START-OÖ erkundet Spezialausstellung im Linzer Schlossmuseum

Es war eine äußerst spannende und lehrreiche Führung durch die Sonderausstellung „Befreit und besetzt – Oberösterreich 1945-1955“, die einige unserer START-StipendiatInnen am 31. Oktober 2015 miterleben durften. Die Ausstellung widmete sich der Situation unmittelbar nach dem Krieg und vermittelte die vielfältigen Probleme nach dem Kriegsende: Befreiung der KZ, Besatzung, Lebensmittelversorgung etc.

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Der Schwerpunkt der Ausstellung lag bei der Auseinandersetzung mit den Menschenmassen, die in Oberösterreich lebten: Flüchtlinge, Befreite, Besatzer, Ortsansässige. Zahlenmäßig verdoppelte sich Oberösterreich für eine kurze Zeit und die Menschen mussten schnell lernen mit kulturellen, sprachlichen, ideellen, politischen Unterschieden zu leben. Schnell wurden von den StipendiatInnen auch Parallelen zur heutigen Zeit gefunden.

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Lirigzona hat über den Museumsbesuch einen Bericht verfasst:

Am 31.10.2015 fand für uns Stipendiaten, ein Museumbesuch statt. Wir gingen in das Schlossmuseum Linz und durften uns die spannende Ausstellung „Befreit und besetzt – Oberösterreich nach dem zweiten Weltkrieg“ anschauen. Diese Ausstellung sollte uns auf die Berlinreise im März vorbereiten, wo wir Stipendiaten, die ein Jahr vor der Matura mitfahren dürfen, teilnehmen.

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Wir trafen uns alle in der Früh, wie jedes Mal vor einem Starttreffen, am Hauptbahnhof und fuhren gemeinsam mit der Straßenbahn in das Museum. Um 10:00 Uhr kamen wir an und ab 11:00 Uhr erwartete uns eine Führung durch die Ausstellung. Bevor die Führung begann, war es uns erlaubt selbstständig die Ausstellung anzusehen und uns Fragen zu überlegen, die uns interessierten. Was uns am Anfang allen auffiel, waren die Bilder, die noch aus dem zweiten Weltkrieg stammten, wo sehr viele Tote zusehen waren, Kinder und viele magersüchtige Menschen. Wir fragten uns, wer wohl die Bilder zu dieser Zeit geschossen hat und uns war bewusst, wie sehr die Menschen gelitten haben. Wir sammelten von Beginn an viele Fragen, die wir bei der Führung stellen konnten.

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Als unsere Führung begann, gab uns unsere Führerin allen einen Klappstuhl mit, damit wir während der Führung nicht die ganze Zeit stehen mussten, und dies fanden wir alle sehr hilfreich und toll!

Wir erfuhren, dass die Menschen nach dem zweiten Weltkrieg sehr kreativ waren und viele Ideen hatten wie z.B. Fahrräder mit Hilfsmotoren was 30 km/h fahren konnte. Wir bekamen auch einen Blick auf die Identitätsausweise von früher, die jeder immer mithaben musste, auf die Ausrüstungen und vieles mehr. Auch eine Zigarettenschachtel war zu sehen und uns wurde gesagt, dass 90% der Menschen damals geraucht haben, weil viele sehr viel Stress hatten und damals wusste man noch nicht, wie schädlich das Rauchen ist. Sogar Kindern gab man eine Zigarette um den Hunger zu lindern, denn nach dem zweiten Weltkrieg gab es sehr viele Hungersnöte.

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Wir haben sehr viel Neues erfahren was uns sehr bewegt und zum Nachdenken gebracht hat. Alle unsere Fragen wurden beantwortet und die Führung war sehr interessant und spannend. Alle Stipendiaten freuen sich schon auf die Berlinreise, wo sie noch Weiteres über dieses Thema hören werden.

Im Anschluss können Sie nun noch ein paar Anregungen lesen, die Besucher und ein paar unserer Stipis in der Ausstellung hinterlassen haben…

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