Wir sind HeldInnen!

“Wir sind HeldInnen!” ist ein thematischer Rundgang des Vermittlungsprojekts “denk mal wien” des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ). START-Wien Stipendiatin Balqiz berichtet vom Rundgang rund um den Heldenplatz und durch die Wiener Innenstadt.

Die Führung, die wir am Heldenplatz gemacht haben war etwas Neues. Obwohl wir alle in Wien leben und uns hier ziemlich gut eingelebt haben und der Meinung sind unsere Stadt zu kennen, war ich überrascht, wie viel wir noch lernen können. Die Themen, die wir behandelt haben waren verscheiden und wir haben uns mit vielen Fragen auseinandergesetzt, die wir uns so nicht stellen: Wer sind die HeldInnen? Was macht uns zum Helden/zur Heldin? Sind Helden Feldherren, die eine Armee führen und gewinnen? Oder gehört mehr dazu? Ist die Verweigerung zur Teilnahme am Krieg eine noble oder feige Tat?  Es wurde viel diskutiert und wir haben uns viele Denkmäler angeschaut und uns mit diesen vertraut gemacht. Wie haben festgestellt: Manchmal hat auch ein kleines Zeichen viel Bedeutung und wir sollten die Dinge genauer betrachten, denn alles hat eine Geschichte.

Ein herzliches Danke an unserer Vermittler Klemens Lichtenwöhrer, der mit interaktiven Methoden und vielen Diskussionsrunden den Rundgang sehr spannend und abwechslungsreich gestaltet hat.

Und wie hat den Stipendiat*innen der Rundgang durch die Wiener Innenstadt gefallen?

Die Führung war sehr nett und informierend. Innerhalb von zwei Stunden durften wir viel über die Geschichte des Heldenplatz erfahren. Wer die Helden waren und was sie in der Geschichte von Österreich geändert haben. Der Vermittler war auch sehr nett. Er hat sich sehr gut ausgekannt hat. Unsere Fragen wurden ausführlich beantwortet und wir hatten einen interessanten Vormittag verbracht. 🙂 -Sara

Der angenehme Spaziergang auf dem Heldenplatz hat mich zum Denken gebracht! Die historischen Ereignisse und Hintergründe verschiedener Denkmäler waren mir bisher nicht bekannt. Ich freue mich, einen weiteren Schritt zu der Geschichte Österreichs gemacht zu haben! -Mariana

Also ich fand den Workshop super toll , denn  ich habe über die Geschichte Österreichs mehr zu Kenntnis genommen als ich in der Schule je gelernt habe. Außerdem war es erstaunlich, dass Österreich von einer Diktatur zu einer Demokratie wurde. Warum ich das so erstaunlich finde, ist, dass die Menschen aus den Vergangenheit Fehlern gelernt haben zumindest, dass das Volk eine wichtige Rolle spielt. -Mariam

Es hat mir ziemlich gut gefallen. -Abdul Baset

Zweiter Tanzworkshop bei START-Salzburg

Mit vollem Schwung starteten die Salzburger Stipendiatinnen und Stipendiaten in den zweiten Tanzworkshop. Ziel ist es, für die Feier zu 10 Jahre START-Salzburg, die am 7. November über die Bühne gehen wird, ein attraktives Programm für die Gäste zusammenzustellen. Ein Teil der Stipendiat*innen hat sich dazu entschieden, im START Chor ihre gesanglichen Möglichkeiten auszuloten. Der andere Teil erarbeitet gemeinsam mit Tanzpädagogin Sara Zaitova einen attraktiven modernen Tanz. Dazu fand am 28. September der zweite Termin statt. Mit vielen spannenden Einlagen und schauspiererischen Elementen wird der Tanz sicher ein Highlight der kommenden Feier werden.

Mir hat der Tanzworkshop sehr gut gefallen, weil man durchs Tanzen seinen Körper besser kennenlernen kann. Wir haben ohne Probleme getanzt, es war voll super. Die Tanzlehrerin Zara hatte mehrere Lieder vorbereitet und ich freue mich schon sehr auf das Ergebnis.

START-Stipendiatin Ioana

Wir haben mit der neuen Choreographie angefangen und die habe ich sehr spannend gefunden. Ich tanze gerne, wenn ich nervös oder traurig bin, dann fühle ich mich besser.

START-Stipendiatin Hana

Rhythm is a Dancer – Impulstanzfestival

Am 3. August 2019 sollten die Stipdendiat*innen einer der dynamischten Sommerangebote in Wien miterleben dürfen. Um uns für den Abend zu stärken trafen wir uns zunächst in einem der besten syrischen Restaurants in Wien zum gemeinsamen Abendesssen. Danach gingen wir zu Fuß zu den Probebühnen im Arsenal, wo wie jeden Sommer zahlreiche Angebote des Impulstanzfestivals stattfinden. Die Schlange für das Dance-Battle war recht lang und wie alle hofften wir, dass wir einen Platz bekommen würden. Als wir reinkamen war gleich eine total schöne Stimmung, man konnte richtig die durch und durch positive Energie spüren. Im Vorhinein konnten alle, die mittanzen wollten sich anmelden. Ungefähr 30 Tänzer*innen zeigten in der ersten Runde einzeln ihr Können. Die Hälfte sollte dann in die nächste Runde kommen, in welcher 1:1 gegeneinander angetreten wurde. Es war so spannend und wunderschön den Tänzer*innen zuzuschauen wie sich ihre Bewegungen alle von einander unterschieden und alles so fließend und leicht aussah. In den Pausen tanzte dann das ganze Publikum zusammen. Es war wirklich eine wunderschöne Stimmung.

“Für mich war ein besonderer Tag, denn ich hatte viel Spaß.
Besonders war das Essen Lecker und sehr wichtig waren die Personalien auch nett. Mir hat auch diese lange Schlange gefallen, da wir viel Zeit hatten, mit ein anderer zu reden und es ist sehr schön mit euch zu reden.
Am meisten, was mir gefallen hat, war dort ein kleines süßes Mädchen mit ihrer Eltern. Ebru, Shehab und ich standen auf dem Fensterbrett, da es nicht passende Plätze für uns gab, und dies kleines Mädchen hat vor uns getanzt. Das war sehr süß.
Ich hatte viel Spaß dabei und das bedanke ich Start-Stipendium und besonders dich Anna.” Sakaria

Rafiki

Am 23. Juli 2019 besuchten die Stipendiat*innen zusammen das Filmcasino um sich den Film Rafiki anzuschauen. Dieser handelt von zwei jungen Frauen in Kenia, die sich ineinander verlieben und mit ihrer Beziehung gegen Konventionen verstoßen.
Die Geschichte der beiden Liebenden hat Kahiu der Kurzgeschichte Jambula Tree der ugandischen Schriftstellerin Monica Arac de Nyeko entlehnt. Laut der Zeit wurde “die Vorführung des fertigen Films in Kenia zunächst verboten, da er laut des Leiters der Filmklassifizierungsbehörde “Homosexualität zu legitimieren und zu normalisieren” versuche. Trotzdem schaffte es Rafiki als erster kenianischer Film in die offizielle Auswahl der Filmfestspiele von Cannes. Und da ein Film im eigenen Land gezeigt worden sein muss, damit er für die Oscars nominiert werden kann, reichte die Regisseurin später Klage gegen das Verbot der Filmaufsichtsbehörde ein. Mit zumindest einem kleinen Erfolg: Für Rafiki wurde eine Ausnahmeregelung getroffen, aufgrund derer das Drama eine Woche lang in einem Kino in Nairobi zu sehen war.”

Es war wirklich ein sehr schöner und auch trauriger Film. Die Regisseurin schaffte es trotz der sehr gesellschaftskritischen Komponente des Films, gleichzeitig auch eine echte und romantische Liebesgeschichte darzustellen.

Die Migrantigen

Am 18. Juli 2019 kamen die Stipendiat*innen und Alumnis zusammen um sich gemeinsam die österreichische Komödie Die Migrantigen im Rahmen des Freiluftkinoprogramms Volx am Volkertmarkt anzuschauen.
Das Kinoerlebnis war mal ein ganz anderes, der ganze Platz war voll mit Leuten, die teilweise auf den dafür aufgestellten Sesseln saßen, teilweise auf Picknickdecken oder selbst mitgebrachten Sitzgelegenheiten. Es war eine sehr angenehme Stimmung und da der Film auf eine sehr humorvolle Art mit Klischees und Vorurteilen spielt, wurde sehr viel gelacht. Der Film hat aber auch eine tiefere Ebene, die kritisch beleuchtet, wie Hetze und Stigmatisierung einen tiefen Keil in eine Gesellschaft treiben kann.

Der Stoff aus dem Träume sind

Am 9. Juli 2019 kamen sowohl ganz neue Stipendiat*innen als auch Alumnis zusammen um den Film “Der Stoff aus dem Träume sind” unter freiem Himmel am Karlsplatz anzuschauen. Das Freiluftkino “Kaleidoskop” am Karlsplatz soll gesellschaftspolitische Themen auf die Leinwand unter freiem Himmel bringen und so einen niederschwelligen Zugang für alle, die vorbeikommen schaffen. Das Cinecollective organisiert zu den jeweiligen Themen auch Podiumsdiskussionen vor der Vorstellung. Der Dokumentarfilm zeigte anhand von sechs Beispielen selbstorganisierter und selbstverwalteter Wohnbauten in Österreich, von 1968 bis heute, den Entstehungsprozess und die Idee des gemeinschaftlichen Wohnens. Der Film und auch die kurze Einführung in die Thematik durch die Podiumsdiskussion mit den beiden Regisseur*innen und einem Mitglied der Wiener Initiative “SchloR- schöner leben ohne Rendite”, waren sehr informativ. Einerseits wurde die Umsetzbarkeit von Utopien aufgezeigt und wie wichtig Selbstverwaltung im Bereich Wohnen sein kann, um ein gemeinschaftliches Zusammenleben basiert auf Gleichberechtigung ohne Hierarchien aufgrund von Kapital zu ermöglichen.


Oblivion

Im Rahmen der Wiener Festwochen 2019 besuchte START-Wien die Kunstperformance “Oblivion” der Künstlerin Sarah Vanhee. Die Künstlerin hatte ein Jahr lang ihren virtuellen und realen Müll gesammelt, welchen sie aus den Kartons ausräumte, während sie mit dem Publikum sprach.

START-Wien Stipendiat Erem hat seine Eindrücke der Kunstperformance fest gehalten: “Das Oblivion, ein unvergessliches Theater. Die Schauspielerin sprach durchgehend auf Englisch, zeitweise auch auf Spanisch und Französisch. Nach und nach entleerte sie mit Müll gefüllt Kartons. Zu Beginn konnte man davon ausgehen, dass sie den Kontinent Nordamerika formt, jedoch wurde dieser Gedanke schnell wiederlegt. Die Schauspielerin hat die gesamt Fläche mit ihrem Abfall befüllt. Müll, den sie über ein ganzes Jahr gesammelt hat. Müll, der schnell ins Vergessene gerät. Müll, den man gar nicht als Müll zählen würde. Das Stück an sich hatte ein gutes Konzept, denn es soll das Publikum dazu animieren mehr auf die eigene Müllproduktion zu achten. Die Umsetzung bzw. die Performance konnte diesen Gedanken aber nicht übermitteln. Hierzu hatte das Stück auch noch unnötige Länge, die dem Ganzen eine fadisierende Eigenschaft gab. Trotz der eher schlechteren Umsetzung, muss ich auch sagen, dass ich zu meinem Teil auch ein besseren Bewusstsein für meine Müllproduktion habe.”

Ein paar Gedanken unserer START-Wien Stipendiat*innen zu ihrem eigenen Konsum und der Müllvermeidung:

Dieses Jahr war ich zum ersten mal bei den Wiener Festwochen und ehrlich gesagt war ich etwas enttäuscht, weil die Erzählungen von den Vorstellungen viel interessanter waren als wie die, die ich besucht habe. Es war heftig mit anzusehen das ein Mensch in einem Jahr der relativ nachhaltig bereits lebt, trotzdem so viel Müll verursacht. Jedoch war die Art der Präsentation sehr öde. Es war trotzdem schön wieder Stipis zu sehen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. -Edison

Mein eigener Konsum für Müll ist, dass ich versuche, wie weit ich kann, Papier Müll und Bio Müll von anderen Müll trenne. Ich habe eine nette Bekannte und wir tauschen unsere Kleidung und Schuhe, um unsere Umwelt schützen und weniger Sache kaufen. Ich muss sagen, dass wir nicht nur Kleidung und Schuhe tauschen, sondern auch andere Dinge zum Beispiel Bücher, DVD usw.
Ich benutze die alte Zeitungspapier als Papier Geschenk. Mit solchen Kleinigkeiten versuche ich wenigstens etwas gutes zu tun. -Stella

Ich bin der Meinung, dass das Konzept interessant ist, jedoch die Umsetzung nicht, wobei ich sagen muss, dass die Idee, die Menge an produziertem Müll innerhalb eines Jahres zu zeigen, an und für sich gar nicht so schlecht ist, allerdings zu lang gedauert hat, dass es einem irgendwann auf die Nerven ging. Ich bin ein Typ, der Sachen mehrmals verwendet, d.h. ich verzichte nicht ganz auf Plastik, aber ich versuche die Sachen so oft zu verwenden, bis sie wirklich kaputt gehen (z.B. meine Wasserflasche, Plastiksackerl, usw…). Also ich kaufe mir keine neuen Sachen bevor die alten wirklich alt werden. Ich konsumiere auch nicht sehr viel Fleisch. Einerseits weil es mir nicht wirklich schmeckt. Andererseits weil man Fleisch durch zahlreiche Lebensmittel ersetzen kann, die keinem Lebewesen schaden. -Rosetta

Das Konzept der Kunstperformence fand ich toll, aber die Ausführung könnte besser sein. Auch wenn die Ausführung etwas holprig war, ist mir während der ganzen Performance mein eigener Konsum bewusst geworden und wie viel ich eigentlich an Müll einsparen könnte. Anstatt zum Supermarkt und dort Tomaten in einer Plastikschale zu kaufen, könnte ich mit einer Stofftasche zum Bauernmarkt gehen und mir dort verpackungslose Tomaten holen. Anstatt mir neue Zahnbürstenköpfe für die elektronische Zahnbürste zu kaufen, könnte ich den jetzigen Kopf mit heißem Wasser übergießen oder in den Kühlfach legen, sodass die Bakterien absterben. Anstatt … und so weiter. Es gibt so vieles an dem ich etwas verbessern kann und das hat mir die Kunstperformance gezeigt. -Ebru

Biedermann und die Brandstifter

“Angenehm aufregend, unvergesslich. Adäquat für den Theaterabend mit der Kanzlei freshfields.” Ein Bericht von START-Wien Stipendiatin Saida über den ereignisreichen Abend.

Folgend verlief der Abend: Dem Plan nach sollte das Werk „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch vor der Theatervorstellung besprochen und anschließend die gesehen/besucht und genossen werden.
Doch der Abend verlief turbulenter als gedacht, denn fünf Stipendiat_innen blieben im Aufzug stecken. Nachdem die Feuerwehr sie aus dem engen Aufzug befreite, wurde das Werk sorgfältig besprochen. Danach machten wir uns alle zu Fuß, um dergleichen zu vermeiden, auf dem Weg zum Theater.

Stipendiat_innen, als auch die Projektkoordinatorin Aleksandra und die Anwälte_innen saßen in einer Reihe auf sehr komfortablen Sitzen mit perfektem Blick auf die Bühne. Für einige Stipendiat_innen war es ihr erstes episches Theaterstück (ganz den Merkmalen entsprechend: man konnte sich mit den Akteur_innen nicht identifizieren, das Publikum wurde direkt angesprochen). Es war etwas Neues, Außergewöhnliches und der Stimmung, der positiven Ausstrahlung und dem vielen Lachen zu urteilen hat das Theaterstück alle Stipendiat_innen begeistert.

An diesem Punkt möchten START, die Stipendiat_innen und ich (Saida Rezai) ein großes Dankeschön aussprechen: „Danke der Kanzlei „freshfields Bruckhaus Deringer“ für die Einladung. Es hat uns sehr erfreut!”

Das Theater Biedermann und Brandstifter war etwas Anderes. Ich habe nicht erwartet, dass es so gut wird und normalerweise sind Stücke wie Biedermann und Brandstifter nicht Komödien, aber ich habe viel gelacht und die lustigen Szenen genossen. Alles in allem war das Theaterstück Biedermann und Brandstifter eines der besten, wenn nicht so gar das beste was ich je gesehen habe. -Munira

Ich bin froh, dass ich dieses Stück nicht verpasst habe, weil es ein sehr gutes Stück war. Humorvoll jedoch mit einem traurigen Ende. Mir hat es gefallen, weil wir einen guten Platz hatten. Die laute Musik und die Schauspielerei hat das Stück noch spannender gemacht. Es war einfach eine der besten Stücke, die ich bisher gesehen habe. Danke. -Sabiha

Das Theaterstück Biedermann und die Brandstifter war echt besonders. Man konnte sich während das Anschauen des Theaterstücks nicht einmal eine Sekunde langweiligen. Es war alles so spannend und humorvoll und auch mysteriös. Die Diskussion vor dem Theater war auch sehr hilfreich! Obwohl ich bei der ersten Hälfte nicht dabei war weil ein Paar von uns in einem Aufzug stecken geblieben sind, wurde in der zweiten Hälften der Diskussion alles wiederholt und nochmal erzählt damit alle was mitbekommen. Danke für die nette Einladung, es hat mich echt sehr gefreut! -Silvy

Es war ein tolles Theaterstück mit lustigen Gags und Witzen. -Ebru

Präsentation Kunstprojekt “Klamottenkunst” und Kleidertauschparty

START-Wien Stipendiatin und Kunstprojektteilnehmerin Ebru berichtet über den Präsentationsabend

Nach vier anstrengenden, produktiven Tagen konnten die START-Stipendiaten und Stipendiatinnen nun endlich die im Kunstprojekt hergestellten Produkte bei der Kleidertauschparty präsentieren. Neben den präsentierten Kleidungstücken, die größtenteils aus Altkleidern hergestellt wurden, haben die START-Stipendiaten und Stipendiatinnen, die am Kunstprojekt teilgenommen haben, den über 50 Gästen an diesem besonderen Abend eine Präsentation über Kleider, deren Herstellungsprozess und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden, gehalten. 

Mit der Moderation von Aylin Gezici und Shehab Abdel-Latif wurde die Eröffnung des Abends, die Präsentation und die Modenshow begleitet. Anschließend wurde das Buffet eröffnet und den Gästen war die Wahl gegeben die von den Stipendiaten und Stipendiatinnen abgegebenen Kleidungsstücke mitzunehmen und für eigene Zwecke zu benutzen. Einige Stunden vor Beginn der Veranstaltung: Hastig wurden Tische verschoben, Kleiderständer aufgebaut und das Essen auf den Tischen aufbereitet. Kurz danach wurde die Präsentation ordentlich eingeübt, sodass die START-Stipendiaten und Stipendiatinnen selbstsicher und überzeugend wichtige und erschreckende Fakten der Kleidungsindustrie den Gästen übermitteln. Unter den Präsentationen gab es auch ein kleines „Interview“ ausgekleidet als Theaterstück vorgespielt. In dem nahmen Stipendiaten andere Identitäten an und versetzten sich in die Lage von z.B. einer Näherin aus Ländern wie der Türkei, Pakistan, Indien etc., um so dem Publikum ein Gefühl der Situation der ausgebeuteten Menschen in der Kleidungsindustrie zu geben. Allein durch die gute Organisation unserer Projektkoordinatorinnen Aleksandra Milosevic und Anna Eder und der freiwilligen Mithilfe unserer START-Stipendiaten und Stipendiatinnen war es möglich den informativen Abend mit dem kulinarischen Essen aus dem Peace Kitchen Cafe Restaurant zu einem Erfolg werden.

Ein weiteres Mal gelang es Start Wien, das Programm sehr spannend und abwechslungsreich zu gestalten. Natürlich halfen wir Stipis auch mit, vor allem mit unseren informativen Präsentationen konnten wir das Interesse aller Besucher wecken. Unsere Präsentationen behandelten die Themen Soziale Aspekte in der Produktionskette, globale Auswirkungen negative Umweltfaktoren, Alternative und Handelsmöglichkeiten. Diese Mitarbeit war sehr wertvoll für uns, denn wir alle haben sowohl viel Zeit als auch viel Kreativität und Freude investiert. Die Präsentationen wurden von einer bis zu anderen interessanter und innovativer. Ich bin immer noch davon begeistert wie gut unsere Zusammenarbeit funktioniert hat und was für ein großartiges Ergebnis erzielt haben. Zum Schluss möchte ich noch betonen, dass ich mir nie vorgestellt hätte, dass so viele Leute kommen werden. Dadurch wurde mir bewiesen, dass es doch viele Menschen gibt, denen die Umwelt wichtig ist und versuchen mitzuhelfen, die Welt und die Menschen zu retten. -Fatema

Das Kunstprojekt war für mich nicht nur ein Projekt, sondern eine Zusammenarbeit mit den anderen Stipis und der Kampf gegen die allgegenwärtige Mode bzw. alles ist erlaubt. Wir mussten uns nicht an die Trends der heutigen Zeit halten, sondern eher die eigenen neuen Ideen umzusetzen. Es gibt keine Grenzen für Kreativität und aus den Versuchen kommt die Erfahrung und Weisheit. Ich habe gelernt, wer nicht versucht, der wird niemals wissen was entstanden wäre. Wir haben ebenfalls aus alten Kleidungsstücken etwas Neues entwickelt, wir haben recycelt und sind uns haben uns viel mit der Textilindustrie beschäftigt und haben darüber auch präsentiert, um nicht nur uns selbst darüber im Klaren zu sein, sondern auch den anderen Menschen ein Einblick in das Leben der Menschen in den Textilfabriken der Großkonzerne zu geben. Ich selbst habe mit meinem Team ein Interview geführt, um über die sozialen Aspekte der Textilindustrie zu berichten. Ich habe viel erfahren, viel ausprobiert und viel gelernt. Dieses Projekt war etwas Besonderes und ich bin sehr glücklich mit dem was wir erreicht haben. -Balqiz

Mir hat das Kunstprojekt sehr gut gefallen. Dabei erfuhr ich sehr viel von der Kleidungsproduktion und lernte Maßnahmen kennen, wodurch unsere Umwelt weniger belastet werden kann wie z.B. durch Recycling. Außerdem hatte ich dort meine ersten Erfahrungen beim Nähen. Unsere Betreuerinnen Esther und Gudrun haben uns bei unseren Projekten und Präsentationen sehr unterstützt. Für mich waren sie sehr gute Vorbilder. Die Kleidungsparty war sehr unterhaltsam und wir hatten einen schönen Abend mit den Gästen. Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns mit diesem Thema auseinandersetzten, denn viele leiden heutzutage unter Lungenerkrankungen, die aufgrund der Luftverschmutzung von den Fabriken verursacht werden. Wenn diese Generation sich weiter an die Umweltverschmutzung beteiligt, werden die Menschen möglicherweise ersticken. Deshalb ist eine Bewegung notwendig! Wir Jungen können mit den Älteren gemeinsam Lösungsvorschläge für unsere Umwelt finden. Ich hoffe, dass die neue Generation die Fehler der vorigen Generationen vermeiden und sich für den Schutz der Umwelt einsetzen. -Jihan

“Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns mit diesem Thema auseinandersetzten. Eine Bewegung ist notwendig! Wir Jungen können mit den Älteren gemeinsam Lösungsvorschläge für unsere Umwelt finden
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Der Kunstprojekt hat immer von 10-18 Uhr stattgefunden. Am Vormittag haben wir immer an unserer Präsentation gearbeitet, was wir am 4.5 vor vielen Menschen vortragen müssten und am Nachmittag haben wir genäht. Am ersten Tag haben wir eine Näheinschulung bekommen. Unsere Kursleiterin Ester und Gudrun haben uns sehr geholfen, da ich gar nicht nähen könnte. Durch dieses Kunstprojekt habe ich jetzt viele Informationen bekommen, wie unsere Kleidung hergestellt wird. Und wie schädlich das für unsere Umwelt und für die Arbeitern sind. Dazu haben wir alternativen Methoden gefunden, die dieses Problem lösen, was ich jetzt selbst folge. Am Ende will ich START herzlich bedanken, dass sie uns diese Gelegenheit gegeben haben, um dieses tolle Projekt zu besuchen. -Himanshi

Das Kunstprojekt war für mich sehr hilfreich. Ich habe bei dem Projekt vieles gelernt, unter anderem wie man mit einer Nähmaschine umgeht und wie man näht. Außerdem haben wir Gruppenarbeit gemacht, bei der wir unsere Zusammenarbeit verstärkt haben. Der Präsentationsabend war sehr schön und unvergesslich. Denn wir haben unsere Projekte sehr unterhaltsam und lustig präsentiert. Das könnte ich in allen Gesichtern sehen, wie sie lächelnd und aufmerksam uns zugeschaut haben. -Aziz

Für mich war das Projekt sehr umfangreich. Ich habe viele Fakten über die Bekleidungsindustrie und Produktionskette entdeckt. Besonders spannend war der kurze, aber schöne Präsentationsabend. Da habe ich echt Spaß gehabt, weil alles gut gelaufen ist, obwohl es mit den Vorbereitungen ein bisschen stressig war. Solche Veranstaltungen mag ich sehr gern, wo ich selbst bei der Organisation dabei bin. Menschen einzuladen, mich vorzubereiten, etwas zu sagen oder zum Präsentieren zu haben und am Schluss mit Freunden und Gästen gemeinsam zu essen und die restliche Zeit mit denen zu genießen, wünsche ich mir immer wieder zu erleben. -Sabiha

Die Stipis und ich haben uns an zwei Wochenenden (4 Tagen) intensiv gearbeitet. Jeder Stipi hat Projekte genäht, die an dem Präsentation-Abend präsentiert wurden. Ich habe außerdem viele neue Informationen über die Herstellung von Klamotten erfahren. Der Präsentation-Abend fand ich super. Es war schon ein bisschen stressig, da wir bei den Proben nicht genug Zeit hatten. ABER trotzdem finde ich, dass wir die Präsentation sehr gut präsentiert haben und was mich besonders gefallen hat, ist, dass mehr Gäste gekommen sind als ich dachte und dass wir einen schönen Schluss hatten. -Israa

Das Kunstprojekt war nicht nur eine sehr schöne Zeit mit den anderen Stipendiaten sondern auch eine unglaubliche Erfahrung die ich sammeln durfte. Ich konnte meine Kreativität im Nähen freien Lauf lassen und das war das Besondere daran. Das Esther und Gudrun uns bei egal welcher Idee unterstützt haben war sehr toll. Durch die Hilfe von beiden konnte ich meinen eigenen Rucksack nähen, auf den ich sehr stolz bin. -Edison

Upcycling Interview mit Recycling Kosmos

START-Wien Stipendiatin Sinem im Gespräch mit Esther Weinberger und Gudrun Büsel von Recycling Kosmos über Upcycling, Minimalismus und Klimastreik.
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Esther Weinberger
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Gudrun Büsel

Warum eigentlich Upcycling? Wie bist Du darauf gestoßen?

Esther: „In meiner Kindheit war es völlig normal, dass man aus alter Kleidung was Neues gemacht hat, weil Stoffe einfach zu teuer waren. Meine Mutter und meine Oma haben immer aus alter Kleidung was Neues gemacht. Später kam der ökologische Gedanke dazu. Im Grunde finde ich es interessanter mit alten Textilien zu arbeiten, weil es individueller ist.“

Gudrun: „Ich habe schon immer gerne genäht. Ich habe auch geupcycled, habe aber auch neuen Stoff gekauft und nach der Matura wollte ich das richtig lernen und habe die Schneider Ausbildung gemacht, was mir gefallen hat, aber da habe ich mitgekriegt, dass die Modeindustrie recht umweltbelastend ist. Ich möchte das nicht vertreten und bin weggegangen und habe angefangen Umwelt und Bioressourcenmanagement zu studieren, weil mir die Umwelt am Herzen liegt. Ich bin dann zum Recycling Kosmos gekommen und mache Workshops.”

Was hast Du schon alles geupcycled und was war der lustigste Gegenstand?

Esther: „Ich habe Schuhe übermalt. Mit Socken wahnsinnig viel gearbeitet, damit habe ich mit Kindern Handpuppen gemacht. Ich habe ganz viel mit alter Bettwäsche gemacht. Zum Beispiel Geschirrtücher aus alter Bettwäsche, Taschen oder Decken für kleine Kinder. Mit Vorhängen habe ich schon viel gemacht und natürlich auch aus T-Shirts, Herrenhemden, Kaffeepackungen, Reissäcken, Duschvorhänge, … Es gibt nichts was ich nicht schon irgendwie verwendet habe. Aus einem Mieder habe ich einen Rucksack gemacht.“

Gudrun: „Oft mache ich eigentlich nur kleine Abänderungen. Mit ein paar Nähten schnell was Neues. T-Shirts, Pullover, Verpackungen. Lustigster Gegenstand eventuell Sockenmonster oder etwas aus Reisverpackungen.“

Gehst Du trotzdem noch shoppen?

Esther: „Ich gehe fast nie shoppen. Ich nähe auch meine Unterwäsche selbst aus alten T-Shirts. Wenn ich auf Reisen bin in einer anderen Stadt, gehe ich schon ganz gern in andere Geschäfte und kaufe mir vielleicht auch was, aber sonst nur nachhaltige Schuhe.“

Gudrun: „Shoppen gehe ich nicht, wenn dann in secondhand Läden oder auf Kleidertauschpartys. Ab 20/21 (Jahre) war ich nicht mehr shoppen“

Was sagst Du zum Minimalismus und bist Du eine Minimalistin?

Esther: „Zum Teil, wenn ich in meine Wohnung schaue dann nicht, denn ich sammle unheimlich viel, weil ich es gerne wiederverwerte, aber was Konsum anbelangt, bin ich eher eine Konsumverweigerin. Ich kaufe wenig Lebensmittel, weil ich viel aus Getreide und Gemüse einfach selbst mache. Ich kaufe null Fertigprodukte.“

Gudrun: „Ich bin voll der Fan davon. Ich würde mich selbst als Minimalistin bezeichnen, nur habe ich ein Hobby was nicht minimalistisch ist. Mein Zuhause ist nicht typisch minimalistisch, allerdings bin ich schon am überlegen ob ich diese Dinge wirklich brauche. So verstehe ich Minimalismus. Dieses bewusste einkaufen.“

Gibt es Grenzen? Wo sagst Du Stopp?

Esther: „Ich verwende keine Materialien, bei denen ich der Meinung bin, dass man die gar nicht einkaufen soll. Zum Beispiel PET Flaschen oder Kaffee Kapseln, die soll man gar nicht kaufen. Ich versuche sie zu meiden und möchte damit vermitteln, kaufst sowas gar nicht. Mit Lebensmitteln arbeite ich auch nicht, weil ich Kindern, zum Beispiel im Workshop, kein falsches Bild vermitteln möchte.“

Gudrun: „Die eigenen Grenzen muss jeder selbst wissen, denn jeder hat eine andere Idee, was er mit den Sachen machen kann. Ich würde jetzt nicht sagen das ist ein No-Go für mich, da bin ich relativ offen. Ich würde da keine Grenze ziehen. Es gibt keine Grenzen.“

Veganismus: Ja oder Nein?

Esther: „Ich lebe nicht vegan, aber ich konsumiere wenig tierische Produkte, aus zwei Gründen. Das eine aus ökologischen Gründen, weil die Viehwirtschaft sehr viel CO² ausstößt und sehr viel Boden braucht. Der zweite Grund ist, dass die herkömmliche Viehwirtschaft Viehunwürdig ist. Ich kaufe es aber nur bei Bauern, wo ich weiß, dass die Tiere frei rumlaufen können.“

Gudrun: „Ich bin vegan und ich finde es umwelttechnisch, gesundheitlich und ethisch super.“

Was sagst Du zum Klimastreik am 15. März? Warst Du dort?

Esther: „Ich selbst war nicht dort. Ich finde es großartig, wie die Jugend auf die Straße geht und sagt „Stopp, so nicht“, weil ich bin der Meinung wir sollten mindestens dann aufwachen, wenn die Jugend auch sieht, dass ihre Zukunft bedroht ist. Es wäre arrogant, wenn wir, die ältere Generation, sagen die Schüler sollten lieber in die Schule gehen und lernen, anstatt auf die Straße zu gehen. Unsere Generation hat dazu beigetragen, dass das Klima jetzt so ist und wir sollten uns bei der Jugend dafür entschuldigen.“

Gudrun: „Ich war dort. Ich fand es sehr cool. Ich fand es sehr faszinierend wie viele Menschen aus Wien da waren. Ich war schon öfters demonstrieren, aber auf so einer großen Demo war ich schon lange nicht mehr. Was ich so toll gefunden habe, war dass so viele junge Schüler da waren. Auch allen Alters waren alle Leute da. Es ist echt schön, dass wir alle gemeinsam dabei sind.“

Was willst Du der jungen Generation weitergeben?

Esther: „Was ich vermitteln möchte, ist bewusst leben. Überlegen was ich konsumiere, ob ich das brauche. Nicht weil es billig ist, denken es hat eh nichts gekostet. Es hat dem Menschen, der dran gesessen ist, hat es gekostet.“

Gudrun: „Ich finde es wichtig, dass niemand perfekt ist und versucht das beste aus allem zu machen, für sich mögliche zu machen. Man sollte kleine Schritte machen und nicht sofort aufgeben. Nicht von Anfang an abblocken und seinen Spaß dran haben.“

Über Esther & Gudrun

Kurzbiografie Esther Weinberger

Esther ist Mediatorin, seit 17 Jahre in der mobile Wohnbetreuung tätig und hält Empowermentseminare für Frauen mit Lernschwierigkeiten – Verein NINLIL.

Seit 2011 Modedesignerin für Upcyclingmode
Diverse Verkaufsausstellungen, Modeschauen, Kunstprojekt im Rahmen von SOHO in Ottakring: “Die Riesin von Ottakring”, Nähcafe für Reparatur und Upcycling-Fashion, diverse Workshops für Schulklassen und Kindergruppen, Kooperationspartnerin von wienXtra, Mitglied und Kooperationspartnerin des Recycling-Kosmos, Koordination und Organisation der Workshop-Angebote, Fortbildungen für Pädagog_innen

Kurzbiographie Gudrun Büsel

Gudrun besuchte von 2012-2014 das Modekolleg an der Herbststrasse in Wien und studierte anschließend Umwelt- und Bioressourcenmanagement an der Universität für Bodenkultur Wien. 

Seit 2017 Mitglied des Recycling Kosmos, Betreuung offener näh.räume und bietet erste Upcycling-Workshops an.

Seit 2019 Beginn der Selbstständigkeit als Workshopleiterin

Seminar politische Bildung in Berlin

Wie jedes Jahr fuhren alle START-Österreich Stipendiat*innen die 1 Jahr vor der Matura stehen nach Berlin um an einer Seminarwoche zum Thema politische Bildung teilzunehmen. Hier der ausführliche Bericht:

Tag 1 – Anreise mit Bus, Flugzeug und Bahn nach Berlin

Während die Salzburger Stipis elegant mit der 1.Klasse mit der Bahn nach Berlin fuhren, flogen START-Wien, NÖ, OÖ von Wien Schwechat nach Berlin-Tegel. Die Vorarlberger fuhren mit dem Bus nach Zürich und flogen von dort aus nach Berlin. Für einige Stipendiat*innen war es der erste Flug überhaupt.

Nachdem alle gut angekommen waren, checkten wir in unserem Hostel in der Nähe des Bezirks Prenzlauer Berg ein. Dann gingen wir gemeinsam in Kleingruppen essen und machten uns mit der Umgebung vertraut.

Tag 2 – Thema: Nationalsozialismus

Wir haben als erstes das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besucht. Die 2711 quaderförmigen Beton-Stelen erinnern an die rund 6 Millionen Juden, die unter der Herrschaft Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten ermordet wurden. Hier erfuhren wir nicht nur über die Hintergründe dieses Platzes sondern auch über die Architektur und eigenen Interpretationen des Denkmals. Danach gingen wir hinunter ins Museum und wurden in 2 Gruppen aufgeteilt.

Wir sprachen viel über den Nationalsozialismus, vor allem über den Einmarsch in Polen und über die Vernichtungslager die 1942 erbaut wurden. Wir wurden in kleinere Gruppen aufgeteilt und haben Aufgabenstellungen bekommen, die wir mit Hilfe des Bildmaterials im Museum beantworten mussten.

Nach der Mittagspause gingen wir zum Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung wo uns Sana von den Geschehnissen 1933 berichtete und zur neuen Wache – einer Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Dort erzählte uns Mahdi über die Widerstandsbewegung der Geschwister Scholl.

Anschließend besuchten wir das deutsche historische Museum und sprachen wieder über den Nationalsozialismus, wobei wir mehr auf die Details, wie zum Beispiel die Hitler-Spielzeuge der Kinder, eingingen. Am Abend besuchten wir auch noch das Maxim Gorki Theater und schauten uns „Die Nacht von Lissabon“ an. Das Thema des Theaters spezialisierte sich hauptsächlich auf die Flucht und die emotionale Belastung die dahinter steckt.

Eishah: Ich fand es sehr gut, dass wir nicht nur über Fakten gesprochen haben, wie wir es in der Schule machen, sondern auch zum Beispiel auf familiäre Hintergründe der Juden eingegangen sind.

 

Mehdi: Mir hat vor allem das deutsche historische Museeum gut gefallen, da es Materialen der NS-Zeit zeigte und ich mir somit besser vorstellen konnte, was alles passierte. Von den anderen Programm-Tagen konnte ich mir auch viel Information mitnehmen.

 

Afra: Ich habe schon relativ viel zum Nationalsozialismus in der Schule gemacht und trotzdem konnte ich mir sehr viel neues mitnehmen. Ebenso die Wiederholung von den Sachen, die ich schon gekonnt habe, war für mich hilfreich es mir noch besser einzuprägen. Die Berlin-Reise ist eine tolle Möglichkeit um sich politisch weiterzuentwickeln und hat allen Beteiligten einen großen Spaß gemacht.

Bericht der START-Sbg Stipendiat*innen

Theaterbesuch

Gegen Mittwochabend hatten wir die Möglichkeit das Theaterstück ‘Die Nacht von Lissabon’ nach dem Roman von Erich Maria Remarque zu besuchen. Selbst in diesem Stück handelte es sich von der Flucht. Eine tragische Geschichte eines Paares, die gegen ihr Schicksal kämpfen und Widerstand zeigen mit der Hoffnung zu Überleben.

Das Theaterstück war für mich eine traurige Geschichte, weil die Paare immer verfolgt wurden und sie haben im Angst gelebt. Das Leben für sie eine große Herausforderung, weil sie immer auf der Flucht waren. wegen dieser Verfolgung konnten sie nicht ein schönes Leben führen. – Shah-Ali

Die ‘Nacht von Lissabon’ die im Rahmen ein Theaterstück gespielt wurde, war Liebesgeschichte von zwei geliebten die nicht einfach hatten zusammen zu kommen und immer ihnen die steine vor ihren Weg geworfen wurde. Sie hatten nicht so einfach ein schönes Leben zu führen. Allgemein war das Theaterstück für mich sehr interessant und hat mich fasziniert. -Milad

Das Theaterstück zeigt vor allem auch, dass die Menschen damals sehr schwer hatten. Ich persönlich war von dieser Geschichte sehr berührt und hoffe, dass die Gesellschaft endlich es schafft in einer toleranteren Atmosphäre miteinander in Frieden zu leben.  – Nasiba

Auch ich habe das Theaterstück sehr interessant gefunden. Vor allem die Parallelen, die man zu unserer Gesellschaft herstellen kann, haben mich fasziniert. Sicherlich muss man in Österreich (!) keine Angst haben, mit einer Person zusammen zu sein, unabhängig von deren Religion, Geschlecht oder Herkunft. Dass das jedoch so ist, ist absolut nicht selbstverständlich und in anderen Ländern teilweise gar nicht möglich. – Chirin

Ich fand das Stück sehr gut und unterhaltsam, da die Schauspielergruppe nicht nur die Probleme in der Vergangenheit sondern auch die Schwierigkeiten, welche man heute in einer fremde Gesellschaft bzw. Kultur bekommen kann, gut und deutlich dargestellt hat. Iman

Bericht der START-Vbg Stipendiat*innen

Tag 3 – DDR, geteiltes Berlin

Wir haben in der Schule zwar einiges über das geteilte Deutschland gelernt, doch erst als wir am zweiten Vormittag unserer Berlin-Reise die ehemalige DDR Haftanstalt Berlin-Hochschönhausen besuchten, wurde uns die schlimme Menschenrechtslage im Osten bewusst. In der DDR wurden die Bürger mit einer Politik der Angst und Vertrauenslosigkeit regiert. Hier haben wir auch eine Führung von einem Zeitzeugen gemacht. Er hat uns die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR gezeigt. Es war sehr emotional die traurigen Geschichten zu hören.

Am Nachmittag besuchten wir den ehemaligen Flughafen Tempelhof. Seine Architektur ist ein Beispiel der Gigantomanie zur NS Zeit. Es ist aber nicht übertrieben zu sagen, dass er als die “Mutter aller Flughäfen” gilt. Mit unserer sympathischen Tourguide erkundigten wir die verschieden Facetten dieses Flughafens angefangen von den Zwangsarbeitern, die dieses Gebäude errichten mussten, bis hin zu seiner vitalen Rolle bei der Luftbrücke und schlussendlich zu seiner Schließung 2008.”

Bericht START-OÖ Stipendiat*innen

Alumni - Infoabend

Am Abend besuchten uns 3 START-Alumni, die in Berlin leben und dort studieren oder arbeiten. Sahire Bozkurt und Sonya Puthuparambil (START-Wien) und Luka Prskalo (START-OÖ) informierten über Studieren und Arbeiten in Deutschland. Speziell Luka wurde mit Fragen gelöchert, da er an der Charité in Berlin Medizin studiert. Vielen Dank fürs Zeitnehmen!

Tag 4 – Demokratie und Europa

Donnerstag waren wir beim europäischen Haus. Dort hatten wir die Möglichkeit, die Rolle der Parlamentsmitglieder zu spielen, wo wir eine Diskussionsrunde über Plastikbechern und Umweltverschmutzung durchgeführt haben. Wir hatten viel Spaß beim Rollenspiel. Es war ein wunderbares Erlebnis. Nachher hatten wir Freizeit. Dann hatten wir die Chance, uns mit uns im deutschen Dom mit der Geschichte des Parlaments auseinanderzusetzen. (Khlod)

Am vierten Tag unserer Reise durften wir den deutschen Dom besuchen. Da haben wir uns mit der Funktionsweise des Bundestags beschäftigt und haben die Rolle von “Bundestagsabgeordneten” übernommen, um einen besseren Überblick zu bekommen, wie Entscheidungen getroffen werden. Außerdem wurden Infos über die Arbeit von Bundestagsabgeordneten, den Gang der Gesetzgebung, den Ablauf einer Sitzungswoche, die Struktur und Sitzordnung im Plenarsaal, die Funktionen der handelnden Parlamentarier sowie den Ablauf einer Plenarsitzung vermittelt.

Mir hat es sehr gefallen, weil ich mich dadurch einen sehr guten Überblick über verschiedene Dinge im Bundestag verschaffen konnte. (Ahmad)

Bericht: START-NÖ Stipendiat*innen

Tag 5 – Abreise

Die ersten, die Berlin verlassen mussten, waren die Salzburger Stipendiat*innen, die mit dem Zug nach Salzburg fuhren. Da in Deutschland der Karfreitag ein Feiertag ist, fuhren die U-Bahnen nur unregelmäßig und es gab dazu noch eine Störung, so dass wir den Zug nur knapp erreichten!

Die restlichen Stipendiat*innen hatten dann ebenfalls mit Verkehrsproblemen zu kämpfen, aber alle kamen rechtzeitig am Flughafen an und kamen gut und wohlbehalten wieder nach Hause.

Berlin wir kommen wieder!

Eine unvergessliche, lehrreiche, aber auch spaßige Reise, mit diese drei Wörter würde ich die Berlinreise 2018/2019 beschreiben. Die Reise war vom ersten- bis zum letzten Tag sehr gut organisiert. Ich danke allen für die Ermöglichung dieser Reise. - Atila Bamyani

Atila

Während der Berlinreise konnte ich nicht nur meine politische Bildung erweitern, sondern auch meinen Freundeskreis. Trotz oft langer Erklärungen und Erzählungen hat man durch die dort besuchten Workshops sowohl die Geschichte Deutschlands, als auch die Funktion des europäischen Unions besser kennengelernt. Unsere Betreuerinnen haben uns tatkräftig unterstützt, sodass wir uns wie zuhause fühlten. Ich hatte dort zahlreiche schöne Momente und Erinnerungen, die ich nie vergessen werde. DANKE START FÜR DIESE TOLLE UND INFORMATIVE REISE!

Jihan

In Berlin haben wir viele Workshops und wichtige Gebäuden besucht. An diese Reise würde ich wieder mit allen Stipendiaten und Stipendiatinnen und Betreuerinnen teilnehmen.

Shehab

Die Berlinreise war für mich von Anfang an schon cool und interessant und die beste Reise mit Stadt bis jetzt, da ich zum ersten mal mit Flugzeug geflogen bin.

Mahdi

Kunstprojekt „Klamottenkunst“ – ein Nachbericht

An zwei Wochenenden fand das Kunstprojekt „Unseren Kleidern auf der Spur & Upcycling von Textilien“ von START-Wien in den Räumlichkeiten des Recycling Kosmos statt. Esther Weinberger und Gudrun Büsel gestalteten die Kurstage mit den 16 Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Ziel war es, den Jugendlichen einen Einblick hinter die Kulissen der Modeindustrie zu geben und alternative Handlungsmöglichkeiten mittels Upcyclings aufzuzeigen. Die billigen Kleidungsstücke, die in immer schnelleren Abständen auf den Markt kommen, mögen zwar modisch sein, allerdings haben sie einen negativen Einfluss auf die Umwelt und die Arbeiter und Arbeiterinnen. Schon beim Anbau der Rohfasern beginnt die Auswirkung auf die Erde – hoher Wasserverbrauch und Pestizide sind hier die Stichworte. Weitere Umweltauswirkungen kommen beim Färben und bearbeiten der Stoffe hinzu. Um die Kleidung so billig verkaufen zu können, werden die Arbeitskräfte ausgebeutet und so schlecht bezahlt, dass sich die meisten ohne Überstunden kaum ihre Grundbedürfnisse befriedigen können.

Diese Fakten gehören dazu, wenn man den Umgang mit Kleidung verbessern möchte. Sobald die Hintergründe erkannt werden, entsteht der Mut zu handeln. Aus alten Kleidungsstücken etwas Neues zu kreieren, das auch wieder einen Nutzen hat, schont Ressourcen, verlängert deren Lebenszyklus und potenzieller Müll wird vermieden. Hinzu kommt auch noch der Aspekt der Kostenersparnis und die Förderung der Kreativität.

Der erste Tag startete mit einer Vorstellungsrunde und einem Film als Einstieg in die Thematik. Dieser zeigte die schlechten Arbeitsbedingungen von Arbeitern und Arbeiterinnen einer Textilfabrik und die unzureichenden Schutzmaßnahmen vor allem im Umgang mit schädlichen Bleichmittel. Anschließend wurde ein World Café zu den Themen soziale Aspekte in der Produktionskette, globale Auswirkungen und negative Umweltfaktoren und mögliche Alternativen und Handlungsmöglichkeiten gestaltet. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren sehr aktiv dabei und teilten sich anschließend in drei Gruppen ein, um diese Themen die kommenden Termine zu bearbeiten.

Nach der Mittagspause ging es an den praktischen Teil. Zuerst wurde die Nähmaschine und deren Handhabung erklärt, da viele noch wenig Erfahrung mit dem Nähen hatten. Außerdem konnten sie anhand einiger Upcycling-Beispiele von Esther sehen, was man alles aus Jeans, T-Shirts und Co machen kann. Als Abschluss jedes Tages machten wir eine Feedbackrunde und auch eine Präsentation der Werkstücke.

Nachdem zwei Nachmittage lang jeder an seinen Werkstücken arbeiten konnte und somit auch Übung in der Handhabung der Nähmaschine hatte, wurde die Aufgabe abgewandelt, um wieder etwas Abwechslung zu schaffen und weitere Anreize zur Kreativität zu kreieren. Hierbei wurde nun auch in Gruppen an einem Upcycling-Stück gearbeitet, um gemeinsam zu neuen Ideen zu kommen. Herausforderung dabei war, sich auch einig zu werden und Kompromisse einzugehen, welche die Gruppen auch gut meisterten.

Die vier Tage vergingen wie im Flug und es war großartig zu sehen, mit welcher Begeisterung sich die Jugendlichen an die Recherchen zu der Modeindustrie und auch an die kreativen Lösungen gemacht haben. Wir hoffen, dass sie einiges an neuen Informationen mitnehmen konnten, Kleidung mit anderen Augen betrachten und einfach bewusster durch den Alltag gehen. Bei der letzten Feedbackrunde haben wir auch noch gemeinsam die Präsentation geplant und verschiedene Verantwortungsbereiche aufgeteilt. Wir freuen uns schon sehr auf die Präsentation sowohl von den Resultaten der Recherche als auch von den Resultaten von den Upcycling- und Nähprojekten. Anschließend wird der Abend mit einer Kleidertauschparty und somit als eine ressourcenschonende Shopping-Alternative verbracht.

START-Wien bedankt sich herzlich bei Gudrun Büsel – Workshopleitung Kunstprojekt “Klamottenkunst” – für den Nachbericht!

Name: Sophie Scholl

Ein Klassenzimmertheaterstück über das Leben von Sophie Scholl von Rike Reininger, inszeniert vom Landestheater Niederösterreich und gespielt von Bettina Kerl.

“Ein Stück über zwei junge Frauen, die denselben Namen tragen: Was hat die Jus-Studentin Sophie Scholl mit der Widerstandskämpferin Sophie Scholl zu tun? Auf den ersten Blick nicht so viel. Die eine Sophie Scholl wurde weltbekannt, weil sie Widerstand leistete. Sie wurde von der Gestapo beim Verteilen anti-nationalsozialistischer Flugblätter verhaftet und weigerte sich in den Verhören, ihre Freunde zu verraten. Eine, die für ihre Überzeugung in den Tod ging. Die andere Sophie Scholl lebt jetzt, 75 Jahre später, in Zeiten des Friedens.  Sie steht kurz vor ihrer letzten Prüfung und ist voller Vorfreude auf ihr zukünftiges neues Leben. So unterschiedlich die zeitlichen Umstände auch sind, der Name Sophie Scholl verbindet die beiden schicksalhaft. Denn als sich herausstellt, dass Sophies Professor in einen Betrugsfall über gefälschte Prüfungen verwickelt ist und sie als Zeugin gegen ihn aussagen soll, besinnt sich Sophie der Ideale ihrer berühmten Namensschwester. Was ist wichtiger, die persönliche Karriere oder Verantwortung gegenüber den Mitmenschen?”¹ Wie wird sich die heutige Sophie Scholl entscheiden?

Die beiden Rollen der Jus-Studentin und der Widerstandskämpferin werden von Bettina Kerl gespielt. Die Schauspielerin schafft es mit musikalischen Stilmitteln das Publikum in die Vergangenheit zu transportieren, wie auch in der Gegenwart abzuholen. Ein dynamisches Spiel entsteht und die Grenzen der Zeit verfließen allmählich.

Bühne frei für unsere START-Wien & Niederösterreich Jugendlichen! Welche Eindrücke nehmen sie sich von diesem einzigartigen Theaterabend mit?

Ich dachte, dass das Theater von mehreren Leuten vorgespielt wird also wie man im Theater sieht. Aber “Name: Sophie Scholl” wurde nur von einer Schauspielerin vorgespielt was mich überrascht hat. Das Vorspielen war AUSGEZEICHNET. Ich wurde einfach in der Welt von “damalige” Sophie und die “heutige” Sophie gebracht/gezogen. Außerdem kam es mir wirklich kurz vor obwohl das Ganze mehr als 2h gedauert hat. -Israa

Es hat mich sehr gefreut, dass ich mitgekommen bin! Ich hatte die Gelegenheit noch mehr neue Gesichter aus der START Familie kennen zu lernen! Zum ersten Mal wurde in meiner Nähe ein Stück vorgespielt, das mich begeistert hat! Die Mimik, Gestik und die Geschichte der Schauspielerin waren sehr beeindruckend! Vor diesem Abend habe ich Informationen zu Sophie Scholl gesammelt, jedoch ich habe ihr Leben und alles was sie gemacht hat erst jetzt nach dieser Aufführung besser verstanden! In einigen Momenten habe ich mir Sophie, die alte und moderne” vor mir gesehen! -Mariana

Das Theater war sehr interessant. Wir haben über eine historische Heldin gelernt, nämlich Sophie Scholl. Aber das war auch nicht alles, wir waren in der Gegenwart, wo es eine “Moderne Sophie Scholl” gibt, die eine sehr schwierige Entscheidung treffen muss. Danach hatten wir die Möglichkeit das Ganze zu interpretieren und unsere eigene Meinung dazuzusagen. Ich finde es sehr spannend und interessant und hoffe, dass wir in die Zukunft sowas ähnliches machen werden. -Fatimah

Ich fand das Theaterstück Sophie Scholl sehr interessant, da es sich sowohl auf historische als auch auf moderne Geschichten bezieht. Die Schauspielerin hat ihre Rolle professionell vorgespielt. Mir hat auch die Diskussion über die wichtigsten Themen dieses Theaters sehr gut gefallen, da sie mich nachher zum Nachdenken anregten. -Jihan

Das Theaterstück hat mir sehr behagt, da es der Schauspielerin gelungen ist, uns die Geschichte von Sophie Scholl mit der passenden Musik zu vermitteln. Auch die Geschichte der fiktiven Sophie finde ich genial, da sie zum Nachdenken über Gerechtigkeit und Moral anregt. Zusammenfassend ist dieses Theaterstück sehr empfehlenswert. -Ahmad

Das Theater war anders aber großartig. Der Vergleich der ‘ehemaligen’ Sophie Scholl zur ‘modernen’ wurde wirklich gut dargestellt. Absolut empfehlenswert. -Aylin

Ich fand “Sophie Scholl” echt gut. Man konnte dem Theater sehr gut folgen und die Schauspielerin war auch sehr gut. Ihre Stimme war sehr angenehm und man konnte ihr gut folgen. Die Diskussion mit den Fragen war gut strukturiert/eingeteilt. Wir sind Schritt für Schritt alles durchgegangen und haben alle dazu beitragen dürfen und es wurde auf unsere Antworten und Fragen eingegangen. -Sinem

Ich finde, dass die Show sehr ansprechend und beeindruckend war. Dass die Schauspielerin mehrere Figuren nachgespielt hat und ohne Pausen dazwischen hat mir sehr gefallen. Die Geschichte selbst ist sehr schön und kann daraus viel lernen. Zwei Personen aber derselbe Name, zwei verschiedene Geschichten zu zwei Frauen die verschiedene Situation erlebt haben, aber die beide Frauen hatten Mut am Ende. -Asmaa

Das Theaterstück hat mir sehr gut gefallen. Es war für mich etwas Neues, weil ich am Anfang gedacht habe, dass es eine Gruppe ist, die das Theaterstück veranstalten wird, aber so ist es nicht gewesen. Die Schauspielerin hat Sophie Scholl allein gespielt und es war sehr spannend. Wie sie den Text ganz gut und fließend gesagt hat, war sehr interessant für mich. Am Ende des Theaterstücks konnte ich nicht mehr dabei sein, aber ich schätze, dass es sehr interessant war. -Mahdi

Es war sehr spannend zu sehen, wie eine Person die Rollen zweier Figuren vorspielt und diese auch schön wechselt. Es hat mir wirklich sehr gut gefallen, wie die Schauspielerin eine Stunde lang mit voller Energie und alles allein gemacht hat. Was ich mitgenommen habe, ist, dass Sophie Scholl ist nur ein Name. Es gibt keinen Unterschied keinen echten Unterschied zwischen damaliger und heutiger Sophie Scholl. Wichtig ist, dass solche Persönlichkeiten in der Geschichte immer wieder auftauchen werden, um zu zeigen, dass Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Loyalität immer noch da sind. -Sabiha

Der Solo Performance folgte eine interaktive Gruppendiskussion mit Teresa Hassan & Bettina Kerl. In den von Sophie Scholl ausgeteilten Briefen versteckten sich Fragen zum Inhalt des Theaterstücks, zu den beiden Figuren und viele philosophische Fragen und Gedanken zu Glück, Leben, Freiheit und Zukunft.

“Frage Nummer 9: Was verstehst du unter Selbstloyalität?”
Diese Frage habe ich von Sophie bekommen, als sie während des Stückes Briefe ausgeteilt hat. Die Frage hat auch sehr gut zum Stück gepasst, da die moderne, als auch die originale Sophie Scholl sich sicher mal fragen musste, ob sie zu sich selbst loyal bleiben wird oder nicht und was das überhaupt für sie heißt. Ob sie Ehrlich bleibt und alles verliert oder lieber schweigt und der Rest ihres Lebens mit etwas Schuldgefühl erleben. Zwischen Ehrlichkeit und deine eigene Lebensträume entscheiden zu müssen ist nicht so leicht und selbstverständlich, wie man sich vorstellen könnte. Erst wenn man dieses Dilemma hat, erfährt man, was man als wichtiger hält. Sophie Scholl ist für mich ein Mutfigur und sie repräsentiert die Freiheit meiner eigenen Gedanken und eigener Meinung! -Mike

Ein herzliches Dankeschön an Teresa Hassan (Theaterpädagogische Assistenz) und Bettina Kerl (Schauspielerin) für diesen einzigartigen Theaterabend!

¹ Die Inhaltsbeschreibung ist eine von START gekürzte Fassung. Der originale und vollständige Text ist online nachzulesen unter: Landestheater Niederösterreich, Name Sophie Scholl (abgerufen am 12.04.2019)

Aufbruch ins Ungewisse – Österreich seit 1918

Am Sonntag, den 31. März 2019 fanden sich eine Gruppe von START-Wien Stipendiat*innen zusammen und besuchten das “Haus der Geschichte Österreich” mit der Ausstellung “Aufbruch ins Ungewisse – Österreich seit 1918“. Die Stipendiat*innen konnten sich frei im Museum bewegen und sich somit genau die Themen ansehen, für die sie sich interessierten.

Das “Haus der Geschichte Österreich” (HDGÖ) ist seit Samstag, den 10. November 2018 für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf einer relativ geringen Ausstellungsfläche von rund 750 m² in der neuen Burg am Heldenplatz ist die Ausstellung bis 17. Mai 2020 zu besuchen!

Die vielen Visionen, die auf das HDGÖ wiedergegeben wurden, haben in der auf eine eineinhalbjährige Laufzeit angebundenen Eröffnungsausstellung durchaus Spuren hinterlassen. Denn die Präsentation versucht, nicht nur verschiedene erzählerische Zusammensetzungen, sondern auch diverse Diskurse und Debatten unter ein Dach zu bringen und sich gleichzeitig revolutionär zu geben. Zugleich scheint sie die beengten Raumverhältnisse zu ignorieren. Das Resultat wirkt so, als hätte man alle zeithistorischen Ausstellungen der letzten 20 Jahre auf wenige Kubikmeter verdichtet und in den Raum gelagert.

Das Team um Direktorin Sommer hat die Ausstellung in sieben Abteilungen gegliedert, wobei das Architekten-Team BWM jedem Sektor ein anderes Ausstellungsdisplay verpasste: Nach einer Darbietung zur Geburtszeit der Republik im ersten Salon geht es um Wirtschaft, Diktatur und das österreichische Selbstbild, danach um Grenzen und um das Thema Gleichberechtigung. Parallel dazu läuft entlang einer Mauer eine Art Regalstruktur, auf der Leuchtschriften die Jahrzehnte von 1918 bis 2018 markieren. In diesem Abschnitt soll es um die Rolle von Bildern im Verlauf der jüngeren Geschichte gehen.

Alles in einem, hat uns Stipendiat*innen die Ausstellung sehr gefallen, da man 100 Jahre Geschichte Österreichs von Anfang bis Ende sehr gut sehen konnte und die Ausstellung auf einer sehr modernen Art und Weise dargestellt wurde.

Ein Bericht von START-Wien Stipendiat Atila über den Ausstellungsbesuch im Haus der Geschichte Österreich.

Alles kann passieren!

Worte sind mehr als eine Aneinanderreihung von Buchstaben. Worte haben eine Bedeutung, Worte werden mit bestimmten Gefühlen verknüpft, Worte haben Macht. Ein politischer und kultureller Abend für unsere START-Wien Stipendiat*innen im Burgtheater.

„Alles kann passieren!“ ein Polittheater entstanden nach einer Idee von Doron Rabinovici und Florian Klenk. An den Worten, an der Sprache können wir die neuen „starken“ Politiker und Politikerinnen erkennen. Ihre Reden und Aussagen wurden zu einem Mosaik, das die jüngste Entwicklung Europas, wie auch die politische Einstellung darstellt und widerspiegelt, zusammengesetzt.

Shehab möchte sehr gerne nochmals das Burgtheater besuchen: “Ich war war zum ersten Mal im Burgtheater. Die Architektur des Gebäudes ist sehr prachtvoll. Es ähnelt der Volksoper. Das Politheater “Alles kann Passieren” war sehr spannend anzuhören. Das Theater hat politische aktuelle Themen angesprochen und uns politisches Wissen gegeben. Die Themen Flüchtlinge und Islam sind sehr heikel und zu denen gibt es kritische Meinungen. Ich habe von neuen Politiker gehört.”

“Mir hat das Theater gut gefallen. Das Thema vom Theater war sehr interessant und man konnte den Sprecherinnen gut folgen, obwohl immer Sachen vorgelesen wurden.” für Mahdi war es ein interessanter Abend.

Ebru über die Zitate, die eingeblendet wurden: “Obwohl ich von meinem Platz aus nicht die ganze Bühne im Blick hatte, fand ich das Theaterstück und die erschreckend wahren Zitate, die ab und zu eingeblendet wurden, extrem interessant.”

“Das Theaterstück gefiel mir besonders gut. Ich hoffe, das wir öfters ins Theater gehen werden.” wünscht sich Balqiz.

“Ich war echt beeindruckt, weil die Themen, die behandelt wurden, waren sensible Themen, die wir im täglichen Leben nicht ernst nehmen.” Mohamad spricht sensible Themen, die wir oft nicht im Alltag besprechen, an.

Klamottenkunst: Kleidung auf der Spur & Upcycling

Upcycling ist mehr als eine Möglichkeit alten Klamotten durch innovative Ideen einen neuen Wert zu geben. Upcycling ist auch eine Form des Aktivismus und mit jeder Wiederverwertung eines bereits gebrauchten Gegenstandes, ein wichtiges Zeichen gegen die Gesellschaft des Konsums und der systematischen Ausbeutung anderer Länder durch den Westen. Dieses Jahr werden die Stipendiat*innen im Rahmen des Kunstprojekts ihre eigenen Upcycling- Methoden entwickeln und umsetzen. Dieser Prozess begann für die Stipis am 9. und 10. März im Recycling- Kosmos im 16. Bezirk. Zunächst gaben Esther Weinberger und Gudrun Büsel, die Workshopleiterinnen, einen theoretischen Input zu dem Thema. Nach drei verschiedenen Themenblöcken wurden die Stipis in Gruppen eingeteilt:

  1. Soziale Aspekte in der Produktionskette
  2. Alternativen und Handlungsmöglichkeiten
  3. Globale Auswirkungen und negative Umweltfaktoren

Zunächst sammelten die Stipis alle gemeinsam Stichworte zu den Themenfeldern, um diese in den Kleingruppen zu recherchieren. Den Theorieteil abschließend, präsentierten die Stipis den anderen Kleingruppen was sie herausgefunden hatten. Nach einer gemeinsamen Mittagspause beim besten Falafelstand am Brunnenmarkt “Abu Noor”, gaben Esther und Gudrun eine Einführung in das Benutzen einer Nähmaschine. Jede*r Stipendiat*in begann an einem eigenen Projekt zu arbeiten und Gudrun und Esther unterstützten sie ihre Ideen zu verwirklichen. Dabei kamen die unterschiedlichsten Stoffe und Materialien in allen erdenklichen Formen zum Einsatz. Beim Upcycling entdeckt man die Vielfalt an Funktionen, die einzelne Kleidungsstücke haben können. Ende März geht es weiter, bis dahin können die Stipendiat*innen noch viele Inspirationen sammeln und allgemein bewusster durch unsere Konsumgesellschaft gehen.

Zitate der Stipis:
„Es war schön die Schneider bzw. Schneiderinnen zu verstehen und die Wert von unsere Kleidung wissen!“ Abdul Baset Rezae
„Esther und Gudrun haben pausenlos uns geholfen, Tipps gegeben und bis zum Ende nicht im Stich gelassen. Sie waren sehr geduldig. Ich freue mich auf die nächsten Projekttage mit ihnen.“ Shehab Abdel-Latif

Spitzmaus Mummy in a Coffin and other Treasures!

Ein Bericht von START-Wien Stipendiatinnen Rosetta & Silvy über den Besuch der Ausstellung “Spitzmaus Mummy in a Coffin and other Treasures” im Kunsthistorischen Museum Wien.

“Spitzmaus Mummy in a Coffin and other Treasures” alleine der Titel hat in uns allen eine Spannung ausgelöst, die uns dazu geführt hat, die Sonderausstellung, die von dem vielfach ausgezeichneten US amerikanischen Filmemacher Wes Anderson und seiner Frau Juman Malouf, einer Autorin und Kostümbildnerin, organisiert wurde, zu besuchen.

Eine Gruppe von START-Wien Stipendiat*innen, zusammengesetzt aus Wes Andersons Fans bis zu einigen, die diesen Regisseurnamen noch nie in ihrem ganzen Leben gehört haben, wartet auf die letzten zwei zuspät kommenden an diese Ausstellung interessierten Stipis vor dem Kunsthistorischen Museum. Bevor die Führung begonnen hatte, durften wir uns einen Überblick über die Kunstkammer verschaffen. Angekommen in den Raum, wo sich die Sonderausstellung fand, durfte sich jeder bzw. jede von uns die zur Schau gestellten Objekte anschauen und sich Gedanken darüber machen.

Dann hat es mit der wirklichen Führung begonnen: Unser sympathischer Guide hat uns zu vielen Stücken spannende, interessante Informationen gesagt, die mir selbst ohne diese Führung nicht auffallen würden. Leider ist die Zeit so schnell vergangen und das Museum musste seine Türen schließen, weshalb wir die letzten Objekte der Sonderausstellung nur noch schnell besprechen konnten. Es ist wirklich eine einzigartige Sonderausstellung, deren 400 außergewöhnliche Objekte sich sehr stark voneinander unterscheiden, jedoch gleichzeitig vieles gemeinsam haben, was man aber auf dem ersten Blick nicht erkennen kann, sondern erst nach einer genauen Betrachtung.

Radio-Projekt “Weltenwandel”

Himanshi & Balqiz, START-Wien Stipendiatinnen haben am Radio-Projekt „Weltenwandel“ teilgenommen und berichten über ihre Projektwoche.

Während der Zeitspanne von 02.02.2019 bis 07.02.2019 haben wir, zwei START-Stipendiatinnen aus Wien, an dem Radio-Projekt „Weltenwandel“, das von EU gefördert wird, teilgenommen. Diese Woche, die wir in Trofaiach „Jugendheim Schloss Stibichhofen“ verbracht haben, war für uns nicht nur lehrreich, sondern auch sehr erholsam. Dort waren wir insgesamt 33 Personen aus Wien, Graz und der Slowakei. Neben den zahlreichen Workshops, die veranstaltet wurde, haben wir auch viel Spaß dazwischen gehabt, wie als wir Bowling gegangen sind. Wir hatten das erste Mal Bowling gespielt und freuten uns deshalb sehr, wir haben sogar einmal einen Neuner geschossen. Wir sind sogar Rodeln gegangen, das war das Highlight der Woche und obwohl es sehr kalt war, hatten wir doch sehr großen Spaß zusammen. Was uns an diesen Workshop besonders gefallen hat war, dass wir selbstständig waren und alles selbst organisieren mussten. Wir haben gekocht, sind einkaufen gegangen, auf Kinder aufgepasst, da dieses Projekt unabhängig vom Alter war, Workshops organisiert, Spiele gespielt und uns besser kennengelernt. Wir sind auf diesen Workshop durch Lale, eine Moderatorin, gestoßen und sie hat uns eingeladen da mitzumachen. Da der Workshop in den Semesterferien war, hatten wir keine Probleme mit der Schule und waren deshalb sehr froh. Die Workshops, die uns am Besten gefallen hat, war die Live-Sendung, wo wir interviewed wurden und auch andere interwieved haben, aber auch die anderen zahlreichen Workshops, wie zB. der Kosmetik-Workshop oder Kamera-Workshop, wo man lernte wie eine Kamera gebaut wird und funktioniert, oder der Recycling Workshop, wo wir lernten nachhaltig mit der Umwelt und unseren Eigentumen umzugehen. Diese und viele andere Workshops waren für uns sehr lehrreich und haben uns sehr gefallen.

In diesem Sinne möchten wir, Balqiz und Himanshi, der lieben Lale, Radio Orange 94.0 und der EU danken, dass sie das ermöglicht haben.

Science meets Fiction IV im Planetarium Wien

Werner Gruber, Direktor Planetarium Wien, Kuffner & Urania Sternwarte und Physiker, erzählt in seinem humorvollen Vortrag „Science meets Fiction IV“ von Beamen, Zeitreisen und künstlicher Intelligenz.

Was haben Quantenmechanik und Relativitätstheorie gemeinsam? Physik! Beide sind physikalische Theorien. Die eine befasst sich mit der Struktur von Raum, Zeit und Gravitation, die andere mit Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten von Materie. Die Beziehung zueinander ist noch ungeklärt.

Werner Gruber schaffte es diese komplexen Theorien in wenige Worte und mit Alltagsbezug zusammenhängend zu erklären, wie auch zu veranschaulichen. Grafik für Grafik und mit Wasser, wie auch Chipstüten wird das Grundkonzept der Quantenmechanik vereinfacht dargestellt. Wir hatten uns noch nach dem Vortrag über die Aufenthaltswahrscheinlichkeit eines Elektrons in der Chipstüte unterhalten und wie der Tunneleffekt funktioniert.

Nach dieser kompakten Einführung hatten wir uns dem Thema des Vortrags gewidmet: Science Fiction! Fiktionale Filme blicken weit in die Zukunft und erzählen von entfernten Galaxien. Die Protagonist*innen werden stets von der fortschrittlichsten Technik und dem Überwinden von physikalischen Gesetzen begleitet. Captain Kirk erkundet mit seinem Raumschiff Enterprise das Universum und beamt sich von Planeten in seine Enterprise hoch. Doch ist Beamen physikalisch möglich? Werner Gruber erklärte uns, dass Transportation von Materie nur mit Antimaterie funktionieren kann, wie auch dass die Energie Kirk „hinauf zu beamen“ einer Auslöschung eines Kontinents entsprechen würde. Und das Duplizieren von Kirk, also einem Anti-Kirk, wirft theologische und philosophische Fragen auf.

Danach sprachen wir über Zeitreisen und Werner Gruber hatte uns verraten, welche 3 Personen er aus diesem Bereich sehr bewundert: Ronald Mallett, theoretischer Physiker an der University of Conneticut erforscht die Möglichkeiten einer Zeitreise und baut Zeitreisemaschinen. Stephen Hawking, theoretischer Physiker und Astrophysiker, lieferte sehr bedeutende Arbeiten zur allgemeinen Relativitätstheorie und Schwarzen Löchern. Und Steve Jobs, Unternehmer und CEO von Apple, und seine visionären technischen Entwicklungen, die grundlegend die Kommunikationstechnologie und Praxis verändert haben.

Ein kleiner Exkurs in die Neurowissenschaft, mit der wir versuchten, künstliche und synthetische Intelligenz zu erklären und den Prozess dahinter zu verstehen, bildete den Abschluss des Abends. Werner Gruber zeigte uns welche Herausforderungen für den öffentlichen Verkehr, wie auch für die Verwaltung und Gesellschaft ein Roboter im Alltag mit sich bringen würde und stellte die Frage offen, ob Science Fiction eine Zukunftsszenario oder schon Realität sei?

Der humorvolle, spannende und mit Alltagsgeschichten gefüllte Vortrag begeisterte auch unsere Stipendiat*innen:

„Der Workshop „Science meets fiction“ hat mir sehr gut gefallen, da ich mich für Physik interessiere und dieses Thema auch sehr interessant finde. Am Anfang des Workshops ging es um Themen, die wir bereits im Physik-Unterricht in der Schule behandelt haben. Aufgrund dessen konnte ich dem Herren Gruber sehr gut folgen und hatte auch Spaß, weil er diese Veranstaltung lustig und spannend rübergebracht hat.“ -Samira Hemati

„Bei der Veranstaltung “Science meets Fiction” waren die besprochenen Themen nämlich Quanten-Mechanik und künstliche Intelligenz ziemlich schwer aber sie waren die aktuellsten Themen, die die heutige Welt verändern können, aber auch die Zukunft beeinflussen. Ich habe nicht nur die Möglichkeit gehabt einen tieferen Blick in diese Themen zu werfen, sondern auch einen kurzen Überblick über die Funktion des menschlichen Gehirns. Denn nur dann erreicht die künstliche Intelligenz seinen Höhepunkt, wenn man seine eigene Gehirnfunktion kennt. Die künstliche Intelligenz ist ja nichts Anderes als die Simulation des menschlichen Gehirns.“ -Sabiha Moradi

„Mir hat die Veranstaltung gut gefallen, da Herr Werner Gruber, der Direktor des Planetariums seinen Vortrag auf eine humorvolle, spannende, aber auch interessante Art präsentiert hat. Die vielen Theorien konnte er auch durch zahlreiche, alltägliche Beispiele besser verdeutlichen.“ -Atila Bamyani

„Der Workshop war ziemlich interessant und konnte viel Theorie mitnehmen, vor allem weil wir in meiner Schule darüber schon mal gesprochen haben, konnte ich gut zu hören und folgen. Was mir besonders gefallen hat, war die Erklärung mit den ganzen Bildern, man konnte sich ganz gut vorstellen wie das Ganze funktioniert und wenn jemand gar nichts darüber wusste, könnte auch gut folgen, weil sie leicht erklären konnten.“ -Fatema Ahmadi

„Ich fand die Veranstaltung sehr interessant. Herr Gruber hat komplexe Theorien vereinfacht und verständlich erklärt. Was mir aber am meisten gefallen hat: diese Theorien wurden auf den Alltag bezogen. Gleichzeitig hat Herr Gruber mit seinen Witzen uns zum Lachen gebracht. Insgesamt würde ich die Veranstaltung als informativ und lustig beschreiben.“ -Marzia Suleimanli

„Die science meets fiction Veranstaltung war sehr interessant. Der Physiker hat uns das Thema Quantenmechanik (für das wir in der Schule mehrere Unterrichtsstunden gebraucht hatten) in ein paar kurze Sätze erzählen können. Die Beispiele und Grunde, die er immer als Antwort für die Publikums Fragen waren einerseits lustig aber andererseits interessant.“ -Mahdi Hassani

The Cost of Destroying the Death Star

Gelten die Regeln der Mathematik auch vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis? Und welche Auswirkungen hatte die Zerstörung zweier Todessterne innerhalb von 4 Jahren auf die Wirtschaft der STAR-Wars Galaxie?

Diese Fragen wurde uns am Dienstag den 9.1.18 von Professor Zachary Feinstein, Ph.D. von der Washington University in St. Louis im Rahmen von WUmatters / WUtalks beantwortet. Mit einem Laserschwert bewaffnet berichtete er was die Herstellung der beiden Todessterne tatsächlich in galaktischer Währung gekostet hätte und welche Auswirkungen auf das Bankenwesen und die Wirtschaft die Zerstörung bedeutet hätte. Ergebnis: Todessterne sind nicht günstig! Die Kosten belaufen sich auf 612.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 (=612 Quintillionen) galaktische Credits.

Neben der Gelegenheit die WU Wien kennen zulernen (die Hauptbibliothek könnte auch gut der Drehort für ein Raumschiff sein), konnten wir so unser Englisch aufpolieren und einen Einblick in die Welt der Finanzmathematik erhalten. Ziel des Vortrags war es sich darüber Gedanken zu machen, was diese Erkenntnisse mit unser heutigen Wirtschaft und dem Bankensektor auf der Erde zu tun haben.

Fazit: Es wäre den Rebellen wohl nichts anders übrig geblieben, als die Banken zu retten um eine große galaktische Depression zu verhindern. Hätten Sie allerdings gewusst wieviele Quintillionen an Credits es hierzu benötigt, hätten sie wohl länger überlegt bevor sie den zweiten Todesstern zerstörten. Handlungsempfehlungen für die Erde: Den Eigenkapitalanteil der Banken erhöhen, keine Erpressungen des Öffentlichen Sektors bei Krisen (“Bail us out or the world will die..”) und neue Analysemodelle für systemische Krisen um bei zukünftigen Finanzkrisen die Folgen von Entscheidungen besser berechnen zu können.

Wen diese Thematik interessiert: die WU hat ein Video des Vortrags und der anschließenden Paneldiskussion online gestellt.

Feierliche Begrüßung des neunten START-Jahrganges in Salzburg

START-Salzburg feiert seine neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten
Auf die Bühne gebeten werden einmal im Schuljahr die START-Stipendiatinnen und Stipendiaten in Salzburg um ihre Talente, Ideen, künstlerische Begabungen und ihre Motivation einem interessierten Publikum zu präsentieren. Ein abwechslungsreiches Programm für ihre Eltern, Lehrer*innen, Mitschüler*innen, Freund*innen und Fördernde haben die insgesamt 2o Jugendlichen auch dieses Jahr auf die Beine gestellt. Gleich 12 Neuzugänge durften sich im Rahmen der Feier über eine Urkunde aus den Händen ihrer Patinnen und Paten freuen. Damit sind sie nun offiziell Teil des START-Stipendienprogramms. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Andreas Obauer, Gastgeber der Wirtschaftskammer Salzburg. Landtagsabgeordnete Elisabeth Weitgasser (Neos) hielt die Festrede zu Beginn der Willkommensfeier.

Bildung fördern – Talente stärken – Perspektiven schaffen
Bereits zum neunten Mal können START-Stipendien an engagierte Jugendliche mit Migrationsgeschichte in Salzburg vergeben werden. Die 12 frischgebackenen Stipendiatinnen und Stipendiaten heißen Ioana-Larisa, Mohamad, Saira, Mohammed, Zaynab, Mohammad Akhlas, Rohullah, Qodratullah, Omaima, Ali Reza, Hana und Ali Akbar. Sie haben ihre Wurzeln in Rumänien, Syrien, Afghanistan, Pakistan und dem Iran. Für sie alle gemeinsam hat Bildung einen großen Stellenwert. Bei ihrem großen Ziel die Matura zu erreichen, werden sie von START-Salzburg unterstützt.

„Bildung ist eines der wichtigsten Themen der Zukunft, um den Bedürfnissen am Arbeitsmarkt gerecht zu werden. Bildung ist aber auch der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben und eurer ganz eigenen beruflichen Karriere. Das START Stipendium gibt dazu die Unterstützung, um euer Ziel, eure Träume und Visionen verwirklichen zu können. Es liegt ganz alleine an euch, diesen Traum zu verwirklich, wir können nur unterstützen. Mit dem START Stipendium wird euch eine große Verantwortung übertragen und der Grundstein für eine chancenreiche Zukunft gelegt.“ betonte Labg. Elisabeth Weitgasser bei der Übergabe der Urkunden an die stolzen Stipendiatinnen und Stipendiaten. „Feierliche Begrüßung des neunten START-Jahrganges in Salzburg“ weiterlesen

Chorproben für die START-Salzburg Begrüßungsfeier

Am 29.9. und 13.10. trafen sich die Salzburger Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Chorleiterin Johanna Buchmayer im Festsaal der BAfEP Salzburg, um das künstlerische Programm für die Begrüßungsfeier zu erarbeiten. Viele waren zuerst der Meinung, dass sie nicht singen können. Johanna hatte viele gute Aufwärmübungen und Bewegungsspiele für die Stipendiat*innen vorbereitet. Beim ersten Termin wurde auch gemeinsam entschieden, welches Lied bei der Begrüßungsfeier für die Gäste gesungen werden soll. Nach anfänglichem Zögern entdeckten wir auch einige verborgene Talente.

Hier die Eindrücke von einigen Stipendiat*innen:

„Mir hat der Teil vom Lied gut gefallen: Hier geht jeder für jeden durchs Feuer / im Regen stehen wir niemals allein / und solange unsere Herzen uns steuern / wird das auch immer so sein. Das sagt, dass WIR alles für den anderen machen und geben. Wir kümmern uns um den anderen & lassen unsere Freunde nicht im Stich.” Ali Akbar Zamani

„Mir hat die Chorprobe sehr gefallen. Es war sehr lustig und es war cool, mit den anderen zu singen.“ Eishah Mustafa

„Es ist super, wenn man singt. Und ich finde das Lied ganz schön zu singen.“ Maisam Taheri

„Ich finde es ganz toll, dass wir singen. Egal wie gut wir singen, aber jeder versucht das Beste zu geben. Ich hoffe, wir werden immer versuchen, das Beste zu geben.“ Ioana-Larisa Iordache

“Ich wollte noch ein paar Dankesworte zu unserem letzten Treffen schreiben. Mir hat die Chorprobe sehr gut gefallen. Ich hatte noch nie in einer Gruppe gesungen. Zuerst war es zwar ein bisschen schwer, aber als ich den Text öfter durchgelesen hatte, ist es einfacher geworden. Ich freue mich schon sehr auf den 8. November.” Mohammad Akhlas Ahmadi

Am zweiten Samstag hatte Omaima für einige START Geburtstagskinder zwei leckere Kuchen gebacken, mit denen wir uns nach der anstrengenden Gesangsstunde gerne stärkten. Der letzte Termin zur Vorbereitung auf die Begrüßungsfeier findet am 26.10. statt. Wer jetzt neugierig ist, welche Lieder die Stipendiat*innen vorbereitet haben, sei herzlich zur Begrüßungsfeier am 8.11. um 18h in der Wirtschaftskammer Salzburg eingeladen. Wir freuen uns schon sehr darauf!

Workshop Kreatives Schreiben: Day Dreamer

START-Wien Stipendiatin Gamze über „Day Dreamer“ und die kreative Schreibtechnik Elfchen.

Elfchen:

  1. Schönheit
  2. Universelles Gesetz
  3. Bezogen auf Geschlecht
  4. Ist nicht einmal echt
  5. Freiheit

Unter anderem wurde uns das „Elfchen“ beigebracht: Es handelt hierbei um eine Gedichtform, die aus 5 Versen besteht. Wie der Name schon sagt, hat es auch etwas mit der Zahl elf zu tun: Das Ganze besteht aus elf Wörtern. Der erste und der letzte Vers setzen sich aus einem Wort zusammen, der zweite Vers besteht aus zwei, der dritte aus drei und die vierte aus vier Wörtern.

Im ersten Vers erwähnt man das Thema, zu dem man schreibt, in den nächsten Versen erklärt man einen Aspekt dieses Themas näher und beendet das Elfchen mit einem Wort, mit einem Fazit.


Wir konnten uns ein Bild aussuchen und mussten es dann interpretieren. Aus meinem Bild hat sich mein Elfchen gebildet – So habe ich das Bild interpretiert:

Die auf dem Foto abgebildete Person ist stylisch gekleidet: Auf dem Kopf ein eleganter Hut kombiniert mit einem Pullover mit dem Aufdruck „Day Dreamer“ und darunter noch eine pechschwarze Hose. Wenn man sich das Gesicht anschaut, dann fällt einem auf, dass die Person passend zum Look geschminkt ist.

Jetzt kommt das interessante: Das Gesicht verfügt über Gesichtszüge, die sowohl männlich als auch weiblich sind, zugleich aber  nirgends eingeordnet werden kann. Außerdem sind keine Haare sichtbar, weshalb es umso schwieriger ist, das Geschlecht zu erschließen. Aber warum? Warum sollte uns das Geschlecht kümmern, wenn wir viel mehr auf die Schönheit dieser Person achten sollten, ohne es in Verbindung mit einem Geschlecht zu bringen?

Unsere Gesellschaft pflanzt uns aber fiktive Regelungen ein wie zum Beispiel, dass Frauen und Mädchen keine Körperbehaarung haben dürfen oder dass Make-Up und alles, was als „feminin“ gesehen wird, tabu ist für Männer und Jungs.

Die abgebildete Person verdeckt zudem das Gesicht und verschafft einem den Eindruck, dass Angst, Unsicherheit oder Scham der Anlass dafür ist. Außerdem sagt der Aufdruck auf dem Pulli aus, dass geschlechtslose Schönheit ein Day Dreamer ist, weil wir – wie bereits erwähnt – in einer Gesellschaft leben, in der Schönheit ohne Geschlecht unwillkommen ist.

Die Workshopreihe “Schreibkurs” kann aufgrund der Weihnachtsspende der KPMG verwirklicht werden. Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung!

Ein Bilderbuch über die Reise zu Zielen

Start-Stipendiat_innen zeichnen und malten über Wege zu hohen Gipfeln und in ferne Galaxien.

„Nicht diejenigen, die die gleiche Sprache sprechen, sondern diejenigen, die die gleichen Gefühle teilen, können einander verstehen.“ So betitelte Saida Rezai ihren Bildzyklus, in dessen Mittelpunkt ein Elefant und ein Kind stehen. Eindeutig völlig geborgen fühlt sich das Kind in jedem der Bilder, die eine weite Reisezeigen, auf dem Rücken des Elefanten. „Ich liebe Elefanten, für mich stehen sie auch für Indien und ich liebe indische Kultur“, so die jugendliche Zeichnerin zum Kinder-KURIER. Am Ende, im achten Bild, liegt das Kind nach Überwindung eines Berges, in (s)einem Bett. Ob der Elefant es hier sanft abgelegt hat, oder das Kind vielleicht auch die ganze Reise nur geträumt hat? „Das bleibt jeder und jedem selbst überlassen“, meint die junge Künstlerin, die natürlich selbst schon eine Vorstellung hat. „Aber das soll sich jede und jeder selber ausmalen!“

Internationale Jugendliche

13 Jugendliche des jüngsten Wiener Start-Stipendien-Durchgangs haben in einem einwöchigen Workshop in der „Zeichenfabrik“ (künstlerische Aus- und Weiterbildungsstätte in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus) mit Ana Paola CastroVillegas an Bildzyklen gearbeitet. „Zuerst haben wir alle möglichen Zeichen- und Maltechniken ausprobiert – Monotypien, Stempel, Collagen, mit Bleistiften und Buntstiften zeichnen, mit Aquarellfarben malen…“, beginnen einige der Schüler_innen mit Migrationsgeschichte, die über das genannte Stipendienprogramm gefördert werden, zu schildern. „Wir haben auch über das gemeinsame Thema geredet, eine Reise zum Planeten Mars und eine andere Galaxie über den Mount Everest.“ Deshalb finden sich in fast allen der 13 Bildzyklen Berge. Aber die Berge stehen nur für einerseits ein Ziel, aber auch für Anstrengung und Schwierigkeiten, die es zu überwinden gilt, um dorthin – oder/und darüber hinaus – zu kommen.

Nach Vorskizzen machten sich die 13 Jugendlichen dann an ihre Werke – höchst unterschiedliche sind trotz gemeinsamen Themas dabei herausgekommen. Aus den Bildern, die bewusst ohne Worte auskommen, um sprachliche Barrieren erst gar nicht aufkommen zu lassen, ist ein buntes Bilderbuch – neudeutsch „Silent Book“ – entstanden, „Die Reise“.

Autor: Heinz Wagner, KIKU – Kinder KURIER

Dieser Bericht ist eine von START Wien gekürzte Fassung. Der originale und vollständige Bericht ist in der Tageszeitung KURIER am 03.06.2018 erschienen und online nachzulesen unter: https://kurier.at/kiku/ein-bilderbuch-ueber-die-reise-zu-zielen/400045142

START Wien Künstler*innen erzählen von der Kunstbuchpräsentation “Die Reise” (Zeichenfabrik, 31.05.2018) und schildern ihre Eindrücke:

Das Kunstprojekt des START-Stipendiums ist ein einzigartiges Erlebnis, das jeder einmal machen sollte. Diese eine Woche, in der wir an unserem Kunstprojekt gearbeitet haben, hat mir besonders viel Spaß gemacht. Dank Anna, unsere Künstlerin, habe ich viele Methoden, die ich bei meinen Bildern angewendet habe, gelernt. Bei der Präsentation unseres Buches ,,Die Reise” habe ich die Möglichkeit bekommen, den BesucherInnen meine Bilder vorzustellen und ihnen meine Geschichte zu erzählen. –Samira

Kunst ist etwas Essentielles für Menschen die sich aufgeklärt nennen, denn allgemein Bildung besteht nicht nur aus Formeln und Daten, sondern auch aus einer kreativen Seele, die das freie Denken ermöglicht. –Yunadi

Endlich! Nach 6 anstrengenden Tagen, war es endlich soweit, die Buchpräsentation. Es war ein sehr gelungener Tag, da man – bzw. ich persönlich – mit der Reise abschließen, aber auch andere dazu motivieren, konnte, einen Silent Book Workshop in Erwägung zu ziehen. Außerdem war es sehr interessant meine Geschichte mit anderen zu teilen und auch die Einschätzung bzw die Interpretation anderer zu erfahren. –Erem

Ich war am Anfang sehr nervös, dachte ich, dass ich es nie schaffe aber wie am meisten was man denkt, passiert es nicht. Ich habe es geschafft. –Stella

Die Präsentation war eine tolle Erfahrung und hatte das Projekt toll abgerundet! –Nenad

Die Buchpräsentation hat mir sehr gut gefallen, da meine Freunde auch dabei waren und das Start Stipendium mehr kennengelernt haben. Mich hat es gefreut dass viele Menschen da waren und sich unsere Kunst anschauen wollten. -Nour

Am anfang waren wir nervös, weil viele leute dabei waren aber es war großartig, die Werke haben den Besuchern gefallen. -Mohamad

Da ich leider nicht beim Abschluss des Projekts dabei sein konnten, haben sich die anderen Stipendiaten und ich uns gedacht „Lassen wir Salma selbst wenn sie physisch nicht da ist, daran teilnehmen“. Aus diesem Grund hatten wir für ein paar Minuten einen Videochat und ich bin unglaublich froh darüber doch dieses Erlebnis mehr oder weniger mit den anderen Stipis erleben zu dürfen. -Salma

Die Ausstellung war interessant zu beobachten und eine neue Erfahrung für mich. Amüsant fand ich, dass die Leute, die zu den Originalwerken gekommen sind, erwartet haben, dass der Künstler/die Künstlerin die Geschichte erzählt. Was gegenüber dem Silentbook steht und der eigenen Interpretation der Geschichte. -Saida

Ich fand die Buchpräsentation echt toll, weil ich viele neue Sachen dazu gelernt habe und ich mein Wissen in Richtung Kunst erweitern konnte. Das beste war, aber das Menschen etwas was ich kreiert habe toll gefunden habe und das ich die Chance hatte für einen Tag Künstlerin zu sein. -Munira

Die Buchpräsentation war Informative. Ich habe die Gelegenheit gehabt meine Geschichte durch mein Malen zu mehrere Leute erzählen and liebe und interessante Feedback von ihnen bekommen. -Reshad

Die Buchpräsentation war ganz spannend. Als Katrin gesagt hat, wir sollten etwas zu unseren Zeichnungen erzählen, wusste ich nicht, was ich sagen werde. Aber als die Leute zu mir gekommen sind und Fragen gestellt haben, hab ich lange und frei geredet. Ich habe gerne meine Geschichte erzählt. Die Fragen, die die Anderen gestellt haben, haben mich meistens zum nachdenken gebracht. Ich habe Sachen über meine Geschichte erfahren, die ich vorher nicht kannte. z.B. Dass ich meine Figur so gezeichnet habe, dass sie ihr Ziel beobachtet. Ich habe vieles aus meiner Geschichte gelernt. Auch die Anderen haben etwas daraus gelernt. Nämlich, dass man nie aufgeben darf. -Sana

Naja, es war ein wunderschöner Gefühle, weil man sich wie ein Künstler fühlte. Obwohl habe ich ja nicht viel über meine Kunst erzählt, aber trotzdem haben die Leute haben es gute verstanden. Ich bedanke mich bei euch, weil ihr mich die Möglichkeit gegeben, wo ich meine innere Kunst auf wegen könnte. -Ahsan

Fotos ©Verein START Stipendien Österreich

 

Bis zur Bergspitze und noch viel weiter! Aktuelles Buchprojekt der START-StipendiatInnen 2018

(Wien, 28. Mai 2018) „Bilder sagen mehr als tausend Worte.“ Mit diesem Ansatz arbeitet ein Silent-Book. Geschichten werden ohne Worte erzählt und dadurch Sprachgrenzen irrelevant. Alle StipendiatInnen von START haben Migrationshintergrund und ihre Wurzeln in den verschiedensten Ländern der Welt. Sie haben damit selbst erlebt, wie Sprache zur Barriere werden kann. Diese im Rahmen eines Kunstprojekts zu überwinden, war der Gedanke bei der Entstehung des Silent-Books „Die Reise“. 

Copyright: Verein START Stipendien Österreich

„Jemand reist durch viele Länder, um Frieden zu finden. Doch es begegnen ihm nur Menschen mit Tierköpfen, die je nach Land variieren…“ (Ahsan, 19 Jahre, aus Afghanistan) oder „Ein Roboter in einer geometrischen Welt möchte auf den Mount Everest klettern. Als er auf ein Lama trifft, entsteht eine Freundschaft – gemeinsam erklimmen sie den Gipfel…“ (Mohamed, 18 Jahre, aus Syrien) sind nur zwei der Bildgeschichten der 13 StipendiatInnen des Jahrgang 2018.
Sie haben im Rahmen eines Workshops mit der Künstlerin Ana Paolo Castro Villegas den gesamten Entstehungsprozess eines Buches, von der Ideenfindung bis hin zum Layoutieren, eigenhändig durchgeführt.

Eine Reise zum Mount Everest sollte von Jedem und Jeder auf vier Seiten dargestellt werden, der Darstellungsweise waren keine Grenzen gesetzt. Das 142 Seiten umfassende Buch zeigt nun, wie unterschiedlich diese Reise interpretiert und verstanden werden kann: Welche verschiedenen Aspekte sind auf dem Weg ins Ungewisse von Bedeutung und wie vielfältig können Gedanken auf künstlerische Weise dargestellt werden?

„Nicht diejenigen, die die gleiche Sprache sprechen, sondern diejenigen, die die gleichen Gefühle teilen, können einander verstehen“, resümmiert eine der StipendiantInnen abschließend. Bei der Buchpräsentation in der Zeichenfabrik erklären die StipendiatInnen Motiv und Bedeutung ihrer gemalten Bilder.

Buchpräsentation

“Die Reise” ein Silent-Book der START-StipendiatInnen 2018

Datum und Ort 

Donnerstag, 31.05., ab 18:00 in der Zeichenfabrik, Flachgasse 35-37, 1150 Wien

Anwesend

Ana Paolo Castro Villegas
START Österreich Geschäftsführung Katrin Bernd
und die 13 START-StipendiatInnen des Jahrganges 2018

EINTRITT FREI!

Copyright: Verein START Stipendien Österreich

Wie START-Wien junge Menschen auf ihrem Bildungsweg begleitet
START-Wien begleitet und unterstützt Jugendliche mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. Die Stipendien werden unabhängig von Nationalität und Aufenthaltsstatus vergeben. Unterstützt werden die Jugendlichen durch einen Laptop, Drucker sowie Bildungsgeld. Noch wichtiger ist aber die ideelle Unterstützung in Form von individueller Beratung und Begleitung, zahlreichen Bildungsseminaren und Workshops, gemeinsamen Exkursionen oder bei der Studien- und Berufswahl.

Über START-Stipendien
Das START-Stipendienprogramm fördert engagierte Schüler*nnen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das START-Programm sind daher steuerlich absetzbar.

Rückfragehinweis:
Dipl.-Soz. Katrin Triebswetter
Projektkoordinatorin START-Wien
M: +43 664 886 22140, E: triebswetter@start-stipendium.at
www.start-stipendium.at

communication matters
Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 26, E: bottesch@comma.at

“Phobiarama” im MQ Wien – Erschreckend und beängstigend!

„Erschreckend, beängstigend, gleichzeitig aber auch interessant und zum Nachdenken anregend.“ und “eines der besten künstlerischen Projekte, die ich jemals besucht habe” – so beschreiben START Wien Stipendiat*innen die Kunstinstallation „Phobiarama“ des niederländischen Konzeptkünstlers Dries Verhoeven.

Im Rahmen der Wiener Festwochen (11. Mai – 17. Juni) nimmt die Kunstinstallation „Phobiarama“ die START Wien Stipendiat*innen auf eine außergewöhnliche Geisterbahnfahrt mit.

Die Bahn bewegt sich in völliger Dunkelheit, Stimmen und Reden von nationalen und internationalen Politiker*innen beschallen die Räume, zögerlich flackern die ersten Lichter auf und untermalen die Ausweglosigkeit. Bedrohlich wirkende, bärenhafte Gestalten nähern sich langsam aus dem Verborgenem, umzingeln die Fahrgäste und Fahrgästinnen und Laute des Erschreckens sind von Weitem hörbar. Die Bahn bleibt unerwartet stehen und die Bären nehmen ihre Masken ab. Eine weitere Dimension der Uniformität wird sichtbar und die Individuen lassen sich vage hinter der Maskerade erahnen. Schrille Klänge ertönen, die Bahn bewegt sich zügig rückwärts, Clowns erscheinen und verschwinden, ein Entkommen scheint aussichtslos zu sein. So viel sei verraten.

START Wien Stipendiat*innen erzählen von ihren Eindrücken und gewähren Einblicke in das „Theater der Angst“:

Phobiarama entpuppte sich als eine sehr eindrucksvolle Kunstpräsentation. Mit den Emotionen des Besuchers arbeitend, lud sie zum Reflektieren über die eigene Naivität gegenüber den Medien ein. Als Ergebnis ergab sich dabei die Erkenntnis über die Gleichheit aller Menschen. – Isabel

Bei meinem ersten Rundgang fiel es mir schwer mich auf die Stimmen zu fokussieren bzw. diese auch wiederzuerkennen. Beim zweiten Mal war ich aber in der Lage die eigentliche Nachricht der Aufführung zu verstehen, da ich schon an das Drumherum gewöhnt war und dieses auch weniger “angsteinflößend” war. Eine sehr empfehlenswerte Aufführung mit einer tollen Nachricht! – Erem

Tolle Erfahrung, besonders, dass wir durch dieses Theater gehört haben, was uns Angst macht und dass wir direkt es spüren. – Mohamad

Ich fand es sehr interessant, obwohl es ein bisschen ängstlich war. Insbesondere war die Bahn in die Dunkelheit Wahnsinn! – Abdi

Mit START waren wir bei Phobiarama von Dries Verhoeven ist eines der besten künstlerischen Projekte, die ich jemals besucht habe. Es ist eine Geisterbahn die Mithilfe von Panikmacherei und politischen Methoden diese künstliche Angst zu erzeugen. Es war ein einzigartiges Erlebnis und sehr empfehlenswert! – Marenah

Ich finde, dass bei Phobiarama Themen, wie Politik, Angst und Terrorismus weniger als eine Stunde (glaube ich) sehr gut bearbeitet und vermittelt wurden. Adjektive, womit ich Phobiarama beschreiben kann sind: Erschreckend, beängstigend, gleichzeitig aber auch interessant und zum Nachdenken anregend. – Marzia

Ich fand das Theater der Angst „Phiobiarama“ vom Künstler Dries Verhoeven sehr gelungen. Vor allem hat mir die Inszenierung und die Message gefallen. Faszinierend fand ich wie durch einfache Mittel (Reden von Politiker*innen und Terrorist*innen) leicht, auf einfach Art und Weise Angst erzeugt werden kann. Persönlich empfand ich keine Angst, aber fand es spannend zuzuhören wie andere erschrecken. Nachdem die außergewöhnliche Museumsfahrt beendet war, hatten ich und Erem das Glück an einer zweiten Runde teilnehmen zu dürfen, wodurch uns die Gelegenheit zu Gute kam die Reden besser zu hören und die Stimmen einordnen zu können. Ein Museumsbesuch anderer Art! – Saida

Salzburger Stipis im Landestheater

Stipendiatin Zaynab Hussaini berichtet: “Am Freitagabend 4. Mai gingen wir – eine Gruppe von Start-Stipendiat*innen in Begleitung unserer Projektkoordinatorin Angela – ins Theater, um uns das Musical “Kick it like Beckham” anzusehen. Treffpunkt war um 19:00 Uhr vor dem Eingang des Landestheaters. Niemand kam zu spät, alle waren pünktlich dort. Nachdem wir ein paar Fotos gemacht hatten, gingen wir zu unseren Plätzen in die Mitte des Balkons. Das Theaterstück begann um 19:30 und es war ein musikalisches Stück, in dem ein indisches Mädchen davon träumt, gemeinsam mit David Beckham Fußball zu spielen. Ihr Traum ist inakzeptabel für ihre indische traditionsbewusste Familie. Sie wird heimlich ein Mitglied der Frauenfußballmannschaft, mit der sie schon bald erste Erfolge feiert. Es wird aber immer schwieriger, ihre Leidenschaft vor ihrer Familie geheim zu halten und es stellt sich die Frage, ob sie ihren großen Wunsch, Fußballspielerin zu werden, realisieren kann.

Das Theaterstück hat mir sehr gut gefallen, weil es eine Botschaft für alle hat. Wir sollen unsere Hoffnung nicht aufgeben und auch nicht aufhören zu träumen. Wir sollen uns um unsere Wünsche und Träumen weiter bemühen, damit sie irgendwann in Erfüllung gehen. Die Schauspieler*innen konnten diese Nachricht in musikalisch-humorvoller Form sehr gut übertragen.”

Auch Josip Djordjevic hat es gut gefallen: “Im Stück geht es um ein Mädchen, das ihren Traum nicht leben kann, weil dieser von ihrer Familie nicht akzeptiert wird – was bis zum Ende spannend bleibt und einen mitfühlen lässt. Es war ein sehr schöner Abend, mit viel Spaß, Emotionen und natürlich guter Unterhaltung.”

START-NÖ im Theater – Tschick im THEO Perchtoldsdorf

Stipendiat Adham Al Mardini berichtet: Am Samstag, den 05.Mai 2018, wurde die großartige Gelegenheit im THEO in Perchtoldsdorf angeboten, das Theaterstück „Tschick“ zu genießen.

Es handelt von einem Jungen, 14, der einen strengen Vater und eine alkoholkranke Mutter hat, die sich auch die ganze Zeit stritten. Der Junge war in der Schule nicht beliebt und eher ein Außenseiter. Mit einem neuen Mitschüler, dem es in der Klasse ähnlich geht, erlebt er ein Abenteuer. Sie wollen beide einfach in die Welt hinaus, um ihr Schicksal zu finden.

Nur vier Schauspieler haben gespielt, obwohl es eigentlich mehr Rollen gab, und führten das ganze Stück perfekt aus. Die Bühne war sehr ideal, nahe dem Zuschauer und für das Stück selbst war volle Fantasie erforderlich. Einfach perfekt!

Hier sind die Feedbacks einiger Stipis:

„Das Theaterstück war sehr lustig, sodass es mir behagt hat. Durch es habe ich herausgefunden, dass Abenteuer ein unverzichtbarer Bestandteil des Lebens sind, obwohl man oft dadurch Schwierigkeiten begegnen könnte. Alle Schauspieler haben ihre Rollen sehr gut gespielt. Also würde ich den anderen dieses Theaterstück unbedingt empfehlen.“ (Ahmad)

„Das Theaterstück “Tschick” hat mir sehr gut gefallen. Die Schauspieler haben ausgezeichnet gespielt, obwohl jede verschiedene Rolle und Charaktere hatte. Es war überhaupt nicht langweilig, wir haben schon viel gelacht. Das hat mir sehr gefreut, dass ich es gesehen habe.“ (Mona)

„Die Rollen waren sehr lustig, außerdem waren das Design des Theaters sehr interessant. Es war einfach toll gemacht!“ (Mutiah)

„Es war ein großartiger Nachmittag! Ich genoss es, und wir hatten eine schöne Zeit zusammen! Es war das zweite Mal seit ich nach Österreich kam, ins Theater zu gehen, aber dieses Mal war anders, weil der Ort kleiner war und ich in der Nähe des Schauspielplatzes saß. Du kannst dir nicht vorstellen, wie das deine Gefühle auswirkt, als ob du der Schauspieler bist! Aber du kannst es genießen und auch lachen von Zeit zu Zeit. Ich kann es empfehlen und würde gerne wieder hingehen.“ (Yasin)

Wir danken dem THEO Percholdsdorf für den spannenden Theaterbesuch!

Fotos (c) START-NÖ

Ausstellungsbesuch: „Kunst & Politik“ und „Georg Eisler“ im Salzburger Rupertinum

Kunstvermittlerin Ilse Pürstl führte einige kunstinteressierte Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Salzburg vergangenen Freitag durch die Ausstellungen „Kunst & Politik“ und „Georg Eisler“ im Salzburger Museum Rupertinum. Ilse Pürstl erzählte uns zuerst vieles aus dem spannenden Leben von Georg Eisler. Schon als Kind musste er gemeinsam mit seiner Mutter mehrmals den Wohnsitz wechseln. Auch seine Eltern waren Künstler gewesen, sein Vater war Komponist und seine Mutter Sängerin. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten konnte er mit seiner Mutter nach Großbritannien fliehen, dort konnte er eine künstlerische Ausbildung, u.a. bei Oskar Kokoschka absolvieren. Nach dem Krieg kehrte er nach Wien zurück. Die Lebensgeschichte von Georg Eisler bot viele Anknüpfungspunkte für interessante Gespräche mit Ilse Pürstl. Was bedeutet es für einen jungen Menschen, im Exil zu leben? Und wie war es für Georg Eisler, in das zerstörte Wien der Nachkriegszeit zurückzukehren? Er hatte sich die Rückkehr sicher ganz anders vorgestellt.

Die Stipis diskutierten mit Frau Pürstl einige Bilder der Ausstellung. Man muss in einer Ausstellung nicht alle Bilder gesehen haben, wichtiger ist es, sich Bilder, die einen ansprechen, genauer anzusehen und auf sich wirken zu lassen. Georg Eisler war es ein großes Anliegen, staatliche Macht und die Auswirkung auf die Schwachen in der Gesellschaft darzustellen. In vielen seinen Bildern liegt eine große Distanz, dadurch hat man das Gefühl, dass die Menschen oft auch in Gemeinschaft sehr einsam sind.

Stipendiatin Nesrin Issa beeindruckte, wie diszipliniert George Eisler gearbeitet hatte. Jeden Tag fertigte er mehrere Skizzen in seinem Notizbuch an. Oftmals muss man im Leben etwas beharrlich verfolgen, wenn man wirklich gut werden will. Auch Stipendiatin Eishah Mustafa war von der Ausstellung sehr beeindruckt: „Ich habe es sehr interessant gefunden. Die Ausstellung war großartig.” Stipendiat Mahdi Rezai meinte: “Es war eine unglaubliche Herausforderung und eine tolle Erfahrung. Ich habe unter anderem die Erfahrung gemacht, wie ich ein Bild besser interpretieren kann.” Ein großes Dankeschön an Kunstvermittlerin Ilse Pürstl, die es immer wieder schaffte, die Stipis zu interessanten Diskussionen anzuregen.

Ein multilingualer Poetry Reading Abend bei START-OÖ

Am Samstag, den 13. Januar trafen kreative START-StipendiatInnen auf professionelle Poetry Reader. Das Poetry-reading ist ein Format, bei dem selbstgeschriebene Gedichte vor anderen vorgetragen werden. Wir haben diesem Abend einen internationalen Charakter verliehen und in allen Sprachen lesen lassen, darüber diskutiert wurden die Texte auf Englisch und Deutsch.

 

Ein spannendes Experiment gelang uns Samstagabend, an welchem wir zu einem multilingualen Leseabend einluden. Da wir einige StipendiatInnen haben, die selber Geschichten und Gedichte schreiben, kamen wir auf die Idee einen solchen Abend zu gestalten. So trugen bei gemütlichem Ambiente und kleinen Häppchen insgesamt 15 Personen ihre selbstgeschriebenen Werke vor.

Am Anfang brauchte es für die, die zum ersten Mal ihre Gedichte vorlasen noch etwas Mut, doch mit der Zeit wurde man immer selbstbewusster. Es war besonders spannend, dass die Stipis zuerst in ihrer Muttersprache vorlasen und den Inhalt der Texte auf Deutsch und Englisch erklärten. Die Gäste, welche neben unseren Stipis und einer START-Alumni, zwei US-AmerikanerInnen, vier ÖsterreicherInnen und, zwei RumänInnen waren, waren von der Idee der Mehrsprachigkeit sehr begeistert. Die Inhalte der Gedichte, wurden dann noch diskutiert, so dass der Zuhörer Informationen darüber bekam, wann und warum der Text geschrieben wurde und welche Bedeutung er damals oder jetzt für diese Person hat(te). Man lernte verschiedene Schreibstile kennen und erfuhr etwas über die Menschen, welche an diesem Abend anwesend waren.

Zusammenfassend ein äußerst gelungener und spannender Abend, welcher Dank Phillip Burmester, dem Axis Linz und vieler kreativer Poetry-reader zustande kam. Danke!

 

        

 

START-OÖ beim Eferdinger Schlossadvent

Ein ganz besonderes Highlight in diesem Advent bescherte uns Fürst Georg Starhemberg am 9. Dezember 2017. -Er lud eine Gruppe START-StipendiatInnen zum Eferdinger Schlossadvent ein! Die StipendiatInnen waren überwältigt von dem stimmungsvollen, traditionellen Adventmarkt und freuten sich über den herzlichen Empfang der Familie Starhemberg.

 

 

START-Stipendiatin Ivy Segbedzi berichtet:

Den Besuch zum Eferdinger Schlossadvent werden wir nie mehr vergessen! Eine Gruppe  START-OÖ StipendiatInnen fuhr am Samstag, den 09. Dezember 2017 von Linz nach Eferding. Als wir ankamen waren wir alle begeistert von zwei wunderschöne Alpakas, die gleich vor dem Schloss standen. Der Tag sah schon vielversprechend aus, mit Schnee überall. Wir kamen alle schon in eine besinnliche Adventstimmung.

Nach dem wir in das Schloss eintraten und einen ersten Eindruck vom Adventmarkt bekamen, wurden wir bereits von dem Fürsten Georg Starhemberg herzlich empfangen. Wir bekamen dann von ihm eine persönliche Führung durch den Adventmarkt.

Als erstes besichtigten wir den Schlosskeller. Obwohl er ganz alt aussah, war er sehr gut beleuchtet, warm und schön dekoriert. Es gab viele Stände mit verschiedenen Waren. Bei dem Chillistand durften wir verschiedenen Chilisoßen kosten – von ganz mild bis sehr scharf. Zur Überraschung von allen erhielt jeder von uns die Chilisoße, die uns am besten geschmeckt hat, als Geschenk von dem Fürsten. Danach lud er uns auf einen Punsch ein, wo auch zwei seiner Kinder dazukamen und mit uns plauderten. Das hat uns sehr gefreut!

Als nächstes gingen wir durch die Handwerker-Stände. Wir waren sehr beeindruckt, da die Waren, die dort ausgestellt wurden, alle aus unterschiedlichen Materialien wie Wolle, Holz und Metall hergestellt wurden. Bei einzelnen Ständen konnte man sogar bei der Herstellung zuschauen. Wir lernten viel über traditionelles Handwerk wie Klöppeln, Spinnen, Münzprägen, Schmieden und Körbeflechten und vieles mehr.

Am Hof des Schlosses gaben auch viele Essstände. In der Pause suchte sich jeder eine köstliche Speise aus, auf die wir ebenfalls von Herrn Starhemberg eingeladen wurden. Das wärmte uns und wir hatten viel Spaß daran, die verschiedenen Gerichte zu probieren.

Für die restliche Zeit durften wir alleine den Adventmarkt erkunden. Wir sahen uns die anderen Teile des Schlosses wie den Gartensalon und den Rittersaal an. Anschließend wärmten wir uns bei einer Tasse Tee im Café auf bevor wir uns vor dem Ausgang trafen und zurück nach Linz fuhren.

Über diesen unvergesslichen Tag kann man nicht vollständig erzählen, ohne zu erwähnen, wie unglaublich großzügig und freundlich der Fürst Georg Starhemberg ist. Dafür sind wir alle sehr dankbar! Wir kommen nächstes Jahr sehr gerne wieder!