START Stipendiat*innen bei der AK Niederösterreich

St. Pölten, Februar 2020 – Wie bewerbe ich mich richtig? Worauf ist beim Bewerbungsgespräch zu achten? 12 engagierte Jugendliche vom Verein START Stipendien Niederösterreich nutzten die Semesterferien und gingen diesen und weiteren Fragen beim Bewerbungstraining der AK Young in St. Pölten auf den Grund.

Sicherheit schaffen. Ein Bewerbungstraining vermittelt Sicherheit im Bewerbungsprozess. Simulation von Bewerbungsgesprächen und Beschreibung der eigenen Persönlichkeit, Vorstellungen und Ziele stärken Authentizität und Selbstvertrauen. Hier gibt es die häufigsten Defizite bei Bewerbungen. Das ist auch einer der Gründe für die 17-jährige Nazia das AK Bewerbungstraining zu absolvieren: „Ich habe mich für einen Ferialjob beworben und will mir Tipps und Sicherheit für das Bewerbungsgespräch holen und mehr über den Bewerbungsprozess herausfinden.“

Von der Theorie bis zur Praxis. „Im Zuge meiner schulischen Ausbildung muss ich ein Ferialpraktikum absolvieren“, berichtet HTL-Schüler Hasan, „ich muss mich dafür bewerben und hatte bisher wenig Ahnung, wie das alles funktioniert und wie man sich bei einem Vorstellungsgespräch verhält.“

Die Jugendlichen erfahren im Bewerbungstraining wie ein Bewerbungsprozess abläuft, analysieren ihre Stärken, Schwächen und Erfahrungen. In Simulationen wird das Erlernte in die Praxis umgesetzt und der Umgang mit komplexen Gesprächssituationen bei der Bewerbung geübt.

Der 19-jährige Hasan fühlt sich nun bereit für ein echtes Bewerbungsgespräch: „Ich bin jetzt selbstbewusster. Ich traue mich jetzt mehr Firmen anzurufen, weil ich weiß wie das ablaufen wird.“

Unter Anleitung der beiden AK-Bewerbungsexpertinnen meistern die Jugendlichen die Trainings-Aufgaben souverän. „Das Training mit der Gruppe war angenehm und auf hohem Niveau, weil die Schüler*innen motiviert, zielorientiert und gut vorbereitet waren“, beschreibt Trainerin Ulrike Katary das Ergebnis. Co-Trainerin Susanne Meyer-Roch ist beeindruckt vom hohen sprachlichen Niveau der START Stipendiat*innen und ihrem Engagement: „Es hat große Freude gemacht, mit den Jugendlichen zu arbeiten, ihnen die Scheu vor der Bewerbung und dem persönlichen Gespräch nehmen zu können und sie dabei zu unterstützen, ihre Fähigkeiten zu erkennen und zu verkaufen.“

Im Anschluss erhalten die Jugendlichen noch interessante arbeitsrechtliche Aufklärung zu Praktika und Sommerjob: Was ist der Unterschied? Wie schlägt sich das in der Bezahlung nieder? Gibt es einen Urlaubsanspruch u.a.m.

Ab Ende Februar startet die Bewerbungsfrist für den neuen START Jahrgang und damit auch für Jugendliche aus Niederösterreich. Informationen für interessierte Bewerber*innen gibt es unter: https://www.start-stipendium.at/bewerben/

Über START-Stipendien

Das START-Stipendienprogramm fördert engagierte Schüler*innen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das START-Programm sind daher steuerlich absetzbar. 
Nähere Infos unter www.start-stipendium.at

Rückfragehinweis:

Verein START-Stipendien Österreich
Stefanie Moshammer, Projektleitung START-Niederösterreich
M: +43 664 88 46 96 52
E: moshammer@start-stipendium.at 
www.start-stipendium.at
 
communication matters
Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 32
E: bottesch@comma.at
www.communicationmatters.at

Bewerbungstraining mit der Arbeiterkammer NÖ

Jugendliche von START-NÖ nutzten die Semesterferien um sich beim Bewerbungstraining der Arbeiterkammer NÖ weiterzubilden und Tipps & Tricks für die Bewerbung für Sommerjob oder Pflichtpraktika zu erhalten.

Für alle Stipendiaten/innen war dieser Termin ein sehr wichtiger. Aber für welchen Jugendlichen wäre das nicht so? Wer will schon nicht wissen wie man seine Bewerbungsunterlagen so fesselnd gestalten kann, dass man an der gewünschten Firma sofort aufgenommen wird? Oder wie man bei einem Vorstellungsgespräch den besten Eindruck machen kann?

Der Workshop „Bewerbungstraining“ begann mit einem kleinen Spiel. Man sollte ein paar Kärtchen, auf denen die Schritte des Bewerbungswegs draufstanden, chronologisch zuordnen. Diese Schritte (telefonieren, passender Beruf finden, Vorstellungsgespräch usw.) wurden dann bis ins Detail besprochen. Dann ging es um den Beruf und um uns selbst. Jede/r hat einen Job ausgewählt und mit diesem gearbeitet. Es waren Fragen vorgegeben wie zum Beispiel: Was machst du in diesem Beruf? Welche Fähigkeiten brauchst du in dem Beruf? Was sind meine Stärken, die ich in diesem Beruf gebrauchen konnte?

Nach der Theorie ging es in die Praxis. Wir wurden in zwei Gruppen geteilt und übten die Telefonate in verschiedenen Situationen. Ein bestimmtes Beispiel wäre wie bzw. was man sagt, wenn man seine Bewerbungsunterlagen schon seit längerer Zeit verschickt hat, aber man keine Antwort bekommen hat. Weiterhin trainierten wir auch für das Vorstellungsgespräch. Dazwischen gab es auch einen Vortrag zum Arbeitsrecht betreffend Praktikum bzw. Sommerjob. Man konnte sich dadurch eine Übersicht über das Thema erschaffen. Alle TeilnehmerInnen bekamen dann ein auch Heftchen mit all den Informationen und mit einigen Bewerbungsschreiben- und Lebenslaufmodelle.

Es gab auch zwei kurze Pausen, wo man sich alles durch den Kopf gehen lassen konnte. Denn auch das ist wichtig. Ich persönlich fand der Termin besonders lehrreich und interessant.

Vielen Dank an die Arbeiterkammer Niederösterreich & unsre Trainierinnen!

Bericht von Stipendiatin Cynthia-Melania Moldovan

Am Montag waren wir bei der Arbeitskammer St. Pölten, wo man uns in einem Workshop sehr ausführlich über die Schwerpunkte der Stellenbewerbung informierte. Von Form und Inhalt eines Bewerbungsschreibens, über den Lebenslauf bis zu einem simulierten Bewerbungsgespräch war alles enthalten. Ich fand die Anregungen und Tipps sehr wertvoll und bin mir sicher, dass sie mir helfen werden, wenn ich in die Situation komme, mich um einen Arbeitsplatz zu bewerben.

Mohammad Zazai

Im Zuge meiner schulischen Ausbildung muss ich ein Ferialpraktikum absolvieren. Ich muss mich dafür bewerben und hatte bisher wenig Ahnung, wie das alles funktioniert und wie man sich bei einem Vorstellungsgespräch verhält. Deshalb habe ich mich angemeldet. Es hat mir sehr gut gefallen. Ich bin jetzt selbstbewusster. Ich traue mich jetzt mehr Firmen anzurufen, weil ich weiß wie das ablaufen wird. Ich fühle mich bereit für ein Bewerbungsgespräch.

Hasan Osman

Seminar “Schriftliche Kommunikation mit Unternehmen”

“Am Sonntag, den 3.11.2019, hatten wir den Workshop ‘schriftliche & berufliche Kommunikation’ mit Mag. Simone Karlsberger, der Geschäftsführerin von Karrierefreude.

Den Workshop begannen wir mit einem warm up-Kahoot-Spiel, gefolgt von Informationen über die Workshopleiterin. Danach bekamen wir ein umfassendes Elaborat über die Themen, die wir lernten und ausarbeiteten. Dabei lernten wir, wie man eine Praktikums- bzw. Lehrstelle bekommt, wie man das Bewerbungsschreiben und den Lebenslauf verfasst sowie ein paar andere Tipps, um einen guten Eindruck bei der jeweiligen Firma zu hinterlassen.

Der Workshop bestand nicht nur aus Theorie, sondern auch aus Praxis. Jeder besprach seine Mailbox, davor aber ölten wir unsere Stimmen mit einigen Sprechübungen.

Nachdem wir mit liebevoll gemachten Sandwiches von Anna versorgt wurden, arbeiteten wir sorgfältig an unseren Lebensläufen und Anschreiben weiter, wobei wir professionelle Korrektur von Frau Karlsberger bekamen. Wichtig ist uns in Erinnerung geblieben, dass wir das Abgabedatum immer updaten müssen und das Aktuelle von Bedeutung ist.

Im Ganzen kann ich sagen, dass dieser Workshop sehr informativ war und alle Teilnehmer wissen nun, wie man sich gut vorbereitet bewerben kann. Vielen Dank Frau Karlsberger für diesen sehr hilfreichen Workshop

Ein Bericht von START-OÖ Stipendiatin Sahar