Diskussionsrunde: Welche Wirkstoffe haben Zukunft?

An diesen Abend konnten wir mit Forscher*innen der Universität Wien und Expert*innen aus der Praxis diskutieren, welche Entwicklungen sie zur Bekämpfung von COVID-19 eine Chance geben und welchen nicht. Vor der Diskussionsrunde hielt der Biochemiker (Norbert Bischofberger), CEO und Präsident von Kronos Bio ein kurzes Impulsreferat. Zusätzlich diskutierten Bioanalytiker (Christopher Gerner), Pharmazeutin (Lea Ann Dailey) und Molekularbiologin (Christine Landlinger Schubert , PhagoMed Biopharma GmbH) unter der Moderation von Klaus Taschwer (DER STANDARD) darüber, welche Wirkstoffe Zukunft haben.

Am Anfang wurden wir eingeführt in die Zyklusphase des Virus. Es wird in der Pharmakognosie versucht, die Naturstoffe genau anzusehen, dabei wird stark davon ausgegangen, dass es Wirkstoffe sind, die eine pluripotente (aus noch nicht ausdifferenziertem Gewebe viele Entwicklungsmöglichkeiten in sich tragend) Funktionen haben. Man sagt, diese haben einen überwiegenden Anteil, die aus der Natur kommen.

Obwohl so viel Gutes von dem guten Impfstoff gesprochen wird, hat man immer noch einen Verdacht, dass die Impfungen nicht komplett durchgetestet sind. Dieser Verdacht entsteht nur, weil es in so einer kurzen Zeit entstanden ist. Wenn man an andere Medikamente und Impfstoffe denkt, hat man mindestens ein paar Jahre dafür gebraucht, um es auf dem Markt bringen zu können.

Die Frage ist, wie ist es möglich gewesen in dieser kurzen Zeit, einen wirkenden Impfstoff herzustellen. Wenn dieser Impfstoff so schnell hergestellt wurde, warum war es dann früher nicht möglich, sie genauso schnell herzustellen. Trotz der schnellen Herstellung, haben viele Menschen Respekt vor dem Impfstoff. Wenn man Infiziert wurde und den Impfstoff erhalten hat, weiß man trotzdem nicht, ob man dann geschützt vor dem Virus ist. Menschen haben Angst sich mit Freunden oder Familie zu treffen, da die Chance noch immer da sein könnte, sie zu infizieren.

„Wir wissen nicht was wir gegen den COVID-19 tun sollen. Wie wir diese bekämpfen können und welche Medikamente es dafür schon gibt.“

Anni Zahn

Zwei Impfstoffe sind bereits auf dem Markt und werden bei Infizierten sowie Freiwilligen bereits angewendet. Ohne zu wissen, ob diese wirksam sind oder bleiben, werden dennoch bald in kürzester Zeit weitere entwickelt und auf dem Markt gesetzt.

Bericht von START WIEN Stipendiatin, Anni Zhan

Wie funktionieren Covid19-Impfstoffe?

Die START-Stipendiat*innen nahmen an einem online Vortrag der FH-Hagenberg zum Thema „Wie Covid19-Impfstoffe funktionieren“ mit Prof. Stephan Winkler (Bioinformatik) und Dr. Gerald Lirk (Bioanalytik) teil. Es wurde erklärt, wie sich Krankheiten ausbreiten und wie Impfstoffe funktionieren.

Prof. Winkler erklärte im ersten Teil des Vortrages, wie Simulationen zur Ausbreitung von Krankheiten berechnet werden. Wir lernten dabei das sogenannte SIR-Modell kennen, mit welchem man die Infektionen pro Tag berechnet. Professor Winkler sprach auch über die Reproduktionszahl, über den Begriff Herdenimmunität und über die neue Covid Mutation B.1.1.7.

Im zweiten Teil sprach Dr. Lirk darüber, woraus ein Virus besteht – nämlich aus der DNA oder der RNA, einem Protein (beim Coronavirus ist das eine Fetthülle) und dem Spike-Protein. Dieses Spike Protein ist dafür da, dass das Virus an andere Zellen andocken kann, in die Zelle eindringt und sich so im Körper vermehrt. Er sprach auch über die Immunreaktion in unserem Körper, wenn ein neuer Virus entdeckt wird. Er erklärte den Unterschied zwischen B- und T-Zellen.

Dr. Lirk sprach über verschiedene Impfstoffe im Allgemeinen und deren Funktionsweise, und stellte die Unterschiede zwischen Totimpfstoff und Lebendimpfstoff vor. Schließlich erklärte Dr. Lirk die Zulassungsverfahren, und die Effektivität von verschiedenen Impfstoffen in der Geschichte (z.B. Pocken, Polio, etc). Er sprach auch über die Impfnebenwirkungen, welche in 4 Grade eingeteilt werden.

Im letzten Teil seines Vortrags ging Dr. Lirk noch speziell auf die verschiedenen Covid19-Impfstoffe ein. Er stellte die Studienergebnisse zu den Impfstoffen von BioNTech & Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Sputnik vor. Dabei ging er besonders auf die Phase 3 der Studie ein, und auf den Vergleich von der Impfgruppe mit der Placebo-Gruppe. Er veranschaulichte die möglichen Nebenwirkungen nach einer Impfung. Diese sind bei den Impfstoffen, welche in der EU zugelassen sind, vergleichsweise gering.

Zum Schluss erklärte Prof. Lirk noch einmal, dass es unmöglich ist, dass die RNA wieder in den Zellkern zurück gelangt und dort DNA (oder gar die eines zukünftigen Embryos) verändert.

„Ich fand den Vortrag sehr interessant und informativ. Man hat gemerkt, es ist auf Uni-Niveau vorgetragen wurde. Danke für die tolle Gelegenheit.“ Adham (NÖ)

„Ich fand den Vortrag sehr interessant, spannend und informativ. Jedoch habe ich Schwierigkeiten beim Verständnis gehabt, da die Professoren fast nur lateinische bzw. medizinische Fachbegriffen verwendet haben.“ Shirin (Vbg)

„Mir hat der Vortrag sehr gut gefallen auch wenn es am Anfang etwas schwierig war zu verstehen. Später fand ich den Teil mit den verschiedensten Impfungen und wie sie hergestellt wurden ziemlich interessant. Ich konnte viel Neues dazu lernen und kenne mich auch jetzt besser mit der Corona Impfung aus.“ Samar (OÖ)

„Der Vortrag zum Thema „Wie funktionieren COVID-Impfstoffe“ war sehr interessant und informativ für mich. Die Informationen und die Studienbewertungen über den verschiedenen Impfstoffen haben mir sehr gut gefallen, weil ich jetzt die Vor- und Nachteile von diesen Impfstoffen besser unterscheiden kann.“ Rohullah (Sbg)

“Ich fand es sehr informativ, es wurde sehr genau und ausführlich erklärt. Ich werde es den Leuten, welche noch Zweifel an der Impfung haben, empfehlen, sich den Vortrag auf YouTube anzuschauen.” Ali (Wien)

„Ich habe von unserem Workshop heute definitiv viele Informationen mitgenommen, die ich vorher nicht wusste. All diese Informationen hätte ich nicht in der Schule gelernt, oder nicht von Freunde gewusst. Der Workshop war sehr interessant und sehr informativ, am Anfang fand ich es bisschen schwer mitzukommen in dem informatischen Teil aber dann besser in den biologischen Teil. Ich freue mich, dass ich teilgenommen habe jetzt weiß mehr über dieses Thema und all meine Fragen wurden geklärt.“ Hayma (NÖ)