START-Wien/NÖ/Österreich ist übersiedelt

Ab 18.7.2017 finden Sie das START-Wien, das START-Niederösterreich und das START-Österreich Büro nicht mehr in der Baumannstrasse 11-15, sondern in der
Unteren Weißgerberstraße 41
in 1030 Wien

Unser neues Büro ist entweder zu Fuss oder von Landstrasse Wien-Mitte (S-Bahn, U4, U3)  mit der Strassenbahnlinie O (Station Radetzkyplatz) von Landstrasse Wien-Mitte (S-Bahn, U4, U3)  oder Praterstern (U1, U2, S-Bahn) oder der Strassenbahnlinie 1 vom Schwedenplatz (U4, U1) (Station Hetzgasse) gut zu erreichen.

START-Salzburg Jahrestreffen – und was der Lungau alles zu bieten hat…

Vom 30. Juni bis zum 02. Juli fand das diesjährige Salzburger Jahrestreffen (zeitgleich mit anderen Bundesländern) statt. Unsere Destination war der Lungau – genauer gesagt Mauterndorf, wo wir drei Tage lang eine Auszeit von der Hektik der Stadt nehmen durften und stattdessen die Natur genießen konnten. Nach unserer Ankunft in unserer Herberge ging es für die meisten von uns zur Erkundung der Freizeitanlage. Sehr begeistert waren wir Stipendiat*innen über die Trampoline, die während unseres Aufenthalts nicht verschont blieben.

Am ersten Tag stand außerdem ein Trommelworkshop an der Tagesordnung. Zur Auflockerung und um den Rhythmus zu fühlen durften wir anfangs zum Trommeln der Workshopleiterin tanzen und danach bekam jede*r eine eigene Trommel und der richtige Spaß begann. Es war nicht ganz so einfach wie man sich das vorstellt, doch trommeln macht unglaublichen Spaß – zumindest bis die Handflächen anfangen zu brennen. Ein Highlight war auch die etwas neue Ausführung vom Fetzenfußball, das wir bereits beim letzten Jahrestreffen gespielt hatten. Die Schwierigkeit lag hierbei darin, die Anzahl der Trommelschläge rauszuhören, die die Workshopleiterin schlug. Das mag peinlich einfach klingen, doch in Wirklichkeit ist das fast schon eine Kunst für sich. Den Abend haben wir dann mit verschiedenen Freizeitaktivitäten ausklingen lassen – führend war dabei erneut das Trampolin, aber auch der Aufenthaltsraum mit Billard und Co kam gut an bei den Stipis.

Am Samstag haben wir den Tag mit einer Wanderung begonnen. Es ging zwar vorerst mit der Gondel ein Stück bergauf, aber wir sind trotzdem ein ganzes Stück bergauf gegangen und sind sogar dank der grandiosen Fähigkeit von Umair die Karte (falsch) zu lesen unabsichtlich auf ein (Gipfel-)Kreuz gestiegen. Einige unter uns mögen zwar die Echtheit des Gipfelkreuzes angezweifelt haben, aber ein tolles Gruppenfoto damit ist trotzdem rausgesprungen. Schließlich ging es dann zu den Löschseen, die eigentlich zu Beginn das Ziel gewesen waren. Wobei man erwähnen muss, dass die Aussicht von unserem START-Gipfel viel schöner war als die zwei Seen.

Nach dem Mittagessen entschieden wir uns spontan für einen kurzen Ausflug zur Burg Mauterndorf. Für waschechte Salzburger*innen natürlich kein Vergleich zu unserer Festung, aber die Führung durch die Burg war doch sehr spannend, sodass sich der Ausflug gelohnt hatte. Auf dem Abendprogramm stand eigentlich ein Lagerfeuer, doch da das Wetter im Lungau sich als unvorhersehbar entpuppte, reichte es doch nur für ein gemütliches Beieinander im Aufenthaltsraum, das im Nachhinein dem Lagerfeuer in Nichts nachstand.

An unserem letzten Tag ging es zum Outdoorparc Lungau, worauf sich die meisten von uns die ganze Zeit über gefreut hatten. Und der Kletterpark enttäuschte uns schließlich kein bisschen. Sogar die Ängstlichsten unter uns sind über ihren Schatten gesprungen und hatten letztendlich großen Spaß. Das Highlight des Kletterparks war der Flying Fox, von dem wir kaum genug kriegen konnten.

Insgesamt war unser Jahrestreffen ein großer Erfolg und hat mir unglaublich viel Spaß bereitet.

 

Hevidar Mahmud, Salzburger Stipendiatin – nunmehr START-Alumna

Ich seh, ich seh, was du nicht siehst… Fotoworkshop Doppelbelichtungen

Ein Bild gibt Rätsel auf; Geheimnisvolles entsteht und oft verbirgt sich etwas im Foto, das sich erst beim zweiten Blick erkennen lässt:

Beim Fotoworkshop, der am 24. Juni im START-Salzburg-Büro mit Elisabeth Leberbauer stattgefunden hat, ging es hauptsächlich um Doppelbelichtungen. Zuerst haben wir Grundregeln des Fotografierens durchbesprochen und Elisabeth hat uns erklärt, welche Dinge wir beachten müssen, damit die Fotos besser aussehen oder eine bessere Qualität aufweisen. Dann wurde uns erklärt was doppelbelichtete Fotos sind, da sich die meisten von uns fast gar nichts unter diesem Begriff vorstellen konnten. Danach haben wir Portrait-Fotos von uns selbst gemacht. Nachdem wir ein paar Fotos geknipst hatten, gingen wir in den Mirabellgarten und machten Fotos von verschiedenen Objekten: Blumen, Bäumen, gewissen Skulpturen oder einfach vom Wasser. Als wir genügend Fotos hatten, hat uns Elisabeth im START-Büro mit einer einfachen App namens ‚fused‘ gezeigt, wie man zwei Fotos übereinanderlegen kann. Wir alle haben ein paar Fotos bearbeitet und waren ziemlich fasziniert, wie einfach man tolle, doppelbelichtete Bilder herstellen kann. Die App ist sehr einfach zu bedienen und die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen. Alle Stipis, die beim Workshop teilgenommen haben, waren begeistert von den fertigen Fotos.

Paula Jelusic, Stipendiatin aus Salzburg

Gemeinsam Feste feiern – Das erste START-OÖ Iftar إفطار

Am Samstag, den 24. Juni feierten START-OÖ Stipis mit Angehörigen, Freunden und Paten gemeinsam das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang. Bei sommerlichem Wetter konnten wir unter freiem Himmel eine muslimische Tradition zusammen erleben und Köstlichkeiten aus den Heimatländern der StipendiatInnen probieren.

Der Ramadan ist der Fastenmonat der Muslime, welcher Dimensionen des Religiösen, Körperlichen, Spirituellen und Sozialen verbindet. In den 30 Tagen des Fastens steht die Enthaltung  bestimmter Tätigkeiten im Vordergrund. Nach Sonnenuntergang wird das Fasten im Kreis von Familie und Freunden gebrochen. Die 30 Tage des Fastens werden mit dem Fest des Fastenbrechens, Bayram oder Zuckerfest, beendet.

Bereits um 19.00 kamen die ca. 80 BesucherInnen unseres Iftar in den „My Playstore“, welchen wir für unser Rahmenprogramm verwenden durften. Neben einem Jahresrückblick, welcher von unseren Stipis präsentiert wurde, gab es Vorträge, welche von den Heimatländern, den Fluchterfahrungen und Reisen unserer Stipis berichteten.

Bevor die knurrenden Mägen mit orientalischen Spezialitäten gefüllt wurden, lud START-Alumi Hajret Beluli, welcher Islamwissenschaften studiert, die BesucherInnen ein, sich ein paar Gedanken über die Botschaft des Ramadan zu machen. In seiner Rede kläre er ZuhörerInnen über die Bedeutung und verschiedenen Aspekte des Fastens im Ramadanauf. Abschließend eröffntete Pastoralassistentin Martina Resch uns ihre Perspektiven und Gedanken zum Fasten.

Pünktlich zu Sonnenuntergang wurde das üppige Buffet, gefüllt mit selbstgemachten, traditionellen Speißen unserer StipendiatInnen eröffnet. Die BesucherInnen konnten alle Köstlichkeiten probieren und neben traditioneller Musik das traumhaften Ambiente des Sommersonnenuntergangs im Innenhof der Tabakfabrik genießen. Während des Essens konnten sich Stipis mit Freunden und Paten über ihr START-Jahr austauschen und gemeinsam die Tradition des Fastenbrechens kennenlernen.

Wie bedanken uns für die vielen Gäste, die unsere Einladung gefolgt sind und bei Iris Mayr, welche uns die Räumlichkeiten des My Playstore zur Verfügung stellte!

ʿĪd mubārak – Ein gesegnetes Zuckerfest!

– und erholsame Sommerferien

wünscht START- Oberösterreich

 

START Vorarlberg auf der Anne Frank Wanderausstellung

Am 23.06.2016 besuchten 7 Vorarlberger START-Stipendiaten die Ausstellung „Lasst mich ich selbst sein: Anne Franks Lebensgeschichte“ im Theater am Saumarkt in Feldkirch. Im Rahmen der Kooperation mit dem Anne Frank Verein wurde diese Ausstellung ins Leben gerufen.

              

Anne Frank bekam zum dreizehnten Geburtstag ein Tagebuch geschenkt. Sie begann sofort mit ihren Eintragungen. Der größte Teil des Tagebuchs handelt von der Zeit im Hinterhaus. Es war Krieg und die deutsche Armee hatte die Niederlande besetzt. Jüdische Bürger wurden verhaftet und in Konzentrationslager gebracht. Nach zwei Jahren wurden die Verfolgten im Hinterhaus doch entdeckt und verhaftet. Anne Frank starb im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Sie war damals fünfzehn Jahre alt.

In den Projekten des Anne Frank Vereins werden Schülerinnen und Schüler dazu motiviert sich mit der Lebensgeschichte Anne Franks auseinanderzusetzen. Gerade auf die heutige, rasante Situation im Nahen Osten bezogen, ist das Bestreben nach einem globalen Frieden, wie es die UNO einmal nach dem 2. Weltkrieg definiert hat, sehr in den Hintergrund geraten: Es werden immer noch, und das seit Jahrzehnten, Städte bombardiert und den dort lebenden Menschen ihre Lebensgrundlage entnommen. Viel zu verheerend sind die Folgen, wie Flucht, Vertreibung und das weltweite Schüren von Hass, dieser „Stellvertreterkriege“, die im Nahen Osten schon lange toben. Diese Auseinandersetzung soll junge Menschen sensibilisieren: zu Respekt vor Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe, Religion und kulturellerem Hintergrund.

          

Wir möchten uns sehr über die Führung bei den zwei Jugendlichen und beim Saumarkt Theater für den netten Empfang bedanken und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg!

Ein Bericht von Anes Terzić, START Stipendiat

Kunstprojekt der Wiener Start-StipendiatInnen: Light over Darkness

„My heart is full of PEACE.“ – Meghety
„Light wins over darkness.“ – Lalita
„We were created to create.“ * throws glitter in today’s face* – Yıldız
„Are we all lost stars trying to light up the dark?“ – Gamze
„Creating something new helps us find new things in ourselves.“ – Leopold

Alte Menschen waren auch mal Kinder. Als der zweite Weltkrieg begann, wurden viele plötzlich aus ihrer wohlbehüteten Kinderwelt heraus gerissen. Die Welt verwandelt sich in Dunkelheit und Grauen. Unschuldig wurden diese Kinder zu Zeitzeugen. Doch haben sie sich selbst als Opfer wahrgenommen? Glücklicherweise überlebten sie. Jugendliche heute, die selbst Fluchterfahrungen gemacht haben, aus Kriegs­gebieten kommen, führten Gespräche mit jüdischen Zeitzeugen. Sie sprachen über Hoffnung, das Überleben und den Frieden. Wer waren diese Menschen damals und wer sind sie heute? Wie überlebten sie diese Zeit, was war ihr Antrieb? Ist die politische Lage von damals ähnlich wie heute? Aus den Zeitzeugen-Interviews bzw. ihren eigenen Erfahrungen und Motiven erarbeiteten die Jugendlichen schau­spielerische Szenen, Texte und Rapsongs. Die künstlerischen Darstellungen zeigen authentisch den Weg, den die Jugendlichen gegangen sind.


Danke für den wundervollen Abend: Die darstellende Einleitung der Jugendlichen, die Vorführung ihrer Arbeit, die unfassbar traurig, wahr, echt und greifbar war! Vielen Dank auch an die Brunnenpassage für das köstliche Essen danach und an Alle die gekommen sind, um dabei zu sein! Wir werden den Film hoffentlich bald wieder zeigen können! Dazu dann bald mehr!


Mit Abdirahman Ahmed, Bushra Yasin, Gamze Cetin, Lalita Kumari Digwal, Leopold Grolmus, Lisney Wimasha Fernando, Mariama Ibrahim Miko, Meghety Topjian, Mohammad Hijazi, Roberto Ciubotaru, Yıldız Turak

Künstlerische Leitung: Simonida Selimovic (Romano Svato)
Kamera: Servet Yilmaz

„Light over Darkness“ ist das Kunstprojekt der Wiener START-ÖsterreichStipendiat_innen 2016/17.

 

START-Salzburg in der Oper – Mahagonny, die Netzestadt

Der Besuch der Oper ‚Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny‘ wirft viele Fragen auf und bringt Überraschungen:

„° Ist die Geschichte echt? ° Die singen komisch. ° Was machen Facebook, Twitter, Amazon, und vieles Modernes mehr in der Oper? ° Den Dirigenten kann man hinten am Bildschirm sehen. ° Den Text der Sänger und Sängerinnen oben mitlesen. ° Die Kostüme sind fantastisch. ° Den einen Sänger kennen wir aus einem Projekt in der Schule. ° Ob wir wirklich alles verstehen müssen? ° Ich muss das nochmal reflektieren. ° Der Kampf war richtig cool.“

Die Salzburger StipendiatInnen, die die Oper bis dato noch nicht liebten, sind spätestens in der zweiten Hälfte der modernen Inszenierung auf den Geschmack gekommen und die sie schon liebten, waren hellauf begeistert: mitreißende Musik, packende Szenen mit modernem Zeitgeist – So wurde das sozialkritische Musiktheaterstück von Kurt Weill und Bertolt Brecht erlebt, indem es um Geld und Gemeinschaft geht und die Frage, wie wir leben wollen. In der Pause wurde das Gebäude mit Balkon näher betrachtet und über das Stück gequatscht. Es war ein schöner, feierlicher Abend im Salzburger Landestheater.

Musikalische Leitung: Adrian Kelly . Inszenierung: Jacopo Spirei  . Orchester: Mozarteumorchester Salzburg

Salzburg: eine historische START(Stadt-)Tour

Auf den Spuren des Nationalsozialismus“ war das Konzept des Regionalprogramms am 28. April 2017. Gemeinsam mit dem Historiker Alexander Prenninger erlebten die StipendiatInnen eine Zeitreise durch die Salzburger Altstadt. Trotz des schlechten Wetters vermittelte uns Herr Prenninger viel von seinem Wissen, zum Beispiel über jüdische Familien, die in Salzburg gelebt haben.

Außerdem zeigte uns der Historiker einige Plätze, welche für die NationalsozialistInnen eine wichtige Rolle spielten, wie den Markatplatz. Zusätzlich machte er die StipendiatInnen auf verschiedene Gedenktafeln aufmerksam, die von vielen Menschen kaum beachtet werden. Weiters entdeckten wir ein paar Stolpersteine, welche an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern.

Es gibt eben unzählige sichtbare und unsichtbare Spuren, die uns in die Geschichte führen. „Im Schatten der Mozartkugel“ (http://www.imschatten.org/) heißt ein Reiseführer, indem dazu noch mehr gelesen werden kann.

Obwohl das Wetter nicht sehr passend war, erklärte der Historiker mit Begeisterung Kurioses und Wissenswertes über die Geschichte des Nationalsozialismus in der Stadt.

START-Salzburg bedankt sich für diese interessante und lehrreiche Führung. Nach dieser Tour sahen die StipendiatInnen die Stadt von einem ganz anderen Blickwinkel.

-Eindrücke von Stipendiat Pushon-