STAR*K gegen Gewalt – Ein Projekt der Caritas

STAR*K ist ein Caritas Projekt, welches die Sensibilisierung von jungen Menschen (im Alter von 16 bis 24 Jahren) für die gravierenden Folgen von Gewalt an Frauen und Mädchen zum Inhalt hat. Die Teilnehmer*innen werden im Zuge dessen dazu ermutigt, sich gegen Gewalt einzusetzen und dieser mit Entschlossenheit entgegenzuwirken.

Damit Gewalt verhindert werden kann, soll zunächst verstanden werden, was Gewalt ist und warum es Gewalt überhaupt gibt. Man lernt in diesem Projekt, dass sich diese Verhaltensform aus verschiedenen Gründen ergibt, dass diese eigentlich durch gewisse Einflussfaktoren erworben und nicht nur durch die Ausschüttung von bestimmten Hormonen herbeigeführt wird – und genau hierin unterscheidet sich Gewalt von Aggression. Das Verstehen von solchen grundlegenden Tatsachen gilt als erster Schritt auf dem Weg zur Bekämpfung von Gewalt. Anschließend lernt man über die Arten und Formen von Gewalt, welche auf physischer, psychischer oder sexualisierter Ebene ausgeübt werden können. Darüber hinaus wird auch nahegebracht, wie man mit Gewaltsituationen effektiver umgehen kann, bevor die Lage eskaliert und sich zuspitzt. Eine der wichtigen und auch lobenswerten Aspekte dieses Projektes, ist die Einladung von verschiedenen Fachleuten, die den Teilnehmer*innen einen tieferen Einblick in das Thema verschaffen. Als Beispiel dafür hat uns eine sehr nette und aufgeschlossene Polizistin in einem Vortrag erklärt, an wen genau man sich in solchen schwierigen Situationen wenden kann, wenn Hilfe benötigt wird. Es gibt dazu noch viele effektive und hilfreiche Tipps und Informationen, die man sich unbedingt aneignen sollte, wenn man auch tastsächlich dazu bereit ist, sich diesem Problem zu widmen.

Am Ende der Ausbildung bekommen die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, dass aus dem Projekt erworbene Wissen in die Tat umzusetzen, indem sie ihre eigenen Projekte gestalten. Das geschieht durch die Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmer*innen. Das STAR*K-Team unterstützt diese Projekte auf verschiedene Art und Weise, um damit letztlich viele Menschen zu erreichen. Am Ende der Ausbildung ist man berechtigt, als Multiplikator*in weitere Workshops für andere Jugendliche zu halten.

Für mein eigenes Projekt – die Anfertigung eines Posters mit Kontaktdaten von Organisationen, die sich gegen Gewalt einsetzen und an die man sich bei Bedarf wenden kann – habe ich das Motiv selbst gezeichnet. Die Idee dieser Zeichnung – die Mona Lisa unserer Zeit – soll Menschen auf das Thema Gewalt an Frauen aufmerksam machen und die deprimierende Realität eines Großteils der Frauen verbildlichen.

Ich bin mir auch sicher, dass wir alle zumindest einmal in unserem Leben in irgendeiner Form Gewalt erfahren haben. Alle sind davon betroffen, jedoch sind wir uns leider nicht immer dessen bewusst, wie sich Gewalt auf unsere Persönlichkeit und auf unser Leben auswirken kann, weil wir auch nicht genau wissen, wie man Gewalt von anderen Verhaltensformen unterscheiden und damit erkennen kann, wie und wann dem ein Ende gesetzt werden muss. Und genau deswegen war ich sehr motiviert, an diesem Projekt teilzunehmen. Meiner Meinung nach ist es einer der positiven Aspekte dieses Projektes, dass essenzielles Wissen auf kreative und auch sehr angenehme Art und Weise vermittelt und gefördert wird, wie beispielsweise durch lustige Spiele oder amüsante Aktivitäten.

Aufgrund dessen möchte ich Menschen, deren Herz für dieses Thema brennt und die Veränderungen in sich selbst und in der Gesellschaft bewirken wollen, empfehlen, an diesem prächtigen Projekt teilzunehmen!

Ein Bericht von START – Stipendiat Mohammed Al-Hamadani

Traumberuf Augenärztin

Am 28.10 erhielten Jugendliche aus dem START-Wien Programm einen Einblick in den Berufsalltag einer Augenärztin in einem Wiener Spital. Dr.Tanja Jurkul – selbst ehemalige START-Stipendiatin aus Sachsen-Anhalt/Deutschland nahm sich Zeit um für ihren Traumberuf zu werben, aber auch um die Schwierigkeiten die Ausbildung und Berufsalltag mit sich bringt anzusprechen.

Begonnen wurde der Workshop mit einer kleinen Vorstellungsrunde und einer kleinen Umfrage: Warum möchtest du Medizin studieren? Was kannst du gut? Was macht dir Spaß? hast du einen Plan B, wenn es mit dem Medizinstudium nicht klappen sollte?

Dann gabe es einen Infoblock zum Medizin-Studium selbst, einen Bericht über den Anatomiekurs und einen Überblick über die unterschiedlichen Fächer. Anhand eines mitgebrachten Medizinbuchs konnten wir ein wenig nachvollziehen wieviel Stoff/Inhalte da zu lernen ist!

Im Anschluß ging es schon zum Kern des Vortrags: Wie schaut der Arbeitsalltag einer Augenärztin in einer Klinik aus? Was macht es spannend? Was macht es anstrengend? …. und letztendlich: Warum (Augen-)ärztin ihr Traumberuf ist und warum gerade die Augenheilkunde besonders interessant ist. Interessant war auch zu lernen wieviele Menschen auf der Erde von einer Augenerkrankung betroffen sind, und nur aufgrund fehlender medizinischer Versorung leiden müssen oder blind sind.

Im Anschluss an den sehr persönlichen Vortrag konnten noch eine Menge weitere Fragen gestellt werden. Vielen Dank an START-Alumn Tanja Jurkul für diesen tollen Einblick in ihren Traumberuf!

Der Termin mit der Tania war toll, da wir alle etwas mitnehmen konnten. Viele bei START möchten Medizin studieren, daher haben wir uns natürlich umso mehr für diesen Gelegenheit gefreut. Tania war sehr aufrichtig und offen, hat die Nachteile des Medizin Studiums erwähnt aber uns auch sehr motiviert und uns auch zum Lachen gebracht. Wir haben viel übers Studium erfahren aber auch einige Rätsel mittendrin probiert und haben uns auch viel mit uns selbst beschäftigt und wie Entschlossen wir sind und ob wir es vom Herzen wollen. Das war sehr schön, da sich viele sehr unsicher waren, ob sie es schaffen würden, wenn sie Medizin studieren wollen. Auch haben wir erfahren wie viele Möglichkeiten uns offen stehen nach dem Medizin-Studium und das man nichts verliert. Zwar dauert es lange aber es lohnt sich und der das Ende des Weges birgt große Freuden. Tania war sehr von ihrer Arbeit begeistert, was sich auch auf uns niedergelassen hat und einigen sogar an ihrer Entschlossenheit noch bestärkt hat. Sie hat uns auch im Nachhinein vieler unserer Fragen beantwortet, dabei hat sie uns viele Tipps gegeben. // Balquiz

Für mich war sehr interessant und wertvoll, weil ich als Rettungssanitäter arbeite. Ich habe gelernt, Wie kann ich mit Patienten gut umgehen und auch sehr interessante Sachen über die Augen. Danke! // Ahmad

Hallo Mariana Ich fand den Workshop sehr spannend. Mir hat es gefallen, dass sie aus ihren persönlichen Erfahrungen erzählt hat und nicht nur Allgemeines. Sie hat uns sehr motiviert, Mut zu haben, unseren Träumen nachzugehen und nicht aufzugeben, trotz all die „dicken Bücher“ // Sahar

Der Workshop war meiner Meinung nach sehr spannend und interessant. Sie hat jede Frage beantwortet. Ich hab persönlich vieles mitgenommen und neue Informationen bezüglich der Medizin Studium erhalten. // Milad


Der Workshop hat mir sehr gut gefallen, weil sowohl die positiven als auch die negativen Seiten des Arzt-Berufs mit einbezogen waren. Tanja hat auch all unsere Fragen beantwortet und es ist ihr sehr gelungen uns einen Einblick in ihr Berufsleben zu geben.
// Zahra

Ich finde sie hat mich sehr aufgekärt. Ich muss sagen auch teilweise meine Angst genommen, ich hatte sehr Angst als ich an den Anatomie Kurs dachte aber wie sie drüber gesprochen hat, hat mich sehr beruhigt. Außerdem fand ich es auch sehr gut dass sie all unsere Fragen so detailliert beantwortet hat. // Rawina

Zivilcourage Online Training

START-Wien Stipendiatin Rawina über das Zivilcourage Online Training, ein Angebot des Mauthausen Komitee Österreich.

Am Dienstag, den 27.10.2020, habe ich an einem Workshop zu Zivilcourage teilgenommen.

„Mut, den jemand beweist, indem er humane und demokratische Werte (z. B. Menschenwürde, Gerechtigkeit) ohne Rücksicht auf eventuelle Folgen in der Öffentlichkeit, gegenüber Obrigkeiten, Vorgesetzten o. Ä. vertritt“, so definiert Google Zivilcourage.

Wir haben aber nach einer Begrüßung und Vorstellungsrunde uns die Frage gestellt was wir unter Zivilcourage verstehen oder uns vorstellen.  Es kamen verschiedene Antworten, was mir auch auffiel war, dass viele unter Zivilcourage Solidarität verstehen.

Ebenso wurden viele Geschichten erzählt, wo man sich Zivilcourage erhofft hätte. Wir sind, aufgrund dieser Geschichten auch sehr oft zum Rassismus rüber geswitched. Denn oft geht man von Rassismus aus wenn dort, wo Hilfe benötigt wird, keine geleistet wird. Ein Beispiel wurde von Abbas erzählt hat. Eine chechenische Frau ertrinkt in der Donau, rundherum sind Menschen, die alle höchstwahrscheinlich sehr gut schwimmen können, ignorieren und schauen weg. Eine Gruppe von Jugendlichen, die aber sehr weit von ihr weg waren, rennen hin und helfen der Frau. Dachte sich jetzt jeder „einer hier wird schon helfen“ oder war es doch weil sie Kopftuch trug? Solche Fragen haben uns lange beschäftigt und ich fand es auch sehr beeindruckend die verschiedenen Meinungen zu hören und wie sie diese vertreten.

Wir haben uns danach ein Video angeschaut wo eine Muslima in der Straßenbahn von 2 Typen aufgrund ihres Kopftuches beleidigt und nieder gemacht wird. Die Menschen sahen alle weg, bis auf eine Frau. Sie täuschte einen Anfall vor um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und so der Frau zu helfen.  Die Aufmerksamkeit war sofort auf sich gelenkt, die Masse sammelte sich um sie, um evtl die Rettung zu rufen. Hier haben wir uns auch gefragt wie sich die Muslima fühlt, ist sie dankbar, dass man sie jetzt in Ruhe lässt oder fühlt sie sich verarscht weil bei ihr die Masse nicht eingegriffen hat? Ich glaube beides.

Außerdem haben wir die verschiedene Schritte besprochen; hier findet ihr ähnliche: https://gschichtldruckerei.com/2017/09/18/10-schritte-fuer-mehr-zivilcourage-im-alltag

Nach einer Pause ging es weiter; wir wurden in 3 Gruppen aufgeteilt und haben 10 Geschichten oder Situationen zugeteilt bekommen, die wir dann auf einer Skala von „finde ich nicht so schlimm “ bis „sehr schlimm bzw. da muss was unternommen werden“. Auch hier gab es verschiedene Meinungen.

Abschließend, schau nicht weg, wenn andere deine Hilfe brauchen, sei nicht leise, wenn andere deine Stimme brauchen denn irgendwann wirst du ihre auch brauchen.

„Wo die Zivilcourage keine Heimat hat, reicht die Freiheit nicht weit.“ -Willy Brandt

Ich fand es sehr interessant und informationsreich. Außerdem hat man viel diskutieren und das fand ich sehr schön. Es gab zwar einen Plan aber man hat sich nicht zu 100% drangehalten, das finde ich auch nicht schlimm da wir dafür viel mehr aktiv mitreden konnten. -Aster

Wenn würdest du wählen? Wien-Wahl Workshop mit Sapere Aude

Am 10.10.2020 hatten wir den letzten Workshop mit Sapere Aude zur Wien-Wahl. Im folgenden Bericht erläutere ich den Ablauf des Workshops.

Als Einstieg hatten wir einen „Word-Rap“, wo wir uns alle, ohne viel nachzudenken, vorstellen mussten und wir einen positiven und einen negativen Aspekt der Politik nennen mussten. Diese haben wir auf ein Flipchart gesammelt und danach alle Punkte diskutiert.

Nach der Vorstellungsrunde haben wir die gesetzgebenden Institutionen angeschaut. Jeder hat eine Instanz zugeordnet bekommen und als Kleingruppen haben wir dann über diese recherchiert und danach jedem präsentiert. Somit hat jeder erfahren wofür beispielsweise die Gemeinden, der Bund oder die EU zuständig sind und wie viel sie in und über Österreich bestimmen können.

Unsere Abschlussübung war eine Videoanalyse der jeweiligen Spitzenkandidaten und -kandidatinnen. Sapere Aude hat von Jugendlichen Fragen gesammelt und die Spitzenkandidaten zu einem Interview eingeladen, wo sie diese, in einem zehn-minütigen Video beantworten sollten. Wir haben uns wieder in Kleingruppen eingeteilt und jeder hat eine Partei zugeschrieben bekommen, von welchen wir gemeinsam das Video angeschaut und analysiert haben. Danach setzten wir uns wie gewohnt in die große Gruppe zurück und diskutierten über die Antworten der Politiker und über unsere Meinungen und Eindrücke der jeweiligen Parteien.

Auch der Workshop kam zu einem Ende. Bevor alle in das Wochenende gingen, füllten wir noch ein Feedbackbogen aus und verabschiedeten uns von unseren Moderatoren. Im Großen und Ganzen haben wir wieder auf eine amüsanten Weise viel über Politik geredet und gelernt. Bis zum nächsten Workshop mit Sapere Aude.

Ein Bericht von START-Wien Stipendiatin Jovana.