frosch, steigt um auf einen Wurm und klettert schließlich mit demselben in eine Rakete. Die Rakete stürzt ab, und der Wurm-Freund geht verloren. Ein schwebendes Schiff bringt den Protagonisten zum Mt. Everest, wo die beiden Freunde wieder aufeinandertreffen. Happy End.

Fortsetzung folgt…

Im März werden sich die StipendiatInnen erneut treffen – nicht am Mt. Everest, sondern in der Zeichenfabrik, wo das Projekt fortgeführt wird. Die Illustrationen werden digital verarbeitet – es wird ein Layout erstellt, um die verschiedenen Geschichten in einer Art Anthologie zu einem Silent Book zusammenzufassen.
Wer mehr über das Reisen ohne Worte erfahren möchte, wird gerne hören, dass es eine Ausstellung über das Projekt geben wird: Dort kann man sich dann durch “Die Reise” blättern und sich an den einzigartigen Perspektiven unserer KursteilnehmerInnen erfreuen. Stay tuned!

 

Autorin: Luisa Paumann
Zuerst veröffentlicht auf dem Blog der Zeichenfabrik.

Kunstprojekt der Wiener Start-StipendiatInnen: Light over Darkness

„My heart is full of PEACE.“ – Meghety
„Light wins over darkness.“ – Lalita
„We were created to create.“ * throws glitter in today’s face* – Yıldız
„Are we all lost stars trying to light up the dark?“ – Gamze
„Creating something new helps us find new things in ourselves.“ – Leopold

Alte Menschen waren auch mal Kinder. Als der zweite Weltkrieg begann, wurden viele plötzlich aus ihrer wohlbehüteten Kinderwelt heraus gerissen. Die Welt verwandelt sich in Dunkelheit und Grauen. Unschuldig wurden diese Kinder zu Zeitzeugen. Doch haben sie sich selbst als Opfer wahrgenommen? Glücklicherweise überlebten sie. Jugendliche heute, die selbst Fluchterfahrungen gemacht haben, aus Kriegs­gebieten kommen, führten Gespräche mit jüdischen Zeitzeugen. Sie sprachen über Hoffnung, das Überleben und den Frieden. Wer waren diese Menschen damals und wer sind sie heute? Wie überlebten sie diese Zeit, was war ihr Antrieb? Ist die politische Lage von damals ähnlich wie heute? Aus den Zeitzeugen-Interviews bzw. ihren eigenen Erfahrungen und Motiven erarbeiteten die Jugendlichen schau­spielerische Szenen, Texte und Rapsongs. Die künstlerischen Darstellungen zeigen authentisch den Weg, den die Jugendlichen gegangen sind.


Danke für den wundervollen Abend: Die darstellende Einleitung der Jugendlichen, die Vorführung ihrer Arbeit, die unfassbar traurig, wahr, echt und greifbar war! Vielen Dank auch an die Brunnenpassage für das köstliche Essen danach und an Alle die gekommen sind, um dabei zu sein! Wir werden den Film hoffentlich bald wieder zeigen können! Dazu dann bald mehr!


Mit Abdirahman Ahmed, Bushra Yasin, Gamze Cetin, Lalita Kumari Digwal, Leopold Grolmus, Lisney Wimasha Fernando, Mariama Ibrahim Miko, Meghety Topjian, Mohammad Hijazi, Roberto Ciubotaru, Yıldız Turak

Künstlerische Leitung: Simonida Selimovic (Romano Svato)
Kamera: Servet Yilmaz

„Light over Darkness“ ist das Kunstprojekt der Wiener START-ÖsterreichStipendiat_innen 2016/17.

 

„light over darkness“: Präsentation des Kunstprojekts der Wiener Stipendiat_innen

Alte Menschen waren auch mal Kinder. Als der zweite Weltkrieg begann, wurden viele plötzlich aus ihrer wohlbehüteten Kinderwelt heraus gerissen. Die Welt verwandelt sich in Dunkelheit und Grauen. Unschuldig wurden diese Kinder zu Zeitzeugen. Doch haben sie sich selbst als Opfer wahrgenommen? Glücklicherweise überlebten sie. Jugendliche heute, die selbst Fluchterfahrungen gemacht haben, aus Kriegs­gebieten kommen, führten Gespräche mit Zeitzeug_innen des 2. Weltkrieges. Sie sprachen über Hoffnung, das Überleben und den Frieden. Wer waren diese Menschen damals und wer sind sie heute? Wie überlebten sie diese Zeit, was war ihr Antrieb? Ist die politische Lage von damals ähnlich wie heute? Aus den Zeitzeugen-Interviews bzw. ihren eigenen Erfahrungen und Motiven erarbeiteten die Jugendlichen über das Schuljahr hinweg schau­spielerische Szenen, Texte und Rapsongs.

Die Dokumentation des Projektes wird verwoben mit Interviewszenen mit den Zeitzeug_innen. In den Fragen der Jugendlichen spiegelt sich ihre eigenen Situation.

Am 11.5.2017 präsentierten wir gemeinsam mit der künstlerischen Leitung, Simonida Selimovic, vor rund 150 Gästen den Film.

Neben den Interviews mit den Zeitzeug_innen berührte und beeindruckte die Gäste vor allem das Musikvideo, in dem die Jugendlichen die Erfahrung des Projekts verarbeitet haben:

Light Over Darkness from simonida selimovic on Vimeo.

Hier noch einige Eindrücke der Jugendlichen:

„Seit acht Monate arbeiten wir (Stipendiat_innen) an unserem Kunstprojekt. Wir haben uns mit dem Thema Nationalsozialismus beschäftigt, wir haben erfahren, wie die Zeitzeug_innen, die damals Kinder waren, aus ihrer Kinderwelt herausgerissen wurden. Wir haben über Hass, Liebe, Krieg und über Frieden gesprochen und wir haben viel davon gelernt.
Und endlich haben wir heute unser Projekt präsentiert – mit unserem tollen Film! Ich bin sehr froh, dass ich dabei sein konnte und ich bin auch froh, dass ich mit euch bis in die Nacht gearbeitet habe. Ich danke euch allen und vor allem der Simonida. ❤ Es war wirklich ein tolles Projekt.“ (Meghety)

„Was ich gelernt habe bei diesem Projekt, ist überhaupt auf einer Bühne stehen zu können ohne in unnötigen Druck und Angst zu fallen, und selbst wenn, dann diese als Treibstoff zu benutzen. Dieser Prozess des Selbstvertrauens hat dank Start sein Ziel erreicht und ich weiß, das wird mich für immer verändern.“ (Roberto)

„Einer meiner schönsten und emotionalsten Tage bei START war der Höhepunkt unseres Kunstprojektes. An diesem Tag durfte ich mit anderen Jugendlichen aus meinem Jahrgang Zeitzeugen aus dem zweiten Weltkrieg interviewen. Es war einfach faszinierend. Es lässt mich immer noch staunen wie 80-90-jährige Menschen so liebevoll über ein so grausames Thema reden können. Eine jüdische Dame hat gefragt ob auch Personen von der Täterseite kommen würden. Sie würde ihr gerne die Hand geben, denn damals waren sie doch alle nur Kinder. Oder andere Botschaften wie: „Demokratie ist grausam, aber sie ist das beste was wir haben.“, haben bei mir große Emotionen hinterlassen.“ (Yildiz)

Besonders freut uns, dass die Begegnungen, die im Rahmen dieses Projektes entstanden, weiter gehen. So sind Abdi und das Ehepaar Kaufmann mittlerweile gut befreundet und unternehmen regelmäßig Ausflüge, wie er an anderer Stelle beschreibt.

Kunstprojekt: Das Private und das Politische. Und was hat die Kunst damit zu tun?

In einem mehrmonatigen Projekt haben Schüler_innen des Stipendiums START-Wien gemeinsam mit Kunstvermittler_innen der Kunsthalle Wien sowie den Künstler_innen Johanna Kirsch, Francesco Ciccolella und Peter Phobia gelernt und gearbeitet. Ausgehend von der Ausstellung „Politischer Populismus“ haben sie sich mit dem Zusammenhang zwischen Privatem und Politischem sowie der Rolle der zeitgenössischen Kunst in der Gesellschaft (und der Politik insbesondere) auseinandergesetzt und eigene Zugänge und Kunstwerke erarbeitet.

 

Thematisch ging es um die großen gesellschaftlichen bzw. politischen Themen und Fragestellungen: Eingestiegen sind wir bereits mit der Frage „Was würde ich tun, wenn ich Bürgermeister_in von Wien wäre?“. Entstanden sind Werke, die sich mit Demokratie, Freiheit und Medien(konsum) beschäftigen.

  

Bei der Vernissage am 28.4.16 präsentierten die Stipendiat_innen und Künstler_innen ihre Werke dem Publikum. Ausgestellt werden Zeichnungen, Plakate, Videos und Fotografien – zusammengeführt in einem eigenen Magazin „Politischer Populismus“, das ebenfalls von den Jugendlichen erstellt wurde und eine Auswahl der entstandenen Zeichnungen und Fotografien zusammenfasst.

Noch bis 10.5.16 kann die Ausstellung kostenfrei zu den Öffnungszeiten der Kunsthalle Wien besucht werden!

Über das Projekt:
Vor dem Hintergrund der Ausstellung Politischer Populismus setzten sich die SchülerInnen mit aktuellen politischen und gesellschaftsrelevanten Fragestellungen auseinander, brachten ihre eigenen Gedanken und Erfahrungen zu den Themen ein und diskutierten (viel 
J ). Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit den Themen, die sie besonders interessieren, haben die Jugendlichen aber vor allem die kreative Arbeitsweise unterschiedlicher Künstler_innen kennengelernt und in drei Gruppen gemeinsam mit diesen eigene Arbeiten im Medium ihrer Wahl zu entwickelt. Denn politischer Populismus ist nicht nur auf dem Vormarsch, er bedient sich auch wesentlich stärker popkultureller wie künstlerischer Verfahren und Ästhetiken als noch in früheren Jahren: Social Media, Werbeästhetik und mediale Inszenierung haben schlichten Parolen ein progressives Aussehen verliehen. Rappende Politiker, speziell auf Jugendliche abgestimmte Youtube Clips, Fernsehformate oder Popkonzerte, die politische Themen besetzen und Ressentiments gesellschaftsfähig machen wollen, gehören zum modernen Medienalltag. Künstlerische Werke wiederum reflektieren diese Tendenz, kommentieren sie oder geben ihr eine subversive zweite Ebene, welche die Mechanismen des politischen Populismus gegen diesen wendet. All dies wurde mit den Schüler_innen nachvollzogen. Ihre Perspektive spiegelt sich nun in ihren eigenen Arbeiten wieder.

START-Wien Kunstprojekt: Wenn ich Bürgermeister_in von Wien wäre…

Beim zweiten Workshop des diesjährigen Kunstprojektes mit der Kunsthalle Wien am 4.10. wurde es politisch. Nur wenige Tage vor der Wiener Wahl war die große Frage: Was würde ich machen, wenn ich Bürgermeister_in von Wien wäre?

Was das mit einem Kunstprojekt zu tun hat? Viel! Die Schüler_innen bekamen dazu den Auftrag, ihre Antworten in einen Videobeitrag darzustellen. Dazu gehörte neben dem Inhalt der kurzen Rede auch das Zeichnen eines Storyboards, Überlegungen zur Inszenierung, die Einteilung der anderen Schüler_innen für Aufgaben wie Ton, Aufnahme, Kamera und als Statisten. Die Ergebnisse waren vielfältig und unterhaltsam! Von einem Wahlaufruf bis hin zur Gründung eigener Parteien war alles dabei.

IMG-20151007-WA0002 IMG-20151007-WA0003 IMG-20151007-WA0007Teil zwei des Workshop-Tages beschäftigte sich mit Fotografie als künstlerischem Medium. Nach einer gemeinsamen Diskussionsrunde zu den Themen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung wurden Plakate gestaltet und im Studio fotografiert. Und in Teil drei ging es hinaus auf die Straße. Von Passant_innen wollten wir wissen, was für sie Kunst ist, was Politik und was sie eigentlich machen würden, wenn sie Bürgermeister_in von Wien wären. Gegenübergestellt wurden dem dann die Aussagen „echter“ Politiker_innen und Bürgermeisterkandidat_innen anhand der aufgehängten Plakate. Und den Reaktionen der Wiener Passant_innen darauf. Denn viele Plakate wurden bemalt, beklebt und kommentiert.

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Anhand des in Wien omnipräsenten Themas Bürgermeister_innenwahl sind wir in die künstlerische Medienproduktion eingestiegen und haben uns so thematisch wie inhaltlich bereits eingestimmt, auf das was noch kommt. Eine erste Reflexion gibt es beim Ausstellungbesuch „Politischer Populismus“ demnächst. Und dann geht es gemeinsam mit ausgewählten Künstler_innen an das erarbeiten eigener Kunstwerke!

START-Wien x Kunsthalle Wien: Das Private, das Politische und die Kunst

Es freut uns ganz besonders, als Kooperationspartner für das Kunstprojekt 2015/16 die Kunsthalle Wien eine der größten Institutionen für zeitgenössische Kunst und deren Vermittlung gewonnen zu haben.

In einem mehrmonatigen Projekt werden sich unsere SchülerInnen gemeinsam mit KunstvermittlerInnen der Kunsthalle sowie verschiedenen KünstlerInnen in Kleingruppen mit dem Zusammenhang zwischen Privaten und Politischem sowie der Rolle der zeitgenössischen Kunst in der Gesellschaft (und Politik insbesondere) auseinandersetzen. Am Ende dieses Prozesses werden eigene Arbeiten entstanden sein, die in einer Ausstellung im Frühsommer 2016 präsentiert werden.

Der erste Workshop fand am 11.9.15 in der Kunsthalle Wien statt. Gemeinsam besuchten wir die Ausstellung „individual stories“ und näherten uns anhand dieser der zeitgenössischen Kunst sowie den großen Fragen: Was ist Kunst und wer ist ein/e Künstler/in an. Fragen, die nicht einfach zu beantworten sind, denn, so zeigte sich schnell, zeitgenössische Kunst ist oft sperrig und widerständig. Oft provoziert sie, oft ist sie voller Bezüge und Verweise. Sie lässt sich nicht einfach durch Emotionen oder persönliche Zustände erfassen. Trotzdem handelt sie von Zeitgenossen, spricht Themen an, die jeder kennt. Sie ist sowohl fremd, als auch vertraut. Die Themen der Künstler/innen, ihre eingesetzten Medien und Strategien Aufmerksamkeit zu erreichen werden wir auch im weiteren Projektverlauf kritisch unter die Lupe nehmen. Die (unterschiedliche) Wirkung auf uns als Betrachter/innen werden wir hinterfragen.
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Vor dem Hintergrund der Ausstellung Politischer Populismus setzen sich die SchülerInnen mit weiteren aktuellen politischen und gesellschaftsrelevanten Fragestellungen auseinander, bringen ihre eigenen Gedanken und Erfahrungen zu den Themen ein. Neben einer theoretischen Auseinandersetzung mit den Themen, die sie besonders interessieren, haben die Jugendlichen die Möglichkeit, die kreative Arbeitsweise unterschiedlicher Künstler/innen kennenzulernen und in weiteren Workshopeinheiten in Kleingruppen gemeinsam mit jeweils einem/r Künstler/in eine Arbeit im Medium ihrer Wahl zu entwickeln. Denn politischer Populismus ist nicht nur auf dem Vormarsch, er bedient sich auch wesentlich stärker popkultureller wie künstlerischer Verfahren und Ästhetiken als noch in früheren Jahren. Social Media, Werbeästhetik und mediale Inszenierung haben schlichten Parolen ein progressives Aussehen verliehen. Rappende Politiker, speziell auf Jugendliche abgestimmte Youtube Clips, Fernsehformate oder Popkonzerte, die politische Themen besetzen und Ressentiments gesellschaftsfähig machen wollen, gehören zum modernen Medienalltag. Künstlerische Werke wiederum reflektieren diese Tendenz, kommentieren sie oder geben ihr eine subversive zweite Ebene, welche die Mechanismen des politischen Populismus gegen diesen wendet

Je nach Interessensschwerpunkten der Jugendlichen können gemeinsam mit den Künstler/innen in den Kleingruppen Themen aufgegriffen und Strategien des Aufzeigens und Vermittelns gefunden werden.
Durch die Künstler/innen lernen die Jugendlichen eine kreative Arbeitsweise bzw. Schaffensprozess kennen, können zuerst im geschützten Rahmen experimentieren und arbeiten dann gezielt im Kleinteam an einer Arbeit im Medium ihrer Wahl, die in einer Endpräsentation einer Öffentlichkeit gezeigt wird.

Uraufführung MY BODY IN ME – Das Kunstprojekt der START-Wien StipendiatInnen

Ich lebe in einem Land, in dem Kleidung dazu dient die Persönlichkeit zu unterdrücken.
Ich lebe in einem Land mit Sixpack – Kultur.
Ich lebe in einem Land, in dem jeder mit seinem Körper tun kann was er will.
Ich lebe in einem Land voller Stolz.
Ich lebe in einem Land voller Vorurteile.
Ich lebe in einem Land, das auf zwei Kontinenten liegt.
Ich lebe in einem Land, in dem mein Körper das Eigentum meiner Eltern ist.
Ich lebe in einem Land, in dem man für Cremes wirbt, die einen heller machen sollen.
Ich lebe in einem Land, in dem Eltern nicht nur für ihre Kinder leben.
Ich lebe in einem Land, in dem jeder die Möglichkeit zur Bildung bekommt.
Ich lebe in einem Land, in dem man den Bauch nicht einziehen muss.
Ich lebe in einem Land, in dem Rede- und Meinungsfreiheit teilweise nur auf dem Blatt existieren.
Ich lebe in einem Land, in dem es wichtiger ist geschminkt zu sein, als eine Meinung zu haben.
Ich lebe in einem Land, in dem mein Körper einem Mann gehört, den ich nicht liebe.

WHEN MY BODY JUMPS THEN TIME STANDS STILL

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Vierzig StipendiatInnen von START-Wien haben unter der künstlerischen Leitung von Mirjam Sögner und Julia Perschon des Theater DSCHUNGEL WIEN in den letzten Monaten ein multimediales Tanztheater erarbeitet. Die ausverkaufte Uraufführung von „My Body in Me“ fand gestern mit über 180 begeisterten Zuschauern statt.

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Modewelt, Fitnesstrends und Rollenbilder: Auf der Suche nach dem „Authentischen“

Die Modewelt, neue Fitnesstrends und Gesundheitsansätze sind nur einige Einflüsse, die den Körper zum Spielball von Eigen- und Fremdbildern machen und verschiedene Empfindungen auslösen können. Oft geht dabei das Wahrnehmungsgefühl für den eigenen Körper verloren und wir werden von Rollenbildern geprägt. Doch wollen wir diesen Rollenbildern denn entsprechen? Tun sie uns gut? Verhält sich mein Körper in der Öffentlichkeit anders?

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Auf die Suche nach dem „Authentischen“ haben sich die StipendiatInnen des START-Wien Programms im Rahmen des diesjährigen Kunstprojekts gemacht. Während der Proben zu „My Body in Me“ haben sich die jungen KünstlerInnen diesen Fragen tänzerisch, schauspielerisch, in Worten und mit Videokameras ausgestattet genähert. Das Ergebnis ist ein multimediales Theaterstück in vier Akten, das am 8.4.2015 im DSCHUNGEL WIEN einem begeisterten Publikum präsentiert wurde.

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„Die Arbeit mit Mirjam Sögner und Julia Perschon vom DSCHUNGEL WIEN war eine Herausforderung und wertvolle Erfahrung für unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten“, erzählt Dipl.-Soz. Katrin Triebswetter, Projektkoordinatorin von START-Wien „Unsere Jugendlichen, wie alle anderen auch, sehen sich starken Normierungserwartungen in Bezug auf ihren Körper ausgesetzt. Zu sehen, wie sie diese im Verlauf Stück für Stück in Frage gestellt und dadurch Selbstbewusstsein gewonnen haben, bestätigt auch unseren Ansatz, künstlerischen Perspektiven in unserem Bildungsprogramm einen breiten Raum zu geben. Die Stärke, die sie dadurch gewonnen haben, wurde auch für das Publikum spürbar.“

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Das Stück wird am Wochenende noch viermal aufgeführt:
Do. 9. April 19:30 Uhr
Fr. 10. Apr. 10.30 und 19.30 Uhr (im Anschluss an die Abendvorstellung am Freitag findet ein öffentliches Publikumsgespräch statt).
Sa. 11. Apr. 19.30 Uhr
Weitere Infos zum Stück, den KünstlerInnen und die Möglichkeit zur Kartenreservierung finden Sieauf der Seite des Theater DSCHUNGEL WIEN.
Und eine erste Kritik zum Stück gibt es bereits im Kurier – danke!

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Kunstprojekt „My Body In Me“: Uraufführung am 8. April im Theater DSCHUNGEL Wien!

Von der Modewelt über Fitness bis zu Gesundheitsansätzen und verschiedensten Trends – der Körper
wird oft zum Spielball von Eigen- und Fremdbildern und verschiedenen Gefühlen. Ist mein Körper
der richtige? Fühle ich mich wohl? Was drückt mein Körper aus? Wie bewege ich mich in meinem
Körper? Was passt zu meinem Körper? Wie verhält sich mein Körper in der Öffentlichkeit?

Oft geht uns dabei das eigene Wahrnehmungsgefühl des Körpers, seiner Impulse und Bewegungen
verloren. Wir suchen nach dem Authentischen, doch was ist dies genau? Wie spürt man das? Man
sucht nach dem Richtigen, doch was ist das? Gibt es das überhaupt? Woher kommen all die verschiedenen
Bilder und Annahmen wie ein Körper, eine Bewegung sein sollte?

Viele zum Teil sehr schwierige Fragen haben sich unsere StipendiatInnen während der Proben am Kunstprojekt in den letzten Monaten gestellt. Sie haben sich ihnen tänzerisch, schauspielerisch, in Worten und mit Videokameras ausgestattet genähert. Es enstand ein multimediales Tanztheaterstück in vier Akten und die Hauptprobenphase hat nun gestartet.

Nun steigt die Nervosität—und die Vorfreude, denn am 8. April feiert unser Stück um 19:30 Uhr im Theaterhaus DSCHUNGEL Wien seine Uraufführung! Weitere Termine und die Möglichkeit, Karten zu reservieren finden sie auf www.dschungelwien.at mybodyinme_text
Wir würden uns sehr freuen, Sie bei einer der Aufführungen begrüßen zu dürfen!

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Kunstprojekt: Konzert „Stimmt! Performing transformed music“

40 START-Wien StipendiatInnen spüren musikalisch „stimmigen“ Begegnungen nach

Am vergangenen Samstag, 17.5.2014, wurden die Ergebnisse des diesjährigen START-Wien Kunstprojekts „Stimmt! Performing transformed music“ im Konzertraum des Wiener Gasometer B präsentiert. Kooperationspartnerin von START-Wien war die JSBM POP Akademie (www.popak.at). Vierzig SchülerInnen begeisterten das Publikum mit selbst komponierten Songs, Klangkollagen, Loops und Beatbox-Stücken, die sich kritisch mit Themen wie Identität, Freiheit, Beziehungen/Ehe oder Rassismus auseinandersetzten. Zudem präsentierten die Jugendliche in einem Vokalensemble ihre Interpretation bekannter Lieder sowie eine Percussion-Einlage.

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Unter den ZuhörerInnen befanden sich unter anderem der Wiener Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch, Stifterin Ulrike Crespo sowie weitere PatInnen des Stipendienprojekts haben.

Über acht Monate haben die StipendiatInnen zusammen mit den KünstlerInnen der JSBM POP Akademie geprobt und experimentiert, die eigene Stimme verfremdet und damit ungewohnte Klänge erzeugt, sowohl durch Körper- als auch Computertechnik. Angeboten wurden Workshops zu Computerkomposition, Experimentalmusik, Studio/Aufnahme, Beatboxing, Percussion, Singer/Songwriter, Band, Klangcollage, Vokalensemble, Rhythmik und Studiotechnik. Es wurde übergreifend gearbeitet und die Grundidee der Vernetzung von Sprache – Stimme – Klang – Kultur – Musik zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt. So lernten die Schüler die vielseitigen Facetten musikalischen Schaffens kennen.

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Kunst macht selbst-bewusst

Die Jugendlichen haben Songs und Performances geschaffen, in denen „stimmige Begegnungen“ thematisiert werden. Wie sich Menschen begegnen, welche Erwartungshaltungen sie an ihr Gegenüber haben und wieweit diese erfüllt werden. „Ich will – Ich bin – Ich soll – Ich muss“ war dabei der Rahmen, innerhalb dessen sich die Songtexte und Performances inhaltlich bewegen.

START Wien unterstützt Jugendliche generell mit seinen Bildungsseminaren dabei, ihr Selbst-Bewusstsein zu entwickeln. Beim „Stimmt! Performing transformed music“ war die Stimme das zentrale Thema. Es ging einerseits um den Mut, sich auszudrücken und sich auf Experimente mit der eigenen Stimme einzulassen. Andererseits ging es im Sinne einer ganzheitlichen Bildung auch darum, dass die SchülerInnen das, was sie in einem Kunstprojekt gelernt haben, auch in ihrem Leben umsetzen können – die Schulung des Auftretens, des Miteinanders und der Feinfühligkeit in sozialen Gefügen.

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Die StipendiatInnen haben in den Workshops und beim Konzert erfahren, welche Kraft in ihrer eigenen Stimme liegt, wie viel Kraft entsteht, wenn Stimmen gebündelt werden und ein stimmiges Miteinander entsteht.

START-Wien Kunstprojekt 2013/14: „Stimmt! Performing transformed music.“

Jedes Schuljahr arbeiten alle START-Wien StipendiatInnen gemeinsam in einem Kunstprojekt zusammen mit KünstlerInnen verschiedenster Kunstsparten an einem Thema. Wir freuen uns sehr, dass wir im Schuljahr 2013/14 die JSBM POP Akademie als Kooperationspartner gewinnen konnten und damit ausgezeichnete MusikerInnen und einen wunderbar kreativen und ausgestatteten Ort.

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„Stimmt! – Performing transformed music.“ ist der Titel des diesjährigen Projekts und es dreht sich alles um die Stimme, deren Klang und die Transformation dieser Klänge. Die Grundidee der Vernetzung ist roter Faden der einzelnen Workshops, in denen die SchülerInnen vielseitige Facetten musikalischen Schaffens erfahren und ausprobieren können. Angeboten werden Workshops zu Computerkomposition, Experimentalmusik, Studio/Aufnahme, Beatboxing, Percussion, Singer/Songwriter, Band, Klangcollage, Vokalensemble, Rhythmik und Technik.

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Das Fremde im Bekannten zu finden—eine Idee, mit der die StipendiatInnen nur zu vertraut sind. Innerhalb des Kunstprojekts wird dieser Satz zum künstlerischen Programm. Mittels Technik—PC oder körperlicher Technik—werden Stimmen neu entdeckt, verfremdet etc.. Bilder des „Fremden“ und „Bekannten“ zu hinterfragen, eigene und die des Publikums bei der Präsentation am 17. Mai 2014, ist ein wichtiger Teil. Dieses Mal aber weniger auf der Ebene der Identitäten, sondern in der Welt der Klänge.

Die Schulung der Stimme, des Auftretens, des Miteinanders und der Feinfühligkeit in sozialen Gefügen ist—wie bei den START-Bildungsseminaren—auch im Kunstprojekt Thema. Mit der künstlerischen Ausdrucksform, die den meisten Jugendlichen am nächsten steht, der Musik, können so auch klassische Weiterbildungsthemen auf eine kreative Weise neu erlebt werden. Die StipendiatInnen erfahren, welche Kraft in ihrer eigenen Stimme liegt, wie viel Kraft entsteht, wenn Stimmen gebündelt werden und ein „stimmiges“ Miteinander entsteht. Es geht um den Mut, sich auszudrücken, der wichtiger ist als Konventionen des „Schönen“. Das Entstehen von Gemeinschaft aus der Musik heraus, die andere mitreißt und begeistert. Und nicht zuletzt geht es darum, dass das, was innerhalb des Musikprojekts gelernt werden kann, auch in der Schule, den eigenen Hobbies und im späteren Berufsleben angewendet werden kann.

Mehr über unseren Kooperationspartner, die POP Akademie, erfahren Sie hier: www.popak.at

 

Kunstprojekt: „Me & the others“ – ein Ausstellungsabend der Wiener StipendiatInnen

Durch das Wiener Riesenrad hindurch ging es für die Gäste der Präsentation des diesjährigen Wiener Kunstprojekts in den ersten Stock des Ragnarhofes, wo sie von den getapten Gesichtern der StipendiatInnen empfangen wurden.

Nach gut acht Monaten Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie, vertiefenden Workshops dazu sowie Audio und Grafik und hunderten Bildern und Soundfiles ist eine vielfältige Ausstellung entstanden, die sich – ebenso wie unsere StipendiatInnen – durch Perspektivenvielfalt, Kreativität, kritischen Blick und Detailverliebtheit auszeichnet.

Viele Riesenräder in einem mitten im Raum hängenden Rad, eine Hörstation mit der Aufforderung, das gehörte Bild selbst zu zeichnen, Porträts, Modefotografie, Plakate und vieles mehr erwartete die zahlreichen Freunde, Familienmitglieder, PatInnen und andere an diesem Abend.

Im letzten Kunstprojekt ging es darum, woher wir kommen, wer wir sind, so einer der StipendiatInnen. Diese Kunstprojekt dreht sich um unsere Zukunft, wohin wir wollen. Anregender Gesprächsstoff also! Und viele neue Eindrücke, die die Gäste mit nach Hause nahmen. Besonders freut uns auch das Feedback einer Lehrerin, die einige Inspirationen für den Kunstunterricht fand und betonte, dass es so schön sei, wenn StipendiatInnen diese besonderen Erfahrungen mit ihren MitschülerInnen teilen.

Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an ipsum, den Verein, der dieses Projekt so wunderbar umgesetzt hat!

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Alle Fotos: (c) ipsum

Ausstellung des diesjährigen Kunstprojekts der START StipendiatInnen


(Wie) Lebst du? – hast du dir diese Frage auch schon einmal gestellt?

Die StipendiatInnen des START – Stipendienprogramms setzen sich mit einer fotografischen Perspektive auf ihr eigenes Leben und das der Anderen seit Oktober 2012 intensiv auseinander.

Wie finde ich mich selbst? Wie ist das mit dem (eigenen) Gefühlschaos? Was sind unsere Lebensweisen? Und wie können wir das darstellen, anderen
einen Einblick darin geben und uns gemeinsam darüber austauschen?

Die Antworten, die die StipendiatInnen in Form von Fotografien, Sounds und grafischer Darstellung auf all diese Fragen gefunden haben kannst du schon bald live erleben!

Wann: Montag, 3.6.2013 um 19 Uhr
Wo: Ragnarhof – Grundsteingasse 12, 1160 Wien

Anmeldungen über Facebook oder unter triebswetter@start-stipendium.at