Berlin Vorbereitung bei START-OÖ

Wie jedes Jahr bereiten sich jene Stipis, welche in den Osterferien mit zur Bildungsreise nach Berlin fahren dürfen, inhaltlich darauf vor. Nach dem anfangs über allgemeine Infos über die Stadt Berlin informiert wurde, wurden anschließend die wichtigsten geschichtlichen Infopunkte des zweiten Weltkrieges und des Nationalsozialismus, sowie die wirtschaftlichen Folgen des Krieges besprochen. Nicht nur die Geschichte Berlins bzw. auch Gesamtdeutschlands wurde besprochen, sondern wir hatten auch die Möglichkeit über aktuelle die Politik zu sprechen.

Der zweite Weltkrieg

begann mit dem relativ schnellen Einmarsch Deutschlands nach Polen, einem sogenannten Blitzkrieg. Der Einmarsch bedeutete aber zugleich Streit mit den Alliierten. In der 1. Phase des Krieges schlug Deutschland große Erfolge ein, z.B. mit der schnellen Einnahme von Polen oder teilen Frankreichs. Die 2. Phase startet mit den ersten Niederlagen Deutschlands. Deutschland gelingt es nicht die sowjetische Stadt Stalingrad einzunehmen, zudem scheitern sie auch beim Versuch in Afrika einzumarschieren und schließlich beginnt auch die USA sich in den Krieg einzumischen. Die 3. und letzte Phase des 2. Weltkrieges beginnt mit dem Offensivzug der Sowjetunion und Deutschland war gezwungen bedingungslos zu kapitulieren.

Der Nationalsozialismus

lässt sich definieren als: Die nach dem ersten Weltkrieg in Deutschland verbreitete nationalistische (Arier sind die mächtigste und beste Nation) und rassistische Bewegung. Neben der Erklärung über den Weg, wie Hitler nach anfänglichen Schwierigkeiten mit seiner Partei, der NSDAP, an die Macht in Deutschland kam, konnten wir die oben geschriebene Definition aus dem Seminar mitnehmen.

Der Seminarleiter zeigte uns ein paar Symbole und die Bezeichnungen, die damals verwendet wurden, um verschiedene Häftlinge zu bezeichnen da die Häftlinge in verschiedene Gruppen unterschieden wurden und ebenso andere Aufnäher auf ihren Kleidern besaßen, wie Juden oder Homosexuelle. Und auch politische Häftlinge. Uns wurde auch gesagt, dass zwischen Juden und den restlichen KZ-Insassen ein Unterschied bei der Behandlung zu erkennen war.

Dann haben wir uns ein paar Bilder von Gedenkstätten angeschaut. Auf die Gedenkstätte sollte man an die Opfer und die Geschehnisse denken und auf keinen Fall sich darüber lustig machen. Weiters sahen wir uns Bilder von Denkmal für die ermordeten Juden und jüdisches Museum an.

Das geteilte Berlin

Besonders spannend war für uns auch die Geschichte der Berliner Mauer und deswegen haben wir uns in dieses Thema vertieft und schauten ein Video darüber und wie die Mauer überwacht wurde. Der Seminarleiter sprach über die Trennung von Ost- und Westberlin, dem Leben in der DDR, der Überwachung durch die Stasi und schlussendlich auch über den Mauerfall 1989, welcher zur sogenannten Wiedervereinigung führte. Auch dazu haben wir ein paar sehr eindrucksvolle Videos angeschaut.

Aktuelle Politik

Am Schluss befassten wir uns mit der aktuellen deutschen Politik, besonders dem Wahlsystem in Deutschland und den verschiedenen Parteien. Dieses Thema war beim Seminar von großer Bedeutung. Wir haben die genaue Definition und die Merkmale von einem demokratischen Staat besprochen und das mit der damaligen Situation in Berlin verglichen. Von Merkmalen wie Meinungsfreiheit, Mehrparteienpolitik oder Gleichberechtigung war damals nichts zu sehen. Dieses Thema war besonders interessant, weil es sehr diskussionsfreudig war und bewiesen hat, dass die Geschichte großen Einfluss auf die Zukunft hat.

Für diesen spannenden Tag bedanken wir uns bei Herrn Thomas Stornig von der PH Innsbruck. Wir freuen uns sehr darauf Berlin zu bereisen und diese vielen geschichtsträchtigen Orte in echt zu sehen.

Ein Bericht von Soraya und Aleksy