Reise um die Welt

History Workshop mit Valentina D ‘Uva

Reiseberichte als historische Quelle und wie Wisenschaftler:innen in ihrer Arbeit heute an diese Zeitdokumente herangehen, erkundeten die START-Stipendiat:innen in einem spannenden online Workshop am 26.11.2022. .

Reisen – als Pilger, Händler, Krieger oder Seefahrer etwa – war lange Zeit ein Privileg, zu dem der größte Teil der europäischen Bevölkerung keinen Zugang hatte. Daher waren Erzählungen, Briefe oder zu kunstvollen Büchern verarbeiteten Berichte über Erlebnisse in fernen Weltgegenden weniger Reiseanleitung als vielmehr exotische Abenteuerliteratur.  Sie sind vor allem auch Belege dafür, wie Menschen unterschiedlicher Epochen die Welt erlebten, interpretierten und erzählen besonders viel über die Herkunftskultur, das Welt- und Menschenbild, Stereotypen, Rassismus und die gesellschaftliche Zugehörigkeit ihrer Verfasser:innen selbst.

Das sagen die Stipendiat:innen zum Workshop:

Aryan – START-Wien:
„Reiseberichte waren für viele von uns nicht ganz unbekannt, jedoch konnte sich niemand so richtig vorstellen, welche Funktionen diese haben bzw. was man damit anfangen kann. Historikerin Valentina D’Uva zeigte uns, wie wichtig diese Dokumente für heutige Geschichtswissenschaftler sind, da sie eine gute Quelle darstellen, wenn man etwas über das Verhalten bzw. der Fremdeinschätzung der damaligen Menschen herausfinden möchte. Der Workshop war extrem informativ und ich war sehr beeindruckt, wie viel Information man aus einem Bild oder einer Erzählung herausfiltern kann.“

Iman – START-Vorarlberg: „Der Workshop war sehr gut. Zwar nicht wie ich es mir vorgestellt habe, dennoch sehr informativ und gut organisiert. Dass die Reiseberichte von großer Wichtigkeit sind, wusste ich vor diesem Workshop nicht. Danke für den tollen Workshop.“

Marielle – START-Salzburg

Tijana – START-Wien:

Das alte Kulturerbe Afghanistans

Im Rahmen der Ausstellung von Zaker Soltani: Der Weg ins Chaos Kabul 14. August 2021 / Kabul 15. August 2021, fand ein spannender Vortrag statt, den wir gemeinsame besuchten. Die Vortragende Frau Univ.-Prof. Dr. Deborah Klimburg-Salter promovierte an der Harvard University und habilitierte sich an der Universität Wien. Sie lehrte süd-, zentral- und südostasiatische Kunstgeschichte an der Universität Wien sowie an Universitäten in Europa, Nordamerika und Asien. Seit 2003 arbeitet sie an UNESCO-Projekten zur Erhaltung des kulturellen Erbes in Afghanistan. 2020 erhielt sie den Wilhelm-Hartel-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften für ihre wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der asiatischen Kunstgeschichte.

Vor dem Hintergrund langjähriger politischer Turbulenzen und Unruhen wird Afghanistan von der breiten Öffentlichkeit häufig mit Krieg, Tyrannei, Gewalt und Drogenanbau assoziiert. In ihrem Vortrag Afghanistan’s Cultural Heritage zeichnet Univ.-Prof. Dr. Deborah Klimburg-Salter ein Bild Afghanistans voller Schönheit, Hoffnung sowie mit reichem kulturellen Erbe.

Vor dem Vortrag erhielten wir noch eine Spezialführung von Zaker über seine Ausstellung.

Amena (START-Wien): Der Workshop “das alte Kulturerbe Afghanistans” fand ich sehr spannend. Sowohl die Atmosphäre dort mit den vielen Drachen, als auch der Vortrag von der Kunsthistorikerin Klimburg-Salter haben mir sehr gut gefallen. Frau Klimburg-Salter hat eine ganz andere Seite Afghanistagns präsentiert, die selbst mir als Afghanin nicht so bewusst war. Dafür ein herzliches Dank an Frau Klimburg-Salter und dem Organisator Zaker Soltani.