Bericht vom START-Sommercampus 2016 an der Nordsee

Bericht von START-Wien Stipendiat Parsa:

Ach, wie wunderschön war es an der Nordsee! Wie schön war die Zeit, die wir in St. Peter-Ording verbrachten. Wie verzaubernd waren die Sonnenuntergänge, die Farben des Himmels und die Stunden der Freude!

Diese Sätze sind nicht aus irgendeinem Buch, das in der Romantik geschrieben wurde, worin die Geschichten der Abendteuer einer Person erzählt werden. Denn dieses Fantasieland existiert, und wir, StipendiatInnen vom START, durften diese Welt entdecken und mitgestalten.

Von 25. Juli bis 2. August haben viele StipendiatInnen aus Deutschland und Österreich einige Tage gemeinsam im START Sommer Campus verbracht.

Am 25. Juli in Hamburg angekommen fuhren wir, ein Großteil der StipendiatInnen aus Österreich, zum Treffpunkt für die Busse, die uns nach St. Peter-Ording bringen sollten. Als wir die Busse erreichten, sahen wir einige StipendiatInnen aus Deutschland. Wir setzten uns zu ihnen –auf den Treppen bei der Busstation- und sprachen mit ihnen nach einer kleinen Vorstellungsrunde über alles Mögliche. Das war der Beginn einiger langer Freundschaften!

Im Campus hatten wir am Anfang eine kurze Präsentation, wo wir über die Woche und die verschiedene Workshops informiert wurden.

Ab diesem Zeitpunkt begann eine Woche voller informativen und spannenden Stunden: Morgens frühstückten wir gemeinsam in der Mensa und gingen danach mit zwei Bussen in die Schule. In der Schule angekommen hatten wir das Morgenplenum. Dort wurden wir unter anderem über den Ablauf des vor uns liegenden Tages informiert. Doch in diesem Plenum gab es auch eine andere Tradition. Denn die StipendiatInnen, die beispielsweise beim Abendplenum zu spät waren, sollten mindestens eine Minute lang vor den ganzen StipendiatInnen und dem START-Team eine unterhaltende Vorführung darbieten, und da kamen verschiedenste Auftritte vor, von Singen bis zum Nachmachen des Vorlesens der Sicherheitshinweise von einer Flugbegleiterin!

Danach gingen wir in unseren Kursen. Das Motto war „Leben in einer globalisierten Welt“, und die Themen der Kurse gingen in verschiedenste Richtungen dieses Mottos, die Kurse erzählten von Wasserkonflikte, vom Fundamentalismus, vom globalen Datenmeer und vieles mehr.

Doch die Kurse waren nur ein kleiner Teil des Campus. Denn nach diesen Kursen hatten wir gemeinsam weiterhin spannende Aktivitäten.  In den Campus zurückgekommen aßen wir unser Mittagessen und hatten normalerweise eine kleine Pause. Eine spannende Aktivität war beispielsweise der AG-Nachmittag.

Dabei konnte jede StipendiatIn oder jede Person aus dem START-Team den StipendiatInnen einen Kurs anbieten. Die Kurse waren sehr variiert. Sie reichten vom Kochkurs bis zum Tanzkurs.

Eine andere Aktivität, die mir besonders gut gefiel war das Camp Tank. Dabei erstellten die StipendiatInnen Diskussionsthemen, schlugen diese vor und bildeten Gruppen aus interessierten StipendiatInnen, die an jeweiliger Diskussion teilnahmen. Meiner Ansicht nach war dieser Teil des Campus einer der spannendsten. Ich war bei der Diskussion beteiligt, welche sich mit den Einflüssen der Globalisierung und der Menschen aufeinander befasste. Wir haben vielleicht nur einen Tag zu diskutieren gehabt, doch wir haben vielleicht einmal die Geschichte der Menschheit kritisch durchgesehen. Denn wir haben zusammen philosophiert, gesucht und neue Perspektiven über das Leben entdeckt. Am Ende dieses Tages haben wir unser Thema kurz präsentiert. START-Salzburg Stipendiatin Sheba leitete einen Workshop zum Thema Geschlechterrollen und Stereotypen in der 1.Welt und warum Feminismus immer noch wichtig ist.

So voll der Zeitplan sich anhört, hatten wir auch unsere freien Zeiten. Hier konnte man vieles unternehmen. Manchmal besuchten wir die Stadt St. Peter-Ording, manchmal verbrachten wir die Zeit beim Campus und erzählten einander über die verschiedensten Sachen und manchmal gingen wir zu den wunderschönen Stränden an der Nordsee, die wie die Gemälde eines Impressionisten aussahen.

An einem Abend kamen auch Alumni des START Deutschland. Sie errichteten Stationen und informierten uns über die verschiedenen Perspektiven des Uni-Lebens. Sie erzählten uns über die Studienwechsel, über das Auslandsstudium etc.

Am Schlussabend gab es viele Unterhaltung. Das Motto dieses Abends war „Tanz der Kulturen“. Aus diesem Grunde hatten viele StipendiatInnen und viele aus dem START-Team die traditionellen Kleidungen ihrer Herkunftsstaaten an. Es gab an diesem Abend verschiedene Wettbewerbe, unter anderem ein Fashion Show.

Nach der Veranstaltung war Disco angesagt, und zwar eine ziemlich laute Disco mit verschiedensten Songs.

Ich glaube, dass ich mich in diesem Bericht kurzfassen muss –solange man den oben geschriebenen Text kurz nennen kann-, doch ich muss gestehen, dass ich die ganze Freude, das ganze Erleben und den ganzen Spaß dort in keinem noch so längeren Text verfassen kann, und aus diesem Grunde möchte ich mich bei allen bedanken, die uns dieses Abenteuer, diese wunderbare Erfahrung ermöglichten.

Danke START Team! Danke StipendiatInnen aus Deutschland! Danke StipendiatInnen aus Österreich! Es war unvergesslich.

PS: Die restlichen Kommentare zu den Seminaren findet ihr hier unten. Scrollt einfach runter!

Im Kurs „Leben im globalisierten Datenmeer“ besprachen wir die Chancen, Gefahren und Risiken, die das Internet mit sich bringt. Wir lernten, wie man sich sicher im Internet aufhält und welch einen großen Einfluss das Internet auf die Wirtschaft, Politik, Gesellschaft usw. hat. Das Internet ist derzeit nicht aus unserer Welt wegzudenken, da es ein elementarer Bestandteil des 21. Jahrhunderts ist. (Lukas)

„Im Weltliteraturkurs haben wir nicht nur gelernt, dass Wissen grenzenlos ist sondern auch, dass es wichtig ist, sich intensiv mit Literatur zu beschäftigen, welchen Einfluss sie auf Politik bzw. auf die ganze Welt hat und wie wichtig kritisches und genaues Lesen ist. ich durfte extrem viel dazu lernen dafür bin ich sehr dankbar“ (Sheba)

„Der Welthandelskurs war eine Vertiefung zum Unterricht in der Handelsakademie. Vor allem habe ich von dem spielerischen Lernen profitiert. Ich danke unserem Kursleiter, der uns Spaß an seinem Kurs haben ließ! :)“ (Rabia)

„Der Zugang zu Wasser und Sanitäranlagen ist ein Menschenrecht, doch trotzdem bleibt dieses Recht unzähligen Menschen vorenthalten. In unserem Kurs haben wir uns deshalb nicht nur mit der rechtlichen Ebene von Wasserkonflikten und der Privatisierung von Wasser beschäftigt, sondern auch den ethischen Hintergründen. Am Ende der Woche waren wir uns einig, dass es ein unglaublich komplexes Thema ist und einige Köpfe benötigt um eine Lösung zu finden.“ (Hevi)

„Im Kurs Umwelt-und Klimapolitik wurde uns näher gebracht, wie Einzelpersonen, unter Vernachlässigung der Tatsache, dass wir alle diese eine Erde haben und sie als Heimat teilen, ihre eigenen Interessen in den Vordergrund stellen. Dennoch sollte der Finger nicht nur auf die Übeltäter gehen, da ein jeder einzelner einen Wandel bewirken kann, um in Kameradschaft nachfolgenden Generationen die Erde, wie wir sie kennen, übergeben.“ (Fiona)

„Ich habe nicht erwartet dass der Sommercampus so toll wäre. Ich habe tolle Menschen kennengelernt, die ich in meinem Herzen geschlossen habe. Mein Kurs andere Länder, andere Klänge war sehr interessant.“ (Petrina)

Den Fachbereich Wirtschaft jemandem erklären zu können ist nicht einfach. In dem Seminar “T-Shirts, Technologien und Welthandel“  wurde dieser uns nicht nur gut erklärt, sondern auch spielerisch und durch verschiedene Beispiele, wie zum Beispiel durch einen  Ausflug zum Windkraftanlagen – Unternehmen Vestas, beigebracht. Hauptsächlich wurden Themen wie faire wirtschaften (z.B. Tricks für billige T-Shirts) , Technologien heute und in der Zukunft und deren Rollen in der Wirtschaft, Menschenrechte usw. behandelt. Durch diesen Seminar habe ich eine viel bessere Übersicht über Wirtschaft und Globalisierung bekommen. Deshalb bedanke ich mich bei meinem Kursleiter. (Marzia)

Der Kurs „Führt Globalisierung zu religiösen Fundamentalismus?“ war eine perfekte Mischung aus Informationen und Diskussion. Wir haben viele psychologische Ansätze besprochen und versucht, sowohl fundamentalistische als auch extremistische Menschen zu verstehen. Das wichtigste, was wir aus diesem Kurz gelernt haben, ist, dass man Menschen nicht in gut und böse einordnen kann – die Situation beeinflusst es. (Jelena)

In meinem Kurs „Globalisierung und (Un)Gleichheit“ haben wir uns mit den Gewinnern und Verlierern von Globalisierung auf institutioneller und individueller Ebene beschäftigt. Zunächst haben wir die unterschiedlichen Globalisierungstheorieren erarbeitet, dann über die verschiedenen Institutionen wie z.B. IWF oder Weltbank geredet und zum Schluss haben wir noch über mögliche Alternativen und Lösungsvorschläge zu den globalen Ungleichheiten nachgedacht.  Mein Kurs war richtig toll. Ich konnte sehr viel mitnehmen und habe auch viel neues über Ungleichheiten auf der Erde gelernt. (Samet)

 

Der Kurs „Europas Platz in einer globalisierten Welt“ hat mir sehrgut gefallen! Grund dafür ist, dass ich gerade eben in Geographie maturiert habe und dadurch mein erworbenes Wissen intensivieren könnte. Ein weiterer Punkt welcher mir sehr imponiert hat war, dass unser Kursleiter sehr engagiert sowie auch motiviert war. Alles in allem fand ich den Workshop sehr informativ und spannend. (Markus)

 

„Der Weltliteraturkurs brachte mir nicht nur die Definition einer Grenzüberschreitung bei, sondern auch das kritische Lesen, das ich in keiner anderen Form von Unterricht hätte lernen können, und dafür bin ich mehr als dankbar!“ (Soritta)

 

„Der Sommercampus 2016 war für mich sehr lehrreich, aber besonders ist mir schwer gefallen, von den Leuten, die ich dort kennengelernt habe, Abschied zu nehmen. Es war eine super Erfahrung gewesen und ich werde diese Zeit nie vergessen!“

(Seda)

 

„Umweltprobleme und klimatische Bedingungen kennen keine Landesgrenzen. Egoistische und profitorientierte Konzerne entnehmen der Natur kostbare Rohstoffe und hinterlassen ihr Treibhausgase und tonnenweise Müll. Bei unserem Kurs diskutierten wir über Eigeninteressen der Staaten, mögliche Lösungen für Teilgebiete des nachhaltigen Handels, die bald bevorstehende Überfischung der Weltmeere und was jeder einzelne Erdling gegen den Klimawandel beitragen kann. Außerdem spielten wir interaktive Spiele um die Realität besser veranschaulichen zu können und organisierten in kleinen Gruppen Kampagnen gegen den Klimawandel, für den fairen Handel oder zum Wassersparen.“ (Kaan)

 

„Jeder sollte sich zumindest einmal tiefer mit religiösem Fundamentalismus auseinandergesetzt haben, um das, was zurzeit in unserer Welt passiert, besser begreifen zu können.“ (Lisa)