START-OÖ auf politischer und geschichtlicher Spurensuche im Landhaus

Am Freitag, den 24. März nahmen 7 StipendiatInnen die Möglichkeit wahr, das Landhaus in Linz zu besuchen. Sie lernten, welche Parteien im Oberösterreichischen Landtag vertreten sind, wie die Sitzungen des Landtages aussehen und wie Politik in Oberösterreich gestaltet wird. Zusätzlich erfuhren sie von der Jahrhunderte alten Geschichte des Gebäudes, welches zuerst als Kloster gebaut wurde und erst später zum politischen Zentrum Oberösterreichs wurde.

 

Stipendiatin Negha Ibrahimkhel berichtet

Vor einigen Jahren durfte ich das Landhaus bereits mit meiner Volksschulklasse besuchen. Ich habe nichts verstanden, da ich nur 1 Monat in Österreich war. Durch START hatte ich jetzt die Möglichkeit, das Landhaus erneut zu besichtigen und diesmal auch alles zu verstehen.

Zuerst sind wir in den Plenarsaal eingetreten. Dort haben wir einiges über die Durchführung des Landtags und über die Abgeordneten gelernt und darüber, dass dort die Landesgesetze und das Landesbudget beschlossen werden. Danach hat uns unser Guide andere Räume gezeigt. Besonders gefallen hat mir das Elisabethzimmer, weil man fast nicht glauben kann, dass sich dort Originalmöbel aus dem 19. Jahrhundert befinden. Dann haben wir uns die Minoritenkirche angeschaut. Danach sind wir die Treppen auf den Turm des Landhauses gestiegen und hatten eine schöne Aussicht auf Linz. Am Ende unserer Führung haben wir eine Ausstellung mit ganz alten Fundstücken aus der Römerzeit in der Garage gesehen. Mir hat die Führung sehr gefallen und möchte mich für dieses Erlebnis bei START bedanken!“

 

Auch Stipendiat Gul Salimi trifft ein Resumee:

„Das Landhaus hat eine beeindruckende Größe, es ist ein Haus mit 800 Fenster. Unser Guide hat uns am Anfang den wichtigsten Raum, den Plenarsaal, gezeigt. In diesem Saal finden die Landtagssitzungen statt, bei welchen sich die Abgeortneten aller Parteien treffen und Gesetze beschließen. Interessanterweise sind diese Sitzungen öffentlich und jeder kann sie besuchen.

Dann waren wir in dem Zimmer, in welchem Sissy übernachtet hat, als sie mit dem Schiff von Bayern nach Wien zur Hochzeit mit Franz Joseph reiste. Es gibt sogar noch den originalen Sessel, auf dem Sissy gesessen hat. Wir haben ebenso den Galerieraum angeschaut. Dieser Raum heißt Galerieraum, weil in diesem Raum ein gemaltes Bild von jedem Landeshauptmann Oberösterreichs hängt. Am Ende sind wir circa 200 Stufe des Turmes raufgegangen, von welchen wir einen guten Ausblick über ganz Linz hatten.

Für mich war die Fürhung wirklich interessant. Ich machte einen Spaziergang durch die Geschichte des Landhauses und habe sehr viel gelernt.“

Ein weiteres Highlight der Führung war auch die zufällige Begegnung mit der Landtagsabgeordneten Petra Müllner, welche wir gleich für ein paar Fragen nutzten.