Freizeit für den guten Zweck

START-Stipendiatin Soritta ist in vielen Bereichten sozial engagiert. Sie hilft in ihrer Freizeit in einer NGO mit, ist als Peer-Mediatorin in ihrer Schule aktiv und gibt Nachhilfe in Deutsch und Englisch.

Soritta schreibt über ihre Einsatzbereiche:

„Wenn uns unser Gewand nicht mehr gefällt, es mittlerweile zu klein oder zu groß ist oder schlichtweg einfach aus der Mode ist, werfen wir sie meist weg. Aber es gibt eine andere Möglichkeit sie einem guten Zweck zu spenden –  nämlich dem Welser Outlet!

Der Secondhandshop ist ein Teil einer Non Profit Organisation des Ehepaares Petra und Erwin Hehenberger. Jeder ist herzlich dazu eingeladen, seine Kleidung, Schuhe, Bücher, etc. dem Secondhandshop zu spenden, der die Güter um einen günstigen Preis weiterverkauft. Auch ich leiste dort meinen Dienst und helfe freiwillig aus, wenn es mein Zeitplan erlaubt. Alle Einnahmen gehen dann an den zweiten Teil der Organisation „die Welser Tafel“, die sicherstellt, dass essbare Lebensmittel nicht einfach weggeworfen werden, sondern weiterverkauft werden. So können zum Beispiel 5 kg Karotten für nur 1 € gekauft werden und der Community finanziell unter die Arme greifen.

Zurück zum Outlet, wenn ich dort arbeite macht es mir immer sehr viel Spaß, weil ich die Möglichkeit habe mit verschiedenen Menschen in Kontakt zu treten und hie und da findet man auch etwas Schönes für sich selbst!

Mittlerweile kaufe ich fast ausschließlich von dem Secondhandladen, weil mir durch das Arbeiten dort auch visuell bewusst wurde, wie viel und schnell wir wegwerfen. Der Laden wurde mit einem Zubau heuer Wiedereröffnet und wir haben dort immer noch ein volles Lager mit einem Berg voll Gewand, der durch die großzügigen Spenden täglich wächst! Also, vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall!

Wenn ich nicht im Bereich des Einkaufs tätig bin, sitze ich wahrscheinlich gerade im Unterricht zur Ausbildung zum Peermediator an meiner Schule. Die Mediation dient zur Prävention verschiedener Probleme unter zwei oder mehreren Personen und jeder Fall wird streng vertraulich behandelt.

Aber auch in der Peersgruppe bin ich sehr aktiv und konnte gemeinsam mit einem Plakat einen Wettbewerb im Toscanakongress in Gmunden gewinnen. Dabei ging es um die Darstellung von ADHS, Downsyndrom und psychischen Krankheiten, die auf einem Plakat darzustellen waren. Die Gruppe erhielt letztes Jahr für den Sieg ein Preisgeld von 500 € womit unser Ausflug nach Litzlberg finanziert wird, wo heuer auch ein intensiver Peerworkshop stattfinden wird.

Mittlerweile bin ich fast täglich nach dem Unterricht als Nachhilfelehrerin unterwegs in Fächern wie Englisch und Deutsch oder allgemein für Volksschulkinder. Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn meine „Schüler_innen“ einen „Aha-Moment“ erleben! Auch das beinahe tägliche unterrichten führte dazu, dass mein derzeitiger Studienwunsch zu Englisch und Spanisch Lehramt entwickelt hat.“