Besuch im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands

Jedes Jahr ermöglicht START den Stipendiaten und Stipendiatinnen, die ein Jahr vor der Matura stehen, Deutschlands Hauptstadt zu besuchen und die Geschichte und Politik Berlins besser kennen zu lernen. In Vorbereitung auf die politische Bildungsreise, besuchten StipendiatInnen aus Wien und Niederösterreich am 21.03.17, das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes. Das DÖW beschäftigt sich sowohl mit den Themen: Widerstand und Verfolgung, NS-Verbrechen, insbesondere Holocaust und NS-Medizinverbrechen, Exil, NS- und Nachkriegsjustiz, Rechtsextremismus nach 1945, Restitution und Entschädigung nach 1945.

Andreas Peham, ein Rechtsextremismus– und Antisemitismus Forscher und Mitarbeiter des DÖW, gab uns eine eindrucksvolle und aufschlussreiche Führung durch das Archiv. Herr Peham begleitete uns zuerst durch die Vorgeschichte des Nationalsozialismus und zeigte uns daraufhin die Verbrechen, den Widerstand und die Verfolgung in der NS- Zeit. Zudem besprachen wir die Aufarbeitung der NS- Vergangenheit nach 1945.

Nach der spannenden Führung gab es die Gelegenheit einige Fragen an Herrn Peham zu stellen, woraus sich eine anregende Diskussionsrunde entwickelte. Die Themen der Diskussion waren unter anderem: Der Holocaust, der leider heute noch existierende Rechtsextremismus, Neonazismus und Islamismus (unter Jugendlichen), Rassismus und wie der Hass auf eine Bevölkerung in Zukunft geschürt werden kann. Gerade in der heutigen Zeit leisten Andreas Peham und der DÖW einen enorm wichtigen und wesentlichen Beitrag zu der Bekämpfung von Rechtsextremismus und Antisemitismus in Österreich. Nach diesem lehrreichen Nachmittag freuen wir uns nun auf die Bildungsreise in Berlin vom 10.04.17-14.04.17.

Vielen Dank an das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und vor allem an Andreas Peham!

 

Artikel von Benedikt Kühne, Praktikant bei Start-Stipendium Wien