START meets Ali Dönmez

Es war nun wieder so weit. Den ersten START meets Talk für dieses Semester hatten wir mit dem Logopäden Herrn Ali Dönmez, MA. Als Logopäde erzählte er den Stipendiat*innen viel über den Studiengang sowie den Beruf selbst. Außerdem diskutieren wir über Mehrsprachigkeit in Schulen und Ali erzählte uns über seine eigenen Erfahrungen und Herausforderungen in der Schule. Ein weiteres wichtiges Thema war auch die Petition zur Abschaffung der Deutschförderklassen. Als Initiator und Aktivist setzt sich Ali Dönmez für eine gerechte und uneingeschränkte Bildung für alle Kinder in Österreich. Wir wünschen Ali viel Erfolg und bedanken uns herzlich für den interessanten Talk!

Der Talk mit Ali Dönmez war wie jeder andere „START meets Talk“ extrem interessant, da es bei dem Talk nicht nur um uns ältere Schüler*innen mit Migrationbiografie geht, sondern wir gehört haben, dass Trennung der mehrsprachig-aufwachsenden Kinder mit den „nur“ deutschsprachig-aufwachsenden“ Kindern heutzutage schon im Alter von 5-Jahren in den Schulen passiert. Ich finde es einfach unfassbar, dass man versucht Kinder in diesem Alter in Schubladen zu stecken und sie gegeneinander „aufzuhetzen“ in dem man Mehrsprachigkeit als negative Eigenschaft darstellt und Kinder in Deutschklassen steckt. Daher finde ich es super das sich Ali gegen diese Deutschklassen einsetzt und eine Petition gestartet hat. Letztlich, freue ich mich auf weitere spannende Talks mit interessanten Persönlichkeiten. Genti

Das Zoom Meeting mit Ali war sehr aufklärend und interessant. Er hat alle Fragen sehr ausführlich beantwortet. Aus dem Treffen mit Ali konnte ich sehr viel mitnehmen, dass sich zum Beispiel Logopädie mit der Sprache, Stimme und das Sprechen befasst. Ali hilft derzeit Kindern die bilingual Aufwachsen und im Kindergarten eine Sprachstörung entwickeln oder gar nicht reden können.  Außerdem wusste ich nicht, dass es sowas wie Deutschförderklassen gibt, was ich meiner Meinung nach sehr schlecht finde. Da die Kinder von den „normalen“ Klassen ausgeschlossen werden und somit kein „richtiges“ Deutsch hören bzw. lernen und es dann noch schwerer haben Deutsch zu sprechen.  Das Thema welches mich auch interessiert hat war Rassismus. Ali hat uns selbst über seine Erfahrungen mit rassistischen Lehrern erzählt und setzt sich auch aktiv gegen Rassismus ein. Ich selbst halte von Menschen die Andere runter machen aufgrund der Hautfarbe, Herkunft usw. gar nichts, da ich weiß diese Menschen haben keine Erziehung gehabt. Ich kann dazu nur sagen, dass man jeden Menschen respektieren sollte unabhängig von seiner Kultur, Sprache etc.  Im Großen und Ganzen hat mit der Talk mit Ali sehr gefallen und bedanke mich nochmals für die Einladung. Markus

Das heutige Gespräch mit Ali hat mir viel Gutes gebracht. Ich habe gelernt, mutig zu sein und mich nicht zu schämen, weil ich nicht gut genug Deutsch kann. Er hat uns einiges über Logopädie beigebracht. Er hat mit uns auch über unsere Erfahrungen mit Rassismus in der Schule gesprochen.
Ich finde solche Talks sehr informativ und hilfreich und freue mich deshalb auf jedes weitere.  Tijana

Ich bin froh, dass ich im Talk mit Ali Dönmez dabei sein dürfte. Wir haben offen mit einander über Sprachen und unsere Erfahrungen damit in der Schule geredet. Seine Geschichte war sehr interessant und inspirierend für mich. Ich danke ihm, dass er uns den Wert der Mehrsprachigkeit klar gemacht hat.  Sahar

Ich fand den Workshop sehr gut und hab paar neue Sachen gelernt.
Besonders seine Petition gegen Deutsch Förderklassen fand ich interessant, weil es für mich am Anfang überhaupt nicht verständlich war, warum solche Förderklassen ein Problem sind und er hat mir somit eine neue Sichtweise zu diesem Thema gegeben. Sara

My Revolution! – Meine Forderungen für eine bessere Welt

Am Samstag nahmen START-Niederösterreich und START-Oberösterreich gemeinsam bei einem Online-Workshop namens ‚My Revolution‘ vom Verein Südwind teil. Zentrales Thema war dabei der Mauerfall 1989 und die Forderungen der Menschen im damaligen Ostblock, wie beispielsweise die Reisefreiheit und andere Bürgerrechte.

In diesem Zusammenhang haben wir uns gefragt, welche politische Protestmethoden es geben kann, und wofür Menschen heute im Jahr 2020 auf die Straßen gehen. Bei der Gruppendebatte zeichneten sich hierbei einige wesentliche Problemthemen ab:

  • Diskriminierung (Sexismus und Rassismus)
  • Umweltverschmutzung und Klimawandel
  • Menschenrechtsverletzungen weltweit (Völkermord, Flucht)

Danach haben wir in Kleingruppen darüber geredet, wie wir die heutige Welt verändern würden und welche Gesetzte in Kraft treten müssen, um unseren Forderungen nachzugehen. Wir fragten uns, wie eine „bessere“ Welt in 10 Jahren aussehen könnte und was man dafür tun könnte.

Man könnte zum Beispiel …

  • die Öffi-Ticketpreise reduzieren, um den Verkehr zu reduzieren, sodass wir die Umwelt schonen.
  • die Arbeitsbedingungen vor allem im Bereich Textilien freundlicher gestalten sowie globale Supply Chains insgesamt nachhaltiger ausbauen, sodass in Ländern wie Bangladesch Arbeitskräfte nicht ausgebeutet werden.
  • Institutionen schaffen, die weltweit die Einhaltung der Menschenrechte kontrollieren und gegebenenfalls intervenieren, sodass Diktatoren in ihrer Macht nicht uneingeschränkt sind und Demokratien erhalten bleiben.

Diese und mehr Forderungen haben die START-Stipis aus Niederösterreich und Oberösterreich diskutiert. An dieser Stelle würden wir uns noch einmal bei den Leiterinnen bedanken, die den Workshop so interessant und lehrreich gestaltet haben! 

Ein Bericht von Nazia und Thupten