START-OÖ im Großrechenzentrum Linz

START-Oberösterreich wurde zu einer exklusiven Führung im Großrechenzentrum der Raiffeisenbanken eingeladen und bekam die einmalige Gelegenheit, die Räumlichkeiten, Server und Großrechner zu besichtigen. Für die Stipendiat:innen war es eine auch eine tolle Gelegenheit etwas näher in das Berufsfeld IT hineinzuschnuppern. Schon erstaunlich, welch enorme Datenmengen bewältigt werden müssen und welcher Aufwand dafür betrieben werden muss!

Stipendiat Reza schreibt über den Besuch im GRZ:

Das GRZ ist eines der größten und erfolgreichsten Informatik- Systemhäuser Österreichs mit Standorten in Linz. Den Hauptgeschäftszweig des GRZ bilden der Rechenzentrumsbetrieb und der Betrieb dezentraler Hard- und Software-Strukturen für Banken zur Abwicklung aller Geschäftsbereiche. Hauptkunden sind die Raiffeisenbankengruppen Oberösterreich, Tirol und Salzburg.  

Bei der Führung durch das Rechenzentrum haben wir sehr viel Informationen über die Raiffeisenbank Software und die GRZ bekommen. Wir durften sehen, wie der Betrieb bei einer mögliche Strom Ausfall sich mit Strom versorgen kann. Es wird ein Diesel-Stromerzeugungs-Aggregat mit ca. 3000 PS Leistung für nötige Strom verwendet. Wir haben ein Einblick in Druck Anlage bekommen, wir haben erfahren, wie schnell die Kuverts gedruckt werden und wie so ein Prozess abläuft, wenn zum Jahresabschluss alle Bankauszüge verschickt werden müssen 

Die Räume mit Servern müssen gekühlt werden, damit die Geräte nicht heiß laufen und wir sahen das komplette Kühlsystem, wie das funktioniert. Wir erfuhren, dass das Löschsystem mit Edelgas Argon und Chemisch erzeugte gas Trigon funktioniert. Noch ein Interessante Fakt ist das in kalten Jahres Zeiten die Hitze die in Servern Räume entstehen dafür verwendet werden um die Office Räume zu heizen. 
 

Nach der Einführung hatten wir alle einen guten Überblick über GRZ. Frau Matheis berichtete über die zwei Firmen, wo sie Aufträge herbekommen und wie das Arbeiten mit den Raiffeisenbanken und Raiffeisenlandesbanken funktioniert. Wir sprachen auch gemeinsam über Jobs im IT-Bereich und was wir StipendiatInnen in der Zukunft machen möchten. Sie hat auch gerne ihre Erfahrungen mit uns geteilt, was uns weiterhelfen kann. Schließlich hatten wir noch die Möglichkeit Fragen zu stellen. 

Diese Exkursion in den IT-Bereich war sehr interessant, wir konnten uns viel mitnehmen und uns nun besser vorstellen, wie es wäre, in dem Berufsfeld zu arbeiten. 

START-Alumnus Gul berichtet:

Es ist immer schön, wenn man sich wieder mit Start trifft.
Man erinnert sich wieder an schöne Start-Zeiten, wo man immer Bildung und Spaß gemeinsam haben kann.
Es war sehr interessant zu sehen, wie Technologie und Banking miteinander funktionieren können.
Auch wenn es für mich ein paar Klicks sind, bis ich meine Überweisungen erledige, heißt das nicht dass es keine Aufwände dahinter stehen.
Danke an Start für diese tolle Veranstaltung und auch ein großes Dankschön an das GRZ Linz für die beeindruckende Führung!

START-NÖ besucht die Universität Wien

Am Samstag, den 18.06, trafen sich die Stipendiat:innen NÖ beim Hauptgebäude der Uni Wien und hatten eine Führung durch dieses beeindruckende Gebäude. Unser Guide Susanne Eichhorn erklärte uns alles verständlich und hat auch im Anschluss alle Fragen der Stipendiat:innen beantwortet und ihnen Mut zugesprochen. Die Führung war ein einmaliges Erlebnis und wir hatten die Möglichkeit den Festsaal, das Auditorium Maximum und viele andere spannende Räume zu sehen. Vielen lieben Dank an die Uni Wien, die uns diese Führung ermöglicht hat, und vor allem an Frau Eichhorn für die tolle Führung! Anschließend waren wir auch am Uni Campus im Alten AKH, damit die  Stipendiat:innen sich einen Überblick verschaffen können und in Zukunft wissen, wo die wichtigsten Institutionen sind.

Wir wurden sehr höflich empfangen und die Leiterin hat sich sehr bemüht, uns möglichst viel von der Universität zu zeigen. Was mir besonders gut gefallen hat, war auch, dass die sich am Schluss die Zeit genommen hat, um mit uns bisschen über unsere Fragen und Überlegungen zu reden. Darüber hinaus, fand ich es sehr toll, dass wir auch etliches über die Geschichte der Uni Wien gehört haben. Eliza

Mir hat der Workshop ziemlich gefallen, da ich immer schon an der Uni Wien interessiert war. Es war sehr spannend zu sehen, wie groß das Hauptgebäude allein ist. Wir haben auch über verschiedene Studiengänge und Aufnahmeprüfungen gesprochen was ich sehr gut fand. Ragad

Es war ein sehr tolle Führung und das war mein erstes Mal in einer Universität. Ich fand den Campus Wien auch sehr interessant, da es mehrere  Möglichkeiten gibt, wenn jemand eine Fremde Sprache studieren möchte. Ishak

Eine Reise in die Sammlung Batliner – Monet bis Picasso.

Am letzten Freitagnachmittag haben die Wiener Stipendiat*innen an der online Führung4 Kunstvermittlung von der Albertina teilgenommen. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Hauses, startete die virtuelle Reise in den Prunkräumen des Museums, wo sich auch die “Mona Lisa” der Albertina, der weltberühmte Feldhase von Albrecht Dürer, befindet.

Seit 1850 besteht eine Änderung der Malerei, die vom Realismus durch die Nutzung der Kamera abgekommen ist, welche Momentaufnahmen vereinfachte. Die Fotografie hätte das Ende der Malerei bedeuten können, dennoch entstanden neue Malweisen. Die Sammlung vom Ehepaar Batliner beinhaltet einer der bedeutendsten Werke der europäischen Malerei bis hin zur Klassischen Moderne. Eines dieser Werke ist Der Seerosenteich von Claude Monet, welches wir uns einer genaueren Betrachtung unterzogen haben. Monet wechselte seinen Arbeitsort, nahm seine Ölfarben in Tuben mit zur Natur ―  zum eigentlichen Geschehen, das unüblich zu seiner Zeit war. Das Werk Der Seerosenteich ist innerhalb von drei Stunden auf einer über ein Meter großen Leinwand entstanden, welche mit Lichtverhältnissen und Farbverläufen spielt, um einen Eindruck der Wirklichkeit zu erwecken.

Unsere fachkundige Führung, Nadja, bewegte uns ins nächste Zimmer und somit auch weiter in eine Zeit, in der wir die Gelegenheit hatten uns ein Werk von Paul Signac betrachten zu dürfen. Dieser nutzte das Festhalten des Momentes durch die Fotografie und folgte nicht so ganz der impressionistischen Malweise, in dem er nur mit den Grundfarben malte. Stattdessen nutzte er das Farbphänomen in der Optik und malte mit Mischfarben mosaikartige Momentbilder, das uns an Pixel erinnert. Diese neue Technik setzte den Beginn des Neoimpressionismus.

In weiterer Folge betrachteten wir uns eine expressionistische Arbeit von Amedeo Modigliani, ein weiblicher Halbakt, worin die Farben auf blau und grau reduziert sind. Wir erfuhren, dass der Maler aufgrund seiner schwierigen Kindheit unter einer psychischen Krankheit litt, welche sich in seiner Kunst wiederspiegelt. Die Muse in dem Bild war auch seine Partnerin, eine Prostituierte.

Im nächsten Raum durften wir eine Künstlerin kennenlernen, die leider zu ihrer Zeit und der Heutigen keine besondere Bekanntheit erlangte ― Marianne von Werefkin. Sie hingegen benutzte kräftige und fließende Farben. So wurde uns mitgeteilt, dass zur damaligen Zeit eine Diskrepanz in der Bepreisung der Kunstwerke von Männern und Frauen bestand.

Der krönende und zum Teil verwirrende Abschluss der Führung war ein Werk Picassos. Wir betrachteten uns ein kubistisches Spätwerk von ihm. Der Torso und das Gesicht sind von allen Seiten präsentiert und wir haben dank interaktiver Technik über die verschiedenen Perspektiven besprechen können. Das Werk entstand im Jahr 1947, geprägt von der Nachkriegszeit ―  das performative und die Reduktion wurden nicht gut aufgenommen. Gegen dem Ende meinte Mostafa, “Jetzt habe ich Picasso verstanden.”

Wir beendeten unsere Führung mit einer Feedbackrunde und den folgenden Statements:

Der Workshop war für mich sehr informativ und die Dame hat sehr deutlich gesprochen, aber leider wollte ich gerne die Bilder von der Nähe sehen 🙂 – Esmatullah

Die Online-Führung durch das Albertina Museum war für mich sehr spannend, beeindruckend und informativ. Früher habe ich mich nicht wirklich für Kunst interessiert. Aber als ich beim Workshop die Werke von Claude Monet, Paul Signac und Pablo Picasso gesehen habe, hat das mein Interesse an Kunst geweckt. Auch die Möglichkeit der Technik, dass die Workshopleiterin  uns das ganze Museum online gezeigt hat, hat mich sehr beeindruckt. Ich möchte unbedingt noch einen Workshop vor Ort im Museum Albertina besuchen. Danke für dieses tolle Angebot. – Abbas

Limonistollen – Zeitgeschichte im Luftschutzkeller

Am 07.06.2020 besichtigten einige der START-OÖ Stipis einen Teil der Luftschutzbunker unter Linz. Neben interessanten Geschichten und Fakten über die Stollen, konnten die Stipis auch einen persönlichen Eindruck über die damaligen Geschehnisse unter der Erde sammeln.

Nachdem wir eine kurze Einführung in das Thema und allgemeine Informationen über die Stollen erhalten hatten, durften wir die Stollen betreten. Mit warmer Kleidung, Taschenlampen und Helme ausgerüstet, besichtigten wir die mal breiteren und oftmals auch sehr schmalen Räume und Gänge unter der Erde. Die Stollen wurden anfangs für die Bier- und Weinlagerung genutzt und im Laufe des 2. Weltkrieges von Häftlingen und Sklavenarbeitern zu kilometerlangen Bunkern ausgebaut, um der Bevölkerung Schutz von Luftangriffen zu bieten.
Durch die Geschichten und Erzählung unseres Guides, konnten wir uns sehr gut vorstellen, wie sich die Menschen nach dem Ertönen des Warnsignals vor einem bevorstehenden Luftangriff in den Bunkern gefühlt haben müssen.

Einige Statements der TeilnehmerInnen:

„Ich fand es sehr interessant einen Einblick in die Geschichte zu bekommen und dadurch konnte ich mir besser vorstellen, wie es den Leuten damals ging. Es ist nur schade, dass die Limonistollen nicht geschützt sind.“ – Rahma

„Es war eine kleine Reise in die Geschichte der Stadt Linz und wie wichtig waren die Limonistollen, als ein Luftschutz von allen möglichen Luftangriffe. Schritt für Schritt dachte ich an die Menschen (Häftlinge), die dort unter unmenschliche Bedienung gearbeitet haben und wie schwierig es war damals die Zeit für die Bevölkerung der Stadt und es war so interessant, wie sie das Sand von der Arbeit (Graben) benutzte, um Siedlungen zu bauen. 
Als wir dann raus gingen und unser Ausflug endete, kniete ich an der Ein/Ausgang aus Respekt und leid was die Menschen die dort starb und alle unschlüssige Menschen, die mitmachten müssen. 
Und schließlich werde ich den arabischen Spruch dazu sagen ,,Wer von der Vergangenheit nicht lernt, wird denen die Zukunft nicht erbarmen“ – Elias

„Es war ein sehr schöner Tag, endlich hatte ich einen Grund nach Linz zu fahren und die anderen Stipis nach so einer langen Zeit wieder zu sehen. Ich habe vorher gar nicht gewusst, dass einen Limonistollen gibt und was das überhaupt ist. Der Limonistollen ist ein Kilometer langen Keller, der im zweiten Weltkrieg von den KZ-Häftlingen zu Luftschutzstollen gebaut wurde. Wir haben ein paar Einblicke bekommen wie die Leute damals diesen Keller unter sehr schweren Umständen gebaut haben und wie die Leute damals dort gelebt haben. Ich finde es wichtig, dass man über solche Derartiges Bescheid weiß und es nicht in die Vergessenheit gerät, so können wir verhindern, dass es nicht noch einmal passiert. Rassismus spielt noch heute eine große Rolle und wie damals Martin Luther King einmal sagte“ I have a dream“ habe ich auch einen Traum und zwar, dass es irgendwann keine Rolle spielen wird, welche Herkunft, Religion oder Hautfarbe man hat.“ – Sharifa

„Mir hat die Führung durch die Limonistollen sehr gut gefallen, da man selbst sehen konnte wie es damals war und unter welchen Umständen man früher leben musste. Außerdem haben wir gelernt, dass sogar Kinder in diesen Stollen geboren wurden, was für mich persönlich sehr schockierend war.“ – Samar

„Ich fand es sehr interessant zu sehen, wie die Menschen damals gelebt haben. Vor allem, dass Menschen per Radio und einem Kuckuck, der darüber gespielt wurde, über die kommenden Bombenanschläge der Amerikaner informiert wurden. Allein die Vorstellung, dass in so einem Bunker mehr als 2000 Menschen gelebt haben, ist kaum vorstellbar und die Dame hat das sehr anschaulich übermittelt. Ich habe gelernt, dass sich 14 Km an Bunkeranlagen unter Linz befinden und wo diese sind. Auch interessant war, dass OÖ als Luftschutzbunker des 3. Reiches gesehen wurde, bis die Amerikaner in den Krieg eingestiegen sind. Außerdem habe ich nicht gewusst, dass OÖ bzw. Österreich früher Teil des Urmeeres war und sich daher Sandstein unter der gesamten Region gebildet hat, der beim Bau der Bunker abgetragen und für Wohnungsbau verwendet wurde.“ – Yusuf

Zu Besuch in der AMAG- Austria Metall AG

Der START-OÖ Pate der ersten Stunde lud unsere Stipendiat*innen nach Ranshofen ein, um dort einen sehr spannenden gemeinsamen Tag zu verbringen. AMAG-Personalleiter Paul Benischek empfing seine Patenschülerin Karmina und acht weitere Stipendiat*innen am Dienstag vormittag im AMAG Standort Ranshofen.

AMAG-Patenschülerin Karmina berichtet von diesem Tag:

“Am Dienstag hatten wir Stipis die Gelegenheit meine Patenfirma AMAG in Ranshofen bei Braunau zu besuchen und mehr über die Produktion und vorallem die sehr spannende Firmengeschichte zu erfahren. Während einer Führung durch den Standort, konnten wir uns verschiedene Anlagen ansehen. Das Warm – und Kaltwalzwerk zum Beispiel. Dort werden die riesen Aluminiumbleche hergestellt. Es ist sehr heiss in diesen Hallen und was uns allen aufgefallen ist: Es sind nicht viele Menschen die in den Hallen arbeiten, denn der Großteil ist schon automatisiert.

Die AMAG produziert in Österreich Produkte aus Aluminium Guss und Walzprodukte von bester Qualität. Sie liefern auch flüssige Aluminium an Orte, die nicht mehr als 500 km von Ranshofen enfernt sind. Der Rohstoff aus dem Aluminium erzeugt wird ist Bauxit und man braucht sich keine Sorgen machen, dass er ausgeht da es sehr viele Vorkommen gibt. Was ein besonderer Vorteil gegenüber dem Stahl ist: 75-80% des Materials wird von Aluminiumschrott hergestellt, recyclet und wieder verwendet. Man kann Aluminium nämlich unendlich oft recylen. Die AMAG ist umweltfreundlich und hat für die Zukunft große Ziele, denn sie unterscheidet sich von anderen Aluminiumproduzenten nicht nur durch ihre Qualität, sondern auch durch ihre speziellen Produkte. Sie haben alle verschiedenen Legierungen an einem Standort.

Wir bekamen dann auch noch einen kurzen Vortrag zu den Ausbildungsmöglichkeiten in der AMAG. Sie suchen sehr viele Lehrlinge und von denen die sich bewerben, nehmen sie die Besten, denn sie investieren in sie und geben ihnen gute Arbeitsplätze um eine freundliche Betriebsklima und qualitative Produktion zu schaffen.

Am Ende der Führung durch das Betriebsgelände erklärt uns Herr Benischek noch wie wichtig Sicherheit in diesem Areal ist und dass die AMAG sehr darum bemüht ist, dass die Mitarbeiter zufrieden sind und ein gutes Klima herrscht. Die Mitarbeiter essen übrigens sehr viele Leberkässemmeln in der Kantine : )

Und als wäre das noch nicht genug, hat uns Herr Benischek in ein sehr schönes Restaurant zum Essen eingeladen. Dort konnten wir noch ein bisschen persönlicher reden und wir Stipis erzählten ihm von unseren Plänen für die Zukunft. Herr Benischek hörte sehr interessiert zu.

Für diesen sehr schönen und besonders interessanten Tag, will ich mich herzlich bei meinem Paten bedanken! Danke auch, dass sie START und somit mich unterstützen und ich daher im nächsten Jahr meine Matura machen kann. “