START-Stipendium: Jetzt bewerben!

START sucht wieder neue Stipendiatinnen und Stipendiaten!

Chance, Weiterbildung, Netzwerk, Zukunft und neue Perspektiven – mit diesen Begriffen verbinden unsere Absolvent*innen das START-Stipendienprogramm.
Ab sofort sind wir auf der Suche nach neuen, spannenden jungen Persönlichkeiten, die gemeinsam mit uns ihre Talente stärken und neue Perspektiven für ihre Zukunft schaffen wollen!

Deine Schritte zu einer erfolgreichen Bewerbung:

  1. Auf unserer Seite oder auf Facebook über unser Angebot informieren.
  2. Überprüfen, ob du alle Voraussetzungen erfüllst.
  3. Bewerbungsunterlagen downloaden und ausfüllen.
  4. Alle Unterlagen zusammen? Dann ab zur Post und an die Projektleitung des jeweiligen Bundeslandes schicken.

Mit einem Klick auf das Bild des jeweiligen Bundeslandes kannst du die Bewerbungsunterlagen als PDF downloaden. Eine Vorlage für ein Empfehlungsschreiben findest du hier zum Download.

Seminar politische Bildung in Berlin

Wie jedes Jahr fuhren alle START-Österreich Stipendiat*innen die 1 Jahr vor der Matura stehen nach Berlin um an einer Seminarwoche zum Thema politische Bildung teilzunehmen. Hier der ausführliche Bericht:

Tag 1 – Anreise mit Bus, Flugzeug und Bahn nach Berlin

Während die Salzburger Stipis elegant mit der 1.Klasse mit der Bahn nach Berlin fuhren, flogen START-Wien, NÖ, OÖ von Wien Schwechat nach Berlin-Tegel. Die Vorarlberger fuhren mit dem Bus nach Zürich und flogen von dort aus nach Berlin. Für einige Stipendiat*innen war es der erste Flug überhaupt.

Nachdem alle gut angekommen waren, checkten wir in unserem Hostel in der Nähe des Bezirks Prenzlauer Berg ein. Dann gingen wir gemeinsam in Kleingruppen essen und machten uns mit der Umgebung vertraut.

Tag 2 – Thema: Nationalsozialismus

Wir haben als erstes das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besucht. Die 2711 quaderförmigen Beton-Stelen erinnern an die rund 6 Millionen Juden, die unter der Herrschaft Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten ermordet wurden. Hier erfuhren wir nicht nur über die Hintergründe dieses Platzes sondern auch über die Architektur und eigenen Interpretationen des Denkmals. Danach gingen wir hinunter ins Museum und wurden in 2 Gruppen aufgeteilt.

Wir sprachen viel über den Nationalsozialismus, vor allem über den Einmarsch in Polen und über die Vernichtungslager die 1942 erbaut wurden. Wir wurden in kleinere Gruppen aufgeteilt und haben Aufgabenstellungen bekommen, die wir mit Hilfe des Bildmaterials im Museum beantworten mussten.

Nach der Mittagspause gingen wir zum Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung wo uns Sana von den Geschehnissen 1933 berichtete und zur neuen Wache – einer Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Dort erzählte uns Mahdi über die Widerstandsbewegung der Geschwister Scholl.

Anschließend besuchten wir das deutsche historische Museum und sprachen wieder über den Nationalsozialismus, wobei wir mehr auf die Details, wie zum Beispiel die Hitler-Spielzeuge der Kinder, eingingen. Am Abend besuchten wir auch noch das Maxim Gorki Theater und schauten uns „Die Nacht von Lissabon“ an. Das Thema des Theaters spezialisierte sich hauptsächlich auf die Flucht und die emotionale Belastung die dahinter steckt.

Eishah: Ich fand es sehr gut, dass wir nicht nur über Fakten gesprochen haben, wie wir es in der Schule machen, sondern auch zum Beispiel auf familiäre Hintergründe der Juden eingegangen sind.

 

Mehdi: Mir hat vor allem das deutsche historische Museeum gut gefallen, da es Materialen der NS-Zeit zeigte und ich mir somit besser vorstellen konnte, was alles passierte. Von den anderen Programm-Tagen konnte ich mir auch viel Information mitnehmen.

 

Afra: Ich habe schon relativ viel zum Nationalsozialismus in der Schule gemacht und trotzdem konnte ich mir sehr viel neues mitnehmen. Ebenso die Wiederholung von den Sachen, die ich schon gekonnt habe, war für mich hilfreich es mir noch besser einzuprägen. Die Berlin-Reise ist eine tolle Möglichkeit um sich politisch weiterzuentwickeln und hat allen Beteiligten einen großen Spaß gemacht.

Bericht der START-Sbg Stipendiat*innen

Theaterbesuch

Gegen Mittwochabend hatten wir die Möglichkeit das Theaterstück ‚Die Nacht von Lissabon‘ nach dem Roman von Erich Maria Remarque zu besuchen. Selbst in diesem Stück handelte es sich von der Flucht. Eine tragische Geschichte eines Paares, die gegen ihr Schicksal kämpfen und Widerstand zeigen mit der Hoffnung zu Überleben.

Das Theaterstück war für mich eine traurige Geschichte, weil die Paare immer verfolgt wurden und sie haben im Angst gelebt. Das Leben für sie eine große Herausforderung, weil sie immer auf der Flucht waren. wegen dieser Verfolgung konnten sie nicht ein schönes Leben führen. – Shah-Ali

Die ‚Nacht von Lissabon‘ die im Rahmen ein Theaterstück gespielt wurde, war Liebesgeschichte von zwei geliebten die nicht einfach hatten zusammen zu kommen und immer ihnen die steine vor ihren Weg geworfen wurde. Sie hatten nicht so einfach ein schönes Leben zu führen. Allgemein war das Theaterstück für mich sehr interessant und hat mich fasziniert. -Milad

Das Theaterstück zeigt vor allem auch, dass die Menschen damals sehr schwer hatten. Ich persönlich war von dieser Geschichte sehr berührt und hoffe, dass die Gesellschaft endlich es schafft in einer toleranteren Atmosphäre miteinander in Frieden zu leben.  – Nasiba

Auch ich habe das Theaterstück sehr interessant gefunden. Vor allem die Parallelen, die man zu unserer Gesellschaft herstellen kann, haben mich fasziniert. Sicherlich muss man in Österreich (!) keine Angst haben, mit einer Person zusammen zu sein, unabhängig von deren Religion, Geschlecht oder Herkunft. Dass das jedoch so ist, ist absolut nicht selbstverständlich und in anderen Ländern teilweise gar nicht möglich. – Chirin

Ich fand das Stück sehr gut und unterhaltsam, da die Schauspielergruppe nicht nur die Probleme in der Vergangenheit sondern auch die Schwierigkeiten, welche man heute in einer fremde Gesellschaft bzw. Kultur bekommen kann, gut und deutlich dargestellt hat. Iman

Bericht der START-Vbg Stipendiat*innen

Tag 3 – DDR, geteiltes Berlin

Wir haben in der Schule zwar einiges über das geteilte Deutschland gelernt, doch erst als wir am zweiten Vormittag unserer Berlin-Reise die ehemalige DDR Haftanstalt Berlin-Hochschönhausen besuchten, wurde uns die schlimme Menschenrechtslage im Osten bewusst. In der DDR wurden die Bürger mit einer Politik der Angst und Vertrauenslosigkeit regiert. Hier haben wir auch eine Führung von einem Zeitzeugen gemacht. Er hat uns die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR gezeigt. Es war sehr emotional die traurigen Geschichten zu hören.

Am Nachmittag besuchten wir den ehemaligen Flughafen Tempelhof. Seine Architektur ist ein Beispiel der Gigantomanie zur NS Zeit. Es ist aber nicht übertrieben zu sagen, dass er als die „Mutter aller Flughäfen“ gilt. Mit unserer sympathischen Tourguide erkundigten wir die verschieden Facetten dieses Flughafens angefangen von den Zwangsarbeitern, die dieses Gebäude errichten mussten, bis hin zu seiner vitalen Rolle bei der Luftbrücke und schlussendlich zu seiner Schließung 2008.“

Bericht START-OÖ Stipendiat*innen

Alumni - Infoabend

Am Abend besuchten uns 3 START-Alumni, die in Berlin leben und dort studieren oder arbeiten. Sahire Bozkurt und Sonya Puthuparambil (START-Wien) und Luka Prskalo (START-OÖ) informierten über Studieren und Arbeiten in Deutschland. Speziell Luka wurde mit Fragen gelöchert, da er an der Charité in Berlin Medizin studiert. Vielen Dank fürs Zeitnehmen!

Tag 4 – Demokratie und Europa

Donnerstag waren wir beim europäischen Haus. Dort hatten wir die Möglichkeit, die Rolle der Parlamentsmitglieder zu spielen, wo wir eine Diskussionsrunde über Plastikbechern und Umweltverschmutzung durchgeführt haben. Wir hatten viel Spaß beim Rollenspiel. Es war ein wunderbares Erlebnis. Nachher hatten wir Freizeit. Dann hatten wir die Chance, uns mit uns im deutschen Dom mit der Geschichte des Parlaments auseinanderzusetzen. (Khlod)

Am vierten Tag unserer Reise durften wir den deutschen Dom besuchen. Da haben wir uns mit der Funktionsweise des Bundestags beschäftigt und haben die Rolle von „Bundestagsabgeordneten“ übernommen, um einen besseren Überblick zu bekommen, wie Entscheidungen getroffen werden. Außerdem wurden Infos über die Arbeit von Bundestagsabgeordneten, den Gang der Gesetzgebung, den Ablauf einer Sitzungswoche, die Struktur und Sitzordnung im Plenarsaal, die Funktionen der handelnden Parlamentarier sowie den Ablauf einer Plenarsitzung vermittelt.

Mir hat es sehr gefallen, weil ich mich dadurch einen sehr guten Überblick über verschiedene Dinge im Bundestag verschaffen konnte. (Ahmad)

Bericht: START-NÖ Stipendiat*innen

Tag 5 – Abreise

Die ersten, die Berlin verlassen mussten, waren die Salzburger Stipendiat*innen, die mit dem Zug nach Salzburg fuhren. Da in Deutschland der Karfreitag ein Feiertag ist, fuhren die U-Bahnen nur unregelmäßig und es gab dazu noch eine Störung, so dass wir den Zug nur knapp erreichten!

Die restlichen Stipendiat*innen hatten dann ebenfalls mit Verkehrsproblemen zu kämpfen, aber alle kamen rechtzeitig am Flughafen an und kamen gut und wohlbehalten wieder nach Hause.

Berlin wir kommen wieder!

Eine unvergessliche, lehrreiche, aber auch spaßige Reise, mit diese drei Wörter würde ich die Berlinreise 2018/2019 beschreiben. Die Reise war vom ersten- bis zum letzten Tag sehr gut organisiert. Ich danke allen für die Ermöglichung dieser Reise. - Atila Bamyani

Atila

Während der Berlinreise konnte ich nicht nur meine politische Bildung erweitern, sondern auch meinen Freundeskreis. Trotz oft langer Erklärungen und Erzählungen hat man durch die dort besuchten Workshops sowohl die Geschichte Deutschlands, als auch die Funktion des europäischen Unions besser kennengelernt. Unsere Betreuerinnen haben uns tatkräftig unterstützt, sodass wir uns wie zuhause fühlten. Ich hatte dort zahlreiche schöne Momente und Erinnerungen, die ich nie vergessen werde. DANKE START FÜR DIESE TOLLE UND INFORMATIVE REISE!

Jihan

In Berlin haben wir viele Workshops und wichtige Gebäuden besucht. An diese Reise würde ich wieder mit allen Stipendiaten und Stipendiatinnen und Betreuerinnen teilnehmen.

Shehab

Die Berlinreise war für mich von Anfang an schon cool und interessant und die beste Reise mit Stadt bis jetzt, da ich zum ersten mal mit Flugzeug geflogen bin.

Mahdi

„Zu unterstützen ist keine ‚Einbahnstraße‘“

Interview mit START-OÖ-Pate Mag. Gerald Hackl,Vorstandsvorsitzender der VIVATIS Holding AG.

Die Vivatis Holding AG ist START-Oberösterreich Pate seit der ersten Stunde. Patenschülerin Paola Todorova nutzte, kurz vor ihrem Schulabschluss, nicht nur die Gelegenheit sich zu bedanken, sondern auch dafür ihren Paten mal nach seiner Motivation für die Unterstützung zu fragen.

Paola: Lieber Herr Hackl, Sie unterstützen START-OÖ seit dem ersten Jahr. Warum haben Sie sich dazu entschieden?

G.H: Weil ich es für eine tolle Idee halte, junge Menschen, die es im Leben nicht immer leicht hatten, und ihre Talente zu fördern. Es macht mir einfach Freude, sie zu begleiten und ihnen zu helfen. Darüber hinaus sehe ich die Unternehmen generell in der Pflicht, soziale Verantwortung zu übernehmen und solche Projekte zu unterstützen. Das ist ja auch keine „Einbahnstraße“. Man sieht im Laufe der Zeit, wie sich diese jungen Menschen entwickeln und weiterkommen wollen. Ich merke das ganz deutlich bei unserer aktuellen Patin Paola. Aber auch bei unserem ersten Patenschüler Elias war von Anfang an spürbar: Er will das wirklich. Ich bin auch mit ihm noch in Kontakt und wir tauschen uns aus. Für mich ist das faszinierend und schön, mitzuverfolgen.

Das meine ich damit, wenn ich sage: Das ist keine ‚Einbahnstraße‘. Sondern wir gehen ein Stück des Weges gemeinsam. Wir bekommen als Paten viel zurück von unserer Patenschülerin.

Auch die Kollegen bei uns im Unternehmen haben Paola sehr ins Herz geschlossen. Sie hat hier ein Praktikum gemacht und wird heuer wieder eines absolvieren. Ich sehe es aber langfristig: Wenn Elias und Paola auch in Zukunft einmal Unterstützung brauchen, freue ich mich, wenn sie sich melden und wir in Kontakt bleiben.

Das erste Mal von START erfahren habe ich von RLB-OÖ-Generaldirektor Dr. Heinrich Schaller. Er sagte zu mir, dass er die Initiative aus Wien kennt und sie ein ganz tolles Projekt ist. Also habe ich mir das genauer angeschaut. Und ich war sofort begeistert. Was wir da bei der ersten Veranstaltung – es war die Begrüßungsfeier in der RLB – gesehen haben, war faszinierend. Diese jungen Menschen zu sehen, die sich vor Publikum trauen, zu präsentieren und über die schwierigen Dinge zu sprechen, die sie schon erlebt haben. Man kann sich nur schwer vorstellen, wie man selber damit umgegangen wäre, wenn man so etwas erlebt hätte. Dass sie dann diesen Mut fassen, neu zu beginnen und so viel selbst dafür tun, beeindruckt mich sehr.

Paola: Welche Erfahrung und Erlebnisse haben Sie mit START gemacht?

G.H: Bisher nur gute und schöne Erlebnisse. Als ich zum Beispiel Elias kennen lernte, war er ein junger Bub. Ich hatte auch Kontakt mit seinem kleinen Bruder und der gesamten Familie. Das zu erleben und die Entwicklung des Patenkindes zu sehen, ist einfach schön. Ich kann mich auch gut erinnern, als ich Paola und ihre Eltern kennen gelernt habe – ganz nette, bescheidene Menschen. Und ich habe gemerkt, wie stolz sie auf ihre Tochter sind, dass sie hier jetzt dabei ist. Ihre Entwicklung zu sehen, ist auch für uns eine tolle Erfahrung.

Es ist einfach faszinierend zu sehen, was man mit ein klein wenig Unterstützung – es geht ja um keine großen Geldbeträge – bewirken kann. Wie sehr man jemandem helfen kann. – Wir werden START auch weiterhin unterstützen.

Paola: Würden Sie diese Form der Unterstützung auch anderen Unternehmen empfehlen?

G.H: Auf jeden Fall. Ich muss es nochmal sagen: Es ist nicht einfach nur eine Spende und eben auch keine „Einbahnstraße“

Ich sehe es als eine Art Startkapital, um jemanden zu unterstützen und ihm die Chance zu geben, sich weiterzuentwickeln.

Und es ist auch bewegend, zu sehen, wie die Paten dieses Vertrauen, das in sie investiert wird, mehr als zurückgeben. Ich hoffe, dass auch viele andere Unternehmen START unterstützen. Ich kann es nur empfehlen.

Paola: Vielen Dank für das nette Gespräch und Ihre Unterstützung!

Offene Mathe-Lerngruppe traf sich zum zweiten Mal in diesem Semester in Salzburg

Auch in den Osterferien traf sich eine kleine Gruppe engagierter Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Mathematik-Lehrer Andreas Hirnsperger zur offenen Lerngruppe. Verschiedene Themen wurden diskutiert und gemeinsam bearbeitet. Die Stipendiat*innen hatten ihre Hausübungen und den Schularbeitenstoff mitgebracht, um daran zu arbeiten. Unser Mathe-Ass Jia Cheng Zhou, der im Mai maturieren wird und plant, Mathematik zu studieren, kam auch, um die anderen zu unterstützen und sich selbst für die bevorstehende Mathe-Matura vorzubereiten. Herzlichen Dank an Andreas Hirnsperger für sein Engagement! Die nächste offene Mathematik Lerngruppe wird am Samstag 1. Juni stattfinden.

Grundrechte, Vielfalt & Antidiskriminierung

Am 13. April 2019 nahmen die Niederösterreich-Stipis an einem Workshop vom Demokratiezentrum teil. Anfangs haben wir uns kennengelernt, wobei die Workshopleiterinnen einige Fotos in unsere Mitte legte und jeder von uns ein Bild aussuchte und erklärte warum er*sie dieses mit dem Begriff „Demokratie“ verbindet. Weil wir ein paar Stunden miteinander verbringen würden, erstellten wir Spielregeln für unsere gemeinsame Zeit beim Workshop, denen wir idealerweise auch in unserem Leben folgen sollten. Wir diskutierten sehr viel, denn das ist Demokratie. Jede_r hat eine andere Meinung gehabt, daher haben wir gegenseitig respektvoll diskutiert und zugehört. Dabei haben wir gelernt wie wichtig es ist andere Meinungen zu akzeptieren und zu respektieren auch wenn diese nicht zu unserer eigenen Meinung passt. Mit einem interessanten Spiel haben wir uns tiefer mit der Demokratie beschäftig. Das war nicht nur lehrhaft sondern hat uns allen Spaß gemacht. Bei jeder Aktivität habe ich etwas neues gelernt und konnte meine vorherigen Informationen ergänzen. Menschenrechte: Wer hat diese gemacht? Wozu wurden sie gemacht und werden sie eigentlich befolgt? Das haben wir genau gesprochen und als Übung für unser Kenntnisse haben wir Beispiele genannt.

Hier noch weitere Eindrücke von den Stipis:
Adham: Schon immer haben mich u.a. Menschenrechte, Demokratie, Freiheiten,…, interessiert. Dieser Workshop hat mir die Möglichkeit und den Mut gegeben, mich damit weiter zu beschäftigen.
Nazia: Der Workshop zum Thema Grund- und  Menschenrechte war sehr lehrreich und eine Möglichkeit ,mit den anderen StipendiatInnen über diverse Themen zu diskutieren. Ich bedanke mich herzlichst bei den Workshop-leiterinnen.
Nawid: Der Workshop hat mir gut gefallen, weil es nicht nur ein Vortrag war, sondern auch das wir selber nachdenken und diskutieren müssten.

Beitrag von Asmaa Sulaiman

START Vorarlberg Poetry Slam

Je näher die 10 Jahresfeier anrückt, desto mehr machen sich Team und StipendiatInnen gedanken zur Programmgestaltung. Dieses Mal machten sich die StipendiatInnen zur Arbeit und beschäftigten sich mit der lirischen Sprache im Poetry Slam.

START Stipendiat Christian berichtet:

„Wenn man den Begriff „Poetry Slam“ hört, kann sich für das Erste nicht wirklich viel vorstellen. Wenn man ein bisschen Englisch kann, wird einem schnell klar das es einen lyrischen Hintergrund besitzt. Prinzipiell nicht ganz falsch, aber das ist auch nicht alles. Der Poetry Slam verbindet einen Text mit Hintergrundgedanken + das Vorstellen des Textes vor einem Publikum. Meist sind diese Vorstellungen mit sehr vielen Gestiken und emotionalen Stilmittel geschmückt, die dem Zuschauer ein besseres Bild über den vorgelesenen Text vermitteln. Der Text, der auch Slam Poetry genannt wird, kann verschiedene Ziele haben. Vom Kritisieren der Politik, dem Erzählen einer Geschichte bis hin zum Stand-Up-Comedy, ist jedem ein riesen großer Raum zur freien Gestaltung offengelegt.

Der Workshop ermöglichte uns die Chance einmal mehr unsere kreative Seite zu benutzen und verschiedene, überraschend gute Text zu kreieren. Zwar war die Leiterin kaum älter als wir selbst, dennoch zeigte sie überraschend großes Talent und war dementsprechend sehr erfahren. Mit großer Leichtigkeit brachte sie uns alle notwendigen Mittel bei, um unsere eigenen Texte einmalig auszuschmücken.  Wir alle sind sehr dankbar, dass wir diesen Workshop mit großer Freude genießen konnten und würden diesen bestimmt erneut besuchen.“

Verpasst diese Gelegenheit nicht, wenn uns die StipendiatInnen ihr Stück bei der Feier auftragen werden!

Alternativer Stadtrundgang: Nationalsozialismus in Salzburg

Als Vorbereitung auf die jährliche START-Österreich Exkursion nach Berlin zum Thema „politische Bildung“ begaben sich die Salzburger Stipendiatinnen und Stipendiaten am 05.04.2019 auf eine Spurensuche in die Salzburger Altstadt. Begleitet von Dr. Alexander Prenninger, Historiker am Ludwig Bolzmann-Institut für historische Sozialwissenschaft, betrachteten die START-Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Stadt aus einer anderen Perspektive. Denn bei diesem Stadtrundgang wurde nach sichtbaren oder unsichtbaren Zeichen gesucht, die der Nationalsozialismus hinterlassen hat. Aber auch Geschichten und Geschichte abseits von Gedenktafeln brachte Dr. Prenninger den Jugendlichen näher. Themen, wie öffentliches Gedenken, kollektive Erinnerung und individuelles Vergessen waren zentral bei diesem Rundgang.

Welche
Spuren hat die Zeit des Nationalsozialismus in der Mozartstadt hinterlassen und
was davon ist heute noch sichtbar? Wo waren Verwaltungsbehörden,
Kommandozentralen und KZ-Außenlager untergebracht? Welche Gedenkstätten gibt es
und für wen? Welche fehlen noch immer? Dazu mussten sich die Stipendiatinnen
nicht erst abseits touristischer Trampelpfade bewegen. Vor der barocken Kulisse
der Stadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten fanden Zwangsarbeit,
Enteignung, Verschleppung, Ermordung, Zerstörung jüdischer Kultstätten, einzige
Bücherverbrennung Österreichs und die Verherrlichung des Terrorregimes
statt.

Kunstprojekt „Klamottenkunst“ – ein Nachbericht

An zwei Wochenenden fand das Kunstprojekt „Unseren Kleidern auf der Spur & Upcycling von Textilien“ von START-Wien in den Räumlichkeiten des Recycling Kosmos statt. Esther Weinberger und Gudrun Büsel gestalteten die Kurstage mit den 16 Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Ziel war es, den Jugendlichen einen Einblick hinter die Kulissen der Modeindustrie zu geben und alternative Handlungsmöglichkeiten mittels Upcyclings aufzuzeigen. Die billigen Kleidungsstücke, die in immer schnelleren Abständen auf den Markt kommen, mögen zwar modisch sein, allerdings haben sie einen negativen Einfluss auf die Umwelt und die Arbeiter und Arbeiterinnen. Schon beim Anbau der Rohfasern beginnt die Auswirkung auf die Erde – hoher Wasserverbrauch und Pestizide sind hier die Stichworte. Weitere Umweltauswirkungen kommen beim Färben und bearbeiten der Stoffe hinzu. Um die Kleidung so billig verkaufen zu können, werden die Arbeitskräfte ausgebeutet und so schlecht bezahlt, dass sich die meisten ohne Überstunden kaum ihre Grundbedürfnisse befriedigen können.

Diese Fakten gehören dazu, wenn man den Umgang mit Kleidung verbessern möchte. Sobald die Hintergründe erkannt werden, entsteht der Mut zu handeln. Aus alten Kleidungsstücken etwas Neues zu kreieren, das auch wieder einen Nutzen hat, schont Ressourcen, verlängert deren Lebenszyklus und potenzieller Müll wird vermieden. Hinzu kommt auch noch der Aspekt der Kostenersparnis und die Förderung der Kreativität.

Der erste Tag startete mit einer Vorstellungsrunde und einem Film als Einstieg in die Thematik. Dieser zeigte die schlechten Arbeitsbedingungen von Arbeitern und Arbeiterinnen einer Textilfabrik und die unzureichenden Schutzmaßnahmen vor allem im Umgang mit schädlichen Bleichmittel. Anschließend wurde ein World Café zu den Themen soziale Aspekte in der Produktionskette, globale Auswirkungen und negative Umweltfaktoren und mögliche Alternativen und Handlungsmöglichkeiten gestaltet. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren sehr aktiv dabei und teilten sich anschließend in drei Gruppen ein, um diese Themen die kommenden Termine zu bearbeiten.

Nach der Mittagspause ging es an den praktischen Teil. Zuerst wurde die Nähmaschine und deren Handhabung erklärt, da viele noch wenig Erfahrung mit dem Nähen hatten. Außerdem konnten sie anhand einiger Upcycling-Beispiele von Esther sehen, was man alles aus Jeans, T-Shirts und Co machen kann. Als Abschluss jedes Tages machten wir eine Feedbackrunde und auch eine Präsentation der Werkstücke.

Nachdem zwei Nachmittage lang jeder an seinen Werkstücken arbeiten konnte und somit auch Übung in der Handhabung der Nähmaschine hatte, wurde die Aufgabe abgewandelt, um wieder etwas Abwechslung zu schaffen und weitere Anreize zur Kreativität zu kreieren. Hierbei wurde nun auch in Gruppen an einem Upcycling-Stück gearbeitet, um gemeinsam zu neuen Ideen zu kommen. Herausforderung dabei war, sich auch einig zu werden und Kompromisse einzugehen, welche die Gruppen auch gut meisterten.

Die vier Tage vergingen wie im Flug und es war großartig zu sehen, mit welcher Begeisterung sich die Jugendlichen an die Recherchen zu der Modeindustrie und auch an die kreativen Lösungen gemacht haben. Wir hoffen, dass sie einiges an neuen Informationen mitnehmen konnten, Kleidung mit anderen Augen betrachten und einfach bewusster durch den Alltag gehen. Bei der letzten Feedbackrunde haben wir auch noch gemeinsam die Präsentation geplant und verschiedene Verantwortungsbereiche aufgeteilt. Wir freuen uns schon sehr auf die Präsentation sowohl von den Resultaten der Recherche als auch von den Resultaten von den Upcycling- und Nähprojekten. Anschließend wird der Abend mit einer Kleidertauschparty und somit als eine ressourcenschonende Shopping-Alternative verbracht.

START-Wien bedankt sich herzlich bei Gudrun Büsel – Workshopleitung Kunstprojekt „Klamottenkunst“ – für den Nachbericht!

START OÖ bereitet sich auf die Berlinreise vor

Am 6. April hatten wir, die START-OÖ Stipis, einen Vorbereitungs-Workshop für unsere Berlinreise in Linz. Hauptsächlich haben wir uns mit Themen wie die Geschichte Deutschlands und auch die Politik auseinandergesetzt.

Am Anfang haben wir uns vorgestellt und erzählt, wann wir mit der Politik etwas zu tun hatten. Danach haben wir über die Demokratie gesprochen und einige Merkmale davon wie zum Beispiel freies Wahlrecht, Sicherstellung von Bürger-, Menschenrechte oder Volkssouveränität auf einer MindMap aufgeschrieben.

Wir bekamen auch dann einen kurzen Überblick über die politische Lage Deutschlands in der Geschichte:

  • Monarchie bis 1918
  • Weimarer Republik von 1919 bis 1933
  • faschistische Diktatur bis 1945
  • Gründung der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR); die Aufteilung in West- und Ostberlin 1949
  • Baubeginn der Berliner Mauer 1961
  • Mauerfall 1989

Wir konnten sehr viele Fragen stellen, die uns über das Thema Politik und Geschichte interessiert haben. Es war ein sehr interessanter Workshop und ich habe es sehr informativ und hilfreich für unsere Berlinreise gefunden. Ich will mich ganz herzlich beim unseren Referenten Thomas Stornig bedanken für diesen Workshop.

Ein Bericht von Stipendiatin Neni