Freiwilliger Einsatz von Stipendiatin Chrislane

Als freiwillige Sanitäterin, Lesehilfe und Schulsprecherin ist Chrislane auch in ihrer Freizeit sehr gefordert. Die engagierte START-Stipendiatin setzt sich sehr für andere ein und ist somit ein wahres Vorbild für ihre AltersgenossInnen.

Sie berichtet selbst, was sie in ihrer Freizeit so macht:

Freiwillige Sanitäterin beim Roten Kreuz

Im Jänner begann ich die Ausbildung zur Rettungssanitäterin. Diese Ausbildung war schon seit langem ein großer Traum von mir und nun konnte ich sie finanzieren. Nach meinem ersten Nachtdienst wusste ich, dass ich sich der große Zeitaufwand lohnen würde. Ich bin in dieser Nacht das erste Mal mit Blaulicht gefahren und durfte einen ersten Einblick in die Notfallstationen in Linz werfen. Da ich noch in Ausbildung bin darf ich noch keine Patienten direkt behandeln, dennoch darf ich jederzeit assistieren und Fragen stellen. Inzwischen habe ich auch schon die erste Zwischenprüfung geschafft und bin somit eine offizielle Praktikantin mit denselben Aufgaben wie ein normaler Sanitäter. Ich darf nun Patienten selbst behandeln und über die entsprechende Weiterversorgung entscheiden.

Lesehilfe im Lerncafè Auwiesen

Seit dem 3. Oktober 2016 unterstütze ich das Lerncafè Auwiesen in dem ich den Kindern beim Lesen zuhöre und zwischendurch ein paar Fragen stelle. Ich besuche das Lencafè entweder Montags oder Mittwochs um ca 14:30 Uhr und suche mit den Kindern ein passendes Buch aus, das sie mir dann vorlesen können. Da viele von ihnen nicht die Möglichkeit haben, zuhause zu üben, helfe ich ihnen ihre Lesekenntnisse zu stärken. Zu meinen Aufgaben gehören auch das Korrigieren von Hausübungen, das Lernen von Vokabeln usw. Um ca 16:00 Uhr bekommen die Kinder eine Jause zur Stärkung, da sie meistens bereits erschöpft sind und sich bald auf den Heimweg machen. Deshalb ist meine Arbeit um ca 16:00 Uhr zu Ende und ich verlasse das Lerncafè.

Soziales Engagement in der Schule

In der Schule engagiere ich mich indem ich an so vielen freiwilligen Veranstaltungen wie möglich helfe und mitarbeite z.B Tag der offenen Tür, Elterninfo Abend, Welser Berufsmesse.

Zudem bin in ich im Schulsprecher-Team und organisiere verschiedene Feste wie die alljährlich Weihnachtsfeier. Ich bin Tutorin einer 1. Klasse und somit Bezugsperson für die Neuzugänge. Heuer bin ich auch den PEERS beigetreten, die eine Gruppe Schüler sind, die darauf geschult werden Komplikationen zwischen Schülern zu erkennen und zu lösen.

 

Freizeit für den guten Zweck

START-Stipendiatin Soritta ist in vielen Bereichten sozial engagiert. Sie hilft in ihrer Freizeit in einer NGO mit, ist als Peer-Mediatorin in ihrer Schule aktiv und gibt Nachhilfe in Deutsch und Englisch.

Soritta schreibt über ihre Einsatzbereiche:

„Wenn uns unser Gewand nicht mehr gefällt, es mittlerweile zu klein oder zu groß ist oder schlichtweg einfach aus der Mode ist, werfen wir sie meist weg. Aber es gibt eine andere Möglichkeit sie einem guten Zweck zu spenden –  nämlich dem Welser Outlet!

Der Secondhandshop ist ein Teil einer Non Profit Organisation des Ehepaares Petra und Erwin Hehenberger. Jeder ist herzlich dazu eingeladen, seine Kleidung, Schuhe, Bücher, etc. dem Secondhandshop zu spenden, der die Güter um einen günstigen Preis weiterverkauft. Auch ich leiste dort meinen Dienst und helfe freiwillig aus, wenn es mein Zeitplan erlaubt. Alle Einnahmen gehen dann an den zweiten Teil der Organisation „die Welser Tafel“, die sicherstellt, dass essbare Lebensmittel nicht einfach weggeworfen werden, sondern weiterverkauft werden. So können zum Beispiel 5 kg Karotten für nur 1 € gekauft werden und der Community finanziell unter die Arme greifen.

Zurück zum Outlet, wenn ich dort arbeite macht es mir immer sehr viel Spaß, weil ich die Möglichkeit habe mit verschiedenen Menschen in Kontakt zu treten und hie und da findet man auch etwas Schönes für sich selbst!

Mittlerweile kaufe ich fast ausschließlich von dem Secondhandladen, weil mir durch das Arbeiten dort auch visuell bewusst wurde, wie viel und schnell wir wegwerfen. Der Laden wurde mit einem Zubau heuer Wiedereröffnet und wir haben dort immer noch ein volles Lager mit einem Berg voll Gewand, der durch die großzügigen Spenden täglich wächst! Also, vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall!

Wenn ich nicht im Bereich des Einkaufs tätig bin, sitze ich wahrscheinlich gerade im Unterricht zur Ausbildung zum Peermediator an meiner Schule. Die Mediation dient zur Prävention verschiedener Probleme unter zwei oder mehreren Personen und jeder Fall wird streng vertraulich behandelt.

Aber auch in der Peersgruppe bin ich sehr aktiv und konnte gemeinsam mit einem Plakat einen Wettbewerb im Toscanakongress in Gmunden gewinnen. Dabei ging es um die Darstellung von ADHS, Downsyndrom und psychischen Krankheiten, die auf einem Plakat darzustellen waren. Die Gruppe erhielt letztes Jahr für den Sieg ein Preisgeld von 500 € womit unser Ausflug nach Litzlberg finanziert wird, wo heuer auch ein intensiver Peerworkshop stattfinden wird.

Mittlerweile bin ich fast täglich nach dem Unterricht als Nachhilfelehrerin unterwegs in Fächern wie Englisch und Deutsch oder allgemein für Volksschulkinder. Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn meine „Schüler_innen“ einen „Aha-Moment“ erleben! Auch das beinahe tägliche unterrichten führte dazu, dass mein derzeitiger Studienwunsch zu Englisch und Spanisch Lehramt entwickelt hat.“

 

„Wer anderen Gutes tut, dem geht es selber gut; wer anderen hilft, dem wird geholfen“

Lukas Gabsi, START Stipendiat und Verbundsprecher berichtet von seinem sozialen Engagement:

„Wer anderen Gutes tut, dem geht es selber gut; wer anderen hilft, dem wird geholfen“, so stand es schon in der Bibel in Sprüche 11:25 und so wird es auch bleiben, denn anderen Menschen zu helfen ist ein Grundinstinkt des Menschen und sollte der Menschlichkeit zuliebe nicht unterdrückt werden. Im Gegenteil, dieser Grundinstinkt sollte von jedem Einzelnen von uns ausgebaut und verbessert werden, nur so können wir alle für eine bessere Welt sorgen, anstatt uns nur zu beschweren, was gerade schief läuft. Es fängt bei jedem Einzelnen von uns an. Es müssen keine großen Aktionen sein, es reicht schon eine am Boden liegende Aluminiumdose aufzuheben oder einer älteren Person im Bus/Zug den Sitzplatz anzubieten. Man muss nicht in den Hinduismus konvertieren und an Karma glauben und leben, um dieses Prinzip zu verstehen. Wenn jemand gut zu mir ist, werde ich auch gut zu ihm sein.

Mein Name ist Lukas Gabsi, ich bin 17 Jahre alt und komme aus Lauterach in Vorarlberg. Ich besuche derzeit die HTL Dornbirn im Zweig Wirtschaftsinformatik und trete nächstes Jahr zur Matura an. Ich bin stolz sagen zu können, dass ich trotz einer 42h-Woche in der Schule noch Zeit finde, meinen Hobbys, dem sozialen Engagement und meiner Rolle als Verbundsprecher nachzukommen.

Seit Anfang 2017 gebe ich den 4 Flüchtlingskindern Zain, Dana, Sahar und Sima Nachhilfe in Deutsch und verbringe meine Zeit mit ihnen. Wir treffen uns jede Woche und machen zusammen Hausaufgaben, lernen Deutsch oder spielen einfach Spiele.

Ich bin durch das Gemeindeamt der Gemeinde Lauterach auf diese Stelle aufmerksam geworden, da sie auf der Suche nach freiwilligen Helfern waren. Ich habe dieses Angebot dankend angenommen, da es für mich eine Chance ist Flüchtlingen zu helfen und ihnen gleichzeitig meine Werte zu vermitteln.

Mein Ziel ist nicht nur ihnen Deutsch beizubringen und sie zu integrieren, sondern ihnen auch noch ein Verständnis für unsere Welt, unsere Stellung und Verantwortung hier, und unseren Zusammenhalt näher zu bringen. Wir alle sind dafür verantwortlich, was auf unserem Planeten passiert und sollten deshalb auch aktiv anderen Menschen helfen.

Dreimal Gold für Orhan Cebe bei der Kickbox-Staatsmeisterschaft in Wels

Am Freitag, den 7.April, ging es mit dem 17-köpfigem Kämpferteam der KKU Hard nach Wels zur Kickbox-Staatsmeisterschaft. Das Ziel war in jeder Kategorie eine Gold-Platzierung zu erkämpfen. Nach fünf Stunden Fahrt kamen wir in einem Gasthaus in Schwanenstadt an. Nach einem Schnitzel um 22.00 Uhr und der darauf folgenden Teambesprechung ging es gleich in die Zimmer, um sich nach der anstrengenden Fahrt auszuruhen.

Am nächsten Morgen ging es ziemlich schnell. Zuerst das Frühstück, dann die halbstündige Fahrt nach Wels. In Wels angekommen machten wir uns auf den Weg in die Halle, in der sich auch schon andere Sportler aus ganz Österreich eingefunden hatten. Nach einer Stunde Warten wurde das Turnier bereits eröffnet und die ersten Kämpfer aus dem Team mussten sich unter den ganzen anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen beweisen.

Nach den ersten Kämpfen hieß es für mich: Aufwärmen! Erfolgreich aufgewärmt ging es in den Ring für mich. Meine erste Kategorie war Leichtkontakt +18/-65kg. Durch das ganze Training konnte ich die Kampfrichter von meiner Leistung überzeugen und gewann die Kämpfe jeweils mit 3:0. Somit ging die erste Kategorie und die erste Goldmedaille an mich.

Nun hieß es Warten und zwar sehr lange. Zwischen meiner ersten und zweiten Kategorie musste ich ca. zwei Stunden warten. Für einen Kämpfer der sich gerade aufgewärmt hat und bereit ist zu kämpfen, können diese zwei Stunden sehr schlimm sein.

Nichtsdestotrotz wurde ich nach diesen zwei Stunden zu meiner nächsten Kategorie Kicklight +18/-65kg in den Ring aufgerufen. Auch hier konnte ich durch klare Dominanz jeden Kampf mit 3:0 gewinnen. Somit auch hier eine Goldmedaille.

Verglichen zu der Pause zwischen der ersten und zweiten Kategorie gab es diesmal gar keine Pause. Das heißt runter vom Ring direkt in den nächsten Kampf, diesmal Semikontakt +18/-65kg, meine Lieblingskategorie. Kurz die Ausrüstung gewechselt ging es in den ersten Kampf, den ich mit 9:1, also mit 8 Punkten Differenz, für mich entscheiden konnte. Der nächste Kampf war auch schon das Finale gegen meinen Vereinskollegen, der so wie ich auch in dieser Kategorie kämpft. Nach der Verlängerung und dem Sudden Point konnte ich dieses spannende, jedoch eher lustig gehaltene Finale gewinnen.

Somit konnte ich mein Ziel, jede Kategorie mit Gold abzuschließen, erfüllen. Am Ende des Turniers holte ich mir drei Staatsmeistertitel und war mit meiner Leistung mehr als zufrieden.

Auch das ganze Team konnte mit einer Teamwertung von: 17x Gold – 6 x Silber – 11 x Bronze sehr überzeugen!

 

Zum Abschluss wurde das Ganze dann in einem beliebigem McDonalds gefeiert, in dem jeder die verbrennten Kalorien wieder zu sich nahm.

Nächstes Ziel ist nun die EM in Tschechien und die WM in Irland!

Bericht von START Stipendiat Orhan Cebe

Making a difference

“Really? What’s wrong with you? How can you like politics at such a young age?” That’s the response I receive from many people when I’m talking about my hobbies. A lot of people think that politics has not an impact on us anyway and it is just something for old people and upper layer.
When I hear that, I always use this quote from Sir Winston Churchill to argue with them, “Politics is the ability to foretell what is going to happen tomorrow, next week, next month and next year. And to have the ability afterwards to explain why it didn’t happen.“ And that applies to everyone in our society, doesn’t matter what colour, sex, religion, age,… you have.

My name is Samet Meseli, I’m 17 years old and I have been at “START” for 2 years now. At “START” I saw, for the first time in my life, that there are people at my age who want to make a difference. I realized how important it is to show commitment and do something for the society. So where can you do more for the society than in politics? It affects everything we do in our live and is the driving force in how we live.

So I have joined the youth organization of the “Austrian’s People Party” and learned how valuable democracy and freedom is. Currently I’m attending the academy of my party where we learn about rhetoric, the parties history and its political content. Moreover, once in a month, we have a meeting with the whole party where we regularly talk about important and current topics and want to change and give new ideas if something is not convenient for us.

One current topic is that we for example want to extend our shopping mall. Furthermore, also the refugee crisis plays a big role in our program. We want them to integrate themselves in our society and so we are searching for solutions how we could give them more opportunities here in Vorarlberg. Our youth organization always needs new members and because of that I sometimes distribute flyers at my school or on the streets.
So I always have the feeling that I can create a better life together in society and that is what makes me love politics. It is not just a hobby but it is our civil duty to care and follow politics.

I’m not sure if I’m going to be a politician one day but I exactly know that I won’t never stop to engage myself in politics. Especially, I want to show young people that while you meet new people, learn how politics affects your life and do something great for the society you can also have a lot of fun and that politics can also be your hobby, doesn’t matter how young you are.

 

 

 

 

START-Wien Alumnus Asif Safdary ist neuer OSZE-Sonderbotschafter

Ich bin seit Mai 2008 in Österreich und hatte die Möglichkeit in Wien die HTL für IT und Telekommunikation zu absolvieren. Während meiner Schulzeit war mir START sowohl Ideell als auch finanziell eine sehr große Hilfe. Das Gelernte setze ich- wie allen anderen Stipendiaten- in meinem Alltag um und profitiere von den Seminaren und Experten-Tipps der BetreuerInnen.

Nach meiner Matura habe ich begonnen bei einer der größten Wirtschafsprüfungskanzleien als IT Security Administrator zu arbeiten und währenddessen konnte ich das Bachelorstudium IT Security berufsbegleitend mit gutem Erfolg abschließen. Während meiner Studienzeit war ich auch Liese Prokopp Stipendiat.

Im Moment arbeite ich als IT Security Analyst bei der Firma RadarServices Smart IT-Security GmbH. Neben meinem Vollzeitjob engagiere ich mich im START Alumni Verein im Vorstandsteam, bin Vorstandsvorsitzender beim Verein Interessengemeinschaft der afghanischen SchülerInnen und Studierenden (IGASUS), Integrationsbotschafter bei Zusammen Österreich und Sonderbeauftragter für Jugend und Sicherheit bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Meine Aufgaben als Sonderbeauftragter für Jugend und Sicherheit sind unter anderem den Vorsitz in Jugendfragen zu beraten, bei den OSZE Veranstaltungen zu Themen wie Verhinderung von Radikalisierung und Terrorismus in den OSZE Staaten die Perspektive der Jugend einzubringen und die Anliegen der Jugend bei den OSZE Veranstaltungen zu vertreten und ihnen innerhalb der OSZE eine Stimme zu geben.

Foto mit Secretary General Lamberto Zannier (li.)

 

Warum sich Abdirahman engagiert: Helfen und geholfen werden!

Glücklich in einem friedlichen Land geboren, studiert oder nicht studiert, gearbeitet oder doch nicht. Kinder? In die Stadt verschwunden, eben älter geworden oder es gab keine Kinder. Dann unbemerkt alt geworden. Und dann? Dann zählt man das Alter statt von Vorne von Hinten. Man fragt sich, wie viele Jahre man noch übrig hat statt wie alt man jetzt schon ist. Das genau ist die Zeit wo man neben der vielen Probleme auch einsam ist und genau in diesem Moment braucht man helfende Hände.

Mein Name ist Abdirahmanm, ich bin einer von den Geflüchteten, der sich in diesem Land zurecht  finden will. Ich lebe seit 2013 in Österreich. Hier eine kurze Geschichte über mein Leben in Österreich: Vor ca. vier Jahren, als ich hier neu ankam, konnte kein Wort Deutsch und musste gleich in einer Polytechnische Schule einsteigen. Es machte keinen Sinn, jeden Tag in der Klasse zu sitzen ohne etwas mitzubekommen. Schließich durfte ich in eine Sprachschule gehen, in der ich endlich einmal die deutsche Sprache lernte. Bereits nach ein paar Monaten wurde ich neben dem Sprachkurs von „ Prosa – schule für alle“ aufgenommen, wo ich zusätzlich Fächer wie Soziales und Gesundheit hatte. Mit dieser Vorbildung konnte ich den Pflichtschulabschluss in der VHS erfolgreich und mit guten Noten absolvieren. Seitdem verfolge ich mein Ziel  einer guten Ausbildung. Derzeit besuche ich in die  6. Klasse des Gymnasiums.

Ich bin neben der Schule und den Hausübungen auch ehrenamtlich in einem Seniorenheim tätig. Einige Seniorinnen und Senioren treffen sich in einem Pflegeheim, weil sie Menschen zum Plaudern finden wollen. Wer Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hat, ist hier genau richtig, denn hier sprechen die Seniorinnen und Senioren mit einem langsam und verständlich. Es geht darum, dass man einander seine Zeit widmet. So machen wir z.B. kleine Spaziergänge gemeinsam, spielen miteinander, unterhalten uns über bestimmte aktuelle Themen oder plaudern einfach miteinander. Manchmal wenn es recht stressig ist, helfe ich auch dem Pflegepersonal bei der Arbeit, z.B. in der Speiseabteilung. Durch diese ehrenamtliche Tätigkeit verbessere ich nicht nur meine Konversationsfähigkeit, sondern lerne  auch viel über meine neue Heimat. Auch die Seniorinnen und Senioren interessiert mein Leben und wir genießen diese gemeinsame Zeit.

 

Nicht nur im Seniorenheim tauscht sich Abdirahman mit älteren Menschen aus. Während
eines Interviewtages mit ZeitzeugInnen aus der NS-Zeit, hat er Herr Kaufmann, Überlebender des Wiener Spiegelgrundes und dessen Frau kennen gelernt. Es ist eine
Freundschaft entstanden, die die drei auch auf Ausflüge führt. Am Ausflug nach Baden
dürfen wir dank einiger Bilder und einem Video ein bißchen teilhaben:

Nareks Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr

Mein Name ist Narek Gumbalyan. Ich bin 18 Jahre alt, ich komme aus Armenien und bin seit April 2015 in Österreich. Ich wohne mit meiner Familie in Hainburg an der Donau und ich bin Vorstipendiat bei START-Stipendium des ersten Jahrgangs in Niederösterreich. Seit 16. März 2016 engagiere ich mich bei der Freiwilligen Feuerwehr. Das Erste, was ich bei der Feuerwehr gemacht habe, war eine Schulung zum Thema Rettungstechniken, wo ich Grundlagen der Ersten Hilfe, Verwendung eines Defibrillators, Rettungstechniken aus dem Fahrzeug und erweiterte Erste Hilfe gelernt habe. Ich habe viele Menschen kennen gelernt und ich will mich bei der Feuerwehrmannschaft und Österreich bedanken und ich danke auch Ihnen, dass Sie meinen Artikel lesen.

Mein Traum war etwas Gutes für Menschen zu machen und besonderes gefällt mir bei der Feuerwehr, dass wir in unsrer Mannschaft immer alle zusammen sind und wenn irgendwer von uns ein Problem hat, dann versuchen wir das zusammen zu lösen.

Jede Woche am Freitag haben wir Übung und Lernen wir alles über Feuerwehr, wie kann man sich und andere Menschen absichern, Retten und Löschen usw. und wegen meiner Sprachkenntnisse helfen mir immer alle anderen und erklären es auch ein zweites Mal.

Mein erster Einsatz war in Hainburg ein Verkehrsunfall und ich habe erste Mal gesehen wie die Feuerwehr zusammenarbeitet, wie in ein paar Minuten alles erledigt ist und gemeinsam mit der Rettung Menschen geholfen wird. Seit diesem Tag lerne ich alles, was wir in der Feuerwehr machen, weil ich damals noch nicht mitmachen konnte – nur von der Seite schauen wie meine Kameraden helfen.

Im August war in Hainburg „Florianifest“, wo ich gern geholfen habe. Dort habe ich noch mehr Menschen von Hainburg kennen gelernt. Alle haben gefragt warum ein Mann zur Freiwilligen Feuerwehr geht. „Ich gehe zur Feuerwehr, weil ich helfen will. Österreich hat mir und meiner Familie viel geholfen und ich will Österreich helfen.“ Das war meine Antwort.

Ich bin sehr froh, dass ich etwas tun kann für euch, für eure Familien. Ich engagiere mich sehr gern bei der Feuerwehr. Ich habe die Grundausbildung zum Feuerwehrmann besucht und werde bald die Prüfung dafür machen. Bei der Feuerwehr wollen alle, dass ich in Österreich bleiben kann. Bei der Feuerwehr habe ich gelernt wie ich Menschen helfen kann, ich habe einen „Erste Hilfe“ Kurs (16 Stunden) besucht, wo ich gelernt habe wie ich erste Hilfe leisten kann.

Ich werde mich weiter bei der Feuerwehr engagieren, und mein nächstes Ziel bei der Feuerwehr ist die Prüfung zur Grundausbildung zum Feuerwehrmann zu schaffen.

Ich danke auch meiner Feuerwehrmannschaft, dass ihr mit mir seid. Ich will herzlich mich bei meinem Feuerwehr Kommandant, Herr Edlinger, bedanken. Danke, dass Sie für mich so viel gemacht haben!

(c) Titelbild: NOEN (http://www.noen.at/)