START-OÖ: Zeitgeschichtliche Führung in den Limonistollen

START-Oberösterreich organisierte am Samstag, den 4. Juni 2016, eine Führung in den Linzer Luftschutzstollen – den „Limonistollen“. Bei der Führung durch die verzweigten Gänge des Stollens lernten die StipendiatInnen und Alumnis einige interessante Aspekte über die Zeit des zweiten Weltkrieges in Linz kennen.

 

Tamer El-Hosseini hat darüber einen kurzen Bericht verfasst:

Am Samstag den 04.06.2016 haben wir einen kleinen Einblick in die NS-Zeit bekommen. Wir bekamen eine Führung durch den Linzer Luftschutzstollen.

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Was ist ein Luftschutzstollen genau? -Ein Luftschutzstollen ist ein unterirdischer Hohlraum, der für Schutz gegen Luftangriffe diente. Vor allem im Zweiten Weltkrieg hatten Luftschutzstollen großer Bedeutung, weil sie  als sehr bombensicherer Bunker galten. In den Luftschutzstollen befanden sich hauptsächlich Kinder und Frauen. Ausländern oder Häftlingen blieb der Eintritt in die Luftschutzstollen verwehrt. Wer reingelassen wurde oder nicht wurde von Wächter entschieden.

Am Anfang der Führung haben wir Schutzhelme bekommen. Sie hat ca. eineinhalb Stunden gedauert und hat uns einen interessanten Einblick in die Vergangenheit geliefert.

Von Luxus war im zweiten Weltkrieg hier nicht die Rede. In einem Raum lebte man mit mehren Menschen eng zusammen und man  teilte sich die Toiletten. Aber wenn man überleben möchte muss man eben auf jeden Luxus verzichten und die Menschen waren froh, dass sie einen sicheren Ort hatten, wo sie überleben konnten.
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Luftschutzstollen sind übrigens sehr kompliziert aufgebaut, man kann sagen wie ein Labyrinth. Ohne die Vermittlerin hätten wir uns wahrscheinlich verirrt.

Ich selbst habt die Führung, als sehr spannend empfunden, aber ich muss auch gestehen ich  hatte die ganze Führung lang ein sehr mulmiges Gefühl im Magen. Nicht mal 100 Jahre ist es her und Menschen haben in den Luftschutzstollen nach Schutz gegen Luftangriffe gesucht.  Als unsere Vermittlerin über die Vergangenheit gesprochen hat, war ich sehr dankbar, dass wir es hier in der Gegenwart so gut haben und in Sicherheit leben können.