Der am 19.5.2026 in den Vorarlberger Nachrichten erschienene Artikel erweckt den Eindruck, die Familie Dearstyne ziehe sich aus der Förderung des START-Vorarlberg Programms zurück. Das ist falsch. Wir stellen hiermit klar:
Was tatsächlich geschehen ist
Der Piz Buin Fonds wurde 2009 gegründet, um dem START-Vorarlberg Programm einen rechtlichen Rahmen zu geben. 2016 wurde die ursprüngliche Stiftung nach dem neuen Bundesgesetz in einen Fonds mit einer Laufzeit von zehn Jahren umgewandelt. Ziel war es, das Fondsvermögen von 50.000 Euro durch jährliche Stipendien in Höhe von 5.000 Euro planmäßig zu verbrauchen. Genau das ist nun – nach zehn Jahren – geschehen. Die Auflösung des Fonds ist damit der erwartete, planmäßige Abschluss einer rechtlichen Konstruktion, keine Krise.
Was sich nicht verändert hat
Das START-Vorarlberg Programm wird seit 2012 über den gemeinnützigen Verein START-Stipendien Österreich getragen und läuft unverändert weiter. Die Familie Dearstyne investiert seit der Gründung des Programms im Jahr 2009 jährlich zwischen 70.000 und 90.000 Euro aus Familienmitteln in die Förderung von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte in Vorarlberg. William Dearstyne ist Gründungsmitglied des Vereins; seine Tochter Kate Dearstyne führt das Familienengagement fort und ist ebenfalls im Vorstand vertreten. Frau Landesrätin Barbara Schöbi-Fink ist Schirmherrin des Programms, das bisher 152 Jugendliche erfolgreich bis zu ihrem Bildungsabschluss unterstützt hat und aktuell 35 Jugendliche im Programm betreut.
Der Fonds war für die Fortführung des Programms nie notwendig – er wurde mit Gründung des Vereins funktionslos und konsequenterweise abgewickelt.
Unser Anliegen
Wir bedauern, dass die Redaktion der Vorarlberger Nachrichten weder bei START-Stipendien Österreich noch bei der Familie Dearstyne nachgefragt hat, bevor dieser Artikel veröffentlicht wurde. Ein einfaches Telefonat oder eine kurze E-Mail hätte genügt, um die Sachlage zu klären.
Der Artikel schädigt das Ansehen eines seit 17 Jahren erfolgreich laufenden Programms, verunsichert unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten, unsere Netzwerkpartner und unsere Sponsoren Förderer – und das zu Unrecht.
Wir haben die Redaktion der Vorarlberger Nachrichten um eine sichtbare Richtigstellung sowie die Löschung des Onlineartikels ersucht.
START-Vorarlberg läuft weiter– unverändert und ungebrochen.
Aktuell können sich engagagiert Schüler:innen mit Migrationsgeschichte für ein Stipendium für das kommende Schuljahr bewerben. Frist läuft bis 31.Mai!
Katrin Bernd, Geschäftsführerin START-Stipendien Österreich Wien, 19. Mai 2026
