Präsentation Kunstprojekt „Klamottenkunst“ und Kleidertauschparty

START-Wien Stipendiatin und Kunstprojektteilnehmerin Ebru berichtet über den Präsentationsabend

Nach vier anstrengenden, produktiven Tagen konnten die START-Stipendiaten und Stipendiatinnen nun endlich die im Kunstprojekt hergestellten Produkte bei der Kleidertauschparty präsentieren. Neben den präsentierten Kleidungstücken, die größtenteils aus Altkleidern hergestellt wurden, haben die START-Stipendiaten und Stipendiatinnen, die am Kunstprojekt teilgenommen haben, den über 50 Gästen an diesem besonderen Abend eine Präsentation über Kleider, deren Herstellungsprozess und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden, gehalten. 

Mit der Moderation von Aylin Gezici und Shehab Abdel-Latif wurde die Eröffnung des Abends, die Präsentation und die Modenshow begleitet. Anschließend wurde das Buffet eröffnet und den Gästen war die Wahl gegeben die von den Stipendiaten und Stipendiatinnen abgegebenen Kleidungsstücke mitzunehmen und für eigene Zwecke zu benutzen. Einige Stunden vor Beginn der Veranstaltung: Hastig wurden Tische verschoben, Kleiderständer aufgebaut und das Essen auf den Tischen aufbereitet. Kurz danach wurde die Präsentation ordentlich eingeübt, sodass die START-Stipendiaten und Stipendiatinnen selbstsicher und überzeugend wichtige und erschreckende Fakten der Kleidungsindustrie den Gästen übermitteln. Unter den Präsentationen gab es auch ein kleines „Interview“ ausgekleidet als Theaterstück vorgespielt. In dem nahmen Stipendiaten andere Identitäten an und versetzten sich in die Lage von z.B. einer Näherin aus Ländern wie der Türkei, Pakistan, Indien etc., um so dem Publikum ein Gefühl der Situation der ausgebeuteten Menschen in der Kleidungsindustrie zu geben. Allein durch die gute Organisation unserer Projektkoordinatorinnen Aleksandra Milosevic und Anna Eder und der freiwilligen Mithilfe unserer START-Stipendiaten und Stipendiatinnen war es möglich den informativen Abend mit dem kulinarischen Essen aus dem Peace Kitchen Cafe Restaurant zu einem Erfolg werden.

Ein weiteres Mal gelang es Start Wien, das Programm sehr spannend und abwechslungsreich zu gestalten. Natürlich halfen wir Stipis auch mit, vor allem mit unseren informativen Präsentationen konnten wir das Interesse aller Besucher wecken. Unsere Präsentationen behandelten die Themen Soziale Aspekte in der Produktionskette, globale Auswirkungen negative Umweltfaktoren, Alternative und Handelsmöglichkeiten. Diese Mitarbeit war sehr wertvoll für uns, denn wir alle haben sowohl viel Zeit als auch viel Kreativität und Freude investiert. Die Präsentationen wurden von einer bis zu anderen interessanter und innovativer. Ich bin immer noch davon begeistert wie gut unsere Zusammenarbeit funktioniert hat und was für ein großartiges Ergebnis erzielt haben. Zum Schluss möchte ich noch betonen, dass ich mir nie vorgestellt hätte, dass so viele Leute kommen werden. Dadurch wurde mir bewiesen, dass es doch viele Menschen gibt, denen die Umwelt wichtig ist und versuchen mitzuhelfen, die Welt und die Menschen zu retten. -Fatema

Das Kunstprojekt war für mich nicht nur ein Projekt, sondern eine Zusammenarbeit mit den anderen Stipis und der Kampf gegen die allgegenwärtige Mode bzw. alles ist erlaubt. Wir mussten uns nicht an die Trends der heutigen Zeit halten, sondern eher die eigenen neuen Ideen umzusetzen. Es gibt keine Grenzen für Kreativität und aus den Versuchen kommt die Erfahrung und Weisheit. Ich habe gelernt, wer nicht versucht, der wird niemals wissen was entstanden wäre. Wir haben ebenfalls aus alten Kleidungsstücken etwas Neues entwickelt, wir haben recycelt und sind uns haben uns viel mit der Textilindustrie beschäftigt und haben darüber auch präsentiert, um nicht nur uns selbst darüber im Klaren zu sein, sondern auch den anderen Menschen ein Einblick in das Leben der Menschen in den Textilfabriken der Großkonzerne zu geben. Ich selbst habe mit meinem Team ein Interview geführt, um über die sozialen Aspekte der Textilindustrie zu berichten. Ich habe viel erfahren, viel ausprobiert und viel gelernt. Dieses Projekt war etwas Besonderes und ich bin sehr glücklich mit dem was wir erreicht haben. -Balqiz

Mir hat das Kunstprojekt sehr gut gefallen. Dabei erfuhr ich sehr viel von der Kleidungsproduktion und lernte Maßnahmen kennen, wodurch unsere Umwelt weniger belastet werden kann wie z.B. durch Recycling. Außerdem hatte ich dort meine ersten Erfahrungen beim Nähen. Unsere Betreuerinnen Esther und Gudrun haben uns bei unseren Projekten und Präsentationen sehr unterstützt. Für mich waren sie sehr gute Vorbilder. Die Kleidungsparty war sehr unterhaltsam und wir hatten einen schönen Abend mit den Gästen. Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns mit diesem Thema auseinandersetzten, denn viele leiden heutzutage unter Lungenerkrankungen, die aufgrund der Luftverschmutzung von den Fabriken verursacht werden. Wenn diese Generation sich weiter an die Umweltverschmutzung beteiligt, werden die Menschen möglicherweise ersticken. Deshalb ist eine Bewegung notwendig! Wir Jungen können mit den Älteren gemeinsam Lösungsvorschläge für unsere Umwelt finden. Ich hoffe, dass die neue Generation die Fehler der vorigen Generationen vermeiden und sich für den Schutz der Umwelt einsetzen. -Jihan

„Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns mit diesem Thema auseinandersetzten. Eine Bewegung ist notwendig! Wir Jungen können mit den Älteren gemeinsam Lösungsvorschläge für unsere Umwelt finden

Der Kunstprojekt hat immer von 10-18 Uhr stattgefunden. Am Vormittag haben wir immer an unserer Präsentation gearbeitet, was wir am 4.5 vor vielen Menschen vortragen müssten und am Nachmittag haben wir genäht. Am ersten Tag haben wir eine Näheinschulung bekommen. Unsere Kursleiterin Ester und Gudrun haben uns sehr geholfen, da ich gar nicht nähen könnte. Durch dieses Kunstprojekt habe ich jetzt viele Informationen bekommen, wie unsere Kleidung hergestellt wird. Und wie schädlich das für unsere Umwelt und für die Arbeitern sind. Dazu haben wir alternativen Methoden gefunden, die dieses Problem lösen, was ich jetzt selbst folge. Am Ende will ich START herzlich bedanken, dass sie uns diese Gelegenheit gegeben haben, um dieses tolle Projekt zu besuchen. -Himanshi

Das Kunstprojekt war für mich sehr hilfreich. Ich habe bei dem Projekt vieles gelernt, unter anderem wie man mit einer Nähmaschine umgeht und wie man näht. Außerdem haben wir Gruppenarbeit gemacht, bei der wir unsere Zusammenarbeit verstärkt haben. Der Präsentationsabend war sehr schön und unvergesslich. Denn wir haben unsere Projekte sehr unterhaltsam und lustig präsentiert. Das könnte ich in allen Gesichtern sehen, wie sie lächelnd und aufmerksam uns zugeschaut haben. -Aziz

Für mich war das Projekt sehr umfangreich. Ich habe viele Fakten über die Bekleidungsindustrie und Produktionskette entdeckt. Besonders spannend war der kurze, aber schöne Präsentationsabend. Da habe ich echt Spaß gehabt, weil alles gut gelaufen ist, obwohl es mit den Vorbereitungen ein bisschen stressig war. Solche Veranstaltungen mag ich sehr gern, wo ich selbst bei der Organisation dabei bin. Menschen einzuladen, mich vorzubereiten, etwas zu sagen oder zum Präsentieren zu haben und am Schluss mit Freunden und Gästen gemeinsam zu essen und die restliche Zeit mit denen zu genießen, wünsche ich mir immer wieder zu erleben. -Sabiha

Die Stipis und ich haben uns an zwei Wochenenden (4 Tagen) intensiv gearbeitet. Jeder Stipi hat Projekte genäht, die an dem Präsentation-Abend präsentiert wurden. Ich habe außerdem viele neue Informationen über die Herstellung von Klamotten erfahren. Der Präsentation-Abend fand ich super. Es war schon ein bisschen stressig, da wir bei den Proben nicht genug Zeit hatten. ABER trotzdem finde ich, dass wir die Präsentation sehr gut präsentiert haben und was mich besonders gefallen hat, ist, dass mehr Gäste gekommen sind als ich dachte und dass wir einen schönen Schluss hatten. -Israa

Das Kunstprojekt war nicht nur eine sehr schöne Zeit mit den anderen Stipendiaten sondern auch eine unglaubliche Erfahrung die ich sammeln durfte. Ich konnte meine Kreativität im Nähen freien Lauf lassen und das war das Besondere daran. Das Esther und Gudrun uns bei egal welcher Idee unterstützt haben war sehr toll. Durch die Hilfe von beiden konnte ich meinen eigenen Rucksack nähen, auf den ich sehr stolz bin. -Edison