DIY: Wir renovieren unsere Eingangstüre!

Wie alle kleinen Vereine müsssen wir auf unser Budget schauen und können nicht so notwendige Dinge  – die wir gerne hätten – nicht finanzieren.

Eines dieser Dinge ist unsere recht alte, schiarche Eingangstüre bei der Bürogemeinschaft wo START sein Büro und seine Seminarräume hat.  Daher dachten wir uns: das könnten wir doch selbst machen…..
und aus einer kurzen Diskussion wurde ein echtes Projekt!

Am 30.8 fanden sich nun 1 “alter” Stipi, 4 neue Stipis und 3 START-Friends im Büro ein, um gemeinsam mit START-Mitarbeiterin Katrin und Tara vom Verein Frauenhetz (unser Vermieterin) die Eingangstüre im neuen Glanz erstrahlen zu lassen.

Zuallererst wurde die Türe gewaschen und nach dem Trocknen dann mit Schleifgeräten und per Hand  geschliffen, damit die Grundierung danach gut halten kann. Das war mühsamer als gedacht, vor allem weil die oberen Teile der Türe nur mit einer Leiter erreichbar waren. (Danke an die Fa. Michael Trinko Metallhandwerk für das Ausborgen der Riesenleiter) 
Für die meisten von uns eine neue Erfahrung, auch gut dass wir genug FFP2 Masken vorrätig hatten, der beim Schleifen entstandene Staub konnte so von Augen und Lunge (wenn auch nicht aus den Haaren) ferngehalten werden.

Nachdem uns alle vom Schleifen schon die Arme schmerzten, machten wir eine kurze Pause um uns mit Pizzen zu stärken. Da die Schaukästen neben der Türe auch mitrenoviert wurden und schon geschliffen waren, wurden sie als erste mit der schönen neuen grauen Farbe gestrichen. Währenddessen wurden noch die größten Löcher bei der Türe gekittet. Auch das für viele eine neue Erfahrung!

Dann ging es flott weiter und die ersten Türflächen wurden gestrichen. Mohamad und Katrin schwangen abwechselnd held:innenhaft auf der Leiter (die immer gesichert werden musste) den Pinsel um auch ganz oben zu streichen, während es unten viel schneller grau wurde. (Leider auch der Boden, der nicht überall abgedeckt war, aber wir lernten: Nitro machts wieder sauber!

Damit wir nicht auch grau wurden, hüllten wir uns in Wegwerf-regenponchos, was zwar heiß aber praktisch war.
Letztendlich wurden wir (fast) in der Zeit fertig und konnten so stolz auf unsere Ergebnis schauen!

Jedes Mal wenn ich in Zukunft ins START-Büro gehe, werde ich daran denken, dass ich die Türe gemalt habe!!
…….Wer kann das denn schon von sich behaupten?

Stipisprecherinnen im Einsatz – START-Salzburg

Seit Februar 2022 sind die zwei Stipendiatinnen Jasmine und Lily die neuen Stipendiatensprecherinnen bei START-Salzburg. Jasmine, Schülerin des BORG Nonntal, und Lily, Schülerin der HTL Itzling, präsentierten am 13. Februar im Zuge des Bildungsseminars ihre zuvor sehr gut ausgearbeiteten Reden und überzeugten die anderen Schüler*innen von ihren Fertigkeiten.

Einstimmig wurden die zwei Schülerinnen zu den neuen Sprecherinnen gewählt und dürfen nun bis zur nächsten Wahl im Jahr 2023 die Interessen der Stipendiatinnen und Stipendiaten vertreten. Als Sprecherinnen fungieren Lily und Jasmine als “Mittelsmann” zwischen den START-Mitarbeiterinnen Elisabeth Ramp und Valentina D’Uva und den restlichen Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Salzburg. Zu ihren Aufgabenfeldern gehört nicht nur die Kommunikation mit den anderen Schüler*innen, sondern auch das Organisieren und Koordinieren von Veranstaltungen aus dem Bereich Sport und Kultur.

Stipi-Sprecherin Lily stellt sich vor:

Mein Name ist Lily, bin 16 Jahre alt und gehe in die HTL in Salzburg. Ich bin seit September 2020 Teil der START- Familie. Im Februar wurden Jasmine und ich als Stipi-Sprecherinnen gewählt, um viele neue spannende Erfahrungen zu sammeln. Unsere Intention dazu war, dass wir die Stipis untereinander näher bringen, viele interessante Aktivitäten machen und uns gegenseitig helfen. Durch START habe ich sehr vieles erlebt und eine tolle Unterstützung zu all meinen Fragen bekommen.

Aber was ist eigentlich START? START ist eine tolle Organisation, wo du viele neue Freundschaften anschließt, an interessanten Workshops teilnehmen kannst wie zB. Englisch speaking workshops, auch workshops über Medizin, Geschichte… und workshops, wo du auf die Matura vorbereitet wirst. Auch nimmst du Teil an sehr interessante Bildungsseminare und wirst durch deinen Schulweg bis zur Matura unterstützt. Man erlebt bei START sehr vieles und man lernt sehr viel neues dazu! Ich freue mich schon die neuen Stipis kennenzulernen!

Auch Stipi-Sprecherin Jasmine berichtet über ihre Tätigkeiten bei START-Salzburg:

Mein Name ist Jasmine, ich bin 15 Jahre alt und besuche zurzeit das Borg Nonntal. Ich bin seit Juni 2021 bei der START-Familie.

Lily und ich sind im Februar beim Bildungsseminar zum Stipi-Sprecherinnen Duo gewählt worden. Meine Motivation Stipi-Sprecherin zu sein kommt daher, dass ich auch schon als Klassensprecherin Führungsqualitäten erwerben konnte. Zu meinen wichtigsten Kompetenzen gehören Kommunikation, Organisation, Flexibilität und Teamfähigkeit. Als empathischer Mensch versuche ich mich auch in die Stipis hineinzuversetzen und für Probleme, Fragen und sonstiges immer ein offenes Ohr zu haben.

Am wichtigsten für mich ist, dass die Atmosphäre unter den Stipis so gut wie möglich ist und wir uns weiterhin gegenseitig unterstützen. Ich möchte zusammen mit Lily viele coole Veranstaltungen für die Stipis organisieren und freue mich jedes Mal die Stipis zu sehen. Innerhalb diesen 9 Monaten, welche ich schon mit START verbringen durfte, sind wir zu einer Familie zusammengewachsen und ich bin mir sicher, dass es bei den neuen Stipis auch so schnell gehen wird.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich mich auf die kommenden Monate als Stipi-Sprecherin sehr freue und auch schon gespannt auf die neuen Stipis bin.

v. l. n. r: Lily und Jasmine

START meets Nedžad Moćević

Bei unserer START meets Talkreihe im März hatten wir die Möglichkeit Nedžad Moćević, MA näher kennenzulernen. Als gebürtiger Deutscher mit bosnischen Wurzeln erzählte er uns viel über seine Arbeit in Salzburg und wie er dazu kam als Trainer, Berater und Forscher tätig sein. Vor allem sein Umgang mit den Konflikten und die Umorientierung während dem Informatik Studium waren für die Stipendiat*innen sehr motivierend. Wir konnten insgesamt sehr viel von ihm mitnehmen und bedanken uns für das inspirierende Gespräch!

Das Gespräch mit Nedžad Moćević war sehr interessant und motivierend, da er viele seiner Erfahrungen von seiner Jugend mit uns geteilt hat, die so gut wie jeder von uns allzu gut kennt. Damit verbunden hat er uns auch Ratschläge gegeben wie beispielsweise, dass wir uns kein Stress machen sollen, wenn es um die Zukunft und das Älter werden geht und das wir so viel ausprobieren sollen wie möglich, wenn wir keine Ahnung haben, was wir später mal beruflich machen wollen. Weiters hat er auch gemeint, dass „zweiheimisch“ sein, so wie er es nennt, nichts negatives an sich hat und das die Gesellschaft uns nur glauben lässt, dass es etwas schlechtes wäre. Mehrere Sprachen zu kennen ist cool und wir sollten uns nicht schämen diese auch in der Öffentlichkeit zu sprechen – denn wenn wir uns selbst respektieren und stolz drauf sind diese weiteren Sprachen zu können, wird die Gesellschaft es auch akzeptieren. Im Allgemeinen war die lässige, humorvolle und persönliche Atmosphäre in diesem Talk sehr erfrischend und unterhaltsam. Gentijana

Danke für die Organisation! Mir haben Nedžads Charisma und Ehrlichkeit sehr gut gefallen. Die Art und Weise wie er seine Lebensgeschichte erzählt hat, ist sehr lehrreich gewesen. Ich habe mich in den 19-jährigen Nedžad versetzen können, weil ich derzeit auch an einer Straßenkreuzung stehe. Durch seinen Ratschlag, sich Zeit zu nehmen, auszuprobieren und keine Angst vor etwas Neuem zu haben, hat mich sehr motiviert. Mariana

Mein soziales Engagement beim Jugendrotkreuz

Omran ist HTL-Schüler und START-Wien Stipendiat. Neben seinem Engagement als Klassensprecher ist er auch ehrenamtlich beim Jugendrotkreuz und  Team Österreich Tafel in Wien tätig. 

Seit mehr als einem Jahr bin ich ein freiwilliges Mitglied beim Jugendrotkreuz Wien. Selbst der Gedanke, ein freiwilliges Mitglied bei einer weltweiten Organisation zu sein, die sich für das Wohl der Menschheit tätigt, macht mich stolz. Die rote Uniform und die damit verbundene Verantwortung zu tragen, erzeugt ein exquisites Gefühl in mir.

Beim Jugendrotkreuz lernt man die sieben Grundsätze des Roten Kreuzes (Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität) kennen und verinnerlicht sich diese. In weiterer Folge absolviert man einen Erste-Hilfe-Kurs, um für gewisse Situationen einsatzbereit zu sein.

Weiters treffen sich die Jugendlichen alle zwei Wochen am Mittwoch, um sich Ideen und Gedanken auszutauschen sowie über aktuelle Themen zu sprechen. Alle Aktivitäten des Jugendrotkreuzes fördern die Entwicklung von Eigeninitiative, Toleranz, Hilfsbereitschaft und Verantwortung für einen selbst und den Mitmenschen. Nebenbei entstehen gute und langhaltende Freundschaften, für die ich dankbar bin.

Immer wieder sind wir bei Veranstaltungen und Einsätzen dabei, die uns für menschliche Solidarität und Hilfsleistungen auf verschiedener Art und Weise anregen. Ich helfe immer wieder gerne bei der Team Österreich Tafel mit, wo man die Möglichkeit hat in einem Team zu arbeiten, dabei Lebensmitteln rettet und Menschen in Armut hilft.

Ich bin froh, dass ich beim Jugendrotkreuz freiwillig tätig sein darf und sehe es als eine großartige Chance, sich nicht nur den Weg zu ebnen, um dann künftig beim Roten Kreuz ehrenamtlich richtig tätig sein zu können, was ich auch vorhabe, sondern schätze es als wertvolle Selbstweiterentwicklung für mein Leben.

PRESSEINFORMATION: „… als wäre man Teil einer riesigen Familie!“

Durch das START Stipendium bekommen engagierte junge Menschen nicht nur die Chance auf eine höhere Ausbildung, sondern werden auch bei ihrer Herzensbildung unterstützt. Das Projekt HEROES ist eines der Angebote im Rahmen des Stipendiums, wodurch junge Männer wie Qodratullah Miakhel oder Roni Ali ihre Persönlichkeit stärken können.

Vor wenigen Wochen waren Roni Alis Tage noch ziemlich vollgestopft. Zwischen Lehrbetrieb, Wifi, Fitnessstudio, dem Jugendverein akzente Salzburg, wo er die Workshops von HEROES besuchte, und Kurdischem Kulturzentrum (KKZ), welches er mitbegründete, war es manchmal schon ziemlich stressig. Doch jetzt ist alles anders. Wie bei uns allen, hat auch beim jungen Mann aus Syrien die Corona-Krise einen entschleunigenden Effekt. „Gerade verbringe ich die meiste Zeit mit Lesen, Mathematik üben und Nachrichten verfolgen“, so der 23-Jährige. Auch Qodratullah Miakhel, ebenso wie Roni ein Stipendiat von START Salzburg, hat sich mit der Situation ganz gut abgefunden. „Zuerst dachte ich, es wird voll schlimm. Keine Freunde treffen, immer Zuhause sitzen, nicht raus dürfen … Aber durch die Krise habe ich die kleinen Dinge mehr zu schätzen gelernt, unser Familienleben zum Beispiel,“ erzählt der 21-Jährige aus Afghanistan, der mit seiner Familie vor fast 6 Jahren nach Salzburg gekommen ist.

Beide jungen Männer sind START-Stipendiaten. Das bedeutet, dass sie nicht nur finanzielle Unterstützung für ihre schulische Bildung erhalten, sondern sich auch in anderer Hinsicht weiterbilden können. Unter anderem besuchen die beiden Workshops der HEROES Salzburg. Das Projekt wird vom Jugendverein akzente Salzburg durchgeführt und richtet sich an junge Männer mit Migrationsgeschichte, die sich aktiv für das gleichberechtigte Zusammenleben von Männern und Frauen einsetzen und etwas verändern wollen. „Die HEROES besprechen in wöchentlichen Treffen mit ihren Gruppenleitern, die selbst Migrationshintergrund haben, die unterschiedlichsten Themen, zum Beispiel Diskriminierung, Frauenrechte, Rassismus oder Sexualität, also oft auch Themen, die in ihren Familien oder in ihrem Freundeskreis Tabu sind,“ erklärt Manuela Pleninger, Projektleiterin von HEROES Salzburg. Roni gefällt am besten der ungestörte Meinungsaustausch: „Einfach Diskussionen führen ohne Hindernisse. Wir bekommen neue Sichtweisen, man hört uns zu, wenn wir Probleme haben und wir werden darin gestärkt, freier zu denken.“

Jetzt bewerben!

Nicht jeder junge Mensch hat die gleich guten Voraussetzungen für Schule, Bildung und Karriere. Diese Ungleichheit hat die Corona-Krise sogar noch verstärkt, vor allem, weil die Schule oder das Jugendzentrum als Ort der Bildung und Zuflucht plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen. Das START Stipendium schafft daher ein bisschen „ausgleichende Gerechtigkeit“.

„Viele junge Menschen wie Roni und Qodratullah sind klug, zeigen Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen und engagieren sich in ihrem Umfeld. Diese Jugendlichen möchten schulisch und in weiterer Folge auch beruflich weiterkommen und gleichzeitig etwas der Gesellschaft zurückgeben. Leider haben sie oft nicht die finanziellen Möglichkeiten, ihr Potential auszuschöpfen“, erklärt Elisabeth Ramp von START Salzburg. „Unser Stipendium hilft daher jungen, motivierten Menschen mit Migrationshintergrund, die eine höhere Schule besuchen, um sie auf dem Weg zur Matura zu unterstützen. Sie bekommen ein monatliches Bildungsgeld und haben die Möglichkeit, verschiedene Kurse und Workshops für ihre Persönlichkeitsentwicklung zu besuchen.“

Qodratullah ist froh, dass er ein START-Stipendiat ist. „Es ist ein gutes Gefühl, als wäre man Teil einer riesigen Familie mit tollen und freundlichen Menschen! Egal ob vor Corona oder jetzt während der Krise: Die Unterstützung von START ist da, sowohl finanziell als auch geistig,“ ist der junge Mann überzeugt. Dank der Hilfe von START sind die Weichen für seinen HTL-Abschluss und das anschließende Studium gestellt.

Auch Roni blickt positiv in die Zukunft. „Meine Ziele für die kommenden Jahre sind erstens, meine Lehre mit sehr gutem Erfolg abschließen, zweitens, die Matura zu schaffen, drittens, mich so zu entwickeln um selbst Workshops zu halten und mein Wissen zu teilen, und viertens, eine Freundin zu finden, auch wenn das eher ein Wunsch als ein Ziel ist.“

Noch bis 29. Mai 2020 kann man sich für das START-Stipendium bewerben. Bei der Auswahl der Stipendiaten wird nicht nur auf die schulischen Leistungen geachtet. „Die BewerberInnen müssen sich auch sozial engagieren und mindestens ein Elternteil soll Deutsch nicht als Muttersprache haben. Natürlich spielt die wirtschaftliche Situation der Eltern ebenfalls eine Rolle und wird in der Auswahl berücksichtigt“, erklärt Ramp weiter. Weitere Informationen zu START Salzburg gibt’s auf der Homepage www.start-stipendium.at/bewerben

****************************************************************************************

START Österreich …

… das sind über 160 aktive START-Jugendliche und rund 262 engagierte Alumni/ae, die ihre Wurzeln in über 70 Nationen haben. Zusammen bilden sie die START-Österreich Gemeinschaft in Wien, Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich.

Vision und leitender Gedanke dieses einzigartigen Förderprogramms ist eine chancengerechte, offene, sozial durchlässige Gesellschaft in der Interkulturalität als Bereicherung erlebt wird. START-Österreich leistet als nachhaltige Initiative dazu einen Beitrag, indem Bildungskarrieren begabter SchülerInnen mit Migrationsgeschichte begleitet, ihr soziales Engagement unterstützt und ihr gesellschaftliches Engagement bestärkt werden. Seit dem Jahr 2007 wird das Stipendienprogramm in Österreich gemeinsam mit rund 100 Kooperationspartnern realisiert.

Alle Infos zum Programm gibt’s auf www.start-stipendium.at

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Elisabeth Ramp
START-Salzburg
Mirabellplatz 9/3, 5020 Salzburg
+43 (0) 676/460 42 32
ramp@start-stipendium.at

PRESSEFOTO IN ORIGINALQUALITÄT ZUM DOWNLOAD

Nähere Infos zum Projekt HEROES unter www.akzente.net/heroes