Japan Unlimited

Das MuseumsQuartier Wien hat START-Wien zu einer exklusiven Kuratorenführung mit Kurator Marcello Farabegoli eingeladen. START-Wien Stipendiatin Elaa berichtet über die provokante und aufsehenerregende Ausstellung “Japan Unlimited”.

Am 15.11.2019 besuchten wir in einer Kleingruppe das Museumsquartier, um die Ausstellung „Japan Unlimited“ zu besichtigen. Die Ausstellung wurde von Marcello Farabegoli, ein immigrierter Italiener, kuratiert.

Die Führung begann mit dem Kunstwerk von Chim↑Pom namens „Making the sky of Hiroshima PIKA! “ und zeigte ein Bild von Hiroshimas Friedensdenkmal (Atombombenkuppel), wo über das Denkmal mit weißer Rauchspur das Wort „ピカツ“ (pika don) steht. Das Wort „pika“ bedeutet so viel wie Lichtblitz und „don“ bedeutet Donner. Für einen normalen Betrachter würde das Kustwerk nicht so schlimm aussehen, provozierend wirken, aber die Hibakusha (Atombombenüberlebenden) haben sich beschwert. Weiteres war ein Video von Chim↑Pom namens „KI-AI 100“. Im Video sieht man Chim↑Pom mit Jugendlichen aus Soma City, eine Stadt die von Erdbeben und Strahlung aufgrund der Nähe zu Fukushima betroffen war, im Kreis wie eine Koordinationsübung praktiziert wird. Anhand von hundert „KI-AI“-Kampfschreien wird Energie durch das Ausatmen gesammelt, um durch diese Technik Kraft für den Wiederaufbau der Stadt zu gewinnen.

Auch wurde eine Animation vom Künstler Momoyo Torimitsu gezeigt, basiert auf einer Fotografie, die auf der Pressekonferenz aufgenommen wurde, bei der sich die CEOs von Tepco (Toky Electric Power Company) nach der Atomkatastrophe entschuldigen. Momoyo Torimetsu zeigt die Tepco-CEOs als Alien-Marionetten, wie sie auf und nieder schweben und sich im Endlosloop immer wieder verbeugen.
Ein weiteres Werk, das mich am meisten fasziniert hat, war ein Musikvideo von Sputniko!. Im Video ging es um eine Menstruation-Maschine, die anderen Geschlechtern eine Simulation der Periode erleben/erfahren/spüren lässt. Menstruation war und ist in vielen Kulturen/Gesellschaften ein Tabu Thema. Frauen werden als „schmutzig“ bezeichnet. Meiner Meinung nach ist das völlig absurd. Ohne Frauen würde eine Gesellschaft aussterben, sie sind diejenigen, die die Kinder auf die Welt bringen und diesen Schmerz aushalten müssen.

Neben diesem Opus gab es noch mehr künstlerische Werke, über die ich schreiben könnte, doch dann würde ich keinen Bericht, sondern einen Roman verfassen müssen.

Der Workshop hat mir sehr gut gefallen, mein Wissen über Japan war sehr gering, und beschränkte sich nur auf die Katastrophen, die Atombombe, die in Hiroshima und Nagasaki schwerwiegende Schade anrichtete. Es war auch sehr interessant von jemandem über die kritische Lage und Situation in Japan zu hören, dass wobei er selbst nicht aus Japan stammt, aber so viele Wissen und Informationen über Japan verfügt. Es gibt sehr wenige Leute, die sich für andere einsetzen, um ein besseres Zusammenleben zu schaffen. – Zakaria

Die Ausstellung “Japan Unlimited” war sehr interessant. Wir haben über kulturelle Unterschiede in Sachen Benehmen, aber auch staatliche Zensur Japans erfahren. Vor allem über Angelegenheiten wie der Kaiser, Atombomben und Fukushima sind heikle Themen in Japan. – Shawn

Ich fand diesen Workshop sehr lehrreich und interessant, da wir so viel neues über Japan, ihre Kunst und Kultur gelernt haben! – Jovana

Der Workshop Japan Unlimited hat mir nicht wirklich meinen Geschmack in Richtung Kunst getroffen, daher hat es mir um ehrlich zu sein auch nicht sonderlich gut gefallen. Die Message war auch nicht immer klar, somit habe ich vieles nicht verstanden. – Abbas

Die Führung hat mir sehr gefallen, da sie uns den japanischen Normen und Verhaltensweisen, die sich von unseren sehr unterscheiden, näher gebracht hat. Besonders interessant fand ich jedoch die Provokation hinter den künstlerischen Werken. – Zahra

Meine Sicht von der Welt wurde durch diese Ausstellung vergrößert. All diese mutigen KünstlerInnen, die gegen die Gesellschaft arbeiteten und eine andere Seite von Japan zeigten, sind so talentiert und einfach nur faszinierend! – Elaa

Gegen-Demokratie? Extremismus, Populismus und Demokratie

START-Wien Stipendatin Fatema berichtet über den Sapere Aude Workshop “Gegen-Demokratie? Extremismus, Populismus und Demokratie”. Ein spannender Workshop in dem sich die START-Wien & START-Niederösterreich Stipendiat*innen mit den jüngsten Bewegungen Europas auseinander gesetzt und sich eingehend mit den Konzepten und Ideologien beschäftigt, wie auch den Begriff Meinungsfreiheit beleuchtet haben.

Wieder mal ein sehr interessanter und informativer Workshop bei START, diesmal über Politik. Hermann und Raphaela, die TrainerInnen des Workshops, haben den heutigen Tag sehr umfangreich und abwechslungsreich gestaltet. Mit ihrer Hilfe konnten wir, StipendiatInnen aus Wien und Niederösterreich, in dem Themenbereich Politik tief hineinblicken und uns über viele, wesentliche und aktuelle Themen Informationen einholen.

Zu dem Ablauf: Schon am gleich am Anfang bei der Vorstellungsrunde begann die interaktive Arbeit über das Thema Politik. Anschließend folgte die Gruppenarbeit „Finde heraus wer die Personen auf den Bildern sind und welche Gemeinsamkeiten diese miteinander haben“. Dazu recherchierten wir zu den verschiedenen Personen und stellen Verknüpfungen auf. Nicht zu vergessen – das meiner Meinung spannendste – war das Puzzle. Hierbei ging es hauptsächlich um das Thema Extremismus bzw. Gegen-Demokratie. Unsere Aufgabe war es Daten, Mengen, faktischen Inhalten zuzuordnen. Anschließend konnten wir unsere Einordnung mit den tatsächlichen Ergebnissen abgleichen und war je nach dem verblüfft wie richtig oder falsch wir geschätzt/geratet haben.

Danach gab es Pause, somit konnten wir unsere Bäuche füllen und uns für einen weiteren spannenden Nachmittag stärken. Weiter ging es mit den Themen Medien und Meinungsfreiheit. Wir beschäftigten uns mit dem Gedanken, ob es bei der Meinungsfreiheit Grenzen gibt und was man überhaupt darunter versteht. Wenn ich schon von Meinungsfreiheit schreibe, dann erlaube ich mir meine Meinung zum heutigen Workshop kund zu tun. Moi bien! Mein Wissen hat sich in dem Bereich vertieft und nun interessiere ich mich auch mehr für Politik. Ich hätte nie gedacht, dass so ein Workshop Interesse bei anderen und bei mir geweckt hätte. Weiteres war die Zeitgestaltung perfekt, einfach angenehm. Einfach ein toller Workshop! Ich freue mich schon auf Weitere.

Ein herzliches Dankeschön an die Trainer*innen Raphaela und Hermann. Wir freuen uns auf weitere Workshops mit euch!

Der Workshop zum Thema 'Gegen Demokratie', veranstaltet von Sapere Aude, gab uns StipendiatInnen eine Möglichkeit,uns über politische Themen auszutauschen und uns mit Extremismus in Österreich auseinanderzusetzen. Es wurde viel diskutiert und kommuniziert. Vielen Dank an die WorkshopleiterInnen. Es war eine tolle Erfahrung! - Nazia

Ich fands echt nice! Es war nicht nur ein Vortrag, wo man nur zu hören muss, sondern auch interaktiv mit Spielen und co. Gerne wieder! - Sinem

Ich fand den Workshop heute sehr informationsreich und spannend! Die Referenten haben uns die Themen spielerisch näher gebracht und somit ist auch etwas in Erinnerung geblieben! - Jovana​

Wir sind HeldInnen!

“Wir sind HeldInnen!” ist ein thematischer Rundgang des Vermittlungsprojekts “denk mal wien” des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ). START-Wien Stipendiatin Balqiz berichtet vom Rundgang rund um den Heldenplatz und durch die Wiener Innenstadt.

Die Führung, die wir am Heldenplatz gemacht haben war etwas Neues. Obwohl wir alle in Wien leben und uns hier ziemlich gut eingelebt haben und der Meinung sind unsere Stadt zu kennen, war ich überrascht, wie viel wir noch lernen können. Die Themen, die wir behandelt haben waren verscheiden und wir haben uns mit vielen Fragen auseinandergesetzt, die wir uns so nicht stellen: Wer sind die HeldInnen? Was macht uns zum Helden/zur Heldin? Sind Helden Feldherren, die eine Armee führen und gewinnen? Oder gehört mehr dazu? Ist die Verweigerung zur Teilnahme am Krieg eine noble oder feige Tat?  Es wurde viel diskutiert und wir haben uns viele Denkmäler angeschaut und uns mit diesen vertraut gemacht. Wie haben festgestellt: Manchmal hat auch ein kleines Zeichen viel Bedeutung und wir sollten die Dinge genauer betrachten, denn alles hat eine Geschichte.

Ein herzliches Danke an unserer Vermittler Klemens Lichtenwöhrer, der mit interaktiven Methoden und vielen Diskussionsrunden den Rundgang sehr spannend und abwechslungsreich gestaltet hat.

Und wie hat den Stipendiat*innen der Rundgang durch die Wiener Innenstadt gefallen?

Die Führung war sehr nett und informierend. Innerhalb von zwei Stunden durften wir viel über die Geschichte des Heldenplatz erfahren. Wer die Helden waren und was sie in der Geschichte von Österreich geändert haben. Der Vermittler war auch sehr nett. Er hat sich sehr gut ausgekannt hat. Unsere Fragen wurden ausführlich beantwortet und wir hatten einen interessanten Vormittag verbracht. 🙂 -Sara

Der angenehme Spaziergang auf dem Heldenplatz hat mich zum Denken gebracht! Die historischen Ereignisse und Hintergründe verschiedener Denkmäler waren mir bisher nicht bekannt. Ich freue mich, einen weiteren Schritt zu der Geschichte Österreichs gemacht zu haben! -Mariana

Also ich fand den Workshop super toll , denn  ich habe über die Geschichte Österreichs mehr zu Kenntnis genommen als ich in der Schule je gelernt habe. Außerdem war es erstaunlich, dass Österreich von einer Diktatur zu einer Demokratie wurde. Warum ich das so erstaunlich finde, ist, dass die Menschen aus den Vergangenheit Fehlern gelernt haben zumindest, dass das Volk eine wichtige Rolle spielt. -Mariam

Es hat mir ziemlich gut gefallen. -Abdul Baset

Welche Partei passt zu mir?

Schon bald ist die Nationalratswahl und trotzdem sind sich einige von uns nicht sicher, wenn genau sie wählen sollten und welche Partei ihren Erwartungen entspricht. Der Grund für das mangelnde politische Wissen einiger ist die Schule; es wird kaum bzw. nichts Politisches in den meisten Schulen besprochen. Doch nach dem Workshop mit PolEdu (Politics & Education) am 20. September haben sich viele unserer Fragen geklärt und man hat sogar von kleineren Parteien erfahren.

Zunächst haben sich die Referenten, Pascal und Philip, uns vorgestellt und uns einiges zu PolEdu erzählt; ihre Ziele wie auch warum Organisationen wie PolEdu wichtig für vor allem junge Menschen sind. Pascal wollte für den Anfang einiges zum jetzigen politischen Stand Österreichs erzählen, damit auch alle das benötigte Grundwissen haben und sich besser auskennen. Nachdem Philip übernommen hat, haben wir uns alle mit menti.com verbunden und einzelne Fragen beantwortet und diese auch gemeinsam besprochen; aus den verschiedensten Wörtern, die uns einfallen haben wir gemeinsam eine „Mindmap“ erstellt. Anfangs hat jede/r auch bestimmt, welche Partei er wählen will bzw. wählen würde. Danach sind wir die Wahlprogramme aller Parteien durchgegangen, welche zur Nationalratswahl antreten. Hier ist es zu einigen Fragen gekommen, welche gründlich beantwortet und ausdiskutiert wurden. Uns ist aufgefallen, dass es kleinere Parteien gibt, die die meisten nicht kennen und dass sich viele Parteien für den Klimaschutz einsetzen wollen. Auf wahlorama.eu hat zudem jede/jeder von uns mehrere Fragen beantwortet, um zu sehen, welche dieser Parteien sich eher für die Wünsche wie auch Sorgen jeder einzelnen Person einsetzen. Zum Schluss konnten wir wieder bestimmen, für welche Partei wir wären und das 2. Ergebnis hat sich deutlich verändert; nachdem es keine offenen Fragen mehr gab, konnten wir uns besser entscheiden.

Dank PolEdu haben wir alle jetzt ein besseres Bild aller Parteien und denken auch, dass wir viel Neues dazugelernt haben – manchmal ist die beste Art des Lernens ist das Diskutieren. Danke, Philip & Pascal!

Ein Bericht von START-Wien Stipendiatin Aylin.

Wahlvorbereitung mit Pol&Edu

Durch interaktive Fragen und kurze Diskussionsrunden wurden uns die bekannten österreichischen politische Parteien, die im Wahlkampf antreten, vorgestellt. Übrigens wurden uns deren Ziel sehr präzise erklärt. Um ehrlich zu sein, wenn man über die Parteien keine Ahnung hat, kann dadurch sehr gut informiert werden. Mir haben die online Umfragen von PolEdu sehr gut geholfen. Jetzt weiß ich zumindest, wen ich wählen würde, wenn ich wählen dürfte. -Sabiha

Also ich fand den Workshop super cool, weil ich mich für Politik interessiere und eines Tages eine Rechtsanwältin werden möchte. Außerdem haben die Referenten eine gute Arbeit geleistet. -Mariam

Der Workshop war genauso gut, wie ich ihn mir erwartet habe. Und wurden die Parteien, die österreichweit antreten, vorgestellt. Außerdem haben die Referenten all unsere Fragen beantwortet. Der Workshop hat mir wirklich sehr gut gefallen. -Rosetta

Der Workshop war sehr informativ. Die Betreuer haben uns alles mit Humor erklärt. sodass wir alles verstanden haben und selbst Spaß haben. -Nour

Europe Day!

Ein europapolitischer Tag für START-Wien und START-Niederösterreich.

Die EU-Wahlen liegen hinter uns, der Brexit gestaltet die tagespolitischen Nachrichten und START-Wien & START-Niederösterreich schließen ihren EU-Schwerpunkt mit einem Besuch des Außenministeriums und Haus der EU ab. Wir möchten uns bei Emira Abidi für die Organisation & den Besuch im Außenministerium, der Europapolitik-Vortragenden mit Schwerpunkt Brexit Olivia Legradi und Bernhard Kühr für den Vortrag im Haus der EU und das Planspiel “EU-Gesetzgebungen” bedanken.

“Der Besuch im Außenministerium war sehr lehrreich. Es hat mit einer kurzen Vorstellung im Alois Mock Saal begonnen, dort wurden uns die Fresken erläutert und erklärt. Danach bekamen wir einen kurzen Überblick über die EU. Das heißt wie es zu Gesetzgebungen kommt und wie es mit dem Brexit aussieht und was für Komplikationen damit in Verbindung stehen. Mir wurde noch nie in so einer kurzen Zeit der Überblick über Europa erteilt. Danke für diesen Workshop. Der Besuch im Haus der Europäischen Union war wir eine Rückblende nach Berlin. Wir haben uns in das europäische Parlament, Ministerrat und in die Kommission aufgeteilt dort haben wir eine Richtlinie ausdiskutiert. Es war sehr spannend das wiedermal zu erleben.” fasst Salma den Europe Day! zusammen.

Das Außenministerium heute hat mir super gut gefallen. Vor allem weil ich erfahren konnte wofür das Außenministerium tatsächlich zuständig ist und wie vielfältig ihre Aufgabenbereich ist. Am spannendsten fand ich die Diskussion über den Brexit. Anschließend waren wir im Haus der EU wovor ich mir etwas mehr erhofft hatte. Einiges davon wusste ich bereits aber auch bei dieser Führung konnten mir einige wichtige Fragen beantwortet werden. -Edison

Bei dem ersten Teil des Workshops im Außenministerium habe ich über die Tätigkeitsbereichen des Ministeriums und über die Außenministerin Österreichs und noch dazu über die Räumlichkeit erfahren. Bei dem zweiten Teil, wo wir im kühlen Gebäude des Haus der Europäischen Union waren, hat es mir gut gefallen, als wir eine Richtlinie ausdiskutiert haben, um die Beziehung zwischen europäischen Institutionen zu verstehen. Weiters fand ich sehr informativ, dass wir die EU Regelungen und Binnenmarkt besprochen haben. Es war ein sehr heißer Tag aber ich habe mich sehr gefreut, dass wir eine Goodie Tasche bekommen haben und in der Pause gemeinsam Eis essen durften. -Sabiha

Ich fand den Workshop “Europa Day” sehr interessant. Ich habe zum ersten Mal das Außenministerium und das Haus der europäischen Union besucht. Wie immer war der Workshop sehr vorteilhaft für mich. Besonder interessant war das Spiel ” Institutionelles Dreieck” (Europäische Kommission, Parlament, Ministerrat), in dem wir in drei Gruppen aufgeteilt und in verschiedenen Rollen eingesetzt wurden. Allgemein will ich sagen, dass wir zwischen uns trotz warmen Wetter angenehmen Atmosphäre hatten. -Sakaria

Der heutige WS war ziemlich informative. Jedoch fand ich den ersten Teil des WSs, also im Außenministerium, interessanter, weil mich die Themen mehr interessiert haben. 
Das was wir im Haus der Europäischen Union gemacht haben, war für mich nicht etwas neues. -Israa

Der Besuch im Außenministerium war sehr lehrreich. Wir haben eine Führung im Alios Mock Saal und einen überblick über die Tätigkeiten der Außenminister bekamen. Eigentlich habe ich heute eine andere Interesse entwickelt, während sie uns das alles erzählt haben. So ich Danke START!! -Himanshi

Fit für die EU-Wahl. Wie jugendliche Migrant*innen sich vorbereiten.

(Wien, 14. Mai 2019). 2019 heißt es für (fast) ganz Europa „ab in die Wahlkabine“: Am 26. Mai stehen die EU-Wahlen an. Die Wahlmotivation bei österreichischen Jugendlichen ist laut aktueller Umfrage1 der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik ÖGfE groß. Wo und wie informieren sich Jugendliche? Beim Verein START Stipendien wurde ein EU-Schwerpunkt mit verschiedensten Aktivitäten gesetzt, um den Jugendlichen Europa und Europa-Politik näher zubringen.

Kriterium Information. Laut ÖGfE-Umfrage werden 85 Prozent der Befragten „sicher“ bzw. „eher schon“ an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilnehmen. Für 93 Prozent dieser Jugendlichen ist der wichtigste Grund für die Teilnahme, dass sie von ihrem demokratischen Recht Gebrauch machen möchten. Fehlende Information ist das mit Abstand meist genannte Motiv, nicht an den EU-Wahlen teilzunehmen (72 Prozent „sehr wichtiger“/„wichtiger“ Grund). Der Verein START Stipendien versucht daher, den Jugendlichen vor der EU-Wahl einen umfassenden Einblick zur aktuellen Situation in Europa zu vermitteln. Auch wenn über 75 Prozent der START Stipendiat*innen bei der EU-Wahl 2019 nicht wählen dürfen – sind sie dennoch alle von der Wahl und deren Auswirkungen betroffen.

Umfassendes Programm. Um die Stipendiat*innen umfassend zu informieren, organisierte der Verein START Besuche im Haus der Europäischen Union in Wien und themenspezifische Arbeitsgruppen. „Weiters nahmen die Jugendlichen an Gesprächsreihen und Podiumsdiskussionen, wie dem Europa:Dialog teil und besuchten eine politische Lesung im Burgtheater. Fixiert sind zudem ein Rundgang im Außenministerium mit einem Spezialvortrag zur Europapolitik und eine Führung im Haus der Europäischen Union“, zählt Projektkoordinatorin Aleksandra Milosevic auf.

In Kürze steht für die START Jugendlichen der Workshop „Understanding Europe“2 auf dem Terminplan: Hier erfahren die Jugendlichen, wie die EU allgemein funktioniert, wer was darf, welche Rahmenbedingungen gegeben sind und wie es überhaupt zu Gesetzen und Vereinbarungen kommen kann. Auch Raum für Diskussionen und Dialog ist vorgesehen: Wie stellen sich die Jugendlichen die Europäische Union in einigen Jahren vor? Was bedeutet die EU für sie? Und was würden sie verändern? „Die Jugendlichen zeigen großes Interesse für die vertiefenden Workshops“, freut sich START Projektleiterin Katrin Bernd über die Auseinandersetzung und den politischen Dialog der Stipendiatinnen mit Europa als Ganzes und Österreich als Teil der Europäischen Union. „Das Verstehen von europapolitischen Prozessen ist ein wichtiger Grundstein für die Teilhabe an der politischen Diskussion“, so Bernd. „Und wer informiert ist, kann sich auch einbringen. Wir bieten unseren Jugendlichen mit dem vielfältigen EU Wahl-Informationspaket die Chance, sich fit für europapolitische Diskussionen zu machen.“

1 https://oegfe.at/2019/03/05_jugendumfrage/
2 https://eyp.at/understanding-europe/?lang=de


Über Understanding Europe

Um der geringen Wahlbeteiligung Jugendlicher an der Wahl zum Europäischen Parlament in ganz Europa entgegen zusteuern (2009: 27% der 18-24 Jährigen*), initiiert die in Berlin ansässige Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa seither in Partnerschaft mit dem Europäischen Jugendparlament die Veranstaltungsreihe „Understanding Europe“. Bereits seit 4 Jahren werden auch in Österreich diese EU-Kompakt-Kurse angeboten.

Über START-Stipendien

Das START-Stipendienprogramm fördert engagierte Schüler*innen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das START Programm sind daher steuerlich absetzbar.


Rückfragehinweis:
Verein START-Stipendien Österreich

Aleksandra Milosevic, Projektkoordination START-Wien
M: +43 664 2144637
E: milosevic@start-stipendium.at
www.start-stipendium.at

communication matters
Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 26
E: bottesch@comma.at
www.communicationmatters.at

communication matters
Kollmann & Hemmer GmbH
Kolschitzkygasse 15/14 1040 Wien
Austria
+43/1/503 23 03
office@comma.at

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Seminar politische Bildung in Berlin

Wie jedes Jahr fuhren alle START-Österreich Stipendiat*innen die 1 Jahr vor der Matura stehen nach Berlin um an einer Seminarwoche zum Thema politische Bildung teilzunehmen. Hier der ausführliche Bericht:

Tag 1 – Anreise mit Bus, Flugzeug und Bahn nach Berlin

Während die Salzburger Stipis elegant mit der 1.Klasse mit der Bahn nach Berlin fuhren, flogen START-Wien, NÖ, OÖ von Wien Schwechat nach Berlin-Tegel. Die Vorarlberger fuhren mit dem Bus nach Zürich und flogen von dort aus nach Berlin. Für einige Stipendiat*innen war es der erste Flug überhaupt.

Nachdem alle gut angekommen waren, checkten wir in unserem Hostel in der Nähe des Bezirks Prenzlauer Berg ein. Dann gingen wir gemeinsam in Kleingruppen essen und machten uns mit der Umgebung vertraut.

Tag 2 – Thema: Nationalsozialismus

Wir haben als erstes das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besucht. Die 2711 quaderförmigen Beton-Stelen erinnern an die rund 6 Millionen Juden, die unter der Herrschaft Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten ermordet wurden. Hier erfuhren wir nicht nur über die Hintergründe dieses Platzes sondern auch über die Architektur und eigenen Interpretationen des Denkmals. Danach gingen wir hinunter ins Museum und wurden in 2 Gruppen aufgeteilt.

Wir sprachen viel über den Nationalsozialismus, vor allem über den Einmarsch in Polen und über die Vernichtungslager die 1942 erbaut wurden. Wir wurden in kleinere Gruppen aufgeteilt und haben Aufgabenstellungen bekommen, die wir mit Hilfe des Bildmaterials im Museum beantworten mussten.

Nach der Mittagspause gingen wir zum Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung wo uns Sana von den Geschehnissen 1933 berichtete und zur neuen Wache – einer Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Dort erzählte uns Mahdi über die Widerstandsbewegung der Geschwister Scholl.

Anschließend besuchten wir das deutsche historische Museum und sprachen wieder über den Nationalsozialismus, wobei wir mehr auf die Details, wie zum Beispiel die Hitler-Spielzeuge der Kinder, eingingen. Am Abend besuchten wir auch noch das Maxim Gorki Theater und schauten uns „Die Nacht von Lissabon“ an. Das Thema des Theaters spezialisierte sich hauptsächlich auf die Flucht und die emotionale Belastung die dahinter steckt.

Eishah: Ich fand es sehr gut, dass wir nicht nur über Fakten gesprochen haben, wie wir es in der Schule machen, sondern auch zum Beispiel auf familiäre Hintergründe der Juden eingegangen sind.

 

Mehdi: Mir hat vor allem das deutsche historische Museeum gut gefallen, da es Materialen der NS-Zeit zeigte und ich mir somit besser vorstellen konnte, was alles passierte. Von den anderen Programm-Tagen konnte ich mir auch viel Information mitnehmen.

 

Afra: Ich habe schon relativ viel zum Nationalsozialismus in der Schule gemacht und trotzdem konnte ich mir sehr viel neues mitnehmen. Ebenso die Wiederholung von den Sachen, die ich schon gekonnt habe, war für mich hilfreich es mir noch besser einzuprägen. Die Berlin-Reise ist eine tolle Möglichkeit um sich politisch weiterzuentwickeln und hat allen Beteiligten einen großen Spaß gemacht.

Bericht der START-Sbg Stipendiat*innen

Theaterbesuch

Gegen Mittwochabend hatten wir die Möglichkeit das Theaterstück ‘Die Nacht von Lissabon’ nach dem Roman von Erich Maria Remarque zu besuchen. Selbst in diesem Stück handelte es sich von der Flucht. Eine tragische Geschichte eines Paares, die gegen ihr Schicksal kämpfen und Widerstand zeigen mit der Hoffnung zu Überleben.

Das Theaterstück war für mich eine traurige Geschichte, weil die Paare immer verfolgt wurden und sie haben im Angst gelebt. Das Leben für sie eine große Herausforderung, weil sie immer auf der Flucht waren. wegen dieser Verfolgung konnten sie nicht ein schönes Leben führen. – Shah-Ali

Die ‘Nacht von Lissabon’ die im Rahmen ein Theaterstück gespielt wurde, war Liebesgeschichte von zwei geliebten die nicht einfach hatten zusammen zu kommen und immer ihnen die steine vor ihren Weg geworfen wurde. Sie hatten nicht so einfach ein schönes Leben zu führen. Allgemein war das Theaterstück für mich sehr interessant und hat mich fasziniert. -Milad

Das Theaterstück zeigt vor allem auch, dass die Menschen damals sehr schwer hatten. Ich persönlich war von dieser Geschichte sehr berührt und hoffe, dass die Gesellschaft endlich es schafft in einer toleranteren Atmosphäre miteinander in Frieden zu leben.  – Nasiba

Auch ich habe das Theaterstück sehr interessant gefunden. Vor allem die Parallelen, die man zu unserer Gesellschaft herstellen kann, haben mich fasziniert. Sicherlich muss man in Österreich (!) keine Angst haben, mit einer Person zusammen zu sein, unabhängig von deren Religion, Geschlecht oder Herkunft. Dass das jedoch so ist, ist absolut nicht selbstverständlich und in anderen Ländern teilweise gar nicht möglich. – Chirin

Ich fand das Stück sehr gut und unterhaltsam, da die Schauspielergruppe nicht nur die Probleme in der Vergangenheit sondern auch die Schwierigkeiten, welche man heute in einer fremde Gesellschaft bzw. Kultur bekommen kann, gut und deutlich dargestellt hat. Iman

Bericht der START-Vbg Stipendiat*innen

Tag 3 – DDR, geteiltes Berlin

Wir haben in der Schule zwar einiges über das geteilte Deutschland gelernt, doch erst als wir am zweiten Vormittag unserer Berlin-Reise die ehemalige DDR Haftanstalt Berlin-Hochschönhausen besuchten, wurde uns die schlimme Menschenrechtslage im Osten bewusst. In der DDR wurden die Bürger mit einer Politik der Angst und Vertrauenslosigkeit regiert. Hier haben wir auch eine Führung von einem Zeitzeugen gemacht. Er hat uns die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR gezeigt. Es war sehr emotional die traurigen Geschichten zu hören.

Am Nachmittag besuchten wir den ehemaligen Flughafen Tempelhof. Seine Architektur ist ein Beispiel der Gigantomanie zur NS Zeit. Es ist aber nicht übertrieben zu sagen, dass er als die “Mutter aller Flughäfen” gilt. Mit unserer sympathischen Tourguide erkundigten wir die verschieden Facetten dieses Flughafens angefangen von den Zwangsarbeitern, die dieses Gebäude errichten mussten, bis hin zu seiner vitalen Rolle bei der Luftbrücke und schlussendlich zu seiner Schließung 2008.”

Bericht START-OÖ Stipendiat*innen

Alumni - Infoabend

Am Abend besuchten uns 3 START-Alumni, die in Berlin leben und dort studieren oder arbeiten. Sahire Bozkurt und Sonya Puthuparambil (START-Wien) und Luka Prskalo (START-OÖ) informierten über Studieren und Arbeiten in Deutschland. Speziell Luka wurde mit Fragen gelöchert, da er an der Charité in Berlin Medizin studiert. Vielen Dank fürs Zeitnehmen!

Tag 4 – Demokratie und Europa

Donnerstag waren wir beim europäischen Haus. Dort hatten wir die Möglichkeit, die Rolle der Parlamentsmitglieder zu spielen, wo wir eine Diskussionsrunde über Plastikbechern und Umweltverschmutzung durchgeführt haben. Wir hatten viel Spaß beim Rollenspiel. Es war ein wunderbares Erlebnis. Nachher hatten wir Freizeit. Dann hatten wir die Chance, uns mit uns im deutschen Dom mit der Geschichte des Parlaments auseinanderzusetzen. (Khlod)

Am vierten Tag unserer Reise durften wir den deutschen Dom besuchen. Da haben wir uns mit der Funktionsweise des Bundestags beschäftigt und haben die Rolle von “Bundestagsabgeordneten” übernommen, um einen besseren Überblick zu bekommen, wie Entscheidungen getroffen werden. Außerdem wurden Infos über die Arbeit von Bundestagsabgeordneten, den Gang der Gesetzgebung, den Ablauf einer Sitzungswoche, die Struktur und Sitzordnung im Plenarsaal, die Funktionen der handelnden Parlamentarier sowie den Ablauf einer Plenarsitzung vermittelt.

Mir hat es sehr gefallen, weil ich mich dadurch einen sehr guten Überblick über verschiedene Dinge im Bundestag verschaffen konnte. (Ahmad)

Bericht: START-NÖ Stipendiat*innen

Tag 5 – Abreise

Die ersten, die Berlin verlassen mussten, waren die Salzburger Stipendiat*innen, die mit dem Zug nach Salzburg fuhren. Da in Deutschland der Karfreitag ein Feiertag ist, fuhren die U-Bahnen nur unregelmäßig und es gab dazu noch eine Störung, so dass wir den Zug nur knapp erreichten!

Die restlichen Stipendiat*innen hatten dann ebenfalls mit Verkehrsproblemen zu kämpfen, aber alle kamen rechtzeitig am Flughafen an und kamen gut und wohlbehalten wieder nach Hause.

Berlin wir kommen wieder!

Eine unvergessliche, lehrreiche, aber auch spaßige Reise, mit diese drei Wörter würde ich die Berlinreise 2018/2019 beschreiben. Die Reise war vom ersten- bis zum letzten Tag sehr gut organisiert. Ich danke allen für die Ermöglichung dieser Reise. - Atila Bamyani

Atila

Während der Berlinreise konnte ich nicht nur meine politische Bildung erweitern, sondern auch meinen Freundeskreis. Trotz oft langer Erklärungen und Erzählungen hat man durch die dort besuchten Workshops sowohl die Geschichte Deutschlands, als auch die Funktion des europäischen Unions besser kennengelernt. Unsere Betreuerinnen haben uns tatkräftig unterstützt, sodass wir uns wie zuhause fühlten. Ich hatte dort zahlreiche schöne Momente und Erinnerungen, die ich nie vergessen werde. DANKE START FÜR DIESE TOLLE UND INFORMATIVE REISE!

Jihan

In Berlin haben wir viele Workshops und wichtige Gebäuden besucht. An diese Reise würde ich wieder mit allen Stipendiaten und Stipendiatinnen und Betreuerinnen teilnehmen.

Shehab

Die Berlinreise war für mich von Anfang an schon cool und interessant und die beste Reise mit Stadt bis jetzt, da ich zum ersten mal mit Flugzeug geflogen bin.

Mahdi

Name: Sophie Scholl

Ein Klassenzimmertheaterstück über das Leben von Sophie Scholl von Rike Reininger, inszeniert vom Landestheater Niederösterreich und gespielt von Bettina Kerl.

“Ein Stück über zwei junge Frauen, die denselben Namen tragen: Was hat die Jus-Studentin Sophie Scholl mit der Widerstandskämpferin Sophie Scholl zu tun? Auf den ersten Blick nicht so viel. Die eine Sophie Scholl wurde weltbekannt, weil sie Widerstand leistete. Sie wurde von der Gestapo beim Verteilen anti-nationalsozialistischer Flugblätter verhaftet und weigerte sich in den Verhören, ihre Freunde zu verraten. Eine, die für ihre Überzeugung in den Tod ging. Die andere Sophie Scholl lebt jetzt, 75 Jahre später, in Zeiten des Friedens.  Sie steht kurz vor ihrer letzten Prüfung und ist voller Vorfreude auf ihr zukünftiges neues Leben. So unterschiedlich die zeitlichen Umstände auch sind, der Name Sophie Scholl verbindet die beiden schicksalhaft. Denn als sich herausstellt, dass Sophies Professor in einen Betrugsfall über gefälschte Prüfungen verwickelt ist und sie als Zeugin gegen ihn aussagen soll, besinnt sich Sophie der Ideale ihrer berühmten Namensschwester. Was ist wichtiger, die persönliche Karriere oder Verantwortung gegenüber den Mitmenschen?”¹ Wie wird sich die heutige Sophie Scholl entscheiden?

Die beiden Rollen der Jus-Studentin und der Widerstandskämpferin werden von Bettina Kerl gespielt. Die Schauspielerin schafft es mit musikalischen Stilmitteln das Publikum in die Vergangenheit zu transportieren, wie auch in der Gegenwart abzuholen. Ein dynamisches Spiel entsteht und die Grenzen der Zeit verfließen allmählich.

Bühne frei für unsere START-Wien & Niederösterreich Jugendlichen! Welche Eindrücke nehmen sie sich von diesem einzigartigen Theaterabend mit?

Ich dachte, dass das Theater von mehreren Leuten vorgespielt wird also wie man im Theater sieht. Aber “Name: Sophie Scholl” wurde nur von einer Schauspielerin vorgespielt was mich überrascht hat. Das Vorspielen war AUSGEZEICHNET. Ich wurde einfach in der Welt von “damalige” Sophie und die “heutige” Sophie gebracht/gezogen. Außerdem kam es mir wirklich kurz vor obwohl das Ganze mehr als 2h gedauert hat. -Israa

Es hat mich sehr gefreut, dass ich mitgekommen bin! Ich hatte die Gelegenheit noch mehr neue Gesichter aus der START Familie kennen zu lernen! Zum ersten Mal wurde in meiner Nähe ein Stück vorgespielt, das mich begeistert hat! Die Mimik, Gestik und die Geschichte der Schauspielerin waren sehr beeindruckend! Vor diesem Abend habe ich Informationen zu Sophie Scholl gesammelt, jedoch ich habe ihr Leben und alles was sie gemacht hat erst jetzt nach dieser Aufführung besser verstanden! In einigen Momenten habe ich mir Sophie, die alte und moderne” vor mir gesehen! -Mariana

Das Theater war sehr interessant. Wir haben über eine historische Heldin gelernt, nämlich Sophie Scholl. Aber das war auch nicht alles, wir waren in der Gegenwart, wo es eine “Moderne Sophie Scholl” gibt, die eine sehr schwierige Entscheidung treffen muss. Danach hatten wir die Möglichkeit das Ganze zu interpretieren und unsere eigene Meinung dazuzusagen. Ich finde es sehr spannend und interessant und hoffe, dass wir in die Zukunft sowas ähnliches machen werden. -Fatimah

Ich fand das Theaterstück Sophie Scholl sehr interessant, da es sich sowohl auf historische als auch auf moderne Geschichten bezieht. Die Schauspielerin hat ihre Rolle professionell vorgespielt. Mir hat auch die Diskussion über die wichtigsten Themen dieses Theaters sehr gut gefallen, da sie mich nachher zum Nachdenken anregten. -Jihan

Das Theaterstück hat mir sehr behagt, da es der Schauspielerin gelungen ist, uns die Geschichte von Sophie Scholl mit der passenden Musik zu vermitteln. Auch die Geschichte der fiktiven Sophie finde ich genial, da sie zum Nachdenken über Gerechtigkeit und Moral anregt. Zusammenfassend ist dieses Theaterstück sehr empfehlenswert. -Ahmad

Das Theater war anders aber großartig. Der Vergleich der ‘ehemaligen’ Sophie Scholl zur ‘modernen’ wurde wirklich gut dargestellt. Absolut empfehlenswert. -Aylin

Ich fand “Sophie Scholl” echt gut. Man konnte dem Theater sehr gut folgen und die Schauspielerin war auch sehr gut. Ihre Stimme war sehr angenehm und man konnte ihr gut folgen. Die Diskussion mit den Fragen war gut strukturiert/eingeteilt. Wir sind Schritt für Schritt alles durchgegangen und haben alle dazu beitragen dürfen und es wurde auf unsere Antworten und Fragen eingegangen. -Sinem

Ich finde, dass die Show sehr ansprechend und beeindruckend war. Dass die Schauspielerin mehrere Figuren nachgespielt hat und ohne Pausen dazwischen hat mir sehr gefallen. Die Geschichte selbst ist sehr schön und kann daraus viel lernen. Zwei Personen aber derselbe Name, zwei verschiedene Geschichten zu zwei Frauen die verschiedene Situation erlebt haben, aber die beide Frauen hatten Mut am Ende. -Asmaa

Das Theaterstück hat mir sehr gut gefallen. Es war für mich etwas Neues, weil ich am Anfang gedacht habe, dass es eine Gruppe ist, die das Theaterstück veranstalten wird, aber so ist es nicht gewesen. Die Schauspielerin hat Sophie Scholl allein gespielt und es war sehr spannend. Wie sie den Text ganz gut und fließend gesagt hat, war sehr interessant für mich. Am Ende des Theaterstücks konnte ich nicht mehr dabei sein, aber ich schätze, dass es sehr interessant war. -Mahdi

Es war sehr spannend zu sehen, wie eine Person die Rollen zweier Figuren vorspielt und diese auch schön wechselt. Es hat mir wirklich sehr gut gefallen, wie die Schauspielerin eine Stunde lang mit voller Energie und alles allein gemacht hat. Was ich mitgenommen habe, ist, dass Sophie Scholl ist nur ein Name. Es gibt keinen Unterschied keinen echten Unterschied zwischen damaliger und heutiger Sophie Scholl. Wichtig ist, dass solche Persönlichkeiten in der Geschichte immer wieder auftauchen werden, um zu zeigen, dass Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Loyalität immer noch da sind. -Sabiha

Der Solo Performance folgte eine interaktive Gruppendiskussion mit Teresa Hassan & Bettina Kerl. In den von Sophie Scholl ausgeteilten Briefen versteckten sich Fragen zum Inhalt des Theaterstücks, zu den beiden Figuren und viele philosophische Fragen und Gedanken zu Glück, Leben, Freiheit und Zukunft.

“Frage Nummer 9: Was verstehst du unter Selbstloyalität?”
Diese Frage habe ich von Sophie bekommen, als sie während des Stückes Briefe ausgeteilt hat. Die Frage hat auch sehr gut zum Stück gepasst, da die moderne, als auch die originale Sophie Scholl sich sicher mal fragen musste, ob sie zu sich selbst loyal bleiben wird oder nicht und was das überhaupt für sie heißt. Ob sie Ehrlich bleibt und alles verliert oder lieber schweigt und der Rest ihres Lebens mit etwas Schuldgefühl erleben. Zwischen Ehrlichkeit und deine eigene Lebensträume entscheiden zu müssen ist nicht so leicht und selbstverständlich, wie man sich vorstellen könnte. Erst wenn man dieses Dilemma hat, erfährt man, was man als wichtiger hält. Sophie Scholl ist für mich ein Mutfigur und sie repräsentiert die Freiheit meiner eigenen Gedanken und eigener Meinung! -Mike

Ein herzliches Dankeschön an Teresa Hassan (Theaterpädagogische Assistenz) und Bettina Kerl (Schauspielerin) für diesen einzigartigen Theaterabend!

¹ Die Inhaltsbeschreibung ist eine von START gekürzte Fassung. Der originale und vollständige Text ist online nachzulesen unter: Landestheater Niederösterreich, Name Sophie Scholl (abgerufen am 12.04.2019)

Aufbruch ins Ungewisse – Österreich seit 1918

Am Sonntag, den 31. März 2019 fanden sich eine Gruppe von START-Wien Stipendiat*innen zusammen und besuchten das “Haus der Geschichte Österreich” mit der Ausstellung “Aufbruch ins Ungewisse – Österreich seit 1918“. Die Stipendiat*innen konnten sich frei im Museum bewegen und sich somit genau die Themen ansehen, für die sie sich interessierten.

Das “Haus der Geschichte Österreich” (HDGÖ) ist seit Samstag, den 10. November 2018 für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf einer relativ geringen Ausstellungsfläche von rund 750 m² in der neuen Burg am Heldenplatz ist die Ausstellung bis 17. Mai 2020 zu besuchen!

Die vielen Visionen, die auf das HDGÖ wiedergegeben wurden, haben in der auf eine eineinhalbjährige Laufzeit angebundenen Eröffnungsausstellung durchaus Spuren hinterlassen. Denn die Präsentation versucht, nicht nur verschiedene erzählerische Zusammensetzungen, sondern auch diverse Diskurse und Debatten unter ein Dach zu bringen und sich gleichzeitig revolutionär zu geben. Zugleich scheint sie die beengten Raumverhältnisse zu ignorieren. Das Resultat wirkt so, als hätte man alle zeithistorischen Ausstellungen der letzten 20 Jahre auf wenige Kubikmeter verdichtet und in den Raum gelagert.

Das Team um Direktorin Sommer hat die Ausstellung in sieben Abteilungen gegliedert, wobei das Architekten-Team BWM jedem Sektor ein anderes Ausstellungsdisplay verpasste: Nach einer Darbietung zur Geburtszeit der Republik im ersten Salon geht es um Wirtschaft, Diktatur und das österreichische Selbstbild, danach um Grenzen und um das Thema Gleichberechtigung. Parallel dazu läuft entlang einer Mauer eine Art Regalstruktur, auf der Leuchtschriften die Jahrzehnte von 1918 bis 2018 markieren. In diesem Abschnitt soll es um die Rolle von Bildern im Verlauf der jüngeren Geschichte gehen.

Alles in einem, hat uns Stipendiat*innen die Ausstellung sehr gefallen, da man 100 Jahre Geschichte Österreichs von Anfang bis Ende sehr gut sehen konnte und die Ausstellung auf einer sehr modernen Art und Weise dargestellt wurde.

Ein Bericht von START-Wien Stipendiat Atila über den Ausstellungsbesuch im Haus der Geschichte Österreich.

Europa:DIALOG mit Andreas Schieder

Die Gesprächsreihe Europa : DIALOG im Haus der Europäischen Union moderiert von Benedikt Weingartner thematisiert mit den EU-Wahl Spitzenkandidat*innen aktuell die anstehende Europawahl 2019 und hinterfragt „Welches Europa wollen wir, wie viel Europa möchten wir – und was sind wir bereit, dafür zu tun?“

Im ersten Teil des Gesprächs werden gesellschaftspolitische, wirtschaftspolitische und sozialpolitische Entwicklungen der EU analysiert, dabei wird die Rolle Österreichs in der EU besonders hervorgehoben. Das interaktive Format per Fragekärtchen auch das Publikum einzubinden, spricht vor allem die jungen Teilnehmer*innen an. START-Wien Stipendiat*innen beteiligten sich an der Fragerunde und richteten ihre Fragen zu Klimapolitik und der Mobilisierung von Jungwähler*innen an Andreas Schieder.

“Es war sehr interessant, einen Politiker wie den Spitzenkandidat Andreas Schieder aus der Nähe zu sehen. Außerdem hat man einen ungefähren Überblick über die Redeschlachten vor einem Wahlkampf bekommen. Ich fand den Dialog unterhaltsam und auch sehr humorvoll. Vor allem hat mir gefallen, dass fast alle Fragen vom Publikum beantwortet wurden.” Jihan fügte noch hinzu, dass wir Klimapolitik mehr global, weniger europaweit betrachten und globale Ziele und Maßnahmen setzen sollten.

Sabiha betont die Auseinandersetzung mit Politik: “Ich halte es immer für wichtig sich mit Politik mal zu beschäftigen. Vor allem für die Jugendlichen ist es wichtig, sich über die Themen zu informieren, die die heutige Welt bewegen bzw. deren Zukunft von denen betroffen ist. “Dialog mit Andreas Schieder” war eine gute Möglichkeit, einen Politiker live zu sehen und ihm Fragen zu stellen. Ich hoffe, dass solche Veranstaltungen mehrmals stattfinden.”

“Die heutige Veranstaltung war sehr interessant. Herr Andreas Schieder hat uns näher zu den Themen, über die heutzutage sehr diskutiert werden, gebracht. Er hat uns mit seinen Worten, die er über Klimaschutz, Handeln zwischen Ländern und ein soziales und sicheres Europa gesagt hat, zeigen können, dass er ein idealer Spitzenkandidat, der sich für ein erfolgreiches Europa setzt, ist.” Mahdi über den EU-Wahl Kandidaten.

Mariama findet die Gesprächsreihe super cool: “Es hat mich sehr gefreut dort zu sein, es war echt sehr interessant und informativ, da man auch so hören konnte was die Politiker selbst über die ganzen “Probleme” denken und das finde echt super cool das wir dabei sein durften und auch selbst fragen stellen konnten.”

Beitragsbild: pixabay.com

Alles kann passieren!

Worte sind mehr als eine Aneinanderreihung von Buchstaben. Worte haben eine Bedeutung, Worte werden mit bestimmten Gefühlen verknüpft, Worte haben Macht. Ein politischer und kultureller Abend für unsere START-Wien Stipendiat*innen im Burgtheater.

„Alles kann passieren!“ ein Polittheater entstanden nach einer Idee von Doron Rabinovici und Florian Klenk. An den Worten, an der Sprache können wir die neuen „starken“ Politiker und Politikerinnen erkennen. Ihre Reden und Aussagen wurden zu einem Mosaik, das die jüngste Entwicklung Europas, wie auch die politische Einstellung darstellt und widerspiegelt, zusammengesetzt.

Shehab möchte sehr gerne nochmals das Burgtheater besuchen: “Ich war war zum ersten Mal im Burgtheater. Die Architektur des Gebäudes ist sehr prachtvoll. Es ähnelt der Volksoper. Das Politheater “Alles kann Passieren” war sehr spannend anzuhören. Das Theater hat politische aktuelle Themen angesprochen und uns politisches Wissen gegeben. Die Themen Flüchtlinge und Islam sind sehr heikel und zu denen gibt es kritische Meinungen. Ich habe von neuen Politiker gehört.”

“Mir hat das Theater gut gefallen. Das Thema vom Theater war sehr interessant und man konnte den Sprecherinnen gut folgen, obwohl immer Sachen vorgelesen wurden.” für Mahdi war es ein interessanter Abend.

Ebru über die Zitate, die eingeblendet wurden: “Obwohl ich von meinem Platz aus nicht die ganze Bühne im Blick hatte, fand ich das Theaterstück und die erschreckend wahren Zitate, die ab und zu eingeblendet wurden, extrem interessant.”

“Das Theaterstück gefiel mir besonders gut. Ich hoffe, das wir öfters ins Theater gehen werden.” wünscht sich Balqiz.

“Ich war echt beeindruckt, weil die Themen, die behandelt wurden, waren sensible Themen, die wir im täglichen Leben nicht ernst nehmen.” Mohamad spricht sensible Themen, die wir oft nicht im Alltag besprechen, an.

START-Wien Stipendiat Edison im EU-Parlament

Edison, START-Wien Stipendiat, besuchte im Rahmen des EU-Projekts “Euroscola” das EU-Parlament in Straßburg und berichtet über seine Teilnahme.

Mein Name ist Edison Baardies, ich bin 17 Jahre alt und gehe in die Schumpeter Handelsakademie und Handelsschule im 13. Bezirk. Ich bin dieses Jahr im Jänner 2019 mit meiner Schule in das EU Parlament Straßburg gefahren.

Gemeinsam mit 22 anderen Schülern/Schülerinnen aus verschiedenen Klassen, durfte ich dieses Jahr beim EU-Projekt Euroscola teilnehmen. Euroscola ist ein Projekt der EU, bei dem 24 Nationen aus der EU die Möglichkeit bekommen 1 Tag im Parlament zu sein und sich den Arbeitstag der Abgeordneten näher anzusehen. Die EU zahlt die gesamte Reise und den Aufenthalt somit war die Reise für mich Kostenlos. Euroscola findet 20mal im Jahr statt. Davon haben österreichische Schulen 10-mal im Jahr die Chance sich zu qualifizieren. Meine Schule hat es dieses Jahr unter die Top 5 von 10 geschafft. Eigentlich fahren immer die Abschlussklassen zu dem Projekt, jedoch aufgrund meines schulischen Engagements hat mich der Lehrer eingeladen auch mitzufahren.

Damit sich alles so gut wie möglich mit der Förderung der EU ausgeht sind wir 11 Stunden mit dem Bus nach Frankreich gefahren. Am Mittwoch dem 30.1. um 13 Uhr sind wir angekommen und hatten den ganzen Tag für uns um die Stadt zu erkunden. Nach 11 Stunden Fahrt sind meine Freunde/Freundinnen und ich erstmal etwas warmes Essen gegangen, zum Glück gab es dort einen Vapiano der uns bekannt war. Das Essen in Frankreich ist relativ teuer und das Salz fehlt. Ich wüsste nicht wie ich dort überleben könnte bei einem Cheeseburger der zwei Euro kostet statt einem.

Am nächsten Tag war auch schon die Veranstaltung, auf die ich mich sehr gefreut habe. Ich war ziemlich nervös am Vormittag, weil ich die Ehre hatte, nicht nur unsere Schule, sondern auch das Land Österreich in Frankreich vor 600 Schülern/Schülerinnen und 50 Lehrern/Lehrerinnen zu vertreten. Meine Freunde/Freundinnen und Schulkollegen/Schulkolleginnen haben gesagt, ich hätte es super gemacht. Ich jedoch habe gemerkt das mein Bein so gezittert hat, ich dachte es explodiert jeden Moment.

Nach den ganzen Länder Präsentationen und den ersten politischen Diskussionen, die geführt wurden, gab es Mittagessen, welches nur halb so gut wie in Österreich schmeckt, weil wieder Salz gefehlt hat. Beim Mittagessen wurde uns erklärt wie es nun weiter geht. Und zwar mussten wir uns mit jeweils 3 anderen Nationen zusammenfinden und einen Fragebogen mit 20 Fragen ausfüllen, wobei jede Frage auf einer anderen Sprache war. Das Ganze war ein Wettbewerb und daher, dass ich ein sehr ehrgeiziger Mensch bin, habe ich während alle anderen gegessen haben gleich begonnen zu arbeiten und hab es mit meiner Gruppe ins Finale des Euroscola Wettbewerb 2019 geschafft. Leider habe ich nicht gewonnen, weil ich falsch getippt habe bei der Frage wie hoch der Le Blanc sei. Trotzdem haben die anderen 15 Finalisten/Finalistinnen und ich als Geschenk, Merchandise von Euroscola 2019 bekommen. Das war sehr lieb. Gegen Ende der Veranstaltung habe ich mich noch mit vielen Nationen ausgetauscht und mit meiner Gewinner Gruppe ein Abschlussfoto geschossen.

Eine kleine Reise durch die Sonderausstellung “Die umkämpfte Republik” im Museum Niederösterreich

Yunadi, START-Wien Stipendiat, nimmt uns mit auf die kleine Reise durch die Sonderausstellung “Die umkämpfte Republik” im Haus der Geschichte, Museum Niederösterreich und erzählt uns vom Projekt “Worte oder Waffen – Meinungsfreiheit und ihre Grenzen”.

Eine kleine Reise durch die Zeit in einem Museum in St. Pölten, Niederösterreich. Am 9. Februar besuchte eine große Gruppe von START-Niederösterreich & Wien Stipendiat*innen das Museum Niederösterreich. Für einige war es ein Vorbereitungskurs für die anstehende Bildungsreise nach Berlin, für andere war es eine gute Möglichkeit ihr Allgemeinwissen zu verbessern.

Im Haus der Geschichte begann die Reise. Eine Reise durch einer der gewaltsamsten und blutigsten Perioden von Österreich. Die Reise begann 1914 als eine kochende Stimmung zwischen den europäischen Großmächten herrschte. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war das Attentat von Gavrilo Princip auf den österreichischen Thronfolger. Dieser Mord führte zu einer der blutigsten Auseinandersetzung der Menschheitsgeschichte: 1. Weltkrieg. Gefolgt wurde dieses Ereignis von der instabilen ersten Republik, in welcher sich die Christlichsozialen, Sozialdemokraten und Nationalsozialisten um die Herrschaft stritten mit ihren eigenen Paramilitärischen Organisationen. Eine militante Zeit ohne Hemmungen. Durch die steigende Machtübernahme der Christlichsozialen, griffen die Sozialdemokraten zu den Waffen und die Februarkämpfe nahmen ihren Lauf. Doch dies sollte nicht genug sein. Am 12 März 1938 marschierten deutsche Truppen in Österreich ein und wurden in einem Jubelfeuer von der österreichischen Bevölkerung empfangen. Sie erhofften sich eine bessere und friedlichere Zeit, sie wussten jedoch nicht, was sie in den nächsten 7 Jahren erleben werden. 7 Jahre voll Hass, Tod, Kummer und Zweifel. So endete unsere Zeitreise mit vielen Ausstellungstücken, wie ein Portrait von Dollfuß, Uniformen, Autos und vieles mehr.

Nach einer Pause endete unser Ausflug mit einem Workshop, wo wir Zitate von berühmten Personen besprochen haben und die Macht des Wortes diskutiert haben. Alles in allem war es ein informativer Tag mit einer sehr interessanten Ausstellung, die ich jedem nur empfehlen kann.

Sapere Aude Workshop: Fake News, Medien & Demokratie

START-Wien Stipendiatin Aylin Gezici berichtet über den Sapere Aude Workshop “Fakes News, Medien und Demokratie” 

Am 08. Dezember 2018 hatten wir, START-Wien Stipendiat*innen und Teilnehmer*innen aus dem START-Freundeskreis die Möglichkeit bei „Sapere Aude“ mitzumachen. Dies war ein Workshop zu den Themen Politik, Medien und vor allem Fake News. Viele wissen, dass diese Themen voneinander abhängig sind und dank dem Workshop von Hermann Niklas und Raphaela Weiss, war es für uns möglich uns etwas mehr mit diesen Themen zu beschäftigen.

Nachdem wir darüber sprachen, mit welchen Wörtern wir Medien verbinden, haben wir uns in kleineren Gruppen geteilt und Wörter wie direkte Demokratie, Monarchie, Demokratie zu deren Definitionen zugeordnet. Mit diesem Vorwissen haben wir die Unterschiede zwischen Meinungs- und Pressefreiheit besprochen, wobei dies zu einigen Diskussionen geführt hat. Dank den Diskussionen konnten wir aber wiederum unsere eigene Meinung zum Thema äußern.

Weitere Gruppenarbeiten folgten wie auf einer Liste mit verschiedenen Artikelüberschriften die Fake-News raussuchen bzw. erkennen. Die Fake-News konnten wir schnell erkennen. Daraufhin haben wir darüber gesprochen, dass einigen Zeitungen dazu tendieren, ihren Artikeln einfache Überschriften zu verleihen. Somit sei es für die Leser und Leserinnen leichter, sich die Artikel zu merken.

Schlussendlich konnten wir selbst aktuelle Artikel aussuchen, die sich den Vorschriften der Pressefreiheit anpassten. Ganz so leicht was das nicht, weil wir diesmal etwas detaillierter suchen mussten. Am Ende des Workshops konnten wir uns einige Handouts zu den Themen Fake-News, Politik, Pressefreiheit und Meinungsfreiheit mitnehmen. Diese wiederum sind eine gute Zusammenfassung des Workshops, welcher ca. 4 Stunden dauerte.

Vielen Dank an Hermann und Raphaela für ihre Zusammenarbeit mit uns!

Eindrücke der START-Wien Stipendiat*innen & Teilnehmer*innen des START-Wien Freundeskreis:

Der Workshop hat mir sehr gut gefallen und ich habe vieles Informatives nach Hause mitgenommen! Sowohl der Umgang der/die Workshop-Leiter/in als auch die Art und Weise der Präsentation ist sehr spannend gewesen! Ich habe auch bemerkt, dass ich noch mehr weltweite Nachrichten lesen soll und mich ständig mit dem Thema Politik befassen sollte! -Mariana Paunovic

Der Workshop war fantastisch und die die Betreuer waren toll. Wir haben viel diskutiert und viel Neues erfahren. Wir fühlten uns sehr wohl und es war interessant ihnen zuzuhören. Obwohl wir mit Fake News immer zu tun haben, bemerken wir diese meist nicht, bei diesem Workshop haben wir einige Beispiele dazu bekommen und waren sehr überrascht. -Balqiz Azami

Ich weiß ganz genau, dass ich nicht die einzige bin, die sich fragt: “Was ist Politik?” Bis zum 8.12 habe ich unter Politik nichts verstanden, ich wusste nicht was das ist und worum es geht. Ich habe am Workshop Fake News, Medien und Demokratie teilgenommen und danach hat sich alles geändert. Der Workshop war einer der hilfreichsten Workshops bis jetzt ich je teilgenommen habe. Spielerisch, mit Freunde und Spaß und in einer sehr kurzen Zeit konnte ich mir alles vorstellen! Rund um die Politik und Demokratie. Ich bin drauf gekommen, dass sich eigentlich die ganze Welt um Politik handelt.  Ich bin sehr froh, dass ich diese Möglichkeit genutzt habe und teilgenommen habe, denn jetzt habe ich viel mehr Ahnung als zuvor. Ich möchte auch ein großes Dankeschön an das Team START Stipendium sagen, dass sie das für und organisiert haben. DANKE! -Fatema Ahmadi

Da das Thema Fake News und Medien uns täglich begegnet, fand ich es sehr wichtig, dass wir die Gelegenheit bekamen, uns damit auseinanderzusetzen. Der Workshop wurde auf einer interessanten Art und Weise präsentiert. Ich persönlich konnte viel mitnehmen und vor allem lernte ich, wie man allein durch Schlagzeilen erkennt, ob es um eine seriöse Quelle geht und welchen Aspekten man beim Kritisieren eines Artikels beachten soll. -Jihan Aljazzar

Der Workshop hat mir gut gefallen, es gab spannende Themen wie zum Beispiel was ist “Meinungsfreiheit” über die Diskutiert wurden. Ich habe mir zuerst gedacht das es bei 4 1/2 Stunden ewig dauern wurden aber durch die entspannte Atmosphäre ging die Zeit sehr schnell vorbei. Was ich mir von dem Workshop mitnehme ist, dass Gedankenfreiheit und Meinungsfreiheit nicht dasselbe ist. -Edison Baardies

Der Workshop “Fake News, Medien und Demokratie” hat mich sehr interessiert und half mir über Politik und Medien mehr zu erfahren. Wir haben viele Zeitungstiteln bekommen und mussten entscheiden ob sie fake oder echt sind. Wobei ich sehr überrascht war, dass man so viele Fake News ins Internet gestellt hat. Obwohl es nicht meine Erwartungen entsprochen hat, uns mehr mit Social Media (Twitter, Instagram, Facebook) zu befassen und darüber zu informieren, hat es mir gefallen. -Himanshi Ketharpal

Es war ein sehr guter Workshop. Ich habe gelernt, dass jeder verschiedene Meinungen über Meinungsfreiheit haben kann. -Abdul Baset Rezaee

Das Thema hat insgesamt mir persönlich schon lange Zeit interessiert, deshalb fand ich den Workshop durchaus sehr interessant. Der Workshop erklärte uns ja viel über die vierte Gewalt und der Funktion eine Propaganda aber gab keine Alternative, wie man sich dann vor diese massive Propaganda beschützen kann. Meiner Meinung nach man sollte entweder keine Medien konsumieren oder bewusst konsumieren. Und was heißt bewusst konsumieren? Wenn man eine Nachricht sieht/liest, sollte man: eines, die Inhalte neutral betrachten und nicht aus der Sicht des Autors. Zweitens, in der welche Media diese Inhalte sich befinden. Man soll ja genau wissen, wie deutschsprachige Medien politisch und geopolitisch positioniert sind. Mithilfe des Medien-Navigators ist das blitzt schnell möglich. Sonst fand ich den Workshop unterhaltsam und toll. -Mahdi Nadir Hussain

© START-Wien

Zu Besuch im niederöstereichischen Landtag

Am 30. Mai 2018 trafen sich die StipendiatInnen aus Niederösterreich in St. Pölten um den niederösterreichischen Landtag und das Landhausviertel zu besichtigen. Wir starteten in der Landesbibliothek, was uns aufgrund der angenehm kühlen Innentemperaturen sehr Recht war. Bei einer interessanten Führung wurden wir durch verschiedene Räumlichkeiten geleitet, wo insgesamt 500 000 Bücher und Zeitschriften lagern – und jährlich kommen ca. 12 000 Exemplare hinzu. Bücher kann man nicht nur vor Ort ausborgen, sie werden einem bei Bedarf sogar per Post zugeschickt!

Nach dem Rundgang durch die Bibliothek erklommen wir den Klangturm – bequem mit dem Lift. Beim beeindruckenden Ausblick über St. Pölten brachte uns unser Guide auch ein paar historische Fakten über die Stadt näher. Dann ging es in den Landtagssaal, wo die Landtagssitzungen stattfinden und wir viele spannende Informationen über die niederösterreichische Landesregierung erfuhren. Auf dem Weg in die Landhauskapelle wurden wir auch auf einige Kunstwerke aufmerksam gemacht – manche in den Gebäuden selbst, andere nur aus der Vogelperspektive, also aus den Fenstern heraus, erkennbar. Zuletzt stand noch eine leckere Jause auf dem Programm.

Wir danken der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner für die Einladung in das Landhaus und den spannenden Rundgang!

Ein paar Eindrücke der Jugendlichen:

Am 30. Mai 2018 haben wir Landesbibliothek und Landtag in St. Pölten besucht. Es gibt beim Bibliothek mehr als 500 000 Büchern und Zeitschriften wie Zeitungen und Magazinen, da es auch alte Zeitschriften gab, und auch einiges im Archiv. Es war sehr interessant. Auch den Landtag habe ich zum ersten Mal gesehen, es hat mir sehr gefallen! (Navid)

Es war echt spannend den Landtag in St. Pölten zu besuchen. Interessant habe ich gefunden, wie in der Bibliothek so viele Bücher, Zeitungen bzw. Zeitschriften gesammelt werden. Noch spannender war die Tour durch die Gebäude des Landtags. Ich finde es schade, dass wir die Landeshauptfrau nicht treffen konnten, hoffentlich beim nächsten Mal. (Adham)

Es war ein wunderbarer Tag um die Residenz der niederösterreichischen Regierung zu besuchen. Ich genoss es alles zu sehen, einschließlich der Aussicht auf die Hauptstadt von Niederösterreich, die ich zum ersten Mal sah. Ich und die START-StipendiatInnen haben auch die Bibliothek besucht, die mehr als 500.000 Bücher enthält. Es gab eine gute Führung, die uns alles erklärt hat. Als wir fertig waren, gingen wir zum historischen Ort der Regierungsresidenz, wo wir auch genug Informationen bekommen haben. Das Ende war eine Gastfreundschaft für uns alle und ich bedanke mich persönlich bei START und allen, die es möglich gemacht haben! (Yasin)

Unser Besuch beim Landtag NÖ war total interessant, weil es viele Sachen zum Lernen über Niederösterreich gab und außerdem für mich als bautechnischer Zeichner die Gebäude waren sehr interesannt, da die alle sehr rießig und modern waren. (Amirreza)

Fotos (c) START-NÖ

Byzanz & der Westen – START-NÖ besucht die Schallaburg

Stipendiatin Aminat Tavlaeva berichtet: “Byzanz & der Westen. 1000 vergessene Jahre”- so lautet das Thema der derzeitigen Ausstellung auf der Schallaburg. Wir, Start-Niederösterreich, verbrachten einen Nachmittag bei dieser Ausstellung und konnten viele verschiedene Eindrücke mitnehmen.

Schon zu Beginn wurden wir in West- und Oströmer aufgeteilt, um die beiden Seiten und ihre Vorurteile gegenüber einander besser verstehen zu können. Wir hörten über verschiedene Machthaber, ihre Interessen und Strategien, um ihre Ziele durchzusetzen. Wir sahen viele imposante Ausstellungsstücke, zum Teil sogar aus dem Louvre in Paris, die zur Zeit des byzantinischen Reiches oftmals nur als Statussymbol zur Schau gestellt wurden. Wir lernten von Angebern, die sich mit ihren Griechisch- Kenntnissen beweisen wollten, und von Söldnern, die gerne witzige Sprüche in ihre Löffel eingravieren ließen.

Nach unsrer spannenden Führung durch die Ausstellung versorgten wir uns noch mit Eis und genossen das schöne Wetter im herrlichen Garten der Schallaburg.

Einige Stipendiaten berichten von ihren Eindrücken von der Ausstellung:

“Die Führung hat mir sehr gut gefallen. Die Führerin hat es sehr gut gemacht, sie hat immer gleich alles genau erklärt. Wir konnten uns alles sehr gut vorstellen, wie das ganze damals ausgeschaut hat usw. Mir hat das ganze sehr gut gefallen und ich hatte auch sehr viel Spaß.” – Rushana

“Byzanz, Seldschuken, Ost- und Weströmer und andere mehrere Begriffe begleiteten uns letzten Freitag durch die Ausstellung, wo wir von verschiedenen beteiligten Seiten erzählte Geschichten gehört haben. Die Ausstattung war recht interessant – vor allem, dass jeder Gegenstand auf ein damaliges bedeutendes Ereignis hingewiesen hat. Dankeschön an die Führungsleiterin!”- Adham

Fotos (c) START-NÖ

START-OÖ besuchte die Ausstellung “Zwischen den Kriegen”

Am Sonntag, den 25. März besuchten 5 StipendiatInnen und 2 Alumni die Ausstellung “Zwischen den Kriegen” im Schlossmuseum Linz. Bei einer 2-stündigen Führung erfuhren sie interessante Fakten aus der Zeit zwischen 1918 und 1938. Danach nutzten sie noch den Nachmittag, um das Schlossmuseum auf eigene Faust zu erkunden.

 

Stipendiatin Yusra berichtet

“Die Führung war sehr interessant und spannend. Die Ausstellung im Schlossmuseum Linz begann mit einer Bilderreihe und Fotos von dem 1. und 2. Weltkrieg. Wir bekamen die Aufgabe, uns die Bilder genau anzusehen und am Ende von jenem zu berichten, welches uns besonders beeindruckte und für 3 Minuten im Kopf blieb. Alle Bilder waren beeinduckend und auch sehr traurig, daher konnte ich schwer nur ein Bild auswählen.

Danach lernten wir etwas über die verschiedenen Parteien und die Rolle der Frau, und wie sich diese verändert hat. Wir haben so viele Sachen gesehen, zum Beispiel die Mode der Frauen und Männer, Waffen, schreckliche Postkarten und die schulische Europakarte mit per Hand gezeichneter Grenzen. Die Menschen haben damals unter schwierigen Umständen und auf engstem Raum gelebt. Die Arbeitslosigkeit war groß und die Wirtschaft war zusammengebrochen. Hitler hat Arbeitsplätze und Verbesserungen versprochen, und hat Feindbilder geschaffen. Die Ausstellung endete mit einem Bild von Hitler, als er in Österreich einmaschierte.

Diese Führung war für mich seh beeindruckend, und hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Es hat mich an mein Heimatland Syrien erinnert, welches sich auch im Krieg befindet. Leider passiert immer dasselbe bei einem Krieg, dass unschuldige Menschen sterben. Obwohl es schwer für mich war, diese Bilder zu sehen und die Worte der Leiterin zu hören, habe ich in dieser Ausstellung viele neue Informationen erhalten, die ich immer schon wissen wollte.”

Vielen Dank für die spannende Führung!

 

START-OÖ auf politischer und geschichtlicher Spurensuche im Landhaus

Am Freitag, den 24. März nahmen 7 StipendiatInnen die Möglichkeit wahr, das Landhaus in Linz zu besuchen. Sie lernten, welche Parteien im Oberösterreichischen Landtag vertreten sind, wie die Sitzungen des Landtages aussehen und wie Politik in Oberösterreich gestaltet wird. Zusätzlich erfuhren sie von der Jahrhunderte alten Geschichte des Gebäudes, welches zuerst als Kloster gebaut wurde und erst später zum politischen Zentrum Oberösterreichs wurde.

 

Stipendiatin Negha Ibrahimkhel berichtet

Vor einigen Jahren durfte ich das Landhaus bereits mit meiner Volksschulklasse besuchen. Ich habe nichts verstanden, da ich nur 1 Monat in Österreich war. Durch START hatte ich jetzt die Möglichkeit, das Landhaus erneut zu besichtigen und diesmal auch alles zu verstehen.

Zuerst sind wir in den Plenarsaal eingetreten. Dort haben wir einiges über die Durchführung des Landtags und über die Abgeordneten gelernt und darüber, dass dort die Landesgesetze und das Landesbudget beschlossen werden. Danach hat uns unser Guide andere Räume gezeigt. Besonders gefallen hat mir das Elisabethzimmer, weil man fast nicht glauben kann, dass sich dort Originalmöbel aus dem 19. Jahrhundert befinden. Dann haben wir uns die Minoritenkirche angeschaut. Danach sind wir die Treppen auf den Turm des Landhauses gestiegen und hatten eine schöne Aussicht auf Linz. Am Ende unserer Führung haben wir eine Ausstellung mit ganz alten Fundstücken aus der Römerzeit in der Garage gesehen. Mir hat die Führung sehr gefallen und möchte mich für dieses Erlebnis bei START bedanken!”

 

Auch Stipendiat Gul Salimi trifft ein Resumee:

“Das Landhaus hat eine beeindruckende Größe, es ist ein Haus mit 800 Fenster. Unser Guide hat uns am Anfang den wichtigsten Raum, den Plenarsaal, gezeigt. In diesem Saal finden die Landtagssitzungen statt, bei welchen sich die Abgeortneten aller Parteien treffen und Gesetze beschließen. Interessanterweise sind diese Sitzungen öffentlich und jeder kann sie besuchen.

Dann waren wir in dem Zimmer, in welchem Sissy übernachtet hat, als sie mit dem Schiff von Bayern nach Wien zur Hochzeit mit Franz Joseph reiste. Es gibt sogar noch den originalen Sessel, auf dem Sissy gesessen hat. Wir haben ebenso den Galerieraum angeschaut. Dieser Raum heißt Galerieraum, weil in diesem Raum ein gemaltes Bild von jedem Landeshauptmann Oberösterreichs hängt. Am Ende sind wir circa 200 Stufe des Turmes raufgegangen, von welchen wir einen guten Ausblick über ganz Linz hatten.

Für mich war die Fürhung wirklich interessant. Ich machte einen Spaziergang durch die Geschichte des Landhauses und habe sehr viel gelernt.”

Ein weiteres Highlight der Führung war auch die zufällige Begegnung mit der Landtagsabgeordneten Petra Müllner, welche wir gleich für ein paar Fragen nutzten.

 

Spurensuche: Nationalsozialismus in Salzburg

Der Historiker Dr. Alexander Prenninger gestaltete für unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten vergangenen Freitag einen interessanten Workshop zum Thema “Nationalsozialismus in Österreich”. Er erläuterte uns die historischen Zusammenhänge, wie es überhaupt zur Machtergreifung der Nationalsozialisten gekommen war. Für die Stipis war das besonders interessant, da vergangene Woche die Gedenkfeiern zum „Anschluss“ Österreichs an Deutschland stattgefunden hatten und sie von Hr. Prenninger die Hintergründe erläutert bekamen.  Ein wichtiger Teil der Bildungsveranstaltung war das Thema Antisemitismus und Judenverfolgung. Die Herrschaft der Nationalsozialisten gipfelte im Vernichtungskrieg und dem Holocaust. Nach dem Ende des Krieges gab es in Österreich lange Zeit keine ehrliche politische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Viele Nazis wurden für ihre Taten nicht zur Verantwortung gezogen.

Nach dem theoretischen Teil machten wir uns auf den Weg durch die Salzburger Altstadt. An vielen Plätzen, Gedenktafeln und zentralen Orten der Stadt klärte uns Herr Dr. Prenninger über die historische Bedeutung auf. So wurde zum Beispiel die Staatsbrücke von Zwangsarbeitern erbaut, allerdings wurde diese Tatsache lange Zeit von der Stadtverwaltung verschwiegen. Der Makartplatz hieß in der Zeit des Nationalsozialismus “Adolf-Hitler-Platz”.  Der NS-Verbrecher Hans Höfle lebte lange Zeit unbehelligt in Salzburg. Er wurde erst in den 1960er Jahren angeklagt und beging im Gefängnis Selbstmord. So wie Hans Höfle sind viele NS Verbrecher nach dem Krieg freigesprochen worden bzw. von der Justiz unbehelligt geblieben.

Eine wichtige Diskussion unter den Stipis drehte sich um die Frage der Verantwortung. Wie hätte ich damals gehandelt? Ist es in Ordnung, mit dem Strom mit zu schwimmen, solange man selber keine Verbrechen begeht? Wir wissen nicht, wie wir damals gehandelt hätten. Aber wir wissen, was damals passiert ist, und wir haben heute die Möglichkeit und die Verantwortung, für Demokratie und Menschenrechte und gegen jede Form von Rassismus, Hetze und Diskriminierung aufzutreten.

Berlinvorbereitung in St. Pölten: START-Wien und -NÖ besuchen das Haus der Geschichte

Am 18. März 2018 machten sich Stipendiat*innen aus Wien und Niederösterreich auf den Weg zum Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich in St. Pölten. Bei diesem Vorbereitungstermin für die anstehende Berlinreise stand der „Kalte Krieg“ im Vordergrund. Anfangs rekonstruierten die Stipendiat*innen mithilfe einer Internetrecherche die Abfolge der wichtigsten Ereignisse während des Kalten Krieges. Diese wurden dann von unsrer Vermittlerin mit viel Details und Anekdoten ausgeschmückt. Auf dem anschließenden Rundgang durch die Ausstellung konnten noch spannende Ausstellungsstücke aus der besagten Zeit bewundert werden. Ein paar Eindrücke der Stipendiat*innen:

Viel Neues habe ich über den Kalten Krieg gelernt. Es hat mich gewundert, dass es fast vier Mal eine dritte Welt Krieg passieren konnte. Unsre Vermittlerin konnte uns viel darüber erzählen.  Alles in allem habe ich mich wirklich gefreut, dass ich dort mitgegangen bin. Es war eine sehr gute Vorbereitung auf die Berlinreise. Hussam

Unser Besuch im Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich hat mir sehr gut gefallen, da es sehr informativ gestaltet war und uns sehr viele interessante Geschehnisse von unserer Führerin erzählt wurden. Mein persönliches Highlight des Besuchs war es, das Faksimile des Staatsvertrags von Österreich sehen zu können. Lisney

Der Museumbesuch war eine gute Gelegenheit die bereits in der Schule erarbeiteten Inhalte besser zu verstehen und in einen Zusammenhang mit heutige politische Geschehnisse in Verbindung zu bringen. Weiters haben wir einige interessante Anekdoten über die Entstehung der zweiten Republik zu hören bekommen, von denen man sonst keinen Wind bekommen würde. Es war ein großartiger Tag und ein gelungener Einstieg in die kommende Berlinreise! Mugtaba

Was ist Gebärdensprache?

Vergangenen Dienstag hatten die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Salzburg Gelegenheit, dieser Frage nachzugehen. Reinhard Grobbauer ist Leiter des Gehörlosenzentrums in Salzburg und selber gehörlos. In einem spannenden Vortrag erzählte Herr Grobbauer von sich selbst und seinen persönlichen Erfahrungen, wie Gebärdensprache funktioniert und auch wie sich die Situation gehörloser Menschen im Laufe der Geschichte geändert hat. Gebärdendolmetscher Andreas Schodterer vom Gehörlosenverband Salzburg übersetzte für uns.

Zaynab, Ali, Mahdi und Maisam mit Gebärdendolmetscher Andreas Schodterer

 

Im Bundesland Salzburg leben in etwa 600 Menschen, die von Gehörlosigkeit betroffen sind, wobei natürlich wesentlich mehr an Hörbeeinträchtigungen leiden. Gehörlosigkeit wird nur in ganz seltenen Fällen vererbt. In der Antike und im Mittelalter wurden taube Menschen nicht als vollwertig anerkannt, so meinte etwas Aristoteles: “Wer nicht hören und nicht sprechen kann, kann auch nicht denken.” Erst ab dem Ende des Mittelalters entstanden ausgehend von Frankreich Schulen für gehörlose Kinder.

 

 

Reinhard Grobbauer, Leiter des Gehörlosenzentrums Salzburg

Ein großer Rückschritt erfolgte auf einer Konferenz Ende des 19. Jahrhunderts in Mailand, als sich unter Wissenschaftern und Pädagogen die Ansicht durchsetzte, gehörlose Kinder könnten normal sprechen lernen, wenn man die Gebärdensprache in den Schulen verbietet. Als Reaktion darauf entstanden viele Vereine, die die Interessen von gehörlosen Menschen vertraten, so auch in Salzburg. Erst seit 2005 ist die Gebärdensprache in Österreich als Sprache anerkannt.

Unsere Stipis waren sehr interessiert daran zu erfahren, ob Gebärdensprache überall auf der Welt gleich ist. Herr Grobbauer klärte uns darüber auf, dass Gebärdensprache kulturell unterschiedlich ist, so gibt es in Österreich auch regionale Dialekte in der Gebärdensprache. Während es für jemanden mit Lautsprache jedoch fast unmöglich ist, sich über große Kulturgrenzen hinweg zu verständigen (z.B. Österreich – China), ist es für jemanden, der die Gebärdensprache beherrscht, leichter möglich, zumindest ein wenig kommunizieren zu können.

Am Ende des Gesprächs zeigte uns Herr Grobbauer noch das Buchstabier-ABC. Alle lernten ihren Namen zu buchstabieren und auch ein paar einfache Gebärden wie z.B. Guten Morgen und Guten Abend. Die Zeit verging wie im Fluge, gerne hätten wir noch mehr über das Thema erfahren. Ganz herzlich möchten wir uns bei Reinhard Grobbauer und Andreas Schodterer für den interessanten Vortrag und das spannende Gespräch bedanken!

Im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands

Am 14. März trafen sich StipendiatInnen aus Wien und Niederösterreich um sich auf die anstehende Bildungsreise nach Berlin vorzubereiten – dafür ging es ins Dokumentationsarchiv des österreichsichen Widerstands. Die Stipendiatinnen Salma, Gamze und Sam berichten:

Der Besuch im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, kurz DÖW, hat mit der Vorstellung unseres Guides begonnen, dem Andreas Peham. Er hat uns erläutert weshalb es so wichtig ist sich gegen den Rassismus zu stellen. Einerseits ist es eine Solidaritätssache, andererseits ist es wichtig sich dagegen zu wehren, auch wenn man nicht persönlich betroffen ist, weil es hier um Menschenrechte geht und die Demokratie.

Nach der kleinen Diskussionsrunde kamen wir auch zur eigentlichen Ausstellung. Es war ein Raum voll mit Bildern aus dem zweiten Weltkrieg, zu den Bildern gab es auch geschichtliche Fakten und Bildinterpretationen. Herr Peham erklärte uns, wie die Propaganda die Bürger in Deutschland und Österreich beeinflusste. Jedes Detail im Bild zählt: die Auswahl der Farbe, die Darstellung der Männer auf den Plakaten und die Größe der Nase der Figuren. So wurde zum Beispiel den Schülern vor und während des zweiten Weltkrieg gelehrt, wie ein Jude zu erkennen ist. Eins dieser ihrer „Merkmale“ war ihre Nase, die angeblich wie ein umgekehrte „6“ aussieht.

Weiter ging es mit den Versuchen, die die Nazis an jenen Menschen, die ihrer Meinung nach „kein Leben würdig sind“ durführten. An diesen Menschen wurde nach der „optimalsten“ Methode zum Morden ausgetestet. Zu Anfangs versuchten sie es mit CO2, doch der Eintritt ihres Todes dauerte ihnen zulange. Sie entdeckten das Zyklon B auch bekannt als Blausäure.

Wir unterhielten uns nicht nur über die den zweiten Weltkrieg, sondern auch über das hier uns jetzt, das 21. Jahrhundert. Wir setzten uns mit den Fragen „Gibt heute noch Rassismus?“, „Wie gehen politische Parteien damit um?“ auseinander und vieles mehr.

Der Besuch im DÖW war eine Bereicherung. Wir lernten viel über den zweiten Weltkrieg, die Propaganda der Nazis und auch über die Konzentrationslager.

Wir danken Andres Peham für die tolle Begleitung und die spannenden Diskussionen!

START-OÖ und Wien bereiten sich für die Berlinexkursion vor

Am Samstag, den 10. März bereiteten sich 14 StipendiatInnen aus Oberösterreich und Wien für die bevorstehende Berlinexkursion vor. Für die Mitreisenden ging es an diesem Tag vorallem darum sich mit der Geschichte der Stadt auseinander zu setzten.

 

Stipendiatin Chrislane berichtet von diesem Tag:

„Die Zeit des 2. Weltkrieges hat seine Spuren hinterlassen und im Rahmen des Workshops wurden uns viele Einzelheiten näher gebracht.

Um einen Einstieg in das Thema zu finden, starteten wir am Vormittag mit der Frage ‘Wann hatte ich meine erste Begegnung mit der Politik? Ohne lang zu überlegen teilten wir unsere ersten Erfahrungen. Sei es durch Wahlen, Kampagnen, Kriege oder Werbungen – wir Stipis wurden uns schnell einig: Politik begegnet uns Tag für Tag und das schon seit der Geburt.

Wie es zum Beispiel mit der Gesetzgebung in Österreich aussieht und was Politik alles regelt, haben wir uns gegenseitig in Form einer kurzen Präsentation erklärt. Im Anschluss daran folgte eine spannende und lehrreiche Diskussionsrunde über die aktuellen politischen Geschehnisse in Österreich.

Danch lernten wir einige Fakten rund um den zweiten Weltkrieg und wie es überhaupt zum Holocaust kommen konnte. Da in Berlin einige Exkursionen zu diesem Thema am Plan stehen, bemühte sich der Workshopleiter, sein Wissen bestmöglich weiterzugeben. Man erkannte, dass bei diesem Thema das Interesse sehr groß war, da alle Stipis besonders gut aufpassten.

Wir lernten viel darüber wie Deutschland und Berlin nach dem zweiten Weltrieg aufgeteilt wurde durch die vier Besatzungsmächte und wir wissen jetzt auch was es mit dem Mauerfall auf sich hatte. Es gab viele spannende Details. Ich bin gespannt wie das dann wirklich vor Ort aussieht.

Für Berlin sind wir nun bestens vorbereitet und können die Reise kaum erwarten!“

 

START-OÖ diskutiert über Politik

Am Sonntag, den 4. März besuchten 8 StipendiatInnen den Workshop zum Thema „Politisches System in Österreich“ im Axis Linz. Sie lernten die Entstehungsgeschichte und inhaltlichen Standpunkte der österreichischen Parteien kennen und erfuhren, wie das Wahlsystem in Österreich funktioniert. Zusätzlich wurde besprochen, wie politische Teilhabe funktioniert und wie man sich in der Politik engagieren kann.

 

Stipendiatin Erika Sarolli berichtet:

„Nach der kurzen Vorstellungsrunde stand fest: alle anwesenden START-Stipendiaten haben ein gesteigertes Interesse an Politik und möchten sich auch im System einbringen. Darüber hat sich unser Referent Paul Gould natürlich gefreut und unsere Fragen mit Freude und Geduld beantwortet. Anfänglich ging es um die österreichische Parteienlandschaft inklusive Geschichte, im Anschluss erfuhren wir einiges über die Bildungsideologien der verschiedenen Großparteien.

Der spannendste Teil des Seminars war für mich der, als es um aktuelle Entscheidungen der Regierung ging und wir einige Hintergründe erfuhren, die Politiker in ihre Entscheidungen miteinbeziehen müssen, wenn sie im Amt bleiben wollen.

Zum Schluss gab es einen kleinen Exkurs in das amerikanische politische System im Vergleich zum Österreichischen, und wir diskutierten über Parallelen und Unterschiede des politischen Systems Österreichs und unserer Heimatländer.

Mir persönlich hat das Seminar sehr gut gefallen, es war sowohl spannend als auch informativ und hätte noch den ganzen Tag dauern können! Danke“

 

Politik erlebbar machen

Am Mittwoch, den 31.01.2018 wurden die Türen vom Vorarlberger Landhaus geöffnet und es erwartete uns ein sehr spannender Tag.

Begrüßt wurden wir von Mathias Bertsch – unserem Landhaus-Guide – , der uns eine· Führung durch den Landtagstrakt mit Informationen über das Landhaus gab. Er war sehr kompetent und konnte auf jede unserer Fragen eine Antwort geben. Nachdem er uns über den Ablauf des Programmes aufklärte, führte er uns in den Brigantium Saal, wo wir einen Film über das Landhaus und den Landtag, seine Zusammensetzung, seine Aufgaben und seine Rechtsgrundlagen sahen. Schon im Film selbst wurden viele Fragen beantwortet, unteranderem wer die aktuellen Landesräte sind und was seine/ihre Aufgaben sind.

Anschließend durften wir bei der Landtagssitzung auf der Zuhörertribühne Platz nehmen und die Politiker bei ihren Diskussionen beobachten. Spannend dabei waren auch deren Sitzplätze und deren unterschiedlichen Perspektiven, z.B. zum Thema Wohnbaufinanzierung. Zwischen einem “Redner-tausch” wurden wir recht herzlich vom Landespräsidenten Hernn Mag. Harald Sonderegger, aber auch von allen anwesenden Parteien als Verein begrüßt.

Höhepunkt des Nachmittags war das persönliche Gespräch mit unserer neuen Schirmherrin Frau Dr. Barbara Schöbi-Fink, die ihr Amt als neue Landesrätin, somit Nachfolgerin von Frau Dr. Bernadette Mennel, erst für ein paar Stunden im Landhaus angenommen hatte.  Somit konnten wir sie gleich persönlich kennenlernen und ihr auch ein paar Fragen stellen. Nach ein paar Fragen-Antworten-Runden musste sie auch schon wieder los, doch ein Gruppenfoto wollten wir uns mit ihr nicht entgehen lassen.

Alles in Allem konnten wir mit viel Wissen über das Landhaus und einen positiven Eindruck von der neuen Landesrätin mitnehmen und zum Ausklang bekamen wir noch am Foyer ein paar vorbereitete Brötchen und etwas zu trinken.

Im Namen von START Vorarlberg möchten wir uns recht herzlich bei Mathias Bertsch für die tolle Organisation und bei Frau Barbara Schöbi-Fink für das Kennenlernen bedanken. Wir wünschen ihr viel Erfolg auf ihrem Weg als neue Landesrätin und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit als unsere neue Schirmherrin.

UMWELT – JUGEND & EU

Auch die EU will die Meinungen der Jugendlichen über das Thema Umwelt hören. Aus diesem Grund fand am 13.01.2018 im Jungendinformationszentrum “aha” in Dornbirn, für Jugendliche ein Workshop zum Thema “Umwelt-Jugend & EU” statt. Denn: “Junge Menschen spielen jetzt und in Zukunft eine besonders wichtige Rolle für die Entwicklung hin zu einem positiven Wandel in Umwelt-Nachhaltigkeitsfragen. Gemeinsam können wir mit euren Ideen einen Beitrag dazu leisten.” – so der Einführungstext auf der Workshop-Einladung, welche sechs StipendiatInnen und ein Alumni von START-Vorarlberg gerne annahmen.

Mit unseren Referentinnen Judith Lutz und Katharina Toth, vom Büro für Zukunftsfragen, hatten wir einen sehr spannenden und abwechslungsreichen Workshop. Dabei haben wir Informationen ausgetauscht und Erfahrungen, Bedenken und Ideen rund um Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen miteingebracht.

Das Wichtigste beim Workshop war unsere eigene Meinung zu dem Thema. Jeder von uns hatte das Recht seine Meinung dazu zu äußern und jede Meinung wurde respektiert und ernst genommen. Die Referentinnen wollten außerdem Inputs für die zukünftige EU-Jugendstrategie sammeln. Zum Schluss bekamen wir noch Informationen zur Teilnahmemöglichkeit an den EU-Jugendkonferenzen in Sofia und Wien 2018.

“Ich glaube, dass jeder einzelne von uns einen Workshop über das Thema Umwelt besuchen soll, denn wir sind alle verpflichtet unsere Welt zu schützen”, so die Aussage von Esra. Und Samet meinte: “Der Workshop war sehr schön und interessant. Die Referentinnen kannten sich sehr gut aus mit dem Thema und hatten es echt kreativ vorgestellt. Umweltthemen werden nicht überall angesprochen, weshalb es sehr wichtig ist, dass wir bei solchen Veranstaltungen teilnehmen.”

Wir danken den Referentinnen Judith Lutz und Katharina Toth und dem Jugendinformationszentrum “aha” für einen sehr gelungenen Workshop!

 

Ein Bericht von Stipendiatin Esra Savuran

 

Tag der Menschenrechte 2017

Am Sonntag den 10. Dezember 2017 fand der 4. Vorarlberger Tag der Menschenrechte statt. Aus diesem Anlass besuchte START-Vorarlberg mit insgesamt 11 StipendiatInnen den Vinomnasaal in Rankweil, wo über 40 Vereine zum Thema „Für eine Wirtschaft auf Basis der Menschenrechte” offiziell einluden.

Zur Einstimmung gab es einen sehr interessanten Vortrag von Prof.hc Dr. Dr. Wolfgang Dietrich (Friedens- und Konfliktforscher an der Universität in Innsbruck). Nach kurzer Pause gab es für die Gäste die Möglichkeit, sich aktiv bei verschiedenen Dialoggruppen und Begegnungsräumen zu beteiligen oder sich Ausschnitte des Filmes „Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“ anzusehen.

Ausklingen konnte man den Tag dann mit Musik und Essen vom Buffet.

Ein paar Eindrücke der StipendiatInnen:

Beim Tag der Menschenrechte konnten wir uns von einem Universitätsprofessor aus Innsbruck einen sehr philosophischen, jedoch auch sehr interessanten Vortrag über die eigentliche Definition von Menschenrechten und die Entstehung von Menschenrechten anhören. Meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Thema, welches toll von ihm angeschnitten wurde.

-Lukas Gabsi

 

Ich finde es sehr gut, dass es auch in Vorarlberg eine besondere Veranstaltung am Tag der Menschenrechte gibt. Denn dieses Thema ist sehr wichtig und sollte nicht vernachlässigt werden. Der Vortrag war zwar etwas komplex, aber sehr informativ und wenn man aufmerksam zuhörte, konnte man dem Redner gut folgen. Die anschließenden Dialoggruppen gefielen mir besonders gut, da ein reger Austausch zwischen doch sehr verschiedenen Leuten möglich war.

-Orhan Cebe

 

Bei der Veranstaltung “Tag der Menschenrechte” hatten wir die Möglichkeit durch die vielen Vorträge uns ein eigenes Bild von der Zukunft zu machen, in der Frieden herrscht. Außerdem wurden Denkanstoße gegeben, wie der Prozess von unserem jetzigen sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Stand zur Erreichung dieses Zieles aussehen könnte und wie die Entwicklung durch jeden Einzelnen Bürger beeinflusst werden könnte.

– Sinem Kilic

 

Ein Bericht von START-Stipendiat Eyüp Mihci

 

300 Jahre Maria Theresia – START-Niederösterreich besucht die Kaiserliche Wagenburg Wien

Am 4. November 2017 waren einige NÖ-StipendiatInnen in der Maria-Theresia-Ausstellung in der Kaiserlichen Wagenburg im Schloss Schönbrunn zu Besuch. START:Hilfe-Stipendiat Amirreza Zafari berichtet:

Das war unser erster Termin nach der Begrüßungsfeier und viele von uns haben teilgenommen, weil für alle die Geschichte von Österreich und besonderes von Maria Theresia interessant ist. Das Museum war nicht sehr groß, aber es gab viel Spannendes zu entdecken und wir hatten eine nette Führerin, die uns mit viel Freude und Engagement ihr Wissen weitergegeben hat.

Es gab viele Bilder zu bestaunen. Gleich das erste Bild hat viel über die damalige Herrscherin und ihre Familie erzählt. Maria Theresia hatte 16 Kinder! Das bekannteste davon ist ihre Tochter Marie Antoinette, die Königin von Frankreich wurde. Anhand der detailreichen Bilder lernten wir weitere interessante Details zu ihrem Leben und Wirken. So hat sie zum Beispiel das Gesundheitswesen verbessert, die Schulpflicht eingeführt und auch die Leibeigenschaft eingeschränkt. Damals haben Kutschen auch eine sehr wichtige Rolle in Gesellschaft gespielt und nur die mächtigen Leute durften mit Kutschen fahren. Künstler haben ihre Kunst und ihr Können auch auf Kutschen gezeigt und sie mit vielen Symbolen von Ungarn und dem damaligen Österreich versehen.

Zum Abschluss haben viele von uns auch noch das schöne Wetter genutzt, um die Parkanlage vom Schloss Schönbrunn zu erkunden.

 

Wir danken dem Kunsthistorischen Museum Wien und unsrer sympathischen Führerin für den spannenden Nachmittag im Museum!