Reise um die Welt

History Workshop mit Valentina D ‘Uva

Reiseberichte als historische Quelle und wie Wisenschaftler:innen in ihrer Arbeit heute an diese Zeitdokumente herangehen, erkundeten die START-Stipendiat:innen in einem spannenden online Workshop am 26.11.2022. .

Reisen – als Pilger, Händler, Krieger oder Seefahrer etwa – war lange Zeit ein Privileg, zu dem der größte Teil der europäischen Bevölkerung keinen Zugang hatte. Daher waren Erzählungen, Briefe oder zu kunstvollen Büchern verarbeiteten Berichte über Erlebnisse in fernen Weltgegenden weniger Reiseanleitung als vielmehr exotische Abenteuerliteratur.  Sie sind vor allem auch Belege dafür, wie Menschen unterschiedlicher Epochen die Welt erlebten, interpretierten und erzählen besonders viel über die Herkunftskultur, das Welt- und Menschenbild, Stereotypen, Rassismus und die gesellschaftliche Zugehörigkeit ihrer Verfasser:innen selbst.

Das sagen die Stipendiat:innen zum Workshop:

Aryan – START-Wien:
„Reiseberichte waren für viele von uns nicht ganz unbekannt, jedoch konnte sich niemand so richtig vorstellen, welche Funktionen diese haben bzw. was man damit anfangen kann. Historikerin Valentina D’Uva zeigte uns, wie wichtig diese Dokumente für heutige Geschichtswissenschaftler sind, da sie eine gute Quelle darstellen, wenn man etwas über das Verhalten bzw. der Fremdeinschätzung der damaligen Menschen herausfinden möchte. Der Workshop war extrem informativ und ich war sehr beeindruckt, wie viel Information man aus einem Bild oder einer Erzählung herausfiltern kann.“

Iman – START-Vorarlberg: „Der Workshop war sehr gut. Zwar nicht wie ich es mir vorgestellt habe, dennoch sehr informativ und gut organisiert. Dass die Reiseberichte von großer Wichtigkeit sind, wusste ich vor diesem Workshop nicht. Danke für den tollen Workshop.“

Marielle – START-Salzburg

Tijana – START-Wien:

START-NÖ Jahrestreffen in Raabs an der Thaya

Am Samstag den  2. Juli war es soweit bei START-NÖ, von Wien Strebersdorf ging es nach Raabs an der Thaya. Dort angekommen belegten wir kurz die Zimmer im Stadthotel Raabs und genossen den wunderschönen Ausblick aus den Hotelzimmern – direkt auf die Burg Raabs. Danach ging schon das Programm los, Bogenschießen stand am Plan. Nach einem kurzen Spaziergang kamen wir zu dem Platz, wo uns Wolfgang Kleindiest erklärte, wie das Bogenschießen funktioniert. Wir teilten uns in Gruppen auf, und schon konnte der Spaß beginnen. Von Runde zu Runde konnten alle schon besser schießen und zum Abschluss hatten wir eine kleine Challenge mit Wolfgang. Das Bogenschießen hat uns allen sehr viel Spaß bereitet, und im Anschluss ging es schon zur nächsten Aktivität. Wir gingen auf einen großen Spielplatz, den wir für uns allein hatten. Manche spielten Volleyball, manche Federball und manche Kartenspiele. Jeder konnte sich etwas Passendes aussuchen. Nach dem Abendessen gab es noch eine nette Abendrunde mit Spielen, so konnten wir den schönen Tag gemeinsam ausklingen lassen.

Am Sonntag gab es dann eine Führung durch die Burg Raabs. Es war sehr spannend zu lernen, was alles durch die Jahrhunderte passiert ist, welche Menschen auf der Burg gelebt und was sich in ihrem Leben abgespielt hatte, aber auch wie die Burg in unterschiedliche Hände durch die Jahre kam. Zu Mittag gab es dann noch ein spannendes Highlight, nämlich eine Rätselralley über Raabs. Vier Gruppen bildeten sich und dann ging es schon ans Eingemachte. Die Gruppen gingen durch die Stadt suchten die Antworten, fragten bei der Bevölkerung und alle hatten das Glück den Bürgermeister persönlich zu treffen. Nach der Abgabe der Antworten und dem genauen Auswerten, gab es nach dem Mittagessen auch die Siegerehrung. Für fast alle gab es Geschenke und die Sieger: innen hatten die Ehre den START-NÖ Pokal zu bekommen. Zum krönenden Abschluss ging es noch einmal zum Spielplatz, wo sich wieder jeder seiner Lieblingsaktivität widmen konnte.

Das diesjährige Jahrestreffen war eine tolle Möglichkeit die Gruppendynamik zu stärken, sich besser kennenzulernen und eine schöne gemeinsame Zeit zu verbringen!

Im Rahmen unseres Jahrestreffens hatten wir  eine Führung über die Burg Raabs.
Die Burg wurde im 11. Jahrhundert erbaut und war im Besitz der Familie Puchheimer.  Die Burg hat viele interessante Geschichten und hat vieles “erlebt”, da sie in der Nähe der Tschechischen Republik liegt. Was mir besonders gefallen hat, dass bei dieser Burg viele Sachen entdeckt wurden, die zeigen wie alt sie ist. Z.B. Das Dach, das ursprünglich in der Renaissancezeit gebaut wurde, wurde dann darüber gebaut und dies wurde nicht entdeckt, bis ein Teil des Daches herunterfiel. Aber auch traurige Dinge sind passiert wie die Annete-Tragödie. Die Führung war sehr informativ, wir haben so viel über diesen Teil der Geschichte gelernt, Das lässt uns an die ähnlichen Ruinen denken, die noch nicht gefunden wurden und die auch eine reiche Geschichte haben.   Hayma

Beim diesjährigen Jahrestreffen des Start-NÖ sind wir in die schöne Stadt Raabs an der Thaya im Waldviertel gefahren, die nicht nur ein Genuss für Sportler und Naturliebhaber ist, sondern auch für historisch Begeisterte. Am letzten Tag unseres Aufenthalten durften wir genau das erfahren, spielerisch mit einer Rätselrally mussten  wir im Team Antworten zu Fragen über die die kleine Stadt herausfinden, für das Gewinnerteam stand ein Preis zur Verfügung. Unser Team namens Billas Mafia bestehend aus Melania, Mohammed und mir, hat bei dieser Rally den ersten Platz belegt. Wir hatten das Glück, dass wir den Bürgermeister der Stadt, sowie nette Einwohner beim Mittagessen und im Café getroffen haben, die uns  alle nötigen Fragen beantworten konnten. Weiters mussten wir Gebäude am Hauptplatz aufsuchen um zum Beispiel deren Baujahr oder spezielle Zeichen und Malereien aufzufinden, sowie Fragen zur Burg, die wir davor am Vormittag besichtigt haben. Auch wenn die verschlafene Altstadt Raabs um die 3000 Einwohner hat, lockt sie immer wieder Touristen aus Tschechien und ganz Österreich an, vor allen Radfahrer, die gerne einen kurzen Halt im schönen Stadtzentrum machen. So klein und übersichtlich wie es dort war erinnert Raabs einen fast an eine Puppenstadt, alles was man zum Leben braucht befindet sich auf einem Fleck, das hat uns die Schnitzeljagd eindeutig erleichtert. Auch aufgrund vom perfekten Timing und unserem unfassbaren Glück, haben wir alles richtig beantwortet, mit Ausnahme von der letzten Frage, die uns einen halben Punkt gekostet hat. Auch die hätten wir locker beantworten können, doch da ging uns leider schon die Zeit aus, Gott sei Dank hat uns das nicht vom Sieg gehindert. Am tollsten an dieser ganzen Rally fand ich auf jeden Fall den freundlichen Kontakt mit den Einwohnern in Raabs und da es das letzte Jahr für alle drei von uns ist, war es einfach nötig einen letzten Sieg zu ergattern, nichts geht über das Teamwork der alten Stipis. Patty

Mir hat das Jahrestreffen sehr gut gefallen! Es hat Spaß gemacht mit anderen Stipis wieder Zeit zu verbringen. Unsere Unterkunft war echt toll und wir hatten eine wunderschöne Aussicht Richtung Thaya. Das Essen war auch voll lecker. Wir waren Bogenschießen und haben Volleyball gespielt. Die Burgführung war auch schön. Sara

Das Jahrestreffen in Raabs an der Thaya war einer der besten Spaßtermine, an denen ich teilgenommen habe. Wir haben das gemeinsam Sein genossen, und einander näher kennengelernt. Das Bogenschießen war eines der coolsten Sache, die wir gelernt haben. Noch dazu die Führung durch die Raabs Burg war sehr spannend und informativ, die Geschichte und das Gebäude haben mich sehr fasziniert. Außerdem hat uns das Volleyball- Spielen und das gemeinsame Essen sehr Spaß gemacht. Sahar

Präzision und Konzentration sind die Hauteigenschaften die man beim Bogenschießen, meines Erachtens braucht. Es geht dabei um die Kontrollierung und Überprüfung vieler kleinen Dingen. Beispielsweise kann man die Richtung des Pfeiles nur durch eine Änderung des Zeigefingers massiv verändern. Aber auch ein aufrechter Stand ist eine Voraussetzung damit man die Zielscheibe trifft. Gleich das erste Mal wie ich geschossen habe, habe ich als erstes, NACHDEM DIE Aufregung verging, ein Schmerz am Arm verspürt. Ich habe mich mit der Sehne des Bogens geschnallt und nicht nur einmal sondern auch ein zweites und ein drittes Mal. (ich konnte mir so ein Souvenir mitnehmen, was immer noch am Arm zu sehen ist) Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass diese Erfahrung nicht schnell in Vergessenheit geraten wird, denn es hat richtig Spaß gemacht. Der Mann, der uns die Kunst des Bogenschießens beigebracht hat, war sehr nett und auch sehr locker und recht lustig. Wir hatten auch generell in der Gruppe Spaß und die Bildung der kleineren Gruppen hat dazu beigetragen, dass wir in einer Kleingruppe als Team arbeiten. Nach paar Mal schießen bemerkte ich, dass es schon anstrengend wurde, vor allem mit der Hitze war es anfangs nicht leicht bewältigbar, doch nach einer kurzen Pause ging es weiter mit der Präzision. Mir hat diese Erfahrung so gut gefallen, dass ich eine Beratung bekommen habe, bei wem ich mich in Wien melden kann, um mir auch so ein Bogen zu holen. Ich wohne nämlich am Land, da kommt so ein Bogen ganz gut an. Ich habe das Gefühl gehabt, in dem Moment, wo ich schieße, frei zu sein, an nichts denken zu müssen, alles um mich herum war auf Pause gestellt und nur das Zielen war in Sicht. Eliza

Mir hat das Jahrestreffen in Raabs an der Thaya mit den anderen Stipis sehr viel Freude bereitet. Wir hatten sehr viel Spaß an den Aktivitäten miteinander. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben das Bogenschießen probiert. Bei der Besichtigung der Burg Raabs habe ich Raabs näher kennen gelernt. Dort haben wir ein Quiz über die Stadt gemacht, wobei wir beim Beantworten von den Fragen den Herrn Bürgermeister, Mayer Rudolf, in der Stadt begegnet sind. Er hat uns bei unserem Quiz geholfen. Volleyball spielen mit den anderen Stipis kann ich auch nicht vergessen, denn es hat mir viel Spaß gemacht. Mulham

START-OÖ besucht das Landhaus in Linz

Am Freitag, den 17.09.2021, hatte START-OÖ die Möglichkeit das Landhaus in Linz zu besuchen. Da in einer guten Woche in Oberösterreich unter anderem die Wahlen für den Landtag stattfinden, war es nicht schlecht neben der Geschichte des Gebäudes, auch einen Einblick in die Politik des Landes zu bekommen und mehr über den Ort zu erfahren, wo das politische Geschehen in OÖ stattfindet.

Gleich am Anfang besichtigten wir den prunkvollen Plenarsaal. Darin kommt der Landtag zusammen und beschließt die Landesgesetze und das Landesbudget. Dort haben wir auch eine Einführung in die derzeitige Zusammensetzung des Landtags und der Landesregierung und die aktuelle Sitzordnung der Abgeordneten bekommen.

Danach haben wir weitere Räume und Zimmer des Landhauses besichtigt, die während der Landtagssitzungen Besprechungs- und Rückzugsorte der einzelnen Parteien sind. In einem der Zimmer hatte sogar Kaiserin Sissi übernachtet, als sie zu ihrer Hochzeit mit Franz Joseph I. reiste. In diesem Raum stehen noch Originalmöbel von damals.

Ein weiteres Highlight der Führung war die Besichtigung des Turms, wo wir, oben angekommen, einen super Ausblick über Linz hatten.

Stipendiatin Hatice meint zu unserer Führung durchs Landhaus:

“Es ist ein sehr unbekanntes Gefühl zu sehen und zu hören, was die Politiker im Landhaus machen. Kurz gesagt, wir betraten und besichtigten die Gesprächsräume jeder Partei und konnten uns einen Eindruck machen, wie man sich dabei fühlt. Wir haben aber auch über die Ereignisse von der Vergangenheit bis zur Gegenwart gesprochen und uns auch Gegenstände angeschaut, die von den Römern übriggeblieben sind.”

Vielen Dank für die super Führung durch die Geschichte des Landhauses und die Politik in OÖ.

Wie sehr darf die Religion in den Staat einfließen?

In Österreich ist allen Religionen, Religionsfreiheit garantiert. Das bedeutet: Man darf nicht nur glauben, was man möchte, man darf diesen Glauben auch offiziell ausüben, darf Gottesdienste besuchen sowie abhalten, kann Religionsunterricht erhalten und einiges mehr. Die Schutzfunktion von Religionsgemeinschaften gilt übrigens auch für Atheisten und Agnostiker, denn sie legt fest, dass niemand zur Religionsausübung gezwungen werden darf.

Gemeinsam mit PolEdu haben wir uns aber die Frage gestellt „wie sehr dürfen Religion und Staat zusammenhängen?“ In Österreich und vielen anderen europäischen Staaten sind Politik und Religion voneinander getrennt. Diese Trennung nennt man Säkularität. Das heißt, der Staat verhält sich neutral gegenüber allen Religionen, algemein gegenüber allen Menschen, ganz egal, ob sie eine Religion ausleben oder nicht. Dies gilt für alle Religionen. Diese Trennung kommt aber nicht von heute auf morgen, sondern entwickelte sich mit der Zeit. Sehr lange war es in Europa die katholische Kirche, die die Politik beeinflusste.  Erst ab dem 18. Jahrhundert wurde die Religion für viele wenig relevanter, es wurde mehr als „private Angelegenheit“ gesehen.

Auch wenn Österreich offiziell neutral ist, spürt die muslimische Community immer wieder die Benachteiligung. Das heißt die Arbeitsuche ist für viele Kopftuchtragende Frauen um einiges schwerer, die Wohnungssuche stellt sich als eine Herausforderung, die hasserfüllten Wahlplakate gegen die Muslime wird immer mehr normalisiert. In vielen wichtigen Berufen wie Richter, Juristen, Polizei, Lehrer usw. ist es Frauen mit Kopftuch nicht gestattet dort zu arbeiten, dies hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Sie argumentieren „man müsse auch nach außen hin neutral wirken.“ Dennoch hängt in den meisten Gerichtssälen ein Kreuz, ebenfalls auch in sehr vielen Klassen.

In dieser Diskussion kam die Theokratie zur Sprache, von Theokratie spricht man, wenn die Politik und Religion nicht voneinander getrennt sind. So wie in vielen arabischen Länder, hier leiten sich viele Gesetze von der Religion ab. Dies kann zu Frieden führen aber auch zum Zwang. So haben wir viel über das Pflicht von Kopftuch tragen oder das man ohne männliche Begleitung nicht raus dürfe, gesprochen.

Im Endeffekt sind wir alle zu dem Entschluss gekommen, dass die Religion nicht in den Staat fließen sollte. Es wird immer eine Gruppe geben die nicht religiös ist, um diese zu schützen sollte die Trennung in allen Ländern sein.

Eine Reflexion von START-Wien Stipendiatin Rawina.

Die Gesellschaft in Österreich – Zusammenhalt oder wachsende Gräben?

Diskussionsrunde 2.0 mit PolEdu.

“Interessant, anregend, viele Gedanken und Ansichten werden ausgetauscht”, so beschreiben unsere START-Wien Jugendlichen die Diskussionsrunden mit Pascal und Christian von PolEdu. In der heutigen und selbstverständlich digitalen Gesprächsrunde beschäftigten wir uns vor allem mit Zusammenhalt und wachsendem(?) Alltagsrassismus während der Corona-Krise, den Unterschieden zwischen dem ersten und zweiten Lockdown und den Maßnahmen, die von der Regierung gefühlt wöchentlich adaptiert werden. Weitere Themen waren das Bildungssystem, Generation Distance-Learning, Matura, die türkis-grüne Regierung, wie auch das viel diskutierte Buch von Melisa Erkurt “Generation Haram”.

Ich fand die gestrige Diskussion sehr spannend. Man konnte sehr vieles auch mitnehmen und etwas neues dazu lernen, denn viele haben über ihre Erfahrungen gesprochen. Zuletzt hat man auch über die möglichen Lösungen des Rassismus diskutiert. Mir hat am meisten gefallen, dass Christian immer die Statements von Stipendiaten mit Fakten untermauert hat oder mit Fakten ausgebessert hat. Außerdem fand ich auch gut, dass auch über ein Buch geredet wurde. Interessant fand ich wie die Stipendiaten am Ende Rassismus mit der Corona-Krise in Verbindung gebracht haben. Ich finde, solche Diskussionen sollten mehrmals stattfinden und über Zoom klappt es auch sehr gut. -Ravneet

Das Workshop bzw. die Diskussion war meiner Meinung nach sehr gut. Wie alle Workshops, die von PolEdu geführt sind. -Zidan

Ich fand den Workshop sehr interessant. Man hat verschiedene Blickwinkel zum selben Thema gehabt. Bei paar Sachen hatte ich keine Antwort, weil mich das Thema nicht wirklich begegnet hat. Aber wo die Fragen gestellt wurden, hat mich das zum Nachdenken gebracht und somit habe ich eine Meinung oder eine Idee entwickeln können. Leider ist mein Internet ein Mal abgestürzt und konnte für einige Minuten nicht dabei sein. Sonst war alles bestens. 🙂 -Aster

Obwohl ich nicht viel aktiv am Workshop teilgenommen habe, war es für mir echt interessant die Meinungen bzw. die Erfahrungen der anderen zuzuhören. -Mostafa

START-Wien diskutiert zu aktuellen politischen Themen

Das geplante Thema beim Workshop von START-Wien mit Christian Pöltl von Poledu am 5.11.20 waren die Wahlen in den USA. Aufgrund der aktuellen Ereignisse sprachen wir aber auch über den Terroranschlag am Montag in Wien und tauschten unsere Eindrücke, Meinungen und Ideen aus.

Hier das Feedback der Stipis die bei dem Workshop dabei waren:

Der Workshop hat mir sehr gefallen, da wir über die aktuellsten politischen Themen geredet haben und man sehr viele verschiedene Perspektiven und Sichtweisen kennengelernt hat.

Es war ein sehr interessanter Workshop, weil ich die Ansichten der anderen zu hören bekommen habe und Thematiken aus einer anderen Perspektive gesehen habe, die ich vorher nicht bedacht habe. Es war eine angenehme Diskussionskultur! Es war wirklich cool!

“Der heutige Workshop mit PolEdu hat mir gut gefallen.
Wir hatten die Möglichkeit und den Raum gehabt, eigene Gedanken und Gefühle zu dem schrecklichen Attentat in der Wiener Innenstadt mitzuteilen.
Wir konnten ganz gut miteinander diskutieren. Ich hätte aber gerne mehr über das Wahlsystem bzw. Wahlvorgang in den USA diskutiert. Im allgemeinen war es ein guter, erfolgreicher und nutzvoller Workshop. “

Danke für das Workshop, danke dass ich meine Gedanken teilen konnte und euch auch meine Wissen mitteilen durfte.
Ich finde es voll gut!

Der Workshop hat mir besonders gut gefallen, da man zu dem kürzlichen Terroranschlag und die US-Wahl äußern und austauschen konnte. Vor allem die unterschiedlichen Perspektiven, die die Gruppe einbrachte. Außerdem fand ich es wichtig, dass man in der Gruppe öfter erwähnt hat, dass man die Attentäter keine Bühne geben sollte, nicht mal seinen Namen, wie man es in Neuseeland gemacht hat! Ich hätte, aber gerne mehr über die US-Wahl gehört.

Der Workshop war sehr lebhaft und voller unterschiedlicher Meinungen. Dennoch war es schön zu sehen, dass jeder mit jedem friedlich und Respektvoll umgegangen ist und dadurch eine angenehme Diskussionsrunde stattgefunden hat.

Wenn würdest du wählen? Wien-Wahl Workshop mit Sapere Aude

Am 10.10.2020 hatten wir den letzten Workshop mit Sapere Aude zur Wien-Wahl. Im folgenden Bericht erläutere ich den Ablauf des Workshops.

Als Einstieg hatten wir einen „Word-Rap“, wo wir uns alle, ohne viel nachzudenken, vorstellen mussten und wir einen positiven und einen negativen Aspekt der Politik nennen mussten. Diese haben wir auf ein Flipchart gesammelt und danach alle Punkte diskutiert.

Nach der Vorstellungsrunde haben wir die gesetzgebenden Institutionen angeschaut. Jeder hat eine Instanz zugeordnet bekommen und als Kleingruppen haben wir dann über diese recherchiert und danach jedem präsentiert. Somit hat jeder erfahren wofür beispielsweise die Gemeinden, der Bund oder die EU zuständig sind und wie viel sie in und über Österreich bestimmen können.

Unsere Abschlussübung war eine Videoanalyse der jeweiligen Spitzenkandidaten und -kandidatinnen. Sapere Aude hat von Jugendlichen Fragen gesammelt und die Spitzenkandidaten zu einem Interview eingeladen, wo sie diese, in einem zehn-minütigen Video beantworten sollten. Wir haben uns wieder in Kleingruppen eingeteilt und jeder hat eine Partei zugeschrieben bekommen, von welchen wir gemeinsam das Video angeschaut und analysiert haben. Danach setzten wir uns wie gewohnt in die große Gruppe zurück und diskutierten über die Antworten der Politiker und über unsere Meinungen und Eindrücke der jeweiligen Parteien.

Auch der Workshop kam zu einem Ende. Bevor alle in das Wochenende gingen, füllten wir noch ein Feedbackbogen aus und verabschiedeten uns von unseren Moderatoren. Im Großen und Ganzen haben wir wieder auf eine amüsanten Weise viel über Politik geredet und gelernt. Bis zum nächsten Workshop mit Sapere Aude.

Ein Bericht von START-Wien Stipendiatin Jovana.

Wir sind HeldInnen!

Es ist hier nicht die Rede von SuperheldInnen aus den Comicheften, sondern von unseren heimischen Helden und Heldinnen– Fragt sich, wer aller dazu zählt und weshalb.

Stets gehen wir am Heldenplatz vorbei und wie oft fragen wir uns, wieso der Platz so heißt und welche Helden wir eigentlich dort vorfinden. Wir hatten erneut die Möglichkeit mit dem Guide Klemens von dem Mauthausen Komitee Österreich (MKOe) einen Rundgang innerhalb und außerhalb dem Heldenplatz an einem warmen Samstagvormittag zu machen. Unser Treffpunkt war vor der Prinz Eugen Statue. Zu Beginn haben wir uns die Statue von allen Seiten betrachtet, insbesondere die Form, Wirkung und Beschreibungen. Im Laufe dessen habe wir gemeinsam mit Klemens festgestellt, dass Prinz Eugen kein österreichischer Feldherr war, aus extrinsischer Motivation wie des Geldes viele Kriege geführt hat und gar nicht mal so groß war, wie er dargestellt wird.

„Was mich heute besonders gewundert bzw. den “wow” Effekt gegeben hat, ist das Prinz Eugen von Person her nicht besonders groß war und sogar nur 1,50m.“, fügt Anni hinzu. Daraufhin folgte die Frage von Klemens in die Runde, wie wir eine_n HeldenIn definieren und welche Werte jene vertreten sollen. Mit diesem Ansatz ging es weiter zur unscheinbaren Krypta, die ein Teil vom äußeren Burgtor ausmacht.

Dieses Denkmal wurde zu Ehren den Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichtet und ist aufgrund von Covid-19 vorübergehend gesperrt. Wenige Meter neben der Krypta sticht das abstrakte, schwarze Denkmal der Exekutive ins Auge, das für die im Dienst getöteten Polizisten und Gendarmen gewidmet ist. Da wir uns ohnehin in der Nähe des Zaunes beim Burgtor befanden, hat uns Klemens die historische Entwicklung der baulichen Trennung zwischen dem Adel und dem Bürgertum erklärt und das es zur damaligen Zeit nicht selbstverständlich war, den Heldenplatz jederzeit betreten zu dürfen. Von dort folgte ein kurzer Fußmarsch zum Denkmal der Republik, das zwischen dem Parlament und dem Palais Epstein steht.

Die Büsten sind den drei sozialdemokratischen Politikern Victor Adler, Ferdinand Hanusch und Jakob Reumann gewidmet. Anhand dessen hinterfragten wir gemeinsam mit Klemens eine weitere Perspektive des Heldentums.

Der Rundgang endete beim Deserteursdenkmal, eine Widmung an all jene, die gegen das NS-Regime waren. Hierzu meinte Anni, „Das waren Menschen, die im Krieg nicht teilnehmen wollten und dadurch hingerichtet wurden. Ich finde es bewundernswert wie das Denkmal aufgebaut ist und einen komplett anderen Geschichtshintergrund hat als die anderen Statuen.“ Die Führung war definitiv eine Bereicherung für uns alle und stimmen Zahra ebenso zu: „Heute habe ich erfahren, dass nicht alle Helden am Heldenplatz Helden sind, sondern einfach so dargestellt werden! Ich fand die Tour wirklich sehr spannend und informativ, obwohl ich nicht sehr politisch und geschichtlich interessiert bin.“

Republik & Demokratie

Ein später Septembertag und schönes Wetter begleiten uns beim Rundgang “Republik und Demokratie”, ein Vermittlungsprojekt des Mauthausen Komitee Österreich (MKOe). Wir treffen unseren Guide Klemens am Vorplatz der Votivkirche. Die Hintergründe des Baus der Votivkirche wurden uns erklärt, warum der Vorplatz sehr offen gehalten ist und warum die Innenstadt so dicht bebaut ist. Das Parlament, welches aktuell saniert wird und nicht besichtigt werden kann, wie auch das Rathaus sind zentrale Orte von Demokratie, dabei wird die anstehende Wien-Wahl eingehend besprochen, vor allem die (Nicht-)Teilnahme an den Wahlen. Der Vorplatz vor dem Rathaus ist zudem ein Begegnungsraum für Wiener*innen und Tourist*innen und ladet zahlreiche Besucher*innen ein an den vielfältigen Kulturangeboten der Stadt Wien teilzunehmen. Der Justizpalast, wo sich der Oberste Gerichtshof und das Oberlandesgericht Wien befinden, das Denkmal der Republik und das Deserteursdenkmal Wien sind weitere wichtige historische und aktuelle Orte, die wir besucht haben.

Mir hat die Tour sehr gut gefallen – obwohl ich kein großer Fan von historischen Sehenswürdigkeiten bin – da der Guide alles sehr spannend gestaltet hat und auch nicht zu viel aber auch nicht zu wenig gesprochen hat. Ich konnte mir sehr vieles mitnehmen, weil wir in der Schule auch gerade dieses Thema behandeln und ich mich vor der Tour auch darüber erkundigt habe und somit Verbindungen zu manchen Sehenswürdigkeiten herstellen konnte. Ich würde diesen Rundgang wirklich jedem weiterempfehlen! -Zahra

Mir hat besonders der Eisenmann mit Nagel gefallen. Über den Justizpalast, den Brand und Heimwehr habe in Geschichte Unterricht gelesen. -Esmatullah

Die Geschichten von Gebäuden, Plätzen und Statuen haben mir am meisten gefallen. Die Ereignisse und jeweilige Daten waren mir schon bekannt. Ich wäre auch gerne in die Gebäude hineingegangen 🙂 -Mostafa

Der Rundgang hat mir echt gut gefallen. Man konnte immer bei Unklarheiten fragen an den Tourguide stellen und er hat alles beantwortet. Darüber hinaus hat er auch gute Plätze ausgesucht, wo wir verschiedene Denkmäler besichtigt haben und über ihre Hintergrundgeschichte informiert worden sind. -Milad

Politik & Ich

Ein Workshop mit Sapere Aude!

Am 4. September hielt Sapere Aude bei START-Stipendium Wien einen Workshop zu Politischer Bildung ab. Anhand verschiedener Diskussionsmethoden wurden politische Begriffe geklärt und der Bezug von Politik zum eigenen Leben herausgearbeitet. Durch die bewährte Sapere-Aude-Methode „Was ist nicht Politik“ konnte dargestellt werden, wie sehr unser Alltag und unser persönliches Leben politisch geregelt ist. Außerdem war die Wien-Wahl Thema und Anlass, sich mit wichtigen Mechanismen des politischen System Österreichs, wie der Gewaltenteilung, auseinanderzusetzen.

Einige START-StipendiatInnen haben sich dankenswerter Weise auch für eine Studie gemeldet, die von der Universität Wien durchgeführt wird. Sie wird die Wirkweise von Wahlwerbung auf Jugendliche in sozialen Medien untersuchen. Ein spannender Teil des Workshops war aber sicher das Entwickeln und Sammeln von Fragen der Jugendlichen, die im Rahmen des Sapere-Aude-Projekts „Eure Fragen Eure Stadt“ noch vor der Wien-Wahl an alle SpitzenkandidatInnen gestellt und deren Antworten auf Kamera festgehalten werden. In der Woche vor der Wahl können die entstandenen Videos auf dem Youtube-Kanal von Sapere Aude angesehen werden. Vielleicht ist ja eine Frage der START-Jugendlichen dabei? -Hermann Niklas/Sapere Aude; Schriftsteller, Politischer Bildner und Betreuer für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Ich fand den Workshop sehr interessant und man hat sicherlich etwas dazu gelernt. Das schöne an dem Workshop war, dass man sich aktiv mitbeteiligen konnte im Gegensatz zur Schule, wo man nur das lernt, was der LehrerIn als Interessant bzw. wichtig findet. Auch, dass man Fragen stellen durfte und eine wirklich Ausführliche Antwort und Erklärung bekommt war sehr gut. Außerdem haben es Raphy und Hermann sehr interessant gestaltet so, dass es gar nicht langweilig war. Danke dafür. -Aster

Mr hat der Workshop an sich gut gefallen, und der Referent und die Referentin waren auch lustig, aber meiner Meinung nach hat der Workshop nicht viel neues Wissen für mich enthalten. -Maryam

Ich fand der Workshop allgemein sehr interessant. Mich interessiert Politik sehr, daher finde ich den gesamten Workshop toll. Inhalt war ganz ok, meiner Meinung nach. Was ich mir wünschte, mehr Inhalt in Innenpolitik. -Zidan

Mir hat der Workshop sehr gut gefallen, alles war sehr verständlich. – Wafaa

Das Workshop war wirklich sehr interessant, ich habe so viele neue Sachen über Politik gelernt. Mir hat das ganze Workshop besonders gefallen, weil wir in der Schule fast nie über Politik reden. -Rasha