Ein Abend im Landestheater Salzburg

Am Dienstag, den 3. Mai 2022 hatten acht Salzburger Stipendiaten und Stipendiatinnen die Möglichkeit, sich das Musical „Der Schuh des Manitu“ anzusehen. Vor Beginn des Stückes wurde mit Projektmitarbeiterin Valentina der Inhalt besprochen und über auftretende Fragen diskutiert.

Schnell stellten die Stipendiaten und Stipendiatinnen fest, dass es sich beim „Schuh des Manitu“ um kein typisches Cowboy und Indianer-Stück handelt. Ein besonderes Highlight waren nicht nur die lustigen Szenen, die der ein oder andere bereits aus dem Spielfilm kennt, sondern vor allem die fabelhaften Musiktitel.

Wie unseren Musicalbesuchern und Musicalbesucherinnen das Musical gefallen hat, könnt Ihr folgend nachlesen:

Stipendiatin Rayan

Ich fand das Theaterstück sehr toll. Die Freundschaft zwischen Abahachi und Ranger fand ich sehr interessant. Was mir am meisten gefallen hat waren die Songs und die Tänze. Mein Lieblings Song ist “ Ich trinke Ouzo“, weil er mir als einziger Song im Erinnerung geblieben ist.

Stipendiatin Yama

Am 3. Mai 2022 waren wir im Salzburger Landestheater und haben „Der Schuh des Manitu“ live auf der Bühne gesehen. Es geht um Die Blutsbrüder Abahachi und Ranger, sie leihen sich Geld beim Schoschonen-Häuptling, um vom Ganoven Santa Maria ein Stamm-Lokal zu kaufen – doch dieses entpuppt sich als umfallende Kulisse.

Ich habe es zum ersten Mal gesehen.
Es war so besonders, weil es keine klassische Cowboy und Indianer Geschichte ist, aber trotzdem voller lustiger Momente. Wir haben viel gelacht und hatten eine wundervolle Zeit. Ich danke dem START-Stipendium für die Organisation.“

Stipendiatin Naya

Der Schuh des Manitu spielt im Landestheater in Salzburg, also gehen wir auf jeden Fall hin! Der Film wird in diesem witzigen und unterhaltsamen Musical sehr gut umgesetzt. Einen tollen Abend haben wir genossen!

Ein Abend im Schauspielhaus Salzburg

Am Samstag, den 2. April 2022 ging es für acht Stipendiaten und Stipendiatinnen sowie unsere Deutschlehrerin Constanze ins Schauspielhaus Salzburg, um dort das Theaterstück ‚Der Richter uns sein Henker‘ anzusehen.

Vor Beginn des Stückes trafen sich die kulturinteressierten Teilnehmer und Teilnehmerinnen in den START-Räumlichkeiten, um gemeinsam mit Deutschlehrerin Constanze wesentliche Aspekte des Stückes zu besprechen. Die Rahmenhandlung sowie zentrale Figuren wurden aufgearbeitet und wesentliche Fragen, die für das Verständnis des Stückes zentral sind, wurden diskutiert.

Von 19:00 bis 21:00 Uhr begaben sich die Teilnehmenden gemeinsam mit Constanze ins Schauspielhaus. Wie den Stipendiatinnen und Stipendiaten das Theaterstück gefallen hat, berichten sie in den folgenden Statements:

Stipendiatin Jasmine

Am 2.4.22 waren wir im Schauspielhaus Salzburg und habe uns ,,Der Richter und sein Henker’ angesehen’. Dadurch, dass wir uns davor getroffen haben und das Stück besprochen haben, konnte ich es im Nachhinein besser verstehen. Ich bin immer noch begeistert von dem Talent der Schauspieler und bewundere sie. Im Großen und Ganzen hat mir der Besuch im Theater sehr gut gefallen, aber ich denke ohne der Besprechung im vorhinein, hätte ich das Stück nicht verstanden.

Stipendiatin Naya

Da Theater ein wichtigen Bildungsauftrag erfüllt, haben wir uns am Samstagabend ein Theaterstück aus dem Roman „Der Richter und sein Henker“ angeschaut. Als Publikum ist es sehr interessant, die Taten und Gefühle der Schauspieler zu erleben, ohne selbst etwas machen zu müssen. Einen Menschen dabei zu beobachten, wie er auf den Punkt eine große Leistung vollbringt. Auch zu wissen, dass dabei jederzeit etwas völlig Unerwartetes geschehen kann, macht das Ganze noch spannender.

„Der Graf von Luxemburg“ – Besuch im Musiktheater Linz

Am 20. Februar sind wir mit unserm Paten Florian Brunner zu Musiktheater gegangen und haben uns die Operette „Der Graf von Luxemburg“ angeschaut.

Am Anfang hat uns Herr Brunner eine kurze Einführung gegeben. Wir haben gelernt was der Unterschied zwischen eine Operette und ein Oper ist. Beide sind Genren von Theater. Bei einer Oper wird alles gesungen, aber bei einer Operette gibt es normale Dialoge und es wird auch sehr viel gesungen.

Es geht in die Operette „Der Graf von Luxemburg“ um einen russischen, alten Mann, der Basil heißt, und in eine Frau verliebt ist. Er kann aber diese Frau nicht heiraten,  weil sie nicht adelig ist. Deshalb plant Basil ein Heiratsantrag zwischen diese Frau, die er liebt, und dem Graf von Luxemburg, der René heißt. Sie dürften aber einander nicht sehen und sollten nach 3 Monate Scheidung haben. Damit die Frau nach die Scheidung Adel ist und Basil sie heiraten kann. Aber am Ende kommt alles anders. Ich will aber nicht zu viel verraten 😉

Ich habe die Operette sehr interessant gefunden. Vor allem hat mir diese Genre von Theater gefallen, die Farben von die Kleider, die schöne singenden Stimmen und die feierliche Atmosphäre.

Danach sind wir in die l’Osteria gemeinsam essen gegangen und miteinander schöne Zeit verbracht und über die Operette diskutiert haben.

„Der Graf von Luxemburg“, so hieß die Operette, zu welcher wir am 20. Februar 2022 im Musiktheater Linz eingeladen wurden. Das Stück wurde mithilfe der Orchestra von einer sehr talentierten Gruppe gespielt. Neben den Opera Sänger*innen gab es noch 5 Ballerine, die die ganzen Emotionen durch beeindruckende Bewegungen übermittelt haben. Das Gemisch aus Musik, Optik und Kultur hat mir persönlich einen großen Spaß gebracht. Zusätzlich sind wir von unserem Paten, Herrn Brunner vom Round Table 15 begleitet worden, der uns Fragen über das Musiktheater und Stück beantwortet hat. Nach der Operette sind wir alle Essen gegangen und haben unser Beisammensein genossen. - Stipendiatin Tamara

Danke an unsere Paten, die uns den Besuch ermöglicht haben! Für die meisten von uns war das die erste Operette / Oper, es war ein ganz besonderes Erlebnis für uns.

Ein Bericht von Stipendiatin Amal

Netzbühne: ALIENATION

Die START-Stipis durften erneut bei einer Probe des Landestheaters Linz (Junges Theater) dabei sein. Das Stück „Alienation“ dreht sich um das Leben von Schülerin Nikola. Nikola ist eine Einzelgängerin, denn sie zieht sich anders an und verhält sich anders als ein „typisches Mädchen“. Geschlechterzuschreibungen, Rollenklischees und Schubladendenken verachtet sie, oftmals wird sie von ihren Mitschüler:innen angefeindet und gemobbt. Zu allem Überfluss überraschen Nikos Eltern sie auch noch damit, dass die Familie umziehen wird – ohne sie zu fragen.

Um all diesen Problemen zu entgehen, flieht Niko ins Internet. Sie will sich im Internet eine Welt erschaffen, in der sie sich zuhause fühlen kann und Gleichgesinnte findet. Quasi eine Alienation. Bald baut sie eine Beziehung zu einem Unbekannten auf – per Chat.

Wie diese Geschichte mit dem Unbekannten ausgeht, verraten wir natürlich nicht. Das Stück erzählt eindrucksvoll aus dem Leben einer Jugendlichen, welche sich fremd fühlt in der „realen“ Welt und sich selbst als Alien sieht. Ob sie es schafft, eine Welt nach ihrem Geschmack im Internet aufzubauen und dort mit dem Unbekannten glücklich zu werden?

Unser Fazit: Ein spannende Inszenierung mit einer großartigen jungen Schauspielerin (Isabella Campestrini) in der Hauptrolle, welche die Emotionen durch den Computer in unsere Wohnzimmer transportieren konnte. Vielen Dank an das Team des Landestheaters Linz (unter anderem Christine Härter, Nele Neitzke und Elias Lehner), dass wir bei der Probe dabei sein durften!

Netzbühne: Malala – Mädchen mit Buch

>>Wir erkennen die Bedeutung des Lichts, wenn wir Dunkelheit sehen. Wir erkennen die Bedeutung unserer Stimme, wenn wir zum Schweigen gebracht werden. << Malala Yousafzai

Wie wichtig ist es für ein Mädchen, die in einem Land aufgewachsen ist, wo sie in jeder Sekunde ihres Lebens den Tod näher spürt, in die Schule zu gehen? Und wie wirkt sich die Art und Weise der Erziehung der Familie auf die Kinder ein? Um diese und viele andere Fragen zu beatworten, haben sich heute die Mädchen des START-Stipendiums von ganz Österreich Zeit genommen. Denn durch die Einladung des Landestheaters Linz zum Stück „Malala: Mädchen mit Buch“, hatten wir die Möglichkeit online via Zoom mehr über die Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai und ihrem Leben, das sie gezwungen hat, viel früher reif zu werden als es sein sollte, zu erfahren. Das Theater Stück hat uns in eine sehr interessante Art von Aufführung mithinein gezogen und die Gedanken, dass es in unserer Gesellschaft mehr über das Thema Gleichberechtigung gesprochen werden soll, aufgeweckt.

Stipendiatin Khadija (START-NÖ) hat die Geschichte Malalas für uns zusammengefasst:

„Malala ist ein normales Mädchen wie wir alle. Sie wohnt in Orient, genauer gesagt in Pakistan. Ein Mädchen, dass für die Frauenrechte kämpft mit dem Alter 11. Wurdest du dich trauen mit diesem Alter?
Sie bekam von ihrem Vater Unterstützung. Nämlich war ihr Vater auch ihr Lehrer. Als Taliban von diesem mutigen und tapferen Mädchen hörten, dass für die Frauenrechte kämpfte, marschierten die Taliban zu dem Ort, wo sie lebte um es verhindern.  Malala und ihre Familie machten sich auf die Flucht. Doch nach ein paar Monaten, als die Familie erfuhr, dass die Situation sich verbessert hatte und die Taliban weg waren, machte die Familie auf dem Weg zurück in ihren Heimatort. Die Malala spürte, dass es noch Taliban dort gibt. Trotzdem fuhr sie zurück. Sie war am Dienstag auf dem Heimweg von der Schule. Plötzlich kam ein Talib im Bus und fragte, wer sei Malala. Die zwei Freundinnen, die bei ihr waren, schauten sie an und der Talib schoss 4 mal auf die 3 Mädchen. Die zwei Freundinnen waren nicht so schlimm verletzt, doch die Malala war den Tod sehr nah. Zuerst wurde Malala in Pakistan im Krankenhaus behandelt und Tage später nach Großbritannien ausgeflogen.“

Nachdem wir das Stück fertig angeschaut haben und mitdiskutiert haben, hatten wir auch die Möglichkeit gehabt, unsere Meinung zum Stück dazu zu sagen. Wir bedanken uns beim Landestheater Linz für das tolle Stück und für die sehr interessante Aufführung und werden das Stück auf jeden Fall weiterempfehlen.

Ein Bericht von Stipendiatin Zahra (START-OÖ)

Infos zu den weiteren Angeboten der Netzbühne finden Sie auf der Homepage des Landestheaters Linz.

Musikperformance: Der letzte Tag

Kunst & Kultur am Sonntag. Wir waren bei der letzten Aufführung des Musiktheaterprojekts „Der letzte Tag“ der Wiener Staatsoper.

Die Musikperformance, welche von Jugendlichen und jungen Erwachsenen geschrieben und komponiert wurde, behandelt aktuelle Themen und Perspektiven der Gegenwartsgesellschaft und setzt sich dabei mit dystopischen und utopischen Zukunftsvisionen auseinander. START-Wien Stipi Zidan ist auch Teil des Ensembles und ganz „objektiv“ betrachtet, hat uns seine Performance besonders gut gefallen.

Es war wirklich ein schöner Abend. Theaterauftritt war sehr gut mit viele Botschaften, die aktuell wichtig sind. Und Zidan’s Auftritt hat unser Abend noch mehr versüßt. Zidan zuzusehen wie er etwas macht, was ihn glücklich macht, hat und natürlich auch glücklich gemacht. -Narges

Das Theater war extrem gut. Es hat eine gute Botschaft gehabt. Es sollten mehr solche Theateraufführungen geben , vor allem für Jugendliche. -Sahar

Dieser Abend war für mich etwas ganz besonderes. In letzter Zeit habe ich mich nicht so glücklich gefühlt wie gestern. Danke an Zidan und alle anderen, die unseren Abend verschönert haben. -Tijana

TSCHERNOBYL. EINE CHRONIK DER ZUKUNFT

Erste Kunst & Kulturveranstaltung des neuen Schuljahres. Wir lieben Theater!

Schauspielerin Simonida Selimovic, bei START auch als Bildungsseminartrainerin bekannt, lud unsere Stipendiat:innen aus Wien zur Premiere des Stücks Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft, eine Produktion von Theaterkollektiv Hybrid in Kooperation mit WERK X-Petersplatz und dem Theaterverein Odeon, ein. Ein Erlebnis, das bei unseren Stipis einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hatte. Wir waren vom Odeon Theater (die Location ist atemberaubend) beeindruckt, wie auch von den Schauspieler:innen und dem Stück, welches bei uns die unterschiedlichsten Emotionen ausgelöst hatte.

Das Theater war wirklich gut! Es hat die verschiedensten Emotionen ausgelöst und ich war einfach voll überrascht, weil ich das so nicht erwartet hätte. Da es mein erstes Mal im Theater war, kann ich jetzt definitiv sagen, dass ich zu einer kleinen Theaterliebhaberin* mutieren werde!! -Sihaam

Das war mein erstes Mal in einem Theater und das Stück an sich fand ich so faszinierend und spannend! Definitiv empfehlenswert und ich bin froh, dass man durch solch kreative Art seriösen Themen das Spotlight geben kann, welches sie verdienen! -Jovana

Das Theater hat mir extrem gut gefallen. An manche Szenen musste ich an Afghanistan denken, vor allem an die Kinder dort. Hab eigentlich das Theater mir nicht so krass vorgestellt gehabt & sie haben mich extrem überrascht. Vor allem wie der Junge so gut mitgespielt hat , echt super. -Sahar

Die Stimmung wurde durch die verschiedenen Szenen aus den Leben der Bürger sehr gut geschildert und dargestellt – das Theaterstück war sehr berührend! -Zahra

Es war so außergewöhnlich beeindruckend, tollstes Theaterstück bis jetzt. Man hat so viel mehr von der Atomkraft und deren Geschichte mitbekommen. Einfach krass! -Ibo

WEITER LEBEN – EINE JUGEND

Wir waren im Theater! Dank der neuen 3-G Regelung konnten wir uns endlich „im realen Leben“ sehen und zusammen Kunst & Kultur genießen. Überrascht hat uns vor allem das dezente Bühnenbild und der Veranstaltungsort die Ruprechtskirche.

Das Theaterstück war toll, ich habe es mir total anders vorgestellt. Meine Vorstellung war wie ein richtiges Theater mir viel Gestaltung und Bühne. Ich habe noch nie so eine Art von Theater gesehen. Ich sehe zum ersten Mal, dass die Kunst so gut in ein Theaterstück eingebracht wurde. Das hat mir gut gefallen. -Anni

Mir hat es gefallen, dass sie die Bühne ganz simpel gehalten haben. Und faszinierend war, dass nur die 2 Schauspielerinnen das ganze Stück aufgeführt haben. Mehr als eine Stunde, die Publikumsaufmerksamkeit zu haben, ist keine leichte Aufgabe. Und die Schauspielerinnen haben das sehr gut geschafft, mit Worten, unterschiedlichen Tonen und Gesichtsausdruck. Aber auch der Ort des Theaterstücks – in einer Kirche – war neu. 😊 -Sabiha

Ich habe das Stück sehr genossen, weil die Schauspielerinnen die Emotionen an das Publikum übergeben haben. Vor allem deren Mimik und Stimme waren beeindruckend. Auch die Atmosphäre in dem Inneren der Kirche hatte einen guten Effekt auf das Schauspiel. -Mariana

Der Theaterstück war sehr interessant und spannend. Ich fand die Schauspieler auch sehr talentiert und sympathisch und ich finde obwohl sie nur zu zweit waren, haben sie den Stück sehr gut gemeistert. -Fatema

Es war eine sehr berührende Kunststück. Man könnte es sehr gut nachvollziehen und die Geschichten etwas näher fühlen. Es war kreativ und interessant. -Mahdi

Zu Besuch beim Landestheater Linz

Am Montag 29.03.2021 und am Dienstag 30.03.2021 haben wir gemeinsam online von der Couch aus das Landestheaters Linz besucht! Am Montag haben wir uns auf der Netzbühne das Stück „Faust Short-Cuts“ im Stream angesehen, am Dienstag durften wir eine Nachbesprechung und eine online Führung durch das Schauspielhaus besuchen.

Wir hatten die Möglichkeit gehabt, von zu Hause das Musiktheater zu besuchen und uns auch ein Theaterstück anzuschauen, das vom Darsteller Friedrich Eidenberger allein gespielt wurde. Das Stück war gemischt zwischen Erzählungen von der Hauptfigur Fritz und Szenen aus Faust von Johann Wolfgang von Goethe. Fritz erklärt am Anfang, dass Faust ein Klassiker ist und unbedingt im Musiktheater gespielt werden muss. Er hat selbst einmal bei einer Aufführung mitgewirkt, als er ein Kind war. Und da beginnt Fritz von der Geschichte von Faust zu erzählen, gemischt mit seinen Erlebnissen auf der Bühne. Der Darsteller Friedrich Eidenberger hat dabei immer zwischen unterschiedlichen Rollen gewechselt (zB Faust, Mephisto, Gretchen, etc). Nach dem Stück, das eine Stunde und 30 Minuten dauerte, haben wir diskutiert, wie das Stück war und uns für unsere nächsten Termin Fragen überlegt.

Denn am Dienstag durften wir eine exklusive Talkrunde mit dem Darsteller Friedrich Eidenberger vom Stück, die Regisseurin Nele Neitzke, der Dramaturgin Christine Härter und START-Pate Florian Brunner haben. Sie haben uns alles erklärt, was und wo im Theater passiert und wer was macht, auch was man als Darsteller können muss, um einem Stück alleine spielen zu können und viele andere interessante Infos über den Schauspielen. Am Ende hatten wir eine Online-Führung durch das Schauspielhaus gehabt, was sehr spannend war, denn wir haben nicht nur die Bühne und den Zuschauerraum gesehen, sondern hatten auch einen Blick hinter die Kulissen wagen.

Ein riesiger Dank an unseren Paten Herrn Brunner, der uns die beiden großartigen Termine organisiert hat, denn wir haben uns viele interessante Infos mitgenommen und hatten große Freude, durch das Theater „gehen“ zu dürfen und mit den Mitarbeiter/innen des Stückes reden und ihnen Fragen stellen durften.

Ein Bericht von Stipendiatin Zahra

„Der Klassiker „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe ist ein allzu bekanntes Werk. Meist von Literaturenthusiasten geliebt und selbst die nichts mit Literatur anfangen können, haben zumindest den Name gehört. Deswegen freuen wir uns, dass wir obgleich unserem unterschiedlichem Vorwissen bezüglich Faust die Gelegenheit bekommen haben, Faust trotz der Pandemie zu genießen, nämlich online! 
Der Darsteller Friedrich Eidenberger hat mithilfe seines Teams eine hervorragende und kreative Solo-Vorstellung hingelegt, die uns so sehr begeistert hat, dass es uns mehr als neugierig gemacht hat, wie die Produktion dahinter dies ermöglicht hat. Glücklicherweise haben wir auch die Chance, die Verantwortlichen online zu treffen! Als wären sie nicht freundlich genug gewesen unsere Fragen zu beantworten, haben sie uns zusätzlich per Kamera durchs Theater geführt und uns ein Blick beschert, wie es hinter der Kulissen aussieht. Ein schöner Tag, Theater zu genießen!“ Alumnus Toni

Online im Theater: Gandhi – Der schmale Grat

Auch wenn das Landestheater Niederösterreich aufgrund der Corona-Maßnahmen leider schon länger geschlossen ist, gab es doch ein sehr spannendes Angebot für die START-NÖ StipendiatInnen: Wir konnten uns online das Theaterstück „Gandhi – Der schmale Grat“ ansehen und danach mit Theaterpädagoginnen des Landestheaters das Stück nachbesprechen. Da ging es um verschiedene Formen des Protests, wofür wir auf die Straße gehen (würden), wie mutig wir uns einschätzen bzw. was Mut überhaupt bedeutet und was wir von Gandhi lernen können. Auch die Schauspielerin des Stücks, Bettina Kerl, nahm sich extra für uns Zeit und kam für eine Fragerunde in die Videokonferenz dazu.

Wir bedanken uns vielmals für den interessanten Theater-Nachmittag!

Mir hat es gut gefallen. Für mich persönlich war es ein neues Erlebnis. Jetzt habe ich ein klareres Bild, wie es eigentlich im Theater läuft. Sehr bemerkenswert waren die kleinen Besprechungen mit den Trainerinnen und die kurze Aufklärung von der Schauspielerin. (Salam)

Das Theaterstück fand ich sehr abwechslungsreich, da Historie mit etwas Neuem zusammenverbunden wurde, eine Erzählerin oder auch der „Gandhi-Fan“ im Stück hat die Geschichte Gandhis in einer neuen und frischen Form über Video rübergebracht. Ebenfalls fand ich die einzelnen Übungen, wie das Besprechen der Lektionen im Stück sehr hilfreich und auch gut, um diese nochmal zu wiederholen und besser zu merken. Letztlich war natürlich auch ein Highlight die Fragerunde mit der Schauspielerin des Stückes Bettina Kerl, denn es war interessant zu wissen was im Hintergrund eines so aufwendigen Stückes passiert und wie man sich als einzige Schauspielerin in einer Aufführung fühlt. (Genti)

Das Theaterstück über Gandhi war sehr spannend, die Fragerunde mit der Schauspielerin fand ich auch toll, da wir alle unsere Fragen ihr stellten und die Unklarheiten klären konnten. Es gefällt mir immer, ein gutes Theaterstück zuschauen zu dürfen, natürlich es wäre sehr schön, wenn es live stattfindet und nicht nur online, aber im Großen und Ganzen hat mir sehr gefallen, nach längerer Zeit, wieder Zuschauer eines guten Theaterstücks zu sein. (Navid)

Ich fand das Theaterstück sehr interessant. Ich habe zum ersten Mal ein Monolog Theaterstück angeschaut, also es war etwas Neues. Es war auch gut, dass wir am Ende mitarbeiten konnten und über das Stück gesprochen haben. Dass geschichtliche Inhalte dabei waren, war auch gut, so habe ich Vieles aus der Geschichte von Indien gelernt, das ich nicht wusste. (Sara)

Das war das erste Mal für mich, eine derartige Performance mir anzuschauen, und ich kann nun sagen, dass ich es echt bereue, dass ich vorher zu keinem Theater gegangen bin. Obgleich es Corona-bedingt nicht möglich war, das Theaterstück „live“ zu sehen, war ich nicht in der Lage, es aus dem Auge zu lassen, da jeder Moment äußerst hinreißend war.. Jedes einzelne Detail war von Bedeutung und enthielt essentielle Fakten über Gandhi. Was mir auch besonders gefiel war die Nachbesprechung und, dass die tolle, talentierte und auch nette Schauspielerin Bettina Kerl auch dabei war, wodurch es möglich geworden war, ihr persönlich Fragen über ihre Erfahrungen im Bezug auf Schauspielen zu stellen! (Mohammed)

SOLLEN SIE DOCH PLASTIK FRESSEN! Ein Fest zum Weltuntergang

Am Freitag dem 09.10. haben wir, die Wiener Stipendiaten und Stipendiatinnen beim Museumsquartier getroffen. Dort haben wir uns die Vorstellung „Sollen sie doch Plastik fressen!“ im Dschungeltheater Wien angesehen.

Das Theaterstück hat ungefähr eine Stunde gedauert. Es wurde von jungen Schauspielern und Schauspielerinnen vorgeführt und es bestand eine sehr angenehme Atmosphäre im Raum. Das Theaterstück war sehr musikalisch, man hatte auch das Gefühl wirklich angesprochen zu werden von den Schauspielerinnen und sie haben einen danach zum kritischen Denken verleitet. Zu Beginn des Stückes wurde warmes Fanta an die unterste Reihe ausgeteilt. Auch an drei Stipendiaten. Was doch eigentlich nett klingt.

 

Worum geht es eigentlich in dem Stück? Fragen sich bestimmt schon einige.

Die Hauptthematik in „Sollen sie doch Plastik fressen!“ ist der exzessive Konsum unserer Gesellschaft, welche die jungen Akteure versucht haben klarzustellen. Ebenso durch ironische Anmerkungen wie zum Beispiel, dass sie wissen Fliegen ist nicht gut, aber sie haben schon ihren nächsten Urlaub gebucht. Durch diese Anmerkungen wollten sie auch vermitteln, dass den meisten Menschen in der westlichen Welt, bewusst ist welche Folgen ihr Konsumverhalten mit sich trägt, jedoch sehen sie die Auswirkungen in erster Linie zu weit von ihnen selbst entfernt. Um die Liebenswerte Verteilung von dem Fanta klarzustellen. Dabei ging es hauptsächlich darum, dass sie dann gleich mal zum Beginn des Stückes mindestens 15 verschiedene Fanta Geschmacke aufgezählt haben und es einer Stipendiatin bewusstwurde, dass es nicht nötig ist so viele verschiedene Arten von Fanta zu produzieren und konsumieren.

Gegen Ende der Vorstellung wo es einen Zeitsprung ist Jahr 2100 gab, wurde eine Menge an Plastikflaschen ausgeleert, um das ganze nochmal zu verdeutlichen. Nach und nach haben sie auch vermittelt, dass es immer mehr Menschen bewusstwurde, wie die Lage ist, weil die Probleme, welche soweit davor entfernt schienen, mittlerweile in der westlichen Welt angelangt sind.  Doch dann wurde auch schnell klar, dass es nun zu spät ist.

 

Bericht:  Edison Baardies, Stipendiat

Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

START-Wien und START-Niederösterreich treffen sich zum ersten digitalen Theaterabend bei START.

Da ein „offline“ Theaterbesuch aktuell leider nicht möglich ist und die Stipendiat*innen aus Wien & NÖ sehr gerne ins Theater gehen, haben wir uns umso mehr gefreut, dass das Volkstheater in Wien einen Online-Spielplan anbietet. Jeden Tag um 18h ist ein anderes Stück als Stream für 24h verfügbar. Wir haben die Möglichkeit gleich genutzt und spontan einen digitalen Kulturabend geplant. Um 17.30 haben wir uns via Zoom getroffen um das Theaterstück „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ vorab zu besprechen, einige kannten bereits das Buch bzw. die Verfilmung mit Omar Sharif. Pünktlich um 18h haben wir alle Mikrofone und Kameras ausgeschalten und auf Play gedrückt.

Nach dem gebührenden, virtuellen Applaus folgte die Nachbesprechung und Diskussion. Dabei wurde über Selbstfindung, die Eltern-Kind-Beziehung, Freundschaft, Religion und Mehrsprachigkeit u.a. ausgiebig gesprochen. Besonders die Schlichtheit der Bühne (eine schwarze Tafel und Kreide) und die wenigen Requisiten wurden erwähnt, denn „die Simplizität vermittelt ein schönes Gefühl, als würden wir alle um ein Lagerfeuer sitzen und einer Geschichte zuhören.“ Wir freuen uns schon auf den nächsten digitalen Theaterabend, es hat uns sehr gefallen. Ein herzliches Dankeschön geht an das Volkstheater, die diesen Abend mit ihren Aufzeichnungen ermöglicht haben und mit uns (und der Welt) ihre langjährige Theaterarbeit virtuell teilen.

Das Theaterstück „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ war für mich nicht sehr einfach zu verstehen. Viele Kenntnisse aus der Religion waren für mich unbekannt. Trotzdem habe ich die andere Themen, wie Eltern-Kind-Beziehung, Freundschaft, Selbstfindung zur Kenntnis genommen. Die Inszenierung habe ich interessant gefunden, weil die Schauspieler nur eine Tafel mit Kreide und 2 Sesseln zur Verfügung hatten. -Mariana

Ich fand das Theaterstück wirklich schön und interessant. Am meisten hat mir jedoch die Diskussionsrunde gefallen, da jede/r seine/ihre Interpretation und Meinung mit der Gruppe teilen konnte und wir so auch leichter das Stück verstanden haben! Ich freue mich schon auf das nächste Theaterstück! -Jovana

Ich fand das Theaterstück toll und in der Umsetzung einzigartig. Theaterabende sind generell was Schönes und etwas worauf man sich freuen kann. -Mariana

Das Teatherstück „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ hat mich sowohl den Inhalt als auch die Kunst super gut gefallen. Da ich das Buch vor zwei Jahren gelesen habe, hatte ich den Inhalt fast vergessen, aber durch dieses Teatherstück wurde ihn erfrischt. Danke für das Angebot. -Abbas

Theaterbesuch „Bang Bang You’re Dead“

Am Dienstag, den 17.12.2019, besuchten einige START-OÖ Stipendiat*innen am Abend das englischsprachige Theaterstück „Bang Bang You’re Dead“ im Kornspeicher in Wels, um Stipendiatin Irma, welche eine der fünf Toten in dem Stück spielt, zu unterstützen.

Stipendiatin Samar berichtet:

„Beim Theater angekommen wurden wir herzlich von Irmas Lehrerin, welche sich sehr über unseren Besuch freute, begrüßt. Gespannt nahmen wir unsere Plätze ein. Vor dem Stück gab es eine kleine Einführung, worum das Stück handelte, und weshalb dieses Stück geschrieben wurde.

In dem Stück ging es um einen Amoklauf in den USA. Josh, ein 17-jähriger Junge, saß in einer Zelle – es war der Tag nachdem er den Amoklauf in der Schule begannen hatte. In der Nacht erschienen ihm seine 5 Opfer und fragten ihn immer wieder „Why me, Josh?“ Doch Josh reagierte immer sehr flapsig auf diese Frage, und sie bekamen anfangs keine richtige Antwort. Daraufhin wurde die Tat in Rückblende erzählt:

Josh wurde von seinen Eltern immer sehr verwöhnt, und er bekam jedes Geschenk, das er woltle. Ein Schlüsselmoment in Josh’s Leben veränderte alles- als ihn sein Opa zur Jagd mitnahm, und er zum ersten mal einen Hirschen erlegte. Ab diesem Zeitpunkt änderte sich Josh’s Leben. Seine Freundin trennt sich nicht nur von ihm, sondern kommt auch noch mit seinem besten Freund, mit dem er schon im Kindergarten zusammen gespielt hat, zusammen. In der Schule wird er immer mehr zum Außenseiter, die anderen Jugendlichen lachen zunehmend über ihn. Auch seine Eltern setzen Josh zunehmend unter Druck. Josh sagt daraufhin zu seinen Eltern, er wolle eine Waffe, und bekommt diese nach langen Diskussionen um seine Schulnoten auch.

Und dann beginnt Josh auch noch, Stimmen zu hören, doch auch eine Psychotherapeutin dringt nicht zu Josh durch. Und so nimmt das Drama seinen Lauf. Zuerst ermordet er seinen Vater, gefolgt von seiner Mutter, und schließlich fünf Schulkolleg*innen. Darunter sind seine Exfreundin, seine besten Freunde und zwei Schulkolleginnen, die eigentlich kaum etwas mit Josh zu tun hatten.

Am Ende nimmt das Theaterstück eine emotionale Wendung. Die fünf Toten führen Josh vor Augen, was er ihnen alles genommen hat. Sie erklären, was sie alles aus ihrem Leben vermissen, welche Zukunftspläne sie hatten, und wozu sie nicht mehr in der Lage sein werden.

Die harte Fassade von Josh bricht daraufhin zusammen. Er sagt, er hätte nicht gedacht, dass es für immer sein würde, wenn er sie umbringt. Er hatte nicht daran gedacht, was er ihnen alles nehmen würde. Und wenn er könnte, würde er es rückgängig machen.

Das Theaterstück war sehr ergreifend und emotional und die Schauspieler*innen, allesamt Schüler*innen der HAK 1 Wels, haben unglaubliches schauspielerisches Talent – noch dazu in einer Fremdsprache – gezeigt. Wir gratulieren allen Beteiligten zu der hervorragenden Aufführung und bedanken uns bei Irma und ihrer Professorin für die Einladung!“

Weitere Infos zum Stück finden Sie auf dieser Website.