Wir reinigen die Donau!

START-Wien und START-Niederösterreich für eine saubere Umwelt!

Über 200 Freiwillige waren am Samstag beim “Danube Cleanup” dabei und hatten die Uferbereiche gereinigt und die Donauinsel von 290kg Müll befreit. Um 10.00 startete nach einer informativen Einweisung die Aktion. Denn beim Müll sammeln ist Vorsicht geboten, scharfe und spitze Gegenstände können zu Verletzungen führen. Unsere Jugendlichen, ausgestattet mit Handschuhen, Müllsäcke erkundeten höchst motiviert die Uferbereiche, Wege und das Gebüsch und suchten nach Müll. Dabei stolperten sie bereits auf den ersten Metern über sehr viele Zigarettenstummeln und Verpackungsmaterial. Die unzähligen PET Flaschen, Glasflaschen und Dosen hatten doch sehr viele überrascht. Die Aktion hatte zwei Stunden gedauert, in denen eine beträchtliche Menge an Müll eingesammelt wurde, welcher anschließend bei der Abgabestation gewogen und getrennt wurde.

Ein herzliches Dankeschön an Green HeroesSea Shepherd Österreich – Verein zum Schutz des MeeresVeganmania Österreich & River Cleanup, jene Organisationen, die diese Aktion realisiert und ermöglicht haben und somit einen nachhaltigen Beitrag leisten unsere Gewässer sauber zu halten!

START-Wien & START-Niederösterreich beim Danube Clean Up!

Was haben sich unsere Jugendlichen von der Aktion mitgenommen und wie hat ihnen der Cleanup Day gefallen?

Das Danube-Clean-Up war eine einzigartige Erfahrung – zum ersten Mal hab ich mit eigenem Auge gesehen, wie die Umwelt vielen egal ist & wie der Müll überall gelegen ist. Ich bin froh, dass es uns die Möglichkeit gegeben hatte, beim Clean-Up teilzunehmen, um unsere Welt zu beschützen und sauber zu machen. Ich hoffe wir könnten bei den nächsten Veranstaltungen mit dabei sein bzw helfen. -Adham

Heute, bei dem Donau Clean Up war es sehr schön. Wir haben was für die Natur gemacht und das hat mich sehr gefreut . Wir haben sehr viele spannende Dinge entdeckt! -Basma

Beim Donau Clean Up haben wir Müll entlang der Donau gesammelt und uns somit für die Natur eingesetzt. Es wurde viel aufgeräumt und es gab einige komische Funde. Es hat aber auch Spaß gemacht, weil man immer in Gruppen gesucht hat. -Nazia

Das war heute echt super. Ich habe mir nicht gedacht, dass man auch dabei Spaß haben wird. Aber wie gesagt, wenn man was gutes für sich selbst und anderen tut, wird man sich sicher dabei gut fühlen. Es hat mich auch sehr gefreut, dass so viele Stipendiat/innen sich dafür angemeldet haben und ich die Möglichkeit hatte, sie kennen zulernen. 🙂 Ehrlich gesagt, was wir heute gemacht haben, war einfach ganz toll. Ich kann es kaum glauben, was wir noch bei START-Stipendium erleben werden. -Sakaria

Das war das erste Mal, dass ich bei einem Clean-Up-Day seit Jahren mitgeholfen habe! Nicht nur war es das erste Mal, dass ich ein paar von den Stipendiat*innen richtig kennen lernen konnte, sondern auch ein kleiner Teil dieser Aktion zu sein und einen Beitrag geleistet zu haben! Der Tag hat mir wirklich sehr gefallen und ich hoffe, dass wir solche Clean-Up-Aktionen öfters als Gruppe machen! -Jovana

Es war überraschend, was die Menschen alles in der Natur wegschmeißen. -Mariam

Sana bei Woman2Woman Leadership in den USA

Starke Frauen stärken Frauen

Women2Women America International Leadership Program 2019

Women2Women ist eine Leadership Konferenz für junge Frauen zwischen dem Alter von 15 bis 19. Dank START wurde ich von der amerikanischen Botschaft gemeinsam mit 2 anderen Frauen nominiert und vom US-Department of State eingeladen, an dieser Konferenz teilzunehmen.

Diese fand vom 01.08.2019-10.08.2019 in Boston, Massachusetts an der Simmons Universität statt. Wir waren 140 junge Frauen aus 35 Ländern. Am 2. August wurden wir von Richard Rendon oder Rick, dem Gründer von Women2Women Empowerpeace empfangen. „Empowered Women Empower Women“ Rick hat jeder Delegation gebeten, diesen Satz in der eigenen Sprache zu übersetzen. „Starke Frauen stärken Frauen“ war die Antwort unserer Delegation aus Österreich.

Zunächst wurden wir in Teams aufgeteilt. Mein Team hieß „Powerful“. Schon der 2. Tag war voller Überraschungen und Vorträge. Der erste Vortrag „Understanding the Power of Your Social Network“ war von Christopher Tunnard, Professor für Internationale Business. Der nächste Vortrag „The Basics of Public Speaking“ und das Highlight des Tages war von Liz Walker, einer preisgekrönten Fernsehjournalistin, die uns gelehrt hat, die eigene Geschichte vor einem Publikum zu erzählen. Zu verstehen, wie wir unser Publikum fesseln und über die Themen aufklären können, die einem wichtig sind, ist entscheidend für unseren Erfolg. Was brauchen wir alles, um unsere eigene Geschichte zu erzählen ohne, dass wir kritisiert und beurteilt werden? Darum ging es in diesem Vortrag. Nach vielen Vorträgen waren wir am Abend in der Stadt und haben ganz viele Fotos von Boston gemacht!. Schon der 2. Tag war voller Überraschungen und Vorträge. Der erste Vortrag „Understanding the Power of Your Social Network“ war von Christopher Tunnard, Professor für Internationale Business.

Am nächsten Tag hatten wir Mason West, ein geschäftsführender Direktor zu Gast. In seinem Vortrag ging es um Leadership. „The Leader in You“ Dieser Workshop ermöglichte uns, die verschiedenen Arten von Leadership zu erkennen und zu bestimmen, welche Art von Leadership am meisten zu uns als Individuum passt. Danach hatten wir einen Vortrag mit Cherly Jackson, einer Journalistin, die uns gezeigt hat, wie man digitale Kurzformgeschichten produziert, die uns helfen, die Aufmerksamkeit zu bekommen, die unsere Geschichte verdient. Cherly käpft immer noch, um das Recht ihres ermordeten Bruders zurückzuerlangen, dessen Täter immer noch nicht bestraft wurden.

Das Motto vom 4. Tag hat gelautet „ I can and I will. Watch me.” Wir begannen den Tag mit Yoga “Mindfulness and Self-Care”. Einer der emotionalsten Vorträge war der von Amanda Parker, Senior Director von der AHA Foundation, eine Organisation die kämpft, Kinderehe, Ehrengewalt, FGM Genitalverstümmelung und Zwangsheirat ein Ende zu bereiten. Amanda hat uns Geschichten von ihren Freundinnen erzählt, die entweder genital verstümmelt sind oder gezwungen wurden als Kind zu heiraten. Auch einige Kandidaten, die diesen Problemen begegnet sind haben sich getraut, ihre Geschichten zu erzählen. Nach einem sehr emotionalen Tag waren wir im Boston Tea Party Museum und haben Vieles über die Geschichte Bostons erfahren.

Tag 5 „Look Mom! I am going to Harvard “
Endlich ist der Tag gekommen, worauf jeder gewartet hat. Wir sind zur Harvard Law School gefahren und hatten viele Vorträge in den Hörsälen von Harvard. Der erste Vortrag war von Victoria Budson. Sie ist die geschäftsführende Direktorin des Programms „Women and Public Policy“ (WAPPP) an der Harvard Kennedy School of Gouvernement. Der nächste Vortrag „The Art of Negotiation“ war von Susan Hackly. „ein kompetenter Verhandlungsführer zu sein, kann uns das Vertrauen geben, nach dem zu fragen, was wir brauchen, und die Fähigkeit, die gewünschten Ergebnisse in unserer Community zu erzielen“
Schließlich waren wir in der Kennedy School of Gouvernement an der Harvard Universität und haben die Mason fellows kennengelernt, ihre Geschichten gehört und konnten Fragen stellen.

Tag 6, 7 und 8
An diesen drei Tagen hatten wir intensive Workshops und Vorträge von „Understanding the Media and Identifying Fake News“ über „Climate change and the Impact on Women and girls.“ Bis hin zu „Filming Techniques for digital Sotrytelling“ Ein Votrag, der mir besonders gefiel war von Keri Thompson „Battling the Imposter Syndrome“. Das Imposter Syndrom betrifft meistens Mädchen und Frauen. Das Ziel dieses Workshops war, uns zu helfen, mehr über dieses Ereignis zu verstehen und uns praktische Fähigkeiten und Strategien zu vermitteln, dieses Syndrom zu bekämpfen. Schließlich waren wir in Newburyport und hatten Freizeit die Gegend zu entdecken!

Tag 9 „It’s your turn to change the world “
Wir waren in dem State house of Massachusetts und haben unseren Action Plan präsentiert.

Was ist ein Action Plan? Während den 7 vergangenen Tagen mussten wir an den sogenannten Action Plan arbeiten. In dem Action Plan müssen wir ein Problem schildern und Wege finden, die uns helfen dieses zu lösen. Diese Probleme können uns persönlich betreffen, unsere Community oder auch andere Länder und Communities. Am letzten Tag mussten wir den Action Plan vor einer Jury in dem State house of Massachusetts präsentieren. Diese haben uns Vorschläge gegeben, unseren Action Plan umzusetzen.

Das Problem, das ich geschildert habe war die sogenannte FGM, weibliche Genitalverstümmelung, das ist die partielle oder vollständige Entfernung der weiblichen Genitalien oder die Beschädigung der Geschlechtsorgane ohne profunden, medizinischen Hintergrund. Die Tatsache, dass täglich 8000 Mädchen ihrer Genitalien beraubt werden aus traditionellen oder kulturellen Motiven, hat mich sehr berührt. Und mein Action Plan ist, der Organisation Traget Ruediger Nehberg beizutreten, die FGM in verschiedenen Orten wie zum Beispiel in Äthiopien; Afra zu bekämpfen.

Meine Rede die ich bei der Vorstellung unseres Action Plans gehalten habe:

Female Genital Mutilation is the partial or total removal of external female genitalia, or other injury to female genital organs for non-medical reasons. There are 4 main types of FGM:
• type 1 is removing part or all of the clitoris
• type 2 removing part or all of the clitoris and the inner labia (the lips that surround the vagina), with or without removal of the labia majora (the larger outer lips)
• type 3 narrowing the vaginal opening by creating a seal, formed by cutting and repositioning the labia
• other harmful procedures to the female genitals, including pricking, piercing, cutting, scraping or burning the area

FGM is a crime beyond human comprehension. 200 million women worldwide are affected. 8,000 girls per day are robbed of their genitalia and their dignity. That is one every eleven seconds. FGM is practiced mainly in African countries but it also impacts women and girls in the US and Europe – and has been, in some places, for over 5,000 years, regardless of religion and nationality. 500,000 women have been genital mutilated in Europe and 180.000 are at risk. There has to be an end to this crime and this why, I decided to join the TARGET e.V. organization.

TARGET is a human rights organization founded in 2000 by Rüdiger Nehberg. It’s a nonprofit organization. It’s main purpose to fight against FGM. Since the justification for Female Genital Mutilation is given, incorrectly, by reference to holy texts and religious duty and the majority of victims are Muslim girls and women. TARGET believes that an end to this bloody custom can be found in the strength of Islam itself. TARGET’s “Pro-Islamic Alliance against Female Genital Mutilation” aims to set out clearly that this crime, wherever practiced, is incompatible with the Qur’an and with the ethics of Islam.
They’ve also done a lot of projects in Ethiopia in Afra. One of their important projects is a clinic for gynecology and obstetrics in Afra Ethiopia where almost every woman and girl is genital mutilated. A natural birth is in such cases life-threatening for both mother and child.
Since then, more than 1000 women gave birth and 150,000 people received medical care. with the support of doctors from Switzerland.
Rüdiger Nehberg the founder of Target e.V. said: “We won’t stop until we put an end to this crime”

Schließlich hatten wir unsere Women2Women Ausstellung, wo unsere Bilder im State House ausgestellt wurden.
Was verstehen wir unter „The power of a woman “? Ich entschied mich Kaiserin Maria Theresia als starke Frau ihrer Zeit in Österreich zu präsentieren, ihr haben wir die Einführun der allgemeinen Schulpflicht für Kinder beiden Geschlechts zu verdanken. Am Abend hatten wir eine Abschlussparty mit Photo booth und haben die erfolgreichen Tage gefeiert!!

Nicht nur Erfahrung und Wissen haben ich gewonnen, sondern viele Freunde aus verschiedenen Ländern und Kulturen, die dieselben Interessen teilen und mich unterstützen. Für mich sind sie mehr als Freunde, obwohl wir uns erst seit kurzem kennen. Für mich sind sie meine zweite Familie! „empowerte Frauen unterstützen Frauen“. Hier weiß keiner von Neid oder Eifersucht. Hier unterstützt jeder jeden. Hier wird niemand beurteilt. Hier ist ein sicherer Ort, hier ist mein zweites Zuhause.

Vielen Dank an die US Botschaft in Wien, das US Department of State und START, die mir diese Erfahrung ermöglichten.

Women2Women 2019

Clean-up-Aktion an der Donau – wir machen mit!

START-Wien und START-Niederösterreich für eine saubere Umwelt!

Wir werden gemeinsam mit internationalen Organisationen und Vereinen am 24. August 2019 entlang der Donau Müll einsammeln, die Uferbereiche reinigen und damit einen Beitrag leisten unsere Gewässer sauber zu halten. “Täglich werden mehrer Tonnen Kunststoffmüll in das Schwarze Meer gespült. Das ist eine erschreckende Menge!” findet START-Wien Stipendiatin Balqiz und motiviert daher ihre Freund*innen bei der Aktion mitzumachen. Umweltschützer*innen vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer werden beim “Danube Cleanup” mitmachen. Mitsammler*innen und Unterstützer*innen sind gerne gesehen.

Wann? 24. August 2019, 09:30-12:00 Uhr
Wo? Treffpunkt um 9:30 bei der U1 Station Donauinsel (Ausgang Donauinsel)

Mehr Informationen zu der Aktion und Anmeldung finden Sie hier:
https://www.facebook.com/events/3348996815126328/

Wir sind gemeinsam stärker als allein!

START-Wien Stipendiatin Jihan erzählt von ihrem sozialen Engagement bei dem Verein ,,Die Brücke des Friedens“. In ihrer Funktion als Jugendbetreuerin und freiwillige Mitarbeiterin vermittelt sie Kindern die Freude am Lernen und theaterpädagogisch die Wichtigkeit des Zusammenhalts der Familie.

,,Im neuen Europa brauchen wir eine neue Wirtschaftsethik, die Umweltbewusstsein, soziales Engagement und langfristiges Denken an erste und nicht letzte Stelle setzt.“ Mit diesen Worten von Prinz Charles möchte ich mehr Aufmerksamkeit auf ,,Soziales Engagement“ lenken, da es eng mit unserem Stipendium zusammenhängt.

Seit meiner Ankunft in Österreich nehme ich in unterschiedlichen Vereinen teil, die bedürftige Menschen unterstützen. Am Anfang war ich als Dolmetscherin am Hauptbahnhof tätig, wo eine große Menge an Flüchtlingen eintraf. Zunächst arbeitete ich bei dem Verein ,,Die Brücke des Friedens“, welchen ich gerne vorstellen würde. Die Organisation wurde von einem Ehepaar, Maan Abu Ghazleh und Kholoud Al Englizi, mit ihrem Freund Hani Alkhatib im Jahr 2017 offiziell gegründet. Die Organisation finanziert sich selbst, jedoch stellt die Stadt Wien kostenlos Räumlichkeiten zur Verfügung.  Ziel dieser Organisation ist, die ankommenden Flüchtlinge dabei zu unterstützen, sich in der österreichischen Gesellschaft zu integrieren und das kann nur dann passieren, wenn sie natürlich die deutsche Sprache erlernen. Aus diesem Grund veranstaltet ,,Die Brücke des Friedens“ viele Projekte, wo die Flüchtlinge die deutsche Sprache erlernen können. So werden Deutschkurse, ein Sprachcafé sowie auch eine Sommerschule für die Kinder angeboten. Die Deutschkurse sind für diejenigen gedacht, die noch nicht aufenthaltsberechtigt sind und deswegen noch keine Kurse von der Stadt bekommen. Dort arbeiten ÖsterreicherInnen und/oder Flüchtlinge, die bereits die deutsche Sprache gut beherrschen, freiwillig.

Ich nahm zwei Mal an den Kinderkursen teil, wo ich Kinder zwischen 13 und 16 Jahren betreute. Als freiwillige Mitarbeiterin hatte ich die Aufgabe, den Kindern Freude beim Lernen zu vermitteln, indem ich den Stoff auf eine interessante Art und Weise näherbrachte. In der Freizeit drehte ich mit Hilfe von Hani Al Khatib und den motivierten Kindern ein kurzes Theaterstück, welches die Wichtigkeit des Zusammenhalts der Familie für die Kinder darstellen soll. Da ich mit meiner Gruppe eine enge Beziehung aufgebaut habe, treffen wir uns noch gelegentlich. Wann immer Fragen bezüglich des Schulsystems oder was auch immer auftauchen, scheuen sie sich nicht, mich zu fragen.

Es werden vor allem noch motivierte Jugendliche gesucht, die sich gerne für andere einsetzen. Das ist ein großartiges Projekt, indem man sicher viele Erfahrungen sammeln kann.

Wir Jugendlichen sollen bedenken, dass die Welt von Menschen lebt, die mehr als ihre Pflicht tun. Wir sind gemeinsam stärker als allein, auch wenn manchmal egoistische Ziele in unserer Wohlstandsgesellschaft wesentlich wichtiger erscheinen.

Mehr Informationen über die freiwillige Arbeit bei dieser Organisation findet ihr auf ihrer Homepage!

“Peace Kitchen” ein kulinarisches Friedenskonzept

Schüler der HAK VBS Akademiestraße & START-Wien Stipendiat Atila Bamyani stellt das Konzept hinter der “Friedensküche” in Wien vor.

Nach 2015 sind viele Flüchtling.e von verschiedenen Ländern (wie Afghanistan, Pakistan, Iran, Irak, der Türkei, Syrien, Libyen u.a.) nach Österreich gekommen. Eine sehr wichtige Frage für die österreichische Gesellschaft ist, wie wir alle in Zukunft zusammen in Frieden leben, studieren und arbeiten können, wie unsere Kinder in Frieden zusammenspielen können.

In der Peace Kitchen kochen und arbeiten jugendliche Flüchtling, aber erzählen auch die Geschichte ihrer „Reise“ von ihrer Heimat durch die verschiedensten Länder wie Afghanistan, Pakistan, Iran, Syrien, die Türkei und andere. Wir organisieren kulturelle Veranstaltungen wie: Konzerte, Fotoausstellungen, Filmvorführungen von Geflüchteten, sowie Diskussionen über das Thema Flüchtlinge und ihre Integration. Über das Essen und diese kulturellen Aktivitäten ergibt sich leicht ein Dialog.

Es wird von Flüchtlingen und Asylberechtigten in diesem Lokal in der Stadt Wien eine Vielfalt von Speisen angeboten: Peace Kitchen ist die Idee, durch verschiedenste Menüs die „Reiseroute“ von Flüchtlingen, ihre Erinnerungen und Erfahrungen nachzuzeichnen. In der Peace Kitchen sind die angebotenen Speisen das Ergebnis der Begegnung von Flüchtlingen mit anderen Kulturen bis hin zum Ankunftsland. So wird diese Begegnung durch Geselligkeit zur sinnlichen Erfahrung.

Dieses Projekt zeigt das Potential, dass die Begegnung zwischen verschiedenen Kulturen, die Andersartigkeit und die Vielfalt als Quelle der Innovation und Bildung in sich haben. So wirken MigrantInnen als Innovatoren bei der Zusammensetzung von Speisen bei.

Peace Kitchen arbeitet mit Aufnahmestellen von AsylbewerberInnen zusammen, wie auch bei Gemeinschaften, die gefährdete Männer und Frauen für Ausbildungspraktika in Restaurants aufnehmen, mit dem Ziel der Integration und der Eigenständigkeit durch aktives Arbeiten. Unser Anliegen ist es, MigrantInnen und Geflüchteten, die wie die meisten Mitglieder dieses Projekts ähnliche Erlebnisse und Erfahrungen mitbringen, im Gastland eine Möglichkeit des Lernens und eventuell eine Anstellung zu bieten.

Atila über sich und seine Erfahrungen, die wesentlich zur Idee “Peace Kitchen” beigetragen haben

Mein Name ist Atila Bamyani, ich bin vor kurzem 19 Jahre alt geworden und bin nach meiner Heimatstadt “Bamiyan” (Afghanistan) benannt. Ich lebe seit 9 Jahren in Österreich und gehe momentan in die 4. Klasse der Handelsakademie I. der Vienna Business School Akademiestraße im 1. Bezirk. Seit diesem Jahr bin ich stolzer Stipendiat und Stipi-Sprecher bei START-Wien.

Im Jahr 2008 bin ich mit meiner Mutter von Afghanistan nach Pakistan und dann in den Iran geflüchtet. Auf unsere Fluchtreise habe ich viele verschiedene Menschen getroffen. Ich erinnere mich wie meine Mutter und ich in Pakistan in den Gemeinschaftsküchen mit anderen Menschen gekocht und das Essen vorbereitet haben und von anderen Menschen gelernt haben sowie als auch andere Personen von meiner Mutter gelernt haben.

Im Jahr 2009, als wir nach Österreich geflüchtet sind, haben wir diese Erfahrungen noch einmal durchlebt. Zuerst in Thalham, dann in Tiroler Städten und Dörfern wie Innsbruck, Mötz, Kössen, Kufstein oder Jennbach. Meine Mutter kochte mit anderen und ich half ihr dabei. Wir haben viele verschiedene Leute kennengelernt und auch zusammen gekocht. Kurzgesagt: Ein kultureller Austausch.

Während den Flüchtlingsströmen vom November bis Dezember 2015 habe ich reisenden Flüchtlingen an Bahnhöfen geholfen und auch viele Freundschaften geschlossen. In den Asylheimen in Wien habe ich diese Freunde erneut getroffen und dabei habe ich gesehen, dass sie ebenfalls in Gemeinschaftsküchen zusammen kochen und wie meine Mutter und ich ihre Erfahrungen miteinander teilen. Und am Ende entstehen auch immer gute Geschmäcke und somit auch neue Rezepte.

START-Wien Stipendiat Edison im EU-Parlament

Edison, START-Wien Stipendiat, besuchte im Rahmen des EU-Projekts “Euroscola” das EU-Parlament in Straßburg und berichtet über seine Teilnahme.

Mein Name ist Edison Baardies, ich bin 17 Jahre alt und gehe in die Schumpeter Handelsakademie und Handelsschule im 13. Bezirk. Ich bin dieses Jahr im Jänner 2019 mit meiner Schule in das EU Parlament Straßburg gefahren.

Gemeinsam mit 22 anderen Schülern/Schülerinnen aus verschiedenen Klassen, durfte ich dieses Jahr beim EU-Projekt Euroscola teilnehmen. Euroscola ist ein Projekt der EU, bei dem 24 Nationen aus der EU die Möglichkeit bekommen 1 Tag im Parlament zu sein und sich den Arbeitstag der Abgeordneten näher anzusehen. Die EU zahlt die gesamte Reise und den Aufenthalt somit war die Reise für mich Kostenlos. Euroscola findet 20mal im Jahr statt. Davon haben österreichische Schulen 10-mal im Jahr die Chance sich zu qualifizieren. Meine Schule hat es dieses Jahr unter die Top 5 von 10 geschafft. Eigentlich fahren immer die Abschlussklassen zu dem Projekt, jedoch aufgrund meines schulischen Engagements hat mich der Lehrer eingeladen auch mitzufahren.

Damit sich alles so gut wie möglich mit der Förderung der EU ausgeht sind wir 11 Stunden mit dem Bus nach Frankreich gefahren. Am Mittwoch dem 30.1. um 13 Uhr sind wir angekommen und hatten den ganzen Tag für uns um die Stadt zu erkunden. Nach 11 Stunden Fahrt sind meine Freunde/Freundinnen und ich erstmal etwas warmes Essen gegangen, zum Glück gab es dort einen Vapiano der uns bekannt war. Das Essen in Frankreich ist relativ teuer und das Salz fehlt. Ich wüsste nicht wie ich dort überleben könnte bei einem Cheeseburger der zwei Euro kostet statt einem.

Am nächsten Tag war auch schon die Veranstaltung, auf die ich mich sehr gefreut habe. Ich war ziemlich nervös am Vormittag, weil ich die Ehre hatte, nicht nur unsere Schule, sondern auch das Land Österreich in Frankreich vor 600 Schülern/Schülerinnen und 50 Lehrern/Lehrerinnen zu vertreten. Meine Freunde/Freundinnen und Schulkollegen/Schulkolleginnen haben gesagt, ich hätte es super gemacht. Ich jedoch habe gemerkt das mein Bein so gezittert hat, ich dachte es explodiert jeden Moment.

Nach den ganzen Länder Präsentationen und den ersten politischen Diskussionen, die geführt wurden, gab es Mittagessen, welches nur halb so gut wie in Österreich schmeckt, weil wieder Salz gefehlt hat. Beim Mittagessen wurde uns erklärt wie es nun weiter geht. Und zwar mussten wir uns mit jeweils 3 anderen Nationen zusammenfinden und einen Fragebogen mit 20 Fragen ausfüllen, wobei jede Frage auf einer anderen Sprache war. Das Ganze war ein Wettbewerb und daher, dass ich ein sehr ehrgeiziger Mensch bin, habe ich während alle anderen gegessen haben gleich begonnen zu arbeiten und hab es mit meiner Gruppe ins Finale des Euroscola Wettbewerb 2019 geschafft. Leider habe ich nicht gewonnen, weil ich falsch getippt habe bei der Frage wie hoch der Le Blanc sei. Trotzdem haben die anderen 15 Finalisten/Finalistinnen und ich als Geschenk, Merchandise von Euroscola 2019 bekommen. Das war sehr lieb. Gegen Ende der Veranstaltung habe ich mich noch mit vielen Nationen ausgetauscht und mit meiner Gewinner Gruppe ein Abschlussfoto geschossen.

Radio-Projekt “Weltenwandel”

Himanshi & Balqiz, START-Wien Stipendiatinnen haben am Radio-Projekt „Weltenwandel“ teilgenommen und berichten über ihre Projektwoche.

Während der Zeitspanne von 02.02.2019 bis 07.02.2019 haben wir, zwei START-Stipendiatinnen aus Wien, an dem Radio-Projekt „Weltenwandel“, das von EU gefördert wird, teilgenommen. Diese Woche, die wir in Trofaiach „Jugendheim Schloss Stibichhofen“ verbracht haben, war für uns nicht nur lehrreich, sondern auch sehr erholsam. Dort waren wir insgesamt 33 Personen aus Wien, Graz und der Slowakei. Neben den zahlreichen Workshops, die veranstaltet wurde, haben wir auch viel Spaß dazwischen gehabt, wie als wir Bowling gegangen sind. Wir hatten das erste Mal Bowling gespielt und freuten uns deshalb sehr, wir haben sogar einmal einen Neuner geschossen. Wir sind sogar Rodeln gegangen, das war das Highlight der Woche und obwohl es sehr kalt war, hatten wir doch sehr großen Spaß zusammen. Was uns an diesen Workshop besonders gefallen hat war, dass wir selbstständig waren und alles selbst organisieren mussten. Wir haben gekocht, sind einkaufen gegangen, auf Kinder aufgepasst, da dieses Projekt unabhängig vom Alter war, Workshops organisiert, Spiele gespielt und uns besser kennengelernt. Wir sind auf diesen Workshop durch Lale, eine Moderatorin, gestoßen und sie hat uns eingeladen da mitzumachen. Da der Workshop in den Semesterferien war, hatten wir keine Probleme mit der Schule und waren deshalb sehr froh. Die Workshops, die uns am Besten gefallen hat, war die Live-Sendung, wo wir interviewed wurden und auch andere interwieved haben, aber auch die anderen zahlreichen Workshops, wie zB. der Kosmetik-Workshop oder Kamera-Workshop, wo man lernte wie eine Kamera gebaut wird und funktioniert, oder der Recycling Workshop, wo wir lernten nachhaltig mit der Umwelt und unseren Eigentumen umzugehen. Diese und viele andere Workshops waren für uns sehr lehrreich und haben uns sehr gefallen.

In diesem Sinne möchten wir, Balqiz und Himanshi, der lieben Lale, Radio Orange 94.0 und der EU danken, dass sie das ermöglicht haben.

Punschtrinken für den guten Zweck

Auch heuer veranstaltete der START-Wien Pate Wiener Börse einen Weihnachtspunsch für ihre Kunden. Wie jedes Jahr wurden auch diesmal Lose für eine Tombola verkauft, bei der es tolle Preise zu gewinnen gab.

Es wurden insgesamt unglaubliche 1000 Lose à 5 EUR verkauft, zusätzlich noch EUR 489.- an freie Spenden gesammelt. Die Summe von EUR 5489.- wird, wie großzügigerweise von der Wiener Börse AG verdoppelt. Vielen herzlichen Dank!

Zusätzlich kamen noch 1250.- Euro  durch die Versteigerungen von zwei signierten Trikots der ÖSV und ÖFB zuammen.

Insgesamt konnte also heuer 12.228 EUR für den START-Wien Sozialfonds gesammelt werden.

Vielen Dank an die engagierten MitarbeiterInnen der Wiener Börse für die Organisation der Tombola und das Akquirieren der Preise, Danke an alle Sponsoren,, speziell START-Wien Pate L`Oreal und Business Circle, welche dieses tolle Ergebnis möglich gemacht haben.

Auch einige StipendiatInnen waren vor Ort um bei der Verlosung und der Ausgabe mitzuhelfen, hier ihre Eindrücke der tollen Veranstaltung:

Es war schön, am Börsenpunsch am Donnerstag, den 23.11.2018 wieder dabei zu sein zu können. Wir durften beim Los ziehen mithelfen und und uns anschließend mit einem warmen Punsch aufwärmen. Einen großen Dank an die Wiener Börse, die START schon jahrelang unterstützt. – Lisney

Der Punschstand von der Wiener Börse war ein angenehmer Abend, neben gutem Buffet und angenehmer Atmosphäre, hatte ich die Gelegenheit mit vielen Erfahren Leuten in der Wirtschaft und Unternehmensführung zu sprechen. Auch Mike Tangwena ein Stipendiat hat mir eine Tour durch das Haus sowie seinem Büro erstattet so konnte ich mir auch einen ersten Eindruck machen. Hauptsächlich hat sich alles andere im Innenhof abgespielt. Die anderen Stipendiaten und ich hatten neben Selfies schießen, Essen und neue Leute kennenlernen viel Spaß.
Ausserdem hatte ich auch die Chance dazu bekommen Kontakte zu Knüpfen und möglicherweise wenn alles gut klappt kann ich mein Sommerpraktikum in der Wiener Börse absolvieren. – Edison

Der Börsenpunsch an der Wiener Börse, war eine tolle Gelegenheit die Paten  von Start näher kennen zulernen. Es war wieder auch erfreulich einige der Startstipendiaten bei einer Nicht-Bildungsveranstaltung zu sehen. Weiters war die Ausgabe der Tombolageschenke eine großer Spaß, da wir den Gewinner egal, wie klein das Geschenk war eine Freude machen konnten. – Salma

 

START-Stipendiatin bei der youngCaritas Sommeruniversität

Als engagierte Schülerin hatte START-OÖ Stipendiatin Chrislane Barros da Silva die Möglichkeit an der Sommeruniversität der youngCaritas in St. Malo, Frankreich, als Teil der Österreich Delegation teilzunehmen.

Von dieser einmaligen Erfahrung berichtet sie uns hier:

Not exactly knowing what I was to experience on my trip to St. Malo I started this adventure thinking it would be the perfect opportunity to revive my French skills and learn about ecology. Luckily this trip turned out to be much more than just a French lesson. Instead I came back home with precious life lessons, unforgettable memories and a heart-warming smile.

As hard as first impressions can be, as soon as I met my fellow Austrian delegates I knew that the farewell would be even harder. Katharina, Joey, Marie, Gregor and I were all excited to get to our first stop, the city of love: Paris! There we met the participants from all over Europe and got to know each other better by playing games but most importantly we were informed about what was going to expect us in the Summeruniversity in St. Malo. Even though we only had a few hours in Paris we managed to make the best out of them seeing the Eiffel Tour, L’Arc the Triomphe and a few of us also went on a boat trip through Paris.

The next day we woke up early in the morning and got ready for a 6-hours-long bus ride to St. Malo. All the tiredness from the bus ride vanished when we were greeted by dancing and smiling people. The joyful music and the happiness set the right mood for the upcoming days. Over 600 people with different backgrounds were put in so called “villages” which helped the organizers keep everything structured. Being in these villages also helped us to find a safe space because the area was huge and one could easily feel overwhelmed and lost. After a short introduction from the mayor of the villages we got to choose what workshop we wanted to attend the following days. The main topic of the Summeruniversity 2018 was ecology so the workshops ranged from issues like upcycling, ecosystems, to textiles and many more. The workshops were divided into a practical and a theoretical part. In the practical part we were able to use our knowledge and create something new. In between the workshops the program offered options like visiting Islamic or catholic prayers, yoga and a fashion show with sustainable clothing but also a trip to the beach. To compliment the ecologic theme of the university we were also asked to prepare dinner together.

It was an unforgettable moment to see all of us work together to create a delicious meal. The realization that this was made possible due to our teamwork made it even more special. What we then called a “salad party” was a perfect ending to this significant and educational trip. Not only did we learn important lessons from our workshops, we also learned from each other and every single participant is ready to spread the message of how important it is to live more sustainable and ecological in order to save our resources.

I am glad I had the opportunity to be part of the Summeruniversity 2018 and meet great individuals without whom the trip would have been half as memorable. Oh, and yes, I did actually improve my French – Au revoir!

Das vielfältige Engagement unserer Stipendiat*innen

Um ein START-Stipendium zu bekommen, erwarten wir von den Jugendlichen soziales Engagement. Aber was meinen wir damit, wenn wir von den engagierten Schüler*innen sprechen? Um davon einen Eindruck zu bekommen, haben wir in diesem Artikel das soziale Engagement unserer START-Oberösterreich Stipendiat*innen zusammen getragen. 

Engagement gibt es in vielen gesellschaftlichen Bereichen, daher sind auch die ehrenamtlichen Tätigkeiten unserer Stipis weit gestreut. Vom Engagement in der Schule, in der Gemeinde, der Kirchengemeinschaft über große Hilfsorganisationen, kleine Vereine oder soziale Einrichtungen in welchen Hilfsbedürftiges jeden Altes betreut werden, findet man auch eine START-Stipendiat*in wieder.

“Mir ist soziales Engagement wichtig, weil ich dadurch die Chance habe, neue Menschen kennen zu lernen und Lebenserfahrung sammle. Wir sammelten zB. Spenden für Menschen in Afrika und spielten mit den Passanten themenbezogene Spiele, die auf die wirtschaftliche und humanitäre Not in Afrika aufmerksam machen.” -Erika

 

“Ich engagiere mich bei der YoungCaritas, einer Organisation der Caritas für junge Menschen. Bei den Reittagen in St. Isidor fand drei Tage lang eine Hippotherapie für beeinträchtigte Kinder statt, wo ich als Kinderbetreuerin ausgeholfen habe.”

-Sara

Wie breit die Interessen unserer Stipendiat*innen gestreut sind, und wo sie sich überall engagieren, wird bei der Auflistung der Tätigkeiten sichtbar:

Unser Engagement:
# Rettungssanitäterin beim Roten Kreuz
# Dolmetscher für Polizei, Krankenhäuser, Ärzte und Juristen
# Altenheim: wöchentliches spazieren und spielen mit Bewohner*innen
# Nähcafé: reparieren von Kleidungsstücken, mit denen Spenden gesammelt werden
# Spenden und Sammelaktionen für hilfsbedürftige Menschen
# Klassensprecher*in / # Schulsprecher*in / # Schülervertretung
# Schulzeitungen / # Schulkalender
# Schulveranstaltungen / # Maturaball
# Nachhilfe, Lernhilfe
# Essensausgabe
# Moderation von (Musik-)Veranstaltungen
# Therapiestunden für beeinträchtigte Kinder
# eigenes Haar an krebskranke Kinder spenden

Die Stipis sind unter anderem beim Roten Kreuz, bei der Caritas und YoungCaritas, der Volkshilfe, der MJÖ, der Welser Tafel, in Second-Hand Shops, beim Frauenhaus Linz, in Altenheimen, in Lerncafes, bei Sofar, uvm. engagiert.

 

“Beim roten Kreuz lernt man nicht nur Erste Hilfe, sondern auch erfolgreiche Kommunikation mit anderen Kulturen und Nationen. Das ist ein Foto vom 63. internationalen Freundschaftslager in Langenlois, Niederösterreich”

 

– Paola

 

Zusätzlich helfen sie als Volunteers bei diversen Veranstaltungen und Aktionen, zum Beispiel bei Flurreinigungen, der Wear-Fair und mehr – Messe, der Freiwilligenmesse OÖ – Fest-Engagiert des ULF, bei diversen Gemeindefesten, und so weiter. Doch auch Wettbewerbe, bei denen sie ihre Talente zeigen können, kommen nicht zu kurz, so zum Beispiel der Sag’s Multi Redewettbewerb, Texte- Preis für junge Literatur, der Naboj Mathematikwettbewerb, die Chemie- sowie die Physikolpympiade, usw.

Bei vielen Stipis ist es auch das gute Gefühl, welches sie motiviert sich in diesen Bereichen für andere einzusetzen und teils bemerkenswertes in ihrer Freizeit leisten. 

 

Stipendiatin Bahara repariert im Nähcafé der Volkshilfe Kleidungsstücke, auch Taschen und Jeans werden dort genäht. Dadurch sammeln sie Spenden, welche für einen guten Zweck verwendet werden.

 

 

 

 

 

 

 

Stipendiatin Chrislane hat neben vielen anderen Engagements die Rettungssanitäterprüfung erfolgreich absolviert.

 

 

Mit START zum UWC World College nach Freiburg

Hallo alle zusammen,
ich bin Lalita Digwal und bin ein „first-year“ in einem der 17 United World College in Deutschland. United World College ist ein internationale Schule, in dem man das International Baccalaurete machen kann. „UWC macht Bildung zu einer Kraft, die Menschen, Nationen und Kulturen im Streben nach Frieden und einer nachhaltigen Zukunft verbindet” ist unser Mission Statement.

Wie bin ich drauf gekommen?
Ich war eine Start-Stipendiatin in Wien und habe die Schule eigentlich durch dem Newsletter von Start kennengelernt. Danach hat mein Lehrer und meine Beraterin von START ein Empfehlungsschreiben geschrieben und Gott-sei-Dank hat mich das UWC Nationalkommittee Österreich aufgenommen. Auch bei der Teilnahmegebühr konnte mir START helfen und nun bin ich hier in Freiburg seit ungefähr acht Monaten.

Wie ist es jetzt?

Puh, es ist stressig, aber man lernt so vieles: Ich habe hier tolle und nette Menschen von der ganzen Welt kennen gelernt und viele neue Erfahrungen gesammelt, die ich womöglich nie hätte erleben können. Es ist ziemlich cool, leider aber auch ein bisschen stressig, denn das Programm für fast jeden Tag ist beinahe voll. Jedoch haben wir die Möglichkeit vieles auszuprobiernen, zum Beispiel habe ich mein wöchentliche Aktivität geöffnet, wo ich mit einem Freund Bollywood Dance beibringe. Ich bin Gott-sei-Dank sehr froh hier in Robert Bosch College in Deutschand zu sein. Danke and meine Empfehlungschreiber, danke an Katrin Triebswetter.

Ein Foto von mir und einer Freundin aus Tansania; wie heißen den Frühling willkommen und zelebrieren ihn mit bunten Farben wie in Indien Holi

Freiheit beginnt im Kopf – oder wofür es sich lohnt zu leben

Dieses Jahr haben vier START-Stipendiat*innen aus Wien, Niederöstereich und Oberösterreich das Finale des Mehrsprachigkeits-Redewettbewerbs Sag´s multi erreicht. Bei der 9.Auflage dieses Redewettbewerbs mussten sich die Schüler*innen zuerst in einer Vorrunde, und dann in einer Regionalauscheidung und schliesslich in der Finalrunde bewähren.

Die SchülerInnen treten mit zweisprachigen Reden an, in denen Sie zwischen Deutsch und einer weiteren Sprache wechseln. Diese zweite Sprache kann entweder eine andere Erst- bzw. Muttersprache als Deutsch oder eine Fremdsprache sein.

Bei der feierlichen Preisverleihung am 12.3.2018 im Festsaal des Wiener Rathaus wurden die Gewinner*innen in den jeweiligen Kategorien bekanntgegeben.

Wir gratulieren Bahara Muradi aus Oberösterreich zum Gewinn in der Kategorie  III (11.-13. Schulstufe) und den anderen START-Stipis zum Erreichen der Finalrunde.
Heuer waren über 500 Schüler*innen im Wettwerb, davon kamen 136 ins Finale.

Die Leitthemen der Reden waren heuer:

  • Dafür lohnt es sich zu leben
  • Freiheit beginnt im Kopf
  • Nobody’s perfect
  • Social Media – mein echtes Leben?
  • “Ungerechtigkeit an irgendeinem Ort bedroht die Gerechtigkeit an jedem anderen.”

Was die Stipendiat*innen zu sagen hatten können Sie hier nachlesen:

Bahara Foto

Bahara Muradi: REDE

Taha

Taha Al Khashmany: REDE

Chrislane Foto
Chrislane Barros da Silva: REDE
Jivi Foto
Jivan Bhullar: REDE

Vielen Dank an den Verein Wirtschaft für Integration für diese Initiative die es jungen Menschen in Österreich ermöglicht ihre Ideen und Gedanken der Öffentlichkeit zu präsentieren und gleichzeitig ihre Mehrsprachigkeit als Potential zu erleben.

Fotos: VWFI/ Sophie Kirchner

Selmas Modekollektion setzt sich gegen Diskriminierung ein

START-Stipendiatin Selma Garibovic will hoch hinaus und die Welt der Mode für sich gewinnen. Der erste Schritt dazu ist gemacht, als ein Artikel in der Zeitung „Der Kleine Bote“ des Bundesverbands kleinwüchsiger Menschen und ihrer Familien (BKMF), mit welchem sie für ihre Diplomarbeit zusammenarbeitet, erschien.

Obwohl Selma in der Modewelt Fuß fassen will, kritisiert sie die heutige Modeindustrie, welche hauptsächlich sogenannte „Schönheitsideale“ in Szene setzt. Es ist ihr klar, dass diese Schönheitsideale, die perfekten Körpermaßen, Körpergröße und Proportionen nicht der Realität entsprechen. Daher will sie ein Zeichen setzen. Ihrer Meinung nach soll Mode für alle Menschen ein Gefühl von Freude vermitteln. Sie möchte Menschen helfen, ihre Schönheit, Besonderheit und Lebensfreude durch ihre Bekleidung zu betonen, ohne dabei ‚perfekt‘ im Sinne des vorherrschenden Schönheitsideals sein zu müssen.

Als ersten Schritt zur Verwirklichung ihrer Ziele schreibt sie ihre Diplomarbeit für die Matura mit dem Titel „Entwicklung einer trend- und bedarfsorientierten Modekollektion für kleinwüchsige Menschen“. Sie arbeitet mit dem Verein BKMF (Bundesverband Kleinwüchsiger Menschen und ihre Familien) zusammen, und befindet sich bereits mitten im Arbeitsprozess. Zuerst befragte sie die Personen des Vereins mithilfe eines Fragebogens, um eine theoretische Basis für ihre Diplomarbeit zu erhalten. Der nächste Schritt ist die Entwicklung einer trendorientierten Modekollektion für Frauen, die Fertigung von drei Modellen und die Präsentation der fertigen Arbeit vor der Prüfungskommission im April 2018.

 

  

 

Um auch nach der Matura ihrem Traum einen Schritt näher zu kommen, besuchte sie mit zwei Freundinnen den Tag der offenen Tür der Meisterklasse für Damenoberbekleidung in Wien und berichtet:

„Nach einer Eröffnungsmodenschau mit vielen tollen Modellen bekamen wir die Möglichkeit, in die beiden Arten der Meisterklassen zu schnuppern: die Haute Couture und Bühnenkostüm. Bei der Haute Couture handelt es sich um die Fertigung von aufwendigen Abendkleidern, beim Bühnenkostüm liegt der Schwerpunkt bei Roben aus bestimmten Zeiträumen der Geschichte. Es war atemberaubend, solch perfekt verarbeitete Stücke von der Nähe aus zu betrachten und den Schülern beim Fertigen dieser zuzusehen.

Wir informierten uns über die Aufnahmekriterien, das Qualifikationsgespräch, den Ablauf des Meisterjahres und der Meisterprüfung und bekamen kalte Füße, da wir kurz an uns zweifelten. Aber trotzdem werden wir uns bewerben. Nun heißt es für uns, für das Qualifikationsgespräch viel zu lernen und die Mappe, mit technischen Übungen, Schnitten und Skizzen zu erarbeiten.

Ich hoffe sehr, dass wir aufgenommen werden, da das seit langer Zeit schon mein Wunsch ist und damit ein Traum in Erfüllung gehen würde.

 

      

 

Selma engagiert sich zudem für jungen Studenten, welche vor dem Studium noch den Sprachkurs absolvieren müssen. Sie gibt ihnen Nachhilfe in Deutsch und begleitet sie beim Erledigen von “Papierkram“, da sie sich noch nicht so gut in Linz auskennen.

“Ich möchte ihnen das Gefühl geben, dass sie nicht alleine sind und sich bei Fragen immer an mich wenden können, auch wenn ich jünger bin. Ich habe drei von ihnen schon geholfen, Jobs zu finden. Ich habe sie besonders bei den Bewerbungen unterstützt.”

 

Auch in ihrer Schule gibt sie MitschülerInnen Nachhilfe und hilft wo sie kann. Sie will etwas von dem zurück geben was sie bekommt:

“Ich möchte mich für die tolle Unterstützung meinen Paten von T-Mobile Bedanken, ohne die ich diese Chance nie erhalten hätte.“

Sozial Aktion: Kekseverteilung der START Vorarlberg StipendiatInnen

Bereits am Samstag, den 25. November 2017, trafen sich elf fleißige Bäcker und Bäckerinnen – allesamt START-StipendiatInnen, bzw. START-Freunde – in einer der Schulküchen der HLW Marienberg Bregenz, um Kekse für einen guten Zweck zu backen.

Nun trafen sie sich am Fr, dem 01. Dezember 2017 in der Mehrerau Bregenz bei der Ausgabestelle des Vereins „Tischlein deck dich“ um die Kekse an bedürftige Menschen in Vorarlberg gratis zu verteilen.

Einige Eindrücke der START StipendiatInnen vor Ort:

Baris: “Es war meine erste Sozialaktion und die dank START. Es war eine gute Gelegenheit vorallem passend zur Weihnachtszeit, weil es das Fest der Liebe ist. Hier etwas zurückgeben zu können und andere damit glücklich zu machen war ein ganz anderes Gefühl. Interessant war es auch, dass die Menschen eigentlich sehr gesprächsfroh waren, also bereit auch von sich und ihr Leben zu erzählen. Für mich war es die erste START Veranstaltung und ich würde es sogar gerne jedes Jahr wieder mitdabei sein.”

Chirin: “Da ich soetwas noch nie gemacht habe, war ich total positiv übberascht, dass die Leute so offen über ihre Lage gesprochen haben. Ich konnte sie teilweise leider nicht so gut verstehen aber das konnte man mit Händen und Füßen dann doch noch regeln. Manche dieser Menschen haben mir berichtet, wie misslich ihre Lage ist und dass sie beispielsweise nicht genug zu essen bekommen. Diese Tatsache hat mich wirklich erschüttert, da ich mir nicht gedacht hätte, das es hier in Österreich Menschen gibt, die fast nicht unbedingt genug im Bauch haben. Ein paar der Leute mit denen ich gesprochen habe, erzählten mir außerdem, dass sie krankheitsbedingt in dieser Lage sind und nichts dafür können, dass sie nun so dastehen. Im allgemeinen hat mir diese Aktion sehr gut gefallen und ich habe einen realistischeren Eindruck von dem bekommen, was diese Menschen wohl durchmachen.”

Samet: “Auch wenn wir in einem wohlhabenden Staat wie Österreich leben, werden wir täglich mit Armut konfrontiert- Frauen, Kinder, Pensionisten taumeln auf den Straßen herum, um irgendwie das nötige Geld aufzubringen und über die Runden zu kommen. Sie leben am Rande der Gesellschaft und das muss nicht sein, denn jeder Mensch ist gleich viel wert, das gehört zu den Menschrechten und an die glaube ich. Ich glaube aber auch an Menschenpflichten, die Pflichten jedes einzelnen, etwas zur Gemeinschaft beizutragen. Wir sind aufeinander angewiesen und müssen auf die Zusammenarbeit setzen. Denn es kann jeden von uns treffen, was mir gestern bei der Ausgabe von „Tischlein Deck Dich“ mehr denn je klar wurde! Denn ich habe Menschen mit verzweifelten Gesichtern gesehen, unwissend was in der Zukunft noch auf sie wartet! Deshalb hat es mich überaus glücklich gemacht, im Namen von START, an dieser Aktion teilzunehmen und den Menschen ein Hauch von Lächeln und Hoffnung zu schenken.” 

Ibrahem: “Meiner Meinung nach sucht sich keiner das Leben in dieser Art und Weise aus. Also dass sie auf Essen angewiesen sind. Ich konnte mit dieser Sozialaktion mit vielen Menschen reden, die aus dem gleichen Grund hier sind wie ich. Da sie nicht gut Deutsch konnten, habe ich mit ihnen auf arabisch geredet. Sie haben wir viel erzählt, wie es ihnen geht seit sie hier sind und was sie alles tun um ein gutes Leben zu haben. Viele haben Kinder und versuchen denen es leicht zu machen. Daher waren sie sehr froh, dass wir mit dieser Aktion da waren und ihnen etwas geschenkt haben. Sie haben sich alle sehr gefreut und haben sich mehrmals bedankt!”

 

Eine Initiative von den START Vorarlberg StipendiatInnen.

 

START-NÖ bei der Freiwilligenmesse in St. Pölten

Zehn Jugendliche von START-Niederösterreich haben die Chance genutzt sich am 12. November 2017 bei der Freiwilligenmesse in St. Pölten über die vielfältigen Organisationen zu informieren, bei denen man in Niederösterreich freiwillig mithelfen kann. Die Liste der Aussteller war lang und die Jugendlichen haben sich eifrig durchgefragt und Kontakte geknüpft. Hier sind ein paar ihrer Eindrücke:

 

Ahmad Alhamwi über die ARGE NÖ Heime:

Ich interessiere mich für die Organisation ARGE NÖ Heime, weil sie dem Freiwilligen die Möglichkeit anbietet, etwas in der Gesellschaft zu leisten, indem man alte Menschen hilft, Spaß mit ihnen hat, Gespräche führt und bei Festen, Spielen, Ausflügen und vielen anderen Veranstaltungen mithilft. Meiner Meinung nach ist diese Organisation eine sehr gute Gelegenheit für mich, um neue Leute kennenzulernen, ihnen zu helfen und auch mein Deutsch zu vertiefen.“

 

Rushana Zhalilakhunova über das Rote Kreuz & Voluntaris:

Die Freiwilligenmesse hat mir gut gefallen. Ich habe viele Organisationen besucht und mich über die informiert. Am besten hat mir das Rotes Kreuz gefallen und habe ich genaue Informationen über Rettungssanitäter bekommen. Volontaris hat mir auch ganz gut gefallen. Wenn ich Zeit haben werde, will ich mich für diese Organisation anmelden und kleine Kinder unterstützen, sie betreuen und mit ihnen Zeit verbringen.“

 

Adham Al Mardini über die Volkshilfe & den NÖ Imkerverband:

Die Volkshilfe NÖ betreut niederösterreichweit Kinder, ältere Menschen bzw. Flüchtlinge usw. Man kann sich für freiwillige Mitarbeit melden, welche von Besuchsdienste bis Unterstützung von Flüchtlinge reicht. Daher kann man Vielen helfen, indem man sie unterstützt sich in der Gesellschaft wohl fühlen machen. Die Belohnung dieser Arbeit ist andere glücklich zu sehen. Dafür interessiere ich mich. Auch weil ich selber Flüchtling bin und viele Probleme gehabt habe als ich die Sprache nicht beherrscht habe, habe ich mich entschieden anderen zu helfen.

Was aber auch mich interessiert, ist der Niederösterreichische Imkerverband, denn mein Vater hat viele Bienenbevölkerungen in Syrien, von denen wir gelebt haben, und jetzt möchte ich unseren Weg fortsetzen. Der NÖ Imkerverband unterstützt die Imker Niederösterreichs durch organisieren des Honigverkaufs und durch Sammlung der Informationen des Bienenzüchtens. Man kann sich dabei engagieren durch eine Anmeldung bei den Ortsgruppen. Das möchte ich auch machen.“

 

Rafal Al Timimi über die Diakonie:

Ich habe am Sonntag mit der Organisation Diakonie gesprochen und diese Organisation hat mir sehr gefallen. Ich habe gefragt, wie kann ich mit Ihnen freiwillig arbeiten, denn für mich sehr wichtig dass ich den Menschen helfen kann. Sie sagten, ich kann mit diese Organisation als Dolmetscher Arbeiten, weil ich kann Arabische, Deutsch und Englisch sprechen. Ich habe schon ein E-Mail an sie geschrieben und auch eine Antwort bekommen.“

 

Rahmat Kasemi über das Hilfswerk:

Das Hilfswerk pflegt und betreut alte und kranke Menschen in ihrem eigenen Zuhause. Es gibt dort aber auch zum Beispiel Lernhilfe für Schülerinnen und Schüler sowie Hilfe für Erwachsene. Als Ehrenamtlicher kann man alte Menschen besuchen, mit ihnen spazieren gehen oder plaudern. Mich interessiert das, weil ich sehr gerne mit Menschen spreche und ihnen helfen möchte.“