
Die Hypo Vorarlberg ist ein wichtiger Partner von START Stipendium und finanziert seit vielen Jahren zwei Stipendien. Im Rahmen eines professionellen Bewerbungsworkshops mit Alina Schürer und Beatrice Pitsch aus dem Personal drehte sich alles um gelungene Bewerbungsunterlagen, Fauxpas und das erfolgreiche Auftreten im Bewerbungsgespräch.
Zu Beginn stellten die Referentinnen die Geschichte und die Tätigkeitsfelder der Hypo Vorarlberg vor und dann ging es auch schon an das erste große Thema: die Bewerbungsunterlagen.
Die Workshop Teilnehmer*innen hatten zur Vorbereitung Testbewerbungen an die Hypo Vorarlberg geschickt, die am Ende diskutiert wurden.
Bei der Hypo Vorarlberg werden die Unterlagen nach wie vor von Hand gelesen – umso wichtiger ist eine sorgfältige Ausarbeitung.
- Im Anschreiben sollten keine bloßen Behauptungen stehen, sondern Aussagen immer mit konkreten Beispielen belegt werden.
- Im Text soll laut Alina Schürer auf diese Kernfragen eingegangen werden:
Warum bewirbst du dich? Was motiviert dich? Warum bist du die perfekte Person für diese Stelle? - HR-Partnerin Beatrice Pitsch rät den Stipendiat*innen den Konjunktiv zu meiden: Statt „Ich würde mich freuen …“ besser selbstbewusst formulieren:
„Ich freue mich auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.“ - Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go und müssen unbedingt kontrolliert werden.
- Als Schriftart ist derselbe Typ wie im Lebenslauf zu wählen.
- Eine unprofessionelle E-Mail-Adresse oder unsystematisch benannte Dokumente sind kleine Punkte, die einen Unterschied machen.
Fotos im Lebenslauf dürfen vom Arbeitgeber zwar nicht verlangt werden, weiß Beatrice Pitsch, wirken jedoch oft sympathisch und ordentlich – und können daher ein Vorteil sein.
Lebenslauf – das Herzstück einer Bewerbung
Der Lebenslauf sollte immer strukturiert und übersichtlich und in Schriftart und Farbe dem Anschreiben angepasst sein und auf das Unternehmen abgestimmt werden.
Red Flags und Nuancen
Renat ging der Frage nach, was bei Bewerbungen sofort negativ auffällt. Alina Schürer erklärte dazu, dass dies stark vom Bereich abhängig ist:
Während in der IT kleinere Rechtschreibfehler eher toleriert werden, ist bei Positionen im Marketing die korrekte Sprache und Gestaltung ebenfalls wichtig.
Bewerbungsgespräch: reflektieren und verbessern
Auch das Bewerbungsgespräch wurde thematisiert. Mithilfe eines Tablets bewerteten die Stipendiat*innen in Kleingruppen Gespräche und analysierten gemeinsam: Was lief gut? Wo gibt es Verbesserungspotenzial?
Zwei interaktive Quizrunden – eine zu den Bewerbungsunterlagen, eine zum Vorstellungsgespräch – sorgten für zusätzliche Motivation. Als Belohnung winkten Kinogutscheine.


Netzwerk statt lange Suchen
Ein klarer Tipp zum Schluss:
Statt sich ausschließlich auf Bewertungen und Unternehmenswebsites zu verlassen, lohnt sich der Blick ins eigene Netzwerk. Persönliche Kontakte liefern authentische Eindrücke zur Unternehmenskultur, zum Arbeitsalltag und zu Erwartungen an neue Mitarbeitende – schneller und oft ehrlicher als jede Online-Recherche.
Der Workshop bot den START-Stipendiat*innen wertvolle Einblicke, konkrete Praxistipps und mehr Sicherheit für den nächsten Bewerbungsschritt – herzlichen Dank für die Vorbereitung und Zeit.