Nachhaltige START-Förderung: Jugendliche Migrant*innen nutzen ihre Chancen

Aktuelle österreichweite Umfrage unter START Absolvent*innen  

(Wien, 08. März 2018). Rund 220 Jugendliche aus 45 Nationen haben in den vergangenen elf Jahren mit Unterstützung des Stipendienprogramms START die Schulausbildung in Österreich mit Matura abgeschlossen. „Und wir haben ganz viel gelernt, hinsichtlich Wissen und Kultur. So auch den österreichischen Schmäh zu verstehen“, beschreibt eine Absolventin das Erlebte in einer aktuellen Umfrage unter allen START-Absolvent*innen.

UMFRAGE DETAILS  (österreichweite Alumni-Umfrage 2018, Rücklauf: 40 Prozent):

START als Türöffner. Für 75 Prozent der Befragten gab es bei der Bewerbung zum Stipendium keine Hürden. Einmal aufgenommen und dabei, war das Stipendienprogramm für viele der Jugendlichen ein Türöffner und half Kontakte zu knüpfen sowie die eigene Perspektive zu erweitern. Durch das Stipendienprogramm wurden Selbstbewusstsein gestärkt, Routine im Präsentieren gewonnen sowie sprachliche und soziale Kompetenzen gefördert.
„Die Umfrage-Ergebnisse freuen uns ganz besonders, da sie uns in unserem Ansatz bestätigen und aufzeigen, dass die Förderung nachhaltig wirkt“, so die Bildungsprogrammkoordinatorin für START-Österreich Katrin Triebswetter. „Die Rückmeldung der Alumni ermutigt aber nicht nur uns, unseren erfolgreichen Weg weiter zu gehen, sondern ist auch ein starkes Signal an unsere aktuellen Stipendiat*innen, an sich und ihre Möglichkeiten zu glauben und immer wieder über den eigenen Tellerrand zu blicken.“
Als besonders hilfreich sehen die befragten Alumni den gebotenen Rückhalt in der START-Familie, die Gemeinschaft und das daraus entstandene Netzwerk sowie die laufende Betreuung und Begleitung. Die enge Verbundenheit unterstreicht auch die Tatsache, dass heute über 97 Prozent der Absolvent*innen den Kontakt zu ehemaligen START-Kolleg*innen pflegen.

Wohin nach der Matura. Jeder Achte der befragten Jugendlichen absolvierte nach der Matura ein Auslandssemester oder Praktikum im Ausland. Drei Jugendliche starteten unmittelbar nach der Matura ins Berufsleben. Über kurz oder lang begannen alle anderen nach der Matura ein Studium, viele von ihnen auch berufsbegleitend. Denn parallel zum Studium sammelten viele der Jugendlichen Berufserfahrung – ob als Tourguide in der UNO, Kinderbetreuer*in oder auch wissenschaftliche Assistenz. Die Top-Studienrichtungen der Alumni sind Wirtschaft bzw. Internationale Betriebswirtschaft gefolgt von Medizin und anderen naturwissenschaftlichen Fächern. Viele haben ihn schon, für andere ist er das große Ziel der kommenden Jahre: der Studienabschluss mit einem Master.
Trotz Studium und Nebenjob engagieren sich über 60 Prozent der Absolvent*innen freiwillig. Viele  geben Nachhilfe, einige auch beim -Projekt „Tanmu“ (Lernhilfe für jugendliche Flüchtlinge) des START-Alumnivereins.

Bildungschancen nutzen. Die vielen Bildungsmöglichkeiten sowie die persönliche Freiheit und die hohe Lebensqualität schätzen die START-Alumni besonders an Österreich. Und sie sehen ihr Engagement auch als eine Möglichkeit, etwas von der Unterstützung, die sie erfahren haben, an andere weiterzugeben.

Keine halben Sachen. Ein Tipp der Ehemaligen für kommende START-Absolvent*innen: Das Meiste und Beste aus der Zeit herausholen, sowohl auf sozialer Ebene (Freundschaften knüpfen, offen für Neues sein,…), als auch in Hinblick auf das Bildungsangebot (Workshops besuchen, Fokus auf Zukunftschancen legen).

 

Wie START-Wien junge Menschen auf ihrem Bildungsweg begleitet
START-Wien begleitet und unterstützt Jugendliche mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. Die Stipendien werden unabhängig von Nationalität und Aufenthaltsstatus vergeben. Unterstützt werden die Jugendlichen durch einen Laptop, Drucker sowie Bildungsgeld. Noch wichtiger ist aber die ideelle Unterstützung in Form von individueller Beratung und Begleitung, zahlreichen Bildungsseminaren und Workshops, gemeinsamen Exkursionen oder bei der Studien- und Berufswahl.

Über START-Stipendien

Das START-Stipendienprogramm fördert engagierte Schüler*nnen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das START-Programm sind daher steuerlich absetzbar.

Rückfragehinweis:

Dipl.-Soz. Katrin Triebswetter
Projektkoordinatorin START-Wien
M: +43 664 886 22140, E: triebswetter@start-stipendium.at
www.start-stipendium.at

communication matters
Mag.a Eveline Bottesch
T: +43 1 503 23 03 – 26, E: bottesch@comma.at

Uniqua-Mitarbeiter unterstützen Schreibwerkstatt von START-Wien

(Wien, 20.12.2017) Mitarbeiterbefragung für den guten Zweck. Um Mitarbeiter zu motivieren an der Befragung teilzunehmen, entschied sich UNIQA jeweils einen Euro pro ausgefülltem Fragebogen zu spenden. Zur Auswahl standen zwei wohltätige Organisationen. Der Verein START war eine davon.
Insgesamt 1.500 Euro überreicht Robert Linke, Leiter HR der UNIQA Group nun in der SkyBar des UNIQA Tower an START-Projektkoordinatorin Katrin Triebswetter. Mit der Spende wird das Projekt „Schreibwerkstatt“ unterstützt, das Jugendliche mit Migrationshintergrund fit für den Deutschunterricht macht.  
Mit Hilfe des Geldes finanziert der Verein START Stipendien Textworkshops, in denen der schulergänzende Förderbedarf der Jugendlichen mit Migrationshintergrund abgedeckt wird. Denn viele der START-Schülerinnen und Schüler sind über Umwege in die Oberstufe eingestiegen und haben bislang nicht gelernt, wie Kommentar, Erörterung, Erzählung oder Analyse strukturiert und korrekt umgesetzt werden. Die Unterrichtseinheiten in der START Schreibwerkstatt helfen, diese Wissenslücken zu schließen. „Und die Einheiten für „schulspezifisches Deutsch“ bzw. konkrete Text- und Schreibübungen werden von unseren Schülern sehr gerne angenommen“, berichtet START-Projektkoordinatorin Katrin Triebswetter, „auch wenn der Unterricht in den Ferien oder am Wochenende stattfindet!“ Unterrichtet werden die Jugendlichen von einem AHS-Deutschlehrer. Das Interesse ist groß, die Warteliste dementsprechend lang und eine Fortsetzung jedenfalls geplant.


v.l.n.r.: Nour, Mohamad, Meghety, Katrin Triebswetter (START Stipendien), Robert Linke (UNIQA)
Copyright: UNIQA

O-Töne zur START Schreibwerkstatt:
Nour, (17 Jahre): „In der Schreibwerkstatt haben wir die unterschiedlichsten Textformen geübt. Unter anderem auch die Interpretation von Gedichten. Mein Gedicht war die Bürgschaft – ich habe die 20 Strophen der Bürgschaft auswendig gelernt. Für meine Interpretation im Rahmen des Schulunterrichts erhielt ich dann einen Einser!“ 
Mohamad, (18 Jahre): “Ich habe das Verfassen von Kommentaren in der Schreibwerkstatt geübt. Bei meiner ersten Deutschschularbeit, wird ein Leserbrief zu schreiben sein. Da wird sich zeigen, wie gut ich nun hoffentlich bin!” 
Meghety, (17 Jahre): “Ich war jeweils eine Woche in den Semesterferien in der Schreibwerkstatt und habe Textarten geübt. Mit Erfolg. Denn ich bin nun seit fast drei Jahren in Österreich und habe mein erstes großes Ziel erreicht: Ich habe die Deutsch-Herbstprüfung bestanden!” 

Rückfragehinweis:
START Stipendien Wien, Dipl.-Soz. Katrin Triebswetter,
M: +43 664 886 22140, E: triebswetter@start-stipendium.at, www.start-stipendium.at
communication matters, Mag.a Eveline Bottesch,
T: +43 1 503 23 03 – 26, bottesch@comma.at

Die Welt verändern ist Politik: Integrationsstadtrat Jürgen Czernohorszky diskutiert mit START-Wien

(Wien, 25. Oktober 2017). 27 Prozent der Wiener Bevölkerung im wahlfähigen Alter ist nicht wahlberechtigt. Das trifft auch auf StipendiatInnen von START-Wien und deren Familien häufig zu. Aufgrund ihrer Staatsbürgerschaften haben sie in Österreich oft noch kein Wahlrecht. Trotzdem suchen sie Möglichkeiten zur politischen Teilhabe und wollen sich engagieren. Wie und wo das möglich ist, dazu befragten SchülerInnen und AbsolventInnen von START-Wien Bildungs- und Integrationsstadtrat Jürgen Czernohorszky.

Engagement auch ohne Stimmrecht. „Mein politisches Engagement hat in der Schule begonnen“, erzählt Stadtrat Czernohorszky, „erst als Klassensprecher, dann als Schulsprecher“. Politik geschieht nicht nur im Parlament, sondern ist jederzeit im eigenen nahen Umfeld möglich. „Wenn einem etwas in der Politik nicht passt, zahlt es sich aus, sich auf die Füße zu stellen und eine andere Meinung zu vertreten. Für eine Sache einzutreten, aktiv zu werden und sich gemeinsam mit anderen zu organisieren, macht einen stärker und kann auch zu Veränderungen führen“, so der Stadtrat.

Integrationsstadtrat Czernorszky im Kreis der StipendiatInnen; Copyright: START Wien

„Wie sorgen Sie als Stadtrat dafür, dass alle, die in dieser Stadt leben, auch die Möglichkeit der politischen Partizipation haben müssen – unabhängig von Alter und nationaler Herkunft?“, will die 16-jährige Marzia Suleimanli wissen. „Unabhängig vom Wahlrecht gibt es verschiedene Möglichkeiten der Mitbestimmung“, so Czernohorszky, „in den Bezirksjugendparlamenten beispielsweise kann bei Entscheidungen mitgewirkt werden, welche die unmittelbare Lebenswelt der Jugendlichen betreffen. Im SchülerInnenparlament werden Themen und Anliegen der SchülerInnen besprochen.“
Direkte Beteiligung und den Dialog für alle WienerInnen ermöglicht auch die „Sag’s Wien“-App, mit der die StadtbewohnerInnen ihre Anliegen via Smartphone äußern können. (https://www.wien.gv.at/sagswien/)

Schulfach Politische Bildung. Kann man politisches Engagement auch lehren und lernen? „Wieso wird dem Fach Religion so viel Platz im Schulunterricht eingeräumt, der Politischen Bildung aber nicht?“, fragt Ashan Sikandari. „Im Idealfall soll Politische Bildung fächerübergreifend in allen Schulen erfolgen“, wünscht sich auch Stadtrat Czernohorszky mehr Gewicht für diesen Bildungsbereich.

Vorbild für politisches Engagement. Dass mittlerweile auch in der österreichischen Politik  Menschen mit Migrationshintergrund aktiv und sichtbar sind, motiviert die Jugendlichen. „Politik sollte die Vielfalt einer Stadt bzw. einer Gesellschaft auch abbilden, sowohl was das Personal als auch was die Inhalte betrifft“, unterstreicht Czernohorszky. „Davon sind wir sicher noch weit entfernt. Man kann daher die Bedeutung von Pionierinnen und Pionieren mit Migrationshintergrund in der Politik nicht hoch genug einschätzen. Denn sie sind die Basis dafür, dass es mehr werden können.“

Über START-Stipendien:
Das START-Wien-Stipendienprogramm unterstützt engagierte SchülerInnen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. https://www.start-stipendium.at

Rückfragehinweis:
Dipl.-Soz. Katrin Triebswetter
Projektkoordinatorin START-Wien
M: +43 664 886 22140
triebswetter@start-stipendium.at
www.start-stipendium.at

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Wien: Bildungschance für Jugendliche mit Migrationsgeschichte

Es gilt, ausgewählte Jugendliche mit migrantischen Wurzeln auf ihrem Bildungsweg zu fördern. Denn Bildung ist der Schlüssel zu erfolgreicher Integration. 

  • START Stipendien zur Aus- und Weiterbildung
  • 20 Jugendliche aus neun Nationen
  • Laufende Begleitung & Unterstützung

Wien, 19. Oktober 2017 – 20 ausgewählte Schülerinnen und Schüler mit Migrationsgeschichte übernahmen am Montag bei den Feierlichkeiten im Wiener Haus der Industrie ein START-Stipendium. Damit gehören sie bereits zum 12. Jahrgang, der vom Verein START Stipendien Wien auf dem Weg zur Matura unterstützt wird. Die neuen StipendiatInnen haben ihre Wurzeln unter anderem in Ägypten, Afghanistan, im Iran oder in Somalia.

Die neuen START StipendiatInnen und FörderInnen. © Louai Abdul Fattah

Bildungschancen für Jugendliche aus vielen Nationen
Österreichweit absolvierten seit der Gründung vor 11 Jahren bereits 232 Jugendliche aus 45 Nationen die Matura mit START. Stipendien. Für den diesjährigen Jahrgang wurden 20 Schülerinnen und Schüler in Wien ausgewählt. Manche der 15- bis 19-Jährigen Jugendlichen  sind erst seit einem Jahr in Wien. Gemeinsam ist allen, dass sie die Matura machen wollen und dafür vollen Einsatz leisten. „Alle unsere StipendiatInnen zeichnen sich durch besonderes Engagement aus. Wir versuchen, die oft schwierigen individuellen Rahmenbedingungen zu optimieren und so ihre Chancen für einen Bildungsabschluss zu erhöhen“, erläutert Katrin Triebswetter, verantwortliche Projektkoordinatorin von START Stipendien Wien.
Im Rahmen der Feier fand auch die Verabschiedung von 16 MaturantInnen statt, die es bereits „geschafft haben“ und die nun Richtung Job und/oder Hochschule bzw. Universität streben.

Die AbsolventInnen 2017 © Louai Abdul Fattah

Wie START-Wien junge Menschen auf ihrem Bildungsweg begleitet
START-Wien begleitet und unterstützt Jugendliche mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. Die Stipendien werden unabhängig von Nationalität und Aufenthaltsstatus vergeben. Die StipendiatInnen werden mit Laptop, Drucker sowie 100 Euro Bildungsgeld im Monat unterstützt. Noch wichtiger ist aber die ideelle Unterstützung etwa in Form von Bildungsseminaren, gemeinsamen Exkursionen oder bei der Studien- und Berufswahl. Alle Mitglieder des Programms sehen sich als Gemeinschaft, in der sie sich aktiv beteiligen und einander gegenseitig unterstützen. Die SchülerInnen und Schüler sind darüber hinaus auch in den unterschiedlichsten Bereichen engagiert – sozial, politisch oder kulturell.

Über START-Stipendien
Das START-Stipendienprogramm fördert in Wien seit zehn Jahren engagierte SchülerInnen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das START-Programm sind daher steuerlich absetzbar. Patenschaften für einzelne StipendiatInnen können von Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen übernommen werden.

Rückfragehinweis:
Dipl.-Soz. Katrin Triebswetter
Projektkoordinatorin START-Wien
M: +43 664 886 22140
triebswetter@start-stipendium.at
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PRESSEINFORMATION: START-Niederösterreich begrüßt die ersten StipendiatInnen

Am 9.November 2016 fand im Panoramasaal der HYPO Landesbank NÖ in St. Pölten die feierliche Begrüßung des ersten Jahrgangs an START-Niederösterreich StipendiatInnen statt. Eröffnet wurde die Feier von Landesrätin Mag. Barbara Schwarz – in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll – und Mag. Katharina Turnauer von den Sinnstiftern.

START-Niederösterreich startet das Programm mit 13 engagierten Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, die auf ihrem Weg zur Matura unterstützt werden. Die Jugendlichen stammen aus Afghanistan, Armenien, Iran, Irak, Kirgisistan, Syrien, Tschetschenien und Tschechien. Elf von ihnen sind erst 2015 als Flüchtlinge nach Österreich gekommen und zwei leben schon seit mehreren Jahren in Niederösterreich.

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Die Stipendiatinnen und Stipendiaten gestalteten die Moderation des Abends und stellten in einem selbst gedrehten Video und in Reden sich selbst und ihre Ziele vor.

Dalia Al-Wardi ist 16 Jahre alt, stammt aus dem Irak und kam 2015 mit ihrer Familie als Flüchtling nach Österreich. Heute lebt sie in Großrußbach und geht ins Gymnasium Korneuburg. Dalia erzählte in ihrer Rede von ihren Zielen: „Ich möchte Ärztin werden, das ist mein Traumberuf. Ich würde mich auf diese Weise für andere einsetzen, mich um kranke Menschen kümmern und vielen Leuten helfen, ein gesundes und glückliches Leben zu führen. Es ist mir klar, dass ich lang und hart studieren muss, um eine gute Ärztin zu werden, aber ich möchte alles geben um meinen Traum zu erreichen.“

Amin Alizade ist 18 Jahre alt und kam 2015 alleine als Flüchtling aus Afghanistan nach Österreich. Er lebt jetzt in Baden bei einer Familie und geht ins BG Biondekgasse. Er hat bei der Begrüßungsfeier eine Rede gehalten und mit diesen Worten beschlossen: „Ich möchte Ihnen eine Weisheit mitgeben, die ich in meinen ersten Tagen in Österreich, als ich noch perspektivlos war, gelesen habe: ‚Das Leben ist ein Spiel. Wenn man spielt, kann man gewinnen oder verlieren, aber wenn man nicht spielt, ist man immer ein Verlierer.‘ Jetzt spiele ich.“

Den Höhepunkt der Feier bildete die feierliche Übergabe der Urkunden an die StipendiatInnen durch ihre Paten – Constantia Flexibles vertreten durch Wolfgang Schwaiger, die US Embassy Wien, das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres sowie das Land Niederösterreich vertreten durch Landesrätin Mag. Barbara Schwarz.

Zum Abschluss präsentierten die frischgebackenen StipendiatInnen ihre dynamische Interpretation eines gemeinsam einstudierten Chorstückes – „Ein Hoch auf uns!“

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Jugendliche auf ihrem Weg in die Zukunft unterstützen

„Es ist völlig unwesentlich wo jemand herkommt und welche Nationalität jemand hat, wichtig ist, dass Menschen Chancen bekommen. Und die START-Stipendien sind dazu da um jungen Menschen Chancen zu geben. […] Ich wünsche den Stipendiatinnen und Stipendiaten alles Gute für Ihre Zukunft und einen Weg, der – das wäre unehrlich es nicht dazu zu sagen – nicht frei von Holpersteinen sein wird, aber einen Weg, wo ihr alles bewältigen könnt, was sich euch in den Weg stellt. Ich bin mir sicher, dass wir hier junge Menschen sitzen haben, die mit vollem Elan und mit viel Willen und mit viel Fleiß und mit allem, was ihnen zur Verfügung steht, ihren Weg gehen wollen. […] Und ich freue mich darauf diese Wege ein bisschen zu beobachten, da dabei zu sein. […] Es ist ein gutes Programm und ich freue mich, dass eure Zukunft hier in diesem Land stattfinden darf. Alles, alles Gute für euren weiteren Weg!“ macht die Landesrätin Mag. Barbara Schwarz den Schülerinnen und Schülern Mut.

Talente fördern

„START ist ein Projekt, das dabei helfen soll, die Talente zu erkennen und zu fördern um sie dann auch bestmöglich zu nutzen. Ich darf ganz herzlich den 13 Stipendiatinnen und Stipendiaten gratulieren, dass sie bei diesem ersten Durchgang von START-Niederösterreich mit dabei sind.“ heißt der Integrationsminister Sebastian Kurz, Schirmherr von START-Niederösterreich, die neuen StipendiatInnen willkommen.

Sinnstifterin Mag. Katharina Turnauer zu START: „Wir sehen dieses Projekt sich entwickeln, ich würde sagen, wie eine wachsende Blume – langsam und stetig und es wird immer schöner. Und ich bin sehr berührt jetzt hier heute stehen zu dürfen und euch hier zu sehen. Ich sehe so viele Migrationsprojekte oder Projekte, die Menschen helfen wollen, und viele, viele von denen sind sehr gut. Das, was mir an START so gefällt, ist, dass so eine Energie drinnen steckt und dass ihr nicht gesehen werden als ‚die brauchen etwas‘, sondern ‚die haben etwas zu geben, die muss man fördern und unterstützen‘ und ich glaube, dass ihr für unser Land ganz, ganz wichtig seid.“

 

Anfragen an:

Mag. Stefanie Moshammer
Projektleitung START-Niederösterreich
Tel: 0043 664 8846 9652
Email: moshammer@start-stipendium.at

10 Jahre START-Stipendium Wien!

Presseinformation

10 Jahre „Starthilfe“ für topmotivierte Jugendliche

START-Wien, das Stipendienprogramm für engagierte SchülerInnen mit Migrationshintergrund wird 10 Jahre alt!

Am 25.10. 2016 feiert START-Stipendien Wien im Wiener Rathaus sein 10-jähriges Jubiläum. Vor Ort gratulieren US-Botschafterin Alexa Wesner, Staatssekretärin Muna Duzdar, Rüdiger Teutsch in Vertretung von Bundesministerin Sonja Hammerschmid, START-Wien Initiatorin Ulrike Crespo und Matthias Strolz, via Videobotschaft übermitteln Bundesminister Sebastian Kurz und Erhard Busek ihre Glückwünsche.

Chancengleichheit für Jugendliche

„Ich arbeite an einem Bildungssystem, das allen Kindern und Jugendlichen die gleichen Chancen bietet – unabhängig davon, woher sie kommen, wie sie heißen oder wer ihre Eltern sind. Initiativen wie START sind genau die Partner die wir brauchen, um echte Chancengleichheit zu erreichen“, so Bildungsministerin Sonja Hammerschmid. Denn es gibt immer noch einen engen Zusammenhang zwischen dem Bildungserfolg von Schülern und deren Eltern. Laut der aktuellen OECD-Studie „Bildung auf einem Blick“ spiegelt das Bildungsniveau der Erwachsenen in Österreich eindeutig die Herkunft ihrer Eltern und deren Bildungsniveau wider.

Um dem entgegenzuwirken bzw. die Chancengleichheit für Jugendliche in Österreich zu fördern, unterstützt das Stipendienprogramm START-Wien nun seit zehn Jahren jugendliche MigrantInnen auf ihrem Weg zur Matura. „Ich durfte durch START schon viele Jugendliche kennenlernen, die nicht nur viele Talente mitbringen, sondern die von START dabei unterstützt werden, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und aus ihren Talenten das Maximum herauszuholen. Daher schätze ich das Projekt sehr“, unterstreicht Minister Sebastian Kurz in seiner Videobotschaft für die anwesenden MaturantInnen, StipendiatInnen, Alumni und Gäste.

Derzeit unterstützt START 132 SchülerInnen österreichweit, 216 haben die Matura in den 10 Jahren seit Bestehen erfolgreich absolviert.

START bietet Starthilfe

Ganz neu im START-Programm ist das Vorstipendium: Hier werden SchülerInnen unterstützt, die ein Jahr vor dem Wechsel auf eine maturaführende Schule oder Lehre bzw. Berufsausbildung stehen. 15 jugendliche VorstipendiatInnen gehören damit seit September 2016 ebenfalls zur START-Familie.  Diese gezielte Förderung ist besonders wichtig, da sich auch hier abzeichnet, dass Kinder, deren Eltern im Ausland geboren sind, besondere Hürden zu bewältigen haben. Immerhin 50 Prozent erreichen, ebenso wie ihre Eltern nur den Pflichtschulabschluss. Bei österreichischen Eltern sind es im Vergleich nur 16 Prozent der Kinder. Das Vorstipendium beinhaltet unter anderem intensive Deutschsprachkurse, die Betreuung beim Einstieg in das höherbildende Schulsystem und auch Unterstützung bei Themen wie Wohnungs- und Arbeitssuche. Durch die Initiative des START-Alumni Vereines findet zudem dreimal wöchentlich „TANMU“, die START-Lernhilfe für jugendliche Flüchtlinge statt.

Über START-Stipendien

Das START-Stipendienprogramm fördert in Wien seit zehn Jahren engagierte SchülerInnen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg zur Matura. START steht als Förderprogramm für eine chancengerechte, offene und sozial durchlässige Gesellschaft, in der Interkulturalität als Bereicherung gesehen wird. 2006 in Wien von der Crespo Foundation initiiert, gibt es das Stipendienprogramm mittlerweile auch in Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Seit 2013 ist START-Stipendien Österreich ein gemeinnütziger, mildtätiger Verein, Förderungen und Spenden an das START-Programm sind daher steuerlich absetzbar. Patenschaften für einzelne StipendiatInnen können von Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen übernommen werden.

 

Alle Bilder (c) Carolina Frank

Rückfragehinweis:

Dipl.-Soz. Katrin Triebswetter

Projektkoordinatorin START-Wien

M: +43 664 886 22140

triebswetter@start-stipendium.at

www.start-stipendium.at

 

Mag.a Eveline Bottesch

communication matters

T: +43 1 503 23 03 – 26

bottesch@comma.at

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PRESSINFORMATION: START-Vorarlberg: Starke Gesellschaft durch Bildung für alle

Zehn neue Stipendiatinnen und Stipendiaten starten gemeinsam mit fünf begabten Flüchtlingen in den 8. Jahrgang

Bregenz/Dornbirn, am 19. Oktober 2016 – Engagierte Jugendliche mit ausländischen Wurzeln auf ihrem Weg zur Matura zu begleiten und ihren Mehrwert für die Gesellschaft aufzuzeigen, hat sich START-Vorarlberg zum Ziel gemacht. Gemeinsam mit zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und den Vorarlberger Schulen begrüßte START-Schirmherrin Dr. Bernadette Mennel Dienstagabend feierlich die zehn neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten des mittlerweile 8. Jahrgangs im WIFI in Dornbirn. Neu ist in diesem Jahr das Pilotprogramm „START:Hilfe“, durch welches fünf jugendliche Flüchtlinge die Chance auf Bildung und eine berufliche Zukunft erhalten.

Leistung fördern
„START-Vorarlberg wird sich in Zukunft noch stärker mit der Frage beschäftigen, wie wir leistungsorientierte junge Menschen mit Migrationshintergrund eine Perspektive für ihre Aus- und Weiterbildung in Vorarlberg bieten können“, erklärt Sandra Haid, Landeskoordinatorin von START-Vorarlberg.

Einen wesentlichen Schritt in die richtige Richtung ist die Initiative bereits gegangen und kann mit der achten Generation der neuen Botschafter für Integration auf mehrere Errungenschaften blicken: „Wir konnten heuer wieder zehn Stipendienplätze vergeben. Das war nur mithilfe unserer Paten möglich, die die Jugendlichen finanziell und aktiv bei der Berufs- und Ausbildungswahl unterstützen“, betont Haid. Die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten haben ihre Wurzeln in der Türkei, China, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Afghanistan. START-Vorarlberg konnte mit der Unterstützung vom Land Vorarlberg zudem ein neues Projekt lancieren: Mit dem Stipendienprogramm „START:Hilfe“ ist es gelungen, ab diesem Herbst auch neu zugewanderten jugendlichen Flüchtlingen eine einjährige Unterstützung auf ihrem Weg zu einem Schul- oder Ausbildungsplatz zu geben.

Integration leben und erleben

„Jede Initiative, die das gute Miteinander fördert, bringt uns alle gemeinsam weiter“, so Bildungslandesrätin und START-Schirmherrin Dr. Bernadette Mennel. „Das Projekt START leistet einen wertvollen Beitrag dazu, dass möglichst viele junge Menschen ihre persönlichen Talente erkennen, sie weiter stärken und ausbauen können. Dank dieser Initiative werden junge engagierte Menschen in unserem Land mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund vor den Vorhang geholt, finanziell und vor allem auch ideell unterstützt. Über den Weg der Bildung fassen sie noch besser Fuß in unserer Gesellschaft und werden so zu wichtigen Botschafterinnen und Botschaftern für eine gelungene Integration. Mit dem Pilotprojekt START:Hilfe werden künftig auch junge Flüchtlinge unterstützt, ihnen Zukunftsperspektiven aufgezeigt, um sie rasch und bestmöglich in unserer Gesellschaft zu integrieren“, erklärt Mennel.
Dabei gehe es auch vor allem darum, die jugendlichen Flüchtlinge gezielt anzusprechen, schildert Haid: „Das beginnt mit der Kontaktaufnahme in den Wohngemeinschaften und endet mit einem Schulplatz oder einer Lehrstelle in den Vorarlberger Betrieben.“

Wichtige Arbeitskräfte für das Land

Dass sich die gemeinsamen Anstrengungen lohnen, davon ist Sandra Haid überzeugt: „Wir wollen keinesfalls auf motivierte und talentierte Jugendliche mit hohem Potenzial verzichten. Ich sehe es als gesellschaftliche Aufgabe, junge Menschen, die für die Matura geeignet sind, zu fördern.“ So müsse strebsamen Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund der Übergang von der mittleren zur höheren Schule erleichtert werden, damit diese die Schule nicht vorzeitig abbrechen, sondern einen Maturaabschluss machen. Dass der Einsatz für die jungen Menschen auch für die Vorarlberger Wirtschaft Früchte trägt, zeigt sich an den Zahlen, freut sich Haid: „Rund ein Drittel der START-Absolventinnen und Absolventen bleiben im Land und arbeiten in den Vorarlberger Unternehmen. Daher hoffen wir zukünftig auf weitere Unterstützung durch das Land, die Wirtschaft und von Privatpersonen.“

Über START-Vorarlberg
START-Vorarlberg fördert seit 2009 Jugendliche mit Migrationshintergrund bis zur Matura-Prüfung in einem speziellen Stipendienprogramm. Die Vorarlberger Initiative wurde von der Piz Buin-Stiftung initiiert und wird aktuell von 29 Paten-Organisationen und Privatpersonen unterstützt. Das START-Netzwerk besteht österreichweit aus über 400 engagierten jungen Menschen, die in der Gesellschaft aktiv sind.  Seit 2013 ist START-Österreich als spendenbegünstigte Einrichtung erfasst. Spenden sind steuerlich absetzbar.
Weitere Informationen unter www.start-stipendium.at

Pressekontakt:
wikopreventk
Mag. Caroline Wirth
E mailto:caroline.wirth@wikopreventk.com
T +43 5574 53333-21

Kontakt:
START-Vorarlberg
Mag. Sandra Haid
E mailto:vorarlberg@start-stipendium.at
T +43 664 88657356

Fit for the Job mit dem neuen L’Oréal Modultraining zum Karrierestart!

L’Oréal Österreich geht seit Oktober in seiner Unterstützung von START noch einen
Schritt weiter!

Das Unternehmen unterstützt START-Wien seit vielen Jahren und fördert unsere StipendiatInnen mit einem Mentoring-Programm auch über die Patenschaft hinaus. Seit Oktober bietet L’Oréal nun auch ein Weiterbildungsprogramm für START-Alumni an, um ihnen in der Endphase des Studiums die Zusatzunterstützung zu geben, die es braucht, um im Arbeitsleben Fuß zu fassen.

L’Oréal über die Ziele und den Aufbau des Trainingsprogramms:
„Das neue Modultraining FIT FOR THE JOB  setzt einen nächsten Schritt in der Förderung junger Menschen mit Migrationshintergrund und wendet sich an Studenten aus ganz Österreich, die am START Stipendienprogramm teilgenommen haben. Es soll sie mit praktischen Tipps und konkreten Einblicken in den Arbeitsalltag optimal auf den Karrierestart vorbereiten und ihnen damit helfen, die Weichen für eine erfolgreiche Berufslaufbahn richtig zu stellen. Orientierung und DOs & DON’Ts stehen dabei klar im Vordergrund. Das auf ein Jahr verteilte Training startet erstmals im Oktober 2016.

FIT FOR THE JOB besteht aus 13 aufeinander abgestimmte Modulen, die einen Überblick über mögliche Berufsfelder und Basiswissen für den Berufseinstieg vermitteln. Dafür stellt L’ORÉAL Österreich Erfahrungen seiner Mitarbeiter sowie externe Expertise zur Verfügung.“

Das Trainings-Programm gliedert sich in die vier Bereiche:
   1. Job-Einblicke
   2. Bewerbungs-ABC
   3. Job-Expertise
   4. Networking

FIT FOR THE JOB möchte das bestehende Hochschul-Angebot zur Jobvorbereitung durch Erfahrungen von L’ORÉAL Mitarbeitern darüber ergänzen, wie es in der Praxis tatsächlich läuft. Die Module des Programmes ergänzen einander. Bei Teilnahme an mindestens acht Modulen wird ein Zertifikat ausgestellt.“