
Kerstin Riedmann, Obfrau des Vereins Bodenfreiheit, erklärte, dass wir etwa 90 % unserer Nahrung direkt oder indirekt aus dem Boden gewinnen. Gleichzeitig werde in Österreich immer mehr Fläche versiegelt, wodurch Böden weder landwirtschaftlich nutzbar noch für die natürliche Versickerung von Regenwasser verfügbar seien.
Im Rahmen eines dreistündigen Workshops in Lauterach, gegenüber der Kirche, lernten wir auszumessen und anzuzeichnen. 30 Quadratmeter Asphalt wurde aufgebrochen und entfernt sowie die Fläche anschließend wieder begrünt. Geplant war, zwei Bäume zu pflanzen und eine Wildblumenwiese anzulegen. Um das Vorhaben innerhalb der Zeit umzusetzen, hatte ein Bagger bereits rund 80 % der Fläche freigelegt; der Rest wurde in Handarbeit erledigt.
Im Anschluss folgten Kies, dann Erde und schließlich säten wir. Von einer Landschaftsgärtnerin erfuhren wir, wie wichtig der Erhalt von lokalem Saatgut ist und dass manche Samen erst nach bis zu zwei Jahren keimen. Zum Abschluss wurde die Erde mit einer Walze verdichtet.

Jedes Mal, wenn wir nun mit dem Bus an diesem Ort vorbeifahren, können wir beobachten, wie sich die Fläche weiterentwickelt. Es war ein sehr schöner Tag im Freien, der uns stolz gemacht hat.