Im Rahmen eines dreistündigen Workshops begleitete Drag King Eric die Teilnehmenden durch einen praxisnahen und niederschwelligen Zugang zu verschiedenen Drag-Formen im wunderschönen neuen Literaturhaus Hohenems. Neben der Vermittlung grundlegender Techniken stand vor allem das freie Experimentieren im Mittelpunkt. Die Jugendlichen wurden ermutigt, eigene Ideen zu entwickeln und möglicherweise sogar einen persönlichen Drag-Character mit Name, Vibe und Backstory zu entdecken.
Drag ist eine queere Performancekunst, die Geschlecht künstlerisch übertreibt, aber auch hinterfragt und neu erfindet. Als Ausdrucksform mit starker Nähe zum Theater eröffnet Drag kreative Zugänge zu Themen wie Identität, Rollenbilder und gesellschaftliche Normen.
Dabei umfasst Drag weit mehr als Drag Queens, es gibt eben auch Drag Kings, Quings, Enbies, Queengs oder Creatures.



Zum Ende des Workshops erhielten alle Teilnehmenden einen Kosmetikpinsel, Schwämmchen und Eye Shadow in unterschiedlichen Farben, um das Gelernte auch über den Workshop hinaus weiter ausprobieren zu können.
„Ich fand es cool, sich zu schminken. Wir haben die ganze Zeit Englisch gesprochen und zum Schluss Spiele gespielt“, resümierte Stipendiatin Manel.
Wir bedanken uns herzlich bei Eric, dem Verein Amazone, GoWest – Verein für LGBTQIA+ sowie beim Literaturhaus Hohenems für ihre Unterstützung, Großzügigkeit und die sehr berührende und persönliche Begegnung mit der Drag Kunst und ihren Protagonisten.