Sommerpraktika bei der HYPO NOE

Drei Stipendiat*innen von START-NÖ hatten in diesem Sommer die tolle Möglichkeit Praktika in verschiedenen Geschäftsstellen der HYPO NOE Landesbank für NÖ & Wien zu absolvieren. Batoul, auch Stipendiatin der HYPO NOE, konnte im Juli wertvolle Erfahrungen in der HYPO NOE Filiale in Horn sammeln. Im August folgten Adham im Bereich Controlling in der Zentrale in St. Pölten und Suliman in einer Filiale in Wien. 

Batoul berichtet:

Bevor ich START kennengelernt habe, hatte ich immer Sorgen, wie ich mein Schulpraktikum für die HAK absolvieren werde. Nach viele Absagen dachte ich, dass keiner mir die Chance geben würde, um meine Erfahrungen und Kenntnisse praktisch anzuwenden.  Doch durch START durfte ich meinen Paten die HYPO NOE Landesbank für NÖ und Wien kennenlernen. Auf der Begrüßungsfeier von START, die auch im Gebäude der HYPO NOE in St. Pölten stattfand, fragte ich den Vorstand Herr Wolfgang Viehauser, ob ich ein Praktikum in der HYPO Bank machen kann. Ich durfte meine Bewerbungsunterlagen direkt an ihn schicken und einen Monat später habe ich die Zusage bekommen für mein Praktikum im Juli 2019 in der Filiale Horn.

Am ersten Tag begrüßten mich alle MitarbeiterInnen ganz herzlich und zeigten mir die Filiale. Sie waren sehr nett und erklärten mir, was meine Aufgabengebiete sind. Meine Aufgaben waren Unterstützung bei Vorbereitung und Nachbereitung an der Kassa, Hilfestellung und Servicierung von Kunden bei der IDD App, Sortieren von Kundenakten und Stammkarten, Erstellung von Lastschriften, Aktualisierung von Kreditakten, Verwaltung Werbematerial und Auslagengestaltung sowie Teilnahme bei Kundengesprächen.

In einem Monat konnte ich ganz viele neue Erfahrungen sammeln, die ich für meinen zukünftigen Job mitnehmen kann und verbrachte auch eine sehr schöne Zeit, die ich nie vergessen werde.

Ich danke der HYPO NOE ganz herzlich für die nette und angenehme Arbeitsatmosphäre, die ich bei Ihnen in der Filiale Horn hatte und bedanke mich auch, dass Sie es mir ermöglichten, neue Erfahrungen zu sammeln, die ich sicher weiter in der Zukunft zu verwenden kann!

Bei meinem Praktikum im Bereich Controlling habe ich vieles über Zinsen und Kredite gelernt. Highlight sind die aktuellen Negativzinsen. Ich durfte im Accounting helfen und wurde beim Bearbeiten der Powerpoint-Präsentationen zum Spezialisten.

Adham

Ich habe mein Praktikum bei der HYPO NOE sehr genossen und ich glaube, dass ich mich durch meine Arbeitserfahrung auf vielen Gebieten verbessern konnte. Ich habe viel gelernt, durch die positiven Interaktionen, die ich nicht nur mit Kollegen, sondern auch mit Kunden haben durfte.

Suliman

Kennenlernen bei LISEC

Es freut uns sehr, dass die Firma LISEC ab dem neuen Schuljahr eine Patenschaft bei START-NÖ übernimmt! Ahmad Alsayad ist der erste Stipendiat von LISEC und hat sich am 9. September 2019 auf den Weg nach Seitenstetten gemacht um seine Patenfirma kennenzulernen.

Vielen Dank an Doris Niederwimmer & Birgit Moshammer für den herzlichen Empfang!

Heute waren wir bei der Firma LISEC eingeladen. Es ging hauptsächlich darum, dass wir uns mehr kennenlernen. Die beiden Damen vom Gespräch waren sehr nett. Sie haben uns auch über die Firma informiert, wer sie sind, was sie machen und produzieren, wie viele Mitarbeiter sie sind usw. Aber was ich am meisten beeindruckend fand ist, dass sie weltweit sind (also in 25 Standorten!). Wir haben auch einen Einblick in die Werkstätte bekommen. Es war sehr interessant. Ich bin sehr stolz, dass die Firma LISEC mein Pate ist!

Ahmad

Praktikum bei Deloitte

Sabiha absolvierte im August ihr Pflichtpraktikum bei Deloitte. Sie ist Schülerin der HTL-Donaustadt und hat sich auf Software Engineering spezialisiert. In der Schule gefallen ihr vor allem die Unterrichtsfächer Mathematik, Programmieren und Webdesigning. Ihr Ziele nach der Matura sind ein Informatik und/oder Webdesigning/Webdeveloping Studium.

Ich habe mich an der Willkommensveranstaltung am ersten Tag sehr geehrt gefühlt. Es war eine schöne Erfahrung in einer der weltweit besten Wirtschaftsgesellschaften ein Praktikum zu machen. Dass Deloitte „the best place to work“ ist, habe ich schon am ersten Tag mitbekommen. Alle PraktikantInnen haben einen Arbeitslaptop samt Zubehör bekommen. Die, die länger geblieben sind, haben auch ein Arbeitshandy mit eigener Durchwahl bekommen. Aber eine Laptop Tasche mit anderen Kleinigkeiten haben alle als Geschenk bekommen.

Ich wurde mit einem anderen Praktikanten, Paul Storch und später auch Alexander Spitzer, in der IT-Abteilung gebracht. Wir hatten die Aufgabe die alten EDV-Anlagen zu tauschen und die Verkabelung zu sanieren.

Nebenbei habe ich den Manager, Herr Amadou Traore, gebeten, ob ich in IT-Security und Robotics auch schnuppern darf. Es war sehr interessant als mir RPA (Robotic Process Automation) erklärt wurde. Mir wurde die Basics von UiPath beigebracht. Ich habe dann ausprobiert einige kleine Prozesse mithilfe UiPath zu automatisieren bzw. zu programmieren.

Außerdem habe ich auch die Möglichkeit gehabt mal bei IT-Security die Software bzw. Tools wie WhatsUp Gold und PuTTY configuration kennenzulernen und damit zu arbeiten. Alle Server und Accesspoints wurden dort erfasst. Ich musste überprüfen, ob die erfassten Server- und Accesspointlisten (in Deloitte-Österreich) auch in Wirklichkeit so sind, ob sie funktionieren, wenn nicht dann sollte ich sie auf aktiv setzen bzw. löschen, um Lizenzen frei zu bekommen.

In der letzten Woche habe ich auch etwas über CRM (Customer-Relationship-Management) und dessen Verbindung zu BMD (Büromaschinen für Datenerfassung) erfahren, was mich auch interessiert hat.

Ich muss zugeben, dass es im Sommer nicht so viel los war, da die MitarbeiterInnen ab und zu auf Urlaub gegangen sind. Aber ich habe trotzdem versucht, so viel wie möglich die Zeit auszunutzen, um viel zu erleben, was wirklich herrlich war.

Wandern, Spiele & Drachen bauen

START-Wien lernt sich beim Wandern, Namensspielen und Drachen bauen kennen.

10.00 Rodaun. Die START-Wien Stipendiat*innen und START-Hilfe Stipendiat*innen treffen sich bei der Endstation der Straßenbahnlinie 60. Die Anreise dorthin gestaltet sich sehr gemütlich. Am Rande von Wien, mitten in der Natur laufen die Uhren etwas langsamer und der Tag gestaltet sich gemütlich und entspannend, trotz der angeblich sehr anstregenden Wanderung durch den Naturpark Föhrenberge zur Kammersteinerhütte hinauf. Die warme Sonne begleitet uns durch den dicht bewachsenen Wald und dessen Bäume spenden uns Schatten an diesem wunderschönen Endsommertag.

Eine kurze Verschnaufpause (zum wiederholten Male seit der Straßenbahnstation, die Wanderung raubt viele Kräfte) mitten im Wald wird gleich zu einem Wettbewerb umgewandelt und drei gleichgroße Gruppen gebildet. Die Gruppen haben jeweils zur Aufgabe sich alle Namen der Stipendiat*innen zu merken und Fichtenzapfen (oder „Bockerl“) zu sammeln, welche später als Punkte im Spiel eingesetzt werden. Vorbereitet oder nicht, alle Namen gemerkt oder nicht, das Spiel beginnt. Die drei Gruppen stellen sich jeweils in einer Reihe auf. Die Erstplatzierten sollen nun die Namen der ausgewählten Reihe erraten, dabei wird auf einem sehr durchdachten Zufallsprinzip zurückgegriffen. Dieses System und die Jury des Wettbewerbes nennt sich das START-Wien Team, das auch die Korrektheit der Namen überprüfen wird. Wenn alle Namen richtig erraten werden, wird ein Zapfen in den imaginären Topf geworfen und somit werden Punkte gesammelt. Diese Runde kann Gruppe 2 für sich gewinnen. Die Gruppen werden erneut in neue, kleinere Teams eingeteilt. Bei der zweiten Aufgabe sollen die Teams einen originellen Namen für sich finden, der die Vielfalt der Gruppenmitglieder repräsentiert und ein entsprechendes Symbol aus allem was der Wald so hergibt erstellen. Die Bedeutungen dahinter werden der renommierten Jury präsentiert, welche ein sehr durchdachtes, jedoch auch umstrittenes Punktesystem für die Beurteilung der Ergebnisse verwenden.

Ausgeruht und motiviert durch den Wettbewerb kommen wir langsam der Hütte näher, der Wald spendet uns zu Mittag noch immer ausreichend Schatten und wir sind dankbar für diese natürliche Klimaanlage, denn der Aufstieg ist für viele nicht einfach. Endlich bei der Kammersteinerhütte angekommen, gibt es für viele ein Ziel: den Durst löschen und viel Wasser trinken. In entspannter Atmosphäre zusammensitzend, bestellen wir unsere Lieblingsgerichte (Anm. Schnitzel vom Huhn und Pommes) und können gemütlich miteinander reden. Die Josefswarte, ein Aussichtsturm, bei der Hütte wird erkundet und ein Großteil begibt sich in luftige Höhe und genießt den Ausblick in die weite Ferne.

Gestärkt und zufrieden machen wir uns auf den Rückweg. Auf diesem begegnen uns zwei sehr liebe Damen, welche mit ihren vier Hunden spazieren gehen. Die Hunde wirken wir Magneten auf die Jugendlichen und eine Streicheleinheit ist vorprogrammiert. Die kurze Pause kommt uns sehr gelegen, denn ein paar voreilige und motivierte Stipendiat*innen sind falsch abgebogen. Die Wartezeit wird mit einem netten Gespräch mit den Damen und den vielen Hunden überbrückt. Wieder vereint wartet auch schon die letzte Runde des Wettbewerbs auf uns: Drachen bauen und das unter Zeitdruck! Denn die Jugendlichen haben nicht viel Zeit diese zu bauen. Manche geraten so unter Zeitdruck, so dass sie vollkommen auf Dekoration verzichten, andere dekorieren ihre Drachen bunt mit Klebebändern. Die Optik spielt bei der Bewertung eine geringe, dennoch kreative Rolle, entscheidender sind jedoch die angewandte Technik und der Gruppenzusammenhalt. Die Flugfähigkeit einiger Drachen wird durchaus bezweifelt und sie steigen auch nicht in die Luft , andere fliegen hoch hinauf und können nicht mehr runter gebracht werden. Das Team „Zuckerzapfen“ können diese Runde für sich gewinnen. Lachende Gesichter laufen über die Wiese und lassen die Drachen steigen, die erschöpften sitzen alle auf der Bank, schauen zu und möchten am liebsten schon im Bett sein. Das Ranking des Wettbewerbs wird noch verkündigt, das Team „African Asian Revolution“ hat gewonnen und wir machen uns auf dem Heimweg. Ein schöner, erholsamer, lustiger und auch anstrengender Tag geht zu Ende, der uns alle näher gebracht hat.

Es war ein ziemlich heißer Tag. Wandern war durchaus anstrengend, aber es hat sich gelohnt als wir bei der Kammersteinerhütte angekommen sind. Die Aussicht, das leckere Essen, die Nachspeise und viel Zeit zum Unterhalten war sehr Vergnügen bereitend. Die Spiele, die wir zwischendurch gespielt haben, waren auch neu und dem Kennenlerntag entsprechend. Ich hoffe, wir werden ein erfolgreiches START-Jahr miteinander haben. -Sabiha

Der Wien-Kennenlerntag war trotz der Müdigkeit während der Wanderung sehr lustig und schön. Durch verschiedene Aktivitäten und Spiele lernte ich die neuen Stipendiaten besser kennen. Allgemein war die Stimmung sehr gut. Ich hoffe, dass wir als Gruppe weitere schöne Momente verbringen können. -Jihan

Mir hat die Kommunikation mit anderen StipendiatInnen und die Spiele sehr gut gefallen. Die Drachen bauen und dann es fliegen lassen, hat mir am meisten gefallen, da ich als klein Kind viel mit Drachen gespielt hatte und das die alte Erinnerungen erweckt hat. Das Essen in der Hütte war auch hat mir auch gut. Ich hatte Mega viel Spaß. Danke 🙂 -Sakaria

Ich habe den Tag sehr genossen! Obwohl das Wandern ziemlich anstrengend war, hatten wir trotzdem sehr großen Spaß! Mein Highlight von dem Tag war auf jedem Fall das Drachen bauen und steigen mit den Stipendiaten/Stipendiatinnen auf der Wiese!  -Jovana

Also ich fand es lustig aber auch anstrengend. Außerdem hat das Wetter nicht wirklich mitgespielt. -Mariam

Der Kennenlerntag dieses Jahr hat mir sehr gut gefallen. Wir waren wieder außerhalb von Wien spazieren. Für uns Wiener in den Bergen, für manch andere auf Hügel. Ich hab viele neue Gesichter gesehen, konnte mich mit den neuen Stipis gut unterhalten. Vor allem die Idee mit dem Namensspiel in den Gruppen, dies als Wettbewerb zu gestalten fand ich ausgezeichnet dadurch waren alle gleich viel motivierter. -Edison

Ich persönlich habe viel Spaß gehabt! Die Wanderung war schon bisschen anstrengend aber wir haben trotzdem viel Spaß gehabt Drachen zu bauen war auch eine tolle neue Erfahrung. 🙂 -Sara

So geht Teamwork!

START-Salzburg Kennenlerntag am 31.09.2019

Als Gruppe neu zusammenzuwachsen, das ist die Herausforderung für die START-Gruppe zu jedem Schulbeginn. Neue Stipendiatinnen und Stipendiaten stoßen zur Gruppe dazu und andere verlassen das START-Programm nach der Matura oder der Ausbildung. Einen Tag in lockerer Atmosphäre verbringen, bei interaktiven Spielen gemeinsam Herausforderungen meistern und als Team neu zusammenwachsen, vor allem aber zusammen Spaß haben, ist das Ziel dieses Tages.

Wie es den neuen und alten Stipendiatinnen und Stipendiaten gefallen hat, berichten sie hier:

Rokesstan: „Es war ein schöner Tag für mich und habe mich gefreut, dass ich neue Gesichter kennengelernt habe. Was mir besonders gefallen hat, war die Aufgabe, wo wir als Team einen Luftballon aus einem vorgestellten Lavasee retten mussten. Das hat mir gefallen, weil wir alle zusammen geholfen haben und wir zusammen stark waren. Es war ein schönes Erlebnis für mich. 😊“

Mo: „Mein Name ist Mohammad und ich bin seit Sep. 2019 bei START-Salzburg. Da START jedes Jahr im Herbst neue Stipendiatinnen und Stipendiaten aufnimmt, gibt es gleich am Anfang viele Termine mit interessanten Themen und Aufgaben. Dadurch können die Burschen und Mädchen unter einander Informationen austauschen und sich so besser kennen lernen.

Das Event war am 31.08 beim Sportzentrum Mitte Salzburg zwischen 9:00 – 17:00. Am Vormittag haben wir alle miteinander in der frischen Luft gespielt und ein Paar lustige Sachen gemacht. Am Nachmittag sind wir auf 5 Gruppen jeweils 5 Personen aufgeteilt worden. Hanna, Amir, Mohammad Akhlas, Liiban und ich waren in einer Gruppe. Unsere Aufgabe war so, dass wir den Weg für den Ball einen halben Meter hoch aufbauen. Am Anfang war es schwierig, weil wir einander nicht unsere Pläne miteinander mitgeteilt haben, sondern bei sich behalten und jeder mit irgendwas angefangen hat und das bedeutet, dass bei uns die Kommunikation gefehlt hat.

Wir haben gesehen, dass die Gruppenarbeit nicht so funktioniert. Deswegen haben wir die Aufgaben aufgeteilt. Ich habe einen Arbeitsplan geschrieben, die anderen haben die benötige Material gesucht und gleich mit dem Aufbau angefangen. Wir waren ganz schnell fertig und das haben wir deswegen geschafft, weil wir miteinander kommuniziert haben und wir alle mitgemacht haben.

Meine persönliche Meinung: Der Tag war sehr nett. Ich habe neue Freunde kennengelernt, die alle sehr nett und höflich sind. Die Aufgaben und Spiele waren auch sehr interessant und lustig. Zum Schluss möchte ich mich bei Angela und Lilli für den Tag herzlich bedanken.“

Ali Akbar: „Der Kennenlerntag im Sportzentrum Salzburg hat, wie vergangenes Jahr mit vollem Spaß und Freude stattgefunden. Sehr erfreulich ist es, dass nicht nur neue und alte Stipis sondern auch Alumnis an diesem Tag teilgenommen haben. Durch verschiedene Spiele durften wir die neuen Stipis näher kennen lernen und üben, wie wir ein gemeinsames Team sein können. Beim gemeinsamen Mittagessen hatten wir die Zeit, um zu plaudern und uns auszutauschen. Ich freue mich sehr, dass unsere Start-Familie durch neue engagierte Familienmitglieder größer wird.

Mahdi Ahmadi: „Danke für den Tag. Es war ein schöner und interessanter Tag. Es hat mich gefreut die anderen Stipis kennenzulernen. Wir haben lustige Spiele gespielt, die uns geholfen haben, einander besser kennen zu lernen und die vielen Namen zu merken. Wir haben auch sehr viel Zusammenarbeit gehabt. Es war interessant.

START-Salzburg Deutschkurs in den Ferien

Der Schulbeginn steht kurz bevor und deshalb nehmen die Salzburger Stipendiatinnen und Stipendiaten schon jetzt wieder Stift und Block zur Hand. Direkt in das neue Schuljahr steigen sie gemeinsam mit unserer Deutschtrainerin Valentina ein. Von 26.08 bis 30.08. werden eine Woche lang in diesem Deutschkurs kurze Texte, Textaufbau, Grammatik und Wortschatz geübt. Der erste Schultag kann also kommen – wir sind vorbereitet!

Die Stipendiaten Umair und Mahmoud über den Deutschkurs:

Umair: „Jedes Mal habe ich bei START etwas Neues gelernt. Bald habe ich Deutschmatura und war deshalb sehr begeistert vom Angebot vorher noch mehr Deutsch zu üben. In dem Kurs haben wir viel geschrieben und ich habe gelernt, wie ich am besten die Texte aufbauen soll. Wir haben auch gelernt, welche vorgeschriebene Richtlinie für unterschiedliche Textsorten gibt. Jeden Tag sind unsere Texte von Valentina kontrolliert worden und jeder hat sich auf die eigenen Schwächen bzw. Probleme konzentrieren können. Ich persönlich fand diese Idee eine Deutschkurs in den Ferien zu machen sehr gut und habe viele neue Sachen gelernt, die ich vorher nicht wusste oder mir nicht gemerkt habe.“

Mahmoud: „Es freut mich dass, ich beim Deutschkurs in den Ferien mit gemacht habe. Das war wunderschön. Ich habe viele Sachen gelernt z.B.: neue Wörter und wie man ein Text in einfachen Sätzen schreiben kann.“

START-NÖ Textsorten Workshop: Leserbrief

Um gut ins neue Schuljahr zu starten, gab es für die StipendiatInnen von START-NÖ bereits am letzten August-Wochenende den erste Deutsch-Workshop. Die StipendiatInnen Khlod & Nazia berichten:  

Die StipendiatInnen aus Start-Niederösterreich haben am Samstag, den 31.08.2019 an einem Textsortenworkshop teilgenommen. Mit der neuen Trainerin Mag. Cornelia Czaker von www.schreibamt.at haben wir den Aufbau des Leserbriefs besprochen und schließlich einen gemeinsam geschrieben. Unter anderem wurden auch die Operatoren erklärt und untersucht. Die Beispieltexte waren an die Maturakriterien angepasst und dadurch entwickelten wir erste Erfahrungen mit dieser Textsorte. In unserem Beispiel ging es um die Problematik der ,No Shows‘, sogenannten nicht eingehaltenen Reservierungen und kurzfristigen Stornierungen bei Restaurants in Wien. Des Weiteren wurden Lösungsvorschläge für dieses Problem vorgestellt und die Meinung der betroffenen Restaurantbesitzer bekanntgegeben. Wir besprachen den Text im Zusammenhang mit den Operatoren und bestimmten, welche Textinhalte wo einzusetzen wären. An dieser Stelle wollen wir uns noch gerne bei der Schreibtrainerin bedanken, die uns mit viel Erfahrung und Geduld durch den Workshop geleitet hat!

Auch die anderen StipendiatInnen waren begeistert von dem Workshop:

Beim Workshop „Textsorten – Leserbrief“ hat uns die Workshopleiterin ihre Kompetenz gezeigt, um uns zu fördern. Einige von uns haben selber einen Leserbrief schreiben dürfen und der Rest hat mit ihrer Hilfe zum Schreiben angefangen. – Adham

Allgemein hat mir der Workshop gut gefallen. Es gab viel zum Lesen, das war für mich persönlich anstrengend. Aber das Thema über die No-Shows war auch sehr interessant. – Basma

Arbeitnehmerveranlagung – what’s that?

Am 31. August haben sich die START-OÖ Stipis bei dem Workshop „Wie bekomme ich mein Geld vom Finanzamt zurück?“ im Axis Linz mit der Arbeitnehmerveranlagung befasst. Referentin Julia Hintermayer von der Steuer- und Unternehmensberatung Hintermayer erklärte unseren Stipis wissenswertes zum Thema Steuern und besprach, wie man die Arbeitnehmerveranlagung ganz einfach online einreichen kann.

Stipendiatin Bahara berichtet:

“ ‚Nun was ist Arbeitnehmerveranlagung, oder wie macht man die Arbeitnehmerveranlagung? Warum wollen wir überhaupt Geld vom Finanzamt zurückhaben?‘ fragte unsere Referentin.
Ich hatte z.B. ein Praktikum für einen Monat im Jahr 2018 absolviert. Es wurde schon eine antragslose Arbeitnehmerveranlagung automatisch für mich gemacht und mir ein paar Euros gutgeschrieben. Aber ich wusste nicht, was das heißt. Die Referentin erklärte, die Arbeitnehmerveranlagung hilft uns zu berechnen, wie viel Steuern man zu zahlen hat, oder ob man viel/wenig Steuern gezahlt hat.

Man kann die Arbeitnehmerveranlagung seit ein paar Jahren online machen, so spart man sich Zeit und Papier. Selbstverständlich brauche man dafür die FinanzOnline Zugangsdaten. Mithilfe der Prospekte von der Wirtschaftskammer oder der Arbeiterkammer, welche sehr ausführlich beschrieben sind, kann jeder seine Arbeitnehmerveranlagung für das Vorjahr selbst beantragen.
Seit einigen Jahren werden antragslose Arbeitnehmerveranlagungen automatisch ausgeführt und an alle Arbeitnehmer (darunter Angestellte, Arbeiter oder Lehrlinge) geschickt. Jedoch weiß das System nicht über alle Kosten, wie Werbekosten, Bescheid. Deshalb ist es nötig, dass man trotzdem die Arbeitnehmerveranlagung macht, um, wenn möglich, das Geld vom Finanzamt zurück zu bekommen.

Als ich mich bei FinanzOnline eingeloggt habe, bin ich darauf gekommen, dass mehrere Daten fehlen. Nachdem die Referentin uns Schritt für Schritt gezeigt hat, wie man vorgeht, wurden mir einige Euros gutgeschrieben. Ich lächelte vor Freude und Momo gesellte sich zu mir, denn er hat auch Geld gutgeschrieben bekommen.
Durch die theoretische Anleitung unserer Referentin konnten wir alles gleich praktisch ausprobieren und durchgehen.

Auch wünsche ich mir, dass das Thema „Finanzamt und FinanzOnline“, insbesondere Arbeitnehmerveranlagung, in allen Schulen unterrichtet wird. Denn viele Schüler*innen machen Praktika und wissen nicht Bescheid, ob sie mehr Steuern zahlen müssen oder am Ende des Jahres vielleicht doch etwas zurückbekommen.

Danke an unsere Referentin und Steuerberaterin Julia Hintermayer für den äußerst interessanten und lehrreichen Workshop.“

Praktikum bei der ÖBB Infra

Sabiha absolvierte im Juli ihr Pflichtpraktikum bei der ÖBB Infra. Sie ist Schülerin der HTL-Donaustadt und hat sich auf Software Engineering spezialisiert. In der Schule gefallen ihr vor allem die Unterrichtsfächer Mathematik, Programmieren und Webdesigning. Ihr Ziele nach der Matura sind ein Informatik und/oder Webdesigning/Webdeveloping Studium.

Mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, wie sehr ich auf mich stolz bin, dass ich bei den ÖBB-Infra mein Praktikum machen durfte bzw. meine ersten Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt habe.

Ich wurde in dem Netzzugang Bereich (Vertrieb-System und Datenmanagement) im Praterstern 4 eingeteilt, meine Aufgaben waren in Bereich des IT-Supports (System testing). Ein Teil meiner Aufgabe war das System in Englisch zu übersetzen. Zusätzlich habe ich auch über IT-Projektmanagement etwas erfahren. Ich habe auch die Gelegenheit gehabt mit meinem Chef bei einem Gespräch dabei zu sein und vor allem den Leiter des Entwicklerteams kennen zulernen.

Der Besuch von der BFZ (Betriebsführungszentrale) und der VLZ (Verkehrsleitzentrale) war sehr beeindruckend. Da hat man immer die Leute gesehen, die mit 10 Bildschirmen gearbeitet haben. Die Führung durch meine Patin Barbara Mauer im Praterstern 3 war auch ganz interessant. Meine Patin hat mir genau erklärt, was für Bereiche es im Unternehmen der ÖBB gibt und wo bzw. wann sie zum Einsatz kommen.

Es wurde mir am letzten Tag erklärt, was eine Ausschreibung ist, wann man es braucht und wieso es wichtig ist.

Was mir am besten gefallen hat, war der freundliche Umgang. Alle MitarbeiterInnen, Kollegen und sogar mein Chef und sein Vorgesetzter waren sehr nett zu mir. Mein Arbeitsplatz war auch sehr schön. Ich bin sehr froh, dass auch meine Kollegen Florian Detzer und Paktrick Wögenstein mit meiner Arbeit und Leistung sehr zufrieden waren.

Ich darf mich bei allen bedanken, die sich bemüht haben, mir ein Praktikum bei den ÖBB zu ermöglichen!

Meet and Greet bei START Vorarlberg

Am Mittwoch den 28.08.2019 war es endlich soweit und wir durften die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten kennenlernen. Um 9:00 Uhr trafen sich alle Stipendiaten im START Büro in Bregenz. Im Anschluss fand eine herzliche Begrüßung statt und jeder einzelne von uns bekam eine tolle rote START-Trinkflasche mit auf den Wandertag.

Nachdem jeder seine Trinkflasche erhalten hat, begann die Wanderung zur Talstation der Pfänderseilbahn. Bei der Pfänderseilbahn angekommen, begrüßte uns Herr Kinz und erzählte uns von der Geschichte der Seilbahn. Im Anschluss bekamen wir ein Ticket von Herr Kinz zur Bergstation.

An der Bergstation angekommen, zeigte uns Herr Kinz den wunderschönen Seminarraum und erzählt uns über die Anschaffung und Qualitätsbedingungen des Raumes. Zudem stelle uns Herr Kinz während unseres gesamten Aufenthaltes ausreichende Verpflegung zur Verfügung.

Unsere Stipisprecher Maryran und Sebastian organisierten für uns ein paar Teambuilding-Spiele, wie z.B. „Wer bin ich“, Wollenfadenspiel, Taschentuchspiel und vieles mehr. Diese Spiele haben dazu beitragen, dass wir uns untereinander besser kennenlernen konnten.

Um 16:00 Uhr sind wir dann gemeinsam mit der Seilbahn zur Talstation hinuntergefahren. Wer noch Zeit und Lust hatte konnte gemeinsam mit Sandra, Katrin und den zwei Stipsprechern Mayran und Sebastian noch auf ein Eis gehen.

Für mich war es ein ganz besonderer Tag mit vielen großartigen Menschen. Vielen Dank, dass ihr – das gesamte START-Team und Herr Kinz – uns den gestrigen Tag so schön gestaltet habt. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich bereits alle wiederzusehen.“ Fatma, START-Stipendiatin

Statements:

Der Kennenlerntag auf dem Pfänder war meiner Meinung nach sehr gelungen. Ich habe die Möglichtkeit gehabt die anderen Stipis kennenzulernen und habe schon viele Freundschaften schließen können. Die Spiele, die unsere Stipisprecher Mayran und Sebastian, sich überlegt hatten, haben dazu beigetragen, dass ziemlich schnell ein familiäres Klima unter den Stipis sowie dem Start-Team vorherrschte. Ich freue mich schon alle wiederzusehen.“ – Baris Can, START-Stipendiat

Gestern war ein ganz besonderer Tag für uns Stipis. Denn wir haben die Möglichkeit bekommen neue Freundschaften zu schließen und haben uns untereinander näher kennengelernt. Wir hatten es miteinander sehr lustig. Ich werde diesen Tag nicht vergessen, denn gute Erlebnisse sind schwer zu vergessen. Ich möchte ein Dankeschön an unsere Stipisprecher aussprechen. Die Spiele, die ihr organisiert habt, fand ich persönlich voll cool, obwohl sich ein paar Spiele wiederholt haben.“ – Shirin, START-Stipendiatin

Im Großen und Ganzen bin ich der Meinung, dass die Kennenlerntage ein großartiges Erlebnis für jeden einzelnen von uns darstellt. Ich möchte mich deshalb ganz herzlich bei dem START-TEAM bedanken, dass Sie für uns Stipis einen so unvergesslichen Tag organisiert haben.

Ein Bericht von START-Stipendiatin, Fatma.

Bodensee Clean up Aktion

Am Wochenende vom Fr, den 23.08.2019 bis So, den 25.08.2019 fand das berühmte Bregenzer Hafenfest statt. Das bedeutete viele Gäste, eine Menge zu feiern, jedoch leider auch viel Müll!

Aus diesem Anlass organisierte START Vorarlberg eine Bodensee Clean-up Aktion. Dafür kooperierten sie mit dem Ländle SUP Verein unter der Leitung vom Andreas Portenschlager.

Treffpunkt am Samstag 09:00 Uhr am Bregenz Hafen: Zusammentreffen aller Freiwilligen Helfer von START Vorarlberg und das Team vom Ländle SUP Verein. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erklärte uns Andi (alias Andreas) den Tagesablauf. Zuerst sollte richtig aufgeräumt werden, damit das Team vom Ländle SUP ohne Hindernisse ihren Stand aufbauen konnten. Somit hieß es für uns die Ärmel hochkrempeln, Handschuhe an und ran an den „Mist“!

2 Stunden lang sammelten wir Plastik und schoben Holz beiseite, bis sich uns ein wunderbarer Blick zeigte. Ein Strand ohne jeglichen Abfall. Als Belohnung dürften die, die es wollten, eine weitere Stunde Stand-Up-Paddling ausprobieren. Es war zeitgleich auch die erste Teilnahme an einer START Veranstaltung für zwei anwesenden, frisch aufgenommenen Stipendiatinnen, Shirin und Masouma. Hier ihre Meinungen dazu:

„Das war eine sehr großartige Veranstaltung für mich, obwohl es meine erste war. Ich habe viel Spaß und Freunde dabei gehabt, denn es erfreut mich, dass wir den Bodensee säubern konnten. Vor allem war die Zeit ziemlich schnell vergangen. Ich empfehle das auf jeden Fall weiter. Vielen Dank.“ – Shirin

„Es war ein gut durchdachtes Projekt, erstens weil wir etwas gegen die Umweltverschmutzung unternahmen, und zweitens weil wir den Menschen dort geholfen haben.“ – Masouma

Ich glaube alle Teilnehmenden sind der Meinung, dass es cool war auszuhelfen bei dieser großartigen Sozialaktion. Wie immer vielen Dank dem ganzen START-Team.

Ein Bericht von START-Stipendiat, Franjo.

In den Ferien arbeiten – auch Sommerjobs lehren fürs Leben

START-StipendiatInnen bei der Erste Bank Österreich
 

(Wien, 26. August 2019). „Wir haben uns im Winter 2018 für den Sommerjob beworben und waren sehr glücklich, dass es geklappt hat“, erzählen die 19-jährige Nour und der gleichaltrige Atila. Beide wollten unbedingt erste Erfahrungen in einer Bank sammeln. Und es hat geklappt. Die Beiden erhielten im Frühjahr 2019 die Zusage für das Sommerpraktikum.

Die Erste Bank bietet jedes Jahr rund 400 interessierten SchülerInnen und StudentInnen entsprechende Sommerjob-Möglichkeiten – in der Zentrale am Hauptbahnhof in Wien genauso wie in den Filialen. Die Kriterien für die Aufnahme sind vielfältig: „Die Jugendlichen von heute sind die MitarbeiterInnen von morgen. Wir freuen uns über den positiven Zuspruch junger Menschen und das Interesse an der Erste Bank. Diversität ist uns sehr wichtig und wir erleben Jugendliche aus verschiedenen Kulturen als große Bereicherung“, unterstreicht Anne Frank, Head of Recruiting Subsidiaries, Erste Bank. 

Die beiden Jugendlichen Nour und Atila mit syrischem bzw. afghanischem Migrationshintergrund sind START-StipendiatInnen. Das heißt, sie besuchen weiterführende Schulen mit Maturaabschluss und werden vom Verein START Stipendien dabei, vorwiegend mit Sachleistungen, unterstützt. 

Ein Tag im ältesten Kreditinstitut Österreichs 
Wie kann man sich einen Praktika-Tag bei der Erste Bank vorstellen? Nour und Atila wurden jeweils einer Bank-Filiale zugeteilt. „Ich wurde auf einem Rundgang in der Filiale mitgenommen und habe sämtliche Abteilungen und Personen gesehen“, schildert Atila. Mittlerweile ist er in der Kundenbetreuung und unterstützt bei der Aktivierung von Apps genauso wie bei der Nachbestellung von Karten oder der Eröffnung von Daueraufträgen. „Ich mag es, mit den Kunden in Kontakt treten zu dürfen und sie bei ihren Anliegen unterstützen zu können“, meint Atila, „und mir gefallen das Bankenimage, der gepflegte Umgang und die Atmosphäre in einer Bank!“ 

Nour’s Arbeitsplatz in der Erste Filiale war der Infopoint. „Am ersten Tag konnte ich sogar meine Arabischkenntnisse einsetzen“, erzählt die Jugendliche stolz. Dann wechselte die 19-Jährige Filiale, kümmerte sich um Post und Valuten-Kurse, stand KundInnen bei Fragen zur Verfügung und übernahm am Nachmittag meist die telefonische Koordination von Terminvereinbarungen u.a.m.

Bildunterschrift: In den Ferien arbeiten – der 19-jährige Atila macht ein Sommerpraktikum in der ältesten Bank Österreichs
Bildnachweis: Verein START Stipendien 
Download per Mouse-Rechtsklick

Verständnis für den Bankbereich
Beide StipendiatInnen wurden intern professionell begleitet und erhielten die notwendige Unterstützung von routinierten KollegInnen in der Filiale. Und beide träumen davon, weitere Praktika zu machen, um noch mehr Erfahrungen zu sammeln und Einblicke zu gewinnen. 

Rückfragehinweis:

Verein START-Stipendien Österreich
Aleksandra Milosevic, Projektkoordination START-Wien
M: +43 664 2144637
E: milosevic@start-stipendium.at
www.start-stipendium.at
 
communication matters
Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 26
E: bottesch@comma.at
www.communicationmatters.at

Über START-Stipendien
Das START-Stipendienprogramm fördert engagierte Schüler*innen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das START-Programm sind daher steuerlich absetzbar. 
Nähere Infos unter www.start-stipendium.at

START-NÖ Sommerpicknick

Die Sommerferien dauern lange und so hat START-NÖ noch einmal die Chance genützt sich in gemütlicher Atmosphäre zu treffen, eine schöne Zeit miteinander zu verbringen und sich auch besser kennenzulernen. Am Nachmittag nach dem Donau Clean Up, bei dem schon einige StipendiatInnen dabei waren, trafen wir uns auf der Donauinsel für unser Sommerpicknick. Bei von allen mitgebrachten Speisen und Getränken wurde nett geplaudert und auch verschiedene Spiele gespielt. Zum Abschluss stand noch eine Erkundung der Neuen Donau mit Tretbooten auf dem Programm.

Nach dem Donau Clean Up am Nachmittg hat jeder zum Picknick Leckereien gebracht. Wir sind auf einer Wiese mit schöner Aussicht über die Donau gesessen und haben Werwolf gespielt, was ich sehr spannend finde. Danach sind wir mit Tretbooten gefahren. Einer von uns ist sogar ins Wasser gesprungen, um sich abzukühlen. Ich bin froh, dass ich bei dem Programm war, weil ich viele tolle Persönlichkeiten kennengelernt habe und wir uns gemeinsam Zeit verbringen konnten. Ich freue mich auf das nächste Zusammentreffen!

Tengyu

Das Picknick auf der Donauinsel war sehr nett und lustig. Wir hatten leckeres Essen dabei und auch ein Kennenlernspiel im Programm, damit die neuen und die älteren StipendiatInnen sich näher kommen. Wir haben uns füreinander interessiert und Spaß miteinander gehabt. Alles war sehr harmonisch. 😊

Melania

Wir reinigen die Donau!

START-Wien und START-Niederösterreich für eine saubere Umwelt!

Über 200 Freiwillige waren am Samstag beim „Danube Cleanup“ dabei und hatten die Uferbereiche gereinigt und die Donauinsel von 290kg Müll befreit. Um 10.00 startete nach einer informativen Einweisung die Aktion. Denn beim Müll sammeln ist Vorsicht geboten, scharfe und spitze Gegenstände können zu Verletzungen führen. Unsere Jugendlichen, ausgestattet mit Handschuhen, Müllsäcke erkundeten höchst motiviert die Uferbereiche, Wege und das Gebüsch und suchten nach Müll. Dabei stolperten sie bereits auf den ersten Metern über sehr viele Zigarettenstummeln und Verpackungsmaterial. Die unzähligen PET Flaschen, Glasflaschen und Dosen hatten doch sehr viele überrascht. Die Aktion hatte zwei Stunden gedauert, in denen eine beträchtliche Menge an Müll eingesammelt wurde, welcher anschließend bei der Abgabestation gewogen und getrennt wurde.

Ein herzliches Dankeschön an Green HeroesSea Shepherd Österreich – Verein zum Schutz des MeeresVeganmania Österreich & River Cleanup, jene Organisationen, die diese Aktion realisiert und ermöglicht haben und somit einen nachhaltigen Beitrag leisten unsere Gewässer sauber zu halten!

Was haben sich unsere Jugendlichen von der Aktion mitgenommen und wie hat ihnen der Cleanup Day gefallen?

Das Danube-Clean-Up war eine einzigartige Erfahrung – zum ersten Mal hab ich mit eigenem Auge gesehen, wie die Umwelt vielen egal ist & wie der Müll überall gelegen ist. Ich bin froh, dass es uns die Möglichkeit gegeben hatte, beim Clean-Up teilzunehmen, um unsere Welt zu beschützen und sauber zu machen. Ich hoffe wir könnten bei den nächsten Veranstaltungen mit dabei sein bzw helfen. -Adham

Heute, bei dem Donau Clean Up war es sehr schön. Wir haben was für die Natur gemacht und das hat mich sehr gefreut . Wir haben sehr viele spannende Dinge entdeckt! -Basma

Beim Donau Clean Up haben wir Müll entlang der Donau gesammelt und uns somit für die Natur eingesetzt. Es wurde viel aufgeräumt und es gab einige komische Funde. Es hat aber auch Spaß gemacht, weil man immer in Gruppen gesucht hat. -Nazia

Das war heute echt super. Ich habe mir nicht gedacht, dass man auch dabei Spaß haben wird. Aber wie gesagt, wenn man was gutes für sich selbst und anderen tut, wird man sich sicher dabei gut fühlen. Es hat mich auch sehr gefreut, dass so viele Stipendiat/innen sich dafür angemeldet haben und ich die Möglichkeit hatte, sie kennen zulernen. 🙂 Ehrlich gesagt, was wir heute gemacht haben, war einfach ganz toll. Ich kann es kaum glauben, was wir noch bei START-Stipendium erleben werden. -Sakaria

Das war das erste Mal, dass ich bei einem Clean-Up-Day seit Jahren mitgeholfen habe! Nicht nur war es das erste Mal, dass ich ein paar von den Stipendiat*innen richtig kennen lernen konnte, sondern auch ein kleiner Teil dieser Aktion zu sein und einen Beitrag geleistet zu haben! Der Tag hat mir wirklich sehr gefallen und ich hoffe, dass wir solche Clean-Up-Aktionen öfters als Gruppe machen! -Jovana

Es war überraschend, was die Menschen alles in der Natur wegschmeißen. -Mariam

Praktikum bei der Salzburg AG

Wie aus Wasserkraft Strom erzeugt wird, konnte sich START-Salzburg Stipendiat Ali Reza in seinem Sommerpraktikum bei der Salzburg AG aus der Nähe anschauen und berichtet darüber:

„Vier Wochen lang habe ich bei der Salzburg AG, dem größten Salzburger Infrastruktur-Unternehmen, ein Praktikum gemacht. Ich war im Bereich Erzeugung-Center Asset Management beschäftigt. In diesem Bereich geht es um Energiewirtschaft, genauer um die Erzeugung von Strom mit hoher Flexibilität und einem sehr hohen Anteil an erneuerbarer Energie in Form von Strom und Wärme für Salzburger Kunden. Ich habe mich während meines Praktikums um viele interessante Aufgaben kümmern können und mich bemüht die Salzburg AG so gut wie möglich zu unterstützten. Eine meiner Aufgaben war es die Dokumente der 29 Wasserkraftwerke im Bundesland Salzburg zu digitalisiert und auch die Blindleistungseinstellung von allen Generatoren zu berechnen und anschließend in einer Liste zu erfassen. Im Außendienst habe ich die Kraftwerksgruppe Lungau besucht und das Berufsfeld genauer kennengelernt. Dabei konnte ich hautnah miterleben, wie aus Wasserkraft Strom erzeugt wird. Insgesamt hat mir das Praktikum sehr gut gefallen. Es war interessant und lehrreich.“

Ferialarbeit bei der Hypo Vorarlberg Bank AG

Meine Ferialtätigkeit bei der Hypo Vorarlberg Bank AG dauerte vom 08.07.2019 bis zum 31.07.2019. Ich wurde in der Filiale Rankweil im Bereich Service eingesetzt.

Meine Aufgaben waren unter anderem die Datenpflege von Kundendaten (aktualisieren/prüfen), tägliche Routinearbeiten (Post bearbeiten usw.), Aussortierung und Prüfung alter und nicht mehr benötigter Kundenunterlagen, einfachere Arbeiten im Kundenkontakt (Zahlsteine abstempeln, Daueraufträge eröffnen/ändern/löschen) und diverse Assistenztätigkeiten für die Berater.

Für mich persönlich war es eine Herausforderung, mit den Kunden direkt in Kontakt zu treten. Immerhin ist es das eine, wenn man den Kolleginnen und Kollegen zuhört, wie sie einem Kunden etwas erklären, das Andere, selbstständig mit einem Kunden zu interagieren. Hier durfte ich vor allem in Bezug auf die Umstellung des Online-Bankings einiges mitnehmen (siehe Datenschutzneuerungen September 2019). Was anfänglich nur mit kleinen nebenbei eingeworfenen Tipps anfing, entwickelte sich soweit, dass ich einem Kunden komplett alleine die Neuerungen erklären konnte. Für mich, als gegenüber „Fremden“ nicht all zu offener Person, ein großer Fortschritt.

Meine Erfahrungen im Team waren durch und durch positiv. Mir ist selten so eine gut zusammenarbeitende Gruppe von Menschen begegnet. Nicht nur, dass Sie ihren Job hervorragend machen, sie unternehmen auch in ihrer Freizeit etwas miteinander. In meinen Augen kann man so etwas ein gutes Team nennen, dass mich herzlich empfangen hat und mir nun – nach meiner beendeten Ferialtätigkeit – auch etwas fehlt.

Abschließend möchte ich mich bei START, Hypo Vorarlberg Bank AG, Edith Findler und vor allem bei der Filiale Rankweil bedanken, die mir einen sehr informativen Ferialjob bieten konnten, den ich sicher nicht so schnell vergessen werde.

Mit freundlichen Grüßen,
Chirin Bejaoui

START-OÖ genießt gemeinsam die Sommerferien

Am Samstag, den 17. August 2019 trafen wir uns um 13 Uhr vor dem McDonalds am Hauptbahnhof Linz. Nachdem die neuen und die alten Stipendiaten sich kennen gelernt hatten, fuhren wir mit dem Bus zum Minigolfplatz. Wir teilten uns in drei Gruppen auf und dann fingen wir an unter der strahlenden Sonne zu spielen. Voller Vorfreude begannen wir die Bälle in die Löcher zu schießen, in der Hoffnung unter sieben Versuchen das Ziel zu treffen und keine neun Punkte zu bekommen. Da die Stationen schwieriger wurden, brauchten wir eine Erfrischung und deshalb holten wir uns Eis und machten eine kleine Pause. Nachdem wir noch eine Weile gespielt hatten, sammelten wir uns zusammen und machten anschließend mehrere Gruppenfotos.

„Es war schön die Neuen durch einen lustigen gemeinsamen Tag etwas besser kennengelernt zu haben. Wir hatten viel Zeit, um uns gegenseitig auszutauschen und haben dabei auch viel gelacht.“

Stipendiatin Viola

Daraufhin machten wir uns auf den Weg zu einem syrischen Restaurant namens Dama Rose. Wir saßen gut gelaunt an einem großen Tisch und wurden sehr herzlich willkommen geheißen und mit guten syrischen Spezialitäten versorgt. Währenddessen hatten wir die Möglichkeit, uns auszutauschen und mehr über einander zu erfahren.

„Der Samstag war ein schöner Tag, der uns -die STARTfriends- in den Sommerferien wieder vereint hat. Aktivitäten wie Golfspielen machen mehr Spaß, wenn man sie mit den Freunden unternimmt. Auch die zwei neuen Stipendiatinnen haben mit uns gespielt und es fühlte sich an, als ob wir uns schon länger kennen. Es freut mich, dass unsere Family größer wird und dass immer mehr junge erfolgreiche Menschen unterstützt werden.“

Stipendiatin Jian

Anschließend machten wir uns auf dem Weg zum Kulturhaus. Dort angekommen besorgten die Stipissprecher Momo und Thupten uns die Eintrittskarten. Während wir einige spannende multimediale und raumbezogene Symposien, Kunstvermittlungs- und Musikprogramme sahen, schossen wir viele Fotos. Außerdem probierten wir vieles aus, unter anderem das Musikinstrument Theremin, welches man ausschließlich mit den Händen steuerte, ohne es zu berühren. Währenddessen führten wir viele tolle Gespräche und lernten uns dadurch besser kennen.

„Das Sommerprogramm war ein sehr schöner Tag, wir konnten uns untereinander austauschen und lernten auch zwei neue Stipis beim Mini Golf gut kennen. Viele machten es zum ersten Mal, andere konnten sich beim Mini-Golfen verbessern.
Auch das gemeinsame Essen und danach Sinnes-/ Höhenrausch war ganz nett und das Open-air Kino mit dem Film „Womit haben wir das verdient“ brachte uns als kleine START-Familie näher. Ich danke Gul und Thupten für den tollen Tag und ihre Bemühungen!“

Stipendiatin Ladan

Dann ging es zum Höhenrausch, einen Holzturm auf welchen wir gemeinsam stiegen und einen Panoramablick über die Dächer von Linz genießen konnten. Dies war ein wunderschönes Erlebnis für uns alle. Wir verbrachten dort circa etwa zwei Stunden. Danach machten wir uns auf zum Sommerkino und schauten dort gemeinsam den Film „Eine besondere Freundschaft“ an. Der Film handelte von einem Mädchen, das zum Islam konvertierte und von der Gesellschaft toleriert und anerkannt werden möchte. Wir bei START stehen für eine tolerante und respektvolle Gesellschaft und der Film hat diese Werte widergespiegelt.

„Mein Highlight des Tages war aufjedenfall, dass wir am Minigolfplatz waren. Es war eine super Möglichkeit sich mit den anderen auszutauschen und die letzten Sonnenstrahlen zu genießen. Obwohl ich zuvor noch nie minigolfen war, würde ich sagen, dass ich gut mit meinen Teamkollegen mithalten konnte.
Ein großes Dankeschön geht an die Stipisprecher Momo und Thupten, die das Programm so abwechslungsreich gestaltet haben.
Danke, für den tollen Tag!“

Stipendiatin Irma

Zusammengefasst hat uns dieser lehrreiche Tag uns näher zusammen gebracht. Wir haben nicht nur von den Erlebnissen etwas gelernt, sondern auch voneinander viel erfahren und konnten uns gegenseitig noch mehr motivieren.

Ein Bericht von den Stipendiatinnen Sahar und Sharifa.

Sana bei Woman2Woman Leadership in den USA

Starke Frauen stärken Frauen

Women2Women America International Leadership Program 2019

Women2Women ist eine Leadership Konferenz für junge Frauen zwischen dem Alter von 15 bis 19. Dank START wurde ich von der amerikanischen Botschaft gemeinsam mit 2 anderen Frauen nominiert und vom US-Department of State eingeladen, an dieser Konferenz teilzunehmen.

Diese fand vom 01.08.2019-10.08.2019 in Boston, Massachusetts an der Simmons Universität statt. Wir waren 140 junge Frauen aus 35 Ländern. Am 2. August wurden wir von Richard Rendon oder Rick, dem Gründer von Women2Women Empowerpeace empfangen. „Empowered Women Empower Women“ Rick hat jeder Delegation gebeten, diesen Satz in der eigenen Sprache zu übersetzen. „Starke Frauen stärken Frauen“ war die Antwort unserer Delegation aus Österreich.

Zunächst wurden wir in Teams aufgeteilt. Mein Team hieß „Powerful“. Schon der 2. Tag war voller Überraschungen und Vorträge. Der erste Vortrag „Understanding the Power of Your Social Network“ war von Christopher Tunnard, Professor für Internationale Business. Der nächste Vortrag „The Basics of Public Speaking“ und das Highlight des Tages war von Liz Walker, einer preisgekrönten Fernsehjournalistin, die uns gelehrt hat, die eigene Geschichte vor einem Publikum zu erzählen. Zu verstehen, wie wir unser Publikum fesseln und über die Themen aufklären können, die einem wichtig sind, ist entscheidend für unseren Erfolg. Was brauchen wir alles, um unsere eigene Geschichte zu erzählen ohne, dass wir kritisiert und beurteilt werden? Darum ging es in diesem Vortrag. Nach vielen Vorträgen waren wir am Abend in der Stadt und haben ganz viele Fotos von Boston gemacht!. Schon der 2. Tag war voller Überraschungen und Vorträge. Der erste Vortrag „Understanding the Power of Your Social Network“ war von Christopher Tunnard, Professor für Internationale Business.

Am nächsten Tag hatten wir Mason West, ein geschäftsführender Direktor zu Gast. In seinem Vortrag ging es um Leadership. „The Leader in You“ Dieser Workshop ermöglichte uns, die verschiedenen Arten von Leadership zu erkennen und zu bestimmen, welche Art von Leadership am meisten zu uns als Individuum passt. Danach hatten wir einen Vortrag mit Cherly Jackson, einer Journalistin, die uns gezeigt hat, wie man digitale Kurzformgeschichten produziert, die uns helfen, die Aufmerksamkeit zu bekommen, die unsere Geschichte verdient. Cherly käpft immer noch, um das Recht ihres ermordeten Bruders zurückzuerlangen, dessen Täter immer noch nicht bestraft wurden.

Das Motto vom 4. Tag hat gelautet „ I can and I will. Watch me.” Wir begannen den Tag mit Yoga “Mindfulness and Self-Care”. Einer der emotionalsten Vorträge war der von Amanda Parker, Senior Director von der AHA Foundation, eine Organisation die kämpft, Kinderehe, Ehrengewalt, FGM Genitalverstümmelung und Zwangsheirat ein Ende zu bereiten. Amanda hat uns Geschichten von ihren Freundinnen erzählt, die entweder genital verstümmelt sind oder gezwungen wurden als Kind zu heiraten. Auch einige Kandidaten, die diesen Problemen begegnet sind haben sich getraut, ihre Geschichten zu erzählen. Nach einem sehr emotionalen Tag waren wir im Boston Tea Party Museum und haben Vieles über die Geschichte Bostons erfahren.

Tag 5 „Look Mom! I am going to Harvard “
Endlich ist der Tag gekommen, worauf jeder gewartet hat. Wir sind zur Harvard Law School gefahren und hatten viele Vorträge in den Hörsälen von Harvard. Der erste Vortrag war von Victoria Budson. Sie ist die geschäftsführende Direktorin des Programms „Women and Public Policy“ (WAPPP) an der Harvard Kennedy School of Gouvernement. Der nächste Vortrag „The Art of Negotiation“ war von Susan Hackly. „ein kompetenter Verhandlungsführer zu sein, kann uns das Vertrauen geben, nach dem zu fragen, was wir brauchen, und die Fähigkeit, die gewünschten Ergebnisse in unserer Community zu erzielen“
Schließlich waren wir in der Kennedy School of Gouvernement an der Harvard Universität und haben die Mason fellows kennengelernt, ihre Geschichten gehört und konnten Fragen stellen.

Tag 6, 7 und 8
An diesen drei Tagen hatten wir intensive Workshops und Vorträge von „Understanding the Media and Identifying Fake News“ über „Climate change and the Impact on Women and girls.“ Bis hin zu „Filming Techniques for digital Sotrytelling“ Ein Votrag, der mir besonders gefiel war von Keri Thompson „Battling the Imposter Syndrome“. Das Imposter Syndrom betrifft meistens Mädchen und Frauen. Das Ziel dieses Workshops war, uns zu helfen, mehr über dieses Ereignis zu verstehen und uns praktische Fähigkeiten und Strategien zu vermitteln, dieses Syndrom zu bekämpfen. Schließlich waren wir in Newburyport und hatten Freizeit die Gegend zu entdecken!

Tag 9 „It’s your turn to change the world “
Wir waren in dem State house of Massachusetts und haben unseren Action Plan präsentiert.

Was ist ein Action Plan? Während den 7 vergangenen Tagen mussten wir an den sogenannten Action Plan arbeiten. In dem Action Plan müssen wir ein Problem schildern und Wege finden, die uns helfen dieses zu lösen. Diese Probleme können uns persönlich betreffen, unsere Community oder auch andere Länder und Communities. Am letzten Tag mussten wir den Action Plan vor einer Jury in dem State house of Massachusetts präsentieren. Diese haben uns Vorschläge gegeben, unseren Action Plan umzusetzen.

Das Problem, das ich geschildert habe war die sogenannte FGM, weibliche Genitalverstümmelung, das ist die partielle oder vollständige Entfernung der weiblichen Genitalien oder die Beschädigung der Geschlechtsorgane ohne profunden, medizinischen Hintergrund. Die Tatsache, dass täglich 8000 Mädchen ihrer Genitalien beraubt werden aus traditionellen oder kulturellen Motiven, hat mich sehr berührt. Und mein Action Plan ist, der Organisation Traget Ruediger Nehberg beizutreten, die FGM in verschiedenen Orten wie zum Beispiel in Äthiopien; Afra zu bekämpfen.

Meine Rede die ich bei der Vorstellung unseres Action Plans gehalten habe:

Female Genital Mutilation is the partial or total removal of external female genitalia, or other injury to female genital organs for non-medical reasons. There are 4 main types of FGM:
• type 1 is removing part or all of the clitoris
• type 2 removing part or all of the clitoris and the inner labia (the lips that surround the vagina), with or without removal of the labia majora (the larger outer lips)
• type 3 narrowing the vaginal opening by creating a seal, formed by cutting and repositioning the labia
• other harmful procedures to the female genitals, including pricking, piercing, cutting, scraping or burning the area

FGM is a crime beyond human comprehension. 200 million women worldwide are affected. 8,000 girls per day are robbed of their genitalia and their dignity. That is one every eleven seconds. FGM is practiced mainly in African countries but it also impacts women and girls in the US and Europe – and has been, in some places, for over 5,000 years, regardless of religion and nationality. 500,000 women have been genital mutilated in Europe and 180.000 are at risk. There has to be an end to this crime and this why, I decided to join the TARGET e.V. organization.

TARGET is a human rights organization founded in 2000 by Rüdiger Nehberg. It’s a nonprofit organization. It’s main purpose to fight against FGM. Since the justification for Female Genital Mutilation is given, incorrectly, by reference to holy texts and religious duty and the majority of victims are Muslim girls and women. TARGET believes that an end to this bloody custom can be found in the strength of Islam itself. TARGET’s “Pro-Islamic Alliance against Female Genital Mutilation” aims to set out clearly that this crime, wherever practiced, is incompatible with the Qur’an and with the ethics of Islam.
They’ve also done a lot of projects in Ethiopia in Afra. One of their important projects is a clinic for gynecology and obstetrics in Afra Ethiopia where almost every woman and girl is genital mutilated. A natural birth is in such cases life-threatening for both mother and child.
Since then, more than 1000 women gave birth and 150,000 people received medical care. with the support of doctors from Switzerland.
Rüdiger Nehberg the founder of Target e.V. said: “We won’t stop until we put an end to this crime”

Schließlich hatten wir unsere Women2Women Ausstellung, wo unsere Bilder im State House ausgestellt wurden.
Was verstehen wir unter „The power of a woman “? Ich entschied mich Kaiserin Maria Theresia als starke Frau ihrer Zeit in Österreich zu präsentieren, ihr haben wir die Einführun der allgemeinen Schulpflicht für Kinder beiden Geschlechts zu verdanken. Am Abend hatten wir eine Abschlussparty mit Photo booth und haben die erfolgreichen Tage gefeiert!!

Nicht nur Erfahrung und Wissen haben ich gewonnen, sondern viele Freunde aus verschiedenen Ländern und Kulturen, die dieselben Interessen teilen und mich unterstützen. Für mich sind sie mehr als Freunde, obwohl wir uns erst seit kurzem kennen. Für mich sind sie meine zweite Familie! „empowerte Frauen unterstützen Frauen“. Hier weiß keiner von Neid oder Eifersucht. Hier unterstützt jeder jeden. Hier wird niemand beurteilt. Hier ist ein sicherer Ort, hier ist mein zweites Zuhause.

Vielen Dank an die US Botschaft in Wien, das US Department of State und START, die mir diese Erfahrung ermöglichten.

Women2Women 2019

Sommer, Sonne & Neusiedlersee

Nachdem die START-Wien Stipisprecher Edison & Atila den lustigen Bowling-Nachmittag im Juli organisiert hatten, wollten sie dieses Mal mit den Stipendiat*innen und Absolvent*innen zum Neusiedlersee fahren. Eine strahlende Augustsonne, angenehme Wassertemperaturen und sportliche Aktivitäten trugen zu einem unvergesslichen Ausflug bei.

Am Samstag dem 10.08.2019 waren wir bunt gemischt, alte und neue Stipendiaten/innen gemeinsam mit Absolventen/innen von diesem Jahr und sind zum Neusiedlersee gefahren.

Die Reise begann um 10.45, zu dem Zeitpunkt haben wir uns alle gemeinsam am Wiener Hauptbahnhof getroffen, uns vom Spar noch Snacks geholt für den langen Tag und sind anschließend gemeinsam auch zum Bahnsteig aufgebrochen. Im Vorhinein haben wir uns in einer WhatsApp-Gruppe ausgemacht, dass all die wollen, ihre kleinen Geschwister mitnehmen können. So haben sich auch des möglicherweise zukünftigen Stipi-Juniors untereinander kennengelernt.

Nachdem wir gegen Mittag am See angelangt sind haben wir uns einen gemütlichen Platz im Schatten gesucht, uns umgezogen und die meisten haben sich dann auch mal kurz reingestellt und gemerkt, dass der Boden nicht so ganz gleich ist wie in einem Schwimmbad, einem See oder Meer mit steinigem Untergrund. Das hat ihnen so gar nicht gefallen und war dann auch das letzte Mal für diejenigen in der Nähe vom Ufer. Nach der Abkühlung kamen die Snacks dran, die der Stipisprecher Atila gemeinsam mit dem neuen Stipendiaten Sakaria besorgt hatte. Essen trinken, Obst, Chips, Brot alles was das Herz begehrt und was zu einem Picknick gehört war vorhanden. Am späten Nachmittag haben sich einige Gruppen zusammengefügt und sich ein Tretboot ausgeliehen und sind damit auf dem Neusiedlersee herum gefahren. Bei so einem langen Aufenthalt in der Sonne hat sich bei der ein oder anderen Person auch schon ein Sonnenbrand festgestellt. Neben Beachvolleyball, Fußball spielen und Tretboot fahren haben wir natürlich auch das START-Wien Lieblingsspiel Werwolf gespielt. Es war eine sehr harmlose Runde wenn man das so sagen kann.

Gegen 18 Uhr haben wir unsere Sachen gepackt und haben uns am Weg zurück nach Wien gemacht. Wir hatten jedoch Hunger, da wir ja schließlich schon den ganzen sportlich unterwegs waren. Da uns noch etwas Geld übrig geblieben ist, haben wir entschlossen zu dem Restaurant Piece Kitchen zu gehen und haben dort noch gut gegessen und uns fein unterhalten.

Ich werde den 10.08.2019 nie vergessen. Das war wirklich ein super Tag und bleibt unvergesslich, denn ich hatte viel Spaß und die Möglichkeit, anderen neuen Stipendiat*innen sowie Leuten aus START-Hilfe und START-Freundeskreis bessere kennen zulernen. Die Idee, am Abend in Peace Kitchen zugehen und dort zusammen zu essen, war auch super. Alles was wir an diesem Tag erleben durften, bedanke ich mich bei unsere Stipisprecher Atila und Edi, dass sie sich sehr bemüht haben, alles an diesem Tag zu organisieren, um uns näher zu einander bringen. Und ich bedanke mich auch bei START-Stipendium und den Sponsoren, die uns dabei helfen. -Sakaria

Es war mega schön und mir persönlich hat es sehr gut gefallen. Ich bin noch nicht zum Neusiedlersee gefahren das war für mich eine Überraschung und zwar habe ich auch sehr viele Leute von uns kennengelernt. Alle waren sehr nett und freundlich. Ja meine Meinung nach sehr sehr toller Ausflug fand ich es und ja danke euch für die Mühe. -Ali

START-NÖ Sommerprogramm: Trampolinspringen

Damit sich neue und alte Stipendiat_innen besser kennenlernen haben sich die Stipisprecher_innen ein Actionprogramm ausgedacht: Trampolinspringen im FLIP LAB Vienna bzw. Schwechat. Wer denkt dass das nicht anstrengend ist hat geirrt! Aber Spass machts auf alle Fälle! Danke an Adham Al Mardini und Batoul fürs das Organisieren. Am Ende gab es bei soviel Anstrengung für alle ein Eis!

Clean-up-Aktion an der Donau – wir machen mit!

START-Wien und START-Niederösterreich für eine saubere Umwelt!

Wir werden gemeinsam mit internationalen Organisationen und Vereinen am 24. August 2019 entlang der Donau Müll einsammeln, die Uferbereiche reinigen und damit einen Beitrag leisten unsere Gewässer sauber zu halten. „Täglich werden mehrer Tonnen Kunststoffmüll in das Schwarze Meer gespült. Das ist eine erschreckende Menge!“ findet START-Wien Stipendiatin Balqiz und motiviert daher ihre Freund*innen bei der Aktion mitzumachen. Umweltschützer*innen vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer werden beim „Danube Cleanup“ mitmachen. Mitsammler*innen und Unterstützer*innen sind gerne gesehen.

Wann? 24. August 2019, 09:30-12:00 Uhr
Wo? Treffpunkt um 9:30 bei der U1 Station Donauinsel (Ausgang Donauinsel)

Mehr Informationen zu der Aktion und Anmeldung finden Sie hier:
https://www.facebook.com/events/3348996815126328/

Thupten Weekly – Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship (5)

Das Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship („BFTF“) Programm, welches vom US-Außenministerium finanziert wird, ermöglicht Jugendlichen aus Europa und den USA im Rahmen eines vierwöchigen Programms transatlantische Beziehungen zu knüpfen und sich mit politischen und wirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. START-Oberösterreich Stipendiat Thupten nimmt heuer am BFTF Programm teil und berichtet von seinen Erfahrungen.

After the presentations of our Project Citizens it was time to say goodbye to our host families. Thanks Barb and Marshall Powell for hosting me and Arda for those 10 days. I will never forget the late evening discussions about politics and cinema. Thank you for sharing for your perspectives and introducing us to American cuisine, high school, baseball and your friends.

We then cross-travelled many different states until finally arriving in Philadelphia. The ‘city of brotherly love’ has a lot to offer regarding American history sites and international food. In Washington D.C. we stayed at the George Washington University Campus.

In my free time I visited a number of impressive museums such as the Holocaust Memorial, the African American Heritage museum and The Newseum. On Thursday we visited the State Department (U.S. foreign ministry). We got to meet diplomats and then at simulations we got to be diplomats ourselves.

On Friday I met up with a high-achieving Tibetan-American who I got in contact by chance. He had just passed the Foreign Service Officer’s exam and is currently interning for Congresswoman Spanberger. Mr. Thargay showed me through the Congress office building and introduced me to other staff members on the Capitol.

During that four weeks with BFTF I was amazed by the diversity of the American people. On Thupten Weekly I was only able to showcase just a glimpse of the intensive program. However, the mentors guided us like wewere one big family. On the last day I did not say ‘farewell’ but rather wished my friends a hopeful ‘See you Again’

On that note I want to express my gratitude to the United States embassy in Vienna, especially to Mrs. Schmid-Gerlich.

Special Thanks to our mentors:Anatoli, Asta, Brianna, Cole, Jeff, Kate and Luka

Rhythm is a Dancer – Impulstanzfestival

Am 3. August 2019 sollten die Stipdendiat*innen einer der dynamischten Sommerangebote in Wien miterleben dürfen. Um uns für den Abend zu stärken trafen wir uns zunächst in einem der besten syrischen Restaurants in Wien zum gemeinsamen Abendesssen. Danach gingen wir zu Fuß zu den Probebühnen im Arsenal, wo wie jeden Sommer zahlreiche Angebote des Impulstanzfestivals stattfinden. Die Schlange für das Dance-Battle war recht lang und wie alle hofften wir, dass wir einen Platz bekommen würden. Als wir reinkamen war gleich eine total schöne Stimmung, man konnte richtig die durch und durch positive Energie spüren. Im Vorhinein konnten alle, die mittanzen wollten sich anmelden. Ungefähr 30 Tänzer*innen zeigten in der ersten Runde einzeln ihr Können. Die Hälfte sollte dann in die nächste Runde kommen, in welcher 1:1 gegeneinander angetreten wurde. Es war so spannend und wunderschön den Tänzer*innen zuzuschauen wie sich ihre Bewegungen alle von einander unterschieden und alles so fließend und leicht aussah. In den Pausen tanzte dann das ganze Publikum zusammen. Es war wirklich eine wunderschöne Stimmung.

„Für mich war ein besonderer Tag, denn ich hatte viel Spaß.
Besonders war das Essen Lecker und sehr wichtig waren die Personalien auch nett. Mir hat auch diese lange Schlange gefallen, da wir viel Zeit hatten, mit ein anderer zu reden und es ist sehr schön mit euch zu reden.
Am meisten, was mir gefallen hat, war dort ein kleines süßes Mädchen mit ihrer Eltern. Ebru, Shehab und ich standen auf dem Fensterbrett, da es nicht passende Plätze für uns gab, und dies kleines Mädchen hat vor uns getanzt. Das war sehr süß.
Ich hatte viel Spaß dabei und das bedanke ich Start-Stipendium und besonders dich Anna.“ Sakaria

Thupten Weekly – Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship (4)

Das Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship („BFTF“) Programm, welches vom US-Außenministerium finanziert wird, ermöglicht Jugendlichen aus Europa und den USA im Rahmen eines vierwöchigen Programms transatlantische Beziehungen zu knüpfen und sich mit politischen und wirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. START-Oberösterreich Stipendiat Thupten nimmt heuer am BFTF Programm teil und berichtet von seinen Erfahrungen.

Die dritte Woche waren wir hauptsächlich mit der Arbeit an unsere Project Citizen beschäftigt. Zuallererst machten wir über ein Problem in unseren communities Gedanken. Im nächsten Schritt evaluierten wir mögliche Lösungen und erarbeiteten uns einen realisierbaren Plan.

Die Ideen waren an Originalität kaum zu übertreffen: Roboterarm, griechisch–türkisch–zypriotisches Austauschprogramm, Wählerregistrierung an Schulen in New Mexico, das Beweisen von racial gerrymandering im Bundesstaat Georgia, und Lernhilfe für sozial benachteiligte SchülerInnen in der Schweiz. Mein Project Citizen ist ein multimediales Storytelling Programm über Migration, mit dem ich gegen die eindimensionale Berichterstattung vorgehen möchte.

Am Donnerstag besuchten wir Indianapolis, wo wir durch das State House von Indiana State Rep. Sheila Klinker geführt wurden. Es blieb sonst auch Zeit für eine ˋinternational cuisine night´, wo wir Essen aus unseren jeweiligen Ländern vorstellten. An den Abenden und am Wochenende verbrachten wir Zeit mit unseren Gastfamilien.

1,2,3 Strike – START-Wien bowlt!

Am Samstag den 27. Juli 2019 waren die neuen und die alten START-Wien StipendiatInnen in der Bowlinghalle „Kugeltanz“. Wir haben uns in 3 Teams aufgeteilt und spielten auf 3 getrennte Bahnen nebeneinander. Es war sehr aufregend, da die ersten Wurfversuche immer deutlich danebengingen und man erst den richtigen Technik für sich finden musste.

Die Kugeln gab es in unterschiedlichen Größen, dass heißt für einen „Strike“ musste man auf jedes kleines Detail achten und den richtigen Kugel, in der richtigen Größe auswählen.

Nach einem einstündigen Bowling-Spaß gingen wir los und holten uns noch einen Eis. Auch wenn das Wetter regnerisch war, hinderte es uns nicht daran Spaß zu haben. Darüber hinaus war der Tag eine einzigartige Möglichkeit, dass sich die StipendiarInnen besser kennen lernen.

Bericht: Atila

Rafiki

Am 23. Juli 2019 besuchten die Stipendiat*innen zusammen das Filmcasino um sich den Film Rafiki anzuschauen. Dieser handelt von zwei jungen Frauen in Kenia, die sich ineinander verlieben und mit ihrer Beziehung gegen Konventionen verstoßen.
Die Geschichte der beiden Liebenden hat Kahiu der Kurzgeschichte Jambula Tree der ugandischen Schriftstellerin Monica Arac de Nyeko entlehnt. Laut der Zeit wurde „die Vorführung des fertigen Films in Kenia zunächst verboten, da er laut des Leiters der Filmklassifizierungsbehörde „Homosexualität zu legitimieren und zu normalisieren“ versuche. Trotzdem schaffte es Rafiki als erster kenianischer Film in die offizielle Auswahl der Filmfestspiele von Cannes. Und da ein Film im eigenen Land gezeigt worden sein muss, damit er für die Oscars nominiert werden kann, reichte die Regisseurin später Klage gegen das Verbot der Filmaufsichtsbehörde ein. Mit zumindest einem kleinen Erfolg: Für Rafiki wurde eine Ausnahmeregelung getroffen, aufgrund derer das Drama eine Woche lang in einem Kino in Nairobi zu sehen war.“

Es war wirklich ein sehr schöner und auch trauriger Film. Die Regisseurin schaffte es trotz der sehr gesellschaftskritischen Komponente des Films, gleichzeitig auch eine echte und romantische Liebesgeschichte darzustellen.

FIT4YOUNIVERSITY an der IMC FH Krems

Von 18.–19. Juli durften einige Start-Stipendiat*innen und Absolvent*innen aus Wien und Niederösterreich am FIT4YOUNIVERSITY Programm teilnehmen. Das Programm fand in IMC Fachhochschule Krems statt. Es wurden insgesamt Workshops zu verschiedenen Themen angeboten, die am Vormittag und am Nachmittag stattfanden.

Am Mittwoch, den 17. Juli, sind wir im Studentenwohnheim angereist und durften sofort einchecken. Anschließend gab es eine extra für uns organisierte Stadtführung, damit wir uns in Krems zurecht finden. Am Abend sind wir essen gegangen und haben es uns gut gehen lassen, bevor das Programm startet. Wir sind gut angekommen und wurden herzlichst von den MitarbeiterInnen der IMC FH Krems empfangen.

Am 18. Juli fing das Programm an es wurden pro Einheit zwei Workshops angeboten. Am Vormittag von gab es die Workshops „Werde ein Game Creator oder Gamer“ und „VR Kreativ“. Nach dem Mittagessen fanden die Workshops „Die Erde und ihr Klima im Wandel – Die Physik der Umwelt“ und „Backstage im Krankenhaus – Der Weg eines Patienten/einer Patientin“ statt. Am Abend sind wir erneut in ein Restaurant essen gegangen und danach ins Open-Air Kino, wo wir uns den Film „Green Book“ angeschaut haben, der sehr empfehlenswert ist.

Am Freitag, den 19. Juli, fanden am Vormittag „Plastik – Ausweg statt Einweg“ und „2 Minuten 2 Millionen – Innovationsworkshop für die neue DIGI Welt“ statt. Unsere letzten Workshops am Nachmittag waren „Die wunderbare Welt der Farben: Von antiker Kriegsbemalung, Flammenfärbungen und Leuchtquallen“ und „Strom kommt aus der Steckdose und den Rest liefert Amazon, oder doch nicht? – Auf den Spuren deines Smartphones“, in welchen wir tolle Experimente im Labor machen durften und erfahren haben, was alles in unserem Smartphone steckt.

Fazit: Die Tage an der IMC FH Krems waren eine sehr tolle Erfahrung für uns und wir empfehlen es allen weiter! Wie schon erwähnt, wurden wir sehr herzlich empfangen, wir haben neue Freunde kennengelernt, hatten viel Spaß und haben einiges dazu gelernt. Vielen Dank an die MitarbeiterInnen der IMC FH Krems für die Gastfreundschaft und die tolle Gestaltung & Begleitung des Abendprogramms!

Bericht: Sinem Yilmaz

(c) Fotos: Verein START-Stipendien

Ich fand die drei Tage, die wir im Krems verbracht haben ganz toll und informativ! Außerdem finde ich die Stadt an sich sehr schön. Was mir noch gefallen hat, sind die Workshops, die ich besucht habe, aber am besten hat mir den Workshop “ Backstage im Krankenhaus – der Weg eines Patienten/einer Patientin“ interessiert und gefallen. „Green Book“ ist der Film, den wir am Abend im Open Air Kino angeschaut haben und der auch sehr schön war. Nicht nur das, die Betreuung, die wir hatten, war die Beste!
Also ich hatte wirklich sehr viel Spaß gehabt und würde es nun weiter empfehlen!

Israa

Die drei Tage in Krems waren wundervoll! Neben den tollen Workshops wurden wir sehr herzlich empfangen. Ebenso wurde sich sehr um uns gekümmert. Wir hatten eine nette Stadttour, waren an den Abenden Essen und haben uns den Film „Green Book“ im Freiluftkino angeschaut.
Auch war die Unterkunft sehr komfortabel. Abgesehen davon habe ich in diesen drei Tagen viel gelernt. Die Workshops waren interessant. Besonders hat mir „Strom kommt aus der Steckdose und den Rest liefert Amazon, oder doch nicht?“ gefallen. Hier konnte ich mein eigenes Wissen einbringen und habe sehr viel über die Herstellung von Handys und über Rohstoffgewinnung gelernt. Mit Adham als Teampartner war es auch sehr spaßig.

Saida

Fit4YOUnversity bekommt man nicht jeden Tag angeboten – IMC FH Krems hat uns, START-Stipis, das Angebot gestellt, beim Campus der FH teilzunehmen, dazu gab es auch eine kleine nette Stadtführung in der Stadt Krems.
Am ersten Tag gab’s die Möglichkeit beim Workshop „VR kreativ“ teilzunehmen, & die unterschiedlichen VR-Geräten selber auszuprobieren, dazu haben wir uns Gedanken gemacht, wie dies in der näheren Zukunft sinnvoll angewendet werden könnte. Der zweite Workshop „Backstage im Krankenhaus – der Weg eines Patienten/einer Patientin“ hat mich am meisten interessiert, da haben wir verschiedene Situation eines Krankenpflegers selber erleben zu können – natürlich ohne Kontakt mit Patienten. Am nächsten Tag haben wir uns über Plastik, und wie man es ersetzen kann, informiert. Beim Workshop „Strom kommt aus der Steckdose und den Rest liefert Amazon, oder doch nicht?“ ging’s um die Smartphones und ihre Bestandteile, sprich alle Elemente, die ins Smartphone gehen & wie diese Elemente beim Bergbau herausgenommen werden – dieser Prozess ist sehr aufwendig.
Danke an das Team der IMC FH Krems. Ihr seid tolle Gastgeber!

Adham

Die Migrantigen

Am 18. Juli 2019 kamen die Stipendiat*innen und Alumnis zusammen um sich gemeinsam die österreichische Komödie Die Migrantigen im Rahmen des Freiluftkinoprogramms Volx am Volkertmarkt anzuschauen.
Das Kinoerlebnis war mal ein ganz anderes, der ganze Platz war voll mit Leuten, die teilweise auf den dafür aufgestellten Sesseln saßen, teilweise auf Picknickdecken oder selbst mitgebrachten Sitzgelegenheiten. Es war eine sehr angenehme Stimmung und da der Film auf eine sehr humorvolle Art mit Klischees und Vorurteilen spielt, wurde sehr viel gelacht. Der Film hat aber auch eine tiefere Ebene, die kritisch beleuchtet, wie Hetze und Stigmatisierung einen tiefen Keil in eine Gesellschaft treiben kann.

„Man darf hier mit vielen Sachen experimentieren…!“

START-Salzburg Stipendiat Maisam hat einen ganz besonderen Praktikumsplatz ergattert. Ein Monat lang darf er in Wien an der Technischen Universität – TU Forschungsluft schnuppern. In diesem Bericht teilt er seine ersten Erfahrungen:

Ich darf bis Anfang August im technischen Labor im Bereich der Fertigungstechnik mitarbeiten, -lernen und -erleben. In meiner ersten Praktikumswoche habe ich zum Beispiel Techniken der Feinbearbeitung gelernt, dabei wird die Oberfläche eines Werkstoffes oder eines Werkstückes um 0,2 µm bearbeitet. Danach kann man die Rillen durch reflektierte Wellen betrachten. Das ist echt interessant. Diese Woche durfte ich die notwendigen Teile von einem Luftmotor fertig drehen und fräsen. Mir gefällt das Praktikum bisher sehr gut, denn man darf hier mit vielen Sachen experimentieren und was man dabei erforscht oder herausfindet, wird als Protokoll in das vorhandenen Mitarbeiternetz hochgeladen. So haben auch andere, die etwas wissen wollen, die Möglichkeit davon zu profitieren.“

Thupten Weekly – Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship (3)

Das Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship („BFTF“) Programm, welches vom US-Außenministerium finanziert wird, ermöglicht Jugendlichen aus Europa und den USA im Rahmen eines vierwöchigen Programms transatlantische Beziehungen zu knüpfen und sich mit politischen und wirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. START-Oberösterreich Stipendiat Thupten nimmt heuer am BFTF Programm teil und berichtet von seinen Erfahrungen.

Die Fellows am Campus der Purdue University stehen jeden Tag um 7 auf und machen sich auf dem Weg zur Vorlesung, bevor sie natürlich in der Kantine gefrühstückt haben. Vor Vorlesungsbeginn, jeden Morgen, gibt es 15 Minuten „Uncle Ben says“. Hierbei beschäftigen wir uns mit philosophischen, bzw. politischen Texten des Namensgeber des Programmes Benjamin Franklin.

Die Themen der eigentlichen Vorlesungen und die Professoren variieren sehr, doch sie beschäftigen sich alle mit Politik, Gesetz, Gesellschaft, oder Geschichte. Jede Einheit dauert circa 2 Stunden und wir haben drei verschiedene pro Tag. Danach haben wir „Daily De-Briefing“, wo wir in Kleingruppen mit unseren MentorInnen die Themen noch einmal diskutieren können. Oft sprechen wir in diesen Runden gesellschaftliche Probleme an, seien sie in den USA oder in den europäischen Ländern.

Anschließend folgt Freizeit. Wir haben Zugang zum Sportzentrum, wo sich ein Fitnessstudio, ein Schwimmbad und eine großzügige Kletterwand befinden. Wir haben auch Yoga bzw. Zumba- Einheiten. Nach dem Abendessen folgt meistens eine soziale Aktivität, wie Jeopardy, Pool Party oder Geburtstagsfeiern.

Am Dienstag hatten wir eine Talent Show. Hier führte ich einen Comedy Sketch, den ich mit paar anderen Fellows gedreht habe, vorführten. Am Mittwoch fuhren wir nach Chicago. Die zweitgrößte US-Metropole liegt nur 2 Stunden weg, trotzdem gab es eine Zeitumstellung. Am Vormittag besuchten wir den Sears Tower, das zweithöchste Hochhaus der USA. Anschließend führte uns ein Boot durch die Flüsse von Chicago.

Für mich war es auch ein kulinarisches Abenteuer, denn zum ersten Mal probierte ich den „Chicago Deep Dish Pizza“. Der nächste Programmpunkt, die städtische Kunstgalerie, hatte auch sehr viel zu bieten. Dort hängen Werke vom Pop Art Maler Andy Warhol und Klassiker wie „American Gothic“. Diesen Samstag endete unser Leben am Campus, und unsere amerikanische Gastfamilien holten uns ab. Mein Zimmer teile ich mit dem Fellow aus der Türkei. Sie sind allesamt sehr nett und haben vor mit uns viel zu unternehmen

Zu Besuch bei den Bregenzer Festpielen

CrossCulture Night:

Was könnte man an einem Samstag denn so machen?
Wer sich diese Frage stellt, sollte sich dringlichst über die Veranstaltung rund um Bregenz informieren. Denn die CrossCulture Night, welche am Samstag, den 13.07.2019 stattfand, hatte so einiges zu bieten.

Von Gesangs-Workshops bis hin zu Selbstverteidigungs-Workshops war jede erdenkliche Möglichkeit vorhanden. Auch war es uns durch Gutscheine möglich, das Museum als auch das Kunsthaus zu besichtigen. Mit dabei waren zudem auch noch einige Führungen, in welcher wir die Festspiele mal hinter der Kulisse bestaunen konnten.

Am Abend jedoch begann aber das richtige Spektakel: Rigoletto
Ein riesiger Clown-Schädel mit Händen auf einer Plattform mitten am Seeufer. Dieser Anblick war allein schon sehr beeindruckend, doch was das Bühnenbild so alles während dem Akt so anbot, war mehr als nur erstaunlich. Das Zusammenspiel von Farben, Musik und dem Schauspieltalent der Darsteller war faszinierend.

Zur Geschichte:
Ein Hofnarr, namens Rigoletto, hat eine Tochter, welche er mit allen Mitteln vor alles und jedem beschützen will. Speziell vor dem Grafen, welcher als Frauenmagnet bekannt ist. Nichtsdestotrotz kommt es zum Treffen beider und sie verlieben sich. Als Rigoletto davon Wind bekommt, beauftragt er jemanden damit diesen umzubringen. Doch zum Schluss kommt es nochmals zu einer traurigen Wendung…

Fazit: Die Oper zeigte mir, dass es nicht unbedingt langweilig sein muss, ein paar Leute singen und tanzen zu sehen. Durch die heutigen technischen Möglichkeiten ist die Umsetzung und die Ausdrucksweise eines Stücks umso stärker und genauso eindrucksvoll. Zudem kann man sich keinen besseren Ort für ein Schauspiel ausdenken, denn allein der Anblick des Sees bzw. der gesamten Kulisse macht das gesamte noch einmal besonders einzigartig. Das Stück zumindest einmal anzuschauen ist somit dringendst empfohlen.

Ein Bericht von START-Stipendiat, Christian

Kennenlerntag bei START-NÖ

Am 20. Juli 2019 lud START-NÖ zum ersten Info- und Kennenlernen-Treffen mit den neu ins Programm aufgenommenen Jugendlichen ins START-Büro in Wien. Nach ein paar Kennenlern-Spielen stellte sich auch das START-NÖ Team vor, es wurden organisatorische Abläufe und Regeln bei START erklärt und auf Fragen der Jugendlichen zum Stipendium, der START:Hilfe und dem Freundeskreis eingegangen. Dann kamen auch schon die „alten“ Stipendiat*innen dazu und mit ihnen wurde bei Pizza und Snacks in lockerer Atmosphäre geplaudert und später auch gespielt. Und wie hat es den „Neuen“ gefallen?

Am Samstag war es eigentlich super! Am Anfang war ich nervös, aber dann haben wir uns schnell kennengelernt und sie waren sehr nett. Ich kenne 2 aus dem Deutschkurs. Obwohl ich und ein paar Stipendiaten Arabisch sprechen können haben aber trotzdem nur Deutsch geredet und das war super 😊

Basma

Es war sehr schön am Samstag. Unsere Kollegen sind alle großartig. Ich bin sehr froh, dass so freundliche Leute in START-STIPENDIUM dabei sind. Beim Mittagessen haben wir nebenbei mit einander gesprochen. Es ist so schön, wie die Leute sich hier gleich behandeln und sich gegenseitig respektieren. Das Endspiel (Werwolf) war voller Spaß und lustig.

Hamid

Wir freuen uns sehr auf das gemeinsame Schul- und START-Jahr!

Der 7. START-OÖ Jahrgang beim ersten Infotreffen

Am Freitag, den 12. Juli 2019, trafen sich die neuen Stipendiat*innen um 15:00 Uhr im Axis in Linz, um die ersten Infos zu ihrer anstehende Aufnahme in das Stipendienprogramm zu sammeln.

Nachdem alle den, doch eher komplizierten, Weg in das START-OÖ Büro gefunden hatten, starteten wir, gemütlich ein leckeres Eis essend, mit einem Input über das Stipendienprogramm. Eine der wichtigsten Fragen, die geklärt wurde, ist, was die zukünftigen Stipis bei START ab Herbst erwartet.

Wir, das START-OÖ Team, erklärten die wichtigsten Eckpfeiler rund um das Bildungsgeld, das Bildungsprogramm und die anstehende Aufnahmezeremonie am 7. Oktober in der Raiffeisenlandesbank. Zusätzlich erklärten wir die Rechte und Pflichten der Stipis, und unsere Grundregeln: Respekt gegenüber anderen Menschen, fremden Kulturen und unterschiedlichen Meinungen ist einer unserer wichtigsten Grundpfeiler. Bei START gibt es keine Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Religion. Schön zu sehen, dass diese Grundwerte auch für unsere neuen Stipendiat*innen als selbstverständlich gelten.

Die neuen Stipis bekamen einen Überblick über unser Bildungsprogramm, sowohl dem wöchentlichen Regionalprogramm als auch den Bildungsseminaren. Obwohl sie sehr viel Inforamtion bekamen, stellten die Stipis, interessiert und wissbegierig, erste Fragen zu START, zum Ablauf der Aufnahmezeremonie und zu den Workshops.

Im Anschluss an den Input wartete noch ein Foto-Termin auf unsere neuen Stipis: Ein erstes Gruppenbild zeigt die neue, 7. START-OÖ Generation. Danke für das Foto an Wolfgang Lehner!

Abschließend kamen einige der „alten“ Stipis vorbei, um die neuen Stipis in der START-Familie willkommen zu heißen. Auch hier gab es noch Gelegenheit, unseren Stipisprecher Gul mit Fragen zu löchern und sich gegenseitig kennenzulernen.

START Stipendium Gruppenbild

START-Vorarlberg feierte sein 10-jähriges Jubiläum!

Mehr als 200 Gäste kamen am vergangenen Mittwoch in das Montforthaus nach Feldkirch, um 10 Jahre START-Vorarlberg zu feiern. Anlässlich der Feier wurde das START-Gründerpaar, Maude und Bill Dearstyne, mit dem goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich für ihre herausragenden Verdienste um die Integration von engagierten Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund gewürdigt.

Rückblick auf ein Jahrzehnt
Aus dem damaligen Wunsch der Initiatoren etwas an die Vorarlberger Gesellschaft zurückzugeben, ist heute ein umfangreiches und professionelles Förderprogramm für junge Menschen entstanden. Seit der Gründung konnte START-Vorarlberg rund 70 Jugendliche aus über 20 Nationen erfolgreich bis zur Matura begleiten. Neben einer PC-Ausstattung und einem monatlichen Bildungsgeld für die Schülerinnen und Schüler wurde ein intensives und umfangreiches Betreuungs- und Beratungsprogramm entwickelt. Mehr als 500 Workshops, Seminare, Exkursionen, Beratungen und viele weitere Förderangebote konnten realisiert werden – mit Erfolg. „92% der geförderten Jugendlichen im START-Programm haben mithilfe von START die Matura geschafft. Darauf sind wir sehr stolz“, so der Gründer William Dearstyne.

Bewegende Momente
Alle 22 Stipendiatinnen und Stipendiaten des aktuellen Jahrgangs, ihre Paten, die Alumni, Freunde und Förderer des Vereins waren bei der Jubiläumsfeier zusammengekommen, um die Highlights der letzten Jahre noch einmal Revue passieren zu lassen. „Vorarlberg kann stolz auf seine globale Wirtschaft und seine vielfältige Gesellschaft sein. Umso mehr freut es mich, dass es Förderprogramme wie START-Vorarlberg gibt, die eine gelebte Integration fördern und einen Mehrwert für unser gemeinsames Zusammenleben im Ländle leisten“, betont Landesrätin und Schirmherrin Dr. Barbara Schöbi-Fink bei ihrer Jubiläumsrede.

Kleine Hilfe mit großer Wirkung
Einige der Jugendlichen mussten bereits in ihrer Kindheit sehr viel Negatives erleben. Sie kommen zum Teil aus Kriegsgebieten, in denen das Leben eines einzelnen Menschen nicht viel Wert ist“, erzählt Dearstyne. „Deshalb ist es uns wichtig, diesen jungen Menschen neue Zukunftsaussichten zu ermöglichen und ihnen den Mut und die Zuversicht auf ein besseres Leben zurückzugeben.“ Um dieses Ziel zu erreichen, ist START-Vorarlberg auf die Unterstützung weiterer Paten angewiesen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie die Initiative unterstützt werden kann. „Egal ob jemand eine Patenschaft für einen unserer Schülerinnen oder Schüler übernimmt, unseren Schützlingen ein Schnupper-Praktikum bei sich im Unternehmen ermöglicht oder eine Spende tätigt – wir sind jedem Einzelnen unserer Unterstützer von Herzen dankbar und freuen uns über jeden neuen Helfer in unserer Mitte“, bekräftigt Dearstyne. „Nur gemeinsam mit der Unterstützung unserer Paten und Förderer können wir auch in Zukunft einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der gesellschaftlichen Entwicklung in unserem Land leisten und etwas an die Gesellschaft zurückgeben“.

Seit 2013 ist der Verein als spendenbegünstigte Einrichtung erfasst. Alle Spenden sind steuerlich absetzbar. Österreichweit ist START bereits in fünf Bundesländern vertreten: Neben Vorarlberg gibt es das Programm in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg.

Zu weiteren Fotos geht es HIER

Thupten Weekly – Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship (2)

Das Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship („BFTF“) Programm, welches vom US-Außenministerium finanziert wird, ermöglicht Jugendlichen aus Europa und den USA im Rahmen eines vierwöchigen Programms transatlantische Beziehungen zu knüpfen und sich mit politischen und wirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. START-Oberösterreich Stipendiat Thupten nimmt heuer am BFTF Programm teil und berichtet von seinen Erfahrungen.

Ein wichtiger Fokus des Fellowships ist die politische Bildung. Drei Tage lang beschäftigten wir uns mit der amerikanischen Verfassung, und hatten auch genug Raum diesen mit europäischen Verfassungen zu vergleichen. Wichtige Schwerpunkte waren die Begriffe „Gerechtigkeit“ und „Privatsphäre“.

Dafür stellten wir zwei sehr komplexe Fälle des Obersten Gerichtshofes nach. Am Schluss behaupteten wir unser Wissen über die Verfassung in einem „mock congressional hearing“. Dabei mussten wir uns als Experten unseren Urteil über einen sehr pikanten Fall gegenüber einem Untersuchungsausschuss verteidigen.

An zwei Abenden stellten dann die Fellows ihre jeweiligen Länder bzw. US Bundesstaaten vor. Danach folgte eine Runde Jeopardy, eine sehr populäre Quiz-Show in den Staaten. Der Höhepunkt der Woche waren aber definitiv die Feierlichkeiten zum 4.Juli. Nach einem gemeinsamen Picknick begaben wir uns zu dem spektakulären Feuerwerk in Lafayette, Indiana.

Zugegeben am nächsten Tag waren wir etwas müde, das Seminar war dafür umso interessanter. Der enthusiastische Redner lud uns ein das Thema „Medien“ kritischer zu beleuchten. Danach folgten Vorbereitungen zu unserem hauseigenen „Model United Nations“. Das Thema ist der globale Müllkreislauf. Doch zuallererst soll jeder ein Land für sich auswählen, und die Thematik aus der Perspektive des Wahllandes analysieren. Mit Geschick und Diplomatie soll er die Interessen seines Landes in einer Schlussresolution verteidigen. Im nächsten Beitrag von „Thupten Weekly“ (toller Name übrigens) führe ich euch durch den Alltag am Campus der Purdue University bzw. des Benjamin Franklin Institute.

Der Stoff aus dem Träume sind

Am 9. Juli 2019 kamen sowohl ganz neue Stipendiat*innen als auch Alumnis zusammen um den Film „Der Stoff aus dem Träume sind“ unter freiem Himmel am Karlsplatz anzuschauen. Das Freiluftkino „Kaleidoskop“ am Karlsplatz soll gesellschaftspolitische Themen auf die Leinwand unter freiem Himmel bringen und so einen niederschwelligen Zugang für alle, die vorbeikommen schaffen. Das Cinecollective organisiert zu den jeweiligen Themen auch Podiumsdiskussionen vor der Vorstellung. Der Dokumentarfilm zeigte anhand von sechs Beispielen selbstorganisierter und selbstverwalteter Wohnbauten in Österreich, von 1968 bis heute, den Entstehungsprozess und die Idee des gemeinschaftlichen Wohnens. Der Film und auch die kurze Einführung in die Thematik durch die Podiumsdiskussion mit den beiden Regisseur*innen und einem Mitglied der Wiener Initiative „SchloR- schöner leben ohne Rendite“, waren sehr informativ. Einerseits wurde die Umsetzbarkeit von Utopien aufgezeigt und wie wichtig Selbstverwaltung im Bereich Wohnen sein kann, um ein gemeinschaftliches Zusammenleben basiert auf Gleichberechtigung ohne Hierarchien aufgrund von Kapital zu ermöglichen.


Herzlich Willkommen bei START-Wien!

Am 6. Juli war es endlich soweit: Kennenlernen mit den neuen Stipendiat*innen. Zunächst gab es ein Kennenlernspiel, wo jede*r ein Blatt Papier auf den Rücken geklebt bekam und dann alle sich gegenseitig was drauf schreiben konnten, wie z.B. „ist gut in Mathe“ oder „mag Katzen“. Zurück im Sesselkreis konnte jede*r seinen*ihren Zettel vorlesen und sagen was richtig geraten war und was nicht stimmt. So lernten wir uns gleich alle ein bisschen kennen und konnten auch schon viel zusammen lachen.

Dann stellte das START-Wien Team zusammen mit ein paar alten START-Hasen in Kleingruppen die verschiedenen Fördergruppen von START vor. So konnten alle Fragen zu Freundeskreis, START:Hilfe und START-Stipendium genau beantwortet werden. Nach allen Informationen packten wir die Picknickdecken, Bälle und Snacks ein, holten uns ein Eis für den Weg und gingen los zum Prater um dort noch mehr Stipendiat*innen zu treffen. Gemeinsam ließen wir den Tag ausklingen mit Plaudern, Ball spielen und freuten uns über all die neuen Bekanntschaften und, dass wir wieder gewachsen sind.

Thupten Weekly – Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship (1)

Das Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship („BFTF“) Programm, welches vom US-Außenministerium finanziert wird, ermöglicht Jugendlichen aus Europa und den USA im Rahmen eines vierwöchigen Programms transatlantische Beziehungen zu knüpfen und sich mit politischen und wirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. START-Oberösterreich Stipendiat Thupten nimmt heuer am BFTF Programm teil und berichtet von seinen Erfahrungen.

Am 29.Juni war es dann so weit. Ich würde mich mit anderen Jugendlichen aus 45 anderen Ländern auf dem Weg zu BFTF, einem Austauschprogramm des US State Departments an der Purdue University, begeben.

Schon am Flughafen fingen wir an, über Politik, Umwelt und Wirtschaft zu debattieren. Zu meiner Überraschung waren auch viele interessiert an der derzeitigen Lage in Österreich. Das Beste aber war, dass wir alle Spaß hatten. Nach einer 24-stündigen Reise kamen wir an der Purdue University an. Am ersten Tag machten wir (unter anderem) eine Campus Tour durch Purdue, wo wir alle durch den Brunnen laufen mussten. Anscheinend ist dies Tradition für Neuankömmlinge. Am Nachmittag hatten wir eine Reception, wo alle nacheinander etwas über sich sagen mussten. Als sich alle mit ihren Vorhaben, Talenten und Interessen vorstellten, fühlte ich mich an die START-StipendiatInnen erinnert.

Ein abenteuerliches Jahrestreffen auf der Burg Finstergrün

Ein Jahrestreffen wie kein anderer. Das diesjährige Jahrestreffen 2019 tagte im Burg Ramingstein. Dazu auch mittelalterliche Türen, riesige Tore, hohe, schmale Gänge sowie frische Bergluft auf/in 1000m Höhe.

Nach einer langen Busfahrt, mit einer kurzen Essenspause, am Fuße des Berges angekommen, mussten die Stipis ein steiles Gefälle, den Berg bis zur Burg raufgehen. Oben angekommen wurden wir empfangen und damit den Regeln vertraut gemacht.

Anschließend wurden Zimmer bezogen. Zu den Bedauern der Stipis, konnte das geplante Programm, die Fakelwanderung, aus Brandschutzgründen nicht stattfinden. Spontan kreierten die LKs ein neues Programm. Wir schauten uns die Burg näher an, spielten Vollyball – mit vollem Einsatz, die Flecken am Arm fürs viele Bridgen/ Britschen sind der Beweis dafür- und Fußball. Trotz sportlicher Ausübung ist die Nacht noch jung. Denn im Gemeinschaftsraum lauern Wölfe, Dorfbewohner, etc. – es wurde das Spiel „Werwolf“ gespielt.

Am nächsten Tag, hatten wir einen Kräuterworkshop, bei welchem wir Tee mixten, neue Salzmischungen kreierten und Aufstriche für Stockbrot, welches fürs Lagerfeuer gedacht war, machten. Doch auch hier, zum Bedauern der Stipis, musste das Lagerfeuer aufgrund von Nässe abgeblasen werden. Nichtsdestotrotz, ließen wir uns davon nicht die Laune verderben und brachen zum Silberbergwerk auf. Übermotiviert nahmen wir den steilen und schwierigen Weg, statt den leichten und angenehmen Weg. Oben angekommen wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und bekamen gelbe Schutzanzüge – wir sahen wie kleine Bauarbeiter, wie kleine Miniens aus. Anschließend machten sich die beiden Gruppen zeit verschoben, separat durchs Silberbergwerk. Begeistert von Steinen und dem Bergwerk ließen wir uns von 8 Grad im Bergwerk nichts anhaben, denn Fragen waren genauso präsent wie das Interesse. Nach diesem Programm gab es schließlich Abendessen und ein gemütliches Spielabend im Gemeinschaftsraum.

Am nächsten Tag leider mussten wir schon abreisen. So kurz und schmerzlos der Abschied vom schönen Ort war, desto anstrengender stellte sich die Busfahrt für einige. Übelkeit und eine baldige Entleerungspause/ Kotzpause waren die Folge, der langen Busfahrt. Die Stipis aber lassen sich davon nicht die Laune verderben. Sie sorgen sich zuerst um ihre Freunde/Freundinnen, denen es schlecht geht und spielen leise hinten im Bus „Werwolf“. Mit einem „Auuuu“ geht das Jahrestreffen dieses Jahr zu Ende.

Das Jahrestreffen war zwar kurz aber sehr spannend, wir sind uns dadurch näher gekommen und hatten viel Spaß miteinander vor allem die Spiele Volleyball und Das Spiel „Werwolf“ hat uns an Laune gehalten. Außerdem sind wir noch einen steilen Berg geschrieben, mit einer kleinen Essenspause, und haben eine Führung durch die Silberbergwerk bekommen. Was sehr interessant war, war die sehr kühle Temperatur, circa 8 Grad, und die sehr informativen Infos die wir zwischendurch bekommen. Ein tolles Erlebnis mit START! -Balqiz

Ich fand es schade, dass wir kein Lagerfeuer hatten und auch keine Fackelwanderung, dennoch waren viele von uns das 1. Mal in einem Bergwerk und ich denke, dass es wirklich allen gefallen hat! Die Übernachtung auf einer Burg war überhaupt das Beste. Plus wir konnten nicht wirklich am Handy sein und haben viel Zeit miteinander verbracht & somit generell mehr miteinander geredet. Insgesamt fand ich es wirklich gut und die Natur hat uns allen gut getan!! -Aylin

Die Idee in einer Burg zu übernachten, ist großartig. Ich habe mich auf das Jahrestreffen sehr gefreut. Die Burg war auch groß und schön. Die interessante historische Geschichte dahinter ist auch faszinierend. Beim Jahrestreffen habe ich andere Stipendiaten und Stipendiatinnen noch besser kennengelernt (vor allem Maturanten) weil wir mehr Zeit miteinander verbracht haben. Ich habe mich auf das Lagerfeuer gefreut, jedoch hat es wegen dem schlechten Wetters nicht stattgefunden. -Shehab

Meine letzte START Veranstaltung mit der ganzen Gruppe – das Jahrestreffen. Eine sehr gelungene Veranstaltung! Obwohl es aufgrund des Regens zu einigen Kürzungen kam, hielt das uns nicht ab Spaß zu haben. Ob nun Volleyball, Tischtennis gegen Anna oder gar Katrin Bernd oder der Favorit unter den meisten „Werwolf“. Spaß hatten wir eine Menge, selbst wenn wir grade dabei waren einen Berg zu besteigen, oder in einem Bergwerk waren. 8°C hielten uns nicht davon ab die Zeit zu genießen. Die Ambiente in der Burg war auch toll. Nicht zu vergessen das Wasser! Als „leidenschaftlicher“ Wassertrinker ist mehr der Unterschied zum Wiener Wasser sofort aufgefallen. Man trinkt halt nicht immer von einer Bergquelle. Trotz der missglückten Pläne war es toll. Wer weiß vielleicht wäre es ja nicht so toll ausgegangen, wenn das Wetter uns nicht einen Strich durch die Rechnung gezogen hätte? -Erem

START-NÖ auf Jahrestreffen am Erlaufsee

Zum Abschluss des Schuljahres ging es für die StipendiatInnen diesmal ins südliche Mostviertel an den schönen Erlaufsee. Kletterpark, Floßbauen, Schwimmen und ein Lagerfeuer (mit leckeren selbstgemachten Hollerstrauben) standen ebenso auf dem Programm wie eine Wanderung auf der Gemeindealpe. Die Abende wurden meistens mit lustigen Werwolf-Spielen verbracht. Die StipendiatInnen berichten:

Unser heuriges Jahrestreffen war besonders lustig für mich, es hat sehr viel Spaß gemacht den Kletterpark zu besuchen bzw. auf die Stationen zu klettern – es war eben was Neues für mich. Unser selbst gemachtes Boot hat uns bewiesen wie wir sehr gut in einer Gruppe arbeiten könnten und wie wir dabei erfolgreich sein können. Ich war vom Abendprogramm sehr überrascht, dass viele dabei teilgenommen haben, um die Zeit miteinander zu genießen. Zu guter Letzt haben wir eine schöne Wanderung gehabt, nach der wir am Erlaufsee gelandet sind. Eins darf ich nicht vergessen, nämlich unsere neue START-Flasche 😉

Adham

Das Jahrestreffen ist das beste und schönste Erlebnis meines Lebens. Die Zeit, die ich dort mit allen verbracht habe, ist unvergesslich und schön. Wir waren am Erlaufsee, dort haben wir verschiedene Aktivitäten gemacht. Eine davon war Klettern, das hat mir sehr gefallen, da klettern zu meinen Hobbys zählt. Wir haben auch ein Floß gebaut, dabei haben alle geholfen. Die Zusammenarbeit und wie wir uns gegenseitig geholfen haben, hat mir ein schönes Gefühl gegeben als wäre START meine zweite Familie. Die Betreuung von Stefanie und Katrin war sehr nett und hilfreich wie immer.

Asmaa

Die Entscheidung, an den Erlaufsee zu fahren, erwies sich als die einzig richtige. Denn bei diesem Wetter braucht man Abkühlung und kann kaum etwas anders unternehmen. Nichtsdestotrotz haben wir davor eine anspruchsvolle und körperlich anstrengende Aufgabe gemeistert, nämlich den Kletterpark. Danach ging es los mit dem Floßbauen, das nicht so einfach war, wie es man sich vorstellte. Dann kam der Höhepunkt des Jahrestreffens, da durften wir endlich ins Wasser. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Sessellift auf den Berggipfel und konnten die wunderbare Aussicht genießen, bevor wir den Berg hinunter wanderten. Das Jahrestreffen war für mich eine sehr schöne Mischung an körperlicher und kognitiver Anstrengung (dank den vielen Werwolf-Spielen).

Taha

Das Jahrestreffen war viel schöner als ich mir vorgestellt habe. Zum ersten Mal fühlte ich mich in einem Team, das wirklich einander hilft. Zum Beispiel beim Klettern, viele die klettern konnten und keine Höhenangst hatten, haben auf die anderen aufgepasst und sie haben die anderen motiviert damit sie nicht gleich aufgeben. Das kann man mit Lebenszielen vergleichen, dass man weitergeht, auch wenn es schwierig wird. Beim Floß bauen gab es anfangs Streit, weil wir keinen guten Plan hatten. Aber nachdem wir angefangen haben zu bauen, hat es irgendwie funktioniert und jeder hat mitgeholfen, auch wenn wir z.B. nicht gut Knoten machen konnten. Beim Schwimmen waren auch alle für einander da und haben einander geholfen und unterstützt. Am Abend haben wir oft Werwolf gespielt, was auch sehr lustig war! Danke an alle, die mit waren, und auch an Katrin und Stefanie!

Khlod

START-Salzburg: Jahrestreffen am Attersee

Bei herrlichem Wetter brachen die Salzburger Stipendiatinnen und Stipendiaten am Freitag, 28. Juni am Hauptbahnhof in Richtung Oberösterreich auf. Das Ziel war Litzlberg am Attersee, wo ein abwechslungsreiches Outdoor-Programm auf uns wartete. Untergebracht waren wir im Jugendgästehaus LITZ, das vom Österreichischen Jugendrotkreuz geführt wird. Am Freitag Abend war Zeit, nach dem Abendessen und der Besprechung den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Am nächsten Morgen wartete bereits Erlebnispädagogin Eva auf uns. Sie hatte eine knifflige Aufgabe für die Stipendiatinnen und Stipendiaten: Aus verschiedenen Stöcken, Brettern, Rädern, Seilen und Planen sollten wir ein Flintstone Auto bauen. Zu diesem Zweck wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Nach kurzen Überlegungen ging es ans Werk und mit Teamgeist und guten Ideen gelang es uns, zwei funktionstüchtige Autos zusammenzubauen. Einige Teammitglieder wurden zu Marktingleiter*innen bestellt, um den Namen und die Werbestrategie für die Vermarktung des Wagens auszuarbeiten. Jede Gruppe durfte ihr Auto vorstellen und bewerben, dann musste der Beweis angetreten werden: Über einen kleinen Abhang durfte jede Gruppe fahren, wichtig war es, dass alle Gruppenmitglieder darauf Platz fanden. Beide Fahrzeuge bestanden den Praxistest, Eva lobte unsere gute Arbeit und die vorbildliche Zusammenarbeit.

Am Nachmittag stand Bogenschießen am Programm. Eva erklärte uns kurz die Grundlagen, dann ging es schon ans Werk. Beim Bogenschießen sind Disziplin und Konzentration erforderlich, wenn man ins Schwarze treffen will. Die Schwierigkeit wurde laufend angepasst, am späten Nachmittag erlegten wir unsere ersten Tiere aus Kunststoff. Nach dieser sportlichen Aktivität in der Sonne tat uns eine Abkühlung gut und ein Teil der Gruppe ging zum nahen Attersee, um sich zu erfrischen.

Nach dem Abendessen stand ein weiterer Höhepunkt am Programm: Gemeinsam mit einer Kräuterpädagogin machten wir eine Nachtwanderung zum Moor, wo uns viele besondere Pflanzen und Tiere (und leider auch Stechmücken) begegneten. Es wurde langsam dunkel und am Rückweg spazierten wir durch einen Wald, wo hunderte Glühwürmchen leuchteten. Es war wunderschön und viele sahen zum ersten Mal in ihrem Leben diese besonderen Käfer. Am Sonntag Vormittag beendeten wir das Jahrestreffen mit vielen spannenden Gruppenspielen, bevor wir uns nach dem Mittagessen wieder auf den Weg nach Salzburg machten.

START-OÖ Pate der Energie AG gratuliert zur Matura

Um nochmal persönlich mit (noch) START-OÖ Stipendiatin Chrislane über ihren großen Erfolg, die eben bestandene Matura, zu sprechen und mehr über ihre Zukunftspläne zu erfahren, wurde sie von ihre Paten von der Energie AG eingeladen. Bei einem sehr herzlichen Empfang durch Frau Ablinger-Steidl und Herrn Blätterbinder gab es viele lobende und wertschätzende Worte für ihre Leistungen.

Chrislane konnte als Patenschülerin der Energie AG auch ein Praktikum im Haus absolvieren und nun führt sie der Weg nach Wien um an der WU Wirtschaftsrecht zu studieren.

Nach der Überreichung eines großzügigen Maturageschenkes inklusive Blumenstrauß, wurde noch vereinbart auch in Zukunft in Kontakt zu bleiben. Chrislane bedankte sich herzlich für die tatkräftige Unterstützung bei ihren Paten, welche sie über drei Jahre begleitet und bei Herausforderungen stets mitgefiebert haben.

An dieser Stelle wollen wir uns nochmal bei euch bedanken: Vielen Dank für diese gute Patenschaft und die tolle Unterstützung, die ihr unseren Stipendiat*innen zukommen lässt.

English with Maude

Am 18.01.2019 hatten wir unsere erste Nachhilfestunde mit Maude, mit 8 Teilnehmern aus den verschiedensten Herkünften lernten wir eine gemeinsame Sprache. In „English with Maude“ war es uns verboten auf Deutsch und andere Sprachen zu sprechen. Die einzige Sprache die wir in den Stunden mit Maude kannten, war Englisch.

Ziel dieser Stunden war es uns Vertrauen zu schenken, dass wir uns trauen Englisch zu reden, auch wenn es nicht perfekt ist. Wir trafen uns jeden Freitag für eine Stunde Englisch, auch wenn man meint, dass es wenig ist, konnten wir diese Stunden doch effektiv nutzen und daraus lernen. Durch ihre sanfte, lustige und freundliche Art hat es Maude geschafft, dass wir uns trauen Englisch zu reden und aus unsere Comfort – Zone raus zutrauen. Die Gestaltung der Stunden war meistens offen, das heißt, dass wir die Themen aussuchen konnten, über die wir sprechen wollten. So kamen Themen wie: Herkunft, Gesellschaft, Integration, Geschlechter, Zukunft, Träume und Wünsche usw. vor.

Ich, persönlich empfand die Stunden als sehr angenehm, weil die Lernstunden nicht so gestaltet waren, wie in der Schule. Wir hatten kein Lernstoff, an dem wir gebunden waren. Es hat sich mehr so angefühlt, als ob man mit Kollegen sitzt und sich auf Englisch unterhält. Durch diese Atmosphäre hatte man nicht das Gefühlt für seine Englischkenntnisse mit Noten bewertet zu werden, sondern dadurch konnten wir viel freier reden und unsere Hemmungen und Ängste über Bord werfen.

Ich bin mir sicher, dass die Anderen genau so empfinden wie ich und wünsche allen, dass sie ihre Sprachkenntnisse weiterentwickeln und auch in der Öffentlichkeit den Mut haben diese zu zeigen. Zum Schluss möchte ich mich bei Maude bedanken, die sich extra Zeit für uns genommen hat und immer mit Freude und Leidenschaft dabei war.

Ein Bericht von START-Stipendiat Tamir.

100 Jahre Frauenwahlrecht im Volkskundemuseum

Vor 100 Jahren durften Frauen in Österreich das erste Mal wählen. Diesem Jubiläum ist eine Ausstellung im Volkskundemuseum in Wien gewidmet, welche Stipendiat*innen aus Wien und Niederösterreich besuchten. In mehreren Räumen wurden verschiedene Aspekte des Kampfes für das Frauenwahlrecht – historisch wie auch aktuell – aufgearbeitet. Auf einer Weltkarte konnte nachvollzogen werden in welchen Ländern wann das Frauenwahlrecht eingeführt wurde und auch wo Frauen nach wie vor nicht Wählen dürfen wie z.B. Saudi Arabien oder Westsahara.

Wir erfuhren auch viel über die österreichische Frauenbewegung und wie sich Frauen dafür einsetzten z.B. die Lebensbedingungen von Arbeiterinnen zu verbessern. Die zentrale Forderung „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ist beispielsweise bis heute noch nicht in allen Arbeitsbereichen Realität. Auch hatten es Frauen in der Politik anfangs schwer, weil sie sich in einem männlichen dominierten Feld bewegten. So wurde und wird noch immer Kleidung von Poltikerinnen besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Angela Merkel wurde hierfür als Beispiel angeführt, man kann es aber aktuell auch bei Bundeskanzlerin Bierlein verfolgen.

Der heutige Besuch im Volkskundemuseum zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht war ein sehr spannender und vor allem bewegender Besuch. Man konnte Schritt für Schritt sehen wie wir Frauen es geschafft haben eine Stimme in der Politik zu bekommen. Jedoch wurde uns auch klar, dass heute noch in einigen Ländern Frauen nicht wählen gehen dürfen, was ziemlich erschreckend war. Dadurch, dass wir Stipendiaten selber zu einem gewissen Thema Informationen sammeln mussten und sie dann präsentieren mussten blieb die Führung spannungsreich. Anschließend konnten wir im „Parlament“ unsere Träume, Wünsche und Ziele laut vor den anderen aussprechen und unsere Gruppengemeinschaft stärken.

Mia

START-OÖ auf Jahrestreffen im Böhmerwald

Von 21. Juni bis 23. Juni erwartete START-OÖ Stipis und Freund*innen das Jahrestreffen in Klaffer am Hochficht, um die Erfolge des vergangenen Schuljahres zu feiern.

Die Stipendiaten Viola und Yusuf berichten:

„Das Wochenende startete mit einer Bus- und Zugfahrt, wobei Freude und gute Laune stets präsent waren. Als wir in der Unterkunft ankamen, war das Erste, was wir taten, die Betten zu beziehen. Die jeweiligen Zimmergenossen machten es sich gemütlich in der neuen Umgebung und erkundeten diese auch.
Danach folgte eine kurze Besprechung und Schilderung des Tagesplans von Nadja und Anna. Besonders engagierte Stipis bekamen Awards, aber auch der Rest verblieb nicht ohne Geschenke. Alle bekamen schwarze und weiße T-Shirts mit der arabischen Aufschrift „START“. Der Tag am neuen Ort konnte somit richtig starten.
Gemeinsam spazierten wir zum See, der in der Nähe war und genossen zusammen die Sonnenstrahlen, die auf unsere Haut prallten. Einige spielten Beachvolleyball, andere sprangen sofort in den See und ein paar unterhielten sich untereinander.
Als sich der Tag zu Ende neigte, verließen wir den See und kehrten zurück zu unseren Zimmern, um uns schon auf das geplante Feuerlager vorzubereiten. Zum Glück spielte das Wetter mit und neben leckeren Marshmallows und lustigen Unterhaltungen, bekamen Nadja und Anna auch von uns Geschenke und durften dabei sogar ein Spiel spielen.
Als es schon so dunkel war, dass auch der Letzte unserer Stipis gähnen musste, begaben wir uns in unsere Zimmer und schliefen tief und fest, ermüdet vom aufregenden Tag.“

„Am Samstag waren wieder alle ausgeruht, und der Tag startete mit einem leckern Frühstück in unserer Unterkunft. Am Vormittag wäre ein Bubble-Soccer Turnier geplant gewesen, doch leider spielte das Wetter nicht mit. Es war zu windig, doch zum Glück blieb es den ganzen Tag trocken.

So verbrachten wir den Tag gemeinsam, wir spielten Tischtennis, Werwolf und Activity. Vor allem führten wir viele Gespräche, dadurch lernten wir uns alle noch besser kennen. Nach dem Mittagessen machten wir eine Schnitzeljagd durch Klaffer. Eingeteilt in zwei Gruppen musst wir viele lustige Aufgaben erledigen. Beispielsweise schossen wir ein cooles Selfie mit einer Ziege, choreografierten einen „START-Jahrestreffentanz“ und komponierten eine „START-Hymne“.

Nach dem Abendessen nutzten wir noch die Zeit und gingen zum See. Einige spielten Beachvolleyball, die anderen genossen das Wasser. Als am späten Abend ein Gewitter aufzog, gingen wir wieder in die Unterkunft und ließen den Tag mit Activity und tollen Gesprächen ausklingen.“

Am dritten Tag unseres Jahrestreffens hatten wir das Meiste schon erlebt. Es regnete und wir nutzten den Tag produktiv. Mit gepackten Koffern und satten Mägen ließen wir das Jahr revuee passieren. In Gruppen aufgeteilt schrieben wir auf, was uns gefallen hat, was wir anders machen können und was wir uns für die Zukunft wünschen. Nicht nur innerhalb der Gruppen, sondern später auch mit der gesamten START-OÖ Family tauschten wir unsere Perspektiven aus und berieten uns gegenseitig. In Folge dessen wurden noch die letzten Schlussabrechnungen für das Jahr gemacht und wir machten uns wieder auf den Heimweg.“

Eine neue START-OÖ Generation wurde gewählt

Die bereits 7. START-OÖ Generation wurde am Donnerstag, den 19 Juli von einer Jury, bestehend aus START-Förderern und Paten, gewählt.

Aus 46 Bewerber*innen für ein START-Stipendium wurden 14 für ein persönliches Gespräch einladen. In dreier Teams wurde vorab eine Teamaufgabe gelöst, um sich im Anschluss einer nach dem anderen vor der Jury zu präsentieren. Die anfängliche Nervosität verfiel bei allen sehr schnell und die Jury war von der Vielfältigkeit und Motivation der Jugendlichen sehr beeindruck.

Ein großer Dank geht hiermit an die diesjährige Jury, welche mit großer Sorgfalt die Schüler*innen auswählte: Herr Mag. Florian Brunner (RLB OÖ), Frau Mag. Friederike Koll (Land Oberösterreich), Herr Dipl.-Ing. Alfred Mar (Rotary Club Wels-Nova), Herr Mag. Werner Watzinger (Rotary Club Wels-Nova) und START-Geschäftsführerin Frau DSA Katrin Bernd, MSM.

Die acht neuen Stipendiat*innen werden am Montag, den 7. Oktober in der RLB OÖ offiziell bei der START-Begrüßungsfeier in das Stipendienprogramm aufgenommen und ihre Stipendienurkunden erhalten.

Allen Bewerber*innen, die heuer kein Stipendium erhalten haben, wünschen wir trotzdem alles Gute für die schulische Zukunft! – Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr!

Besuch des 20. europäischen und internationalen visuellen Theater Festival

Am 7. Juni 2019 haben sich vier Stipendiat*innen aus Niederösterreich und sechs Stipendiat*innen aus Wien vor dem Theater Spielraum getroffen, um etwas Außergewöhnliches nämlich das Theaterstück „Off Kilter“ im Zuge des 20. europäischen und internationalen visuellen Theater Festival anzuschauen. Das Stück wurde von einem gehörlosen Schauspieler bzw. Regisseur namens Ramesh Meyyappan aus Singapur gespielt.

In dem Stück ging es um das Leben eines Mannes namens Joe Kilter, der seinen Job verliert und das jedoch irgendwie akzeptieren muss. Es hat sich alles um die Begabung des Schauspielers gedreht, wie er ohne Worte aufgetreten ist und seine Zuschauer, die sowohl Gehörlose als auch Hörende waren, nur mit Gestik und Körpersprache zu unterhalten und ihnen das Geschehen zu vermitteln. Der talentierte Schauspieler hat uns alleine (nur mit Hintergrundmusik) in einer Stunde mit seiner Aufführung voller Zauberei, Humor und Spaß so begeistert, dass wir das plötzliche Ende gar nicht erwartet haben und noch mehr sehen wollten. Und so mussten wir uns verabschieden und nach Hause fahren.

Bericht: Sabiha Moradi

Oblivion

Im Rahmen der Wiener Festwochen 2019 besuchte START-Wien die Kunstperformance „Oblivion“ der Künstlerin Sarah Vanhee. Die Künstlerin hatte ein Jahr lang ihren virtuellen und realen Müll gesammelt, welchen sie aus den Kartons ausräumte, während sie mit dem Publikum sprach.

START-Wien Stipendiat Erem hat seine Eindrücke der Kunstperformance fest gehalten: „Das Oblivion, ein unvergessliches Theater. Die Schauspielerin sprach durchgehend auf Englisch, zeitweise auch auf Spanisch und Französisch. Nach und nach entleerte sie mit Müll gefüllt Kartons. Zu Beginn konnte man davon ausgehen, dass sie den Kontinent Nordamerika formt, jedoch wurde dieser Gedanke schnell wiederlegt. Die Schauspielerin hat die gesamt Fläche mit ihrem Abfall befüllt. Müll, den sie über ein ganzes Jahr gesammelt hat. Müll, der schnell ins Vergessene gerät. Müll, den man gar nicht als Müll zählen würde. Das Stück an sich hatte ein gutes Konzept, denn es soll das Publikum dazu animieren mehr auf die eigene Müllproduktion zu achten. Die Umsetzung bzw. die Performance konnte diesen Gedanken aber nicht übermitteln. Hierzu hatte das Stück auch noch unnötige Länge, die dem Ganzen eine fadisierende Eigenschaft gab. Trotz der eher schlechteren Umsetzung, muss ich auch sagen, dass ich zu meinem Teil auch ein besseren Bewusstsein für meine Müllproduktion habe.“

Ein paar Gedanken unserer START-Wien Stipendiat*innen zu ihrem eigenen Konsum und der Müllvermeidung:

Dieses Jahr war ich zum ersten mal bei den Wiener Festwochen und ehrlich gesagt war ich etwas enttäuscht, weil die Erzählungen von den Vorstellungen viel interessanter waren als wie die, die ich besucht habe. Es war heftig mit anzusehen das ein Mensch in einem Jahr der relativ nachhaltig bereits lebt, trotzdem so viel Müll verursacht. Jedoch war die Art der Präsentation sehr öde. Es war trotzdem schön wieder Stipis zu sehen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. -Edison

Mein eigener Konsum für Müll ist, dass ich versuche, wie weit ich kann, Papier Müll und Bio Müll von anderen Müll trenne. Ich habe eine nette Bekannte und wir tauschen unsere Kleidung und Schuhe, um unsere Umwelt schützen und weniger Sache kaufen. Ich muss sagen, dass wir nicht nur Kleidung und Schuhe tauschen, sondern auch andere Dinge zum Beispiel Bücher, DVD usw.
Ich benutze die alte Zeitungspapier als Papier Geschenk. Mit solchen Kleinigkeiten versuche ich wenigstens etwas gutes zu tun. -Stella

Ich bin der Meinung, dass das Konzept interessant ist, jedoch die Umsetzung nicht, wobei ich sagen muss, dass die Idee, die Menge an produziertem Müll innerhalb eines Jahres zu zeigen, an und für sich gar nicht so schlecht ist, allerdings zu lang gedauert hat, dass es einem irgendwann auf die Nerven ging. Ich bin ein Typ, der Sachen mehrmals verwendet, d.h. ich verzichte nicht ganz auf Plastik, aber ich versuche die Sachen so oft zu verwenden, bis sie wirklich kaputt gehen (z.B. meine Wasserflasche, Plastiksackerl, usw…). Also ich kaufe mir keine neuen Sachen bevor die alten wirklich alt werden. Ich konsumiere auch nicht sehr viel Fleisch. Einerseits weil es mir nicht wirklich schmeckt. Andererseits weil man Fleisch durch zahlreiche Lebensmittel ersetzen kann, die keinem Lebewesen schaden. -Rosetta

Das Konzept der Kunstperformence fand ich toll, aber die Ausführung könnte besser sein. Auch wenn die Ausführung etwas holprig war, ist mir während der ganzen Performance mein eigener Konsum bewusst geworden und wie viel ich eigentlich an Müll einsparen könnte. Anstatt zum Supermarkt und dort Tomaten in einer Plastikschale zu kaufen, könnte ich mit einer Stofftasche zum Bauernmarkt gehen und mir dort verpackungslose Tomaten holen. Anstatt mir neue Zahnbürstenköpfe für die elektronische Zahnbürste zu kaufen, könnte ich den jetzigen Kopf mit heißem Wasser übergießen oder in den Kühlfach legen, sodass die Bakterien absterben. Anstatt … und so weiter. Es gibt so vieles an dem ich etwas verbessern kann und das hat mir die Kunstperformance gezeigt. -Ebru

Europe Day!

Ein europapolitischer Tag für START-Wien und START-Niederösterreich.

Die EU-Wahlen liegen hinter uns, der Brexit gestaltet die tagespolitischen Nachrichten und START-Wien & START-Niederösterreich schließen ihren EU-Schwerpunkt mit einem Besuch des Außenministeriums und Haus der EU ab. Wir möchten uns bei Emira Abidi für die Organisation & den Besuch im Außenministerium, der Europapolitik-Vortragenden mit Schwerpunkt Brexit Olivia Legradi und Bernhard Kühr für den Vortrag im Haus der EU und das Planspiel „EU-Gesetzgebungen“ bedanken.

„Der Besuch im Außenministerium war sehr lehrreich. Es hat mit einer kurzen Vorstellung im Alois Mock Saal begonnen, dort wurden uns die Fresken erläutert und erklärt. Danach bekamen wir einen kurzen Überblick über die EU. Das heißt wie es zu Gesetzgebungen kommt und wie es mit dem Brexit aussieht und was für Komplikationen damit in Verbindung stehen. Mir wurde noch nie in so einer kurzen Zeit der Überblick über Europa erteilt. Danke für diesen Workshop. Der Besuch im Haus der Europäischen Union war wir eine Rückblende nach Berlin. Wir haben uns in das europäische Parlament, Ministerrat und in die Kommission aufgeteilt dort haben wir eine Richtlinie ausdiskutiert. Es war sehr spannend das wiedermal zu erleben.“ fasst Salma den Europe Day! zusammen.

Das Außenministerium heute hat mir super gut gefallen. Vor allem weil ich erfahren konnte wofür das Außenministerium tatsächlich zuständig ist und wie vielfältig ihre Aufgabenbereich ist. Am spannendsten fand ich die Diskussion über den Brexit. Anschließend waren wir im Haus der EU wovor ich mir etwas mehr erhofft hatte. Einiges davon wusste ich bereits aber auch bei dieser Führung konnten mir einige wichtige Fragen beantwortet werden. -Edison

Bei dem ersten Teil des Workshops im Außenministerium habe ich über die Tätigkeitsbereichen des Ministeriums und über die Außenministerin Österreichs und noch dazu über die Räumlichkeit erfahren. Bei dem zweiten Teil, wo wir im kühlen Gebäude des Haus der Europäischen Union waren, hat es mir gut gefallen, als wir eine Richtlinie ausdiskutiert haben, um die Beziehung zwischen europäischen Institutionen zu verstehen. Weiters fand ich sehr informativ, dass wir die EU Regelungen und Binnenmarkt besprochen haben. Es war ein sehr heißer Tag aber ich habe mich sehr gefreut, dass wir eine Goodie Tasche bekommen haben und in der Pause gemeinsam Eis essen durften. -Sabiha

Ich fand den Workshop „Europa Day“ sehr interessant. Ich habe zum ersten Mal das Außenministerium und das Haus der europäischen Union besucht. Wie immer war der Workshop sehr vorteilhaft für mich. Besonder interessant war das Spiel “ Institutionelles Dreieck“ (Europäische Kommission, Parlament, Ministerrat), in dem wir in drei Gruppen aufgeteilt und in verschiedenen Rollen eingesetzt wurden. Allgemein will ich sagen, dass wir zwischen uns trotz warmen Wetter angenehmen Atmosphäre hatten. -Sakaria

Der heutige WS war ziemlich informative. Jedoch fand ich den ersten Teil des WSs, also im Außenministerium, interessanter, weil mich die Themen mehr interessiert haben. 
Das was wir im Haus der Europäischen Union gemacht haben, war für mich nicht etwas neues. -Israa

Der Besuch im Außenministerium war sehr lehrreich. Wir haben eine Führung im Alios Mock Saal und einen überblick über die Tätigkeiten der Außenminister bekamen. Eigentlich habe ich heute eine andere Interesse entwickelt, während sie uns das alles erzählt haben. So ich Danke START!! -Himanshi

Zu Besuch in der AMAG- Austria Metall AG

Der START-OÖ Pate der ersten Stunde lud unsere Stipendiat*innen nach Ranshofen ein, um dort einen sehr spannenden gemeinsamen Tag zu verbringen. AMAG-Personalleiter Paul Benischek empfing seine Patenschülerin Karmina und acht weitere Stipendiat*innen am Dienstag vormittag im AMAG Standort Ranshofen.

AMAG-Patenschülerin Karmina berichtet von diesem Tag:

„Am Dienstag hatten wir Stipis die Gelegenheit meine Patenfirma AMAG in Ranshofen bei Braunau zu besuchen und mehr über die Produktion und vorallem die sehr spannende Firmengeschichte zu erfahren. Während einer Führung durch den Standort, konnten wir uns verschiedene Anlagen ansehen. Das Warm – und Kaltwalzwerk zum Beispiel. Dort werden die riesen Aluminiumbleche hergestellt. Es ist sehr heiss in diesen Hallen und was uns allen aufgefallen ist: Es sind nicht viele Menschen die in den Hallen arbeiten, denn der Großteil ist schon automatisiert.

Die AMAG produziert in Österreich Produkte aus Aluminium Guss und Walzprodukte von bester Qualität. Sie liefern auch flüssige Aluminium an Orte, die nicht mehr als 500 km von Ranshofen enfernt sind. Der Rohstoff aus dem Aluminium erzeugt wird ist Bauxit und man braucht sich keine Sorgen machen, dass er ausgeht da es sehr viele Vorkommen gibt. Was ein besonderer Vorteil gegenüber dem Stahl ist: 75-80% des Materials wird von Aluminiumschrott hergestellt, recyclet und wieder verwendet. Man kann Aluminium nämlich unendlich oft recylen. Die AMAG ist umweltfreundlich und hat für die Zukunft große Ziele, denn sie unterscheidet sich von anderen Aluminiumproduzenten nicht nur durch ihre Qualität, sondern auch durch ihre speziellen Produkte. Sie haben alle verschiedenen Legierungen an einem Standort.

Wir bekamen dann auch noch einen kurzen Vortrag zu den Ausbildungsmöglichkeiten in der AMAG. Sie suchen sehr viele Lehrlinge und von denen die sich bewerben, nehmen sie die Besten, denn sie investieren in sie und geben ihnen gute Arbeitsplätze um eine freundliche Betriebsklima und qualitative Produktion zu schaffen.

Am Ende der Führung durch das Betriebsgelände erklärt uns Herr Benischek noch wie wichtig Sicherheit in diesem Areal ist und dass die AMAG sehr darum bemüht ist, dass die Mitarbeiter zufrieden sind und ein gutes Klima herrscht. Die Mitarbeiter essen übrigens sehr viele Leberkässemmeln in der Kantine : )

Und als wäre das noch nicht genug, hat uns Herr Benischek in ein sehr schönes Restaurant zum Essen eingeladen. Dort konnten wir noch ein bisschen persönlicher reden und wir Stipis erzählten ihm von unseren Plänen für die Zukunft. Herr Benischek hörte sehr interessiert zu.

Für diesen sehr schönen und besonders interessanten Tag, will ich mich herzlich bei meinem Paten bedanken! Danke auch, dass sie START und somit mich unterstützen und ich daher im nächsten Jahr meine Matura machen kann. „

Young-Leadership Seminar 2019

Von Samstag, den 8. Juni, bis Montag, den 10. Juni, fand im Axis in Linz das Young Leadership Seminar für alle Stipi-Sprecher*innen statt. Die 10 Stipisprecher*innen aus den verschiedenen Bundesländern verbrachten gemeinsam ein Wochenende, an dem sie vieles über Team-Building, Leadership-Skills und Oragnisation von Veranstaltungen gelernt haben.

Die Stipendiatensprecher Atila & Edi von START-Wien berichten:

Samstag, der 8. Juni 2019:
Unser Ankommen war um 14:00 Uhr am Linzer Hauptbahnhof. Dort haben wir die anderen Stipisprecher*innen getroffen. Anschließend sind wir gemeinsam zu der Herberge und anschließend ins Axis gefahren. Nach einer kurzen Erholung haben wir mit Nadja (Landeskoordinatorin Oberösterreich) das Kennenlernspiel gespielt. Dies half uns, uns gegenseitig besser kennenzulernen.

Danach haben wir unsere Rolle und Aufgaben als Stipisprecher*innen und unsere Erwartungen besprochen. Dieser Seminarteil war für uns sehr nützlich und legte den ersten Grundstock für das Zusammenarbeiten als Gruppe.

Nach einem leckeren Abendessen zeigten uns die die START-OÖ Stipisprecher die Stadt Linz und die schöne Donau. Um 23:00 Uhr waren wir wieder brav in der Herberge 😊.

Sonntag, der 9. Juni 2019:
Am nächsten Tag aufgestanden, begannen wir mit dem leckeren Frühstück in der Jugendherberge. Später im Axis-Büro durften wir den zweiten Teil mit Anna (START-OÖ Teamassistentin) beginnen. Es fing gemütlich an und die Atmosphäre war phänomenal. An diesem Tag ging es um „Arbeiten in dem Team“ und wir haben gelernt, wie man gemeinsam zurechtkommt.

Anna gab uns viel Input zum Thema Gruppendynamik und Leadership-Skills, ebenso wie Kommunikation, Feedback und Konfliktmanagement. Nach dem Mittagessen beschäftigten wir uns intensiv mit der Organisation des Bunten Abends am Bildungsseminar, welcher immer von uns Stipisprecher*innen organisiert wird. Unsere Referentin Nina hielt zusätzlich einen Input zu Moderation und Rhetorik.

Zudem, nachdem die theoretischen Grundsteine gelegt worden sind, begannen wir, das gelernte Wissen anzuwenden. In 2,5 Stunden planten wir gemeinsam im Team den groben Ablauf des Bunten Abends am Bildungsseminar.

Danach durften wir Stipisprecher*innen zum Kulturzentrum „DH 5“ in die Stadt marschieren und dort ihre Vorbereitung der beiden bunten Abende des Bildungsseminars ausüben bzw. Feedbacks geben, um die Planung besser gestalten zu können. Hauptsächlich ging’s darum, dass die Stipisprecher das für das Bildungsseminar ausgearbeitete Abendprogramm (sprich Moderation, grobe Aufgabenteilung, usw.), durch Erstproben darstellen würden. Der mit Mikrophons ausgestattete Raum des Kulturzentrums ermöglichte eine relativ realistische Darstellung für den Ablauf der zwei bunten Abende.

„Vor einem Mikrofon zu stehen und das Publikum durch eine Veranstaltung zu führen ist sicherlich nicht leicht. Durch das Young Leadership Seminar konnten wir dieses Defizit zum Beispiel ausgleichen und uns gegenseitig tollen Input geben.“

Stipisprecher Thupten

Nun, eine Pause nach einem vollen Tag haben die Stipisprecher verdient, somit wurden sie für den ganzen Abend entlassen, um die schöne Stadt Linz zu besichtigen und sich mit paar Freund*innen (Alumni) zu treffen.

Montag, der 10. Juni 2019:
Am 3. Tag ging der Tag in der Früh um 7:30 Uhr mit dem Frühstück los. Mit einer guten Auswahl konnten sich die Stipi-Sprecher für den bevorstehen Tag stärken. Gleich nach dem Frühstück ging es zum START-Büro im „Axis“. Dort folgte der 3. Seminarteil: Teambesprechung (Wie kommunizieren wir? Wie Aufgaben verteilen? Offene Fragen klären).

Im Seminarraum haben die Stipi-Sprecher*innen, zusammen beschlossen, wie sie in der Zukunft miteinander kommunizieren möchten. Dabei haben sie sich klare Regeln festgelegt, an denen sich jeder/jeder Stipi-Sprecher*in halten muss. Zum Beispiel haben sie beschlossen, dass die Stipi-Sprecher*innen jede Woche miteinander kommunizieren und sich austauschen sollten, damit sie den Kontakt pflegen und aktiv bleiben. Außerdem haben sie nahezu alle ihre Aufgaben für die Gestaltung des Bunten Abends am Bildungsseminar im Herbst zu Ende verteilt, sodass jeder weiß, für was er oder sie zuständig ist.

Um etwas zu entspannen und um den Kopf freizubekommen, sind alle dann in den Hof gegangen und haben sich auf Liegestühle hingelegt. Dabei konnten alle sich sehr gut unterhalten und lockern. Anschließend haben alle das „Werwolf-Spiel“ gespielt, welches sehr lustig und spannend war, und sicherlich nochmals zum Teambuilding beigetragen hat. Zu Mittag haben alle dann gemeinsam zu Mittag gegessen. Nadja hat chinesisches Essen bestellt, welches allen sehr gut geschmeckt hat. Nach der Stärkung zu Mittag sind die Stipi-Sprecher*innen wieder in dem Seminarraum gegangen, um noch offene Fragen zu klären und am Ende haben alle anschließend eine Feedbackrunde gemacht, wo nahezu nur positives zu hören war, viel Lob ausgesprochen wurde und sich viel bedankt wurde.

„Ich kann es sehr stark behaupten, dass das heurige Young-Leadership-Seminar sehr besser und informativer wie letztes Jahr war, da ich letztes Jahr auch dabei war. Die Seminare, die wir besucht haben, waren sehr interessant und diese Informationen kann man auch in normalem Alltagsleben verwenden. Ich freue mich sehr auf diesjährige Gruppe und sehe eine sehr starke Gruppendynamik und auch eine sehr gute Zusammenarbeit.
Ich bin sehr gespannt auf das Bildungsseminar, da wir sehr viele interessante Programmpunkte für den Bunten Abend vorbereitet haben und für viel Unterhaltung gesorgt sein wird.“

Stipi-Sprecher Gul

Alles in allem war das Seminar vom 8. bis 10. Juni ein einzigartiges Erlebnis, welches die Stipi-Sprecher*innen sicherlich nie vergessen werden. Durch dieses Seminar haben die Stipi-Sprecher*innen sich viel besser kennengelernt, und das ist wichtig für ein gutes, funktionsfähiges miteinander Arbeiten. Das Seminar hat den Stipi-Sprecher*innen ebenfalls ermöglicht, als Team zusammenzuwachsen.

Wir möchten uns nochmals bei allen Paten, Landeskoordinatorinnen und Katrin Bernd bedanken, die uns dieses Seminar ermöglicht haben. Wir freuen uns auf einen erfolgreichen Start in den Herbst und wünschen allen schöne Sommerferien.

Gesundheitsförderung für Mädchen und Burschen

Eva Moser vom FrauenGesundheitsZentrum und Reza Bahrami vom Institut für Männergesundheit waren am Freitag den 7. Juni 2019 bei START Salzburg zu Gast. Drei Stipendiatinnen und sechs Stipendiaten durften sich in getrennten Workshops zum Themenbereich Beziehungen, Sexualität und Selbstbestimmung austauschen und weiterbilden. Alle diese Themen betreffen Burschen und Mädchen gleichermaßen, aber eben auf unterschiedliche Weise. Das Projekt machte es möglich „voneinander etwas zu erfahren“ ohne direkt und persönlich fragen zu müssen. Die Zielsetzung des Workshops war es, Burschen zu einem partnerschaftlichen Beziehungsleben zu ermutigen und mit den Mädchen selbstbestimmte und aktive Partnerschaftsmodelle zu erarbeiten (Beziehung und Sexualität). Außerdem hatten die Stipendiatinnen und Stipendiaten Gelegenheit, in einem geschützten Rahmen und an ihren jeweiligen Themen zu arbeiten. Die Atmosphäre war sehr angenehm und es wurde viel gelacht. Die Jugendlichen konnten ihr Wissen erweitern und damit ihre Selbstwirksamkeit steigern. Wir danken Eva Moser und Reza Bahrami für die spannenden Workshops!

Der Mathematik Studienclub stellt sich vor!

Das Projekt Mathematik macht Freu(n)de entwickelt und erprobt Best Practices für moderne Unterrichtsgestaltung sowie die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen im Schulfach Mathematik. Mathematik macht Freu(n)de ist die Schöpfung von Univ.-Prof. Dr. Michael Eichmair und wird unter seiner Leitung als Kooperationsprojekt der Universität Wien und der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich durchgeführt.¹ START-Wien bedankt sich bei Michael Eichmair und Felix Heistinger, wie auch bei den Lehrenden für die Kooperation. Der Studienclub nimmt unseren Stipendiat*innen die Angst vor dem Fach Mathematik, veranschaulicht neue Lösungsansätze und erklärt komplexe Inhalte einfacher, wie auch verständlicher. Besondern freuen wir uns, dass wir dieses Semester das Angebot um einen Physikstudienclub erweitern konnten.

Das "Mathematik Studienclub" Team

Irene Baldauf

Die beiden Unterrichtsfächer von Irene sind Mathematik und Physik. Sie begleitet die Jugendlichen von START schon seit über einem Jahr und war auch diesmal wieder als Coach beim Mathematikkurs dabei.

„Ich arbeite sehr gerne mit den Jugendlichen zusammen. Sie bringen Lernbereitschaft und Offenheit mit. Dadurch lernen aber nicht nur die Jugendlichen viel dazu, sondern auch wir Coaches. Unsere Arbeit in den Studienclubs ist geprägt von Flexibilität und Innovation, was eine tolle Vorbereitung für unser zukünftiges Unterrichten darstellt.“

Felix Heistinger

Felix studiert die beiden Fächer Mathematik und Englisch auf Lehramt. Gemeinsam mit Irene Baldauf begleitet er seit mehr als einem Jahr Jugendliche von START im Fach Mathematik und er freut sich sehr, dass die START Studienclubs und damit auch das Team der Coaches seit dem ersten Mal so sehr gewachsen und sogar um das Fach Physik erweitert worden sind.

„Es ist immer wieder eine große Freude, die START Studienclubs zu gestalten und mit derartig engagierten und motivierten Jugendlichen zu arbeiten. Ich freue mich auf viele weitere Studienclubs und neue Formate, die wir den Stipis ab Herbst anbieten werden.“

Fabian Sucharda

Fabian maturierte im BRG Zehnergasse und befindet sich gerade im Masterstudium Lehramt. Seine beiden Fächer sind Mathematik und Sport. Der Sport hat für ihn einen hohen Stellenwert, daher baut er gerne „Energizer“ in die Mathematikkurse ein. Nach dem Studium möchte er in der Bildungsarbeit tätig sein.

„Die Start-Kurse sind in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Einerseits hat man die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler ein Semester lang zu betreuen und andererseits darf man mit engagierten und motivierten Schülerinnen und Schülern arbeiten. Es ist toll, wenn die Lernenden wirklich Interesse am Fach Mathematik haben. Die Leistung steht bei diesen Kursen aber für mich nicht im Vordergrund. Mir geht es vor allem um die Vermittlung von Spaß und Interesse am Fach Mathematik. Diese Bausteine führen zu einem einzigartigen Lern- und Arbeitsklima, in dem die Schülerinnen und Schüler vieles gemeinsam lernen und erarbeiten können.“

Ines Gabler

Ines studiert im achten Semester Lehramt in den Fächern Mathematik und Physik an der Universität Wien. Nach ihrem Bachelorabschluss wird sie neben dem Masterstudium in einer AHS im Zuge einer halben Lehrverpflichtung unterrichten.
Außerhalb des Studiums und den diversen NachhilfeschülerInnen, ist Ines sehr unternehmungslustig. Sie betätigt sich gerne sportlich und wenn es das Wetter zulässt, an der frischen Luft. Auch das Reisen darf bei ihr nie zu kurz kommen.

„Im START-Stipendium habe ich sehr viel Spaß daran gehabt, mit Jugendlichen aus verschiedenen Schulstufen auf einmal zu arbeiten. Das hat dazu geführt, dass sich die Lernenden auch gegenseitig helfen konnten. Natürlich bringt es einen großen Vorteil, dass die Schulerinnen und Schüler motiviert mitarbeiten, denn genau dann hat man den größten Lernerfolg. Jede Person aus unserer Gruppe konnte sich so zeigen wie sie ist, und hatte genügend Freiraum, um eigene Ideen und Lösungsansätze einzubringen.“

Hubert Koizar

Hubert studiert Mathematik und Physik auf Lehramt. Im Jahre 2016/17 leitete er im Zuge von Erasmus+ Konversationskurse auf Deutsch für Studenten in Spanien. Neben der Uni verbringt er sehr viel Zeit auf dem Eislaufplatz und auf der Bühne (bzw. dahinter), mit Brett- und Gesellschaftsspielen sowie im Kaffeehaus.

„Die Studienclubs bieten mir die phantastische Möglichkeit, einerseits schon Unterrichtserfahrung für meinen zukünftigen Beruf zu sammeln, andererseits aber auch die Begeisterung für Mathematik bei anderen aufflammen zu sehen. Durch das gute Betreuer-Teilnehmer-Verhältnis kann man als Coach viel besser auf die Teilnehmer eingehen, als das bei einer großen Gruppe der Fall wäre. Ich finde es toll, dass man nach nur ein paar Vormittagen – die noch dazu über mehrere Wochen verteilt sind – so einen starken Bezug zu den Jugendlichen aufgebaut hat.“

Laura Voglhofer

Laura beschäftigt sich gerne mit Mathematik und Geschichte. Sie möchte ihre Faszination mit anderen teilen und weitergeben. Sie verbringt viel Zeit in der Natur und schwingt gerne das Tanzbein. Laura arbeitet begeistert mit den StipendiatInnen von START zusammen. Sie bewundert das Miteinander, die Begeisterung und die Freude, mit der die StipendiatInnen beim Kurs teilnehmen.

„Jeder/jede bringt so viel mit. Schön ist, dass die Chance miteinander und auch voneinander zu lernen genutzt wird.“ 

Das "Physik Studienclub" Team

Martin Parcer

Martin studiert Mathematik und Physik auf Lehramt. Davor ist er in die HTL Ottakring gegangen. Erfahrungen mit dem Format Studienclub hat er in mehreren Intensivstudienclubs im Rahmen des Projekts Mathematik macht Freu(n)de, sowie nun auch in einem Studienclub, der sich mit dem Fach Physik beschäftigt hat, sammeln können.

„Das Arbeiten im Intensivstudienclub Mathematik ist für mich persönlich als angehender Lehrer sehr anregend. Ich kann Lerninhalte vermitteln, Lehr- und Lernmethoden ausprobieren und durch das Feedback der Lernenden Neues lernen. Die Schüler und Schülerinnen sind sehr unterschiedlich, genauso wie ihre Lernerwartungen und Lernvoraussetzungen. Besonders angenehm empfinde ich, dass die Schüler und Schülerinnen lernen wollen und genau wissen, was sie noch brauchen bzw. welche Themen sie intensiver besprechen wollen. Im Physik-Studienclub versuche ich stets, Lerninhalte, die die Schüler und Schülerinnen gelehrt bekommen wollen, zu vermitteln. Natürlich kann man einiges wiederholen und festigen, es ist aber leider nicht möglich in 8-10 Stunden vier bis acht Jahre Physik zu vermitteln.“

Michaela Miedler

Michaela hat das Lehramtsstudium für Mathematik und Physik abgeschlossen und studiert aktuell das Fachstudium Physik an der Universität Wien. An ihrem Studium gefällt ihr besonders der Versuch die Natur mit Hilfe von passenden Modellen zu beschreiben. In ihrer Freizeit ist sie oft bei der Donau anzutreffen oder beim Zeichnen.

„Ich habe die StipendiatInnen auf ihrem Weg zur Physik-Matura begleitet. Für mich war es bis auf die Pflichtpraktika während des Studiums die erste Erfahrung darin Physik zu unterrichten. Wir waren im Rahmen des Studienclubs sehr frei in der Themengestaltung und ich glaube, dass ich für mich und auch meinen Teamkollegen Martin Parcer sprechen kann, wenn ich sage, dass es uns sehr viel Freude bereitet hat. Die Jugendlichen habe ich als ausgesprochen motiviert und lernwillig erlebt. Ihre Fragen waren oft sehr tiefgehend und den Schulstoff weit übersteigend. Es freut mich zu sehen, dass es auch andere junge Menschen gibt, die sich, wie ich selbst, für Physik begeistern können. Besonders imponiert hat mir auch ihre positive Lebenseinstellung und ihre aufgeschlossenen Persönlichkeiten.“

¹ https://mathematikmachtfreunde.univie.ac.at/ (abgerufen am 06.06.2019)

Jus studieren? Berufsorientierung bei der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer

Ein ereignisreicher und praktischer Workshop mit Rollenspielen bei „Freshfields Bruckhaus Deringer“ über den START-Wien Stipendiatin Ebru berichtet.

Am Samstag, dem 1. Juni 2019, hat die Rechtsanwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer für uns ihre Türen geöffnet und die Stipendiaten und Stipendiatinnen eingeladen, um ihnen Berufe im Rechtswesen vorzustellen.

Mit Goodie Bags, kleinen Leckereien und Fruchtgetränken ausgestattet wurde den Stipendiaten und Stipendiatinnen eine Präsentation über das Dasein eines Juristen, Rechtsanwaltes, etc. gehalten. Anschließend wurde das Strafrecht erklärt und erläutert wie man in Kategorien eingeteilt wird je nachdem wie schwerwiegend das Vergehen war und unter welchem Einfluss die Person, die das Vergehen begangen hat, stand.

Dann kam das beste Part der Berufsorientierung: Nämlich die Fallstudie, ein kleines Theaterstück. Die Stipendiaten und Stipendiatinnen wurden in drei Gruppen, Staatsanwälte, Verteidiger und Richter, eingeteilt und haben den Fall des Kampfpiloten Lars Koch aus dem Buch und Film „Terror“ als Beispiel bearbeitet. Für alle die, die das Buch/den Film nicht kennen: Ein Passagierflugzeug wurde von einem Terroristen eingenommen und der Pilot des Flugzeuges wurde gezwungen den Sinkflug auf ein Stadion anzutreten. Kampfpiloten wurden folglich ausgesendet und es wurde alles Mögliche getan, um das Passagierflugzeug vor dem Sturz abzuhalten, doch nichts klappte. So entschied sich der Kampfpilot Lars Koch das Flugzeug mit den 165 Passagieren mit einer Rakete abzuschießen, um so die 70.000 Menschen im Stadion vor Schäden zu bewahren. Die Stipendiaten und Stipendiatinnen bekamen 20 Minuten Zeit, um Für- und Gegenargumente zu auszudenken. Anschließend wurde die Diskussion eingeleitet und mit Empören von Seiten der Verteidigung aufgrund des Richters Entscheidung beendet.

Um etwa 14:00 Uhr kam es dann zur Führung durch die edle Kanzlei. Die Stipendiaten und Stipendiatinnen haben die schöne Bibliothek, die geräumigen Büros und die moderne Küche zu sehen bekommen. Als einen Abschluss der Berufsorientierung gab es ein leckeres Buffet und eine Fragerunde.

Der Workshop und vor allem die Fallstudie haben unseren Stipendiat*innen besonders gut gefallen.

Da ich schon immer Jus studieren wollte, war der Workshop bei Freshfields genau das richtige für mich. Alle waren super nett und total motiviert für einen Samstagmorgen. Die Gruppe und ich hatten genug Zeit all unsere Fragen zu stellen. Auch die Fallstudie hat mir gut gefallen. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr, um ein andere Rolle als den Richter einnehmen zu können. -Edison

Obwohl ich schon letztes Jahr beim Workshop dabei war, war die Konstellation und Durchführung des Workshops anders. Nur der praktische Teil, der Case Study, blieb gleich und war dennoch nicht wie das letzte Mal, denn es waren neue, andere Stipis heuer dabei und somit auch neue Meinungen. Zusammengefasst kann ich sagen, dass mir das Workshop sehr gefallen hat. -Saida

Der Workshop in der Anwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer war nicht nur aufregend, sondern hat uns auch die verschiedensten Berufe nach einem Jus-Studium veranschaulicht. Das Highlight an dem Workshop war die Case Study. Wir haben uns in drei verschiedenen Rollen aufgeteilt. Staatsanwälte und -anwältinnen, VerteidigerInnen und RichterInnen. Wir haben gemeinsam einen Mordfall bekommen, den wir in der Gruppe analysieren mussten und je nach Rolle die Aufgabe erfüllen. Danach haben das Rollenspiel gespielt und die Richter und Richterinnen hatten am Ende das endgültige Wort. Wir haben uns bemüht den Fall zu lösen und hatten auch einen riesen Spaß. Zum Schluss haben wir eine Führung in der Kanzlei gemacht und wir bekamen eine kulinarische Verpflegung. Wir dürften auch einen Beutel befüllt mit kleinen Geschenken mitnehmen. -Shehab

Dieser Workshop hat mir ermöglicht einen ausführlicheren Durchblick ins Jusstudium bzw. in die juristischen Berufe zu schaffen. Dass Sprache und Vorsicht bei diesen Berufen eine große Rolle spielen, habe ich nicht gewusst. Als wir in Teams eine Gerichtsverhandlung simulieren mussten, war ich eine Richterin. Ich habe richtig gespürt, wie schwierig es sein kann, neutral zu sein und eine richtige Entscheidung zu treffen bzw. jemanden zu verurteilen. Ich finde solche Workshops sind tolle Möglichkeiten, um einen dem gewünschten Studium richtig näher zu bringen. Gerade für die Maturanten und Maturantinnen aber auch später für die anderen ist es sehr wichtig zu wissen, was sie in der Zukunft bei dem Studium erwartet. -Sabiha

Der Workshop hat meine Begeisterung für Wirtschaftsrecht weiter entfacht. Viele offene Fragen, die ich zum Wirtschaftsrecht-Studium hatte wurden beantwortet und ich habe nun das Gefühl, dass ich entspannt und vorbereitet in das Studium starten kann. -Chrislane

START-NÖ Jugendliche werden Conscious Consumer

Am 31. Mai besuchten Jugendliche von START-NÖ das so genannte CoCo Lab des Wirtschaftsmuseums Wien. COCO steht für Conscious Consumers, also bewusste KonsumentInnen & lab für Labor, experimentieren & forschen. Was haben wir dort gemacht? StipendiatInnen berichten:

Nach dem Begrüßen und Kennlernen haben wir mit unsrer Trainerin besprochen was ein bewusster Konsument sein kann und danach haben wir uns in dem sogenannten „Parlament“ gesammelt, wo wir Abstimmungsgeräte bekommen haben. Es wurden zu Themen aus „Wirtschaft und Konsum“ Fragen gestellt und wir dürften mit dem Gerät die für uns passende Antwort auswählen. Da ging es z.B. darum ob man lieber lokal oder fair trade einkauft oder wie man zu Recycling steht. Eine Frage war ob das Fleischessen wegen die Methanerzeugung von den gezüchteten Tieren gesetzlich bestraft werden soll. Ich habe für „Nein“ abgestimmt, weil ich ja Fleisch essen mag, aber es hat mich gewundert, dass überhaupt dieses Problem gibt, da ich nie darüber nachgedacht habe. Mir hat die Veranstaltung gut gefallen. Ich habe was Neues gelernt und dazu viel Spaß gehabt!

Hussam

Beim CoCo Lab war es echt spannend! Am meisten hat mir die Aktivität gefallen, wo wir selbst Strom erzeugt haben durch ziehen an einem Seil. Damit wurde ein Spiel betrieben, ein Flipper. Wir mussten das Spiel gewinnen und als letztes sollten wir so laut wie möglich schreien, dass die Gewinn-Lichter leuchten. Wir waren in drei Gruppen geteilt, das heißt jede Gruppe musste eine Station übernehmen. Außerdem haben wir es alle gemerkt wie schwierig es ist, wenn wir eine Lampe händisch zum Leuchten bringen wollen. Man muss ständig ziehen und die Betreuerin hat uns gesagt, dass man viele Jahre ziehen müsste ohne Unterbrechung, damit für ein ganzes Haus Energie hergestellt wird. Ich bin froh, dass es genug Maschinen gibt, die das erledigen.

Khlod

Wir haben an diesem Tag auch über „Vlogging & YouTube“ geredet. Was sie bedeuten, was man als Youtuber machen kann & verdient. Wer bezahlt die Produzenten, Werbungen, Produkt Placement? Wir haben auch selbst in zwei Gruppen Vlogs gemacht. Ich war so froh, weil ich immer wissen wollte wie man ein Vlog machen kann. Es war echt ein spannendes Workshop. Vielen Dank an das Wirtschaftsmuseum Wien!

Bayan


C3 Award Preisträger Erem

Der C3-Award 2019 wird für herausragende Vorwissenschaftliche (Diplom-)Arbeiten im Bereich Internationale Entwicklung vergeben. Über 100 Schüler*innen aus ganz Österreich haben bei der diesjährigen Ausschreibung für den entwicklungspolitischen Preis mitgemacht. Von den über 100 Einreichung kamen knapp 80 Arbeiten in die engere Auswahl und wurden von einem wissenschaftlichen Beirat begutachtet.

Ende Mai wurden zehn herausragende Arbeiten von den Organisationen ÖFSE, BAOBAB, Frauen*solidarität, Paulo Freire Zentrum und Mattersburger Kreis für Entwicklungspolitik prämiert, drei davon mit dem C3-Award 2019, welcher zum vierten Mal vergeben wurde. Preisträger und START-Wien Stipendiat Erem Celebi blickt auf die Preisverleihung und die Anerkennung zurück:

„Die VWA. Vorwissenschaftlich war mir schon immer ein bisschen skurril? Die Arbeit soll wissenschaftliche Kriterien erfüllen, aber ist nur die Vorstufe? Bereits im Sommer hat mir meine Betreuerin vorgeschlagen meine VWA bei diversen Wettbewerben einzureichen. Neben dem innigen Verlangen ein „Sehr Gut“ auf die VWA zu bekommen, wollte ich auch Anerkennung, außerhalb der Schule, für meine Arbeit erhalten, da ich mein Blut und Schweiß in die Arbeit gesteckt habe. Dann die große Neuigkeit: Meine VWA ist von 112 eingereichten Arbeit unter den besten zehn.

Der 28.05.19. Ich sitze im Publikum und höre mir die Verkündung der Nebenpreise an. Mein Herz hat nicht mal bei der VWA-Präsentation so schnell gepocht. Als dann klar war, dass ich zu den drei Gewinner*innen gehöre, kommt die Erleichterung. Mischa, ein Jurymitglied, (Anm. Univ.-Prof.in Dr.in Miša Krenceyová, Institut für Internationale Entwicklung, Institut für Afrikawissenschaften der Universität Wien) geht auf die Bühne und beschreibt meine VWA wie niemand anderes. Sie hat meiner Arbeit jene Anerkennung gegeben, die ich mir die ganze Zeit erhofft habe. Von Textpassagen, die sie vorgelesen hat, bis zu ihrem Drang länger über die Arbeit zu sprechen, als eigentlich erlaubt. Ich bin ihr sehr dankbar für dieses einmalige Erlebnis. Nichtsdestotrotz möchte ich auch meinen Dank an meine Freunde und Freundinnen und Aleksandra aussprechen, die mit mir im Publikum saßen und mitfieberten. Vor allem bin ich aber meiner Betreuerin und Klassenvorständin Christine Schwärzler dankbar, da sie mir immer konstruktive Kritik gab und mich auch immer motivierte. Der C3-Award war eine einmalige Gelegenheit, die mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass wenn man hart genug an etwas arbeitet, der Weg nach oben immer offen ist.“

Fotos (c) Susanne Reiterer

Biedermann und die Brandstifter

„Angenehm aufregend, unvergesslich. Adäquat für den Theaterabend mit der Kanzlei freshfields.“ Ein Bericht von START-Wien Stipendiatin Saida über den ereignisreichen Abend.

Folgend verlief der Abend: Dem Plan nach sollte das Werk „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch vor der Theatervorstellung besprochen und anschließend die gesehen/besucht und genossen werden.
Doch der Abend verlief turbulenter als gedacht, denn fünf Stipendiat_innen blieben im Aufzug stecken. Nachdem die Feuerwehr sie aus dem engen Aufzug befreite, wurde das Werk sorgfältig besprochen. Danach machten wir uns alle zu Fuß, um dergleichen zu vermeiden, auf dem Weg zum Theater.

Stipendiat_innen, als auch die Projektkoordinatorin Aleksandra und die Anwälte_innen saßen in einer Reihe auf sehr komfortablen Sitzen mit perfektem Blick auf die Bühne. Für einige Stipendiat_innen war es ihr erstes episches Theaterstück (ganz den Merkmalen entsprechend: man konnte sich mit den Akteur_innen nicht identifizieren, das Publikum wurde direkt angesprochen). Es war etwas Neues, Außergewöhnliches und der Stimmung, der positiven Ausstrahlung und dem vielen Lachen zu urteilen hat das Theaterstück alle Stipendiat_innen begeistert.

An diesem Punkt möchten START, die Stipendiat_innen und ich (Saida Rezai) ein großes Dankeschön aussprechen: „Danke der Kanzlei „freshfields Bruckhaus Deringer“ für die Einladung. Es hat uns sehr erfreut!“

Das Theater Biedermann und Brandstifter war etwas Anderes. Ich habe nicht erwartet, dass es so gut wird und normalerweise sind Stücke wie Biedermann und Brandstifter nicht Komödien, aber ich habe viel gelacht und die lustigen Szenen genossen. Alles in allem war das Theaterstück Biedermann und Brandstifter eines der besten, wenn nicht so gar das beste was ich je gesehen habe. -Munira

Ich bin froh, dass ich dieses Stück nicht verpasst habe, weil es ein sehr gutes Stück war. Humorvoll jedoch mit einem traurigen Ende. Mir hat es gefallen, weil wir einen guten Platz hatten. Die laute Musik und die Schauspielerei hat das Stück noch spannender gemacht. Es war einfach eine der besten Stücke, die ich bisher gesehen habe. Danke. -Sabiha

Das Theaterstück Biedermann und die Brandstifter war echt besonders. Man konnte sich während das Anschauen des Theaterstücks nicht einmal eine Sekunde langweiligen. Es war alles so spannend und humorvoll und auch mysteriös. Die Diskussion vor dem Theater war auch sehr hilfreich! Obwohl ich bei der ersten Hälfte nicht dabei war weil ein Paar von uns in einem Aufzug stecken geblieben sind, wurde in der zweiten Hälften der Diskussion alles wiederholt und nochmal erzählt damit alle was mitbekommen. Danke für die nette Einladung, es hat mich echt sehr gefreut! -Silvy

Es war ein tolles Theaterstück mit lustigen Gags und Witzen. -Ebru

Stipendiatinnen und Alumnas beim Österreichischen Frauenlauf

Am 26. Mai 2019 haben sich die Alumnas mit den Start-Stipendiatinnen getroffen, um gemeinsam die 5 km Strecke zu laufen. Das Laufen an einem heißen Sonntag Vormittag macht mit 30.000 Frauen und den Start Stiptis viel mehr Spaß als viele denken. Und danach haben wir gemeinsam auf der Prater Wiese noch den Tag mit einem Eis genossen.
Hier ein paar Eindrücke der Stipendiatinnen und Alumnas:

Das war das allererste Mal, dass ich überhaupt beim Laufen mitgemacht habe. Ich bin nicht sportlich aber Sport zu betreiben mag ich schon. Die 5 km Strecke ist schneller gegangen als ich mir gedacht habe. Ich wollte schon immer beim Laufen mitmachen, dank der Start Unterstützung, dass es mir ermöglicht hat. Hoffentlich werde ich in den kommenden Jahren auch mitmachen und dadurch meine sportliche Leistungen verbessern.
Sabiha Moradi

Ich fand die gegenseitige Unterstützung der Teilnehmerinnen beim Frauenlauf faszinierend und bin motiviert in Zukunft wieder dabei zu sein.
Aminat (Alumna)

Ich war heuer schon das 7. Mal beim Frauenlauf dabei. Dieses Jahr hat es um so mehr Spaß gemacht, da wir-Alumnas- gemeinsam mit den Stiptis gelaufen sind. Es war ein sehr schönes und natürlich ein wenig anstrengendes Erlebnis, aber dennoch ein Moment zum festhalten. Ich freue mich schon darauf nächstes Jahr wieder dabei zu sein.
Ash (Alumna)

Workshop zum Thema EU-Wahl

Da auch einige unserer Stipendiat*innen bei der EU-Wahl wählen dürfen, haben wir vorbereitend einen Workshop zum Thema abgehalten. Das Interesse war, auch aufgrund aktueller innenpolitischer Ereignisse, groß.

Stipendiatin Viola berichtet:

Beginnend mit einer Aufklärung darüber, wie Politik einst überhaupt zu Stande gekommen ist, wurde schon mal in allen anwesenden Stipis das Interesse geweckt. Themen wie der Zweite Weltkrieg, die Sowjetunion, Gründung und Erweiterung der EU, NATO und der Marshallplan wurden mittels eines Zeitstrahls aufgegriffen und uns nochmals deutlich geschildert. Obwohl man diese Angelegenheiten normalerweise schon in der Schule besprochen hat, sind wir trotzdem an neuen Details gelangt und haben zugleich unser bisheriges politisches aber auch geschichtliches Wissen aufgefrischt.

Im Laufe des Tages, nachdem wir nun ein fundiertes Basiswissen besaßen, kamen wir auch zu den aktuelleren Geschehnissen, nicht nur in Österreich, sondern auch in anderen Mitgliedstaaten der EU. Welche Bündnisse politischer Parteien gibt es, wer wird gewählt und welche Auswirkungen kann das haben? Natürlich wurde auch über das veröffentlichte Ibiza Video diskutiert. Es gab viele Fragen und einen regen Meinungesaustausch dazu.

Bei diesem sehr informativen Workshop, hat es Paul, der Workshopleiter, geschafft uns über alle antretenden Parteien zu informieren und uns somit gut für die EU-Wahl am Tag darauf vorberietet. Wir kennen jetzt die Spitzenkandidaten und wissen wofür die verschiedenen Europaparteien stehen.

Matura, was nun?

„Mach dir ein Bild von deinem Beruf“, unter diesem Leitfaden bietet das Berufsinformationszentrum der Wiener Wirtschaft (kurz „BIWI“) Orientierung und Unterstützung für junge Menschen. Das Angebot reicht von individuellen Berufsinformationsgesprächen, Berufsorientierungskursen über Beratungsangebote zur Ausbildungsentscheidung, bis hin zu Bewerbungstrainings und Erstellen von Interessensprofilen.

Berufseinstieg oder Ausbildung nach der Matura? Diese Frage stellen sich viele unserer Stipendiat*innen. Um eine für sich passende und gute Entscheidung finden zu können, braucht es Orientierung und Entscheidungshilfen.

Herr Wilfried Keck, Mitarbeiter des BIWI und Experte für das Thema „Lehre nach der Matura“ begrüßte uns sehr herzlich, stellte das Berufsinformationszentrum der Wiener Wirtschaft vor und fragte gleich zu Beginn unsere Jugendlichen „Matura, was nun? Was möchtet ihr danach machen?“ Zögerlich antworteten die ersten Stipendiat*innen, den diese Frage stellen sich viele junge Menschen, vor allem in der Maturaklasse oder kurz vor ihrem Schulabschluss, tagtäglich. Welche Möglichkeiten habe ich? Was soll ich studieren und auf welcher Hochschule? Und welche Möglichkeiten bietet mir eine verkürzte Lehre nach der Matura?

Um einen Überblick von den zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten zu erhalten, beschäftigten wir uns zunächst mit der österreichischen Bildungslandschaft. Der Unterschied zwischen Fachhochschule, Universität und Kolleg wurde eingehend erklärt, anschließend widmeten wir uns dem Thema „Lehre nach der Matura“. Denn eine Lehre ist auch nach der Matura möglich, diese kann verkürzt absolviert werden und erleichtert zudem den direkten Berufseinstieg nach dem Schulabschluss.

Danach erstellten wir individuelle Interessensprofile. Das Ergebnis dient zur eigenen Orientierung und soll richtungsweisend die Entscheidung unterstützen. Herr Keck betonte auch, dass bei der Entscheidungsfindung immer ein Plan B, eine Studienalternative, mitgedacht werden sollte. Die zahlreichen Aufnahmetest und Zugangsbeschränkungen der Hochschulen beschränken die Anzahl der Studierenden und nicht alle Studieninteressent*innen erhalten einen Studienplatz. Er riet auch, auf sich zu hören und sich mit den eigenen Interessen auseinanderzusetzen. Tipps und Erfahrungen sind sehr wertvoll, die Entscheidung liegt jedoch letztendlich bei sich selbst.

Danke an Herr Wilfried Keck für den informativen Vortrag!

Ich fand den Vortrag sehr hilfreich und übersichtlich dargestellt, da wir über verschiedenste Bildungswege informiert wurden. Das Interessensprofil würde ich denjenigen empfehlen zu machen, die sich für mehrere Studien bzw. Berufe interessieren und keinen Überblick über ihre Interessen haben. Denn durch dieses weiß ich jetzt ziemlich genau, was mich sehr interessiert. -Samira

Bald ist es soweit. Die Matura. 12 Jahre Schule auf einem Stück Papier zusammengefasst. Was dann? Was wenn ich den MedAT nicht schaffe? Was dann? Der Workshop an der WKO hat einen Teil meiner Angst genommen, da mir diverse Alternativen gezeigt wurden und auch durch einen Test der Bereich ermittelt wurde, der meinen Interessen ähnelt. -Erem

Es war wirklich sehr hilfreich, es hat mir persönlich sehr geholfen, mehr über meine zukünftige Plan nachzudenken. -Abdul

Wir sind gemeinsam stärker als allein!

START-Wien Stipendiatin Jihan erzählt von ihrem sozialen Engagement bei dem Verein ,,Die Brücke des Friedens“. In ihrer Funktion als Jugendbetreuerin und freiwillige Mitarbeiterin vermittelt sie Kindern die Freude am Lernen und theaterpädagogisch die Wichtigkeit des Zusammenhalts der Familie.

,,Im neuen Europa brauchen wir eine neue Wirtschaftsethik, die Umweltbewusstsein, soziales Engagement und langfristiges Denken an erste und nicht letzte Stelle setzt.“ Mit diesen Worten von Prinz Charles möchte ich mehr Aufmerksamkeit auf ,,Soziales Engagement“ lenken, da es eng mit unserem Stipendium zusammenhängt.

Seit meiner Ankunft in Österreich nehme ich in unterschiedlichen Vereinen teil, die bedürftige Menschen unterstützen. Am Anfang war ich als Dolmetscherin am Hauptbahnhof tätig, wo eine große Menge an Flüchtlingen eintraf. Zunächst arbeitete ich bei dem Verein ,,Die Brücke des Friedens“, welchen ich gerne vorstellen würde. Die Organisation wurde von einem Ehepaar, Maan Abu Ghazleh und Kholoud Al Englizi, mit ihrem Freund Hani Alkhatib im Jahr 2017 offiziell gegründet. Die Organisation finanziert sich selbst, jedoch stellt die Stadt Wien kostenlos Räumlichkeiten zur Verfügung.  Ziel dieser Organisation ist, die ankommenden Flüchtlinge dabei zu unterstützen, sich in der österreichischen Gesellschaft zu integrieren und das kann nur dann passieren, wenn sie natürlich die deutsche Sprache erlernen. Aus diesem Grund veranstaltet ,,Die Brücke des Friedens“ viele Projekte, wo die Flüchtlinge die deutsche Sprache erlernen können. So werden Deutschkurse, ein Sprachcafé sowie auch eine Sommerschule für die Kinder angeboten. Die Deutschkurse sind für diejenigen gedacht, die noch nicht aufenthaltsberechtigt sind und deswegen noch keine Kurse von der Stadt bekommen. Dort arbeiten ÖsterreicherInnen und/oder Flüchtlinge, die bereits die deutsche Sprache gut beherrschen, freiwillig.

Ich nahm zwei Mal an den Kinderkursen teil, wo ich Kinder zwischen 13 und 16 Jahren betreute. Als freiwillige Mitarbeiterin hatte ich die Aufgabe, den Kindern Freude beim Lernen zu vermitteln, indem ich den Stoff auf eine interessante Art und Weise näherbrachte. In der Freizeit drehte ich mit Hilfe von Hani Al Khatib und den motivierten Kindern ein kurzes Theaterstück, welches die Wichtigkeit des Zusammenhalts der Familie für die Kinder darstellen soll. Da ich mit meiner Gruppe eine enge Beziehung aufgebaut habe, treffen wir uns noch gelegentlich. Wann immer Fragen bezüglich des Schulsystems oder was auch immer auftauchen, scheuen sie sich nicht, mich zu fragen.

Es werden vor allem noch motivierte Jugendliche gesucht, die sich gerne für andere einsetzen. Das ist ein großartiges Projekt, indem man sicher viele Erfahrungen sammeln kann.

Wir Jugendlichen sollen bedenken, dass die Welt von Menschen lebt, die mehr als ihre Pflicht tun. Wir sind gemeinsam stärker als allein, auch wenn manchmal egoistische Ziele in unserer Wohlstandsgesellschaft wesentlich wichtiger erscheinen.

Mehr Informationen über die freiwillige Arbeit bei dieser Organisation findet ihr auf ihrer Homepage!

Understanding Europe – EU-Workshop für START-Wien & -NÖ

„Understanding Europe“ wurde zum gelungenen Kurs, denn die Erwartungen nach reger Diskussion wurden erfüllt. Die jungen Trainer haben den Stipendiat*innen aus Wien und Niederösterreich die EU, ihr Konzept und ihre Funktionsweise näher gebracht. Dabei brachten sie simple Erklärungen und aktivierten die Stipendiat*innen mit interaktiven und informativen Parts. Schließlich wurden zwei Gruppen für zwei verschiedene Workshops gebildet. Hier erörterte eine Gruppe Probleme und diskutierte über Möglichkeiten zur aktiven Veränderung, während die andere Gruppe an den Gesetzgebungen der EU arbeitete.

Nazia & Amin berichten vom Gesetzgebungs-Workshop: Der Workshop hat sich unter anderem mit den Institutionen der Europäischen Union beschäftigt, wie zum Beispiel die Europäische Kommission und ihre Hauptaufgaben. Jeweils zwei Stipendiat*innen bekamen ein Institut zugeordnet, über welches sie zuerst etwas Lesen mussten, um es im Nachhinein für die restliche Gruppe kurz zusammen zu fassen und zu erklären. Da es ein interaktiver Workshop war, gab es immer wieder Diskussionen und Gespräche über verschiedene Themen.

Nach den Workshops präsentierten die Stipendiat*innen ihre Ergebnisse und offene Fragen wurden geklärt.

Der Europa-Kurs war sehr informativ und lehrreich. Nicht nur haben wir uns viel mit der Gesetzeslage in Europa beschäftigt, sondern auch versucht Lösungen zu finden, um die Bereiche zu decken, wo die EU Probleme hat. Dabei haben wir verschiedene Ideen besprochen und viel Theorie und Praxis verwendet. Wir haben Thesen erstellt und versucht diese vernünftig zu belegen. Wieder ein Interessanter Workshop mit START!

Balqiz

Endlich wieder diskutieren! Diese Einstellung hatte ich als ich zum Kurs ging und sie wurde auch erfüllt. Die jungen Trainer haben die EU ganz verständlich und simpel erklärt. Der Kurs war dennoch sehr interaktiv und informativ. Wir haben sehr viel diskutiert, was uns dann zum Schluss die Zeit geraubt hat, aber die Trainer haben uns nicht gestoppt, sie haben auch mitdiskutiert. Außerdem durften wir auch eigene Fragen stellen bezüglich der EU, aber auch zur politischen Lage Österreichs. Ich kann den Kurs nur weiterempfehlen und ich würde in Zukunft auch weitere Debattierworkshops empfehlen!

Erem

Vielen Dank an Tomas & Andreas vom European Youth Parliament Austria für den spannenden und informativen EU-Workshop!

START-Salzburg engagiert sich!

Am 2. Salzburger Freiwilligentag – 17. Mai 2019

Im Stipendienprogramm START wird soziales Engagement großgeschrieben! Da kam die Gelegenheit am zweiten Salzburger Freiwilligentag mitzumachen gerade recht. Aufgeteilt auf verschieden Projekte in der Stadt Salzburg halfen die Salzburger START-Stipendiatinnen und Stipendiaten am 17. Mai 2019 tatkräftig mit. Hecken schneiden in der Werkstätte der Lebenshilfe, Kinder betreuen, damit sich junge Eltern des Caritas Projektes „Calimero“ einen Vormittag lang in Ruhe vernetzen können, an einem Ausflug mit Gästen der Notschlafstelle zu den Wasserspiel in Hellbrunn teilnehmen, aufmerksames Zuhören und sich Austauschen im Erzählcafé des Vereins VinziDach housing first – die Palette an Beteiligungsmöglichkeiten war sehr groß. Es ging aber nicht nur darum, sich einen Tag lang mit Zeit und Energie in den Dienst der guten Sache zustellen. Auch die vielfältigen Sozialen Einrichtungen in Salzburg mit ihren Mitarbeiter*innen, Klient*innen, Kund*innen, Bewohner*innen und Gästen einen Tag lang zu erleben, aus dem sich ein vielleicht ein längerfristiges, persönliches Engagement ergeben kann, war Sinn und Zweck des Freiwilligentages.

Die Stipendiatinnen Saira und Omaima engagierten sich am Salzburger Tag der Freiwilligenarbeit gemeinsam mit START-Mitarbeiterin Angela beim Projekt „Calimero“. Calimero unterstützt junge Familien bei der Bewältigung des Alltags mit kleinen Kindern. Freiwillige besuchen ein- bis dreimal die Woche die Familie, spielen mit dem Kind oder schauen auf das Baby und ermöglichen es dem Vater oder der Mutter, ein Stück Freiraum für sich zu gewinnen. Am Salzburger Tag der Freiwilligenarbeit luden die Mitarbeiterinnen von Calimero, Manuela und Johanna zu einem Brunch für die Freiwilligen, die Familien und Interessierte, die sich näher über das Projekt informieren wollten. Die START-Stipendiatinnen Omaima und Saira halfen bei der Vorbereitung des Buffets, bereiteten eine schöne Tafel für die Gäste und spielten anschließend mit den Kindern, um es den Eltern zu ermöglichen, entspannt zu essen und mit den anderen zu plaudern.

Stipendiatin Saira berichtet über ihre Eindrücke:

„Der Freiwilligentag war ein sehr schöner Tag. Er brachte mir sehr viel Geduld bei. Außerdem machte ich neue Erfahrungen und lernte Menschen kennen, die so viel für andere Menschen machen, ohne etwas zurück zu verlangen. Mir wurde auch klar, dass das Lächeln eines Kindes den Tag retten kann, egal wie schlecht es einen geht.“

Das „Erzählcafé“ mit ehemaligen Obdachlosen, die vom Verein VinziDach betreut werden, besuchten am Freitag Nachmittag START-Stipendiat Maisam und Stipendiatin Hana. Bei Saft und Keksen berichteten zwei ehemalige Obdachlose aus ihrem Leben, über das Leben auf der Straße und wie ihnen das Projekt VinziDach geholfen hat, wieder eine Wohnung zu finden. Auch einige Sozialarbeiterinnen nahmen sich für uns Zeit und beantworteten unsere Fragen zum Thema Wohnungslosigkeit in Salzburg und wie sie den Menschen helfen, wieder Fuß zu fassen. Ein sehr spannender Nachmittag der es uns ermöglichte, Salzburg aus einem anderen Blickwinkel zu sehen!

Stipendiat Maisam berichten vom Projekt Erzählcafé:

„Die Geschichten der Klienten des VinziDach, alles was sie erlebt haben oder erleben mussten, haben mich nachdenklich gestimmt. Aber ich bewundere sie auch dafür, wie sie ihre Schwierigkeiten und Problemen überwunden haben. Es war sehr erfreulich zu erfahren, dass der Verein VinziDach dabei helfen konnte. Jede/r könnte von dieser Situation einmal betroffen. Einen Wunsch habe ich daher gut verstanden: Nämlich, dass mehr BesucherInnen ins VinziDach kommen und Interesse zeigen! Ich wünsche ihnen alles Gute!“

In der Werkstätte der Lebenshilfe Salzburg im Süden der Stadt Salzburg, war es die Aufgabe der Freiwilligen eine Hecke „einzureißen“. Zaun und Gartenstück sollten erneuert werden, um wieder besser nutzbar zu sein. Einen wahren Urwald beseitigten die Helferinnen und Helfer Mahdi, Afra, Mohammad, Qodratullah, Ioana und Toni an diesem Tag. Sehr zum Leidwesen unzähliger Schnecken und Käfer. Bereits zu Mittag war der größte Teil des Bewuchs entfernt und die Vorbereitungen für den neuen Zaun konnten getroffen werden. Zudem erhielt die Gruppe an diesem Tag aber auch viele wertvolle Einblicke in den Alltag und die Abläufen der Werkstätte. Vom Ankommen der Beschäftigten bis hin zu den verschiedenen Tätigkeitsbereichen und der Tageseinteilung in den einzelnen Gruppen. Allgemeine Bewundern galt den kreativen Ansätzen bei der Bewältigung industrieller Aufträge.

Stipendiatin Ioana berichtet vom Einsatz in der Lebenshilfe: „Ich konnte nicht glauben, dass man beim Heckenschneiden so viel Spaß haben kann. Es war eine schöne Erfahrung und wir haben etwas sinnvolles gemacht. Die Leiterin der Werkstatt, Frau Wendlinger, hat uns sehr fröhlich erwartet und mir hat am meisten gefallen, dass auf die Menschen dort so gut eingegangen wird. Es war echt super! Ich freue mich auf nächsten Einsatz!“


Ein Besuch in der Grand Garage

Am Freitag konnten sich die START-OÖ Stipendiat*innen ein Bild davon machen, was die Grand Garage -welche vor kurzem in der Tabakfabrik Linz eröffent wurde- zu bieten hat.

Stipendiat Yusuf berichtet:

Die Grand Garage ist ein riesiges Makerspace. Ein Makerspace ist ein Ort an dem sich kreative Menschen zusammenfinden, um technisches Wissen auszutauschen, in Workshops neue Fähigkeiten zu erlernen und mit verschiedensten Werkzeugen und Maschienen Dinge zu schaffen.

Die Grand Garage besitzt auf vier Etagen verteilt die veschiedensten Abteilungen. Von Robotik und Internet of Things über veschiedene mechanische Werkstätten und 3D-Druck Fertigungen zu Virtual Reality und Programmier Ecken und einiges mehr.

Auf unserer Führung durch die Grand Garage ist am Anfang vorallem der riesige Roboterarm in einem Glasraum in der Mitte des Eingangsraums aufgefallen. Ein Bild an einer der Glaswände lässt erahnen was hier entstehen soll. Der Roboterarm ist zu einem 3D Drucker umfunktioniert wurden und an der Stelle an der er grade steht soll eine riesige Treppe gedruckt werden, die die Stockwerke mit einander verbindet. Wie man uns erzählt, müssen noch ein Paar Herausforderungen gemeistert werden, bevor der Druck beginnen kann.

Um die Maschinen bedienen zu dürfen bedarf es einer Mitgliedschaft für die sich jeder interessierter auf der Website der Grand Garage einschreiben lassen kann, aber auch nicht-Mitglieder können an den regelmäßig stattfindenden Workshops teilnehmen. Infos dazu sind ebenfalls auf der Website.

Für Alle mit Interesse an Kunst oder Technogie löhnt sich ein Besuch auf jeden Fall.

Spice Up Your Writing!

START-Wien Stipendiatin Stella über den Workshop „Spice Up Your Writing!“ mit Schreibtrainerin Hanna.

Der Workshop „Spice Up Your Writing“ wurde am 16.05.2019 um 15 Uhr im START Büro Wien abgehalten und von Hanna geleitet. Ich wollte vom Workshop nicht eine Sekunde verpassen und fuhr nach der Schule zum Workshop, ich gab mir viel Mühe und lief.

Hanna begann mit einem Zitat. Als erste kamen die Methoden für kreatives Schreiben. Für die erste Methode hatten wir 12 Minuten Zeit über ein beliebiges Thema zu schreiben. Unser Ziel war es, weder auf die Rechtschreibung noch auf die richtige Grammatik zu achten, sondern unsere Gedanken durch unseren Kugelschreiber auf das Papier zu schreiben. Ich schrieb über mich, die Welt und meine Meinung über Menschen. Die 12 Minuten waren vorbei, aber ich war wie ein losgelassener Ball. Ich wollte weiter und weiterschreiben. Die Rückmeldungen alle anderen waren positiv. Die Methode heißt Freewriting. Wie der Zweck des Workshops war, begannen wir mithilfe der zweiten Methode „mind map“ den Halbjahresbericht[1] zu erarbeiten. Zum Üben hatten wir eine „mind map“ mit Fragen, die wir bearbeiten sollten. Zum Beispiel: Was machte ich in diesem Semester in der Schule? An welche Workshops nahm ich teil? usw.

Als nächste Aufgabe hatten wir 3 Fragen und ein kleines Notizpapier mit 3 verschiedene Farbe.

  1. Was macht mich lebendig? (rosa Notizpapier)
  2. Was interessiere mich? (grünes Notizpapier)
  3. Was werde ich in 10 Jahren tun? (gelbes Notizpapier)

Was uns einfiel schrieben wir darauf und klebten diese auf die Tafel zu den Fragen. Nach einer 10 minutigen Pause hatten wir einen Überblick auf der Tafel, was auch die anderen geschrieben hatten.

Hanna brachte uns den Unterschied der Meldung, Nachricht und des Berichts mit einem Video näher. Die Meldung ist ein kurzer Text, wo 5 W Fragen (Wer? Wo? Wann? Was? Wie?)  erfüllt werden sollen. In der Nachricht sollen 7 W Fragen (5 W – Fragen, Warum? Woher/Welche Folgen?) beantworten werden. Sie ist also ein bisschen länger als die Meldung. Der Bericht würde mit 7 W Fragen und Ergänzungen, Hintergründe und direkte zu indirekte Rede lebendiger machen. Und der ist am längsten zwischen den drei. 

Unsere fröhliche Lehrerin erklärte den Aufbau des Berichts. Er besteht aus 1.Head (Überschrift), 2.Lead (Einleitung) und 3.Schluss.

Zum Schluss des Workshops bekamen wir von Hanna die Information über Fotos, wie diese verwendet werden und was passieren könnte, wenn man ein Foto einfach (ohne Zustimmung) in seinem Bericht oder Text verwendet. Es wäre schön, etwas Neues mit Hanna zu lernen.


[1] In jedem Semester sollen Stipendiatinnen und Stipendiaten einen Bericht über Schule, Fächer, Workshops usw. schreiben.

Beitragsbild (c) pixabay.com

Präsentation Kunstprojekt „Klamottenkunst“ und Kleidertauschparty

START-Wien Stipendiatin und Kunstprojektteilnehmerin Ebru berichtet über den Präsentationsabend

Nach vier anstrengenden, produktiven Tagen konnten die START-Stipendiaten und Stipendiatinnen nun endlich die im Kunstprojekt hergestellten Produkte bei der Kleidertauschparty präsentieren. Neben den präsentierten Kleidungstücken, die größtenteils aus Altkleidern hergestellt wurden, haben die START-Stipendiaten und Stipendiatinnen, die am Kunstprojekt teilgenommen haben, den über 50 Gästen an diesem besonderen Abend eine Präsentation über Kleider, deren Herstellungsprozess und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden, gehalten. 

Mit der Moderation von Aylin Gezici und Shehab Abdel-Latif wurde die Eröffnung des Abends, die Präsentation und die Modenshow begleitet. Anschließend wurde das Buffet eröffnet und den Gästen war die Wahl gegeben die von den Stipendiaten und Stipendiatinnen abgegebenen Kleidungsstücke mitzunehmen und für eigene Zwecke zu benutzen. Einige Stunden vor Beginn der Veranstaltung: Hastig wurden Tische verschoben, Kleiderständer aufgebaut und das Essen auf den Tischen aufbereitet. Kurz danach wurde die Präsentation ordentlich eingeübt, sodass die START-Stipendiaten und Stipendiatinnen selbstsicher und überzeugend wichtige und erschreckende Fakten der Kleidungsindustrie den Gästen übermitteln. Unter den Präsentationen gab es auch ein kleines „Interview“ ausgekleidet als Theaterstück vorgespielt. In dem nahmen Stipendiaten andere Identitäten an und versetzten sich in die Lage von z.B. einer Näherin aus Ländern wie der Türkei, Pakistan, Indien etc., um so dem Publikum ein Gefühl der Situation der ausgebeuteten Menschen in der Kleidungsindustrie zu geben. Allein durch die gute Organisation unserer Projektkoordinatorinnen Aleksandra Milosevic und Anna Eder und der freiwilligen Mithilfe unserer START-Stipendiaten und Stipendiatinnen war es möglich den informativen Abend mit dem kulinarischen Essen aus dem Peace Kitchen Cafe Restaurant zu einem Erfolg werden.

Ein weiteres Mal gelang es Start Wien, das Programm sehr spannend und abwechslungsreich zu gestalten. Natürlich halfen wir Stipis auch mit, vor allem mit unseren informativen Präsentationen konnten wir das Interesse aller Besucher wecken. Unsere Präsentationen behandelten die Themen Soziale Aspekte in der Produktionskette, globale Auswirkungen negative Umweltfaktoren, Alternative und Handelsmöglichkeiten. Diese Mitarbeit war sehr wertvoll für uns, denn wir alle haben sowohl viel Zeit als auch viel Kreativität und Freude investiert. Die Präsentationen wurden von einer bis zu anderen interessanter und innovativer. Ich bin immer noch davon begeistert wie gut unsere Zusammenarbeit funktioniert hat und was für ein großartiges Ergebnis erzielt haben. Zum Schluss möchte ich noch betonen, dass ich mir nie vorgestellt hätte, dass so viele Leute kommen werden. Dadurch wurde mir bewiesen, dass es doch viele Menschen gibt, denen die Umwelt wichtig ist und versuchen mitzuhelfen, die Welt und die Menschen zu retten. -Fatema

Das Kunstprojekt war für mich nicht nur ein Projekt, sondern eine Zusammenarbeit mit den anderen Stipis und der Kampf gegen die allgegenwärtige Mode bzw. alles ist erlaubt. Wir mussten uns nicht an die Trends der heutigen Zeit halten, sondern eher die eigenen neuen Ideen umzusetzen. Es gibt keine Grenzen für Kreativität und aus den Versuchen kommt die Erfahrung und Weisheit. Ich habe gelernt, wer nicht versucht, der wird niemals wissen was entstanden wäre. Wir haben ebenfalls aus alten Kleidungsstücken etwas Neues entwickelt, wir haben recycelt und sind uns haben uns viel mit der Textilindustrie beschäftigt und haben darüber auch präsentiert, um nicht nur uns selbst darüber im Klaren zu sein, sondern auch den anderen Menschen ein Einblick in das Leben der Menschen in den Textilfabriken der Großkonzerne zu geben. Ich selbst habe mit meinem Team ein Interview geführt, um über die sozialen Aspekte der Textilindustrie zu berichten. Ich habe viel erfahren, viel ausprobiert und viel gelernt. Dieses Projekt war etwas Besonderes und ich bin sehr glücklich mit dem was wir erreicht haben. -Balqiz

Mir hat das Kunstprojekt sehr gut gefallen. Dabei erfuhr ich sehr viel von der Kleidungsproduktion und lernte Maßnahmen kennen, wodurch unsere Umwelt weniger belastet werden kann wie z.B. durch Recycling. Außerdem hatte ich dort meine ersten Erfahrungen beim Nähen. Unsere Betreuerinnen Esther und Gudrun haben uns bei unseren Projekten und Präsentationen sehr unterstützt. Für mich waren sie sehr gute Vorbilder. Die Kleidungsparty war sehr unterhaltsam und wir hatten einen schönen Abend mit den Gästen. Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns mit diesem Thema auseinandersetzten, denn viele leiden heutzutage unter Lungenerkrankungen, die aufgrund der Luftverschmutzung von den Fabriken verursacht werden. Wenn diese Generation sich weiter an die Umweltverschmutzung beteiligt, werden die Menschen möglicherweise ersticken. Deshalb ist eine Bewegung notwendig! Wir Jungen können mit den Älteren gemeinsam Lösungsvorschläge für unsere Umwelt finden. Ich hoffe, dass die neue Generation die Fehler der vorigen Generationen vermeiden und sich für den Schutz der Umwelt einsetzen. -Jihan

„Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns mit diesem Thema auseinandersetzten. Eine Bewegung ist notwendig! Wir Jungen können mit den Älteren gemeinsam Lösungsvorschläge für unsere Umwelt finden
LOUAIABDULFATTAH-1377

Der Kunstprojekt hat immer von 10-18 Uhr stattgefunden. Am Vormittag haben wir immer an unserer Präsentation gearbeitet, was wir am 4.5 vor vielen Menschen vortragen müssten und am Nachmittag haben wir genäht. Am ersten Tag haben wir eine Näheinschulung bekommen. Unsere Kursleiterin Ester und Gudrun haben uns sehr geholfen, da ich gar nicht nähen könnte. Durch dieses Kunstprojekt habe ich jetzt viele Informationen bekommen, wie unsere Kleidung hergestellt wird. Und wie schädlich das für unsere Umwelt und für die Arbeitern sind. Dazu haben wir alternativen Methoden gefunden, die dieses Problem lösen, was ich jetzt selbst folge. Am Ende will ich START herzlich bedanken, dass sie uns diese Gelegenheit gegeben haben, um dieses tolle Projekt zu besuchen. -Himanshi

Das Kunstprojekt war für mich sehr hilfreich. Ich habe bei dem Projekt vieles gelernt, unter anderem wie man mit einer Nähmaschine umgeht und wie man näht. Außerdem haben wir Gruppenarbeit gemacht, bei der wir unsere Zusammenarbeit verstärkt haben. Der Präsentationsabend war sehr schön und unvergesslich. Denn wir haben unsere Projekte sehr unterhaltsam und lustig präsentiert. Das könnte ich in allen Gesichtern sehen, wie sie lächelnd und aufmerksam uns zugeschaut haben. -Aziz

Für mich war das Projekt sehr umfangreich. Ich habe viele Fakten über die Bekleidungsindustrie und Produktionskette entdeckt. Besonders spannend war der kurze, aber schöne Präsentationsabend. Da habe ich echt Spaß gehabt, weil alles gut gelaufen ist, obwohl es mit den Vorbereitungen ein bisschen stressig war. Solche Veranstaltungen mag ich sehr gern, wo ich selbst bei der Organisation dabei bin. Menschen einzuladen, mich vorzubereiten, etwas zu sagen oder zum Präsentieren zu haben und am Schluss mit Freunden und Gästen gemeinsam zu essen und die restliche Zeit mit denen zu genießen, wünsche ich mir immer wieder zu erleben. -Sabiha

Die Stipis und ich haben uns an zwei Wochenenden (4 Tagen) intensiv gearbeitet. Jeder Stipi hat Projekte genäht, die an dem Präsentation-Abend präsentiert wurden. Ich habe außerdem viele neue Informationen über die Herstellung von Klamotten erfahren. Der Präsentation-Abend fand ich super. Es war schon ein bisschen stressig, da wir bei den Proben nicht genug Zeit hatten. ABER trotzdem finde ich, dass wir die Präsentation sehr gut präsentiert haben und was mich besonders gefallen hat, ist, dass mehr Gäste gekommen sind als ich dachte und dass wir einen schönen Schluss hatten. -Israa

Das Kunstprojekt war nicht nur eine sehr schöne Zeit mit den anderen Stipendiaten sondern auch eine unglaubliche Erfahrung die ich sammeln durfte. Ich konnte meine Kreativität im Nähen freien Lauf lassen und das war das Besondere daran. Das Esther und Gudrun uns bei egal welcher Idee unterstützt haben war sehr toll. Durch die Hilfe von beiden konnte ich meinen eigenen Rucksack nähen, auf den ich sehr stolz bin. -Edison

Kinobesuch mal anders #FEMALE PLEASURE

Am 15. Mai 2019 sind wir ins
Kino gegangen und haben den Dokumentarfilm „#Female Pleasure“ angeschaut. In
diesem Film geht es um das Thema Sexualität und sexuelle Selbstbestimmung von
Frauen.

Fünf mutige Frauen aus
unterschiedlichen Kulturen kämpfen für eine selbstbestimmte weibliche
Sexualität. In vielen Kulturen ist das Thema Sexualität tabuisiert und die
Menschen reden über dieses Thema gar nicht. Außerdem versuchen die Religionen
dieses Thema in vielen Ländern zu tabuisieren. Fünf mutige Frauen brechen das
Tabu und sie wollen, dass die Menschen in der Öffentlichkeit ohne Angst über
das Thema Sexualität reden dürfen.

Eine von ihnen ist
Rokudenshiko aus Japan und sie bricht das Schweigen der Gesellschaft mit ihrer
Kunst. Sie zeichnet ihr Geschlecht und zeigt es in der Öffentlichkeit. Dafür
wird sie in Japan verhaftet, weil sie die Regeln missachtet hat.

Eine weitere Frau aus Indien
geht auf die Straße und redet mit Frauen über das Thema Sexualität. Sie macht
eine eigene Website und schreibt über das männliche und weibliche Geschlecht.
Ihr Ziel ist, dass die Frauen in Indien die Freiheit haben, ohne Angst und
Scham in der Gesellschaft über ihre Sexualität zu reden und um letztlich mehr
Freiheit und Sicherheit zu erlangen. Sie wird deshalb leider von streng
gläubigen Menschen verfolgt.

Leyla Hussein aus Afrika
kämpft gegen die weibliche Genitalverstümmelung. In vielen afrikanischen
Ländern werden die Mädchen beschnitten. Sie leiden während des Beschneidens
unter sehr starkem Schmerzen und sie verlieren sehr viel Blut. Oft verlieren
sie sogar ihr Leben. Leyla Hussein hat es selbst erlebt, wie schmerzhaft es
ist, beschnitten zu werden. Sie redet über dieses Thema mit Frauen und Männern
und sie zeigt sogar den Männern, wie die Frauen beschnitten werden und wie sie
darunter leiden.

Meiner Meinung nach, war der Film für mich sehr traurig und berührend, weil die Frauen in vielen Ländern von Religionen und streng gläubigen Menschen unterdrückt werden. Sie haben nicht die Freiheit, über ihr Leben und ihren Körper selbst zu bestimmen. Für mich sind diese fünf mutigen Frauen Heldinnen und sie sind großartige Vorbilder für die anderen. Obwohl sie von vielen Menschen und ihrer Religion und Kultur (und den damit verbundenen Traditionen) viel Druck bekommen, haben sie nie aufgegeben und haben trotzdem für ihre Rechte bis heute weitergekämpft.

Ein Bericht von START-Stipendiat Shah-Ali

Fit für die EU-Wahl. Wie jugendliche Migrant*innen sich vorbereiten.

(Wien, 14. Mai 2019). 2019 heißt es für (fast) ganz Europa „ab in die Wahlkabine“: Am 26. Mai stehen die EU-Wahlen an. Die Wahlmotivation bei österreichischen Jugendlichen ist laut aktueller Umfrage1 der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik ÖGfE groß. Wo und wie informieren sich Jugendliche? Beim Verein START Stipendien wurde ein EU-Schwerpunkt mit verschiedensten Aktivitäten gesetzt, um den Jugendlichen Europa und Europa-Politik näher zubringen.

Kriterium Information. Laut ÖGfE-Umfrage werden 85 Prozent der Befragten „sicher“ bzw. „eher schon“ an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilnehmen. Für 93 Prozent dieser Jugendlichen ist der wichtigste Grund für die Teilnahme, dass sie von ihrem demokratischen Recht Gebrauch machen möchten. Fehlende Information ist das mit Abstand meist genannte Motiv, nicht an den EU-Wahlen teilzunehmen (72 Prozent „sehr wichtiger“/„wichtiger“ Grund). Der Verein START Stipendien versucht daher, den Jugendlichen vor der EU-Wahl einen umfassenden Einblick zur aktuellen Situation in Europa zu vermitteln. Auch wenn über 75 Prozent der START Stipendiat*innen bei der EU-Wahl 2019 nicht wählen dürfen – sind sie dennoch alle von der Wahl und deren Auswirkungen betroffen.

Umfassendes Programm. Um die Stipendiat*innen umfassend zu informieren, organisierte der Verein START Besuche im Haus der Europäischen Union in Wien und themenspezifische Arbeitsgruppen. „Weiters nahmen die Jugendlichen an Gesprächsreihen und Podiumsdiskussionen, wie dem Europa:Dialog teil und besuchten eine politische Lesung im Burgtheater. Fixiert sind zudem ein Rundgang im Außenministerium mit einem Spezialvortrag zur Europapolitik und eine Führung im Haus der Europäischen Union“, zählt Projektkoordinatorin Aleksandra Milosevic auf.

In Kürze steht für die START Jugendlichen der Workshop „Understanding Europe“2 auf dem Terminplan: Hier erfahren die Jugendlichen, wie die EU allgemein funktioniert, wer was darf, welche Rahmenbedingungen gegeben sind und wie es überhaupt zu Gesetzen und Vereinbarungen kommen kann. Auch Raum für Diskussionen und Dialog ist vorgesehen: Wie stellen sich die Jugendlichen die Europäische Union in einigen Jahren vor? Was bedeutet die EU für sie? Und was würden sie verändern? „Die Jugendlichen zeigen großes Interesse für die vertiefenden Workshops“, freut sich START Projektleiterin Katrin Bernd über die Auseinandersetzung und den politischen Dialog der Stipendiatinnen mit Europa als Ganzes und Österreich als Teil der Europäischen Union. „Das Verstehen von europapolitischen Prozessen ist ein wichtiger Grundstein für die Teilhabe an der politischen Diskussion“, so Bernd. „Und wer informiert ist, kann sich auch einbringen. Wir bieten unseren Jugendlichen mit dem vielfältigen EU Wahl-Informationspaket die Chance, sich fit für europapolitische Diskussionen zu machen.“

1 https://oegfe.at/2019/03/05_jugendumfrage/
2 https://eyp.at/understanding-europe/?lang=de


Über Understanding Europe

Um der geringen Wahlbeteiligung Jugendlicher an der Wahl zum Europäischen Parlament in ganz Europa entgegen zusteuern (2009: 27% der 18-24 Jährigen*), initiiert die in Berlin ansässige Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa seither in Partnerschaft mit dem Europäischen Jugendparlament die Veranstaltungsreihe „Understanding Europe“. Bereits seit 4 Jahren werden auch in Österreich diese EU-Kompakt-Kurse angeboten.

Über START-Stipendien

Das START-Stipendienprogramm fördert engagierte Schüler*innen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das START Programm sind daher steuerlich absetzbar.


Rückfragehinweis:
Verein START-Stipendien Österreich

Aleksandra Milosevic, Projektkoordination START-Wien
M: +43 664 2144637
E: milosevic@start-stipendium.at
www.start-stipendium.at

communication matters
Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 26
E: bottesch@comma.at
www.communicationmatters.at

communication matters
Kollmann & Hemmer GmbH
Kolschitzkygasse 15/14 1040 Wien
Austria
+43/1/503 23 03
office@comma.at

Beitragsbild (c) www.pixabay.com

Wer wird Medienprofi? Workshop zu Fake News & Journalismus

Am Samstag, den 11. Mai 2019, waren START-Jugendliche aus Niederösterreich und Wien beim Workshop zu Fake News und Journalismus namens „Wer wird Medienprofi?“ von Digitaler Kompass – Institut für Nachrichtenbildung und digitale Kompetenz.
Beim Workshop ging es hauptsächlich um Fake News – Was sind Fake News überhaupt? Wer schreibt bzw. veröffentlicht sie? Was ist der Zweck von den Fake News & woran kann man sie auf den ersten Blick erkennen? Am Ende des Workshops bekamen wir verschiedene Journalist*innen-Rollen, und schrieben unsere Berichte aufgrund dieser Rollen. Artikel: Adham Al Mardini

Der Workshop war sehr spannend und durch die Quiz-Fragen und ein Hauptpreis ist die Atmosphäre spannend geblieben. Durch die paar kleinen Tricks, was uns beigebracht wurde, sind wir bereit Fake-News besser zuerkennen.

Nawid

Der Fake-News Workshop war sehr lehrreich und interessant. Unter anderem haben wir gelernt, wie wir Nachrichten und Informationen auf ihre Echtheit überprüfen können und durften sogar unseren eigenen Artikel schreiben. Wir bedanken uns herzlich beim Workshopleiter

Nazia

Besuch der Aidshilfe OÖ

Am Samstag, den 11. Mai 2019 besuchten wir, die START-OÖ Stipis, die AIDS-Hilfe in Linz. Dadurch bekamen wir einen einzigartigen Einblick in die organisierte Aidshilfe in Oberösterreich.

Als wir uns vorgestellt haben, haben wir die Frage beantwortet, wann wir zum ersten mal über HIV gehört haben. Jeder hat eine eigene Geschichte erzählt und dadurch sind wir zum Thema persönlich näher gekommen. Wir waren überrascht, wie wenig wir über HIV und AIDS informiert sind.

Zudem haben wir uns einen kurzen Film angeschaut, und haben gelernt, dass das Zusammenleben mit HIV-positiven Menschen nicht gefährlich ist. Wir können mit ihnen aus einem Glas trinken, aus einem Löffel essen und sie unter bestimmten Umständen als Partner haben. Die HIV positiven fühlen sich sehr einsam: Die Menschen sind nicht nur von der massiven gesundheitlichen Einschränkung betroffen, sondern müssen auch mit dem sozialen Stigma kämpfen. Danach informierten uns die Referenten wie HIV-Tests durchgeführt bzw. wie die Virenübertragung passiert. Zuletzt brachten wir die verschiedenen Präventionsmaßnahmen gegen Geschlechtskrankheiten (STDs) in Erfahrung.

Besonders interessant fand ich die Funktion des AIDS-Hilfe Zentrums. Sie testen und beraten kostenlos. Auch die Unterstützung der HIV-Positiven war beeindruckend. Sie treffen sich im Zentrum um sich miteinander auszutauschen. In der Schule lernt man zwar über HIV, aber einen tiefgreifenden Überblick und interessante Geschichten erfährt man mit einem Besuch von Aids-Hilfe OÖ.

Ein Bericht von den Stipendiaten Bahara und Thupten

Selbstverteidigung sei gelernt!

Am Samstag, den 11.05, waren wir auf dem Selbstverteidigungskurs des Kickbox-Vereines Karate+Kickbox-UNION Hard, die Instruktoren waren Dominik Schuster und Bernd Schäfer. Beide sind Trainer des Vereines und sehr erfahrene Kursleiter. Der Kurs wurde von zehn Stipendiaten und Stipendiatinnen besucht und alle waren sehr zufrieden.

Am Anfang wurde die Theorie durchgemacht mit sehr lehrreichen Beispielen. Das Ganze wurde recht verständlich und einfach erklärt. Die Kursleiter haben jede Frage der Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen souverän und anschaulich beantwortet.  Verschiedene Situationen wurden nachgestellt und von den Stipendiaten und Stipendiatinnen durchgespielt, dabei wurden die Fehler aufgedeckt und verbessert.

Nach einer halbstündigen Pause wurde dann der Praxis-Teil eingeleitet. Hier wurden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dazu animiert im Notfall Härte zu zeigen. Kurz vor Ende kam dann auch das Highlight des Kurses und zwar die Stresssituation. Wer näheres dazu erfahren möchte, dem empfehle ich den Kurs zu besuchen. Als Eigenidee der Kursleiter ist diese Übung einer der besten Simulationen einer echten Situation, die ich persönlich gesehen habe.

Abschließend ist zu sagen, dass der Kurs eine Bereicherung für die Stipendiaten und Stipendiatinnen war. Die Kursleiter, Dominik Schuster und Bernd Schäfer, sind sehr kompetente Instruktoren und haben den Kurs verständlich und fachkundig erklärt. Wir haben alle sehr viel Spaß gehabt. Wer sich für den Kurs interessiert, kann sich auf der Homepage des Vereines gerne informieren lassen.

Impressionen der Kursteilnehmer:

„Ist richtig cool gewesen. Der erste Teil war zwar etwas zäh, aber danach war es gut. Ich hatte am Anfang vor dem Stressteil, etwas Angst, aber am Schluss war es sehr lehrreich.“ – Sebastian

„Ich fand den Kurs sehr gut. Es hat wirklich Spaß gemacht und ich habe Sachen gelernt, bei denen ich dachte ‚das kann ich gut im Leben anwenden‘. Mir hat am meisten die Stresssituation gefallen.“ – Lana

„Obwohl ich sehr viel schon wusste, fand ich den Kurs sehr gut. Die Theorie war sehr gut und verständlich erklärt und bei dem Praxis-Teil ist für jeden was dabei. Was ich am interessantesten fand, war die Stresssituation. Mit der Übung konnten wirkliche Konfrontationen sehr gut und realitätsnah simuliert werden. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert der Kurs!“ – Orhan

Ein Bericht von START-Stipendiat, Orhan.

Upcycling Interview mit Recycling Kosmos

START-Wien Stipendiatin Sinem im Gespräch mit Esther Weinberger und Gudrun Büsel von Recycling Kosmos über Upcycling, Minimalismus und Klimastreik.
esther_IMG_6787
Esther Weinberger
DSCN8787
Gudrun Büsel

Warum eigentlich Upcycling? Wie bist Du darauf gestoßen?

Esther: „In meiner Kindheit war es völlig normal, dass man aus alter Kleidung was Neues gemacht hat, weil Stoffe einfach zu teuer waren. Meine Mutter und meine Oma haben immer aus alter Kleidung was Neues gemacht. Später kam der ökologische Gedanke dazu. Im Grunde finde ich es interessanter mit alten Textilien zu arbeiten, weil es individueller ist.“

Gudrun: „Ich habe schon immer gerne genäht. Ich habe auch geupcycled, habe aber auch neuen Stoff gekauft und nach der Matura wollte ich das richtig lernen und habe die Schneider Ausbildung gemacht, was mir gefallen hat, aber da habe ich mitgekriegt, dass die Modeindustrie recht umweltbelastend ist. Ich möchte das nicht vertreten und bin weggegangen und habe angefangen Umwelt und Bioressourcenmanagement zu studieren, weil mir die Umwelt am Herzen liegt. Ich bin dann zum Recycling Kosmos gekommen und mache Workshops.”

Was hast Du schon alles geupcycled und was war der lustigste Gegenstand?

Esther: „Ich habe Schuhe übermalt. Mit Socken wahnsinnig viel gearbeitet, damit habe ich mit Kindern Handpuppen gemacht. Ich habe ganz viel mit alter Bettwäsche gemacht. Zum Beispiel Geschirrtücher aus alter Bettwäsche, Taschen oder Decken für kleine Kinder. Mit Vorhängen habe ich schon viel gemacht und natürlich auch aus T-Shirts, Herrenhemden, Kaffeepackungen, Reissäcken, Duschvorhänge, … Es gibt nichts was ich nicht schon irgendwie verwendet habe. Aus einem Mieder habe ich einen Rucksack gemacht.“

Gudrun: „Oft mache ich eigentlich nur kleine Abänderungen. Mit ein paar Nähten schnell was Neues. T-Shirts, Pullover, Verpackungen. Lustigster Gegenstand eventuell Sockenmonster oder etwas aus Reisverpackungen.“

Gehst Du trotzdem noch shoppen?

Esther: „Ich gehe fast nie shoppen. Ich nähe auch meine Unterwäsche selbst aus alten T-Shirts. Wenn ich auf Reisen bin in einer anderen Stadt, gehe ich schon ganz gern in andere Geschäfte und kaufe mir vielleicht auch was, aber sonst nur nachhaltige Schuhe.“

Gudrun: „Shoppen gehe ich nicht, wenn dann in secondhand Läden oder auf Kleidertauschpartys. Ab 20/21 (Jahre) war ich nicht mehr shoppen“

Was sagst Du zum Minimalismus und bist Du eine Minimalistin?

Esther: „Zum Teil, wenn ich in meine Wohnung schaue dann nicht, denn ich sammle unheimlich viel, weil ich es gerne wiederverwerte, aber was Konsum anbelangt, bin ich eher eine Konsumverweigerin. Ich kaufe wenig Lebensmittel, weil ich viel aus Getreide und Gemüse einfach selbst mache. Ich kaufe null Fertigprodukte.“

Gudrun: „Ich bin voll der Fan davon. Ich würde mich selbst als Minimalistin bezeichnen, nur habe ich ein Hobby was nicht minimalistisch ist. Mein Zuhause ist nicht typisch minimalistisch, allerdings bin ich schon am überlegen ob ich diese Dinge wirklich brauche. So verstehe ich Minimalismus. Dieses bewusste einkaufen.“

Gibt es Grenzen? Wo sagst Du Stopp?

Esther: „Ich verwende keine Materialien, bei denen ich der Meinung bin, dass man die gar nicht einkaufen soll. Zum Beispiel PET Flaschen oder Kaffee Kapseln, die soll man gar nicht kaufen. Ich versuche sie zu meiden und möchte damit vermitteln, kaufst sowas gar nicht. Mit Lebensmitteln arbeite ich auch nicht, weil ich Kindern, zum Beispiel im Workshop, kein falsches Bild vermitteln möchte.“

Gudrun: „Die eigenen Grenzen muss jeder selbst wissen, denn jeder hat eine andere Idee, was er mit den Sachen machen kann. Ich würde jetzt nicht sagen das ist ein No-Go für mich, da bin ich relativ offen. Ich würde da keine Grenze ziehen. Es gibt keine Grenzen.“

Veganismus: Ja oder Nein?

Esther: „Ich lebe nicht vegan, aber ich konsumiere wenig tierische Produkte, aus zwei Gründen. Das eine aus ökologischen Gründen, weil die Viehwirtschaft sehr viel CO² ausstößt und sehr viel Boden braucht. Der zweite Grund ist, dass die herkömmliche Viehwirtschaft Viehunwürdig ist. Ich kaufe es aber nur bei Bauern, wo ich weiß, dass die Tiere frei rumlaufen können.“

Gudrun: „Ich bin vegan und ich finde es umwelttechnisch, gesundheitlich und ethisch super.“

Was sagst Du zum Klimastreik am 15. März? Warst Du dort?

Esther: „Ich selbst war nicht dort. Ich finde es großartig, wie die Jugend auf die Straße geht und sagt „Stopp, so nicht“, weil ich bin der Meinung wir sollten mindestens dann aufwachen, wenn die Jugend auch sieht, dass ihre Zukunft bedroht ist. Es wäre arrogant, wenn wir, die ältere Generation, sagen die Schüler sollten lieber in die Schule gehen und lernen, anstatt auf die Straße zu gehen. Unsere Generation hat dazu beigetragen, dass das Klima jetzt so ist und wir sollten uns bei der Jugend dafür entschuldigen.“

Gudrun: „Ich war dort. Ich fand es sehr cool. Ich fand es sehr faszinierend wie viele Menschen aus Wien da waren. Ich war schon öfters demonstrieren, aber auf so einer großen Demo war ich schon lange nicht mehr. Was ich so toll gefunden habe, war dass so viele junge Schüler da waren. Auch allen Alters waren alle Leute da. Es ist echt schön, dass wir alle gemeinsam dabei sind.“

Was willst Du der jungen Generation weitergeben?

Esther: „Was ich vermitteln möchte, ist bewusst leben. Überlegen was ich konsumiere, ob ich das brauche. Nicht weil es billig ist, denken es hat eh nichts gekostet. Es hat dem Menschen, der dran gesessen ist, hat es gekostet.“

Gudrun: „Ich finde es wichtig, dass niemand perfekt ist und versucht das beste aus allem zu machen, für sich mögliche zu machen. Man sollte kleine Schritte machen und nicht sofort aufgeben. Nicht von Anfang an abblocken und seinen Spaß dran haben.“

Über Esther & Gudrun

Kurzbiografie Esther Weinberger

Esther ist Mediatorin, seit 17 Jahre in der mobile Wohnbetreuung tätig und hält Empowermentseminare für Frauen mit Lernschwierigkeiten – Verein NINLIL.

Seit 2011 Modedesignerin für Upcyclingmode
Diverse Verkaufsausstellungen, Modeschauen, Kunstprojekt im Rahmen von SOHO in Ottakring: „Die Riesin von Ottakring“, Nähcafe für Reparatur und Upcycling-Fashion, diverse Workshops für Schulklassen und Kindergruppen, Kooperationspartnerin von wienXtra, Mitglied und Kooperationspartnerin des Recycling-Kosmos, Koordination und Organisation der Workshop-Angebote, Fortbildungen für Pädagog_innen

Kurzbiographie Gudrun Büsel

Gudrun besuchte von 2012-2014 das Modekolleg an der Herbststrasse in Wien und studierte anschließend Umwelt- und Bioressourcenmanagement an der Universität für Bodenkultur Wien. 

Seit 2017 Mitglied des Recycling Kosmos, Betreuung offener näh.räume und bietet erste Upcycling-Workshops an.

Seit 2019 Beginn der Selbstständigkeit als Workshopleiterin

START Vorarlberg im Textsortenkurs

„Deutsche Sprache ist eine schwere Sprache“, aber nicht bei solchen zielstrebigen, wissensdurstigen Leuten wie unsere Stipendiaten, die in voller Überzeugung nach Perfektion streben. Diese Stipendiaten kennen keine Ruhe im Kopf und haben an einem regnerischen Sonntag ihr Deutsch einen Schritt näher zur Perfektion gebracht.

Am 5. Mai haben sich ALLE Stipendiaten aus Vorarlberg pünktlich vor der HLW Schule in Rankweil versammelt um sich mit der Deutsch-Lehrerin Frau Claudia Peter zu treffen und eine kostbare Unterstützung ihrerseits zu empfangen. Das Ziel des Treffes war es, zwei der schwierigen, zur Matura kommenden Textsorten, in den Mittelpunkt zu setzen und sich damit einen ganzen Nachmittag auseinanderzusetzen. Nach einer fairen Abstimmung entschied sich die Mehrheit für zwei Textorten – nämlich für die Erörterung sowie den Leserbrief. Die Lehrerin teilte uns Unterlagen aus, sodass wir zu Hause selbstständig alles in aller Ruhe wieder durchlesen können, damit wir alles Neue wieder abrufen können und dann gut in unseren Köpfen sitzt.

Ghaiath, START Stipendiat: „Schöne Zeiten vergehen zu schnell und ich kann es kaum noch glauben, dass ich über drei Stunden konzentriert hier war und mich in Deutsch am Weiterbilden war. Wir hatten eine sehr angenehme Atmosphäre und hatte auch viel Spaß am Lernen.

Einige Maturanten und andere aus der Gruppe, haben die kommende Woche eine Deutschschularbeit und wollten unbedingt diese Zeit dafür nutzen, das Gelernte umsetzen zu können. Deswegen bekamen wir von der Lehrerin Arbeitsmaterialien.

Ein anderes Feedback von einer Teilnehmerin lautet „Es war wirklich sehr informativ! Ich weiß jetzt viel besser, wie man eine gute Erörterung schreibt. Die Lehrerin hat all unsere Fragen und Unklarheiten im Bezug auf die Themen gedeckt. Ich bin sehr froh diesen Kurs besucht zu haben“.

Im Namen von mir und der START-Familie bedanken wir uns bei Ihnen Frau Claudia Peter dafür, dass Sie sich die Zeit an einem Sonntag genommen haben um unser Wissen zu erweitern und für uns zur Verfügung gestanden sind. Zum Schluss schulden wir auch dem START-Team sowie den START-Unterstützern ein „Dankeschön“ ! Denn ohne Eure Unterstützung wäre dieser Workshop nicht möglich gewesen.

Ein Bericht von START Stipendiat, Ghaiath.

Studienberatung zu Medizin-Alternativen

Viele START-Jugendliche geben zu Beginn ihrer START-Karriere Medizin als Studienwunsch an. Aufgrund der Zugangsbeschränkungen macht es aber Sinn sich schon früh Gedanken über Alternativen zu machen. Es gibt zahlreiche Ausbildungen und Studien im Umfeld des Medizin Studiums. Um mehr darüber zu erfahren nahmen sich am 3 Mai einige START-Alumnis aus Wien, Ober-und Niederösterreich die Zeit den aktuellen Stipendiat*innen über ihr Studien zu erzählen.

Folgende Studien waren vertreten : Pharmazie, Biologie, Molekularbiologie, Neurowissenschaften, Ernährungswissenschaften, technische Chemie, Lebensmittel & Biotechnologie, biomedizinische Analytik, Biomedical Engineering.

Vielen Dank an Ali, Aminat, Naima, Mojtaba, Sara, Lisa, Nahla und alles Gute fuer euren weiteren Weg!

Die Studienberatung ist bei unseren START-Jugendlichen sehr gut angekommen!

,,Plan B? Alternative zu Medizin“ war ein sehr guter organisierter Workshop. Vor allem hat es mich gefreut, die Alumnis kennenzulernen. Sie waren wirklich sehr nett und haben alle meine Fragen beantwortet. Sie haben uns ausführlich über ihre Studienrichtungen erzählt und wichtige Informationen gegeben. Diese Veranstaltung wird mir helfen, nach der Matura ein geeignetes Studium auszuwählen. Da bedanke ich mich nicht nur bei Alumni, sondern auch beim START-Stipendium, dass sie diesen Workshop organisiert haben. -Sakaria

Ich fand den Alumna-Abend insgesamt sehr spannend. Vor allem die Erfahrungen, die die Alumna bislang gemacht haben. So sehr es auch spannend und interessant war, bin ich dennoch in meiner Wahl als Plan B für Medizin nicht weitergekommen. Im Gegenteil ist es jetzt sogar schwieriger, weil ich neue Studien kennengelernt habe, die mich auch ansprechen. -Saida

Mein Traum ist es Medizin zu studieren, aber wegen der Aufnahmeprüfung, welche man nicht vom ersten Mal schaffen kann, brauchte ich einen anderen Plan. In diesem Workshop sind mehrere Alumni aus ganz Österreich gekommen, um uns über ihre Studien zu informieren. Ich fand es echt super und nett von den Alumni, Zeit für uns zu finden und uns einen Augenblick über die verschiedenen Möglichkeiten zu geben. Über solche Workshops bin ich immer gespannt. -Fatimah

Die Alumnis waren wirklich bereit so viel zu erzählen, weil wir gefühlte tausende Fragen hatten. Aber sie haben sich wirklich Zeit genommen & im Endeffekt wusste ich dann auch was ich ungefähr machen will. Tatsächlich braucht man nicht immer Mathematik, also bin ich ziemlich beruhigt. Ich fand’s auch gut, dass fast alle von ihnen die Aufnahmeprüfung für das Medizinstudium gemacht haben, da sie uns einiges davon auch erzählen konnten. War wirklich hilfreich und wir konnten die anderen besser kennenlernen! -Aylin

Also der Alumni Infoabend war genau wie ich es mir vorgestellt habe. Dieses Treffen war SEHR informativ. Ich habe mein Studium noch mehr kennengelernt. Außerdem habe ich einen Plan B, den ich vorher nicht gehabt hatte. Ich habe aber auch anderen Studiengänge, die auch mit Naturwissenschaft zu tun haben, kennengelernt und somit VIELE Infos gesammelt. -Israa

Der Alumni- Infoabend über Studienmöglichkeiten war sehr informativ. Für mich war das die beste Angelegenheit über die Studien nachzufragen und mich besser zu informieren, vor allem weil fast alle einen naturwissentlichen Zweig hatten. Ich habe ein besseren Überblick über die verschiedene Studienrichtungen bekommen und habe mich sogar für ein Studium sehr interessiert. -Silvy

Es war sehr hilfreich für mich, ich habe auf viele meine Fragen eine Antwort bekommen, verschiedene Studienmöglichkeiten kennengelernt und dabei die Alumnis kennen gelernt und von ihren Erfahrungen in Bereich Studium erfahren. -Navid

Der Alumni-Infoabend war sehr sehr informativ. Man hat viel über verschiedene Studien im Bereich Naturwissenschaften erfahren und dass es auch viele interessante Studien außer Medizin gibt.
Die Alumnis sind ganz genau auf unsere Fragen eingegangen und haben sie bestens beantwortet, sodass man sich einen guten Überblick über das Studium verschaffen konnte. -Rosetta

Die Alumnis haben uns ehrlich beraten und das Gespräch mit ihnen war sehr angenehm! Ich hatte das Gefühl, dass wir uns seit vielen Jahren kennen! Ich habe die Studienrichtungen außer Pharmazie nur oberflächlich gekannt, jetzt weiß ich das Wichtigste darüber und mache mir Gedanken! Ja, stimmt, dass ich noch 2 Jahren habe bis zur Matura, dennoch finde ich die Informationen hilfreich! Ich habe sogar Ratschläge bekommen was ich alles bis zur Matura machen könnte.
Heute Abend hatte ich wieder viel Spaß. -Mariana

Der Alumni Infoabend war spannender als ich gedacht habe. Zuerst dachte ich mir ich bin hier fehl am Platz, weil ich eigentlich nichts mit Medizin zu tun habe. Aber als ich dann über die verschiedenen Studiengänge erfahren habe und wie viele andere medizinische Berufe notwendig sind um die Arbeit eines Arztes möglich zu machen. Auch die alten Stipendiaten kennen zulernen war sehr nett und wir hatten einen lustigen und informativen Abend. -Edison
Wie viele andere medizinische Berufe notwendig sind um die Arbeit eines Arztes möglich zu machen

Der Alumni-Infoabend hat mir eine große Hilfe gegeben, einen Plan B für mein zukünftiges Studium aufzustellen. Ich habe verschiedene neue Studiengänge kennengelernt, die auf der gleichen Ebene wie Medizin sind, sogar die Grundsteine dafür sind. -Adham

START-NÖ zu Besuch bei Landesrätin Teschl-Hofmeister

Am 30. April 2019 bot sich für eine Gruppe von StipendiatInnen die tolle Möglichkeit Landesrätin Mag. Christiane Teschl-Hofmeister in ihrem Büro im Landhaus St. Pölten zu treffen. Bei diesem Besuch erkundigte sich die Landesrätin nach den schulischen Laufbahnen und Zukunftsplänen der StipendiatInnen und diese nutzen auch die Chance der Landesrätin Fragen zu stellen. Es entstand eine spannende Diskussion zu Themen wie Ethik-Unterricht, politische Bildung in Schulen und Cybermobbing. Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister: „Es freut mich, dass die Stipendiatinnen und Stipendiaten mit so viel Motivation und Ehrgeiz an die eigene Ausbildung gehen und dabei nachweislich großartige Erfolge einfahren. Die Initiative START schafft es immer wieder, motivierte, engagierte und wissbegierige junge Menschen erfolgreich entlang ihres Bildungsweges zu begleiten und sie dabei zu unterstützen ihre Ziele zu erreichen.“

Die StipendiatInnen berichten:

Im Büro der Landesrätin wurden wir von ihr und ihrem Team herzlich begrüßt. Nach einem Kennenlernen durften wir ihr Fragen stellen und sie über unsere schulischen Leistungen und Schwierigkeiten informieren. Die Landesrätin zeigte nicht nur Interesse an unseren Problemen, sondern sie nahm sich auch Zeit Lösungen zu ihnen zu finden. Ich möchte mich bei ihr und bei ihrem Team bedanken, da sie Zeit für uns fand und uns dadurch die Motivation gab uns weiterzuentwickeln!

Fatimah

Der Besuch bei der Landesrätin war eine große Gelegenheit für mich, sie besser kennenzulernen und mit ihr über politische und soziale Themen zu diskutieren. Mir hat besonders gut gefallen, dass sie auf unsere Probleme eingegangen ist und uns dabei geholfen hat, diese zu lösen. Wie z.B. beim Finden eines Praktikums im Sommer.

Mahan

Bei einem Kaffee und netten Gesprächen ist dieser Termin sehr angenehm verlaufen. Die Landesrätin begegnete uns auf Augenhöhe und interessierte sich für unsere schulischen Laufbahnen, Probleme und Meinungen zum österreichischen Bildungssystem. Sie antwortete auch unsere Fragen zur Bildungspolitik sehr ausführlich. Ich bedanke mich bei der Landesrätin und Start für diese tolle Gelegenheit!

Taha

Ich habe mich sehr gefreut die Landesrätin besser kennenzulernen. Es war sehr interessant als sie auf unsere Fragen einging und wir verschiedene Themen diskutieren konnten. Ich bin stolz und froh darüber, dass ich bei diesem tollen START-Termin dabei war.

Vlasta

Wir danken dem Land Niederösterreich für die Unterstützung des START-Programms & Landesrätin Teschl-Hofmeister und ihrem Team für den spannenden Nachmittag!

Fotos Copyright: NLK Pfeiffer

START-klar für die Reifeprüfung Wie jugendliche Migrant*innen die Matura zu 100% bewältigen.

(Wien, 30. April 2019). Am 6. Mai startet die Zentralmatura in Österreich. Die Anspannung unter den Schülern und Schülerinnen steigt. So auch bei den Jugendlichen im START-Betreuungsprogramm. Hier werden junge Migrant*innen unterstützt, um die Reifeprüfung trotz sprachlicher und anderer Barrieren gut zu bewältigen. 23 Stipendiat*innen von START treten heuer österreichweit an.

Unter ihnen auch Samira Hemati. Die gebürtige Afghanin lebt seit November 2015 mit Ihrer Familie in Österreich. Samira besucht das GRg 21 in Wien und fühlt sich auf dem Schulschiff wohl und willkommen. Die junge Afghanin spricht neben ihrer Muttersprache Farsi mittlerweile auch Deutsch, Englisch und Spanisch.

Matura am Schulschiff
„Ich mag die technischen Fächer wie Mathe und Physik besonders gern“, betont Samira. Sie hat sich entschieden, in Physik mündlich zu maturieren. Aber sie glänzt auch in Deutsch mit guten Benotungen. Sprachförderkurse und die Unterstützung von START Stipendien haben ihr geholfen, die Sprache schneller zu erlernen. „Und dann haben mich auch meine Mitschüler*innen und Lehrer*innen immer unterstützt“, erzählt Samira, „die ersten Monate hier habe ich ausschließlich deutsche Grammatik gelernt. Zwischen zehn und zwölf Stunden täglich habe ich mich mit schulischen Angelegenheiten befasst“, schildert Samira ihren Einsatz. Das Ergebnis spricht für sich: Samira konnte alle Fächer positiv abschließen und erhielt die Zulassung zur Reifeprüfung.

Alle ziehen an einem Strang
Maria Marizzi, Pädagogin am Schulschiff begrüßt es, wenn Jugendlichen mit Migrationshintergrund Bildungschancen und Unterstützung wie von START Stipendien geboten werden: „Die Jugendlichen können so Möglichkeiten nutzen, die in ihren Herkunftsländern derzeit nicht gegeben sind.“ Die Deutsch-Professorin unterstützt Samira von Beginn an und schätzt deren Einsatz und großes Bildungsinteresse.

Ihrer Einschätzung nach ist für Jugendliche, die erst kurz im Land sind und die Sprache lernen, das Verfassen der geforderten vorwissenschaftlichen Arbeit eine große Hürde. „Für eine erfolgreiche Matura sind die laufende Begleitung von START, die intensive Betreuung in Kleingruppen, Förderstunden und eine umfassende Unterstützung auch von Seiten der Direktion, des Lehrerkollegiums bis hin zum Elternverein immens wichtig“, erklärt Marizzi. Wie gut diese Zusammenarbeit funktioniert, zeigt auch ihre persönliche Bilanz mit START-Stipendiat*innen: Alle START-Jugendlichen auf dem Schulschiff haben in den vergangenen Jahren ihre Matura erfolgreich absolviert. „Bildung sollte grundsätzlich für alle Jugendlichen zugänglich und gefördert werden“, wünscht sich die Schulschiff-Pädagogin.


Über START-Stipendien
Das START-Stipendienprogramm fördert engagierte Schüler*innen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das STARTProgramm sind daher steuerlich absetzbar.

Wie START-Wien junge Menschen auf ihrem Bildungsweg begleitet
START-Wien begleitet und unterstützt Jugendliche mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. Unterstützt werden die Jugendlichen sowohl finanziell als auch durch individuelle Beratung und Begleitung, zahlreiche Bildungsseminare und Workshops, gemeinsamen Exkursionen oder bei der Studien- und Berufswahl.


Rückfragehinweis:
Verein START-Stipendien Österreich

Aleksandra Milosevic, Projektkoordination START-Wien
M: +43 664 2144637
E: milosevic@start-stipendium.at
www.start-stipendium.at

communication matters
Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 26
E: bottesch@comma.at
www.communicationmatters.at

communication matters
Kollmann & Hemmer GmbH
Kolschitzkygasse 15/14 1040 Wien
Austria
+43/1/503 23 03
office@comma.at

START-Alumnis und Stipis beim Fest der Kulturen

Engagierte START-Jugendliche beim Welser Fest der Kulturen

Am 28. April 2019 fand in Wels OÖ das „Fest der Kulturen“ in und vor der Stadthalle statt. In diesem Rahmen wurden verschiedene Kulturvereine eingeladen Volkstänze aufzuführen wie auch kulinarische Imbisse zu verkaufen. Das Event setzte ein Zeichen für Toleranz und Respekt und ermöglichte einen intensiven interkulturellen Austausch. Das Ergebnis war eine wunderschöne Mischung aus Kulturen, Sprachen, Tänzen, Geschichten und traditionellen Trachten.

Auf dem Fest traf man auch auf einige bekannte Gesichter! Unter anderem war Amin Alzade, Stipendiat aus Niederösterreich, mit dem seinem afghanischen Kulturverein dort, Soritta Kim, Alumna aus Oberösterreich mit dem kambodschanischen Kulturverein und Rohulla Naseri, Alumnus aus Oberösterreich. Das Wiedersehen war eine angenehme Überraschung!
Man war umgeben von positiver Energie und das warme Wetter passte perfekt dazu. So war der gesamte Platz vor der Stadthalle gefüllt mit verschiedenen Ständen der Vereine. Neugierig wurden fragte man einander über die komplizierten handgemachten Trachten und staunte über ihre Schönheit (siehe z. B. das traditionelle Gewand aus der afghanischen Kultur). Kulinarische Köstlichkeiten wurden probiert und danach schwärmte man lediglich über das Essen.

An diesem Tag konnte man klar und deutlich sehen, dass das Miteinander funktioniert und das sogar sehr gut! Und nächstes Jahr hoffen wir natürlich, noch mehr Alumni oder START-Stipis wiederzusehen!

Zum Beispiel Malala – START-NÖ im THEO Perchtoldsdorf

Am Samstag besuchten START-Jugendliche aus Niederösterreich das Theaterstück „Zum Beispiel Malala“ im THEO (TheaterOrt für junges Publikum). In dem Stück erzählten drei Protagonistinnen, Antigone, Sophie Scholl und Malala, von ihren Kämpfen gegen Ungerechtigkeit und für Freiheit. Wann machen wir den Mund auf? Wie handeln wir? Was verbindet diese drei Rebellinnen? Die Eindrücke der START-Jugendliche:

Ein wunderschönes Theaterstück, welches uns die Mühe in ihren verschiedenen Bildern zeigt. Heldinnen aus verschiedenen Regionen und aus verschiedenen Zeiten erzählten ihre Kampfgeschichten, um zu zeigen wie wichtig es ist, dass wir unser Leben in Freiheit und Würde leben können.

Fatimah

„Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.“ (Talmud)
Diese fassenden Worte habe ich vom Theaterstück „Zum Beispiel Malala“, mitgenommen & mir ans Herzen gelegt. Wir haben dieselbe Geschichte von 3 verschiedenen Personen gehört, denen fehlte die Freiheit, das Recht, ihre Meinung zu sagen & am Ende, das Recht wie alle anderen zu leben.
Ein Dankeschön an die großartige Schauspielerinnen – insbesondere an die liebe Karoline (Sophie Scholl – im Theaterstück), für die tolle Darstellung der Sache, die uns allen angesprochen hat.

Adham

Im Großen und Ganzen war es wieder ein gelungener Start-Termin. Es war ein sehr tiefgründiges Theater, das den einen oder andern noch zum Nachdenken anregen konnte. Für mich persönlich war es der beste Theaterbesuch seit langem.

Vlasta

Das Stück ,,Zum Beispiele Malala“ hat sich gelohnt, mit unseren Freunden dies zu besuchen und dabei manche Heldinnen kennenzulernen, die in ihrem Leben Entscheidungen trafen. Entscheidungen zwischen Schweigen oder Stimme zu heben, die gegen Ungerechtigkeit gekämpft und sich für Rechte des Menschen engagiert haben, besonders haben mir die Gedanken der 15-Jährigen Malala gefallen, welche meint ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern.

Navid

Sicher und selbstbewusst beim Bewerbungsgespräch

Am Samstag, den 27. April 2019 besuchten wir, START Salzburg und START Oberösterreich-Stipendiat*innen, einen Workshop zum Thema „mündliches Bewerbungstraining“ von Frau Charlotte Eblinger von der Firma Eblinger&Partner im Axis in Linz. Im Rahmen des START- Stipendium Programmes haben wir uns Zeit genommen, um wertvolle Tipps von ihr zu hören.

Am Beginn stellten wir Stipendiat*innen uns mit Name, Alter und Berufswunsch bei Frau Eblinger vor, womit wir auch schon unseren Bewerbungstag starteten. Danach begann Frau Eblinger uns über das Verfahren der Personalauswahl zu erzählen. Wie geht eigentlich die Personalauswahl aus der Sicht eines Unternehmens? Das Auswahlsverfahren beruht auf dem Input des Bewerbers; und zwar zunächst einmal auf den Unterlagen, die er mitbringt (beispielsweise Lebenslauf, Schulnoten, das Bewerbungsinterview oder Intelligenztests, etc). Allerdings ist das Bewerbungsinterview die am meisten von Unternehmen verwendete Methode zur Auswahl ihrer Bewerber.

Das Unternehmen muss vorerst eine Entscheidung treffen, welche Kandidaten zu der gesuchten Stelle passen würden, dann ladet dann die Personen zum Vorstellungsgespräch ein. Nun, die Aufgabe des Bewerbers besteht darin, sich bestmöglich dem Unternehmen zu präsentieren, und das natürlich anhand der ihm verfügbaren Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmale. Wir bekamen folgende Aufgabe, und zwar eine Antwort auf die folgende Frage zu finden: „Welche Faktoren/Kriterien brauche ich um meinen Ferialjob/mein Studium zu erlangen?“ Oder anders gesagt: „Was braucht es für das, was ich will?“ Jeder hatte danach die Möglichkeit, seine Antwort vorzustellen und eine Rückmeldung von Frau Eblinger, aber auch von den anderen Stipis, zu bekommen.

Wir lernten, dass es für jede Stelle sogenannte Hard Skills und Soft Skills gibt. Beides muss man mitbringen, um den Job, den man in Zukunft ausüben will, zu ergattern. Die harten Faktoren sind Dinge wie die Matura oder das Alter. Die weichen hingegen sind die kognitiven Kompetenzen, meine Verhaltensweisen und Eigenschaften, die mir dabei helfen, dass mir der Beruf grundsätzlich passt und ich auch Spaß dabei haben kann. Alles schön und gut, aber beim Bewerbungsgespräch muss der Bewerber wissen, welche Worte er benutzt, um sich zu beschreiben. Das Präsentieren ist sozusagen die halbe Miete und vieles im Auswahlverfahen hängt im Endeffekt von diesem einen Gespräch ab. Wichtig ist aber dabei authentisch zu bleiben, denn sonst macht der Job für mich keinen Sinn.

Wir gingen auf die Frage „muss ein Unternehmen ein Vorreiterrolle haben?“ ein und stellen fest, dass die Antwort verneint ist. Frau Eblinger brachte ein Beispiel dazu: Es gibt einen Bewerber, der die Fähigkeit mitbringt, dass er beispielsweise eine bestimmte Art vom Metall herstellen kann. In diesem Fall muss der Arbeitsgeber das nicht kennen oder können, sondern er schätzt, was sein Bewerber für besondere Fähigkeiten hat und stellt ihn eventuell an die richtige Stelle in seinem Unternehmen.

Beim Vorstellungsgespräch in einem Unternehmen sollte man Stärken bennen, und diese auch beweisen durch Erfahrungen, die man gemacht hat. Man sollte aber auch ein paar Schwächen zu Wort bringen, und dabei nicht vergessen zu erzählen, wie man an dieser oder jener Schwäche arbeitet, um sie zu bewältigen. Frau Eblinger erzählte, dass das Bewerbungstraining eine Art Ausnahmensituation ist, bei der man sich bestmöglich und strategisch gut vorbereitet vorstellt. Dinge, die man sagt, müssen daher gut beschrieben werden, sie müssen gut untermauert werden mit Beispielen, die nachvollziehbar sind aus Sicht eines fremeden Menschens, der mich zum ersten Mal kennenlernt. Nach der Mittagspause kamen wir nun zum Punkt „Do‘s & Dont’s beim Bewerbungsgespräch“.

„Ich fand das Rollenspiel total hilfreich und super. Mir wurde klar, wie wichtig es ist, sich konkrete Gründe zu überlegen, warum man der Beste für eine Position ist. Argumente wie „ich interessiere mich dafür“ sind nicht aussagekräftig. Ich bekam auch ein paar Tipps: Sich für die Einladung zum Bewerbungsgespräch zu bedanken und zum Shchluss zu fragen ‚wie verbleiben wir‘.“

Stipendiatin Ivy über das inszinierte Bewerbungsgespräch mit Frau Eblinger

Am Ende unserer lehrreichen Gespräche führte Frau Eblinger ein paar Vorstellungsgespräche mit einigen Stipendiat/innen, es dauerte 3-4 min bei jeder Person. Sie gab hilfreiches Feedback und wir Stipis kommentierten die Talks auch gegenseitig, wobei auch der Spaß nicht zu kurz kam.

Vielen Dank an Frau Eblinger für diesen sehr lehrreichen, interessanten und doch lustig gestalteten Workshop!

Ein Bericht von Stipendiatin Jian

Dritter Teil des Finanzführerscheins bei START Salzburg

„Im dritten und letzten Teil des interessanten Finanzführerschein-Workshops, der am 29. April stattgefunden hat, beschäftigten wir uns mit dem Thema SCHULDEN. Im Themenbereich Schulden ist es besonders wichtig, möglichst früh anzusetzen und eine sogenannte Überschuldung zu vermeiden. Außerdem sahen wir einen kurzen Film über Bürgschaft und die Verantwortung dafür. Insgesamt hat mir dieser hilfreiche Workshop sehr gut gefallen, da wir sehr viele im Alltag benötigte Informationen bekommen haben.“

START-Salzburg Stipendiat Ali Akbar

Ziel des Finanzführerscheins war es, den Stipendiat*innen grundlegendes Wissen zum richtigen Umgang mit Geld zu vermitteln. In den informativen Workshops, die von DSA Inge Honisch von der Schuldenberatung Salzburg gehalten worden waren, erarbeiteten sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten zentrale Inhalte rund ums Thema Geld, Wohnung, Lebenskosten, Schulden und Bürgschaft. Viele Fachbegriffe, die es in diesem Themenbereich gibt, konnten geklärt werden. Herzlichen Dank an Frau Honisch für die spannenden Workshops!

„Peace Kitchen“ ein kulinarisches Friedenskonzept

Schüler der HAK VBS Akademiestraße & START-Wien Stipendiat Atila Bamyani stellt das Konzept hinter der „Friedensküche“ in Wien vor.

Nach 2015 sind viele Flüchtling.e von verschiedenen Ländern (wie Afghanistan, Pakistan, Iran, Irak, der Türkei, Syrien, Libyen u.a.) nach Österreich gekommen. Eine sehr wichtige Frage für die österreichische Gesellschaft ist, wie wir alle in Zukunft zusammen in Frieden leben, studieren und arbeiten können, wie unsere Kinder in Frieden zusammenspielen können.

In der Peace Kitchen kochen und arbeiten jugendliche Flüchtling, aber erzählen auch die Geschichte ihrer „Reise“ von ihrer Heimat durch die verschiedensten Länder wie Afghanistan, Pakistan, Iran, Syrien, die Türkei und andere. Wir organisieren kulturelle Veranstaltungen wie: Konzerte, Fotoausstellungen, Filmvorführungen von Geflüchteten, sowie Diskussionen über das Thema Flüchtlinge und ihre Integration. Über das Essen und diese kulturellen Aktivitäten ergibt sich leicht ein Dialog.

Es wird von Flüchtlingen und Asylberechtigten in diesem Lokal in der Stadt Wien eine Vielfalt von Speisen angeboten: Peace Kitchen ist die Idee, durch verschiedenste Menüs die „Reiseroute“ von Flüchtlingen, ihre Erinnerungen und Erfahrungen nachzuzeichnen. In der Peace Kitchen sind die angebotenen Speisen das Ergebnis der Begegnung von Flüchtlingen mit anderen Kulturen bis hin zum Ankunftsland. So wird diese Begegnung durch Geselligkeit zur sinnlichen Erfahrung.

Dieses Projekt zeigt das Potential, dass die Begegnung zwischen verschiedenen Kulturen, die Andersartigkeit und die Vielfalt als Quelle der Innovation und Bildung in sich haben. So wirken MigrantInnen als Innovatoren bei der Zusammensetzung von Speisen bei.

Peace Kitchen arbeitet mit Aufnahmestellen von AsylbewerberInnen zusammen, wie auch bei Gemeinschaften, die gefährdete Männer und Frauen für Ausbildungspraktika in Restaurants aufnehmen, mit dem Ziel der Integration und der Eigenständigkeit durch aktives Arbeiten. Unser Anliegen ist es, MigrantInnen und Geflüchteten, die wie die meisten Mitglieder dieses Projekts ähnliche Erlebnisse und Erfahrungen mitbringen, im Gastland eine Möglichkeit des Lernens und eventuell eine Anstellung zu bieten.

Atila über sich und seine Erfahrungen, die wesentlich zur Idee „Peace Kitchen“ beigetragen haben

Mein Name ist Atila Bamyani, ich bin vor kurzem 19 Jahre alt geworden und bin nach meiner Heimatstadt „Bamiyan“ (Afghanistan) benannt. Ich lebe seit 9 Jahren in Österreich und gehe momentan in die 4. Klasse der Handelsakademie I. der Vienna Business School Akademiestraße im 1. Bezirk. Seit diesem Jahr bin ich stolzer Stipendiat und Stipi-Sprecher bei START-Wien.

Im Jahr 2008 bin ich mit meiner Mutter von Afghanistan nach Pakistan und dann in den Iran geflüchtet. Auf unsere Fluchtreise habe ich viele verschiedene Menschen getroffen. Ich erinnere mich wie meine Mutter und ich in Pakistan in den Gemeinschaftsküchen mit anderen Menschen gekocht und das Essen vorbereitet haben und von anderen Menschen gelernt haben sowie als auch andere Personen von meiner Mutter gelernt haben.

Im Jahr 2009, als wir nach Österreich geflüchtet sind, haben wir diese Erfahrungen noch einmal durchlebt. Zuerst in Thalham, dann in Tiroler Städten und Dörfern wie Innsbruck, Mötz, Kössen, Kufstein oder Jennbach. Meine Mutter kochte mit anderen und ich half ihr dabei. Wir haben viele verschiedene Leute kennengelernt und auch zusammen gekocht. Kurzgesagt: Ein kultureller Austausch.

Während den Flüchtlingsströmen vom November bis Dezember 2015 habe ich reisenden Flüchtlingen an Bahnhöfen geholfen und auch viele Freundschaften geschlossen. In den Asylheimen in Wien habe ich diese Freunde erneut getroffen und dabei habe ich gesehen, dass sie ebenfalls in Gemeinschaftsküchen zusammen kochen und wie meine Mutter und ich ihre Erfahrungen miteinander teilen. Und am Ende entstehen auch immer gute Geschmäcke und somit auch neue Rezepte.

Textilberge – Fußabdruck & Upcycling. START Jugendliche für nachhaltige Kleidung.

(Wien, 25. April 2019). Durchschnittlich 20 kg Textilien erstehen Herr und Frau Österreicher pro Jahr und entsorgen dieselbe Menge auch jährlich, da der Platz im Kasten knapp wird. Was passiert eigentlich mit den Bergen von Kleidern, die schnell und günstig erstanden werden? In einem praxisnahen Workshop mit dem Verein Recycling Kosmos erfuhren die Jugendlichen von START-Wien Auswirkungen und Lösungsansätze.

Das Bewusstsein für Konsumreduktion und -verwertung steigt. So auch bei den Jugendlichen von START-Wien. Im Projekt „Klamottenkunst“ setzten sich die Schüler*innen intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit der Kleidung sowie ökologischen und sozialen Aspekten der Produktionskette auseinander.

Upcycling. Alte Kleidung wird zu neuen und anderen Kleidungsstücken umgenäht. Das ist ein perfekter Weg, um den Schrank mit neuen, nachhaltigen Stücken auszustatten. Die Jugendlichen von START gestalteten in den vergangenen Wochen Kleidungsstücke um und machten sich Gedanken zu Konsum und dessen Auswirkungen. Und sie lernten, kleinere Reparaturarbeiten an ihrer Kleidung einfach umzusetzen.

Klamottenkunst-Präsentation. Am ersten Samstag im Mai (04.05.) findet die Präsentation der entstandenen Objekte statt. Im Anschluss kann gegen andere Kleidung eingetauscht werden.

KleiderTauschBörse:
Ort: Recycling-Kosmos Kirchstetterngasse 60, 1160 Wien
Zeit: Samstag, 4. Mai 2019, ab 19 Uhr


Rückfragehinweis:
Verein START-Stipendien Österreich

Aleksandra Milosevic, Projektkoordination START-Wien
M: +43 664 2144637
E: milosevic@start-stipendium.at
www.start-stipendium.at

communication matters
Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 26
E: bottesch@comma.at
www.communicationmatters.at

communication matters
Kollmann & Hemmer GmbH
Kolschitzkygasse 15/14 1040 Wien
Austria
+43/1/503 23 03
office@comma.at

Produktentwicklung live an der FH Wieselburg

Jugendliche von START-NÖ machten sich am Dienstag nach Ostern auf den Weg nach Wieselburg um dort die AMU (Austrian Marketing University of Applied Science) zu besuchen und sich über die Studienmöglichkeiten an diesem Standort der FH Wiener Neustadt zu informieren. Mohammad Rahim Zazai und Suliman Quayoumi berichten:

Am Dienstag waren wir bei der FH Wieselburg. In der Früh sind wir mit dem Zug nach Wieselburg gefahren und am Mittag waren wir dort. Zuerst hat eine Dame von der FH Wieselburg uns informiert, was die Student*innen in FH Wieselburg machen, was für Ideen die Stundent*innen schon für Firmen herausgefunden wurden, z.B.: Becher für Salat von McDonald’s, und wie man aufgenommen wird. Nach dieser Einführung kamen wir ins Labor. Dort wurde uns von zwei kompetenten Damen alles erklärt und danach konnten wir selbst ans Werk gehen. Wir produzierten Nudeln in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Farben z.B. Tomatenmark, Kräuter usw. Dabei konnten wir die maschinelle wie auch die manuelle Methode ausprobieren. Dabei mussten wir die Erfahrung machen, dass das Teigkneten harte Arbeit ist! Wir haben unsere selbst gemachte Nudeln dekorieret wie wir wollten und durften sie auch mit nach Hause nehmen. Als Erinnerung überreichte man uns Informationsmaterial.

Für mich persönlich war es sehr informativ, weil ich mich für Marketing interessiere und das der Schwerpunkt dieser Fachhochschule ist.

Mohammad

Seminar politische Bildung in Berlin

Wie jedes Jahr fuhren alle START-Österreich Stipendiat*innen die 1 Jahr vor der Matura stehen nach Berlin um an einer Seminarwoche zum Thema politische Bildung teilzunehmen. Hier der ausführliche Bericht:

Tag 1 – Anreise mit Bus, Flugzeug und Bahn nach Berlin

Während die Salzburger Stipis elegant mit der 1.Klasse mit der Bahn nach Berlin fuhren, flogen START-Wien, NÖ, OÖ von Wien Schwechat nach Berlin-Tegel. Die Vorarlberger fuhren mit dem Bus nach Zürich und flogen von dort aus nach Berlin. Für einige Stipendiat*innen war es der erste Flug überhaupt.

Nachdem alle gut angekommen waren, checkten wir in unserem Hostel in der Nähe des Bezirks Prenzlauer Berg ein. Dann gingen wir gemeinsam in Kleingruppen essen und machten uns mit der Umgebung vertraut.

Tag 2 – Thema: Nationalsozialismus

Wir haben als erstes das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besucht. Die 2711 quaderförmigen Beton-Stelen erinnern an die rund 6 Millionen Juden, die unter der Herrschaft Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten ermordet wurden. Hier erfuhren wir nicht nur über die Hintergründe dieses Platzes sondern auch über die Architektur und eigenen Interpretationen des Denkmals. Danach gingen wir hinunter ins Museum und wurden in 2 Gruppen aufgeteilt.

Wir sprachen viel über den Nationalsozialismus, vor allem über den Einmarsch in Polen und über die Vernichtungslager die 1942 erbaut wurden. Wir wurden in kleinere Gruppen aufgeteilt und haben Aufgabenstellungen bekommen, die wir mit Hilfe des Bildmaterials im Museum beantworten mussten.

Nach der Mittagspause gingen wir zum Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung wo uns Sana von den Geschehnissen 1933 berichtete und zur neuen Wache – einer Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Dort erzählte uns Mahdi über die Widerstandsbewegung der Geschwister Scholl.

Anschließend besuchten wir das deutsche historische Museum und sprachen wieder über den Nationalsozialismus, wobei wir mehr auf die Details, wie zum Beispiel die Hitler-Spielzeuge der Kinder, eingingen. Am Abend besuchten wir auch noch das Maxim Gorki Theater und schauten uns „Die Nacht von Lissabon“ an. Das Thema des Theaters spezialisierte sich hauptsächlich auf die Flucht und die emotionale Belastung die dahinter steckt.

Eishah: Ich fand es sehr gut, dass wir nicht nur über Fakten gesprochen haben, wie wir es in der Schule machen, sondern auch zum Beispiel auf familiäre Hintergründe der Juden eingegangen sind.

 

Mehdi: Mir hat vor allem das deutsche historische Museeum gut gefallen, da es Materialen der NS-Zeit zeigte und ich mir somit besser vorstellen konnte, was alles passierte. Von den anderen Programm-Tagen konnte ich mir auch viel Information mitnehmen.

 

Afra: Ich habe schon relativ viel zum Nationalsozialismus in der Schule gemacht und trotzdem konnte ich mir sehr viel neues mitnehmen. Ebenso die Wiederholung von den Sachen, die ich schon gekonnt habe, war für mich hilfreich es mir noch besser einzuprägen. Die Berlin-Reise ist eine tolle Möglichkeit um sich politisch weiterzuentwickeln und hat allen Beteiligten einen großen Spaß gemacht.

Bericht der START-Sbg Stipendiat*innen

Theaterbesuch

Gegen Mittwochabend hatten wir die Möglichkeit das Theaterstück ‚Die Nacht von Lissabon‘ nach dem Roman von Erich Maria Remarque zu besuchen. Selbst in diesem Stück handelte es sich von der Flucht. Eine tragische Geschichte eines Paares, die gegen ihr Schicksal kämpfen und Widerstand zeigen mit der Hoffnung zu Überleben.

Das Theaterstück war für mich eine traurige Geschichte, weil die Paare immer verfolgt wurden und sie haben im Angst gelebt. Das Leben für sie eine große Herausforderung, weil sie immer auf der Flucht waren. wegen dieser Verfolgung konnten sie nicht ein schönes Leben führen. – Shah-Ali

Die ‚Nacht von Lissabon‘ die im Rahmen ein Theaterstück gespielt wurde, war Liebesgeschichte von zwei geliebten die nicht einfach hatten zusammen zu kommen und immer ihnen die steine vor ihren Weg geworfen wurde. Sie hatten nicht so einfach ein schönes Leben zu führen. Allgemein war das Theaterstück für mich sehr interessant und hat mich fasziniert. -Milad

Das Theaterstück zeigt vor allem auch, dass die Menschen damals sehr schwer hatten. Ich persönlich war von dieser Geschichte sehr berührt und hoffe, dass die Gesellschaft endlich es schafft in einer toleranteren Atmosphäre miteinander in Frieden zu leben.  – Nasiba

Auch ich habe das Theaterstück sehr interessant gefunden. Vor allem die Parallelen, die man zu unserer Gesellschaft herstellen kann, haben mich fasziniert. Sicherlich muss man in Österreich (!) keine Angst haben, mit einer Person zusammen zu sein, unabhängig von deren Religion, Geschlecht oder Herkunft. Dass das jedoch so ist, ist absolut nicht selbstverständlich und in anderen Ländern teilweise gar nicht möglich. – Chirin

Ich fand das Stück sehr gut und unterhaltsam, da die Schauspielergruppe nicht nur die Probleme in der Vergangenheit sondern auch die Schwierigkeiten, welche man heute in einer fremde Gesellschaft bzw. Kultur bekommen kann, gut und deutlich dargestellt hat. Iman

Bericht der START-Vbg Stipendiat*innen

Tag 3 – DDR, geteiltes Berlin

Wir haben in der Schule zwar einiges über das geteilte Deutschland gelernt, doch erst als wir am zweiten Vormittag unserer Berlin-Reise die ehemalige DDR Haftanstalt Berlin-Hochschönhausen besuchten, wurde uns die schlimme Menschenrechtslage im Osten bewusst. In der DDR wurden die Bürger mit einer Politik der Angst und Vertrauenslosigkeit regiert. Hier haben wir auch eine Führung von einem Zeitzeugen gemacht. Er hat uns die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR gezeigt. Es war sehr emotional die traurigen Geschichten zu hören.

Am Nachmittag besuchten wir den ehemaligen Flughafen Tempelhof. Seine Architektur ist ein Beispiel der Gigantomanie zur NS Zeit. Es ist aber nicht übertrieben zu sagen, dass er als die „Mutter aller Flughäfen“ gilt. Mit unserer sympathischen Tourguide erkundigten wir die verschieden Facetten dieses Flughafens angefangen von den Zwangsarbeitern, die dieses Gebäude errichten mussten, bis hin zu seiner vitalen Rolle bei der Luftbrücke und schlussendlich zu seiner Schließung 2008.“

Bericht START-OÖ Stipendiat*innen

Alumni - Infoabend

Am Abend besuchten uns 3 START-Alumni, die in Berlin leben und dort studieren oder arbeiten. Sahire Bozkurt und Sonya Puthuparambil (START-Wien) und Luka Prskalo (START-OÖ) informierten über Studieren und Arbeiten in Deutschland. Speziell Luka wurde mit Fragen gelöchert, da er an der Charité in Berlin Medizin studiert. Vielen Dank fürs Zeitnehmen!

Tag 4 – Demokratie und Europa

Donnerstag waren wir beim europäischen Haus. Dort hatten wir die Möglichkeit, die Rolle der Parlamentsmitglieder zu spielen, wo wir eine Diskussionsrunde über Plastikbechern und Umweltverschmutzung durchgeführt haben. Wir hatten viel Spaß beim Rollenspiel. Es war ein wunderbares Erlebnis. Nachher hatten wir Freizeit. Dann hatten wir die Chance, uns mit uns im deutschen Dom mit der Geschichte des Parlaments auseinanderzusetzen. (Khlod)

Am vierten Tag unserer Reise durften wir den deutschen Dom besuchen. Da haben wir uns mit der Funktionsweise des Bundestags beschäftigt und haben die Rolle von „Bundestagsabgeordneten“ übernommen, um einen besseren Überblick zu bekommen, wie Entscheidungen getroffen werden. Außerdem wurden Infos über die Arbeit von Bundestagsabgeordneten, den Gang der Gesetzgebung, den Ablauf einer Sitzungswoche, die Struktur und Sitzordnung im Plenarsaal, die Funktionen der handelnden Parlamentarier sowie den Ablauf einer Plenarsitzung vermittelt.

Mir hat es sehr gefallen, weil ich mich dadurch einen sehr guten Überblick über verschiedene Dinge im Bundestag verschaffen konnte. (Ahmad)

Bericht: START-NÖ Stipendiat*innen

Tag 5 – Abreise

Die ersten, die Berlin verlassen mussten, waren die Salzburger Stipendiat*innen, die mit dem Zug nach Salzburg fuhren. Da in Deutschland der Karfreitag ein Feiertag ist, fuhren die U-Bahnen nur unregelmäßig und es gab dazu noch eine Störung, so dass wir den Zug nur knapp erreichten!

Die restlichen Stipendiat*innen hatten dann ebenfalls mit Verkehrsproblemen zu kämpfen, aber alle kamen rechtzeitig am Flughafen an und kamen gut und wohlbehalten wieder nach Hause.

Berlin wir kommen wieder!

Eine unvergessliche, lehrreiche, aber auch spaßige Reise, mit diese drei Wörter würde ich die Berlinreise 2018/2019 beschreiben. Die Reise war vom ersten- bis zum letzten Tag sehr gut organisiert. Ich danke allen für die Ermöglichung dieser Reise. - Atila Bamyani

Atila

Während der Berlinreise konnte ich nicht nur meine politische Bildung erweitern, sondern auch meinen Freundeskreis. Trotz oft langer Erklärungen und Erzählungen hat man durch die dort besuchten Workshops sowohl die Geschichte Deutschlands, als auch die Funktion des europäischen Unions besser kennengelernt. Unsere Betreuerinnen haben uns tatkräftig unterstützt, sodass wir uns wie zuhause fühlten. Ich hatte dort zahlreiche schöne Momente und Erinnerungen, die ich nie vergessen werde. DANKE START FÜR DIESE TOLLE UND INFORMATIVE REISE!

Jihan

In Berlin haben wir viele Workshops und wichtige Gebäuden besucht. An diese Reise würde ich wieder mit allen Stipendiaten und Stipendiatinnen und Betreuerinnen teilnehmen.

Shehab

Die Berlinreise war für mich von Anfang an schon cool und interessant und die beste Reise mit Stadt bis jetzt, da ich zum ersten mal mit Flugzeug geflogen bin.

Mahdi

„Zu unterstützen ist keine ‚Einbahnstraße‘“

Interview mit START-OÖ-Pate Mag. Gerald Hackl,Vorstandsvorsitzender der VIVATIS Holding AG.

Die Vivatis Holding AG ist START-Oberösterreich Pate seit der ersten Stunde. Patenschülerin Paola Todorova nutzte, kurz vor ihrem Schulabschluss, nicht nur die Gelegenheit sich zu bedanken, sondern auch dafür ihren Paten mal nach seiner Motivation für die Unterstützung zu fragen.

Paola: Lieber Herr Hackl, Sie unterstützen START-OÖ seit dem ersten Jahr. Warum haben Sie sich dazu entschieden?

G.H: Weil ich es für eine tolle Idee halte, junge Menschen, die es im Leben nicht immer leicht hatten, und ihre Talente zu fördern. Es macht mir einfach Freude, sie zu begleiten und ihnen zu helfen. Darüber hinaus sehe ich die Unternehmen generell in der Pflicht, soziale Verantwortung zu übernehmen und solche Projekte zu unterstützen. Das ist ja auch keine „Einbahnstraße“. Man sieht im Laufe der Zeit, wie sich diese jungen Menschen entwickeln und weiterkommen wollen. Ich merke das ganz deutlich bei unserer aktuellen Patin Paola. Aber auch bei unserem ersten Patenschüler Elias war von Anfang an spürbar: Er will das wirklich. Ich bin auch mit ihm noch in Kontakt und wir tauschen uns aus. Für mich ist das faszinierend und schön, mitzuverfolgen.

Das meine ich damit, wenn ich sage: Das ist keine ‚Einbahnstraße‘. Sondern wir gehen ein Stück des Weges gemeinsam. Wir bekommen als Paten viel zurück von unserer Patenschülerin.

Auch die Kollegen bei uns im Unternehmen haben Paola sehr ins Herz geschlossen. Sie hat hier ein Praktikum gemacht und wird heuer wieder eines absolvieren. Ich sehe es aber langfristig: Wenn Elias und Paola auch in Zukunft einmal Unterstützung brauchen, freue ich mich, wenn sie sich melden und wir in Kontakt bleiben.

Das erste Mal von START erfahren habe ich von RLB-OÖ-Generaldirektor Dr. Heinrich Schaller. Er sagte zu mir, dass er die Initiative aus Wien kennt und sie ein ganz tolles Projekt ist. Also habe ich mir das genauer angeschaut. Und ich war sofort begeistert. Was wir da bei der ersten Veranstaltung – es war die Begrüßungsfeier in der RLB – gesehen haben, war faszinierend. Diese jungen Menschen zu sehen, die sich vor Publikum trauen, zu präsentieren und über die schwierigen Dinge zu sprechen, die sie schon erlebt haben. Man kann sich nur schwer vorstellen, wie man selber damit umgegangen wäre, wenn man so etwas erlebt hätte. Dass sie dann diesen Mut fassen, neu zu beginnen und so viel selbst dafür tun, beeindruckt mich sehr.

Paola: Welche Erfahrung und Erlebnisse haben Sie mit START gemacht?

G.H: Bisher nur gute und schöne Erlebnisse. Als ich zum Beispiel Elias kennen lernte, war er ein junger Bub. Ich hatte auch Kontakt mit seinem kleinen Bruder und der gesamten Familie. Das zu erleben und die Entwicklung des Patenkindes zu sehen, ist einfach schön. Ich kann mich auch gut erinnern, als ich Paola und ihre Eltern kennen gelernt habe – ganz nette, bescheidene Menschen. Und ich habe gemerkt, wie stolz sie auf ihre Tochter sind, dass sie hier jetzt dabei ist. Ihre Entwicklung zu sehen, ist auch für uns eine tolle Erfahrung.

Es ist einfach faszinierend zu sehen, was man mit ein klein wenig Unterstützung – es geht ja um keine großen Geldbeträge – bewirken kann. Wie sehr man jemandem helfen kann. – Wir werden START auch weiterhin unterstützen.

Paola: Würden Sie diese Form der Unterstützung auch anderen Unternehmen empfehlen?

G.H: Auf jeden Fall. Ich muss es nochmal sagen: Es ist nicht einfach nur eine Spende und eben auch keine „Einbahnstraße“

Ich sehe es als eine Art Startkapital, um jemanden zu unterstützen und ihm die Chance zu geben, sich weiterzuentwickeln.

Und es ist auch bewegend, zu sehen, wie die Paten dieses Vertrauen, das in sie investiert wird, mehr als zurückgeben. Ich hoffe, dass auch viele andere Unternehmen START unterstützen. Ich kann es nur empfehlen.

Paola: Vielen Dank für das nette Gespräch und Ihre Unterstützung!

Offene Mathe-Lerngruppe traf sich zum zweiten Mal in diesem Semester in Salzburg

Auch in den Osterferien traf sich eine kleine Gruppe engagierter Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Mathematik-Lehrer Andreas Hirnsperger zur offenen Lerngruppe. Verschiedene Themen wurden diskutiert und gemeinsam bearbeitet. Die Stipendiat*innen hatten ihre Hausübungen und den Schularbeitenstoff mitgebracht, um daran zu arbeiten. Unser Mathe-Ass Jia Cheng Zhou, der im Mai maturieren wird und plant, Mathematik zu studieren, kam auch, um die anderen zu unterstützen und sich selbst für die bevorstehende Mathe-Matura vorzubereiten. Herzlichen Dank an Andreas Hirnsperger für sein Engagement! Die nächste offene Mathematik Lerngruppe wird am Samstag 1. Juni stattfinden.

“Mein erster Job” – Mein erster Arbeitsvertrag

Infos über Arbeits- und Ausbildungsverträge holten sich die START-Salzburg Stipendiatinnen und Stipendiaten bei einem umfassenden Workshop in der Arbeiter Kammer Salzburg. Was in einem Arbeitsvertrag stehen darf und was nicht, was man beim Antritt von Praktikumsstellen beachten muss, was eine Arbeitnehmerveranlagung ist und was sie bringt, erfuhren die START-Jugendlichen am 16.04.2019 im Rahmen des Workshops „Mein erster Job“.

START-Salzburg Stipendiatin Zaynab berichtet über ihre Eindrücke:

„Der Kurs „Mein erster Job“ war für mich sehr umfangreich. Einige Themen, wie z.B.: Arbeitsverhältnisse und Kollektivverträge, hatte ich bereits in der Schule gelernt, aber die Beratungsfelder “Konsumentenberatung” und “Steuerlöscher” der AK, die waren ganz neu und sehr interessant für mich.

Im Workshop habe ich z.B.: die Informationen erhalten, dass ich im Jahr 2020 einen Steuerausgleich machen kann und sogleich fünfzig Prozent meiner Versicherungsbeiträge von Finanzamt bekomme.

Außerdem habe ich durch die Erklärungen meine Rechte als Konsumentin besser kennengelernt. Vor zwei Jahre habe ich mir zum Beispiel ein neues Handy im Wert von 500 €, in einem Geschäft in Wien gekauft. Das Handy war aber kaputt. Es schaltete sich immer plötzlich aus und ich konnte es nicht einschalten. Ich habe es beim Verkäufer zwei Mal reparieren lassen, aber es hat nicht funktioniert. Ich verlangte einen Austausch, aber der Verkäufer hat es nicht akzeptiert. Zum Schluss verkaufte ich ihm das Gerät zurück für 230 € und hatte einen Schaden von 270 €, innerhalb von drei Monaten. Das das nicht die richtige Vorgehensweise laut Gewährleistung ist, weiß ich jetzt durch den Workshop in der AK Salzburg.

Jetzt weiß ich, dass ich das nächste Mal in der gleichen Situation selber entscheiden darf, ob ich es reparieren lasse oder austausche. Das ist mein Recht und wie das Motto der Arbeiterkammer heißt: “Gerechtigkeit muss sein.”

Zum Schluss bedanke ich mich bei START und ARBEITERKAMMER für den tollen Workshop.“

Grundrechte, Vielfalt & Antidiskriminierung

Am 13. April 2019 nahmen die Niederösterreich-Stipis an einem Workshop vom Demokratiezentrum teil. Anfangs haben wir uns kennengelernt, wobei die Workshopleiterinnen einige Fotos in unsere Mitte legte und jeder von uns ein Bild aussuchte und erklärte warum er*sie dieses mit dem Begriff „Demokratie“ verbindet. Weil wir ein paar Stunden miteinander verbringen würden, erstellten wir Spielregeln für unsere gemeinsame Zeit beim Workshop, denen wir idealerweise auch in unserem Leben folgen sollten. Wir diskutierten sehr viel, denn das ist Demokratie. Jede_r hat eine andere Meinung gehabt, daher haben wir gegenseitig respektvoll diskutiert und zugehört. Dabei haben wir gelernt wie wichtig es ist andere Meinungen zu akzeptieren und zu respektieren auch wenn diese nicht zu unserer eigenen Meinung passt. Mit einem interessanten Spiel haben wir uns tiefer mit der Demokratie beschäftig. Das war nicht nur lehrhaft sondern hat uns allen Spaß gemacht. Bei jeder Aktivität habe ich etwas neues gelernt und konnte meine vorherigen Informationen ergänzen. Menschenrechte: Wer hat diese gemacht? Wozu wurden sie gemacht und werden sie eigentlich befolgt? Das haben wir genau gesprochen und als Übung für unser Kenntnisse haben wir Beispiele genannt.

Hier noch weitere Eindrücke von den Stipis:
Adham: Schon immer haben mich u.a. Menschenrechte, Demokratie, Freiheiten,…, interessiert. Dieser Workshop hat mir die Möglichkeit und den Mut gegeben, mich damit weiter zu beschäftigen.
Nazia: Der Workshop zum Thema Grund- und  Menschenrechte war sehr lehrreich und eine Möglichkeit ,mit den anderen StipendiatInnen über diverse Themen zu diskutieren. Ich bedanke mich herzlichst bei den Workshop-leiterinnen.
Nawid: Der Workshop hat mir gut gefallen, weil es nicht nur ein Vortrag war, sondern auch das wir selber nachdenken und diskutieren müssten.

Beitrag von Asmaa Sulaiman

Wer ist der Chef: mein Handy, oder ich?

Am Montag, den 15. April besuchten wir den Workshop ,,Wer ist der Chef: mein Handy oder Ich?”, der Institution SUPRO in Götzis. Wir haben dort unter anderem viele neue Fakten über die Handy Nutzung kennengelernt. Wir haben uns auch über die Definition von Sucht näher beschäftigt, was auch dazu geführt hat, uns selbst zu fragen, ob wir süchtig sind oder nicht. Außerdem haben wir uns gegenseitig geholfen, um zu wissen, wie wir unseren Handy Konsum verringern könnten und wie wir quasi unsere Nutzung besser kontrollieren können. Zum Schluss haben wir das Spiel „Kahoot“ über die Handy Nutzung gespielt. Die Ergebnisse waren unerwartet. 

START-Stipendiat Ibrahem gab folgendes Feedback: „Also ich fand den Workshop sehr interessant und man hat schon teilweise einen Plan bekommen wie man vermeidet, dass das Handy uns kontrolliert. Was auch sehr spannend war, war die Information, wie man ein starkes Passwort erstellt.“

Und START-Stipendiat Franciszek meinte: „Der Workshop hat mir sehr gut gefallen! Es war interessant herauszufinden, welche online Plattformen Jugendliche am meisten benutzen und was man gegen Sucht machen kann, falls es soweit kommt.“

Wir danken Kursleiterin Nadine für diesen informativen und interessanten Workshop!

Ein Bericht von START-Stipendiatin Maryan

Wir essen die Welt – eine Ausstellung

Am 14. April gingen wir zur Ausstellung „Wir essen die Welt“ in der Inatura in Dornbirn. Diese entstand in Zusammenarbeit mit der Caritas und war sehr informativ. Wir konnten unter anderem auch erfahren, woher unser Essen hauptsächlich kommt. Denn viele Menschen wissen oder achten gar nicht darauf, was sie zu sich nehmen und woher die Produkte ursprünglich kommen. Unser Gruppenführer, Herr Mathias Gort, konnte uns mit seinem Wissen freundlicherweise begleiten.

Bei der Ausstellung gab es verschiedene Stationen mit Video-Bildern von Kindern aus verschiedenen Ländern und was sie täglich zu Essen bekommen. Die Menüs waren sehr unterschiedlich und viele von ihnen ernährten sich auf eine einfache Weise. Anschließend gingen wir „einkaufen“. Es gab ein Laden bei der Ausstellung, bei dem man zwischen Bio und normalen Produkten den Unterschied sehen konnte.

Kurz vor dem Ende zeigte uns der Mathias die Folgen des Klimawandels, der Waldrodung und der menschlichen Ignoranz, was natürlich sehr schockierend war. Da der Mensch die Welt erobert hat, muss leider die Erde unter seiner Ausbeutung leiden. Aber Alternativen für viele Probleme waren auch dabei. Man könnte zum Beispiel den Ausstoß von Treibhausgasen verringern, indem man öfters auf Fleisch verzichtet, oder Alternativen wie beispielsweise Insekten isst. Auch selbst angebautes Gemüse, Früchte und Kräuter würden zur Verbesserung des Klimas führen.

Am Ende konnte man sich eine Aufnahme machen, die später per Email als Erinnerung der Vorsätze, welche man sich gesetzt hatte, zwei Mal in der Woche geschickt wird. Diese Ausstellung und die Führung bringen einen wirklich zum Nachdenken, denn wir haben keinen Planeten B, wenn es um die Zukunft geht.

Ein Bericht von START-Stipendiat Sebastian

START Vorarlberg Poetry Slam

Je näher die 10 Jahresfeier anrückt, desto mehr machen sich Team und StipendiatInnen gedanken zur Programmgestaltung. Dieses Mal machten sich die StipendiatInnen zur Arbeit und beschäftigten sich mit der lirischen Sprache im Poetry Slam.

START Stipendiat Christian berichtet:

„Wenn man den Begriff „Poetry Slam“ hört, kann sich für das Erste nicht wirklich viel vorstellen. Wenn man ein bisschen Englisch kann, wird einem schnell klar das es einen lyrischen Hintergrund besitzt. Prinzipiell nicht ganz falsch, aber das ist auch nicht alles. Der Poetry Slam verbindet einen Text mit Hintergrundgedanken + das Vorstellen des Textes vor einem Publikum. Meist sind diese Vorstellungen mit sehr vielen Gestiken und emotionalen Stilmittel geschmückt, die dem Zuschauer ein besseres Bild über den vorgelesenen Text vermitteln. Der Text, der auch Slam Poetry genannt wird, kann verschiedene Ziele haben. Vom Kritisieren der Politik, dem Erzählen einer Geschichte bis hin zum Stand-Up-Comedy, ist jedem ein riesen großer Raum zur freien Gestaltung offengelegt.

Der Workshop ermöglichte uns die Chance einmal mehr unsere kreative Seite zu benutzen und verschiedene, überraschend gute Text zu kreieren. Zwar war die Leiterin kaum älter als wir selbst, dennoch zeigte sie überraschend großes Talent und war dementsprechend sehr erfahren. Mit großer Leichtigkeit brachte sie uns alle notwendigen Mittel bei, um unsere eigenen Texte einmalig auszuschmücken.  Wir alle sind sehr dankbar, dass wir diesen Workshop mit großer Freude genießen konnten und würden diesen bestimmt erneut besuchen.“

Verpasst diese Gelegenheit nicht, wenn uns die StipendiatInnen ihr Stück bei der Feier auftragen werden!

Kunstprojekt „Klamottenkunst“ – ein Nachbericht

An zwei Wochenenden fand das Kunstprojekt „Unseren Kleidern auf der Spur & Upcycling von Textilien“ von START-Wien in den Räumlichkeiten des Recycling Kosmos statt. Esther Weinberger und Gudrun Büsel gestalteten die Kurstage mit den 16 Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Ziel war es, den Jugendlichen einen Einblick hinter die Kulissen der Modeindustrie zu geben und alternative Handlungsmöglichkeiten mittels Upcyclings aufzuzeigen. Die billigen Kleidungsstücke, die in immer schnelleren Abständen auf den Markt kommen, mögen zwar modisch sein, allerdings haben sie einen negativen Einfluss auf die Umwelt und die Arbeiter und Arbeiterinnen. Schon beim Anbau der Rohfasern beginnt die Auswirkung auf die Erde – hoher Wasserverbrauch und Pestizide sind hier die Stichworte. Weitere Umweltauswirkungen kommen beim Färben und bearbeiten der Stoffe hinzu. Um die Kleidung so billig verkaufen zu können, werden die Arbeitskräfte ausgebeutet und so schlecht bezahlt, dass sich die meisten ohne Überstunden kaum ihre Grundbedürfnisse befriedigen können.

Diese Fakten gehören dazu, wenn man den Umgang mit Kleidung verbessern möchte. Sobald die Hintergründe erkannt werden, entsteht der Mut zu handeln. Aus alten Kleidungsstücken etwas Neues zu kreieren, das auch wieder einen Nutzen hat, schont Ressourcen, verlängert deren Lebenszyklus und potenzieller Müll wird vermieden. Hinzu kommt auch noch der Aspekt der Kostenersparnis und die Förderung der Kreativität.

Der erste Tag startete mit einer Vorstellungsrunde und einem Film als Einstieg in die Thematik. Dieser zeigte die schlechten Arbeitsbedingungen von Arbeitern und Arbeiterinnen einer Textilfabrik und die unzureichenden Schutzmaßnahmen vor allem im Umgang mit schädlichen Bleichmittel. Anschließend wurde ein World Café zu den Themen soziale Aspekte in der Produktionskette, globale Auswirkungen und negative Umweltfaktoren und mögliche Alternativen und Handlungsmöglichkeiten gestaltet. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren sehr aktiv dabei und teilten sich anschließend in drei Gruppen ein, um diese Themen die kommenden Termine zu bearbeiten.

Nach der Mittagspause ging es an den praktischen Teil. Zuerst wurde die Nähmaschine und deren Handhabung erklärt, da viele noch wenig Erfahrung mit dem Nähen hatten. Außerdem konnten sie anhand einiger Upcycling-Beispiele von Esther sehen, was man alles aus Jeans, T-Shirts und Co machen kann. Als Abschluss jedes Tages machten wir eine Feedbackrunde und auch eine Präsentation der Werkstücke.

Nachdem zwei Nachmittage lang jeder an seinen Werkstücken arbeiten konnte und somit auch Übung in der Handhabung der Nähmaschine hatte, wurde die Aufgabe abgewandelt, um wieder etwas Abwechslung zu schaffen und weitere Anreize zur Kreativität zu kreieren. Hierbei wurde nun auch in Gruppen an einem Upcycling-Stück gearbeitet, um gemeinsam zu neuen Ideen zu kommen. Herausforderung dabei war, sich auch einig zu werden und Kompromisse einzugehen, welche die Gruppen auch gut meisterten.

Die vier Tage vergingen wie im Flug und es war großartig zu sehen, mit welcher Begeisterung sich die Jugendlichen an die Recherchen zu der Modeindustrie und auch an die kreativen Lösungen gemacht haben. Wir hoffen, dass sie einiges an neuen Informationen mitnehmen konnten, Kleidung mit anderen Augen betrachten und einfach bewusster durch den Alltag gehen. Bei der letzten Feedbackrunde haben wir auch noch gemeinsam die Präsentation geplant und verschiedene Verantwortungsbereiche aufgeteilt. Wir freuen uns schon sehr auf die Präsentation sowohl von den Resultaten der Recherche als auch von den Resultaten von den Upcycling- und Nähprojekten. Anschließend wird der Abend mit einer Kleidertauschparty und somit als eine ressourcenschonende Shopping-Alternative verbracht.

START-Wien bedankt sich herzlich bei Gudrun Büsel – Workshopleitung Kunstprojekt „Klamottenkunst“ – für den Nachbericht!

Alternativer Stadtrundgang: Nationalsozialismus in Salzburg

Als Vorbereitung auf die jährliche START-Österreich Exkursion nach Berlin zum Thema „politische Bildung“ begaben sich die Salzburger Stipendiatinnen und Stipendiaten am 05.04.2019 auf eine Spurensuche in die Salzburger Altstadt. Begleitet von Dr. Alexander Prenninger, Historiker am Ludwig Bolzmann-Institut für historische Sozialwissenschaft, betrachteten die START-Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Stadt aus einer anderen Perspektive. Denn bei diesem Stadtrundgang wurde nach sichtbaren oder unsichtbaren Zeichen gesucht, die der Nationalsozialismus hinterlassen hat. Aber auch Geschichten und Geschichte abseits von Gedenktafeln brachte Dr. Prenninger den Jugendlichen näher. Themen, wie öffentliches Gedenken, kollektive Erinnerung und individuelles Vergessen waren zentral bei diesem Rundgang.

Welche Spuren hat die Zeit des Nationalsozialismus in der Mozartstadt hinterlassen und was davon ist heute noch sichtbar? Wo waren Verwaltungsbehörden, Kommandozentralen und KZ-Außenlager untergebracht? Welche Gedenkstätten gibt es und für wen? Welche fehlen noch immer? Dazu mussten sich die Stipendiatinnen nicht erst abseits touristischer Trampelpfade bewegen. Vor der barocken Kulisse der Stadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten fanden Zwangsarbeit, Enteignung, Verschleppung, Ermordung, Zerstörung jüdischer Kultstätten, einzige Bücherverbrennung Österreichs und die Verherrlichung des Terrorregimes statt.

START OÖ bereitet sich auf die Berlinreise vor

Am 6. April hatten wir, die START-OÖ Stipis, einen Vorbereitungs-Workshop für unsere Berlinreise in Linz. Hauptsächlich haben wir uns mit Themen wie die Geschichte Deutschlands und auch die Politik auseinandergesetzt.

Am Anfang haben wir uns vorgestellt und erzählt, wann wir mit der Politik etwas zu tun hatten. Danach haben wir über die Demokratie gesprochen und einige Merkmale davon wie zum Beispiel freies Wahlrecht, Sicherstellung von Bürger-, Menschenrechte oder Volkssouveränität auf einer MindMap aufgeschrieben.

Wir bekamen auch dann einen kurzen Überblick über die politische Lage Deutschlands in der Geschichte:

  • Monarchie bis 1918
  • Weimarer Republik von 1919 bis 1933
  • faschistische Diktatur bis 1945
  • Gründung der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR); die Aufteilung in West- und Ostberlin 1949
  • Baubeginn der Berliner Mauer 1961
  • Mauerfall 1989

Wir konnten sehr viele Fragen stellen, die uns über das Thema Politik und Geschichte interessiert haben. Es war ein sehr interessanter Workshop und ich habe es sehr informativ und hilfreich für unsere Berlinreise gefunden. Ich will mich ganz herzlich beim unseren Referenten Thomas Stornig bedanken für diesen Workshop.

Ein Bericht von Stipendiatin Neni

Name: Sophie Scholl

Ein Klassenzimmertheaterstück über das Leben von Sophie Scholl von Rike Reininger, inszeniert vom Landestheater Niederösterreich und gespielt von Bettina Kerl.

„Ein Stück über zwei junge Frauen, die denselben Namen tragen: Was hat die Jus-Studentin Sophie Scholl mit der Widerstandskämpferin Sophie Scholl zu tun? Auf den ersten Blick nicht so viel. Die eine Sophie Scholl wurde weltbekannt, weil sie Widerstand leistete. Sie wurde von der Gestapo beim Verteilen anti-nationalsozialistischer Flugblätter verhaftet und weigerte sich in den Verhören, ihre Freunde zu verraten. Eine, die für ihre Überzeugung in den Tod ging. Die andere Sophie Scholl lebt jetzt, 75 Jahre später, in Zeiten des Friedens.  Sie steht kurz vor ihrer letzten Prüfung und ist voller Vorfreude auf ihr zukünftiges neues Leben. So unterschiedlich die zeitlichen Umstände auch sind, der Name Sophie Scholl verbindet die beiden schicksalhaft. Denn als sich herausstellt, dass Sophies Professor in einen Betrugsfall über gefälschte Prüfungen verwickelt ist und sie als Zeugin gegen ihn aussagen soll, besinnt sich Sophie der Ideale ihrer berühmten Namensschwester. Was ist wichtiger, die persönliche Karriere oder Verantwortung gegenüber den Mitmenschen?“¹ Wie wird sich die heutige Sophie Scholl entscheiden?

Die beiden Rollen der Jus-Studentin und der Widerstandskämpferin werden von Bettina Kerl gespielt. Die Schauspielerin schafft es mit musikalischen Stilmitteln das Publikum in die Vergangenheit zu transportieren, wie auch in der Gegenwart abzuholen. Ein dynamisches Spiel entsteht und die Grenzen der Zeit verfließen allmählich.

Bühne frei für unsere START-Wien & Niederösterreich Jugendlichen! Welche Eindrücke nehmen sie sich von diesem einzigartigen Theaterabend mit?

Ich dachte, dass das Theater von mehreren Leuten vorgespielt wird also wie man im Theater sieht. Aber „Name: Sophie Scholl“ wurde nur von einer Schauspielerin vorgespielt was mich überrascht hat. Das Vorspielen war AUSGEZEICHNET. Ich wurde einfach in der Welt von „damalige“ Sophie und die „heutige“ Sophie gebracht/gezogen. Außerdem kam es mir wirklich kurz vor obwohl das Ganze mehr als 2h gedauert hat. -Israa

Es hat mich sehr gefreut, dass ich mitgekommen bin! Ich hatte die Gelegenheit noch mehr neue Gesichter aus der START Familie kennen zu lernen! Zum ersten Mal wurde in meiner Nähe ein Stück vorgespielt, das mich begeistert hat! Die Mimik, Gestik und die Geschichte der Schauspielerin waren sehr beeindruckend! Vor diesem Abend habe ich Informationen zu Sophie Scholl gesammelt, jedoch ich habe ihr Leben und alles was sie gemacht hat erst jetzt nach dieser Aufführung besser verstanden! In einigen Momenten habe ich mir Sophie, die alte und moderne“ vor mir gesehen! -Mariana

Das Theater war sehr interessant. Wir haben über eine historische Heldin gelernt, nämlich Sophie Scholl. Aber das war auch nicht alles, wir waren in der Gegenwart, wo es eine “Moderne Sophie Scholl” gibt, die eine sehr schwierige Entscheidung treffen muss. Danach hatten wir die Möglichkeit das Ganze zu interpretieren und unsere eigene Meinung dazuzusagen. Ich finde es sehr spannend und interessant und hoffe, dass wir in die Zukunft sowas ähnliches machen werden. -Fatimah

Ich fand das Theaterstück Sophie Scholl sehr interessant, da es sich sowohl auf historische als auch auf moderne Geschichten bezieht. Die Schauspielerin hat ihre Rolle professionell vorgespielt. Mir hat auch die Diskussion über die wichtigsten Themen dieses Theaters sehr gut gefallen, da sie mich nachher zum Nachdenken anregten. -Jihan

Das Theaterstück hat mir sehr behagt, da es der Schauspielerin gelungen ist, uns die Geschichte von Sophie Scholl mit der passenden Musik zu vermitteln. Auch die Geschichte der fiktiven Sophie finde ich genial, da sie zum Nachdenken über Gerechtigkeit und Moral anregt. Zusammenfassend ist dieses Theaterstück sehr empfehlenswert. -Ahmad

Das Theater war anders aber großartig. Der Vergleich der ‚ehemaligen‘ Sophie Scholl zur ‚modernen‘ wurde wirklich gut dargestellt. Absolut empfehlenswert. -Aylin

Ich fand „Sophie Scholl“ echt gut. Man konnte dem Theater sehr gut folgen und die Schauspielerin war auch sehr gut. Ihre Stimme war sehr angenehm und man konnte ihr gut folgen. Die Diskussion mit den Fragen war gut strukturiert/eingeteilt. Wir sind Schritt für Schritt alles durchgegangen und haben alle dazu beitragen dürfen und es wurde auf unsere Antworten und Fragen eingegangen. -Sinem

Ich finde, dass die Show sehr ansprechend und beeindruckend war. Dass die Schauspielerin mehrere Figuren nachgespielt hat und ohne Pausen dazwischen hat mir sehr gefallen. Die Geschichte selbst ist sehr schön und kann daraus viel lernen. Zwei Personen aber derselbe Name, zwei verschiedene Geschichten zu zwei Frauen die verschiedene Situation erlebt haben, aber die beide Frauen hatten Mut am Ende. -Asmaa

Das Theaterstück hat mir sehr gut gefallen. Es war für mich etwas Neues, weil ich am Anfang gedacht habe, dass es eine Gruppe ist, die das Theaterstück veranstalten wird, aber so ist es nicht gewesen. Die Schauspielerin hat Sophie Scholl allein gespielt und es war sehr spannend. Wie sie den Text ganz gut und fließend gesagt hat, war sehr interessant für mich. Am Ende des Theaterstücks konnte ich nicht mehr dabei sein, aber ich schätze, dass es sehr interessant war. -Mahdi

Es war sehr spannend zu sehen, wie eine Person die Rollen zweier Figuren vorspielt und diese auch schön wechselt. Es hat mir wirklich sehr gut gefallen, wie die Schauspielerin eine Stunde lang mit voller Energie und alles allein gemacht hat. Was ich mitgenommen habe, ist, dass Sophie Scholl ist nur ein Name. Es gibt keinen Unterschied keinen echten Unterschied zwischen damaliger und heutiger Sophie Scholl. Wichtig ist, dass solche Persönlichkeiten in der Geschichte immer wieder auftauchen werden, um zu zeigen, dass Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Loyalität immer noch da sind. -Sabiha

Der Solo Performance folgte eine interaktive Gruppendiskussion mit Teresa Hassan & Bettina Kerl. In den von Sophie Scholl ausgeteilten Briefen versteckten sich Fragen zum Inhalt des Theaterstücks, zu den beiden Figuren und viele philosophische Fragen und Gedanken zu Glück, Leben, Freiheit und Zukunft.

„Frage Nummer 9: Was verstehst du unter Selbstloyalität?“
Diese Frage habe ich von Sophie bekommen, als sie während des Stückes Briefe ausgeteilt hat. Die Frage hat auch sehr gut zum Stück gepasst, da die moderne, als auch die originale Sophie Scholl sich sicher mal fragen musste, ob sie zu sich selbst loyal bleiben wird oder nicht und was das überhaupt für sie heißt. Ob sie Ehrlich bleibt und alles verliert oder lieber schweigt und der Rest ihres Lebens mit etwas Schuldgefühl erleben. Zwischen Ehrlichkeit und deine eigene Lebensträume entscheiden zu müssen ist nicht so leicht und selbstverständlich, wie man sich vorstellen könnte. Erst wenn man dieses Dilemma hat, erfährt man, was man als wichtiger hält. Sophie Scholl ist für mich ein Mutfigur und sie repräsentiert die Freiheit meiner eigenen Gedanken und eigener Meinung! -Mike

Ein herzliches Dankeschön an Teresa Hassan (Theaterpädagogische Assistenz) und Bettina Kerl (Schauspielerin) für diesen einzigartigen Theaterabend!

¹ Die Inhaltsbeschreibung ist eine von START gekürzte Fassung. Der originale und vollständige Text ist online nachzulesen unter: Landestheater Niederösterreich, Name Sophie Scholl (abgerufen am 12.04.2019)

„Wir möchten ein Signal setzen“

Interview mit START-OÖ Pate, GF der Firma Nemak, Andre Gröschel

Die START-Oberösterreich Stipendiat*innen wurden von der Patenfirma Nemak eingeladen, um den Produktionsbetrieb des Automobilzulieferers in Linz zu besichtigen. Patenschülerin Neni nutze die Gelegenheit um ihren Paten, Herrn Gröschel, zu interviewen.

Neni: Lieber Herr Gröschel, Sie unterstützen mich seit fast zwei Jahren. Warum haben Sie sich dazu entschieden? Was waren Ihre Gründe?

A.G: Wir haben von START erfahren und nach der Erstpräsentation spontan gesagt: Das machen wir, das ist etwas Gutes und Richtiges! Wir haben einen sehr großen Respekt vor Menschen, die aus schwierigen Bedingungen gekommen sind, ihre Heimat verlassen mussten und dennoch eine enorme Energie aufbringen, Durchhaltewillen und große Zielorientierung zeigen und sagen: „Ich will trotzdem etwas erreichen!“, und die dann nachhaltig so eine Leistung erbringen. Das hat uns enormen Respekt abgerungen und wir sind der Überzeugung, dass man dies schlicht honorieren muss. Dafür fühlen wir uns verantwortlich.

Darüber hinaus möchten wir hier ein Signal setzen, – für uns intern – sprich unsere Belegschaft: Wir wollen mitteilen, welch großen Respekt wir empfinden. Auch in anderen Unternehmen und Organisation kommunizieren wir das.

„Zusammengefasst ist der Grund warum wir START unterstützen: Verantwortung, Respekt und Signalwirkung!“

Neni: Welche Erfahrungen mit START haben Sie bereits gemacht?

A.G: Das erste schöne Erlebnis war die Veranstaltung zum gemeinsamen Fastenbrechen in der Tabakfabrik. Das war ein schöner Abend und gut, diese Vielfalt von Menschen zu erleben, die aus aller Herren Länder kommen, und zu wissen, ich bin hier in einer Gemeinschaft und jeder hat einen riesen Schatz an Lebensgeschichte, den er mitbringt. Und das gemeinsam Verbindende ist, dass alle hier sitzen und Teil der START-Initiative sind und heute Abend jeder aus seiner Heimat was mitgebracht hat zum gemeinsamen Essen. Das war einfach schön. Wir haben dort auch gleich die Stipendiatin Yusra kennengelernt, die dann ein Praktikum bei uns gemacht hat. Weiters waren wir auch mit „unserem Patenkind“ Neni einmal gemeinsam Essen und bei der Begrüßungsfeier natürlich dabei.

Neni: Würden Sie die Unterstützung auch anderen Unternehmen empfehlen?

A.G: Ein klares Ja, wir würden es empfehlen. Ich denke, das ist ein gutes Konzept. Das ist für ein Unternehmen eine sehr überschaubare Sache. Es gibt einen klaren Rahmen. Man weiß, man hat konkret ein Patenkind und man weiß, was mittels der Unterstützung geschieht. Die Unterstützung bei START ist mit einem bestimmten Menschen verbunden. Mit diesem kann man unmittelbar sprechen und ihn fragen, was es gebracht hat. Weiters bekommen wir auch die halbjährlichen Berichte. Da kann man lesen, wie das wirkt, was wir da tun. Die Förderung ist auch zeitlich gut kalkulierbar, – Start und Ende sind klar definiert. Das ist für Unternehmen gut, dass das klar und abgegrenzt ist und das Engagement und Auswirkung gut erkennbar sind. Das macht die Entscheidung auch leichter. Ich kann davon nur positiv berichten. Wenn wir bei einem anderen Unternehmen zum Erfahrungsaustausch sind, dann kann ich das so sagen. Wir unterstützen START und das ist eine gute Sache.

„Da haben wir eine soziale Verantwortung, – wenn man so helfen kann, dann sollte man das auch tun. Da kommt Hilfe direkt an. Diese konkrete Form der Unterstützung ist für uns genau das Richtige.“

Ein weiterer Aspekt ist für mich, dass wir leider in einer Zeit leben, wo es viele Vorurteile und Rassismus etc. gibt und unschöne Dinge passieren. Das widerstrebt mir sehr. Umso wichtiger ist es, ein Signal zu setzen: „So nicht!“ Wir sitzen da auch mit unserem „Patenkind“ in einem Boot, denn ein Mensch wie Neni setzt auch selbst ein deutliches Signal, dass all diese Vorurteile nicht stimmen. Das freut mich. Das hat ausstrahlende Wirkung für viele und wir wollen mit unserer Unterstützung auf dieses Signal reagieren und geben als passende Antwort, dass man das Fördern muss.

Zweiter Termin vom „Finanzführerschein“ bei START Salzburg

Wieviel Geld brauche ich eigentlich im Monat, wenn ich einen eigenen Haushalt habe? Dieser Frage gingen die Salzburger Stipendiatinnen und Stipendiaten zusammen mit Sozialarbeiterin Inge Honisch von der Schuldenberatung Salzburg nach. Die Teilnehmer*innen versuchten zu schätzen, wieviel sie pro Monat für Miete, Auto, Essen und andere Ausgaben des täglichen Lebens brauchen werden. Darüber hinaus ging es auch um den Themenbereich Miete und wieviel man für eine eigene Wohnung inkl. Nebenkosten so braucht. Ioana hat ihre Eindrücke für uns zusammengefasst:

„Am Freitag, den 29.03 hat die Veranstaltung „Finanzführerschein“ stattgefunden. Im zweiten Teil des Finanzführerscheins durften wir selbst mithilfe des Katalogs eines bekannten schwedischen Möbelhauses ein fiktives Wohn- und Esszimmer einrichten. Dadurch konnten wir sehen, welche Kosten auf uns zukommen, wenn wir alleine wohnen werden. Dann haben wir drei Gruppen gebildet. Jeder Gruppe wurde eine andere Farbe zugeteilt. Dann wurden jeder Gruppe zehn Kärtchen gegeben. Auf diesen Kärtchen mussten wir eine Kostenaufstellung machen und angeben, wie viel Geld wir ungefähr für verschiedene fixe Kosten ausgeben werden, wenn wir selbstständig wohnen (Haushalt, Freizeit, Hobby, Auto, Zigaretten, Pflege, Essen, Handy, Kleidungen). Auf dem letzten Kärtchen haben wir sämtliche Kosten zusammengerechnet. Daraufhin haben wir darüber gesprochen, für welche Bereiche wir in Zukunft mehr Geld einplanen müssen z.B. Hobbys und wie realistisch unsere Einschätzungen sind. Wir lernten viele neue Sachen, die uns in Zukunft helfen werden. Wir freuen uns auf den nächsten Termin.“

START-Salzburg Stipendiatin Ioana